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Was ist (heute) „links“?

3. November 2010

Nach der französischen Revolution wählte sich Frankreich eine Gesetzgebende Versammlung, in der ganz rechts die Monarchisten saßen, während die republikanischen Jakobiner  mit diesen nichts zu tun haben wollten  und deshalb die Plätze ganz links einnahmen. Die Politik der Jakobiner  war für das einfache Volk,  für Arbeiter und Kleinbürger, sie waren gegen Krieg und  forderten den Verkauf der Nationalgüter. Sie wollten ein geeintes, zentralistisches Frankreich und Planwirtschaft. Seit der Zeit kümmern sich „Linke“ um Dinge, die sie nichts angehen. Viele „Linke“, so auch ich, sind der Meinung, dass Menschen die dies nicht tun, die Achtung vor sich selbst verlieren müssten, dass sie moralisch Selbstmord begehen.  „Links“ ist deshalb, wo das Herz ist. Das Eintreten für eine  sozial gerechtere Gesellschaft, für die Gleichberechtigung der Geschlechter, für die Gleichberechtigung der Nationen inklusive einer gerechteren Verteilung  des Reichtums, gegen den Krieg, gegen die Diskriminierung von Minderheiten, gegen den Aberglauben der Religionen und gegen Antisemitismus stand  damals und steht  heute auf der Agenda der „Linken“. Die Geschichte der“ Linken“ weist einige „dunkle Schatten“ auf. Die Spaltung der Arbeiterklasse in SPD und KPD wegen der „Burgfriedenspolitik“, das Querfrontdenken der KPD in den 30er Jahren, die stalinistischen Säuberungen in der Sowjetunion bis in die 50er Jahre, die vielen Fehler der Regierenden in der DDR bis zum heutigen linken Antisemitismus sind trauriger Beleg für die vielen Irrtümer und Verbrechen von „Linken“. Diese Fehler müssen teilweise, im Kontext ihrer Zeit gesehen, dürfen trotzdem nicht entschuldigt werden. Die rote Armee befreite das KZ  Auschwitz, die Überlebenden der NS- Konzentrationslager waren die ersten Regierenden der neu entstandenen Staaten Israel und  DDR. Das Blockdenken des „Kalten Krieges“ brachte unheimliche Allianzen, die aus rein pragmatischen Gründen geboten waren. Seit der Zeit der Jakobiner spaltete sich die „Linke“ mehrfach in reformistische, radikalere und esoterische Gruppierungen, so gab und gibt es innerhalb und außerhalb der parteipolitischen und gewerkschaftlichen Gruppierungen viele abstruse Ansichten, angefangen von kleinbürgerlichen Rassisten, nationalen Stalinisten, Eugenikern, Sozialdarwinisten, Esoterikern, Anthroposophen, religiös motivierten Antisemiten bis zu den Antizionisten. Diese Kräfte befinden sich im Wettstreit mit ihren aufgeklärten, humanistischen, antinationalistischen Gegenspielern. Im Folgenden versuche ich, fragmentarisch, quasi als ersten Versuch darzulegen, was für mich linke Positionen sind und welche Positionen mit „linkem Denken“ unvereinbar sind:

1) „Links“ ist – sich jederzeit selbst hinterfragend der Aufklärung, verpflichtet zu fühlen, dabei für den nachhaltigen Fortschritt seiner Umgebung/Gesellschaft einzutreten. Die Aufklärung richtete sich zuerst gegen die christliche Religion, denn Wissen sollte Glauben ablösen. Karl Marx schreibt: „Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik“. Gott wurde vom Menschen erschaffen und nicht umgekehrt. Religion ist Ideologie, sie ist falsches Bewusstsein. Sie lenkt als „Opium des Volks“ die Menschen von ihren existenziellen Problemen ab. Mit Hilfe der Religion werden die Menschen von der herrschenden Klasse unterdrückt. Die Menschen sind also keinem Gott verantwortlich, der Mensch ist nach „linkem“ Weltbild dem Menschen verantwortlich, nicht nur für seine  Individualität, sondern  er ist verantwortlich  für alle Menschen.  Eine „Linke“ kann daher niemals strategisch, gemeinsam mit christlichen Kirchen oder islamischen Gruppierungen gegen fundamentale Missstände vorgehen. Die Trennung von Staat und Kirche ist eine unveränderliche „linke“ Forderung.  Frauenunterdrückung, mit ihren sichtbaren Symbolen wie die erzwungene Verschleierung von Frauen durch Burka, Niqab oder Kopftuch,  wie sie in islamischen Gesellschaften am extremsten zu Ausdruck kommt, kann von „Linken“, die sich der Emanzipation verschreiben, nicht toleriert werden. Wenn Religion öffentlich wird, wenn sie nicht mehr „Privatsache“ ist, wenn Religion missioniert, muss „linker Geist“ aktiv werden. Sigi Zimmerschieds „Kardinal daschlogn“ ist diesbezüglich sicherlich die „letzte“ Lösung.  2) „Links“ ist – Kapitalismuskritik, die zuerst den eigenen bürgerlichen Staat kritisiert, der den Reichtum von unten nach oben lenkt, ebenso zu erkennen, dass privater Produktionsmittelbesitz mit Ausbeutung verbunden ist. Redliche Kritik am Kapitalismus ist nicht zu verwechseln mit der Suche nach Sündenböcken, zumeist in kapitalistischen Krisenzeiten. Die „Heuschrecken-Kampagnen“ sowie die Unterscheidung zwischen „raffendem“ und „schaffendem“ Kapital ist rechte Kapitalismuskritik, die von „Linken“ kritisiert werden muss. Die Kritik am Finanzkapital steht meist im Zentrum einer regressiven Kapitalismuskritik, die die Totalität des kapitalistischen Systems verkennt. Die Hetze gegen “Heuschrecken” läuft immer Gefahr, die Systemkritik zu personalisieren und dadurch die kapitalistische Vergesellschaftung nicht als „gesellschaftliches Verhältnis“ mit abstrakten Zwängen zu begreifen, sondern die konkreten Akteure als persönlich Verantwortliche für Elend, Armut und Ausbeutung auszumachen. Diese Kritik am Kapitalismus von rechts muss von einer redlichen  „Linken“ aufs Schärfste kritisiert werden.  3) „Links“ ist – die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz, „Gleichheit vor dem Gesetz“, internationaler Verteilungsgerechtigkeit und Chancengleichheit, usw. Der Punkt Gerechtigkeit ist der wohl schwierigste und würde hier den „Einstiegs-Rahmen“ sprengen. 4) „Links“ ist, nicht zu Schweigen bei Diskriminierung von Migranten, Ausländern, wie aktuell bei den Aussagen des den bayerischen Ministerpräsidenten, oder anderen Minderheiten. Diese Solidarität darf nicht mit falscher Toleranz verwechselt werden. Toleranz oder Wegsehen bei religiös motivierter Frauenunterdrückung kann keine „linke“ Position sein.  Nicht zu Schweigen etwa über die Verbrechen des iranischen Regimes oder anderer islamfaschistischer Gruppierungen oder Regierungen ist ein entscheidender Grundpfeiler linker, humanistischer Gesinnung. Denn die Menschen im Nahen Osten benötigen dringend eine grundlegende Veränderung der Verhältnisse. Zu einer Demokratisierung und Liberalisierung in Ländern wie Iran Pakistan oder Saudi Arabien gibt es keine Alternative. Aufgabe der „Linken“ ist daher die Unterstützung und Solidarität emanzipatorischer Bewegungen wie der Frauen- und der Studierendenbewegung in den arabischen und islamischen Ländern. „Linke“ verurteilen die iranischen Antiisrael-Konferenzen mit Holocaustleugnern, sie verurteilen den Terror der islamischen Sittenpolizei dem Schwule und Lesben unterliegen, die für ihre Lebensweise gehängt oder gesteinigt werden. 5)  „Links“ ist – sich für den Frieden einzusetzen. Bei militärischen Auseinandersetzungen zu Erkennen wer Aggressor und wer Angegriffener ist. Jedes Land hat das Recht sich zu verteidigen. Die entsprechenden Aggressoren müssen von redlichen „Linken“ geächtet werden. 6) „Links“ ist – zu erkennen, dass Revolution kein Selbstzweck ist, da Revolution das äußerste Mittel zur Herstellung einer gerechten Gesellschaft ist. Sie ist die letzte Maßnahme zur Verwirklichung menschenwürdiger Zustände.  „Am Anfang aller Brüderlichkeit steht der Brudermord, am Anfang aller politischen Ordnung steht das Verbrechen. Für diese uralte, durch die Jahrhunderte getragene Überzeugung, von dem Beginn aller menschlichen Angelegenheiten ist die Annahme eines Naturzustandes nur eine letzte, theoretisch gereinigte Paraphrase, und sie klingt noch deutlich nach in Marx’ berühmten Ausspruch von der Gewalt als der mächtigen Geburtshelferin der Geschichte.“, schrieb Hannah Arendt bereits 1963. Revolutionäre Befreiungsbewegungen wie etwa die FMLN, FSLN oder der Vietcong, die gegen Militärdiktaturen oder imperialistische Aggression kämpften, verdienten die weltweite Solidarität der “Linken“. „Revolutionäre“  Bewegungen,  die einen Gottesstaat fordern, egal ob dieser fundamental christlich oder islamfaschistisch ist, sind kategorisch abzulehnen, da diese nicht ansatzweise emanzipatorisch, sondern fanatisch reaktionär sind. Ein Gottesstaat wie der Iran mit seinen Ayatollahs, ist deshalb aufs Schärfste zu kritisieren. Die siegreiche sozialistische kubanische Revolution von 1959 ist dagegen ein gutes Beispiel für eine gelungene soziale, emanzipatorische Umwälzung.   7) „Links“ ist – ein klares Geschichtsbewusstsein, als Teil der Bildung, mit der Reflexion der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ohne das Verstehen der „Urkatastrophe“ des 1. Weltkrieges, der Fehler der Weimarer Republik, der Machtübernahme der Nationalsozialisten, den „einmaligen“ Verbrechen der NS-Diktatur, kann aktuelle Politik nicht begriffen werden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, nach dem 11. September haben sich die Welt-Koordinaten verschoben. Das überholte antiimperialistische Weltbild kann die Welt nicht mehr erklären. Aus diesem Antiimperialismus heraus bezeichnen „Betonlinke“  Israel als imperialistischen Brückenkopf der USA. Dieser  Antiimperialismus führt über den  Antizionismus zu linkem Antisemitismus. Die Mehrheit der heutigen Feinde Amerikas sind keine nationalen Befreiungsbewegungen mehr, die fortschrittliche Ziele verfolgen, sondern antimoderne, frauenfeindliche, antisemitische Bewegungen des politischen Islam. Deutsche Nazis haben die Anschläge am 11. September in New York City bejubelt, deutsche Nazis sind mit Palästinensertüchern auf Anti-Israeldemos unterwegs und erneuern ihren Hass auf Israel und ihre Solidaritätsaufrufe mit den Palästinensern. Wenn „Linke“ in „dasselbe Horn blasen“, entsteht eine neue, alte verhängnisvolle,  Querfront. 8)“Links“ ist – die Solidarität mit Israel, weil der arabische Antisemit, den Tod des Juden will. Die Liquidierung Israels steht auf dem Programm der PLO, der Hamas, des Dschihad und der Hisbollah. Wo es Stärkere gibt, steht  die „Linke“ auf der Seite der Schwächeren und stärker,  das sind die Araber,  stärker an Zahl, stärker an Öl, stärker an Dollars, stärker ganz gewiss, an Zukunftspotential. Deshalb ist, wie Jean Améry schreibt, die Allianz des antisemitischen Spießer-Stammtisches mit den Barrikaden wider die Natur, Sünde wider den Geist. Leute wie Horst Mahler oder Ahmadinejad  können sich die Umfälschung des kruden Antisemitismus zum aktuellen Anti-Israelismus gestatten: Die Linke muss redlicher sein. Es gibt keinen ehrbaren Antisemitismus.  Israel ist auch die Staat gewordene Konsequenz aus Auschwitz. Israel ist der erste und einzige Zufluchtsort für von Antisemiten verfolgte Juden. Eine Linke die sich ernst nimmt, muss solidarisch mit Israel, dem „Juden unter den Staaten“,  sein, dazu gehört auch die Solidarität mit den überlebensnotwendigen Verteidigungsmaßnahmen Israels. Deshalb stellen sich redliche Linke dem alten und neuen Antisemitismus / Antizionismus entgegen. 9) „Links“ ist – internationalistisches Denken und die Kritik an der eigenen bürgerlichen Gesellschaft, weil der unsägliche, speziell der deutsche, Nationalismus mit seiner irrationalen Leidenschaft und seinen Vorurteilen, die Quelle für Mord und Totschlag war und ist. „Linke“ sind als  gesellschaftlich geprägte Individuen potentiell so nationalistisch und antisemitisch wie die sie umgebende Gesellschaft. Der deutsche Nationalismus, mit seiner fehlenden Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verdrängungsmechanismen in Form eines sekundären Antisemitismus und Antiamerikanismus ist leider auch innerhalb der Linken virulent. Die Aufgabe einer sich als radikal begreifenden und historisch reflektierenden politischen Linken wäre es, sich dieser Auseinandersetzung zu stellen und den Antizionismus als das aufzuweisen und zu denunzieren, was er ist.  10)“Links“  ist – Widerstand gegen bornierte (vermeintliche) Mächtige, Betondeppen, Kadavergehorsam und gegen die „Gefangenschaft eindimensionalen Denkens“, weil dies zum einen, das Gebot der Stunde ist und außerdem auch mächtig Spaß machen kann. Der bayerische anarchistische „Paradelinke“ Oskar Maria Graf wollte während des ersten Weltkriegs, 1916 weg von der Front und weg vom Krieg. Er verweigerte einen Befehl, riskierte die standrechtliche Erschießung, gaukelte dabei Wahnsinn vor und kam dafür später in eine Irrenanstalt. Er sollte abgeurteilt werden, in seiner Zelle trat er in einen 10-tägigen Hungerstreik, nach einigen Tagen meinte der Leutnant: “ Warum essen sie denn nichts? Sind sie krank? “  Graf: „Nein, aber ich habe keinen Appetit.“ Leutnant: „So, so …  wissen Sie auch, dass man Sie zum Essen zwingen kann?“  Graf:“ Jawohl Herr Leutnant, aber nicht zum Appetit“

Wenn „Linke“ die DDR eventuell zu blauäugig, 20 Jahre nach dem Untergang der selbigen, beurteilen, ist dies zwar betrüblich, aus meiner Sicht jedoch nicht verwerflich. Wenn „Linke“ im Jahre 2010, dagegen ein islamfaschistisches Regime, wie den Iran und ihre Ausläufer wie Hamas und Hisbollah  huldigen,  Israel ihr legitimes Verteidigungsrecht absprechen, so halte ich dieses Verhalten dagegen, alleine wegen seiner Aktualität und der „deutschen Vergangenheit“,  für verwerflich. Wenn „Linke“ im Gleichklang mit  geschätzten 70 % der restlichen Deutschen den Juden Auschwitz nie verzeihen wollen, müssen diese „Linken“, notfalls schmerzhaft, auf ihre Vorurteile hingewiesen werden. Wenn „Linke“ in der aktuellen Wirtschaftskrise, Sündenböcke im Finanzkapital suchen, ähnlich wie die  Nationalsozialisten um Gottfried Feder,  oder die Lösung der aktuellen Probleme in Esoterik, Biologismus, Schwundgeld oder Anthroposophie suchen, muss auf die Sackgasse dieses gefährlichen Denkens hingewiesen werden. Wenn gewisse Medien dies zu verhindern versuchen, machen sie sich zum Komplizen dieser „Ansichten“.  1974 schrieb Jean Améry : „Die Linke ist Wirklichkeit  in ihrer Praxis, nicht in ihrer Dogmatik. Ihr letzter Referenzpunkt ist ein Humanismus, den aus verqueren theoretischen Gründen in Frage zu stellen, im günstigsten Fall Spinnerei ist, im üblen Sabotage. Denn es ist der Humanismus keine bürgerliche Mystifikation, wenn auch sein Banner von der Bourgeoisie nur allzu oft zu Mystifikationszwecken rauschend geschwenkt wurde.“

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337 Kommentare leave one →
  1. 3. November 2010 19:07

    Unter http://metropolenmond.de/node/186 hab ich dasselbe Blog eingestellt. Die Diskussion darüber ist also hier und bei Tiefscharf möglich. Ich habe auf die Schnelle mal dargelegt was für mich „links“ ist. Lasse mich aber gerne überzeugen, bei dem einen oder anderen Punkt falsch zu liegen. In dem Fall verbessere ich das ganze und stelle es dann als „Final-Version“ in mein „Cosmos-Blog“ ein.

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    • 4. November 2010 02:37

      Hallo Fidelche

      Danke für den Beitrag auf Metropolenmond. Ich habe ihn eben in Politik einsortiert, da ich die Rubrikenliste nicht ausufern lassen möchte, ihn dann noch auf die erste Position geschoben. Im Moment bin ich nicht in Berlin und auch sonst ein wenig busy – werde mich aber später dazu noch äußern.

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      • 4. November 2010 19:32

        Dein Metropolenmond ist ja in der Nacht ein guter Trabant für die Diskussion, wie sich Linke heute qua Diskussion ‚fördern und fordern‘ können. Ich werde jedenfalls weiter mitmachen.

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  2. georg netzberg permalink
    3. November 2010 20:33

    mein enger freund rainer kühn hat auf dem metropolenmond deinen einwurf eingeköpft. es steht schon mal zwei zu null nach nur wenigen minuten.
    manche finden das nicht witzig, und torjäger werden gesperrt, topscorer bekommen die rote karte, man kennt das ja. hinterher heißt es fälschlicherweise, man hätte mit doppelspitzen gespielt. dabei war es schon die nachspielzeit, und alle tore in den herbergerschen neunzig minuten geschossen.
    und das nächste spiel ist bekanntlich immer das witzige.

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    • 3. November 2010 22:08

      Volle Zustimmung! Ich bin sehr gut mit fidelche befreundet. Leider hatten wir beide nicht das Vergnügen in der FC gemeinsam zu bloggen, da fidelche bereits rausgeworfen wurde als ich auftauchte. Rainer Kühn war auch nicht mehr dabei, deshalb konnte ich nur auf seinem Privatblog über ihn lesen. Ich bin der Meinung, wenn es bei einer Fußballmannschaft einfach nicht läuft, sie in die zweite Liga absteigt, man einfach viel zu viele Tore kassiert, sollte zuerst an die Defensive gedacht werden. Das heißt, die Abwehr umstellen, evt. mit zwei 6ern vor der Viererkette spielen. Wichtig für einen Präsidenten ist natürlich, sich nicht zuviel um den Rasen zu kümmern, sondern in einer derartig prekären Situation einfach man den Trainer zu wechseln.

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    • 3. November 2010 22:10

      Jetzt hab ich noch was vergessen: Ich finde es sehr angenehm, dass mich Uwe Theel hier nicht wegen meiner Hautfarbe diskriminieren kann und darf.

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      • Damian Bold permalink
        3. November 2010 22:45

        Ich war auch erst nach Rainer Kühns Deaktivierung auf dem Platz, die Frechheiten von Theel auch gegen Deine Sakko-Vorliebe habe ich aber selbst noch nach meiner eigenen Deaktivierung verfolgt. Fair Play ist was anderes! Und mit fünf Rechtsaußen kann man Fußball auch nicht spielen.

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        • 3. November 2010 23:05

          Sehr richtig, was du schreibst, Damian. Dazu kommt noch, dass ich mir dieses Sakko nur für das Foto kurz ausgeliehen habe. Ich besitze nicht mal so ein rotes Sakko. Ich finde, solange Uwe Theel permanent die eigenen Spieler umhaut, ist es das beste wenn er stur vorne an rechten Seitenlinie klebt, da kann er nicht viel anrichten. Das Hauptproblem ist natürlich, dass immer alle Rechtsaußen spielen wollen, weil keiner einen linken Fuß hat. Es müsste halt mal ein guter Trainer her, der dem Uwe Theel sagt, wo der Gegner steht.

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        • Damian Bold permalink
          3. November 2010 23:11

          In Argentinien, da war mal komplett alles richtig, bei diesem Kettenraucher, als Trainer, da war Fußball eine Welt, die ganze …

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        • 3. November 2010 23:23

          Humanismus, Mut, Emanzipation, Schönheit, Ästhetik und linker Fußball. Ein linker Schiri würde unter Umständen schon reichen.

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        • 4. November 2010 19:38

          Mein lieber Damian, den César Luis Menotti hast Du doch bei mir vorm Fernseh kennengelernt, seinen Spruch „Beim Fußball der Linken spielen wir nicht einzig und allein, um zu gewinnen, sondern um besser zu werden, um Freude zu empfinden, um ein Fest zu erleben, um als Menschen zu wachsen“ gehört, und daß er der Militärregierung 78 nach dem Gewinn der WM die Gratulation verweigert hat, wo? Na!

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        • 4. November 2010 22:14

          Jedenfalls war Menotti ein großer Trainer und kein Speichellecker. Uwe Theel dürfte zu jung sein ihn gekannt zu haben. Wenn ich mir die Dialoge von Uwe und JJK ansehe…

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        • 4. November 2010 23:17

          „Jedenfalls war Menotti ein großer Trainer und kein Speichellecker. Uwe Theel dürfte zu jung sein ihn gekannt zu haben. Wenn ich mir die Dialoge von Uwe und JJK ansehe…“
          fidelche, ich habe keine ahnung von fußball, aber ich hatte hier schonmal mitbekommen um das spekulieren über theels alter. er ist nach meinem wissen etwa 50, auch laut eigener aussage. erinnern kann ich mich nicht genau (um links zu setzen), doch auch aus dem gesamtzusammenhang scheint dieses alter inetwa zuzutreffen.

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        • 5. November 2010 11:19

          Goreflex, wenn Uwe Theels Angaben in der FC stimmten, dann dürfte er so um die 60 sein. Rahab dürfte knapp darunter liegen. Vielleicht verstehen sie sich deshalb so gut. Natürlich ist das Alter unwichtig, entscheidend ist was „vorne“ rauskommt.

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        • 5. November 2010 11:58

          Nicht vorne, Fidelche, nicht vorne – sondern OBEN.

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        • 5. November 2010 12:11

          Mit 60 und 57 sollte „oben“ schon mal was Gefiltertes rauskommen … es kann aber auch sein, daß es dann schon wieder Versteinertes ist. Ganz unabhängig vom Geschlecht. –
          Menotti dagegen sprach gegen Taktik und Systemzwang und wollte natürlich „vorne“ das Tor. Ist ja auch so ein Thema: Gibt es linken Fußball … oder doch nur den b-virus.de?

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        • 5. November 2010 12:43

          Berichtigung: …entscheidend ist was “oben” rauskommt.

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      • 5. November 2010 18:54

        Uns(er) Uwe hatte auch immer das Problem, keinen richtigen „Vollspann“ zusammenzubringen, weil ihm immer das Schuhband aufgrund der kindlich-gelegten Schleife aufging. So blieb es bis heute beim „ewigen Talent“!

        Beste Grüße an die früheren Freitagsrecken „fidelche“ und „Rainer Kühn“

        dr.b

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  3. 3. November 2010 20:56

    Fidelche, mir hat Deine Art der Beantwortung der Frage gefallen und eingeleuchtet. Die Geschichte des Widerstands ist lang und immer und überall. Man kann anfangen, wo man will, es geht gegen die Herrschaft von Menschen über Menschen.
    Ich reihe mal meine Lektüre: Links – Herz – (soziale) Gleichheit — Aufklärung (als Religions-/Herrschafts-/Ideologiekritik) – Kapitalismuskritik – Solidarität als Humanismus — Geschichte denken – das Ganze reflektieren – Widerstand leisten/kritisches Verhalten üben.
    Linke Perspektiven sind heute verstellt, aktiv links sein mit der Perspektive politischen Erfolges ist kaum möglich, nur innerhalb des falschen Ganzen, links sein heute ist weiterhin ein Festhalten an der großen Negation, an der unzugänglichen Utopie.

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    • 3. November 2010 21:53

      Danke Rainer, dein Satz, „…es geht gegen die Herrschaft von Menschen über Menschen“ gehört natürlich rein. Den hab ich vergessen. Werde ich in der Final-Version nachholen.

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  4. 3. November 2010 22:41

    Mal eine Frage an die Nichtbayern: Kennt hier jede(r) Sigi Zimmerschied?

    Ich kenne ihn seit den 70er Jahren, auch sein erstes Programm, die „Himmelskonferenz“. Das Stück war damals ein Skandal. Zimmerschied bekam eine Klage mit dem Vorwurf der Gotteslästerung und wurde erst nach einem halbjährigen Ermittlungsverfahren freigesprochen. Es ging um die Personifizierung des Himmels. Dargestellt wie ein völlig bankrotter Himmel, darin ein müder resignierter Gottesvater der von dem Himmelsfunktionär Erzengel Michael entmachtet wird, ein ständig besoffener Heiliger Geist, Petrus, der politische Geschäfte macht, Jesus, der nur kifft, Maria, die zum zweiten Mal schwanger ist und sagt: „Ich weiß nicht, wer’s war“

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    • derSamstag permalink
      4. November 2010 13:31

      Nö, ich kannte ihn nicht. Der Dialekt ist zwar schwer verständlich, der Witz aber doch erkennbar. Über den Dreschflegelspot konnte ich allerdings nicht lachen. Das war mir zu derb.

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    • 4. November 2010 18:03

      nö, ich auch nicht, obwohl mir der name irgendwie bekannt vorkam. was hirtenbriefler vorstellt, kann ich wirklich schlecht verstehen, obwohl ich lange und oft in süddeutschland (b.-w.) war und auch mit bayern zu tun hatte und darüber hinaus ganz gut andere dialekte verstehen kann.

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      • 4. November 2010 22:30

        „A ganz a miesa, dafeida, dreggiga Dreg san Sie“ (Ein ganz mieser, verfaulter, dreckiger Dreck sind Sie) hat ihm vor 30 Jahren eine alte Dame auf den AB gesprochen. Das war dann der Name seines nächsten Programms. Niederbayrisch ist noch härter als oberbayrisch. Er hat fast alle Tabus gebrochen die es zu brechen gab, vor allem religiöse Tabus. Heute ist er bedeutend braver geworden. Ich verstehe, dass Nichtbayern Schwierigkeiten haben ihn zu verstehen. Schade, er wäre es Wert verstanden zu werden.

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      • F. Wolf permalink
        8. November 2010 09:56

        @goreflex

        Mir geht es ähnlich, ich verstehe ebenfalls nur die Hälfte, trotzdem bemerke ich dabei den derben Witz. Es geht um tödliche Unfälle auf der Autobahn. „Fährt der „Prominente“ frontal mit 200 in einen „Unbekannten“ rein.“ Alle Körperteile sind aus dem Fenster des Autos raus in ein Maisfeld reingeflogen. Am Ende fehlte ein Arm, den dann zuletzt ein Hund fand. Die Gestik von Z. ist atemberaubend.

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    • 5. November 2010 23:40

      Hallo fidelche, in deinem damaligen Religionsblog, an dem ich auch mit viel Freude teilnehmen durfte, beeindruckte mich folgendes Gremliza-Zitat: „Jedes Stückchen Emanzipation der Menschheit, noch das bescheidenste, ist nicht mit, sondern gegen Religion und Kirche erkämpft worden. Und schlichtester Anstand müßte es verbieten, einer religiösen Organisation, deren Geschichte eine einzige breite Blutspur zeichnet, den Gebrauch des Wortes »Menschenrecht« anders zu quittieren als mit Hohnlachen oder einem Schlag auf die Pappn. Geschieht das? Keineswegs: Nicht die Propheten und Mitläufer des Aberglaubens haben zu beweisen, daß sie, obwohl Christen, ansonsten einigermaßen anständige Leute sind. Entschuldigen müssen sich die andern, die Ketzer. “ Diese zeitlosen Sätze sind bis heute nicht widerlegt. Zu deinem „Punkt 1“ würden diese Sätze sehr gut passen. Ich meine, entweder diese Sätze werden per Argument widerlegt oder sie sollten in das Blog aufgenommen werden.

      Beste Grüße

      dr. b.

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      • Onkel Bob permalink
        5. November 2010 23:55

        Ja, Gremliza wird damit auch morgen recht behalten.
        Religion ist z.B., wenn eine Rahab kommentiert. Im besten Fall ist die Emanzipation dann schon geflüchtet. Oder sie muß eben vorm Comment den ‚Schlag auf die Pappn‘ führen.

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      • 7. November 2010 11:33

        @boedele 05/11/2010 23:40
        Volle Zustimmung für deine Bemerkung, das hab ich vergessen einzubauen. Zu widerlegen gibt es nichts, wie im Religionsblog zu sehen war. Ich werde das Gremliza-Zitat sicherlich in der Final-Version bei Punkt 1 einfügen

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  5. 4. November 2010 14:21

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  6. 4. November 2010 17:30

    Soeben fällt mir Hermann Kants Antwort auf die Frage, Was ist heute noch links?“, in die Hand, die mir sehr gut gefällt. 1997 antwortete er: „Gerade in der Niederlage sind linke Tugenden wie Solidarität, Kritik und ein beidseitig angeschliffener Humor nicht zu verachten. Wer seinen Gegnern fürchterlich bleiben will, muß auf gutes Gedächtnis halten. Links ist, wer frohlockt, wenn ihn die Herrschenden einen Links-Populisten heißen, und den es tief erheitert, wenn sie ihm von seiner Verantwortung sprechen. Wer in Opposition eine ehrenwerte Position und keine Durchgangsstation sieht. Wer in Arbeitslosigkeit ebenso ein Unding wie eine Bedingung des Systems erkennt. Wer auf Bildung hält und das 1. Kapitel des Kommunistischen Manifests als Gegenwartsliteratur zu lesen vermag. Wer über der Zweidrittelgesellschaft nicht die Einzehntelgesellschaften vergißt. Links ist, wen die, nun ja, Vergeßlichkeit des Volkes nicht hindert, auf dessen Seite zu bleiben. Ganz und gar nicht links ist, wem der Antisemitismus nicht als schändlichste aller Schanden gilt.
    Links ist auch als englische Vokabel ein überaus schönes Wort.“ (Hermann Kant war von 1978 bis 90 Präsident des Schriftstellerverbandes der DDR. Er lebt als freier Autor in Prälack/Mecklenburg)

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    • 4. November 2010 19:24

      Kommunismus auch als Gegenwartsliteratur, das ist natürlich völlig richtig. – Was links ist, hat auch der österreichische Schriftsteller Michael Scharang immer wieder in Essays im Kontext der Zeit aufgeschrieben. Ich habe gerade zum Glück kein Zitat zur Hand, sonst schriebe ich noch um Mitternacht … möchte aber jedem das Gesamtwerk empfehlen.

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    • 5. November 2010 11:22

      Rainer, von Michael Scharang kenne ich nur seine Texte aus „Konkret“. Darin schrieb er mal: „Die Linke, das ist die neue Aufklärung. Das ist jene vorbehaltlose Aufklärung, die um die Dialektik der Aufklärung weiß und die sich deshalb gegen die bürgerliche Aufklärung stellt, welche Bestehendes nur anzweifelt, um es zu perfektionieren. Wegen dieses Anspruchs vorbehaltloser Kritik sieht die politische Linke in der Linken nicht den Inspirator, sondern den Gegner. Die politische Linke braucht keine Theorie, da sie das Kauderwelsch des politischen Alltags zu Theorie erklärt und vorhandene linke Theorie zum Kauderwelsch vereinfacht. So kommt es, daß die meisten Anführer der politischen Linken als Theoretiker gelten. Und daß im Umkreis dieser Anführer kritische Theorie als bürgerlicher Luxus geächtet wird. Wer wie die Linke sich ohne Heiratsabsicht mit der Wirklichkeit einläßt, entdeckt dabei nicht die Alternative zum Bestehenden, sondern viele Möglichkeiten. Wegen dieses Reichtums an Entdeckungen gilt die Linke als uneinheitlich und zerstritten. Die politische Linke verachtet die herzlose Reflexion ebenso wie die zügellose Spekulation. Sie liebt den Beschluß. Sie kommt jedoch mit ihrer Eintopftheorie nicht weit. Der Beschluß, die Welt zu verändern, bewirkt nicht Veränderung, sondern Kopfschütteln. Die Frage, ob der geschüttelte Kopf dann auch rollt, nennt man Machtfrage. Den Zorn über die Folgenlosigkeit von Beschlüssen läßt die politische Linke an den Menschen aus. Wenn die Welt sich nicht traktieren läßt, werden eben die Menschen sekkiert. Sie müssen neue Menschen mimen, um den alten Menschen auf der Tribüne vorzugaukeln, sie, diese Menschen, seien das glorreiche Resultat glorreicher Beschlüsse. Die politische Linke entlarvt die Götter als von Menschen fingiert und setzt sich selbst als gottgleich über die Menschen. Sie hält sich für das Subjekt der Geschichte und ist doch nur ein Subjekt. Wird die politische Linke vernichtend geschlagen, ändert sie ihren Namen, lernt ein paar Redewendungen dazu und spielt im nächstbesten Machtspiel mit. Die Linke hingegen ist immer in Opposition. Die politische Linke macht zuerst falsche Hoffnungen und läßt diese dann fahren. Die Linke hingegen macht niemandem Hoffnung, gibt aber die Hoffnung, die sie nicht hat, niemals auf. Warum um alles in der Welt bricht die Linke nicht mit der politischen Linken? Weil sie mit ihr verschwistert ist.“

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      • 5. November 2010 12:01

        Nun. Die Forderung nach Aufklärung – so berechtigt sie ist – widerspricht wohl den Denk- und Redeverboten irgendwie linker Plattformen. Ideologie und Aufklärung waren, sind und bleiben inkompatibel.

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        • 5. November 2010 12:24

          Tiefscharf, die Frage ist, was du unter Ideologie verstehst. Mein Weltbild ist jedenfalls, meine ich zumindest, mit Aufklärung kompatibel, im Gegensatz zu sehr vielen in der FC. Im meinem Text schrieb ich unter Punkt 1, „..sich jederzeit selbst hinterfragend.. Wenn das eigene Weltbild starr, auf alle Zeiten fixiert ist, ohne auf die Veränderungen der Welt einzugehen, ist dieses Weltbild (Ideologie) tatsächlich nicht vereinbar mit Aufklärung.

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        • 5. November 2010 16:23

          Lass es mich so ausdrücken: Ich vermute, dass die »irgendwie Linke« von allen denkbaren Geistern »missbraucht« wird, um diverse krude Vorstellungen zu argumentieren, die ohne diese vermutete »Legitimation« überhaupt nicht konsensfähig wären. Der Fehler »irgendwie linker« Präsenzen ist, dass sie das zulassen – obwohl es dem Eigentlichen zutiefst widerspricht.

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      • 5. November 2010 12:19

        Hallo Tiefscharf, ich finde auch, daß (europäische) Aufklärung trotz aller Kolonialgeschichte nicht hintergangen oder gar abgelehnt werden kann für den Weg oder Sprung in eine humane Welt. Genau das wäre Ideologie, und wo im IrgendwieLinks gestochert wird, entsteht genau dieser Nebel als Versuch, „Kauderwelsch“ (Scharang) durchzusetzen.

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    • 5. November 2010 11:49

      Ja, das ist ein schönes Zitat und trifft genau das Dilemma der Frage nach dem Linkssein in der falschen Welt. Die scheinproduktive Suche nach einer starken politischen (praktischen) Linken ist hier kräftig mit Theorie mal durchgerührt. – Wo sitzt, west eigentlichlich diese Verschwisterung mit der politischen Linken vor sich hin, die gerade im Schluß des Zitats von Scharang angesprochen ist?

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    • Silvia permalink
      7. November 2010 15:57

      Was ist heute links? Ich sag mal so, „links ist nur eine Diktion. Wenn die linken Gutmenschen ihren antizivilisatorischen Regungen nachgeben, und in ihrem Antisemitismus schwelgen, nennen sie ihn „Antizionismus“, wenn sie ihrem Antiamerikanismus ausleben wollen, nennen sie das „antiimperialistischen Kampf“. Viele, auch hier, vergessen, dass sich die Linke aus ganz ähnlichen bornierten Dumpfbacken zusammensetzt wie der Rest der Gesellschaft. Ich habe nie Anstrengungen unternommen, links zu sein, ich will nur nicht so sein wie die überwiegende Mehrheit in diesem Land, mit ihren Talk- und Samstagabendunterhaltungssendungen.

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  7. 4. November 2010 22:42

    zu Punkt1 …erzwungene Verschleierung von Frauen durch Burka:
    Wenn ich König von Deutschland wäre, würde ich Burka, etc. verbieten. Es würde aber Ausnahmeregelungen geben. Beispielsweise könnten sich Frauen, wie „Rahab“ oder „Dame.von.Welt“ verschleiern, wenn sie nachweisen können, dass sie sich freiwillig vermummen und die Gründe dafür nachvollziehbar sind, was bei diesen beiden „Damen“ sicherlich gegeben wäre.

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    • 5. November 2010 12:01

      Endlich kann ich mal zustimmen; natürlich dank Fidelche. – Zur Kritik der Kleiderordnung, die ja viele obskure Branchen auf den Augenschlag sichtbar, identifizierbar, erkannbar macht (z.B. auch Bänker), hat Hermanitou kürzlich – am 22. Oktober – in seiner ‚antiregierung‘ hier auf WordPress einen audiovisuellen Beitrag der Dessousfirma liaison dangereuse eingestellt. Sehr schön! Der Beitrag heißt ‚Tausendundeine Nacht‘.

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    • 5. November 2010 12:54

      Zur Ehrenrettung meiner„ Linken“ muss ich schon darauf hinweisen, dass die „Freitags-Ansichten“ von Rahab und Dame.von.Welt bezüglich Burka und Scharia innerhalb der “Linken“ marginal sind. Während ich die Ansichten der Hamas-VersteherInnen und der Ahmadinejad-VersteherInnen innerhalb der „Linken“ als das weitaus größere Problem ausmache.

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      • 5. November 2010 23:55

        Frage allerseits: Wo ist eigentlich Rahab und ihr burkatragender Frauenzirkel abgeblieben? Scheint sich ins „Reservat“ verzogen zu haben um der „geistigen Inzucht“ zu fröhnen?

        dr.b

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      • 6. November 2010 00:10

        Da hier ein Thema ohne persönlichen Bezug zur Plattform von Rahab et al. vorliegt, zudem ein profundes zu diskutierendes, ist mir ganz klar, warum sie nur liest: Sie kann hier weder ihre unsinnigen Links setzen noch ohne Selbstentlarvung destruktiv sein. Wir dürfen uns freuen, denn auch damit ist der alte Befund bestätigt: ‚links‘ ist jedenfalls nicht, wenn aus Berlin eine Rakete bloggt.

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        • 6. November 2010 09:17

          Wobei wir wieder beim Thema wären: Auch „Provozieren“, wie es schon seit den Anfängen der Philosophie, einem Gegenpol zur Religion, angewandt wird, könnte mehrheitlich Teil einer „linken Haltung“ sein.

          Ich erinnere an die Punk-Kultur von Diogenes, der seine sexuellen Bedürfnisse öffentlich verrichtete und Respektlosigkeit gegenüber vermeintlichen Autoritäten zeigte (Alexander der Große soll ihn nach einem Wunsch an ihn, den „großen König“, gefragt haben. Diogenes‘ Antwort: Geh` mir aus der Sonne!), daher gleich einem Hund, der „hinpinkelt“ wo es ihm passt also von den Athenern den Namen „Kyniker“ (griech. „kynikos“: hündisch) erhielt und diese als Schimpfwort gedachte Bezeichnung als Ehrentitel annahm

          oder

          an Fritz Teufel (ich weiß, der Bogen ist hier ein wenig kurz gespannt!), der den „Herrn Richter Schwerdtner“ bis zur Weißglut provozierte und eine psychiatrische Untersuchung der Mitglieder des Gerichts forderte usw.

          Was meint ihr? Ist „Provozieren“ links?

          Auf dem „Hartplatz des Freitag“ ist dieses „linke“ Stilmittel“ nur einem kleinen Kreis „rechter Torpfostentäuscher“ vorbehalten, ist also bevorzugt für „Linke“ mit „provokant langen Stollen“ nicht bespielbar, Fouls werden ebenfalls nur auf den linken Seiten geahndet, die Zensur des Schiri lässt ganze Spielzüge nach Stasiart verschwinden usf. So macht Fußballspielen wirklich keinen Spaß.

          Hier auf dem schönen Wembley-Rasen ist die „Grätsche“ absolut nicht schmerzhaft und das für alle Mitspieler gleichermaßen! Spielgenuss pur. Schade, dass ich gleich bei einem Auswärtsspiel aushelfen muss!

          Beste Grüße

          dr.b

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      • 6. November 2010 19:13

        Provozieren: ein schönes Stich(!)wort von Boedele.
        Bei den Beispielen würde ich mal sagen, es gehört absolut zu linkem Verhalten. Die Provokation sollte aber den Witz der Aufklärung haben und die Schärfe von Pepperoni, mit Folgen. So wie etwa Chumbawamba vom Widerstand zum Gesang und zum Aktualisieren der Lieder der englischen Arbeiterbewegung gekommen sind. Das ist kritisches Verhalten, da, wo man steht. Provokanz mit Lerneffekt (wenn Lernen nicht so negativ besetzt wäre).

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  8. 5. November 2010 16:58

    Tiefscharf, was Du am 05/11/2010 16:23 schreibst ist richtig, deinen Satz, “Der Fehler »irgendwie linker« Präsenzen ist, dass sie das zulassen – obwohl es dem Eigentlichen zutiefst widerspricht“, habe ich lange und breit thematisiert. Wir sollten aber differenzieren. Ich bin beispielsweise ein „bekennender“ Linker. Einen kleinen Teil meines Weltbildes habe ich in dem Text, „was ist heute links?“ preisgegeben. Ich hab den Text schnell geschrieben ohne viel zu überlegen. Wenn du an dem Text was kritisieren kannst, und mich überzeugst, ändere ich ihn in der zweiten Version ab. Also, fehlt was, stimmt etwas nicht an dem Text, oder stört dich nur etwas?

    Alle „Linken“, „denken“ nicht wie Uwe Theel oder thinktankgirl und Co. Rahab z.B. bezeichnet sich ausdrücklich nicht als Linke, sie wäre in dem Thema also eigentlich nicht drin, sie bloggt nur in einem irgendwie linken Forum. Fast alle linken Gruppen, ob nun Gewerkschaften, Linkspartei, linke Medien usw. sind mehr oder weniger heterogen. Es ist ein Spiel der Kräfte um die Meinungshoheit.

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    • 5. November 2010 18:24

      Ein wenig differenziert: Ich würde mich persönlich als Linksliberalen verorten, schon allein, weil mir Dogmatiker ein Graus sind. Als problematisch sehe ich all jene an, die für sich die Deutungshoheit in Anspruch nehmen. Dazu zähle ich auch die üblichen Ostalgiker, die Gläubigen linker Götzen und die, für die jemand nur links sein kann, wenn er möglichst bescheiden ist, fast schon am Hungertuch nagt.

      Ich würde Menschen wie Theel, die eigentlich nur ihr eigenes Ego füttern, nicht als Beispiel für Linke begreifen – eher als »Einzelschicksale«. Das Problem ist nur, dass derlei Agitatoren das Bild vom Linken immer wieder derart verkrampft in die Welt speien, dass es nicht oder nur bedingt annehmbar ist. Wer möchte sich schon von diesen selbsternannten Besitzern der absoluten Wahrheit und Gerechtigkeit bevormunden lassen? Du vielleicht? Ich bin dafür nicht zu haben. Linkssein war und ist für mich immer ein Prinzip Offenheit und dazu passt es nicht, sich selbst ein Brett vor den Kopf zu nageln.

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  9. 5. November 2010 19:16

    Bevor Du das „Prinzip Offenheit“ geschrieben hast, habe ich beim Lesen an Offen-sein gedacht. Genau! Linke verteidigen nicht verkrampft alte Weisheiten, sondern beobachten, sind offen für die Welt, weil sie um Veränderung, um Geschichte wissen. Alles muß immer neu entdeckt werden. Dogmatik behindert. — Deshalb ist linkes Wahrnehmen stark in die Kunst ausgewandert, gerade dort, wo richtige soziale Praxis verstellt ist. – Linke wie Theel können das nicht mitdenken, machen sogar Theater zur dogmatischen Aufführung des Richtigen. Sie sind nicht links. Gegen Dogmatik hilft am besten der Witz, die Satire und, ja, dieser Zimmerschied, den ich auch noch nicht kannte. Und natürlich die olle kritische Theorie.

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    • 5. November 2010 22:39

      Da beißt sich die Katze schon wieder in den Schwanz, wenn man schreibt: Linke tun dies oder das… denken so oder so. Sind dann die, die dem zuwiderhandeln, keine Linken und wer überbringt ihnen diese Neuigkeit… Ist ein Theel wirklich links oder ist er nur einer, der – wie so viele – eine Seite – ja, eine Marke, nutzt, um seine ganz eigene Sicht – völlig reflektionsfrei – unterbringen möchte und den Begriff Links als Argumentationshilfe dafür nutzt? Ist Borniertheit links? Kann ich mir Links nehme wie eine Nutte und ihr all das unterjubeln, was ich in ihr sehen möchte?

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      • 6. November 2010 00:02

        Wie Uwe Theel argumentiert, das ist für mich die Aussageform eines autoritären Charakters, der zwar Versatzstücke der Linken transportiert und sogar auswendig kann – entfremdet gelernt -, sie aber durch die Form ins Gegenteil wendet. Solche ‚politische Linke‘ schaden den ‚Linken‘ (Scharang, oben von Fidelche zitiert). Das geht eben in Richtung Dogmatik. — Man merkt das sehr gut, wenn solche Charaktere, also auch etwa Weinsztein, irgendwann nur noch den ‚Feind‘ suchen, statt ein Gespräch. Das sind alles Betonfreunde, wie auch Titta oder thinktankgirly.

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        • 6. November 2010 23:22

          Sehr richtig, was du schreibst Rainer, letztendlich wollen die Betonfreunde keine Diskussion, evt. weil sie wissen, dass sie chancenlos sind.

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    • 5. November 2010 23:21

      Zunächst ist es richtig, dass Offenheit erforderlich ist, eine Offenheit, die aber nicht in die Beliebigkeit abgleitet und wie die „Fahne im Wind“ agiert. Ich ändere meine Meinung nur, wenn gewichtige Gründe vorliegen. Borniertheit ist sicher kein wesentlicher Charakterzug eines „Linken“, da er in beiden Lagern gleichermaßen vorkommt. Aufklärerische Züge würde ich mehrheitlich im „linken Lager“ angeordnet sehen. Es gibt aus meiner Sicht also doch Erkennungsmerkmale eines linken Koordinatensystems, die nur schwer verrückbar sind, Referenzpunkte, wie Améry sagt, die beim Vergleich im Einzelfall entschieden werden müssen. Diese gilt es herauszukristallisieren.

      Beste Grüße

      dr.b

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      • 6. November 2010 23:20

        Servus Dr. Boedele,
        sehr richtig – die Referenzpunkte sind entscheidend. Humanismus muss der letzte Referenzpunkt der „Linken“ sein. Meine „10 Punkte“ haben, aus meiner Sicht, sehr viel mit Humanismus zu tun.

        Beste Grüße fidelche

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        • 8. November 2010 20:54

          Der „Humanismus-Referenzpunkt“ bringt mich auf eine Idee, weil Augstein etwas von „humanistischer Bildung“, allerdings in vollkommen anderem Kontext, schrieb. Werde auf meiner bislang weitgehend „toten Seite“ mal was Neues einstellen!

          Beste Grüße

          dr.b

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        • 8. November 2010 22:06

          Habe meine „Hinweise“ zu A.`s „humanistischer Bildung“ und den anderen „Blauen“ jetzt eingestellt!

          siehe: „Aus gegebenem Anlass“ bei http://boedele.wordpress.com/

          Grüße

          dr.b

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        • 8. November 2010 23:27

          Ich befürchte, da bleibt nur noch die Deaktivierung von JA.
          Schade um ihn.

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        • 8. November 2010 23:40

          @Boedele: Schön herausgearbeitet – diese kleinbürgerlich miefige Dekadenz der Sippe. Kompliment. Links ist daran – wie bereits festgestellt – nichts. Der Freitag anektiert das Linke einfach nur – illegitim und vor allem „irgendwie“. Vielleicht kann man damit ja auch irgendwie… ja, was eigentlich?

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    • 6. November 2010 23:14

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      • 7. November 2010 12:43

        Das Projekt „Schartl“ ist ein frei finanzierter Spielfilm, in dessen Produktion Zimmerschied als Autor, Darsteller, Regisseur, Komponist und Produzent wirkte.

        Am 12. Oktober 2008 erhielt Zimmerschied den erstmals verliehenen Preis des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten e.V. (IBKA). Ausgezeichnet werden Personen, „die sich in herausragender Weise um Weltanschauungsfreiheit, Selbstbestimmung und Toleranz, Trennung von Staat und Kirche, Förderung vernunftgeleiteten Denkens sowie Aufklärung über Wesen, Funktion, Strukturen und Herrschaftsansprüche…“ verdient gemacht haben. Am 22. November des Jahres erhielt er außerdem den renommierten und mit 10.000 Euro dotierten Friedrich-Baur-Preis für darstellende Kunst – als erster Kabarettist überhaupt.

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    • 6. November 2010 23:32

      Ja, Tiefscharf, Uwe Theel ist schon „links“, aber er hat die letzten 20 Jahre nicht mitbekommen. Er denkt noch, als ob wir das Jahr1985 schreiben würden. Seine Unfähigkeit zu diskutieren ist offensichtlich, aber dass ist ein anderes Thema. Wie Rainer, schon sagte, „gegen Dogmatik hilft am besten der Witz, die Satire“. Am schönsten ist der Witz wenn die „Betonblogger“ und ihre Helfer den Witz nicht mitbekommen. Während des Religionblogs bekam ich Anrufe von Freunden, die mir mitteilten, dass ich schuld sei, dass sie beinahe erstickt wären, vor lachen…

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  10. 6. November 2010 23:12

    In meinem „linken“ Weltbild gibt es keinen Platz für Querfrontdenken. Ernst Niekisch beispielsweise war ein wichtiger nationalbolschewistischer Ideologe, er ernannte Silvio Gesell zum Volksbeauftragten. Viele Vertreter der heutigen „Neuen Rechten“ beziehen sich auf Ernst Niekisch. Die Zeitschrift „Junge Welt“ dürfte aktuell das Sammelbecken der Nationalbolschewiken hierzulande sein. Eine Diskussion ist mit diesen Leuten kaum möglich. Jürgen Elsässers Volksfront, mit seinem Antiamerikanismus, Antizionismus geht soweit, das iranische Regime als Bollwerk gegen den Kapitalismus zu orten. Diese Positionen sind teilweise ebenfalls in der Freitags-Community anzutreffen (geschützt von der Moderation). Diese Ansichten schaden der „Linken“, machen sie unglaubwürdig, wenn diese Ansichten mehrheitsfähig sind oder sie nur stillschweigend geduldet werden.

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  11. 7. November 2010 11:29

    Zu den Tabubrüchen:
    Wenn Zimmerschied oder ich religiöse Tabus brechen, gehen viele Freitags-Blogger, an vorderster Front die „Damen“ auf die Barrikaden. Religiöse Gefühle dürfen, nach Ansicht der „Damen“ nicht verletzt werden, deshalb sind auch nach Ansicht dieser Betonblogger die Mohammed-Karikaturen „verwerflich“. Kritik an der Religion ist „links“, da Religionen ein Herrschaftsinstrument der christlichen Mächtigen (mit seinen Höhepunkten im Mittelalter) oder aktuell, der islamistischen Regierungen sind.

    Wenn „Linke“ Israel mit dem Apartheitsstaat Südafrika vergleichen, die israelische Regierung viehisch nennen, die israelische Armee als bestialisch bezeichnen, oder vom KZ Gaza sprechen, meinen sie ein vermeintliches Tabu zu brechen. Vermeintlich, da dies in Deutschland seit 1967 längst kein Tabu mehr ist. Wenn „Freitags“- oder „Junge Welt“- „Linke“ auf einer Linie mit dem Nationalbolschewiken Ernst Niekisch liegen, der übrigens später SED Mitglied war, sie in seiner Synthese von extremsten Nationalismus und revolutionär-sozialistischen Elementen übereinstimmen, ist dies ein Tabubruch von „rechts“. Die Verharmlosung, Solidarisierung oder „Huldigung“ der Menschenzuchttheorienvon Gesell, die Unterscheidung von gutem Produktionskapital und bösem Finanzkapital passt in dieses Bild, dass der „linke“ NSDAP-Strasser-Flügel bedingungslos unterschrieben hätte. Die Aussagen von „Thinktankgirl“, das Gesells Theorien emanzipatorisch wären, bilden nur den Höhepunkt in diesem grotesken Wahnsinn. Ich habe dies alles mehrfach kritisiert und begründet.

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    • derSamstag permalink
      7. November 2010 12:15

      Hi fidelche, alles sehr gut nachvollziehbar und in sich stimmig, was du über das „linkssein“ schreibst. Nebenbei, das Haupthassobjekt Nr. 1 der Freitagsdamen bist immer noch du. „Emma in Uniform“ schrieb gestern: “ …Ne, sondern: thinktankgirl fragt das; Weil der Tabu-hu-Blogwart sich mal brüstete, zärtliche Zuwendungen von Gremliza erhalten zu haben, von wegen FC sei antisemitisch, S. Gsell usw., .

      Dass die „Damen“ hier so sehr durch den Kakao gezogen und ihre braunen Ansichten aufgedeckt werden, dabei nicht von einer Moderation geschützt werden, ärgert diese nach wie vor kolossal. Da kann sich „ed2murrow“ noch so abmühen, letztlich ist er chancenlos. Deshalb mein grenzenloser Dank an die Betreiber der Tabublogs!

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      • F. Wolf permalink
        7. November 2010 19:46

        Rahab schrieb am 06.11.2010 um 19:09: „dieser blogverlauf kommt mir vor wie die folgende situation: der hausarzt der familie rät – natürlich in ganz zartfühlend wohlgesetzten worten – dem pater familias, die sexuellen übergriffe auf die tochter zu lassen, dann würden sich deren (frühere hysterisch genannte) leiden legen … woraufhin der pater familias sich entrüstend zurückfragt: wie kann das mädchen nur solch einen schweinekram erzählen! die ist doch krank – oder?“

        Diese Sätze waren „ed2murrow“ heute ein eigenes Blog wert. Er versteht offenbar nicht, was im „Freitag“ alles möglich ist. Noch unverständlicher wird er aus der Wäsche gucken, wenn er deaktiviert oder sein Blog gelöscht werden sollte. Die Dialoge amüsieren jedenfalls. „Links“ ist das alles nicht.

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        • 8. November 2010 01:34

          Ich fand die ersten Reaktionen schon erschreckend, als ich das gerade las. Manchmal frage ich mich, wie peinlich es dort noch werden kann. Eine Zeit lang hoffte ich dort noch auf ein gewisses Maß an Differenzierungsvermögen, Stil und Geist. Das war aber wohl ein Trugschluss. Mittlerweile wird mir schon übel bei dem Gedanken, auf einen Link zu klicken, der dieses Forum zum Inhalt hat. Wie erbärmlich können Menschen in ihrem Geltungsdrang und in ihrer Niedrigkeit eigentlich sein?

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        • 8. November 2010 12:19

          @ F. Wolf 07/11/2010 19:46

          Man stelle sich vor, “ed2murrow”, würde von „Rahab“ als Eichmann oder Mengele bezeichnet und die Redaktion würde mit der Deaktivierung von “ed2murrow” reagieren.

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        • 8. November 2010 13:17

          Die Kommentare in meinem O’Donnell Blog sind unter aller Sau. Ich kann gut verstehen, daß Ed2murrow entsetzt ist. – Ich hatte ihm im Übrigen angeboten, das gesamte Blog zu löschen, wollte er aber dann doch nicht. So lasse ich den ganzen Verlauf der sogenannten „Diskussion“ einfach stehen, an dem für spätere Generationen der FC gut nachzuweisen ist, daß nur deaktiviert wird, wer nicht rahab, ttg, emma-in-uniform, dame-von-nebenan weinstein oder theel heißt. Und was die noch einen Hass auf Gremliza schieben…ich pflege an konkret Leserbriefe zu schreiben, wenn mir dort was auf den Geist geht. Die werden auch veröffentlicht. Dazu brauchts aber ein gewisses Selbstverständnis, was die Damen und ihr männlicher Begleitschutz nicht haben.

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        • 8. November 2010 16:26

          Hermanitou, ich hab mir nun mal das Blog von ed2murrow überflogen. Uwe Theel schreibt: „Natürlich mache ich mir keinerlei Sorgen um Sie oder Ihren Umgang mit den „Tabu-Blogs“, die übrigens nicht „irgendwelche“ sind, sondern von JJK genau definiert wurden. – Selbst schreiben dort oder auf den dort assozierten Blogs würde ich aber nie.“ Solche Aussagen erfreuen mich immer wieder aufs Neue. Sie zeigen, wie die Tabublogs auf die „Damen“ und „Herren“ der FC „wirken“. Den Hass einiger Freitags-Blogger auf „Konkret“ kann ich verstehen, da sich „Konkret“ im Gegensatz zum „Freitag“ klar von Antisemitismus, Nationalbolschewismus und Sozialdarwinismus abgrenzt. Die Antizionisten des Freitag hören nicht gerne, dass sie Antisemiten sind.

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        • 8. November 2010 18:24

          … wenn 5 bis 6 damen und 2 bis 3 herren / plärren:
          … dann sind Sie auf trabant 7 bis 9 – sogenannt (hihi) freitag – gelandt …

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        • 8. November 2010 20:39

          dass ufo überflug-ohne-linken-theeler-rand mit seiner autoritätshörigkeit ständig den großen dummvogel markiert, ist ja nichts neues. genausowenig wie seine krampfhaften versuche, schreibern „mit stil“ (=akademischer ausbildung und entsprechenden berufen, die sich m.e. sehr gut ausdrücken können), zucker in den popo zu blasen und deren gedanken zu lesen (zu seinen zwecken zu interpretieren).
          wenn uns‘ ufo ein wenig selbst denken würde, hätte er hermanitou nach nicht gefragt, sondern wäre auf die idee gekommen, dass es mehrere möglichkeiten gibt, eigentore zu vermeiden: es hätte ja auch sein können, dass hermanitou mit seiner bereitschaft auskunft „auf anfrage“ zu geben, die pn- oder email-version meinte. naja, mit differenzieren haben es ja viele nicht so, die sich und ihre dünkeldenke für „masterminds“ halten. e2murrow mit dem „p.s.“ so etwas in den mund zu legen, war mal wieder klar wie kloßbrühe. ist das jetzt 1:1 zusammengezählt, herrlich dämlich oder vorherrsehbar logisch?
          adler und vor allem schwalben wissen mehr. brumm, brumm.

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        • 8. November 2010 20:43

          autokorrektur:“…wenn uns’ ufo ein wenig selbst denken würde, hätte er hermanitou nach jjk und den tabublogverbat (tsssss!)nicht gefragt, sondern….“

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      • 8. November 2010 12:09

        @derSamstag 07/11/2010 12:15
        Danke, „viel Feind viel Ehr“. Weil der Feind dämlich ist, mindert es leider die „Ehr“ etwas. Der Sozialdarwinist hieß übrigens nicht „Gsell“ sonder Gesell.

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    • F. Wolf permalink
      7. November 2010 19:03

      Das „Freitags-Forum“ ist nicht links.

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      • 8. November 2010 01:12

        Stimmt. Es ist die pure Bourgeoisie.

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      • 8. November 2010 13:07

        Das will es doch auch gar nicht sein. Es ist „irgendwie“.

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        • 8. November 2010 14:03

          Nennen wir es doch weitgehend egozentriert. Es geht in den seltensten Fällen wirklich um Gesellschaft und Politik (was die Blogs betrifft). Zumeist sind es ganz persönliche Schnappschüsse der Wirklichkeit, wenn auch zuweilen in populäre Diskussionen verpackt. Allzu oft werden nur persönliche Empfindlich- und Befindlichkeiten dargestellt – mal mehr, mal weniger direkt. Man folgt dem Prinzip der Yellow-Press, allerdings insofern, dass man sich selbst zu Gegenstand erhebt, was dann besonders grotesk erscheint – in Bezug auf die Plattform. Da wird herumgefühlsgeduselt, sexuelle Frustration ausgebreitet, Privates gequirlt bis es ranzig ist, Hasstiraden werden abgelassen – emotional, definitionsfrei und ungedeckt. Im Fall, dass die Schreiber der Blogs einmal wieder über sich selber herfallen, wird dann schnell dazu aufgerufen, über Bücher zu schreiben und die Hammelherde folgt blökend ihren immerhin selbstgewählten Herren auf eine fast schon drollige Weise. Nun – immerhin ist es dann befriedet – bis zum nächsten Verdachtsmoment, jemand könnte nun doch nicht so links sein. Alternativ dazu wird auch schon mal die Moralkeule geschwungen – denn Linke ficken nicht, sie emanzipieren sich und das natürlich feministisch sauber. Sie kaufen auch nicht bei Aldi, denn sie verdienen gut und können sich ihr Linkssein leisten. Jahaaa. Linke Frauen sollten eben ein wenig so sein wie ein entnazifizierter Bund Deutscher Mädchen und die Jungs wie Pioniere – ein bisschen doof, aber dafür linientreu und lieb. Und was links ist, verfügen dann ohnehin die „Masterminds“. Daran kann man sich dann halten.

          Und warum fällt mir hier schon wieder die Zeile: „Denk ich an Deutschland in der Nacht,…“ ein?

          Ok – es gab einige wirklich gute Beiträge, die ich gerne gelesen habe. Doch ist die Mehrheit wirklich zu „irgendwie“.

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        • 8. November 2010 18:03

          Tiefscharf, ich finde Achtermann, den ich in der FC immer sehr schätzte, hat es auf den Punkt gebracht als er schrieb: „Hermanitou hat keine Bloggerin und keinen Blogger persönlich angegriffen, und niemand hätte sich in seinem Blog äußern müssen, und schon gar nicht in ausfallender Weise. Die Strategie ist immer wieder dieselbe: Drei Damen treten gemeinsam im Blog auf. Die eine in gediegener Sprache, die andere zänkisch und die dritte, wie weiter oben richtig diagnostiziert, auf „anatomischen Details“, die sich meist um den Sexus ranken, spezialisiert. Da lässt sich schon die Frage aufwerfen, weshalb ein Blogger sich diesem Trio, dem es eher selten um die Sache zu gehen scheint, aussetzen soll und einfach mitteilt: Die Damen, die in gewohnter Reihenfolge hier auftraten, kommentiere ich weder hier noch künftig.“

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        • 8. November 2010 21:22

          achtermann fand‘ ich angenehm sachlich und interessiert.

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        • derSamstag permalink
          9. November 2010 16:08

          Nur mal so zur Information: „Rahab“ hat nun seit 3 Tagen nichts mehr in der FC geschrieben. Die restlichen „Damen“ vertreten sie dafür würdig. Dazu gekommen sind zwei „Dame.von.Welt-FreundInnen“, die bei Zeit-Online rausgeflogen sind. Die FC ist ein Auffangbecken für geistig verworrene BloggerInnen.
          Wie „fleißig“ die Scharia – „Dame“ ist, belegt sie hier: „Das kann ich ja nicht wissen, ich hatte mich aber schon sehr gewundert, daß auf etwa 10 ! gemeldete Kommentare nebst Begründung und Kennzeichnung als von mir gemeldet so überhaupt gar nichts passierte.“
          Wer in der FC nicht Scharia-konform schreibt, wird von der Sittenpolizistin gemeldet. Die Ansichten von D.v.W und die ihrer Gespielinnen dürfte natürlich Scharia-konform sein!!

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        • derSamstag permalink
          9. November 2010 16:23

          Nachtrag. In seinem Blog schreibt „ed2murrow“: „Nun, ich bin dem Betreffenden ein Stück nachgegangen, bevor er sich seiner Musikalie zuwandte und habe ihn aufgefordert, mich von dem Vorwurf auszunehmen. Er ging wortlos weiter.“ Scheinbar hat „ed2murrow“ „Rahab“ per PN, erfolglos, aufgefordert, dass zumindest er von der Beleidigung (sexuellen Missbrauch der eigenen Tochter) auszunehmen sei. Und wie geht’s den restlichen Männern? Diskussionen à la Freitag!

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        • Armin Jakoslowsky permalink
          9. November 2010 16:48

          Dasselbe Theater wie bei der Zeit.
          Wenige verstehen die Damen.

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        • Lilo permalink
          9. November 2010 18:27

          Zu früh gefreut, Herr Kakoslowsky!

          …. jetzt bloggt sie wieder – wem auch immer sei Dank – zumindest versucht sie’s.
          http://www.freitag.de/community/blogs/rahab/die-kneipenwirtin-hats
          … und innerhalb einer Stunde gibt’s schon 4 dusselige Kommentare. Vor einer intellektuellen Vormachtstellung der FC (Fretag Community – nicht: Fidelches Cosmos) muß einem wirklich nicht Bange sein.

          Zu Ihrem Zitat (sind Sie sicher, daß Sie auch nicht ein Wort verändert haben!? Sonst bricht noch ttg in den Tabu-Blog!):
          „Das kann ich ja nicht wissen, ich hatte mich aber schon sehr gewundert, daß auf etwa 10! gemeldete Kommentare nebst Begründung und Kennzeichnung als von mir gemeldet so überhaupt gar nichts passierte.“
          Für Kenner der Dame-nicht-von-dieser-Welt nicht überraschend: vom Zentrum der Welt, sprich: Ihrer Tastatur aus, versucht sie die ihr erkennbare Welt zu sortieren und zu dirigieren. Schriebe dies ein anderer User, würde dies zu einer Kommntarkaskade ihrerseits sonderglechen führen.

          Auch nicht überraschend: daß Sie „Feurio“ schreit ohne überhaupt Genaueres zu wissen. So mußte sie bei der ZEIT von ihrer Rüchrufaktion einer gesperrten Userin zurückrudern, weil sie nicht wußte, daß diese nach einer Moderation öffentlich in wenig löblicher Weise über das Sexualverhalten des Redakteurs spekuliert hatte (d.h. dieser kremige Neuzugang dürfte keine Probleme bei der Eingewöhnung in der FC haben). Dafür hatte sie, dvw, aber schon mal der ZEIT, wie noch dort zu lesen, „politische Zensur“ unterstellt.
          Ich überlege mir mal, ob ich nicht eine Internet-Satire schreibe, die im Bloggermilieu angesiedelt ist: ich fürchte bloß, so gut wie diese geballten Realsatiren bin ich nicht. Ich schau‘ mir das ja auch statt einer „daily soap“ m TV an
          MfG

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        • 9. November 2010 19:30

          @Lilo
          „Dame-nicht-von-dieser-Welt“ – eine sehr gelungene, demaskierende Bezeichnung dieses Nicks, die ich mir merken muss. Nach den Kommentaren bei „Rahab“ ist mir zwar schwindelig geworden, aber sie passen sehr gut ins Gefüge.

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        • 9. November 2010 19:32

          @ Armin Jakoslowsky

          Die „Damen“ sind in der Freitags-Community sehr gut aufgehoben. Ihre Ideologie passt sehr gut zum Freitag. Wenn die „Zeit“ die „Damen“ deaktiviert, spricht das für ihre Moderation. Im „Freitag“ funktioniert es umgekehrt.

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    • F. Wolf permalink
      8. November 2010 09:35

      Der Israelkritiker Alfred Grosser wird am 9. November in der Paulskirche zum Gedenken an die „Reichspogromnacht“ von 1938 eine Rede zu halten. Voraussichtlich gibt’s mal wieder einen Tabubruch. Die Rolle des Israelkritikers teilt er mit der Mehrheit der deutschen Bevölkerung wie auch der deutschen Medien.

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    • F. Wolf permalink
      8. November 2010 10:07

      Heutzutage wird Niekisch de facto ausschließlich von Rechtsextremisten in Europa rezipiert, die mit verkürzter Kapitalismuskritik, Opposition gegen den Westen und Befreiungsnationalismus Linke für die rechte Sache gewinnen wollen, wofür Niekisch einige Ansatzpunkte liefert. Ein weiterer wesentlicher „Vorteil“ Niekischs für heutige Rechtsextremisten, hinsichtlich ihrer Bestrebungen sich vom Geruch der NS-Ideologie zu lösen, die Inhalte jedoch beizubehalten, ist seine Gegnerschaft zu Hitler. Diese Gegnerschaft war keine antifaschistische, sondern entstand aus einer Konkurrenzsituation um die Vertretung des wahren Nationalsozialismus, ähnlich jener zwischen der SA und der NSDAP-Führung, nur von geringerer Relevanz. Die konkreten Vorwürfe reichten von zu geringem Widerstand gegen den Versailler Vertrag über das falsche Verhältnis zur Sowjetunion bis hin zu Hitlers nicht-deutscher Abstammung. Auf Grund Niekischs Inhaftierung in einem Zuchthaus während der NS-Zeit wird dieser gerne von seinen Apologeten als Widerstandskämpfer stilisiert. Niekisch repräsentiert für etliche Rechte den alternativen Weg zu Hitlers Politik, welcher sich der Großfinanz entgegenstellte anstatt mit ihr zu kooperieren. Somit ließen sich die Attribute sozial und national wieder scheinbar unbefangen miteinander verbinden.

      Michael Pittwald: Ernst Niekisch – Völkischer Sozialismus, nationale Revolution, deutsches Endimperium;

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      • 8. November 2010 12:13

        F. Wolf 08/11/2010 10:07
        Tja, wenn das thinktankgirl ließt, wir sie vermutlich wieder von einem „Kind seiner Zeit“ träumen und den Silvio Gesell-Förderer Niekisch in Schutz nehmen. Vielleicht schreibt sie mal ein Blog im „Freitag“ darüber.

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  12. 7. November 2010 16:07

    Hi fidelche,

    als einer der wenigen Punkte, die angreifbar sind, ist dies aus meiner Sicht Dein Punkt 8 „Links“ ist – die Solidarität mit Israel“, zumindest in dieser Absolutheit formuliert. Müsste ich heute entscheiden mit welcher Partei des Nahostkonfliktes ich mich solidarisiere, so wäre das Israel. Diese Haltung ist aber kein Freibrief für alle Zukunft. Der Punkt ist immer wieder neu zu prüfen. Und gerade diese iterative Neubewertung und selbstreflektorische Überprüfung der alten Haltung (Stichwort „Offenheit“) ist das „linke Element“, das mit einer zementierten und dogmatischen Israelsolidarität im Widerspruch steht.

    Beste und solidarische Grüße

    dr.b

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    • 8. November 2010 01:36

      Ich würde anfügen wollen: In einer Konfliktsituation steht jede Partei – immer – in der Kritik. Anders lässt sich ein Konflikt nicht auflösen und das sollte doch – hoffe ich – das übergeordnete Ziel sein.

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    • 8. November 2010 12:00

      Hallo Dr. Boedele, grundsätzlich stimme ich dir zu, mit dem was du schreibst. Ich sehe den Staat Israel mit seiner Gründungsgeschichte, also der Zeit von 1900 bis 1948, in Verbindung mit den jahrtausendelangen Pogromen und Verfolgungen gegen Juden und den Kriegen die seitdem gegen Israel geführt wurden, als den Staat, der die Solidarität der übrigen Welt verdient, mehr als irgendein anderer Staat sie verdienen würde. Sollte der arabische Antisemit nicht mehr den Tod des Juden auf seine Agenda kritzeln, sollte sich die restliche Welt von ihrem Antisemitismus lösen und wäre der Staat Israel ein Staat gleichberechtigt und gleichbeurteilt unter vielen im Nahen Osten, dem nicht täglich die Vernichtung angedroht würde, dann müsste der Punkt wieder neu geprüft werden. Da ich die hier vielzitierte Offenheit auch für mich beanspruche, gestehe ich zu, dass dieser „Punkt 8“ insoweit immer wieder geprüft werden muss. Ich kann mir freilich nicht vorstellen, dass sich der aktuelle Israelhass, egal ob er sich nun von arabischer, christlicher oder nationalsozialistischer Seite zeigt, sich zu meinen Lebzeiten noch entscheidend abschwächen wird. Als Beleg für meinen Pessimismus weise ich nur auf die deutsche Medienlandschaft oder auf die vielen israelfeindlichen Kommentare der deutschen „Freitags-Community“ hin. Dass die israelischen Regierungen seit der Staatsgründung auch einige Fehler machten ist unbestritten, aber welche Regierung machte keine Fehler? Ich werde den Punkt jedenfalls nochmal überdenken und ihn vermutlich präzisieren.

      Beste Grüße fidelche

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  13. 8. November 2010 13:05

    Hallo fidelche,

    nahezu alles, was Du unter einer linken Lebenshaltung definiert hast, kann ich mit unterschreiben. Du beschreibst einen guten „way of life“ , sich auf der richtigen Seite einzumischen.
    Jetzt bin ich ja – schon etwas älter – seinerzeit durch vor allem den Putsch am 11. Sepember 1973 in Chile und die dann mächtige Solidaritätsbewegung politisiert worden und weiß seitdem, daß es bei der von Dir angesprochenen Kapitalismuskritik nicht bleiben kann. Gerade die damalige „Unidad popular“ hat ja – ganz im Sinne eines konsequent umgesetzten demokratischen Sozialismus, die Kupferminen enteignet und damit den ersten Schritt zu einer Vergesellschaftung wichtiger Produktionsmittel und Schlüsselindustrien gemacht.
    No wonder, that the CIA killed Allende.

    Ich denke, daß linke Politik immer diese wichtige Vorrausetzung im Auge haben muss. Ohne Vergesellschaftung wird es hier auf Dauer halt kapitalistisch bleiben und damit immer eimer Ausbeuter-und Mehrwertlogik folgen.

    In dieser Republik hat man den Gewerkschaften z. B. schon von vornherein den Zahn gezogen, indem hierzulande politische Streiks (wie in Frankreich oder Italien) verboten sind und der DGB nur ein zahnloser Papiertiger ist.
    Auch das ist so ein Ziel, daß ich mit „linker Politik“ unbedingt in Verbindung bringe. Politische schlagkräftige Gewerkschaften.
    So , das wars erstmal

    Beste Grüße
    Hermanitou

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    • 8. November 2010 17:41

      Hallo Hermanitou, den Sturz von Allende habe ich 1973 noch nicht bewusst wahrgenommen. Meine Politisierung begann ca. 5 Jahre später. Aber es ist genau das, was ich unter richtiger Kapitalismuskritik verstehe, von der du schreibst, die Vergesellschaftung wichtiger Produktionsmittel und Schlüsselindustrien, wie beispielsweise der Kupferminen in Chile. Der einzige politische Fehler Allendes war seine militärische Niederlage. Deine Sicht der Gewerkschaften teile ich ebenso. Ein Konkret-Leser weiß eben um diese Dinge.

      Beste Grüße
      fidelche

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      • Damian Bold permalink
        8. November 2010 18:51

        Ich bin so ab 77 immer in den Autonomie-Buchladen, dann zu den Vorträgen der Marburger Schule in die Lagerhalle, und weil mein Lehrer Kommilitone von Ulrike Meinhof war und rasante Bücher empfahl, wackelte ich zwischen 1.-Mai-Demos an der Seite der DKP und Nachtlektüren zu RAF und Bewegungen a la 2. Juni in meine Politisierung. Bremer Brücke, dann Abituraufsatz: Georg Büchner als Revolutionär. Schöne lichte alte Zeit.

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        • georg netzberg permalink
          8. November 2010 19:15

          damian, ich habe deine biographie ja weitergeführt und befand nach deinem landboten-abitur aufgrund der lektüre von jürgen pommorin – wehrt euch, kameraden – letztlich, nicht einen zivilen dienst tun zu wollen, sondern besser die waffen des feindes kennenzulernen. panzer & faust, gepäckmarsch & mg. g3 kannte ich damals auch, der gipfel ist aber, g7, g8, g9 g… der gipfel bleibt zu stürmen. – alte bergsteigerweisheit. der trenkler, der messner, der leistungssportler, der esoteriker.
          – kurz: eine ganze welt zum ablehnen.

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      • 8. November 2010 19:41

        Ich machte ähnliche Erfahrungen in der Zeit, Schorsch und Damian, das G3 kannte ich auch. Ich kann mich noch erinnern, als Holger Meins starb, fuhren wir mit Trauerflor an unseren Fahrrädern, durch die Gegend. Ich möchte nicht wissen was Uwe Theel zu der Zeit trieb, das möchte ich nicht wissen. Damals gab es hierzulande noch nicht so viele dunkelhäutige Menschen mit roten Sakkos, die er verhöhnen konnte. Wenn ich lese, wie der Uwe über die Tabublogs schreibt, frage ich mich, warum macht der Uwe das, gibt es möglicherweise einen „Herrendienst“ den „Damen“ gegenüber?

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        • 8. November 2010 20:50

          Lästernd: Wenn sie eine Generation sind – vielleicht erhofft er sich körperliche Zuwendung.

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        • 8. November 2010 21:01

          breiti, ich hab‘ heute die hollywoodversion von von „the man who knew too much“ (1956, hitch) mal wieder gesehen.
          zu beginn reißt der „aufgweckte“ sohn der nuclear family im bus in marokko einer frau aus versehen die gesichtsbedeckung ab und erntet ordentlich schelte durch deren „ehemann“. ein weiterer mitfaherer, der die situation schlichtet, louis bernard, stirbt mit dunkler schuhcreme im gesicht in den armen des familienvaters. qué será, será.

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        • 8. November 2010 22:02

          Goreflexi, da spielt doch auch die Doris Day mit und die singt doch auch das Lied. Bei Doris Day muss ich immer an thinktankgirl denken. Thinktankgirl ist für mich die Doris Day der FC. „Es kommt, wie es kommt“, da steckt eine große Philosophie dahinter!

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        • 8. November 2010 22:06

          Hatte Doris Day nicht auch einen kleinen Komplex? So gut kenne ich mich mit Blondinen, wie D.D. eine war, nicht aus.

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        • 8. November 2010 22:36

          och, ich denke, da kommen andere komplexe dinge an den tag. was von d.d. festzuhalten ist, dass im remake ein junge (der sohn) die rolle der tochter der „doris zu donnerstag“ zum original einnimmt. das bedeutet nach onkel freud nichts anderes, als dass der junge die geopferte karriere seiner nuclear mum (d.d.) vertritt. 🙂 ganz ungeschminkt.

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        • 8. November 2010 22:47

          wahlweise natürlich durch nuclear- und fremdstrahlend wie kryptonit durch ttg zu ersetzen!

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        • 8. November 2010 23:24

          Den Film muss ich mir wohl mal ansehen.

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  14. 8. November 2010 20:49

    Ach ja – mir fällt immer wieder auf, dass ich hier wohl doch ein Youngster sein muss, wenn ich diese Erinnerungen lese. Ich blickte ja erst sehr viel später auf die Politik, fand sie spannend und auch immer ein wenig ekelhaft. Was ein Uwe Theel oder die Damen zu der Zeit trieben, vermag ich nicht zu sagen und ich vermute, dass auch sie sich in Schweigen hüllen werden.

    Ich sehe es für mich ganz pargmatisch. Damals beschäftigte ich mich mit einigen Programmen und kam für mich und meinen notorischen Gerechtigkeitssinn zum Schluss, dass für mich nur eine links-liberale Ausrichtung infrage kommt. So einfach kann es sein.

    Die RAF und Co. – auch die DKP – waren für mich nie Leitbilder oder Figuren. Die RAF waren für mich einfach nur Arschlöcher und die DKP mir jedenfalls zu stalinistisch. Ich wäre auch nicht für den verkappten Faschisten Ho Ho Ho Chi Min brüllen gegangen. Das ist aus meiner Perspektive nämlich genau so dämlich wie das Heroisieren des Islam durch die Damen – einfältig eben.

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    • 8. November 2010 23:41

      Woran machst du fest, dass Ho Chi Minh ein „verkappter Faschist“ war? Vietnam befand sich während Ho Chi Minh politisch verantwortlich war (1945–1969) in einem Abwehrkrieg, erst gegen Frankreich und dann gegen die USA. Eisenhower gab nach dem Krieg zu: „Wären zur Zeit der Kämpfe Wahlen abgehalten worden, hätten wahrscheinlich 80 % der Bevölkerung für den Kommunisten Ho Chi Minh als Staatschef gestimmt.“

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      • 9. November 2010 18:37

        Es haben ja auch eine Menge Menschen Stalin, Hilter und Erich Honecker gewählt. Das sagt nichts aus. Ich kann das später gerne noch einmal darlegen – doch war Ho Chi Min ebenso ein Despot, wie viele andere Protagonisten des letzten Jahrtausends auch, für die man sich gewiss nicht stark machen muss.

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    • 9. November 2010 19:43

      Für die ca. 3 Millionen (davon ca. 2 Mio. Zivilisten) Toten in Vietnam würde ich „Onkel Ho“ nicht verantwortlich machen. Die Verantwortung von 1945 bis 1965 für die Toten trägt Frankreich und von 1965 bis 1975 sind die USA hauptverantwortlich. Auf die Verbrechen der USA (Agent Orange, Flächenbombardierungen usw.) will ich hier nicht weiter eingehen. In Vietnam fielen doppelt so viele Bomben wie im Zweiten Weltkrieg. Der Vietcong und die Viet Minh hatten aus meiner Sicht das Recht sich zu verteidigen. Frantz Fanons Buch, „Die Verdammten dieser Erde“, trifft bezüglich des Vietnamkrieges den „Nagel auf den Kopf“. Wie bereits erwähnt, Ho Chi Minh, befand sich während seiner „Amtszeit“ ausschließlich im Krieg, in einem Krieg in dem er mit seinen Vietnamesen auf der „richtigen Seite“ war.
      Ich würde jedenfalls Ho Chi Minh nicht mit Stalin vergleichen, mit Hitler schon gar nicht. Für mich ist nicht absolut entscheidend ob jemand demokratisch legitimiert ist, sondern wie sein Gesellschaftsentwurf aussieht. Laut Aussage der USA wäre Ho Chi Minh bei abgehaltenen, freien, demokratischen Wahlen als klarer Sieger hervorgegangen. Deshalb wollten die USA keine Wahlen. Welche Gesellschaft, eine Partei oder ein Politiker, vorfindet und welche sie oder er hinterlässt, ist für mich mit entscheidend. Deshalb würde ich mich unter anderem, nie an „Free-Tibet-Aktionen“ beteiligen. Außerdem sehe ich große Unterschiede in den Weltanschauungen und Taten, von beispielsweise Ho Chi Minh und Khomeini. In meinen Punkten 6 und 7 versuchte ich den Unterschied („Vietnam“ / „Israel“) deutlich zu machen. Aber vielleicht weiß ich zu wenig über Ho Chi Minh, was sich ja ändern ließe.

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      • 9. November 2010 20:01

        Nun ja, man spricht gemeinhin von ca 1,25 Millionen Mordopfern in Vietnam, die nicht im direkten Zusammenhang mit den Kriegs/Bürgerkriegshandlungen standen. Allerdings ist das wohl immer noch schwierig zu bewerten. Es scheint aber so zu sein, dass Regieme, die ihr Volk „bereinigen“ in jedem Fall und unabhängig von der poltischen Ausrichtung dazu neigen, Leben sehr schnell zu beenden. Daher sehe ich Führer-Persönlichkeiten grundsätzlich als zweifelhaft an, da ihnen meist eine Blutspur folgt.

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        • 10. November 2010 15:01

          Hi Tiefscharf, hast du die Zahlen aus dem Schwarzbuch des Kommunismus? Was nach dem Abzug der Franzosen mit vermeintlichen und tatsächlichen Kollaborateuren ablief ist schwer zu bewerten, da stimme ich zu. Das in einem Land, dass sich 35 Jahre im Krieg befand Chaos herrschte, sollte bedacht werden. Ich lege auch für Ho Chi Minh nicht bedingungslos meine Hand ins Feuer, warum auch. Dass es viele Regime gibt die Leben sehr schnell beenden, ist auch richtig. Die Frage ist die der Verantwortung. Stalin war verantwortlich für die „Säuberungen“ und Verbrechen in der SU, keine Frage. Vergleichbare Verbrechen sehe ich bei Ho Chi Minh nicht. Ich würde ihn nicht als Faschisten bezeichnen, genauso wenig ich Eisenhower, John F. Kennedy, Lyndon B. Johnson oder Richard Nixon als Faschisten bezeichnen würde. Soweit ich weiß begann der Personenkult Ho Chi Minh erst so richtig nach seinem Tod. Zu Lebzeiten war er ein asketischer, bescheidener Mann. Deinen Zweifel an Führer-Persönlichkeiten teile ich ansonsten im Grundsatz.

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  15. 8. November 2010 21:40

    kann ich gut verstehen, tiefscharf. in osnabrück gab es einfach tolle kommunisten, und mehr als ein dutzend gew-lehrer, die den schülern sagten, daß der philologenverband die gegenorganisation ist. lehrer, die einfach „besser“ waren und die spannenderen bücher hatten.
    die raf, die gewann ja zuerst vor allem, weil alle so gehässig dagegen waren. ich bin damals nicht nur zu demos gegangen, habe nicht nur raf-texte gelesen, sondern aus prostest bin ich auch mal ganz normal betrunken vom fußballtraining aufm rennrad nach hause, so mit 17 … man war aufm dorf ja schon mit wenig zufrieden. „wie alles anfing“ hat man dann ja auch gelesen und weitergelesen … und zu einem Bommi-Nick hat es jedenfalls nicht geführt …

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    • 8. November 2010 22:14

      als spätzünder bin ich mit rad und ohne zündapp bis nach os, bi oder h gehechelt. mir ging es dabei in erster linie um musik. einer meiner letzten konzertbesuche in os u.a. lokalitäten war in der „kleinen freiheit“ vor ein paar jahren, andreas dorau. aber da konnte ich schon am. säufer treten. der dorau kann ja bekanntlich auch „schwarze furchen in berlin“ mit ortstermin 😉

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      • 8. November 2010 23:44

        Meine Güte – wie retro. Mein letzter Konzertbesuch war letztes Wochenende in Gießen in einem Keller: Death Metal. Andreas Dorau würde ich nie an meine Ohren lassen – weder früher noch heute.

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    • 8. November 2010 23:55

      Oh – ich bin in einer niedersächsischen Kleinstadt aufgewachsen und die nächste größere Stadt war zumindest kleinmütig und trug schon damals den Namen Hannover. Dort lernte ich langweilige Menschen und meinen ersten Scheidungsanwalt kennen, der es heute zu einer traurigen Berühmtheit gebracht hat. Sonst ist nicht viel hängen geblieben – außer, dass ich dort 5 Jahre Mitglied der SPD war… bis Schröder kam, mein Austrittsgrund, was ich auch schriftlich darlegte, worauf hin ich eine lustige Antwort bekam. Kleinstadtmief – kenn ich. Danach kam Bonn – übrigens heute auch irgendwie und manchmal auch ein wenig mehr links – was mir gefiel, dann Berlin – irgendwie toll aber auch beschissen, auch und gerade wegen der hinterfotzigen Linken in dieser Stadt. Im Grunde sind es allesamt „Prenzel-Wichser“ oder retroide Vollidioten aus Charlottenburg, die bei Russen zur Untermiete wohnen. Nun – man darf gespannt sein.

      An dieser Stelle möchte ich übrigens auf die nächste tollste Band Deutschlands hinweisen, die erste echte postfeministische Combo, die absolut keine feste Besetzung, keine Richtung, keinen Stil und auch sonst nichts hat, was man so kennt – aber dafür jede Menge anderer spannender Eigenschaften. Demnächst zu erreichen unter http://www.cremezeit.de. E-Mail an das Management: geschmeidig@cremezeit.de (Icke). Ob das links ist – ach – bestimmt auch irgendwie. Zumindest kann ich so schon mal ein wenig Guerilla-Marketing treiben. Dazu gibt es dann auch eine CREMEZEIT-Kollektion – mit CREMEZEIT-Schriftzug und PRENZELWICHSER hinten.

      Geil, wa

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      • 9. November 2010 09:27

        „absolut keine feste Besetzung, keine Richtung, keinen Stil und auch sonst nichts“ (staaak) Daran wollen wir uns festhalten!

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  16. derSamstag permalink
    9. November 2010 17:11

    Lutz Herden schreibt im Freitag in „Verhinderter Durchbruch“ über Guido Westerwelle, die Hamas, die böse Gaza-Blockade, die böse Hamas-Blockade und die bösen Israelis. Wer den Artikel liest, muss sich nicht wundern, wenn BloggerInnen wie Rahab, Alien59 oder „thinktankgirl“ auf derselben Schiene fahren.

    Links ist das alles nicht! Es riecht eher nach Möllemanns FDP!! Wieder mal ne Querfront.

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    • 9. November 2010 22:32

      Hoffentlich landen alle sicher mit ihrem Fallschirmen auf weichem Wüstensand…

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      • 9. November 2010 23:50

        FDP-Mitglieder und Wähler öffnen ihre Fallschirme nicht – im Andenken an Jürgen W. Möllemann.

        Ok ok – das war jetzt zynisch. Schwamm drüber.

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      • 10. November 2010 13:19

        Das geht schon in Ordnung, Tiefscharf. Ich war bei seiner Beisetzung vor Hahren und schaue auch bei fast täglichen Kontrollspaziergängen durch Münster an den Gräbern von Reichskanzlern, Generälen und Andersbegabten vorbei. Zur Vorsicht nehm ich heute einen Schwamm mit, ist aber gelbgrün.

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  17. F. Wolf permalink
    10. November 2010 10:36

    Hermanitous „O’Donnell-Blog“ im Freitag mitsamt den „Damen“-Kommentaren ist gelöscht. Ed2murrows Partnerwahl/Pranger-Blog mit allen entlarvenden „Damen“-Kommentaren wurde ebenfalls gelöscht. Am Ende seines Blogs zog ed2murrow alle Register, das war eventuell zu viel des Guten. Die Entlarvung ging zu weit. Die „Damen“ dürften froh sein, dass ihre Auslassungen nicht mehr nachlesbar sind. Wahrhaftig ist das alles nicht. Links schon gleich gar nicht. Nun mag auch Hermanitou nicht mehr – „Das war mein einziger Kommentar hierzu und mein letzter beim Freitag. Tschüss“
    Der Letzte macht das Licht aus.

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    • 10. November 2010 12:43

      … aber nicht das der Aufklärung. 😉

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    • 10. November 2010 14:37

      Interessant, wie sich mein Beitrag „Fade to blöd“ bestätigt, wenn ich mir mal gerade selbst auf die Schulter klopfen dürfte. Ich bin ziemlich froh, dass ich diesem Portal schon vor geraumer Zeit den Rücken gekehrt habe. Die aktuellen Vorgänge bestätigen mich darin mal wieder. Die Frage bleibt, wie man in Sachen Community-Building so derart „verkacken“ kann.

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  18. 10. November 2010 12:49

    Sich politisch links verhalten heißt manchmal auch einfach: gehen, weggehen.
    Keinen (weiteren) Widerstand leisten, an sich denken, sich nicht aufreiben (lassen).
    Weitermachen, ein paar Meter weiter. Weder auf Biegen, noch auf Brechen. Seine Sache verfolgen, mit Freunden. ‚wer nicht aus egoistischen motiven revolutionär ist, wird immer ein unzuverlässiger kämpfer sein.‘ (ronald m. schernikau)

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    • 10. November 2010 14:20

      Schernikau, sehr schön, Rainer. Ich hab mir gerade Hermanitous letzten Kommentar im „Freitag“ angesehen. Das völkische thinktankgirl schrieb am 10.11.2010 um 11:52: „Wollt Ihr Euch nicht Hermanitous Beispiel anschliessen?“ Darauf Kosok am 10.11.2010 um 12:21: „liebes thinktankgirl, manchmal ist auch gut. zum beispiel jetzt.“ Das war ein unerwartet harter Rüffel, was? Danach gab „Bürger“ Fro auch noch seinen Senf dazu. Und der Uwe benimmt sich wie ein kleines Kind, dass alles nachsagt was seine Mami sagt. Der „Grüßaugust“ ist offenbar isoliert in der FC und deshalb angewiesen auf Rahab und Co. Bitte Hermanitou, wenn du hier mitliest, sei nicht allzu streng mit dem Uwe. Durch seine scheinbare Vereinsamung im realen Leben bleibt ihm nur noch die „Damen“- WC FC. Ich bin mir sicher, der Uwe meint das alles nicht so. Im Grunde seines Herzens, gaaanz tief drinnen, ist der Uwe ein guter Mensch.

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      • 10. November 2010 14:41

        Wenn es stimmt, dass sich Gehässigkeit und Niedertracht in den Zügen eines Menschen widerspiegeln, müsste ein Uwe Theel wohl ziemlich schlimm aussehen.

        Allerdings sollte man sich von solchen Gestalten auch nicht allzu seher beeindrucken lassen. Sie sind sich überdies selbst Strafe genug.

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      • 10. November 2010 14:56

        @fidelche

        Ich hab nicht wirklich was gegen den Uwe. Aber -sorry- er ist einfach so humorlos.
        Ich erinnere mich dabei an meine ersten Gehversuche unter Linken. Das war unter anderem eine Wanderung ( Abenteuerpädagogik, eine Methode, die von der Hitlerjugend bis in die linken Bewegungen benutzt und gepflegt wird) zum KZ in Ulm (heute Gedenkstätte Oberer Kuhberg) vom damaligen Kommunistischen Arbeiterbund Deutschlands (KABD). Heute heißt er,glaube ich, MLPD.

        Ich fands erst mal toll und es war wirklich revolutionär, wie wir da, eine verschworene Gruppe Noch-Jugendlicher auf geheimen Wegen dorthin wanderten. Die Mädels waren auch nicht ohne ( eine davon habe ich sogar, aber aus anderen Gründen, später geheiratet) und dann kam irgend so ein Ober-Arbeiterführer ( Leninbrille, mager, wahrscheinlich ähnlich wie Lenin im Güterwaggon angereist) und umwarb mich und andere Interessierte mit seinen Wort-und Satzhülsen.

        Ich konnte das damals schon nicht ab. kam ich doch aus der durchaus an manchen Orten fortschrittlichen Pfadfinderbewegung (neue Wege gehen und alles hinterfragen) und wußte, daß Worthülsen zu mißtrauen ist. Und humorlosen und prüden Menschen auch.

        Der Uwe Theel erinnert mich an diesen damaligen Arbeiterführer. Insofern reagiere ich etwas allergisch, glaube aber, daß eine Diskussion jenseits der FC und mit leibhaftigem Kontakt (also „miteinander richtig sprechen“) das eine oder andere Vorurteil oder Vorausurteil ausräumen und berichtigen könnte.

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      • 10. November 2010 16:13

        @Hermanitou
        Ich kann mir auch vorstellen dass Uwe Theel im richtigen Leben nicht so auftritt wie in der FC. Aus der Betonfraktion wäre er derjenige, bei dem ich es zumindest für möglich hielte. Ich weiß nicht warum, ich habe bei jedem Buchstaben den der Uwe schreibt, Mitleid mit ihm, das ist nun schon seit März 2010 so. Ich finde „Iranopoly“ passt sehr gut in die FC. Zusammen mit „Dame.nicht.von.dieser.Welt“, „Rahab“ usw. könnte ich mir sehr ergiebige, „kontroverse“, islamverherrlichende, iranverherrlichende, shariaverherrlichende Diskussionen vorstellen, wie sie die Freitagsredaktion auch politisch inhaltlich wünscht.

        PS: Irgendwie hätte ich bei dir erwartet, dass du rausgeworfen wirst. Selbst zu kündigen, hat natürlich auch seine Vorteile.

        @Tiefscharf
        Du bist zu streng zu dem Uwe. Hab Mitleid!

        Grüße fidelche

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        • 10. November 2010 21:29

          fidelche an hermanitou: „Ich kann mir auch vorstellen dass Uwe Theel im richtigen Leben nicht so auftritt wie in der FC. Aus der Betonfraktion wäre er derjenige, bei dem ich es zumindest für möglich hielte.“ ich glaube das schon, denn ich hatte von kindesbeienen an zu tun mit leuten, die krampfhaft „einen auf bildung und wissen“ machen mußten – in freizeit, schule und bei „kinderarbeit“. später war es dann der umgang mit kunden (wieder) und künstlern in bezug zu „bildung(sbürgertum) und wissen, stil, blah, blah. ich habe eine gute menschenkenntnis. und die menschen, mit denen ich mich umgebe, auch.
          was das netz betrifft: auch die habe ich privat sowie beruflich (zum teil noch zu theoretisch). lieber fidelche, du hast recht, dass menschen virtuell anders sind und sich geben als im rl. nur ist das auch wieder eine frage der grenzen. damit streite ich nicht ab, dass theel im rl tellerränder nicht nur streifen kann und abgehoben verschwurbeln, sondern auch aus taktischen gründen landen kann. dieser mann kann wenig wechsel abstrahieren/differenzieren, der macht ’ne mischpoke in einem pott(die ich ganz gut finde, teilweise). doch wird er gut schlafen können nach all dem? lies. lies. in bed.
          ich poste alte arcade nur wegen des kleenen mannes in weiß , wer weiß, lies, lies, rebellion! 😉

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        • 10. November 2010 22:54

          schönes posting, danke!

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        • 20. November 2010 14:48

          fidelche am 10/11/2010 16:13: „Ich finde „Iranopoly“ passt sehr gut in die FC. Zusammen mit „Dame.nicht.von.dieser.Welt“, „Rahab“ usw. könnte ich mir sehr ergiebige, „kontroverse“, islamverherrlichende, iranverherrlichende, shariaverherrlichende Diskussionen vorstellen,…“
          mich wundert’s dass die redaktion nicht mal schaut, was der iranopoly sonst noch so fabriziert. ich finde es mehr als grenzwertig.
          rahab meinte ja auch, dass er evtl. ein bezahlter schreiberling ist und dass sie nichts dazu schreibe. finde ich richtig. das ist eine möglichkeit, das ignorieren. er hat ja auch bisher kaum reaktionen in seinen blogs. m.e. müßte der freitag reagieren und nicht abwarten, bis er ignoriert wird.
          ganz besonders schlimm finde ich muhabbetcis post in einem von iranopolis blogs, in dem er i. als „freund“ bezeichnet. ist m. jetzt wirklich so naiv? zu den fragen nach „naivität“ und „dummheit“ hat lilo bereits an anderer stelle (Vol. 9) geschrieben. ich finde „naivität“ auch ganz sympatisch und ich glaube daneben, dass z.b. muhabbetci sicher nichts „schlechtes“ will, aber es wirft bei mir, wenn ich derartige texte lese immer wieder die frage auf, inwieweit von „naivität“ eine „gefahr“ ausgeht. aufgrund von „naivität“ ist schon so viel schlimmes mitläufertum entstanden, soetwas verselbstständigt sich, wenn es nicht kritisch durchdacht wird.
          beim freitag wird immer auf den ollen kamellen und selbstverständlichkeiten herumgekaut. theel nennt muhabbetcis texte „aufklärerisch“ , hank findet auch alles toll (einer von einer minderheit „betroffener“ klärt uns über religion auf, ganz wat neues…) und einer seiner texte wurde angeblich gedruckt. ich finde, muhabbetci wird schon fast als „vorzeigeobjekt“ (wie es „in den medien“ zur integrationsdebatte so üblich ist) gehandelt, dabei wirft er so oft zig themen in einen topp und verrührt diese. und merkt das nicht! das hat ja sogar der raki-rentner gesehen.
          muhabbetci gegenüber iranopoly: „Liebe Grüße an meinem Iranischem Freund :)“
          http://www.freitag.de/community/blogs/iranopoly/ueber-60-frauen-warten-in-den-usa-auf-die-todesstrafe

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        • 20. November 2010 14:53

          ich zitieren mich mal selbst:“
          …wenn ich derartige texte lese immer wieder die frage auf, inwieweit von „naivität“ eine „gefahr“ ausgeht. aufgrund von „naivität“ ist schon so viel schlimmes mitläufertum entstanden…“
          ich kann mir schon vorstellen, wie diese meine aussage von einigen „naivdenkenden“ interpretiert würde… dabei käme man ganz schnell zu „islamophobie“ und „angst“ vor „dem islam“. immer dasselbe alte lied.

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        • 20. November 2010 15:08

          ich schrieb: „…hank findet auch alles toll (einer von einer minderheit „betroffener“ klärt uns über religion auf, ganz wat neues…)…“
          hank lobt m., dass er so gut mit den kritischen post umgeht. aha. sollte das nicht eine selbstverständlichkeit sein und für alle schreiber gelten? warum werden die anderen, die gelassen mit kritischen post umgehen, nicht gelobt? weil sie zu keiner „randgruppe“ gehören? muss manbeispielsweise erst betonen, dass man zur randgruppe der „herzklappengeschädigten“ zählt und sich deshalb nicht aufregen darf aber man es doch ganz toll und gelassen einsteckt, wenn man angegangen wird? gibt es dann auch so ein lob? mann, mann, mann, dazu fällt mir nix mehr ein.

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        • 20. November 2010 23:43

          Hi Goreflex, habe gerade das Blog und die Kommentare gelesen. Volle Zustimmung was du schreibst. Ich vermute nicht, dass er so naiv ist, dieser „Muhabbetci“ tickt so, genau wie der „Freitag“ „tickt“. Wenn Rahab dies tatsächlich realisiert, wie du schreibst, spricht das für sie. Das Uwe Theel nicht „schnallt“ was abgeht, ist nichts Neues.

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      • 10. November 2010 16:23

        … „ein unerwartet harter Rüffel“ / für ttg ein Freitagstrüffel.
        Sie macht weiter doof wie immer / wimmer wimmer wimmer wimmer.
        und der Uwe noch DAZU / SENF im NU!

        Hermanitou, das ist mal ne sympathische Erzählung! (ich hab in meiner jugendgruppe immer tucholsky vorgelesen, das war der spaßtöter vor der fete im jugendheim, später mehr.)

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      • 10. November 2010 16:48

        Also mich mag das „Naturweib“ thinktankgirl, sie, die „Königin über die Natur“ nennt mich immer „süsser“ (mit ss). Außerdem fordert mein Panzermädchen die „freie Liebe“ inklusive das Anrecht für Mütter-Grundrente. Sie will halt mit „interessanten, sexy, wilden Männern Kinder machen“, „sich aber nicht in die Versorgungsehe flüchten um das Kuckuckskind aufzuziehen.“ Das ist doch das gute Recht für eine, nach eigenen Angaben, kluge und schöne Frau, oder etwa nicht? Also, ich weiß nicht was ihr immer gegen mein Panzermädchen habt. Auch der Herr Kosok könnte sich mal zurückhalten mit seinen Trüffeln gegen meine Freundin.

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        • 10. November 2010 17:20

          Vielleicht erhofft man sich vom Mädchen ja körperliche Zuwendung oder das Mädchen erhofft sich körperliche Zuwendung. Vielleicht ist die ganze Bloggerei nur ein codiertes Balzritual, dem wir nicht so recht folgen können. Vielleicht ist die FC in Wahrheit „Relikte Partner – die Partnerbörse für alle, die ganz in sich sind“. Es wäre nur wünschenswert, sie wären auch mal einigermaßen bei sich.

          Wohlan; sie möchte von attraktiven Männern privat folgenlos gevögelt werden. Daran ist ersteinmal nichts auszusetzen. Schon garnicht aus Sicht der Männer, entbindet es sie doch von so manch grausiger Verpflichtung.

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        • 10. November 2010 22:10

          Oh, an Sex dachte ich nicht bei Rahabs Thinktank. So einer bin ich nicht. Dafür stehe ich nicht zur Verfügung. Ich hätte ihr das sofort sagen sollen. Da stand ich wohl auf der Leitung. Ich dachte sie meinte es platonisch. Blöd, dass sie es so erfahren muss. Mein Fehler. Sorry….

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        • 10. November 2010 22:46

          Ich finde es aber total toll, dass du zu deinem Fehler stehst. Ich hoffe Rahabeska vergibt dir auch und KlingKlangGirl und all die anderen armen Geschöpfe…

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        • 10. November 2010 22:57

          „dass sie es so erfahren muss“ – ja, das ist hart, aber, alte weisheit, da muß sie durch!

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        • 10. November 2010 22:59

          Sie ist ein echter Haudegen – das wird sie schaffen.

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      • 10. November 2010 20:37

        fidelche sagte:“…Darauf Kosok am 10.11.2010 um 12:21: “liebes thinktankgirl, manchmal ist auch gut. zum beispiel jetzt.” Das war ein unerwartet harter Rüffel, was? Danach gab „Bürger“ Fro auch noch seinen Senf dazu.…“
        fros senf war mal wieder der hammer, denn er meinte, hermanitou solle sich nicht so anstellen o.ä. formuliert. genau dasselbe verfahren haben schon andere benutzt – den betreffenden, die so langsam mal die schnauze voll haben von bepöbelungen, auch noch „mimosenhaftigkeit“, also überempfindlichkeit unterstellen, so nach dem motto:“halte gefälligst noch zum hundertsten male die andere wange hin“ und wenn du das nicht machst, bist du ein weichei.
        menschen, die soetwas aussagen, peilen es entweder selbst nicht, was sie da gerade tun oder machen es absichtlich. bei einigen vermute ich mittlerweile, es ist absicht*. diese leute können einfach nicht zwischen grund und auslöser unterscheiden und sichnicht vorstellen, dass man irgendwann, nach mehrfachen beleidigungen usw. (die von der mod. geduldet werden) mal die nase voll hat und eine der beiden lösungen durchzieht: rückzug oder kampf. (diskussion wurde ja bereits versucht, daher fällt diese möglichkeit weg. die muster bestimmer „leute“ wiederholen sich)
        wie abgestzumpft oder böswillig muss man eigentlich sein, mit diesen „mitteln“ andere menschen zu provozieren und zu mobben?
        *gestern bei titta gesehen, wie sie absichtlich zusammen mit theel versucht ha,t hermanitou dieses „mismosenverhalten“ zu unterstellen. das ist so armselig und spricht aus meiner erfahrung genau für das verhalten von (weiblichen) menschen, die mit ihrem pseudogegendere und -feminismus einerseits „straighte“ und gleichzeitig „sensible“ männer wollen, andererseits aber immer die niederträchtigsten instrumente und billigste rhetorik einsetzen, um andere (meist männer) lächerlich erscheinen zu lassen, wenn die meinung nicht in den kram paßt. somit bedienen sie im grunde das rollenklischee, das sie angeblich aufbrechen wollen… da si ja angeblich gleichberechtuigung wollen… es wird mitz nichts anderem hantiert, als mit öden, künstlich herprovozierten opferrollen.
        dass titta vor einiger zeit rahab in diesem fußballblog nach dem mund geredet hatte, fand‘ ich auch blöde, ansonsten fand ich „sie“allgemein ok und auch gut. aber das war absolut daneben: einerseits im profil behaupten, nicht oft on zu sein, aber andererseits beim herumhacken immer gerne dabei wenn etwas nicht paßt, einen auf durchblick machen. dann passieren diese grund-auslöser-vermischungen (allgemein gesagt, was bei hermanitou der grund war, kann ich nur ahnen bzw. aus seinen posts hier ableiten. ich vermute, gesamt-nase-voll, nicht nur wegen des s-blogs [=auslöser])
        unmöglich und armselig finde ich auch, dass von leuten, die fast immer sowieso eine engelsgeduld haben, ruhig und unauffällig sind, seitens der mod. erwartet wird, dass sie bei jeder beschimpfung und provokation ruhig bleiben sollen. ist das gewohnheit? so nach dem motto: „was hat der/die denn jetzt? war doch sonst immer artig, schlecht geschlafen? eia machen, dann ist gut…“.
        interessant, dass bei solchen themen dann immer derart „abgelenkt“ wird. diejenigen, die sich immer schnodderig verhalten, von denen ist man es ja „gewohnt“ und sie können es sich erlauben, noch einen draufzusetzen. dass ruhige oder gar introvertierte menschen auch ein recht haben, sich (selbst) zu wehren (wenn’s sonst nicht zu lösen ist), wird dabei oft vergessen. unjd warum wird von den „klügeren“ immer erwartet, die fresse zu halten? und „ja-und-amen“ zu beten?

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        • 10. November 2010 22:18

          Goreflexi, mal ehrlich „Bürger“ Fro ist doch genial. Fast so genial wie „Dame.nicht.von.dieser.Welt“. Ansonsten, alles was du schreibst ist richtig. Ich finde alles jedenfalls sehr, sehr lustig. Der Freitag hat mein Motto übernommen. „Ein bisschen Spaß muss sein“. Eigentlich hab ich das Copyright darauf. Aber egal, ich überlasse es großzügig den Jungs und Mädels in Berlin. Bitte weitermachen…

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        • 10. November 2010 23:09

          ja, der fro, der hat mir mit seinem rechtsanwalt gedroht, als ich ein bisserl über seine angebotenen websites gesprochen habe. als ich nichts gestrichen habe bis heute (je twoday.net), hat er aber auch nichts mehr von sich hören lassen. alles leer. –
          und mein lieber eselsavatar? ich mag titta gar nicht (mehr), seit dem katsche-blog von fidelche nicht, seit ihrer und oraniers annäherung an den nazi magnus göller nicht, und ihre selbstverliebte pampigkeit der lyrischen psychologisierung von allem und jedem schon gar nicht. sie ist für mich als bloggerin eine schleimspur durchs binäre. ekelhaft. –
          und figuren wie ttg und damen werden von der moderation in sektlaune gehalten.
          bah, geh mir weg.

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    • 10. November 2010 15:29

      @Rainer
      Sich politisch verhalten – ich weiß nicht, ob ich mich heute politisch verhalten habe. Aber es gibt so einen kritischen Punkt, wo man sich – wie Du richtig sagst – überlegt, obs das alles noch wert ist. Da schreibt einer neuerdings in der FC jubilierende Artikel über die Ayatollahs und den Oberarsch Achmadinedschad unter dem label „der Freitag-Iranblog“ , selbst hat er eine website, die unter aller sau ist (iranopoly.wordpress,com“ ) und der darf das einfach:
      http://www.freitag.de/community/blogs/iranopoly/angeblich-geheime-umfrage-soll-wahlfaelschung-in-iran-beweisen

      Da wird nicht mal drauf reagiert. Wer meinen Blog (antiregierung) heute liest, weiß, wie ich politisch und emotional zum Iran stehe. There was no reason why to stay at „the friday“.

      Und ich muß mich nicht als Lügner, Lügenpack u.a.m. beschimpfen lassen.

      Tolles Schernikau-Zitat.

      Beste Grüße
      Hermanitou

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      • 10. November 2010 16:44

        Ja, so ist das leider: Drei Tage im Freitag, acht Beitrage im Propagandablog und „Nachwievor“ zusammen geschrieben; ein vollanonymes Iranopoly im WordPress – schlimm, sprachlich wie also auch sachlich.
        Du hast es lange ausgehalten bei meiner ollen Jolle; ich bin heute froh, schon beizeiten den richtigen Weg gewiesen bekommen zu haben. 😉
        Irgendwann gibt nämlich selbst ein Toyota den Geist auf (Es ist nämlich unmöglich!)

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        • 10. November 2010 20:47

          Man sollte nicht vergessen, lieber Rainer, daß das mal die „Volkszeitung“ war. Habe ich ebenso wie „die tat“ seinerzeit gerne gelesen. Denn die war nicht irgendwie, sondern ein wirklich linkes Blatt. Aber das weißt Du ja selbst…

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        • 10. November 2010 23:40

          ja, hermann, morgen habe ich wiederholung: vor 22 jahren den ersten text in der volkszeitung / dvz/die tat. liebgruß, rainer

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  19. 10. November 2010 22:22


    Der Kameramann war wieder mal besoffen. Und thinktankgirl war erneut sehr aufdringlich…

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  20. 10. November 2010 22:34

    Beim „Freitag“ mit seiner „Avantgarde“ denke ich immer an „Thick as a Brick“

    PS: Bei Jethro Tull war ich auf rund 20 Konzerten. Im Madison Square Garden 1978 leider nicht dabei.

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    • 11. November 2010 17:04

      Ok, 20 war vielleicht etwas übertrieben. Aber der Text des 45-Minuten-Schlagers hat es in sich: “ Dumm wie Bohnenstroh – Es macht mir wirklich nichts aus, wenn ihr bis zum Ende durchhaltet. Meine Worte sind nur ein Flüstern – eure Taubheit ein SCHREI. Vielleicht bringe ich euch zum Fühlen, zum Denken kann ich euch jedoch nicht bringen. Euer Sperma ist im Rinnstein – eure Liebe im Ausguss. So reitet ihr euch also selbst über die Felder und macht jeden Kuhhandel mit und/eure Weisen wissen nicht, wie es ist, dumm wie Bohnenstroh zu sein. Und die Sandburgtugenden sind alte weggespült / in der Zerstörung durch die Gezeiten / im moralischen Durcheinander. Der elastische Rückzug läutet das Ende des Spiels ein, als die letzte Woge die neueste Variante enthüllt. Aber eure neuen Schuhe haben abgetretene Absätze und / eure Sonnenbräune blättert rapide ab und / eure Weisen wissen nicht, wie es ist, dumm wie Bohnenstroh zu sein. Und die Liebe, die ich fühle, ist so weit weg: Ich bin ein schlechter Traum, den ich gerade heute hatte -. und du / schüttelst den Kopf und / sagst: »Schade« Schickt mich zurück durch die Jahre und durch die Tage meiner Jugend. Zieht die Spitzengardinen und die schwarzen Vorhänge zu, und sperrt die ganze Wahrheit aus. Schickt mich zurück durch die langen Zeitalter: Lasst sie die Geschichte erzählen. Sehet! Ein Sohn ist geboren – und wir erklären ihn kampftauglich. Er hat Pickel auf den Schultern, und nachts pinkelt er ins Bett. Wir werden/einen Mann aus ihm machen / ihn ein Handwerk erlernen lassen / ihm beibringen / wie man Monopoly spielt und / wie man im Regen singt. Der Dichter und der Maler werfen Schatten auf das Wasser — während die Sonne auf die Infanterie scheint, die von der See zurückkehrt. Der Tatmensch und der Denker: keine Zugeständnisse an den anderen — und das verblassende Licht erleuchtet das Glaubensbekenntnis des Söldners. Das Feuer im heimischen Herd brennt: Das Wasser im Kessel ist kurz vorm Kochen – aber der Herr des Hauses ist weit weg. Die Pferde stampfen – ihr warmer Atem dampft im schneidenden Frost des frühen Morgens. Und der Dichter hebt die Feder, während der Soldat das Schwert wegsteckt. Und der Jüngste der Familie übernimmt das Kommando. Baut Burgen am Meer und fordert die verspätete Flut heraus, sie alle wegzuspülen. Die Rinder weiden ruhig auf dem Gras unten am Fluss, wo die anschwellenden Gebirgsbäche sich vorwärts zum Meer bewegen: Der Erbauer der Burg greift die uralte Absicht auf und er wägt die junge Melkerin, die anbietet, was er braucht. Die jungen Männer des Hauses / haben alle ihren Dienst angetreten und / sind vor einem Jahr nicht zurückzuerwarten. Der unschuldige junge Herr — die Gedanken rasen immer schneller — hat den Plan gefasst, den Mann zu verändern, der er zu sein scheint. Und der Dichter steckt die Feder weg, während der Soldat das Schwert hebt. Und der Älteste der Familie übernimmt das Kommando. Kommt von Übersee zurück und fordert den Sohn heraus, der ihn in die Flucht schlägt. Was machst du, wenn / der Alte weg ist — willst du an seine Stelle treten? — und / dein wahres Ich das Lied singt. Willst du ihn befreien? Niemand da, der dir hilft, Dampf zu machen — und der Wasserstrudel treibt dich weit vom Kurs ab. SPÄTER Ich bin von der Oberschicht herabgestiegen, um eure verkommene Lebensart zu korrigieren. Mein Vater war ein mächtiger Mann, dem jeder gehorchte. Also, auf geht‘s, all ihr Kriminellen! Ich muss euch zurechtbiegen. genau wie ich es mit meinem Alten gemacht habe Zwanzig Jahre zu spät. Euer Wasser und Brot wird kalt. Euer Haar ist kurz und adrett. Ich werde euch alte richten und werde verflucht dafür sorgen, dass mich niemand richtet. Du rollst deine Zehen ein zum Spaß, während du jeden anlächelst — du erwiderst die starrenden Blicke. Du bist dir nicht bewusst, dass deine Taten nicht vollendet sind. Und du lachst äußerst unbarmherzig, als du uns erzählst, wie wir nicht sein sollen. Aber wie, meinst du, sollen wir erkennen, wohin wir laufen sollen? Ich sehe dich durch den Gerichtssaal schlurfen mit / deinen Ringen an den Fingern und / deinen flaumigen kleinen Koteletten und / deinen Siberschnallenschuhen. Du spielst den harten Burschen und folgst dem Beispiel des Comichelden, der dich die Regeln zurechtbiegen lässt. So! Auf geht‘s, ihr Kindheitsidole! Wollt ihr euch nicht losreißen von den Seiten eurer Comic hefte/eurer Supergauner/und uns allen den Weg zeigen? Also! Macht euer Testament. Wollt ihr nicht? Werdet Mitglied eurer Stadtverwaltung. Wir werden Superman zum Präsidenten haben / lasst Robin den Tag retten. Du setzt auf die Nummer eins, und sie siegt jedes Mal. Die anderen Kinder sind alle zurück getreten und haben dich an die vorderste Stelle geschoben. Und so fragst du dich schließlich, wie groß du eigentlich wirklich bist — und du nimmst deinen Platz ein in einer klügeren Welt, in der es größere Autos gibt. Und du fragst dich, an wen du dich wenden sollst. weiter

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    • 12. November 2010 13:09

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  21. 10. November 2010 22:41

    Zum Thema
    http://metropolenmond.de/node/198

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  22. 11. November 2010 12:02

    Hat sich eigentlich mal jemand den Spaß gemacht, sich diese Moslem-Blogs durchzulesen? Der aktuelle Blog über die Gothaer ist an Grandiosität kaum noch zu überbieten und dürfte auch rechtlich relevant sein. Würde bei mir jemand so einen Text veröffentlichen, hätte er eine voraussichtliche Halbwertszeit von 5 Sekunden. Wenn ich sowas lese, kann ich nur froh sein, nicht mehr in irgendeiner Verbindung mit dem Blogbereich zu stehen. Was ich nicht verstehe, ist, dass man User wegen „Nickeligkeiten“ sperrt, aber Beiträge, die einem als Betreiber schaden können, stehen lässt. Purer Irrsinn.

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    • 11. November 2010 12:49

      Vielleicht wird ‚Der Moslem‘ als Gesamtpaket geschnürt und dafür erst einmal eine Versicherung gesucht. – Das ist ja gar nicht zu fassen, auch das Moslem-Privat-Blog. Andere neue Freitagblogger aber wollen genau sowas und den Beitrag in ihren Privatblog verlinken.
      — Den Klaus auf Metropolenmond hab ich gern gelesen, schöne melancholische Atmosphäre. Komme ich drauf zurück.
      aber diese neuen freitagler, das sind, glaub ich, alles einwanderer von hamburg bis mecker.

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      • 11. November 2010 13:07

        Vielen Dank, Rainer.

        Was die neuen Freitagsblogger betrifft, kann ich mir keinen Reim darauf machen, was die treibt. Soweit ich mich zurückerinnere, gab es immer schon Zoff, wurde sich gestritten, doch die Artikel hielten im Regelfall ein gewisses Niveau – und die Kommentare auch – selbst dann, wenn sie mal über das Ziel hinaus schossen. Was sich dort aber mittlerweile tut, spottet jeder Beschreibung. Die BRANDEINS hatte ja schon zu Beginn das Motto „Was Wirtschaft treibt“ – daraus hervor ging unter den Lesern auch „Was Menschen treibt“. Ich frage mich, was diese Blogger treibt. Ist es nur Aggression, ist es pure Egomanie, Dummheit? Wissensverweigerung? Einfach nur private Frustration?

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    • 11. November 2010 13:48

      Man beachte neben der immer offensichtlicheren Übernahme der FC durch Durchgeknallte, Ayatolla-Fans und Rennhennen auch Magdas Blog:
      http://www.freitag.de/community/blogs/magda/krise-der-maennlichkeit–was-ist-dran

      Neuerdings wird sie auch von den dortigen tatü-ta-tittas massiv angegangen. Surprise, aber damit erklärlich, daß sie „auch bald abhauen“ will.

      Meiner Meinung nach hat die Moderation null Konzept und steht dem Kraut-und Rüben-Geblogge einfach ratlos gegenüber.

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      • 11. November 2010 14:27

        Hach ja….

        Das musste doch so kommen. Letztlich prallen da zwei Interessengruppen aufeinander. Die wohlmeinend-konstruktive, wenngleich – und dazu stehe ich, da ich meine es beurteilen zu können – auch etwas naive Fan-Gemeinde um Magda, Merdeister und Co., die sich teils rührig um den Freitag bemühen, als hätten sie einen finanziellen Anteil daran und auf der anderen Seite die aggressive Zickenfraktion (wohl mehrheitlich notlesbisch), die mit ihren Mitteln um Aufmerksamkeit kämpft. Allein gleich ist im Grunde ihre egozentrische Weltsicht, der sich die Realität unterzuordnen hat, wobei Magda wenigstens ihr Handwerk beherrscht und imho eine gute Autorin ist, ganz im Gegensatz zu manch anderen Schreiern im Wind. Letztendlich möchten alle Beteiligten irgendwie angenommen werden – entweder vom großen Zampano selbst, der Nichtharkenbenutzern in einem Anfall kleinbürgerlicher Dekadenz ein Lungenleiden durch Pilzsporen wünscht und das für gerecht hält (wie blöd muss man eigentlich sein, um derlei zu schreiben) oder dem Koch oder dem Rest der Redaktion oder einfach auch anderen Bloggern – Hauptsache, man wird bemerkt und ist irgendwie dabei.

        Ok – das ist alles menschlich und jeder agiert mal mehr oder weniger in diese Richtung. Ein wenig Eitelkeit besitzt man einfach und ich nehme mich da selbstverständlich nicht aus. Allerdings scheint es im irgendwie linken Portal irgendwie aus dem Ruder zu laufen. Konzeptionslosigkeit mag ein Grund dafür sein – doch das „irgendwie“ fiel ja schon öfter mal auf. Einen wirklich thematischen Zusammenhalt gibt es eben nicht. Zudem ist es ja auch müßig, in einem linken Portal zu bloggen, wenn ausgerechnet die Wirtschaftkompetenz fehlt. Ja – was ist denn sonst ein linkes Thema? Nur das politisch Private oder Randnotizen aus der großen weiten Welt?

        Ich finde die Betrachtung des Portalblogs mittlerweile lehrreich, auch, weil es sehr übersichtlich ist. Man kann die Protagonisten von Zeit zu Zeit beobachten, als säßen sie in einem Terrarium. Gerade, weil so viele der User die Hosen runterlassen, ist es so spannend. Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten sozusagen.

        Im ZEIT-Portal ginge das so nicht, weil die User-Aktionen viel komplizierter zu verfolgen sind. Daher ist es doch ganz nett, dass der Freitag so ist, wie er ist.

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        • 11. November 2010 17:19

          Die Hosen und Röcke runterlassen. Soviel Zeit muss sein.

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        • 11. November 2010 17:57

          Magda war prima in dem von Hermanitou benannten Blog! Ich mag sie. Schreibt schön und nicht beschönigend. Ihre in die Biographie gehenden Beiträge, die zeigen, wie (familiär) nah deutsche Geschichte immer war, sind genau die, die ich auf der Bloggerseite als Ergänzung einer Zeitung suche. – aber sie haut ja auch bald ab …

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        • 11. November 2010 18:15

          Stimmt, Rainer, war sie. Mir gefielen die Beiträge auch, wenngleich sie mir oft zu ostalgisch waren. Aber damit kann ich leben und ich kann die Perspektive menschlich auch verstehen, obwohl ich sie auch für kritikwürdig halte. Aber das ist ja – denke ich – auch eine gewollte Diskussion.

          Tja nun – ich kann solche Abgänge verstehen. Wenn man sich viel Arbeit mit Beiträgen macht, recherchiert, offen schreibt und sich wie das be- und geschriebene zur Diskussion stellt und man dann entweder zerrissen wird oder nach wenigen Stunden in der Versenkung verschwindet, weil x belanglose Blogs dazwischen rauschen… wofür das Ganze?

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        • 11. November 2010 18:20

          alaaaaaaf!
          ein freitäglicher besuch im terrarium ist fast so schön wie das hier:

          bis später!

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        • 11. November 2010 18:25

          Ihr habt gut reden, zu mir war Magda immer eher gemein.

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        • 11. November 2010 18:40

          Hi Fidelche,

          du hast mein vollstes Mitleid. Zu mir war Magda nach einem anfänglichen Missverständnis (siehe All about Klaus – denn Klaus ist eine Wildcard) immer fair zu mir und suchte die sachliche Auseinandersetzung. Ich kann diesbezüglich absolut nichts Negatives über sie schreiben. Wie gesagt – um jemanden respektieren/anerkennen zu können, muss ich nicht gleicher Meinung sein.

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        • 11. November 2010 18:40

          PS: Du bist ja auch böse, Fidelche. Und außerdem sehe ich viel besser aus als Du.

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        • 11. November 2010 19:11

          Das stimmt natürlich – aber Ihr beide seht ja nicht, was mein Lindenblatt verdeckt …

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    • 11. November 2010 14:19

      Hi Tiefscharf, meinst du Iranopoly? Wenn ja, ich sehe keinen großen Unterschied zu Freiheitsliebender, Alien59, D.v.W usw. So wie ich es sehe, ist das alles gewünscht, von der Redaktion und wahrscheinlich der Mehrheit der Blogger, obwohl ich der Ansicht bin, dass viele Kommentare und Blogs, auch bereits zu meiner Zeit, Volksverhetzung nach § 130 StGB darstellen. Wo kein Kläger da kein Richter. Es stimmt aber schon, dass die Kluft zwischen Zeitungen wie „derFreitag“/ Junge Welt und Konkret / Jungle World immer größer wird. Über den Antisemitismus und den Islamismus innerhalb der Freitags-Community habe ich schon viele Belege hier in die “Tabublogs” eingebracht.

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      • 11. November 2010 14:28

        Nein, ich meinte: Der Moslem

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      • 11. November 2010 15:48

        Schade, „der Moslem“ ist schon wieder weg. Rahab,BanaBab und sozenschreck sind traurig oder sauer.

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      • 11. November 2010 16:42

        Tja – damit müssen sie wohl leben. Ich kann aber gut verstehen, dass der User gekickt wurde. Wie gesagt – ich hätte ihn auch eliminiert. Solche Auslassungen kann man als Betreiber nicht verantworten. Wäre ich von seinem letzten Blog als Unternehmen betroffen gewesen, hätte ich umgehend die Rechtsabteilung beauftragt. Und so irre, einen derartigen Beitrag stehen zu lassen, kann man garnicht sein.

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      • 11. November 2010 17:14

        Euch ist schon klar, dass wir hier nur Riesenspaß haben, wenn Rahab, D.n.v.d.W, ttg mit ihren Gesellinnen und Gotteskriegern nicht rausgeworfen werden. Also brav die Daumen drücken, nicht das noch was schiefgeht.

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      • 11. November 2010 17:28

        Lieber Manfred

        Habe ich jemals einen Rauswurf unserer Lieblinge gefordert? Nein – und das aus gutem Grund. Schließlich machen sie und ihre Adlaten unser aller Lieblingsportal erst zu dem, was es heute ist – zu einem Füllhorn des Frohsinns, einem ewigen Quell des Amüsements und einer Backstube des Wahns. Die hohen Worte der edlen Damen sind mir so süß und so rein, dass ich nicht mehr darauf verzichten will.

        Ernsthaft: Es wäre wirklich zu schade, wenn sich der Freitag von ihnen trennen würde. Sie passen mittlerweile sehr gut ins Gesamtkonzept und richtig – dienen unserer Erbauung.

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      • 11. November 2010 17:49

        D’accord lieber Tiefscharf. Ich leg noch einen drauf: Ich würde mein geliebtes rotes Sakko hergeben, wenn ich damit verhindern könnte, dass „meine Damen“ Probleme bekommen könnten.

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        • 11. November 2010 18:45

          Das kann ich locker toppen. Ich würde eines meiner Lieblingsseile hergeben, damit man die Damen dort festzurren kann. Zur Not würde ich das selbst übernehmen. Ich würde sie auch anketten – direkt an der Eingangstür, damit sie dort bleiben – damit:

          http://metropolenmond.de/node/139

          Und hiermit gestatte ich Rahabeskalina und ihren geschätzten Freundinnen, mich ein Machoschwein zu nennen. Bedankt im Voraus. *kusswerf*

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        • 12. November 2010 12:50

          Ich würde aufs Schärfste protestieren wenn Breiti sein rotes Sakko abgeben würde. Das wäre ein verspäteter Sieg für Uwe Theel und seine Diskriminierungen. Das ist es nun auch wieder nicht wert – dann lieber eine „Dame“ weniger, was eher zu verschmerzen wäre. Dieses unsägliche Angebot muss zurück gezogen werden.

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      • 11. November 2010 19:19

        Manfred, recht hast Du: Die Damen sowie die herrlichen Tanzpartner sollen uns erhalten bleiben zur Erheiterung und Wahnwarnung im „Füllhorn des Frohsinns“.
        Dein rotes Sakko aber sollst Du behalten, zur Kennzeichnung unserer Farbe hier!

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        • Lilo permalink
          12. November 2010 13:20

          Geeeeeenau, Rainer! Ich will meine FC-Duko-Soap auch nicht missen!

          Meine Befürchtung, daß Rahab sich tatsächlich nach einem „Pranger-Artikel“ von ed2m zurückziehen könnte, erwies sich glücklicherweise als unbegründet: nach kurzer Pause war die „Kneipenwirtin“ mit einem tiefschürfenden 1-Satz-Artikel zurück, den sie nun schon ebenso tiefschürfend 2mal ergänzt hat.
          Und siehe da: „Freund“ und „Feind“ waren gleich wieder kommentierend zur Stelle: ttt und dnvdw – ed2m und j-ap. (Reimt sich sogar!)
          Tja, die FC hat auch so’n bißchen was, von „Pack schlägt sich, Pack verträgt sich“.
          Wobei dnvw nie lange auf sich warten läßt, wenn j-ap auftaucht, um ihm dann seit längerem mit der Biestigkeit einer abgewiesenen Geliebten ein bis zwei bis drei reinzuwürgen.

          Lilö – mit der Lizenz zum Löstern – fernab von links, rechts und allem was dazwischen liegt.

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  23. 11. November 2010 18:48

    Da hier ständig Videos zu sehen sind, mal was aus meiner Richtung.

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    • 12. November 2010 12:45

      Tiefscharf, „In Extremo“ kenn ich auch, von meinem Sohn, nicht schlecht, der Dudelsack passt gut rein. Die Bildquallität des Videos ist jedenfalls super.

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    • Lilo permalink
      12. November 2010 12:52

      Hallo, Tiefscharf – hier eine Antwort ganz im Stil der ach-so-geschätzten Freitags- Damen:

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  24. f2look permalink
    12. November 2010 12:28

    Nicht links ist: Antizionismus, Neoliberalismus … Rechts ist: Islamismus, Nationalismus, Antisemitismus, Sozialdarwinismus .. Nicht links in der FC sind: Uwe Theel, Rahab, Fro … Fast schon rechts in der FC sind: thinktankgirl, D.v.W, TomGard … Rechtsaußen in der FC sind: alien59 …

    Wer hat uns verraten? Die „Freitagsdemokraten“…

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  25. 12. November 2010 14:38

    In Großbritannien werden Künstler wie Jethro Tull oder Jonny Rotten von radikalislamischen und linksextremen Gruppen, wie der “Palestine Solidarity Campaign” mit Hassparolen in offenen Briefen, Blog- und Facebookeinträge aggressiv bedrängt, Auftritte in Israel zu stornieren. Viele Musiker wie Carlos Santana, die Pixies und Elvis Costello beugten sich der Agitation und verzichteten auf bereits angekündigte Konzerte in Israel. Jethro Tull und Jonny Rotten widerstanden den militanten Israelgegnern. Ian Anderson nachvollziehbar ängstlich und halbherzig, dafür Jonny Rotten, gradlinig, wie man es von ihm erwartet. Weiter…

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  26. 12. November 2010 17:11

    Johnny Rotten ist not forgotten! Habe mir passend dazu ein neues Outfit in „Boedele`s Blog“ zugelegt. Einen neuen punkigen Tarn- und Kampfanzug mit beschuss- und stichhemmender Weste gegen skripturale Kleinwaffengeschosse!

    Beste Grüße

    dr.b

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  27. 12. November 2010 19:01

    Zu Punkt 7) Geschichtsbewußtsein: Links sein heißt auch „dranbleiben“, im Sinne einer Bezogenheit aufeinander von Aktualität und Geschichte. Wie werden welche (Historiker-, Literatur- u.a.) Preise vergeben, wer redet wo, wo hält der Bundespräsident in welcher Kammer scheinbar unwichtige Reden … Wo wird die Krise als verhandelbare beschönigt von der widrigen Wirklichkeit absehend.
    Merkel kommt nach Hause von Seoul, Wulff vom Verein Deutscher Eisenhüttenleute. Im Gepäck haben sie Deutschlandpolitik. Wo weiß man davon wirklich was, wie wähle ich meine Informationsquellen?

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    • 12. November 2010 23:38

      Sehr richtig, Rainer, wenn ein Alfred Grosser am 9. November in der Paulskirche zum Gedenken an die „Reichspogromnacht“ von 1938 eine Rede hält, oder Moshe Zuckermann mit TAZ-Reportern über die „Blutschuld der jüdischen Gemeinden“ phantasieren, oder Merkel „unsere“ nationalen Interessen durchsetzt, ist davon wenig „Erhellendes“ im „Freitag“ zu lesen.

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    • 13. November 2010 10:05

      Zu Punkt 7) Die Walser Debatte: Walser meinte 1998, dass Auschwitz und die NS Verbrechen instrumentalisiert werden, ein Vorwurf, den Israelgegner gerne vortragen. Ignatz Bubis blieb damals mit seiner Kritik der „geistigen Brandstiftung“ zunächst ziemlich allein. Bubis meinte 1998 ganz richtig: Walsers Rede sei der Versuch, „Geschichte zu verdrängen beziehungsweise die Erinnerung auszulöschen“.

      In einem offenen Brief an Ignatz Bubis, vom 12. Januar 1999, in der Schweizer Wochenzeitung übermittelt Günter Amendt eine Anekdote aus dem Jahre 1978. In jenem Jahr, so Günter Amendt, habe er auf Einladung des Konzertveranstalters Dylan und seine Band begleitet. Auch habe er sich seit vielen Jahren mit der Rezeption von Bob Dylans Werk in den bundesdeutschen Medien, dabei insbesondere der Betonung eines antisemitischen Stereotyps, beschäftigt: „Dass man gerade bei Dylan die materiell-finanzielle Seite des Rock ’n’ Roll so oft, so gerne und so ausführlich thematisiert“. Nach Abschluss der Tournee sei er in der Konkret-Redaktion auf Martin Walser getroffen. Der aber habe „nicht ohne einen aggressiven Unterton“ gefragt, „was eigentlich an diesem ‘herumzigeunernden Israeliten’ Besonderes wäre.“

      Diese „Walser Haltung“ schlug mir zu meiner „Freitags-Zeit“, mit meinen Israel-Themen, permanent in’s Gesicht. Letztlich führte sie zu meinem Rauswurf.

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      • Maria Melendez permalink
        13. November 2010 19:23

        Walser wollte damals einen dosierten Antisemitismus wieder salonfähig machen. Auschwitz sollte neuerlich relativiert werden. Dies gelang augenscheinlich Walser sehr „erfolgreich“. Kurz darauf in der Regierungserklärung von Gerhard Schröder sagte dieser: „Wir haben das Selbstbewusstsein einer erwachsenen Nation.“ Die Juden sollen scheinbar nach Walsers Geschmack die Schnauze halten. Der rechtskonservative Ideologe und Artikelschreiber hingegen darf Geschichte uminterpretieren, den Kommunismus als schlimmer erachten, deutsche Innen- und Außenpolitik soll zulangen dürfen ohne historische Fesseln. Sollte dennoch ein Jude etwas sagen oder machen, wird mit einer bewussten Stärkung des Antisemitismus gedroht. Die alles haben Sie, lieber fidelche, alles in ihren Blogs und Kommentaren erfahren und erleiden müssen. Ich muss ihnen darüber nichts erzählen, Sie wissen dies alles besser als ich. Ob diese unglückseligen Entwicklungen auch mit „verwandtschaftlichen Verhältnissen“ in Verbindung zu bringen sind, kann spekuliert werden.

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        • 13. November 2010 22:41

          Ja, Maria, die Täter-Opfer-Umkehr, der fehlende Wille zur Diskussion, primitivste Beleidigungen waren an der Tagesordnung. Danke für ihren Kommentar.

          Gruß fidelche

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        • Lilo permalink
          14. November 2010 10:05

          „Ob diese unglückseligen Entwicklungen auch mit ‚verwandschaftlichen Verhältnissen‘ in Verbindung zu bringen sind, kann spekuliert werden.“

          Ja, kann man Maria Melendez:
          allerdings nicht ohne in den Geruch zu kommen, das „altbewährte“ Instrument der Sippenhaft zu bemühen!

          Ich würde es vorziehen, weiterhin konkrete Beispiele aus dem aktuellen Geschehen, insbesondere Verlautbarungen desjenigen, auf dessen „verwandschaftliche Verhältnisse“ Sie anspielen, heranzuziehen, um eine Bewertung der politischen Ausrichtung/en des Freitag und der FC vorzunehmen.

          Im Übrigen dürfte es ohne genaue familiäre Kenntnisse in keinem Fall möglich sein, die Prägungen von sozialem Vater einerseits und biologischem Vater andererseits nachzuvollziehen – ganz abgesehen davon, daß es in aller Regel auch noch eine Mutter und andere prägende Personen und Einflüsse im Leben eines Jeden gibt.

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        • Maria Melendez permalink
          14. November 2010 11:26

          Stimmt, die Bemerkung war nicht fair von mir, Lilo. Sie war auch nicht ganz ernst gemeint. Ohne jeden Zweifel ist es richtig, was Sie über die Einflüsse eines jeden Menschen schreiben. Ich habe keinen Beleg, in wie weit Martin Walser Einfluss auf die politische Freitagsausrichtung nimmt. Mit Bedauern nehme ich daher meine Anspielung zurück. Nichtsdestotrotz ist in vielen Blogs, Kommentaren und Printartikeln des Freitag eine “Walser Haltung” nachlesbar. Dokumentiert wurde diese Haltung bereits vielfach hier und in den übrigen “Tabublogs“. Gerne kann ich „Verlautbarungen“ die diese „Haltung“ bekunden, nachliefern. Für diese politische, aus meiner Sicht kritisierenswerte, Ausrichtung und „Haltung“ des „Freitags“ kann ich nicht einfach den Inhaber des „Freitags“ von seiner Verantwortung freisprechen.

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        • 14. November 2010 13:48

          Nun wird es geschmacklos.

          Da ist einer, der eine Wochenzeitung als Verleger übernimmt und versucht, sie inhaltlich wie wirtschaftlich zum Erfolg zu führen. Das ist für sich gesehen erst einmal positiv. Dieser Mensch hat – und dafür kann er nichts – eine Familiengeschichte, die durch mehrere Personen der Zeitgeschichte geprägt ist. Auch dafür kann er nichts – auch nicht für die von ihnen getätigten Aussagen – weder im Guten, noch im Schlechten. Vorteilhaft daran ist sicherlich der Familienname, was den Faktor PR betrifft. Unter Umständen wäre es sonst nie soweit gekommen. Auch von Vorteil ist sicherlich der Name des Erzeugers. Man erlangt Stimme und Gewicht, ist für die Yellow Press interessant und kann sein eigenes Anliegen somit befördern. So far, so good.

          Jetzt ist dieser Jemand aber auch – man kann es in jedem schickilinken Artikel lesen – eher bildungsbürgerlicher Natur, also konservativ im Wortsinn – allerdings mit einem (warum auch immer, es bleibt Fischen im Trüben) Faible fürs Linke. Auch das ist keineswegs kritikwürdig, auch das ist nichts Singuläres. Innerhalb des übernommenen Konstruktes treffen nun ein paar Menschen zusammen, die teils bezahlt, teils aus privatem Interesse heraus ihre Meinung kundtun. Ein normaler Vorgang und man kann sich darüber streiten, ob diese Haltungen legitim sind oder unterstützenswert. Man kann darüber diskutieren, ob das ehemals linke Blatt überhaupt in der Hand des Richtigen/der Richtigen ist. Das kann man auch in Bezug auf Unternehmen oder andere Medien. So what – konstruktive Kritik war noch nie falsch, diente letztlich immer (ok, meistens) der Verbesserung. Diese Kritik darf auch harsch sein – warum nicht.

          Wenn ich aber das lese, was hier zum Thema Augstein/Walser steht – tut mir leid – da wird mir speiübel. Bislang habe ich selbst im Freitag wenig gelesen, was unangemessener und unfairer gewesen wäre. Sich derart zu äußern, hat nichts mehr mit Kritik zu tun. Zudem denke ich – und ist man aufmerksam, wird man mir da wohl zu folgen in der Lage sein: Eine „Walser-Haltung“ ist keine Ausnahmeerscheiung und ich glaube auch nicht, dass sie daher als Einflussgröße bezüglich des Freitag zu nennen ist.

          Zudem – ganu davon abgesehen: Die Forderung, dass sich Israel dem Diskurs stellen muss, wie andere Nationalstaaten auch, ist nichts weiter als eine Legitimation Israels. Bislang kann ich auch nicht erkennen, dass »Der Jude« »die Schnauze« halten soll, damit der Rechtskonservative Geschichte umdeuten kann. Jedenfalls kann ich keine Absicht, allenfalls ein Unvermögen im Umgang mit Communitys und eine Fehlinterpretation des Linken erkennen. Wie gesagt – das wäre kritikwürdig – aber auch nur das.

          Keine Frage. Für mich ist der Freitag nicht links und ich mag ihn nicht. Ich halt ihn für nutzlos wie einen Kropf. Er ist eher ein Medium, dass den Vertrieb über Manufactum verdient hätte, vergleichbar mit Keramik-Schaltern für die alte Villa, die man günstig geschossen hat. Um wirklich links zu sein fehlt dem Blättchen eine echte Aussage und Glaubwürdigkeit, was auch am dort vorgelebten angeblich „linken Sein“ liegen mag. Auf mich wirkt das Blatt eher wie ein Sammelsurium von Menschen, die gelangweilt mit dem Silberlöffel in der Hand, versuchen, ein wenig links zu spielen, weil die Attitüde „nett“ ist und man so die eigenen Empfindlichkeiten politisieren kann, sich wohl fühlt und eine Art Alleinstellung besitzt. Das muss man nicht mögen – aber es ist harmlos, ein Mikrokosmos eben. Nur – wenn ich lese, dass dem Blättchen und seinem Verleger defacto Rechtslastigkeit via Genetik unterstellt wird – da fehlen mir zwar nicht die Worte, aber jegliches Verständnis.

          Mein Tipp – auch angesichts dieses Threads: Diskutieren, was heute links ist und weniger Kraft darauf verwenden, andere zu diskreditieren.

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        • Lilo permalink
          14. November 2010 14:07

          Ich habe Ihre Antwort gerne gelesen, Maria Mendelez.

          Ich würde mir nicht zutrauen, auszumachen, was nun genau eine „Walser Haltung“ ist – nicht bei einem 83jährigen, dessen politische Neigungen sich im Laufe seines Lebens wohl immer wieder deutlich veränderten, nicht bei einem Schriftsteller, dessen Werk mir weitestgehend unbekannt ist. (Ein paarmal hab‘ ich versucht, was von ihm zu lesen – jedesmal hab‘ ich’s mit Desinteresse bis Unwillen wieder beiseite gelegt. Ist nicht „meins“.)
          Wikipedia zeigt eine unübersehbare antisemitische Linie bei Walser auf und dennoch würde ich das, was hier am Freitag, bzw. der FC kritisiert wird, nicht mit diesem Begriff titulieren wollen.
          Es gab und gibt leider in seiner Generation, gerade in weiten Teilen des sich für maßgeblich haltenden Bürgertums, auch nach 1945 diese Art von völlig „unbekümmerten Atisemitismus“, wie er z.B. in dem oben von Fidelchen zitierten Walser-Zitat zu Bob Dylan zum Ausdruck kommt.

          Damit will ich sagen, man könnte auch sehr viele andere ebenso öffentlich auftretende Namen bemühen, um die hier diskutierte „Haltung“ beim Freitag/FC zu benennen – und deswegen würde ich von diesem Begriff nach wie vor lieber Abstand nehmen.

          Aktuell las ich im Feuilleton der ZEIT eine Rezension des Buchs von Peer Steinbrück „Unterm Strich“ von – ausgerechnet! – Martin Walser. Wie man seitens der ZEIT auf diese Idee verfiel, ist für mich schwer nachvollziehbar: mir erscheint Walser dort wie in ein paar älteren TV-Literaturdiskussionen als ein emotional „ausufernder“ Mensch, dessen Ding die nüchterne klare Linie nicht ist. Mag sein, daß DIE ZEIT gerade dieser große Kontrast zu Peer Steinbrück reizte.

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        • Lilo permalink
          14. November 2010 14:19

          Hallo Tiefscharf, ich hab‘ Deinen Kommentar von 13.48 eben erst gelesen: ich kann Dir nur in allem zustimmen und halte insofern auch meinen letzten Hinweis auf die Walser-Rezension in der ZEIT für eine unnötige thematische Abweichung.

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        • 14. November 2010 14:20

          Gut geschrieben, Tiefscharf! Alle Aspekte.

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        • Maria Melendez permalink
          14. November 2010 16:56

          Die Bemerkung der „verwandtschaftlichen Verhältnisse“ habe ich bereits zurückgenommen. Diese Andeutung war ohnehin nicht ernst, schon überhaupt nicht genetisch gemeint. Nochmals bitte ich um Entschuldigung für diesen Satz. Ich verweise in dem Zusammenhang auch noch auf das Buch von Otto Köhler über Rudolf Augstein. Jakob Augstein halte ich für eher unpolitisch. Er hat natürlich das Recht den Freitag wirtschaftlich zum Erfolg zu führen. In der FR meinte Augstein: Guter Journalismus und politische Ideologie schlössen sich zwar aus; „aber wenn der Freitag ein politisches Projekt hätte, wäre es das rot-rot-grüne.“ Bei meinem Vorwurf der “Walser Haltung”(Schlussstrichhaltung- sekundärer Antisemitismus- „Auschwitz-Keule“) bleibe ich. Ich halte es für geschmacklos und ich nenne es “Walser Haltung”, Tiefscharf, wenn im „Freitag“ Israel mit dem Apartheitsstaat Südafrika verglichen wird, wenn im „Freitag“ Israel das Existenzrecht verweigert wird, wenn Blogger im „Freitag“ schreiben, „ es trifft keine Unschuldigen wenn in Israel ein Bus in die Luft gesprengt wird“, wenn im „Freitag“ Boykottaufrufe gegen Israel (Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden) unterstützt werden, wenn im „Freitag“ der Antisemitismus der arabischen Staaten verharmlost wird oder wenn im „Freitag“ geschrieben wird, Israel befördere den Antisemitismus durch sein Verhalten (was ist das anderes als „»Der Jude« soll »die Schnauze« halten). Außerdem empfehle ich die Artikel im Freitag über Israel zu lesen. Vor allem die Artikel von Ludwig Watzal oder Lutz Herden. Auch in diesen, aus meiner Sicht, „geschmacklosen“ Texten erkenne ich eine gewisse “Walser Haltung”

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        • Lilo permalink
          14. November 2010 17:29

          Dann habe ich mich wohl noch nicht klar genug ausgedrückt, Maria M.
          Man könnte diese Art von Antisemitismus, die Sie beim Freitag festmachen – wobei die Redaktion und die FC wohl noch einer etwas genaueren Differenzierung bedürften, denn der F haftet nicht für die Beiträge in der FC, wenn ich das richtig verstehe – genausogut als „Meier-Müller-oder-Schulze-Haltung“ bezeichnen, eben weil sie offenkundig in dieser Gesellschaft vorhanden und bei mehreren Schreibern der FC in deren Kommentaren feststellbar ist.
          Also warum bitte „Walser Haltung“?
          Ich halte Ihren Versuch, „das Phänomen“ mit einem konkreten Namen und dann auch noch gerade DEM Namen zu verbinden für wenig hilfreich, vorsichtig ausgedrückt.
          Im Gegensatz zu Jakob Augstein hat Martin Walser meines Wissens mit dem Freitag nichts zu tun und dort noch nicht veröffentlicht. Als – wenn es eine namentlich benannte Haltung für Sie geben muß – warum ist es dann keine „Jakob Augstein Haltung“?

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        • Maria Melendez permalink
          14. November 2010 19:53

          Die „Walser Haltung“ ist in vielen Medien präsent, aber eben auch im „Freitag“, Lilo. Der „Freitag“ ist sehr wohl mitverantwortlich für die Texte in seinem Forum!! Die Moderation könnte die antisemitischen Blogger auch rauswerfen, sie könnte die angesprochenen Kommentare zensieren. Warum macht sie es nicht? Sie können allerdings, statt „Walser-Haltung“, auch eine andere, bessere Bezeichnung dafür finden. Ich habe diesen Begriff nur aufgenommen und wiedergegeben. Lesen Sie die „Tendenz“ in der „Freitags-Printausgabe“ in Bezug auf den Nahost –Konflikt und vergleichen Sie die Blog- und Kommentar Einträge im entsprechenden Forum. Warum schreiben nur Israelkritiker der Freitag-Printausgabe? Wie viele angemessen, kritische Iran-Artikel haben Sie in der Printausgabe des Freitag gelesen? Wie viele islamkritische Artikel haben Sie in der Freitag-Printausgabe gelesen? Ganz zu schweigen von der Tendenz im entsprechenden Forum. Natürlich ist dies alles im antiisraelischen Mainstream der bundesdeutschen Medienlandschaft, nur, nach meiner Ansicht im Freitag sehr extrem und ganz im Sinne Martin Walsers. Oder haben Sie Ignaz Bubis, Stephan Kramer, Henryk M. Broder oder vergleichbare Menschen schon mal im „Freitag“ gelesen?

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        • Lilo permalink
          14. November 2010 23:15

          Maria M., ich kenne den Freitag und die FC dafür weder lang noch intensiv genug, um deren „Tendenz“ ganz allgemein in dieser Frage für mich hinreichend legitimiert bestimmen zu können. Da bin ich nicht der richtige Ansprechpartner.
          Ich fühle mich auch nicht herausgefordert, einen anderen als den von mir zurückgewisenen Begriff zu suchen – ich werde ihn nur schlicht nicht benutzen.
          Einen Fernsehtipp kann ich Ihnen allerdings geben, da Henryk M. Broder auch in 100 Jahren vermutlich noch nicht zu einem Freitags-Interview gebeten werden wird: er ist heute um 23.35 Uhr in der ARD mit Hamed Abdel Samad auf „Deutschlandsafari“.

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    • 13. November 2010 10:25

      zu Punkt 7) Historikerstreit: Als 1986 Ernst Nolte die Frage stellte ob die Nationalsozialisten, ihre „asiatische“ Tat nur deshalb vollbrachten, weil sie sich und ihresgleichen als Opfer einer ‚asiatischen‘ Tat betrachteten? War nicht der ‚Klassenmord der Bolschewiki‘ das logische und faktische Prius des „Rassenmords“ der Nationalsozialisten? Sind Hitlers geheimste Handlungen nicht gerade auch dadurch zu erklären, dass er den „Rattenkäfig“ nicht vergessen hatte?“ Hans Mommsen durfte sein Buch „Von Weimar bis Auschwitz“, obwohl vereinbart, nicht im Propyläen-Verlag publizieren. Ein rechter Historiker sollte diesen Zeitabschnitt übernehmen. Später setzte Nolte bei einem Vortrag in Rom Israel mit Hitler-Deutschland gleich. „Der einzige Unterschied zwischen Israel und dem Deutschen Reich“, so Nolte, „könne Auschwitz sein.“

      Nolte ist nicht allein mit seiner „Meinung“ in Deutschland. Er bedient Stimmungen und Ressentiments. Juden und Israel, die eigentlich Opfer sind, werden zu Tätern gemacht. Diese Umkehrung ist weit verbreitet, nicht nur in der Freitags-Community.

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      • 13. November 2010 13:43

        – und als Nolte in der FAZ seine Sachen gedruckt sehen durfte, machte Schirrmachers Blatt bald auf ‚Debatte‘: Was ist links, was ist rechts? Um Halblinks noch mehr nach rechts zu öffnen. – Von heute aus gesehen war´s ‚irgendwie‘ erfolgreich.

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    • 13. November 2010 10:50

      Hallo Herr Kühn, das waren wieder ein paar essentielle Punkte zur Thematik, die Fidelche aus meiner Sicht beim Ausfeilen der „Final-Version“ berücksichtigen und „einarbeiten“ sollte.

      Dieses „dranbleiben“ ist ein wesentlicher Teil. Geschichtsbewußtsein macht nur Sinn, wenn es in der Gegenwart zur Anwendung kommt. Nur solches ist überhaupt als Geschichtsbewußtsein im „linken Sinn“ zu begreifen. Geschichtsbewußtsein ohne praktischen Bezug zum Präsens ist geistige Masturbation.

      Hinter jeglicher Politik stecken Überlegungen. Wichtigste Frage also: Cui bono? Insbesondere das lächerliche System der Vergabe von Preisen und Ehrungen ist als ein filigraner Filz zu begreifen, der über intrinsische Motivation die Geehrten in eine gewünschte Richtung zu drängen sucht. Wer das verstehen will, der muss in den „Geschichten vom Herrn Keuner“ das kurze Stück „Wenn die Haifische Menschen wären“ lesen. Dort wird erklärt, wie durch das Anheften von „kleinen Orden aus Seetang“ Hierarchien errichtet werden.

      Ihr Punkt „Wahl der Informationsquelle“ wird sofort deutlich, wenn Historiker wie „Guido Knopp“ u.ä. als „Informationsquellen“ herangezogen werden, die entgegen von Zeitzeugenberichten, die „Wahrheit“ beanspruchen, aber eben nur eine „deutsche Wahrheit“ (und daher wieder mit Ehrungen überschüttet werden).

      Ich kann allen Ihren Punkten daher nur zustimmen. Oder habe ich was falsch verstanden?

      lg LL

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      • 13. November 2010 11:50

        Ergänzung zu meinem Kommentar:

        Ich habe noch einmal nachgelesen: Im Blog von Fidelche heißt es unter Pkt. 7: „…Ohne das Verstehen der „Urkatastrophe“ des 1. Weltkrieges, der Fehler der Weimarer Republik, der Machtübernahme der Nationalsozialisten, den „einmaligen“ Verbrechen der NS-Diktatur, kann aktuelle Politik nicht begriffen werden….“

        Der praktische Bezug bzw. eine zeitgenössische Anwendung der historischen Kenntisse ist also schon relativ klar von Fidelche benannt. Die Bitte um „Einarbeitung“ von „Geschichtsbewußtsein mit Gegenwartsbezug“ erübrigt sich damit.

        lg LL

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        • 13. November 2010 14:11

          Genau! Politik heute läuft so wie die Geschichte gestern. Der Alp der Geschichte wäre aufzulösen, aufzuknoten. Aber die Knoppisierung der Quellen, die Breloermachung der Bilder arbeiten bei ihrer medialen Simulation genau der Politik in die Hand, die gewesene Geschichte weiterschreiben will.

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      • 13. November 2010 12:13

        Zustimmung zu Ihrem Kommentar, Herr Levy, wie auch dem von Rainer.
        Bei der “Wahl der Informationsquelle” ist auch „der Freitag“ zweifelhaft und angesichts der zahlreichen „community-lenkenden“ Eingriffe, als „gefärbt“ zu bezeichnen! Das „Rot“ wird dort aus „Gelb und Braun“ gemischt!

        Beste Grüße

        dr.b

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        • 13. November 2010 16:38

          Die Mischung machts – manchmal nicht. Hihi, gelb und braun …
          Im Münster gab es – Geschichte aktuell – u.a. einige Umbenennungsinitiativen des Hindenburgplatzes. Nach dem Roten Platz der zweitgrößte städtische Freiraum in Europa, diente schon den Nazis als „imposanter“ Aufmarschraum. Umbenennungen ins sowas wie ‚Friedensplatz‘ sind gescheitert.
          Zum Glück, sage ich, denn die inhumane Geschichte soll nicht weg aus dem öffentlichen Raum. Es gibt die Moltkestraße, es gibt aber auch ein ganzes ‚Widerstandsviertel‘, es gibt die Admiral-Spee-Straße, ach, es gibt alles. Einmal Dreck bitte, zusammengekehrt. Darauf laufen wir den ganzen lieben Tag. Welche Knopp-Sendung kümmert sich darum?

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  28. 12. November 2010 21:19

    Meine „Eieruhr“ beim Freitag tickt….

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  29. 13. November 2010 00:54

    Ich schrieb am 13.11.2010 um 00:47 bei „Freitags-Titta – Gedicht des Monats – November“:
    Danke für die Plattform und danke für die platte Form. Rudi L.

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    • 13. November 2010 14:13

      Ein Gedicht!

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    • 13. November 2010 14:54

      Rudi, ich hab mir das mal gerade genauer angeschaut: Anne Klatsche hat tolle Kommentare gesetzt, aber ein Kommentarstrang mit ihr ist leider getilgt worden, weil er so gut war wahtscheinlich.
      Der Wahltürke Weinsztein mal wieder mit Doppelposting (Was wird Oranier dazu sagen?), Rotz Netzmann im freien Raum der Eisern Union. Mein VfL gerade 1:2 auf der Alm verloren.
      Ein Wochenende kann besser anfangen!

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      • 13. November 2010 14:56

        WoW, echt fiele Sreibvehler …

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        • 14. November 2010 00:03

          apropos schraipvehler: habe heute wieder viel gelacht über frau wiedehopfin in uniform. ich befürchte ja, diese wird vom freitag bezahlt und/oder ist ihm bekannt, sonst würden die die sie nicht derart schützen.

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      • 13. November 2010 22:57

        Rainer, der Fußball läuft die bisherige Saison überhaupt nicht rund. Es kann nur besser werden. Zwei Eigentore nach 0:1-Führung ist „hartes Brot“ für den VfL. Rudi hat mir gesagt, er finde „dieses ständige Geschwätz“ nur noch unerträglich und er werde bald gehen, was sehr hart wäre, da Breitenberger eh nicht mehr dabei ist. Faktisch hat die FC keinen echten Spaßmacher mehr, aber vielleicht kann weinsztein die Rolle übernehmen. Ich hab allerdings immer den Eindruck weinsztein vergeudet sein Potential, da er scheinbar oft tief ins Glas sieht, was sein Doppelklingeln sehr anschaulich verdeutlicht.

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        • 14. November 2010 14:23

          Da schießt man schon mal drei Tore in einem Spiel, und doch gewinnt der Gegner! Das muß doch nicht sein!
          Aber Spaß macht das Spiel weiterhin!

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        • 15. November 2010 13:06

          der verschossene Elfmeter kommt noch dazu…

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  30. 13. November 2010 18:46

    @Rainer Kühn
    Danke, den Daumen nach oben gereckt! Eine wunderbare Beschreibungen der Politik, die sich aus einem Strom verfälschter Geschichte ergießt (13/11/2010 14:11) und der Welt, die nur durch Antagonismen zusammengehalten wird (13/11/2010 16:38).

    „Wie alles sich zum Ganzen webt, eins in dem andern wirkt und lebt!“, wie Goethe sagt!

    Da muss „linker“ Wind durch die Biedermeier-Stuben blasen, in dem wir unsere Drachen steigen lassen, sage ich!

    Beste Grüße

    dr.b

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  31. 15. November 2010 10:12

    Liebe Freundinnen und Freunde von „mission impossible“, wir sind nun seit gut drei Monaten online, mit knapp 24000 Seitenaufrufen und knapp 2400 Kommentaren. Das „mission impossible Team“ möchte sich an dieser Stelle herzlich für die überwiegend guten und vernünftigen Kommentare bedanken. Neben unserer Moderationstätigkeit kümmern wir uns noch um viele andere Dinge wie z.B Web 2.0. Wer hier einmal freigeschaltet wurde, kann unter demselben Namen immer wieder kommentieren. Erst nach einem schweren Verstoß machen wir dieses „Freischalten“ wieder rückgängig.
    Der Satz von Maria Melendez über die „verwandtschaftlichen Verhältnisse“ war falsch wie Sarrazins Satz über das „jüdische Gen“, er war falsch, wie die Aussagen von Freitagsbloggerin „thinktankgirl“ über die Menschenzucht Silvio Gesells. Thinktankgirl nannte die Menschenzuchttheorien Gesells, mit Begrifflichkeiten wie, “Hochzucht des Menschengeschlechts“, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ oder „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, emanzipatorisch! Im Gegensatz zu Sarrazin und thinktankgirl hat Maria Melendez ihre Aussage zurückgenommen und sich dafür mehrfach entschuldigt. Die Ansichten zur „Walser-Haltung“ im „Freitag“ von Maria Melendez gehören, nach unserer Ansicht, zur freien Meinungsäußerung, auch wenn diese Bemerkung für einige grenzwertig erscheinen könnte. An dieser Stelle unser Dank für das richtige Intervenieren von Lilo und Tiefscharf.

    Mit besten Grüßen
    euer „mission impossible“ – Team

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  32. 15. November 2010 12:57

    Den Satz über „verwandtschaftlichen Verhältnisse“ bei Maria Melendez habe ich wohl überlesen. Er ist wie bereits vielfach geschrieben, falsch. Die übrigen Kommentare von Maria Melendez sind es wert darüber nachzudenken. Jakob Augstein ist mir eher sympathisch, vermutlich kümmert er sich kaum um die Moderation seiner Community. Zu der Printausgabe des Freitags kann ich nichts sagen, da ich sie vielleicht ein oder zweimal in Händen hielt. Von den „Freitags“- Autoren „kenne“ ich nur Georg Fülberth und Magnus Klaue, die ich beide in „Konkret“ schätze. Auf der Online Ausgabe habe ich einige Artikel von Ludwig Watzal gelesen, die ich ausnahmslos aus tiefstem Herzen ablehne. In der „Freitag“ Nr. 29 vom 22.7.2005 schreibt Watzal von einem „Freiluftgefängnis“ der Palästinenser. Wer mehr über Watzal erfahren möchte lese den Artikel von Mathias Küntzel, „Tag Watzal! Darf ich Sie Antisemit nennen?“ oder den Bericht im Tagesspiegel kurz vor seinem Rauswurf aus der BPB. Ob der „Freitags“-Autor Watzal mit Walser kompatibel ist, kann jeder für sich selbst entscheiden. Meine Begrifflichkeit der „Walser Haltung“ bezog ich nicht generell auf die Freitags-Community. „Hamasversteher“ gibt es zur Genüge auch in den TAZ-Leser-Beiträgen oder auf Zeit-Online. Auch darüber kann ich wenig sagen, da ich diese beiden Zeitungen mit ihren Foren kaum kenne. Das „Freitags-Forum“ durchschaue ich nun seit knapp einem Jahr, meine Meinung über dieses Forum dürfte hinlänglich bekannt sein.

    „Es ist nach wie vor so, dass sich Deutsche zu allem Möglichen kritisch äußern dürfen, aber nicht zu Israel. Menschenrechtsverletzungen anderswo anprangern – kein Problem! Mit Blick auf Israel aber kommt das nicht infrage. Ich finde das zutiefst schockierend. […] In diesem Punkt stehe ich hinter Martin Walsers Kritik an der Auschwitz-Keule. Ja, ich sehe diese Keule, die ständig gegen Deutsche geschwungen wird, falls sie etwas gegen Israel sagen. Tun sie es trotzdem, sagt die Keule sofort: ‚Ich schlage dich mit Auschwitz.’ Ich finde das unerträglich.“ schrieb einst Alfred Grosser.
    Thinktankgirl schrieb am 18.05.2010 um 09:09 zu Silvio Gesells Menschenzucht:“ .. Was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch..“ – darauf schrieb ich:“Unfassbar ihr Kommentar“ und stelle ein Bild von einer Mutterkreuzverleihung ein – darauf schrieb thinktankgirl:“ Endlich, endlich ist es geschehen, daß mir mal jemand die Nazi-Keule zeigt..“ – darauf Rahab:“ fidelsche zur kenntnis: ich habe die redaktion darum gebeten, dieses teil zu entfernen“ – 10 Minuten darauf sperrte die Redaktion das Blog und löschte 50 Kommentare! Im Nachfolgeblog verlangte thinktankgirl zigmal ich solle zurücknehmen was sie „zum Besten“ gab und Rahab verglich mich mit Dr.Mengele und Eichmann. Die Redaktion warf mich kurz darauf aus dem Forum ohne jegliche Sanktion von thinktankgirl oder Rahab. Ob das Verhalten von thinktankgirl, Rahab und der Moderation nun als „Walser Haltung“ oder anders bezeichnet werden darf, kann jede/jeder selbst entscheiden. Im „Freitags-Forum“ werden, nicht nur meiner Meinung, struktureller oder sekundärer Antisemitismus oder israelhassende Kommentare durch die Moderation geschützt. Die entsprechenden Blogger dürfen beleidigen was das Zeug hält und ihre kruden Ansichten über Israel verbreiten, scheinbar wie sie wollen ohne mit einer Sanktion rechnen zu müssen. Wer wie ich gegen diesen Antisemitismus oder Sozialdarwinismus anschreibt wird deaktiviert. Die Konkret-Redaktion(Svenna Triebler), die ich informierte, stellte daraufhin in Konkret-Facebook die Frage: „Verstößt bloggen gegen Antisemitismus gegen die AGB des Freitag?“ Wer etwa im Freitagsforum Israel mit dem Apartheitsstaat Südafrika gleichsetzt (Rahab), wer Boykottaufrufe gegen Israel unterstützt (Uwe Theel), wer schreibt: “Wenn ein Terrorist eine Bombe auf einen israelischgen Buss schmeisst, wird er keine Unschuldigen treffen.“(Fritz Teich), muss, meiner Meinung, damit rechnen mit Martin Walser oder einem Antisemitismusvorwurf, zumindest in Verbindung gebracht zu werden.
    Ich stelle jedenfalls eine massive Geschichtslosigkeit im „Freitagsforum“ fest, ob diese etwas mit Martin Walsers Rede in der Paulskirche zu tun haben könnte, kann ich nicht belegen, es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Nach meinen Erfahrungen mit dem „Freitag“, weiß ich, einmal mehr, was ich an meiner linken Monatszeitschrift Konkret habe, die ich seit nun mehr als 30 Jahren abonniert habe und so gut wie jeden Artikel der über 350 Hefte kenne.

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    • 15. November 2010 13:17

      Dabei darf man natürlich nicht vergesssen – trotz allen Ärgernisses, dass es sich nur um Einzelmeinungen von irgendwelchen Bloggern handelt – bezogen auf Theel und Co.. Dabei sind einige Wortmeldungen einfach doof, andere bedenklich. Beides ist aber in einer pluralistischen Gesellschaft und erst recht im Internet erst einmal locker verkraftbar. Was TTG betrifft, stellt sich aus dem Zusammenhang heraus die Frage, ob die von ihr aufgestellte Behauptung, dass die Thesen damals als emanzipatorisch galten, überhaupt stimmt und wenn, was das im Hier und Heute zu bedeuten hat oder eben auch nicht. Es ist ja auch unbestreitbar, dass selbst der größte Idiot und auch der größte Irre zuweilen einen Lichtblick hat.

      Eine weitere Bewertung kann sich im Grunde erst daraus ergeben. Was allerdings Texte wie „Wenn eine Bombe einen israelischen Bus trifft…“ betrifft: Ok, das ist nicht nur zynisch und überaus menschenverachtend. Es lässt wirklich auf eine rechte Gesinnung schließen.

      Aber o – ich schrieb es auch im Freitag schon, wenn ich mich recht entsinne: Auch der Linke dreht sich zuweilen so sehr im Kreis, dass er rechts ankommt, ohne es zu merken.

      Das ist schlecht, aber leider immer wieder zu beobachten.

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      • 15. November 2010 17:05

        Tiefscharf, leider sind diese „Einzelmeinungen“ sehr weit verbreitet in der FC. Ich könnte locker hunderte (strukturelle oder sekundäre) antisemitische Aussagen, alleine aus meinen Blogs, her zitieren. Die Klassifizierungen bzw. Begrifflichkeiten, struktureller und/oder sekundärer Antisemitismus, kannte die Mehrheit der damaligen Freitagsblogger (vermutlich auch heute)nicht. In meinem ersten „Freitags-Blog“ fragte ich, ob die Aussage des Duisburger Oberbürgermeisterkandidaten der Linkspartei, Hermann Dierkes, während des Gaza Krieges, “jeder könne durch den Boykott israelischer Waren dazu beitragen, dass der Druck für eine andere Politik verstärkt wird“ antisemitisch sei. Ob diese Aussage mit „Deutsche wehrt euch, kauft nicht bei Juden“ kompatibel wäre? Die überwiegende Mehrheit (480 Kommentare) verneinte meine Frage, ich wurde als Troll bezeichnet, rechtes Torpedo, Ersatzbroder, Antideutscher usw. Dierkes musste zurücktreten, was die überwiegende Mehrheit der Freitagsblogger wohl bis heute nicht überwunden hat. Ich schrieb damals: “Eine Israelkritik, die von einer Israelisierung der Welt (Judaisierung der Welt) spricht, die Boykottaufrufe gegen Israel fordert (Kauft nicht bei Juden), die Israel als Apartheidstaat bezeichnet, die die israelische Armee als Nazis bezeichnet, die Israel die Selbstverteidigung abspricht, die den Gazastreifen als Ghetto bezeichnet sowie Israelkritiker die den Film „Warum Israel“ verhindern wollen, kann ich, als aufgeklärter, geschichtsbewusster Linker nicht akzeptieren. Diese Haltung kann jemand für krank oder übertrieben halten. Ich bezeichne die entgegengesetzte Haltung entsprechend.“

        Silvio Gesells Menschenzuchttheorien waren weder zu Gesells Lebzeiten1930 noch heute emanzipatorisch!!! Die Menschenopfer in Auschwitz, die Euthanasieopfer in Nazideutschland und die Opfer von NS Lebensborn belegen dies. Genau dies kapiert offenbar „thinktankgirl“ UND die „Freitagsmoderation“ nicht.

        Ich bin davon überzeugt, dass die „Deaktivierungen“ der „Israelverteidiger“ im „Freitag“ kein Zufall waren. Im Gegensatz dazu werden offenbar in „ZeitOnline“ viele „Hamasversteher“ rausgeworfen. Deinen Satz, „auch der Linke dreht sich zuweilen so sehr im Kreis, dass er rechts ankommt, ohne es zu merken“ muss ich, leider, bedingungslos unterschreiben.

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        • 15. November 2010 17:39

          Sehe ich auch immer noch so, fidelche, ich hoffe dabei, der Freitag moderierte sein „irgendwie“ (gehts schon) zu naiv, glaube das aber nicht. Du & Co. bist raus, Theel und die Mädels eben nicht.
          Trotzdem bringt der Freitag noch gute Autoren, aber eben kein profil, keine Programmatik. Er will nix, er weiß nix?
          — Und ach: Wechselwähler gibts immer … Kreisläufer aber auch.

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        • 15. November 2010 17:50

          Rainer, ich stimme zu. Was bleibt: Dein VfL braucht jetzt mal einen Auswärtsdreier und Dortmund muss nicht Meister werden.

          und

          neben den guten Autoren im Freitag gibt’s doch immer noch die „Konkret“ und Spaß bei „mission impossible“ und ohne die „Freitagsmoderation“ gäbe es auch nicht die Trinität!!

          Deshalb, danke JJK

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        • 15. November 2010 18:51

          hihi, renitent, was sind denn das für fisimatenten? ich dachte, resi holt die zelte ab, bzw. die leute da ab, wo sie stehen und in die zelte rein (nein, vom zeltinger setze ich jetzt kein video rein, sonst fliege ich hier sicher raus) 😉

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        • 15. November 2010 19:06

          flexi ach flexi, hab gerade video (dr feelgood in meiner 11.11. freitagskritik nachgesetzt, dir zur freude, i hoff) und vfl-training optimiert. elfer = tor, gewonnen = freude, verloren = weiter leben, und? alles ist gut. ich gerne mit bloch (ernst): wir werden noch.

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        • 15. November 2010 20:28

          rainer, von fußball kenn ich nix. aber von (bayerischen) bierzelten und polt(er)geisten versteh‘ ich watt. zu ad personam sage allen ernstes erstmal nix.

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    • 15. November 2010 15:21

      Ich gebe noch Georg Seeßlen, der im Freitag gerade die mediale Simulation der Grünen besprochen hat, parallel zum Artikel von Jürgen Trittin. Ist ja wohl wichtig, wenn Augstein mal die Linie rot-rot-grün für den Freitag benennt, in der FR. – Der Freitag ist natürlich auch eine Autorenzeitung, und viele gute Autoren lädt er auch ein. Warum aber dann lädt er ebenso viele schlechte ein? Ist das etwa Pluralismus? Oder ist die Redaktion uneindeutig? Läßt der Verleger die Programmzügel schleifen?
      Im Hinblick auf die FC:
      Man kann sich mal vergaloppieren, aber dann weiß ein vernünftiger Kopf in einer Diskussion oder durch Moderation auch, wo die Heimat (der Zeitung) gebaut wird. Gut, manche wissen es nicht, nur die rennen im Kreis. Konservative würden sagen: Die brauchen Orientierung. Linke fragen: Wer will – mit welchem Interesse – die ihnen geben?

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      • 15. November 2010 17:10

        Rainer, ich habe nicht mitbekommen, dass Georg Seeßlen im Freitag schreibt. Ansonsten kann ich gut nachvollziehen was du schreibst. Ich denke aber auch, dass es kein Zufall ist, dass beim Thema Nahost-Konflikt im „Freitag“ die Watzals oder die Avnerys schreiben und niemals Alex Feuerherdt, Tilmann Tarach, Stefan Frank oder Hermann L. Gremliza.

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        • 15. November 2010 17:46

          That´s it: In der Theoriepolitik – hihi – manchmal Kuchen mit Sahne, in der Praxis der Welt doch sehr schräg, vom Guardian bis zu nur parteilich Linken. – | Aber der Philosemitismus des Springer Verlages ist ja schon gelogen: im Gesamtspektrum seiner Blätter. Er – dieser Verlag – verteilt einfach Tropfen. Tropfen zur Verdummung der deutschen Leser. Dabei sind die meistenteils eh schon leseresistent … ach, du weißt

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    • Lilo permalink
      15. November 2010 17:08

      Hallo, Fidelche!
      Deinen „Fall“ finde ich insbesondere insofern bemerkenswert, als die F-Redaktion überaus selten moderierend auftritt – dann auch eher Wattebaüschchen-werfend – und im Hinblick darauf, daß die Redaktion wohl – ausgerechnet! – auf einen Hinweis von Rahab hin Deinen Blog löschte.
      Ob man daraus auf eine bestimmte politische Haltung der mit der Moderation betrauten Redaktion schließen kann? Auf die des Verlegers? Da bin ich mir nicht so sicher. Beim Freitag taucht zwar gelegentlich ein Redakteur oder ein Autor auf und wechselt 3 Töne mit den Bloggern, gelegentlich wird ein Blogger mit der Übernahme eines Beitrags in die Print-Ausgabe gebauchpinselt (m.E. alles Marketing-Mechanismen), aber es sieht nicht so aus als ob da wirklich Geld für eingehend mitlesende und sich einschaltende gut ausgebildete und kenntnisreiche Redakteure/Moderatoren ausgegeben wird, die dann eine zuvor überlegte Linie fahren würden. Bei anderen Tages- und Wochenzeitungen ist das wohl ebenso.
      Ich glaube nicht, daß es dem Verleger, der Redaktion des F wirklich soooo wichtig ist, was da im Einzelnen geschrieben wird – Hauptsache, es wird geschrieben, ist „irgendwie links“ und der F kommt ins allgemeine Gespräch: anders ist die Duldung der regelmäßigen Ausfälle einiger User dort für mich nicht zu erklären.
      So ein bißchen sind die Blogger dort die Fische im Goldfischglas: immer mal kommt ein Redakteur oder der Verleger, blickt amüsiert hinein und legt ein wenig Futter nach.
      Und für das bißchen Futter, das den Gerüchten nach auch noch etwas nach „links“ schmeckt, dafür, daß sie gesehen werden und die in oder andere Runde mit den anderen bunten Fischlein drehen können, dafür blubbern sie dann immer wieder gerne ein wenig.

      Ich schaue seit ein paar Jahren mit erwartungsvollem Interesse darauf, was sich denn so aus den an die leitenden Printmedien angehängten Internetforen so ergibt: bisher nach meiner Einschätzung nicht viel mehr als eine virtuelle Verlängerung des Stammtischs, manchmal tatsächlich auch eine Vergrößerung des Seminarraums.
      Es kommt sehr auf den Einzelnen an, ob er von diesen Foren tatsächlich profitiert, dort Anregungen und Kenntnisse gewinnt, die anders nicht (?) oder mühseliger oder eben im Alleingang und somit vielleicht „langweiliger“ zu erzielen wären.
      Journalisten nehmen Internetdiskussionen zu aktuellen, insbes. zu „Aufreger-Themen“ sicherlich inzwischen auch wahr, aber niemand von denen hat einen 48-Stunden-Tag, in dessen Verlauf er sich auch noch m it allen Kommentatoren austaischen könnte, selbst wenn er das wollte.
      Was aber bei allem, ob „rechts“ oder „links“ oder irgendwo dazwischen, ob Diskussionen über politische Fragen, Kochen oder Gedichte, immer wieder auffällt, ist der „human factor“: ganz wie im realen Leben gibt es solche, mit denen man sich auch bei divergierenden Meinungen gut austauschen kann und andere, denen man sich nicht mit der Kneifzange nähern möchte. Auch wenn man selbst ein relativ ruhiges und entspanntes Diskussionsverhalten hat, mit „den Richtigen“ kann man schnell in Bereiche geraten, die man im face-to-face-Austausch nicht betreten würde – schon allein deswegen, weil man dem Gegenüber automatisch aus dem Weg gehen würde.
      Wie Du ja hier an Deinen diversen Blogs nach Deiner Sprerrung beim F gesehen hast, braucht es eigentlich eine Art Auffangstation oder Ausnüchterungszelle, um den geballten Frust aus einem Forum, hier der FC, hinter den Kulissen auf unterschiedliche Weise zu ventilieren.
      Das wäre bei anderen Internetforen nicht anders, denke ich.

      Wenn man sich das lange genug angesehen hat, kann man sich auch wieder zu dem orientieren, was einem nahe liegt, gut tut und weiterhilft – in Deinem Fall dann wohl der monatlichen Ausgabe Deiner „Heimatzeitung“, in meinem Fall einer wöchentlichen Ausgabe und wechslendem Drumherum.

      Was ttt angeht, die Dich ja nach wie vor sehr beschäftigt: ich habe mir ihre aktuellen Beiträge im letzten Thread von Rahab nochmal angesehen und zusammen mit bisherigen Eindrücken von ihr ergibt sich ein Bild von jemand, die immer noch von den Kenntnissen, die sie sich studierend aneignen durfte, völlig überwältigt ist: die Tatsache, daß sie eine vage Vorstellung von rhetorischen Figuren hat, hält sie bereits für eine Erkenntnis, ein Verstehen, daß sie meint, sich über andere erheben zu können, von denen sie fälschlicherweise annimmt, sie seien nicht im Besitz dieser Kenntnisse.
      Dieses „Ich weiß etwas, was Du nicht weißt.“ ist eine ziemlich ärmliche Haltung, die man vorwiegend bei dummen Menschen findet – auch nach langen Studien.
      Also, was ttt gesagt oder gemeint hat könnte sich jetzt langsam wieder in der Buchstabensuppe des Servers in seine Bestandteile auflösen, meinst Du nicht!?

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      • Lilo permalink
        15. November 2010 17:28

        Zu meinem gestrigen TV-Tipp: „Deutschlandsafari“.
        Gestern wurde, leider erst kurz vor Mitternacht, die 2. Folge der Sendung mit Henryk M. Broder und Hamed Abdel Samad ausgestrahlt.
        Ich fand’s trotz einiger Hubbel und Kanten ausgesprochen gelungen! Ich finde, eine Sendung, die der öffentlich-rechtlichen TV-Landschaft sehr gut steht – warum wird sie nur nicht früher ausgestrahlt? Vielleicht wegen des kritischen Teils zur Moschee in Duisburg-Marxloh, die mit üppigen EU-Zuschüssen gebaut wurde und deren Betreiber dennoch die mit der Förderung verbundenen Sprach-und Integrationskurse nach Fertigstellung der Moschee umgehend wieder einstellten?
        Das Team von Broder und Samad könnte vielleicvht Kult werden, Broders Hund Wilma aber mit ziemlicher Sicherheit.
        Leider ist die Sendung nivht in der ARD-Mediathek abrufbar. aber es gibt zumindest Ausschnitte:
        http://www.entweder-broder.de/ausschnitte.html

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      • 15. November 2010 17:37

        Hallo Lilo,
        ed2murrow, ein guter Freitagsblogger, der sich allerdings als Teil des Freitagsprojektes sieht, warf mir auf seinem Blog vor, ich betreibe mit meiner Deaktivierung eine Art Autoviktimisierung. Dies ist keineswegs so. Ich möchte an meinem Rauswurf nur nachweisen wie die „Freitagsmoderation“ tickt. Ich könnte dazu auch die Deaktivierungen von Rainer Kühn, thinktankboy oder Manfred Breitenberger benutzen. Mir ist mein Rauswurf völlig egal. Ich war bereits bei der Vorbereitung eines Abschiedsblogs, mit einer „Abrechnung“ die sich gewaschen hätte. Nach diesem Blog hätte ich der Moderation alle Argumente für eine Deaktivierung geliefert. Das es anders kam, war für mich „erfreulich“, es lieferte mir ein zusätzliches gewichtiges Argument für meine „Freitagskritik“. Thinktankgirl und ihr Schwachsinn ist mir grundsätzlich auch egal. Für mich bleibt es allerdings faszinierend, dass in der „FreitagsCommunity“ ihre Aussagen geschützt werden, was für mich ein weiterer Beleg für die Qualität der Moderation/Redaktion ist. Eine Theorie, mit Aussagen wie, „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, emanzipatorisch zu nennen ist schon Wahnsinn. Wenn eine Moderation aber einen Blogger sanktioniert, der diesen Wahnsinn kritisiert, dann nenne ich das Oberwahnsinn. Dieser Oberwahnsinn ist, meiner Meinung, Programm für die „Freitags-Moderation“. Aus dieser Moderation schließe ich eine politische Haltung, eben weil die Moderation ansonsten kaum eingreift, auch wenn die Kommentare noch so beleidigend sind. Siehe Rahabs Vergleich mit Mengele und Eichmann und mir, usw. usw. Inwieweit Herr Augstein darin involviert ist weiß ich nicht. Ich denke eher nicht, er wird diese Dinge seiner Redaktion überlassen.

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        • 15. November 2010 18:05

          Für mich gesprochen: Natürlich bin ich kein Opfer des Freitag als Deaktivierter. Er hat mich vor die Tür gesetzt, die Gegenseitigkeiten sind klar. Es gibt Interessen, über die niemand springt. Habermas hilft nicht. Ich bin mit mir ok, aber ist der Freitag mit sich ok?
          Mir bietet der Freitag viele gute Texte. Mir zeigt der Freitag aber auch viele Durchgeknallte, die sich zur Linken rechnen oder dort meinen schreiben zu können. Also die Community. In der viele Depperte deppert sein dürfen. Wir haben die hier oder bei fidelche im Blog alle diskutiert.
          also immerhin, der freitag mit community gibt einblicke, die zeit-community lese ich nicht, ich lese sonst eben andere linke blätter, im print und im netz.
          vieles finde ich schade und dumm, gerade auch, wenn mein ex-blatt, der freitag, in einer harten diskussion in fidelche-blogs verzweifelt die falschen entscheidungen trifft.
          also: spaß mit rahab, ttg, ufo, dvw, alien, weinsztein, titta, oranier und welcher depp noch so kommen mag.

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        • 15. November 2010 18:31

          Deppen sterben nie aus. Selbst, sollte sie Sonne untergehen, der Mond explodieren und die Sterne zu Staub zerfallen – es wird sie immer geben. Aber auch das ist kein USP des Freitag – über Deppen zu verfügen. Zudem… es macht ja Spaß und ist ganz nett, den Freitag aus der Laboranten-Perspektive zu beäugen, wobei es auch spaßig sein kann, da er aufgrund seiner Auflage eben nicht als Meinungsmagazin gilt, auch wenn er sich x-fach so nennt, denn für Meinung braucht man Masse… und die fehlt.

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        • 15. November 2010 18:59

          Stimmt: Meinung – Masse. Hab ich noch gar nicht bedacht. Des Freitags neuerer Untertitel geht gegen Mehrheitsrelevanz.

          Gut, daß ich schon mal nur be ob achte !

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        • 15. November 2010 19:31

          Ich konnte es mir dann doch nicht verkneifen:
          http://metropolenmond.de/node/202

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        • Lilo permalink
          15. November 2010 21:50

          Fidelche, ich glaube ed2m ist ein hoch-explosives Sensibelchen, wenn’s um die eigene Befindlichkeit geht.
          „Autoviktimisierung“ ? War’s vielleicht das, was Gegenstand seines letzten Blogs war, den er dann eigenhändig wieder löschte?

          Man sollte das alles nicht zu ernst nehmen: ich würde gerne mal in meiner Kristallkugel sehen, wie die FC in 10 Jahren aussieht – wenn’s die dann noch gibt.

          Weit mehr als die FC oder irgendein anderes Forum nervt mich die Tatsache, daß die öfffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihrem teuer bezahlten Auftrag zur Information und zur politischen wie sonstigen Bildung der Bevölkerung immer weniger nachkommen und die wenigen verbliebenen „aufklärerischen“ Programme zu nachtschlafender Stunde in Nischen verstecken. Das ist ein Skandal, denn über dieses Medium hat man ja noch täglich Zugriff auf einige Millionen Menschen.
          Auffällig war mir z.B., daß eine Sendung über „Die Frauen der Hamas“ und eine andere über Probleme mit muslimischen Schülern an einer Hauptschule in NW zu „Gehimtipps“ wurden, weil sich die Sendeanstalten zu Normalzeiten diesen Problemen wohl nicht stellen mochten.
          Selbst beim Freitag wird ja heute der gestrige Tatort seitens der Redaktion rezensiert und langatmig diskutiert – die „Deutschlandsafari“ findet keine Erwähnung, dürfte aber wohl für das Miteinander in diesem Lande etwas bedeutsamer sein.

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        • 16. November 2010 10:54

          Der Tatort ist so ungefähr die einzige deutsche Produktion im Bereich der Unterhaltung, die man hierzulande als »gebildeter Mensch« sehen darf, ohne sich verdächtig zu machen. Die Sendung repräsentiert Kontinuität und ein wenig »gute alte Zeit«. Für viele Zuschauer ist der Tatort eine Tradition und das Sehen ist daher fest verwurzelt. Das ist im Grunde erfreulich. Auf der anderen Seite ist der Haken, an den er gehängt wird, zu hoch. Er ist und bleibt eine ganz normale Krimiserie, die zugegeben für deutsche Verhältnisse mit hohem Aufwand produziert wird. Er ist ein Stück deutscher Fernsehkultur, für den sich relativ viele Menschen interessieren. Es existiert also ein Grund für die prominente Darstellung. Er ist eigentlich profan und dennoch unverdächtig. Man darf also auch als Schickimicki-Linker darüber schwadronieren, ohne sich als »Fernsehkonsument« (ihgittihgitt) im niederen Sinn outen zu müssen. Irgendwie entlarvend, ist aber so.

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        • 16. November 2010 16:43

          Du sprichst einen wichtigen Punkt an, Lilo, kritische und gute Sendungen sind im öffentlich-rechtlichen Fernsehen kaum zu finden. Ein sozialliberales Medium könnte auf die Tatortanalyse durchaus mal verzichten und sich mit Broders „Deutschlandsafari“ beschäftigen. Vermutlich will allerdings die Mehrheit der Leser lieber über den Tatort diskutieren oder Salatrezepte lesen. Ich bin noch nicht dazugekommen mir deine „Deutschlandsafari“ -Links ganz anzusehen. Was ich bis jetzt gesehen habe war recht witzig und erkenntnisreich. Vielleicht schreibt mal wer ein Blog darüber.

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        • 16. November 2010 17:03

          Tatort Wort – hieß mal ein sehr gutes Deutschbuch zu Zeiten des Nachbebens des 68er/77er-Wollens.
          Stimmt, Tiefscharf, igitt Fernseh, und stimmt, Fidelche, igitt Salatrezepte.
          Erst, wenn Linke, oder denkende Menschen, auch ganz normal leben können ohne sich für Vernunft, Lust und Killefit rechtfertigen zu müssen, erst dann deutet sich die richtige Richtung an.

          ps: isch gucke auchg oft – aus kontinuität – tatort. aber vitamine geben mir gut gebräute biere.

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        • 16. November 2010 21:13

          Gegen Vitamine habe ich als passionierter Hobbykoch, der auch darüber schreibt, natürlich nichts. Dennoch werde ich die kommenden Tage mal mit einem netten Eller oder einem Aventinus aufs normale Leben anstoßen. In diesem Sinne.

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  33. 15. November 2010 22:44

    Diese ständige linke Larmoyanz! Nehmt euch doch mal ein Beispiel an mir, wie ich bei meinem Abgang den Herrn Kosok, um in der Fußballersprache zu bleiben, in einer Telefonzelle so schwindelig gespielt habe, dass dieser am nächsten Tag in die Waschmaschine musste um sich wieder auszudrehen, um dann später jedes Mal auf dem Berliner Ku’damm zusammenzuzucken, wenn jemand ein „rotes Sakko“ spazieren trägt und um nachher praktisch täglich, dasselbe Leid von Uwe Theel mitgeteilt zu bekommen, wobei dieser bereits in der Heppenheimer Stadtverwaltung erfolgreich ein „rotes Sakkoverbot“ in der Fußgängerzone durchsetzen konnte.

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    • 16. November 2010 10:46

      Ich muss zugeben, dass ich nie ein rotes Sakko besaß und demnach dieser ungeheuren Diskriminierung Andersgekleideter nicht zum Opfer fallen würde. Ich möchte allerdings an dieser Stelle dazu aufrufen, dass sich alle aufrechten Bürger dieses Landes – wann auch immer sie Heppenheim oder den Ku’Damm (Warum eigentlich? Die ehemalige Prachtmeile Berlins hat es doch längst hinter sich und ist nur noch ein retroides Überbleibsel aus »guten alten Mauertagen«) aufsuchen, ein rotes Stoffdreieck an die Jacke heften, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

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    • 16. November 2010 17:06

      Das ROTE SAKKO muß bleiben!

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  34. 16. November 2010 11:04

    Btw.

    Irgendwie gleitet es hier schon wieder in eine Personenkritik ab. Was die eigentliche Frage betrifft – was heute links sei – wäre eine Bestandsaufnahme sicherlich interessant. Ich denke, man kann zu dem Schluss kommen, dass das heutige Links sein sich nicht in dem einen Portal oder in kleinen Blogs erschöpft. Das ist nur ein Schnappschuss einer kleinen Gruppe, die lediglich »laut« ist. Die Frage ist doch eher, was heute – bezogen auf die gesamte Linke links ist – oder, was wohl davon übrig bleiben wird und was man dann als linkes Programm, als linke Kernaussage ansehen kann, damit sie für die politisch weniger, aber dennoch wählende, Bevölkerung greifbar wird. Das Thema immer nur am Freitag und ein paar Schreibern dort festzumachen, führt m.E. in die Irre. So langsam fürchte ich, dass die Verfolger dieses Blogs ja fast schon die aufmerksamsten Leser der dortigen Texte sind. Man sollte nicht in die Falle rennen und Freitags-, Zeit- oder whereever Bloggesülze als »DAS LINKE« anzusehen.

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    • 16. November 2010 16:36

      Tiefscharf, da stimme ich dir zu. Sicherlich sind die Meinungen der „Damen“ in der Partei „die Linke“ irrelevant. „Gott sei Dank“. Meine zwei Hauptkritikpunkte an der Linkspartei habe ich bereits in meinen Freitagblogs thematisiert. Zum einen die überzogene Israelkritik (Paech, Wagenknecht usw.) und die verkürzte Kapitalismuskritik (Heuschrecken). Von einer Linkspartei erwarte ich eine fundierte Kapitalismuskritik. Beide Punkte sind natürlich bei den übrigen Parteien ebenso evident, teilweise jedoch nicht in dieser Extremität.

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    • 16. November 2010 17:16

      Ja, die Absetzbewegung ist immer sehr wichtig: was wir NICHT wollen, wie wir NICHT argumentieren. Das POSITIVE ist immer sehr schwierig. – Für mich gesprochen: Nicht einmal eine verlorene Heimat ist der neue Freitag, aber doch eine Ernüchterung. An der vieles zu erkennen ist, was heute im argen liegt, für eine Linke, wie ich sie mir denke.
      Unhintergehbares zu sagen, das ist wohl möglich, aktuell immer „richtig“ zu liegen, bestimmt nicht. Das wäre auch kein Kriterium für Linke, die historisch denken und sich „richtig“ irren können. Was aber nötig ist, ist die bestimmte Kritik des Vorhandenen und der kenntnisreiche/erfahrungsgesättigte Wurf nach vorne. – So.

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  35. derSamstag permalink
    16. November 2010 12:09

    Ich möchte einmal etwas zu Punkt1 beitragen. Die „Linke“ kann nicht strategisch, gemeinsam mit christlichen Kirchen oder islamischen Gruppierungen gegen fundamentale Missstände vorgehen, darin stimme ich zu. Aber wie sieht es taktisch aus? Wie ist die „Befreiungstheologie“ in Lateinamerika zu bewerten? Auch Priester wurden während der NS- Zeit verfolgt. Wie ist Nietzsches Religionskritik einzuordnen?

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    • 16. November 2010 16:26

      Im taktischen Bereich kann man über vieles reden. Es ist unbestritten dass vor allem katholische Pfarrer in der NS-Zeit verfolgt wurden, das mindert allerdings nicht die Schuld der beiden Amtskirchen in dieser Zeit. Nicht zu vergessen die (Flucht-) Hilfen der katholischen Kirche für viele NS-Täter (Org. Odessa). Die Völkischen vor der NS Zeit bekämpften die katholische Kirche als Feindin des „Deutschtums“ sie schmähten die jüdische Religion als rationalistisch und formalistisch. Nietzsches Religionskritik war nicht aufklärerisch, sie war (eher) rechts, er bekämpfte das Schwache, er sah im Christentum den Vorläufer des Sozialismus.

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    • 16. November 2010 18:24

      In Münster war zu meinen Studienzeiten mit Johann Baptist Metz die Befreiungstheologie stark vertreten. Bei allem Zuspruch, hier an der Uni war die politische Dimension dabei sehr theoretisch, in Südamerika waren Befreiungstheologen ganz konkrete Hilfe. Ich würde sagen, über ein Habermas oder Honneth geht ‚kritische Religion‘ nicht hinaus, weil sie keine Religionskritik ist.

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  36. 16. November 2010 16:52

    Mir wurde soeben mitgeteilt, dass einer meiner Lieblingsblogger im Freitag, „h.vannna“ ein neues Blog geschrieben hat, das evt. der Freitagsmoderation und „thinktankgirl“ nicht gefallen könnte. Es passt gut zu Punkt 7:
    Grünbraun ist die Eso-Nuß – Barbara Rütting
    […] Auf die Kapitelüberschrift „Ist für die Tiere jeden Tag Treblinka?“ angesprochen, die in Barbara Rüttings neuem, grün verpackten Buch schwarz auf weiß steht, verteidigte sich die Autorin damit, dass sie schließlich keine „Verharmlosung der Opfer“ intendiert habe. Weder sie selbst noch die sie interviewende Journalistin noch Rüttings Fangemeinde auf der Frankfurter Buchmesse im Forum der Frankfurter Rundschau, wo sie wie auch im Promi-Lesezelt residierte, nahm Notiz davon. So bleibt ihre Äußerung, Paraphasie oder nicht im Raum stehen, bzw. auf meinem Notizblock.
    Mittlerweile hat die Frankfurter Rundschau, die auf die Rüttings „Entgleisungen“ entsprechend verantwortungs- und rückgratlos reagierte, auch die geeigneten Formulierungen gefunden. Sie klingen so wie bei Sarrazin: „Sie provoziert, indem sie Holocaust und unzureichenden Tierschutz in Verbindung bringt“ denn „ob Nachbar oder Federvieh, Barbara Rütting macht da keinen Unterschied.“ [..]
    Barbara „das Brot“ Rütting glaubt fest: „Die Massenmörder haben fast alle mit Tierquälerei begonnen.“ Moment mal: Sollte Hitler seine Blondie auf der Wolfsschanze etwa gequält haben? Das wäre allerdings ein Skandal, dem Rütting im Verbund mit Guido Knopp und ausgewiesenen Tier-Telepathen wohl nachgehen würde, müsste sie nicht fürchten, es könne ihr endgültig das – nun ja – Herz brechen. „Goebbels mochte die direkten Propagandafilme nicht“, erwähnte Erwin Leiser in seiner Dokumentation über die Spielfilmpropaganda im Dritten Reich (1968, lange vor der Ära Knopp-TV). „Er zog vor, das Gift indirekter Propaganda unmerklich wirken zu lassen.“ Dazu eigneten sich Filme über Tiere ganz vortrefflich; sie dienten nicht zuletzt dazu, das „Gesetz der natürlichen Zuchtwahl“ der NS-„Rassenpolitik“ bildhaft zu veranschaulichen, und die übelsten Machwerke der antisemitischen Hetzpropaganda wie „Der ewige Jude“ (1940) funktionierten umso besser, als sie das Schächten mittels künstlich verlängerten Schockmontagen nicht nur als Tierquälerei hinstellten, sondern auch als „Kulturschande“ bezeichneten. Goebbels notierte nach einer internen Vorführung der Schlachthof-Szenen am 17.10.1939 in seinem Tagebuch: „Und dann Aufnahmen zum Ghettofilm. Noch niemals dagewesen. Schilderungen, so grausam und brutal in den Einzelheiten, daß einem das Blut in den Adern gerinnt. Man schaudert zurück vor soviel Rohheit. Dieses Judentum muß vernichtet werden.“ Von „Kulturschande“ und „Verhausschweinung“ sprachen denn auch in den 70er Jahren die ehemaligen Nazis Bernhard Grzimek und Konrad Lorenz, Grzimek prägte den Begriff von „KZ-Hühnern“als Steilvorlage für die Shoa verharmlosende Kampagnen etwa der PETA. Auch der fanatische Tierschützer und Deutschrapper Thomas D. fand 2003, die „Holocaust auf Ihrem Teller“-Kampagne sei „noch nicht radikal genug“. Barbara Rütting, die der Antisemitismus ihrer vielen Gurus von Max Otto Bruker über Osho bis zur Findhorn-Sekte und ZEGG-Vergewaltigungs-Aposteln nie gestört hat, übernahm den Begriff von „KZ-Hühnern“ selbstverständlich dankbar in ihren Wortschatz. Ihre Kritik an den Grünen beschränkt sich dementsprechend darauf, in Renate Künast eine Fischmörderin zu sehen. …

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  37. 16. November 2010 21:18

    Btw.: Ich habe mich in meinem Blogportälchen mal über Herrn Fischer ausgelassen. Eine derartige Haltung, wie er sie propagiert, geht mir im Moment nämlich richtig auf den Geist. Auch hier wäre ein wirkliches Betätigungsfeld für Linke. Natürlich nicht für sonderbare Artefakte wie unser FC-Weinstein, der kurz davor ist, Listen über unliebsame User zu führen. Das scheint mir nämlich auch so ein ekliger un-geist zu sein, dem manch angeblich Linke frönen.

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    • 16. November 2010 23:19

      Hi Tiefscharf, wo hast du was über Fischer geschrieben und was schreibt Weinzstein, denn? Anscheinend gibt es einen 2. Teil von „Tal der Wölfe“ – Tal der Wölfe Palästina. Im Blog von Gustlik schreibt ist ein „Muhabbetci“ begeistert von diesem antiisraelischen Propagandastreifen, genau wie er schreibt, wie er den antiwestlichen Vorgängerfilm bereits „sehr gelungen fand“. Diese Haltung passt sehr gut in den Freitag. Ich vermute mal, „Muhabbetci“ wird es noch weit bringen beim Freitag.

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      • 16. November 2010 23:50

        Fischer ist so eine halblinke Karriere, Muhabbetci ist so ein halblinker Streber. Fischer kenne ich ganz gut, Muhabbetci habe ich sanft gestreift. Letzterer paßt (noch) in eine irgendwie politische Zeitung, erster selbst da nicht mehr hinein. Nur Geschichtsbücher werden ihn richten. Muhabbetci kann solches Urteil durch Stillschweigen und Nachdenken noch abwenden. Hoffen wir das Beste.

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      • 17. November 2010 00:42

        Falsche Fährte – sorry. Ich habe einen Artikel namens »Oute Dich, Du Sau« über den CDU-Fischer wegen seiner Internet-Ambitionen geschrieben.

        http://metropolenmond.de/node/204

        Weinstein meinte irgendwo in einem Blog von B.V., dass sich die Moderation wohl einige Blogger merken solle. So ganz blockwart-konform eben. Wäre ich noch Mitglied in der FC, hätte man mich vermutlich spätestens heute gekickt, weil ich mir hätte ein »Sieg Heil, Volkssturm« als Erwiderung nicht hätte verkneifen können. Etwas anderes als Ekel lässt sich da teilweise kaum noch empfinden.

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        • 17. November 2010 00:45

          Hust… 3 x „hätte“ in Folge – welch Deutsch. Wie peinlich… aber es ist schon spät und ich habe während eines überlangen Tages wohl meine Schreibe verlegt.

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      • 17. November 2010 01:02

        Himmel hilf. Ich habe mir den Gustlik-Blog mal angesehen. Dieser Typ hat überhaupt nichts begriffen. Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Er rechtfertigt absolut primitiven Bullshit auf nationaler, fast faschistoider Ebene damit, dass es „jetzt mal gegen den Westen geht“.

        Liebe Leute – ganz ehrlich. Mir fällt dazu nicht mehr als das nette Wörtchen „gestört“ ein. Und ich verbinde diese Erkenntnis mit der Frage, ob es überaupt sinnvoll ist, auf derartige Simpel ein Auge zu werfen? Jeder auch nur halbwegs intelligente Mensch erkennt sofort, dass man derlei nicht für voll nehmen kann. Ich vermute, selbst nach hundert Folgen »Deutschland sucht den Superstar« ist man nicht so weit unten angekommen, um diesen Dreck bejahen zu können.

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        • 17. November 2010 18:47

          ob es überaupt sinnvoll ist, auf derartige Simpel ein Auge zu werfen? bestimmt nicht, aber es ist unvermeidbar, falls man doch ein paar sachen im freitag lesen will …

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        • 17. November 2010 19:04

          Im übrigen, ich hab ein ein Auge geworfen, auf die unnachahmliche Sprache des Ufos aus Heppendepp hinsichtlich der Feindbegrifflichkeit in seinem Hirn. „Die Methode Fidelche/Kühn“ lasse er am Hacken (sic) zappeln, weshalb er den längsten Kommentar insgesamt auf die „Cosmos-Fachkräfte“ verwendet. – Ich glaube, wir fehlen ihm auf der Jagd nach neuen Himmelsknallkörpern. Dabei ist er ja selber einer. Wird mir in meiner Stammbar Raketen-Café immer zugeflüstert.
          Ich gebe ab an den Innenminister, welchen auch immer.

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        • 4. Februar 2011 21:19

          zum forenboy: einuige seiner beitäge finde ich gut bis super, aber genauso viele auch nicht, leider. dass er keine motivation nach so vielen „enttäuschungen“ beim freitag verspürt, was den umgang betrifft. kann ich nachvollziehen, dennoch ist und bleibt forenboy in meinen augen unecht als user. das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich zu wenig von ihm gelesen habe – seine posts bei zo verfolge ich nicht. ebensowenig, wie die besagter damen uns anderen. höchst selten dann, wenn etwas verlinkt ist. aber ich kann bei derart wenig info „auf“ anderen foren zu schlecht schlüsse ziehen, höchtesn einige dortige aussgeagen auf plattform freitag beziehen und einordnen.
          @sweetheart: hälst du foreboy für echt?

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        • sweetheart permalink
          4. Februar 2011 23:20

          Na, Du stellst Fragen @gory!
          Also, wenn ich ihn NICHT für echt hielte, hätte ich @forenboy – nach immer mal gelegentlichem Lesen, weil er ja auch in vielen Threads präsent war/ist – nicht erwähnt.

          Ich hab‘ ihn jetzt mal gegooglet, einmal zum Thema „Stuttgart 21“, einmal zum Thema „Linke“ in anderen Foren als der FC oder ZO gefunden: da klingt er „so wie immer“.
          Bei ZO hab‘ ich eben ein wenig von ihm und Kommentare an ihn gelesen: er scheint mir nichts zu schreiben, was er nicht meint, er ist sehr direkt und sicher nicht „everybody’s darling“.
          Eine Intimabneigung auf Gegenseitigkeit verbindet ihn offenbar mit Monsieur Rainer, der ebenfalls in beiden Foren vorhanden ist.
          Ich kann mir vorstellen, daß sich die „Alteingesessenen“ in beiden Foren, ganz abgesehen von @forenboys Meinungen, daran stören, daß da jemand „Neues“ seine Nase unbekümmert in alle möglichen Threads steckt und so schreibt, als sei er schon immer dabeigewesen.

          So mein Eindruck. Und warum hältst Du ihn nicht für „echt“?

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      • 3. Februar 2011 16:56

        muhabbetci hat zum film „tal der wölfe-palästina“ einen blog eröffnet. interessant, was so einige „medien-, film- und fernsehwissenschafter“ dort absondern. aber viel schlimmer: muhabbetci kapiert nichts. oder er stellt sich blöd. wo sind seine ganzen neugewonnenen „freunde“? warum helfen sie ihm nicht auf die sprünge?

        http://www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/tal-der-woelfe—palaestina

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        • 3. Februar 2011 17:57

          Wahrscheinlich wird es über das Blog demnächst hier einen Gastbeitrag geben, Goreflex.
          Bemerkenswert schon mal vorab, „Magda“ verlinkt auf eine „antideutsche“ Zeitung:

          Magda schrieb am 03.02.2011 um 14:03:“ jungle-world.com/artikel/2011/05/42534.html
          Hier ist auch noch ein interessanter Artikel über die Macher des Films.“

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        • buero k. permalink
          3. Februar 2011 17:59

          Der Blogbeitrag des bisherigen Koranerklärers ist höchst merkwürdig. Der Argumentblocker Muhabbetci sagt da z.B.: „in dem Film (Tal der Wölfe – Palästina) geht es nicht um den Judenhass bzw. Holocaust, sondern um den Angriff auf ein türkisches Schiff seitens Israel.“ – Da hätte die Community schon einiges abzuarbeiten, an diesem einen Satz, und manche Blogger tun das auch sehr dezidiert, und aber auch sehr zivil. – Insgesamt wird der in seiner scheinbaren Naivetät dem Blogger Bürger Fro vergleichbare Koranapostel m.E. seinen Schinken der Befürwortung dieses Machwerks durchkriegen. Ohne wesentlichen, vor allem ohne redaktionellen Einspruch. – Kurz: Datt Block stöht!

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        • reflexione galore permalink
          3. Februar 2011 18:26

          dass magda diesen link setzt, hatte mich auch gewundert. aber magda „mochte“ muhabbetci ja von beginn an nicht. magda würde auch niemals jemandem zustimmen, dessen meinung sie teilt, wenn sie ihn nicht mag.
          den film möchte ich sehen, aber möglichst kein geld dafür ausgeben.

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        • buero k. permalink
          3. Februar 2011 18:42

          Tja, Magda und das junge Gemüse: Ein schöner Kunstkatalog heißt „Malen ist Wahlen“. In diesem Sinne die besten Grüße

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        • sweetheart permalink
          3. Februar 2011 21:38

          Ach ja: und dann noch einen sweetherzlichen Gruß an @FORENBOY, den Hans-Dampf-in-allen-FC-Threads!

          Jetzt hat die „irgendwie linke“ FC den „irgendwie nicht linken“ Newcomer (4 Wochen Crashkurs, sagt er) langsam gecornert und zum Abschuß freigegeben.

          Selbst @j-ap ist sich leider nicht zu schade, seinen „Schnuffelhasen“, der ihm in einer ekligen persönlichen Attacke auf ihn durch @Streifzug als erster zur Seite stand (was er wohl übersehen haben muß), nun offensichtlich zum Abschuß freizugeben:

          „Wie wäre es, wenn Du Dir mal überlegst. wie Du hier auf Diskutanten wirkst? Daß sich das, was Du uns mitteilen willst, oft genug hinter plattesten Allerweltsplätzen versteckt, die auch noch so hanbeüchen daherkommen, daß man sie beim besten Willen nicht ernst nehmen kann?“

          Tja, so mal ohne konkreten Bezug in den Äther geschrieben!?
          Mein Eindruck von @Forenboy bei meinen FC-Stipplesevisiten ist das nicht.
          Und abgesehen von allen Inhalten bringt er m. E. ein wenig Leben in die Bude der ganzen meinungsgesetzten Herrschaften.

          „Daß hier, soweit ich sehe, kein Mensch irgendwas gegen kritische Anmerkungen hat (zumal nicht-blöde Nicht-Linke hier sehr rar sind!), sofern und so lange die sich einigermaßen im Rahmen ziviler Umgangsformen bewegen?“ schreibt @j-ap weiter.

          Da komme ich doch an mehreren Stellen ins Schmunzeln!

          Und @Forenboy antwortet weiter unten @GeroSteiner, der die FC hauptsächlich zum Absetzen seiner mal mehr, mal weniger witzigen Wort- und Gedankenakrobaktik benutzt, ohne deswegen kritisiert zu werden:

          „Und da kommt ein j-ab und will mir Benehmen beibringen, der gerade mal 4 Wochen da ist, wenn Leute wie Rahab und Emma in Uniform dies wohl nach über einem Jahr noch viel weniger können, vielleicht sollte er da mal anfangen.“

          Wo der @Forenboy recht hat ….

          Als Krönung des langsamen aber stetigen Mobbens wirft man ihm jetzt vor, den Ex-Grünen „Funktionsträger“ @Uwe Jürgen Ness aus der FC getrieben zu haben.
          Der könnte sich aber ebenso gut zurückgezogen haben, weil er einem in der FC dann auftauchenden Noch-Grünen-Abgeordneten ein unvollständiges Zitat unterstellte, was u.a. @Forenboy bemerkte – oder aus tausend anderen Gründen.
          Jedenfalls ist UJN wohl tatsächlich besser ein Ex-Funktionsträger, wenn er sich trotz einer umfangreichen Sympatghiekundgebung von einem @Forenboy in die Flucht schlagen läßt.
          http://www.freitag.de/community/blogs/kathrin-zinkant/vegetarismus-muss-das-sein

          Wie der ein oder andere Ruhrpottkabarettist sagen würde: „Geh mich weg mit de FC!“

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        • sweetheart permalink
          3. Februar 2011 21:47

          Ich korrigiere. Es müßte wohl heißen:
          „Geh mich wech mit de FC!“

          Und könnte @Uwe Theel nicht doch nocht irgendeinen Sonderpreis erhalten!? Ich finde es wirklich nicht fair, daß er leer ausgeangen ist.
          http://www.freitag.de/community/blogs/kunibert-hurtig/krieg-ist-der-terror-der-reichen#comment-227228

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        • 3. Februar 2011 21:59

          Tja, j-ap hat eben die Umgangsformen (wieder-)entdeckt. Deshalb kann er auch so gut und schön mit etwa Rahab parlieren. – Ich gebe ein Vote für ForenBoy!

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        • 3. Februar 2011 22:05

          Neben der Enttäuschung über den Reine-Theorie-Blogger j-ap möchte ich den Sprach- und Winkeltastenforscher Uwe „Das Kind“ Theel ein Hoch aussprechen. Ein Hoch von meinen Lachmuskeln! (vgl. Sweethearts letzten Link)

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        • reflexione galore permalink
          3. Februar 2011 22:38

          @ sweetheart (03/02/2011 20:42) dass das der muhabbetboy war, und dann doch weniger „iranopoly“, war einige posts später klar. selbe ausdrucksweise, selbe art des einbettens. der feigling wollte vorab testen, ab es sich lohnt, beim freitag weiterhin zu bloggen. und wer wonaders schaut, weiß noch mehr.

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        • 4. Februar 2011 02:26

          Noch einmal zu ForenBoy: Auch nach nicht gerade seriös wirkender Blogspotlektüre zu seiner Forenpräsenz will ich doch sagen, trotz nur sporadischer Lektüre, daß er erfrischend und klug die FC-Blogger fragt, und daß er sehr netiquettereich die Betonblogger an Benehmen überragt und schnell interne Prozesse der FC zu durchschauen scheint. Und wenn´s ein Troll sei, so doch einer, dem kluge Blogger in der Freitagscommunity manches Nachdenken danken könnten. So meine heutige Einschätzung.

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        • 4. Februar 2011 11:06

          Im angeblich „linksliberalen“ Freitagsforum“ schrieb ein
          Richard der Hayek am 01.02.2011 um 22:01 zu dem Film: „Also ich stehe überhaupt nicht auf Typen, da ich hetero bin. Wie der aber entschlossen, cool und von seiner Gerechtigkeit durchdrungen diese bösen Juden fixiert, die Mundwinkel fast unmerklich noch einen Schuß Verachtung dazugeben, bevor er dann mit einem Pistoeln-Schuß das Hirn des Juden auf dessen Landesfahne an der Wand spritzeh läßt, das geht mir durch und durch. Da fühle ich mich so richtig wohl, endlich wirds denen gezeigt. Man sieht dann ja zwischendurch, wie feige und brutal sie mit wehrlosen Frauen und Kindern umgehen, für ihre Großmacht-Pläne. Ich finde es gut, daß jeder seines aus so einem wundervollen Film ziehen kann.“

          Mir fehlen die Worte….

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        • reflexione galore permalink
          4. Februar 2011 13:46

          @c.wolf: ander stelle meinte der user es anscheinend ironisch, indem er auf ttgs „schwärmen“ über den hauptdarsteller einging.

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        • sweetheart permalink
          4. Februar 2011 14:57

          @Fidelchen, mit @Richard der Hayek triffst Du voll den Falschen!
          Ich sehe das wie @r.g.: @RdH fiel dazu auch nix mehr ein: deswegen sein schwarz-ironischer Kommentar.
          @RdHs Reaktion auf @Muhabbetci verlinkte ich oben ja schon:
          http://www.freitag.de/community/blogs/richard-der-hayek/tal-der-woelfe-kurdistan—zensur-in-der-tuerkei

          Und sein erster Kommentar wie auch alle folenden unter @Muhabbetcis Wolfsgeheul ist ebenso eindeutig:
          http://www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/tal-der-woelfe—palaestina

          Also, Vorsicht! Daß da nicht die wenigen FCler, die noch die Tassen im Schrank haben unter die Räder kommen.

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        • sweetheart permalink
          4. Februar 2011 15:20

          @Forenboy, adieu!
          @Magda hat den Blogwart gemacht, seine Kommentare der Redaktion gemeldet, die sie tatsächlich editiert hat – und weg isser nach gestern abend: „deaktiviertes Nutzerkonto“!
          http://www.freitag.de/community/blogs/kathrin-zinkant/vegetarismus-muss-das-sein
          Ich weiß nicht, was für eine „Netzgeschichte“ @Forenboy hat – aber in der FC muß man wohl neben der “ irgendwie linken“ politischen Grundausstattung jenseits der mindestens 50 sein (jungkluge Ausnahmen ausgenommen), um dort zumindest toleriert zu werden. Alternativ kann man sich aber auch ort als Koranlehrer betätigen.

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        • 4. Februar 2011 15:20

          Hallo sweetheart, „Richard der Hayek“ kannte ich bisher nicht. Sein Kommentar dürfte satirisch gemeint gewesen sein. Ich hab mich über Bürger Fros Kommentar aufgeregt. Ich überlege gerade, ob ich Matthias Küntzel nicht informieren sollte.

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        • 4. Februar 2011 17:30

          Stimmt, F. Wolf hat Hayek falsch, d.h. seine Ironie überlesen. Zu dem Propagandafilm „Tal der Wölfe“ hat er Kritik vorgebracht, die man nur unterschreiben kann. –
          Daß ForenBoy weg ist, bedauere ich. Er hat für mich zwar noch keine einschätzbare ‚Bloggeridentität‘ erreicht, dafür lese ich zu sporadisch, aber warum sollte so eine Identität geliefert werden, wenn man einfach kluge Fragen stellt und die Selbstgewißheiten eines Forums irritiert? Gerade das Destruktive darin war das Beste an Forenboy, eigentlich etwas, daß j-ap, der einmal das Konstruktive dagegen so abgelehnt hat, ja Destruktivität als Kern von Kritik beschrieben hat, auch aufgrund seiner Theorieprämisse sehen müßte.
          ForenBoy war so etwas wie der permanente Crahtest des Inner Circle der FC. Solche Sicherungsmaßnahmen will man zugunsten eigener Gemütlichkeit nicht. Und man hat ja noch eine Winkelpfeiltaste, die Kritik nur als Bepissen der jetzt schon voll tollen Heimat identifizieren kann.

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        • sweetheart permalink
          4. Februar 2011 19:06

          @Fidelche, darüber hatte ich mich auch schon gefreut: daß @Fro nun das Wort „struktureller Antisemitismus“ fehlerfrei schreiben kann und auch gleich jemanden gefunden zu haben glaubt, auf den es paßt – den „Antisilamisten“ (sic)Matthias Küntzel.Vielleicht meint er auch Antisalamisten und war innerlich noch im vegetarischen Thread.

          @derDonnerstag hatte den Küntzel-Text zu diesem türkischen Terror-Fantasy-Spektakel in dem @Muhabbetici-Thread bereits verlinkt und dafür von der schwach erleuchteten @Nil, die wahrscheinlich ausgerechnet heute ihre voll-integrale Meditation vergessen hat, bereits ein „Sie haben wohl überhaupt kein Schamgefühl was?“ geerntet.

          Es ist ja eigentlich ganz schön, wenn die große Zahl der türkisch sprechenden Menschen in diesem Land einen Film in ihrer Muttersprache von Machern aus ihrer alten Heimat in Deutschland mal zur Abwechslung im Kino statt über die Schüssel sehen können.
          Das geschieht ja nicht alle Tage.
          Und dann ist es so etwas wie das „Tal der (Grauen) Wölfe“ und wird von weiten Teilen der türkischen Community bejubelt – und von unbedarften FC-Nichtverstehern verharmlost.
          „Geh mich wech mit de FC!“

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        • sweetheart permalink
          5. Februar 2011 00:05

          Eine Leseempfehlung:
          http://www.gmfus.org/trends/immigration/2010/pressinfo.html

          Vom Inhalt dieser Studie wurde heute in Radionachrichten schon auszugsweise berichtet.

          Der Hinweis für „meine“ (Ex-?)Redakteurin Hülya Gürler: wenn sie ernsthaft meint, Deutsche seien hochburgsmäßig islamfeindlich, dann sollte sie mal die Teile der Studie zu Großbritannien lesen (die ich im Netz noch nicht finde).

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  38. 17. November 2010 17:40

    Die „Aufklärung als Massenbetrug“ in unserer „Kulturindustrie“ spare ich mir, ich lasse sie jetzt mal außen vor. Natürlich sind so gut wie alle Filme oder Fernsehserien politisch. Der „Tatort“ greift oft (auch mal gut) aktuelle politische Themen auf, „Fortsthaus Falkenau“ soll die „Deutschen“ seit 20 Jahren auf Schwarz-Grün „vorbereiten“ „Die traditionsbewussten, guten und reichen Adeligen tun sich zusammen mit den »fortschrittlichen«, ökologisch denkenden Jungen und verhindern, zum Beispiel, den Bau einer geplanten Auto-Teststrecke. Ein Jahrzehnt bevor es auch politisch zur Allianz zwischen den Grünen und den Schwarzen, den neuen und den alten Reaktionären kommt, ist sie in der Forsthaus-Idylle der Fernsehserie schon vollzogen, hat sich so etwas wie eine bizarre Melange aus ökologischen, ständischen und völkischen Impulsen gebildet, in der auch die Frau wieder auf ihren Platz geschickt wird: in die Küche, schrieb einst Georg Seeßlen in Konkret. Die amerikanische Fernsehserie „Bonanza“ war geprägt von tiefgreifender Moral, meist christlich geprägt. Wenn ich mir solche Sendungen ansehe, achte ich immer oder meist auf diese Dinge oder Intentionen.

    In einer anderen „Dimension“ leben viele Blogger des „Freitag“ und nicht nur die. Diese Blogger leben und denken noch in der Tradition des völkischen, antisemitischen Sozialdarwinismus eines Silvio Gesell oder des Antisemitismus eines Veit Harlan. Das Gustlik-Blog ist nur ein kleines Indiz dafür.
    Die antisemitischen, antiamerikanischen, antiwestlichen “Tal der Wölfe“ Propagandafilme (in dem „Tal der Wölfe Palästina“- Film geht es um die Ereignisse auf der Mavi Marmara) werden von den Freitagsbloggern „Muhabbetci“ und „Emma in Uniform“ „gefeiert“. „Tal der Wölfe“ ist „gelungen“, es wurde“ etwas Gutes gedreht“, schreibt „Muhabbetci“, „es gibt viel zu wenig“, meint „Emma in Uniform“! Ich kann mir gut vorstellen, dass der antisemitische Propagandafilm „Jud Süß“ von vielen „braven deutschen Bürgern“ ähnlich positiv gesehen wurde. „Endlich zeigt es mal ein Filmemacher (dem, wie dem Hauptdarsteller Verbindungen zur nationalistischen Partei MHP nachgesagt werden) den Juden“, ist die Aussage solcher Kommentare. Wie die beiden Freitagsblogger über die „Mohamed-Karikaturen“ denken wäre interessant zu erfahren, vermutlich lehnen sie diese als verhetzend ab. „Die Israelis werden in „Tal der Wölfe Palästina“ als Nation von Mördern dargestellt, die auf den Leichen von Palästinensern Groß-Israel bauen wollen“ Am Anfang des Films macht der „Held“ des Films gleich klar, dass der Judenstaat in seinen Augen keine Existenzberechtigung hat. Als er bei der Einreise nach dem Grund seines Aufenthaltes in Israel gefragt wird, antwortet er: “Nicht nach Israel reise ich ein, sondern nach Palästina.” Dass solche Szenen viele „Freitagsblogger“ in „Ektase“ versetzen, ist verständlich und meiner Meinung immer wieder schön zu beobachten. Scheinbar baut die „Freitags-Redaktion“ auf diese Leute. Leider sind die „Muhabbetcis“, „Emmas in Uniform“ nicht nur in der „Freitags-Community“ anzutreffen. Diese „Haltung“ ist sehr weit verbreitet in der deutschen Gesellschaft.

    Ich kann mich irren, aber soweit ich weiß ist ein Artikel von „Muhabbetci“ in der Printausgabe des Freitag abgedruckt worden. Da wächst scheinbar zusammen, was zusammengehört. Jeder gut geschriebene Text zur Integrationsdebatte, jeder gute Text über Rassismus gegenüber Migranten, wird fragwürdig und erzeugt Hohngelächter, durch diesen, von mir bereits hundertfach an anderer Stelle beschriebenen, Israelhass und/oder offenen Antisemitismus.

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    • 17. November 2010 18:52

      Die Vorabendserien, die Schlagertexte, die ganz alten Filme, die sitzen alle ganz tief, auch in der Enkelgeneration. Denn so etwas wird ohne Kopf tradiert.

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    • 17. November 2010 22:02

      fidelche sagte: „Der „Tatort“ greift oft (auch mal gut) aktuelle politische Themen auf…@
      fast immer, allerdings auch recht brachial. das schoene am tatort ist auf jeden fall, dass es @jeder@ verstehen kann, also dass er auf verschiedensten ebenen, mit welchem hintergrundwissen und /erfahrungen auch immer, werkimmanent lesbar ist und genossen werden kann.

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    • 17. November 2010 22:39

      fidelche meinte: „Die antisemitischen, antiamerikanischen, antiwestlichen “Tal der Wölfe“ Propagandafilme (in dem „Tal der Wölfe Palästina“- Film geht es um die Ereignisse auf der Mavi Marmara) werden von den Freitagsbloggern „Muhabbetci“ und „Emma in Uniform“ „gefeiert“. “
      dazu fällt mir nichts mehr ein.
      dass ottonormalverbraucher von film- und fernsehanalyse und gängigen modellen wenig ahnung hat, ist klar. doch wie blind muss man sein, nicht zu erkennen, welch propagandamaterial der 2006er darstellt? mir wurde ja schon schlecht im strang mit den kriegsfilmen und wer sich da wieder als kenner aufbläht, aber selbst nichts analytisches beisteuert (was von anderen umgekehrt ständig eingefordert wird) und lediglich c&p ohne wissenschaftlichen durchblick brilliert.

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      • 17. November 2010 23:02

        Ich sehe darin keinen Zufall, sondern einen „roten Faden, der aus meiner Sicht im „Freitag“ sehr schön zu beobachten ist. Siehe auch das Blog von h.vannna. Die Kommentare von Luggi musst du dir auf der Zunge zergehen lassen. (die meisten anderen natürlich auch)In dem Zusammenhang müsste man sich mit Euthanasiebefürworter Peter Singer beschäftigen. Singer findet keine »bedeutsamen Unterschiede zwischen normalen erwachsenen Menschen und anderen Tieren.

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    • 4. Februar 2011 14:14

      Bürger Fro schrieb am 04.02.2011 um 05:13: “ Traurig dD, dass du hier mit einem Antisilamisten, Kriegshetzer und struktureller Antisemiten wie Matthias Küntzel als Zeugen aufwartest. Der ist nicht viel anders als die Filmemacher von „Tal der Wölfe – Palästina“, wenn es gegen den Islam geht. Wäre er ein Filmemacher, würde er wahrscheinlich ähnliche Filme gegen die iranischen Machthaber und den Islam drehen. Mein Tipp an Dich: Versuch’s mal mit Selbstdenken.

      Und: Ich halte den Film „Tal der Wölfe – Palästina“ für antisemitisch, ebenso wie ich viele Hollywood-Aktion-Filme für rassistisch und gewaltverherrlichend halte.“

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  39. 18. November 2010 11:11

    Die Freitagsbloggerin „Emma in Uniform“ ist eine „dumme Nuß“. Ihr gefallen antisemitische Propagandafilme wie ihrer Schwester thinktankgirl das „Gesetz der natürlichen Zuchtwahl“ der NS-„Rassenpolitik“ scheinbar ganz „dufte“ findet. Solange die blonden „Panzermädels“ mit Max Otto Bruker in der Findhorn-Sekte rummachen, können die nie bei mir landen, auch wenn sie mich noch so sehr umgarnen.

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    • 18. November 2010 11:38

      Könnte es sein, dass die Damen nur provozieren, weil sie im Grunde Nähe suchen?

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      • 18. November 2010 11:45

        Klar wollen die „Damen“ das. Aber ich bin nicht so einer. Nur für eine Nacht und dann wegwerfen oder so, dafür bin ich mir zu schade.

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      • 18. November 2010 17:14

        tiefscharf sagte: “Könnte es sein, dass die Damen nur provozieren, weil sie im Grunde Nähe suchen?“
        das wurde hier schon mehrfach angesprochen und ich bin dankbar, dass es auf den punkt gebracht wird. warum? da vieles einfacher ist, als es zunächst erscheint – wenn man denn hintergrundwissen nicht nur erarbeitet, sondern auch verarbeitet hat.
        ich finde, „hausfrauenpsychologie“, die diese inhalte ja auch oft behandelt, realistisch und ganz und gar nicht stammtischartig (was gerne unterstellt wird) oder ähnlich, denn es zählen zur beurteilung zwei faktoren: erfahrung und wissen. das „wissen“ freuds ist zwar zum teil überholt, weiterentwickelt und eher als lesart anwendbar, aber auch auf (alltägl.) kommunikationsverhalten zu beziehen. „erfahrung“ als lernprozess koordiniert die theoretischen modelle, bevorzugt diese oder lehnt sie, im extremen fall, ab.
        ich bin hoch-praktischer pragmatiker und verstehe gedankliche modelle auch recht gut :).
        bsp: käseblätter wie „bild“ oder „express“ ziehen an. die dortigen themen beinhalten „hausfrauenpsychologie“ aka „stammtischniveau“ galore.
        und wer versteht und will das? wer „versteht das“ aus erfahrung? wir. ich lese gerne käseblätter. zur unterhaltung, zur entspannung. im wartezimmer, in der bahn. mit der ambivalenz.
        dass sie scheiße sind aber unterhalten und nebenbei zum nachdenken und agieren verleiten.
        angeblich schwierige dinge (die alltäglich sind!) werden (unnötig [im vorfeld]) verkompliziert. aber alle konsumenten verstehen und WOLLEN! die verkürzten formen.

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        • 18. November 2010 17:43

          Goreflex, hältst du es für möglich,dass sich hinter dem Nick „Uwe Theel“ eine Frau verbirgt?

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        • 18. November 2010 19:48

          von goreflex: angeblich schwierige dinge (die alltäglich sind!) werden (unnötig [im vorfeld]) verkompliziert. aber alle konsumenten verstehen und WOLLEN! die verkürzten formen. >> ist natürlich komplett richtig. wie dieser spruch: ein kompliziertes problem bekommt schnell einfache, eingängige und falsche antworten.
          **ein kölsch drauf, und ein pinkus hinterher**

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        • 19. November 2010 01:56

          @breiti: nee.

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      • 18. November 2010 18:56

        Na ja, ob sie Nähe suchen, weiß ich nicht. Aber daß sie schon ziemlich frustriert über sich und die Welt sind, ist klar. Ich würde diese ständige Anmache eher als Stalking bezeichnen. Und die damen mit dem Attribut „Nervensägen“ ausstatten.

        Und nee. Theel ist keine Frau. Der nervt typisch männlich.

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        • 18. November 2010 19:54

          Es ist schade, daß Theel bei seiner Belesenheit sowas von sozialpraktisch und blogdiskursiv dumm bleibt. Theel ist für mich (h.vanna zur zeit) ein Grenzpfahl zum Reinsetzen.
          Ein schriftstellernder Freund von mir hatte mal ein Band: „Die Falschen Freunde“. – Die hat Theel. Schade drum.

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        • 18. November 2010 22:23

          Was ihr beide über den Uwe schreibt sehe ich auch so. Traurig, traurig….

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        • 19. November 2010 12:26

          Uwe Theel ist ein Licht aufgegangen:
          „Diese Vermenschlichung von Tieren“ … Ja, von gewissen, und Vertierischung von gewissen Menschen.“

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  40. 18. November 2010 11:52

    Was ich noch vergaß, die Freitagsemanze „Emma in Uniform“ ist natürlich nicht links. Dumme Nüsse können nicht links sein, meist sind Nüsse braun. Die dumme Emma schrieb zu dem antisemitischen Propagandastreifen: “Obwohl viel Fiktives eingearbeitet war, erschien mir der Plot, wie auch die Hauptpersonen eigenartig geeignet, um die Tragik der historischen Konstellation, die Unnachgiebigkeit auf beiden Seiten deutlich spürbar zu machen, unparteiisch, emotional und authentisch scheinen mir die hauptsächlichen Konflikte dargestellt zu sein, ich war besonders hingerissen von dem Hauptprotagonisten im Zwiegespräch mit einem der Palästinenser in Athen, grandios gemacht.“

    Alleine mit diesem Satz hat sich die braune Emma für die „Freitags-Avantgarde“ qualifiziert.
    Kobra übernehmen sie!!

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  41. 20. Januar 2011 17:58

    Aus gegebenem Anlass weise ich auf den 3. Versuch von Hibou im „Freitag“ hin, den Text, „Was ist links“ zu veröffentlichen. Rainer Kühn dokumentiert auf seiner Freitagskritik „THE COUNTDOWN WALTZ X (angezählt 1)“ in zehn Teilen bis zur Verleihung des Beton-Oskars.

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    • 21. Januar 2011 11:04

      was ist links? aus der sicht der existierenden freitags-community:

      links ist offenbar: wenn co-schreibern offen mit dem staatsanwalt gedroht wird

      …ist offenbar: wenn sich dagegen bei den übrigen schreiberInnen der community kaum widerstand regt (das schweigen also ‚mach mal‘ bedeutet)

      …ist offenbar: wenn ‚zur sicherheit‘ nix über den eigenen zusammenhang geschrieben wird

      …ist offenbar: wenn dafür für deutschland (erst mal) die teilweise einführung der scharia gefordert, naja ‚angeregt‘ wird

      …ist offenbar: an eine höhere offenbarung zu glauben (die hat aber niemals zum tragen des kopftuchs aufgerufen! )

      ….ist offenbar: auf jede andere meinung mit gröbsten sexuellen anwürfen zureagieren

      …ist offenbar: offenen antisemitismus zu pflegen und zu vertreten

      …ist offenbar: deaktivierung zahlreicher mitglieder passiv hinzunehmen bzw. still und leise zu begrüssen

      na! gratuliere zu diesem politischen bewusstsein!

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      • sweetheart permalink
        21. Januar 2011 11:34

        Hallo @Hibou,

        ich hätte mir mal die mir sehr auffälligen Sätze von @Uwe Theel im gestrigen gelöschten Thread von @ed2m kopieren sollen:
        Da tauchten mehrfach Sätze auf, die bedeuteten: die gehören nicht hier hin!
        Das heißt, es gibt in seiner Vorstellung, als einer der FC, andere Menschen, die da schreiben dürfen – und andere, die das nicht dürfen.
        Und dabei dachte er offenkundig nicht an Neonazis, die, bzw. deren Seiten in vielen Foren gelöscht werden.
        Wer dann darüber entscheidet, wer in den „closed shop“ der FC kommen darf, wer bleiben darf – dazu schrieb er nichts.
        Redaktion, entscheide Du, ich folge? Sollte es das sein?
        Oder gemeinschaftliches PN-verstärktes Mobben?
        Oder einfach mal gucken, laufen lassen?

        Auffällig war mir noch @UTs Verwendung des Begriffs „Heimat“, die er wohl in der FC sieht.
        Das ist dann einerseits das Sehnen aller Menschen, es möge andere geben, die sie verstehen und ähnlich denken – und zum anderen ist es einfach traurig, finde ich, wenn eine bestimmte Menge einem als ganze Menschen Unbekannte die Sehnsucht nach „Heimat“ stillen müssen, sollen.
        Ich glaube, Menschen, die nur schwer akzeptieren können, das sie alleine auf die Welt kommen (von Mehrlingsgeburten mal abgesehen) und daß sich an diesem Zustand im Prinzip nichts Wesentliches ändert, sind einmal sehr auf der Suche nach „Heimat“ und betreiben dann auch ihre eigene Art der „Heimatpflege“.
        Ich hoffe, Sie fühlen sich jetzt nicht heimatlos!

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        • 21. Januar 2011 15:39

          @sweetheart: interessant, das mit dem stichwort „mehrlingsgeburt“. als ich vor einigen minuten tiefscharfs post las, kam mir mal wieder der gedanke an zwillinge und gleichsein, an unabhängigkeit und freihet. und dass manche mensche geradezu zwanghaft nach ähnlichen, wenn nicht gleichen menschen streben, um sich wohlzufühlen (fc-gekuschel). hinzu kommt noch der typische dünkel und linkssein als statussymbol. ein „echter linker“, wenn ich sowas schon höre, wird mir übel. vor allem, wenn dann folgt „…kann nicht antisemitisch sein“. was sagt das aus?

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        • 21. Januar 2011 18:10

          Toyotas Wahrheit: Nichts ist unmöglich!

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      • 21. Januar 2011 14:00

        Hallo Hibou,
        auch heute sind Jahrestage. An einem 21. Jänner wurde sowohl Ludwig Thoma geboren als auch ist George Orwell gestorben.
        Winke winke mit unser aller Wiki
        Rainer

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      • Rahab permalink
        21. Januar 2011 14:54

        weißte, hibou, hier irgendwo hab ich, als es mal wieder um tuch auf kopf ging, die geschichte der frau erzählt, die ihr mann nicht sprechen lassen wollte, weil sie stotterte …
        damit hab ich gelächter geerntet, von frauen, die du wahrscheinlich als emanzipiert bezeichnen würdest

        diese frau hat für sich entschieden, dass es wichtiger ist, deutsch zu lernen. und trägt heut noch was auf dem kopf. aber ihr mann, wenn der mal nen wort nicht weiß, der bittet sie heute, ihm doch mal von kurdisch nach deutsch zu übersetzen.

        die hiesigen emanzipierten meinten, ich hätte die geschichte erzählt, weil ich damit angeben wollte, dass ich den mann zur verbesserung des sprechens seiner frau in die küche des dolmetschers geschickt hatte, wo es noch was zum abtrocknen gab…

        weit gefehlt. ich habe sie als beispiel dafür erzählt, dass und wie und welche prioritäten frauen setzen.
        und ich habe sie als beispiel dafür erzählt, wie emanzipation konkret geht, nämlich als sich aus der manus des ehelichen knödels herausbegeben.

        … und nun darfst du mir gern weiter nachsagen, ich würde frauen unter die burka zwingen …

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  42. Rahab permalink
    21. Januar 2011 13:22

    links ist?
    wenn ich hibou (21.1.2011, 11:04) aufnehme

    Links ist?
    Rotweinsaufend mitzuteilen, wer als anwaltliche vertretung beauftragt werden wird
     Mal fidelche fragen

    Immer und überall ein ‚hehe‘ zu hinterlassen

    Denen, welche was über je eigene zusammenhänge schreiben, diese in behavioristischer manier als defekt zu diagnostizieren
     Mal goreflex fragen

    Die eigene ‚shari’a‘ fürs gelbe vom ei zu halten und dabei den rechtsgrundsatz ‚pacta servanda sunt‘ vollständig aufzugeben

    Nicht zur kenntnis zu nehmen, dass die, welchen glaube an höhere offenbarung unterstellt wird, an garnix glauben, nicht mal an fidelche und dessen wahn-systeme

    Jeden bezug auf körper als beschmutzung männlichen geistes zu verstehen, also sexuell (Bachofen läßt grüßen! und Gesell auch!)

    Den eigenen antisemitismus anderen unterstellen
     Mal wieder fidelche fragen

    Jeden, der sich selbst in die scheiße geritten hat, als märtyrer zu feiern

    Sach ich ma – für mich, nicht für eine kuh-munitje

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    • 21. Januar 2011 17:06

      Außer wenigen hormonellen Entgleisungen in Form sexueller Beleidigung, hat sich Tranquillität um Dich ausgebreitet! Welche Ulema werden Dich denn vertreten und, vor allem, auf welche Sure wirst Du Dich rotweintrinkend berufen?

      Beste Grüße

      dr.b

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    • Rahab permalink
      21. Januar 2011 18:48

      im gegentum zu fidelscher performanz ist dieses
      http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/die-grenzen-des-regimes-austesten/
      links

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      • 22. Januar 2011 05:42

        keine antwort ist auch eine antwort. ist schon interessant, aber auch bedenklich. sind das diskussionsmethoden? naja, von rahab kennen wir das ja.

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        • Rahab permalink
          22. Januar 2011 09:46

          ich habe dir geantwortet
          nämlich mit dem hinweis darauf, dass du die frage ausgerechnet auf einer platt-form stellst, welche die einknastung anderer betreibt/betriebe, aktiv, wenn sie nur dürfte

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  43. 21. Januar 2011 18:00

    heimatlos? naja (hehe). wer freunde hat, braucht keine heimat :-))

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  44. 4. Februar 2011 18:35

    im guten:

    ein forenboy hätte (auch euch) und hier
    auffallen können
    und müssen.
    leider ein
    wenig gegen nix.

    wie auch immer:
    das rumgeeier?

    genau davon findet
    z. zt mehr als gewollt
    auch aussinnererhalb jedes forums
    im grossen
    kleinen
    bewegung statt.

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    • 4. Februar 2011 22:46

      jau, aufgefallen ist er. mir vor allem als unecht und als kleener bruder von belle hopes. aber ist ja auch egal, mich interessiert im moment, was sweetheart dazu meint. sie/er kann sich ja wesentlicher besser ausdrücken als ikke. 🙂

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    • sweetheart permalink
      4. Februar 2011 23:30

      @r: ich nix versteh’n!

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      • 4. Februar 2011 23:41

        @sweetheart: an andere stelle fragete ich. kann übersehen worden sein, kein ding.
        deshalb nochmal hier: glaubst du, forenboy ist echt? also kein troll, oder metatroll? und was hälst du von belle hopes?

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        • 5. Februar 2011 00:00

          Hat sweetheart oben um 23:20 beantwortet. Ich finde die Einschätzung plausibel. Und – hab gerade über die Betonmauer geguckt – da ist ForenBoys Nutzerkonto deaktiviert, aber noch vorhanden. Kann heißen, er kommt wieder. Seine Kommentare stehen jedenfalls noch.

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        • sweetheart permalink
          5. Februar 2011 00:12

          Haste meine Antwort gefunden, @gory?
          Zu @Belle Hopes sag‘ ich nix. Ich hab‘ sie einmal vor einer überzogenen @U.T.-Attacke während meines FC-Praktikums „beschützt“ und aus vielleicht vorstellbaren Gründen hab‘ ich ihr gegenüber Beißhemmung.

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  45. 4. Februar 2011 20:49

    Weinschein Weinschein
    hast schon Halbe vier
    Weinschein Weinschein
    vorher nahmst Rote Dir
    Weinschein Weinschein
    kotzest auf den Stein
    Weinschein Weinschein
    warum bist Du allein

    Weinschein Scheinwein
    Bier auf Wein
    Weinschein Scheinwein
    das laß sein
    Weinschein Scheinwein
    absacken heißt
    Weinschein Scheinwein
    wenn der Hund drauf scheißt

    Scheinwein Weinschein
    gibt Dich nicht auf
    Scheinwein Weinschein
    Du bist gut drauf
    Scheinwein Weinschein
    gibt Dir nen Kick
    Scheinwein Weinschein
    in der Küche: mit´n pic

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  46. 1. April 2012 20:47

    Hier ist ja sowas wie ein Gründungsartikel. Besinnung.
    Nach zwei Tagen im Freitags mal wieder gestöbert dies hier zum ankreuzen:
    a) Der Freitag ist sehr links
    b) Der Freitag ist schwer links
    c) Der Freitag ist link
    d) Der Freitag ist da
    e) Der Freitag ist doof
    f) Der Freitag ist anti…
    g) Der Freitag ist ein Klick unter anderem Schwachsinn
    h) Der Freitag ist Gefällt mir nicht mehr

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  47. 1. April 2012 22:25

    Lieber Rainer,
    der Freitag ist eine Zeitschrift – nicht mehr, nicht weniger. Er will überleben, mit dem „Arsch von der Herdplatte“ kommen und schafft das mal recht, mal schlecht. Ob das links ist oder rechts – who cares.

    Eine Gazette ist immer irgendwie alles – vor allem Papier. Aber wem sag ich das….

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  48. Der Bassist permalink
    11. Juni 2012 22:37

    „1) Links ist – jederzeit sich selbst hinterfragend der Aufklärung verpflichtet sein“. In genau diesem Sinne las ich heute den Artikel Alles freigeräumt. Freiheit und Sicherheit im linken Haus auf nichtidentisches bei wordpress . com.

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