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Meine Heimat in der Katastrophe

17. März 2011

… heißt die neue Top-Serie der Freitagscommunity ab heute, getagt mit

japan&atom heimat katastrophe fukushima einführung.

Für den Freitag wird sie in den nächsten Tagen täglich in Blogs berichten: Chikayo Morijiri, 32 Jahre jung, so führt die Redaktion das feminine Bloggen in der Nähe der Kernschmelze ein. Das junge Medientalent hat sich entschlossen, zu bleiben – um über das Schicksal (!) ihres Landes zu berichten, um zu bezeugen, was das Erdbeben, der Tsunami und vor allem der Atom-GAU mit  Menschen, Tieren, der Natur und der Gesellschaft gemacht haben. So die erzitternd machenden Worte der Redaktion für das Herumirren im kaputten Norden Japans.

Jedenfalls, 36 Gefällt-mir-Klicks sind schon da.

Dann der erste Blog: 32 km vorm Reaktor, Kontaminierung notwendig, die Kleidung muß weggeworfen werden, ihr Team geht deswegen und wegen der irreführenden Nachrichten der Regierung nach Singapore, sie bleibt tapfer und sucht sich ein neues Team. Nachrichtenende.

Gold Star for Robot Boy kommentiert sinnig „Take care of yourself“, joachim petrick fragt sogar „a kind of japanese tragic silent heroismen“?

Das der zweite Blog, der an die Qualität bekannter Leser-Reporter heranreicht: „My film crew from Australia left my country and I chose to stay. Now I joined another film crew and am going back south towards the reactor.“ Plus zwei Bilder aus dem Handy.

Dame.von.welt schreibt dazu am 17.03.2011 um 16:48: „Thanks a lot for your messages.

Take care!“ – wobei nur der zweite Teil einen Sinn enthält.

Die Katastrophenreporterin des Freitag, der anscheinend nichts an ihrer Gesundheit liegt, bloggt weiter, und wie: „Breakfast. The reception lady at the hotel gives us rice balls. We’re lucky to eat something. Yummy!“ Und zwei Sätze weiter: „It’s about 74km from the reactor. US goverment warns its citizens to avoid the zone 80km around Fukushima. Japanese goverment warns to avoid only 30km. Why?“

Ja, why; denn das war es schon an Information. Fünf Blogs, die auf eine DIN A-4-Seite passen mit vier Fotos, die auch in Norddeutschland aufgenommen sein könnten. Und nichts, was der medienverwöhnte Sesselrezipient im westlichen Westen schon weiß oder wissen wollen sollte.

Qualitätscommunity mit Qualitätshandybloggern.

Berlin sollte die Truppen abziehen!

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36 Kommentare leave one →
  1. 17. März 2011 23:01

    Bedachte Firmen holen Mitarbeiter in der Nähe einer Katastrophe nach Hause, um sie zu schützen. Schutz vor Ort macht der professionelle Katastrophenschutz. Eine Journalistin, die aus (normalen) Gefahrengebieten berichtet, ist normal, das ist normaler Journalismus, vielleicht Kriegsberichterstattung. Aber was hier geliefert wird … – – – ich muß noch mal im Journalistenhandbuch Kap. Desasterjournalismus nachschlagen …

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  2. 17. März 2011 23:12

    Ein sehr interessanter Vorgang in der „Qualitätscommunity“. Auch die Kommentare, wie die von der selbst ernannten „Dame von Welt“ sind schon irgendwie bemerkenswert.
    Ich schau jetzt mal bei der Bildzeitung nach, wie die das machen.
    Wie ist da gleich wieder die Domain?

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  3. reflexione galore permalink
    18. März 2011 00:00

    Ich finde es auch besonders auf der emotionalen/menschlichen Ebene abschreckend. Lausemädchen hat u.A. das auch mit ihren Kommentaren verdeutlicht. Danke dafür! Wer z.B. einmal in einer japanischen Firma gearbeitet hat, weiß, was der Unterschied zwischen Mann und Frau in anderen Kulturkreisen bedeutet. Ich finde, Der Freitag nutzt dieses allgemeine Unwissen der Leserschaft „hier“ regelrecht aus (wenn auch unbewußt?), um Morijiri-San für seine westlichen Zwecke zu benutzen!!!! Etwas Persönliches: Meine Mutter hat mir damals (um `99) das Buch „Mit Staunen und Zittern“ von Amélie Nothomb geschickt. Ist eine gute Nachtlektüre, schnell. So funktioniert Frauenleben in Japan! Das wäre etwas für die „starken Frauen“ und Feministinnen (auch noch von heute), die ständig einen auf Völkerverständigung machen.

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    • 18. März 2011 00:16

      „I couldn’t sleep well last night“ heißt ein Blog. – Man möchte einen Mann abrufen, der die Frau umarmt und in sichere Gefilde führt, wo sie gut schlafen kann. Einen Augmann vielleicht.

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      • reflexione galore permalink
        18. März 2011 00:58

        Ja, der Augstern sieht gut aus und wirkt auch sympathisch, ist nett – aber ist und weiß der damit mehr? Er meint es gut, aber kann nicht. Und wer ein defektes Auto durch die falsche Tankladung hat, kauft sich mal so eben ein neues?

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      • 18. März 2011 01:26

        Kauft: eben. Das alte kann er stehen lassen, qua Portemoney. – – – Ich bin immer für retten, weil Auto egal, mindestens ein Mensch drin.

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    • 18. März 2011 10:55

      Galore, „was heute reaktionär erscheint, war damals emanzipatorisch“ und damals war gestern. Die Komikerin Thinktankgirl stellt aktuell in einem Satireblog anderen Komikern die Frage: „warum sind die Atommeiler nicht unterirdisch?“ Irgendwie sind sie alle Kinder ihrer Zeit.

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  4. 18. März 2011 00:56

    Hallo, nächtlicher Katastrophenschmelzblogger,
    bitte sprechen Sie mich direkt hier an,
    auch aus Ihrem ev. Altersitz Japan.
    Nur zu, und gut Glück!
    Hier, hier ist Ihre
    persönliche
    Abfuhr

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    • 18. März 2011 02:00

      Eine Wiki-Lektüre zu Kemelman, Harry: Der Rabbi schoß am Donnerstag hilft, bevor hier Demutsbezeugungen kommen.

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    • 18. März 2011 11:03

      Die Qualitätsblogger weinsztein, miauxx, Magda und thinktankgirl freuen sich so unheimlich, weil sie scheinbar gerade das „palästinensische Volk“ retten, indem sie ihre Orangen bei Aldi kaufen.

      Da hat der Weinsztein halt in der Nacht,
      zwecks Hosenwechsel, keine Zeit gehabt.

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  5. 19. März 2011 10:55

    “Dame.von.welt” schreibt am 17.03.2011 um 16:48: „Thanks a lot for your messages. Take care!”

    Welche Nachrichten meint sie. Hat „Dame von Welt“ keinen Fernseher zu Hause oder ist er defekt? Ist ihr Internetzugang gefiltert? Hat sie nur Zugang zur „Online-Qualitätszeitung“? Ist sie tatsächlich derart isoliert? Schlimm.

    Unabhängig von dieser weltfremden Dame, ich denke oft an „Tiefscharfs“ richtige Worte vor langer Zeit hier, er meinte sinngemäß, sich mit diesen “Freitags- Bloggern“ zu beschäftigen lohnt nicht, es ist nur eine maßlose Überbewertung von Leuten, die absolut nicht zu sagen haben. Wie recht er doch hatte, trotzdem schüttelt unsereiner immer wieder den Kopf über so viel einfältige Ignoranz im „Hinterland des Feindes“!

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    • reflexione galore permalink
      19. März 2011 12:51

      Nix Neues im Westen, das ist der Kult um die (eigene) Mittelmäßigkeit. Es geht darum, zu zeigen, dass man auf der richtigen Seite steht, zur richtigen Gruppe gehört. Notfalls macht man das, indem man kurz in einen Thread schneit und sich kurz auf eine Seite schlägt, um nicht in Vergessenhei zu geraten. Dabeisein ist alles.

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  6. 19. März 2011 14:24

    Mein Schenkelklopfer der Woche:
    http://www.freitag.de/community/blogs/augstein-und-blome/der-reaktorunfall

    Und so sachlich wie der populistische Schrott der beiden Beta-Männlein geht es dann auch in den Kommentaren weiter:

    MH: »auch, weil jakob augstein ob meiner modisch warnenden worte dennoch konsequent in blau daher kommt. vorm kleiderschrank ist ers wohl oder braucht eine neue geliebte.«

    Um einen derartigen Kommentar abzusondern, benötigt man vermutlich die Selbstachtung einer Schmeißfliege. Aber davon abgesehen, ist es bezeichnend, dass die Community eher über Modefragen und Auftreten diskutiert, denn um den Inhalt – Fan-Gesülze eben. Nicht mehr, nicht weniger – unter dem Strich peinlich und berechenbar. Und dann ist man auch noch so grenzenlos einfältig, sich über die Erwähnung der Community durch Blome zu „freuen“. Aber gut – der Mann ist Profi, entsprechend souverän und in seiner politischen Betrachtung deutlich „erwachsener“, nachvollziehbarer – auch, wenn ich das nicht gerne schreibe.

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    • sweetheart permalink
      19. März 2011 15:27

      Na, da muß ich mich mal schnell für @mh in die Bresche werfen: ich halte dessen häufig demonstrierte arrogante Art mehr für eine „Attitüde“, mit der er in diesem Forum spielt.
      Das ist kein intellektuelles Leichtgewicht, auch wenn einzelne Kommentare von ihm vielleicht so wirken.
      Und seine regelmäßige „Anmache“ von Augstein hat schon Geschichte: in der Regel sind seine Kommentare durchaus gehaltvoll und mir ist seine Anmache dann immer noch lieber als die Anschleimerei einiger FCler.

      Und in der Tat: von „Augstein und Blome“ profitiert deutlich der letztere – und das liegt nicht an Augsteins betonter „modischer Zurückhaltung“.

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    • 19. März 2011 19:11

      Inzwischen würde ich sagen, mh diskutiert in einer eigenen Liga.
      Mal mir angenehm, mal nicht, aber immer klug und lesbar, verstehbar nach rationalen Kriterien vor allem, was ja in der FC eher eine Ausnahme ist. Selbst seine Sarrazindiskussion war wenigstens eine, und seine Modekritik an Augstein, die ja fast schon manische Qualitäten hat, ist topkonsequent: Was sollte anders da rational kritisiert werden? Als das blaue Sakko allüberall?

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      • 19. März 2011 20:28

        Stimmt, Rainer.

        Mh — das heißt: Stringenz, Präzision, klare und erkennbare Linienführung im Gedachten. Und am allerbesten: die Verve, mit der er zur Sache geht. Da wird keine »Meinung« akademisch hin- und her- und d. h. totgewälzt, sondern ein Standpunkt verdeutlicht. Und den kennt man nach dem Lesen eines Kommentars dann auch.

        Du hattest ihm ja mal eine Eloge gewidmet, wenn ich mich richtig erinnere. Wie ich finde: völlig zurecht!

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      • 20. März 2011 01:26

        Ich weiß nicht. Irgendwie kommt das Gehacke bei mir rüber wie ein revanchistischer Schwanzvergleich – wobei einer der Kontrahenten unbewaffnet ist. Wenn hier Rahab und Co. kritisiert werden, was ihre persönlichen Äußerungen betrifft, ist MH davon nicht allzu weit entfernt. Was seine Artikel betrifft, sind sie zum Teil ganz ok, jedoch mir persönlich zu kleinkrämerisch. Da »leuscht« es fast schon ein wenig.

        Die arrogante und zuweilen oberlehrerhafte Art kommt bei mir jedenfalls irgendwie erbärmlich an. Ich persönlich mag keine Großkotzigkeit. Manchmal kommen mir seine Kommentare der persönlichen Art vor, als würde ein verstoßener Sohn oder ein verleugneter Bastard zicken. Irgendwie ist das nicht besser als das Rumgebettel um Annahme durch die »andere« Fraktion.

        Wie auch immer – was bin ich froh, dass ich mit diesem Pöbel nichts mehr zu schaffen habe.

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        • 20. März 2011 13:30

          Trotz vieler Zustimmung, Tiefscharf, auch zu Deiner Anmerkung gestern zu mh: manchmal haben dessen Eingaben für mich auch einen literarischen Duktus. Damit will ich sagen: er spricht eben nicht in Rätseln, wie die selbsternannten Dichter und Denkerinnen des Hegelplatzes sonst.

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        • sweetheart permalink
          20. März 2011 13:58

          @Tiefscharf – ja, in der FC wird gern und nicht selten gepöbelt, aber „Pöbel“ muß nicht sein.
          Da sind wir dann auch ganz schnell bei dem „Gesocks“ von @weinsztein.
          Lieber nicht!

          Und @mh – der ist einfach klar!
          Man muß ihn ja nicht mögen, aber gut isser!

          So, jetzt muß ich nach Bremen-Schwachhausen und wünsche rundrum einen schönen Sonntag!

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        • 20. März 2011 14:19

          Ok – das sehe ich ein und ziehe den Pöbel zurück. Und ja: Klar sind seine Statements, wenngleich ich mich ihnen nur selten anschließen konnte.

          Dann viel Vergnügen in Bremen. Wir werden eine der besten berliner Eisdielen aufsuchen, die Eismanufaktur Berlin – schließlich scheint die Sonne und da muss Eis einfach sein. Kalten Kaffee gibts ja schon im Qualitätsmedium, wobei mir immer bewusster wird, warum in Wort Qualität Qual steckt.

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        • reflexione galore permalink
          20. März 2011 14:37

          @Tiefscharf: Ich finde, Großkotzigkeit und Arroganz wird oft provoziert. Und wenn es sich der Betroffene „leisten“ kann, irgendwie gewitzt großkotzig und arrogant zurückzugeben, finde ich’s ok. Es gibt ja genug Leute, die es darauf anlegen, (einen) Einzelne(n) niederzumachen.

          mcmac schrieb am 20.03.2011 um 01:26
          Auch ein auf den Gipfel der vermeintlichen Satire gehievter Stammtisch bleibt ein solcher. -Das hat wohl hat Blogger mandelbrot -wahrscheinlich Blogger anderen Namens damals auch hier- noch einmal erkennen müssen.

          MfG
          http://www.freitag.de/community/blogs/j-ap/betrifft-mandelbrots-artikel

          Wenn ich obiges Zitat z.B höre, denke ich mir ganz „arrogant“: Es gibt auch Mensa-Stammtische. Und dort ist das Niveau höher und vor allem entspannter als z.B. in der FC, in der ein kleingeistiger Koch dabei sicher zunächst an durchschnittliches Essen denkt. Und schon werden die ganzen Vorurteile, die diese Leute schon vorher pflegten so richtig schön bestätigt und sie merken es nicht einmal. Dass sie diejenigen sind, die „Arroganz“ schüren mit ihren Vorurteilen und Komplexen, käme ihnen nie in den Sinn. „Selbsterfüllende Prophezeiung“, sozusagen.

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        • 20. März 2011 15:19

          Nun ja – wenn ich mir – und ich habe nochmal genau nachgelesen, einige Texte ansehe, wie zum Beispiel diesen:

          »Bestenfalls kann durch den Abgang Guttenbergs, der zweifelsohne von linksradikalen Subjekten erzeugt wurde, eine Wählermobilisierung im Unionslager stattfinden.«

          So leid es mir tut – aber ich kann mich da dem positiven Urteil über MH nicht anschließen. Es ist Meinung, fast schon borniert und auf einem mittelmäßigen sprachlichen Niveau. Fakten kann ich in den Texten nur als Rudiment erkennen, da meist nur eine persönliche Sicht als Meinung „verkauft“ wird. Zudem werden teils haarsträubende Sichtweisen (s. Zitat) als Ergebnis hingestellt, auf dessen Ebene er dann weiter argumentiert.

          Ok, vordergründig wirkt das Geschriebene klar und durchdacht – analysiert man es jedoch genauer und schließt sich nicht reflexhaft hat, bleibt nur motziges Geblähe über. Mir persönlich ist das zu wenig.

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        • reflexione galore permalink
          20. März 2011 15:34

          Man kann ihm zugute halten, dass er sich früher mehr Mühe gegeben hat. Ich unterstelle mal, er hat’s aufgegeben. Ganz allgemein: Bestimmte User fordern dort ständige Wiederholungen und Begründungen, anstatt selbst nachzusehen. Besonders von denjenigen, die sich einst mehr Mühe gaben und dafür noch pepöbelt wurden. Dann sollte tatsächlich besser über einen Ausstieg nachgedacht werden, bzw., das auch durchgezogen werden.

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        • reflexione galore permalink
          20. März 2011 15:41

          Ein Bsp fällt mir ein: Z.B wurde mh dazu aufgefordert, sich detaillierter über seine Meinung über die „Rechenkünstlerin“ Foroutan auszulassen. Das hatte er bereits vor Monaten getan. Klar, das kann nicht jeder wissen, aber wozu alles wiederholen, wenn das Gegenüber auch noch aggressiv nachfragt? Jeder, der wirklich interessiert ist, kann sich mhs alten Aussagen raussuchen oder sich Videos von Foroutan suchen. Es kann mitunter ganz schön schlauchen, sich bewußt von anderen madigreden und -fragen zu lassen. Und wenn derDonnerstag als Nazi bezeichnet wird, haben diejenigen User, die ihm dieses unterstellen, nachzuweisen. Und dritte sollten ihre Fragen dann an diejenigen stellen, die eben diese Gerüchte in die Welt setzen.

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  7. 20. März 2011 14:21

    Übrigens – Alles wird schlechter; auch Berliner Umsonst-Konzerte:
    http://www.metropolenmond.de/node/289

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    • 20. März 2011 23:33

      Habe ich wegen Zustimmung ins Lindenblatt geguttentagt!
      Aber hier, Tatort FC, mal wieder der mh:
      „das war der absolut mieseste und blödeste tatort den ich mir jemals anschauen musste. und wenn maike das zensiert, werde ich sie noch viel wüster beschimpfen!“
      Das Urteil des Fernsehkritiker teile ich voll und ganz, mit Verve als erster hineingeschmissen ins meist Unleserliche.
      Ich werde wohl nur noch die Produktionen aus Münster, Köln und München gucken, alles andere wäre wirklich … verlorne Lesezeit.
      So, nun aber gut & schlutz mit diesem boston-legal-m-h.

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      • 21. März 2011 11:10

        D’Accord. Der Tatort war einfach nur peinlich. Dieser verkrampfte und schauspielerisch schlecht umgesetzte Versuch, Gesellschaftliches aufgreifen zu wollen, ging daneben. Zu berechenbar, zu naiv, zu stereotyp – kein Aha-Effekt, nichts, was nicht belanglos gewesen wäre. Allein die Szene im Hool-Treff wäre schon ein Grund gewesen, den Kanal direkt zu wechseln. Was für ein Schwachsinn.

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      • 21. März 2011 14:25

        Hallo Rainer, von „mh“ hab ich noch nichts gelesen, aber wenn ich mir einen Tatort ansehe dann eben genau die aus Münster, Köln und München. Das halte ich schon seit langer Zeit so. Wobei die „Münchner“ in letzter Zeit eher schlechter werden. Udo Wachtveitl liest übrigens Robert Hültner. Robert Hültner, den ich bei Lesungen schon einige Male gehört habe, hat schon ein oder zwei „Münchner Tatorte“ geschrieben. Hültners Buch, „Der Hüter der köstlichen Dinge“ kann ich sehr empfehlen. Die Geschichte basiert auf einer wahren Geschichte eines Soldaten aus Oberbayern, der in Frankreich desertierte und versuchte sich der Résistance anzuschließen.

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  8. 23. März 2011 22:47

    Chikayo Morijiri hat in nun sieben Tagen 23 Kurzbeiträge aus Japan geliefert. Insgesamt haben ihre Berichte 42 meist nichtssagende Kommentare bekommen. Normal soweit. Man könnte sogar fälschlicherweise versucht sein, das der FC anzurechnen, wenn es nicht das Desinteresse an allem wäre, was nicht interne Streitigkeit ist.
    Steffen Kraft hat auf mehrmalige kritische Anfrage, was das alles solle mit dieser Berichterstattung vor Ort, Fukushima, geantwortet: „Ich selbst fordere Sie [Chikayo Morijiri] jeden Tag auf, kein Risiko auf sich zu nehmen. Bisher hat sie sich entschieden, im Land zu bleiben.“ Weshalb der Freitag stumpf die Berichte weiter hinmacht.
    Ich möchte hier anmerken, daß mehr kritische Informationen zur Sache z. B. in diesem Morgengruß der ‚Ausrufer‘ stehen: http://bit.ly/dENgAJ und Betroffenenjournalismus mich oft sehr betroffen macht.

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    • 23. März 2011 23:10

      Betroffenheitsjournalismus ist das bleierne Lachen über das Elend anderer Menschen.

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    • reflexione galore permalink
      24. März 2011 01:58

      Als ich die ersten Blogs sah/las, mußte ich mir kreuzweise über die Oberarme fahren um Unebenheiten zu fühlen. Und aufstehen. Das mache ich in unbehaglichen Situationen. Wenn ich an meine Erfahrungen mit Japanern denke, an diese „Disziplin“ und den „Drill“, die/den sie an den Tag legen, werde ich unruhig.

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