Der DFB im Wandel der Zeiten
Während Israel nach dem 7. Oktober im Gazastreifen Krieg gegen die Hamas führt und in Rafah die entführten und misshandelten Geiseln befreien will, postete der Fußballer Antonio Rüdiger mit seinen 9 Millionen Followern ein Bild von sich auf Instagram. Er inszenierte sich knieend in weißem Gewand mit seinem Islamistenbart und einem ausgestreckten Zeigefinger auf einem Gebetsteppich. Bekannt geworden ist der ausgestreckte Zeigefinger durch unzählige Islamisten nach ihren bestialischen Taten. Der Tawhid-Finger galt vermeintlich als ein Zeichen traditioneller Muslime. Inzwischen ist er längst das Erkennungssymbol von islamischen Terroristen.
Bereits 2020 likte Rüdiger auf Instagram einen Beitrag eines Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, der den französischen Präsidenten Emmanuel Macron abbildete, auf dessen Gesicht der Abdruck einer Schuhsohle zu sehen war. Macron hatte dem Islamismus in Frankreich den Kampf angesagt, nachdem der französische Lehrer Samuel Paty von einem Islamisten ermordet und enthauptet worden war. Die Bildunterschrift war: „Und möge Allah all diejenigen bestrafen, welche die Ehre der besten Menschen des Propheten Mohammed verletzen.“ Rüdiger entschuldigte sich damals (gezwungenermaßen) für sein Like. Kurz nach dem 7. Oktober 2023 postete Antonio Rüdiger auf Instagram: „First Step!!“ Unter Rüdigers Aufruf gab es hunderte “Free Palestine“ Kommentare.
Die Ethnologin Susanne Schröter spricht von einer Inszenierung und schreibt: „Der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger verwendet in einer Selbstdarstellung in den sozialen Medien eine salafistische Bildsprache, die nicht mit muslimischer Frömmigkeit verwechselt werden sollte. Der ausgestreckte Zeigefinger ist ein ambivalentes Zeichen. Einerseits steht es für Tauhid, die Einheit Gottes, andererseits wurde es in den vergangenen Jahren von Salafsten als Symbol genutzt. Anders als beim Gebet, wo der Finger zum Repertoire ritueller Gesten gehört, verwenden ihn Salafisten in einer demonstrativen und nach Außen gerichteten Weise. Aus diesem Grund hat der Bayerische Verfassungsschutz seiner Broschüre „Islamismus erkennen“ in die Rubrik „Islamistische Symbolik, Memes und Emojis“ aufgenommen.“
Die Rechtsanwältin, Frauenrechtlerin und Gründerin einer liberalen Moschee, Seyran Ates sagt zum „Gruß“ des Antonio Rüdiger: „Das ist keine religiöse Geste, sondern Politik. In dieser Art und Weise ist das niemals Bestandteil eines religiösen Gebets. Es ist nicht Teil eines Gebetsablaufs. Es kommt auch nicht im Koran oder in den Haditen vor. “ In einigen Rechtsschulen und Ländern wird zwar durchaus der Finger gehoben, so Ates, allerdings nicht gen Himmel, sondern auf dem Knie in die Gebetsrichtung. „Dieses Detail ist meines Erachtens wichtig, denn dass der Arm zur Hälfte angehoben wird, und wie in seinem Post gen Himmel gezeigt, ist nicht weit verbreitet und hat keine eindeutige religiöse Symbolik, wie das gerade in den Debatten behauptet wird.“
Der Journalist Kacem El Ghazzali schreibt auf X: „Wer die Geste heute in der Öffentlichkeit zeigt, muss sich bewusst sein, dass sie von vielen als Symbol des Islamismus wahrgenommen wird. Unabhängig von der tatsächlichen Intention kann das schnell zu Missverständnissen führen.“
Islamisten aller Welt demonstrieren mit dem ausgestreckten Zeigefinger nach ihren bestialischen Taten ihren Machtanspruch. Nach dem Massenmord am Berliner Breitscheidplatz zeigte Anis Amri den IS-Gruß in die Überwachungskameras. Die IS-Mörder von Moskau, die 139 Menschen in der Konzerthalle „Crocus City Hall“ ermordeten, zeigten den Islamisten-Gruß. Nach dem 11. September hob Al-Qaida-Chef Osama bin Laden den IS-Finger stolz in die Kameras. Während und nach dem Massaker des 7. Oktober in Israel mit über 1200 bestialisch ermordeten Juden zeigten die Mörder und die unzähligen Sympathisanten in Gaza tanzend den islamistischen Gruß. Vom „Hitlergruß“ des IS und von der „Zerstörung der westlichen Welt“ titelte einst das Nachrichtenmagazin N-TV.
Weil Julian Reichelt in NIUS vom „Islamismus in der deutschen Start-Elf“ sprach und den IS-Finger von Rüdiger kritisierte haben Rüdiger und der DFB gegen Julian Reichelt Anzeige erstattet. Rüdiger wegen „Wegen Beleidigung bzw. Verleumdung, verhetzender Beleidigung sowie Volksverhetzung“ und der DFB wegen „Hate Speech“.
Anstatt sich vom Islamismus zu distanzieren verteidigt der DFB also Antonio Rüdiger gegen alle Angriffe. Der Fußball ist das Spiegelbild der Gesellschaft und der DFB bleibt sich seiner Zeitgeistpolitik treu.
Ab 1933 wurden jüdische Sportler in Deutschland ausgegrenzt. Der DFB unter dem Präsidenten Felix Linnemann nutzte die „Zeitenwende“ und zementierte unter anderem den verlogenen Amateurstatus. Die jüdischen Funktionsträger und Mitglieder in den Vereinen wurden verfolgt und vertrieben. Viele jüdische Mitglieder beispielsweise des FC Bayern München wurden von den Nazis in Auschwitz ermordet. Während der Reichspogromnacht 1938 wurde der Präsident des FC Bayern Kurt Landauer abgeholt und im KZ Dachau in die Baracke Nummer acht gesperrt.
Gemeinsam mit den willfährigen Helfern im DFB machte man sich daran die liberale und weltoffene Fußballkultur zu zerschlagen. Der Hitlergruß wurde nun vor den Spielen zum obligatorischen Sympathie-Beweis für die neuen Machthaber. Im Jahr 1942 spielte das DFB-Team in der Slowakei. Die Vorfahren heutiger einschlägig bekannten Zeitgenossen, die Rüdiger bedingungslos verteidigen, dürften den damaligen Hitlergruß vor dem Spiel mit dem Saluto Romano, dem militärischen Gruß im Römischen Reich relativiert und verharmlost haben. So gesehen gibt es auch heute im Westen nichts Neues. Eine Aufarbeitung des DFB der braunen Zeit darf jedenfalls als gescheitert angesehen werden.
Bei der Weltmeisterschaft in Russland im Jahr 2018 trug der deutsche Kapitän todesmutig eine Regenbogenspielführerbinde um gegen Russlands Politik gegen Homosexuelle zu protestieren. Dass dieser Gratismut bei der WM in Katar ausbleiben würde, war bereits 2018 völlig klar. Mit einer Regenbogenbinde wollte man die Islamisten in Katar nicht verschrecken, man einigte sich auf eine „One-Love-Binde“, die dann aber doch nicht getragen wurde. Mit Mitgliedern der „Religion des Friedens“ ist nicht gut Kirschen zu essen.
Später im Jahr 2021 solidarisierte sich die DFB-Elf mit einem Kniefall vor einem Millionenpublikum, vor dem Anstoß in Wembley, mit der antisemitischen „Black Lives Matter“-Bewegung, die sich gegen angeblichen und tatsächlichen Rassismus wendet. Wie der Fall des Islamisten Özil der aktuelle Skandal um Rüdiger zeigen, der DFB offenbart, so sicher wie das Amen in der Kirche, stets sein Appeasement gegenüber dem islamischen Terror, dem Islamismus mit seiner Frauenfeindlichkeit und seinem ausgeprägten Hass auf die Juden. Schweigeminuten gibt es nur für die Opfer von rechtem Terror, für die Opfer von Würzburg oder Berlin, erst recht nicht für die jüdischen Opfer vom 7. Oktober schweigt der DFB ohrenbetäubend.
Mitten in Berlin beten dutzende Muslime aus Solidarität für die Palästinenser und Hamas-Kämpfer nach dem 7. Oktober vor dem Brandenburger Tor. Durch Deutschlands Straßen zieht jährlich ein islamistischer Mob und skandiert „Hamas, Hamas Juden ins Gas“, ohne dass die Polizei eingreift. In der staatlich subventionierten UNI Göttingen beten, nach Männern und Frauen getrennt, muslimische Studenten öffentlich im Gruppengebet. Eine muslimische Hochschulgruppe mit Verbindungen zur islamistischen Al-Quds-Bewegung organisierte ein islamisches mit ständigen „Allahu Akbar“-Rufen der Teilnehmer. Im Foyer der Hochschule wurde ein Ramadan-Fest mit Vorträgen von muslimischen Predigern gehalten.
Rüdigers Beiträge auf Instagram sind ohne sie gleichzusetzen wie die öffentlichen Gebete und die Hetze gegen Juden Machtdemonstrationen des Islam. Für IS-Anhänger ist der Tauhid die fundamentalistische Interpretation des Islam. Es gibt nur einen Gott und das ist Allah. Für Islamisten ist Gott der einzige Souverän und die Scharia das von ihm offenbarte und somit einzig legitime Gesetz. „Tauhid“ ist die Lehre von der „Einheit und Einzigartigkeit Gottes“, aus ihr leiten Islamisten die Ablehnung der Demokratie und ihrer Werte ab. Wenn IS-Terroristen das Zeichen machen verweisen sie auf ihre Ideologie, zu deren Prinzipien die Zerstörung der westlichen Welt gehört.
Der DFB ist mit Antonio Rüdiger voll im Zeitgeist. Hunderte fromme islamische Männer beraten und diskutieren im April 2024 bei einem Geheimtreffen bei Hamburg über Visionen von Kalifat und Scharia und das Recherchenetzwerk Correctiv war nicht vor Ort.
Koranverse für den Klimaschutz fordert Prof. Dr. Asmaa El Maaroufi von der Universität Münster. Studenten die auf dem Boden liegen und sich nicht mehr vor Lachen halten können? Fehlanzeige. Außenministerin Baerbock verkündet weitere 50 Millionen Euro „humanitäre“ Hilfe aus Deutschland für Palästinenser und fordert von Israel eine Waffenruhe, unabhängig von der Geiselfreilassung. Eine SWR-Moderatorin fordert dazu auf nicht bei Juden zu kaufen und wirbt dabei für eine Anti-Israel-App. Ein jüdischer Student wurde an der FU Berlin im Februar 2024 von einem muslimischen Studenten zusammengeschlagen, linke Studenten stehen ohne sich zu rühren daneben. Juden an Universitäten haben wieder Angst. Nicht nur an den Universitäten, achtzig Jahre nach dem Holocaust werden Juden in Deutschland vor allem von muslimischen Fanatikern bedroht. Gegen den Strom schwimmt beinahe einzig die Band Antilopengang, sie singt in „Oktober in Europa“: „Omas Kette mit dem Stern trägt sie lieber wieder nicht.“
In der grünen TAZ, wen wundert das noch, wird Solidarität für Antonio Rüdiger gefordert. Er hat doch nur seinen Glauben gelebt und alles ist halb so wild, so die Meinung des links-grünen Mainstreams gegenüber den „islamophoben Hetzern“. Diese Rechtfertigung oder diese Verharmlosung des Islamismus innerhalb des links-liberalen Spektrums kann nur als ideologische Verwahrlosung charakterisiert werden, denn der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist. Der Islamismus verfolgt jedes linke Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse.
Der Gipfel der Wokeness scheint nun vorläufig erreicht. Mit dem lila-pinken Auswärts-Trikot versucht der DFB offenbar seine heuchlerische Wokeness erneut unter Beweis zu stellen und die Vielfalt des Landes zu repräsentieren. Pink steht für Weiblichkeit. Wenn sich der DFB tatsächlich gegen Frauenfeindlichkeit positionieren wollte, dann müsste er Rüdiger sofort aus dem Kader streichen oder zumindest ein ernstes Wort mit ihm sprechen. Der DFB scheint jedoch aus der Affäre um Özil und aus den Geschehnissen in Katar nichts gelernt zu haben. Der Islam ist eine menschenfeindliche und vor allem frauenfeindliche Ideologie. Im Namen des Islam werden Frauen gesteinigt, vergewaltigt, misshandelt und Homosexuelle an Baukränen erhängt oder von Hochhäusern gestoßen, ganz zu Schweigen von den unzähligen Terror-Attentaten vom 11. September bis zum 7. Oktober. Die Grenzziehung zwischen Islam und Islamismus ist äußerst schwierig, die Grenzen sind fließend. Am besten brachte es die in Syrien geborene Islamkritikerin Laila Mirzo auf den Punkt: „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim.“
Zu der von der aktuellen Regierung zu verantworteten Deindustrialisierung, dem wirtschaftlichen Absturz, der Weltkriegsgefahr, der exorbitanten Verschuldung des Staates, der Zerstörung der Sozialsysteme kommt der kontinuierliche Verlust inneren Sicherheit. Die Symptombekämpfung von den „Messerfreien Zonen“ bis zu den Betonböllern bei Weihnachtsmärkten wird daran nicht viel ändern. In Wangen im Allgäu stach vor einigen Tagen ein Niederländer mit syrischen Wurzeln ein vierjähriges Mädchen in einem Supermarkt nieder und verletze es schwer. Heute ist ein Mensch in einem Zug zwischen Koblenz und Lahnstein am Rhein von einem Mann aus dem Sudan mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Die Ampel-Regierung wird auch dieses Problem nicht lösen. Im Gegenteil, sie ist Teil des Problems.
Wenn man bedenkt, dass in Deutschland eine 16-jährige Schülerin weil sie auf Instagram mit keinen 100 Followern ein Lied der Schlümpfe gepostet hat und damit Werbung für die AfD machte, von der Polizei aus ihrem Klassenzimmer geholt wurde und eine Gefährder-Ansprache erhielt, dann könnte man schon meinen der Staat ist auf dem islamistischen Auge blind. Reichelt und sein Portal NUIS muss man nicht mögen, aber wenn er verurteilt werden sollte, dann sind wir nicht mehr weit entfernt von George Orwells Wahrheitsministerium.
Das Fußballspiel des Antonio Rüdiger gefiel mir noch nie. Ich kenne kaum einen unsympathischeren Fußballer als Rüdiger, allein sein provokanter Laufstil beim Versuch der Balleroberung, seine Gestiken und Faxen gegen seine Gegenspieler sind zum Fremdschämen. Offenbar will er im Spiel Angst beim Gegner verbreiten. Wie er beim letzten Spiel der DFB-Elf gegen die Niederlande den Torwart anging als dieser den Ball sicher hatte war unterirdisch und extrem unsportlich. Der DFB-Elf ist von daher ein Ausscheiden in der Vorrunde zu wünschen.
Der Sozialist François Bondy schrieb über die deutschen Vernichtungslager in Polen und der Sozialist Ignazio Silone über den Aufstieg Mussolinis, beide arbeiteten aus dem Exil gegen den italienischen Faschismus und den deutschen Nationalsozialismus. Silone war der Leiter des Auslandsbüros der italienischen Sozialisten und organisierte den antifaschistischen Widerstand. Silone brach wie Bondy nach den Schauprozessen in der Sowjetunion mit dem Stalinismus und Silone sprach folglich vom „roten Faschismus“ ohne den Stalinismus mit dem Faschismus gleichzusetzen. Im Jahr 1944 traf François Bondy seinen Freund Ignazio Silone, der aus seinem Schweizer Exil wieder nach Italien zurückkehren wollte, in einem Park in Genf und Silone sagte plötzlich: „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Nein, er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“ Vor 20 Jahren dachte ich noch Ignazio Silone hat ein wenig übertrieben, heute weiß ich, er war ein Prophet.
Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch
Am 7. Oktober überwanden weit über 3000 islamische Terroristen der Hamas die Grenze zu Israel, griffen nahe gelegene Militärstützpunkte an und ermordeten an diesem Tag in mehr als 20 Gemeinden und auf einem Musikfestival Juden, weil sie Juden waren. Über 1200 Zivilisten wurden bestialisch ermordet, über 5400 Menschen wurden verletzt und rund 230 Menschen, überwiegend Frauen wurden in den Gaza-Streifen entführt. Gleichzeitig überzog die Hamas Israel mit einem tausendfachen Raketenhagel, der mindestens 9.375 Verletzte forderte. Mindestens dreißig UNRWA-Mitarbeiter der UNO waren am Hamas-Massaker beteiligt, mindestens 1.468 UNRWA-Mitarbeiter sind Mitglieder der Hamas oder des Palästinensischen Islamischen Dschihad.
Die islamischen Terroristen zogen für den größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust von Haus zu Haus, überfielen zahlreiche Kibbuzim, die Grenzstadt Sderot, Militärstützpunkte und die feiernden jungen Menschen auf einem Festivalgelände in der Negev-Wüste. Rund 300 Leichen sind derart verunstaltet, dass sie nur mit größter Mühe identifiziert werden können. Die israelische Armee hat im Kibbuz Kfar Aza die Leichen von 40 Kindern, Babys und Säuglingen gefunden, die teilweise enthauptet wurden. Eltern wurden mit ihren Kindern gefesselt und bei lebendigem Leibt verbrannt. Die Menschen wurden abgeschlachtet, enthauptet, Arme, Hände oder Füße abgehackt. Viele Männer wurden per Genickschuss ermordet. Kinder wurden an die Wand geschlagen oder im Bett erschossen. Eine Familie wurde in ihrem Haus gefesselt, die Kinder gegenüber den Eltern, den Kindern wie den Eltern wurden erst die Finger abgeschnitten, bevor die Terroristen sie erschossen. Die islamischen Mörder filmten sich beim größten Massenmord an Juden seit dem Holocaust gegenseitig und stellten ihre Taten voller Stolz ins Netz, um die Opfer und ihre Angehörigen weiter zu demütigen. Hunderte dieser Videos sind in den „sozialen“ Medien zu sehen. Auf einem dieser Videos sieht man nackte halbtote Frauen, die von den islamischen Gotteskriegern auf einen Truck geworfen und ihre blutenden Köpfe mit Tritten malträtiert wurden. Jüdische Frauen wurden von den Islamfaschisten gefoltert, vergewaltigt, ausgezogen und auf die Motorräder gebunden um sie im Gazastreifen dem jubelnden Mob als Trophäen zu präsentieren. Gezielt und systematisch entführten die palästinensischen Bestien jüdische junge Frauen nach Gaza. Im Gazastreifen wurden die Terroristen begeistert empfangen, wenn sie die gefesselten, gefolterten und vergewaltigten Mädchen und jungen Frauen vorführen konnten. Unter „Allahu Akbar“ Rufen der Massen wurden die gezeichneten und weinenden Frauen präsentiert bevor sie weiter verfrachtet werden.
In Reaktion auf den Terrorangriff der Hamas rief der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Kriegszustand aus und 300.000 Reservisten der israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurden zum Kriegsdienst einberufen. Nachdem die IDF die aus dem Gazastreifen eingedrungenen Terroristen bekämpft und vom Staatsgebiet Israels vertrieben hatte eröffnete der Judenstaat am 28. Oktober 2023 die Bodenoffensive, die Militäroperation „Eiserne Schwerter“ um die Hamas zu vernichten und die Geiseln zu befreien. Von 24 islamistischen Bataillonen konnten bis jetzt 20 ausgelöscht werden, rund 15.000 wurden von der IDF zu ihren 72 Jungfrauen geschickt. Knapp 250 israelische Soldaten fielen im Kampf gegen den Terror. Weil die Hamas ihre „Zivilisten“ als Schutzschild benutzt kamen bisher rund 15000 „Zivilisten“ ums Leben. Laut den freigelassenen israelischen Geiseln gibt es im Gazastreifen keine unschuldigen Zivilisten, die Verstrickungen der „Zivilbevölkerung“ mit der Hamas sind zu eindeutig. Was die verbliebenen Geiseln der Hamas jeden Tag durch ihre Peiniger zu erleiden haben, kann man nur erahnen. Nachdem sich die aktiven Terroristen in vier Bataillonen nach Rafah zurückgezogen haben, geht nun der Kampf gegen die Hamas in die letzte Phase.
Der bisherige Verlauf des Krieges in Gaza ist eine Niederlage des Islamismus. Der Iran, die Hamas und die Hisbollah wollen Israel von der Landkarte löschen und die Fahne Allahs über ganz Palästina wehen sehen. Die Hamas hoffte mit ihrem Pogrom vom 7. Oktober einen arabischen Krieg gegen Israel auszulösen. Rhetorisch kündigten dies zwar die islamischen Führer von Erdogan bis Nasrallah an, doch die Hilfe blieb aus. Weder ein islamisches Land noch eine islamische Terrorbewegung waren entscheidend bereit, sich mit der Hamas militärisch zu verbünden. Einzig die Hisbollah versuchte die Hamas mit ihren Angriffen auf Israel im Norden zu entlasten. Die Reaktionen Israels waren allerdings so stark, dass die Hisbollah es vorzog es bei der schwachen Reaktion zu belassen.
Die Hisbollah steht im Libanon massiv unter Druck. Christliche Gruppen haben die Hisbollah zur Entwaffnung gedrängt und gedroht, das Land zu föderalisieren, wenn sie nicht kooperiert. Die Hisbollah hofft auf internationalen Druck auf Israel den Krieg zu beenden. Israel fordert dagegen, dass sich die Hisbollah rund 30 Kilometer von der Grenze zurückzieht und Israel wird sich davon nicht abhalten lassen, denn die Bewohner in Israel an der Grenze zum Libanon wollen wieder in ihre Häuser ziehen. Die militärische Überlegenheit Israels gegenüber der Hisbollah ist größer denn je und darum versucht die Hisbollah den totalen Krieg mit Israel zu vermeiden. Die bevorstehende Niederlage der Hamas wird auf große Veränderungen in der Region und eine Schwächung des Irans und der Hisbollah hinauslaufen. Von Saudi-Arabien bis Ägypten sehnt man die Zerstörung der Hamas herbei, auch wenn dies nicht offen ausgesprochen werden darf. Es bleibt zu hoffen, dass auch so mancher Palästinenser irgendwann begreifen wird, dass der Islamismus dem Wohle der eigenen Bevölkerung entgegensteht.
Die sich nun abzeichnende Niederlage des Islamismus macht die weltweit agierenden „Judenkritiker“ fassungslos. Im Gegensatz zu Zeiten des Holocaust können sich nun die Juden gegen Pogrome wehren und genau das macht die Pseudo-Nie wieder-Demonstraten so wütend. Die 1200 von den islamischen Terroristen der Hamas bestialisch ermordeten Israelis waren noch nicht beigesetzt, die abgeschlagenen Köpfe, Arme und Beine noch nicht zugeordnet, die entführten Frauen und Kinder noch nicht identifiziert und Israel war erst am Anfang der Operation die Geiseln zu befreien und die Täter zu fassen, da meldeten sich schon die ersten „Experten“ zu Wort um von einem „Genozid in Gaza“ zu halluzinieren. Wie immer, wenn sich Israel gegen seine antisemitischen Mörder verteidigt, mutierten große Teile nicht nur der Deutschen über Nacht zum Anwaltskollektiv der Islamisten.
Die linke Gendertheoretikern, die bekennende Israel-Hasserin Judith Butler rechtfertigt die Morde der Hamas am 7. Oktober als berechtigten Widerstand. Aus Judith Butler redete es in diesem Jahr im linken, postkolonialen Videopodcasts Paroles d’Honneur: „Man kann für oder gegen bewaffneten Widerstand sein, man kann für oder gegen Hamas sein, aber lasst es uns wenigstens bewaffneten Widerstand nennen. Dann können wir debattieren, ob wir es richtig finden oder nicht, ob sie das Richtige getan haben; ob es die richtige Strategie war.“ Die fanatische Israel-Gegnerin unterstützt die palästinensische Boykott-Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“ und sagte bereits 2006 bei einer Diskussion in Berkeley, dass Hamas und Hisbollah „progressive“ Bewegungen seien, und „Teil der globalen Linken“. Für Judith Butler sind die Massenvergewaltigungen an Frauen und Mädchen, die Enthauptungen von Kindern und das Abschlagen von Armen und Beinen an Zivilisten in ihren Häusern und das Fesseln und anschließende Verbrennen am lebendigem Leib bewaffneter Widerstand. Wer nach Butlers menschenverachtenden Aussagen Massendemonstrationen erwartet hat, der wartete vergebens.
Wie antisemitisch der deutsche Kulturbetrieb ist bewies nach der Documenta nun die vom Steuerzahler finanzierte Berlinale. Bei der Berlinale-Gala solidarisierten sich die Mitglieder der Jury sowie die Preisträger mit den Palästinensern und forderten einen sofortigen Waffenstillstand von Israel. In ihren Statements war von Apartheid und von Genozid an den Palästinensern die Rede. In der ersten Reihe saß die grüne Ministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth mit Bürgermeister Kai Wegner und man applaudierte und tobte mit der Schauspieler-Avantgarde beim Hass gegen Israel wie die Massen damals im Sportpalast.
Der britische Regisseur Jonathan Glazer („Zone of Interest“) nutzte seine Dankesrede bei den Oscars, um Israel zu verurteilen. Glazer meinte in bester Walser-Manier, er lehne es ab, dass das Jüdischsein und der Holocaust als Rechtfertigung für eine Besatzung gekapert würden, die für so viele unschuldige Menschen Konflikt bedeute. Entgegen jeder historischen Realität behauptet also Glazer Juden verwenden ihre Opferrolle im Holocaust um nun zum Täter werden zu können. Das ist Antisemitismus in Reinkultur. Bei der Auschwitzkeulen-Rede von Martin Walser in der Frankfurter Paulskirche hat sich Ignaz Bubis noch empört, über Jonathan Glazer empört sich noch kaum jemand, denn der linke Antisemitismus ist längst im Mainstream angekommen.
Deutschland und die EU finanzieren seit Jahren den Judenhass und den islamistischen Terror gegen Israel. Am 12.3.2024 kam es zur Abstimmung ob es nach dem 7. Oktober auch weiterhin Steuergelder an die Islamisten geben soll. Die Anträge, „EU-Gelder sollen nur noch an Empfänger im Nahen Osten und Nordafrika gehen, die schriftlich „das Existenzrecht Israels anerkennen und Antisemitismus verurteilen“ und „Die EU soll keine Einrichtungen finanzieren, die Personen und ihre Angehörigen aus dem Grund finanziell unterstützen, dass sie Terroranschläge begangen haben“ wurden abgelehnt, die EU-Milliarden dürfen weiter an Juden-Hasser fließen. Von den deutschen Grünen und Linken gab es keine einzige Ja-Stimme.
Bei seiner Israel-Reise in dieser Woche warnte Kanzler Olaf Scholz, 80 Jahre nach dem Holocaust, Israel vor einer Offensive in Rafah. Der Freundschaftsbesuch des Kanzlers galt nicht den Geiseln, der Kanzler sorgte sich um die Feinde Israels, „Wir können nicht zuschauen, wie Palästinenser verhungern.“ Bei einer Offensive in Rafah sei die militärische Logik eine Überlegung, aber anders als das deutsche Narrativ bezüglich des Ukrainekrieges verkauft wird, meinte Scholz: „Aber es gibt auch eine humanitäre Logik. Wie sollten mehr als 1,5 Millionen Menschen geschützt werden? Wo sollten sie hin?“ Über das Schicksal und über die Versorgung der mehr als sechs Monate der sadistischen Willkür der Hamas-Bestien in Gaza ausgelieferten jüdischen Geiseln wurde, wie in den deutschen Medien kaum gesprochen.
Weil der Präsident der USA in seiner demokratischen, naturgemäß „israelkritischen“ Partei unter Druck gerät, spricht Biden über die „Notwendigkeit einer sofortigen Feuerpause“ und er bezeichnet Israels geplante Offensive in Rafah als „Fehler.“ Am 17. März sagte Benjamin Netanjahu in einer Kabinettsitzung in Richtung Biden und der internationalen Gemeinschaft: “Unseren Freunden in der internationalen Gemeinschaft sage ich: Ist euer Gedächtnis so kurz? Habt ihr den 7. Oktober, das schrecklichste Massaker an Juden seit dem Holocaust, so schnell vergessen? Habt ihr so schnell Israel das Recht abgesprochen, sich gegen die Monster der Hamas zu verteidigen? Habt ihr so schnell euer moralisches Gewissen verloren.“ Völlig zurecht wies der israelische Premierminister darauf hin, dass Israel einen gerechten Krieg führt, er forderte internationalen Druck auf die Hamas und seinen Schirmherrn den Iran. Netanjahu betonte, dass Israel ungeachtet des internationalen Drucks eine mehrwöchige Militäroperation in der Grenzstadt Rafah, der letzten verbliebenen Hamas-Hochburg im Gazastreifen, durchführen werde: “Diejenigen, die sagen, dass die Operation in Rafah nicht stattfinden wird, sind diejenigen, die auch gesagt haben, dass wir nicht in den Gazastreifen einmarschieren oder in Shifa oder Khan Yunis operieren werden und dass wir die Kämpfe nach dem vorherigen Geiselabkommen nicht wieder aufnehmen werden. .. Ich wiederhole: Wir werden in Rafah operieren. Es wird einige Wochen dauern, aber es wird passieren.”
Die erste Pflicht eines Staates ist das Leben und die körperliche Unversehrtheit seiner Bürger zu schützen und zu bewahren. Ein zivilisierter Staat schützt seine Frauen vor sexuellen Übergriffen und Diskriminierung, sorgt für Bildung, ein Gesundheitssystem und bekämpft die Armut. Dafür zieht der Staat Steuern und Abgaben ein. Ein Staat beginnt sich zu delegitimieren, wenn er diesen grundsätzlichen Aufgaben nicht mehr nachkommt. Im Gegensatz zu Deutschland fühlt sich der Staat Israel dazu verpflichtet seine Bevölkerung zu schützen. Israel ist nach Auschwitz der Zufluchtsort für alle Juden. Während die Juden auf zwei Jahrtausende der Verfolgung, Demütigung und Ermordung zurückblicken müssen, hat der Staat Israel laut Jean Améry „allen Juden der Welt den aufrechten Gang wieder gelehrt.“ Dieses Faktum empört die Antisemiten weltweit. Hätten die Juden vor dem Zweiten Weltkrieg einen Staat und eine Armee gehabt, hätte es den Holocaust in Deutschland so nicht gegeben. Der 7. Oktober hat dieses Narrativ in Frage gestellt.
Israel verteidigt gestern und heute die Zivilisation gegen die Barbarei. Israel verteidigt den freien liberalen westlichen Lebensstil gegen den frauenverachtenden und menschenverachtenden Islamismus. Die Hamas ist der Aggressor, jeder konstruierte Genozid-Vorwurf trieft vor offenkundigem Antisemitismus. Die westliche Welt steht am Scheideweg, kurz vor dem Abgrund. An vorderster Stelle an diesem Abgrund steht Deutschland.
80 Jahre nach dem rassebiologischen Vernichtungskrieg gegen die UdSSR mit 27 Millionen Toten planten die vier deutsche Offiziere einen Angriff auf ein ziviles Ziel gegen Russland. 80 Jahre nach der systematischen und fabrikmäßig durchgeführten Ermordung von sechs Millionen Juden werden in Deutschland nach dem Pogrom des 7. Oktober Süßigkeiten verteilt, jüdische Studenten trauen sich nicht mehr in ihre Hochschule und jüdische Menschen haben Angst auf die Straße zu gehen. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind wie die Leitmedien geprägt von antiisraelischer Hetze und die deutsche Regierung finanziert seit Jahrzehnten die antisemitische UNRWA und andere islamistische Organisationen. Mit dem neuen „Demokratiefördergesetz“ der Ampelregierung werden unter anderem islamistische Organisationen finanziert.
Der islamische Verein Inssan aus Berlin bekam 2023 rund 280.000 Euro aus dem Topf „Demokratie leben“. Der Geschäftsführer des Vereins, Mohammad Hajjaj wird vom Verfassungsschutz als islamistisch bewertet, was den Berliner Senat nicht davon abhielt Hajjaj in die Expertenkommission für „antimuslimischen Rassismus“ zu berufen. Die Vorsitzende des Vereins, Lydia Nofal, wirkt laut der Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann-Marschall als „Mittlerin zwischen der Mehrheitsgesellschaft und dem Aktionsgeflecht der Muslimbruderschaft.“ Jährlich 400.000 Euro bekommt der Berliner Verein Eoto des Grünen-Lokalpolitiker Jeff Kwasi Klein, der in physischer Gewalt eine geeignete Protestform sieht.
Es ist längst nicht mehr der rechte Revisionismus, der die Demokratie bedroht. Der singuläre Charakter der europäischen Judenvernichtung wird längst nicht mehr von den ewig Gestrigen in Zweifel gezogen oder geleugnet. Der Geschichtsrevisionismus wird heute von pseudolinken Aktivisten, den postkolonialen Theoretikern und deren politischen Personal besorgt. So unterstützt Deutschland mit Milliarden Zahlungen ein Land das einen antisemitischen Massenmörder als Nationalhelden verehrt, das Denkmäler zur Befreiung des Nationalsozialismus abreißt und durch die Figuren dieses antisemitischen Massenmörders ersetzt, einen der korruptesten Staaten der Welt, der über 20 Oppositionsparteien und unzählige oppositionelle Zeitungen, sowie Rundfunksender verboten hat und seine Minderheiten unterdrückt.
Zum Antisemitismus und zur Unterstützung des Islamismus und zu unterlassenen Hilfeleistung der überfallenen Frauen, der niedergestochenen Menschen, den bedrohten Juden in Deutschland kommt der Verfall des Gesundheitssystems, des Pflegesystems, der Infrastruktur, der Abwanderung der Industrie, der Niedergangs der Wirtschaft. Während die Sanktionen gegen Russland und die Waffenlieferungen und die Milliardenzahlungen für die Ukraine und für die Hamas die deutsche und die europäische Wirtschaft in die Tiefe reißen, geht es der russischen Wirtschaft so gut wie noch nie. Wer auf die vierte Gewalt, die Leitmedien hofft, die dies alles thematisiert, hofft vergebens.
Die Realitäten des Kriegs werden noch in diesem Jahr viele „Experten“ einholen. Israel wird die Hamas vernichten und damit dem Islamismus und seinen „judenkritischen“ Komplizen einen harten Schlag versetzen. Die Ukraine wird wie ich bereits im Februar 2014 niederschrieb geteilt, vorausgesetzt es kommt nicht doch noch zu einem europäischen Atomkrieg. Das kleine Israel verteidigt, wie immer alleingelassen vom Rest der Welt, als einziges Land die humanistischen westlichen Werte und kann auf die Ratschläge der grenzdebilen „Israelkritker“ gut verzichten. Israel führt nicht Krieg, wie andere ihre Kriege geführt haben und führen. Israel führt Krieg, um den Juden endlich ein Leben in Sicherheit zu bieten. Bevor Israel ein Gebäude bombardiert warnt es die Bewohner das Gebäude zu verlassen. Die Gegner Israels lieben in ihrem religiösen Wahn den Tod, während Israel das Leben liebt.
Donald Trump, so irre das auch klingen mag, ist der letzte Hoffnungsträger für die westliche Welt. Schon die Möglichkeit einer erneuten Präsidentschaft lässt das verkommene europäische politische Personal erzittern. Donald Trump ist der Garant für Israels Sicherheit und die letzte Chance für ein demokratisches Europa. Ich fühle mich den Schriften von Jean Paul Sartre und Jean Améry verpflichtet, die sich beide der äußersten Linken zugerechnet haben und ich wiederhole ohne jedes Augenzwinkern, der amerikanische Rechtpopulist Donald Trump ist der einzige Hoffnungsträger für den Westen. Der aktuelle woke, postkoloniale Zeitgeist bedroht das Leben der Menschen und die Demokratie in Europa. Den Lesern und Lohnschreibern aller Zeitgeist-Zeitschriften von der Jungle World bis zum Spiegel sage ich mit dem jüdischen Soziologen Leo Löwenthal: Mitmachen wollte ich nie.
Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch
Der Stier des Generals
„Jawohl, Herr General“, sagte Pfeiffer. Er begriff, dass sich der General weder an ihn, noch an Czymek, noch an die Brücke erinnerte. „Abtreten!“, sagte der General und Pfeiffer sagte noch einmal: „Jawohl.“ Und Pfeiffer trug Czymek die Treppe hinauf. Er nahm ihm die Erkennungsmarke und das Soldbuch ab, und er meldete sich beim österreichischen Hauptmann. Er bekam ein paar trockene Klamotten und ein nach den Verlusten überzähliges Schnellfeuergewehr neuester Fabrikation. Er wurde in das Schlammloch neben dem Pionier eingewiesen, der ihn an Czymek erinnerte. Der Nebel hatte sich gehoben, und der Himmel über dem Dnepr war grau wie Rauch. (letzter Absatz aus „Der Hund des Generals“ von Heinar Kipphardt.)
Während Kanzler Olaf Scholz, aus historischen Gründen und um die Gefahr eines Weltkrieges nicht zu erhöhen, versprach keine Taurus-Marschflugkörper in die Ukraine zu liefern, trafen sich am 19. Februar 2024 vier deutsche Offiziere um das Versprechen von Olaf Scholz zu torpedieren. Das Gespräch hatte das Ziel die Teilnehmer auf ein Treffen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius vorzubereiten, um die Möglichkeiten und die Schwierigkeiten des Taurus Einsatzes präsentieren zu können.
In der Webex-Konferenz planten die vier Offiziere, 80 Jahre nach dem rassebiologischen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit 27 Millionen Toten, einen Angriff auf Russland. Die vier deutschen Offiziere besprachen einen Terrorakt auf eine zivile Einrichtung, die Krimbrücke und sie diskutierten wie man das Kriegsverbrechen begeht ohne dabei erwischt zu werden. Inwieweit Boris Pistorius die Offiziere beauftragt hat sich mit einem Taurus-Angriff auf Russland vorzubereiten ist bisher nicht bekannt. Das 38-minütige Gespräch wurde von Russland abgehört und vollständig der russischen Bevölkerung zu Verfügung gestellt. Während die Inhalte des Gesprächs der Offiziere in Russland die Medien beherrschen, werden die Leser und die Zuhörer der deutschen Leitmedien und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über die Inhalte im Unklaren gelassen. Vermutlich deshalb gibt es in Deutschland keine Rücktrittsforderungen und keine Massendemonstrationen auf den Straßen.
Im abgehörten Geheimgespräch vom 19. Februar 2024 diskutierten die vier Offiziere nicht nur Pläne eines Angriffs auf Russland, sie gaben auch sonst viel Interessantes preis, zum Beispiel, dass „Pistorius tief in Taurus einsteigen wollte, aber Scholz blocke“ oder dass amerikanische, britische und französische Soldaten vor Ort in der Ukraine sind. Generalleutnant Gerhartz: „Wir wissen ja auch, dass da viele Leute mit amerikanischem Akzent in Zivilklamotten rumlaufen.“
Zum Skandal wird das Gespräch wegen den Planungen die Krimbrücke zu zerstören und wie man dabei die deutsche Beteiligung verschleiern könnte. So wird gefragt, ob die Briten in der Ukraine die Deutschen bei der Anbindung des Taurus unterstützen könnten. Die Planung könnte über die MBDA, den Produzenten des Taurus laufen. Die Zieldaten kombiniert mit Satellitenbildern müssten, um die deutsche Kriegsbeteiligung zu umgehen im deutschen Büchel verarbeitet werden und könnten dann per Auto durch Polen in die Ukraine transportiert werden. Die Offiziere sind sich einig, die Lieferung des Taurus würde den Kriegsverlauf nicht ändern. Gerhartz: „Ja, ja, klar. Das ist natürlich, dass es klar sein muss, das wird nicht den Krieg ändern. Dafür haben wir gar nicht… Wir würden ja auch nicht alle, wir wollen wir ja auch nicht abgeben, und nicht alle sind bei uns auch gleich. Das muss ich euch nicht sagen. Also, man könnte sagen, fünfzig in der ersten Tranche, und wenn sie uns dann noch mal würgen würden für die nächsten fünfzig, und da wär’ aber auch Ende Gelände. So, das ist völlig klar.“
Später kommt Offizier Florstedt mit einem „pragmatischen Ansatz“ zu Wort: „So wie Air Defense, Obuszeit, Flughöhe, etc. – und da komme ich dann drauf, dass es so zwei interessante Targets halt gibt: einmal so eine Brücke im Osten und einmal Mun-Depots, wo wir reinkommen. Die Brücke im Osten ist halt schwer zu erreichen, und die Pfeiler sind relativ klein, und das kann halt der Taurus darstellen, und die Mun-Depots – da kommen wir halt durch. Und wenn ich das jetzt berücksichtige und vergleiche, wie viele Storm Shadows und Mauls abgeschossen wurden, da hat man halt ein ganz guts Alleinstellungsmerkmal. Da habe ich mir so drei Routen rausgesucht, wo ich sagen würde, geht’s da um die Brücke oder geht’s da um Mun-Depots? …“
Darauf Offizier Fenske: „Ich würde gern noch mal schnell ergänzen wegen der Brücke, weil wir uns die intensiv angeguckt haben. Und die Brücke ist leider – aufgrund ihrer Grösse – wie ein Flugplatz. Das heißt, es kann durchaus sein, dass ich dafür zehn oder zwanzig Flugkörper brauche.“
Darauf Offizier Florstedt: „Ich habe durchgeschätzt, nämlich da, wo sie aufklappt, wenn du die Pfeiler nimmst.“
Gerhartz: „Du bringst es ja schon ganz gut auf den Punkt: Wir alle wissen ja, dass sie die Brücke rausnehmen wollen. Das ist klar, wissen wir auch, was es am Ende bedeutet … Dann hast du, ist die Versorgung dieser so wichtig – nicht nur militärisch, strategisch wichtig, auch so ein bisschen politisch ist die gute Insel da ja ihr Herzstück. Jetzt nicht mehr ganz so … ganz so fatal, wo sie ja quasi ihre Landbrücke mehr oder weniger dahin haben, aber … Und da hat man eben Angst, wenn da der direkte Link der Streitkräfte in die Ukraine geht. Und da wäre halt dann immer die Frage: Kann man im Grunde genommen den Krieg pullen, dass man unsere Leute abstellt zu MBDA, dass nur eine Direct Line zwischen der MBDA und der Ukraine ist? Dann ist es weniger schlimm, wie wenn die Direct Line unser Luftwaffe zu ihnen ist.“
Brigadegeneral Gräfe: „Ich glaub, das macht keinen Unterschied, Ingo. Wir müssen halt aufpassen, dass wir nicht gleich zu Beginn im Kriegskriterium formulieren. Wenn wir dem Minister jetzt sagen, ich überspitze mal ein bisschen, wir planen die Daten und fahren sie dann von Polen aus mit dem Auto rüber, damit es keiner mitkriegt – das ist ein Kriegskriterium. Wir werden es nicht schaffen, dass wir mit einer irgendwie gearteten Beteiligung von uns das Ganze umsetzen. Also erst mal indem … wenn das von der Firma kommt, müsste erst mal die MBDA dem zustimmen, ob die das machen. Ja, aber dann macht es auch keinen Unterschied, ob wir das unsere Leute in Büchel das planen lassen oder in Schrobenhausen. Beteiligt ist beteiligt, und ich glaube, über die Hürde werden wir nicht drüber kommen.“
Achtzig Jahre nach Stalingrad scheint der Krieg für die Offiziere ein Videospiel zu sein, sie wollen der Politik keine „Show-Stopper reinknallen“ und sie schwärmen von der „guten alten Luftwaffe“. Achtzig Jahre nach Stalingrad diskutieren deutsche Offiziere einen Angriff auf Russland, vermutlich im Auftrag des Verteidigungsministers und ohne Wissen des Kanzlers, sie diskutieren die Verschleierungsmöglichkeiten und sie lassen sich dabei, um sich selbst zu krönen, dabei abhören.
Laut Art 26. (1) des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen. Im 2+4-Vertrag steht in Artikel 2. „Die Regierungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik bekräftigen ihre Erklärungen, dass von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird. Nach der Verfassung des vereinten Deutschlands sind Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, verfassungswidrig und strafbar.“ Wieviel dieser Vertrag wert ist zeigte bereits 1999 der völkerrechtswidrige Angriffskrieg Deutschlands gegen Jugoslawien. Die NATO benutzte gegen die Serben radioaktive Munition um die faschistische albanische UCK in ihrem „Freiheitskampf“ zu unterstützen. Die Infrastruktur Serbiens wurde zerbombt und das Chemiezentrum in Pančevo vorsätzlich zerstört. Serbien hat deshalb heute europaweit die meisten Fälle von Lungenkrebs und über 10.000 Menschen fanden durch die NATO-Bomben den Tod.
Ein deutscher Angriff auf die Krimbrücke wäre, wie alle Bombardierungen auf die zivile Infrastruktur, laut humanistischem Völkerrecht, ein Kriegsverbrechen. Die Krimbrücke versorgt rund zwei Millionen Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten, sie ist die Lebensader für die Krim. Der Taurus Marschflugkörper ist schwer zu bekämpfen und er ist eine Offensivwaffe, die von einem Kampfjet aus der Luft gestartet wird. Der Taurus hat eine Reichweite von rund 500 Kilometern und könnte von der mit dem Rücken zur Wand stehenden Ukraine auch nach Moskau in den Kreml geschickt werden.
Im Bewusstsein dieser Gefahr sagte Oberst a.D. Ralph Thiele in einem Interview mit dem Cicero: „Der Taurus kann im Hinterland des Feindes anrückende Truppen, Flugplätze und Kommandozentralen bekämpfen. Scholz möchte das Waffensystem nicht liefern, da Bundeswehrsoldaten die Zielbekämpfung begleiten müssten. Das könnte in der Ukraine geschehen oder auch von Deutschland durchgeführt werden. Wir wären allerdings in beiden Fällen direkt beteiligt im Krieg in der Ukraine. Es kommen sicherlich noch andere Argumente hinzu, die Olaf Scholz jedoch aus Sicherheitsgründen in der Öffentlichkeit nicht spezifizieren darf. Deswegen, glauben Sie mir: Scholz hat exzellente Experten aus den Streitkräften und den Geheimdiensten im Kanzleramt, die ihn bei seinen Entscheidungen begleiten. Und wenn er nicht möchte, dass deutsche Soldaten bei der Vorbereitung und der Durchführung der Einsätze von Taurus beteiligt sind, dann hat das einen guten Grund. Viele die nun darüber fabulieren, verstehen die Zusammenhänge nicht.“
Während die russische Bevölkerung über die deutschen Vorhaben detailliert informiert werden, halten sich die deutschen Leitmedien und Politiker nicht nur bedeckt, im Gegenteil, sie sehen sich bestätigt den Taurus zu fordern. Kiesewetter, Hofreiter, Strack-Zimmermann und Co. und die deutschen Medien versuchen die Ungeheuerlichkeit umzudeuten, nachdem Sie es als einen Skandal hinstellten, dass die Russen abgehört haben. Offenbar haben diese Leute vergessen, dass Geheimdienste abhören, befreundete Geheimdienste haben das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört. Roderich Kiesewetter muss ein anderes Interview gehört haben, als es aus ihm sprach: „Aus dem Gespräch der Offiziere gehe hervor, dass die Ukrainer den Taurus auch ohne deutsche Hilfe abfeuern könnten.“
In der ZDF-Kindersendung „Logo!“ wird die Kriegspropaganda kindgerecht verpackt, die niedlich animierten Marschflugkörper, plaudern lustig miteinander und im Grunde ist es überhaupt nicht schlimm, wenn Taurus-Marschflugkörper auf russisches Gebiet knallen. Sogar die lustigen britischen und französischen Marschflugkörper machen sich über Scholz lustig. Mal wieder typisch, dass der mal wieder zögere. Dabei brauchte die Ukraine doch nun dringend den Taurus. Kriegs-Propaganda für Kinderhirne, der GEZ-Zahler finanziert die Propaganda.
Im russischen Fernsehen und in russischen Zeitungen werden nun wieder die Bilder des deutschen Vernichtungskriegs gezeigt. Die Bilder der deutschen Soldaten und der SS werden gezeigt, wie sie Kinder und Frauen in Kirchen und Scheunen treiben, ihre Magazine leerschossen und die Gebäude dann angezündet haben, damit die Menschen bei lebendigem Leib verbrennen. Im russischen Fernsehen diskutiert man nun, im Fall des Falles, welche deutschen Brücken mit Kinschal-Raketen angegriffen werden.
Während in Europa und vor allem in Deutschland die Kriegstreiber immer mehr Waffenlieferungen, die Lieferung des Taurus und die Mobilisierung von eigenen Soldaten im Kampf gegen Russland fordern, deeskalieren auch regierungsnahe Medien wie die New York Times in den USA. In seiner letzten Ausgabe im Februar enthüllte die New York Times, was Putin schon vor 10 Jahren behauptete und dafür als verrückt erklärt wurde, der amerikanische Geheimdienst CIA betreibt seit rund zehn Jahren insgesamt zwölf geheime Kommandobunker in der Ukraine, unweit der russischen Grenze. Die USA kümmern sich also nicht nur um die Kriegsstrategie der Ukraine, sie haben vor 10 Jahren Spionage-Einrichtungen eingerichtet und finanziert. Ukrainische Geheimdienstoffiziere seien nach dem Maidan-Putsch 2014 von den USA ausgebildet und ausgerüstet worden. Die Geheimdienstbasen könnten laut dem Bericht für grenzüberschreitende Drohnen- und Raketenangriffe auf russisches Gebiet genutzt werden. Zudem diene die Ukraine für die USA und ihre Partner seit Jahren als riesiges „Zentrum zur Informationsbeschaffung.“ Laut New York Times lief der geheime Spionagekrieg ohne das Wissen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, diese Arbeit wurde von den „Russland-Falken“ innerhalb der US-Administration im Alleingang erledigt worden. So überrascht es freilich kaum, dass der Artikel der New York Times hierzulande keine Wellen schlägt, im Gegenteil, es wird alles ignoriert was dem Narrativ Putin ist krank und verrückt widerspricht.
Seit mehr als zwei Jahren überschlagen sich die Medien vom Spiegel bis zur FAZ, von der ARD bis zu N-TV mit Erfolgsmeldungen ihrer ukrainischen Helden und unzähligen Niederlagen der Russen. Russland wird, wenn es nach den Lohnschreibern ginge, bald in fünf Teile geteilt und wird bei uns um Nahrung und Kredite betteln. Die Realität holt die Lohnschreiber und „Experten“ aus Politik und Medien nun ein. Rund 500.000 ukrainische Soldaten sind gefallen, der Ukraine gehen die Soldaten aus, 500.000 neue Soldaten sollen mobilisieret werden, aber die Ukrainer sind es satt als Kanonenfutter verheizt zu werden, sie wollen leben, es ist ihnen egal wo die Grenze genau im Osten verläuft. NATO-General a.D. Harald Kujat sieht längst keine Chance mehr für einen Sieg der Ukraine und rät zu Verhandlungen, bevor das Land völlig am Boden liegt. Harald Kujat weiter: „Wenn wir Taurus liefern würden und die Ukraine würde diese Waffe gegen strategisch relevante Ziele einsetzen und beispielsweise russisches Nuklearpotential bedrohen, dann würde dies eine ganz harte Reaktion Russlands auslösen und zwar nicht nur gegen denjenigen der die Waffen einsetzt, sondern auch gegen den der sie geliefert hat. Ich nenne da ein Beispiel. Am 26.12 2022 hat die Ukraine mit Drohnen einen Stützpunkt der russischen strategischen Bomberflotte angegriffen, und zwar in Engels, in der Nähe von Seratov. Stellen sie sich einmal vor, diese Drohnen hätten das Nuklearwaffenlager getroffen. Dann wären wir beide hier nicht mehr in der Lage dieses Interview zu führen, dann würde hier in Europa bereits der nukleare Winter herrschen. Das ist das Risiko, das darin besteht, wenn man jemandem der mit dem Rücken zur Wand steht, wie das im Augenblick in der Ukraine ist, und dann um sich schlägt, auf diese Weise, dass es auch wehtut, dass es Schmerzen bereitet bei den Russen, wenn das in dieser Weise getan wird, dann kann das zwei Reaktionen auslösen, es kann eine Reaktion in einen nuklearen Gegenangriff auslösen, es kann aber schon allein durch die Detonation von Nuklearwaffen so viel Zerstörung anrichten, dass wir nicht mehr in der Lage wären in irgendeiner Weise zu reagieren.“ Wladimir Putin hat zuletzt im Interview mit Tucker Carlson Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Warum nimmt man ihn nicht beim Wort und startet wenigstens den Versuch?
Während sich die USA auf Donald Trump vorbereiten, nähert sich Europa dem Abgrund. Ein Taurus kostete rund eine Million Euro, heute kostet er rund drei Millionen. Rund 20 Taurus-marschflugkörper werden für die Zerstörung der Krimbrücke benötigt. Europa bezahlte bisher unzählige Milliardensummen für die Ukraine, für Waffenlieferungen, humanitäre Leistungen und Gehälter für die Beamten. Der erneute Eskalationskurs Europas, allen voran Deutschlands, wird nach den absurden Sanktionen, den absurden Waffenlieferungen ein böses Ende nehmen. Die Wirtschaft Deutschlands taumelt, unzählige Firmen wandern ins Ausland ab, jeden Tag eine neue Meldung über Insolvenzen, die Infrastruktur verfällt, die Sozialsysteme, das Gesundheits- und Pflegesystem stehen vor dem Zusammenbruch, Krankenhausstationen werden wegen Geldmangel geschlossen, der soziale Unfrieden ist vorprogrammiert. Im reichen Bayern werden Menschen, die kurz vor einem Blinddarmdurchbruch stehen im Kreiskrankenhaus wegen Überfüllung abgewiesen und in ein fünfzig Kilometer entferntes Krankenhaus geschickt. Jedes Jahr kommen weitere 300.000 Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien oder der Türkei, dazu kommen jetzt schon über eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine, die Wohnung, Verpflegung und medizinische Versorgung brauchen.
Die deutschen Politiker in der Regierung haben einen Amtseid abgelegt, sie tragen Verantwortung für die Zukunft Deutschlands und für das Leben, ihrer und unserer Kinder und Enkel! Dieser Eid ist längst gebrochen, mit einem 3. Weltkrieg dürfte dies jedem klar werden, dann ist es aber zu spät. Selbst die vier geschichtsvergessenen Offiziere bestätigen, die Lieferung des Taurus würde den Kriegsverlauf nicht ändern, er würde nur zu weiterer Eskalation führen. Die europäische Politik und die angeschlossenen Medien spielen mit dem Leben von Millionen Menschen in Europa. Jeder Lohnschreiber vom Spiegel bis zur Jungle World, von ARD bis zu N-TV ist mitverantwortlich für die Folgen der Waffenlieferungen, ganz abgesehen davon ist das ständige Verharmlosen oder Leugnen der Massenmorde der westukrainischen OUN Banderas vor, während und nach dem 2. Weltkrieg eine antisemitische Relativierung oder Leugnung des Holocaust.
Die deutsche Wunderwaffe, der Leopard wurde nicht zum „Gamechanger“, alle Leopard-Panzer sind wie die Millionen die sie kosteten in Rauch aufgegangen. Der Taurus ist wie die V1 oder V2 keine Wunderwaffe. Der Taurus ist eine Offensivwaffe die den Krieg weiter eskalieren lassen wird. Bundeskanzler Olaf Scholz ist bisher jedes Mal umgefallen, wie lange er dem Druck der selbstmörderischen Kriegstreiber standhalten wird ist offen. Wie sagte doch Andrea Sarti: „Unglücklich das Land, das keine Helden hat!“ und Brecht legte seinem Galilei zeitlos in den Mund: „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat“
Gleichzeitig veröffentlich bei Fisch & Fleisch
Die Offenbarung der Propheten
Vor vier Wochen, am 11. Januar 2024 starb der chilenisch-US-amerikanische Blogger, Autor, Regisseur und Kritiker des ukrainischen Regimes, Gonzalo Lira in einem ukrainischen Gefängnis. Im Mai 2023 wurde Lira in Charkiw wegen „ungesetzlicher Aktivitäten“ vom ukrainischen Geheimdienst verhaftet. Seit rund fünf Jahren sitzt der australische Investigativ-Journalist Julian Assange in einer drei mal zwei Meter großen Einzelzelle in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis, weil er die Kriegsverbrechen der USA im Irakkrieg öffentlich machte. An einem aktuellen Gerichtsverfahren über seine Auslieferung kann er wegen seines schlechten Gesundheitszustandes nicht teilnehmen. Am 14. Februar 2024 verstarb der russische Anwalt, Politiker und Putin-Kritiker Alexei Nawalny unter bislang unbekannten Umständen in einem russischen Gefängnis.
Obwohl Nawalny jährlich am rechtsextremistischen „Russischen Marsch“ teilnahm, er Putin dafür kritisierte, weil dieser den Russen im Donbass nicht bereits 2014 militärisch half, er Homosexuelle „Schwuchteln“ nannte, die weggesperrt gehören, überschlagen sich die Öffentlich-Rechtlichen und die Leitmedien vom Spiegel bis zu N-TV mit Sondersendungen und mehreren Artikeln pro Tag und alle sind sich einig, obwohl Nawalny Kontakte zum britischen Geheimdienst hatte, Putin ist der Mörder.
Die Frage, ob Nawalnys Tod aktuell tatsächlich im Interesse Putins liegt, wo er doch im Interview mit Tucker Carlson um Frieden und Verständnis wirbt, stellt in den Leitmedien kein „Experte“. Alle Kriegstrommler sind sich nach dem Tod von Nawalny einig, der Westen muss aufrüsten, egal was die Wähler denken. Putin will Europa und alle Nato-Staaten überfallen und dann die Welt beherrschen, so die Strack-Zimmermanns und Hofreiters. Dass Putin seit zwei Jahren alle Mühe hat Teile der pro-russischen Ostukraine zu befreien ist den Lobbyisten der Rüstungsindustrie offenbar entgangen.
Wenn in der Ukraine Oppositionelle wie Mykola Serhijenko, Alexei Kolesnik, Oleh Kalaschnikow, Serhij Walter oder Oleksandr Pekluschenko ermordet werden oder der Regimekritiker Gonzalo Lira in einem ukrainischen Gefängnis zu Tode kommt, dann interessiert es die Kämpfer für die westlichen Wertets herzlich wenig. Das Schicksal des Journalisten Julian Assange steht seit Jahren nicht auf der Tagesordnung von ARD und ZDF.
Auf der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz kam wie von Zauberhand die trauernde Witwe von Nawalny zu Wort und Bundeskanzler Olaf Scholz versprach der Ukraine weitere Milliardenzahlungen und das Bekenntnis der langfristigen Unterstützung für die nächsten Jahre. Die Ukraine kämpft für die westlichen Werte, in der Ukraine wird der freie Westen verteidigt, heißt es in den „Qualitätsmedien“. Westliche Werte? Die Ukraine verehrt den antisemitischen Massenmörder Stepan Bandera und viele andere Massenmörder wie einen Nationalheiligen mit 40 Denkmälern, Straßenumbenennungen und Feiertagen. Alle Minderheitenrechte werden in einem der korruptesten Staaten dieser Welt mit Füßen getreten, Oppositionelle und die orthodoxe Kirche werden verfolgt.
Auf der Münchner Konferenz sprach auch die FDP Rüstungslobbyistin Agnes Stack Zimmermann. Sie trug ein T-Shirt mit einem Stierkopf und dem Slogan: „Taurus für die Ukraine – Zusammen bis zum Sieg.“ 80 Jahre nach dem Vernichtungskrieg mit 27 Millionen ermordeter Menschen gegen die Sowjetunion glaubt sie das Gute zu verkörpern. Aus dem CDU- Außenpolitikexperten Roderich Kiesewetter redet es, 80 Jahre nach Stalingrad, der Krieg müsse nach Russland getragen werden. Weil es an der Front schlecht für die Ukraine aussieht, die Festungsstadt Awdejewka, aus der seit 2014 auf die Zivilisten von Donezk geschossen wird ist gefallen, fordert Kiesewetter: „Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände.“
Kriegsbesoffen vom eigenen Moralismus übersehen die Kriegstreiber die Vorgeschichte des Ukrainekrieges. Mit der Nato-Osterweiterung, dem Vorhaben die Ukraine in die Nato einzubinden und mit dem rechtsextremen Maidan-Putsch von 2014 und dem dadurch folgenden Bürgerkrieg mit über 14000 Toten, darunter viele Kinder bis Ende 2021 in der Ostukraine wurden die Weichen für die aktuelle Katastrophe in der Ukraine gelegt. Die Ukraine ist seit ihrem Bestehen gespalten in die pro-russische Ostukraine und die pro-europäische Westukraine. Der Krieg in der Ukraine hätte schon im März 2022 beendet werden können, Putin und Selenskyj haben sich aufeinander zubewegt. Ein Vertrag war beinahe unterschriftsreif, da kam der britische Premier Boris Johnson und verhinderte den Frieden. Es sind vor allem die Briten, die großes Interesse an den Rohstoffen in der Ostukraine, vor allem am Lithium, haben. Wie würden die USA reagieren, wenn China oder Russland seine Truppen und seine Raketenabschussbasen in Mexiko, Venezuela, Kuba und Grenada stationieren würden?
Der Hauptkonflikt für die USA mit China steht noch bevor. Der demente Biden hat, im Gegensatz zu allen vorherigen amerikanischen Präsidenten, Taiwan im Falle eines Angriffs durch China Beistand versprochen, was den aktuellen Machthaber von Taiwan zu unüberlegtem Handeln verleiten könnte. Bevor man sich China zuwendet sollte zuerst Russland durch den Krieg, durch die Sanktionen destabilisiert und zerschlagen werden, was ganz offensichtlich gescheitert ist. Dem Westen geht längst das Geld und die Munition aus. Die USA bereiten sich darauf vor, aus dem Ukraine Abenteuer auszusteigen. Donald Trump hat bereits angekündigt, nach seinem Wahlsieg innerhalb von 24 Stunden, durch einen Deal mit Putin für Frieden zu sorgen, was die europäischen Kriegstreiber naturgemäß nervös macht.
Der Krieg gegen Russland und die dazugehörigen Sanktionen gegen Russland schaden der europäischen Wirtschaft, insbesondere der deutschen Wirtschaft existenzgefährdend, was jedem Supermarkt-Verkäufer im ersten Lehrjahr, im Gegensatz zum Kinderbuchautor Habeck, schon vor zwei Jahren klar war. Kurzfristig sind die USA der eindeutige Sieger in ihrem Wirtschaftskrieg gegen Europa, insbesondere gegen Deutschland. Die USA haben endlich ihr Ziel erreicht Deutschland vom billigen russischen Öl abzuschneiden um ihr überteuertes und umweltschädliches Fracking-Gas an Deutschland zu verkaufen. Während sich Europa brav an die Sanktionen hält und das russische Öl von Indien zu überteuerten Preisen kauft, beziehen die USA so viel Uran aus Russland wie nie zuvor. US-Präsident Biden hat nun angekündigt die Fracking-Gaslieferungen an Deutschland zu drosseln oder ganz einzustellen. Mit Bidens „Inflation Reduction Act“ wird weniger die US-Inflation bekämpft, mit den gigantischen Subventionen wird der Standort USA für deutsche Unternehmen noch interessanter. Der „Chips Act“ der USA, das Verbot des Verkaufs technisch fortgeschrittenen Mikrochips an China und die entsprechenden Gegenreaktionen schaden freilich nicht nur den USA, sondern vor allem Europa. So wandern die deutschen Unternehmen, wenn nicht nach Polen oder nach China, vor allem in die USA aus.
Wer dem gängigen Narrativ widerspricht, Putin war es langweilig und deshalb griff er ohne Grund im Februar 2022 die Ukraine an, die Sanktionen schaden vor allem Russland und die USA wollen nur das Allerbeste für Europa, der macht sich höchst verdächtig ein Staatsfeind zu sein.
Der Tod Nawalnys kommt für die Kriegstreiber sehr gelegen, genau nach dem Interview mit Tucker Carlson, in dem Putin eindeutige Verhandlungsbereitschaft zeigt und Donald Trump der Nato den Kampf angesagt hat, fordern die europäischen Eliten eine europäische Atombombe und auf jeden Fall massive Aufrüstung, die weitere Milliarden kosten wird, obwohl kein Geld da ist. Der Ukraine gehen freilich die Soldaten aus, über 500.000 Ukrainer sind bereits gefallen und genauso viele sollen nun mobilisiert werden. Wenn man nicht die wehrfähigen Männer die nach Deutschland geflohen sind zwangsweise an die Front schicken will, wie wäre es dann, wenn die Hofreiters oder die Strack-Zimmermanns oder deren Kinder, falls sie welche haben, sich freiwillig an die Front melden würden, um ihre, ausdrücklich ihre Werte zu verteidigen.
Laut Blomberg sind Deutschlands Tage als industrielle Supermacht gezählt, die Energiekrise ist der Todesstoß, so Blomberg. Die Industrie fährt ihre Produktion herunter oder wandert in die USA oder andere Länder aus. Deutschland ist der „kranke Mann“ Europas. Von zwanzig untersuchten Ländern steht Deutschland im internationalen Wachstumsvergleich noch knapp vor dem Schlusslicht Argentinien und Argentinien ist wirtschaftlich völlig am Boden. Ohne das russische Gas, ohne die russischen Rohstoffe ist Europa vor allem Deutschland nicht mehr konkurrenzfähig. Die deutschen Milliardenzahlungen an die Ukraine reißen ein Loch nach dem anderen in den Haushalt. Die Insolvenzen sind auf einem Höchststand, die Arbeitslosigkeit wird steigen. Die Wohnungsnot steigt durch immer mehr Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika und aus der Ukraine. Die Infrastruktur verfällt, die Sozialsysteme, das Gesundheits- und Pflegesystem stehen vor dem Zusammenbruch, der soziale Unfrieden ist vorprogrammiert. Den Bauernprotesten werden sich noch viele sehr Unzufriedene anschließen. Die Zustimmungswerte für eine Regierung haben einen noch nie dagewesenen Tiefpunkt erreicht.
Den Regierenden und mit ihnen der CDU/CSU ist die Unzufriedenheit ihrer Untertanen klar und ihnen ist bewusst wie die nächsten Wahlen und die nächsten Demonstrationen ausfallen könnten. Um die Bauernproteste in den Hintergrund zu rücken veröffentlichte das regierungsnahe Recherchenetzwerk Correktiv eine sogenannte Geheimkonferenz bei Potsdam von AfD- und CDU-Mitgliedern und Unternehmern, die Vorträge über „Reimmigration“ von abgewiesenen Asylbewerbern sich anhörten. Correktiv und die Medien halluzinierten holocaustrelativierend von einer Wannseekonferenz und Deportationen. Darauf gingen zehntausende Demonstranten gegen rechts in diversen Städten auf die Straße. Gegen Correktiv wird von Teilnehmen mittlerweile juristisch und mit Abmahnungen wegen Falschbehauptungen vorgegangen. Auf der Homepage von Correktiv sind mittlerweile Worte wie „Deportationen“ oder „Wannseekonferenz“ entfernt. Bekannt wurde inzwischen, dass sich Olaf Scholz kurz vor der sogenannten Geheimkonferenz mit der Correctiv-Geschäftsführerin traf. Es sieht also danach aus, dass es sich bei der Correctiv-Recherche um eine konzertierte Aktion zur Destabilisierung der Opposition handelt und das Ganze ein Ablenkungsmanöver von den selbstverursachten Problemen ist. Die Demonstrationen gegen rechts ändern nichts an diesen Problemen.
Was liegt in der verfahrenen Situation für die Regierung näher als seinen unzufriedenen Bürgern Angst zu machen und immer engere Grenzen für die Meinungsfreiheit zu definieren. Wer kein Monatseinkommen von 15.000 Euro wie die Bundestagsabgeordneten und Zukunftssorgen hat wird zum Feind der Demokratie auserkoren. Das aktuelle Maßnahmenpaket der Innenministerin zur Bekämpfung des Rechtsextremismus dient zur Kontrolle und für den Machterhalt. Kritik und Spott an der Regierung oder an einzelnen ihrer Mitglieder soll strafbar werden. „Diejenigen, die den Staat verhöhnen, müssen es mit einem starken Staat zu tun bekommen“, so Nancy Faser flankiert von BKA-Präsident Holger Münch und Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang bei ihrer Pressekonferenz. In ihrem 13-Punkte-Programm fordert Frau Fäser unter anderem, der Verfassungsschutz soll leichteren und umfassenderen Zugriff auf Finanzdaten bekommen. Das Bundeskriminalamt soll verstärkt Inhalte im Internet auf ihre Strafbarkeit überprüfen und seine Verfolgungsaktivitäten intensivieren um „Hass im Netz bekämpfen“. Die Frage ist, wer definiert, was Hass ist – und was eine legitime Meinungsäußerung? Ist Kritik an der Migrationspolitik, an der Energiepolitik oder an der Aufrüstung, den Waffenlieferungen, den Sanktionen gegen Russland schon Hass? Verfassungsfeinde sollen aus dem öffentlichen Dienst entfernt werden. Aber was ist ein Verfassungsfeind? Ein Mitglied der Werteunion oder ein Parteifreund von Sarah Wagenknecht oder jemand der Dostojewski oder Gogol liest?
Ein Papiertiger, wie könnte es anders sein, ist der Punkt „Antisemitismus entgegentreten“. Der islamisch motivierte Antisemitismus wird bei den Ampel-Parteien nie ein Thema sein. Alle unbekannten Täter werden bei antisemitischen Straftaten automatisch als politisch rechts verortet. Ditib, Portale wie der Muslimmarkt und alle anderen Islamistischen Vereinigungen in Deutschland müssen keine Angst vor Nancy Fäser haben. Wenn man sich mit den Ursachen der Zustimmung für die Protestpartei AfD befassen würde, dann wären die Rechten sehr schnell wieder in Richtung 5 Prozent eingeordnet.
Russland will Frieden und Handel mit Europa und Deutschland. Russland wird, wenn es nicht angegriffen wird, weder Polen, noch Estland noch ein anderes Nato-Land angreifen. Russland hat weder die konventionellen Waffen, noch das Personal dazu. Wie wäre es statt der ständigen Waffenlieferungen eine Friedensinitiative zu starten? Frieden in der Ukraine wäre der Gamechanger. Mit russischem Gas und russischen Rohstoffen und dem russischen Markt, mit weniger Flüchtlingen, weniger Ausgaben für die Rüstung käme die europäische Industrie, speziell die deutsche wieder auf die Füße. Um die Demokratie müsste man sich weniger Sorgen machen und das Sterben in der Ukraine wäre endlich zu Ende. Wer 80 Jahre nach dem Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion wieder russische Panzer gegen Russland schickt, wer den Holocaust relativiert, wer mit einem Staat bedingungslos kollaboriert, der einen antisemitischen Massenmörder als Nationalheiligen verehrt, wer Israel vorschreibt wie es sich zu verteidigen hat, ist kaum glaubwürdig in seinem Kampf gegen rechts.
Ein Staat der dazu aufruft gegen die Opposition zu demonstrieren ohne zuvor den Versuch zu einem echten demokratischen Diskurs zu unternehmen ist dem Untergang geweiht. Wie verzweifelt müssen die Herrschenden und die ihnen angeschlossenen Leitmedien sein, wenn sie andere Meinungen grundsätzlich und ohne Argument als falsch oder staatsgefährdend abtun.
Wie verzweifelt müssen die Herrschenden sein, wenn sie nach der offenkundigen Niederlage in der Ukraine und dem bevorstehenden Ausstieg der USA noch immer offenbar bis zum letzten Ukrainer den Krieg, im Zweifel bis zum Atomkrieg, weiterführen wollen. Statt Raketen sollte die Ampel Diplomaten schicken. Diese Regierung mit ihren Propheten haben das Recht verwirkt sich gegen Andersdenkende moralisch zu erheben.
Die vierte Gewalt hat aufgehört zu existieren. Die Leitmedien, die öffentlich-rechtlichen Medien sind willfährige Kombattanten der Regierung, sie berichten weder über den Tod von Gonzalo Lira, das Schicksal von Julian Assange, die Vorgeschichte der Ukrainekrieges, den realistischen Kriegsverlauf in der Ukraine, die Auswirkungen der Sanktionen, den Zustand des Gesundheitssystems, der Wirtschaft und alles andere was die meisten Menschen in diesem Land bewegt oder besorgt. Seit nun über zwei Jahren melden die Medien von ARD bis N-TV jeden Tag eine Erfolgsmeldung nach der anderen von der Front im Osten. Die Russen sind am Ende, haben keine Munition mehr, Putin ist sterbenskrank, lebt nur noch ein paar Tage, jeden Tag sterben tausende russische Soldaten, während die Ukrainer wie durch ein Wunder kaum Tote Soldaten zu beklagen haben, die Ukraine kämpft heldenhaft, kein Ukrainer drückt sich, jeder will an die Front um gegen das „Böse“, die russischen „Untermenschen“ kämpfen zu können. In den Talkshows von Hart aber fair bis Maybrit Illner kommen stets dieselben Gäste mit ihrer Einheitsmeinung zu Wort. Ausnahmen bestätigen diese Regel. Pluralität ist dort ein Fremdwort. Berichten was ist, die Realität abbilden ist des Teufels, widerspricht dem Narrativ.
Im Grundgesetz steht: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ Wenn eine Regierung Andersdenkende zum Feind macht, zerstört sie die Demokratie und sorgt für Weimarer Verhältnisse. Die Realität wird alle einholen, während den Wahlen im Osten und in den USA, auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt und in den diversen Kennzahlen der Wirtschaft.
Frei nach Bertolt Brecht könnte man aber auch konstatieren: Nach den Bauernprotesten und den Unmutsäußerungen der Wähler in den sozialen Netzwerken und in den Wahlkabinen, ließen die Regierenden um Olaf Scholz, Nancy Fäser, Robert Habeck und die ihnen wohlgesonnenen Besorgten der ihnen angeschlossenen Leitmedien verkünden, dass das Volk das Vertrauen der Regierung verscherzt habe und es nur durch verdoppelte Arbeit und tägliche Lobpreisungen der Regierung zurückerobern könne. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?
Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch
Tucker Carlson interviewt Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin sprach am 6. Februar 2024 mit Tucker Carlson über die Geschichte von Russland und der Ukraine, die Rolle der Orthodoxie, die Beziehungen zum Westen, über den Dollar, die Weltwirtschaft, über BRICS, das BIP diverser Länder, Gentechnik oder KI und Wege zum Frieden in der Ukraine.
In den Fernsehsendern von der ARD bis zu N-TV, in den Leitmedien vom Spiegel bis zur FAZ wird das Interview zerrissen und dämonisiert, der Spiegel moniert, Carlson habe „kaum harte Fragen“ gestellt, dem Zuseher und Leser wird empfohlen das Interview nicht anzusehen, das seit Jahren mühsam gepflegte eigene Narrativ, der Mann im Kreml sei krank und verrückt geworden und weil ihm langweilig war überfiel er im Februar 2022 die Ukraine, könnte Schaden nehmen. In Europa wurde überlegt Tucker Carlson die Einreise zu verweigern und das mit deutschen Untertiteln versehene Interview wird auf Youtube immer wieder gesperrt. Warum soll der mündige Bürger nicht die andere Seite sehen? Kein öffentlich-rechtlicher Sender wagte es das Interview vollständig zu zeigen und anschließend darüber zu diskutieren. Auf welch wackeligen Füßen steht die Meinungsfreiheit und die Freiheit im Allgemeinen, stehen die westlichen Werte in der westlichen Welt? In diesem zweistündigen, sehr interessanten Interview gibt es selbstverständlich auch problematische Stellen, über die man reden sollte. Wie Putin offenbar nicht wahrhaben will, dass die Westukraine pro-westlich orientiert ist, wollen die westlichen Meinungsmacher nicht wahrhaben, dass die Ostukraine pro-russisch ist.
Wenn man bedenkt, dass der US-Präsident Joe Biden Macron mit Mitterand und Merkel mit Kohl verwechselt und er bei beinahe jedem Gang zum Podest mit dem Mikrophon oder auf der Treppe zum Flieger stolpert und sich gleichzeitig dieses Zwei- Stunden-Interview mit einem topfitten Putin ansieht, dann bekommt man eine Erklärung über die Welt, wie sie aktuell beschaffen ist. Jedes peinliche Interview von Annalena Baerbock ist mittlerweile ein Dauerrenner in den sozialen Medien. Die Welt lacht sich kaputt über unsere Außenministerin mit ihrem „Kobold“ für Batterien, ihrer „360 Grad-Wende“ Putins und ihren „Ländern die Hunderttausende km entfernt liegen“, „egal was ihre deutschen Wähler denken“ und was ihr so oft erwähnter und so sehr geliebter vom Nationalsozialismus überzeugter Opa Waldermar ihr so mitgegeben hat.
Am Beginn des Interviews steht ein über eine halbe Stunde dauernder Geschichtsmonolog, beginnend im Jahr 862, später erwähnt er Bohdan Chmelnyzkyj, bis hin zum 2. Weltkrieg. Putin wirkt anfangs noch relativ unsicher, steigert sich aber stetig. Kritisiert wird Putin in den westlichen Medien vor allem für seine Sicht bezüglich der Rolle Polens vor dem 2. Weltkrieg, so sagt gegen Ende seines Monologs Wladimir Putin:
… Nach der Revolution von 1917 strebten die Bolschewiki die Wiederherstellung der Staatlichkeit an, und der Bürgerkrieg begann, einschliesslich der Feindseligkeiten mit Polen. Im Jahr 1921 wurde der Frieden mit Polen verkündet. Im Rahmen dieses Vertrags wurde das rechte Ufer des Dnjepr wieder an Polen zurückgegeben. Im Jahr 1939, nachdem Polen mit Hitler kollaboriert hatte … Es hat mit Hitler kollaboriert, nein, Hitler hat Polen Frieden und einen Freundschaftsvertrag angeboten. Ein Bündnis mit der Forderung, dass Polen im Gegenzug den sogenannten Danziger Korridor an Deutschland zurückgibt, der den grössten Teil Deutschlands mit Ostpreussen und Königsberg verband. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde dieses Gebiet an Polen abgetreten. Und anstelle von Danzig entstand die Stadt Gdansk. Hitler forderte sie auf, es gütlich abzugeben, aber sie weigerten sich. Natürlich kollaborierten sie trotzdem mit Hitler und beteiligten sich gemeinsam an der Aufteilung der Tschechoslowakei.
Tucker Carlson: Aber darf ich fragen, Sie argumentieren, dass die Ukraine, sicherlich Teile der Ukraine, die Ostukraine, in Wirklichkeit seit Hunderten von Jahren zu Russland gehört. Warum haben Sie es sich nicht einfach genommen, als Sie vor 24 Jahren Präsident wurden? Sie haben Atomwaffen. Sie haben keine. Es ist eigentlich Ihr Land. Warum haben Sie so lange gewartet?
Wladimir Putin: Ich werde Ihnen sagen, dass ich dazu komme. Dieses Briefing ist bald zu Ende. Es mag langweilig sein, aber es erklärt viele Dinge.
Tucker Carlson: Es ist nicht langweilig. Ich bin mir nur nicht sicher, inwiefern es relevant ist.
Wladimir Putin: Gut, gut. Ich freue mich sehr, dass Sie das zu schätzen wissen. Ich danke Ihnen. Vor dem Zweiten Weltkrieg hat Polen also mit Hitler kollaboriert. Und obwohl es den Forderungen Hitlers nicht nachgab, beteiligte es sich zusammen mit Hitler an der Teilung der Tschechoslowakei, da die Polen den Danziger Korridor nicht an Deutschland abtraten und zu weit gingen, indem sie Hitler dazu brachten, den Zweiten Weltkrieg mit einem Angriff auf sie zu beginnen. Warum begann der Krieg ausgerechnet gegen Polen am 1. September 1939? Polen erwies sich als kompromisslos, und Hitler hatte nichts anderes zu tun, als seine Pläne mit Polen in die Tat umzusetzen. Sobieski. Übrigens hat sich die UdSSR – ich habe einige Archivdokumente gelesen – sehr ehrlich verhalten und Polen um die Erlaubnis gebeten, ihre Truppen durch polnisches Gebiet zu schicken, um der Tschechoslowakei zu helfen. Aber der damalige polnische Außenminister sagte, wenn die sowjetischen Flugzeuge über Polen fliegen würden, würden sie über dem polnischen Territorium abgeschossen werden. Aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass der Krieg begann und Polen der Politik zum Opfer fiel, die es gegen die Tschechoslowakei betrieben hatte. Im Rahmen des bekannten Molotow-Ribbentrop-Pakts sollte ein Teil des Territoriums, einschließlich der Westukraine, an Russland abgetreten werden, so dass Russland, das damals UdSSR genannt wurde, seine historischen Gebiete zurückerhielt. Nach dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, wie wir den Zweiten Weltkrieg nennen, wurden all diese Gebiete schließlich als zu Russland, zur UdSSR gehörend, verankert. Polen erhielt, als Entschädigung, die Gebiete, die ursprünglich deutsch gewesen waren. Die östlichen Teile von Deutschland. Das sind jetzt die westlichen Gebiete Polens. Natürlich erhielt Polen den Zugang zur Ostsee und zu Danzig zurück. Das wieder seinen polnischen Namen erhielt. So hat sich die Situation also entwickelt. Im Jahr 1922, als die UdSSR gegründet wurde, begannen die Bolschewiki mit dem Aufbau der UdSSR und gründeten die Sowjetukraine, die es vorher nicht gegeben hatte. Stalin bestand darauf, dass diese Republiken als autonome Einheiten in die UdSSR aufgenommen werden. Aus unerklärlichen Gründen bestand Lenin, der Gründer des Sowjetstaates, darauf, dass sie das Recht haben sollten, aus der UdSSR auszutreten. Und wiederum aus unbekannten Gründen übertrug er der neu gegründeten Sowjetrepublik Ukraine einen Teil der Ländereien mitsamt den dort lebenden Menschen, obwohl diese Ländereien nie Ukraine hießen. Dennoch wurden sie Teil dieser Sowjetrepublik Ukraine. ….“
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Im weiteren Auszuge aus dem Gespräch.Weiter ging es nachdem Putin über die Versprechen während der deutschen Wiedervereinigung die Nato dehne sich nicht in Richtung Osten aus und die Nato-Osterweiterung gesprochen hat, zu den Umständen der sogenannten „Orangenen Revolution.“
Wladimir Putin: …. Nach Präsident Kutschma gewann Wiktor Janukowitsch die Wahlen. Seine Gegner haben diesen Sieg jedoch nicht anerkannt. Die USA unterstützten die Opposition, und die dritte Runde wurde angesetzt. Aber was ist das? Das ist ein Staatsstreich. Die USA haben ihn unterstützt, und der Gewinner der dritten Runde kam an die Macht. Stellen Sie sich vor, in den USA gefällt jemandem etwas nicht, und es wird ein dritter Wahlgang angesetzt, den die US-Verfassung nicht vorsieht. In der Ukraine hat man es trotzdem getan. Nun gut. Wiktor Juschtschenko, der als pro-westlicher Politiker galt, kam an die Macht, aber gut, wir haben auch zu ihm Beziehungen aufgebaut. Er kam zu Besuchen nach Moskau. Wir haben Kiew besucht. Ich habe ihn auch besucht, wir haben uns in einem informellen Rahmen getroffen. Wenn er pro-westlich ist, dann ist das ebenso. Das ist in Ordnung. Die Situation hätte sich in der unabhängigen Ukraine selbst entwickeln müssen, als Ergebnis der Führung durch Kutschma. Die Dinge verschlechterten sich, und Wiktor Janukowitsch kam an die Macht. Vielleicht war er nicht der beste Präsident und Politiker, ich weiß es nicht. Ich möchte keine Wertungen abgeben. Allerdings kam die Frage der Assoziierung mit der EU auf. Wir haben uns schon immer dazu hingezogen gefühlt. Wie Sie wollen. Aber als wir uns den Assoziierungsvertrag durchgelesen haben, stellte sich heraus, dass das für uns ein Problem war, weil wir die Freihandelszone und die offenen Zollgrenzen mit der Ukraine hatten, die im Rahmen dieser Assoziierung ihre Grenzen für Europa öffnen musste, was zu einer Überflutung unseres Marktes geführt hätte. Aber wir haben gesagt, nein, das wird nicht funktionieren. Wir werden unsere Grenzen mit der Ukraine schliessen, also die Zollgrenzen. Janukowitsch begann zu berechnen, wie viel die Ukraine gewinnen und wie viel sie verlieren würde, und sagte zu seinen europäischen Partnern: Ich brauche mehr Zeit zum Nachdenken, bevor ich unterschreibe. In dem Moment, in dem er das sagte, begann die Opposition, destruktive Schritte zu unternehmen, die vom Westen unterstützt wurden. Es lief alles auf den Maidan und einen Putsch in der Ukraine hinaus.
Tucker Carlson: Die Ukraine hat also mehr Handel mit Russland als mit der EU getrieben?
Wladimir Putin: Ja, natürlich. Es ist nicht einmal eine Frage des Handelsvolumens, obwohl das zum grössten Teil der Fall ist. Es geht um die Größe der Zusammenarbeit, auf der die gesamte ukrainische Wirtschaft beruhte. Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen war schon zu Sowjetzeiten sehr eng. Das stimmt. Ein Unternehmen dort produzierte Komponenten, die sowohl in Russland als auch in der Ukraine montiert wurden, und umgekehrt. Die Beziehungen waren sehr eng. Es wurde ein Staatsstreich begangen. Ich möchte jetzt nicht in die Einzelheiten gehen, weil ich das für unangebracht halte. Die USA sagten uns: Beruhigt Janukowitsch, und wir werden die Opposition beruhigen. Lasst die Situation sich entfalten. Im Szenario einer politischen Lösung. Wir sagten, in Ordnung, einverstanden, machen wir es so. Wie von den Amerikanern gefordert, hat Janukowitsch weder die Streitkräfte noch die Polizei eingesetzt. Dennoch hat die bewaffnete Opposition in Kiew einen Staatsstreich begangen. Was soll das denn heißen? Was glauben Sie, wer Sie sind? Das wollte ich die damalige US-Führung fragen.
Tucker Carlson: Mit der Unterstützung von wem?
Wladimir Putin: Natürlich mit der Unterstützung der CIA, der Organisation, der Sie damals beitreten wollten, wie ich hörte. Wir sollten Gott danken, dass man Sie nicht aufgenommen hat. Obwohl es eine seriöse Organisation ist, wie ich weiß. Mein Vorgänger ist ein V in dem Sinne, dass ich in der Ersten Hauptdirektion, dem Geheimdienst der Sowjetunion, gedient habe. Sie waren immer unsere Gegner. Ein Job ist ein Job. Technisch gesehen, haben sie alles richtig gemacht. Sie haben ihr Ziel, die Regierung zu wechseln, erreicht. Vom politischen Standpunkt aus gesehen war es jedoch ein kolossaler Fehler. Sicherlich war es eine Fehleinschätzung der politischen Führung. Sie hätte erkennen müssen, was daraus werden würde. So wurden 2008 die Türen der Nato für die Ukraine geöffnet. Im Jahr 2014 gab es einen Putsch. Sie begannen mit der Verfolgung derjenigen, die den Putsch nicht akzeptierten. Und es war tatsächlich ein Putsch. Sie schufen die Bedrohung für die Krim, die wir unter unseren Schutz nehmen mussten. 2014 begannen sie den Krieg im Donbass mit dem Einsatz von Flugzeugen und Artillerie gegen die Zivilbevölkerung. Damit fing alles an. Es gibt ein Video von Flugzeugen, die Donezk angreifen. Sie starteten eine groß angelegte Militäroperation. Dann eine weitere. Als sie scheiterten, begannen sie, die nächste vorzubereiten. Und das alles vor dem Hintergrund der militärischen Entwicklung dieses Gebiets und der Öffnung der Nato-Türen. Wie könnten wir da nicht unsere Besorgnis über das Geschehen zum Ausdruck bringen? Von unserer Seite aus wäre dies eine sträfliche Nachlässigkeit gewesen. Genau das wäre es gewesen. Es ist nur so, dass die politische Führung der USA uns an eine Grenze gedrängt hat, die wir nicht überschreiten durften, weil dies Russland selbst hätte ruinieren können. Außerdem konnten wir unsere Glaubensbrüder nicht im Stich lassen. In der Tat, nur ein Teil des russischen Volkes angesichts dieser «Kriegsmaschine».
Tucker Carlson: Das war also acht Jahre vor Beginn des aktuellen Konflikts. Was war also der Auslöser für Sie? Was war der Moment, in dem Sie beschlossen haben, dass Sie das tun müssen?
Wladimir Putin: Ursprünglich war es der Putsch in der Ukraine, der den Konflikt ausgelöst hat. Damals haben sich übrigens die Vertreter der drei europäischen Länder Deutschland, Polen und Frankreich zusammengetan, sie waren die Garanten für das unterzeichnete Abkommen zwischen der Regierung Janukowitsch und der Opposition. Sie unterzeichneten es als Garanten. Trotzdem verübte die Opposition einen Staatsstreich, und alle diese Länder gaben vor, sich nicht daran zu erinnern, dass sie Garanten für die friedliche Einigung waren. Sie haben es einfach sofort in den Schnee geworfen. Und niemand erinnert sich daran. Ich weiß nicht, ob die USA etwas von der Vereinbarung zwischen der Opposition und den Behörden und ihren drei Garanten wussten, die den Putsch unterstützten, anstatt die ganze Situation wieder ins politische Lot zu bringen. Obwohl sie bedeutungslos war, glauben Sie mir, denn Präsident Janukowitsch stimmte allen Bedingungen zu, er war bereit, vorgezogene Wahlen abzuhalten, die er, offen gesagt, nicht gewinnen konnte. Jeder wusste das. Warum dann der Putsch? Warum die Opfer? Warum die Bedrohung der Krim? Warum eine Operation im Donbass starten? Das kann ich nicht verstehen. Das ist genau die Fehlkalkulation, die hier vorliegt. Die CIA hat ihren Job gemacht, um den Putsch zu vollenden. Ich glaube, einer der stellvertretenden Staatssekretäre sagte, dass er eine große Summe Geld gekostet hat. Fast fünf Milliarden. Aber der politische Fehler war kolossal. Warum mussten sie das tun? All dies hätte auf legale Weise geschehen können, ohne Opfer, ohne Militäraktionen, ohne den Verlust der Krim. Ohne die blutigen Entwicklungen auf dem Maidan wären wir nie auf die Idee gekommen, auch nur den Finger zu rühren. Denn wir waren damit einverstanden, dass nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unsere Grenzen entlang der Grenzen der ehemaligen Unionsrepubliken verlaufen sollten. Wir haben dem zugestimmt, aber wir haben nie der Nato-Erweiterung zugestimmt, und wir haben auch nie zugestimmt, dass die Ukraine in die Nato aufgenommen wird. Wir haben nicht zugestimmt, dass die Nato dort Stützpunkte einrichtet, ohne mit uns darüber zu sprechen. Jahrzehntelang haben wir immer wieder gesagt: Tut dies nicht, tut das nicht. Und was war der Auslöser für die jüngsten Ereignisse? Erstens erklärte die derzeitige ukrainische Führung, dass sie die Minsker Vereinbarungen nicht umsetzen werde, die bekanntlich nach den Ereignissen von 2014 in Minsk unterzeichnet wurden, wo der Plan für eine friedliche Lösung im Donbass festgelegt wurde. Aber nein, die derzeitige ukrainische Führung, der Außenminister, alle anderen Beamten und der damalige Präsident selbst sagten, dass sie nichts von den Minsker Vereinbarungen halten. Mit anderen Worten, sie wollten sie nicht umsetzen. Vor einem Jahr oder anderthalb Jahren haben die ehemaligen Staats- und Regierungschefs Deutschlands und Frankreichs ganz offen gesagt, dass sie zwar die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet haben, aber nie die Absicht hatten, sie umzusetzen, sondern uns einfach an der Nase herumgeführt haben.
Tucker Carlson: Gab es jemanden, mit dem Sie sprechen konnten? Haben Sie den Präsidenten und den Außenminister angerufen und gesagt, wenn Sie die Ukraine weiterhin mit Nato-Truppen militarisieren, dann werden wir handeln.
Wladimir Putin: Wir haben die ganze Zeit über dieses Thema gesprochen. Wir haben uns an die Führung der Vereinigten Staaten und der europäischen Länder gewandt, um diese Entwicklungen sofort zu stoppen. Um die Minsker Vereinbarungen umzusetzen. Aber ehrlich gesagt, wusste ich nicht, wie wir das machen sollten. Aber ich war bereit, sie umzusetzen. Diese Vereinbarungen waren für die Ukraine kompliziert. Sie beinhalteten viele Elemente der Unabhängigkeit der Donbass-Gebiete. Das ist wahr. Aber ich war absolut zuversichtlich. Und das sage ich Ihnen jetzt. Ich glaube wirklich, dass die Wunden allmählich heilen würden, wenn es uns gelänge, die Bewohner des Donbass davon zu überzeugen, in die ukrainische Staatlichkeit zurückzukehren, und wir hart daran arbeiten müssten. Aber wenn sich dieser Teil des Territoriums wieder in ein gemeinsames soziales Umfeld integriert, wenn die Renten und Sozialleistungen wieder gezahlt werden, dann würden sich alle Teile allmählich zusammenfügen. Nein, das wollte niemand. Alle wollten das Problem nur mit militärischer Gewalt lösen. Aber das konnten wir nicht zulassen. Die Situation spitzte sich zu, als die ukrainische Seite verkündete: Nein, wir werden nichts tun. Sie begannen auch, sich auf militärische Aktionen vorzubereiten. Sie waren es, die den Krieg im Jahr 2014 begonnen haben. Unser Ziel ist es, diesen Krieg zu beenden. Und wir haben diesen Krieg nicht 2022 begonnen. Dies ist ein Versuch, ihn zu beenden.
Tucker Carlson: Glauben Sie, dass Sie es jetzt beendet haben? Ich meine, haben Sie Ihre Ziele erreicht?
Wladimir Putin: Nein. Wir haben unsere Ziele noch nicht erreicht, denn eines dieser Ziele ist die Entnazifizierung. Das bedeutet das Verbot aller Arten von Neonazi-Bewegungen. Das ist eines der Probleme, die wir während des Verhandlungsprozesses erörtert haben, der Anfang dieses Jahres in Istanbul abgeschlossen wurde. Und es war nicht unsere Initiative, denn uns wurde insbesondere von den Europäern gesagt, dass es notwendig sei, Bedingungen für die endgültige Unterzeichnung der Dokumente zu schaffen. Meine Amtskollegen in Frankreich und Deutschland sagten: Wie können Sie sich vorstellen, dass sie einen Vertrag unterschreiben, wenn man ihnen eine Waffe an den Kopf hält? Die Truppen sollten aus Kiew abgezogen werden. Ich sagte: In Ordnung. Wir zogen die Truppen aus Kiew ab. Sobald wir unsere Truppen aus Kiew zurückgezogen hatten, warfen unsere ukrainischen Unterhändler sofort alle in Istanbul getroffenen Vereinbarungen in den Papierkorb und bereiteten sich mit Hilfe der Vereinigten Staaten und ihrer Satelliten in Europa auf eine lang anhaltende bewaffnete Konfrontation vor. So hat sich die Situation entwickelt, und so sieht sie auch jetzt aus.
Tucker Carlson: Verzeihen Sie meine Unkenntnis. Was ist eine Entnazifizierung? Was würde das bedeuten?
Wladimir Putin: Genau darüber möchte ich jetzt sprechen. Es ist ein sehr wichtiges Thema. Entnazifizierung. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit begann die Ukraine, wie einige westliche Analysten sagen, nach ihrer Identität zu suchen. Und es fiel ihr nichts Besseres ein, als diese Identität auf einigen falschen Helden aufzubauen, die mit Hitler kollaborierten. Ich habe bereits gesagt, dass die Theoretiker der Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine im frühen 19. Jahrhundert davon ausgingen, dass eine unabhängige Ukraine sehr gute Beziehungen zu Russland haben sollte. Aufgrund der historischen Entwicklung waren diese Gebiete jedoch Teil des polnisch-litauischen Commonwealth. Polen, wo die Ukrainer verfolgt und ziemlich brutal behandelt wurden und grausamem Verhalten ausgesetzt waren. Es gab auch Versuche, ihre Identität zu zerstören. All dies blieb in der Erinnerung der Menschen. Als der 2. Weltkrieg ausbrach, kollaborierte ein Teil dieser extrem nationalistischen Elite mit Hitler, weil sie glaubten, er würde ihnen die Freiheit bringen. Die deutschen Truppen, ja sogar die SS-Truppen, liessen Hitlers Kollaborateure die schmutzigste Arbeit bei der Ausrottung der polnischen und jüdischen Bevölkerung verrichten. So kam es zu diesem brutalen Massaker an der polnischen und jüdischen Bevölkerung, aber auch an der russischen Bevölkerung. Angeführt wurde es von den bekannten Personen Bandera und Schuchewytsch. Es waren diese Leute, die zu Nationalhelden gemacht wurden. Das ist das Problem. Und man sagt uns ständig, dass es Nationalismus und Neonazismus auch in anderen Ländern gibt. Ja, es sind Keime, aber wir reißen sie mit der Wurzel aus. Und andere Länder kämpfen gegen sie. Aber in der Ukraine ist das nicht der Fall. Diese Leute sind in der Ukraine zu Nationalhelden gemacht worden. Es wurden Denkmäler für diese Menschen errichtet. Sie werden auf Flaggen abgebildet. Ihre Namen werden von Menschenmassen gerufen, die mit Fackeln durch die Straßen gehen, wie es in Nazideutschland der Fall war. Das waren Menschen, die Polen, Juden und Russen ausgelöscht haben. Es ist notwendig, diese Praxis zu beenden und die Verbreitung dieses Konzepts zu verhindern. Ich sage, dass die Ukrainer ein Teil des einen russischen Volkes sind. Sie sagen, nein, wir sind ein separates Volk. Na gut, schön. Wenn sie sich selbst als ein separates Volk betrachten, haben sie das Recht dazu. Aber nicht auf der Grundlage des Nazismus, der Nazi-Ideologie.
Tucker Carlson: Wären Sie mit dem Gebiet, das Sie jetzt haben, zufrieden?
Wladimir Putin: Ich werde die Antwort auf die Frage beenden. Sie haben gerade die Frage nach Neonazismus und Entnazifizierung gestellt. Der Präsident der Ukraine hat Kanada besucht. Die Geschichte ist gut bekannt, wird aber in den westlichen Ländern totgeschwiegen. Das kanadische Parlament stellte den Mann vor, der, wie der Parlamentspräsident sagte, während des Zweiten Weltkriegs gegen die Russen gekämpft hat. Nun, wer hat während des Zweiten Weltkriegs gegen die Russen gekämpft? Hitler und seine Komplizen. Und es stellte sich heraus, dass dieser Mann in den SS-Truppen diente, er persönlich tötete Russen, Polen und Juden. Die US-Truppen bestanden aus ukrainischen Nationalisten, die diese Drecksarbeit erledigten. Der Präsident der Ukraine stand zusammen mit dem gesamten kanadischen Parlament auf und applaudierte diesem Mann. Wie kann man sich das vorstellen? Der Präsident der Ukraine selbst ist übrigens ein Jude.
Tucker Carlson: Meine Frage ist wirklich, was man dagegen tun kann. Ich meine, Hitler ist seit 80 Jahren tot. Nazi-Deutschland existiert nicht mehr. Ich denke, was Sie sagen wollen, ist, dass Sie den ukrainischen Nationalismus auslöschen oder zumindest kontrollieren wollen. Aber wie? Wie wollen Sie das erreichen?
Wladimir Putin: Hören Sie mir zu. Ihre Frage ist sehr subtil, und ich kann Ihnen sagen, was ich denke. Nehmen Sie es mir nicht übel.
Tucker Carlson: Ja, natürlich.
Wladimir Putin: Diese Frage scheint subtil zu sein. Das ist sie auch.
Tucker Carlson: Ziemlich nervtötend.
Wladimir Putin: Sie sagen, Hitler ist seit so vielen Jahren tot, seit 80 Jahren. Aber sein Beispiel lebt weiter. Die Leute, die die Juden, Russen oder Polen ausrotten, leben weiter. Und der Präsident, der jetzige Präsident der heutigen Ukraine, applaudiert ihm im kanadischen Parlament, gibt stehende Ovationen. Können wir sagen, dass wir diese Ideologie vollständig ausgerottet haben? Wenn das, was wir heute sehen, geschieht, dann ist das in unserem Verständnis Entnazifizierung. Wir müssen die Leute loswerden, die dieses Konzept aufrechterhalten und diese Praxis unterstützen und versuchen, sie zu bewahren. Das ist es, was Entnazifizierung bedeutet. Das ist es, was wir meinen.
Tucker Carlson: Richtig. Meine Frage war etwas spezifischer. Es war natürlich keine Verteidigung von Nazis, neuen oder anderen. Es war eine praktische Frage. Man kann nicht das ganze Land kontrollieren. Sie haben keine Kontrolle über Kiew. Sie scheinen das auch nicht zu wollen. Wie will man also eine Kultur oder eine Ideologie oder Gefühle oder eine Geschichtsauffassung in einem Land auslöschen, das man nicht kontrolliert? Wie gehen Sie damit um?
Wladimir Putin: Wissen Sie, so seltsam es Ihnen bei den Verhandlungen in Istanbul auch vorkommen mag, wir haben uns darauf geeinigt, dass wir alles schriftlich festhalten. Der Neonazismus wird in der Ukraine nicht kultiviert, auch nicht auf legislativer Ebene. Herr Carlson, darauf haben wir uns geeinigt. Es hat sich gezeigt, dass dies während des Verhandlungsprozesses möglich ist. Und es gibt nichts, was die Ukraine als modernen, zivilisierten Staat beschämen würde. Ist es irgendeinem Staat erlaubt, den Nazismus zu fördern? Nein, das ist es nicht, oder? Oh, so ist es.
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Tucker Carlson: Glauben Sie, dass die Nato befürchtet, dass es zu einem globalen Krieg oder einem nuklearen Konflikt kommt?
Wladimir Putin: Zumindest ist es das, wovon sie sprechen. Und sie versuchen, ihre eigene Bevölkerung mit einer imaginären russischen Bedrohung einzuschüchtern. Das ist eine offensichtliche Tatsache. Und denkende Menschen, keine Banausen, sondern denkende Menschen, Analysten, diejenigen, die sich mit echter Politik beschäftigen, einfach kluge Menschen, verstehen sehr wohl, dass dies ein Fake ist. Sie versuchen, die russische Bedrohung zu schüren.
Tucker Carlson: Die Bedrohung, auf die Sie sich wohl beziehen, ist eine russische Invasion in Polen. Lettland. Expansionistisches Verhalten. Können Sie sich ein Szenario vorstellen, in dem Sie russische Truppen nach Polen schicken?
Wladimir Putin: Nur in einem Fall, wenn Polen Russland angreift. Und warum? Weil wir kein Interesse an Polen, Lettland oder sonst wo haben. Warum sollten wir das tun? Wir haben einfach kein Interesse. Das ist nur Drohgebärde.
Tucker Carlson: Nun, das Argument, ich weiß, dass Sie das wissen, ist, dass er in die Ukraine einmarschiert ist. Er hat territoriale Ziele auf dem gesamten Kontinent. Und Sie sagen ganz klar, dass Sie das nicht haben.
Wladimir Putin: Das kommt überhaupt nicht in Frage. Man muss gar kein Analytiker sein. Es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, in einen globalen Krieg verwickelt zu werden, und ein globaler Krieg wird die gesamte Menschheit an den Rand der Zerstörung bringen. Das liegt auf der Hand. Es gibt durchaus Mittel der Abschreckung. Sie haben uns die ganze Zeit über Angst eingejagt. Morgen wird Russland taktische Atomwaffen einsetzen. Morgen wird Russland das einsetzen. Nein, übermorgen. So what. Um in der Konfrontation mit Russland auf dem ukrainischen Kriegsschauplatz zusätzliches Geld von den amerikanischen und europäischen Steuerzahlern zu erpressen. Aber das Ziel ist es, Russland so weit wie möglich zu schwächen.
Tucker Carlson: Einer unserer ranghöchsten US-Senatoren aus dem Bundesstaat New York, Chuck Schumer, sagte gestern, dass wir die ukrainischen Bemühungen weiterhin finanzieren müssen, sonst könnten US-Soldaten dort in den Kampf ziehen. Wie beurteilen Sie das?
Wladimir Putin: Das ist eine Provokation und eine billige Provokation noch dazu. Ich verstehe nicht, warum amerikanische Soldaten in der Ukraine kämpfen sollten. Es sind Söldner aus den Vereinigten Staaten. Die meisten Söldner kommen aus Polen, an zweiter Stelle stehen die Söldner aus den Vereinigten Staaten und an dritter Stelle die Söldner aus Georgien. Nun, wenn jemand den Wunsch hat, reguläre Truppen zu schicken, würde das die Menschheit sicherlich an den Rand eines sehr ernsten globalen Konflikts bringen. Das ist offensichtlich. Haben die Vereinigten Staaten das nötig? Wozu? Tausende von Meilen entfernt von ihrem nationalen Territorium. Haben Sie denn nichts Besseres zu tun? Sie haben Probleme an der Grenze. Probleme mit der Migration, Probleme mit der Staatsverschuldung. Mehr als 33 Billionen Dollar. Sie haben nichts Besseres zu tun. Also sollten Sie in der Ukraine kämpfen. Wäre es nicht besser, mit Russland zu verhandeln? Schließen Sie ein Abkommen. Wenn man die Situation, die sich heute entwickelt, bereits kennt und weiß, dass Russland bis zum Ende für seine Interessen kämpfen wird. Und wenn man erkennt, dass dies eigentlich eine Rückkehr zum gesunden Menschenverstand ist, sollte man anfangen, unser Land und seine Interessen zu respektieren und nach bestimmten Lösungen zu suchen. Das scheint mir viel klüger und vernünftiger zu sein.
Tucker Carlson: Wer hat Nord Stream in die Luft gejagt?
Wladimir Putin: Ganz sicher Sie.
Tucker Carlson: Ich war an diesem Tag beschäftigt. Ich habe Nord Stream nicht in die Luft gejagt. Aber ich danke Ihnen.
Wladimir Putin: Sie persönlich haben vielleicht ein Alibi, aber die CIA hat keines.
Tucker Carlson: Hatten Sie Beweise, dass die Nato oder die CIA es getan haben?
Wladimir Putin: Wissen Sie, ich werde nicht ins Detail gehen, aber man sagt in solchen Fällen immer, man solle nach jemandem suchen, der interessiert ist. Aber in diesem Fall sollten wir nicht nur nach jemandem suchen, der interessiert ist, sondern auch nach jemandem, der über Fähigkeiten verfügt, denn es mag viele Interessenten geben, aber nicht alle von ihnen sind in der Lage, auf den Grund der Ostsee zu tauchen und diese Explosion auszuführen. Diese beiden Komponenten sollten miteinander verbunden werden. Wer ist interessiert und wer ist in der Lage, es zu tun?
Tucker Carlson: Aber ich bin verwirrt. Ich meine, das ist der größte Akt des industriellen Terrorismus aller Zeiten, und es ist der größte CO2-Ausstoss der Geschichte. Okay, wenn Sie also Beweise hätten und vermutlich aufgrund Ihrer Sicherheits- oder Geheimdienste wüssten, dass die Nato, die USA, die CIA, der Westen dies getan haben, warum würden Sie sie nicht präsentieren und einen Propagandasieg erringen?
Wladimir Putin: Im Propagandakrieg ist es sehr schwierig, die Vereinigten Staaten zu besiegen, weil die Vereinigten Staaten alle Medien der Welt und viele europäische Medien kontrollieren. Der eigentliche Nutznießer der größten europäischen Medien sind amerikanische Finanzinstitute. Wussten Sie das nicht? Es ist also möglich, sich an dieser Arbeit zu beteiligen, aber es ist sozusagen unerschwinglich. Wir können einfach unsere Informationsquellen ins Rampenlicht stellen, aber wir werden keine Ergebnisse erzielen. Es ist der ganzen Welt klar, was damals geschah. Selbst amerikanische Analysten sprechen direkt darüber. Es ist wahr.
Tucker Carlson: Ja, ich, aber hier ist eine Frage, die Sie vielleicht beantworten können. Sie haben in Deutschland gearbeitet. Die Deutschen wissen ganz genau, dass ihr Nato-Partner dies getan hat. Und es hat ihrer Wirtschaft sehr geschadet. Sie wird sich vielleicht nie wieder erholen. Warum schweigen sie dazu? Das ist für mich sehr verwirrend. Warum sagen die Deutschen nicht etwas dazu?
Wladimir Putin: Das verwirrt mich auch, aber die heutige deutsche Führung lässt sich eher von den Interessen des kollektiven Westens als von ihren nationalen Interessen leiten. Ansonsten ist es schwierig, die Logik ihres Handelns oder Nichthandelns zu erklären. Schließlich geht es nicht nur um Nord Stream eins, das in die Luft geflogen ist, und Nord Stream zwei wurde beschädigt. Aber ein Rohr ist sicher und gesund, und Gas kann hierdurch nach Europa geliefert werden. Aber Deutschland öffnet es nicht. Wir sind bereit. Ich bitte Sie. Es gibt noch eine andere Route durch Polen, die Yamal Europe, die ebenfalls einen großen Durchfluss ermöglicht. Polen hat sie geschlossen, aber Polen frisst aus der deutschen Hand. Es erhält Geld aus den paneuropäischen Fonds, und Deutschland ist der Hauptgeldgeber für diese paneuropäischen Fonds. Deutschland füttert Polen bis zu einem gewissen Grad, und es schließt seine Route nach Deutschland. Und warum? Ich verstehe die Ukraine nicht, an die die Deutschen Waffen liefern und Geld geben. Deutschland ist nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Sponsor von Finanzhilfen für die Ukraine. Es gibt zwei Gasrouten durch die Ukraine. Sie haben einfach eine Route geschlossen. Die Ukrainer. Öffnen Sie die zweite Route. Und holen Sie bitte Gas aus Russland. Sie öffnen sie nicht. Warum sagen die Deutschen nicht: Seht her, Jungs, wir geben euch Geld und Waffen. Macht das Ventil auf. Bitte lasst das Gas aus Russland für uns durch. Wir kaufen in Europa Flüssiggas zu exorbitanten Preisen, was unsere Wettbewerbsfähigkeit und unsere Wirtschaft im Allgemeinen auf den Nullpunkt bringt. Sie wollen also, dass wir Ihnen Geld geben? Lasst uns ein anständiges Leben führen, um Geld für unsere Wirtschaft zu verdienen, denn von dort kommt das Geld, das wir euch geben. Sie weigern sich, dies zu tun. Und warum? Fragen Sie sie. Das ist es, was in ihren Köpfen vorgeht. Das sind höchst inkompetente Leute.
(…)
Tucker Carlson: Nun, lassen Sie uns nur ein Beispiel nennen. Der US-Dollar, der die Welt in vielerlei Hinsicht geeint hat, vielleicht nicht zu Ihrem Vorteil, aber sicherlich zu unserem. Wird er als Reservewährung, als allgemein akzeptierte Währung, verschwinden? Wie haben die Sanktionen Ihrer Meinung nach den Platz des Dollars in der Welt verändert?
Wladimir Putin: Wissen Sie, den Dollar als Instrument des außenpolitischen Kampfes einzusetzen, ist einer der größten strategischen Fehler der politischen Führung der USA. Der Dollar ist der Eckpfeiler der Macht der Vereinigten Staaten. Ich denke, jeder versteht sehr gut, dass, egal wie viele Dollars gedruckt werden, sie schnell über die ganze Welt verteilt werden. Die Inflation in den Vereinigten Staaten ist minimal. Sie liegt bei 3 oder 3,4 Prozent, was meiner Meinung nach für die USA völlig akzeptabel ist. Aber sie werden nicht aufhören zu drucken. Was sagt uns die Verschuldung von 33 Billionen Dollar? Es geht um die Emission. Dennoch ist sie die Hauptwaffe der Vereinigten Staaten, um ihre Macht in der Welt zu erhalten. Sobald die politische Führung beschloss, den US-Dollar als Instrument des politischen Kampfes einzusetzen, wurde dieser amerikanischen Macht ein Schlag versetzt. Ich möchte mich nicht in scharfen Worten ausdrücken, aber das ist eine Dummheit und ein schwerer Fehler. Schauen Sie sich an, was in der Welt vor sich geht. Sogar die Verbündeten der Vereinigten Staaten bauen jetzt ihre Dollarreserven ab. Angesichts dieser Tatsache sucht jeder nach Möglichkeiten, sich zu schützen. Aber die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten restriktive Maßnahmen gegen bestimmte Länder ergreifen, wie z. B. die Beschränkung von Transaktionen, das Einfrieren von Vermögenswerten usw., gibt Anlass zu großer Sorge und sendet ein Signal an die ganze Welt. Was haben wir hier? Bis 2022 wurden etwa 80 Prozent der russischen Außenhandelstransaktionen in US-Dollar und Euro abgewickelt. Etwa 50 % unserer Transaktionen mit Drittländern wurden in US-Dollar abgewickelt. Nun, derzeit sind es nur noch 13 Prozent. Es waren nicht wir, die die Verwendung des US-Dollars verboten haben. Wir hatten keine solche Absicht. Es war die Entscheidung der Vereinigten Staaten, unsere Transaktionen in US-Dollar zu beschränken. Ich halte das im Interesse der Vereinigten Staaten selbst und ihrer Steuerzahler für völligen Unsinn, denn es schadet der amerikanischen Wirtschaft und untergräbt die Macht der Vereinigten Staaten in der Welt. Übrigens machten unsere Transaktionen in Yuan etwa drei Prozent aus. Heute werden 34 Prozent unserer Transaktionen in Rubel abgewickelt und ungefähr genauso viel, etwas mehr als 34 Prozent in Yuan. Warum haben die Vereinigten Staaten das getan? Meine einzige Vermutung ist Selbstüberschätzung. Wahrscheinlich dachten sie, dies würde zu einem völligen Zusammenbruch führen, aber nichts ist zusammengebrochen. Außerdem denken andere Länder, einschließlich der Ölproduzenten, darüber nach und akzeptieren bereits Zahlungen für Öl in Yuan. Ist Ihnen überhaupt klar, was hier vor sich geht? Ist das irgendjemandem in den Vereinigten Staaten bewusst? Was tun Sie denn da? Sie schotten sich ab. Alle Experten sagen das. Fragen Sie jeden intelligenten und denkenden Menschen in den Vereinigten Staaten, was der Dollar für die USA bedeutet. Aber ihr macht ihn mit euren eigenen Händen kaputt.
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Tucker Carlson: Sie sagten vorhin, dass die Welt viel besser wäre, wenn sie nicht in konkurrierende Bündnisse zersplittert wäre, wenn es eine globale Zusammenarbeit gäbe. Einer der Gründe, warum das nicht der Fall ist, ist die Tatsache, dass die derzeitige amerikanische Regierung absolut gegen Sie eingestellt ist. Glauben Sie, dass Sie mit einer neuen Regierung nach Joe Biden die Kommunikation mit der US-Regierung wiederherstellen könnten? Oder spielt es keine Rolle, wer der Präsident ist?
Wladimir Putin: Ich werde es Ihnen sagen. Aber lassen Sie mich den vorherigen Gedanken beenden. Wir haben uns gemeinsam mit meinem Kollegen und Freund, Präsident XI Jinping, das Ziel gesetzt, in diesem Jahr ein Handelsvolumen von 200 Milliarden Dollar mit China zu erreichen. Dieses Ziel haben wir bereits übertroffen. Nach unseren Angaben beläuft sich unser bilateraler Handel mit China bereits auf 230 Milliarden. Und die chinesische Statistik besagt, dass es 240 Milliarden Dollar sind. Eine weitere wichtige Sache. Unser Handel ist sehr ausgewogen und ergänzt sich in den Bereichen Hochtechnologie, Energie, wissenschaftliche Forschung und Entwicklung gegenseitig. Er ist sehr ausgewogen. Was die Brics-Länder betrifft, in denen Russland dieses Jahr den Vorsitz übernommen hat, so entwickeln sie sich im Grossen und Ganzen sehr schnell. Wenn ich mich recht erinnere, lag der Anteil der G7-Länder an der Weltwirtschaft 1992 bei 47 Prozent, während er 2022 nur noch bei etwas über 30 Prozent lag. Die Brics-Länder hatten 1992 nur einen Anteil von 16 Prozent, aber jetzt ist ihr Anteil grösser als der der G7. Das hat nichts mit den Ereignissen in der Ukraine zu tun. Das liegt an den Trends der globalen Entwicklung und der Weltwirtschaft, wie ich eben schon sagte. Und das ist unvermeidlich. Das wird immer wieder passieren. Es ist wie mit den Sonnenstrahlen. Man kann nicht verhindern, dass die Sonne aufgeht. Man muss sich an sie anpassen. Wie können sich die Vereinigten Staaten mit Hilfe von Sanktionen, Druck, Bombardierungen und dem Einsatz von Streitkräften anpassen? Hier geht es um Verblendung. Ihr politisches Establishment versteht nicht, dass sich die Welt unter objektiven Umständen verändert. Und um Ihr Niveau zu halten, auch wenn jemand, pardon, die Vorherrschaft anstrebt. Sie müssen kompetent und rechtzeitig die richtigen Entscheidungen treffen. Solch brutales Vorgehen, auch gegenüber Russland und sagen wir anderen Ländern, ist kontraproduktiv. Das ist eine offensichtliche Tatsache. Es ist bereits offensichtlich geworden. Sie haben mich gerade gefragt, ob ein anderer Führer kommt und etwas ändert? Es geht nicht um den Führer. Es geht auch nicht um die Persönlichkeit einer bestimmten Person. Ich hatte ein sehr gutes Verhältnis zu, sagen wir, Bush. Ich weiß, dass er in den Vereinigten Staaten als eine Art Junge vom Lande dargestellt wurde, der nicht viel versteht. Ich versichere Ihnen, dass dies nicht der Fall ist. Ich denke, er hat auch in Bezug auf Russland viele Fehler gemacht. Ich habe Ihnen von 2008 erzählt und von der Entscheidung in Bukarest, die Türen der Nato für die Ukraine zu öffnen und so weiter. Das geschah während seiner Präsidentschaft. Er hat tatsächlich Druck auf die Europäer ausgeübt. Aber im Allgemeinen, auf einer persönlichen, menschlichen Ebene, hatte ich eine sehr gute Beziehung zu ihm. Er war nicht schlechter als jeder andere amerikanische, russische oder europäische Politiker. Ich versichere Ihnen, er verstand, was er tat, genauso gut wie andere. Eine solche persönliche Beziehung hatte ich auch zu Trump. Es geht nicht um die Persönlichkeit des Führers. Es geht um die Denkweise der Eliten. Wenn die Idee der Herrschaft um jeden Preis, die auch auf gewaltsamen Aktionen beruht, die amerikanische Gesellschaft beherrscht, wird sich nichts ändern. Es wird nur noch schlimmer werden. Aber wenn man am Ende zu der Erkenntnis kommt, dass sich die Welt aufgrund der objektiven Umstände verändert hat und dass man sich mit den Vorteilen, die die USA heute noch haben, rechtzeitig darauf einstellen sollte, dann kann sich vielleicht etwas ändern. Sehen Sie, Chinas Wirtschaft ist die erste Wirtschaft der Welt geworden, die die Kaufkraftparität in Bezug auf das Volumen überschritten hat. Das haben die USA schon lange hinter sich gelassen. An zweiter Stelle stehen die USA, dann Japan und an fünfter Stelle Russland. Russland war im vergangenen Jahr trotz aller Sanktionen und Beschränkungen die erste Wirtschaftsmacht in Europa. Ist es aus Ihrer Sicht normal, dass Sanktionen, Beschränkungen und die Möglichkeit, Zahlungen in Dollar zu leisten, von den Swift-Diensten abgeschnitten werden, Sanktionen gegen ihre Schiffe, die Öl transportieren? Sanktionen gegen Flugzeuge. Sanktionen in allen Bereichen, überall. Die meisten Sanktionen in der Welt, die angewandt werden, richten sich gegen Russland. Und wir sind in dieser Zeit zur ersten Wirtschaftsmacht in Europa geworden. Die Instrumente, die die USA einsetzen, funktionieren nicht. Nun, man muss darüber nachdenken, was zu tun ist. Wenn diese Erkenntnis bei den herrschenden Eliten ankommt, dann ja, dann wird die erste Person des Staates in Erwartung dessen handeln, was die Wähler und die Menschen, die auf verschiedenen Ebenen Entscheidungen treffen, von dieser Person erwarten. Dann wird sich vielleicht etwas ändern.
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Tucker Carlson: Ich muss Sie einfach fragen, Sie haben klar gesagt, dass die Nato-Osterweiterung eine Verletzung des Versprechens ist, das Ihnen 1990 gegeben wurde. Sie ist eine Bedrohung für Ihr Land. Kurz bevor Sie Truppen in die Ukraine schickten, ging der Vizepräsident der Vereinigten Staaten zur Münchner Sicherheitskonferenz und ermutigte den Präsidenten der Ukraine, der Nato beizutreten. Glauben Sie, dass dies ein Versuch war, Sie zu einer militärischen Aktion zu provozieren?
Wladimir Putin: Ich wiederhole noch einmal, wir haben wiederholt vorgeschlagen, eine Lösung für die Probleme, die in der Ukraine nach dem Staatsstreich von 2014 entstanden sind, mit friedlichen Mitteln zu suchen. Aber niemand hört auf uns. Außerdem erklärten die ukrainischen Führer, die vollständig unter der Kontrolle der USA standen, plötzlich, dass sie die Minsker Vereinbarungen nicht einhalten würden. Sie waren mit allem dort nicht einverstanden und setzten ihre militärischen Aktivitäten in diesem Gebiet fort. Parallel dazu wurde dieses Gebiet von den militärischen Strukturen der Nato unter dem Deckmantel verschiedener Personalausbildungs- und Umschulungszentren genutzt. Sie begannen im Wesentlichen, dort Stützpunkte zu errichten. Das ist alles. Die Ukraine verkündete, dass die Russen eine Nicht-Titular-Nationalität seien, und verabschiedete gleichzeitig Gesetze, die die Rechte von Nicht-Titular-Nationalitäten in der Ukraine einschränken. Nachdem die Ukraine alle südöstlichen Gebiete als Geschenk des russischen Volkes erhalten hatte, verkündete sie plötzlich, dass die Russen in diesem Gebiet eine nichttituläre Nationalität seien. Ist das normal? All dies zusammengenommen führte zu der Entscheidung, den Krieg zu beenden. Die Neonazi-Bewegung begann in der Ukraine im Jahr 2014.
Tucker Carlson: Glauben Sie, dass Selenskyj die Freiheit hat, eine Lösung für diesen Konflikt auszuhandeln?
Wladimir Putin: Ich kenne die Details nicht. Es ist natürlich schwierig für mich, dies zu beurteilen, aber ich glaube, er hat diese Freiheit. Auf jeden Fall hatte er sie früher. Sein Vater kämpfte während des Zweiten Weltkriegs gegen die faschistischen Nazis. Ich habe einmal mit ihm darüber gesprochen. Ich sagte: Wolodymyr, was machst du da? Warum unterstützt du heute die Neonazis in der Ukraine, während dein Vater gegen den Faschismus gekämpft hat? Er war ein Frontsoldat. Ich werde Ihnen nicht sagen, was er geantwortet hat. Das ist ein anderes Thema, und ich denke, es ist nicht richtig, wenn ich das tue. Aber was die Wahlfreiheit betrifft. Warum nicht? Er kam mit der Erwartung des ukrainischen Volkes an die Macht, dass er die Ukraine zum Frieden führen würde. Darüber hat er gesprochen. Dank dessen hat er die Wahlen mit überwältigender Mehrheit gewonnen. Aber als er dann an die Macht kam, hat er meiner Meinung nach zwei Dinge erkannt. Erstens: Es ist besser, sich nicht mit Neonazis und Nationalisten anzulegen, denn sie sind aggressiv und sehr aktiv. Von ihnen kann man alles erwarten. Und zweitens unterstützt der von den USA angeführte Westen sie und wird immer diejenigen unterstützen, die sich mit Russland anlegen. Das ist vorteilhaft und sicher. Er hat also die entsprechende Position eingenommen, obwohl er seinem Volk versprochen hat, den Krieg in der Ukraine zu beenden. Er hat seine Wähler getäuscht.
Tucker Carlson: Aber glauben Sie, dass er zum jetzigen Zeitpunkt, ab Februar 2024, den Spielraum, die Freiheit hat, mit Ihnen oder Ihrer Regierung direkt über die Beendigung dieser Situation zu sprechen, die seinem Land oder der Welt eindeutig nicht hilft. Kann er das tun, was meinen Sie?
Wladimir Putin: Warum nicht? Er betrachtet sich selbst als Staatsoberhaupt. Er hat die Wahlen gewonnen. Obwohl wir in Russland glauben, dass der Staatsstreich die Hauptquelle der Macht für alles ist, was nach 2014 passiert ist. Und in diesem Sinne ist die Regierung auch heute noch fehlerhaft. Aber er betrachtet sich als Präsident und wird von den Vereinigten Staaten, ganz Europa und praktisch der ganzen Welt in dieser Eigenschaft anerkannt. Und warum nicht? Er kann es. Wir haben in Istanbul mit der Ukraine verhandelt. Wir haben uns geeinigt. Er war sich dessen bewusst. Außerdem ist der Leiter der Verhandlungsgruppe, Herr Arachamia, ich glaube, sein Nachname, immer noch Fraktionsvorsitzender der Regierungspartei, der Partei des Präsidenten in der Rada. Er ist immer noch Vorsitzender der Präsidentenfraktion in der Rada, dem Parlament des Landes. Er sitzt immer noch dort. Er hat sogar seine vorläufige Unterschrift unter das Dokument gesetzt. Das sage ich Ihnen. Aber dann erklärte er öffentlich vor der ganzen Welt, dass wir bereit waren, dieses Dokument zu unterzeichnen, aber Herr Johnson, der damalige britische Premierminister, kam und riet uns davon ab und sagte, es sei besser, Russland zu bekämpfen. Sie würden uns alles geben, was wir bräuchten, um das zurückzuholen, was wir bei den Auseinandersetzungen mit Russland verloren hätten. Und wir waren mit diesem Vorschlag einverstanden. Sehen Sie, seine Erklärung ist veröffentlicht worden. Er hat es öffentlich gesagt. Können sie zu diesem Vorschlag zurückkehren oder nicht? Die Frage ist, ob sie es wollen oder nicht. Außerdem hat der Präsident der Ukraine ein Dekret erlassen, das Verhandlungen mit uns verbietet. Er soll dieses Dekret aufheben. Und das war’s. Wir haben in der Tat nie Verhandlungen abgelehnt. Wir hören die ganze Zeit, ist Russland bereit? Ja. Wir haben nicht abgelehnt. Sie waren es, die öffentlich abgelehnt haben. Nun, er soll sein Dekret zurücknehmen und in Verhandlungen eintreten. Wir haben uns nie geweigert. Und die Tatsache, dass sie der Forderung oder Überzeugung von Herrn Johnson, dem ehemaligen Premierminister Großbritanniens, gehorchen, erscheint lächerlich. Und ich finde es sehr traurig, denn, wie Herr Arachamia sagte, hätten wir diese Feindseligkeiten schon vor anderthalb Jahren beenden können. Aber die Briten haben uns überredet und wir haben das abgelehnt. Wo ist Mr. Johnson jetzt? Und der Krieg geht weiter.
Tucker Carlson: Das ist eine gute Frage. Was glauben Sie, wo er ist, und warum hat er das getan?
Wladimir Putin: Wer weiß. Ich verstehe es selbst nicht. Es gab eine allgemeine Ausgangssituation. Aus irgendeinem Grund hatten alle die Illusion, dass Russland auf dem Schlachtfeld besiegt werden könnte. Aus Arroganz, wegen eines reinen Herzens, aber nicht wegen eines großen Verstandes.
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Tucker Carlson: Ich frage mich, ob das auch auf den Krieg zutrifft. Ich schätze, ich möchte noch eine weitere Frage stellen, und vielleicht wollen Sie das aus strategischen Gründen nicht sagen, aber sind Sie besorgt, dass das, was in der Ukraine passiert, zu etwas viel Größerem und viel Schrecklicherem führen könnte? Und wie motiviert sind Sie, die US-Regierung anzurufen und zu sagen, lasst uns zu einer Einigung kommen?
Wladimir Putin: Ich habe bereits gesagt, dass wir uns nicht geweigert haben zu reden. Wir sind bereit zu verhandeln. Es ist die westliche Seite, und die Ukraine ist offensichtlich ein Satellitenstaat der USA. Das ist offensichtlich. Ich möchte nicht, dass Sie es so auffassen, als ob ich nach einem starken Wort oder einer Beleidigung suche. Aber wir beide verstehen, was hier geschieht. Die finanzielle Unterstützung. 72 Milliarden US-Dollar wurden bereitgestellt. Deutschland steht an zweiter Stelle, dann kommen andere europäische Länder. Dutzende von Milliarden US-Dollar fließen in die Ukraine. Es gibt einen riesigen Zustrom von Waffen. In diesem Fall sollten Sie der derzeitigen ukrainischen Führung sagen, sie solle aufhören und an den Verhandlungstisch kommen und dieses absurde Dekret zurücknehmen. Wir haben uns nicht geweigert.
Tucker Carlson: Sicher, Sie haben es bereits gesagt. Ich dachte nicht, dass Sie es als Beleidigung gemeint haben, weil Sie bereits richtig gesagt haben, dass berichtet wurde, dass die Ukraine vom ehemaligen britischen Premierminister, der im Namen der Biden-Regierung handelte, daran gehindert wurde, eine Friedensregelung auszuhandeln. Also sind sie natürlich ein Satellit. Große Länder kontrollieren kleine Länder. Das ist nicht neu. Deshalb habe ich Sie gefragt, ob Sie nicht direkt mit der Biden-Regierung verhandeln, die diese Entscheidungen trifft, und nicht mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj.
Wladimir Putin: Nun, wenn die Selenskyj-Regierung in der Ukraine sich weigerte zu verhandeln, dann nehme ich an, dass sie es auf Anweisung Washingtons tat. Wenn Washington der Meinung ist, dass es die falsche Entscheidung war, dann soll sie sie revidieren. Mit einer guten Ausrede, damit niemand beleidigt ist. Washington soll sich einen Ausweg überlegen. Es waren nicht wir, die diese Entscheidung getroffen haben. Sie waren es. Also sollen sie sie rückgängig machen. Das war’s. Aber sie haben die falsche Entscheidung getroffen. Und jetzt müssen wir nach einem Ausweg aus dieser Situation suchen, um ihre Fehler zu korrigieren. Sie haben es getan, also sollen sie es selbst korrigieren. Wir unterstützen das.
Tucker Carlson: Ich möchte nur sicherstellen, dass ich nicht falsch verstehe, was Sie sagen. Ich glaube nicht, dass ich das tue. Ich glaube, Sie sagen, Sie wollen eine Verhandlungslösung für die Geschehnisse in der Ukraine.
Wladimir Putin: Richtig. Und wir haben es geschafft. Wir haben das große Dokument in Istanbul vorbereitet, das vom Leiter der ukrainischen Delegation paraphiert wurde. Er hatte seine Unterschrift auf einige der Bestimmungen gesetzt, nicht auf alle. Er hatte unterschrieben und dann selbst gesagt, wir wären bereit, es zu unterzeichnen, und der Krieg wäre schon längst vorbei gewesen. Vor 18 Monaten. Aber dann kam Premierminister Johnson und redete uns das aus, und wir haben diese Chance verpasst. Nun, Sie haben sie verpasst. Sie haben einen Fehler gemacht. Lassen Sie sie darauf zurückkommen. Das ist alles. Warum müssen wir uns die Mühe machen und die Fehler der anderen korrigieren? Ich weiß, man kann sagen, es ist unser Fehler. Wir waren es, die die Situation verschärft und beschlossen haben, den Krieg, der 2014 begann, im Donbass zu beenden. Wie ich bereits gesagt habe, mit Hilfe von Waffen. Lassen Sie mich zurückkommen, um die Geschichte weiterzuführen. Das habe ich Ihnen bereits gesagt. Wir haben es gerade besprochen. Gehen wir zurück ins Jahr 1991, als uns versprochen wurde, dass die Nato nicht expandieren würde, bis ins Jahr 2008, als sich die Türen der Nato zur Erklärung der staatlichen Souveränität der Ukraine öffneten und die Ukraine zu einem neutralen Staat erklärt wurde. Gehen wir zurück zu der Tatsache, dass Nato- und US-Militärstützpunkte auf dem Territorium der Ukraine zu erscheinen begannen und eine Bedrohung für uns darstellten. Erinnern wir uns an den Staatsstreich in der Ukraine im Jahr 2014. Aber das ist doch sinnlos, oder? Wir können endlos hin und her gehen, aber sie haben die Verhandlungen abgebrochen. Ist das ein Fehler? Ja. Korrigieren Sie ihn. Wir sind bereit. Was ist noch nötig?
Tucker Carlson: Glauben Sie, dass es zu diesem Zeitpunkt für die Nato zu demütigend ist, die russische Kontrolle über ein Gebiet zu akzeptieren, das vor zwei Jahren noch ukrainisches Territorium war?
Wladimir Putin: Ich habe gesagt, sie sollen darüber nachdenken, wie sie es mit Würde tun können. Es gibt Möglichkeiten, wenn der Wille vorhanden ist. Bis jetzt gab es das große Geschrei, Russland eine strategische Niederlage auf dem Schlachtfeld zuzufügen. Aber jetzt scheint man zu erkennen, dass das schwer zu erreichen ist, wenn überhaupt. Meiner Meinung nach ist es per Definition unmöglich. Es wird niemals geschehen. Ich habe den Eindruck, dass nun auch die Machthaber im Westen zu dieser Einsicht gekommen sind. Wenn das so ist, wenn die Erkenntnis eingesetzt hat, dann müssen sie überlegen, was sie als Nächstes tun. Wir sind bereit für dieses Gespräch.
Tucker Carlson: Wären Sie bereit zu sagen: Herzlichen Glückwunsch, Nato, ihr habt gewonnen, und die Situation einfach so zu belassen, wie sie jetzt ist?
Wladimir Putin: Wissen Sie, das ist ein Thema für die Verhandlungen. Niemand ist bereit, sie zu führen, oder besser gesagt, sie sind bereit, aber sie wissen nicht, wie sie es tun sollen. Ich weiß, dass sie es wollen. Es ist nicht nur so, dass ich es sehe, sondern ich weiß, dass sie es wollen, aber sie wissen nicht, wie sie es tun sollen. Sie haben die Situation an den Punkt gebracht, an dem wir jetzt sind. Das sind nicht wir, die das getan haben. Es sind unsere Partner, unsere Gegner, die das getan haben. Nun sollen sie sich überlegen, wie sie die Situation umkehren können. Wir sind nicht dagegen. Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Diese endlose Mobilisierung in der Ukraine, die Hysterie, die innenpolitischen Probleme, früher oder später wird es zu einer Einigung kommen. Wissen Sie, das klingt angesichts der gegenwärtigen Situation wahrscheinlich seltsam. Aber die Beziehungen zwischen den beiden Völkern werden trotzdem wiederhergestellt werden. Es wird viel Zeit brauchen, aber sie werden heilen. Ich werde Ihnen sehr ungewöhnliche Beispiele nennen. Es gibt eine Kampfbegegnung auf dem Schlachtfeld. Hier ist ein konkretes Beispiel. Ukrainische Soldaten werden eingekesselt. Dies ist ein Beispiel aus dem wirklichen Leben. Unsere Soldaten schrien ihnen zu. Es gibt keine Chance. Ergebt euch. Kommt heraus und ihr werdet am Leben bleiben. Plötzlich schrien die ukrainischen Soldaten von dort aus auf Russisch. Perfektes Russisch. Sie sagten, Russen geben nicht auf. Und sie sind alle umgekommen. Sie identifizieren sich immer noch als Russen. Was hier geschieht, hat in gewisser Weise etwas von einem Bürgerkrieg. Jeder im Westen denkt, dass das russische Volk durch die Feindseligkeiten für immer gespalten war, und nun wird es wiedervereinigt. Die Einheit ist immer noch da. Warum zerschlagen die ukrainischen Behörden die ukrainisch-orthodoxe Kirche? Weil sie nicht nur das Territorium zusammenführt. Sie vereint auch unsere Seelen. Niemand wird in der Lage sein, die Seele zu trennen. Sollen wir hier enden oder gibt es noch etwas anderes.
Tucker Carlson: Ich danke Ihnen Herr Präsident.
Für den 2. Weltkrieg ist ausschließlich Nazideutschland verantwortlich. Vor Ausbruch des Krieges versäumten es die Sowjetunion, Frankreich, England und Polen sich gemeinsam dagegen vorzubereiten. Zur Vorgeschichte des 2. Weltkrieges gehört der Spanischen Bürgerkrieg, der Deutsch-Polnische-Nichtangriffs-Pakt, der Hitler-Stalin-Pakt, diverse ergebnislose diplomatische Bemühungen der Sowjetunion und das Münchner Abkommen. Die Sowjetunion und die hauptsächlich betroffene Tschechoslowakei wurden nicht zum Münchner Abkommen eingeladen. Im Abkommen wurde festgelegt, dass die Tschechoslowakei das Sudetenland an das Deutsche Reich abtreten musste und die Gebiete mit polnischen und ungarischen Minderheiten wurden an Polen und Ungarn abgetreten. Daraufhin besetzte Polen am 2. Oktober 1938 das Teschener Gebiet und Ungarn im November 1938 Gebiete in der Südslowakei und der Karpato-Ukraine. Putins Aussagen dazu sind in dem Interview zweifellos sehr oberflächlich und selektiv.
Was Putin zur Vorgeschichte des Ukraine-Krieges und zur inneren Verfasstheit der Ukraine sagte, die Verehrung von antisemitischen Massenmördern, ist grundsätzlich alles richtig und passt naturgemäß nicht ins Narrativ der westlichen Politiker und den angeschlossenen Medien. Interessant ist wie Putin noch einmal ausführlich auf die weit fortgeschrittenen Verhandlungen in der Türkei für einen Frieden einging, einen Frieden den Boris Johnson im Auftrag Bidens verhinderte. Schade ist, dass Tucker Carlson nicht zu der inneren Verfasstheit von Russland Fragen gestellt hat.
Was nach dem Interview sonnenklar sein dürfte, Putin ist bereit für Verhandlungen. Von westlicher Seite hört man diesbezüglich überhaupt nichts. Offenbar reicht den Europäern der Verfall ihrer Wirtschaft noch nicht. Laut Blomberg ist der Industriestandort Deutschland am Ende. Deutschland ist der „kranke Mann“ Europas. Von zwanzig untersuchten Ländern steht Deutschland im internationalen Wachstumsvergleich noch knapp vor dem Schlusslicht Argentinien. Die Autoindustrie, energieintensive Unternehmen sehen schweren Zeiten entgegen. Ohne das russische Gas, ohne die russischen Rohstoffe ist Europa vor allem Deutschland nicht konkurrenzfähig. Die deutschen Milliardenzahlungen an die Ukraine reißen ein Loch nach dem anderen in den Haushalt. Die energieintensive Wirtschaft wandert ab, Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit, Verfall der Infrastruktur, der Sozialsysteme, der soziale Unfrieden sind vorprogrammiert. Die europäischen Eliten fordern nun nach entsprechenden Aussagen von Donald Trump eine europäische Atombombe, der CDU-Außenpolitik-Experte Roderich Kiesewetter will den „Krieg nach Russland tragen“, der irrsinnige Aufrüstungswahn scheint erst am Anfang zu stehen. Statt Friedensverhandlungen soll der Krieg fortgeführt und eskaliert werden, obwohl mittlerweile rund fünfhunderttausend ukrainische Soldaten gefallen sind und die Ukraine händeringend nach neuen Soldaten sucht. So dürfte bald eine Forderung nach Nato-Truppen für die Ukraine kommen. Die Gefahr eines Weltkrieges wird ohnehin bagatellisiert. Leider vergaß Putin in Richtung „Holzköpfe aus Berlin“ zu fragen: Wie würden die USA reagieren, wenn China oder Russland seine Truppen und seine Raketenabschussbasen in Mexiko, Venezuela, Kuba und Grenada stationieren würden? Vermutlich haben die „Experten“ noch nie etwas von der Kuba–Krise gehört. Die einzige Frage die sich mir bei all dem Wahnsinn stellt, sind Europas Politiker und die „Experten“ in Berlin, sowie die Lohnschreiber der Leitmedien Verbrecher oder nur Dummköpfe?
Der böse Chmel und seine Nachfolger
Die Ukraine will das Atomkraftwerk Chmelnyzkyj mit aktuell zwei Reaktoren massiv ausbauen um den Verlust des AKW Saporischschja zu kompensieren. In der Westukraine wird dadurch das leistungsfähigste Kernkraftwerk Europas entstehen. Die Reaktoren drei und vier werden sowjetischer Bauart vom Typ WWER-1000 sein und zwei weitere vom US-amerikanischen Typ AP-1000 der Firma Westinghouse sollen errichtet werden um eine Bruttoleistung von mehr als 6200 Megawatt zu erzeugen. Benannt ist das Atomkraftwerk nach Bohdan Chmelnyzkyj, nach der jüdischen Überlieferung „der böse Chmel“. Auf dem Sophienplatz in Kiew steht bereits das Denkmal des „bösen Chmel.“
Bohdan Chmelnyzkyj (1595 – 1657) war ein Kosaken-Hetman und Anführer des Chmelnyzkyj-Aufstands gegen die Herrschaft Polen-Litauens. Nachdem Chmelnyzkyj ein polnisches Heer besiegte, bat er den russischen Zaren Alexei I. den ukrainischen Kosakenstaat unter russische Herrschaft zu stellen. Zunächst zögerte Russland bevor es 1653 die Ukraine aufnahm und Polen-Litauen den Krieg erklärte. Am 8. Januar 1654 wurde der Vertrag von Perejaslaw unterzeichnet in dem die Kosaken den russischen Zaren einen Treueeid schworen. Am Ende wurden die Gebiete der heutigen Ukraine zwischen Russland und Polen entlang des Dnepr aufgeteilt. Als Chmelnyzkyj die Ukraine an Russland anschloss bestand die Ukraine aus etwa einem Fünftel ihres heutigen Territoriums. Von 1654 bis 1991 wurde die heutige Ukraine politisch von Moskau kontrolliert. Deshalb ist die Ukraine heute ein gespaltenes Land mit zwei unterschiedlichen Kulturen. Die kulturelle Bruchlinie zwischen dem Westen und der Orthodoxie verläuft seit Jahrhunderten durch das Herz des Landes entlang des Dnjepr.
In der ukrainischen Geschichtsschreibung wird der Aufstand von Chmelnyzkyj als nationaler Befreiungskrieg bezeichnet, während er in der Geschichte des Judentums vor allem wegen der Pogrome gegen die Juden bekannt ist. Den Kosakenaufstand von Bogdan Chmelnyzkyj begleiteten mörderische Überfälle auf die jüdische Bevölkerung. Die Kosaken richteten unvorstellbare Gräuel unter den Juden an. Der israelische Historiker Ben Sasson schreibt: „Alle, die nicht fliehen konnten wurden erschlagen und mit unnatürlicher Grausamkeit zu Tode gefoltert. Einigen von ihnen zogen sie die Haut ab und warfen ihr Fleisch den Hunden vor. Anderen wurden Hände und Füße abgehackt, und man warf sie auf die Straße, wo sie von Wagen überfahren und von den Pferden zu Tode getreten wurden. Manche hatten viele nicht tödliche Wunden erhalten und man warf sie ins Freie, so dass sie nicht schnell starben, sondern leiden und bluten sollten, bis sie tot waren. Viele hat man lebendig begraben. Kinder wurden an der Mutterbrust geschlachtet und viele lebendig auseinandergerissen wie Fische. Schwangeren Frauen schlitzten sie die Bäuche auf, rissen die ungeborenen Kinder heraus und warfen sie ihnen ins Gesicht. Anderen schnitten sie die Bäuche auf und steckten lebendige Katzen hinein und ließen sie so am Leben, nachdem sie ihnen die Hände abgehackt hatten, damit sie die lebende Katze nicht herausholen konnten. Und es gab keinen unnatürlichen Tod der Welt, den sie ihnen nicht zufügten.“ Die Grausamkeit der Kosaken setzte grauenerregende Vorbilder in die Welt. Viele Juden zogen es vor, sich freiwillig in die Gefangenschaft der Krimtataren zu begeben. Hier erwartete sie ebenfalls ein hartes Los, rund 3000 Juden wurden als Sklaven ins Osmanische Reich verkauft. Über 20.000 Juden wurden, laut dem Historiker Shaul Stampfer, von Bogdan Chmelnyzkyj und seinen Horden ermordet, etwa die Hälfte der dort ansässigen Juden.
Während der Atomausstieg in Deutschland vernünftigerweise beschlossene Sache ist, denkt es aus Wirtschaftsminister Robert Habeck von den Grünen bezüglich der Atomkraftwerke in der Ukraine: „Solange die Dinger sicher laufen“, sind ukrainische Atomkraftwerke „in Ordnung“, denn, die „Dinger“ seien ja gebaut und ukrainische Atomkraftwerke sind bekanntlich supergausicher und der entstehende Atommüll in der Ukraine interessiert die Grünen offenbar nicht, Hauptsache kein russisches Gas.
Es verwundert auch kaum, dass die Ukraine dem „bösen Chmel“ ein Denkmal setzt und ein Atomkraftwerk nach ihm benennt. Antisemiten und Judenmörder werden in der Ukraine wie Heilige verehrt. Zwischen November 1918 und März 1921 wurden in der Ukraine während des Bürgerkriegs an über 500 Orten in weit über 1000 Pogromen über 100.000 Juden, die sie für die Oktoberrevolution verantwortlich machten, in erster Linie von Anton Denikins weißer Freiwilligenarmee und Symon Petljuras Milizen ermordet. Petljura beispielshalber wird heute in der Westukraine mit Denkmälern, Gedenktafeln und Straßenumbenennungen verehrt. Stepan Bandera und seine OUN sind verantwortlich und mitverantwortlich für die Ermordung von hunderttausenden von Juden vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Banderas OUN war zum Beispiel 1941 beteiligt an der Ermordung der 33.771 Juden in Babyn Jar. Bandera wird in der Westukraine durch vierzig überdimensionale Denkmäler, sechs ihm gewidmeten Museen, auf Briefmarken, mit Gedenktagen, Feiertagen und unzähligen Straßennamen als Nationalheiliger vergöttert. Die Straße zum Mahnmal von Babyn Jar wurde nach dem Maidan-Putsch 2014 in „Bandera-Allee“ umbenannt. Arno Klarsfeld, der Sohn der Nazijäger Beate und Serge Klarsfeld sagte 2023 in einem Interview: „Ein Land, in dem Verbrecher, die Zehntausende von Juden ermordet haben, als Helden verehrt werden, hat in der EU nichts zu suchen. Die Massaker wurden von den Nazis und den Nationalisten begangen, weite Teile der Bevölkerung nahmen an den Pogromen teil. Nach der Unabhängigkeit wurden die Denkmäler, die an den Sieg über den Nationalsozialismus erinnerten, gestürzt. An ihrer Stelle errichtete die Ukraine Monumente zu Ehren des Nationalisten und Kollaborateurs Stepan Bandera.“ In ihrem Kampf gegen rechts spielt der Bandera-Kult weder bei der Ampel-Regierung noch bei den Unions-Parteien eine Rolle.
Um von der eigenen katastrophalen Politik abzulenken lässt die Ampel-Regierung seit Wochen gegen rechts demonstrieren. Nach einer „Enthüllung“ der unter anderen von der Regierung finanzierten Rechercheplattform Correctiv demonstrieren zehntausende Regierungsanhänger in verschiedenen Städten, zum Beispiel in Mannheim mit unzähligen Palästina-Fahnen, gegen die Oppositionspartei der AfD. Jean Peters, ein ehemaliger Aktionskünstler und selbsternannter Aktivist enthüllte mit vier Kollegen eine neue „Wannseekonferenz“ mit „Deportationen“ von Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund. Auf seiner Homepage schreibt Peters: „Ich entwickele Aktionen und erfinde Geschichten, mit denen ich in das politische und ökonomische Geschehen interveniere.“ Mittlerweile hat Peters diesen Satz umformuliert und entschärft. Nach juristischen Klagen sind Worte wie „Deportationen“ von der Correctiv-Homepage wie von Geisterhand verschwunden, nicht so in den Leitmedien und auf den Demonstrationen, die Rede einer erneuten Wannseekonferenz macht die Runde. Wie in finsteren Zeiten wird eine Kontaktschuld konstruiert. Die Frage ist, warum diese Kontaktschuld nur bei der AfD und nicht bei der CDU? Warum keine Forderung nach einem Parteiverbot für die CDU, in der „Geheimkonferenz“ waren mehr Zuhörer mit CDU-Parteibuch als von der AfD? Wie von Geisterhand waren die Bauernproteste aus der Tageschau verschwunden und die Demos gegen rechts in jeder Sendung das Top-Thema. Wo waren die selben Demonstranten nach dem 7. Oktober, als die Hamas ein einem Tag rund 1200 Juden bestialisch ermordete, jüdische Frauen und Kinder enthauptete, junge Frauen und Mädchen vergewaltigte, Juden die Beine und die Arme abgeschlagen wurden und rund 250 Juden, zumeist Frauen und Kinder in den Gaza-Streifen entführte? Wo waren nach dem 7. Oktober die „Nie-Wieder-Transparente“ der regierungstreuen Demonstranten?
So unangenehm es sein mag für die AfD das Wort zu ergreifen, es gibt unzählige Kritikpunkte an dieser Partei, von der Befürwortung der Atomkraft bis hin zum völkischen Flügel von Björn Höcke, aber die Gleichsetzung der AfD mit der NSDAP, die Gleichsetzung der Wannseekonferenz mit einem Privattreffen von AfD und CDU-Mitgliedern, die Gleichsetzung der Deportationen von Millionen Juden in Viehwagons in die Vernichtungslager mit der Abschiebung von abgelehnten Asylbewerben ist wie die Gleichsetzung des Kolonialismus mit dem Holocaust, ist wie die Gleichsetzung von Rassismus mit dem eliminatorischen Antisemitismus, ist wie die Behauptung die Muslime seien die Juden von heute eine antisemitische Verharmlosung und Relativierung des Holocaust.
In der Wannseekonferenz wurden die Zuständigkeiten für die Deportationen und die Vernichtung der Juden geklärt. Im Holocaust wurden sechs Millionen Juden fabrikmäßig und systematisch ermordet. Die Wannseekonferenz wurde von oberster staatlicher Stelle einberufen. Staatssekretäre des Äußeren, des Inneren, der Justiz, Mörder wie Heydrich, Eichmann, Freisler, Lange waren anwesend und prahlten damit wie viele Juden bereits wie und wo ermordet wurden. Das von Correctiv ausgespäte „Geheimtreffen“ war dagegen eine Privatveranstaltung, es waren unter anderem vier unbedeutende Politiker der AfD und sechs der CDU, eine Journalistin, der Staatsrechtler Vosgerau und der zugegeben unappetitliche rechts-identitäre Martin Sellner anwesend. Während im „Geheimtreffen von „Remigration“ von abgelehnten Asylbewerbern im Rahmen des Grundgesetzes gesprochen wurde, schlug Innenministerin Faeser von der SPD rechtlich äußerst problematisch vor, wie Angehörige krimineller Clans in Zukunft leichter abgeschoben werden können und Olaf Scholz forderte öffentlichkeitswirksam seit Wochen: „Wir müssen schneller abschieben“. Der Vorgang ist auch an Heuchelei kaum zu übertreffen.
Die Grundlage für die Ideologie der NSDAP war der Antisemitismus und der Kampf gegen den Bolschewismus und den damit verbundenen imperialistischen Drang nach Osten. Im Parteiprogramm der AfD ist im Gegensatz zur NPD weder das eine noch das andere zu finden. Krieg gegen Russland, den Griff nach der Ukraine und ihren Bodenschätzen führen die Ampel-Parteien von der SPD, den Grünen bis hin zur FDP, wobei die Unionsparteien keinen Deut besser sind.
Gleichzeitig als die Außenministerin Annalena Baerbock für den Erhalt der antisemitischen UNWRA kämpft, sie einen Rückbau der israelischen Siedlungen und internationale Sicherheitsgarantien für die Umsetzung einer Zweistaatenlösung fordert und es aus ihr halluziniert, Israels Offensive in Rafah sei nicht zu rechtfertigen, schreibt der „Israelkritiker“ Oskar Lafontaine vom „Bündnis Sahra Wagenknecht“: „Wie keine andere Partei im Deutschen Bundestag unterstützt die AfD den auf das Massaker der Hamas folgenden Massenmord der rechtradikalen Netanjahu-Regierung im Gazastreifen und Waffenlieferungen an Israel. Mittlerweile sind mehr als 25.000 Palästinenser diesem Krieg zum Opfer gefallen, zwei Drittel davon Frauen und Kinder. Dem verteidigungspolitischen Sprecher und mit der Rüstungsindustrie verbandelten Oberst a.D. Lucassen fällt dazu nur ein: „Volle Rückendeckung während der Antiterror-Operation der nächsten Wochen und Monate – auch wenn es zu unschönen Bildern kommt.“ Unschöne Bilder?“ Auf welcher Seite des politischen Spektrums steht denn nun aktuell der Antisemitismus? Bei der AfD, weil sie für Israel eintritt?
Die Singularität von Auschwitz wird also heute nicht nur von den Vertretern der postkolonialen Theorie und von völkischen Rechtsextremisten wie der NPD offen bestritten, Holocaustrelativierung ist heute en vogue, von der Tagesschau, dem ZDF bis hin zu den Ampel-Parteien und ihren im besten Fall ahnungslosen Demonstranten. Die aktuelle Regierung der SPD, den Grünen und der FDP, mit ihrem Krieg gegen Russland bis zum letzten Ukrainer, den irrsinnigen Sanktionen und den absurden Maßnahmen zur sogenannten Energiewende, die jeden Umweltschützer erschaudern lassen, ist verantwortlich für die Zerstörung der Wirtschaft, des sozialen Friedens, der Umwelt und des Gesundheit,- Schul- und Pflegesystems. Die aktuelle Kampagne gegen die AfD und die Demonstrationen gegen rechts sind offenkundige Ablenkung und werden die fatale Entwicklung nicht aufhalten. Die Realität wird alle Träumer einholen. Die Ukraine wird geteilt, die israelische Armee wird die bestialischen Mörder der Hamas zu ihren 72 Jungfrauen schicken, die Regierung wird dieses Jahr vor einem Dilemma stehen, weil der Ukraine die Soldaten ausgehen, die männlichen ukrainischen Flüchtlinge in die Ukraine an die Front zu schicken oder ihnen weiter Asyl zu gewähren, die deutsche und mit ihr die europäische Wirtschaft wird, wie nun auch die „Experten“ der OECD feststellen, was jede Aldi-Verkäuferin im ersten Lehrjahr schon vor zwei Jahren wusste, in die zweite Liga absteigen. Deutschland ist der „kranke Mann“ Europas. Von zwanzig untersuchten Ländern steht Deutschland im internationalen Wachstumsvergleich noch knapp vor dem Schlusslicht Argentinien. Die Autoindustrie, energieintensive Unternehmen sehen schweren Zeiten entgegen, die Arbeitslosigkeit wird steigen, Brücken werden einstürzen oder gesperrt und das Geld um das alles zu bezahlen wird immer knapper werden. Die Milliardenzahlungen an die Ukraine werden, speziell nach dem Ausstieg der USA, immer schwieriger zu rechtfertigen. Die mit 1,3 Milliarden aus Steuergeldern finanzierte Batteriefabrik Nordvolt in Schleswig-Holstein steht in Konkurrenz mit chinesischen Firmen wie BYD, die erstens die Rohstoffe hat und bedeutend billiger bessere Batterien produzieren kann. Abgesehen davon bricht gerade der Absatz für e-Autos in Deutschland ein.
Ein absurdes Projekt jagt das andere. Ein Geschichtsrevisionismus ermuntert den anderen. Eine absurde Milliardenzahlung drängt die nächste. Wir haben kein Geld mehr, sagte unlängst der SPD Politiker Carsten Schneider bei einer der unterirdischsten Talksendungen der ARD. Während die Regierung unter dem Schutz der Leitmedien wieder einen Krieg gegen Russland führt und Israel vorschreibt was es tun und lassen soll, während die Regierung den Holocaust relativiert, ruft sie zu Demonstrationen gegen die rechte Opposition auf und wirft ihr vor rechtsextrem zu sein. Solcherlei Verhalten, eine Regierung lässt gegen die Opposition demonstrieren, war bisher nur in autokratischen oder totalitären Staaten zu beobachten. Bemerkenswert dabei ist, wie viele politische Analphabeten auf dieses leicht zu durchschauende Ablenkungsmanöver hereinfallen.
Wer Judenmörder wie den „bösen Chmel“, wie Stephan Bandera, wie Hitlers Schergen und seine willigen Vollstrecker, wie die Hamas oder die Hisbollah, wie die Mullahs aus dem Iran oder die UNWRA verehrt, ihnen Denkmäler baut, sie verteidigt, mit ihnen paktiert oder ihre Taten tabuisiert ist in meinen Augen ein Angriff auf die Zivilisation. So ist das Jammern und Klagen der „Israelkritiker“ und Hamas-Versteher wegen ihren innig geliebten zu zig-tausenden ins Paradies geschickten Hamas-Bestien durch die IDF, ist die Larmoyanz der Bandera-Fans über die Teilung der Ukraine, ist das Schluchzen der „Aufrechten“ wegen des zu erwartenden Wahlsiegs der Republikaner, vermutlich Donald Trumps, ist das Wehklagen über den Niedergang der deutschen Wirtschaft durch die absurde „Zeitenwende“ und der bevorstehende Zerfall Europas wunderbare Musik in meinen Ohren. Alle Unschuldigen die von dieser seit Jahren vorhersehbaren Entwicklung betroffen sind haben selbstverständlich mein Mitgefühl.
Quellen: Haim Hillel Ben-Sasson – Geschichte des jüdischen Volkes, 3 Bände, CH Beck Verlag, München 1978 | Léon Poliakov – Geschichte des Antisemitismus, 8 Bände, Jüdischer Verlag Athenäum, 1991 | Raphael Gross – Anständig geblieben: Nationalsozialistische Moral (Zeit des Nationalsozialismus), Fischer-Verlag, 2010 | Saul Friedländer – Das Dritte Reich und die Juden, 1933-1945, Beck Verlag 2010 | Franziska Bruder -„Den ukrainischen Staat erkämpfen oder sterben!“ Die Organisation ukrainischer Nationalisten (OUN) 1929–1948, Metropol-Verlag, 2006 | Samuel P. Huntington – Kampf der Kulturen, Spiegel-Verlag, 2006
Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch
Die Vereinten Nationen gegen Israel
Die 1400 von den islamischen Terroristen der Hamas bestialisch ermordeten Israelis waren noch nicht beigesetzt, die abgeschlagenen Köpfe, Arme und Beine noch nicht zugeordnet, die 240 entführten Frauen und Kinder noch nicht identifiziert und Israel war erst am Anfang der Operation die Geiseln zu befreien und die Täter zu fassen, da meldeten sich schon die ersten „Experten“ zu Wort um von einem „Genozid in Gaza“ zu halluzinieren.
Gleichzeitig demonstrierten auf Europas Straßen für den islamischen Terror die eingewanderten und autochthonen Anhänger der Hamas mit Parolen wie „Juden ins Gas“ und „Tod den Juden“. Laut dem Umfrageinstitut Arab World Research aus Ramallah unterstützten 75 Prozent der Palästinenser in der Westbank und in Gaza die bestialischen Morde der Hamas vom 7. Oktober und nur 7 Prozent lehnten das Vorgehen der Hamas ab.
Wie immer, wenn sich Israel gegen seine antisemitischen Mörder verteidigt, mutierten große Teile nicht nur der Deutschen über Nacht zum Anwaltskollektiv der Islamisten. Eigentlich nämlich geschehe es den Juden ganz recht, denn warum, fragt jeder Hinz und Kunz, haben sie mit den Islamisten, die täglich ihre Auslöschung propagieren, „keine politische Lösung“ gesucht. Dreimal täglich wie die Muezzine vom Minarett rufen die „Israelkritiker“ zum Waffenstillstand und zu Vergebung auf, die Tageschau übernimmt die Meldungen der Hamas ungefiltert und um Himmels willen dürfe man nicht dem Islam anlasten, was man über das Massaker des 7.Oktober gesehen hat.
Linke Feministinnen, die sich für die Gleichberechtigung der westlichen Frau, für gendergerechte Sprache einsetzen, bleiben still wie die Fische, obwohl unter den 1400 bestialisch Ermordeten hunderte Mädchen und Frauen waren. Die Frauen wurden vergewaltigt und verschleppt, sie wurden gefesselt, gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt, ihnen wurden das Becken und die Füße gebrochen und sie wurden enthauptet. Warum schweigen die sonst so wortgewaltigen woken Feministinnen? Ist ihr Schweigen nicht ohrenbetäubend? Die UNO hat eine Unterorganisation und die nennt sich „UN Women.“ Kein Wort von „UN-Woman“ zum 7. Oktober, erst als Israels Armee begann sich zu verteidigen forderte die Exekutivdirektorin, Sima Bahous aus Jordanien eine „sofortige Deeskalation.“ Jüdische Schicksale passen offenkundig nicht in die UN-Agenda.
Israel wird bei der UNO häufiger verurteilt als alle anderen Länder der Welt zusammen. Selbst nach dem 7. Oktober, dem größten Massaker an Juden nach dem Holocaust, verurteilt die UN Israel, ohne den bestialischen Mord an den Juden zu erwähnen und ohne die Freilassung der Geiseln zu fordern. Trotz aller Sonntagsreden und Solidaritätsbekundungen mit Israel schloss sich Deutschland so gut wie jedes Mal den antiisraelischen UN-Resolutionen an. Die Vereinten Nationen sind eine antisemitische, antiisraelische Organisation und Belege dafür gibt es viele:
Nachdem die Briten Palästina geteilt haben und 80 Prozent der Fläche dem Palästinenserstaat Jordanien zugeschlagen haben, wurde der Rest Palästinas noch einmal geteilt. Israel nahm den Teilungsplan der UNO an während ihn die Araber ablehnten. Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Transjordanien, der Libanon, der Irak und Syrien Israel den Krieg und dieser Krieg endete mit einem Sieg Israels. Rund 800.000 Juden wurden aus den arabischen Staaten vertrieben und rund 700.000 Araber flohen aus dem Gebiet Israels.
Für die Flucht der Araber gab es eine Reihe von Gründen, eine ethnische, systematisch geplante Säuberung, wie viele Antisemiten gerne behaupten, gab es nicht. Unbestritten sind freilich Vertreibungen an mehreren Orten. Die Fluchtbewegung wurde durch angebliche und tatsächliche Verbrechen jüdischer Verbände gestärkt. Der Ort Deir Yasin wurde beispielsweise am 9. April 1948 im Rahmen der Operation Jerusalem zu befreien zu einem Häuserkampf mit vielen toten Zivilisten. Historiker gehen davon aus das zwischen 110 und 120 Araber, Zivilisten wie Kämpfer ums Leben kamen. Im folgenden Propagandakrieg um Deir Yasin hatten alle Beteiligten, also Juden wie Araber das Interesse ein besonders grausames Bild der Geschichte zu zeichnen.
Die Entstehung des palästinensischen Flüchtlingsproblems war unvermeidlich, angesichts der Geschichte der arabisch-jüdischen Feindschaft zwischen 1880 und 1947, eine Geschichte die von vielen antisemitischen Pogromen begleitet war. Während Israel die geflohenen Juden aus den arabischen Staaten integrierte, lebten die geflohenen Araber in den Flüchtlingslagern der angrenzenden arabischen Staaten mehr schlecht als recht. Geht es nach den Palästinensern und ihren Fürsprechern, haben die Flüchtlinge und ihre Nachkommen ein Recht auf ihre Rückkehr nach Israel. Im Unterschied zu allen anderen Flüchtlingen dieser Welt, vererbt sich bei Palästinensern der Flüchtlingsstatus und damit auch das Recht auf finanzielle Unterstützung gemäß der geltenden Definition durch die UNRWA.
Nach dem 6-Tage-Krieg 1967 hatte Israel die Kontrolle über den ägyptischen Sinai, den Gazastreifen, die syrischen Golanhöhen und das zuvor von Jordanien kontrollierte Westjordanland. Israel bot an für Friedensverträge die Gebiete zurückzugeben. Es folgen die „drei Nein“ aus Khartum der Arabischen Liga: Kein Friede mit Israel, keine Anerkennung Israels, keine Verhandlungen mit Israel. Die UN reagierte mit ihrer letzten ausgewogenen Resolution 242 – Land für Frieden. Die Resolution 242 zielte darauf ab einen Verhandlungsprozess anzustoßen. Da der Gazastreifen und das Westjordanland keiner Souveränität eines Staates unterstanden, die beiden Gebiete also umstritten waren, fielen sie nicht in die Präambel der Resolution 242.
In den 1970er Jahren kam es zur anti-israelischen Wende in der UN. Es entstanden durch die Entkolonialisierung neue, überwiegend anti-westliche Staaten, die als neue UN-Mitlieder die Gremien nachhaltig veränderten. Die arabischen Staaten setzen nach dem Jom-Kippur-Krieg zum ersten Mal die „Öl-Waffe“ ein, in dem sie die Ölförderung drosselten, damit der Ölpreis explodierte und sie verhingen Öl-Embargos gegen Länder die mit Israel kooperierten. Zur selben Zeit begann der Aufstieg der terroristischen PLO zu einem international anerkannten Akteur. Seitdem steht Israel im Zentrum des politischen Lebens der Vereinten Nationen.
Der Führer der PLO Jassir Arafat gilt als Erfinder der „palästinensischen Volkes“, der Kampf gegen „Israel“ wird durch ihn „progressiv.“ Die alte Führung der Araber in Palästina hat sich mit der Kollaboration mit dem nationalsozialistischen Deutschland diskreditiert. Mohammed Amin al-Husseini (1893–1974) war eine der Schlüsselfiguren des 20. Jahrhunderts im Nahen Osten. Amin al-Husseini vergötterte den Holocaust, sein großes Lebensziel war die Vernichtung der Juden. Der extreme Antisemit war dreißig Jahre der politische Führer und sechzehn Jahre das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime, er war der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt. Bereits im April 1920 provozierte Amin al-Husseini in Jerusalem extreme antijüdische Ausschreitungen, die viele tote Juden und zahlreiche Verletzte forderten. Im August 1929, lange bevor die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, entfachte der Mufti von Jerusalem ein Pogrom gegen die Juden in Jerusalem mit Opfern aus den jahrhundertealten Gemeinden von Safed und Hebron. Husseinis paramilitärische Miliz brannte ganze Stadtviertel nieder, andere wurden vom arabischen Mob zerstört, so wurden in diesen Tagen 133 Juden ermordet und 339 verletzt.
Amin al-Husseini war der Großonkel von Jassir Arafat. Arafat wurde von Husseini gefördert und ausgebildet, gemeinsam mit anderen Muslimbrüdern bekämpfte Arafat bereits 1948 die Gründung Israels und als devoter Muslim blieb Arafat dem Dschihad ein Leben lang treu: „Friede heißt für uns Zerstörung Israels. Wir stellen uns auf einen totalen Krieg ein, einen Krieg, der Generationen hindurch dauern wird. Seit im Januar 1965 die Al-Fatah geboren wurde, sind wir der gefährlichste Feind Israels geworden … Wir werden nicht ruhen bis zu dem Tag, an dem wir in unsere Heimat zurückkehren und an dem Israel vernichtet ist …“
Jassir Arafat galt der Linken groteskerweise als progressiv. Die RAF lernte den bewaffneten Kampf in den Ausbildungslagern der PLO und in ihren Unterkünften waren Hitler-Bilder aufgehängt. Die UN legitimierte den Terror der PLO mit Auftritten von Arafat in der UN und die PLO internationalisierte ihren Terror mit Flugzeugentführungen und beispielsweise mit dem Massaker während der Olympiade in München 1972. Es war die Zeit der 68er, als die „Tupamaros Westberlin“ eine Bombe im Jüdischen Gemeindehaus legten und der grün-alternative Dieter Kunzelmann den Kampf gegen die „heilige Kuh Israel“ forderte.
Ein weiterer Tiefpunkt in der Geschichte der UN ist die Resolution „Zionismus ist Rassismus“ von 1975. Der afrikanisch-arabische Block hatte mit der Sowjetunion und seinen Satelliten längst eine „automatische Mehrheit.“ Im August 1975 drängte die PLO und Syrien in Peru bei Treffen der blockfreien Staaten auf den UN-Ausschluss Israels, konnten sich aber nicht durchsetzen. Am 1. Oktober sprach Idi Amin vor der UN, in einer wüsten antisemitischen Rede beteuerte Amin, wie heute jeder Antisemit, nichts gegen Juden zu haben, bloß den Zionismus abzulehnen. Viele weitere Reden und Debatten folgten bis die Resolution 3379 am 10. 12.1975 mit der „automatischen Mehrheit“ angenommen wurde. Von den 72 Staaten die die Resolution angenommen haben waren 95 Prozent antidemokratische Länder. Am 16. Dezember 1991 wurde die Resolution 3379 widerrufen.
Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen wurde 2006 gegründet, er ist der Nachfolger der UN-Menschenrechtskommission und hat 47 Mitglieder, überwiegend aus Asien und Afrika, die von der UN bestimmt werden. Der Menschenrechtsrat ist ein Unterorgan der Generalversammlung mit Sitz in Genf. Die islamischen Staaten haben mit den autoritären Staaten die automatische Mehrheit und stimmen in der Regel gemeinsam ab und decken sich naturgemäß bei Menschenrechtsverletzungen der eigenen Länder. Die Verurteilung Israels steht praktisch auf jeder Tagesordnung. Menschenrechtsverletzungen der Hamas oder der Fatah im Gazastreifen oder im Westjordanland oder von islamischen Regierungen im Iran oder Saudi-Arabien sind tabu.
Im Juni 2008 wollte beispielshalber der britische Historiker David Littman im Auftrag einer NGO bei einer Sitzung des Menschenrechtrats der UN vergeblich eine Protesterklärung zur Steinigung von Frauen und zur Verheiratung von neunjährigen Mädchen in Ländern mit Scharia-Gesetzgebung verlesen. Die Vertreter der islamischen Länder verhinderten die Diskussion mit ständigen Zwischenrufen. Es sei eine Beleidigung des Glaubens, wenn die Scharia in diesem Forum diskutiert werde, sagte der pakistanische Vertreter und der ägyptische Kollege meinte: „Die Scharia steht hier nicht zu Diskussion.“ Kritik an den menschenverachtenden Gesetzen der Scharia und der entsprechenden islamischen Ideologie ist in den Augen der islamischen Vertreter und ihren westlichen Verteidigern rassistisch. Von „Islamophobie“ würden heute die pseudolinken woken „Antirassisten“ sprechen.
Im September 2001 fand die UN-Antirassismus-Konferenz in der südafrikanischen Stadt Durban statt, in der Israel als „rassistischer Apartheidstaat“ verurteilt werden sollte. Antisemitische Karikaturen machten die Runde, Exemplare von „Mein Kampf“ und der „Protokolle der Weisen von Zion“ wurden herumgereicht. Der Zionismus wurde als gegenwärtige Form des Nazismus und der Apartheid verdammt. Die „weißen Israelis“ wurden mit dem Menschenhandel, der Sklaverei und dem Kolonialismus in Afrika in Zusammenhang gebracht, die „einen Holocaust nach dem anderen verursachen.“ Der sudanesische Justizminister Ali Mohamed Osman Yasin forderte Reparationen für die Sklaverei, während er in seinem eigenen Land schamlos Menschen versklavte.
Immer wieder versuchen NGOs israelische Politiker und Militärs insbesondere in Europa vor Gericht zu belangen, obwohl das jeweilige Land überhaupt nicht in den Konflikt involviert ist. 2009 beispielsweise versuchten palästinensische NGOs in Großbritannien gegen die israelischen Politiker Ehud Barak und Tzipi Livni wegen angeblicher Kriegsverbrechen im Zuge der Militärschläge gegen die Hamas zu erwirken. Bei Tzipi Livni hatten sie dabei Erfolg, Tzipi Livni sagte ihre Reise nach Großbritannien ab.
Die israelischen Siedlungen in Judäa und Samaria der „Besatzer“ sind ein Dauerbrenner bei der UNO und naturgemäß bei allen europäischen „Israelkritikern“. In der UNO herrscht große Übereinstimmung bei der Thematik, obwohl die Sache keineswegs so eindeutig ist. Es gibt Städte mit zehntausenden Einwohnern und Wehr- und Grenzdörfer und sogenannte Außenposten die aus Wohnmobilen und Zelten bestehen. Nach dem Sechstagekrieg von 1967 stieß Israel in das legale Vakuum des Westjordanlandes, daher handelt es sich um umstrittenes Gebiet. Die von der israelischen Militärverwaltung autorisierten Siedlungen wurden grundsätzlich auf „öffentliches“ Land gebaut oder auf Land, dass Juden nach 1967 Arabern abgekauft hatten. Der Begriff „öffentliches Land“ beinhaltet unbebautes Land, das auf keinem Namen registriert ist, sowie Land mit abwesendem Besitzer, beides Kategorien des jordanischen wie osmanischen Rechts. Auf dem Gebiet der Westbank leben knapp 300.000 Juden, fast alle in Siedlungen in der Nähe der „Grünen Linie“. Etwa 90 Prozent der Siedler leben in Gebieten, die praktisch als Vorstädte israelischer Großstädte wie Jerusalem und Tel Aviv gelten können. Zum arabischen Ostjerusalem gehört Har Homa. Har Homa bildet die letzte Stufe eines umfassenden Wohnungsbauprogramms für die Stadt Jerusalem, mit dem bereits 1968 begonnen wurde. Zu Beginn des Projekts war das Gebiet unbebaut, außerdem befindet sich kein anderes arabisches Wohngebiet in der Nachbarschaft. 1996 entschied Ministerpräsident Shimon Peres die Fortsetzung der Baumaßnahmen um der der massiven Wohnungsnot, unter der sowohl Araber als auch Juden in Jerusalem zu leiden haben, zu begegnen. Israel ist ein multinationaler Staat in dem rund 1,3 Millionen Araber (20 Prozent) leben. Wieso ist es 300.000 Juden (20 Prozent) im Westjordanland verboten dort zu leben? Mit welcher Begründung muss Judäa und Samaria judenfrei sein? Dass es beim Siedlungsbau auch zu Verstößen und Unregelmäßigkeiten kam ist unumstritten und Israels Justiz beschäftigt sich oft mit diesen Fällen. Das Hauptproblem des Nahostkonfliktes ist nicht die Siedlungsfrage, sondern der kategorische Unwille der Palästinenser Israel anzuerkennen.
Die UNRWA ist eine Unterorganisation der UN und hat alleine 30.000 Mitarbeiter, sie ist ausschließlich für die Palästinenser zuständig. Die Flüchtlingsorganisation UNHCR ist für alle anderen Flüchtlinge zuständig und hat 20.000 Mitarbeiter. Die schiere Existenz der UNWRA ist in vielerlei Hinsicht absurd. Weil die arabischen Staaten meinten das Leid der Palästinenser sei durch Schuld der UNO, durch deren Gründung des Staates Israel, entstanden verlangten sie eine eigene Flüchtlingsorganisation für ihre Glaubensbrüder, gleichzeitig lehnten die arabischen Staaten eine dauerhafte Aufnahme und die Integration der Flüchtlinge ab. Nach der Definition der UNO ist jeder als Flüchtling anzusehen, der zwischen dem 1. Juni 1946 und dem 15. Mai 1948 in Palästina ansässig war und sein Haus oder seinen Lebensunterhalt in den Kriegen 1948 oder 1867 verlor, sowie alle Nachkommen, sogar geschiedene Ehepartner mit anderer Staatsangehörigkeit. Bei Palästinensern wird also der Flüchtlingsstatus im Gegensatz zu allen anderen Flüchtlingen dieser Welt vererbt. So sind mittlerweile bei der UNWRA fünf Millionen Flüchtlinge registriert und werden von ihr finanziert. Die erdrückende Mehrheit dieser „Flüchtlinge“ ist also nie geflohen. Über die Hälfte der 1948 Geflüchteten leben im Gazastreifen und im Westjordanland.
Finanziert wird die UNWRA mit circa 1,2 Milliarden Dollar im Jahr, vor allem durch die USA, Saudi-Arabien und Deutschland. Die UNWRA hat ungefähr dreimal so viel Geld pro Flüchtling zur Verfügung als der UNHCR. Für die engen Verbindungen des UNWRA zur islamischen Terrororganisation Hamas gibt es unzählige Beispiele. In UNWRA Schulen werden Gedenkzeremonien für Hamas-Führer abgehalten, UNWRA-Lehrer widmen sich nach Schulschluss dem Raketenbau und das Lernmaterial der UNWRA Schulbücher strotzt nur so von Antisemitismus. All das ist seit Jahren mitfinanziert von Deutschland, mit seiner geheuchelten Staatsraison für Israel. Die UNWRA ist Teil des Problems und nicht seiner Lösung.
Israel ist der Jude unter den Staaten. Seit seiner in der Gründung versuchen Islamisten und Antisemiten von links bis rechts Israel zu vernichten. Die UN ist eine PR-Veranstaltung für Schurken- und Islamistenstaaten, die ihr schlechtes Image aufbessern möchten, finanziert mit den Mitteln der westlichen Welt. Die UNWRA ist eine von der Hamas dominierte Organisation zur Zerstörung Israels. Ron Prosor, Israels UN-Botschafter von 2011 bis 2015 sagte in der UN-Generalsversammlung: „Während wir hier reden werden Jesiden, Bahai, Kurden, Christen und Muslime exekutiert und vertrieben von radikalen Extremisten in einer Größenordnung von 1000 Menschen pro Monat. Wie viele Resolutionen haben sie verabschiedet, die sich mit dieser Krise beschäftigen? Und wie viele Sondersitzungen haben sie einberufen? Die Antwort ist null.“
Unter den Augen der UN und der WHO hat die Hamas Tunnel, Hauptquartiere und Waffen im Al Shifa Krankenhaus gebaut und gelagert, diese Tunnel sind nicht über Nacht gegraben worden. Die Hamas hat am 7. Oktober Israel überfallen, tausende Raketen auf ganz Israel abgeschossen und 1400 Juden bestialisch ermordet, die Opfer enthauptet, ihnen Beine und Arme abgeschlagen, gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt und 240 Kinder, Frauen und Männer entführt. Als Israel darauf reagierte schaltete sich die UN ein, ohne das Massaker zu verurteilen, ohne die Freilassung der Geiseln zu fordern verurteilte die UN Israel und forderte eine Waffenruhe, weil es sich verteidigte. Deutschland bezahlt jährlich 300 Millionen Euro über Umwege an die Hamas, macht beste Geschäfte mit den Finanzierern des Terrors mit dem Iran und Katar. Der Paragraph 129a Strafgesetzbuch stellt die Unterstützung terroristischer Vereinigungen unter Strafe. Ob das Auswärtige Amt mit der Finanzierung der UN irgendwann ein Problem bekommt ist noch offen.
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Die Hamas und ihre Anhänger im Westen
„Wer den Antisemitismus in seiner primitiven und elementaren Form nicht anprangert, und zwar gerade deshalb nicht, weil er primitiv und elementar ist, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob er nicht dadurch den Antisemiten in aller Welt ein Zeichen heimlichen Einverständnisses gibt“ (Léon Poliakov, 1969)
Die Ermordung von Juden, weil sie Juden sind, ist die primitive und elementare Form des Antisemitismus. Am 7. Oktober 2023 wurde Israel überfallen und weit über 1400 Juden von der Hamas und seinen „Zivilisten“ aus dem Gazastreifen bestialisch ermordet, so viele wie nie zuvor an einem Tag seit dem Holocaust. Rund 240 jüdische Menschen, überwiegend Frauen und Kinder wurden nach Gaza entführt. Die Hamas hat in den Morgenstunden des 7. Oktober die Kommunikation an der Grenze gestört, unzählige Raketen auf Israel abgefeuert und in einer lange geplanten Aktion Israel überfallen, Militäranlagen gestürmt um Juden zu ermorden. Israel war durch die vielen Demonstrationen gegen die Justizreform geschwächt, hat die Hamas unterschätzt, fühlte sich zu sicher an der Grenze zu Gaza und wurde so überrascht.
Die islamischen Terroristen zogen in vier israelischen Gemeinden von Haus zu Haus, überfielen zahlreiche Kibbuzim, die Grenzstadt Sderot, Militärstützpunkte und die feiernden jungen Menschen auf einem Festivalgelände in der Negev-Wüste. Rund 300 Leichen sind derart verunstaltet, dass sie nur mit größter Mühe identifiziert werden können. Viele der ermordeten Zivilisten haben Schusswunden in den Händen, weil sie vergeblich versucht haben, sich gegen die Kugeln zu wehren, viele wurden enthauptet und verstümmelt. Ganze jüdische Familien wurden mit ihren Kindern im Schlaf überrascht und bestialisch ermordet. Die israelische Armee hat im Kibbuz Kfar Aza die Leichen von 40 Kindern, Babys und Säuglingen gefunden, die teilweise enthauptet wurden. Auf dem Gelände des Open-Air-Festivals in Reʿim wurden über 260 Besucher von der Hamas ermordet. Die Angreifer drangen mit Motorrädern, Quads und Gleitschirmen in das Gelände ein und beschossen die feiernden Menschen. Die islamischen Mörder filmten sich gegenseitig bei ihren Gräueltaten und stellten ihre Taten voller Stolz ins Netz, um die Opfer und ihre Angehörigen weiter zu demütigen. Hunderte dieser Videos sind in den „sozialen“ Medien zu sehen. Auf einem dieser Videos sieht man nackte halbtote Frauen, die von den islamischen Gotteskriegern auf einen Truck geworfen und ihre blutenden Köpfe mit Tritten malträtiert wurden. Jüdische Frauen wurden von den Islamfaschisten gefoltert, vergewaltigt, ausgezogen und auf die Motorräder gebunden um sie im Gazastreifen dem jubelnden Mob als Trophäen zu präsentieren. Unter „Allahu Akbar“ Rufen der Massen wurden die gezeichneten und weinenden Frauen präsentiert bevor sie weiter verfrachtet werden. „Allahu Akbar“ rufen die Bestien als sie ein junges jüdisches Ehepaar entführen, dann höhnisches Gelächter und wieder „Allahu Akbar“-Rufe, bevor man dem Mann in den Kopf schießt. Wie es der Koran in Sure 5, Vers 33 vorschreibt werden unzähligen Juden Arme und Beine abgehackt, die nicht mehr zugeordnet werden können und ganze Container füllen.
Weil sich Israel verteidigt, die Geiseln befreien und die Hamas vernichten will, kommen naturgemäß weltweit die „Friedensfreunde“ aus ihren Deckungen und sprechen Israel sein Recht ab sich zu verteidigen. Israelbezogener Antisemitismus definiert sich durch Dämonisierung, Delegitimierung Israels und doppelte Standards. In den letzten vier Wochen wurden 15.000 Raketen auf Israel geschossen. Bezogen auf die Fläche Deutschlands wären das 240.000 Raketen. Wie würden all diejenigen in Deutschland reagieren, die nun eine Feuerpause von Israel fordern, die Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen, wenn diese Raketen auf Deutschland abgefeuert würden und wenn der 7. Oktober in Deutschland stattgefunden hätte? Der Antisemitismus gegen Israel, die „Israelkritik“ ist geprägt von doppelten Standards, zweierlei Maß, Unwissenheit, Halbwissen und Heuchelei. Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden, das Gerücht über Israel.
Die Muslimbruderschaft wurde 1928 von Hasan al-Banna (1906-1949) und sechs Arbeitern der Suez Canal Company in Ägypten während der kulturell, politisch und sozial aufgewühlten Phase der Weltwirtschaftskrise gegründet. Mit der Idee des kriegerischen Djihad und der Todessehnsucht als Leitideal des Märtyrers war damit der islamische Fundamentalismus der Neuzeit geboren. Die Djihad-Bewegung der Muslimbrüder nahm fast ausschließlich den Zionismus und die Juden in ihr Visier. Zur Massenorganisation wurden die Muslimbrüder nicht als antikoloniale, sondern als antijüdische Bewegung. Sayyid Qutb (1906-1966), trat 1951 der Muslimbruderschaft bei. Er gilt als einer der wichtigsten islamistischen Denker des 20. Jahrhunderts. „Sein Essay „Unser Kampf mit den Juden“, der nach 1967 millionenfache Verbreitung fand und bis heute findet, macht die Juden für den weltweiten moralischen und sexuellen Verfall verantwortlich: „Hinter der Doktrin des atheistischen Materialismus steckte ein Jude; hinter der Doktrin der animalistischen Sexualität steckte ein Jude; und hinter der Zerstörung der Familie und der Erschütterung der heiligen gesellschaftlichen Beziehungen steckte ebenfalls ein Jude.“ Sayyid Qutb erklärte Palästina zum heiligen islamischen Gebiet (Dar al-Islam) und Israels Vernichtung zu einer religiösen Pflicht. Juden sind in Anlehnung an Koranverse nach Sayyid Qutb als „Schweine“ und „Affen“ verächtlich zu machen und er bot als wissenschaftliche Erkenntnis die Behauptung feil, dass das Verzehren von nicht-jüdischem Blut ein religiöser Ritus der Juden sei.
Die Hamas entstand 1987 unter Scheich Ahmed Jassin und versteht sich als palästinensischer Zweig der Muslimbruderschaft. Durch Sozialarbeit, Kliniken und Koranschulen verschaffte sich die Hamas eine solide Verankerung in der Bevölkerung. Saudi-Arabien, Kuwait und Jordanien finanzierten diese Aktivitäten. Anfangs wurde ab 1980 die Fatah, der säkulare palästinensische Nationalismus bekämpft. Israel, dass auch von der Fatah mit Terror in seiner Existenz bedroht war, verhielt sich neutral im innerpalästinensischen Konflikt. Nach dem Vorbild der Unruhen von 1936 – 1939 in deren Verlauf der Mufti von Jerusalem Amin al Husseini seine palästinensischen Gegner liquidierte, tötete die Hamas unzählige Kader der Fatah und kam nach dem Abzug Israels und der Räumung aller Siedlungen aus dem Gazastreifen den Wahlen im Jahr 2006 und dem Angriff 2007 auf das Hauptquartier der Fatah an die Macht.
1988 verabschiedete die Hamas ihre Charta, sie begreift sich in ihrer Charta als „universalistische Bewegung“, deren Djihad von den Muslimen in allen Teilen der Welt zu unterstützen sei. Dementsprechend wird als Gegner nicht allein Israel ausgemacht, sondern der „Welt-Zionismus.“ Der Dschihad gegen Israel mit unzähligen Selbstmordattentaten, Raketenpogromen und Bombenangriffen wird als erste Etappe eines weltweiten antijüdischen Vernichtungskrieges dargestellt. Die Charta beruft sich auf die antisemitischen „Protokolle der Weisen von Zion.“ Die Charta der Hamas setzt die Politik des SS-Mitgliedes, den damaligen Führer der Palästinenser, des Großmuftis von Jerusalem Amin al Husseini nahtlos fort. Für die Hamas wie für die Muslimbruderschaft gibt es nur die bedingungslose Unterwerfung unter den Islam und die Vernichtung all derer, die die
Unterwerfung verweigern.
Nach dem 7. Oktober kam es zu Massendemonstrationen von Anhängern der Hamas, von islamischen Migranten und Asylbewerbern in ganz Europa, von Berlin über Essen bis nach London. Auf diesen Demonstrationen wurde der Massenmord an den Juden gefeiert. Auf Deutschland Straßen wurde wieder „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“, „Tod den Juden“, Kindermörder Israel“ und Allahu Akbar gegrölt. In Essen zogen Muslime durch die Straßen und riefen das Kalifat aus. Massendemonstrationen für die Hamas und gegen die Juden in ganz Europa und die Polizei steht regungslos daneben, wenn sie nicht gerade von den Hamas-Anhängern angegriffen wird. Was waren das doch für Zeiten als die Polizei Anti-AKW Demonstranten stundelang einkesselte, den Eingekesselten den Toilettengang verwehrte, sie zusammenschlug und mit CS-Gas und Wasserwerfern bekämpfte, was waren das noch für Zeiten als der Staat den Terror der RAF, auch mit zweifelhalten Methoden eliminierte. Wer es in den Sozialen Medien auf den Seiten von Mainz 05 oder Bayern München wagt die jeweiligen islamistischen Bundesligaspieler zu kritisieren, dem wird tausendfacher Hass von eingebürgerten oder autochthonen Hamas-Anhängern entgegenschlagen.
Lamya Kaddor, die Bundestagsabgeordnete und innenpolitische Sprecherin der Grünen und „Islamexpertin“, hat dafür Verständnis und gibt der deutschen Bevölkerung in der ARD eine Mitschuld: „Das sind Menschen, die auf unterschiedliche Dinge offensichtlich ziemlich wütend sind: gescheiterte Integrationspolitik, gescheiterte Möglichkeiten der Teilhabe. Vielleicht haben sie Rassismus erlebt. Und jetzt hat man endlich ein Ventil gefunden.“
Die postkoloniale Linke ist blind für die Verbrechen des Islamismus und sie erzählt eine grotesk einseitige Geschichte Israels. Die Kollaboration Amin al-Husseinis mit Hitler, sein mörderischer Judenhass, die arabischen Angriffskriege gegen Israel und die Verweigerung gegenüber allen israelischen Friedensangeboten werden ignoriert. Die Gender-Philosophin dieser postmodernen Linken Judith Butler behauptet beispielshalber die Terrororganisationen der Hamas und der Hisbollah seien „progressive soziale Bewegungen.“ Die Ansicht der postkolonialen Theorie, wonach Juden „weiß“ und Unterdrücker und Palästinenser „schwarz“ und Unterdrückte seien ist an antisemitischem Irrsinn kaum zu übertreffen.
In den deutschen Medien kommen immer wieder die „Experten“ wie Michael Lüders und Florence Gaub mit ihren absurden Ansichten zu Wort. „Experten“ die es sich im Ukraine-Krieg verbaten den Krieg im Kontext zu betrachten beharren nun nach dem 7. Oktober auf eine Vorgeschichte, freilich nach ihrer ganz eigenen Lesart.
Die „Nahostexpertin“ Florence Gaub brachte in unzähligen Talksendungen in ARD und ZDF den 7. Oktober mit der Siedlungspolitik Israels und die Abriegelung des Gazastreifens durch Israel in Zusammenhang. Offensichtlich weiß Frau Gaub nicht, dass der Gazastreifen auch eine Grenze zu Ägypten hat. Ägypten lässt aus Angst vor dem Terror der Muslimbrüder keine Flüchtlinge, obwohl doch Glaubensbrüder, ins Land. Offenbar weiß Frau Gaub nicht, dass es nie einen Staat Palästina gab und die Palästinenser ihren Staat in Judäa und Samaria, heute gerne umbenannt in Westbank oder Westjordanland, ablehnten. Da Judäa und Samaria keinem Staat gehört ist dieses Gebiet umstrittenes Gebiet. In Hebron beispielsweise leben seit 6000 Jahren Juden. Die Siedlungspolitik ist von daher nicht so einfach zu verurteilen wie es Frau Gaub glaubt zu wissen. Die Frage, warum in Israel 20 Prozent Araber leben, aber in Judea und Samaria keine 20 Prozent Juden leben dürften, wird Frau Gaub kaum beantworten können. Mit welcher Begründung muss Judäa und Samaria judenfrei sein? Florence Gaub ist ein Beispiel unter tausenden, ihre „Israelkritik“ ist Mainstream.
Als der mehrfach vorbestrafte George Floyd durch einen Polizisten ums Leben kam, stand die Welt in Flammen. Künstler hielten flammende Reden und die Black Life Matter Bewegung mobilisierte die Massen. Als über 1400 Juden, darunter viele Kinder von der Hamas bestialisch ermordet und 240 überwiegend Frauen und Kinder entführt wurden, bleibt die Welt, bleiben die Künstler und die sonst so wortgewaltigen woken Gutmenschen still.
Deutsche Politiker verkünden in Sonntagsreden gerne die Sicherheit Israels sei Staatsräson, der Wirtschaftsminister warnte kürzlich in einer Rede vor islamischen Antisemitismus. Wie heuchlerisch diese Reden sind zeigt die Abstimmung bei der antisemitischen UN-Resolution, die eine Feuerpause von Israel verlangt, aber mit keinem Wort den 7. Oktober erwähnt und die Freilassung der 240 Geiseln fordert. Deutschland hat diese UN-Resolution nicht abgelehnt, Deutschland ist in Europa der größte Handelspartner des Iran, der vor allem die Hamas finanziert. Robert Habeck hat mit dem Hamas-Unterstützer Katar den Gas-Deal ausgehandelt und Deutschland wie die EU finanzieren die Hamas seit Jahrzehnten mit jährlichen Millionenbeträgen.
Wer nun immer noch nicht Huntingtons „Zusammenprall der Kulturen“ begriffen hat dem ist nicht mehr zu helfen. Der türkische Präsident Recep Erdogan lobt den Hamas-Terror und hetzt gegen den Westen und positioniert sich als Heerführer des islamischen Glaubens. Erdogan erklärt Israel zum „Kriegsverbrecher“. Das NATO-Mitglied verteidigt und heroisiert die radikalislamische Terrororganisation Hamas als „Gruppe von Befreiern.“ Erdogan warnt den Westen, wenn er weiter in den Konflikt eingreift kommt es wieder einen Kampf zwischen Halbmond und Kreuz.
Russlands Präsident Putin vergleicht den Gaza-Krieg mit der Blockade von Leningrad und belegt mit dieser antisemitischen Aussage, dass Russland für den Westen endgültig verloren ist. Die Staaten Lateinamerikas, allen voran der linke Präsident Lula hassen die USA wegen seiner Hinterhofpolitik. Europa ist so uneins wie man es nur sein kann. Die antisemitische UN Resolution wurde von Frankreich und Spanien angenommen, Deutschland enthielt sich mit vielen anderen, nur Länder wie Ungarn stimmten mit Nein. Der Iran und die Hamas haben die Resolution der UN-Generalversammlung begeistert begrüßt und bezeichneten sie als Sieg.
Deutschland und Europa finanzieren die Hamas, in deutschen Ditib-Moscheen wird der Judenhass und der Islamismus gepredigt und auf deutschen Straßen wird er skandiert. Juden und Frauen sind auf deutschen Straßen nicht mehr sicher, sie haben Angst vor der islamischen Ideologie und vor entsprechenden Übergriffen. Europa ist am Ende und seine Politiker haben noch immer nicht begriffen wohin die geopolitische Reise geht.
Als weltweit einziges Land ist Israel seit Beginn seiner Existenz mit dem Aufruf, es zu zerstören, konfrontiert. Israel führt wieder einmal einen gerechten Krieg, die IDF ist die humanste Armee die man sich vorstellen kann. Die Einwohner Gazas wurden wochenlang aufgerufen in den Süden zu gehen. Alle Menschen, die noch in Nord-Gaza sind, seien dort „mit voller Absicht“, so Israels Armeesprecher Arye Shalicar. Israel darf nach dem Kriegsvölkerecht gegen das Hauptquartier der Hamas vorgehen, auch wenn dieses Hauptquartier unter einem Krankenhaus liegt. Sich wie die Hamas hinter der Zivilbevölkerung zu verstecken ist ein Kriegsverbrechen. Die Mehrheit der Deutschen hat die NSDAP an die Macht gebracht und die Mehrheit der Einwohner Gazas die Hamas. Die Bewohner Gazas sind zumindest mitverantwortlich wenn nicht voll verantwortlich für ihre Regierung. Die überwältigende Mehrheit steht in Gaza gegen Israel, der 7. Oktober wurde frenetisch gefeiert. Soldaten der IDF setzen ihr Leben dafür ein den Gazastreifen von der Hamas zu befreien, wie die alliierten Soldaten ihr Leben einsetzen um Europa vom Nationalsozialismus zu befreien. Bei der Bombardierung der deutschen Städte kamen tausende Zivilisten ums Leben, die Verantwortung für alle Toten trugen gestern die Nationalsozialisten und heute die Hamas und ihre Unterstützer.
Wer den Antisemitismus der Hamas, das Pogrom vom 7. Oktober und die Solidarisierungen der Islamisten auf Europas Straßen nicht ausnahmslos anprangert, gibt dadurch den Antisemiten in aller Welt nicht nur ein Zeichen heimlichen Einverständnisses, er belegt damit selbst sein antisemitisches Weltbild. Die Sonntagsreden von Robert Habeck und allen anderen Politikern sind angesichts ihrer Taten reine Heuchelei. Sie alle, von den Antifaschisten, von Fridays for Future, Black Lives Matter, über die Grünen bis hin zu den Lohnschreibern und Sprechern vom Spiegel bis zu ARD und ZDF, sollten am morgigen 9. November, dem Gedenktag der Reichspogromnacht, den Mund halten und sich ihr „Nie wieder“ diesmal sparen. Diese Heuchelei ist so kurz nach dem 7. Oktober und den weltweiten Reaktionen unerträglich.
Ungarn hat gegen die antisemitische UN-Resolution gestimmt, Ungarn fordert von der EU und den USA einen Frieden mit Russland, Ungarn steht solidarisch zu Israel, in Ungarn gibt es keinen Breitscheidplatz und kein Bataclan und keine Pro-Hamas-Demonstrationen.
Wird man mich zwingen, Orban hochleben zu lassen? Ich bin bereit dazu.
Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch


