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Was endlich kapiert werden muss

25. Februar 2013

mullahsJeder einigermaßen vernünftige Mensch studiert, bevor er urteilt und sich positioniert, beide Seiten in einem Konflikt.

Ein Staat der per Strafgesetz Menschen eingraben lässt um sie dann mit Steinen hinzurichten, dabei penibel die Größe der Steine und die Reihenfolge der Werfer festlegt, ein Staat der Menschen mit Peitschenhieben öffentlich wegen Vergehen gegen die Kleiderordnung bestraft, ein Staat der Dieben die Hände oder Finger abhacken lässt, ein Staat der den Holocaust leugnet und die Vernichtung der Juden ankündigt ist ein faschistischer Staat.

Wer hierzulande den faschistischen Staat Iran mit seinen Terrorgruppen von der Hisbollah über die Bassidji bis zur Hamas auf eine Stufe mit dem demokratischen Staat Israel stellt, wer die Verbrechen und die Ideologie dieses faschistischen Staates relativiert, tabuisiert oder rechtfertigt und gleichzeitig den demokratischen Staat Israel dämonisiert und delegitimiert, macht sich zum Kombattanten dieser faschistischen Ideologie.

Die Kombattanten dieser faschistischen Ideologie sind, wenige Jahrzehnte nach Auschwitz, ein Angriff auf die Zivilisation. Hamas-, Hisbollah-, Terror- und Ahmadinejad-Versteher haben das Recht verwirkt bei anderen Themen als gleichberechtigte Gesprächspartner ernstgenommen zu werden.

Der letzte Referenzpunkt der Linken ist ein Humanismus der keinerlei Schnittmengen mit dieser faschistischen Ideologie zulässt. Die Grenze ist klar gezogen und sie muss kompromisslos verteidigt werden, egal ob die Nazis von rechts oder von links kommen.

fin

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11 Kommentare leave one →
  1. Josh Buildup permalink
    26. Februar 2013 08:03

    Vielleicht lohnt es sich doch noch mal genauer zu schauen was die Begrifflichkeit „Faschismus“ tatsächlich meint. Ich denke, da ist Rolle der Bassiji entscheidender als das die barbarische Methode der Steinigung genauestens reglimentiert ist.

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    • 26. Februar 2013 11:25

      Ich dachte mit dem Link auf den Artikel „Die Gotteskrieger, ihr Terror und das deutsche Einverständnis“ wäre klar, dass auch die Bassidji mit Terrorgruppen gemeint sind. Ich habe der Klarheit wegen nun die Bassidji explizit mit im Text aufgeführt.

      Statt der Begrifflichkeit “Faschismus” hätte ich sicherlich auch den Begriff „Steinzeit-Faschismus“ verwenden können. Mir ging es darum, mit möglichst wenigen Worten ein entscheidende Argument im Nahostkonflikt zu thematisieren. Der Iran und viele seiner Kombattanten wollen die Fahne Allahs in gesamten Nahen Osten wehen sehen. Wenn man bedenkt, wie viele durchgeknallte Hamasversteher sich hierzulande letztendlich für eine faschistische Ideologie einsetzen, Partei für die Gegner Israels ergreifen, dann sieht man in welch verrückten Welt wir leben.

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    • 26. Februar 2013 20:10

      Die kritische Theorie (i.e. im Urgrund die Zeitschrift für Sozialforschung) hat das Wort vom „Rückfall in die Barbarei“ gesetzt. Das ist Faschismus. Das gilt eigentlich. Immer noch. – Rückfall bezog sich auch auf geistige Aufklärung, wesentlich aber auf realgesellschaftliche schon errungene Emanzipation von Zwang und Gewalt. – – – Rückfall bezeichnete also schon gewordenen Fortschritt, der anderswo noch gar nicht erreicht war, bis heute.

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  2. 26. Februar 2013 18:26

    Wegen Verstößen gegen die Kleiderordnung, wegen Alkoholkonsums oder anderen „Vergehen“ dieser lächerlichen Art werden Menschen im Iran auf Grundlage der iranischen Gesetzgebung zu 90 oder mehr Peitschenhieben verurteilt um dann die Opfer in aller Öffentlichkeit zu quälen und zu demütigen.

    Deutsche Hamasversteher tabuisieren diese iranische Praxis, wie sie die Ideologie und die Taten von Hamas und Hisbollah relativieren, verharmlosen oder rechtfertigen, sie beschäftigen sich lieber mit der Politik Israels. In antizionistischen Zeitungen wird man kaum etwas kritisches über die iranischen Hadd-Strafen, die Kinder-Märtyrer der Minenfelder oder über den Terror der Bassidji lesen.

    Man stelle sich vor in Deutschland würde jemand öffentlich seinen Hund mit 90 Peitschenhieben traktieren. Wie groß wohl der Aufschrei darüber wäre?

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  3. 26. Februar 2013 20:22

    Der zweite Absatz ist schlagend, treffend, zur ‚geregelten Barbarei‘ ‚unseres‘ Import- und Exportpartners. – Ich habe mich eine Zeitlang bei einer Organisation, die den Strafvollzug hier ‚bei uns‘ im Nachfolgestaat beobachtet, engagiert. Es ist alles schlimm genug. – Aber eben auch aus Lernprozessen sehr anders, in den Strafmaßen, in den Straftatbeständen, – etwa Gotteslästerung.
    Oben? Wie christliches Mittelalter, Herrschaft der Barbarei, ideologische Machtnahme. Alles inhuman, ein gewalttätiger Hohn auf den Anspruch von Unversehrtheit. Jedes Menschen, mit und während seinen zwei Daten, in einer Menschheit.

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  4. 27. Februar 2013 16:31

    Ein großer Text ist das nicht. Und eine brillante politische Analyse ist es auch nicht. Aber die knappen Zeilen, die fidelche unter der Überschrift „Was endlich kapiert werden muss“ veröffentlicht hat, werden einmal zu seinen wirkmächtigsten Worten zählen. Sie bezeichnen eine Zäsur. Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: „Der letzte Referenzpunkt der Linken ist ein Humanismus der keinerlei Schnittmengen mit dieser faschistischen Ideologie zulässt.“ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Linker ihn sagt, ein Blogger, weil fidelche ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man fidelche danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.

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  5. 1. März 2013 18:29

    Stéphane Hessel ist tot. Vor zwei Jahren sagte er noch: “Die deutsche Besatzung war, wenn man sie vergleicht zum Beispiel mit der heutigen Besetzung von Palästina durch die Israelis, eine relativ harmlose, von Ausnahmen abgesehen wie den Verhaftungen, Internierungen und Erschießungen, auch vom Raub der Kunstschätze. Das war alles schrecklich. Aber es handelte sich um eine Besatzungspolitik, die positiv wirken wollte und deshalb uns Widerstandskämpfern die Arbeit so schwermachte.”

    Gegen diese Dummheit empört sich zurecht der Lindwurm:

    Den alten Mann empört nicht, dass Fanatiker den Abzug Israels aus Gaza zu einem fürchterlichen Terrorkrieg nutzten und immer noch nutzen, ihn empört, dass Israel dagegen Schutzmaßnahmen ergriffen hat, dass sich Israelis nicht ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Und das, Monsigneur Hessel, bedeutet Disqualifikation. Aufrichtig wäre es, sich gegen die Hamas zu empören statt gegen Israel. Ehrlich und redlich wäre es, sich mit jenen Menschen im Gazastreifen zu solidarisieren, die unter der Situation leiden, denen die Jugend gestohlen und die Zukunft verbaut wird von Terroristen, denen das Leid der Bevölkerung nicht nur egal ist, sondern die dieses Leid der Propagandawirkung wegen nach Möglichkeit zu vergrößern trachten.

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  6. 2. März 2013 17:04

    „Wer hierzulande den faschistischen Staat Iran mit seinen Terrorgruppen von der Hisbollah über die Bassidji bis zur Hamas auf eine Stufe mit dem demokratischen Staat Israel stellt, wer die Verbrechen und die Ideologie dieses faschistischen Staates relativiert, tabuisiert oder rechtfertigt und gleichzeitig den demokratischen Staat Israel dämonisiert und delegitimiert, macht sich zum Kombattanten dieser faschistischen Ideologie“

    Danke! Aus der Seele gesprochen! Wann werden die Leute mal wat aus der Geschichte lernen?

    Erwin

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  7. 7. August 2013 15:54

    Beim diesjährigen Al-Quds-Tag trat der neue iranische „Hoffnungsträger“ auf.

    Der iranische Präsident Rohani sagte: „Der Plan der Versöhnung ist gleichzusetzen mit dem Wesen der Aggressivität Israels.“ Er fügte dann hinzu: „Diejenigen, die behaupten einen Versöhnungsplan zu gestalten, demonstrieren nur nach außen hin eine Neigung zur Versöhnung, aber innerlich werden sie ihre Aggressivität gegen Palästina fortsetzen.“

    Rohani sagte ferner: „Im Schatten der Besetzung der heiligen Erde von Palästina und von Jerusalem existiert eine Wunde im Körper der islamischen Welt.“ (Farsnews, 2. August 2013)

    http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/2272/

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  8. 11. Januar 2014 14:29

    Klare Ansage aus dem Land der aufgehenden Zentrifugen

    von Tilman Tarach

    Iran, diese Woche: Bei einer Gedenkveranstaltung zu Ehren eines Hisbollah-Kommandanten in der Teheraner Hazrat-Zahra-Moschee wird auf einem Transparent erklärt, Israel müsse ausgetilgt werden. Ein weiteres Transparent erläutert, dass die Hisbollah, der iranische Ableger im Libanon, nur ein paar Raketen benötigt, um Israel zu zerstören.

    Nichts Neues von einem Regime, mit dem der Westen nun seinen Frieden geschlossenen hat und zu dessen Verteidigung Apologeten stets Übersetzungsfehler herbeireden.

    Quelle: http://www.farsnews.com/newstext.php?nn=13921018001299

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/klare_ansage_aus_dem_land_der_aufgeheneden_zentrifugen

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  9. 21. Mai 2014 09:34

    Weil sie eine Version des Hit-Videos „Happy“ ins Internet gestellt haben, sind sechs junge Iraner festgenommen worden. Der Clip zeigt drei Männer und drei unverschleierte Frauen, wie sie zu dem Song tanzen, singen und Spaß haben.

    Sie haben gegen die „öffentliche Sittsamkeit“ verstoßen. Seit 1979 müssen im Iran nach geltendem islamischen Recht Frauen sich in der Öffentlichkeit von Kopf bis Fuß verschleiern. Die iranische Moralpolizei ermittelt. Und der Westen macht nach wie vor mit diesem Verbrecher-Regime Geschäfte!

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