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Der Kosovokrieg oder „Serbien muss sterbien“

6. September 2011
Scharping präsentiert das angeblich von Serben begangene Massaker in Racak

Rudolf Scharping und das „Massaker“ von Racak

Der Rausch ist vorbei. Der Gehirnnebel, der monatelang über Europa lag, beginnt sich zu lichten. Immer deutlicher tritt zutage, welches Regiment der Dummheit über die Öffentlichkeit der Nato-Staaten hereingebrochen war. Die Welt sah achtundsiebzig Tage lang der Zerstörung eines Landes zu, das während der ganzen Zeit keinen Schuss auf fremdes Territorium abgab. Die Nato aber tat mit den Bomben auf Belgrad kund: Wir können künftig nach eigenem Ermessen jedes Land angreifen, das über keine Atomwaffen verfügt. Einem Menetekel gleich hat der Kosovo Krieg die weltpolitischen Rahmenbedingungen für das 21. Jahrhundert vorgezeichnet und die Weichen auf Aufrüstung, zunehmende machtpolitische Rivalität, Sezessionskämpfe und Kriegsverbrechen gestellt. Mitgerissen von der Wucht der Kriegspropaganda nahm dennoch die Mehrheit der linksorientierten Parteien und der westlichen Intelektuellen die Rhetorik des Stärkeren und des Angreifers für bare Münze und applaudierte ihr vorbehaltslos. (..) Die Selbstnarkotisierung der deutschen Öffentlichkeit wird durch folgende Episode beispielhaft belegt:  13. März 1999, elf Tage vor Beginn der Nato-Einsätze gegen Jugoslawien: „Hochrangigen europäischen OSZE-Vertretern liegen Erkenntnisse vor, wonach die Mitte Januar im Kosovo-Dorf Racak gefundenen Albaner nicht… einem serbischen Massaker an Zivilisten zum Opfer fielen. … Intern, so heißt es bei der OSZE, gehe man längst von einer Inszenierung durch die „albanische Seite“ aus.“ Eine sensationelle Meldung der renommierten Berliner Zeitung! Zu diesem Zeitpunkt legitimierten der deutsche Außenminister und die Nato ihre Kriegsvorbereitungen in erster Linie mit jenem „Massaker von Racak“, für das nicht die albanische, sondern die serbische Seite verantwortlich gemacht wurde. Dennoch: Keine Zeitung, keine Rundfunksendung, kein Fernsehbeitrag griff die Recherche der „Berliner Zeitung“ auf. Stattdessen: Unheimliches Schweigen. 18. März 1999, sechs Tage vor Kriegsbeginn: Dem damaligen EU-Ratsvorsitzenden Joschka Fischer wird die von einem finnischen  Pathologen-Team erstellte Gesamtexpertise über „Racak“ überreicht. Unverzüglich wird dieser Bericht unter Geheimhaltung gestellt! Wäre es zum Kosovokrieg gekommen, wenn die rot-grüne Regierung diesen Bericht veröffentlicht hätte?  –   Aus der Einleitung des Buches von Matthias Küntzel „Der Weg in den Krieg“ aus dem Jahre 2000

1842 meinte Friedrich List, der Begründer der modernen Volkswirtschaftslehre, dass ganz Südeuropa das Hinterland Deutschlands sei. Aus den südeuropäischen Ergänzungsräumen sollten Rohstoffe, Agrarprodukte und bei Bedarf billige Arbeitsplätze kommen. Gleichzeitig war man in Deutschland daran interessiert den russischen Einfluss aus Südeuropa zurückzudrängen. 1914 sagte der deutsche Kaiser Wilhelm II.: „Serbien sei kein Staat im europäischen Sinne, sondern eine Räuberbande. Die Slawen seien nicht zum Herrschen geboren, sondern zum Dienen, dass müsse ihnen beigebracht werden.“ Nach einem 48-stündigen unannehmbaren  Ultimatum, dass sich in der Diktion nicht von „Rambouillet“ unterschied, zogen deutsche Soldaten in den Krieg gegen Serbien. Ende 1915 wurde Serbien unter dem Schlachtruf „Serbien muss sterbien“ dem Erdboden gleichgemacht.

Einige Jahre später, am 6. April 1941 begann der deutsche „Blitzkrieg“ gegen Jugoslawien mit Bomben auf Belgrad und der späteren Himmlerschen Direktive der Zergliederung. Der Norden des Kosovo wurde unter deutsche Militärverwaltung gestellt.  Mit dem neu entstandenen Ustascha-Staat Kroatien unter Einschluss Bosnien-Herzegowinas schuf sich Deutschland einen Vasallenstaat, während Slowenien zwischen Deutschland und Italien aufgeteilt wurde. In Jasenovac einer kleinen Stadt in Slavonien an der Grenze zu Bosnien wurde 1941 das größte Konzentrationslager Jugoslawiens von Ante Pavelic, einem Massenmörder mit engen Verbindungen zum Vatikan, und seiner Ustascha errichtet. In diesem kroatischen Vernichtungslager wurden um die 100.000 (700.000 nach Angaben der Opfergruppen) Serben, Sinti, Roma und Juden von den kroatischen NS-Kollaborateuren mit Messern oder Holzhammern ermordet oder lebendig verbrannt. In der Amtszeit von Tito erhielt  Jasenovac  ein Memorial. Dieses Memorial wurde während des jugoslawischen Bürgerkrieges von Kroaten zerstört

Bereits Ende der 1970er Jahre begann die Bundesrepublik den Separatismus in Jugoslawien zu schüren. Eine Alpen-Adria-Gruppe unter Franz Josef Strauß versammelte 1977 Abgesandte Bayerns, Italiens, Sloweniens und Kroatiens, mit dem offiziellen Ziel der Abstimmung einer gemeinsamen Alpen-Adria-Region, wobei viele „wichtige“ Kontakte geknüpft wurden. 1979 wurde Franjo Tudjmann für den BND angeworben. Erich Schmidt Eenboom schreibt in „Der Schattenkrieger“: „Es würde den Rahmen sprengen, wolle man alle nachrichtendienstlichen Aktivitäten aus Pullach zur Verschärfung des Sezessionskrieges in Exjugoslawien und anschließend zum Ausbau der geheimdienstlichen Einflusszone auf den Balkan auch nur annähernd darstellen. Festzuhalten bleibt, dass die Mehrzahl der von Kroatien importierten Rüstungsgüter deutschen Ursprungs ist und unter den Bedingungen eines UNO-Embargos ohne die geheimdienstliche Unterstützung durch den BND nicht ins Land gelangt wäre.“ Weiter schreibt Schmidt Eenboom: “Nachdem der BND die vollständige Kontrolle über die neuen kroatischen Geheimdienste erlangt hatte, verlangte er eine „Säuberung“. Miroslav Tudjman, der Sohn des Präsidenten, wurde im März 1993 neuer Leiter des Nationalen Sicherheitsbüros“. Der BND hat sich dem kroatischen Geheimdienst gegenüber so benommen, als wäre dieser ein Sektor des BND“, berichtete der Chef der Belgrader Auslandspionage. 1987 nimmt der BND nachrichtendienstliche Beziehungen zum albanischen Geheimdienst auf.

Anfang der 1980er Jahre geriet Jugoslawien in eine Wirtschaftskrise. Die Sezessionsbestrebungen der wohlhabenden Staaten Kroatien und Slowenien wurden nun, ermutigt von Deutschland, vehement gefordert und 1991 nach einem Referendum einseitig durchgesetzt. Die  Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien war nach dem Sieg des „Westens“ über die Sowjetunion  den europäischen Mächten, sowie wie der USA der letzte Dorn im Auge einer freiheitlichen marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung. Deutschland erkannte gegen den Widerstand der USA und der restlichen europäischen Staaten unverzüglich die beiden neuen Staaten Kroatien und Slowenien mit den jeweiligen rechtsradikalen, nationalistischen Staatsmännern an. Diese unverzügliche deutsche Annerkennung Kroatiens war bemerkenswert, da die seit Jahrzehnten bestehenden Sezessionsbestrebungen der Basken, der Korsen oder der Kurden für die deutsche Außenpolitik nie ein Thema waren. Die Situation eskalierte, kroatische wie serbische Politiker schürten die nationalen Emotionen, der Bürgerkrieg in Jugoslawien begann mit dem „10-Tage-Krieg“  1991 in Slowenien.  Es folgten der Kroatienkrieg von 1991 bis 1995 und der Bosnienkrieg von 1992 bis 1995. Verbrechen gab es in diesen Bürgerkriegen auf allen Seiten. Die größte „ethnische Säuberung“ begingen im Jugoslawienkonflikt die Kroaten, indem sie im Sommer 1995 knapp 300.000 Serben aus der Krajina, die dort seit Jahrhunderten lebten, ermordet oder vertrieben haben und dies mit Hilfe deutscher Waffenlieferungen die vor allem, aber nicht nur, aus 1990 aufgelösten NVA-Beständen bestanden. Djihadisten aus aller Welt, unter anderen Mitglieder der Hisbollah, der Hamas und der iranischen Revolutionären Garden, sowie Osama Bin Laden kämpften in Bosnien gegen die Serben, wo sie sie nicht zuletzt in der Gegend um Srebrenica verbrannte Erde und verstümmelte Leichen hinterließen.  Auch deshalb hat Ariel Sharon Serbiens mit 65 Prozent der Wählerstimmen gewählten Ministerpräsidenten Milošević mit Waffen unterstützt, da er wie Peter Handke die einseitige Darstellung des Konfliktes und die Terrormaßnamen von fanatischen Islamisten und fanatischen rechtsradikalen Katholiken erkannte.

Lord Owen, der ehemalige britische Außenminister sagte 2004 im Den Haager Prozess, dass die Anerkennung von Slowenien, Kroatien und Bosnien durch die EU ein schweren Fehler war, er charakterisiert die jugoslawischen Kriege als Bürgerkriege und nicht als serbische Aggression, die bosnischen Muslime sind in seinen Augen keineswegs nur Opfer und den kroatischen Präsidenten Franjo Tudman hielt er für weit schlimmer als Slobodan Milošević. Der Prozess in Den Haag gegen Milošević entpuppte sich als Fehlschlag, der zu erwartende Schuldspruch wäre ein Fiasko für die Richter geworden, so dass der Tod Miloševićs, durch die unterlassene notwendige Operation, nicht ungelegen kam. Germinal Civikov schrieb in „Pannen der Anklage“ über den Milošević-Prozess: “Der vorläufig letzte Insider, Zoran Lilic, Präsident von Jugoslawien in den Jahren 1993-97, tritt zweimal als Zeuge auf: am 18. Juni und 9. Juli 2003. Seine Aussagen als Zeuge der Anklage entlasten den Angeklagten in dreierlei Hinsicht. Erstens habe Milošević als serbischer Präsident die jugoslawische Armee nicht alleine kontrolliert. Sie unterstand dem Verteidigungsrat, dessen Mitglied Milošević und dessen Vorsitzender der jugoslawische Präsident Lilic war. Zweitens bestätigt Lilic die Aussage des Zeugen Vasiljevic, der zufolge paramilitärische Verbände nicht von Milošević, sondern von politischen Gegnern Miloševićs organisiert worden seien. Sobald Armeeoffiziere mit ihnen Kontakt unterhielten, seien sie entlassen worden. Drittens habe Milošević auch mit den Ereignissen in Srebrenica nicht in Zusammenhang gestanden. Lilic berichtet als Augenzeuge, dass der Angeklagte auf die Nachricht vom Massenmord bestürzt reagiert habe. Im Laufe seiner beiden Auftritte als Zeuge der Anklage beschreibt Lilic diese Szene dreimal detailliert und verneint den Einwand des Richters May, es handele sich hierbei wohl lediglich um seine persönliche Meinung.“  Der Bosnier Naser Orić, der militärischer Kommandeur der ostbosnischen Stadt Srebrenica, einer der schlimmsten Kriegsverbrecher unserer Zeit, war verantwortlich auf die Übergriffe auf Serben in Srebrenica, welche noch vor dem von bosnischen Serben begangenen „Massaker von Srebrenica“ geschahen. Abgebrannte serbische Häuser und kopflose serbische Männer, ihre Körper zu einem schockierenden Haufen gestapelt sind auf 21-Inch-Sony-Videofilmen zu sehen, die Naser Orić als Kriegstrophäen gesammelt hat. Man kann nicht sagen, dass Naser Orić ungestraft davongekommen ist, er bekam eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren.

Mit dem Abkommen von Dayton 1995, das der  serbische Präsident Slobodan Milošević, der kroatische Präsident Franjo Tuđman und der bosnisch-herzegowinische Präsident Alija Izetbegović unterzeichneten wurde der Bürgerkrieg beendet.

Seit 1996 führte die Terrororganisation  UCK Operationen im Kosovo gegen staatliche Einrichtungen und die Zivilbevölkerung durch um einen unabhängigen Staat Kosovo mit terroristischer Gewalt durchzusetzen. Die faschistische UCK wurde auch von Deutschland und den USA militärisch ausgerüstet und ausgebildet. Vor der Nato Bombardierung im Kosovo wurden 79 Menschen ermordet. 39 davon waren Kosovo Albaner und 40 waren Serben, die alle von der Terrororganisation UCK ermordet wurden. Von den 39 Albanern war der überwiegende Teil Mitglied der UCK. Am 24.03.1999 startete die rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder den Angriffskrieg gegen Jugoslawien, unter Missachtung des Grundgesetzes, des Völkerrechts, der Genfer Konvention, des Nato-Vertrages und gegen die 2+4- Verträge . Die Sowjetunion hat dem Anschluss der DDR wenige Jahre zuvor  nur wegen der 2+4-Verträge zugestimmt. Zum ersten Male nach 1945 töteten deutsche Soldaten ausländische Zivilisten, ohne angegriffen oder auch nur bedroht worden zu sein und wieder in Jugoslawien. Deutschland wollte diesen Krieg, weil es sich viel Profit in dem neuen zu erwartenden Wirtschaftsraum Jugoslawien versprach, weil das gesteigerte Nationalgefühl nach der „Wiedervereinigung“ quasi nach neuen Aufgaben schrie um die neue große Rolle Deutschlands in der Welt zu belegen. „Zu einer Zeit als die anderen Nato-Mitgliedsländer noch nicht daran dachten, machte sich die deutsche Politik zu einer Speerspitze für einen direkten militärischen Einsatz im Kosovo“ schrieb in dem Zusammenhang General Loquai.  Auf Initiative von Joschka Fischer kam es 1999 zu dem Treffen der gegnerischen Parteien in Rambouillet. Serbien sollte dem „Rambouillet-Ultimatum“ zustimmen, das in einem geheimen Zusatzabkommen (Annex B) verlangte, dass die Nato das Kosovo besetzt und ungehinderte Bewegungsfreiheit auch auf serbischem Gebiet habe. Kein Land der Welt hätte dem zugestimmt, wie vermutlich auch die Bundesrepublik Deutschland 1976 einen Vorschlag Breschnews abgelehnt hätte, sowjetische Truppen während des „Deutschen Herbstes“ 1976  ins Land zu lassen. Angelika Beer, die damalige verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen sagte später, wenn sie den vollen Text gekannt hätte, hätte sie dem Bombardierungsbeschluss der Grünen niemals zugestimmt. Außerdem wurden serbische Zugeständnisse in Rambouillet vom „Westen“ ignoriert oder abgelehnt. Beispielsweise stimmte Serbien am 16. Februar 1999 einer internationalen Militärtruppe auf jugoslawischem Gebiet zu und schlug vor, die Implementierung der Kosovo-Lösung einer auf 6.000 Mitglieder verstärkten OSZE-Mission zu übertragen.

Der Außenminister der Partei „Die Grünen“, Joschka Fischer, begründete diesen Krieg mit Auschwitz! Weil die Deutschen in Auschwitz sechs Millionen Juden fabrikmäßig ermordeten, waren sie nun scheinbar gezwungen zum dritten Male im 20. Jahrhundert Serbien zu überfallen und in Schutt und Asche legen. Wiglaf Dorste schrieb in „Nie wieder Krieg mit Gerhard Schröder und Joschka Fischer“: “Zur Seite steht Schröder ein Außenminister, der vom selben Schlag ist wie er: einer, der sich aus dem Kleinbürgermief hochgebrüllt und  -geprügelt hat und, nachdem er die Seiten gewechselt hat, den feinen Mann markiert. Und der, um in dieser Position zu bleiben oder sie auszubauen, im Wortsinn alles tut – auch Leute über die Klinge springen zu lassen, im Kosovo oder sonst wo.“ Die deutschen Tornados flogen in knapp drei Monaten 390 Einsätze und schossen 244 Harm-Raketen ab. Im Verbund mit amerikanischen und britischen Bombern ermordeten Schröders, Scharpings und  Fischers Soldaten Kinder in Schulbussen, bombten auf zivile Ziele, auf Produktionsstätten von Autos, Kühlschränken oder auf die chinesische Botschaft, benutzten radioaktive Munition um die faschistische albanische UCK zu unterstützen.  Obwohl serbische Mütter verzweifelt  die abgerissenen Arme und Beine ihrer ermordeten Kinder suchten, protestierten gegen die 78-tägige Jugoslawienbombardierung kaum deutsche friedensbewegte Menschen, im krassen Gegensatz zum amerikanischen Irakkrieg. Die deutschen Medien waren vor und während der Jugoslawienbombardierung  freiwillig gleichgeschaltet und so gut wie alle Deutschen glaubten gerne an Scharpings Märchen vom „Hufeisenplan“  und an das angebliche serbische Massaker von Racak.

In deutschen Medien wurde Milošević als der Hitler des Balkans dargestellt. Alle Schuld wurde ihm zugewiesen um den Nato-Bombenkrieg zu legitimieren. Die Deutsche Vergangenheit wurde bewältigt weil nun Auschwitz das Werk der Serben wurde, Milošević wurde zum Adolf. Milošević wurde angegriffen und dämonisiert, nicht weil er ein besonderer Tyrann war, sondern weil er den Anweisungen des „Westens“ nicht Folge geleistet hat. Rudolf Scharping erfand den sogenannten Hufeisenplan, nach welchem die Serben angeblich systematisch Kosovo-Albaner vertrieben hätten.  Scharping erlog die serbischen Konzentrationslager, das Massaker von Racak,  eine Greuel-Geschichte jagte die andere, bis zur Geschichte von Serben die mit Baseballschlägern und abgeschnittenen albanischen Köpfen Fußball spielten.  Alle Greuel-Meldungen wurden später meist in winzigen Artikeln der gleichgeschalteten freien Presse widerlegt. Bemerkenswert in dem Zusammenhang, das Schweigen von Joschka Fischer, der offensichtlich klug genug war, die „Drecksarbeit“ seinem überforderten Verteidigungsminister zu überlassen. Über Scharpings Propaganda-Bluff schreibt der Ex-Brigadegeneral Heinz Loquai: “Lässt schon eine Analyse schriftlicher Dokumente von Scharping selbst und aus dem Verteidigungsministerium erhebliche Zweifel aufkommen, ob es einen jugoslawischen Operationsplan »Hufeisen« tatsächlich gab, so werden diese Zweifel noch bestärkt, wenn man sich das tatsächliche Verhalten der jugoslawischen Streitkräfte vergegenwärtigt, wie es sich aus den detaillierten Berichten vor Ort, aber auch aus den einschlägigen Berichten des militärischen Nachrichtenwesens im Verteidigungsministerium ergibt. Es zeigt sich darin, dass bei aller Brutalität des jugoslawischen Vorgehens von einer geplanten und großangelegten Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo vor Beginn der Luftangriffe nicht gesprochen werden kann. Scharping liefert hierfür selbst einen Beweis. In seinem Buch findet sich auf Seite 233 eine Grafik über die Flüchtlingsentwicklung im Kosovo. Dort zeigt sich eine starke Zunahme der Flüchtlinge erst ab dem 27. März 1999, also drei Tage nach Beginn der Nato-Luftangriffe!“ Im Salon von Moritz Hunzinger , einem Public-Relations-Berater und alten Freund Zoran Djindjics trafen sich während der Bombardierungen Jugoslawiens Scharping und  deutsche Unternehmer mit jugoslawischen Firmenbeteiligungen und berieten wo die Nato-Bomber bomben sollten und wo nicht. Moritz Hunzinger hat mit Zoran Djindjic in Deutschland gemeinsam studiert, mit Zoran Djindjic, dem serbischen Ministerpräsidenten von 2001–2003, den Hunziger laut eigener Aussage „schon ewig kennt“.

Nach der „Militäraktion“ von Fischer, Scharping und Schröder gab es im Kosovo so gut wie keine Serben mehr, ein kleiner Teil lebt noch an der serbischen Grenze in kleinen Enklaven. Alle Juden, Sinti und Roma wurden aus dem Kosovo vertrieben!! Unter Hashim Thaci, dem Chef der kosovo-albanischen Terror-Guerilla UCK und jetzigen Premierminister der Republik Kosovo wurden durch seine  UCK Schergen lange nach den Bombardierungen der Nato, unter der Aufsicht von 40.000 Nato Soldaten im Kosovo, in einem einzigen Jahr über 1000 Serben, Juden, Sinti und Roma ermordet und knapp 1.000 verschleppt. Ohne militärische Auseinandersetzungen, wurden nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes mindestens 180.000 Serben, Juden, Sinti und Roma von den Sonderkommandos der UCK vertrieben. Joschka Fischer, Rudolf Scharping und Gerhard Schröder hätten also nach Vollzug und den „ethnischen Säuberungen“ ihrer Verbündeten dem rot-grünen Wähler-Anhang melden können:  Das Kosovo ist judenfrei!

Quellen: Matthias Küntzel – Der Weg in den Krieg- Deutschland, die Nato und das Kosovo | Heinz Loquai – Weichenstellungen für einen Krieg | Arnold Sherman – Die Zerschlagung Jugoslawiens | Vladimir Dedijer – Jasenovac –  das jugoslawische Auschwitz und der Vatikan| Klaus Bittermann/Thomas Deichmann (Hg) –  Wie Dr. Joseph Fischer lernte die Bombe zu lieben | Oliver Tolmein – Weltmacht Recht | Otto Köhler – Hitler ging – sie blieben | Erich Schmidt-Eenboom – Der Schattenkrieger |  Konkret 1/91 bis Konkret 1/2000

65 Kommentare leave one →
  1. 7. September 2011 01:50

    „Die Selbstnarkotisierung der deutschen Öffentlichkeit“ (Matthias Küntzel) – wer das nicht unterschreibt, bleibt ein Depp. Wer wie ich wesentlich zwischen RAF und GAL/Grünen sozialisiert wurde, über den Fußball trotzdem „ein Deutschland“ bei Welt- und Europameisterschaften kannte, der weiß, wie gerne alle alles vergessen hatten und bis heute haben. Deutschland, unsere olivgrüne Mannschaft im Angriffskrieg? ‚Geht gar nicht.‘ – – – Doch geht: mit Rosarot und Knallfroschgrün! – Und fast alle waren dabei, und schändlich noch in einem Nachhinein. Damit das Lehrstück neuer Politik nach Kohl/Gorbatschow sofort verdrängt wird! Durch die Putztruppe, die Verlierer jeden Frankfurter Geistes.

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    • 7. September 2011 10:18

      Hermann L. Gremliza schrieb während der Jugoslawienbombardierung sinngemäß: Im Vergleich zu den skrupellos karrieristischen Grünen ist sogar die FDP eine prinzipienfeste Partei.

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      • ForenBoy permalink
        7. September 2011 19:28

        das heute noch zu zitieren ist jedoch eher ein schlechter Scherz, von allen Parteien sind es die GRÜNEN, die sich die wenigsten Vorwürfe machen lassen müssen.

        Wahrscheinlich hat Gremliza bei der FDP das Prinzip „Fähnlein im Wind“ oder „Umfallpartei“ gemeint, dann wäre es zumindest keine Satire gewesen, sondern ernst gemeint.

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    • 7. September 2011 19:15

      Konkret-Leser wissen mehr

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      • Feuervogel permalink
        7. September 2011 23:09

        Die Zeitschrift „konkret“ hat den falschen Titel, aber den richtigen Herausgeber

        Jeden Monat links

        Wer sich aufmacht, über konkret zu schreiben, begegnet vielen großen runden Augen. Ja, gibt’s die denn überhaupt noch, fragen die Leute. Es ist auch nicht leicht, einen der 35 000 bekennenden Käufer zu finden – von Käuferinnen nicht zu reden, die es aber geben soll. konkret hat keine Konjunktur, denn konkret ist links, das wissen die Leute noch, und links ist aus.

        http://www.zeit.de/1998/12/konkret.txt.19980312.xml

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      • 8. September 2011 00:01

        Der große Giovanni di Lorenzo hat den noch größeren Joschka Fischer nach dem allergrößten Kotzbrocken gefragt, der ihm in seiner Amtszeit begegnet sei:

        Kotzbrocken wäre falsch. Milosevic war schlimmer, der hatte Blut an den Händen.

        Fischer hat dafür einen Blick. Erstens als Sohn eines Metzgers. Und zweitens als Metzger. Nicht zuletzt dank dem Wirken des Metzgersohnes sind Kroatien und das Kosovo heute von Serben so rein wie die donauschwäbische Heimat des väterlichen Metzgers von Juden.

        Von Hermann L. Gremliza – Konkret 11/07, S. 66 – Gremlizas express

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    • 7. September 2011 23:24

      Weil der von Feuervogel verlinkte Artikel doch nun bald bald 13 Jahre alt ist, empfehle ich aktuelles Radio zum Nachhören mit dem Herausgeber selbst:
      Die „Zwischentöne“ im Deutschlandradio. Joachim Scholl spricht mit KONKRET-Herausgeber Hermann L. Gremliza am 29. Mai 2011

      http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=196860 (Teil 1, 38 Minuten)
      Vorstellung – Die Tötung Bin Ladens / Kontrastierung mit Casus Mielke – Gremlizas Express – (Einspielung Horst Tomayer) – „Aufklärung ist kein Zuckerschlecken“ – Die Konkret-Leserschaft – Linker Antisemitismus – Wer ist Karl Kraus? – „Man muß auch Freunden in den Arm fallen, mitunter“ – Radsport und/oder Natur – „Nein zu den Göttern“ – Das „L.“ – (Einspielung Mozart, Figaro) –
      http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=196860 (Teil 2, 22 Minuten)
      (Einspielung Robert Schumann, Die beiden Grenadiere) – Köln/Stuttgart/Hamburg/Augstein – Im Schwabenland – „unter lauter Nazikindern“ – gemeinsames Fußballspiel mit Unterschieden – „Notizen“: Die braune Universität – Tübingen in Öl – Vervierfachung einer Auflage – „Misthaufen“ – Otto-Suhr-Institut – „Von ‘links’ war noch lange nicht die Rede“ – (Einspielung Georg Kreisler) – „FU-Spiegel“ – 29, „das steht mir zu“ – Mehr Demokratie – „am Kapital beteiligt sein“ (zu Augsteins Spiegel) – Kosten der Mitbestimmung – „Briefchen“ – (Einspielung Jacques Offenbach/Karl Kraus Pariser Leben) – ab 71 KONKRET – Meinhofs Absage – Optionen – Hübotter – Oktober, 74 – Reemtsma – (Einspielung Randy Newman) – Karl-Kraus-Preis „sondern einen vernünftigen Beruf zu ergreifen“ – Preisredenzitat! – Stil – „Vor der Fraktion“ (der Grünen) – Die deutsche Linke und die Nation: der SPD-Austritt – „Deutsch ist eine großartige Sprache, wird allerdings von 99,9 Prozent der Bevölkerung weder geschrieben noch gesprochen“ – (Einspielung Marseillaise aus ‘Casablanca’, „weil es was mit Widerstand zu tun hat“)

      Radio ist eine feine Sache, wenn es so auf die Ohren kommt!

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      • 7. September 2011 23:58

        Eine Empfehlung, die auch ich empfehle, aber auch interessant wie die „Zeit“ Gremliza im Jahre 1999 sah.

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  2. 7. September 2011 08:18

    Die Einigkeit damals war schon bemerkenswert. Wie wenig wurde doch gegen diesen Krieg demonstriert. Stimmt, während Irakkrieges war mehr los auf den „Demo-Straßen“ Deutschlands, obwohl „Giftgas-Sadam“ bedeutend mehr auf dem Kerbholz hatte als Milosevic. Das eigene Nest wollten die deutschen Demonstranten offenbar nicht beschmutzen und lieber mit dem Finger auf andere zeigen.

    Die Grünen haben in dieser Regierungszeit alle Glaubwürdigkeit verloren. Ihre Posten waren ihnen wichtiger als die Moral. Scharping, während der Bombardierungen beim Baden mit seiner Gräfin trat von einer Peinlichkeit in die andere.

    Schade, dass im Text nur kurz auf das „Massaker von Srebrenica“ eingegangen wird. Die Serben waren in dem Konflikt sicherlich auch keine Unschuldsengel.

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    • 7. September 2011 10:20

      Richtig, dass „Massaker von Srebrenica“ war ein Kriegsverbrechen, begangen von bosnischen Serben. An dem „Massaker von Srebrenica „ waren wohl auch marodierende Truppen beteiligt. Viele von diesen bosnisch-serbischen Tätern verloren kurz zuvor ihre Angehörigen nach Massakern des Bosniers Naser Orić und seiner Schergen. Natürlich waren die Serben keine Unschuldsengel in dem Konflikt. Milošević war auch ein Nationalist, aber an dem „Massaker von Srebrenica“ trägt er wohl keine Schuld und vor ihm hätten andere auf der Anklagebank Platz nehmen müssen.

      Scharping meinte übrigens am 28. März 1999: „Im Norden von Pristina wird ein Konzentrationslager eingerichtet. Lehrer werden zusammengetrieben und vor den Augen ihrer Schüler erschossen. In Srebrenica mussten die UN-Truppen zusehen, wie 30.000 Menschen umgebracht wurden“

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  3. 7. September 2011 09:07

    Unschuldsengel wurden nirgends gesehen, weder im Balkan noch in D. Wer aber, wie etwa Handke, etwas gegen die vorherrschende Doktrin (eben das berühmte alte „Serbien muss sterbien“) zu sagen wagte, der war auf der Stelle geaechtet. Wie wurde Handke, den man früher in den Himmel lobte, von allen Medien verfemt, nachdem er über Serbien schrieb!
    Die einfachen Leute in ganz Jugoslawien lebten über lange Zeit gutnachbarlich zusammen, und zwar unabhaengig von Religion, „Nationalitaet“ und sonstiger Herkunft, bevor sie anfingen, sich gegenseitig die Augen auszuhacken (wörtlich gemeint). Da haben sowohl die deutschen Medien, allen voran die „Bild“, als auch etwa irgendwelche Professorinnen und Professoren an irgendwelchen Akademien oder die Beraterstaebe und Geheimdienste aller Laender schwere Schuld auf sich geladen. Sie werden allerdings niemals nach Den Haag ausgeliefert werden. Sie sitzen (wie etwa Thaci) auf hohen, sicheren Posten und schaffen sich zusaetzliche Einnahmen durch mafiöses Tun, wie etwa den Organhandel (unbewiesene Behauptung meinerseits. Erst in etwa zehn Jahren zu lesen :-))
    Die „einfachen“ Leute aber haben ihr Leben als Busschaffner, Postbote oder Kneipenwirt wieder aufgenommen. Von den verschiedenen Traumata schweigen wir.
    Das macht mir etwas Sorge um unser jetziges gutnachbarliches Leben…..

    Zu Joschka: wie wurde er – gerade von jüngeren Leuten – in den Himmel gelobt! Danke für die hiesige Aufklaerung! Mir schwante schon lange so was (sagte Elsa von Brabant).
    Danke insgesamt für den Blog.

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    • 7. September 2011 10:32

      Volle Zustimmung Hibouh,
      an die Kampagnen gegen Handke kann ich mich noch gut erinnern. Ich betone es noch einmal, sicherlich gab es in dem Bürgerkrieg, wie in jedem Bürgerkrieg Verbrechen, Massaker, Mord und Todschlag auf beiden Seiten. Die Serben waren keine Unschuldsengel. Dieser Konflikt wurde von außen geschürt und viele Brandstifter waren in Deutschland zu Hause. Mir geht es vor allem um die Rolle der deutschen Regierungen, denn ich bin Teil dieses Landes, ich kann wenn ich will diese Regierungen wählen oder abwählen, deshalb interessieren mich die Verbrechen „meiner“ Regierung mehr als die Verbrechen der Regierungen der USA oder Englands.

      Die Friedensbewegung hätte während der Bombardierung Belgrads den Slogan, „Kein Blut für Joschka!“, skandieren sollen, blieb aber während der Bombardierung lieber zu Hause am Kachelofen sitzen und wandelte den Slogan während des Irakkrieges in „Kein Blut für Öl“ um.

      Die friedensbewegten Bürger schrien „Kein Blut für Öl“ dann umso lauter während des Irakkrieges, weil sie, weil es da gegen die Amis ging, sehr zahlreich auf die Straßen gingen. Während der Demos gegen den Irakkrieg waren dann auch die entsprechenden Plakate wie „Gestern Dresden – Heute Bagdad“ zu sehen.

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    • derSamstag permalink
      7. September 2011 14:20

      Der lange Abschied von Jugoslawien

      Peter Handke über den Untergang des Vielvölkerstaates und seine umstrittene Parteinahme für Serbien:

      http://www.nzz.ch/2006/06/17/li/articleE7H0L.html

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    • 7. September 2011 14:58

      @derSamstag
      danke für den Link, ein interessantes Interview:

      NZZ: Wie reagierte die Regierung in Belgrad auf die Drohung des Zerfalls?

      Handke: Serbien war das einzige Land, das mit dem Zerfall Jugoslawiens nur verlieren konnte. Es war das Land, das in fast allen anderen Republiken grosse Minderheiten besass. In Kroatien lebten eine Million Serben, in Bosnien waren es über dreissig Prozent. Deswegen war Milosevic bis zuletzt gegen den Zerfall Jugoslawiens – im Gegensatz zu den Kroaten und Slowenen. Wie hätten die Serben reagieren sollen? In Kroatien regierte der fürchterliche Antisemit Tudjman – leider weiss hierzulande kaum einer, was für bösartige Dummheiten er geschrieben hat. Und in Bosnien- Herzegowina wollte Izetbegovic einen islamischen Gottesstaat errichten.

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    • 7. September 2011 23:39

      Jugoslawien war der sog. Vielvölkerstaat, der in der Regierung Tito auch noch funktionierte. Aber eben im ‚falschen‘ Systemzusammenhang. Weshalb die Separationsbestrebungen von außen, vom Westen, von Westdeutschland wesentlich dort mit dunkelster historischer Tradition angesetzt haben. Nur ein Hebel des Kalten Krieges. – Zuständig für sowas sind Außenminister, sog. Genschmans, mit ihrem AA die Putztruppen der Diplomatie.

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  4. 7. September 2011 09:53

    Ich muss gestehen, dass mir viele, im Blog geschilderte, Details und Zusammenhänge bisher nicht bekannt waren, weil ich mich zu wenig mit dem Thema beschäfigt habe. Danke für den Text und die sorgfältige Recherche!

    Mit welchen Manipulationen Stimmung für solche Kriege gemacht wird, zeigt auch das Beispiel des angeblichen „KZ-Fotos“ aus Serbien (hier ist besonders der Text unter dem Foto außerst interessant, wie ich meine …) http://bit.ly/p9B7sl

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    • 7. September 2011 09:59

      Korrektur:
      Es sollte heißen „(…) das Foto eines angeblich von Serben in Bosnien errichteten KZs …“ und nicht „(…) das Beispiel des angeblichen „KZ-Fotos“ aus Serbien …“

      Sorry!

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    • 7. September 2011 10:43

      An das Foto kann ich mich noch erinnern, es ging damals um die Welt. Jeder Krieg ist auch ein Medienkrieg. Wer hat die Meinungshoheit. Das beängstigende damals war die freiwillige deutsche Gleichschaltung, weil eben Deutschland im Krieg war. In anderen europäischen Ländern war dies nicht so extrem ausgeprägt. Zwei, drei Ausnahmen bestätigten diese Regel, eine Monitorsendung und ein Artikel in der Berliner Zeitung. Gut, in Konkret lief die Information natürlich auch ganz anders ab, aber wer liest die schon.

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    • rahab permalink
      7. September 2011 12:13

      knüppel, jenseits der bilderschlacht:
      meinst du, das war alles spinne, was die frauen aus bosnien-herzegowina berichtet haben?
      wobei mir wohl bewußt ist: das war die vermutlich größte gruppe. alle anderen aus was mal jugoslawien war kamen in der arbeit von anwältinnen, behandlungszentrum für folteropfer und anderen beratungsstellen genauso vor.
      nicht zu reden von dem, was männer zu berichten hatten und am liebsten überhaupt nicht thematisiert wird.

      vielleicht überlegste ja noch mal, vor welchen karren du dich hier grade spannen läßt.

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      • 7. September 2011 12:56

        @rahab
        „(…) jenseits der bilderschlacht …“ – selbstverständlich gab es Kriegsverbrechen, auf allen Seiten.

        Es ging in meinem Kommentar um Manipulationen (u.a. mit Hilfe gefälschter Fotos) bei der Schaffung eines geistigen Klimas, in dem sich ein Krieg „verkaufen“ lässt.

        Dass die GRÜNEN damals für viele ihre „politische Unschuld“ verloren, die sie im Grunde auch vorher nicht hatten, daran erinnere ich mich noch ganz gut und an sehr kontrovers geführte GRÜNEN-Parteitage …

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        • rahab permalink
          7. September 2011 13:36

          @knüppel
          die rede von ‚kriegsverbrechen‘ ist tückisch. die suggeriert nämlich, es gäbe auch etwas, was kein verbrechen wäre.
          dabei: wenn ich an die überlebenden denke, mit denen ich beruflich zu tun hatte, dann trafen die diese unterscheidung nicht. sondern berichteten durch die bank von etwas, was sie als verbrechen erlebt hatten.

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      • 7. September 2011 14:17

        @rahab
        „(…) die rede von ‘kriegsverbrechen’ ist tückisch. die suggeriert nämlich, es gäbe auch etwas, was kein verbrechen wäre …“

        Da stimme ich Dir zu und fühle mich, in diesem Zusammenhang, erinnert an die sog. „Mißbrauchsdebatte“ und daran, dass „Mißbrauch“ suggeriert, es könne auch so etwas wie einen („legalen sexuellen“) „Gebrauch“ von Kindern geben, was natürlich völlig unerträglich ist.

        Vielleicht sollte ich mich zu mehr sprachlicher Klarheit erziehen, ich versuch’s …

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  5. Feuervogel permalink
    7. September 2011 13:02

    “Zur Seite steht Schröder ein Außenminister, der vom selben Schlag ist wie er: einer, der sich aus dem Kleinbürgermief hochgebrüllt und -geprügelt hat und, nachdem er die Seiten gewechselt hat, den feinen Mann markiert. Und der, um in dieser Position zu bleiben oder sie auszubauen, im Wortsinn alles tut – auch Leute über die Klinge springen zu lassen, im Kosovo oder sonst wo.“

    Als sich der Taxifahrer im Sessel des Außenministers breit machte, war das Todesurteil für viele in Jugoslawien gesprochen.

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  6. derSamstag permalink
    7. September 2011 14:12

    Danke für den umfassenden Artikel und die vielen mir unbekannten Details. Die Wahrheit kam peu à peu nach vielen Jahren ans Licht, viel zu spät.

    http://www.faz.net/artikel/C31325/kosovo-die-uck-und-der-organhandel-30323277.html

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15239594.html

    http://www.hagalil.com/antisemitismus/osteuropa/albanien.htm

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  7. 7. September 2011 18:56

    Interessanter Artikel, @fidelche. Über das deutsche Kriegsverbrechen wusste ich bereits Bescheid. Neuland waren Schmidt-Eenbooms geheimdienstliche Einblicke. Ergänzen möchte ich noch die Episode aus der schon erwähnten Monitor-Reportage von Jo Angerer und Mathias Werth „Es begann mit einer Lüge„:

    …Die „Verbrechen der Serben“ in einem Dorf namens Sanhovici sollten ein weiterer Beweis für den „Hufeisenplan“ sein. „Doch auch dieses Foto entstand später: im April ’99, ebenfalls nach Kriegsbeginn“, wie der Fernsehzuschauer unschwer erkennen kann. Die Redakteure waren im Dorf, das das Bild in der Aufklärungsbroschüre des Verteidigungsministeriums zeigt – „allerdings heißt der Ort nicht Sanhovici, sondern Petershtica“.

    Dort wollten die Serben die Häuser auf eine besonders tückische Art und Weise für immer zerstören, so steht es in der Broschüre des Verteidigungsministeriums: „Zunächst stellt man [also die Serben] eine brennende Kerze auf den Dachboden, und dann öffnet man im Keller den Gashahn…“

    In Petershtica erinnert man sich daran nicht. Fatmir Zymeri, ein Augenzeuge berichtet, dass die auf dem Foto zu erkennenden Zerstörungen alle schon im Juni 1998, ein halbes Jahr vor der angeblichen Umsetzung des sogenannten Hufeisenplans, stattfanden.

    Und die Kerzen auf den Dachböden und dem Gashahn im Keller, von denen Scharping berichtete?

    Fatmir Zymeri sagt: „Nein, so gerieten die Häuser in unserem Dorf nicht in Brand. Das passierte auf unterschiedliche Art und Weise, aber nicht so. Die wurden anders in Brand gesetzt. Die Häuser hatten durch Granatenbeschuss Feuer gefangen, diese Fälle gab es. Das geschah, als die Granaten ins Heu einschlugen, auf die Zäune und so. Auf gar keinen Fall aber durch solch eine Methode mit den Kerzen.“

    Dass die Geschichte von Kerzen, die das Gas entzünden sollten, nicht nur eine Lüge, sondern darüber hinaus eine völlig abstruse Idee ohne Hand und Fuß ist, belegt das zu sehende Interview mit Scharping, das es wert ist zitiert zu werden.

    „Frage: ,Dieser letzte Ort, da war eine Bildunterschrift drunter, dort stand, die Serben kommen in Dörfer öffnen die Gashähne in den Kellern und stellen eine brennende Kerze auf den Dachboden. Es gibt Zweifel, dass diese Methode überhaupt funktioniert.‘

    Rudolf Scharping: ,Welche Zweifel sind das denn?‘

    Frage: ,Wenn man in den Kellern den Gashahn aufdreht und oben eine Kerze hinstellt, das funktioniert nicht!‘

    Rudolf Scharping: ,Ja?‘

    Frage: ,Nein, funktioniert technisch überhaupt nicht, weder chemisch noch physisch noch überhaupt. Das weiß eigentlich jeder Oberbrandmeister. Es muss also eine Information sein, die entweder von den Zeugen, die ihnen zugetragen worden ist, nicht korrekt ist oder nicht geprüft worden ist.‘

    Rudolf Scharping: ,Dann würde ich Ihnen raten, diesen Test noch einmal zu machen. Aber nicht mit einem Gashahn im Keller, sondern mit einer Flasche.‘

    Frage: ,Ja, das ist das gleiche, das funktioniert beides nicht.‘
    Rudolf Scharping: ,Ja…?‘

    Gas ist nämlich schwerer als Luft.“

    In einer Neuauflage der Broschüre vom Mai 1999 waren die entlarvenden Text- und Datenzeilen des Bildes des Dorfes Petershtica entfernt worden…

    Witzig wäre es, ginge es nicht um die Legitimierung von Krieg!

    lg LL

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    • 7. September 2011 19:26

      Hallo Louis,

      stimmt, bei Rudi Scharping fehlen mir fast die Worte, gegen Scharping sind „Thinktankgirl“ oder „Uwe Theel“ NobelpreisträgerInnen.

      Beste Grüße
      Manfred Breitenberger

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    • 7. September 2011 19:27

      Annex:

      Scharpings Sternminute ist im oben verlinkten Film „Es begann mit einer Lüge„ etwa von Minute 37 – 38 zu sehen!

      lg LL

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    • 7. September 2011 19:30

      In der Titanic nannten sie ihn „Ziege“

      https://www.titanic-magazin.de/shop/index.php?action=showdetails&from=list&pageNr=1&productId=3f780e24795c8&

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  8. ForenBoy permalink
    7. September 2011 23:10

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    • Freitagstroll permalink
      22. September 2011 11:30

      Forenboy hat nix begriffen!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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  9. 8. September 2011 13:06

    Um es noch einmal zu verdeutlichen. Jugoslawien war eine Sozialistische Föderative Republik mit Selbstbestimmung und Selbstregulierung, kein stalinistischer Staat. In Jugoslawien gab es keine Mauer, keine unüberwindbare Grenze, die Bürger Jugoslawiens konnten reisen wohin sie wollten. Der „Westen“ konnte nicht wie gewünscht in Jugoslawien diesen Markt erobern, darum war die Zerschlagung Jugoslawiens das Ziel. In Kroatien regierte der faschistoide Antisemit Tudjman, in Bosnien- Herzegowina wollte Izetbegovic einen islamischen Gottesstaat errichten und im Kosovo trieb die terroristische, antisemitische, faschistische UCK unter Thaci ihr Unwesen. Deutschland und die Nato ergriff Partei für Tudjman, Izetbegovic und Thaci gegen Milosevic, der Jugoslawien erhalten wollte.

    Für Deutschland war dies dieselbe Konstellation wie im zweiten Weltkrieg. Alte Liebe rostet eben nicht. Mit einer kaum vergleichbaren Kriegspropaganda und unfassbaren Kriegslügen wurde von der rot-grünen Regierung dieser Krieg legitimiert, wurde radioaktive Munition und Splitterbomben auf zivile Ziele gerechtfertigt. Vor allem Deutschland wollte diesen Krieg, was sogar der deutsche Brigadegenaral Heinz Loquai konstatierte. Dieses große Unrecht wurde in der deutschen Öffentlichkeit kaum thematisiert, im Gegensatz zu allen möglichen anderen Konflikten in der restlichen Welt und vor allem im Nahen Osten, wo der deutsche moralische „Friedensfinger“ sehr schnell, sehr hoch gegen gehoben wird. Warum wohl?

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    • Feuervogel permalink
      8. September 2011 17:27

      Warum wohl? Gute Frage.

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  10. derSamstag permalink
    9. September 2011 13:15

    In einem Musterprozess wies das Landgericht Bonn eine entsprechende Klage von 35 Menschen aus Serbien-Montenegro ab. Diese hatten von der Bundesrepublik als NATO-Mitglied zuletzt 710.000 Euro gefordert, weil sie selbst durch Bomben verletzt worden waren oder Angehörige verloren hatten. Wen wundert’s?

    http://www.welt.de/politik/article279258/Deutschland_muss_serbische_NATO_Opfer_nicht_entschaedigen.html

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    • rahab permalink
      9. September 2011 14:31

      ist dir schon mal aufgefallen, dass sich die kläger_innen damit in der allerbesten gesellschaft befinden? die liste solcher abgewiesener klagen (nicht nur aus was mal jugoslawien war) ist lang. und nicht nur in der brd sondern anderswo genauso.

      also: womit haben wir es da zu tun?

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  11. 1. Oktober 2011 16:14

    Ergänzung:

    „Belgrad verbietet CSD – Der für Sonntag geplante CSD in Belgrad ist verboten worden, weil Homo-Gegner mit Gewaltaktionen gedroht hatten …“ http://bit.ly/ngQQCx

    Und der Kommentar eines ‚Queer.de‘-Users dazu:
    „(…) Wenn Kriminelle mit Gewalt drohen, ist es Aufgabe des Staates, die friedlichen Bürger zu schützen! Und nicht den Kriminellen nachzugeben! …“ http://bit.ly/oOjcFg

    PS Im vergangenen Jahr haben serbische Neo-Nazis die CSD-Parade in Belgrad angegriffen und die Stadt befand sich im „Ausnahmezustand“ – ich habe damals 2. Blogs im ‚Freitag‘ dazu geschrieben und mehrere Videos über die Ausschreitungen eingebettet.

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    • 1. Oktober 2011 18:14

      Früher, sehr früher, in meiner Jugend, sagte oft jemand: „Du mußt das global sehen!“ – Wie man sieht, war das ein zweischneidiges Ei. (Einem Hamburger Schriftsteller entlehnt.)

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    • 4. Oktober 2011 08:45

      Verbot der Gay-Pride Parade (CSD) in Belgrad, Teil 2

      ‚… (nach dem Verbot der Belgrader Gay-Pride Parade) …feiern rechtsradikale Gruppen wie „Dveri“, „Obraz“, „1389“ und andere patriotische Organisationen einen Sieg. Für sie bedeutet die Gay Pride eine Vergewaltigung der „traditionellen, serbischen, christlichen Familienwerte“, durch „Kranke, die die Kinder verführen wollen“ (…)

      (…) Es geht aber nicht allein um die Menschenrechte der LGBT-Population, warnen Bürgerrechtler. Im konkreten Fall sehe man die Kapitulation des Staates vor rechtsextremen Schlägertrupps, die mit Gewalt ihren Willen durchsetzen. Der Staat habe praktisch zugegeben, kein Gewaltmonopol zu haben (…)

      (…) Schwulen-Aktivisten weisen darauf hin, dass in den vergangenen drei Jahren die Gay Parade entweder von blutigen Krawallen geprägt war oder verboten wurde und dass der Staat in dieser Zeit nichts gegen Rechtsradikale unternommen habe (…)
      Quelle: „Gay Pride in Belgrad – Wenn Rechts vor Recht geht“, ‚taz‘ 03.10.2011 http://bit.ly/qmmoM3

      ———-

      „(…) Trotz des CSD-Verbots in der serbischen Hauptstadt Belgrad sind am Wochenende einige LGBT-Aktivisten auf die Straße gegangen (…)

      (…) Anstelle der für Sonntag geplanten Parada Ponosa versammelten sich bereits am Samstag mehrere Dutzend Lesben, Schwule und Trans*Personen zu einem Flash Mob in den Innenstadt. Da die Polizei von der Aktion nichts mitbekommen hatte, konnten die Aktivisten für mehrere Minuten mit Transparenten und Regenbogenfahnen eine Hauptverkehrsstraße blockieren und den Asphalt bunt anmalen (…)“
      Quelle: „Serbien – Schwul-lesbischer Flash Mob in Belgrad“, ‚Queer.de‘ 03.10.2011 http://bit.ly/pO1K84

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      • 4. Oktober 2011 21:20

        Selcarim, hier schließt sich der Kreis einer dummen Welt. Aus ebenso Belgrad sozusagen fischte ich im Fußball gleiches Ressentiment (https://thinktankboy.wordpress.com/f-rubriken/f-rubrik-%E2%80%93-fusball/#comment-13435). Und überall in den Partialwelten des Globus findet sich dieser Rechtsradikalismus, der leicht abgelehnt werden kann, der aber auch statistisch in jeder Gesellschaft erst mal gründlich da ist. Bei „uns“, in Deutschland, rechnet man seit eh ein Potential von 15 % +. Faktisch ist es eingedämmt; mehr auch nicht.
        … Nun müßte ich über Nicht-Ganzes und Klein-Teile weiterschreiben, aber heute abend habe ich keine Lust. Dennoch: An jeder Verfolgung läßt sich eine verfolgende Gesellschaft erklären. Sie ist noch keine, sondern völkisch. Aber selbst da müßte die olle Gesellschaftskritik herangezogen werden … morgen … übermorgen … später … zu zu später Stunde …

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    • 3. November 2011 14:36

      Nach Tirade gegen Homosexuelle – Serbien: Homophober Politiker verurteilt

      ‚(…) Dragan Markovic, der Chef der rechtspopulistischen Partei „Vereinigtes Serbien“ und Bürgermeister der Stadt Jagodina, war von der Homo-Gruppe „Gej strejt alijansa“ (GSA) verklagt worden, weil er im Vorfeld des geplanten Belgrader CSDs im August diesen Jahres Homosexuelle als „krank“ bezeichnet hatte (…)

      (…) In seiner Urteilsbegründung erklärte das Gericht, dass Markovic „zur Intoleranz und zum Hass auf Basis der sexuellen Orientierung“ aufgerufen habe, was gegen die Antidiskriminierungsrichtlinien verstoße (…)

      (…) Serbien bemüht sich gegenwärtig um die Aufnahme in der Europäischen Union. Ein EU-Berichterstatter hat sich jedoch besorgt über die Lage von Schwulen und Lesben im Land geäußert (…)‘ http://bit.ly/u2gMs6

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  12. 14. Juni 2012 22:50

    Stimmen aus der Menge: Bravo! So ist es“ – Serbien muß sterbien! – Ob’s da wüll oder net! – Hoch! – A jeder muss sterbien!
    Einer aus der Menge:
    Und a jeder Ruß! –
    Ein anderer: Ein Genuß!
    Ein Dritter: An Stuß! (Gelächter)
    Ein Vierter: An Schuß!
    Alle: So is! An Schuß! Bravo!

    Karl Kraus – Die letzten Tage der Menschheit – 1. Akt – 1.Szene – Seite 21 – Bibliothek Suhrkamp

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    • 14. Juni 2012 23:54

      Wie süß – der Versuch, einen Text zu beleben durch einen eigenen Kommentar aus Angst, er würde – zu Recht – in Vergessenheit geraten. Verräterisch nur, wenn einem selbst nicht mehr viel dazu einfällt.

      Karl Kraus – ein Grauß

      Wie schön, wenn sich der deutsch-kommode Fettwanst am Elend laben kann, indem er sich an seiner eigenen fettschmierigen Halbintellektualität wiederkäuend einer dummen Kuh gleich vollfrisst.

      Chapeau

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      • mentalpunker permalink
        15. Juni 2012 00:00

        arm ist nicht gleich selig. – oder: mein hut hat keine ecken.

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      • 15. Juni 2012 00:05

        Michael, tiefer in die Klärgrube sinkst Du aber nicht, oder. Was Du derzeit machst, ist: Dich als Vernünftigen vernichten.

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        • 15. Juni 2012 09:08

          Rainer, wenn ich meine eigenen Einlassungen nach einiger Zeit Abstinenz nochmals lese, fallen mir schon Verrennereien auf. Bedenklich ist, dass bei allem Extrem hier niemandem Eskalationen an sich selbst auffallen. Bedenklich.

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        • mentalpunker permalink
          15. Juni 2012 21:02

          Also ich hole die Goldwaage jetzt nicht raus. ICH will LKW wiegen …

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    • 15. Juni 2012 11:08

      @Michael Pliwischkies
      Ich bin der Auffassung, dass es keine Vorschriften geben sollte, wer wo seinen Kommentar abgibt. Solange der Kommentar der Netiquette entspricht und er keine Unwahrheiten in sich birgt, sollte es in einem freien Land möglich sein frei seine Meinung zu äußern. Wir leben schließlich nicht im faschistischen Iran oder in einer von Djihadisten regierten palästinensischen Gesellschaft.

      Karl Kraus schrieb das Stück „Die letzten Tage der Menschheit“ als Reaktion auf den ersten Weltkrieg. Deutschland hat im 20. Jahrhundert Serbien, bzw. Jugoslawien drei Mal angegriffen. 1999 unter Missachtung des Grundgesetzes, des Völkerrechts, der Genfer Konvention, des Nato-Vertrages und gegen die 2+4- Verträge.

      Die Dialoge von „Die letzten Tage der Menschheit“ bezüglich Serbien fanden 1914 und 1999 in leicht abgewandelter Version so statt. Ich finde es ist bemerkenswert, dass die Deutschen (von der Friedensbewegung über Pax Christi bis zu der antiimperialistischen Linken) so wenig gegen die Jugoslawienbombardierung der eigenen Regierung protestiert haben und so viel gegen den Irak-Krieg der USA. Vor der eigenen Haustüre kehren fällt so manchen „Friedenskämpfern“ offenbar sehr schwer.

      Ob es nun die Wirtschaftinteressen der westdeutschen Industrie, die begehrten neuen Märkte auf dem Balkan oder die Ölinteressen Deutschlands im Nahen Osten sind, bei der Chance auf Vermehrung von Wohlstand hört die ansonsten so hochgepriesene Moral schnell auf, da sind sich Wirtschaft und „Friedenskämpfer“ sehr schnell einig.

      Was sind schon 390 völkerrechtswidrige deutsche Tornado-Einsätze und 244 abgeschossene Harm-Raketen, was sind schon die zerfetzten Kinder in Schulbussen gegen die „rassistische Apartheidmauer“ der Juden? Immerhin konnten die Deutschen wieder einmal die faschistische albanische UCK unterstützen und wie 1945 war nach 1999 das Kosovo wieder judenfrei und immerhin fast serbenfrei. (Achtung, die letzten beiden Sätze waren Ironie)

      PS: Bemerkenswert finde ich übrigens die große Toleranz der MI-Redaktion. Man stelle sich einmal vor Michael Pliwischkies würde im „Freitag“ oder in einem anderen Forum irgendwelche Redakteure oder Kommentatoren so beleidigen, wie er es hier vielfach zelebriert. Ich finde es gut, dass MI so souverän reagiert.

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      • 15. Juni 2012 14:39

        Das Problem bei deinen Kommentaren ist immer, dass du alles durcheinander schmeißt. Zeitlich-geschichtliche Zusammenhänge, Geographien, einfach alles. Dann kommt noch die Bombardierung Jugoslaviens dazu, als hätte Deutschland einen spontanen Angriffskrieg gegen einen friedlichen und ruhigen Staat geführt. Kein Wort über den/die Auslöser. Natürlich kann man geteilter Meinung darüber sein, ob es richtig war, einzugreifen, weil tausende Menschen geschlachtet wurden. Vielleicht hätte es andere Lösungen gegeben – nett reden vielleicht und auf Vernunft warten. Unwahrheiten? Ich kann mich an diverse Aktionen gegen die Vorgänge in Ex-Jugoslavien wie auch gegen die im Irak erinnern. Aber das passt natürlich nicht in dein Weltbild. Sorry – aber auf diesen Brei lässt sich wahrlich nicht ernsthaft antworten.

        PS: Bemerkenswert finde ich die Selbstbenennung als „Redaktion“. Es handelt sich also um ein „echtes Magazin“ und garnicht um ein privates Blog. Dann wirds aber langsam Zeit für ein vollständiges Impressum inklusive ladungsfähiger Adresse. Nicht, dass noch eine Abmahnung ins Haus flattert, weil massiv gegen das Telemediengesetz verstoßen wird.

        Und nein – falls mir der einsame Kämpfer Fidelche (übrigens interessant – diese Kombination aus den Namen eines Diktatoren und eines Mörders) wieder unterstellen möchte, ich will seiner „habhaft“ werden. Ich will es nicht. Ich weise lediglich auf die hier vorhandene Bigotterie hin. Denn: Wer derart massiv und unnachgiebig über andere urteilt, muss sich eben auch entsprechende Kritik gefallen und an seinen eigenen Ansprüchen messen lassen.

        Das hier trotz meiner zuweilen harschen Worte keine Zensur stattfindet nehme ich ausdrücklich lobend zur Kenntnis.

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        • Huey Louis permalink
          16. Juni 2012 13:49

          MP am 15.06. um 14.39 Uhr

          Es ist ein Irrtum, dass hier nicht zensiert wird. Allerdings wird Ihnen diese Information aller Wahrscheinlichkeit nach vorenthalten werden.
          —–
          Wenn „Neulinge“ hier freigeschaltet werden möchten, dann sollten sie etwas zu sagen haben.
          Sinnlose oder inhaltsleere Kommentare werden von „Neulingen“ nicht freigeschaltet.

          Die MI-Redakton.

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        • 16. Juni 2012 14:36

          Huey Louis – ich bezog mich auf MEINE Kommentare und diese wurden bislang eben nicht zensiert. Das ist nun einmal Fakt.

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      • 15. Juni 2012 15:27

        So leid es mir tut, es gibt sehr wohl geschichtliche Parallelen. Durcheinandergeworfen ist nichts. Von einem „spontanen Angriffskrieg“ habe ich nicht geschrieben. Ich habe den Artikel gelesen. Du offensichtlich nicht. Siehe ab: “ Bereits Ende der 1970er Jahre begann die Bundesrepublik den Separatismus in Jugoslawien zu schüren. Eine Alpen-Adria-Gruppe unter Franz Josef Strauß ….“ Bigott ist für mich gegen den Irak-Krieg zu demonstrieren und bei der Jugoslawienbombardierung zu schweigen. Inhaltlich kam sehr wenig zu meinem Kommentar, aber das bin ja zuletzt gewohnt von dir.

        Von der Redaktion weiß ich, dass sie sich wegen eines Impressums keine Sorgen zu machen braucht. Such doch mal das Impressum von „Lizas Welt“. Vergeblich? Was meinst du wie viele Antisemiten „Lizas Welt“ schon zerstören wollten? Vielleicht sollten sich Leute, auch außerhalb von MI, die eine gewisse Zivilität vermissen lassen, Sorgen machen. Beleidigungen, üble Nachrede usw. können auch Abmahnungen nach sich ziehen.

        Über Che Guevara und den „Massenmördervorwurf“ empfehle ich einen guten Artikel hier auf MI: Che Guevara und die „Nürnberger Prozesse

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        • 15. Juni 2012 17:56

          Dann weck die „Redaktion“ mal. Zur Info:

          „Unter einem Web-Blog versteht man ganz allgemein eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Neue Einträge stehen an oberster Stelle, ältere folgen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge. Diese „Netz-Tagebücher“ sind rechtlich nicht anders als gewöhnliche Internetseiten zu behandeln, mag auch durchaus bei manchem Betreiber der Wunsch nach Anonymität der Einträge bestehen. Da bei den Blogs in der Regel die redaktionelle Gestaltung zur Meinungsbildung für die Allgemeinheit im Vordergrund steht, handelt es sich um Mediendienste, so dass die Impressumspflicht aus § 10 II MDStV folgt.“

          weiter heißt es:
          „Der Gesetzeswortlaut des § 55 RStV

          (1) Anbieter von Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, haben folgende Informationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten:
          1. Namen und Anschrift sowie
          2. bei juristischen Personen auch Namen und Anschrift des Vertretungsberechtigten.

          weiter:
          „Soweit aber journalistische oder redaktionelle Inhalte angeboten werden, kommt zusätzlich § 55 Rundfunkstaatsvertrag zur Anwendung. Danach müssen Anbieter von „Telemedien mit journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten“ Angaben zum Verantwortlichen mit Angabe des Namens und der Anschrift machen. Die Frage ist, welche der unzähligen Blogs journalistische Inhalte anbieten und wer dies letztendlich entscheiden soll. Zumindest aus rechtlicher Sicht sollte jeder Blogger mit nennenswerter Anzahl an Veröffentlichungen und entsprechender Bekanntheit über ein Impressum verfügen.

          Notwendig ist, dass dieser Verantwortliche seinen ständigen Aufenthalt im Inland hat, wie es § 55 Rundfunkstaatsvertrag vorschreibt. Hinzu kommen die notwendigen Kontaktdaten wie E-Mail, Fax und Telefon.“

          Nun dient diese durch eine „Redaktion“ betriebene Seite auschließlich nicht rein persönlichem und privatem Zweck, sondern stellte ein Journal dar, welches lediglich auf einer Blogplattform betrieben wird. Alle Merkmale eines ganz normalen Onlinemagazins sind vorhanden. Nun ist natürlich wo kein Kläger kein Beklagter. Vollumfänglich abmahnfähig ist dieses Blog aber dennoch, was vermutlich auch für Lizas Welt zutreffen dürfte.

          Übrigens auch hier wieder deine typische Unterstellerei. Ich habe Che mit keinem Wort als Massenmörder sondern als Mörder bezeichnet. Du aber versuchst, den Eindruck zu erwecken, ich hätte es getan. Was soll der Hinweis auf den Massenmördervorwurf im Zusammenhang mit meinem Hinweis?

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        • mentalpunker permalink
          15. Juni 2012 19:10

          Diskussion: immer eine Freude!
          Zum Glück weiß jeder hier, wie ‚Redaktion‘ (fast ironisch, selbstironisch) definiert wird, – ich weiß die Definitionen von eignenden echten Verlegern z.B. – Man müßte mal, man müßte mal mit Tucholsky nochmals drüber nachlesen …

          „Der einsame Kämpfer Fidelche (übrigens interessant – diese Kombination aus den Namen eines Diktatoren und eines Mörders)“ (Michael Pliwischkies), dazu fällt mir nur ein: a) einsam? b) Diktator? c) Mörder?

          Sowie: Gute Nacht um acht!

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        • 15. Juni 2012 20:12

          Dem Mentalpunker stimme ich zu, Michael.

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        • 16. Juni 2012 01:34

          Pliwischkies, du liegst falsch. Auf die Details gehe ich nicht ein weil es völlig OT ist. Die einzigen Probleme die MI bekommen könnte sind und waren die unzensierten Beleidigungen von Pliwischkies und Forenboy. Letztendlich fallen aber diese Beleidigungen auf die Kommentatoren zurück. Zu Recht hat sich eine Freitagsbloggerin vor über einem Jahr wegen Forenboy per Mail bei MI gemeldet und dies angezeigt. Daraufhin wurden Forenboys Kommentare zensiert und bald darauf wurde er entfernt. Der Versuch diesen Rechtsaußen zu resozialisieren schlug fehl. Ein Makel der zugegebenermaßen auf MI lastet.

          Du hast keine Argumente gegen die Artikel und Kommentare hier und versuchst in erbärmlicher Art und Weise dies mit Beleidigungen und leeren lächerlichen Drohungen zu kaschieren. Mit deinen Kommentaren disqualifizierst du dich seit längerer Zeit, du bist nur noch ein Schatten früherer Tage.

          Du solltest erst einmal deine Unterstellung belegen wo Che Guevara ein Mörder war und wie viele Menschen er ermordet hat.Und dann solltest du erklären ab wie vielen Morden man ein Massenmörder ist. Geht das, oder bist du dazu nicht in der Lage?

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        • 16. Juni 2012 11:20

          Natürlich ist es off topic. Allerdings würde ich das nicht anmerken, wenn ich – was Impressumspflichten betrifft – nicht meine eigenen Erfahrungen (leider) gemacht hätte.

          Breitenberger… Ihr Multinicks und Einzelkämpfer diskreditiert fortlaufend Menschen als Judenhasser und Antisemiten, ohne hierfür einen eindeutigen Beleg (der vor Gericht Bestand haben würde – bis auf wenige Ausnahmen) zu besitzen. Eure „Beweisführung“ basiert allein auf der Interpretation von Blog-Texten. Aus meiner Sicht sind diese Anschuldigungen erst einmal nichts weiter – jedenfalls in der hier verfolgten Härte – als Verleumdnung. Zudem ist sie billig, da lediglich eine Schablone über Aussagen gelegt wird – völlig unabhängig vom Kontext, der hier ja immer so oft bemüht wird. Ich erklärte das auch schon einige Male. Aber natürlich bleiben keine Argumente übrig, wenn man keine lesen oder zur Kenntnis nehmen möchte – nicht war, Herr Breitenberger. Mittlerweile ist es hier so schlimm, dass fast jede Vorhaltung gegen andere auf Euch selbst zurück fällt, da ihr Euch ähnlicher oder gleicher Mittel bedient. Das Auffinden antisemitischer Äußerungen ist hier zur Quasi-Religion mutiert und wird zelebriert, dass es einem Salafisten als Beispiel dienen könnte. Und damit verhaltet ihr Euch menschlich betrachtet eben nicht besser – mag das ursprüngliche Anliegen auch noch so positiv sein. Es ändert nichts. Und noch einmal: Es ist durchaus legitim, zu schreiben, dass die Sicht einiger „Friedenskämpfer“ auf Israel politisch-strategisch unangemessen, dumm oder naiv ist. D’accord. Nur reicht fehlender Geist, um derlei Zusammenhänge zu begreifen, eben noch nicht aus, ihnen „Judenhass“ oder „Antisemitismus“ zu unterstellen. Es ist und bleibt erst einmal nichts weiter als eine politische Fehleinschätzung, gegen die man auch argumentieren kann und sollte. Was ich hier jedoch wahrnehme (ich kann mich ja auch täuschen), ist eine Art „Häscher-Mentalität“ und diese stößt mich rein menschlich ab, was auch zur Folge hatte, dass ich mal meine „Gute Kinderstube“ vergaß. Zudem ärgert es mich, da ich wirklich der Auffassung bin, dass man Mitmenschen jüdischen Glaubens und dem Staat Israel insgesamt damit – umfassend betrachtet – ebne keinen Gefallen tut. Im Gegenteil – man befeuert Vorurteile auch noch.

          Entlarvend ist ebenfalls, wie du hier wieder äußerst, ich würde Euch drohen. Wo bitte habe ich das getan? Richtig – an keiner einzigen Stelle. Sollte es anders sein, bitte belegen und nicht nur unwahr anschuldigen. Wenn ich auf eine Impressumspflicht hinweise, impliziert das KEINE Drohung. Mir persönlich liegt nichts daran. Ich vertrete jedoch – und halte mich selbst daran – weiterhin die Auffassung, dass, greift man andere Menschen namentlich an, man auch (Achtung Kinderstube) den Arsch in der Hose haben sollte, den eigenen Namen zu nennen und sich nicht hinter einem Pseudonym verstecken.

          Che, wie auch einige andere mystifizierte Kempen der alten Revolutionen haben andere Menschen getötet und sind daher genau so Mörder, wie Soldaten, die an einem Angriffskrieg beteiligt sind. Che ist in Länder gezogen, aus denen er nicht stammt und hat sich dort aktiv an Tötungen von Menschen beteiligt. Er war letztlich genauso Mörder wie die Palästinenser, die Israelis ermorden, weil sie glauben, dass sie im Recht sind. Ganz einfach.

          Und noch einmal, Herr Chef-Untersteller: An welcher Stelle habe ich Che als Massenmörder bezeichnet? Richtig – an keiner. Warum sollte ich also an dieser Stelle Massenmord definieren.

          Es tut mir leid, aber so dumm, dass ich auf deine perfiden Spielchen hereinfalle, bin ich nicht. Das kannst du gern mit anderen versuchen – mit mir nicht.

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        • 16. Juni 2012 12:05

          @ Michael Pliwischkies
          Du schreibst: „Entlarvend ist ebenfalls, wie du hier wieder äußerst, ich würde Euch drohen. Wo bitte habe ich das getan? „

          Am 15/06/2012 14:39: „Nicht, dass noch eine Abmahnung ins Haus flattert, weil massiv gegen das Telemediengesetz verstoßen wird.“

          Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass Du Che als einen Massenmörder bezeichnet hast. Wenn du aber schreibst Che war ein Mörder ist das eine schwere Anschuldigung die du belegen solltest. Also hat Che einen oder zwei oder mehrere Menschen deiner Ansicht ermordet? Alles Weitere steht in dem verlinkten Artikel, der auch meine Position wiederspiegelt.

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        • 16. Juni 2012 12:57

          Witzbold. Was ist daran eine Drohung meinerseits, wenn ich auf die Gefahr eine Abmahnung durch Dritte hinweise. Gehts noch? Paranoia? Steht da irgendwo, dass ich Euch abmahnen lassen wollte? Ist der Hinweis auf eine Möglichkeit, die besteht, schon eine Drohung? In diesem Fall vergesse ich mal wieder meine Kinderstube und empfehle einen Therapeuten.

          Ich muss einen Dreck belegen. Das Handeln von Che ist hinreichend belegt und wissenschaftlich aufgearbeitet. Für eure ideologische Ignoranz kann niemand was.

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        • 16. Juni 2012 13:42

          Beispiel: A sagt mehrmals zu B: „Wenn du so weitermachst, dann kann es sein, dass dir jemand die Zähne einschlägt.“ Es wäre natürlich Paranoia wenn B sich bedroht fühlen würde.

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        • 16. Juni 2012 14:26

          Fidelche – komm, gib es zu. Das ist doch genau das, was du möchtest – als Bedrohter gelten, weil es deine Eitelkeit füttert – du dich endlich als Kämpfer fühlen kannst und damit das klappt, musst du dir auch „echte“ Gegner konstruieren. Ich bastele mir meinen eigenen Mythos – wie niedlich. Aber ganz im Ernst: Das ist zu durchschaubar – so klappt das nicht. Fakt ist, dass ich weder dich noch die MI auch nur mit einem einzigen Wort bedroht habe – schon garnicht körperlich. Ich wies lediglich auf Eure offenkundige Feigheit hin und eben darauf, dass eine Impressumspflicht besteht. Das ist ein Hinweis auf geltendes Recht und keine Bedrohung. Ich persönlich habe kein Interesse an deiner Anschrift oder Telefonnummer. Da kannst du dir ganz sicher sein. Und ich gehe davon aus, dass einige namentlich genannte Personen (Augstein, Herden, etc.) für dieses leider abgedriftete Blog nur noch eins übrig haben – wenn überhaupt: Gelächter. Mitlerweile kann ich das – so schade es ist – sogar verstehen. Aber so ist das eben, wenn man ein Thema hoffnungslos ideologisch überreißt. Man stellt sich selbst als eine der Mentaltitäten dar, die man angeblich bekämpft. Dein Grundanliegen, auf die Problematik von Antisemitismus und dessen Präsenz hinzuweisen, ist sicherlich nicht schlecht – nur leider machst du, macht ihr, mitlerweile etwas Schlechtes daraus. Das ist ein wenig bedauerlich – mehr aber auch nicht.

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        • 16. Juni 2012 15:10

          Pliwischkies, du wiederholst dich. Ist doch irgendwie komisch dein Eifer wegen eines Impressums. Wie viele „Mach doch ein Impressum“-Kommentare waren es jetzt im Blog über Serbien?

          Übrigens:
          Am 09/06/2012 16:08 hast du geschrieben: „Ich werde auf Deine degenerierten Methoden hier nicht mehr eingehen, sondern mich insgesamt mit diesem Häscher-Sumpf und dessen Fatalität befassen. Nachzulesen demnächst an anderer Stelle.“

          Wann kommt denn endlich dein neuer Artikel über MI. Demnächst ist jetzt schon sieben Tage. Ich bin so gespannt darauf.

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        • 16. Juni 2012 15:22

          Ich antwortete nur noch auf Eure Unterstellungen wegen des Impressums, Kämpfer ohne Cojones. Der Artikel über people like you kommt – keine Sorge. Allerdings weilte ich vor Tagen noch unter den Nachkommen der Illyrer und ich habe auch noch andere Dinge zu tun, als mich den letzten verbliebenen Revolutionären aus dem schönen Bayern zu widmen.

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        • Der Bassist permalink
          16. Juni 2012 17:26

          Es gab mal eine TV-Werbung, da hat ein Italiener eine schöne Frau in seine Wohnung geführt. Sie fragte: „Wo ist denn nun Dein Impressum?“ Verführerisch antwortete der Nescafemann: „Isch abe ga keinen Impressum …“

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  13. 11. Oktober 2012 12:23

    Am 4. November 1999 war der Flughafen in Dubrovnik schwer bewacht. Durch die währungstechnische Abtrennung Montenegros sollte Jugoslawien endgültig auf das serbische Kerngebiet reduziert werden. Im Auftrag der Bundesbank wurden 34 Tonnen Hartgeld und Scheine im Wert von 47 Millionen Deutsche Mark geliefert. Auf zwei LKWs wurde das Geld über die Grenze in die montenegrinische Hauptstadt Podgorica gebracht.

    In Konkret (11/2000) schrieben Michel Chossudovsky und Jared Israel in „DM statt Dinar“: „Anfang dieses Jahres wurde Bogetic vom IWF nach Montenegro entsandt. Er riet der prosezessionistischen Regierung von Präsident Milo Djukanovic, sich vom Dinar, der jugoslawischen Währung, abzukoppeln, aber auf keinen Fall eine eigene Zentralbank einzurichten. Statt dessen wurde im November 1999 die Deutsche Mark als Zweitwährung eingeführt. Mit anderen Worten: Unabhängigkeit auf Kolonialherrenart. Bogetic wird unter Präsident Kostunica höchstwahrscheinlich Leiter der jugoslawischen Zentralbank.“

    Am 12.11.2000 schrieb das Handelsblatt:
    „Die Deutsche DM ist von diesem Montag an in der jugoslawischen Teilrepublik Montenegro alleinige offizielle Währung. Die D-Mark soll den jugoslawischen Dinar ersetzen. Bereits seit dem vergangenen Jahr war die D-Mark Parallelwährung zum Dinar in Montenegro und hatte sich immer mehr durchgesetzt. Am Samstag trat das Gesetz der Zentralbank Montenegros in Kraft getreten, dass die deutsche Währung als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel vorschreibt.“

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  14. 17. Dezember 2012 10:40

    Kroatische Kriegsverbrecher sind in Den Haag freigesprochen worden, Verbrechen an der serbischen Bevölkerung bleiben dadurch ungestraft. Das stärkt nicht nur die Nationalisten in Serbien.
    ..
    Am 16. November 2012 wurden die Kriegsverbrecher Ante Gotovina und Mladen Markač in zweiter Instanz freigesprochen, nachdem sie voriges Jahr zu Haftstrafen von 24 und 18 Jahren verurteilt worden waren. Als Generäle der kroatischen Armee koordinierten die beiden unter anderem die »Operation Sturm«, bei der zwischen dem 4. und 7. November 1995 etwa 200 000 Serben von einem Fünftel des kroatischen Staatsgebiets, der sogenannten Krajina, vertrieben wurden. Die kroatischen Nationalisten versuchten, einen Staat ohne serbische Minderheit zu schaffen. Es war die größte Vertreibung in so kurzer Zeit während der Jugoslawienkriege. Serbische Zivilisten wurden verfolgt, gedemütigt und hingerichtet. Über die Opferzahlen kann man sich nicht einigen, wie so oft in der Region. Vermisst werden noch Tausende.
    ..
    In Priština im Kosovo und in der kroatischen Hauptstadt Zagreb kam es nach Bekanntwerden der Freisprüche zu Freudenfeiern. In Tirana vermischte sich die Freude über den Freispruch mit den Feierlichkeiten zum 100. Jahr der Unabhängigkeit Albaniens, bei denen wieder verstärkt die Schaffung eines Großalbanien propagiert wurde, das den Kosovo und große Teile der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien einschließen soll.

    http://jungle-world.com/artikel/2012/50/46783.html

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