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Die Swoboda-Versteher

8. Mai 2014

„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“ (Kaiser Wilhelm II. 4. August 1914)

„Nicht zuletzt befinden wir uns mit Russland in einem geostrategischen und systemischen Wettbewerb um die Ukraine.“ (Dr. Andreas Schockenhoff (CDU/CSU) 9. April 2014)

 

Pogrom in Odessa - Nachtigall - Bandera - "Maidan-Mädchen" füllen Molotov Cocktails ab - Was will der Westen mit der Ukraine?

Am 22. Juni 1941 überfiel Deutschland die Sowjetunion und in dem folgenden rassebiologischen Vernichtungskrieg wurden 27 Millionen Sowjetbürger ermordet, mehr als die Hälfte davon hinter der Front. In der Westukraine wurde der von der deutschen Propaganda als europäischer Kreuzzug zur Verteidigung der Kultur gegen den jüdischen Bolschewismus begeistert aufgenommen. Noch vor dem Einmarsch der deutschen Truppen verübte Stepan Bandera mit seiner OUN ein Massaker in Lemberg  mit über 7000 ermordeter Juden und  Kommunisten. Das vom späteren Bundesvertriebenenminister Theodor Oberländer geführte Bataillon Nachtigall marschierte mit den deutschen Befreiern am 30. Juni 1941 in Lemberg ein. Unmittelbar nach dem Einmarsch der Deutschen kam es vor allem durch die ukrainische Miliz OUN zu Judenpogromen. Nach den Verhaftungen der Juden gab es als Höhepunkt der Quälereien ein immer wieder eingesetztes Ritual, durchgeführt vom Bataillon „Nachtigall“ der „Legion Ukrainischer Nationalisten“, das gestartet wurde mit dem Befehl: ,Antreten zum Spießrutenlaufen‘. Der israelische Staatsbürger Abraham Goldberg hat an seine Verhaftung folgende Erinnerung: „Nach dem Aufladen gab ein Offizier den Befehl zum „Spießrutenlaufen“. Daraufhin stellten sich die Ukrainer in zwei Reihen auf, alle hatten Gewehre und pflanzten die Bajonette auf. Wir mussten durch die Reihen laufen, während sie mit den Kolben auf uns einschlugen und stachen. Mit mir waren etwa 500 Juden dort, und fast alle wurden von den Ukrainern erschlagen, auch meine beiden Freunde.“ Im weiteren Verlauf des Krieges ermordeten die Deutschen mit ihren ukrainischen Gehilfen in Lemberg 400.000 Juden und 140.000 russische Gefangene.

Nach diesem und anderen vergeblichen deutschen Griffen nach der Ukraine unterstützte EU-Deutschland im Verbund mit den USA die ukrainischen Nationalisten in ihrem aktuellen „Freiheitskampf“ gegen die „russischen Untermenschen“. Die Rechtsextremisten des „Rechten Sektors“ und die antisemitischen Nationalisten von Swoboda um Oleh Tjahnybok gehörten zu den treibenden und entscheidenden Kräften der Maidan-Proteste in Kiew. Nach dem Sturz des korrupten, aber demokratisch gewählten Präsidenten Wiktor Janukowytsch ist die selbsternannte Übergangsregierung durchsetzt von den Anhängern Banderas, die versuchen ihren ethnischen Nationalismus in die Tat umzusetzen. Keiner der vom Westen hofierten „Maidan-Helden“, weder Klitschko noch Jazenjuk oder Timoschenko distanzierten sich je öffentlichkeitswirksam vom Nazi Kollaborateur Stepan Bandera oder protestierten gegen die Fahnen des Säuberungsbattailions Nachtigall auf dem Maidan. Die Stimmungslage in der Westukraine ist seit je her nationalistisch und antirussisch. Ein Beleg dafür ist die Stimmenverteilung von Swoboda bei den letzten Parlamentswahlen. Während die rechtsradikale Swoboda auf der Krim bei den letzten Wahlen nur gut ein Prozent der Stimmen erhielt, erreichten die antisemitischen Nazis in der Westukraine bis zu 38 Prozent. Die Lage für die Juden der Ukraine wird von daher stetig bedrohlicher, weshalb immer mehr von ihnen die Ukraine verlassen.

Begleitet von Kameras der Deutschen Welle besuchte Marina Weisband, eine Politikerin der Piraten, nach dem Sieg ihrer Helden, das Rathaus von Kiew um sich vom „gesunden Nationalismus“ in der Ukraine zu überzeugen. Während im Rathaus von Kiew das Konterfei des antisemitischen Nazi-Verbrechers Stepan Bandera hing, an den Säulen im Treppenaufgang antisemitische Karikaturen, die beispielsweise den Bürgermeister von Charkiw abbildeten und neben vielen weiteren rechtsradikalen Symbolen an prädestinierter Stelle, die Fahne des Säuberungs-Bataillons „Nachtigall“ zu bewundern war, sprach Frau Weisband, die mittlerweile in vielen Talkshows zur Ukraineexpertin avancierte, vom gesunden Nationalismus“, der zwar problematisch sein kann, wenn man aus Deutschland kommt, aber jedenfalls hat sie selbst hier noch keinen Antisemitismus erlebt.

Marina Weisband sprach aus was die Lohnschreiber von der Springerpresse über die FAZ bis zur Süddeutschen Zeitung denken müssen. Wie bei der Bombardierung Jugoslawiens stehen die deutschen Massenmedien in Punkto einseitiger Berichterstattung Gewehr bei Fuß und damit Putins Propaganda in nichts nach. In freiwilliger Einstimmigkeit intonierten Politiker, Leitartikel und Sendungen aller staatlichen und privaten Anstalten die Hymne auf die „Helden von Kiew“ und den Hassgesang auf den neuen „Stalin“ von Moskau.

Nachdem sich die Bewohner der Krim, mit Unterstützung des russischen Präsidenten, in einem Referendum für die Zugehörigkeit zu Russland aussprachen, reagierten die westlichen Medien mit wutentbrannter Fassungslosigkeit. Woher dieser Sinneswandel? Noch vor wenigen Jahren erklärten die deutschen Meinungsmacher, dass „Völker“ wie die Kosovo-Albaner selbstverständlich das Recht auf Sezession haben. Nachdem Deutschland aktiv an der Zerschlagung Jugoslawiens teilnahm, hat die Bundesregierung das Kosovo nach seiner Abspaltung von Serbien im Februar 2oo8 unverzüglich anerkannt. Ähnliches geschah bei der Anerkennung Kroatiens und Sloweniens. Was scherte sich die deutsche Politik und die vierte Gewalt um das Völkerrecht, um das Grundgesetz und um die 2+4-Verträge während der Bombardierung Jugoslawiens?

Die Ausgrenzungen und Morddrohungen von Maidan-Helden, wie beispielsweise von der vom Westen geliebten Julia Timoschenko gegen russische Menschen in der Ostukraine, der Krim und anderswo haben auf der Krim und in der Ostukraine Spuren hinterlassen. Hermann L. Gremliza schreibt in Konkret 5/2014: „Ein abgehörtes Telefongespräch, in dem sie sagte, sie wolle „die verdammten Russen“ umbringen und „diesem Bastard (Putin) in die Stirn“ schießen, machte die Julia Timoschenko, noch vor Wochen Leidensengel und Idol der Merkel, des Westerwelle und der deutschen Medien, von einem Tag auf den andern hin. Die Heilige Julia, fand die ostpolitische Sprecherin der Grünen, Marieluise Beck, die jahrelang für sie gebarmt hatte, sei „von Sinnen“. In einem Telefonat mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton berichtete der lettische Außenminister nach einem Besuch in Kiew, dass die Toten vom Majdan wahrscheinlich nicht Opfer von Janukowitsch geworden seien. Ein Journalist des WDR, der das als Erlaubnis missverstand, dem Wahrheitsgehalt der offiziellen Version nachzugehen, konnte recht schnell ermitteln, dass das Hotel, von dessen Dach die Schüsse kamen, fest unter Kontrolle der Opposition gestanden hatte.“ In den deutschen Medien werden solche „Petitessen“ freilich kaum thematisiert, ebenso wie die folgende Begebenheit:

Am 2. Mai griffen ukrainische Nationalisten ein prorussisches Zeltlager in Odessa an. Die Angegriffenen flohen in das nahe gelegene Gewerkschaftshaus worauf die nationalbewussten Verfolger das Haus in Brand steckten. Junge Mädchen, umhüllt mit der ukrainischen Nationalfahne, füllten Molotowcocktails ab die später das Gebäude entzünden sollten. Die Eingeschlossenen wurden von den ukrainischen Nationalisten daran gehindert das brennende Haus zu verlassen. Bei dem antirussischen Pogrom verbrannten und erstickten mindestens 38 Menschen. Die ukrainische Polizei sah stundenlang tatenlos zu. Nach der Mordaktion lobte der Gouverneur des Gebiets, Wladimir Nemirowsky die Brandstifter: „Sie haben Terroristen neutralisiert.“ Das ukrainische Innenministerium hatte sofort die absonderliche Behauptung aufgestellt, die „Separatisten“, hätten sich selbst angezündet. Julia Timoschenko bedankte sich dagegen bei den „Odessa-Bewohnern“ für die  „Befreiungsaktion“ des Gebäudes und die deutsche Tagesschau berichtete am folgenden Tag neutral und kurz von „Opfern der Gewalt in Odessa“, als ob das Feuer selbst sich entfachte. Nicht auszudenken wenn nicht Russen sondern „Maidanhelden“ ums Leben gekommen wären. ARD und ZDF hätten sich sicherlich mit Sondersendungen und Liveschaltungen gegenseitig überboten.

Am heutigen 8. Mai, am Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus sind verschiedene Fragen zu stellen: Was will der Westen mit der Ukraine? Warum macht die Bundesregierung Politik gegen die Interessen der deutschen Exportwirtschaft? Warum paktieren Deutschland und seine staatstragenden Medien mit den antisemitischen Faschisten und rechtsextremen Nationalisten in der Westukraine? Wenn Europa schon nicht mit den Schuldenkrisen in den südeuropäischen Ländern nicht fertig wird, wie will sie die bankrotte Westukraine alimentieren und wie wird die rechtsnationale Bevölkerung der (abgespaltenen) Westukraine auf die erforderlichen massiven Kürzungen an Sozialleistungen und Löhnen mit gleichzeitigem Wegfall der subventionierten Gaspreise reagieren?

Abgesehen davon, dass Russland nicht die Sowjetunion ist erscheint die derzeitige Russenphobie auf allen Kanälen als ein groß angelegter deutscher Entschuldungsversuch. Wollen sich die deutschen Swoboda-Versteher etwa für die sowjetische Befreiung vom Nationalsozialismus rächen?

Am 12. April vermeldet die Tagesschau über die Lage in der Ostukraine: „Jetzt schlägt der prorussische Mob zurück.“ Finanzminister Schäuble vergleicht Putin mit Hitler und die Springerpresse fordert im Verbund mit zahlreichen Politikern, wegen der russischen Einmischung in unsere europäischen Angelegenheiten in der Ukraine, die Entfernung der „Russen-Panzer“ am Ehrenmal für die im 2. Weltkrieg getöteten sowjetischen Soldaten in Berlin nahe dem Brandenburger Tor. Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach (CDU) jubiliert: „Ich habe mich immer schon sehr über die beiden Panzer in der Nähe des Brandenburger Tors geärgert. Es spricht kein Friedenswille daraus. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese Zeichen eines grausamen Krieges zu beseitigen.“ Das Ehrenmal der getöteten sowjetischen Soldaten ist auch dem Ukraineexperten Werner Schulz von den Grünen ein Dorn im Auge, er fordert: „Der Künstler Christo sollte die Panzer, ähnlich wie damals den Reichstag auch, dauerhaft verhüllen und somit symbolisch nach Russland zurückschicken“

Mit dem erneuten Anlauf die Ukraine unter deutsche Kontrolle zu bringen, nach dem Pakt mit ukrainischen Nazis und der entsprechenden Verharmlosung, Leugnung und Vertuschung faschistischer Verbrechen in den deutschen Medien haben die Swoboda-Versteher den Despoten Wladimir Putin moralisch aufgewertet. Putins reaktionäre Innenpolitik, seine Unterstützung von islamistischen Regierungen und Terrorgruppen kann von den Swoboda-Verstehern nicht mehr glaubwürdig kritisiert werden. So sehr Putin in allen möglichen Feldern der Politik kritisiert werden muss, in der aktuellen Ukrainekrise, die durch die nationalrevolutionäre  Gewalt auf dem Maidan ausgelöst wurde, hätte vermutlich auch ein Mahatma Gandhi, wäre er russischer Präsident, nicht völlig anders reagieren können. Ein alkoholkranker russischer Politiker wie Boris Jelzin existiert nur noch in den Tagträumen der Swoboda-Versteher. Die Hauptverantwortlichen für die destabilisierte Lage in der Ukraine sind die nationalen „Revolutionäre“ des Maidan, sowie ihre westlichen Unterstützer. Die russischen Überlebenden des deutschen Vernichtungskrieges sowie ihre Kinder und Enkelkinder haben ein berechtigtes Sicherheitsinteresse. Die zutreffende Kritik der Linkspartei, vor allem von Sarah Wagenknecht am Antisemitismus und am Faschismus der „Maidan-Helden“ ist freilich genauso unglaubwürdig und wertlos, denn wo waren und wo ist die Kritik von Frau Wagenknecht am Antisemitismus und am Faschismus von Hamas, Hisbollah und dem iranischen Regime?

Die Thesen von Samuel Phillips Huntington, der sich in seinem Buch vom „Zusammenprall der Kulturen“ über mehrere Seiten mit der Ukraine beschäftigt, greifen in Deutschland etwas zu kurz. In Anlehnung an den israelischen Psychoanalytiker Zwi Rex bleibt am heutigen 8. Mai 2014, nach zwei Weltkriegen zu konstatieren:

Die Deutschen werden den Russen Stalingrad nie verzeihen!

——-

Weitere Informationen zum Thema in: Ukrainisches Roulette und Boxeraufstand in der Ukraine

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40 Kommentare leave one →
  1. 8. Mai 2014 13:38

    Meine Zustimmung zur Bestandsaufnahme.

    Um Huntington zu zitieren:
    „Kernstaaten sollten davon absehen, bei Konflikten in anderen Kulturen zu intervenieren. Das ist eine Wahrheit, die zu akzeptieren machen Staaten, besonders den USA, schwerfallen wird“.

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  2. 8. Mai 2014 17:26

    „Begleitet von Kameras der Deutschen Welle, der aus dem Etat des Bundeskanzlerinnenamts mitfinanzierten “mediale[n] Stimme Deutschlands”, konnte nun Marina Weisband, Piratin, in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sich davon überzeugen, was heute dort als “nicht problematisch”, als “gesunder Nationalismus” gilt: Sich unter dem Porträt eines antisemitischen Gangsters zu versammeln, die Vereinsflaggen antisemitischer Schlächter aufzuhängen – nein, “ich habe hier selber noch keinen Antisemitismus erlebt”. Und in einem Wald stehen bekanntlich nur höchst selten Bäume herum. Alles ist gut im europäischen Kiew, wahrlich.“


    http://www.tw24.net/?p=8835

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  3. igor permalink
    9. Mai 2014 09:18

    „Bei einem Feuer, das bei Kämpfen zwischen pro-russischen Kräften und ukrainischen Regierungsanhängern in einem Gewerkschaftsgebäude ausgebrochen war, kamen nach jüngsten Angaben der Polizei mindestens 31 Menschen ums Leben.“

    http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine1584.html

    Niedlich die ARD.

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  4. Gerd Bäumler permalink
    9. Mai 2014 10:59

    Zur Kenntnisnahme einige Details zum Mordszenario in Odessa:

    http://sbors.livejournal.com/686.html
    http://www.heise.de/tp/artikel/41/41668/1.html

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  5. Bernauer permalink
    9. Mai 2014 11:56

    „Heil der Nation!“ Das sind die Parolen der Freunde des Westens.

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  6. 9. Mai 2014 14:04

    Gut, dass hier die Hauptverantwortlichen für die gegenwaertige Aufteilung der Ukraine einmal klar benannt werden. Es sind NICHT die „prorussischen Separatisten“.
    Fragen bleiben nach wie vor: Wer hat damals von den Daechern Kiews auf Demonstrierende UND Polizisten geschossen? Waren CIA-Agenten in Kiew? Wer hat alles beim Brand des Gewerkschaftsgebaeudes in Odessa mitgemischt?

    Aber danke für die Auffrischung unseres historischen Gedaechtnisses und die „Einordnung“ (wie die Experten von ARD und ZdF zu sagen pflegen).

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    • 15. Mai 2014 15:05

      „Wer hat damals von den Daechern Kiews auf Demonstrierende UND Polizisten geschossen?“

      Die Frage wird wohl nie endgültig geklärt werden. Der Generalstaatsanwalt der nationalistischen Svoboda-Partei wird das Kiewer Blutbad nicht aufklären. Er behindert wo es nur geht und das abgehörte Telefongespräch zwischen Catherine Ashton und dem lettischen Außenminister belegt die fehlenden Aufklärungsabsichten der EU.

      Erhellendes gab es im April dazu in „Monitor“ zu sehen.
      http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2014/0410/maidan.php5

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  7. 11. Mai 2014 11:50

    Der „Bericht“ in der „Tagesschau“ zu den am 9. Mai abgehaltenen russischen Siegesfeiern über den Hitler-Faschismus, insbesondere auf der Krim, fällt wie alles zum Ukraine-Konflikt schon heute beinahe nur Russland-verunglimpfend aus, wenn bei derlei Gedenken, vermutlich um sich selbst zu entschulden, von „Provokation“ gesprochen wird. Man darf sich vor der deutschen Geschichtsschreibung nach dem Aussterben der letzten Zeitzeugen schon heute fürchten. Wer wird der deutschen Journaille dann widersprechen, wer wird berichten, dass die Halbinsel Krim am 12. Mai 1944 von nazideutschen Besatzern befreit wurde, wer wird sich widersetzen, wenn die heutigen deutschen Swoboda-Versteher sich, wie damals, mit Faschisten der Ukraine zu verbünden suchen?

    lg LL

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    • 15. Mai 2014 15:08

      Irgendwann werden sich die Soldaten der Roten Armee noch für die Befreiung Europas von Nazideutschland entschuldigen müssen.

      Beste Grüße

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  8. 11. Mai 2014 14:16

    Glücklicherweise muss man auch zugeben, dass es nicht nur Grüne wie Werner Schulz, Marieluise Beck oder Rebecca Harms, die Gerhard Schröder in puncto Russland am liebsten das Recht auf freie Meinungsäußerung entziehen möchte, gibt, sondern auch Sven-Christian Kindler mit seinem Bild der Erinnerungspolitik.

    lg LL

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  9. Stephan Gärtner permalink
    12. Mai 2014 15:23

    Seit Wochen kritisieren die USA und Europa Moskau scharf wegen dessen angeblicher Unterstützung der Aufständischen und nun stells sich heraus, dass US-Söldner in der Ostukraine gegen die „Seperatisten“ kämpfen. Mit welchen Mitteln haben die schon im Irak und Afghanistan gezeigt.

    Was wohl los wäre wenn Putin in amerikanischer Nachbarschaft, beispielsweise in Venezuela anti-amerikanische Bewegungen unterstützen würde.
    Die Doppelmoral unserer Politiker macht einen sprachlos.

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  10. 21. Mai 2014 09:50

    Steinmeier in Erklärungsnot. Steinmeier schreit seine Gegner nieder.

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  11. metropolenmond permalink
    28. Mai 2014 13:04

    Na, hier wird aber mal wieder Einiges vermengt und weggelassen. Da weiß ich ja nicht so recht, wo ich anfangen soll. Grob einseitig ist der Artikel ohnehin. So lässt er – ob bewusst oder nicht – die Information außen vor, dass die Lage in Odessa so klar nicht war und es Ukrainer gab, die Menschen aus dem brennenden Haus retteten, weil sie mit den Vorgängen eben nicht einverstanden waren. Dies ist auch hinreichend belegt, wird hier aber ausgelassen. Ebenso irritierend ist die fehlende Kritik am Handeln Russlands, einem Handeln, dass aber durchaus kritikwürdig ist – insbesondere, was die Form der Guerilla-Kriegsführung gegen ein Nachbarland betrifft, die eindeutig belegbar ist. Dabei muss man Putin und seine Berater fast schon bewundern, wie sie diese Form der Strategie umsetzen. Besser wird es dadurch nicht und die Verteidiger des Russischen sind in diesem Spiel nicht minder faschistischer als die wenigen glühenden Anhänger Banderas. Im Gegensatz zu dem hier entstehenden Eindruck hält sich der Rückhalt für diese Klientel innerhalb der Bevölkerung nämlich in Grenzen, was auch am Ergebnis der Präsidentschaftswahl ablesbar ist. Der Grund für die Präsenz des Rechten Sektors und Swoboda (die übrigens schon vorher im Parlament saßen) war und ist die Eskalation des Konfliktes mit Russland. Man kann sie also durchaus als notwendiges Übel begreifen, auf das man für eine gewisse Zeit nicht verzichten kann. Ausgegangen kann aber durchaus davon, dass sich Menschen, die derzeit dort engagiert sind, nach Abklingen des Konfliktes wieder entradikalisieren. Das wird auch am Alltagsverhalten der Mitglieder des Rechten Sektors in Kiew deutlich, wofür man jedoch einen direkteren Kontakt benötigt. Was mich aber wirklich erschreckt – hier – ist die fehlende Solidarität mit Menschen, die einfach nur Freiheit wollten – vornehmlich die Freiheit von massiv um sich greifender Korruption und Willkür. Dafür sind sie in Kiew auf die Straße gegangen – nicht für rechte Geister aus der Vergangenheit. Mich wundert seit Wochen, unabhängig von der Kritik an Swoboda, wie wenig Unterstützung gerade aus dem angeblich linken Lager hierzulande möglich zu sein scheint, obwohl die Menschen dort im Grunde nur das forderten, wofür die Menschenrechtsfreunde hier eigener Aussage nach doch so massiv eintreten. Es scheint aber problematisch zu sein, der ukrainischen Bevölkerung dieses Recht auch zuzugestehen. Vielleicht sollte man auch verstehen lernen, dass Russland hier nicht mehr in der Rolle des Befreiers vom Faschismus auftritt sondern als Aggressor, der um seinen Einflussbereich fürchtet und entsprechend handelt. In jedem Fall ist es unlauter, (übrigens völlig zu Recht) verkürzte Kapitalismuskritik zu verurteilen, auf der anderen Seite jedoch den Eindruck zu erwecken, die ukrainische Bevölkerung würde in ihrer Gesamtheit jetzt dem Faschismus verfallen und im Schlafzimmer ein Bandera-Portrait über das Bett nageln. Das entspricht einfach nicht den Zuständen, die dort herrschen und ist ein Schlag in das Gesicht all jener, die dort für ein Mehr an Freiheit und Unabhängigkeit und ein Ende der Korruption, des Mafiösen, auf die Straße gegangen sind – mehrheitlich im Alltag friedliche Bürger, die auch während des Maidan weitgehend friedlich blieben und durchhielten – eine Eigenschaft übrigens, die man hierzulande nicht finden kann. Ich merke auch diesem Artikel an, dass er sich lediglich auf andere Artikel beruft und auslässt, was nicht in die „Beweisführung“ passt. Die Ukraine ist aber nicht Swoboda wie Frankreich nicht die Front National ist und Deutschland nicht die NPD.

    Noch ein Hinweis zum Schluss: Ich verfüge über relativ direkte Kontakte über Gespräche mit Menschen, die regelmäßig vor Ort sind und über die notwendige Integrität verfügen, sich hier vehement gegen Rechtsradikalismus einsetzen und aktiv Hilfe für die leisten, die in der Vergangenheit Opfer von Nazi-Deutschland wurden. Diesen kann man gewiss keine Nähe zum Faschismus unterstellen. Dennoch setzen sie sich für eine freie Ukraine ein, die sich selbst bestimmen kann, was übrigens Pavlow Klimkin (Botschafter) bereits im Dezember letzten Jahres forderte – die Ukraine selbst entscheiden zu lassen. Dieser berechtigte Wunsch wird jedoch gerade von Seiten der Russischen Förderation nicht respektiert und auch die EU hat in der Vergangenheit versucht, Druck auszuüben (Assoziierungsabkommen nur gegen die Freilassung von Timoschenko). Vor diesem Hintergrund empfinde ich es als zutiefst beschähmend, wenn sich Westeuropäer derart massiv an der Dämonisierung einer Bevölkerung beteiligen, die einfach nur das fordert, was wir – zumindest teilweise – längst haben.

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    • 28. Mai 2014 15:01

      Dass es Menschen gab die sich während des antirussischen Pogroms in Odessa für die Verfolgten einsetzten ist richtig, ändert aber nichts an den Fakten: Das Pogrom wurde in den westlichen Medien verschwiegen. Umgekehrt hätte es wochenlang Sondersendungen gegeben.

      Im Westen der Ukraine gibt es nicht wenige Swoboda-Anhänger (38 Prozent). Siehe Wahlergebnis der letzten Parlamentswahlen. Rechtsextreme und Antisemiten als „notwendiges Übel“ zu bezeichnen ist so unverantwortlich wie die Verharmlosung dieser Bewegung. Die Nativität mit der dies Marina Weisband unter den Fahnen des Säuberungs-Bataillons “Nachtigall” und des Posters des Nazi-Verbrechers Stepan Bandera macht ist bezeichnend.

      Die Ukraine ist ein gespaltenes Land. Siehe die Geschichte der Ukraine:
      Ukrainisches Roulette
      Boxeraufstand in der Ukraine

      In diesem (am Ende des Artikels) und in den angesprochenen Artikeln wird die reaktionäre Politik Putins sehr wohl angesprochen. Fakt bleibt: Für die bürgerkriegsähnlichen Zustände sind die Demonstranten des Maidans sowie der Westen hauptverantwortlich. Die Signale der selbsternannten Übergangsregierung kamen im Osten verständlicherweise nicht gut an. Es war bei den Maidan-Unruhen wie so oft in der Ukraine, wenn ein Kandidat aus der Ostukraine gewinnt werden die Wahlergebnisse einfach nicht respektiert. Russischer Nationalismus im Osten war die Folge.

      Besonders grotesk ist im Übrigen die Fassungslosigkeit in unseren Medien und unserer Politiker wegen der Abspaltung der ohnehin autonomen Krim. Das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ von dem die „Experten“ seit Jahrzenten sprechen, zählt wohl nur für bestimme „Völker“: Kroaten, Bosnier, Albaner usw. und das Völkerrecht darf zwar Deutschland bei der Jugoslawienbombardierung brechen, aber sonst keiner.
      Der europäisch-deutsche Griff nach der Ukraine ist nicht nur eine Gefahr für den Weltfrieden sondern legt auch den Konflikt zwischen EU Deutschland und den USA offen. Die anfänglichen gemeinsamen Interessen in der Ukraine weichen nun offenbar den unterschiedlichen langfristigen Interessen beider „Weltmächte“.

      PS: Was meinst du hätte die deutsche Regierung (incl. der anderen Swoboda-Versteher) gesagt wenn jemand ein Holzkatapult auf dem Pariser Platz in Berlin aufstellen würde, um den Reichstag mit Molotow-Cocktails zu beschießen, oder wenn vermummte Gruppen vor dem Bundeskanzleramt mit selbstgebastelten Flammenwerfern auf Polizeikräfte losgingen?

      PPS: Was ist der Unterschied zwischen den Oligarchen Janukowitsch und Poroschenko?

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      • metropolenmond permalink
        28. Mai 2014 19:53

        Ach Fidelche… Warum fragst du mich. Informiere dich doch selbst, aber eben nicht nur aus Geschichtsbüchern, Schmonzetten und in den Medien. Und verbreite nicht immer Lügen. Über die Vorgänge in Odessa wurde zeitnah und ausführlich berichtet. Mehr bin ich auch nicht bereit zu schreiben. Bei dir handelt es sich ohnehin um einen Betonkopf, der von seiner einmal vorgefassten Meinung kein Stück abrückt – egal, wie fehlerhaft und unvollständig die zugrunde liegenden Informationen sind. So long oder so.

        PS: Die fehlende bzw. nicht vorhandene Solidarität mit den Menschen dort, die einfach nur eine Verbesserung ihrer Lebensumstände wünschen, bleibt widerlich. Denk einfach mal darüber nach – auch über Deinen Hang zur Selbstgerechtigkeit.

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      • 29. Mai 2014 10:54

        Ach Metropolenmond,
        ich habe mich längst informiert. Das waren doch nur rhetorische Fragen. Dass du meine Fragen nicht beantworten würdest war mir doch klar.

        Nein, du irrst, über die „Vorgänge in Odessa“ wurde hierzulande nicht ausführlich berichtet. In der Tagesschau und in den sonstigen „offiziellen“ Medien wurde weder das Wort Pogrom benutzt, noch erfuhr man wer die Opfer und wer die Täter waren und das Feuer hat sich praktisch selbst entfacht.

        Propaganda gibt es freilich auf beiden Seiten. Da steht Putin den Westmedien in nichts nach. Steht übrigens so auch in den drei Artikeln. Du solltest einmal versuchen dich in die Lage der Menschen aus der Ostukraine oder der Krim zu versetzen. Eventuell sind die Informationen deiner westukrainischen „direkten Kontakte“ etwas zu subjektiv.

        Achtung nochmal eine rhetorische Frage: Wer von deinen Freunden mit der „notwendigen Integrität“ hat sich jemals für den Abriss der vielen Bandera-Denkmäler in der Westukraine öffentlichkeitswirksam eingesetzt? Keiner? Dann solltest du dich fragen was mit einem Menschen in der Westukraine passieren würde wenn er das täte.

        PS: Der Pakt mit den Nazis der Westukraine oder die Verharmlosung derselben ist widerlich, wie die Verehrung (in der Westukraine) des Massenmörders Stepan Bandera ekelerregend ist. (In der Ostukraine wird Bandera gehasst) Die von Bandera und den ukrainischen Nazikollborateuren ermordeten Juden und Russen sollten Mahnung genug sein. Deine fehlende bzw. nicht vorhandene Solidarität mit den Menschen der Ostukraine und der Krim bestürzt mich und auch wenn ich mich wiederhole: Wer keine Argumente hat dem bleiben nur die Beleidigungen.

        See you later alligator

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      • metropolenmond permalink
        30. Mai 2014 12:26

        Wie witzig. Es wurde also das Wort „Pogrom“ nicht benutzt und darum auch nicht ausführlich berichtet. Ach Fidelche (der sich nach zwei Personen benennt, die sich sehr gewalttätig gegen Regieme auflehnten, was die Ukrainer jetzt nicht dürfen – aha) – du ergehst dich, wie so Viele, in Mutmaßungen über Motive und meinst, von hier aus eine Bevölkerung beurteilen zu können, die du nicht kennst. Bandera war bis zu den Ausschreitungen im Südosten/Krim nie ein Thema – weder im Osten noch im Westen. Hier wird instrumentalisiert und mit Schlagworten wie dem Faschismus und der Junta gearbeitet und du fällst darauf rein. Zur Erinnerung – wir schreiben das Jahr 2014 und Bandera ist lange tot. Für Menschen in der Westukraine ist er, wenn überhaupt, auch eher ein Symbol gegen den Einfluss von außen, nicht ein politisches Vorbild. Du musst wirklich mal differenzieren lernen, sonst wird das nichts mehr. Die heutigen Ukrainer sind meilenweit von den Vorgängen und Haltungen der Vergangenheit entfernt, wenngleich es dort, wie auch im Osten, natürlich nationalistisch denkende Menschen gibt – wie übrigens in jedem Land, in jeder Bevölkerung. Ich bin übrigens sehr solidarisch mit den Menschen auf der Krim und im Osten. Zusätzlich zu ihrer prekären wirtschaftlichen Lage. Sie werden von russischen Söldnern massiv unter Druck gesetzt, sind massiv bedroht, seit diese Ereignisse dort ihren Lauf nehmen. Diese sind nämlich ursächlich für die gewalttätige Entwicklung, was du natürlich ignorierst. Nicht die Ostukrainer haben Kriegswaffen im Keller gehortet, die kamen von außen herein – inklusive der Soldaten, die sie bedienten und dann ein paar hundert schon vorher Frustrierte – russisch-nationalistische Figuren und mafiöse Gruppen, die einfach nur ihren Vorteil suchen – akquirierten. Diese Leute versuchen, die Menschen dort in Geiselhaft zu nehmen, entführen und ermorden sie gegebenenfalls, wenn sie äußern, Ukrainer bleiben zu wollen. Und das verteidigst du hier? Was bist du eigentlich für ein Mensch?

        Ach ja. In Kiew waren neulich ein paar Israelis und auch Schwarze zu Besuch. Sie wollten die Leute vom Rechten Sektor sehen und wissen, was los ist. Viele haben sie dort nicht vorgefunden, da es sich um eine relativ kleine Gruppe handelt. Nun – sie saßen dann rum, lasen in der Tora, aßen, unterhielten sich, der Typ von N-TV war irritiert, die Leute zufrieden.

        Ich habe mich übrigens mit meinen westukrainischen Kontakten (absurde Bezeichnung übrigens, da viele Leute Verwandte in allen Landesteilen haben) ein Weilchen über den ukrainischen Nationalismus beharkt, weil er mir suspekt erschien und ich in solchen Fällen relativ schonungslos hinterfrage. Fakt ist, dass es sich dabei, bis auf wenige Ausnahmefälle, eher um eine Art Folklore handelt, vergleichbar mit bayrischer Volkstümelei. Auch diese muss man natürlich nicht mögen, sie ist aber ebenso meilenweit vom Faschismus entfernt und rechtfertigt keinesfalls ein Handeln wie derzeit in der Ost-Ukraine und auf der Krim.

        Informiere dich einfach besser oder direkter. Es ist zwar durchaus richtig, die Vergangenheit aufzuarbeiten, was die Figur Bandera betrifft, nur sollte man Vergangenheit nicht gänzlich mit Gegenwart verwechseln. Und; zur Vergangenheit gehört auch der Holodomoor, also der Genozid durch Hunger, den Stalin verordnet hatte – in den 1930ern. Auch das ist ein ukrainisches Trauma, das man innerhalb der Gesamtbetrachtung nicht vergessen sollte. Ich war übrigens als Fotograf auf der Holodomoor-Gedenkveranstaltung in der ukrainischen Botschaft hier in Berlin und konnte mir einen direkten Eindruck verschaffen und mit Menschen darüber reden (Hinweis: Es handelte sich nicht nur um West-Ukrainer), in deren Familien jeder zu der Zeit Familienmitglieder verlor. Und mit wem redest du so? Wikipedia?

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      • metropolenmond permalink
        30. Mai 2014 13:09

        Ah – eine Anmerkung noch und ein Tipp – beginnen wir bei dem Tipp:

        Mein Rat ist, Deine Regeln bezüglich Faschismus und Menschenrechte einfach mal auf die derzeitige Russische Förderation und auch auf die sog. Separatisten anzuwenden. Das dürfte erhellend werden.

        Und hier die Anmerkung: Mich erstaunt es – ehrlich gesagt – und verwundert mich auch, dass ich bei Dir hier die gleichen Argumentationsketten lese, denen sich auch Gestalten wie Ken Jebsen und Jürgen Elsässer bedienen. DAS zumindest sollte gerade dir zu denken geben.

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      • 30. Mai 2014 14:16

        Nein, in der Tagesschau wurde zum Odessa-Pogrom nicht nur das Wort Pogrom nicht benutzt, man erfuhr auch nicht wer die Opfer und wer die Täter waren. Du solltest den Satz zu Ende lesen und mal überdenken was du so schreibst.

        Ja, der Massenmörder Bandera ist tot, aber deine Nazis in der Westukraine bauen ihm seit vielen Jahren Denkmäler, übernehmen seine Ideologie und während der „Maidan-Revolution“ (und danach) wurden die Fahnen des Nachtigall-Bataillons und Bandera-Transparente geschwenkt und im Rathaus von Kiew freudig aufgehängt. Kannst du eigentlich lesen? In der selbsternannten Übergangsregierung sitzen die Nazis von Swoboda. Der Führer von Swoboda spricht in seinen Reden von „Judenschweinen“ und behauptet die Ukraine werde von der „jüdisch-russischen Mafia“ regiert. Oleh Tjahnybok war übrigens 2012 mit deinem anderen Spezi Augstein gemeinsam auf der Liste des Simon-Wiesenthal Centers. Nimm endlich zur Kenntnis: Im Westen hatte Swoboda bei den letzten Parlamentswahlen bis zu 38 Prozent der Stimmen, während Swoboda auf der Krim rund ein Prozent erreichte. Übrigens unterzeichneten bereits 2013 dreißig israelische Knesset-Abgeordnete einen offenen Brief, worin sie vor dem Antisemitismus und der Russenfeindlichkeit von Swoboda warnten und die Abgeordneten kritisierten den Umstand, dass die beiden größten Oppositionsparteien in der Ukraine mit ihr gemeinsame Sache machen. Für dich sind diese Fakten eine Instrumentalisierung und Schlagworte. Unfassbar! Dann dürfen die NSU Morde oder die menschenverachtenden Ansichten der NPD in Zukunft auch nicht mehr erwähnt werden ohne mit dem Vorwurf der Instrumentalisierung konfrontiert zu werden.

        Deine Aussage „Bandera war bis zu den Ausschreitungen im Südosten/Krim nie ein Thema – weder im Osten noch im Westen“ zeigt wie wenig Ahnung du hast. 2010 verlieh der damalige ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko, mit Unterstützung von Julia Timoschenko dem Massenmörder Bandera den Ehrentitel Held der Ukraine, Janukowytsch hat Bandera 2011 den Ehrentitel wieder entzogen. Du solltest dich dringend mal mit der Geschichte der Ukraine und Hitlers liebste Kollaborateure informieren, dann verstehst du auch den aktuellen Konflikt. So pilgern deine nationalen Freunde nicht nur zu den Denkmälern Banderas sondern auch zur Ruhestätte von Symon Petljura. Sagt dir wahrscheinlich auch nichts. Infos dazu in:

        https://thinktankboy.wordpress.com/2014/02/28/ukrainisches-roulette/

        Deine Verharmlosung dieser antisemitischen, antirussischen und nationalistischen Massenmörder macht mich fassungslos. Desweiteren solltest du zur Kenntnis nehmen dass ich den östlichen Nationalismus in der Ukraine, die Gewalt der Seperatisten und Putins reaktionäre Innenpolitik sowie seine Nahostpolitik ebenfalls ablehne. Trotzdem halte ich fest, dass die Aggression mit der nicht zu akzeptierenden Gewalt durch die Nazis auf dem Maidan begann. Der „Rechte Sektor“ und die anderen Nazis waren die entscheidenden Kräfte während des „Euromaidans“

        Interessant finde ich nach wie vor die einseitige Berichterstattung der deutschen Massenmedien inklusive Leute wie du es einer bist. Dazu in alle Kürze, wenn auch als Wiederholung in Ergänzung zu Zwi Rex (Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen): Die Deutschen werden den Russen Stalingrad nie verzeihen.

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        • metropolenmond permalink
          30. Mai 2014 14:33

          Witzig daran ist, dass den „Systemmedien“ (wie Verschwörungstheoretiker sie gerne nennen) von „westukrainischer Seite“ das gleiche „Nicht-Berichten“ vorgeworfen wurde/wird. Das der Rechte Sektor und die anderen Nazis (wer auch immer das sein soll) entscheidend waren, ist grober Unfug – genauso wie deine ewigen vergangenheitsfokussierten Anschuldigungen (Die Deutschen werden….). Du wirst es nie lernen. Entscheidend waren die Massen von Menschen, die die Nase voll hatten, vom Regime Janukowitsch. Ohne diese hätte es den Maidan nie gegeben und auch Swoboda und Co. hätten sich dort nicht allein versammelt und hätten Steine geschmissen. Und was die nicht zu akzeptierende Gewalt betrifft. Diese begann nicht mit dem Rechten Sektor, sondern mit Entführungen und Misshandlungen seitens der Staatsmacht. Allerdings wurde darüber nicht berichtet. Einige der Opfer befinden sich übrigens heute in der Bundesrepublik und werden ärztlich versorgt. Einem zerschlug man die Hände, sodass er damit nie wieder arbeiten kann, einem anderen wanderte eine Kugel kreuz und quer durch den Körper. Das waren ganz normale Demonstranten.

          Allerdings ist es mal wieder – wie so oft – sinnlos. Menschen, wirkliche menschliche Schicksale im Hier und Heute sind dir scheißegal, sobald du irgendwo DEIN Thema gefunden hast und sich dir die Möglichkeit ergibt, zu verurteilen.

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        • 30. Mai 2014 14:56

          @metropolenmond 30. Mai 2014 13:09
          Was Jepsen und Elsässer über die Ukraine sagen weiß ich nicht im Detail, die beiden Komiker verfolge ich nicht so genau. Ich habe aber gehört dass die beiden hinter allem Unheil dieser Welt, also auch in der Ukraine eine „jüdisch-amerikanische“ Verschwörung sehen. Und davor bin ich gefeit, wie du eigentlich wissen müsstest.

          Nun zum wiederholten Male: Putins reaktionäre Innenpolitik, von seiner Homophobie bis zu seiner Medienpolitik verurteile ich genauso wie seine Unterstützung von Islamfaschisten und sein Abstimmungverhalten in der UN. Der Nationalismus der Separatisten, den ich verurteile, ist eine Folge der „Signale“ aus Kiew. Vom angekündigten Verbot der russischen Sprache als zweite Amtssprache bis zu den Aussagen Timoschenkos allen Russen eine Kugel in den Kopf zu schießen. Mir wäre auch nicht wohl in meiner Haut, wäre ich Ostukrainer, wenn ich mir den nationalistischen, antirussischen Dreck einer illegitimen Regierung in Kiew anhören müsste. Aber ich vergaß, die Menschen der Ostukraine interessieren dich nicht so sehr.

          @metropolenmond 30. Mai 2014 14:33
          Die friedlichen aber zumeist auch nationalistischen Demonstranten hätten den korrupten Janukowitsch ohne Hilfe von außen und der gewalttätigen Nazis nie stürzen können. Der Pakt des Westen mit Nazis ist unverzeihbar und stellt eine Zäsur dar. Die Menschen der zerrissenen Ukraine werden nicht mehr Freiheit erlangen, im Gegenteil die sozialen Probleme werden erst noch mich voller Wucht kommen. Wie wird der Westukrainer (in einer abgespaltenen Westukraine reagieren) wenn die Gehälter halbiert und der Gaspreis verdoppelt sein wird? Werden die Rechten in der Ukraine mehr oder weniger Zulauf erhalten und was sagen die jetzt so freundlich gesonnenen EU-Deutschen wenn der vierte Rettungsschirm für die Westukraine diskutiert werden wird? Die „Maidan-Revolution“ war ein Schuss ins Knie, weil es eine rechte, nationalistische Revolution war und keine linke oder zumindest soziale. Auf deine anderen Unterstellungen reagiere ich nicht mehr, da mir das sinnlos erscheint.

          Deine Verharmlosung von Nazi-Kollaborateuren, von NS-Massenmördern und deren aktuellen rechtsextremen Anhängern in der Westukraine bleibt festzuhalten. Wie willst du zukünftig die Politik der NPD oder die Morde der NSU kritisieren ohne dich lächerlich zu machen?

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        • metropolenmond permalink
          30. Mai 2014 17:41

          So – jetzt wirklich abschließend, weil es sinnlos ist und du über keinerei Kenntnisse verfügst – abgesehen von dem, was du hier im Netz aufschnappst. Es ergibt keinen Sinn, mit dir zu diskutieren und im Grunde hat auch niemand etwas von dem, was du an Pamphleten ablässt. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Freude mit deinem Fetisch – der grob fahrlässigen Vereinfachung im Verbund mit leichtfertiger Verurteilung. Da übrigens bist du ganz doitsch, da bist du ganz bei dir und du gehst – zumindest verbal – über Leichen. Hoffen wir, dass es dabei bleibt.

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        • 30. Mai 2014 22:26

          Ich lebe nicht von dem was ich im Netz aufschnappe. Neben diverser Literatur reicht mir ein gesunder Menschenverstand. Wer dagegen vor den Naziaufmärschen in der Westukraine mit den entsprechenden Transparenten und menschenverachtenden Aussagen und Taten der ukrainischen Nationalisten die Augen verschließt, wie zum Beispiel du und deine Parteikollegin Marina Weisband, der wird auch unglaubwürdig wenn er oder sie in Deutschland etwas gegen die NPD vorbringt. Fachismus bleibt Faschismus und die Kumpanei damit bleibt hochgefährlich. Ich habe im Gegensatz zu anderen aus der Geschichte gelernt. Das mag dir arrogant erscheinen, mir bleibt es Verpflichtung.

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        • metropolenmond permalink
          31. Mai 2014 15:11

          Als was willst du deine zusammengeklaubten Versatzstücke, die du großspurig als Artikel bezeichnest, sonst bezeichnen? Ich bin da für Vorschläge druchaus offen.

          Und nein – „gesunder Menschenverstand“ reicht ebenso wenig, eine derartige Konstellation einigermaßen wirklichkeitsnah zu erfassen, wie das berühmtberüchtigte „gesunde Volksempfinden“. Was soll das überhaupt sein – dieses „gesund“?

          Zudem verharmlost niemand aus meinem Dunstkreis (gleich welcher Nationalität/Ethnie) die Aussetzer der Anhänger einer extrem Rechten Sicht – weder hier noch andernorts. Du versuchst lediglich, es hinein zu interpretieren – übrigens Dein bekanntes wie übliches Vorgehen, da du jeden, der nicht deine Auffassung vertritt, direkt zu diskreditieren versuchst. Nun – möglicherweise weißt du dir ja nicht anders zu helfen. Aber auch dieses Verhalten ist tradiert – von der Sorte gab es in Deutschland immer schon genug.

          Und deine Verpflichtung, die du aussprichst? Sorry – das ist doch ein Witz. Verfolge doch einfach mal deine Argumentationsmuster und du MUSST erkennen, dass du exakt so verfährst wie deine angeblichen Kontrahenten.

          Beispiel aus dem Alltag:
          Ein kleiner Rechtsaußen sieht einen Schwarzen am Görlitzer Park (ist in Berlin, kannst du nicht wissen) dealen. Ein liberaler Typ sieht ihn ebenfalls. Für den kleinen Rechtsaußen sind ab sofort alle Schwarzen (er wird sie vermutlich „Neger“ oder „Kaffer“ nennen) Dealer und auf Basis dieser Erkenntnis will er sie raus aus Deutschland haben. Alle Lebensumstände dieser Menschen, ihre vielfältigen Hintergründe, alle verschiedenen Lebensläufe und Ziele sind ihm gleichgültig. Er sieht nur das, was er sehen will – den Dealer. Der liberale Typ sieht sich das auch an und findet die Dealerei ebenfalls doof. Allerdings sieht er nicht in jedem Schwarzen einen Dealer und will sie auch nicht „weg“ haben. Er macht sich eher Gedanken darum, warum sie dealen, wer es ist, wer auf ihn wie eingewirkt haben mag und wie man das Problem konstruktiv und im Sinne des Gemeinwesens lösen könnte, wie man insgesamt weiterkommt, welche Fehler man nicht wiederholen darf.

          Und jetzt denk mal ganz scharf nach, wer von Beiden du wohl bist. Richtig – du bist der, für den hier alle Ukrainer Neger sind.

          Genau das ist Dein Problem
          Genau darum ist Deine so oft bemühte Verpflichtung nichts wert
          Und Deine Fundamentalkritik an den Rechten? Du argumentierst doch genauso – nur links rum, was es nicht besser macht.

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        • 1. Juni 2014 10:44

          Ich gehe nach wie vor davon aus dass du deine Kommentare nicht unter Drogeneinfluss schreibst, so schwer dies auch fällt.

          Ich habe hier drei Artikel über den aktuellen Konflikt in der Ukraine und seine Vorgeschichte geschrieben. Die Verbrechen von Bandera und den anderen Hitler Kollaborateuren, die von großen Teilen der Maidanbewegung sowie der westlichen Bevölkerung der Ukraine verehrt oder verharmlost werden, sind dir entweder nicht geläufig oder du verdrängst sie. Wie könntest du ansonsten von „Aussetzern der Anhänger einer extrem Rechten Sicht“ schreiben. Solcherlei Verharmlosungen von dir sind unfassbar, widerlich und hochgefährlich. Bandera und seine Bande haben bereits vor dem Einmarsch Nazideutschlands 7000 Juden und Russen bestialisch ermordet. Kurz darauf ermordeten die Deutschen mit ihren ukrainischen Helfern (z.B. Bataillon Nachtigall) alleine in Lemberg 400.000 Juden und 140.000 russische Gefangene. Die jüdische Gemeinde Galiziens, mehr als 540.000 Menschen wurde fast vollständig ausgelöscht. Maximal drei Prozent der galizischen Juden haben den Terror überlebt. Ukrainische Hilfspolizisten der Wehrmacht und Verbände der OUN beteiligten sich am Völkermord und exekutierten noch im Frühjahr 1944 in die Wälder geflüchtete Juden. Das waren keine „Aussetzer“, das waren rassistische Morde. Aber was rege ich mich auf, du wirst das nie verstehen.

          Ich wünsche allen Ukrainern viel Glück, befürchte aber dass durch die von den „Maidan-Revolutionären“ ausgelöste Auflösung der Ukraine nicht unbedingt menschenwürdigere Zustände für die dortigen Menschen zu erwarten sind.

          PS: Was willst du mit deinem Beispiel mit dem Berliner Dealer beweisen? Etwa dass du konstruktive Argumente bringst? Humor hast du, das muss ich dir lassen. Was ich auch zugeben muss ist, dass du konsequent bist: So wie du einst den Antisemitismus in Augsteins Umfeld verharmlost oder verteidigt hast, so verharmlost du nun den Rechtsextremismus und die Naziverbrechen in der Ukraine. So schließt sich der Kreis.

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        • metropolenmond permalink
          1. Juni 2014 15:00

          Ach Fidelche, Deine zusammengeklaubten Artikel stecken so dermaßen voll mit Interpretationen und Unwahrheiten, dass sich die Balken biegen. Sie halten einer inhaltlichen Überprüfung doch nicht einmal ansatzweise Stand. Dein ewiges Wiederholen der Vorgänge während des WKII machen es auch nicht besser. Versteh doch endlich einmal, dass wir das Jahr 2014 schreiben und in der Zwischenzeig Einiges passiert ist. Abgesehen von den geschichtlichen Fakten und einigen Aussetzern der (leider vorhandenen) extrem Rechten ist dein „Artikel“ pure Interpretation und Mutmaßung – kurzum, er ist unlauter und verbreitet – ob gezielt oder nicht – Unwahrheiten, bzw. stellt DEINE logischen Schlüsse als Realität dar, was aber eben so nicht stimmt. Man könnte meinen, du würdest als Schmierfink eines drittklassigen Boulevard-Blattes dein Geld verdienen. Alternativ käme noch in Betracht, dass du dich im Moment gerade dem Freitag andienen möchtest. Die Schreiberlinge dort verbreiten ähnlichen Unsinn.

          Und noch einmal – weil ich deine miesen Unterstellungen so nicht stehen lasse: Ich verharmlose nichts. Ich schließe nur nicht von Wenigen auf Alle, so wie Ideologen und andere Häscher wie du es tun. Mein Beispiel zeigt auf, dass du in Bezug auf den Faktor Sippenhaft kein Stück besser bist als die Nazis, gegen die du vermeintlich argumentierst.

          Du hast dich bei ihnen infiziert. So einfach ist das.

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        • 2. Juni 2014 09:40

          Deine Kritik an den drei Ukraine-Artikeln ist wertlos wenn du deine Behauptung, sie steckten voller Unwahrheiten nicht belegst. Was stimmt denn nicht? Besteht die selbsternannte Übergangsregierung etwa nicht aus drei Swoboda-Nazis? Wurde Oleh Machnizkyj von Swoboda etwa nicht Generalstaatsanwalt? Ist es nicht bezeichnend, dass die Untersuchungen bezüglich der Scharfschützen auf dem Maidan keine brauchbaren Ergebnisse ergaben? (Siehe Telefonat Aston.) Sind Klitschkos Udar und die Allukrainischen Vereinigung „Vaterland“ nicht bereits vor der Maidan-Revolution mit Swoboda ein nationale Dreierbündnis eingegangen?

          Das Wiederholen der Vorgänge während des zweiten Weltkrieges ist notwendig weil sich die Nazis von Swoboda bis zum „Rechten Sektor“ mit Transparenten auf Bandera und Co. beziehen, sie die alten Parolen wiederholen und nicht nur die, auch die „gemäßigten“ Nationalisten bauten die Bandera-Denkmäler in der Westukraine und die „gemäßigten“ Nationalisten verliehen Bandera den Ehrentitel „Held der Ukraine“!

          Und nein, es waren keine „miesen Unterstellungen“ von mir. Ich wiederhole: Du rechtfertigst und verharmlost die Nazis in der Ukraine! Jeder kann nachlesen was du hier kommentiert hast.

          Zwei Beispiele:
          Metropolenmond am 28. Mai 2014 13:04: „Der Grund für die Präsenz des Rechten Sektors und Swoboda (die übrigens schon vorher im Parlament saßen) war und ist die Eskalation des Konfliktes mit Russland. Man kann sie also durchaus als notwendiges Übel begreifen, auf das man für eine gewisse Zeit nicht verzichten kann.“

          Metropolenmond am 31. Mai 2014 15:11: „…. die Aussetzer der Anhänger einer extrem Rechten Sicht“

          Auch die NPD und auch die NSU sind in Deutschland keine „notwendigen Übel“ und die Morde der NSU und die Aussagen der NPD waren nicht nur „Aussetzer“. Auch die NSDAP war 1933 kein notwendiges Übel. Franz von Papen lässt grüßen.

          Ich bestreite nicht: Es gab auf dem Maidan viele friedliche Menschen die einfach nur bessere Lebensbedingungen wollten. Die Linke war freilich auf dem Maidan unterrepräsentiert, hatte so gut wie nichts zu melden. Die Büros der KP in Kiew waren zeitweise besetzt und wurden von den „nationalen Helden“ verwüstet. Der „Euromaidan“ war eine nationale Revolution, gefördert von EU-Deutschland und den USA.

          Merke: Nationale Revolutionen bringen nur selten gute Dinge wie Emanzipation und bessere Lebensbedingungen hervor.

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        • metropolenmond permalink
          2. Juni 2014 15:55

          Zitat Fidelche: „Was stimmt denn nicht? Besteht die selbsternannte Übergangsregierung etwa nicht aus drei Swoboda-Nazis?“

          Was soll ich dazu noch schreiben. Die Ukraine – das erste Land mit einer Regierung aus nur 3 Personen. So spart man richtig. Daran sollten sich die Griechen mal ein Beispiel nehmen.

          Merke: JEDE Revolution ist national. (Denk einfach drüber nach – antworte nicht reflexhaft. Damit reißt du dich nur noch tiefer rein.) Und jede Revolution hat und hatte ihre nationalistischen Kräfte – und zwar unabhängig, ob es sich um „linke“ oder „rechte“ Revolutionen handelte, du Geschichtsklitterer.

          Zum Rest Deiner Antwort: Du schmeißt mal wieder Dinge durcheinander, die so nicht zusammengehören. Es ist mir zu müßig, auf derlei Stuss weiter einzugehen.

          (PS: Ich bin mir bewusst, dass du dir die dir und deiner Ideologie genehme „Wahrheit“ dennoch weiter zusammenstückeln wirst. Ich will dich also von nichts überzeugen.)

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        • 2. Juni 2014 17:26

          Entschuldige bitte vielmals. Ich hätte schreiben müssen: Besteht die selbsternannte Übergangsregierung unter anderen nicht auch aus drei Swoboda-Nazis?

          Fakt bleibt das Nazis in der selbsternannten Regierung sind und es ist eine Zäsur, dass Europa diese Nazis mit unterstützt. Was seinerzeit los war als der rechtsextreme Haider in der österreichischen Regierung Platz nahm habe ich nicht vergessen.

          Das Thema Revolutionen würde hier den Rahmen sprengen. Während der Kubanischen Revolution gab es beispielsweise keine Kräfte die rassistisch argumentiert haben. Zur Erinnerung: Timoschenko will die Russen aus der Ukraine vertreiben und ihren Anführern in den Kopf schießen und euer Swoboda-Chef spricht von „Russenschweinen“ und der „russisch-jüdischen Mafia“ die angeblich die Ukraine regiert.

          Es bleibt dabei, du hast keine Argumente. Du kannst deine Kritik an den drei Artikeln nicht argumentativ belegen. Vermutlich hast du sie überhaupt nicht vollständig gelesen.

          Einen Satz würde ich übrigens heute nicht mehr schreiben, nämlich den folgenden vom 28.Februar 2014 in „Ukrainisches Roulette„:

          „Freilich war die Ukraine unter Janukowitsch kein Hort der Freiheit und viele von Scharfschützen erschossene Demonstranten zeigen die Menschenverachtung des ukrainischen Staatsapparates.“

          Nach den neuesten Erkenntnissen lege ich dafür nicht mehr meine Hand ins Feuer.

          Mir ist auch klar dass ich dich nie überzeugen werde und ich hatte dies auch nie vor. Ich schreibe meine Blogs aus anderen Gründen.

          Wir haben einfach völlig unterschiedliche Auffassungen von Politik und ein diametral entgegengesetztes Weltbild. Ich wäre tief betroffen und niedergeschmettert, wenn du mir eines Tages bei solcherlei Themen zustimmen würdest. Deshalb bedanke ich mich recht herzlich für deine Kommentare.

          Bereits nach einem halben Jahr macht es großen Spass die Kommentare in „Ukrainisches Roulette“ zu lesen. Ich freue mich bereits jetzt darauf, die Auslassungen dieses Blogs in ein paar Jahren nochmals zu lesen.

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        • metropolenmond permalink
          2. Juni 2014 22:24

          Nichts zu danken. Mir reicht es völlig, wenn ich auf diesem Wege zumindest ein paar Leser auf deine tiefsitzende Menschenverachtung und deine demagogische Sicht auf die Welt aufmerksam machen konnte. Mehr hatte ich gar nicht vor.

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        • 3. Juni 2014 08:25

          Seit knapp fünf Jahren schreibe ich hier Artikel gegen Antisemitismus und gegen andere reaktionäre Ideologien und seit dieser Zeit beleidigst du mich, ohne etwas von mir argumentativ zu widerlegen, mit Zuweisungen wie „Betonkopf“, „Menschenfeind“, „Arschloch“, „primitiver menschenverachtender Agitator“, „Vollidiot“, „erbärmlich und dämlich“, „Hitler, Goebbels und Konsorten”, „rot angemalter Faschist“, “arroganter Spinner”, “Agitation und Hetze”, „halt den Mund“, „faschistischen Selbstgerechtigkeits-Ambiente“ , „Küsst oder fickt euch“, „Eben einfach nur Pöbel“,“ aber ihr seid erbärmlich“, „erbärmlich, peinlich, borniert und rattenhaft!!, „deine tiefsitzende Menschenverachtung und deine demagogische Sicht auf die Welt“, „Deinen Hang zur Selbstgerechtigkeit“, usw., usw.“

          Wenn man bedenkt mit welch großer Toleranz du antisemitischen Aussagen (z.B. Aufrufen zum Judenmord) und mit welchem Verständnis du faschistischen Parteien (Swoboda) begegnest und mit welcher Intoleranz du mir gegenübertrittst, weil ich eben diese reaktionären Ideologien anprangere, dann ist das schon sehr aufschlussreich.

          Wenn ich deinen blinden Hass gegen meine Artikel analysiere stelle ich freudig fest, ich habe wohl den Nerv getroffen, den Finger in die Wunde gelegt. Diese Feststellung machte ich bereits vor Jahren bei einer anderen Klientel. Darauf (heute Abend) einen Dujardin.

          Falls du eine(n) dir wohlgesonnene(n) Freund(in) hast, frag doch mal ob er/sie deine letzten Kommentare hier lesen möchte. Vielleicht bestätigt er/sie danach zumindest im Ansatz diesen meinen Kommentar. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und gebe die Hoffnung auf Besserung nicht auf.

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        • metropolenmond permalink
          3. Juni 2014 15:49

          Siehst du – das ist der Punkt. Ohne jeden Beleg, wie in anderen Fällen auch, unterstellst Du mir Toleranz gegenüber Rechtsradikalen, obwohl ich die nirgendwo auch nur mit einer Halbsilbe geäußert habe. Ich kenne Rechtsradikalen und ihrem Weltbild gegenüber keine Toleranz. Ich kenne sie aber auch anderen wirklichkeitsverzerrenden Extremisten gegenüber nicht. Wenn ich mich gegen die krude Aussage positioniere, die ukrainische Revolution wäre eine faschistische Revolution, heißt das in keinem Fall, dass ich die in Schutz nehme, die durch antisemitische oder rassistische Äußerungen aufallen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge – nur für dich nicht. Und weil das so ist, nehme ich dir deine meiner Auffassung nach vorgeschobenen positiven Motive schon lange nicht mehr ab. Das magst du als Beleidigung auffassen – das kann ich nicht ändern. Deine ewigen Unterstellungen sind nun einmal grob diskreditierend und lassen eine nicht ernsthaft zu tolerierende Menschenverachtung durchscheinen, inklusive übrigens einer gewissen Borniertheit, mit der Du in „aufklärerischer Manier“ der Restwelt begegnest, die entweder keine Argumente hat (hat sie schon – du ignorierst sie jedoch geflisentlich), die Nazis toleriert oder einfach nur dumm ist.

          Schau – ich streite die Übergriffigkeiten gewisser rechter Kräfte gar nicht ab und heiße sie auch keineswegs gut, was übrigens ohnehin nur sehr wenig Menschen tun. Ich nehme sie nur nicht leichtfertig zum Anlass, um eine gesamte Bevölkerung als Nazis in die Ecke zu stellen, so wie du das tust – „bewiesen“ im Grunde durch nichts weiter als deine Interpretation und die ist nun mal zu wenig.

          Ach übrigens – ein Gefühl des Hasses dir gegenüber ist mir gänzlich fremd. Ich hasse ohnehin nur sehr ungern und kann das fast immer vermeiden. Ich greife lediglich deine (Kurz)Schlüsse und ihre Logik an und mache dich von Zeit zu Zeit darauf aufmerksam, dass du dich der gleichen verkürzten Denke bedienst wie ein Elsässer oder ähnliche Hirnis. Das solltest du doch besser können. Im Moment stößt du – peinlich peinlich – in das gleiche Horn wie Augstein, Springstein, Sönke Paulsen, die Ken Jebsen-Bande inklusive Hecht-Gallinsky und die Friedensengel auf den Montagsdemos. Wenigstens DAS sollte dir doch zu denken geben.

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        • 3. Juni 2014 16:33

          Du hast geschrieben die Rechtsradikalen in der Ukraine sind ein „notwendiges Übel“. Das ist keine Unterstellung sondern das sind deine Worte. Du bezeichnest die menschenverachtenden Aussagen von Swoboda und Co., ihre Verherrlichung von hunderttausendfachem Juden- und Russenmord, ihre Androhung dies zu wiederholen als „Aussetzer“. Weil ich das und anderes nicht so toll finde nennst du mich „Vollidiot“, „erbärmlich und dämlich“, „Betonkopf“, „Menschenfeind“, „Arschloch“ usw.

          Darin erkenne ich einerseits Toleranz gegenüber Swoboda und Intoleranz gegenüber mir. Ich denke wenn ich aus deinen extremen argumentfreien Beleidigungen blinden Hass ableite liege ich damit nicht so falsch. Frag doch mal einen Bekannten von dir ob er es nicht ähnlich sieht. Ich unterhalte mich auch öfters gewinnbringend mit Freunden über „Mission Impossible“ und die eingehenden Kommentare. Oder benutzt du deine hiesigen Ausdrücke wie „Hitler, Goebbels und Konsorten”, „rot angemalter Faschist“, “arroganter Spinner”, halt den Mund“, „faschistischen Selbstgerechtigkeits-Ambiente“ , „Küsst oder fickt euch“, „Eben einfach nur Pöbel“,“ „Menschenfeind“, „Arschloch“, „primitiver menschenverachtender Agitator“ auch beim Smalltalk in deinem Bekanntenkreis?

          Jepsen, Elsässer und Augstein haben eine völlig andere Sicht auf den Ukrainekonflikt als ich. Aber das ist hier nicht mein Thema. Ich kritisiere den Pakt mit Faschisten und ich kritisiere Putins Innenpolitik und seine Politik im Nahen Osten, während die erwähnten „Avantgardisten“ diversen meist antiamerikanischen und antijüdischen Verschwörungstheorien anhängen und mit ihrer „Israelkritik“ in einer ganz anderen Liga spielen. Soviel Differenzierung muss sein. Dass sich NPD-Funktionäre mit den Swoboda-Leuten treffen und austauschen muss ich nicht extra erwähnen, oder?

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      • 30. Mai 2014 17:17

        Der Schlachtruf des Maidan und die Parole von Banderas OUN war „Ruhm der Ukraine“ – „Den Helden Ruhm“

        Als der jetzige Präsident Poroschenko seine Stimme bei der Wahl abgab rief er „Ruhm der Ukraine“ und die Menge antwortete mit „Den Helden Ruhm“.

        Nationalismus war noch nie eine fortschrittliche Option. „Links ist da wo keine Heimat ist.“

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        • metropolenmond permalink
          30. Mai 2014 17:22

          Ein schönes Beispiel für bundesdeutschen Chauvinismus, F. Wolf.

          @Fidelche: „Der Nationalismus der Separatisten, den ich verurteile, ist eine Folge der “Signale” aus Kiew.“

          Täter-Opfer-Umkehr. Sehr schön und fast reinrassig. Ich konstatiere – du hast von Deinen „Gegnern“ gelernt.

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        • 30. Mai 2014 22:13

          Nicht “Ruhm der Ukraine” – “Den Helden Ruhm” ist Chauvinismus sondern die Kritik daran. George Orwell lässt grüßen: „Frieden ist Krieg“ und „Freiheit ist Sklaverei“

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  12. 24. Juni 2014 13:24

    Mitschnitt der Diskussion mit Jörg Kronauer (konkret) und Jörn Schulz (Jungle World) vom 13.06.2014 im Golem.
    In Zusammenarbeit mit der Gruppe für den organisierten Widerspruch.
    Präsentiert von Jungle World und konkret.

    Der aktuelle Konflikt begann mit dem – in der bundesrepublikanischen Debatte heute weitgehend vergessenen – Assoziierungsabkommen zwischen der EU und der Ukraine. Hinter diesem relativ harmlos klingenden Technokratenbegriff steckte ein radikales Sparprogramm, das die verarmte Post-Sowjet-Ökonomie aus den Fängen Russlands reißen sollte. Der bis dato regierende autoritäre (Post-)Oligarch Viktor Janukowitsch wollte dieses letzte Ultimatum hinauszögern, um die gleichermaßen zu Russland und der EU bestehende ökonomische Abhängigkeit der Ukraine nicht einseitig zu Lasten Russlands (und damit der günstigen russischen Gaslieferungen) aufzulösen.

    Der Rest dürfte allseits bekannt sein: Der antiwestliche Kurs von Janukowitsch brachte eine heterogene Protestbewegung auf die Straße, die allein die Ablehnung des herrschenden Regimes vereinte. Neben EU-Anhängern und Demokraten waren vor allem die Faschisten des »rechten Sektors« tonangebend bei der Zuspitzung des Konflikts. Auf dem Maidan-Platz in Kiew und andernorts tobten Straßenschlachten, in deren Verlauf etliche Menschen starben. Janukowitsch musste fliehen und spülte die Protestbewegung an die Macht. Separatistische Truppen tauchten in der Folgezeit zunächst auf der Krim und später in der Ostukraine auf. Sie setzten das staatliche Gewaltmonopol aus Kiew weitgehend außer Kraft und bereiteten eine Ablösung der Regionen aus dem ukrainischen Nationalstaat vor. Seitdem flackern in der Ostukraine immer wieder militärische Auseinandersetzungen zwischen Regierungseinheiten und Separatisten auf.

    Die Rezeption der Ereignisse in der Ukraine ist in Deutschland von einer bemerkenswerten Einseitigkeit geprägt. So stellt die paramilitärische Formierung und die damit einhergehenden faschistische Parolen der Maidan-Proteste für die staatstragende deutsche Politik kein Problem dar: Im Gegensatz zu den hierzulande von der Polizei mit der ganzen Berechtigung demokratischer Staatsgewalt niedergeprügelten »linken Chaoten« (wie etwa in Hamburg am 21. Dezember 2013) erblickte die deutsche Politik in den dortigen Auseinandersetzungen ausschließlich »Freiheitskämpfer« und »Europa-Freunde« (Rebecca Harms, Bündnis90/Die Grünen). Auch die vorübergehende Regierungsbeteiligung der faschistischen Swoboda-Partei stieß auf keine nennenswerte Empörung. Wie irrlichternde Einseitigkeit anders herum funktioniert, bewies hingegen der Großteil der hiesigen antiimperialistischen Linken: die Reaktion Russlands auf die EU-Annäherung der Ukraine mit der Annektierung der Krim und Einflussnahme in der Ostukraine werte sie als »antifaschistische Aktion« gegen die »NATO-Kriegspropaganda«.

    Wie ist die erneute Frontstellung des kalten Krieges – der Westen mit den USA und der EU auf der einen, Russland auf der anderen Seite – zu bewerten? Sollte linke Kritik das außenpolitische Programm des »Hauptfeinds Deutschland« und der EU in den Fokus rücken? Oder müssten die Waffen der Kritik eher gegen das geopolitische Agieren Russlands und die prorussische Querfront von Teilen der Linkspartei über die Alternative für Deutschland bis hin zur extremen Rechten gezückt werden?

    Wie die Situation in der Ukraine einzuschätzen ist und wie sich eine Linke, die es ernst meint mit der »Assoziation der Freien und Gleichen«, hinsichtlich des Konflikts zu positionieren hätte, wollen wir auf einem der seltenen Gipfeltreffen mit Vertretern der beiden linken Publikumsblätter Jungle World und konkret diskutieren. Zu Gast sind der freie Journalist und konkret-Autor Jörg Kronauer, sowie dem Jungle World Redakteur Jörn Schulz.

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  13. 19. September 2014 17:54

    Die Regierung in Kiew kooperiert weiterhin mit Nazis. An der Seite der Regierungstruppen gegen die Separatisten kämpft beispielsweise das Asow-Bataillon. An ihren Stahlhelmen: Hakenkreuze und SS-Runen.

    Im ZDF heißt das dann „Hardliner und Freiwilligenbataillonen aus nahezu jedem politischem Spektrum.“
    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2234384/ZDF-heute-Sendung-vom-08-September-2014

    Die Jüdische Allgemeine titelt: Ukraine: Mit Nazis gegen Putin
    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/20268

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