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Die Todessehnsucht im Islam und das westliche Islam-Appeasement

19. August 2016

„Der Islamismus ist eine reaktionäre Ideologie. Überall, wo er sich breitmacht, zerstört er Gleichheit, Freiheit und Laizismus.“ („Manifest der 12“ in „Charlie Hebdo“)

zug1Während im Nahen Osten und in Nordafrika der Kampf zwischen Sunniten und Schiiten tobt, der Islamische Staat seine tödlichen Gottesdienste abhält, die Türkei sich in einen islamistischen Staat transformiert und so gut wie alle islamischen Glaubensrichtungen in der Region den Staat Israel von der Landkarte tilgen wollen, mehren sich seit der Jahrtausendwende die Angriffe der islamischen Gotteskrieger in den säkular regierten Ländern der westlichen Welt. Islamische Selbstmordattentäter ermorden unter Allahu-Akbar-Rufen wahllos Passanten, Konzertbesucher unter anderem weil der westlicher Lebensstil dieser „Ungläubigen“ die Gefühle der Mörder verletzt. Juden werden von den Islamisten ermordet weil sie Juden sind. Der Slogan der Dschihadisten ist: „Ihr liebt das Leben wir lieben den Tod.“

Lösungsorientierte Antworten auf den islamischen Terror sind in deutschen Medien kaum zu finden. Angst, Ratlosigkeit, Beschwichtigung und Tabuisierung bestimmen in der linksliberalen Presse die Richtung, während die Rechten von der AFD bis zur NPD mit ihren „Ausländer raus-Parolen“ die Politik vor sich her treiben.  „Dem Appeasement gegenüber dem Islam liegt eben eine Einfühlung zugrunde, die das Individuum letztlich genau so betrachtet, wie der Islam es vorgibt: als prädestiniert. Ein Journalist, der sich in der deutschen Ideologie bewegt wie der Fisch im Wasser, fordert darum mehr „Verständnis“ für jene, „die für die eingebildeten und tatsächlichen Demütigungen, die sie chronisch erleben, dem ›Westen‹, ›den Juden‹, ›dem Kommerzsystem‹ die Schuld zuweisen“, schreibt Gerhard Scheit in „Herrschaft des Rackets“ bereits im Jahr 2006.

Die islamische Ideologie behandelt Frauen als Menschen zweiter Klasse, Homosexualität wird in vielen islamischen Ländern mit dem Tod bestraft. Zentrales Leitmotiv der islamischen Ideologie ist ihr eliminatorischer Antisemitismus. Die Schaffung einer Staatsordnung auf Basis von Scharia und Kalifat, die Abschaffung von Zins und Profit zugunsten einer diktatorisch durchgesetzten Interessengemeinschaft von Arbeit und Kapital sind wie die totale Ablehnung des westlichen, liberalen Lebensstils Eckpfeiler dieser mittelalterlichen Ideologie.

In welchem islamischen Staat sind Frauen ansatzweise gleichberechtigt, können Oppositionelle frei ihre Meinung äußern, ist Staat und Religion getrennt, können sich linke Parteien oder Gewerkschaften ohne Repression organisieren? Die Antwort auf diese Frage bleiben deutsche Islam-Versteher so gut wie immer schuldig, solcherlei Fragen werden tabuisiert. So notwendig die Kritik am Christentum während der Aufklärung war, so nötig ist sie heute für die islamischen Exzesse. In beinahe allen islamischen Ländern kämpfen seit Jahren Frauen und Männer unter Lebensgefahr gegen das islamistische Weltbild und für ein laizistisches, modernes demokratisches Leben. Das Schweigen des deutschen Islam-Appeasements muss ohrenbetäubend für sie und alle anderen Opfer des islamistischen Terrors sein.

Symptomatisch für die Ansichten auf den Islamismus unserer Zeit ist ein Interview im antizionistischen „Freitag“ von Jakob Augstein. Floris Biskamp für den es „den Islam“ gar nicht gibt, meint am 18.8.2016 in Augsteins Blatt: „In der aktuellen Gesprächsatmosphäre wäre es wohl besser, wenn insgesamt weniger über den Islam gesprochen würde.“

Ulrich Jakob Becker sieht das anders. In der Jüdischen Rundschau veröffentlichte er eine Liste islamistischer Terroranschläge in Europa und den USA von 2000-2016 um das große Ganze hinter vermeintlichen Einzelfällen sehen zu können:

2016
26. Juli 2016 Saint-Étienne-du-Rouvray (Frankreich): ISIS-Geiselnahme in Kirche
Vor Kamera Priester die Kehle durchgeschnitten. Ein Toter, ein Verletzter.

24. Juli 2016 Ansbach (Deutschland): Selbstmordanschlag mit Rucksackbombe. 15 Verletzte.

19. Juli 2016 Garda-Colombe (Frankreich): Ein Moslem sticht auf eine Mutter und drei kleinen Töchter ein, da sie unislamisch gekleidet sind.
4 Verletzte.

18. Juli 2016 Würzburg (Deutschland): Axtangriff in einer Regionalbahn unter „Allahu Akbar“-Schreien.
5 Verletzte.

14. Juli 2016 Nizza (Frankreich): Muslimischer Einwanderer fährt unter „Allahu Akbar“-Rufen mit einem Schwerlaster zig Feiernde des französischen Unabhängigkeitstages (einschließlich 10 Kinder) zu Tode.
84 Tote, 202 Verletzte.

14. Juni 2016 Etterbeek (Belgien): Moslems stechen auf Transgender ein. Ein Verletzter.

13. Juni 2016 Magnanville (Frankreich): Terroristen erstechen ein Pärchen unter „Allahu-Akbar“-Rufen. 2 Tote, 1 Verletzter.

12. Juni 2016 Orlando (USA): Islamist massakriert 49 Menschen in einem Nachtclub für Homosexülle. 49 Tote, 53 Verletzte.

27. Mai 2016 Saint Julien du Puy (Frankreich): ISIS-Terroristen stechen auf einen joggenden Soldaten im Urlaub ein. Ein Verletzter.

20. Mai 2016 London (England): Ein türkischer Moslem sticht auf vier Frauen an einem Parkplatz ein – „zu Ehren“ des dreijährigen Jubiläums des Mordes an dem britischen Soldaten Lee Rigby.
4 Verletzte.

19. Mai 2016 Bad Friedrichshall (Deutschland): Ein Pakistaner ermordet eine 70-jährige Rentnerin in ihrer Wohnung und hinterlässt einen Zettel mit islamischen Inhalten.

10. Mai 2016 Grafing (Deutschland): Ein deutscher Moslem sticht auf Passanten unter „Allahu Akbar“ und „Ihr Ungläubigen!“ ein.
Ein Toter, drei Verletzte. (Berichtigung 20.8.16. Ob der Täter Moslem war steht noch nicht fest)

16. April 2016 Essen (Deutschland): ISIS-inspierter Täter verübt Bombenanschlag auf Sikh-Hochtszeitsgemeinde.
3 Verletzte.

24. März 2016 Glasgow (Schottland): Aus religiösen Motiven ersticht ein Moslem einen Angehörigen der Ahmadiyya-Minderheit.

22. März 2016 Brüssel (Belgien): Drei ISIS-Selbstmordattentäter sprengen sich am Brüsseler Zaventem-Flughafen und in einer U-Bahn nahe der Maalbek-Station in die Luft.
32 Tote, 340 Verletzte (62 schwer).

14. März 2016 Toronto (Kanada): Moslem sticht auf zwei Soldaten an einem Rekrutierungsbüro ein und gibt an, Allahs Anweisungen zu folgen.
2 Verletzte.

29. Februar 2016 Moskau (Russland): Muslimische Kinderfrau köpft das Kind unter ihrer Obhut und präsentiert den Kopf aus „Rache für das vergossene muslimische Blut in Syrien“.

26. Februar 2016 Hannover (Deutschland): 15-jähriges Mädchen mit marokkanischen Wurzeln aus dem Umfeld des Salafisten Pierre Vogel sticht auf Bundespolizisten ein und verletzt ihn schwer.

18. Februar 2016 Rochdale (England): Imam wird von muslimischen Terroristen zu Tode geprügelt.

11. Februar 2016 Columbus (USA): Moslem greift unter „Allahu Akbar“-Rufen Gäste in einem christlich geführten Restaurant mit Machete an.
4 Verletzte.

27. Januar 2016 Tanum (Schweden): 60-Jähriger wird von einem Mitarbeiter als „islamophob“ bezeichnet und von ihm mit einem Messer ermordet.

11. Januar 2016 Marseille (Frankreich): „Im Namen Allahas“ wird ein jüdischer Lehrer von einem Jugendlichen mit einer Machete angegriffen und verletzt.

7. Januar 2016 Philadelphia (USA): Ein Mann eröffnet „Im Namen des Islam“ das Feuer auf einen Polizisten und verwundet ihn.

1. Januar 2016 Valence (Frankreich): Ein Moslem rammt absichtlich französische Sicherheitskräfte vor einer Moschee.
2 Verletzte.

2015
24. Dezember 2015 Ajaccio (Frankreich): Polizei und Feuerwehr werden durch absichtlichen Falschalarm von wahrscheinlich muslimischen Jugendlichen in einen Hinterhalt gelockt und mit Eisenstangen und Baseballschlägern angegriffen.
3 Verletzte.

2. Dezember 2015 San Bernardino (USA): Ein religiöser Moslem und seine Frau begehen ein Massaker an Gästen einer Weihnachtsfeier.
14 Tote, 21 Verletzte.

18. November 2015 Marseille (Frankreich): Drei ISIS-Sympathisanten mit Motorrollern stechen auf einen jüdischen Lehrer ein und verwunden ihn.

13. November 2015 Paris (Frankreich): ISIS-Anschlagsserie. Neun muslimische Terroristen greifen eine Reihe von zivilen Zielen mit Bomben und Schnellfeuergewehren in der Pariser Innenstadt an, u.a. das Fussballstadion Stade de France, das Bataclan-Theater und verschiedene Restaurants.
130 Tote, 368 Verletzte (etwa 90 schwer).

12. November 2015 Mailand (Italien): Ein maskierter Moslem sticht neunmal auf einen ultraorthodoxen Juden ein und verwundet ihn.

4. November 2015 Merced (USA): Ein muslimischer Student greift auf dem Uni-Campus vier Passanten unter Allah-Lobpreisungen mit einem Messer an und verletzt vier Menschen.

24. Oktober 2015 Marseille (Frankreich): Ein Mann sticht in einer Synagoge unter „Allahu Akbar“-Rufen auf einen Rabbiner und einen weiteren jüdischen Passanten ein und verwundet beide.

29. September 2015 Kopenhagen (Dänemark): Ein „palästinensischer“ ISIS-Anhänger sticht in einem Flüchtlingslager auf einen Polizisten ein und verwundet ihn.

17. September 2015 Berlin (Deutschland): Ein islamischer Extremist sticht auf eine Polizistin ein und verwundet sie.

21. August 2015 Paris (Frankreich): Ein ISIS-Terrorist eröffnet in einem Zug das Feuer mit einer Kalaschnikow und wird von amerikanischen Fahrgästen überwältigt.
3 Verletzte.

16. Juli 2015 Chattanooga (USA): Ein strenggläubiger Moslem begeht einen Selbstmordangriff mit Schusswaffen auf militärische Ziele, u.a. eine Marinebasis.
5 Tote, 2 Verletzte.

26. Juni 2015 Lyon (Frankreich): Ein Moslem köpft seinen Kollegen, spießt seinen Kopf auf einen Zaun und hisst die Fahne des IS.
Ein Toter, zwei Verletzte.

3. Mai 2015 Garland (USA): Zwei Moslems unternehmen einen Angriff auf eine islamkritische Konferenz.
Ein Verletzter.

16. April 2015 Sizilien (Italien): Auf einem Zuwandererboot schmeißen Moslems ein Dutzend Christen ins Meer, wo diese ertrinken.
12 Tote.

10. März 2015 Liesing (Österreich): Ein afghanischer Moslem beschwert sich über „unislamische“ Musik eines Landsmannes und ersticht ihn im Deutschkurs.

15. Februar 2015 Kopenhagen (Dänemark): Moslem erschießt den 37-jährigen jüdischen Sicherheitsmann Dan Uzan vor einer Synagoge.
1 Toter, 2 Verletzte.

14. Februar 2015 Kopenhagen (Dänemark): Unter Allah-Lobpreisungen eröffnet ein Moslem das Feuer in ein Café, wo eine Veranstaltung zur Meinungsfreiheit stattfand, u.a. mit dem Mohammed-Karikaturisten Lars Vilks.
1 Toter, 3 Verletzte.

14. Februar 2015 Detroit (USA): Ein Moslem versichert sich, dass zwei Passanten keine Moslems sind und ermordet sie durch Messerstiche.

3. Februar 2015 Nizza (Frankreich): Ein Moslem sticht auf drei französische Wachsoldaten vor einer Synagoge ein und verwundet sie.

29. Januar 2015 Belfast (Nord-Irland): Moslem ersticht einen Passanten unter „Dschihad“-Rufen.

7. Januar 2015 Paris (Frankreich): ISIS-Anschlagsserie auf das religionskritische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ und den koscheren Supermarkt „Hyper Cacher“ mit zeitweiliger Geiselnahme.
17 Tote, 16 Verletzte. Sechs der Ermordeten waren Juden.

2014
22. Dezember 2014 Nantes (Frankreich): Ein Mann rammt mit seinem Fahrzeug unter „Allahu-Akbar“-Rufen in einen Weihnachtsmarkt.
Ein Toter, 9 Verletzte.

21. Dezember 2014 Dijon (Frankreich): Ein islamischer Konvertit überfährt Fußgänger unter Rufen „Für die Kinder von Palästina!“
13 Verletzte.

20. Dezember 2014 Joue-les-Tours (Frankreich): Ein Moslem attackiert einen französischen Polizisten mit einem Messer während er Allah preist.
3 Verletzte.

18. Dezember 2014 Morganton (USA): Ein ISIS-Anhänger erschießt einen 74-Jährigen mit mehreren Kopfschüssen.

25. September 2014 Moore (USA): Ein muslimischer Scharia-Prediger köpft eine Frau und verletzt einen anderen Passanten schwer während er zu islamischem Terror aufruft.

25. Juni 2014 West Orange (USA): Ein 19-jähriger Collegestudent wird als „Rache“ für das Töten von Moslems im Ausland erschossen.

24. Mai 2014 Brüssel (Belgien): Ein ISIS-Terrorist erschießt vier Menschen vor dem jüdischen Museum mit einer Kalaschnikow und flieht.

17. Mai 2014 Accrington (England): Ein Politiker wird von einem Moslem mit einem Messer ins Gesicht gestossen, weil er ein „Ungläubiger“ sei.

27. April 2014 Skyway (USA): Ein 30-Jähriger wird von einem muslimischen Fanatiker ermordet.

2013
28. Oktober 2013 Essex (England): Ein frommer Moslem ermordet eine Prostituierte, da sie zu dich an seiner Moschee arbeitet.

12. Oktober 2013 Stirling (Schottland): Ein Moslem verbrennt seine Frau für „zu westliches“ Verhalten. Die Frau stirbt.

4. August 2013 Eisenhüttenstadt (Deutschland): Zehn Islamisten dringen in die Wohnung eines verheirateten Paares im Asylaufnahmeheim ein und schlagen sie „wegen unsittlichem Verhalten“ so schwer, dass die Schwangere ihr Baby verliert und der Mann in stationäre Behandlung muss.

4. August 2013 Richmond (USA): Muslimischer Konvertit sticht einen Verkäufer „für Allah“ zu Tode.

25. Mai 2013 Paris (Frankreich): Ein Moslem sticht einen französischen Soldaten in den Hals und verwundet ihn.

22. Mai 2013 London (England): Zwei Moslems stechen im Namen Allahs den sich im Urlaub befinden Soldaten Lee Rigby ab und posieren vor Kameras.

7. Mai 2013 Roussillon (Frankreich): Ein Moslem, der kürzlich von der Wallfahrt nach Mekka zurückkam, verwundet einen Polizisten mit Messerstichen unter „Allahu Akbar“-Rufen.

23. April 2013 Paris (Frankreich): Ein Iraner attackiert unter „Allahu Akbar“-Rufen einen Rabbiner und seinen Sohn bei einer Synagoge und verwundet sie.

15. April 2013 Boston (USA): Anschlag auf den Boston-Marathon. Zwei muslimische Brüder zünden zwei Bomben in der Menge und liefern sich anschließend eine mehrere Tage andauernde Verfolgungsjagd und Schießereien mit der Polizei.
4 Tote, 265 Verletzte.

24. März 2013 Ashtabula (USA): Ein muslimischer Konvertit erschießt seinen christlichen Vater in einer Kirche während er Allah preist.

7. Februar 2013 Buena Vista (USA): Ein Moslem köpft zwei christliche Kopten.

5. Februar 2013 Kopenhagen (Dänemark): Ein Moslem schießt auf dänischen Journalisten Lars Hedegaard und verfehlt ihn knapp.

1. Januar 2013 Venedig (Italien): Fünfzehn arabische Jugendliche greifen einen jüdisch-amerikanischen Touristen an und prügeln ihn bewusstlos.

2012
24. Dezember 2012 Bonn (Deutschland): Islamisten schneiden einem Inder teilweise die Zunge raus, weil er ihr Angebot ablehnte zum Islam zu konvertieren.

12. November 2012 Houston (USA): Ein Moslem erschießt einen 28-jährigen Mann, der angeblich eine Frau zum Christentum konvertieren wollte.

19. September 2012 Sarcelles (Frankreich): Ein muslimischer Terrorist schmeißt eine Granate in einen Laden für koschere Lebensmittel.
Ein Verletzter.

29. August 2012 Berlin (Deutschland): Rabbiner Homolka wird von vier arabischen Moslems auf der Straße angegriffen, die ihn an seiner Kippa als Jude erkennen. Sie verprügeln ihn vor den Augen seiner sechsjährigen Tochter und drohen sie zu ermorden.

12. Juli 2012 Cardiff (Wales): Eine Mutter schlägt ihr sieben Jahre alten Sohn zu Tode, weil er nicht genug im Koran lernt.

9. Juni 2012 Brüssel (Belgien): Ein Islamist attackiert zwei Polizisten mit einem Messer auf einem Bahnhof und verwundet sie.

2. Juni 2012 Villeurbanne (Frankreich): Zehn Moslems greifen drei Kippa tragende, junge Juden mit Stahlstangen und Hämmern an und verwunden sie teils schwer.

28. Mai 2012 Moskau (Russland): Ein Moslem sticht 15 mal mit einem Messer auf einen Journalisten ein, der den Islam kritisierte.

28. Mai 2012 Luton (England): Islamisten vergewaltigen gezielt eine 19-jährige Sikh.

12. Mai 2012 Bonn (Deutschland): Zwei Polizisten werden während einer Demonstration von einem Islamisten mit einem Messer verwundet.

5. Mai 2012 Bonn (Deutschland): Ausschreitungen nach den „Mohammed-Karikaturen“. 29 Polizisten werden von „strenggläubigen Moslems“ mit Flaschen und Stangen verletzt.

11. März 2012 Toulouse und Montauban (Frankreich): Der muslimische Terrorist Mohammed Merah ermordet über mehrere Tage französische Soldaten und einen jüdischen Thoralehrer und seine drei Kinder vor der Ozar-HaTorah-Schule.
7 Tote, 5 Verletzte.

12. März 2012 Anderlecht (Belgien): Ein Sunnite zündet eine Bombe an einer schiitischen Moschee und tötet den Iman.
EinToter, ein Verletzter.

24. Januar 2012 Haugesund (Norwegen): Drei Moslems stechen auf zwei zum Christentum konvertierte, ehemalige Moslems ein und verwunden sie.

15. Januar 2012 Houston (USA): Ein frommer Moslem erschießt einen 30-jährigen zum Christentum Konvertierten.

2011
11. September 2011 Waltham (USA): Moslems schneiden drei Juden die Kehlen durch.

26. August 2011 Jären (Norwegen): Ein vom Islam zum Christentum Konvertierter wird mit kochendem Wasser und Säure angegriffen und überlebt.

30. April 2011 Pazardjik (Bulgarien): Ein vom Islam zum Christentum übergetretener Pastor wird vor seiner Gemeinde von einem muslimischen Mob blutig geschlagen.

2. März 2011 Frankfurt am Main (Deutschland): Mordanschlag am Frankfurter Flughafen. Ein Moslem erschießt unter „Allahu Akbar“-Rufen gezielt zwei amerikanische Soldaten und verletzt weitere schwer.
Zwei Tote, zwei Verletzte.

24. Januar 2011 Moskau (Russland) Terroranschlag von zwei Selbstmordbombern am Flughafen Moskau-Domodedowo.
36 Tote, 152 Verletzte.

2010
12. Dezember 2010 Feltham (England): Muslimische Gefangene schlagen einen Wärter zusammen unter „Tod dem Kuffar“-Rufen.

11. Dezember 2010 Stockholm (Schweden): Eine Autobombe und Selbstmordangriff eines irakischstämmigen Islamisten auf ein Einkaufszentrum verwundet zwei Passanten.

1. Mai 2010 New York City (USA): Fehlgeschlagener, versuchter Anschlag am Times Square.

30. April 2010 Straßburg (Frankreich): Moslems greifen einen Juden an und stechen ihn mit einem Messer in den Hals und schlagen ihn mit einer Eisenstange unter Rufen gegen die „Zionistische Verschwörung“.

23. April 2010 Leicester (England): Ein Sikh wurde unter „Allah“-Rufen brutal zusammengeschlagen.

26. März 2010 Berlin (Deutschland): Zwei junge jüdische Frauen und ein Mann werden in einer U-Bahn-Station gefragt, ob sie jüdisch seien. Kurz darauf erscheint eine Gruppe Moslems und schlägt die drei brutal zusammen und zerschmettert Flaschen auf ihren Köpfen.

20. Februar 2010 Huddersfield (England): Fünf Moslems erschlagen einen Sikh-Verkäufer mit einem Hammer.

12. Januar 2010 Paris (Frankreich): Eine Theaterschreiberin wird von Moslems mit Benzin überschüttet und fast angezündet, da sie muslimische Männer negativ darstelle.

2009
25. Dezember 2009 (USA) Nordwest-Airlines-Flug 253: Der als „Unterhosenbomber“ bekannte Terrorist versuchte vergeblich mit einer explosiven Substanz die Maschine mit 278 Passagieren kurz vor der Landung in Detroit in die Luft zu sprengen.

4. Dezember 2009 Binghamton (USA): Ein muslimischer Student ersticht einen nicht-muslimischen Professor aus Rache „für die Verfolgung von Moslems“.

5. November 2009 Fort Hood (USA): Ein muslimischer Armee-Psychiater erschießt 13 unbewaffnete amerikanische Soldaten in ihrer Basis während er Allah lobt.
13 Tote, 31 Verletzte.

19. August 2009 Jette (Belgien): Ein Moslems greift einen Mitarbeiter in einem Schönheitssalon an und verletzt ihn, weil der Islam Makeup verbiete.

30. April 2009 Manchester (England): Ein Sikh wird „unprovoziert“ von einem muslimischen Mob zu Tode geprügelt.

15. März 2009 London (England): Ein christlicher, islamkritischer Geistlicher wird von Moslems schwer zusammengeschlagen.

1. Juni 2009 Little Rock (USA): „Im Namen Allahs“ erschießt ein Moslem einen amerikanischen Soldaten in einem Musterrungszentrum.

2008
31. Dezember 2008 Odense (Dänemark): Ein Moslem eröffnet das Feuer auf zwei jüdische Verkäufer in einem Einkaufszentrum und verwundet sie.

14. Dezember 2008 West Yorkshire (England): Ein muslimischer Jugendlicher sticht auf einen 51-Jährigen ein und verletzt ihn, da dieser sich in einem Gebiet unter „muslimischer Kontrolle“ befinde.

19. November 2008 Woolwich (England): Ein algerischer Moslem, der abgeschoben werden sollte, prügelt einen Homosexuellen zu Tode, der ihm eine Bleibe angeboten hatte.

18. September 2008 Crawley (England): Ein Moslems ruft etwas über den Koran, während er auf den Kopf einer Passantin einsticht und diese verletzt.

20. Juni 2008 Paris (Frankreich): Moslems prügeln einen 17-jährigen ultraorthodoxen Juden ins Koma.

28. Februar 2008 Odenwald (Deutschland): Drei christlich-orthodoxe Geschäftsreisende aus Georgien werden von Moslems auf ein einsames Gehöft gebracht. Dort erschießen die Täter zwei der Christen und schächten später den Dritten, weil diese „Ungläubige“ seien. Einer der Täter war ein V-Mann des Landeskriminalamts, der durch Blutspuren in seinem LKA-Wagen überführt wurde.

2007
23. Oktober 2007 Leeds (England): Ein Moslem ersticht eine 19-jährigen Katholin, die „zu provozierend“ gekleidet war.

30. Juni 2007 Glasgow (Schottland): Versuchter Anschlag auf den Flughafen Glasgow. Islamisten rammen ein mit Benzinkanistern gefülltes Auto in die Einganghalle des Flughafens, in der Hoffnung eine große Explosion zu erzeugen, die aber ausbleibt.
5 Verletzte.

29. Juni 2007 London (Großbritannien): Zwei Autobomben werden zufällig entdeckt und können entschärft werden. Die Täter waren zwei Moslems.

2006
31. Juli 2006 Köln (Deutschland): Zwei Kofferbomben in deutschen Regionalzügen zünden, explodieren aber nicht. Die Täter fliehen ins Ausland und werden später als zwei libanesische Moslems identifiziert, die u.a. in Deutschland studierten.

16. Juni 2006 Baltimore (USA): Ein 62-jähriger Jude wird ohne Anlass von einem muslimischen Medizinstudenten erschossen.

25. Juni 2006 Denver (USA): Ein Moslem eröffnet nach „Anweisungen von Allah“ das Feuer auf vier Kollegen und einen Polizisten.
Ein Toter, 5 Verletzte.

28. Juli 2006 Seattle (USA): Ein amerikanischer Moslem nimmt ein kleines Mädchen als Geisel und verschafft sich Zutritt in ein jüdisches Zentrum, wo er auf sechs Frauen schießt.
Eine Tote, 5 Verletzte.

13. Februar 2006 Saint Genevieve des Bois (Frankreich): Der junge Jude Ilan Halimi wird von einer moslemischen Bande in einen Hinterhalt gelockt und entführt. Über drei Wochen wird er abwechselnd von etwa 20 Moslems, darunter Teenagern, gefoltert und verbrannt, während die Gruppe auch versucht Lösgeld zu erhalten („Juden haben Geld“). Die Polizei, die die Ermittlung geheimhält, versagt und findet ihn nicht, bis die Bande ihn halbtot auf eine Straße schmeißt. Er stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus.

2005
7. November 2005 Paris (Frankreich): Der 61-jährige Rentner Jean-Jacques Le Chenadec wird von moslemischen Jugendlichen zu Tode geprügelt, da er versuchte ein Feuer zu lösen, dass sie entfacht hatten.

23. Oktober 2005 Birmingham (England): Pakistaner erstechen einen 24-jährigen Christen.
Ein Toter, ein Verletzte.

7. Juli 2005 London (England): Auch bekannt als 7/7. Vier muslimische Selbstmordattentäter sprengen ihre Rucksackbomben in kurzer Abfolge in drei Londoner U-Bahnen und einen Doppeldeckerbus in die Luft.
56 Tote, 750 Verletzte.

2004
2. November 2004 Amsterdam (Holland): Der niederländische, islamkritische Regisseur Theo van Gogh wird von einem Moslem auf offener Straße auf seinem Fahrrad achtmal angeschossen. Aus nächster Nähe schießt der Täter weitere Schüsse und rammt zwei Messer und einen Zettel mit einem Bekennerschreiben und Drohungen in den Körper des Regisseurs.
Ein Toter, ein Verletzter.

8. Oktober 2004 Paris (Frankreich): Islamistische Extremisten zünden eine Bombe vor der indonesischen Botschaft.
10 Verletzte.

1. September 2004 Beslan (Russland): Geiselnahme von Beslan. Über einige Tage werden hauptsächlich Kinder von einer Gruppe von Islamisten ermordet und als Geiseln genommen. Letztendlich zünden die Terroristen Bomben und töten über dreihundert Kinder, Erzieher und Mütter.
360 Tote, 614 Verletzte.

24. August 2004 Moskau (Russland): Bewaffnete Moslems entführen zwei russische Passagiermaschinen und ermorden alle 89 Passagiere, einschließlich Frauen und Kinder.

9. Juli 2004 Moskau (Russland): Ein amerikanischer Journalist des Forbes-Magazines wird von Islamisten ermordet.

9. Juni 2004 Brixton (England): Ein 21-Jähriger wird von einer muslimischen Bande erstochen, da er sich weigert zum Islam zu konvertieren.

11. März 2004 Madrid (Spanien): Madrider Zuganschläge. Islamisten zünden zehn koordinierte Bomben in Passagierzügen und töten über zweihundert Menschen. Drei Wochen später werden sieben der Täter aufgespürt und sprengen sich unter Koranzitaten in die Luft.
202 Tote, 1852 Verletzte.

6. Februar 2004 Moskau (Russland): Muslimische Selbstmordattentäter sprengt eine Moskauer U-Bahn in die Luft. 40 Tote, 134 Verletzte.

2003
19. November 2003 Paris (Frankreich): Zwei Juden werden in zwei verschiedenen Angriffen von Moslems ermordet. Einem Opfer wird die Kehle durchgeschnitten und die Augen ausgestochen. Einer 53-jährigen Mutter wird in Hals und Brust gestochen.

6. August 2003 Houston (USA): Frommer muslimischer Collegestudent schneidet die Kehle eines jüdischen Kommilitonen durch und trennt fast seinen Kopf ab.

5. Juli 2003 Moskau (Russland): Zwei muslimische Selbstmordattentäter sprengen sich während eines Rockkonzerts in die Luft.
14 Tote, 24 Verletzte.

14. Januar 2003 Manchester (England): Muslimischer Terrorist ermordet einen Polizisten.
1 Tote, 3 Verletzte.

2002
2002 Westküste (USA): Zwei zum Islam konvertierte Afroamerikaner begehen eine monatelange Serie von Scharfschützenanschlägen an ahnungslosen Passanten u.a. beim Tanken oder Parken.
17 Tote, 10 Verletzte.

2001
22. Dezember 2001 Paris/Miami (Frankreich/USA): Der sogenannte versuchte Schuhbombenanschlag. Ein muslimischer El-Kaida-Terrorist versucht den American-Airlines-Flug 63 mittels einer Plastiksprengstoffbombe in seinem Schuh zum Absturz zu bringen. Der Sprengstoff zündet nicht, da er vom Schuhschweiß feucht wurde.

11. September 2001 New York City (USA): Terroranschläge vom 11. September 2001. Neunzehn El-Kaida-Islamisten, hauptsächlich saudischer Herkunft, bringen mit Teppichmesser vier Passagierflugzeuge an der amerikanischen Ostküste in ihre Gewalt. Zwei Flugzeuge rammen die Terroristen in die zwei Türme des World Trade Centers, wobei Tausende Menschen sterben. Ein weiteres Flugzeug rammen sie in das Pentagon, wo etwa 200 Menschen ermordet werden. Das vierte Flugzeug, das die Terroristen offenbar in das Capitol oder Weiße Haus in Washington rammen wollten, stürzt vorher ab, da die Passigere gegen die Terroristen vorgehen.
2.977 Tote, mehr als 6.000 Verletzte.

2000
17. März 2000 Atlanta (USA): Ein Imam erschießt einen Polizisten und verletzt seinen Partner.

Prämie für einen Kindermord

4. Juli 2016

In der Nähe von Hebron hat ein 17-jähriger Palästinenser ein schlafendes 13-jähriges jüdisches Mädchen in dessen Bett erstochen. Sowohl die Mutter des Attentäters als auch die Palästinensische Autonomiebehörde von Mahmud Abbas lobpreisen die Tat öffentlich, es gibt sogar eine finanzielle Belohnung dafür. Das wirft ein grelles Schlaglicht auf die Verfasstheit der palästinensischen Gesellschaft.

Hallel-und-Rina-Ariel

Hallel und Rina Ariel

Gerade als die Zahl der heimtückischen Angriffe, die seit Oktober 2015 von Palästinensern bevorzugt mit Messern und anderen Stichwerkzeugen auf jüdische Israelis verübt werden, merklich zurückgegangen war, ereignete sich in einem Vorort der Großsiedlung Kiryat Arba bei Hebron ein besonders niederträchtiger Mord. Am vergangenen Donnerstagmorgen überwand dort der 17-Jährige Mohammed Nasser Tarayra aus der palästinensischen Ortschaft Bani Na‘im einen Sicherheitszaun, der die israelische Siedlung umgibt, drang in das Haus der Familie Ariel ein, fand das Kinderzimmer und ermordete mit acht Stichen die schlafende 13-jährige Hallel Jaffa in ihrem Bett. Zwei Sicherheitskräfte – die automatisch alarmiert worden waren, als Tarayra über den Zaun geklettert war – und der Vater des Mädchens versuchten, den Attentäter zu überwältigen. Einer der Wachleute erlitt dabei Stichverletzungen, der andere erschoss den Mörder schließlich.

Die Journalistin Chaya Tal hat die grauenvollen Geschehnisse in einem Blogbeitrag mit dem Titel „Hallels letzter Tanz“ eindrucksvoll rekonstruiert. Die Lektüre macht angesichts der Ungeheuerlichkeit und Grausamkeit der Tat fassungslos. Wie kommt es, dass ein nicht einmal volljähriger Mensch sich dazu entschließt, ein schlafendes Kind mit einem Messer zu töten? Wenn man sich auf die Spurensuche begibt, nähert man sich einer Antwort zumindest ein wenig. Chaya Tal macht beispielsweise deutlich, dass es sich bei Mohammed Tarayras Wohnort um ein regelrechtes Terroristennest handelt: „Bani Na‘im, ebenso wie die gesamte Umgebung von Hebron, ist durchsetzt von Terrorzellen der Hamas und anderer islamistischer Terrororganisationen.“ Zahlreiche Palästinenser, die Zivilisten und Soldaten innerhalb und außerhalb der „Grünen Linie“ attackiert hätten, stammten aus dieser Region: „So die drei Attentäter, welche in diesem Monat die Terrorattacke im Sarona-Zentrum in Tel Aviv zu verantworten hatten; der Attentäter, der vor etwa einem halben Jahr Jakov Don und Ezra Schwarz in einem Stau bei Alon Shevut erschoss; der Mörder von Dalia Lemkos im Oktober 2014“. Auch die Entführer von Eyal Yifrah, Gilad Shaer und Naftali Frenkel – drei Jugendlichen, die auf den Tag genau zwei Jahre vor dem Mord an Hallel tot auf einem Feld nahe Hebron gefunden wurden – kamen von dort. Die islamistischen Täter haben also offenkundig ein Umfeld, das sie deckt und anspornt.

„Mein Sohn ist ein Held, ich bin stolz auf ihn“

Wenn man sich dann vergegenwärtigt, wie Mohammeds Mutter auf die Tat und den Tod ihres Sprösslings reagiert hat, wird klar, dass der Rückhalt auch aus dem engsten Familienkreis kommt. „Mein Sohn ist ein Held, ich bin stolz auf ihn“, sagte sie in einem Video, das in palästinensischen sozialen Netzwerken verbreitet wurde. Mohammed sei „als Märtyrer gestorben, der Jerusalem und die Al-Aqsa-Moschee verteidigte“. Mit Allahs Wille werde „die gesamte palästinensische Jugend diesem Weg folgen“. Unweigerlich denkt man an etwas, das Golda Meir bereits 1957 in einer Rede vor dem National Press Club in Washington in ihrer Funktion als israelische Außenministerin gesagt hatte: „Frieden wird es geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.“ Als folgsames Kind hatte Mohammed Tarayra, so berichtet es Arutz Sheva unter Berufung auf Freunde und Angehörige des Attentäters, auf seiner Facebook-Seite in den Wochen vor der Tat mehrfach sein Bedürfnis geäußert, als „Schahid“ zu sterben. Demnach wollte er so seinen Cousin rächen, der von israelischen Soldaten getötet wurde, als er in der Nähe von Kiryat Arba mit einem Auto einen anderen Soldaten angefahren hatte.

Doch nicht nur die Mutter des Mörders war mit der Tat einverstanden, auch die Palästinensische Autonomiebehörde und die Fatah rühmten sie umgehend. Beide nannten Mohammed Tarayra einen „Märtyrer“; auf der offiziellen Facebook-Seite der Fatah wurde er als Held verehrt, der „in seiner Operation eine Siedlerin getötet und einen Siedler verletzt“ habe. Damit steht auch fest, dass Mohammeds engste Angehörige in den Genuss jener behördlichen Prämie kommen werden, die monatlich an die Familien von antijüdischen Attentätern ausgezahlt wird. Diese Boni werden bereits seit vielen Jahren gewährt, auch (und vor allem) in israelischen Gefängnissen einsitzende palästinensische Häftlinge erhalten sie nach wie vor. Zwar drohten die USA und die EU vor zwei Jahren, ihre finanziellen Zuwendungen an die Autonomiebehörde einzustellen, sollte diese nicht damit aufhören, die Zuschüsse an Verbrecher und deren Angehörige weiterzuleiten. Doch seitdem werden die Gelder für die Terroristen und ihre Familien einfach von einer Kommission der PLO überwiesen. Judenmord zahlt sich also buchstäblich aus, und je mehr Juden ein Terrorist tötet, desto höher ist seine Belohnung.

Darüber hinaus stacheln die Autonomiebehörde und die Fatah Kinder und Jugendliche auch ideologisch gezielt dazu auf, Juden anzugreifen und zu ermorden. Im Januar dieses Jahres beispielsweise erklärte dem israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet zufolge ein 15-Jähriger, der die Israelin Dafna Meir in der Ortschaft Otniel mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt hatte, er habe vor seinem Angriff regelmäßig das Programm des offiziellen Fernsehsenders der Autonomiebehörde geschaut, in dem Israel als Staat dargestellt werde, der „palästinensische Jugendliche tötet“. Am Tag des Mordes habe er unter dem Eindruck der Fernsehsendungen schließlich die Entscheidung getroffen, mit einem Messer auf einen Juden oder eine Jüdin loszugehen.

Aufstachelung zum Judenmord von offizieller Seite

Aufmarsch anläßlich des 51. Jahrestag der Gründung der Fatah

Aufmarsch anläßlich des 51. Jahrestag der Gründung der Fatah

Wie die Fernsehsender der Autonomiebehörde und der Fatah die Palästinenser – auch und gerade die jüngsten von ihnen – zum Hass auf Israelis erziehen, dokumentiert Palestinian Media Watch immer wieder. In den Schulen wird dieser Hass ebenfalls gezielt verbreitet, das Gleiche gilt für die sozialen Netzwerke. Die Fatah ließ bei den „Feierlichkeiten“ zum 51. Jahrestag ihrer Gründung sogar Kinder mit Sprengstoffgürteln aufmarschieren. „Offizielle Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde behaupten, unsere Kinder träfen diese Entscheidung unabhängig und dass niemand sie losschickt, um Terroranschläge zu verüben“, schrieb der palästinensische Wissenschaftler und Publizist Bassam Tawil. „Aber in Wirklichkeit weiß jeder Palästinenser, dass hinter diesen angeblich ‚unabhängigen‘, ‚spontanen‘ Angriffen eine organisierte, wohl überlegte Aufstachelung steckt, teilweise von Politikern und teilweise von durch Kleriker ausgegebenen Fatwas.“

Wenn die Kinder dann bei der Ausübung ihrer Mordtaten getötet würden, so Tawil weiter, behaupteten sowohl die Autonomiebehörde als auch die Fatah, dass die Israelis sie hingerichtet hätten. Sie verklärten diese Minderjährigen und machten aus ihnen „Vorbilder für andere Loser-Kids“. Sie schickten „Minderjährige los, um ihre schmutzige Arbeit zu erledigen, während sie genau wissen, dass diese wahrscheinlich von den israelischen Sicherheitskräften getötet werden“. Es quäle ihn zu sehen, schrieb Tawil, „wie diese jungen Menschen zu Schnäppchen-Material gemacht werden“. Die Kinder würden geopfert „durch eine zynische Palästinenserführung, die eine finstere Kultur von Mord und Tod nährt“. Jeder, der junge Menschen losschicke, damit diese töten und getötet werden, sei „selbst ein Mörder“.

Es sei daran erinnert, dass der Präsident der Autonomiebehörde und der Vorsitzende der Fatah ein gewisser Mahmud Abbas ist. Jener Abbas, der vor wenigen Tagen als Gast der Europäischen Union vor deren Parlament sprechen durfte und die Gelegenheit zu einer antisemitischen Hetzrede nutzte. Die Abgeordneten applaudierten gleichwohl stehend, ihr Präsident Martin Schulz bedankte sich ausdrücklich bei Abbas und nannte dessen Ansprache via Twitter sogar „anregend“. Die EU unterstütze „das Streben der großen Mehrheit der Palästinenser nach Frieden und Versöhnung“, schrieb Schulz weiter. Man kann das inzwischen nur noch als Drohung verstehen.

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Dieser Artikel ist zuerst bei mena-watch erschienen. Die Veröffentlichung bei Mission Impossible erfolgt mit der freundlichen Genehmigung des Autors.

Der Verrat an der Aufklärung und Islamisches Erwachen

26. Januar 2016
iran1970

Iranische Studentinnen an der Universität in Teheran im Jahr 1971 ohne Zwangsverschleierung

Die islamische Revolution im Februar 1979 im Iran unter der Führung des Ajatollah Chomeini leitete die Re-Islamisierung des Nahen und Mittleren Ostens, sowie weiter Teile Afrikas ein. Bereits in dieser Zeit wurde die Islamische Revolution nicht nur von der deutschen Regierungsseite, sondern auch von vielen Linken aus der grün-alternativen Szene gefeiert, obwohl im Iran linke Oppositionelle tausendfach gefoltert und hingerichtet wurden, obwohl durch die islamische Scharia die iranische Bevölkerung terrorisiert, minderjährige „Ehebrecherinnen“ gesteinigt und erhängt, Homosexuelle, gleich welchen Alters an Baukränen erhängt wurden. Frauen werden spätestens seither im Iran, sowie in so gut wie allen anderen islamischen Ländern als Menschen zweiter Klasse behandelt. In vielen islamischen Ländern müssen sich Frauen verschleiern, dürfen ohne Erlaubnis ihres Mannes, Bruders oder Vaters das Haus nicht verlassen. Junge Männer und Frauen haben in den meisten islamischen Ländern durch die religiös begründete Geschlechterseparierung in Schule, Arbeit und Alltag kaum die Möglichkeit Beziehungen zueinander aufzubauen.

Bereits 1979 begeisterte sich Joschka Fischer, der spätere Außenminister, im „Pflasterstrand“ für die iranischen „Kader und Führer die sich aus der Priesterschaft rekrutieren“, die eine „ der mächtigsten und sichersten, weil brutalsten und reichsten Diktaturen von Amerikas Gnaden binnen eines Jahres durch eine revolutionäre Massenbewegung ohne Waffen bis ins Mark erschüttert“ haben und damit „ins Herz des westlichen Fortschrittsglaubens“ getroffen haben.

Die Grundpfeiler der islamistischen Herrschaftsideologie sind ein eliminatorischer Antisemitismus, eine umfassende Kritik an der westlichen Moderne mit dem entsprechenden Frauenbild und dem Dschihad mit seinen islamistischen Terroristen und Selbstmordattentätern. Die islamistische Ideologie ist hauptverantwortlich für die unzähligen Missstände in den meisten islamischen Ländern. Es gibt kein islamisches Land in dem sich die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse an Demokratie, Menschenrechten, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Aufklärung und Religionsfreiheit orientieren. Selbst in der Türkei, einem der fortschrittlichsten muslimisch geprägten Länder gibt die staatliche Religionsbehörde fast täglich neue Fatwas heraus, die der Frau ausschließlich die Rolle eines beliebig zu benutzenden Sexobjektes zuweisen. Die türkische Behörde für Religiöse Angelegenheiten untersagt mittlerweile verlobten Paaren in der Türkei, Händchen zu halten.

Die Stärkung der Rechte der Frauen während der „Weißen Revolution“ im Iran, Mitte der 1960er Jahre empfanden Ruhollah Chomeini und seine Mitstreiter als einen Angriff auf den Islam. Mit der Re-Islamisierung der arabischen und persischen Welt und weit darüber hinaus veränderte sich nicht nur das Straßenbild in diesen Ländern. Als beispielsweise in den 1970er Jahren in Karo kaum eine Frau ein Kopftuch trug gab es so gut wie keine öffentliche sexuelle Belästigung. Mit der zunehmenden Islamisierung Algeriens und Marokkos kann heute schon das Tragen eines Rockes zu Übergriffen führen. Selbst in der Türkei kommt es regelmäßig zu sexuellen Übergriffen auf dem Taksim-Platz in Istanbul wenn sich große Menschenansammlungen dort befinden.

In beinahe allen Ländern der islamischen Welt kämpfen seit Jahren viele Oppositionelle unter Lebensgefahr gegen dieses islamistische Weltbild. Obwohl dieses Weltbild, vielfach sexuell frustrierte frauenfeindliche Männer produziert, obwohl diese Ideologie tausende islamistische, antisemitische Terroristen hervorbringt gibt es hierzulande nach wie vor Linke aus dem grün-alternativen Spektrum oder Steinzeit-Feministinnen welche diese mittelalterliche Ideologie verharmlosen oder die entsprechenden Taten tabuisieren oder relativieren.

So gut wie nach jedem islamistischen, oft antisemitisch motivierten Terroranschlag, ob nun in Israel oder in Frankreich, ob nun gegen Juden, gegen Karikaturisten, Menschen die ein Fußballspiel sehen wollen oder sich bei einem Rockkonzert amüsieren wollen, kommt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Aussage von deutschen „Islamexperten“, dass dies alles nichts mit dem Islam zu tun habe.

Nachdem islamisch sozialisierte Männer in der Kölner Sylvesternacht Frauen zu Freiwild erklärten, sie aus einer Gruppe von rund tausend arabischen Männern die Frauen für ihre sexuellen Übergriffe und Raubdelikte einkreisten, es dabei zu über 800 Anzeigen kam, rund die Hälfte davon wegen sexueller Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung, sprangen die Verteidiger der islamischen Ideologie den Tätern sofort zur Seite, verharmlosten und relativierten die Taten.

afgh 2015Claudia Roth relativierte beispielshalber: „Es gibt auch im Karneval oder auf dem Oktoberfest immer wieder sexualisierte Gewalt gegen Frauen.“ Jakob Augstein verharmloste: “Ein paar grapschende Ausländer und schon reisst bei uns der Firnis der Zivilisation.” Die Prinzessinenreporter schrieben: „Warum derzeit 80 Tatverdächtige keine 1000 Täter sind“ und selbst in der Jungle World verniedlichte Ivo Bozic: „In vielen Ländern der Welt ist das Frauenbild insgesamt konservativer als in Deutschland“.

Bei den Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen im  August 1992 agierten einige hundert rechtsextreme Randalierer aus einer Menge von rund 3.000 applaudierenden Zuschauern, die den Einsatz von Polizei und Feuerwehr behinderten. Wäre zu der Zeit irgendein Linker auf die Idee gekommen zu schreiben, warum ein paar hundert Rechtsradikale keine 3.000 Täter sind? Wohl kaum.

Relativierungen und Tabuisierungen von Islamismus und Antisemitismus sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Wenn Integration gelingen soll, dann müssen die Probleme offen angesprochen werden, wenn sie irgendwann gelöst werden sollen. Die Frauenverachtung der islamischen Welt ist Ergebnis der islamischen Ideologie. Der menschenverachtende islamische Terrorismus von der Hamas über Boko Haram bis zum Islamischen Staat hat seine Grundlage in der islamischen Ideologie. Die Leugnung dieses Faktums hilft weder den Opfern des Terrors, noch wird dadurch zukünftig ein Menschenleben gerettet oder die Emanzipation der Frau in der islamischen Welt befördert. Die ersten Opfer der islamistischen Ideologie mit ihrer Frauenverachtung, ihrem Antisemitismus und ihrer Despotie sind die säkularen Kräfte in den muslimischen Ländern. Diese Menschen würden sich den Beistand einer aufgeklärten europäischen emanzipatorischen Linken wünschen. Darauf warten die muslimischen ReformerInnen freilich vergeblich und das seit über 30 Jahren. Es ist ein Irrglaube zu meinen, dass durch die Tabuisierung oder Verharmlosung des Islamismus weniger Flüchtlingsheime von Nazis in Brand gesteckt werden würden. Islamisten und deutsche Nazis sind Brüder im Geiste. Ihr Terror ist menschenverachtend. Es reicht nicht nur gegen die Nazis von Rostock-Lichtenhagen oder Heidenau zu protestieren. Wer die  Menschenjagd von Köln relativiert, wer den islamistischen Terror von New York, Beslan, Madrid, London, Toulouse oder Paris oder Jerusalem verharmlost, spielt in einer Liga mit den Nazis von Rostock-Lichtenhagen oder Heidenau.

„Gegen diese Entwicklung eines außer Rand und Band geratenen Islams, dessen Schizophrenie sich diesmal vor dem Kölner Hauptbahnhof ausgetobt hat, gibt es nur ein Mittel, soll die Entwicklung nicht in Richtung Regression weitergehen: Der Islam muss die gleiche Kritik aushalten lernen, wie das Christentum sie hat aushalten müssen. Doch die hiesige seriöse Islamkritik besteht bisher aus einer Handvoll Frauen und Männern, die von den Islamverbänden als „islamophob“ abgelehnt werden. Das muss sich ändern.

Ebenso muss der Resonanzboden für die liebedienerische Haltung des hiesigen linken Spektrums gegenüber jedwedem Obskurantismus verschwinden, sobald dieser nur das Etikett „muslimisch“ trägt. Diese Liebedienerei ist zwar verständlich, teilt die fundamentalistisch-muslimische Welt doch die anti-amerikanische, antiwestliche und antiisraelische Aggressivität, die das Lebenselixier der deutschen Linken ausmacht. Sie ist gemeingefährlich, weil sie in ihrer Verbundenheit mit dem fundamentalistisch festgefahrenen Islam unbesehen jenes „Ungeheuer“ in Kauf nimmt, das der muslimische Philosoph Abdennour Bidar sich aus diesem entwickeln sieht“, schreibt der ehemalige ARD-Korrespondent Samuel Schirmbeck sehr richtig in der konservativen FAZ. Es ist traurig kaum vergleichbare Analysen in linken Zeitungen zu lesen.

Übrigens, wer meint in Afghanistan mussten Frauen schon immer in Burkas herumlaufen irrt. Diese Bilder aus Afghanistan stammen aus den 1960er Jahren. Der amerikanische Uni-Professor Dr. Bill Podlich arbeitete von 1967 bis 1969 für die UNESCO in Afghanistan und machte dabei diese Bilder:

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Das Breitenbergersche Korrelationsgesetz und die Frauenjagd von Köln

13. Januar 2016

koelnDie Theorie des Breitenbergerschen Korrelationsgesetzes bezeichnet ein typisches Muster von Ansichten die ein Potential für anti-emanzipatorische Einstellungen bilden:

Die Verharmlosung oder Befürwortung der „Israelkritik“ von Jakob Augstein oder Günter Grass verhält sich proportional zur Verharmlosung der islamistischen Frauenverachtung oder islamistischer Terrorakte.

Formel: I = K mal F

wobei I= Israelkritik Augstein/Grass – F=islamistische(r) Frauenverachtung/Terror – K=Kritikerkonstante

(K impliziert den individuellen Israelhass, individuelle Frauenverachtung, antimoderne Haltung, Schuldabwehr, usw)

Untermauerung:

Wer einerseits nur kleinlaut oder nicht gegen das antisemitische Gedicht von Günter Grass protestiert, wer nur kleinlaut oder nicht gegen die antisemitischen Aussagen von Jakob Augstein in SPON und seinen Anhängern in seinem antizionistischen „Freitag“ widersprochen hat, wird andererseits mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die sexuellen Übergriffe von sexuell frustrierten Muslimen in Köln oder die terroristischen Anschläge in Paris verharmlosen oder relativieren und wird sich letztendlich in allen Fällen auf seinen zweifelhaften Anti-Rassismus berufen.

Ergänzende Zitate:

„Ein paar grapschende Ausländer und schon reisst bei uns Firnis der Zivilisation“ Jakob Augstein am 7. Januar 2016

„Einige Frauen sollten darüber nachdenken, ob es klug ist, leicht bekleidet und angetrunken, sich zwischen Horden von alkoholisierten Männern zu begeben. Generell trägt die Frau aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Verantwortung, wenn sie sich aus dem Haus begibt. Man kann nicht vor einem Löwen eine nackte Antilope werfen und erwarten, dass bei dem Löwen sich nichts regt. Es ist erstaunlich, dass im Biologieunterricht so viel über das Paarungs- und Sexualverhalten der Lebewesen unterrichtet wird, aber diese Regeln im Alltag komplett missachtet werden.
Und weil viele Nichtmuslime ständig betonen, dass wir in einem christlichen Land leben, rufen wir dazu auf, dass Frauen hierzulande sich christlich kleiden sollten. Maria, die Mutter von Jesus, hat vorgelebt, wie eine christliche Frau sich zu kleiden hat. Es wäre also für einige Frauen sehr empfehlenswert Maria als Vorbildfunktion zu nehmen und nicht Lady Gaga.“ Muslimstern am 7. Januar 2016

„Es gibt auch im Karneval oder auf dem Oktoberfest immer wieder sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Ein großer Teil der derzeitigen Empörung richtet sich aber nicht gegen sexualisierte Gewalt, sondern auf die Aussagen, dass die potenziellen Täter nordafrikanisch und arabisch aussehen.“ Claudia Roth am 8. Januar 2016

„Ehrlich gesagt, massenhafte Vergewaltigungen oder Ansätze davon in der muslimischen Welt, das ist wirklich ein Ammenmärchen.“ Aiman Mazyek am 13. Januar 2016

Quintessenz:

Josef Schuster, der Zentralratsvorsitzende der Juden in Deutschland, sagte im November 2015:

„Viele der Flüchtlinge fliehen vor dem Terror des Islamischen Staates und wollen in Frieden und Freiheit leben, gleichzeitig aber entstammen sie Kulturen, in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil sind. Denken Sie nicht nur an die Juden, denken Sie an die Gleichberechtigung von Frau und Mann oder den Umgang mit Homosexuellen.“

Für diesen richtigen Satz wurde Schuster vehement von allen möglichen selbsternannten „Anti-Rassisten“ angegriffen. Richtig bleibt, wer den eliminatorischen islamischen Antisemitismus und den Terrorismus von der Hamas bis zum Islamischen Staat ignoriert oder verharmlost, wer das islamische Frauenbild mit seinen Verschleierungsgeboten, seinen sexuellen Verboten und Scharia-Gesetzen nicht eindeutig kritisiert, wer die Frauenjagden von Köln und Kairo mit ihren Einkreisungstaktiken verharmlost oder relativiert und wer gegen die Verfolgungen von Homosexuellen in der islamischen Welt nicht unmissverständlich protestiert ist mit seiner Ideologie ein Angriff auf die Zivilisation.

Arabische Frauenjägergruppen erklärten zu Sylvester in Köln Frauen zu Freiwild und agierten mit ihrer „Tahir-Platz-Taktik“ („taharrush gamea„) aus einer Gruppe von rund tausend Männern. Dabei kreisten die, vermutlich durch ihre islamische Sozialisation, sexuell frustrierten Männer in Gruppen von zehn bis zu fünfzig Mann die Frauen für ihre sexuellen Übergriffe und Raubdelikte ein. Zumindest Teile dieser „Tausend- Männer-Gruppe“ verstellten der Polizei absichtlich den Weg um die hilferufenden Frauen wehrlos zu halten. Rund 650 Anzeigen (circa 45 % davon wegen sexueller Übergriffe bis zur Vergewaltigung) gingen bis jetzt bei der Polizei in Köln ein.

Es gilt allen Formen der Barbarisierung, von den islamischen, antisemitischen, frauenfeindlichen Banden über die antisemitischen Pseudolinken wie den deutschen Nazibanden, entschieden entgegen zu treten und ihren gemeinsamen Nenner zu betonen.

Update 17.1.2016

Der von der mittlerweile islamistischen Türkei inhaftierte Fernseh- und Zeitungsjournalist, der Chefredakteur der Tageszeitung „Cumhuriyet“ Can Dündar schreibt aus seiner Zelle:

„Das, was in der Silvesternacht in Köln passiert ist, kam uns Türken wohlbekannt vor. Es war dasselbe, was sich jedes Jahr auf dem größten Platz von Istanbul, dem Taksim-Platz, zuträgt. Ein Ausdruck einer konservativen Machokultur und des Hungers auf Frauen, den diese selber produziert; Ausdruck einer Kultur, die in der Schule, bei der Arbeit, in allen Bereichen des Lebens Frauen von Männern trennt und versucht, sie in ihrer Rolle als Mütter zu Hause einzusperren.

In der Türkei kämpfen seit Jahren Frauen und Männer unter Lebensgefahr gegen dieses Weltbild und für ein laizistisches, modernes Leben und eine demokratische Republik. Sie sind davon überzeugt, dass man sich nicht mit den Symptomen, sondern mit den Ursachen auseinandersetzen und eine Politik entwickeln muss, die diese Ursachen bekämpft.

Auf welcher Seite aber stehen die westliche Welt und die Europäische Union und insbesondere Deutschland und Frau Merkel, wenn diese beiden verschiedenen Auffassungen in Istanbul oder in Köln aufeinanderprallen? Wir kennen die Antwort auf diese Frage. Und genau darum lächeln wir bitter, wenn wir von Merkels harter Reaktion auf die Angreifer von Köln hören.

Doch Antworten wie “Lasst uns die Grenzen schließen”, “Lasst uns die Flüchtlinge aus dem Land jagen”, “Lasst uns Geld bezahlen, damit sie in einem fernen Land in Lagern gesammelt werden” lösen das Problem nicht. Die Welt von heute ist zu kosmopolitisch, sie kennt keine sterilen Grenzen eines Kontinents, eines Landes oder auch nur eines Platzes.“

 

Der 30-jährige Krieg des Islam und die Flüchtlingswanderung

31. Oktober 2015

syrien Über den Zerfall der arabisch-islamischen Staaten, den Syrienkrieg, die Flüchtlingswanderung, den Islamischen Staat, den Niedergang des bürgerlichen Humanismus in Europa und die Neuordnung im Nahen Osten

Nach den historischen Niederlagen und Deformationen der Befreiungsvisionen fällt das überwiegende Bewusstsein auf allen Kontinenten in nationale, ethnische, tribale, religiöse, rassistische und faschistische Bindungen und Wahnvorstellungen zurück. In Europa kommt der bürgerliche Humanismus unter die Räder – nichts hat Angela Merkel so schaden können wie die humane Geste gegenüber Flüchtlingen. Pegida-Demonstranten hängen sie symbolisch an den Galgen, die „Frankfurter Allgemeine“ wirft ihr vor, sie habe „die Kontrolle über den staatlichen Herrschaftsraum und über die Zusammensetzung der Bevölkerung“ aufgegeben. Der linke Tribalismus antisemitischer Prägung wurde im Bestseller: „Der kommende Aufstand“ verbreitet. Besonders schonungslos schlägt die Regression im arabischen Raum zu, in dem der Islam sich seinen eigenen 30-jährigen Krieg genommen hat. Seit vier Jahren toben Schlachten, zerfallen Nationen in Emirate, Duodezstaaten und Domänen von Stämmen, Rebellenmilizen und Banden. Irak, Syrien, Libyen, Jemen existieren nicht mehr. Syrien ist mit 250.000 Toten und sieben Million Flüchtlingen die größte humanitäre Katastrophe unserer Zeit.

Hinter den Kriegen im Nahen Osten und in Nordafrika steht die Auseinandersetzung um die regionale Hegemonie zwischen den sunnitischen und schiitischen Hauptmächten Saudi-Arabien und Iran, in die sich als dritte Macht der „Islamische Staat“ (IS) einmischt, dieses von Saudi-Arabien und Qatar gezeugte Scheusal, das sich verselbstständigte, im Irak, in Syrien und Libyen große Gebiete kontrolliert und dessen Kader in Gaza, Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan und Bangladesch unterwegs sind. Sein Einfluß beruht auf militärischer Stärke, Abschreckung und sunnitischen Stämmen, die etwa in Saddams Diktatur die privilegierte Klasse waren und durch die Machtübernahme der Schiiten ihre Privilegien verloren. Die Refinanzierung läuft über Ölverkäufe, Steuern und Raub. Im Unterschied zu den meisten Islamisten, die auf nationale Machtergreifungen setzen, strebt der IS die Überführung der Staaten in ein weltumspannendes Kalifat an. Die saudischen Herrscher mögen mit dem IS im Glauben vereint sein, allein sie lieben ihren Staat und die Geschäfte, die ohne den Westen nicht florieren. Die Türkei nutzt das Getümmel für Angriffe auf Kurden – aus Angst, sie könnten durch militärische Erfolge zu einem kurdischen Staat zusammenwachsen. Außerdem unterstützt die Türkei sunnitische Rebellenarmeen gegen Assad. Für eine neue Eskalationsstufe sorgt Russlands Kriegseintritt an der Seite der schiitischen Front, zu der Baschar al-Assads Syrische Armee, der Iran, die Hizbullah und der nicht von Kurden und dem IS kontrollierte Rest-Irak gehören.

Die Militärschläge des Westens gegen arabische Despoten sind gründlich schief gegangen. Aber die Schuldzuweisung von Journalisten, Nahostexperten und antiamerikanischen Linken, die USA hätten dadurch Chaos angerichtet, spricht Kim Jong Un aus der Seele, offenbart die Liebe zur ordnenden Hand des Diktators, liegt politisch auf dem Niveau, die Diktatur vor der Diktatur in Schutz zu nehmen, und spricht Arabern die Fähigkeit zum eigenen Denken und Handeln ab. Kein Mensch muss, wenn der Despot weg ist, Ethnien vertreiben, Andersgläubige ermorden, Frauen und Mädchen kidnappen, Journalisten köpfen und Denkmäler sprengen. Das geschieht aus eigener Tradition, religiösem Wahn, Mordlust und Machtkalkül. Und, dass bei Assad weniger Kopftücher getragen werden, legitimiert nicht den Fassbombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung. Ein spezielles Phänomen ist in der Partei „Die Linke“ zu beobachten. Dort ist eine Fraktion außenpolitisch bei der alten Sowjetunion stehengeblieben. Sie sieht in Wladimir Putin, dem Paten des russischen Oligarchen-Kapitalismus, die Reinkarnation von Leonid Breschnew und kämpft an der Seite des Freundes gegen den „bösen Westen“. Jeder vom Westen angegriffene oder kritisierte Tyrann wird von ihr als Held der Stabilität oder des Widerstands gehuldigt. Das Kalte-Krieg-Muster und der deutsche Hang zur autoritären Ordnung lässt sie zum Partner von Despoten werden.  Hinter ihrem Vorwurf, die Vereinigten Staaten zögen sich verantwortungslos aus dem Nahen Osten zurück,  steht der heimliche Wunsch nach russischen Protektoraten.

Dass Merkel „zur Bekämpfung der Ursache der Flüchtlingskrise“, die vor allem eine Krise des europäischen Humanismus ist, auch mit Assad sprechen würde, und in Libyen wegen der Schleuserei „eine Einheitsregierung vorantreiben“ will, klingt irgendwie drollig. Mach mal Einheit in einem Land, das nicht mehr existiert! Und über was soll mit jemandem geredet werden, der nichts mehr zu sagen hat? In Libyen herrschen die von Europa anerkannte Clique in Tobruk und die Gegenallianz in Tripolis über je 15 Prozent des Landes, zehn Prozent kontrolliert der IS. Im größeren Teil des Landes kämpfen verschiedene Islam-Milizen, die Tuareg, andere Stämme und Warlords um Oasen, Bohrlöcher und Wegezoll für den Schmuggel von Drogen und Menschen. Die Überreste von Syrien, die noch unter formaler Herrschaft von Assad stehen, umfassen etwa 20 Prozent des Landes, den Siedlungsraum der Alawiten (schiitische Glaubensrichtung). Aber selbst dieser Küstenstreifen ist umzingelt und durchdrungen von Rebellen-Milizen, etwa der „Dschaisch al Fatah“, die von Saudi-Arabien, Qatar und der Türkei gesponsert wird und zu der die Nusra-Front (Al Qaida) gehört, die in Damaskus nur sechs Kilometer vom Stadtzentrum entfernt steht, von der Freien Syrischen Armee (FSA), den Islamisten der Ahrar al-Scham, die zum Dachverband „Armee des Sieges“ gehören, den kurdischen Milizen und natürlich dem IS, der das größte Gebiet kontrolliert. 70 Prozent der syrischen Bevölkerung sind Sunniten.

Die Eskalation, Russlands Interessen und die neue Lage im Nahen Osten
Durch den Kriegseintritt Russlands droht schon deshalb eine Eskalation, weil russische und amerikanische Kampfjets im selben Luftraum kreisen. Jede Kollision, jeder irrtümliche Abschuss kann die Weiterung auslösen. Da der asymetrische Krieg den Piloten kaum klare Ziele bietet, sind Querschläger normal. Die vier umherirrenden russischen Marschflugkörper sind zum Glück im Iran explodiert, sie hätten auch Passagiermaschinen auf dem Weg nach Südostasien oder die Türkei treffen können. Als russische Jets in den türkischen Luftraum eingedrungen waren,  drohte der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu den Russen an, dass die türkische Luftwaffe im Wiederholungsfall das Feuer eröffnen werde, und der Nato-Generalsekretär bot der Türkei die schnelle Eingreiftruppe an. Die diplomatische Eiszeit und differierende militärische Ziele behindern die Koordination der Luftschläge. Russland beschießt jede syrische Oppositionsgruppe, die das Assad-Regime gefährdet.

Die größten Gefahren gehen von der Unvereinbarkeit der Interessen und Russlands überbordenen Drang nach Weltgeltung aus. Der Westen ist oft verblüfft und empört. Er half beim Sturz von Despoten und wunderte sich, dass Islamisten und Warlords das Vakuum füllten, statt Harvardabsolventen. Heute erstaunt ihn, dass Russland nicht an seiner Seite gegen den IS kämpft. Der Westen muss sich neu orientieren. Bisher schien nur er ein Abo auf globale Ordnungskriege zu haben, während Russland nur dann und wann im sowjetischen Grenzland eingriff. Russland schießt ab sofort auch fern der Heimat aus allen Rohren, und sein Partner China wird nicht lange auf sich warten lassen. Während die West-Koalition eher halbherzig IS-Stellungen bombardiert, weil die USA noch immer am schlechten Image laborieren und größere Konflikte in Asien auf sich zukommen sehen, zieht Russland an der Seite der schiitischen Front in den Krieg.

Dabei kommt es Russland nicht auf Assad an. Er ist für den Übergang von Nutzen, danach wartet auf ihn das Moskauer Luxus-Asyl oder der Tod. Russland will das von der Syrischen Armee kontrollierte Rest-Syrien arrondieren und sichern, um den alawitschen Siedlungsraum in einen russischen Vasallenstaat zu verwandeln – als Brückenkopf in den Nahen Osten. Russland will sich einnisten – mit Marinehafen und Luftwaffenbasis, Flugabwehrsystemen und Abfangjägern als Luftverteidigungszone gegen Flieger des Westens – und sich weltweit als kriegsfähige Ordnungsmacht profilieren. Putin richtet in Bagdad eine russisch-syrisch-iranische Militär- und Geheimdienststelle ein, erklärt sich  bereit, den Luftkrieg auf den Irak auszudehnen und bei Bedarf die „Freiwilligenbrigaden“ aus der Ostukraine als Bodentruppe anzukarren. („Der Kreml hatte zuletzt den Einsatz von Bodentruppen in Syrien nicht mehr ausgeschlossen, sollte Damaskus darum bitten,“ FAZ). Russland sichert dem Iran die Zugangswege zur libanesischen Hizbullah und damit zur Grenze Israels. Dem Iran geht es neben seiner Machtausdehnung immer auch um die Beseitigung Israels. Noch im September verkündete Irans Ayatollah Khamenei die Auslöschung Israels in 25 Jahren. Das klingt etwas großmäulig, erklärt aber die Absicht. In seiner neuen Rolle äußert Russland sich ebenfalls „besorgt“ über Israels Angriffe auf syrisches Gebiet, die die Aufrüstung der Hizbullah mit Raketen und Chemiewaffen verhindern sollte, und Israel fordert Russland auf, sich bei seinem Luftkrieg von den Golanhöhen fernzuhalten.

Wenn Russland keine Wiederholung des sowjetischen Debakels in Afghanisten erlebt, was immerhin möglich ist, verändert sich die Lage im Nahen Osten erheblich. Israel und die Türkei haben in Zukunft das russische Militär in unmittelbarer Nachbarschaft. Am Boden und im Mittelmeer. Die Hizbullah wird neben dem Iran auch Russland an ihrer Seite haben. Der Iran würde seinen Einfluss auf Syrien, den Irak und den Libanon festigen können. Seine  Revolutionsgarden ziehen in Syrien bereits Lehr- und Zuchtanstalten hoch, wie der IS auf der anderen Seite der Front. „Assad will die Iraner als Kämpfer, aber sie mischen sich immer stärker ideologisch in die inneren Angelegenheiten ein“ (ein alawitischer Kommunist).  Saudi-Arabien und der Iran operieren in ihrem Ringen um die regionale Hegemonie im Nahen Osten zugleich mit Milizen, konfessionellen Zwängen und ethnisch-klerikalen Säuberungen. Im Irak wurden die Jesiden vertrieben, In Syrien wird der Menschenaustausch vereinbart: Schiiten siedelten von Fua und Kefraja in den Süden, Sunniten hatten Sabadani zu verlassen.

Moskaus einseitiger Krieg radikalisiert die Kontrahenten im islamischen Lager, fördert die Annhäherung der syrischen Opposition, die es nun zusätzlich mit der militärischen Weltmacht Russland zu tun bekommt, an den IS, und fordert Saudi-Arabien, andere Golfstaaten, die Türkei, die USA und die Nato heraus. Wer will Russland den Nahen Osten überlassen und die Garden der Ayatollahs bis Israel und Saudi-Arabien vorrücken lassen? Saudi-Arabien, das schon im Jemen Krieg gegen die vom Iran bewaffneten Huthi-Rebellen führt, hat Militärschläge zum Sturz von Assad angekündigt. Das kommt einer Kriegserklärung an Assads Schirmherren Russland gleich. Wie lange wird das – auch aus Deutschland – bis an die Zähne bewaffnete Saudi-Arabien dabei bleiben, nur „seine“ sunnitischen Stellvertreter-Milizen zu bewaffnen und kämpfen zu lassen, statt selbst einzugreifen.

41 Rebellengruppen (ohne Nusra-Front und IS) haben zu einer Koalition gegen „die russisch-iranische Besatzungsallianz“ aufgerufen. Die USA bilden eine Bodentruppe aus 20.000 kurdischen Peschmerga und YPG-Milizen. Eine kleine Regionalmacht, wie Barack Obama spöttisch meinte, ist Russland nicht. Andererseits könnte Russland darauf zurückfallen, denn der Krieg belastet seine gebeutelte Wirtschaft, macht Russland zum Feind der arabischen Staaten und importiert den asymetrischen Krieg.

Die Interessen des Westens
Anders als Putin, der Russland in Abenteuer stürzt wie einst W.W.Bush die Vereinigten Staaten, ist es Barack Obama gelungen, die USA im arabischen Raum zu verankern. Sie unterhalten Militärbasen in Saudi-Arabien, Qatar, Kuweit, Vereinigte Arabische Emirate (VAR), bilden in Jordanien Milizen aus, können sich auf die Kurden verlassen. Die USA und Europa verfolgen zwei Ziele. Die Beseitigung des IS, dessen Expansion den arabisch-islamischen Raum einer Kapitalverwertung entzöge und den Fanatikern die Hoheit über Rohstoffbasen und Weltmarktpreise verschaffte. Wo der IS herrscht, lassen sich keine Solarfabriken und Wolkenkratzer bauen und nur Waffen verkaufen, sonst nichts. Zweitens geht es um die Befriedung und Stabilisierung des Nahen Ostens und Nordafrikas, damit die Flüchtlingswanderung „vor Ort“ gestoppt werden kann. Die Flüchtlinge verändern die europäische Außenpolitik. Einst wurde die Türkei behandelt, als stünde sie vor Wien, heute wird Erdogan, wenn er denn Flüchtlingslager einrichtet, der rote Teppich ausgerollt.

Durch den tief verwurzelten europäischen Rassismus sieht Europa den Rest seines Zusammenhalts gefährdet. In Jordanien sind 20 Prozent der Einwohner syrische Flüchtlinge, in Deutschland setzt bei einem Prozent das Überforderungssyndrom ein, in Ungarn schon bei einem Flüchtling. Der europäische Zusammenhalt ist bereits durch nationale Konkurrenzen, die Umverteilung der Werte in die Zentren, die deutsche Hegemonie, durch nationalistische und regionalistische Zentrifugalkräfte gefährdet. Nun droht der schwelende Streit zwischen dem modernen humanistischen Lager und den abendländischen Blutsbewahrern und Faschisten zu eskalieren und Europa weiter zu zerreißen. Verbarrikadieren die Länder sich, rollen sie Stacheldraht aus, wann wird geschossen? Lothar de Maiziere stellte nach dem 490-sten Brandanschlag fest, in Deutschland seien „die Zivilisationsschranken gefallen“. Jörg Baberowski, Historiker an der Berliner Humboldt-Universität, drückt das mal so aus: Durch die Flüchtlinge käme ihm der deutsche „Überlieferungszusammenhang“ abhanden. Er könne mit Syrern nicht gut über das „gemeinsam Erlebte, Gelesene und Gesehene“ reden, also nicht über Ostpreußen, Nationalsozialismus, Judenmord, „Mein Kampf“ und „Der Butt“. Armer Professor. Obwohl: „Mein Kampf“ ist im arabischen Raum ein Bestseller.

Wenn es nach Merkel und Managern der Großindustrie ginge, würden mehr Flüchtlinge ins Land kommen und der industriellen Nutzung zugeführt, um dem demografischen „Wandel“ rechtzeitig entgegenzuwirken. Begehrt sind Syrer, weil sie überwiegend gut qualifiziert und jünger als 35 sind. Dieter Zetsche von Daimler sieht in den Flüchtlingen eine „Grundlage für das nächste deutsche Wirtschaftswunder, so wie die Millionen in den 50er- und 60er-Jahren“. Die Handelskammern beklagen den „ausufernden Fremdenhass“ in ganz Europa. „Der Fachkräftemangel ist ein Flaschenhals in der Entwicklung“ Europas. Tschechien und Slowakei könnten „qualifizierte Einwanderer gut gebrauchen“, sie blockierten aber aus „diffusen Ängsten“ die industrielle Entwicklung ihrer Länder und damit ihre eigenen Einkommen. Wenn Merkel für eine politische Nahostlösung „unter Einbeziehung Russlands“ wirbt, spricht sie auch für die deutsche Wirtschaft, die die Sanktionen gegen Russland beenden will. Die EU will die Sanktionen zunächst für vier Monate aussetzen.

Die Lösung
Die Geschichte spielt dem Westen manchmal Streiche. Gestern noch als das Böse gebrandmarkt, zeugen Millionen Moslems, die vor ihren Glaubensbrüdern in den Westen fliehen (nach Russland will keiner) von einem Stimmungswandel. Muslime beten Angela Merkel, die sich zwischen Martin Luther und Atheismus zu Hause fühlt, als Schutzheilige an, suchen Unversehrtheit, Ausbildung, Arbeit und jenen Frieden, der in der islamischen Welt nicht zu haben ist. Werte immerhin, die sich wohltuend abheben von der letzten Massenflucht in Deutschland, deren Ziel die D-Mark war. Aber geostrategisch dehnen sich Russland und der Kopf-Ab-Islamismus aus – noch jedenfalls.

Die Perspektive ist trostlos, weil der Sieg der einen Front so grausam ist wie der Sieg der anderen, und der emanzipatorische Widerstand klein ist. Die iranische Ayatollah-Diktatur nimmt es bei der Todesstrafe mit Saudi-Arabien auf und liegt im Judenhass noch vor dem Konkurrenten. Was die Familie, Erziehung, Freiheit für Frauen angeht oder die Frage, ob Schwule ein Recht auf Leben haben oder von ihren Brüdern ermordet werden müssen, darin sind die Unterschiede marginal. Die Lösung ist also einfach und planetarisch weit entfernt. Dem arabisch-islamischen Raum fehlt die kulturelle Hegemonie des Atheismus, Feminismus und Kommunismus, die für die Aufhebung von Klassen, Religionen, Männer- und Stammeskulturen sorgt. Wer damit anfängt, wird leider geköpft. Man wird wohl warten müssen, bis der Zustand der Erschöpfung eingetreten ist. Wann das sein wird? Sobald die Kreuzfahrtschiffe wieder anlegen.

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Die Einstellung dieses Gastbeitrages für Mission Impossible erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors. Am 19.10.2015 veröffentlichte Rainer Trampert diesen Artikel auf seiner Homepage und in gekürzter Form in Konkret 11/2015. Von Rainer Trampert erschien im letzen Jahr das Buch “Europa zwischen Weltmacht und Zerfall” im Schmetterling-Verlag Stuttgart (240 Seiten, 14,80 Euro).

Weitere Informationen auf der  Homepage von Rainer Trampert: http://www.rainertrampert.de/

Der Fall Jakob Augstein

12. August 2015

„Es gibt wieder ziemlich viele Antisemiten; aber die meisten Antisemiten sind heute solche, die nicht so genannt werden wollen“ Detlev Claussen

jaIn der Antisemitismusforschung wird zwischen christlich-religiösem Antijudaismus und dem sich im 19. Jahrhundert entwickelnden modernen Antisemitismus unterschieden. Freilich wurden die alten antijüdischen Stereotypien im modernen Antisemitismus integriert. Nach Auschwitz erfährt der Antisemitismus in den postnationalsozialistischen Gesellschaften einen Zeitenwandel in seiner Ausdrucksweise. Nach dem Völkermord an den Juden verschwand zwar die Judenfeindschaft nicht aus den Köpfen, doch konnten die alten antisemitischen Hetzreden nicht mehr so ohne weiteres straffrei ausgesprochen werden. Der Antisemitismus passte sich vor allem in den postnationalsozialistischen Gesellschaften den neuen Gegebenheiten an. Der Begriff des sekundären Antisemitismus versucht diese Veränderungen zu erklären. Der sekundäre Antisemitismus ist geprägt aus Motiven der Schuld-, Verantwortungs- und Erinnerungsabwehr. Beispielshalber sind die Leugnung oder die Relativierung von Auschwitz, die Forderung eines Schlussstrichs über die nationalsozialistische Vergangenheit oder Vergleiche zwischen der israelischen Politik und dem Nationalsozialismus Merkmale einer antisemitischen Rhetorik nach 1945. Um die deutsche Schuld zu relativieren, werden Juden mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht, um damit eine Täter-Opfer-Umkehr zu vollziehen. So wird der Nahostkonflikt von „Israelkritikern“ nach 1945 oftmals in manichäischer Art wahrgenommen und die Politik Israels in verzerrender Weise dargestellt. Um die antisemitischen Aspekte vermeintlich „israelkritischer“ Äußerungen zu erkennen, entwickelte der israelische Politiker Nathan Sharansky die sogenannten „drei D“: Doppelstandards, Delegitimierung und Dämonisierung. Laut Monika Schwarz-Friesel sind die „drei Ds“ Folgen „einer derealisierenden Sprache, die ein ‚Feindbild Israel‘ erzeuge, ‚das zwar mit der Realität nicht kompatibel ist, dafür aber exakt das repräsentiert, was dem judeophoben Weltbild entspricht und das damit genau die ihm zugewiesene Funktion erfüllt‘“

In ihrer Studie „Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs – Eine Analyse des Falls Jakob Augsteins“ untersuchen die Soziologen Lukas Betzler und Manuel Glittenberg die Kolumnen Jakob Augsteins mit einem kognitionslinguistischen Ansatz, der sich an der Methode von Schwarz-Friesel und Reinharz orientiert.

Wenn beispielsweise der Staat Israel mit antisemitischen Stereotypen assoziiert wird, dann handelt es sich eindeutig um Antisemitismus. Die Vorstellung einer klandestinen jüdischen Weltverschwörung ist eines der zentralen Merkmale des Antisemitismus. Ein Beispiel dafür lieferte Jakob Augstein am 6.4.2012 in seiner Spiegel-Online-Kolumne „Es musste gesagt werden“: „Mit der ganzen Rückendeckung aus den USA, wo ein Präsident sich vor den Wahlen immer noch die Unterstützung der jüdischen Lobbygruppen sichern muss, und aus Deutschland, wo Geschichtsbewältigung inzwischen eine militärische Komponente hat, führt die Regierung Netanjahu die ganze Welt am Gängelband eines anschwellenden Kriegsgesangs.“

Augstein sieht außerdem in seiner Kolumne, wie sein „israelkritisches“ Idol Günter Grass, in Israel den Gefährder des Weltfriedens: „Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.“

Angesichts der zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt, damals und heute, ist die Behauptung Israel gefährde einen imaginierten Weltfriedens eine Dämonisierung des Judenstaates. Die Aussage reproduziert das antisemitische Stereotyp die Juden seien „Weltbrandstifter“ und damit das „Böse schlechthin.“ Augstein knüpft in seinem Text mit der Metapher „ein Aufschrei“ und „weil ein Deutscher ihn sagt“ an die sekundär-antisemitische Vorstellung an, die Deutschen seien wegen des „jüdischen Meinungsdiktats“ übertrieben verständnisvoll gegenüber Israel. Grass wird von Augstein als Erlöser inszeniert, der „für uns alle“ die Bürde auf sich nahm die Wahrheit auszusprechen. Augstein und Grass belegen: Die Spezifik des deutschen Antisemitismus ist seine Entlastungsfunktion. In der lehrreichen antisemitismuskritischen Textanalyse von Betzler und Glittenberg werden weitere acht Kolumnen Augsteins analysiert die zwischen Februar 2011 und Dezember 2014 in Spiegel Online veröffentlicht wurden. Dabei werden Augsteins zahlreiche Stereotype des Antisemitismus wie sein ausgeprägter Antiamerikanismus eindrucksvoll belegt.

Lukas Betzler und Manuel Glittenberg schreiben in ihrem Fazit über die Sprache Augsteins: „Die Analyse der Inhalte und der verbalen Formen der Äußerungen Jakob Augsteins zeigt, dass sich dessen Antisemitismus ganz überwiegend in antiisraelischer Form artikuliert. Das Referenzobjekt des Antisemitismus verschiebt sich also von „den Juden“ auf den Staat Israel, er verliert dadurch jedoch nicht seinen antisemitischen Gehalt: Ganz überwiegend hat Augsteins „Israelkritik“ nichts mit kommunikativ legitimer Kritik an Israel gemeinsam. In den analysierten Texten werden zahlreiche antisemitische Stereotype auf Israel angewandt. Derealisierungen zeichnen ein verzerrtes Bild vom Staat Israel und den Israelis, wodurch diese dämonisiert werden und jener delegitimiert wird. Israel wird mit starken Stigmawörtern belegt und durch die Verwendung von Lexemen aus der NS-Terminologie oder von Signalwörtern mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Das Existenzrecht Israels wird zwar nicht offen in Frage gestellt, doch eine Delegitimierung Israels ist in vielen Fällen die Folge dämonisierender und derealisierender Äußerungen. An Israel wird ausnahmslos ein unikaler Bewertungsmaßstab angelegt: Das Recht auf Selbstverteidigung wird dem Staat abgesprochen, Maßnahmen zur Verteidigung werden zu „kolonialistischem Unrecht“ umgedeutet. Die moralische Abwertung Israels dient dabei auch einer Entlastung und Relativierung von historischer Schuld. Auch Augsteins Sprechen über den Antisemitismus ist in vielen Fällen antisemitisch, etwa wenn (jüdischen) Antisemitismuskritikerinnen die Schuld an der Ausbreitung des Antisemitismus gegeben, ein „Kritiktabu“ in Bezug auf Israel behauptet oder die Vorstellung einer von Israel kontrollierten öffentlichen Meinung evoziert wird.“

In der Diskursanalyse der Augstein Debatte werden die Verteidiger Augsteins von den Autoren schonungslos demaskiert. Nach der Veröffentlichung der TTAS-Liste des Simon-Wiesenthal-Centers wurde eine breite Debatte in den Medien ausgelöst. Fünf Textfragmente aus Jakob Augsteins SPIEGEL-Online Kolumne beschertem diesem den neunten Platz der „Top Ten Anti-Semitic/Anti-Israel Slurs 2012″. Vielfach fand eine scharfe, aber substanzlose Zurückweisung des berechtigten Antisemitismus-Vorwurfs statt. Viele Journalisten, unfähig Antisemitismus zu begreifen,  fühlten sich offenbar selbst ertappt. Ebenso wurde in der Politik von Gregor Gysi (Linkspartei) bis Julia Klöckner (CDU) Partei für Augstein ergriffen. Sie argumentieren, Augstein übe zwar scharfe, aber legitime Kritik an der israelischen Regierung, und kritisieren das SWC dafür, Augstein deshalb Antisemitismus vorzuwerfen. Den vielen Verteidigungen Augsteins entsprechend titelt die FR: „Viel Rückendeckung für Jakob Augstein.“ Neben Clemens Wergin in der Welt widersprach noch Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung, zu diesem Zeitpunkt der Deutung, Augstein betreibe „Israelkritik“ und verbreite keinen Antisemitismus. Im weiteren Verlauf der Debatte zeichnete sich allerdings bald eine Veränderung ab. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Aussagen Augsteins, allerdings mit wesentlich „geringerer diskursiver Präsenz,  als die Verteidigungen Augsteins zuvor“, fand nun statt.

In ihrer Schlussbetrachtung „Antisemitismus mit gutem Gewissen“ schreiben Lukas Betzler und Manuel Glittenberg: „(…) Die Textanalyse hat gezeigt, dass sich in Augsteins Kolumnen auf allen sprachlichen Ebenen Verbal-Antisemitismus finden lässt. Dieser Antisemitismus artikuliert sich dabei fast ausschließlich über den „Umweg“ Israel und überwiegend implizit. Israel wird mit antisemitischen Stereotypen assoziiert, es wird dämonisiert, delegitimiert und nach einem unikalen Maßstab bewertet. Dabei zeigte sich, dass Augsteins Wahrnehmung Israels und insbesondere des Nahostkonflikts stark von antisemitischen Deutungsmustern geprägt ist. Dass diese Mentalitätsbestände durch die lange Geschichte der Judenfeindschaft tief in den europäischen Gesellschaften verankert sind und immer noch das Denken und Sprechen über Juden – und seit 1948 auch über Israel – prägen, wird von Augstein jedoch nicht reflektiert. Diese fehlende Reflexion auf die Kontinuitäten insbesondere in der deutschen Gesellschaft verbindet und erklärt sich mit einem auf „Judenhass“ reduzierten Antisemitismusbegriff. So kommt es zu einer paradoxen Konstellation: Weil der antiisraelische Antisemitismus von vielen Menschen verkannt oder negiert wird, erscheint für sie Kritik an antiisraelischen Äußerungen – die eigentlich Ausdruck einer gesellschaftlichen Tabuisierung des Antisemitismus ist-, als Ausdruck einer Tabuisierung von Kritik an Israel. Dieser Mechanismus bedingt die verbreitete und auch von Augstein geteilte Vorstellung, jede/r Kritikerin Israels werde als antisemitisch diffamiert. In Wirklichkeit hat er jedoch einen entgegengesetzten Effekt: Die Kritik am antiisraelischen Antisemitismus wird von den Kritisierten und ihren VerteidigerInnen — sofern sie sich selbst nicht als Antisemiten sehen — als Antisemitismusvorwurf diffamiert, der Kritik an der israelischen Politik zu unterbinden versuche.

Eine weitere Folge dieses verkürzten Antisemitismus-Begriffs bei Augstein ist die Verkennung des Antisemitismus als eines entscheidenden Faktors für Israels Geschichte und Gegenwart. Die existenzielle Bedrohung, in der sich Israel durch den Terror der Hamas und durch die potentielle nukleare Bewaffnung des Iran befindet, lässt sich nur verstehen, wenn man den von diesen FeindInnen Israels vertretenen Antisemitismus als eine Ideologie ernst nimmt, die nach Verwirklichung drängt. Versucht man, das Handeln von Hamas, Hisbollah oder dem Iran ohne diesen Begriff des Antisemitismus zu erklären, entsteht eine Lücke, die anderweitig gefüllt werden muss. Antiisraelischer Antisemitismus, selbst in seiner mörderischen Form, wird darum häufig rationalisiert oder sogar negiert. Augsteins Kolumnen offenbaren darüber hinaus ein eklatantes Missverhältnis zwischen einem selbstbewussten Gestus des „Bescheidwissens“ und dem tatsächlichen Wissen. Augstein inszeniert sich selbst als Experte für Israel und den Nahostkonflikt, sein „Wissen“ ist dabei aber nur schematisch. Es sind zumeist formelhafte Allgemeinplätze, Floskeln und Schlagwörter, mit denen Augstein den Nahostkonflikt erklärt: Als verantwortlich für das Ausbleiben eines Friedens im Nahen Osten gelten ihm die israelischen Siedlungen, die israelische „Besatzungspolitik“, die israelischen „Vergeltungsschläge“ gegen TerroristInnen und die Unnachgiebigkeit der rechten Regierung. In seinen Texten offenbart sich nicht nur eine geringe Kenntnis und ein geringes Interesse an der Geschichte Israels und seinen gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen, viele von Augsteins Aussagen über Israel sind zudem faktisch falsch. (…)

Der gegen Israel gerichtete „Antisemitismus mit gutem Gewissen“, der sich selbst für besonders kritisch und anti-antisemitisch hält, ist die im Mediendiskurs vermutlich am weitesten verbreitete Form des Antisemitismus. Der kurze Überblick über die Rezeption der Debatte im Feld der Antisemitismusforschung und der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit hat jedoch gezeigt, dass die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Augsteins antisemitischen Äußerungen und der Augstein-Debatte bisher nicht in der Lage war, den dort artikulierten Antisemitismus theoretisch und begrifflich zu fassen. In der Antisemitismusforschung müsste daher das Bemühen um einen Begriff des antiisraelischen Antisemitismus verstärkt werden. Wir würden uns wünschen, dass unsere Analyse-Ergebnisse und die hier skizzierten Deutungsansätze Anknüpfungspunkte dafür bieten.“

Lukas Betzler/Manuel Glittenberg: Antisemitismus im deutschen Mediendiskurs. Eine Analyse des Falls Jakob Augstein. Interdisziplinäre Antisemitismusforschung, Nomos-Verlag, Baden-Baden, 27. April 2015, ISBN 978-3848716722, 320 Seiten, 59 Euro

Friedens-Jugendcamp auf palästinensisch

21. Februar 2015

Rund 17.000 Kinder und Jugendliche zwischen 15 bis 21 Jahren nahmen vom 20. – 27. Januar 2015 wieder einmal an einem der beliebten Terror-Camps der Hamas im Gazastreifen teil. Zu den Aktivitäten im Camp gehören selbstverständlich Übungen mit scharfer Munition, Aufrufe zum Judenmord und alles garniert mit religiösen Gesängen. Der Zweck des Events ist es, den Kern einer Volksarmee zu bilden, deren Mitglieder aus allen Gesellschaftsschichten stammen und die Jugendlichen ideologisch wie militärisch auf den Jihad und den Kampf gegen Israel vorbereiten. Jugendliche Palästinenser erklärten ihre Teilnahme damit, weil sie lernen wollten, wie man israelische Soldaten entführt, ermordet und Jerusalem von den Juden befreit. Die Al-Qassam Brigaden warben für diese Lager in Moscheen, öffentlichen Plätzen und auf ihrer offiziellen Webseite. „Diese Gewehre machen Männer. So wird Palästina befreit werden. Ihr seid die Armee der Zukunft,“ meinte der Camp-Leiter Abu Hamza, als er die Teilnehmer ansprach.

Neben vielerlei ähnlicher Aktivitäten werden Kinder und Jugendliche von den offiziellen palästinensischen Medien regelmäßig zu Gewalt gegen Juden aufgehetzt. Im Kinderprogramm der Palästinenser besingt eine islamistische Mickey Maus eine „heldenhafte“ Mordtat an Juden und in einer anderen Sendung macht es einem Häßchen besonderen Spaß Juden zu essen. Die Hamas erzieht ihre Kinder zu Attentätern und Judenmördern. Deshalb wird erst ein Frieden möglich sein wenn die Palästinenser, die Araber ihre Kinder mehr lieben als sie Juden hassen. Wenn palästinensische Jugendliche erwachsen werden und sich das Abendprogramm zu Gemüte führen, können Sie beispielsweise hören was ihren der Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu zu sagen hat: „Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“ Das Problem (nicht nur des Nahen Ostens) ist fraglos der Antisemitismus.

Deutsche „Israelkritiker“ blenden die faschistische antisemitische Ideologie, die hinter dieser Indoktrination steckt, freilich gerne aus. Für deutsche und europäische Antizionisten, also Antisemiten ist Israel die Gefahr für den Weltfrieden und für alles sonstige Unglück dieser Welt verantwortlich. Mit der Delegitimierung und Dämonisierung Israels, mit ihren Boykottaufrufen gegen jüdische Waren und der gleichzeitigen Ausblendung der Politik von Hamas, des IS, den islamistischen Regierungen des Nahen Ostens und anderer inhumanen Terrororganisationen machen sich die deutschen und europäischen „Israelkritiker“ zu den Handlangern der Islamisten, welche bekanntlich die Fahne Allahs, inklusive Scharia, über ganz Palästina wehen sehen wollen.

Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch.

Der Mord am Piloten Muaz al-Kasaesbeh und die ideologische Verwahrlosung der Pseudolinken

12. Februar 2015

rakkaIm Januar dieses Jahres haben die Gotteskrieger des Islamischen Staates den als Geisel genommenen jordanischen Piloten Muaz al-Kasaesbeh in einem Eisenkäfig bei lebendigem Leib verbrannt. Nachdem die Islamisten den orangenen Overall des Piloten mit Benzin durchtränkten zündeten sie eine Benzinspur an, damit die Flammen auf den Käfig überschlagen. Als der Pilot in Flammen aufgeht rufen die Männer auf arabisch „Gott ist groß“. Die barbarische Tat nehmen die Dschihadisten in High Definition auf und machen einen 22-minütigen Film daraus. In den 15 Minuten die der Mordtat vorausgehen werden geborgene muslimische Bombenopfer der Alliierten, weinende Kindergesichter, auf Muslime zielende Drohnen, Kampfflugzeuge und vermeintliche Hetze gegen die Muslime und den Islam gezeigt. Es werden alle Motive bedient, die der Antiimperialismus von rechts bis links ständig anführt, wenn es darum geht islamische Barbarei zu rechtfertigen. In der nordsyrischen Stadt Rakka wurde dieser von religiösem Gesang untermalte Film unter dem Motto „Spaß für Muslime“ auf Großleinwänden vor einem begeistertem männlichen Massenpublikum ausgestrahlt. Freudestrahlend meint ein etwa zehn Jahre alter Junge bei einer Befragung der Vorstellung: „Ich bin sehr glücklich. Ich hätte ihn am liebsten mit meinen eigenen Händen verbrannt.“

Während einige muslemische Geistliche in der islamischen Welt die Tat verurteilen, rechtfertigten deutsche Sympathisanten die Tat. Für den vom Simon-Wiesenthal-Center ausgezeichneten „Israelkritiker“ Jakob Augstein ist die Verbrennung in einem Eisenkäfig bei lebendigem Leib keineswegs unmenschlich. In seiner Spiegel-Kolumne meint die Nummer Neun: „Der Tod des jordanischen Piloten Moaz al-Kassasbeh hat die Welt in Schrecken versetzt. Was für ein Verbrechen! Barbarisch? Ja. Unmenschlich? Leider nein. Wir alle sind Lehrmeister des Grauens.“ Mit „wir“ meint Augstein den Westen. Amerikaner haben im zweiten Weltkrieg Bomben geworfen und dass ist für den Herausgeber des „Freitags“ genauso barbarisch wie der islamistische Terror.  Dass die Bomben der Alliierten Auschwitz und den Rest der Welt von der deutschen Nazibarbarei befreiten versteht Augstein ebenso wenig wie die Kompatibilität der Ziele von Islamisten und Nazis. Augstein beruft sich auf die „Israelkritikerin“ Sahra Wagenknecht von der Linkspartei, er schreibt weiter: „Nach dem Angriff auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ hat die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht gesagt: „Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen.“ Wagenknecht ging noch weiter und sagte: „Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen in Afghanistan verantwortlich.“

Im „Neuen Deutschland“ verharmlost der „Israelkritiker“ Emran Feroz die Verbrennung des Piloten: “Auch christliche Milizen foltern und ermorden ihre Geiseln. Nur schaffen es diese selten in die Schlagzeilen.” Nachdem er den IS mit mexikanischen Drogenkartellen gleichsetzt schreibt Feroz: “Dass sich nun die – gelinde gesagt – autoritäre jordanische Regierung als humaner und menschenrechtsfreundlicher Counterpart zum IS präsentieren will, ist ein absoluter Witz. Seit Jahren arbeitet Jordanien Hand in Hand mit den USA im „Krieg gegen den Terror“ zusammen. Das Land gehört zu den bekanntesten Folterhöllen der Welt. In den jordanischen Kerkern wurden tagtäglich Extremisten gezüchtet, die das Regime abgrundtief hassen.” Emran Feroz schrieb bereits für den antizionistischen “Freitag” von Jakob Augstein proiranische und antiisraelische Artikel, für die er dann von der iranischen Propagandazeitung “Kayhan” gelobt wurde.

Augstein, Wagenknecht und Feroz und wie sie sonst noch alle heißen verstehen sich als Linke. Die widerliche Kumpanei mit Islamisten, der damit verbundene antisemitische Hass auf Israel, die Ablehnung jedes liberalen westlichen Lebensstils,  der überholte Antiimperialismus,  der blinde Antiamerikanismus sowie der Verrat an den Werten der Aufklärung dieser Pseudolinken belegen ihre ideologische Verwahrlosung. Der Islamismus mit seinem Antisemitismus, seiner Frauenfeindlichkeit, seiner Gewalt gegen Minderheiten und Andersgläubige und nicht zuletzt seiner faschistischen Ideologie steht gegen alles wofür Humanisten und Linke seit Jahrhunderten gekämpft haben.

Als der Göttinger „Mescalero“ 1977 seine „klammheimliche Freude“ über die Ermordung des Bundesanwalts Buback in einem anonymen Nachruf gestanden hatte, leiteten die Justizbehörden ein Ermittlungsverfahren ein. 140 Beschuldigte die den Artikel nachdruckten kamen vor Gericht. Ein 29-Jähriger wurde für die Verteilung des „Nachrufs“ zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Der Paragraph 129, 129a und 129b StGB wurde geschaffen. Sympathisanten, die kriminelle und terroristische Vereinigungen unterstützen können zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren verurteilt werden. Nach einer Gesetzesänderung des Jahres 2003 muss die unterstützte Organisation nicht in Deutschland ansässig und tätig sein. Die Unterstützung der islamistischen Vereinigungen des Nahen Ostens fällt demnach auch unter den Paragraph 129 StGB.

Das Wegsperren der deutschen Apologeten von Islamisten und Antisemiten ist freilich nicht die Lösung des Problems. Die „Israelkritiker“ und Islamistenversteher würden sich hinter Gittern nur noch mehr radikalisieren und vermutlich selbst zu Waffe, Schwert oder Zündholz greifen. Besser ist nach wie vor Aufklärung und die Parole: Macht euch nicht mitschuldig und kauft bitte nicht ihre Zeitungen (DerSpiegel, Neues Deutschland, DerFreitag, Junge Welt, …)!

Das Kopftuch

3. Februar 2015

claudiaFrauen werden in islamistischen Ländern als Menschen zweiter Klasse behandelt.  Je frommer die islamischen Machthaber, desto strenger sind zum Beispiel die Kleidungsvorschriften für die Frauen. Beim Ausgang der Frau in die Öffentlichkeit muss sie sich verhüllen, fremde Männer dürfen weder das Gesicht oder das Haar von fremden Frauen sehen. Burkaträgerinnen müssen sich in der Öffentlichkeit, neben der Zwangsverschleierung, zudem stets fünf Schritte hinter ihrem Mann bewegen.

Im Iran werden Frauen nach außerehelichem Geschlechtsverkehr, beispielsweise nach einer Vergewaltigung, zum Tod durch Steinigung hingerichtet. Per Strafgesetz, basierend auf der islamischen Scharia, werden die Frauen eingegraben und anschließend mit Steinen ermordet, dabei ist penibel die Größe der Steine und die Reihenfolge der Werfer festgelegt. Frauen müssen im Iran ihr Haar mit einem Kopftuch verdecken und weite Gewänder tragen, die verhindern sollen, dass sich ihre Figur darunter abzeichnet. Iranische Frauen die gegen diese Kleiderordnung verstoßen, also kein Kopftuch tragen und damit ihr Haar offen zeigen, werden im Iran zu Gefängnis oder zu Peitschenhieben verurteilt. Viele Frauen im Iran protestieren gegen diese islamische Unterdrückung, tragen den Schleier locker und riskieren dadurch eine archaische Bestrafung. Beispielsweise postete die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh ein Video ihres unbedeckten Kopfes, worauf unverzüglich ihre Gefängnisstrafe verlängert wurde. Auch Verstöße im Ausland werden geahndet. Die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr wurde im Jahr 2011 zu 90 Peitschenhieben und einem Jahr Gefängnis verurteilt , weil sie in einem australischen Film an mehreren Stellen mit kahlgeschorenem Kopf und ohne Kopftuch auftrat.

Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Bundestages, war für fünf Tage im Januar zusammen mit einer Delegation des Bundestages (u.a. Dagmar Wöhrl, CSU,  auch mit Kopftuch) zu einem offiziellen Besuch im islamfaschistischen Iran. Claudia Roth verhüllte sich freiwillig, trug während ihres Besuches ein Kopftuch und fiel mit ihrer devoten Geste allen vom iranischen Regime brutal unterdrückten Frauen in den Rücken. Seit Jahren kämpfen Iranerinnen gegen den Verschleierungszwang der Mullahs und bezahlen ihren mutigen Kampf oftmals mit dem Leben um von der Delegation des Deutschen Bundestages mit Claudia Roth und Dagmar Wöhrl verhöhnt zu werden. Wenn in Deutschland jemand öffentlich seinen Hund mit 90 Peitschenhieben traktieren würde, dürfte es einen Aufschrei nicht nur innerhalb der Grünen geben, wenn der islamistische Gottesstaat Iran seine Bevölkerung auspeitscht, unterdrückt, foltert, steinigt, an Baukränen erhängt, den Holocaust leugnet, den Staat Israel mit einer Atombombe auslöschen will, dann ist Protest von „Israelkritikern“ wie Claudia Roth, die Israel im letzten Gazakrieg Unverhältnismäßigkeit vorwarf, selten zu vernehmen. Ausgerechnet zum 70-jährigen Jahrestag der Befreiung von Auschwitz traf sich Claudia Roth mit dem Holocaustleugner Ali Larijani und Massoumeh Ebtekar, der Sprecherin der Geiselnehmer in der amerikanischen Botschaft in Teheran anno 1979. Der grüne Dauerbrenner „Nutzung der Atomkraft“ war freilich für Claudia Roth kein Thema im Iran: „Wenn der Frieden nicht nur im Nahen Osten, sondern darüber hinaus wieder eine Chance bekommen soll, dann muss man jetzt dahin gehen, wo keine einfachen Lösungen zu erwarten und wo schwierige Gespräche zu führen sind.“ Wenn der Iran erst einmal die Atombombe hat, dann könnte es zum Frieden kommen, namentlich nach einem Atomschlag gegen den jüdischen Staat, diesen „großen zionistischen Satan“, wie der „moderate“ Reformer Hassan Rouhani ihn nennt. Auf ihrer Webseite schwafelt Frau Roth nach ihrer großen Reise über Menschenrechte und die Todesstrafe, wobei die Worte „Kopftuch“ oder „Zwangsverschleierung“ nicht vorkommen. Dafür forderte die grüne Frontfrau an anderer Stelle „das Recht für Frauen, auch als Lehrerin in der Schule ein Kopftuch zu tragen“.

Während die deutsche Appeasement-Politik mit dem Iran um ein Kapitel reicher geworden ist, hängt die dortige politische Emanzipation der Frauen weiterhin von einem regime change ab. Die moslemischen Migrantinnen der westlichen Diaspora leben, bei aller Kritik an den kapitalistischen Industriegesellschaften, in Ländern in denen die Menschenrechte auch für sie gelten. Voraussetzung für die Emanzipation dieser Frauen wäre ein integrationspolitischer Wandel. Kulturrelativistinnen wie Claudia Roth verraten jedoch die Vorzüge der Aufklärung und stehen diesem Wandel entgegen. „Kulturrelativisten sehen nicht, dass sie indem sie nichtwestliche Kulturen skrupulös von ihrer Kritik ausnehmen, die Träger dieser Kulturen in ihrer Rückständigkeit einzementieren. Das geschieht mit den besten Absichten, aber wie bekannt ist der Weg zur Hölle mit guten Absichten gepflastert. Es handelt sich um Rassismus in Reinform.“ (Hirsi Ali)

Der Verrat an den Frauen in den islamistischen Staaten, das Hofieren und Verharmlosen der islamistischen Regimes in Verbindung mit der überzogenen Kritik an Israel, dem einzigen humanen und demokratischen Staat im Nahen Osten, von Leuten die sich selbst als „Linke“ verorten, kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden.

Der Terror und die Unterdrückung der Frauen des „Islamischen Staates“, der immer offenkundiger werdende eliminatorische Antisemitismus der islamistischen Gotteskrieger von der Hamas bis zu den Terroristen von Paris bringt andererseits die „Israelkritiker“ und Islamversteher von den Grünen bis zur Linkspartei, von der TAZ über die Süddeutsche bis zum Spiegel, von der ARD über 3Sat bis zum ZDF in immer größer werdende Erklärungsnöte und zwingt sie zu immer groteskeren Verrenkungen. Nach den Anschlägen von Paris jammerte die Nummer Neun im Spiegel: „Die schlichte Wahrheit – dass es sich beim radikalen Islamismus um eine Perversion, nicht das Wesen dieser Großreligion handelt, wird zwar andauernd wiederholt, aber immer weniger geglaubt. Der eigentlich wahre und bedenkenswerte Satz: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ wird zum Hohn gebraucht.“

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

27. Januar 2015

Am 22. Januar 2015 wurde im New Yorker Stadtrat über eine Resolution gesprochen, die in Gedenken an den 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau verabschiedet werden sollte. Aktivisten, die auf dem Balkon der Kammer saßen, unterbrachen jedoch die Sitzung mit lautem Gebrüll und entrollten eine Flagge Palästinas. David Greenfield (Democrat) hielt daraufhin eine Rede, die sich deutsche „Israelkritiker“ und Hamasversteher von Augstein über Grass bis Höger hinter die Ohren schreiben können:

“Ich zittere am ganzen Leib. Ich bin wütend. Ich sage aber auch frei heraus: Ich bin froh darüber, was wir hier heute zu sehen bekommen haben.

Seit Wochen hören wir immer wieder die selben Beteuerungen: “Nein, wir hassen Juden nicht. Wir mögen nur den Staat Israel nicht. Wir haben kein Problem mit Juden. Wir wollen nur nicht, dass ihr nach Israel geht!” Wir wissen aber, dass das nicht der eigentliche Kern der Aussage ist. Heute wurde es bewiesen!

Während wir über eine Resolution gesprochen haben, die sich mit den Morden an 1,1 Millionen Menschen in Auschwitz-Birkenau beschäftigt, ich möchte betonen, neunzig Prozent davon waren jüdisch, aber die anderen zehn Prozent waren politische Dissidenten, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, dies waren die Menschen, die alle gemeinsam in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden, während wir darüber gesprochen haben, besaßen diese Leute die Frechheit, die Chuzpe, die Verwegenheit, die Flagge Palästinas zu entfalten und uns anzubrüllen, während wir über Auschwitz sprachen!

In Anbetracht dieser Störung können wir endlich damit aufhören, so zu tun, als ginge es hier nur um Israel, während in Wirklichkeit jedes Land, das heute im Nahen Osten existiert, nicht demokratisch ist, Menschen mit anderen Glauben verfolgt, Homosexuelle verfolgt, Menschen verfolgt, die widersprechen, Menschen verfolgt, die twittern, Frauen verfolgt, die Auto fahren, mit Ausnahme eines einzigen Landes: Israel!

Was wir heute hier gesehen haben, war nackter, blinder Judenhass! Das ist es, was wir gesehen haben! Die Leute, die hier gebrüllt haben, sind nur aus einem Grund so sauer! Wollen Sie den Grund hören? Wollen Sie wissen, warum die da oben die Flagge entrollt haben? Ich sage es Ihnen! Weil Hitler seinen Job nicht zu Ende gemacht hat. Er hat nur eine Hälfte meiner Familie vernichtet! Nur durch die Gnade Gottes ist die andere Hälfte der Familie, ich, der Enkel, heute unter den Lebenden. Deshalb sind die Leute dort oben sauer!

Schande über sie! Schande über sie, weil sie Juden hassen! Schande über sie, weil sie Menschen hassen. Schande über sie, weil sie keinen Respekt haben vor dem kulturell vielfältigsten Rat, der in den Vereinigten Staaten von Amerika frei und demokratisch gewählt wurde.

Darum gehen wir nach Israel. Wir machen deutlich, dass wir uns nicht mehr einschüchtern lassen von der Furcht und dem Hass, der eher den Tod von Juden feiert, als um den Tod Unschuldiger zu trauern!

Ich bin beschämt darüber, was hier heute geschehen ist. Aber ich bin auch froh, dass wir endlich zu Gesicht bekommen haben, worum es hier eigentlich geht: guter alter Judenhass!”   (aus: Tapfer im Nirgendwo)

claudia

Die „Feministin“ Claudia Roth mit festgeschriebener Zwangsverschleierung und „Genossinnen“, vereint unter den Bildern von zwei antisemitischen Islamisten

Selbst nach den Anschlägen von Paris, wo antiklerikale Redakteure wegen ihrer Zeichnungen und Juden weil sie Juden waren von Islamisten ermordet wurden, ist es unwahrscheinlich auch in Europa je eine solche Rede gegen Antisemitismus und Israelhass zu hören. Kurz nach den Morden auf die Redaktion von Charlie Hebdo meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Oppermann mit einer Kerze in der Hand „Der Anschlag von Paris hat nichts mit dem Islam zu tun” und kurz nachdem vier Juden in dem jüdischen Supermarkt in Paris ermordet waren, weil sie Juden waren, besuchte Bundesjustizminister Heiko Maas keine Synagoge sondern eine Moschee in Berlin. Der Jahrtausende alte Judenhass Europas kopuliert mit dem islamistischen Antisemitismus der arabischen Welt. Die europäische Beschwichtigungspolitik gegenüber dem antisemitischen Islamismus wird aller Voraussicht auch nach dem nächsten Aufruf zum Judenmord und dem nächsten antisemitischen Terrorangriff fortgesetzt. Dass Claudia Roth zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee den islamfaschistischen, holocaustleugnenden, frauenverachtenden, antisemitischen Iran mit frauendiskriminierendem Kopftuch besucht und dabei die Islamisten hofiert, ist ein weiterer Beleg von ideologischer Verwahrlosung  in einer ohnehin verrückten und magisierten Welt.