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Von Tunis über Kairo und Tripolis nach Teheran

4. November 2011

2011: Junge Tunesier gegen Zensur

Im Dezember 2010 hatte sich ein tunesischer Gemüsehändler in Brand gesetzt, um gegen die Konfiszierung seines Obst- und Gemüsestandes durch die Polizei zu protestieren. Nach Solidaritätskundgebungen und regimekritischen Demonstrationen im ganzen Land begann die „Jasminrevolution“ und bereits  im Oktober 2011 fanden Neuwahlen statt. Diktator Ben Ali der stets den radikalen Islamismus bekämpfte verließ das Land. Die Revolutionäre der waren säkular und gingen für Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit auf die Straße. Tunesien wurde autoritär regiert, war aber im Vergleich zu den Nachbarstaaten relativ säkular ausgerichtet. Nach den Wahlen wird sich dies grundlegend ändern. Die islamistische Ennahda mit ihrem Spitzenkandidaten Rachid al-Ghannouchi kam auf über 40 Prozent der Stimmen. Auf der Homepage der Ennahda werden Traktate von Hassan al-Banna, dem Gründer der Muslimbruderschaft wiedergegeben, in welchen der Dschihad nicht nur als Verteidigungskrieg legitimiert, sondern auch für islamistische Eroberungsfeldzüge gepriesen wird. Ghannouchi lobte im Jahre 2001 die Mütter von Selbstmordattentätern mit den Worten: „Ich segne die Mütter, die im gesegneten Palästina den Samen dieser Jugendlichen gepflanzt haben, die dem internationalen System und den von den USA unterstützten arroganten Israelis eine wichtige Lehre erteilt haben.“ Ghannouchi ist begeisterter Hamas-Sympathisant, dessen Vorstellungen einer „islamischen Demokratie” untrennbar mit der Scharia verbunden sind. Eine erste Duftmarke setzten im Oktober 2011 eine Gruppe Salafisten in Tunis, als sie das Haus des Generaldirektors von Nesma-TV, Nabil Karoui in Brand steckten, weil dieser einen „antiislamischen“ Zeichentrickfilm sendete. Mit den Salafisten „demonstrierten“ weitere 4000 junge Männer um dem religiösen „Anliegen“ Nachdruck zu verleihen. Offensichtlich ist die säkulare Jugend Tunesiens umsonst auf die Straße gegangen, denn  letzten Endes hat die politische Religion gesiegt. Dem individuellen Freiheitsanspruch der verzweifelten tunesischen säkularen Jugend wird mit der religiösen, islamistischen Moralkeule die Grenze aufgezeigt.

Wenig später folgte  der Sturz Hosni Mubaraks in Ägypten. Seit dem stehen die Muslimbrüder in den Startlöchern, die Macht über die ohnehin antisemitische ägyptische Gesellschaft zu übernehmen. Laut aktuellen Umfragen halten mehr als zwei Drittel der wahlberechtigten Ägypter das “Steinigen von Ehebrechern”, das “Auspeitschen von Dieben” und “die Todesstrafe für Muslime, die ihre Religion wechseln wollen” für eine gute Sache. Mittlerweile sehen selbst die größten demokratischen Optimisten  den anstehenden Wahlen mit größter Sorge entgegen und befürchten, dass die Radikalislamisten ihre Revolution kapern und aus Ägypten einen Gottesstaat machen werden. Wie lange dann am Roten Meer Bikinis und Drinks erlaubt bleiben ist klar, wie sich die Tourismus-Einnahmen in dem unterentwickelten Land verändern werden ebenso. Im Macht- und Sicherheitsvakuums Ägyptens nach dem Sturz von Hosni Mubarak griff ein islamistischer Mob die israelische Botschaft an und wollte die Botschaftsangehörigen lynchen. Wenig später griffen mit ägyptischer Hilfe  palästinensische und ägyptische Terroristen Israel mit einer Anschlagserie Juden in Eilat an und ermordeten fünf Israelis. Während die ägyptische Übergangsregierung dem Hass auf Israel freien Lauf lässt, um von eigenen Versäumnissen abzulenken, gibt es anderseits den Blogger Maikel Nabil, der für Freundschaft mit Israel plädiert, wofür er allerdings in einem ägyptischen Gefängnis in Einzelhaft sitzt und vom Tode bedroht ist.

Während die „Revolutionen“ in Tunesien und Ägypten wegen des sozialen Elends noch nachvollziehbar waren, überraschten die Aufstände in Libyen. Libyen war bis zum Sturz Gaddafis noch das wohlhabendste Land in der Region, wobei sich Gaddafi den Großteil der Ölmilliarden für eigene Zwecke einbehielt. Gewerkschaften waren unter Gaddafi verboten und der  Antisemitismus war auch in Libyen Staatsdoktrin. Gleich nach seiner Machtübernahme ließ Gaddafi allen Besitz, der Juden gehörte, beschlagnahmen. Schulden, die Nichtjuden bei Juden hatten, wurden annulliert. In den achtziger Jahren ließ Gaddafi Anschläge auf Synagogen verüben, zahlreiche Menschen kamen dabei ums Leben. Trotz alledem hielt er die Islamisten Libyens in Schach, allerdings mit brutaler Gewalt und Verboten. Die unterdrückten libyschen Islamisten wurden nun mit Hilfe der NATO und des Westens an die Macht gebombt. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt in Tripolis verkündete der Chef der Rebellen-Regierung, Mustafa Abdul Jalil, künftig werde die Scharia wichtigste Quelle der Gesetzgebung sein. Natürlich gibt es auch in Libyen säkulare Kräfte, die sich allerdings wie in den Nachbarländern klar in der Minderheit befinden.

Die arabische Welt war größtenteils eine Ansammlung von Diktaturen und Monarchien, deren Machthaber den latenten Antisemitismus nutzen um von ihren Versäumnissen abzulenken. Die von staatlicher Seite gedruckten und vertriebenen „Die Protokolle der Weisen von Zion“ und  Hitlers „Mein Kampf“ waren und sind millionenfache Bestseller in der arabischen Welt. Nach dem „Arabischen Frühling“, der längst ein „Arabischer Herbst“ ist, sind die vormals verbotenen Muslimbrüder, Salafisten und Islamisten dabei die Macht zu übernehmen. Der „Arabische Frühling“ ist vergleichbar mit der islamischen Revolution 1979 in Teheran. Nach der, ebenfalls vom Westen geförderten, iranischen Revolution von Khomeini wurden und werden (linke) Oppositionelle im Iran  tausendfach gefoltert und hingerichtet. Das Ignorieren dieser Tatsache vor allem innerhalb der westdeutschen Linken war und  ist ein Indiz ideologischer Verwahrlosung. Tunesien, Ägypten und Libyen werden sich aller Voraussicht in Gottesstaaten nach dem iranischen Vorbild verwandeln. Die soziale Situation wird sich voraussichtlich in vielerlei Hinsicht verschlechtern. Der Staat Israel wird mehr denn je ein antisemitisches Ventil für die unzufriedenen arabischen Massen sein. Der tief sitzende Antisemitismus wird die Kriegsgefahr in der ohnehin explosiven Region erhöhen, in einer Region  mit einem islamfaschistischen Iran, der noch kaum mehr als ein Jahr für die Herstellung seiner  ersten Atombombe brauchen wird. Schon die Dritte-Welt-Ideologie mit ihrem antikolonialen Nationalismus und ihrem Antisemitismus hat der arabischen Region die Entwicklungsfähigkeit genommen. Mit der  nun voll aus gespielten Karte der politischen Religion, dem Islamismus führt der Weg nicht nur dieser Länder in eine  Katastrophe.

Mindestens so bedenklich ist die Borniertheit der westlichen, insbesondere der linksliberalen Berichterstattung zu den Entwicklungen im Nahen Osten.  Bis zum „Arabischen Frühling“ wurde erwartet strikt zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. In deutschen öffentlich-rechtlichen Medien wird neuerdings vom „gemäßigten“ Islamismus gesprochen, während die Linke mit ihrer unzeitgemäßen Glorifizierung des alten „Antiimperialismus“ und seiner Übertragung auf die islamistischen Bewegungen und Regimes mit ihrer ideologischen Verwahrlosung einen Tiefpunkt erreicht hat. Der Islamismus steht gegen alles, wofür  Linke, Grüne oder Sozialdemokraten jemals eingetreten sind. Der Islamismus verfolgt jedes marxistische, sozialdemokratische oder humane Denken, mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität und Apostasie  unter Todesstrafe, steinigt „Ehebrecherinnen“, behandelt Frauen als Menschen zweiter Klasse, bestraft Diebe mit Amputation der Gliedmaßen und fordert den Tod der Juden.

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37 Kommentare leave one →
  1. 4. November 2011 16:37

    In Ägypten legte überraschend der Militärrat Verfassungsprinzipien fest. Unter anderem will der Militärrat für die Ausarbeitung der neuen Verfassung „hundert Personen aus allen Teilen der Gesellschaft“ ernennen. Die koptische Minderheit soll so geschützt werden. Die Muslimbrüder sehen sich um die Früchte ihres höchstwahrscheinlichen Wahlsiegs betrogen und wollen neue Massendemonstrationen organisieren. In Ägypten ist also noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es wird augenscheinlich zum Machtkampf zwischen dem Militär und den Islamisten kommen, gewissermaßen wie unlängst in der Türkei.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/aegyptens-armee-verprellt-zivilgesellschaft/5795628.html

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  2. 4. November 2011 18:45

    Ich erkläre mich solidarisch mit den jungen demonstrierenden Tunesiern auf dem Bild des Blogbeitrages, wie ich mich solidarisch erkläre mit den mutigen Demonstranten der niedergeschlagenen „Grünen Revolution“ im Iran. Im diesem Kontext möchte ich an dieser Stelle außerdem meine Antipathie gegen deutsche Hamasversteher und/oder Ahmadinejad-Anhänger zum Ausdruck bringen.

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  3. 5. November 2011 08:48

    In gewisser Hinsicht ist der „Spanische Bürgerkrieg“ mit dem „Arabischen Frühling“ zu vergleichen.

    Hitler und Mussolini unterstützten Franco mit Waffen, Flugzeugen und Truppen (Guernica), nahmen aktiv Partei für die reaktionären Kräfte Spaniens, während sich die demokratischen Staaten Europas (Frankreich, England) neutral verhielten. Abgesehen von der Unterstützung der Sowjetunion für die spanischen Republikaner.

    Die reaktionären Kräfte von Tunesien bis Libyen, also die Muslimbrüder, die Salafisten und andere Islamisten werden von Iran, Saudi Arabien und entsprechenden Kräften massiv unterstützt, während die säkularen, progressiven Kräfte von Tunesien bis Libyen auf sich alleine gestellt sind.

    Die Gründe dafür dürften finanzieller, politischer und wirtschaftlicher Natur sein. Für Menschenrechte hat die NATO bisher keine einzige Kugel verschossen.

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  4. 5. November 2011 16:35

    Ausgerechnet die NATO….. Es ist eine Schande.
    Übrigens: Nachgewiesen ist, dass Saudi-Arabien Unmengen Geld nach Tunesien pumpte (für den Wahlkampf der Ennadha).
    Muslimische „Wissenschaftler“ sehen übrigens die Türkei als Hauptgewinner des Arabischen Frühlings. Und gehen trotzdem mittelfristig von einer sehr unruhigen Region aus. Aber was heisst „trotzdem“……

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    • 6. November 2011 10:45

      Richtig hiboh, Saudi Arabien lässt es sich was kosten die Islamisten in der Region zu unterstützen. Die Selbstmordattentäter zahlen mit ihrem Leben für ihre Ideologie. Auch der Iran gibt viel Geld für Muslimbrüder und Co. aus. Die reaktionären Kräfte der islamischen Welt sind eben von ihrer Ideologie überzeugt.

      Der Westen predigt zwar in Sonntagsreden von seinen Werten, Menschenrechte usw., aber wenn es darauf ankommt, gehen die Geschäfte vor. Diese Heuchelei wird deutlich an der Bombardierung Libyens und am Ignorieren der Aufstände in Syrien oder bei der „Grünen Revolution“ im Iran.

      An erster Stelle ist Deutschland zu nennen. Alle, wenn auch noch so halbherzigen, Sanktionen des Westens gegen den islamfaschistischen Iran hat Deutschland mit Rücksicht auf seine Außenhandelsbilanz unterlaufen. Die USA kritisieren Deutschlands Iran-Politik deshalb sehr berechtigt. Unter Rot-Grün intensivierten sich nochmals die deutschen Handelsbeziehungen (Hermes-Kredite) mit den iranischen Mullahs. 1991, während des Irakkrieges, drohte Saddam Hussein mit Giftgas bestückte Raketen auf das unbeteiligte Israel abzufeuern. Deutschlands Rüstungsexporte für die Chemieanlagen in den Irak bekamen damals so einen neuen Stellenwert. Die Menschen in Israel schützten sich zu der Zeit mit Gasmasken. Erinnerungen an Auschwitz wurden wach.

      Während die reaktionären Kräfte des islamischen Welt ihre Brüder unterstützen, da zähle ich auch Erdogan dazu, lässt der Westen die fortschrittlichen Kräfte in dieser islamischen Welt im Stich. Dem uneinigen Westen geht es in erster Linie um seinen Profit. Eine sehr kurzfristige Denkweise, wie ich meine.

      In dem Zusammenhang werden die kritischen Reden von Merkel und Co. zum Siedlungsbau Israels zum Hohn. Israel darf bekanntlich, nach Ansicht der deutschen Gutmenschen nicht einmal in seiner Hauptstadt Wohnungen bauen (Gilo). Gleichzeitig werden die (berechtigten) sozialen Proteste in Israel, die sich vor allem wegen der Wohnungsnot und den überteuerten Wohnungen in Israel formiert haben hämisch kommentiert.

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  5. The Great Grey Tomato Sofa permalink
    6. November 2011 02:38

    Warum heißt Kairo nicht Tairo: Nur dann hieße der Titel (!) „Von Tunis über Tairo und Tripolis nach Teheran!“
    Gejubelt hätte ich; doch nun? – – – Als „Jubelperser“ auch auf christliche Demonstrationsbeobachter einschlugen, wurden die New York Mets Baseballmeister und Bob Beamon sprang in eine neue Welt (leider nur in eine sportliche), während Tommie Smith und John Carlos das Zeichen der Black Power olympisch setzten: Fäuste, mit denen man auch was Sinnvolles anfangen kann. – Da, damals waren auch schon scheiß Zeiten.
    Aber die Absetzung des Schahs von Persien und seiner wunderschönen Frau (von Persien gekürt und von den Bunten hier) durch einen Ayatollah Scharia Khomeini hat schon angedeutet, daß die ganze Chose („die die die die verdammte gesamte KACKE [Karl-Dietrich Roth]) nicht so sonnenrevolutionsglühend rot war wie ganz damals vor Weltuntergang, sondern vielmehr die Konterrevolution unter falschem Nickname, unter Pseudonym angerührt wurde und seitdem die „Massen“ selbst eine „Reform“ sowie eine unscheinbare Ökobewegung zu fürchten haben. Hinzu kommt noch eine Sozialdemokratie, die den schlechtesten Kanzler der Bundesrepublik nicht los zu werden scheint, weshalb der aber mit dem Gestus, er – sein Schachpartner – könne es, neue Drohungen drohend macht.
    Was also ist zu tun?
    Bananen zu Gurken? Gurken zu Bananen?
    Der Kritik ist zu danken! Der Gurkenkritik wie der Bananenkritik.
    Denn, und hier schließt sich der kreisrunde Kreis meines Kommentars, mit einem Titel, einem Buchtitel, offline sozusagen: „Kritik ist mein Gemüse!“ (Vitalitätsvitamine) – aber
    ein Buch muß noch geschrieben werden: Die Umwälzung des Garten Edens als mediales Projekt zu einem kleinen Steak für alle, die groß werden wollen. (Und zwar als Anti-Edition „Der kostende, vorkostende aber dem wirklichen Essen zwanghaft abholde Mensch: – wollen wir siebenmilliardenfach nicht mehr“.)

    {Das Große Graue Tomaten Sofa unterstützt die Partei Die PARTEI: Gehe nicht über Los, gehe direkt zur Spendenbox/Sonntagsfrage}

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  6. 6. November 2011 13:40

    In Konkret 02/03, S. 24 erinnerte Gaston Kirsche in „Hypermarginalisierte Outlaws“ nochmal an die Rolle Deutschlands 1991 und seiner „friedensbewegten“ Deutschen (Kein Blut für Öl) während des Irakkrieges. Die aktuelle antisemitische Heuchelei der überwiegenden Mehrheit der Deutschen inklusive der „Freitagsavantgarde“ wird mit den Ereignissen von 1991 nochmal deutlich, wenn Gaston Kirsche schreibt:

    „ Am 17. Januar 1991 hatten die USA und Großbritannien mit Unterstützung vieler Staaten begonnen, den Irak zu bombardieren. Die BRD finanzierte den Krieg mit und stellte Logistik zur Verfügung. Eine sich schnell bildende Friedensbewegung demonstrierte unter dem Motto »Kein Blut für Öl!« gegen den Krieg. Nur wenige kritisierten die massive technologische Unterstützung, mit der deutsche und US-amerikanische Firmen dem Regime von Saddam Hussein zu erhöhter Reichweite seiner Scud-Raketen und einer eigenen Giftgasproduktion verholfen hatten. Keine drei Jahre war es her, daß Hussein dieses Giftgas zur flächendeckenden Aufstandsbekämpfung in Halabja in Irakisch-Kurdistan eingesetzt hatte. Jetzt feuerte der Irak Scud-Raketen auf Israel ab, einige schlugen in israelischen Städten ein, töteten und verletzten Zivilisten, versetzten die Bevölkerung Israels in Angst und Schrecken.

    In KONKRET schrieb Wolfgang Pohrt: »Eben (27.1., 17.00 Uhr) meldet Bagdad, daß es nun Israel mit Chemiewaffen auslöschen wolle, eine Absicht, die Israel gegebenenfalls hoffentlich mit Kernwaffen zu verhindern wissen wird. « In derselben Ausgabe schrieb Gremliza, »daß hier einmal aus falschen Gründen und mit falschen Begründungen das Richtige getan zu werden« scheine, nämlich »der Irak der Fähigkeit beraubt werden muß, Israel – wie von Saddam angekündigt – anzugreifen und zu liquidieren«. Dies sei der »einzig vertretbare Kriegsgrund«. Daß »die USA tagtäglich die israelische Regierung anweisen, die irakischen Angriffe nicht zu erwidern, und die europäischen Alliierten Israel tagtäglich dafür loben, daß es diese Anweisung befolgt, weil sonst das ganze schöne Bündnis mit den Saudis, den Mubaraks und den Assads zerbreche«, lasse freilich auch bei einem Beobachter, »der Politik nicht in der Selbsterfahrungsgruppe gelernt hat, Zweifel aufkommen, ob die USA und ihre europäischen Alliierten unter allen Umständen am richtigen Zweck festhalten werden, oder schon heute mit dem Preis spekulieren, zu welchem sie Israel morgen an ihre arabischen Alliierten verkaufen würden«. “

    C. Ströbele, ein Politiker der Grünen hatte damals erklärt: „Die irakischen Raketenangriffe sind die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels.“ Auf die Frage ob Israel selber schuld sei, wenn es jetzt mit Raketen beschossen wird meinte Ströbele: „Das ist die Konsequenz der israelischen Politik den Palästinensern und den arabischen Staaten gegenüber, auch dem Irak gegenüber.“

    Seit dieser Zeit hat sich dieses deutsche „Denken“ potenziert, wie die Zeitschrift Konkret, seit nun mehr als 20 Jahren eindrucksvoll monatlich nachweist. Mission Impossible leistet seit knapp zwei Jahren seinen Beitrag in dieser Aufklärungsarbeit gegen Antisemitismus und reaktionärer Ideologie.

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    • Eli Levinger permalink
      6. November 2011 17:48

      „Nur wenige kritisierten die massive technologische Unterstützung, mit der deutsche und US-amerikanische Firmen dem Regime von Saddam Hussein zu erhöhter Reichweite seiner Scud-Raketen und einer eigenen Giftgasproduktion verholfen hatten. Keine drei Jahre war es her, daß Hussein dieses Giftgas zur flächendeckenden Aufstandsbekämpfung in Halabja in Irakisch-Kurdistan eingesetzt hatte. Jetzt feuerte der Irak Scud-Raketen auf Israel ab, einige schlugen in israelischen Städten ein, töteten und verletzten Zivilisten, versetzten die Bevölkerung Israels in Angst und Schrecken. “

      Die Menschen sind sehr vergesslich!!!!

      „Ein Iran mit Atomwaffen ist eine Gefahr für die ganze Welt, nicht nur für Israel“, sagte kürzlich in Zypern Shimon Peres.

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    • 6. November 2011 18:22

      Fidelche: Großartig erinnert und richtig hierhin zitiert! Mein Dank.

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  7. 6. November 2011 17:38

    „Während die reaktionären Kräfte des islamischen Welt ihre Brüder unterstützen, da zähle ich auch Erdogan dazu, lässt der Westen die fortschrittlichen Kräfte in dieser islamischen Welt im Stich.“

    So ist es leider

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  8. 7. November 2011 23:44

    Komisch, die iranische Atombombe ist für viele Deutsche kein Problem:

    „Am 8. November soll im Seminaris Campus Hotel in der Nähe der FU Berlin der Wirtschaftskongress „Iran Women Power“ in Anwesenheit des iranischen Botschafters stattfinden. Der Veranstalter EIVENT hängt eng mit dem Bundesverband mittelständiger Wirtschaft (BVMW) zusammen. Ziel des Kongresses ist es, trotz Menschenrechtsverletzungen, internationalem Terror, Atomwaffenprogramm, Holocaust-Leugnung und Vernichtungsdrohungen gegen Israel weiter Iran-Geschäfte anzubahnen – in Zusammenarbeit mit dem Regime und gegen die internationalen Sanktionsbemühungen. Besonders empörend ist es, die Zusammenarbeit mit einem Regime, das Frauen unterdrückt, steinigt und vergewaltigt, als „Frauen-Power“ zu verkaufen. “

    http://de.stopthebomb.net/d-iran/eivent.html

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    • 8. November 2011 01:42

      Ich verfolge die Nachrichten ja auch seit Tagen, seit letztens immer intensiver. Atomwaffen sind ein letztes Desaster einer bekloppten Menschheit. Überall. –
      Aber warum wollen religiös-missionarische Staaten, die noch steinzeitlich strafen und beschneiden, wo es nur geht, ausgerechnet die superwissenschaftliche Atomzeittechnologie auch noch haben, einsetzen? Damit die beschwerliche Steinigung überflüssig wird? Weil sie komplett irre sind inzwischen? Weil ihr absoluter Wahn (21. Jh.!) welt-praktisch werden soll? –
      Sie, die Unsäkular-religiösen, werden nicht drüber nachdenken!!!
      Sie sind unterirdisch, höllisch.

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      • thinktanklord permalink
        8. November 2011 02:01

        xxx
        ————————
        Bitte beachten Sie unsere Netiquette und die Rubrik Gesperrte User bei MI

        Die MI Redaktion

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        • netzberg permalink
          8. November 2011 16:52

          Was für ein bekloppter Nick!
          „In der englischen Kirchensprache entspricht die Bezeichnung The Lord dem deutschen ‚Herr‘ für Gott.“
          Beachten Sie / die Blasphemie.

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        • 8. November 2011 17:04

          Hoffentlich bekommt der Henner deshalb keinen Ärger mit seinen fundamentalistischen Betschwestern und Betbrüdern.

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        • 8. November 2011 17:34

          OT: Der Bodrum-Grill in Münster, bisher mit fünf Sternen an der gelben Lichtreklame selbstausgezeichnet, der neuerdings auch Pizzen grillt, hat auf seiner ganz ganz neuen blauen Marquise zehn weitere Sterne plaziert. „Oh Lord!“, habe ich da zu mir hin gestöhnt … und weiteres will ich nicht verlautbaren.

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  9. 11. November 2011 09:06

    Oh Lord, won’t you buy me/ a Colour-TV??

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  10. Amon permalink
    17. November 2011 14:02

    Kürzlich im ägyptischen Fernsehen: Amin Al-Ansari über Al-Rahma TV:
    http://www.memri.org/clip/en/0/0/0/0/0/0/3193.htm?mid=52

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    • Amon permalink
      17. November 2011 14:09

      Trailer eines aktuellen antisemitischen iranischen Films:

      http://www.memritv.org/clip/en/3186.htm

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    • 18. November 2011 16:08

      „Menschen bei Maischberger“ auf ägyptisch.

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  11. derSamstag permalink
    28. November 2011 09:09

    Die deutsche Bundesregierung hält nach eigenen Angaben Kontakt mit der islamistischen Muslimbruderschaft. Westerwelle kennt keine „Berührungsängste“!
    http://www.ftd.de/politik/international/:ftd-interview-mit-guido-westerwelle-deutschland-haelt-kontakte-zur-muslimbruderschaft/60133876.html

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    • 28. November 2011 12:55

      Da werden die Israelhasser des „Freitags“ aber jubeln wenn sie hier ihren Sheik Tawfiq Al-Afni am Tahir-Platz bewundern können. Von Uwe Theel bis Alien59 wird da vermutlich andächtiges Zuhören angesagt sein. Das Highlight wird für die Avantgardisten das Gedenken in dem Video an ihren „Bruder Osama“ gewesen sein.

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  12. Amon permalink
    30. November 2011 14:51

    Das israelische Radio berichtet gerade, dass das iranische Radio berichtet, dass Syrien angeblich Scudraketen an der Grenze zum Irak und zur Tuerkei positioniert

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  13. 10. Juni 2012 17:31

    „Die Treulieben“ begreifen es nicht, dass es immer und überall um kritisches Denken mit aufklärerischem Charakter geht. Ich habe bereits mehrere Mails verschickt und bitte Euch ebenfalls für Frau Intisar Sharif Abdallah zu intervenieren. Ich frage mich nur, ob sich „die Treulieben“ auch für eine Jüdin einsetzen würden?

    lg LL

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    • 10. Juni 2012 20:35

      Tja – die ekelhafte Seite von Religion, Tradition und Extremismus. Ich denke, dass ich nach meiner Rückkehr nach D auch eine e-Mail schreiben werde. Ich würde mich übrigens für jeden Menschen einsetzen, dem derlei droht – völlig unabhängig von Religion, politischer Ausrichtung, Ethnie, whatever. Es gibt einfach Dinge, die sollten in dieser Welt keinen Platz mehr haben.

      Beste Grüße aus Saranda. Eben rief es hier vom Minarett, während auf der Straße Frauen flanieren, Fußball geguckt wird und das Nachtleben heran bricht. 200 Meter weiter stehen die Reste der Skanderbeg-Basilika auf den Resten einer Synagoge – beides findet angemessene Erwähnung. So gehts auch.

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      • 11. Juni 2012 12:07

        Saranda for everywhere…….

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      • 11. Juni 2012 20:02

        Wenn das falsch rüberkam, @Michael, auch ich lehne die Todesstrafe ab, in den USA, wie im Iran. Ich bin kein Verfechter des ius talionis. Wenn man etwas (z.B. Mord) für Unrecht hält, macht man sich auch als Staat nicht glaubwürdig, indem man gleiches Unrecht tut. Außerdem bessert man niemanden indem man ihn umbringt. Unterschiede in den Hinrichtungsarten (Giftspritze oder Steinigung) sehe aber genauso, wie in den Hinrichtungsbegründungen (Mord oder Ehebruch, Apostasie, Homosexualität, Bankraub, Hexerei usf.). Islamische Staaten (Iran, Pakistan) sind in puncto Todesstrafe (Hinrichtungen pro Einwohner) führend.

        Auch im Falle dieser burkatragenden Esoterikerin würde ich auf nicht schuldig plädieren und mich für eine Resozialisierung einsetzen!

        lg LL

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        • 11. Juni 2012 21:03

          Für die ‚Treulieben‘ – wie Du am 10.6. 17:31 sagst – würde ich immer in die Waagschale werfen, daß sie konkret wie theorieaffin diskutieren und sich auch über ihre Mauer austauschen wollen. Den dortigen Hetzboy freilich ausgenommen. Aber der steht auch dort eher auf dem Parkdeck, meine ich.

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        • 11. Juni 2012 21:15

          …auf dem Parkdeck im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage o.s.ä., ergo irgendwo unterhalb der Erdoberfläche, da könntest Du Recht haben.

          lg LL

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        • rahab permalink
          12. Juni 2012 00:09

          danke für die paternalistische attitude?
          nein!
          möge sie dem Kühns ihren Rainer im halse stecken bleiben!

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    • 10. Juni 2012 23:11

      Deiner Bitte bin ich gerne gefolgt, Louis Levy.
      In dem Zusammenhang sollte nicht vergessen werden, dass im Iran und anderen fundamentalislamistischen Ländern dieselbe Frauen- und Menschenverachtung durch die gesetzgebende Scharia herrscht wie im Fall von Frau Intisar Sharif Abdallah. Auch im Iran werden Frauen wegen angeblichen Ehebruchs durch die Steinigung hingerichtet. Im Iran werden Frauen zu 90 Peitschenhieben verurteilt wenn sie sich nicht entsprechend der Kleiderordnung verhalten. Beispielsweise die Hamas, die Hisbollah haben es sich zum Ziel gesetzt diese menschenverachtende Ideologie in ganz Palästina, im ganzen Nahen Osten durchzusetzen.

      Im UN-Menschenrechtsrat dürfen diese Dinge nicht behandelt werden, da dies den Islam beleidigen würde, die religiösen Gefühle der Menschen in den entsprechenden Ländern verletzen würde, so der UN Menschenrechtrat mit seiner islamischen Mehrheit. Die von dir angesprochenen Hamas- und IslamistenversteherInnen haben sich noch nie darüber aufgeregt, im Gegenteil, sie solidarisieren sich mit dem Iran und seinen Ablegern.

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      • 11. Juni 2012 14:45

        Klasse Link zum UN Menschenrechtsrat, @fidelche aus dem ich zitiere:

        „Mitte Juni wollte der britische Historiker David Littman im Auftrag einer NGO bei einer Sitzung des Rats eine Protesterklärung zur Steinigung von Frauen und zur Verheiratung von Mädchen in Ländern, in denen die Sharia Praxis ist, verlesen. Doch dazu kam es nicht, weil die Delegierten Pakistans und Ägyptens ihn mit Rufen zur Geschäftsordnung daran hinderten: Es sei eine Beleidigung des Glaubens seines Volkes, wenn die Sharia in diesem Forum diskutiert werde, sagte der pakistanische Vertreter. Und sein ägyptischer Kollege sekundierte: „Die Sharia steht hier nicht zu Diskussion.“ Der rumänische Präsident des Rats erklärte schließlich jegliche Debatte über die islamische „Rechtsordnung“ im Rahmen einer Aussprache über Menschenrechte für unzulässig. „So weit also können religiöse Empfindlichkeiten gehen“, kommentierte Henryk M. Broder diesen Vorgang. „Man könnte glatt von einer ‚schleichenden Islamisierung’ des öffentlichen Lebens sprechen, wenn das nicht wieder so eine ‚Beleidigung’ wäre, die man sich verkneifen muss, um das friedliche Zusammenleben der Kulturen nicht zu stören.“ Was jedoch augenscheinlich hingenommen werden solle, so Broder, seien „diverse Akte der praktizierten Barbarei, wie die Steinigung von Ehebrecherinnen, das öffentliche Erhängen von Homosexuellen und Frühehen mit Kindsfrauen, die alle ganz offenbar im Einklang mit der Sharia stehen“. Und die der Rat deshalb nach Ansicht seiner Mitglieder anscheinend „unter dem Label der Religionsfreiheit“ zu respektieren habe.“

        Wo der große Unterschied von diesen UN-Sharia-Vertretern und diesem „Freitagsgesindel“ ist, vermag ich nicht zu erkennen.

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    • 11. Juni 2012 10:57

      Louis Levy, es ist ein hoffnungsloser Fall mit den irren HamansversteherInnen.

      Zu der vom Tod durch Steinigung bedrohten Frau Intisar Sharif Abdallah fällt Freitgsbloggerin Rahab am 10. Juni 2012 um 19:28 ein: „nach dem ersten schrecken ist mir auch wieder eingefallen, WER dazu schweigt, wenn in Israel jüdische frauen oder auch ‘richtige’ schicksen gesteinigt werden. und WER nicht!“

      Vorher am 10. Juni 2012 um 11:03 meinte die Berliner Juristin und Verteidigerin der Scharia relativierend zur Verurteilung von Intisar Sharif Abdallah: „schließlich ist das hiesige gerede vom ‘fremd-gehen’ auch nicht sehr viel besser sondern nur anders tödlich“

      Ist es Antisemitismus oder Irrsinn wenn die gebenedeite Christa behauptet in Israel werden Frauen (vermutlich auch noch nach einer ordentlichen Gerichtsverhandlung, basierend auf den Gesetzen Israels) gesteinigt? Ist es Irrsinn oder Islamismus wenn die Juristin aus Berlin die Hinrichtungen durch Steinigung im Iran oder in Khartum wegen Ehebruchs mit dem „hiesigen Gerede vom ‘fremd-gehen’“ erst relativiert und dann gleichsetzt?

      Was wohl die gemäßigteren Kulturrelativisten zu den menschenverachtenden Aussagen dieser Freitagsbloggerin sagen werden? Kulturrelativisten, die die nichtwestlichen Kulturen gewissenhaft von ihrer Kritik ausnehmen, zementieren diese Kulturen in ihrer Rückständigkeit, weshalb es sich dabei um Rassismus in Reinform handelt.

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  14. 11. Juni 2012 12:10

    Ich hoffe, es wird nicht auf ihr Haupt fallen….. Unverstaendlich, wie Frauen sich so mit Frauen entsolidarisieren können….. naja, Unmenschlichkeit

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    • 11. Juni 2012 17:33

      @Agnostiker und hibouh

      „…. Denn die Fokussierung des Menschenrechtsrats auf den Schutz von Religionen, insbesondere des Islam, vor vermeintlichen Diffamierungen läuft auf die Verkehrung der ursprünglichen Idee der 1948 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in ihr Gegenteil hinaus: Die dort festgeschriebenen individuellen Rechte werden – unter der Schirmherrschaft der Uno – mehr und mehr durch die Rechte von Gruppen ersetzt, die als Zwangsgemeinschaften jede individuelle Regung und Abweichung zu unterdrücken versuchen und dabei alles andere als zimperlich vorgehen. Ideologisch unterfüttert wird diese Zurichtung durch ein – auch in der Linken verbreitetes – kulturrelativistisches Verständnis von Antirassismus, in dem die Konsequenz aus dem europäischen Kolonialismus zuallererst darin besteht, noch die übelsten Verbrechen für sakrosankt zu erklären, wenn sie nur als Ausdruck autochthoner kultureller oder religiöser Sitten und Gebräuche erscheinen. Davon profitieren vor allem die islamischen Staaten bei ihrem Bestreben, jede Kritik an ihrer Herrschaftspraxis, wie sie nicht zuletzt in der Anwendung der Scharia zum Ausdruck kommt, als »Mißbrauch der Meinungsfreiheit« und »rassistisch« zu denunzieren. Daß darüber hinaus Israel besonders ins Visier genommen wird, kann allenfalls diejenigen verwundern, die immer noch glauben, daß es sich bei den Vereinten Nationen um eine überparteiliche Instanz handelt, die bei Konflikten vermittelnd tätig wird.

      Es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um zu prognostizieren, daß die »Durban II«-Konferenz wie schon ihre Vorgängerin eine Vollversammlung der antisemitischen Internationale sein wird. Einer solchen Veranstaltung, die beredt Auskunft über die Verfaßtheit der Vereinten Nationen gibt, läßt sich nur durch einen Boykott die Legitimität entziehen. Doch die europäischen Teilnehmer ziehen es offenkundig vor, mit den Feinden Israels über die angeblichen Schandtaten des Judenstaates und die vermeintlich allgegenwärtige »Islamophobie« zu diskutieren. Bei soviel »Israelkritik« und Antirassismus dürfte es auch manchem Linken ganz warm ums Herz werden.“, schrieb einst Alex Feuerherdt in Konkret 4/09 (»Die Scharia steht hier nicht zur Diskussion«)

      Für Christa Raburka, ihre „Freitags-Konsorten“ und die anderen Menschenfeinde, steht die Scharia nicht zur Diskussion. Alles andere wäre eine Überraschung gewesen. Unmenschlichkeit ist eben ihr Markenzeichen.

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      • rahab permalink
        11. Juni 2012 21:08

        es ist einfach … zum mäuse und sonstiges melken!
        für mich steht jede, in buchstaben JEDE, androzentrisch+monotheistisch begründete rechts-ordnung zur diskussion – und zur disposition, in die tonne zu wandern.
        was dir und deinen restlichen informatikern nicht behagt, weil: auch euer antiklerikaler machismus wandert in die tonne.

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    • Volksfront Judäa permalink
      12. Juni 2012 09:22

      Steinigung – ein Zeugenbericht aus dem Iran, in der Stadt Abadan :

      „Eines Tages musste ich mit meiner Schulklasse ins Stadion kommen. Es sollte eine Steinigung vollzogen werden, bei der wir zuschauen mussten. Wir saßen auf den Tribünen und warteten. Sandwich-Verkäufer gingen durch die Reihen und boten ihre Waren an. Dann endlich wurde ein Mädchen ins Stadion geführt. Ich erschrak, denn ich erkannte dieses siebzehnjährige Mädchen. Sie wohnte in unserer Straße, und als Kinder hatten wir miteinander gespielt.

      Ein Mullah las ihr das Urteil vor: „Im Namen Allahs, des Barmherzigen, wirst du zum Tode verurteilt durch Steinigung.“ Das Mädchen weinte, aber es wirkte wie benommen. Sie wurde in ein Loch gestellt, das man in die Erde gegraben hatte. Dann schaufelte man dieses Loch bis zur Brusthöhe des Mädchens zu. Auf den Tribünen johlte der Mob. Dann flogen die ersten Steine, die gezielt neben dem Mädchen auf den Boden fielen. Jedes Mal, wenn der Oberkörper des Mädchens zuckte, um einem Stein auszuweichen, begann das Johlen der jungen Männer von neuem. Es war wie bei einem Fußballspiel, wenn ein ganzes Stadion „Tor“ schreit. Dann trafen die ersten Steine. Das ganze Spektakel zog sich hin, bis das Mädchen endlich tot war. Ich musste erbrechen.

      Einige Tage später war ich beim Friseur. Neben mir saß ein alter Mann und weinte. Ich fragte ihn: „Väterchen, warum weinen Sie?“ Und er antwortete: „Meine Tochter ist tot, eben bekam ich vom Gericht die Papiere, dass meine Tochter, die Jungfrau, in der Nacht vor ihrem Tod mehrmals verehelicht wurde.“ (Im Iran gibt es die Möglichkeit, eine Ehe auf Zeit zwischen einer Stunde und neunundneunzig Jahren einzugehen.) Ich erkannte nun diesen Mann. Man hatte ihm zu seinem Schmerz über die tote Tochter, die nichts anderes getan hatte, als Flugblätter gegen das islamische Regime zu verteilen, nun auch die letzte Hoffnung genommen. Muslime in unserem Land glauben, dass Jungfrauen, die blutig sterben, gleich ins Paradies eintreten und nicht ins Jüngste Gericht kommen. Weil man dieses Mädchen in der Nacht vor ihrem Tod mehrmals verehelicht hatte, starb sie nicht als Jungfrau und musste nun , nach dem Glauben ihres Vaters , aufs Jüngste Gericht warten.

      Ich war entsetzt über diese Art des gewaltsamen Todes und über die zynische Weise des Urteils, dass ein junges Mädchen im Namen Gottes des Barmherzigen gewaltsam auf furchtbare Weise getötet wurde, nachdem man sie in der Nacht vor ihrem Tod gesetzlich korrekt mehrmals vergewaltigt hatte. Aus diesem Grunde kann ich kein Muslim mehr sein.“

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