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Der Islam gehört zu Afghanistan

14. September 2021

Afghanistan wurde im 18. Jahrhundert, nach unzähligen paschtunischen Aufständen gegen die diversen Herrscher, von den persischen Safawiden bis zu den indischen Mogulen, vom Paschtunen Ahmad Schah Durrani gegründet. Im 19. Jahrhundert versuchte die Kolonialmacht Großbritannien Afghanistan zu annektieren um seine Kolonie Indien vor dem Konkurrenten Russland zu schützen. Erst der Frieden von Rawalpindi 1919 mit dem Vertrag von Kabul 1921 brachte dem Vielvölkerstaat, mit seinen Paschtunen, Tadschiken und Usbeken, die volle Unabhängigkeit von Großbritannien und Russland. Amir Amanullah Khan erklärte 1926 das Land zu einer Monarchie und reformierte erstmals das Land. Seine Frau legte den Schleier ab und landesweit wurden Schulen für Mädchen errichtet. Als es deshalb zu Aufständen der Stämme kam dankte der König 1929 ab und die Frauen mussten sich wieder verschleiern und die Mädchenschulen wurden wieder geschlossen.

1947 zog sich Großbritannien aus Indien zurück und hinterließ den überwiegend säkularen hinduistischen Staat Indien und den islamischen Staat Pakistan mit seiner unkontrollierbaren Grenze zu Afghanistan. Der pro-sowjetisch eingestellte General Mohammed Daoud Khan, ein Cousin von König Mohammed Zahir Schah wurde 1956 Premierminister. Er führte soziale Reformen ein, wie die Zulassung von Frauen in der Öffentlichkeit und er bat die Sowjetunion um wirtschaftliche und militärische Unterstützung, so wurden unter Nikita Chruschtschow beide Länder enge Verbündete und die westlich orientierte Verfassung von 1964 setzte die Gleichheit von Mann und Frau fest. Im Jahr 1973 stürzte Mohammed Daoud Khan König Mohammed Zahir Shah durch einen Militärputsch und überwarf sich mit seinen kommunistischen Verbündeten, worauf die Demokratische Volkspartei Afghanistan (DVPA) am 27. April 1978 gegen Präsident Mohammad Daud Khan putschte. Unter dem neuen Präsidenten Mohammad Taraki und dem stellvertretenden Premierminister Babrak Karmal kommt es zu radikalen Land- und Bildungsreformen, wie die Einführung der allgemeinen Schulpflicht und die Umverteilung des Grundbesitzes in einem der ärmsten Länder der Erde, mit einer Kindersterblichkeit von 50 Prozent und einer Analphabetenrate von 90 Prozent. Diese Reformen stießen wiederum auf den Widerstand der reaktionären, fundamentalislamistischen Kräfte Afghanistans, wenngleich diese Zeit als die goldenen Jahre von Afghanistan, vor allem für die dortigen Frauen, bezeichnet werden können. In den 1960er und 1970er Jahren konnten sich zumindest in den Städten Frauen in Miniröcken selbstbewusst auf der Straße bewegen. In dieser demokratischen Aufbruchstimmung, zwischen Westorientierung und marxistischen Bestrebungen gab es in den Städten Live Jazz und zahlreiche Musikkneipen.

Während die fundamentalislamistischen Führer und Clanchefs Ende der 1970er Jahre einen bewaffneten Aufstand auf dem Lande initiierten und die Guerillabewegung Mujaheddin gründen, um die von der Sowjetunion unterstützte Regierung zu bekämpfen, kommt es zu einem erbitterten Machtkampf innerhalb der kommunistischen Partei Afghanistans, den Mohammad Taraki und Hafizullah Amin mit dem Leben bezahlen und dem Ergebnis des neuen Premierministers Babrak Karmal. Es folgte der Bürgerkrieg zwischen islamistischen Gotteskriegern, die von der CIA unterstützt und finanziert wurden und der afghanischen Regierung, diese bat die Sowjetunion um Beistand, worauf es im Dezember 1979 zum Einmarsch der Sowjetunion kam. Unter Barbak Karmal wurden weiterhin die sozialen Projekte forciert. Krankhäuser und Schulen wurden gebaut, Mädchen konnten in die Schule gehen, die Analphabetenrate wurde gesenkt und eine Säkularisierung eingeleitet. Der Westen, vor allem die USA unterstützte nun im Verbund mit Saudi-Arabien und den restlichen islamischen Ländern die islamistischen „Freiheitskämpfer“ um Gulbuddin Hekmatyar und Osama Bin Laden mit mehrere hundert Millionen Dollar pro Jahr, damit diese mit Terrorangriffen auf afghanische Schulen und Krankenhäuser den alten Zustand wieder her bomben konnten. Über Pakistan kam die Waffenhilfe für die Dschihadisten nach Afghanistan. Gegen den asymmetrischen Krieg der Mujaheddin hatte die Sowjetarmee letztlich wenig entgegenzusetzen, nach einem militärischen Patt zogen die sowjetischen Truppen 1989 ab, nachdem der Nationalist Mohammed Nadschibullah 1986 Babrak Karmal abgelöst hat.

Die islamistischen „Freiheitskämpfer“, unterstützt von vielen islamischen Ländern sowie des Westens konnten ihren islamischen Gottesstaat errichten, nachdem die innerislamischen Kämpfe zwischen Hekmatyar, Musharraf und den Taliban beendet waren. Obwohl Nadschibullah unter dem Schutz den UN stand, wurde er von dieser ausgeliefert, dann von den Taliban gefoltert, ermordet und sein Leichnam tagelang an einem Pfahl zur Schau gestellt. Die Scharia wurde unverzüglich rigoroser denn je angewandt, Frauen standen praktisch unter Hausarrest, die Burkapflicht wurde gnadenlos durchgesetzt. In Fußballstadien wurden „Ehebrecherinnen“ öffentlich hingerichtet und Dieben wurden Gliedmaßen amputiert. Im Jahre 1999 fanden in der islamischen Republik wöchentlich öffentliche Hinrichtungen oder Amputationen im Stadion von Kabul statt.

Der Krieg der Sowjetunion in Afghanistan war in der Logik des Kalten Krieges ein Stellvertreterkrieg Ost gegen West, so war für die bürgerliche Presse und die westdeutsche Linke der Einmarsch der Sowjetunion eine Bedrohung des Weltfriedens. Die westliche Propagandamaschine lief auf Hochtouren, an vorderster Front das ZDF-Magazin, von Gerhard Löwenthal geleitet und moderiert. Die „Außenstelle“ der Mudjahedin berichte in Mainz von Giftgasangriffen und als Spielzeug getarnte Bomben gegen die afghanische Zivilbevölkerung und spielende Kinder durch die Sowjets. Gern und oft gesehener Gast war der CDU-Hardliner Jürgen Todenhöfer, der alle grünen Ökopaxe mit seiner antikommunistischen und islamistischen Propaganda in den Schatten stellte.

Mit den islamischen Siegen in Afghanistan und im Iran, sowie dem Untergang der Sowjetunion beschlossen die islamischen Gotteskrieger nun sich vermehrt den Ungläubigen des Westens zuzuwenden. Osama bin Laden gründet die Gruppe Al-Qaida und startete eine Serie von Autobomben auf die US-Botschaften von Daressalam und Nairobi mit 224 Toten und tausenden Verletzten. Am 23. Februar 1998 erklärte Osama bin-Laden in seiner Schrift „Dschihad gegen Juden und Kreuzfahrer“, dass es ihm um die Auslöschung der Juden geht. Die „Armeen der Kreuzfahrer“ verbreiteten sich auf der arabischen Halbinsel „wie Heuschrecken“, so bin-Laden. Die „Allianz aus Kreuzfahrern und Zionisten“ habe dem irakischen Volk sehr geschadet und „1 Million Iraker getötet“.  Am 11. September entführte die islamistische Terrororganisation al-Qaida vier Flugzeuge in den USA, zwei davon lenkten die Terroristen in die Türme des World Trade Centers und eines in das Pentagon bei Washington. Im vierten Flugzeug entwickelte sich ein verzweifelter Kampf zwischen den islamischen Fanatikern und den Passagieren. Der mutige Kampf der Passagiere wurde nicht belohnt, unter „Allahu akbar“ Rufen der vier Entführer stürzte das Flugzeug über dem Ort Shanksville mit 40 unschuldigen Menschen ab. Das dritte Flugzeug stürzte in das Pentagon in Arlington bei Washington, sein Flugbenzin explodierte und löste einen Großbrand aus. An dieser Stelle starben an Bord der Maschine 64 Personen, darunter die fünf Entführer und 125 Menschen im Gebäude. Die in das WTC geflogenen Jets wirkten wie große Brandbomben und brachten die Türme zum Einstürzen. Viele Menschen in den Türmen lehnten sich aus den Fenstern um noch atmen zu können, viele von ihnen stürzten sich verzweifelt in den Tod. Fünf weitere Gebäude des WTC wurden ebenfalls zerstört, ebenso vier U-Bahn-Stationen und 23 weitere Gebäude, die das WTC umgaben. Über 17.410 Menschen konnten aus den Gebäuden evakuiert werden. Knapp 3000 Menschen kamen bei den islamischen Anschlägen ums Leben.

Die Dschihadisten des 11. September waren privilegierte arabische Studenten und wie in den Abschiedsbriefen und Videos offensichtlich wurde, waren die Terroristen nicht nur der Hamburger Zelle zutiefst religiös, sie kamen aus streng religiösen Familien und waren in Deutschland in eine bereits existierende islamistische Infrastruktur, bestehend aus Moscheen, Personen und islamischen Vereinigungen, eingebunden. Unter dem Schutz der Taliban und der pakistanischen Dschihadisten koordinierte Osama bin Laden mit seinen „Freiheitskämpfern“ den Terror gegen den Westen in Afghanistan. Weil die Taliban sich weigerten ihn auszuliefern bombardierten US-amerikanische und britische Bomber die Taliban und das Al-Qaida-Netzwerk. Die SPD unter Gerhard Schröder mit den Grünen sprachen nun von „uneingeschränkter Solidarität“ und so beteiligte sich Deutschland nach dem Angriffskrieg gegen Jugoslawien ein weiteres Mal an einem Krieg, diesmal in Afghanistan. Dieselben Politiker die der Sowjetunion den „Einmarsch“ in Afghanistan vorhielten befahlen nun dasselbe.

Während der Jahre blieb Pakistan mit seiner 2.450 Kilometer langen gemeinsamen und kaum kontrollierbaren Grenze eine wichtige Drehscheibe für den islamischen Terrorismus. In den Koranschulen Pakistans wurden die Taliban-Terroristen zu Tausenden ausgebildet, ohne dass der Westen etwas dagegen unternommen hätte. Die USA waren nicht in der Lage so viele Terroristen zu töten oder gefangen zunehmen als Koranschulen radikale Prediger anwerben konnte. Was die meisten „Terrorexperten“ bis heute nicht verstehen wollen oder können, wie bei allen Richtungen des Terrorismus ist der Terror erst zu Ende, wenn seine Ideologie am Ende ist.

US-Präsident Joe Biden übernahm Trumps Afghanistan-Rückzugspläne, annullierte aber die Bedingungen, auf die sein Vorgänger noch bestanden hatte und verkündete stattdessen einen „bedingungslosen Rückzug“. Als die USA und die westlichen Verbündeten dann ihre Truppen im August 2021 aus Afghanistan abzogen, überrannten 60.000 Taliban die vom Westen ausgerüstete afghanische 260.000 Mann starke Armee innerhalb von wenigen Tagen, teilweise ohne dass ein Schuss gefallen ist. Ganz offenbar gehört der Islam zu Afghanistan und säkulare Muslime sind klar in der Minderheit. Der Islam reglementiert mit seiner Scharia nun wieder in Afghanistan den Alltag, bestimmt Politik, Justiz, Wissenschaft, Arbeit, Freizeit und Kultur.  In Afghanistan werden Frauen wieder Menschen zweiter Klasse, Andersdenkende, Oppositionelle, Ungläubige und Homosexuelle werden wieder verfolgt gefoltert und ermordet. Für die Taliban, für die Mullahs im Iran und die anderen islamischen Machthaber ist die Scharia die einzig gültige Gesellschaftsordnung. Diese „Ordnung“ wird der muslimischen Bevölkerung mit Gewalt, mit militärischen Mitteln und mit Terror aufgezwungen. Der Sieg der Taliban in Afghanistan wird Islamisten aller Schattierungen einen gewaltigen Auftrieb geben und zu weiterer Expansion ermutigen. Ein Beleg dafür waren die Gratulationen von diversen islamischen Staatsmännern und Terrororganisationen.  Die Hamas gratulierte wie viele westliche linke Antiimperialisten den Taliban zu ihrem Sieg über die Aufklärung und die USA.

Zwanzig Jahre versuchte der Westen mit militärischen Mitteln die Islamisten in Afghanistan zu bekämpfen. Die Ursache des islamischen Terrors, also die dahinterstehende Ideologie wurde zu keinem Zeitpunkt, weder in Afghanistan noch an einem anderen Ort dieses Planeten von westlichen Politikern oder in den Mainstreammedien thematisiert und kritisiert. Der Krieg in Afghanistan war nicht nur ein Bürgerkrieg, der Krieg des Islam ist ein globaler Krieg, wie die unzähligen islamischen Anschläge, nicht nur in der westlichen Welt in New York, in Brüssel, in London, in Madrid,  in Paris im Bataclan, bei Charlie Hebdo oder in Berlin gezeigt haben. Die Mullahs aus dem Iran exportieren ihren Terror in den Nahen Osten, vor allem gegen die westliche Demokratie Israels und unzählige andere islamische Terrorgruppen wie Boko Haram, wie der IS, die Hamas, die Hisbollah, die Muslimbruderschaft oder Dchihad Islami morden, foltern, quälen und unterdrücken die Menschen im jeweiligen Herrschaftsbereich, allein in Nigeria haben die Dschihadisten in den letzten10 Jahren rund 40 000 Menschen getötet und zwei Millionen, darunter 500 000 Kinder, in die Flucht getrieben.

Der politische Islam ist eine gewalttätige Ideologie, die Krieg führt gegen die Aufklärung und die westlichen Werte, wie Gleichberechtigung, Freiheit und Brüderlichkeit. Die westliche Identitätspolitik verhindert seit Jahren so gut wie jede Diskussion über die Zumutungen des Islam, jede Kritik über das Wesen und die Ziele des politischen Islam werden bewusst verhindert. Westliche Regierungen finanzieren in ihrer tödlichen Toleranz, in ihrer blinden Naivität und nicht zuletzt wegen ihres eigenen Antisemitismus den Islamismus mit Steuergeldern. Die EU finanziert beispielshalber mit Steuergeldern die antisemitischen Schulbücher der UNWRA im Gazastreifen, hunderte Millionen von EU-Euro fließen jährlich an das Erdogan-Institut für „islamfeindliche Forschung“. Islamistische Verbände wie die türkische Religionsbehörde Ditib, der „Zentralrat der Muslime“ oder Milli Görüs werden nicht verboten, sondern mit Steuergeldern durch kulturrelativistische Politiker von CDU, FDP, Grünen, Linken und SPD gefördert. Das Islamverständnis der Taliban und dieser Islamverbände hat dieselbe Tradition und der Terror der Taliban ist identisch mit dem Terror ihres Religionsgründers Mohammed. Der Nährboden der islamischen Ideologie ist Frauenverachtung, die Ablehnung säkularer Lebensentwürfe, Antisemitismus, Homophobie, die Sexualisierung von Moral, Führerkult und Machtgewinn durch Angst und Terror. Seit Jahrzenten werden in der westlichen Welt postkoloniale und postmoderne Theorien gelehrt, weshalb die überwiegende Mehrheit der Journalisten in den Mainstreammedien oder die Berater in Politik und Wirtschaft versuchen sich im Islam-Appeasement gegenseitig zu übertreffen. 

Seit kurzem ist beispielsweise bekannt geworden, dass die Islam-Apologetin Nemi El-Hassan ab Oktober das WDR-Wissenschaftsmagazin „Quarks“ moderieren wird. Nemi El-Hassan relativierte islamistische Gewalt, in dem sie den mörderischen „Dschihad“, den Kampf gegen Juden und andere Ungläubige, mit „freundlich sein“, „arbeiten“ und „geduldig sein“ übersetzte. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Nemi El-Hassan im Jahr 2014 am islamistischen und antisemitischen Berliner Al-Kuds-Marsch mit den Aufrufen zur Vernichtung Israels teilnahm.

Die antisemitische und antiimperialistische Gruppe „Marx21“ der Linkspartei veröffentlichte eine Übersetzung aus dem antizionistischen Internetportal Mondoweis in dem der Sieg der Taliban über die USA als „Wendepunkt in der Weltgeschichte“ gefeiert wird. In der Taz unterstellt ein Georg Diez den USA in Afghanistan eine „Herrschaft des Terrors“ wobei der im Westen grassierende Rassismus für den Krieg verantwortlich sei. Abgerundet wird die todbringende Farce durch den Umstand, dass Islam-Apologeten und Israel-Gegner wie Jürgen Todenhöfer nach wie vor gerngesehene Gesprächspartner in den diversen Talkshows und politischen Magazinen sind.

Zwanzig Jahre nach dem 11. September werden in Deutschland Weihnachtsmärkte mit Betonpollern und bewaffneter Polizei gesichert und gleichzeitig wird das Thema Islamismus in den Parlamenten und in den öffentlich-rechtlichen Medien mehr oder weniger totgeschwiegen. Im Namen der Religionsfreiheit predigen Salafisten in Deutschland straffrei ihren Hass gegen Ungläubige und Juden während ihre Kritiker öffentliche Auftritte nur unter Polizeischutz durchführen können. Solange westliche Regierungen und die ihnen angeschlossenen Medien mit ihren kulturrelativistischen und woken „antirassistischen“ Protagonisten, den Islam, dem seit seiner Gründung eine politische und kriegerische Agenda innewohnt, in den eigenen Ländern unterstützen, solange sie von einem „moderaten Islamismus“ halluzinieren, solange man nur die Dschihadisten kritisiert, aber nicht die theologische Quelle ihres Hasses, darf man sich über die Siege der Islamisten und ihre zukünftigen Terroranschläge nicht wundern. So sind die westlichen Islam-Apologeten mitverantwortlich für die überdimensionale Blutspur des Islamismus der letzten zwanzig Jahre, sie hatten in übertragenem Sinn ihre Hände an dem Messer das Samuel Pati den Kopf abtrennte.

Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch

59 Kommentare leave one →
  1. 14. September 2021 09:25

    Zwanzig Jahre nach dem 11. September beherrschen die Taliban wieder Afghanistan und der Westen hat seit zwanzig Jahren nichts dazugelernt.

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  2. 14. September 2021 09:36

    Das Kuscheln mit dem Islam geht mir immer mehr auf den Senkel. Die Islamistin beim WDR ist ein weiterer Tiefpunkt in der ohnehin unrühmlichen Ära der Öffentlich-Rechtlichen. Welcher aufgeklärte Mensch sieht da noch ein GEZ zu bezahlen?

    Islamkritiker brauchen Polizeischutz und Islamisten verbreiten ungestraft ihren Menschenhass und ihren Antisemitismus. Es ist zum in die Luft gehen.

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  3. chaikagrossmann permalink
    14. September 2021 10:23

    Die moghule waren ein eigenständiges Imperium, das sich mit den Briten verbündet hatte. Afghanistan war ein Teil dieses Imperium. Indien wollte seine abtrünnige Provinz mit Hilfe der Briten zurückholen.
    Afghanistan bestand immer aus mächtigen Fürsten, von denen einige sich zum politischen also rechtsradikalen Islam bekannt haben. Die Verbindung von Faschismus und politischen Islam erfolgte etwa zwischen 1870 und 1930. Der erste Weltkrieg und das Büro Ludendorff waren Recht aktiv. Doch wie auch in Europa hat jeder das Recht auf seinen eigenen Faschismus. Die Taliban sind das Verbrechen der Nato. Im kalten Krieg sollte sich jeder bewusst machen, dass im Great Game jede Handlung Folgen hatte. Dass sich der hust Westen sich beliebig mit Faschisten verbündet und dabei jeden diffamiert, der sich nicht der Autorität unserer geliebten Regierung beugt, ist bekannt. Und natürlich existiert im Rahmen der Religionsfreiheit ein Netzwerk von faschistischen Gruppen mit Infrastruktur. Alles andere wäre auch …antiislamischer Rassismus.

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    • 15. September 2021 01:35

      Stimmt was Sie sagen; bloß dies nicht: Inwiefern wäre der Islam „rechtsradikal“? Der Islam ist eine mörderische Herrenmenschenideologie wie der Nazismus und der Kommunismus; da Unterschiede zu ziehen wäre rein theoretisch.

      Seit den 1960ern ist der politische Islam übrigens fest und fester mit rotbraunem Sowjetimperialismus verbunden: Die Sowjetunion hat seit den 1950ern arabische Machthaber ausgerüstet, damit sie Israel und den Westen zerstören.
      Auch jetzt begeistern sich besonders Linke und Grünlinke für den Islam, nicht?

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      • chaikagrossmann permalink
        15. September 2021 11:15

        Der Islam würde genau wie das Christentum als Herrschaftsabsicherung gestiftet. Als Ideologie der Herrschaft absoluter Kaiser oder Sultane aber das ist wirklich dasselbe. Der Nationalsozialismus als Ideologie ist radikaler als Christentum und Islam. Es ist die Herrschaft der Maschinenmenschen.
        Als Historikerin bemühe ich mich um Differenz, es ist quasi mein Job, eine Berufsehre. Und daher muss ich widersprechen. Die Sowjetunion hat sich im kalten Krieg mit jedem verbunden, der der Nato geschadet hat, es ist die Fortsetzung des Great Game. Israel hat sich für seine Sicherheit mit dem Teufel verbündet, denn der Westen kümmert sich nur um eigene Belange. Insofern begeistern sich nicht nur Menschen aus dem Sog. Antiimperialismus
        Für Antisemitismus, sondern die Mehrheit wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Als Sozialistin möchte ich darauf hinweisen, dass sich Zionismus und Sozialismus gut ergänzen. Sozialisten sind zugleich radikal emanzipatorisch, also bin ich dafür alle Fürsten zu enteignen, ob obos aus Benin oder Hohenzollern. Die sollen sich freuen, dass sie nicht erschossen wurden. Das liberale Judentum und Sozialismus haben sehr viele Gemeinsamkeiten und ohne die jüdische Bildungstradition gäbe es uns Sozialisten nicht. Was da also als Linkspartei herumläuft oder Frau esken oder Herr Kuhnert sind entweder ideologiefreie karrieristen oder Sozialrevolutionäre, die seit 150 Jahren mit Faschisten rummachen. Ich nenne das Querfront.

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        • 15. September 2021 18:42

          @chaikagrossmann, stimmt fast alles was du schreibst, auch das Christentum wurde als Herrschaftsabsicherung gestiftet, nur: Christen entführen keine Flugzeuge um damit in Hochhäuser zu fliegen und von Christen gibt es keine vergleichbaren Anschläge wie im Bataclan oder gegen Charlie Hebdo und wenn Christen ihrem Glauben den Rücken kehren wird ihnen von ihren ehemaligen Religionsgenossen nicht der Kopf abgeschnitten. Ganz abgesehen davon, dass Jesus Nächstenliebe verkündete und gekreuzigt wurde und Mohammed jüdische Stämme überfiel die Männer köpfen lies und die Frauen versklavte, kurz er seine Offenbarung mit dem Schwert verbreitete. Die Ausgangspunkte der jeweiligen Religion waren also komplett andere.

          Im Kalten Krieg hat sich, wie man aus meinem Text ablesen kann, auch der Westen mit dem „Teufel“ verbunden, ob nun im Iran oder in Afghanistan, die Folgen sind bekannt. Über Esken brauchen wir nicht zu reden, da ist Hopfen und Malz verloren.

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        • chaikagrossmann permalink
          15. September 2021 19:56

          Äh bitte verzeih meine Hinweise aber Jesus ist keine historische Person, sodern die Erfindung von saulus oder Paulus. Das urchristentum fand Sklaverei gut, deswegen hat Konstantin die Religion auch Staatsreligion erhoben. Flugzeuge gab es nicht, statt dessen haben die wissenschaftsfeindlichen Christen die damaligen Akademien zerstört, vergewaltigt und Wissenschaftlerinnen öffentlich hingerichtet. Ähm, ich lade dich gerne zu einer Tagung ein… es gibt wirklich Ähnlichkeiten…die Erfindung der Nächstenliebe fand ab 376 statt, nachdem die Heiden lieber starben, als Christen zu werden. Da wurde das Christentum einigen Kulten angepasst. Und der Islam bräuchte diesen Sermon nicht, wie Mohammed fand. Das ist der wesentliche Unterschied… naja und heute gibt es in der Tat keine Scheiterhaufen mehr. Und ja, Mensch kann austreten. Aber Sklaverei und Organhandel gibt es, Frauenhandel auch. Und austreten kann Mensch nur in Europa, in anderen Kontinenten sieht das anders aus. Da lässt dich der Bischof schon hinrichten. Da gibt es auch Steinigung und so. Du bist vielleicht ein bisschen…eurozentristisch…

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        • chaikagrossmann permalink
          15. September 2021 19:59

          Und was Israel angeht, so liegt mir eine Kritik fern. Das ist vielmehr ein Zitat von Moshe…als er 1955? Den Vertrag mit der Bundesrepublik unterschrieb, das Geheimdienst Abkommen. Seitdem ist der Mossad der tatsächliche Geheimdienst…

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        • 15. September 2021 20:48

          Mir ist schon klar, dass es umstritten ist ob es nun Jesus gegeben hat oder nicht. Das ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist die jeweilige Geschichte und die ist halt diametral anders. Entscheidend ist nicht was vor 2000 Jahren war, sondern was heute ist und heute entführen Dschihadisten Flugzeuge um in Hochhäuser zu fliegen, ermorden feiernde Menschen im Bataclan und steinigen Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr. Das machen weder Juden noch Christen im Namen ihrer Religion.

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        • chaikagrossmann permalink
          15. September 2021 20:55

          Gut, sagen wir, nicht mehr. In Ordnung?

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        • chaikagrossmann permalink
          15. September 2021 21:06

          Also Christen tun es nicht mehr. Aus dem Judentum sind mir derartige Praktiken nicht bekannt. Zu keinem Zeitpunkt.

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        • 15. September 2021 21:24

          Das Judentum können wir ohnehin außen vor lassen. Die Kriminalgeschichte des Christentums und des Islam ist geprägt von den Verfolgungen gegen die Juden. Was ich sagen wollte, es ist nicht relevant ob Jesus oder Mohammed gelebt haben, entscheidend ist was Moslems und Christen heute glauben, was ihnen „überliefert“ wurde. Das Christentum wurde immer wieder reformiert, zum großen Teil gegen ihren Willen, siehe die Aufklärung. Der Islam wurde nie reformiert und er ist von seiner Grundstruktur her schwer zu reformieren. Der Koran ist Gottes Wort und darf nicht verändert werden, im Islam ist das komplette Leben der Muslime geregelt, wie im Text beschrieben, Justiz, Kultur usw. Zum Beispiel, wer den Islam verlässt muss vom gläubigen Muslim getötet werden, das war vor tausend Jahren so und das ist weiterhin so. Der Islam ist eine politische Ideologie die der gläubige Muslim nicht einfach so verlassen kann. Wenn heute ein Christ aus der Kirche austritt kräht kein Hahn danach.

          Und vor allem: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist, das heißt: Religion und Staat haben nichts miteinander zu tun. Im Islam sieht das völlig anders aus …

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        • 17. September 2021 22:43

          Sozialismus ist Barbarei in Reinkultur, gleichgültig wie mans nun dreht oder wendet oder rechtfertigt oder weißwäscht.
          Sozialismus hat nichts als Elend und Massenmord gebracht. Schlimm zu sehen wie verblendet Sie sind.

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        • chaikagrossmann permalink
          18. September 2021 01:59

          Seufz. Die Bolschewiki sind mit Hilfe von Ludendorff in den Kreml gehievt worden. Das sind keine Sozialisten. Wer Anarchisten an die tscheka ausliefert, ist kein Sozialist. Oder Sozialistin. Die Bolschewiki haben zahlreiche Verbrechen begangen, darunter Massentötungen an Sozialisten. Sozialismus ist ausgezeichnet und allerbesten die Querfront und die völkischen gehören nicht dazu. Leider ist der Name nicht geschützt, kann ich Frau esken und alle anderen nicht verklagen.

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        • 18. September 2021 03:05

          Sie werden nie aufhören mit Sozialismus bis Sie auch die Frau Esken und alle anderen internationalen und nationalen Sozialisten zu Ihrer großmännischen Art des wahren Sozialismus bekehrt oder gezwungen haben werden, nicht?
          Nu; auch ’ne Art das Leben zu genießen, nehme ich an. Aber eine so verkniffene. Wie Pol Pot ja nun auch. Okay, pardon!, wie Maduro. Der hat nur Tausende umgebracht und Millionen verelenden lassen, keine Millionen umgebracht. Muss wohl dann ein guter Sozialist sein.

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        • chaikagrossmann permalink
          18. September 2021 02:07

          Mich beunruhigt aber zutiefst, dass Frau esken und die ganze selbsternannte „linke“ in arabischen und islamistischen Faschisten nur Terroristen erkennen wollen. Das der politische Islam faschistisch ist, steht ausser Frage. Es sind viele konkurrierende faschistische Gruppen, die in der Region Menschen morden und versklaven. Dass die Szene der “ linken“ SPD, Linken und Grünen und ähnliche Gruppen das nicht sehen wollen, ist kein Realitätsverlust mehr. Das ist eine neue Form von Antisemitismus. Von Judenhass. Vielleicht der Antisemitismus des 21. Jahrhundert, wie ihn Human watch, Amnesty, attac und andere ihn begründet haben. Als sie in Durban mit der faschistischen Hamas gemeinsam BDS gegründet haben. Eine neue völkische Ideologie?

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        • 18. September 2021 03:12

          Unfug. Der Islam ist genauso sozialistisch wie Bernie Sanders und wie der Adolf höchstpersönlich und wie die ganze PFLP und wie sämtliche leninmarxistischen Linksparteien und NSDAP-Neuauflagen plus Yassir Arafat und die iranischen Ayatollahs.
          Tja so ist das nun mal. Reine Realität, die Sie jedoch nicht verstehen.

          Ihr rein theoretisches völlig abgehobenes Gerede geht mir langsam auf den Geist, Frau Grossmann. Pardon.

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        • chaikagrossmann permalink
          18. September 2021 10:55

          Okay, mit wütenden Menschen zu diskutieren ist nicht möglich. Wer aufgebracht ist, will nicht differenzieren sondern um sich schlagen. Ich bin aber weder ihre Dummy Puppe noch ihr Feind.

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        • 22. September 2021 02:23

          Emotionales Argument, also gar kein Argument.
          Es geht überhaupt nicht wütend, um sich schlagen, Dummy, oder um sonst ein lauwarmes Billiggefühl (Ben Shapiro: „facts don’t care about your emotions“). Es geht um sozialistische Barbarei, der Sie anhängen.
          Kummunisten wie Sie sind schlechthin die Definition von Feind: Weil solche das Judentum abschaffen wollen durch Propaganda, erzwungene Konversion und Gehirnwäsche.

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        • chaikagrossmann permalink
          23. September 2021 14:25

          Das ist falsch. Als Sozialistin bin ich Atheistin und interessiere mich nicht für Religion. Wer beten will, kann das gerne tun, Hauptsache die Person belästigt mich nicht damit. Politisch ist dann, wenn sich Religion mit Faschismus verbündet, wie etwa das Christentum und als deutsche Christen den Hass auf Juden predigen und Menschen mit Behinderungen ermorden. Oder aktuell der Islam, der sich in seiner Erscheinung als Islamismus zum Faschismus geworden ist. Das Judentum mag ich insofern gerne, als mich niemand verbrennen oder erschlagen möchte und genau so wichtig, niemand zur Konversion zwingen will. Also sind Juden meine natürlichen Verbündeten. Religion kann Mensch nicht verbieten, nur zu Toleranz zwingen. Meine Toleranz geht sehr weit und meine einzige Sorge besteht nur darin, dass Juden ihre Religion ungehindert ausüben und ich ungehindert lesen oder schwimmen gehen kann. Das ist Sozialismus. Ohne Demokratie, Feminismus und Toleranz gibt es keinen Sozialismus. Auch wenn sie sich das nicht vorstellen können.

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        • 21. September 2021 18:36

          Ein kleiner Schlichtungsversuch: Ich sehe im politischen Islam mehr Verbindungen zum Faschismus als zum Sozialismus, aber ich verkenne nicht, dass Linke stets von den Schnittstellen der Linken zum Islam halluzinieren. Es ist auch sicherlich kein Zufall, dass es vor allem die Linke (wer immer das ist), die den Terror der islamistischen Halsabschneider von Hamas, Hisbollah, IS und Taliban verharmlost, tabuisiert oder gar rechtfertigt.

          Die Frage ist halt was man unter Sozialismus und unter Faschismus versteht. Die Definition dafür ist entscheidend, ansonsten kann es nur zu Missverständnissen kommen.

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        • 21. September 2021 23:55

          Ja.
          Das Problem ist, zwischen nationalem-Sozialismus und internationalem Sozialismus überhaupt zu unterscheiden.
          Warum wird so vehement unterschieden: Weil Stalins Propaganda damit par ordre-de-mufti begonnen hat, als Hitler 1941 den Pakt brach. Seitdem geißelt die Linke nicht nur linke Abweicher als Reaktionäre, sondern behauptet, die nationale Variante des Sozialismus (Nazismus und Faschismus) sei „rechts“.

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        • 21. September 2021 18:39

          Und was ist heute schon links:

          Links wo das Herz ist?

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  4. 14. September 2021 11:10

    Sehr schöne Zusammenfassung des „Schlamassels“

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  5. 14. September 2021 14:01

    Das Regime der afghanischen Kommunisten war eines der grausamsten und mörderischen Kapitel in der Geschichte dieses gewalttätigen Landes.

    Man sollte sich vor Augen halten, dass die Taliban, als sie die Macht übernahmen und die sowjetische Besatzung vertrieben, eine Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hatte. Die Kommunisten unter Najibullah waren so grausam und brutal, dass die afghanische Bevölkerung den Taliban den Vorzug gab. Das sollte man nie vergessen, bevor man sich der Illusion hingibt, dass die afghanischen Kommunisten bloß die Frauen befreien wollten und deswegen von bösen Islamisten und hinterlistigen CIA Agenten gestürzt wurden. Massenmorde, Folter und willkürliche Herrschaft prägten die kommunistische Phase Afghanistans, die zwar kurze Röcke für Frauen zuließen, aber den Großteil ihrer Opposition ermordeten.

    Auch jetzt sollte man zur Kenntnis nehmen, dass die Regierung unter Ghani unvorstellbar korrupt gewesen ist. 500 Milliarden Dollar Hilfe in zwei Jahrzehnten und 2/3 Afghanistans sind nicht an das Stromnetz angeschlossen, von Straßen, Infrastruktur, Spitälern oder gar sauberem Trinkwasser ganz zu schweigen. Stattdessen haben GenderexpertInnen Geld damit verdient, die afghanische Elite in Wokeness zu unterrichten.

    Mich persönlich wundert es nicht, dass die Afghanen lieber die Taliban an der Macht sehen, als eine Elite von korrupten Harvard, Princeton und Yale Absolventen, die für normale Leute nur Verachtung übrig haben und aus Kabul New Jersey machen wollten, .

    Der Sieg der Taliban, das muß man einfach anerkennen, beruht auf eindeutigen Mehrheitsverhältnissen. Die Taliban regieren, weil die Mehrheit der Bevölkerung sie unterstützt und sich von ihnen ein Ende der Korruption erwartet, die sie in Hunger, Armut und Dunkelheit zurück ließ, während die Genderexpertinnen kultursensibel die Eliten Afghanistans darin unterrichtet haben, welche pronouns man wann verwenden muß.

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    • 14. September 2021 18:31

      Die Geschichte Afghanistans ist wie bei vielen anderen islamischen Ländern geprägt von Modernisierungsversuchen und entsprechenden Gegenbewegungen. Die Sowjets mögen grausam und brutal gewesen sein, aber die Grausamkeit und die Brutalität der Taliban war nach meinen Informationen um ein Vielfaches größer. Aktuell bin auch ich davon überzeugt, dass die Afghanen mehrheitlich die Taliban begrüßen, ansonsten hätten diese nicht innerhalb einer Woche die afghanische Armee überrollt.

      Wenn die Afghanen also die Scharia, die Frauenverachtung und die Menschenverachtung der islamischen Ideologie mehrheitlich befürworten stellen sich einige Fragen:

      1) Was macht der Westen, wenn wieder Terroranschläge auf westliche Metropolen von Afghanistan aus koordiniert werden?
      2) Wenn sagen wir 99 Prozent der Afghanen die Scharia befürworten was machen wir mit den Flüchtlingen, die aus Afghanistan zu uns kommen wollen?
      3) Wie umgehen mit Flüchtlingen die die Scharia befürworten und für die Frauen Menschen 2. Klasse sind?

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      • 15. September 2021 09:49

        Das sind alles sehr gute Fragen und sie werden zum Teil durch die Politik bereits beantwortet. Antwort auf Frage 1: Nichts. Antwort auf Frage 2: Sie werden aufgenommen. Antwort auf Frage 3: So wie bisher.

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      • 15. September 2021 10:00

        „Wenn die Afghanen also die Scharia, die Frauenverachtung und die Menschenverachtung der islamischen Ideologie mehrheitlich befürworten…“

        Das tun sie vermutlich, aber wir sollten vor allem daran denken, dass Leute Ordnung wollen und dass sie wo sie können, die Ordnung, die sie kennen wählen werden um das Chaos zu vermeiden.

        20 Jahre westliche Hilfe und Entwicklungsarbeit haben das Leben der Afghanen nicht besser gemacht, sondern bloß einer Elite genutzt, die nichts getan hat die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern.

        Die Kommunisten haben auch nichts dergleichen getan, und es ist zynisch den Fortschritt von Entwicklung an Miniröcken fest zu machen. Wichtig wären in den letzten Jahren nicht so sehr Frauenrechte gewesen, sondern Infrastruktur, elektrischer Strom und sauberes Trinkwasser. Die Frauenrechte wären mit der Entwicklung gekommen, jetzt stehen sie für westliche Arroganz und Unfähigkeit.

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        • 17. September 2021 22:41

          Theoretisch, Jurek. In der Praxis bleiben islamische Länder jedoch beim Dschihad und bei der Tyrannei nach innen und nach außen, ganz egal wie viel Geld gutmeinende Ahnungslose da hineinstecken.
          Das Elend dorten liegt nicht an fehlender Elektrizität usf., es liegt an der islamischen Ideologie von der diese Länder nicht abkommen.

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      • 15. September 2021 11:22

        Ich würde die Zeit der 60er und 70er Jahre nicht nur auf den Kommunismus verengen. Afghanistan öffnete sich zu der Zeit auch für den Westen und die Miniröcke, die Entschleierungen, kurz die Gewährung der Frauenrechte sind sehr wohl ein Indiz dafür wie fortschrittlich ein Land ist.

        Eine Infrastruktur wie in Industrienationen in einem Land wie Afghanistan mit der Geografie zu schaffen ist kaum möglich. Die Boden- und Sozialreformen wurden bekanntlich von den reaktionären Kräften bekämpft. Selbstverständlich wollen die Menschen Ordnung und Sicherheit, in Afghanistan nun eben unter den Taliban mit den bekannten Begleitumständen. Der Westen ist in Afghanistan gescheitert, auch das ist unbestritten. Deinen Antworten auf meine drei Fragen kann ich jedoch nicht folgen, denn wenn es so kommen sollte wie du schreibst ist genau das vorprogrammiert was ich befürchte:

        1: Was werden die EU-Bürger sagen und wählen, wenn nach einem Anschlag in Europa mit beispielsweise 3000 Toten nichts außer Gebetskreisen und Lichterketten getan wird? Europa wird sich in eine äußerst ungute Richtung entwickeln.

        2 und 3: Wenn Millionen von afghanischen Gotteskriegern in Europa aufgenommen werden, die täglich ihren Dschihad predigen und ausführen wird sich Europa in eine äußerst ungute Richtung entwickeln. Stichwort Wahlen! Wenn sich Europa abschottet wird der Aufschrei ähnlich groß sein.

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        • 16. September 2021 11:29

          Europa wird sich in eine Richtung entwickeln, die man als illiberalen Liberalismus bezeichnen kann. Der Terror wird mit Polizei und Geheimdiensten bekämpft, aber die Kritik am Islam noch weiter eingeschränkt. Es gibt verschiedene Interessen, die hier abgeglichen werden müssen.
          Linke Hegemonie ist Macht orientiert und wird mit Dschihadisten nicht anders umgehen als jede andere staatliche Macht, aber Kritik an ihr wird mehr oder weniger verboten sein. Oder statt verboten könnte man auch sagen: zu Tode ignoriert.

          Nicht einmal die Linken, die sich dem entziehen, verstehen was linke Hegemonie ist und warum man sie kritisieren muß. Die Bahamas Redaktion ist das beste Beispiel dafür.

          Ich teile die Sorge nicht, dass Europa von einer rechten, populistischen oder gar faschistischen Welle betroffen sein wird, denn die Kräfte, die das repräsentieren sind politisch viel zu schwach und intellektuell nicht auf Augenhöhe. Alles, was sie tun können ist eine Plattform für die 20% Unzufriedenen sein, die von den Medien bereits als Menschen zweiter Klasse markiert wurden. (Die Ungeimpften oder die Islamkritiker )
          Der Populismus, der von Mainstream Medien zur Gefahr stilisiert wird ist in der Regel nicht gefährlich, weil die Mainstream Medien ihn so einfach zum Watschenmann degradieren können. Wäre dieser Populismus gefährlich hätten sich diese Medien ihm bereits längst angedient.

          Die EU Bürger werden auch nach einem Terroranschlag immer das wählen, das sie als gute Menschen da stehen läßt. Das ist ein Habitus linker Hegemonie, mit der diejenigen, die Macht ausüben auch an der Macht bleiben können. Die Gefahr von rechts existiert nicht. Das ist eine Chimäre mit der sich linke Hegemonie politisch absichert, um Kritik ausschalten zu können. Anti-Rassismus ist nicht bloß Ideologie, sondern ein radical chic, der so aussieht, wie hier und sich nicht ändern wird:

          https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/usa-aoc-provoziert-die-reichen-auf-der-met-gala-17536814.html

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        • 16. September 2021 20:25

          @Jurek, bin grad im Kurzurlaub in Italien, darum nur kurz: Illiberaler Liberalismus trifft es gut, deine Prognose teile ich und so meinte ich es auch. Hinzufügen würde ich – französische Verhältnisse in Westeuropa

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        • 17. September 2021 22:47

          Gute Ferien wünsch ich!

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        • 17. September 2021 10:21

          Schönen Urlaub, Manfred!

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        • 17. September 2021 22:44

          Volle Zustimmung!

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        • 21. September 2021 07:58

          Hier noch eine Meinung aus Großbritannien:

          https://unherd.com/2021/09/the-truth-about-afghan-women/

          „What did America’s two trillion-dollar investment buy for this group of Afghan women, in terms of an improved standard of living? Spoiler alert: not much.“

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  6. 14. September 2021 18:45

    Die WDR Wissenschaftssendung „Quarks“ soll also künftig die Islamistin Nemi El-Hassan moderieren. El-Hassan fiel jahrelang mit islamistisch-identitären Haltungen auf und nahm am judenfeindlichen Al Quds Marsch teil. Der WDR meldet nach dem Shitstorm er werde die Moderation der Islamistin vorerst aussetzen.

    Dieser Fehlgriff ist kein freilich Einzelfall. Schon im Frühjahr stellte sich der WDR vor islamistische Funktionäre:

    https://vunv1863.wordpress.com/2021/05/06/tauscht-der-wdr-uber-islamistische-funktionare/

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  7. 15. September 2021 17:53

    Manfred, Du schreibst:
    Nemi El-Hassan relativierte islamistische Gewalt, in dem sie den mörderischen „Dschihad“, den Kampf gegen Juden und andere Ungläubige, mit „freundlich sein“, „arbeiten“ und „geduldig sein“ übersetzte.

    Eine Unschuldsvermutung wollen wir nicht ganz außer Acht lassen, hier geht’s ja nicht um die „Pandemie“, aber man kann sich ja fragen, was was zu bedeuten habe.

    Der Fluß an Informationen, die nicht der WDR-Verklärung den Teppich nachrollt, läßt darauf schließen, daß Nemi el-Hassan nach wie vor „islamistisch“ tickt.

    Mehr als Vermutung aufgrund mir eher spärlicher Informationsgrundlage kann folgendes also nicht sein.

    So also a propos:
    „freundlich sein“, „arbeiten“ und „geduldig sein“

    Das ist keine „Relativerung oder Übersetzung“ von Dschihad (und ich gehe davon aus, daß das Dir, Manfred, auch klar ist, aber es wird in Deinem Text nicht weiter beleuchtet), sondern ihr Weg -wie der von zig anderen- den Dschihad zu begleiten und zu erfüllen.

    Tacheles.

    „freundlich sein“ ist die Heuchelei zur „Förderung“ des Islams, islamischer Begriff dafür: Takija.
    Auf Deutsch: „liebenswürdige Person“.

    „arbeiten“ ist die Infiltration.
    Auf Deutsch: „tüchtige Person“.

    „geduldig sein“ bis die Früchte der Arbeit -die Islamisierung- reifen.
    Auf Deutsch: „bescheidene Person“.

    So kann man das lesen.
    Wenn aber dieselben Leute, die seit Jahrzehnten bemüht sind den Teufel an der Wand „Israel“ zu nennen und uns nun auf gut Deutsch erklären, daß an all dem Gerede rund um Nemi el-Hassan nichts dran sei, ja, daß alles gut sei, dann ist das selbstverständlich hoch glaubwürdig, nicht wahr?

    Ergo.

    Im Sinne der derzeitigen und ausschließenden medialen Meinungshoheit ist Nemi el-Hassan die perfekte Wahl für die nächste Bundeskanzlerin des Vielfalts- und Einfaltspinselparteien-Einheitsbreistaats.


    Allen, die noch an etwas glauben mit Menschenverstand und Herz am rechten Fleck seien treu besiegelt auf ein süßes neues Jahr.

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    • 15. September 2021 18:34

      A.mOr, ich habe das Beispiel Nemi El-Hassan nur kurz angerissen um meine Thesen zu begründen. Das Thema WDR – Öffentlich Rechtliche – Nemi El-Hassan – Islamismus – Al QudsTag in Berlin verdient eigentlich einen eigenen Text.

      Die Moderatorin, die im „Dschihad“ eine „Vision“ sieht, die vielfach auf antisemitischen Demonstrationen war, die vielfach extrem antisemitische Hetze gegen Israel auf Twitter verbreitet hat, ist ein Angriff auf die Zivilisation und diese Islamistin ist kein Einzelfall im ÖR. Die Einstellung für „Quarks“ wird nun geprüft, bis sich die Wogen geglättet haben, vermutlich steht die Islamistin aber weiter auf dem Lohnzettel des WDR. So finanziert der GEZ-Zahler den Islamismus.

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  8. 20. September 2021 23:07

    Hier ist eine Würdigung Jean Amerys im englischen Magazin Fathom schienen.

    Es ist das Flaggschiff der Israel solidarischen Linken in Großbritannien.

    https://fathomjournal.org/jean-amery-as-a-critic-of-the-anti-israel-left/

    Auf jeden Fall lesenswert.

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    • 21. September 2021 03:00

      Bestimmt. Danke für den Link.
      Wobei die Linke seit je her auf dem toten Gleis dampft. Jean Améry hatte jahrelang die Linken gepäppelt und gefeiert. Es fiel ihm erst sehr spät auf, dass Linkssein nicht Individualrecht und Individualfreiheit will, egal wie laut die Linken „Recht und Freiheit!“ rufen mögen. Es geht den Linken dabei von je her um Recht für die Partei auf totale Herrschaft und um die Freiheit, Andersmeinende zu terrorisieren und umzubringen. Ja so simpel ist das.
      Leider hat Améry nicht die Konsequenzen gezogen. Er hätte ja die Gemeinsamkeit des Sozialismus mit islamischem Terror klar erkennen und benennen können!, ausgehend vom verordneten sowjetischen Antizionismus der 1960er. Hat er aber nicht. Er blieb beim wütenden sich-Beschweren über Judenhass in linken Gruppen stehen.

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      • 21. September 2021 18:26

        Der Auschwitzüberlebende Jean Améry wählte am 17. Oktober 1978 den Freitod mit Schlaftabletten im Hotel „Österreichischer Hof“ in Salzburg. Im Januar 1979 kehrte Ajatollah Khomeini in den Iran zurück und gründete im selben Jahr den islamfaschistischen Gottesstaat Iran, von dem die folgende Islamisierung, die wir heute bedauern ausging. Im August 1979 rief Khomeini den al-Quds-Tag, mit dem Ziel der Vernichtung Israels aus. Mit diesem Datum erreichte der Islamfaschismus die Dimension die wir heute kennen. Jean Améry war da schon tot.

        Jean Améry kritisierte zu Lebzeiten den linken und von daher den islamischen Antisemitismus wie kein anderer!

        Jean Améry und die ideologische Verwahrlosung der Linken

        Der islamische Gottesstaat Iran ist die größte Gefahr für den ohnehin brüchigen Weltfrieden

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        • nussknacker56 permalink
          21. September 2021 23:08

          Natürlich gebe ich mich jetzt einer Spekulation hin, dennoch will mir nicht aus dem Kopf, dass der Freitod von Jean Améry auch damit zu tun hatte, als ihm bewusst wurde, dass von einer weitgehend antisemitischen und israelhassenden Linken absolut nichts zu erwarten war. Sich somit einer letzten Hoffnung im Kampf für eine vermeintlich bessere Welt beraubt zu sehen, muss für ihn eine fürchterlich deprimierende Erkenntnis gewesen sein.

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        • 22. September 2021 00:00

          Eben, Nussknacker. Améry hat Judentum über den Holocaust definiert, oh der falsche Weg. Auch Paul Celan ist nicht zum Judentum zurückgekehrt, sondern hat sich von den Erinnerungen ans Lager auffressen lassen, bis er sich in die Seine gestürzt hat.

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        • 21. September 2021 23:45

          Alles richtig und nötig, was Sie über Jean Améry schreiben.
          Nur dieses eben: Ja er hat die Linken wegen ihres Judenhasses zerfetzt usf., ist jedoch nicht konsequent genug gewesen. Henryk M. Broder hat sich zur selben Zeit (1976 wegen der widerlichen Reaktion von links auf Israels Vorgehen in Entebbe) von den Linken zurückgezogen; das war konsequent.

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        • 21. September 2021 23:48

          P.S.
          … und sich umzubringen ist ja nicht konsequent. Es ist Aufgeben ohne Sinn und Zweck… wer sich umbringt, negiert alles war er zuvor getan hat, nicht?.

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        • 22. September 2021 15:39

          @nussknacker56
          Der Weltschmerz von Jean Améry, sein zerstörtes Weltvertrauen haben zum großen Teil mit der Erkenntnisresistenz der Linken seiner Zeit zu tun. Ich bin davon überzeugt, dass sein Freitod damit zu tun hatte. Hätte Jean Améry noch gelebt, würde er das Nötige zum islamischen Terror von 9/11 oder Charlie Hebdo gesagt haben.

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  9. 23. September 2021 21:32

    Nichts aus diesen selbstbezogenen Kleinmädchenfantasien über die große Politik hat irgend einen Realitätsgehalt.

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    • 23. September 2021 21:34

      P.S.
      Pardon!, der Kommentar steht ja da völlig erratisch. Er bezieht sich auf Frau Grossmanns Fantasien übern Sozialismus und wie toll der sei.

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    • 24. September 2021 10:14

      Aristobulus, wir sind uns aber schon einig, dass Adolf Hitler ein Rechtsextremist und der Nationalsozialismus mit seinem rassebiologisch geführten Krieg gegen die Sowjetunion, den Nürnberger Gesetzen, der fabrikmäßigen Ermordung von 6 Millionen Juden, seinen sozialdarwinistischen Morden von Behinderten und anderen „lebensunwerten“ Menschen, seiner Blut und Boden-Ideologie usw. eine rechtsextreme Ideologie war.

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  10. 25. September 2021 20:01

    Na ich hatte geahnt, dass diese Frage kommt :-), etwa in der Gestalt wie, „wir sind uns aber schon einig dass Nazis Rechtsextreme sind, denn sind sie nicht?“
    Ah, da sind wir uns gar nicht einig. Macht nichts!, man muss darüber reden.

    Es hat keinen praktischen Sinn, zwischen Rechts- und Linksextremen zu unterscheiden; die Unterscheidung ist rein theoretisch, zumal sie der sowjetischen Propagandaabteilung entstammt.
    Détails, die Sie präzise feststellen: Rassebiologisch geführter Krieg, Nürnberger Gesetze, industrieller Holocaust an den Juden, sozialdarwinistische Morde an Behinderten und „Lebensunwerten“, Blut-und-Boden-Ideologie. Diese nazistischen Détails haben ihre exakte Entsprechung im Marxismus-Leninismus in Theorie und Praxis, bloß werden sie dort anders genannt. Die realen Auswirkungen sind die selben: Millionen gezielte Morde.

    Allein das Détail Rasse scheint Nazis und Kommies zu trennen, ja? Nicht wirklich. Im Marxismus-Leninismus ist das Klasse. Kommies behandeln Klassenfeinde genauso wie Nazis die Minderrassigen behandeln… keinerlei realer Unterschied.

    Selbst Blut-und-Boden findet im Marxismus seine reale Entsprechung; a) die Glorifizierung der Arbeiterklasse, b) der historische Materialismus, der vom zwangsläufigen Ablauf der Geschichte ausgeht, so als ob diese aus dem Boden und aus dem Blute wüchse (was Karl Popper „das Elend des Historizismus“ genannt hat).

    P.S.
    Mein Großvater Arthur z’l hat 1933 zu seinen Söhnen gesagt, „jetzt kommen die Nazis dran, das sind die Rechtskommunisten“. Ironischer Ausdruck, damit seine neun- und dreizehnjährigen Söhne ihn verständen. Der Nazi-Kollektivismus ist ebenso kommunistisch wie der ganze Marx, der ganze (kleine) Erich Honecker, der ganze Pol Pot, der ganze Mussolini, und naturgemäß findet er seine Entsprechung im islamischen Kollektivismus.

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    • 26. September 2021 09:57

      @Aristobulus, beide Ideologiestaaten, NS-Deutschland und die Sowjetunion sind für Massenverbrechen verantwortlich. Den Kommunismus/Sozialismus mit dem Nationalsozialismus gleichzusetzen, wie es beispielsweise Erika Steinbach macht ist falsch. Steinbach meint, weil in der NSDAP das Wort sozialistisch vorkommt war die NSDAP eine sozialistische Partei, genauso gut könnte man behaupten die DDR war demokratisch weil das Wort demokratisch im Namen vorkommt.

      1) Man muss unterscheiden, die ideengeschichtlichen Wurzeln von Faschismus, Nationalsozialismus und Sowjetkommunismus zur Kenntnis nehmen.
      2) Kommunisten, Sozialdemokraten waren mit den Juden die ersten Opfer der nationalsozialistischen Barbarei, der Krieg gegen die SU war ein rassebiologischer Vernichtungskrieg
      3) Der Marxismus war der weltanschauliche Gegner des Nationalsozialismus (Stichwort jüdischer Bolschewismus)
      4) Die marxistischen Gründungsväter des theoretischen Kommunismus, Karl Marx und Friedrich Engels legten die Grundlagen für die Ökonomie in der SU. In der SU wurden Konzerne, Banken usw. enteignet in Nazideutschland nicht, dort machten Krupp, die Quants usw. beste Geschäfte, auch mit Zwangsarbeitern. Kurz: Nazideutschland war kapitalistisch – die SU hatte Planwirtschaft
      5) Der Vernichtungsantisemitismus Nazideutschlands war singulär!
      6) In meinen über 200 Artikeln geht es meist um linken Antisemitismus, den ich aber nie mit dem Vernichtungsantisemitismus Nazideutschlands gleichsetze. Während Hitler den Antisemitismus offen proklamierte, wagte es Stalin nicht, sich völlig von der internationalistischen Tradition des Kommunismus zu lösen. Es gab noch in den schlimmsten Zeiten der sowjetischen Judenhetze rhetorische Distanzierungen vom Antisemitismus. Nur indem Stalin Juden zu „Zionisten“ umtaufte, konnte er sie ideologiekonform verfolgen. Während Stalin den jüdischen Nationalismus und den Kosmopolitismus ausrotten, die jüdische Kultur und das Nationalbewusstsein der Juden vernichten wollte, war die Vernichtung der Juden als Volk das Ziel Hitlers. Der Judenmord der deutschen Nationalsozialisten war singulär, weil er den radikalsten Versuch eines Genozids darstellte, der jemals unternommen worden ist. Der Holocaust war der Versuch, mit quasi-wissenschaftlichen, rassebiologischen Argumenten und den Mitteln einer modernen Bürokratie, inklusive den technischen Möglichkeiten einer Massentötung von Menschen einen perfekten, lückenlos vollzogenen Genozid zu vollbringen. Dieses Unternehmen steht in der Geschichte der Menschheit einzigartig dar. Hitler betrieb einen Genozid und Stalin blieb auf der Stufe des „Kulturozids mit mörderischen Mitteln“ (Arno Lustiger) stehen. Nur aus diesem Grund kämpfte das JAFK an Stalins Seite gegen Nazideutschland und nicht zuletzt befreite die Rote Armee Auschwitz.

      Die Liste der Unterschiede könnte fortgesetzt werden. Zusammengefasst sei gesagt. Linke, Sozialisten, Kommunisten müssen sich, wenn sie das Wort Humanismus ernst nehmen vom Stalinismus und den Verbrechen des Sowjetkommunismus eindeutig distanzieren. Rechte, AFD-Wähler, CDU-Rechtsaußen müssen sich, wenn sie das Wort Humanismus ernst nehmen von der NSDAP und den Verbrechen Nazideutschland glaubhaft distanzieren. Die Behauptung die NSDAP war sozialistisch und deshalb haben wir nichts damit zu tun ist lächerlich. Warum haben AFD Politiker (oder FPÖ-Politiker) wohl ein solches Problem mit Nazideutschland und den entsprechenden meist fadenscheinigen Distanzierungen – siehe „Vogelschiss der Geschichte“, „Denkmal der Schande“ usw.?

      Eine Frage: Wenn die NSDAP links war, war denn der NSU auch links? Ist die NPD, Der Rechte Weg, „Die Rechte“, die AFD auch links?

      PS: Die Parallelen zwischen Kommunismus und Nationalsozialismus bestreite ich nicht. In der NSDAP hab es bis 1933 entsprechende Bestrebungen, man nennt das Querfront. Dazu habe ich folgendes geschrieben:

      Niekisch, Radek, Strasser und der Nationalbolschewismus

      PPS: Der italienische Faschismus ist nicht gleichzusetzen mit dem deutschen Nationalsozialismus. Die ideengeschichtliche Herleitung habe ich hier versucht:

      Georges Sorel, Benito Mussolini und die Entstehung der faschistischen Ideologie

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      • 27. September 2021 00:24

        Na selbstverständlich war die NSDAP eine sozialistische Partei. Wie ich erwähnt habe: Die Behauptung, die NSDAP sei nicht sozialistisch, stammt aus Stalins KPD. Übrigens nannte sich die NSDAP-Nachfolgepartei im deutschen Bundestag von 1948 „Sozialistische Reichspartei“, kein Witz. Warum nannte sich diese Partei so: Weil Nationalsozialismus eben Sozialismus ist.

        Um kurz auf Ihre anderen Punkte zu antworten:

        ad 1) Wie ich erwähnt hatte: Ideengeschichtliche Wurzeln mögen in der Theorie interessant sein. Über die Paxis all dieser ~Ismen, nämlich kollektivistische Tyrannei, sagt die Theorie eher wenig, nicht?

        ad 2) Sicher gaben die Nazis einen rassebiologischen Vernichtungskrieg geführt, während die Sowjetunion seit 1917 nach innen und seit 1941 nach außen einen klassen-ideologischen Vernichtungskrieg geführt hat. Warum sollte das Eine barbarischer sein als das Andere?

        ad 3) Der Marxismus war erstmal der weltanschauliche Feind anderer Marxisten. Kommies haben einander gegenseitig exkommuniziert und terrorisiert, lange bevor jemand Faschist oder Nazi wurde. Sozialisten sind anderen Sozialisten spinnefeind.

        ad 4) Die deutsche Wirtschaft der Nazizeit war gleichgeschaltet, das exakt Selbe wie verstaatlicht in der Sowjetunion. Allein die Terminologie ist verschieden; das Resultat ist das Selbe: Eine staatlich gelenkte Wirtschaft ohne freies Unternehmertum.

        ad 5) „Der Vernichtungsantisemitismus Nazideutschlands war singulär!“
        Das sehe ich ganz anders. Die Methode war buchstäblich brandneu; industrielle Vernichtung. Eliminatorischer Judenhass hingegen war mitnichten neu. Judenhasser aus jeder Epoche haben alles eingesetzt was sie hatten, um Juden zu vertreiben, zwangszumissionieren, oder zu vernichten. Die technischen Mittel waren bis zum 20. Jahrhundert begrenzt!, darin besteht der ganze Unterschied.
        Es ist ja kein Unterschied, ob nun Mohammed in Medina alle Juden mit Säbeln köpfen lässt, oder ob nun die Wannseekonferenz beschließt, alle Juden zu vergasen, oder ob nun Stalin am Ende seines Lebens beschließt, diese lästigen Juden zu entsorgen.

        Ad 6) Ich mag Ihre Artikel gern lesen, weil Sie dem Leser nicht vorschreiben, was er zu denken habe 🙂

        Zur Ausrottung der Juden durch die Sowjetunion: Doch, die hat es gegeben. Fast ALLE sowjetischen Juden haben ihr Judentum komplett verloren. Natan Sharansky hat es selbst erlebt im Gulag. Die Sowjetunion, bei aller sonstigen Vernichterei, war eine Vernichtungsmaschinerie gegen die Juden.
        Sozialisten missionieren Juden seit dem 19. Jahrhundert auf Teufel komm raus. Resultat: Die Juden werden spätestens in der übernächsten Generation zu Nichtjuden, etwas wovon alle Judenhasser träumen. Ha, endlich keine Juden mehr.
        Aktuelle Sozialisten paktieren so gern mit dem politischen Islam, damit Israel endlich seinen jüdischen Charakter verliert.

        Zur AfD: Die ist die einzige Partei, aus der buchstäblich nie die Verurteilung Israels zu hören ist, die wir wöchentlich von jeder anderen Partei ad vomitum hören. Tatsache… egal welche Partei einem nun gefällt.

        – Danke für den fruchtbaren Dialog, den weiß ich zu schätzen. Haben Sie eine gute Woche.

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        • 27. September 2021 09:45

          Die Feststellung die NSDAP war nicht sozialistisch stammt vor allem von allen ernstzunehmenden Historikern und es war kein Zufall das Hitler von diversen Großkapitalisten finanziert wurde. Krupp, IG Farben, die Deutsche Bank usw. Wären in der Sowjetunion enteignet worden.

          Es ist richtig, die AFD hielt im Bundestag die besten Reden zu Israel. Frauke Petry, Jörg Meuthen und Beatrix von Storch bezogen oftmals Stellung für den Staat Israel, gegen linken Antisemitismus und für ein Verbot der Hisbollah. Höcke und sein Flügel und Vordenker der AFD wie Götz Kubitschek pflegen ein ganz anderes Bild vom jüdischen Staat. Der intellektuelle Vordenker der AFD Götz Kubitschek spricht sich gegen einen ‚Regime Change‘ im Iran aus und kritisiert eine „Instrumentalisierung des Holocausts“. Dass die Nazis Millionen von Juden umgebracht haben, halten 15 Prozent der AfD-Wähler für „Propaganda der Siegermächte.“ Dass ein Schlussstrich unter den Nationalsozialismus gezogen werden solle sagen 80 Prozent der AFD-Wähler. „Die Juden haben zu viel Einfluss auf der Welt“ sagen 55 Prozent der AFD Wähler. Alles laut Forsa-Umfragen. Gauland bezeichnet den Holocaust als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte und Höcke spricht vom „Mahnmal der Schande.“ Deshalb lehnt die israelische Regierung Kontakte zur AFD auf allen Ebenen ab.

          Zusammengefasst kann man sagen: Linke Antisemiten in der Linkspartei, den Grünen und der SPD haben ein Problem mit den lebenden Juden, darum paktieren sie mit dem politischen Islam um Israel zu zerstören und die rechten Antisemiten in der AFD (oder in der FPÖ) haben ein Problem mit den toten Juden, sie wollen über den Holocaust nicht reden, sprechen von Instrumentalisierung und relativeren oder leugnen den Holocaust.

          Ich wünsche ebenfalls eine schöne Woche.

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  11. 28. September 2021 02:17

    (Antwort auf: M. Breitenberger, 27. Sept. 9:45)

    Alles richtig was Sie sagen, auch die Zahlen stimmen. Jedoch einige entscheidende Zuordnungen fehlen.

    1) Sicher haben IG Farben, die Deutsche Bank, Krupp usf. die Hitlerpartei bis 1933 mit finanziert, das ist eine allgemein bekannte Tatsache. Danach wurden diese Konzerne gleichgeschaltet, mithin das Selbe wie Verstaatlichung in der Sowjetunion. Auch die Sowjetpartei ist vor 1917 von idiotischen Unternehmern mit finanziert worden, nicht? Nach der Machtübernahme haben die Bolschewisten diese Unternehmen verstaatlicht. Das sowjetische Procedere entsprach somit dem deutschen.

    2) Israel hat keinen offiziellen Kontakt zur AfD wegen des deutschen Drucks und wegen der allgemeinen Dämonisierung dieser Partei, das ist nun wirklich kein Geheimnis. In dieser Partei gibt es professionelle Idioten wie Gauland, Scharfmacher wie Höcke, und selbstverliebte Rhetoriker wie Kubitschek. Nu!, solche finden Sie zuhauf in allen deutschen Parteien. Das gehört leider zur deutschen condition-humaine.
    Laut Umfragen findet mehr als die Hälfte aller Deutschen, dass die Israelis irgendwie die neuen Nazis seien, und etwa die Hälfte aller Deutschen sagen seit eh und je, dass der Jud zuviel Einfluss habe. AfD-Wähler sind da ebenso wenig Ausnahme wie SPD-Wähler.
    Ja die deutsche Psyche ist erstaunlich.

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    • 28. September 2021 11:25

      Zu1) In der Sowjetunion wurden die Bauern enteignet, es gab die landwirtschaftliche Zwangskollektivierung, die Bauernhöfe wurden in Kolchosen überführt, die Bauern, Kulaken entschädigungslos enteignet. Bauern, Kulaken die sich wehrten wurden deportiert. Die Zwangskollektivierung ging einher mit der Industrialisierung der SU, sie hatte eine verheerende Hungersnot in den 1939er Jahren zur Folge in deren Lauf Millionen von Sowjetbürgern verhungerten. In NS-Deutschland wurde kein einziger Bauer enteignet, die Bauern konnten wirtschaften wie in der Weimarer Republik. Während der Zwangskollektivierung in der DDR begingen rund 200 Bauern Selbstmord.

      In der Sowjetunion waren Grund und Boden, Industrieanlagen, Wohnungen, Banken usw. staatliches Eigentum. In Nazideutschland gehörten die Banken, die Bauernhöfe, die Industrieanlagen usw. den jeweiligen Besitzern, sie waren im Privatbesitz und die Konzerne, die Banken, die Unternehmen machten unter den Nazis grandiose Geschäfte (auch wegen den Arisierungen, dem Drang nach Osten, den Zwangsarbeitern). Flick, Steinbrinck und Weiss waren nicht grundlos auf der Anklagebank in den Nürnberger Prozessen.Die deutsche Wirtschaft hat nicht nur Hitlers Aufstieg befördert, sie hat den Massenmörder bis zum Vernichtungskrieg unterstützt. Es war kein Zufall, dass die Manager der IG Farben in Nürnberg vor Gericht standen.

      Enteignet wurden in Nazideutschland „nur“ die Juden (Arisierungen) aus bekannten Gründen. Die Maßnahmen der SU fußten grundsätzlich auf der Theorie von Marx, wobei dieser klar davon abriet eine Revolution in einem unterentwickelten Land zu wagen. Hitler und Co waren keine Marxisten, sie waren das Gegenteil die NSDAP bekämpfte den (jüdischen) Kommunismus mit all seinen mörderischen Mitteln. Eine Gleichsetzung ist schon von daher unlauter.

      Die Sowjetunion war ein extrem unterentwickeltes Land es gab so gut wie keine Industrie. Die Bolschewiki wurden keineswegs von Unternehmen getragen. Ich weiß von keinem relevanten Unternehmen das die Bolschewiki unterstützt hätte. Welches Unternehmen unterstützt schon Jemanden der einen enteignen will? Die Revolution der Bolschewiki war siegreich weil die Bevölkerung anfangs meinte die Lage könnte sich verbessern und die „Weißen“ standen nun mal für das verhasste Zaren-System.

      Zu2) Ja es stimmt, laut Umfragen meinen weit über 60 Prozent aller Deutschen groteskerweise die Juden tun nun den Palästinensern dasselbe an wie die Deutschen den Juden. Man nennt das Schuldabwehrantisemitismus. Bei den Beispielen die ich brachte schneiden die AFD Wähler allerdings noch schlechter ab, als der Durchschnitt, aber dieser Einwand war berechtigt.

      Kubitschek ist nicht irgendwer, er ist der große Theoretiker und Vordenker der AFD. So wie ich es sehe werden sich Höcke und Co. langfristig bei der AFD durchsetzen und Meuthen wird nicht mehr lange Vorsitzender sein. Marcus Ermler hat da einen interessanten Artikel bei Audiatur-online veröffentlicht:

      https://www.audiatur-online.ch/2021/07/12/wie-halten-es-bjoern-hoeckes-vordenker-mit-israel/

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  12. 3. Oktober 2021 03:33

    (Antwort auf M. Breitenberger, 28. September 11:25)

    Zur Rolle mancher Industrieller fürs dritte Reich schreiben Sie: „In Nazideutschland gehörten die Banken, die Bauernhöfe, die Industrieanlagen usw. den jeweiligen Besitzern, sie waren im Privatbesitz und die Konzerne, die Banken, die Unternehmen machten unter den Nazis grandiose Geschäfte (auch wegen den Arisierungen, dem Drang nach Osten, den Zwangsarbeitern). Flick, Steinbrinck und Weiss waren nicht grundlos auf der Anklagebank in den Nürnberger Prozessen.Die deutsche Wirtschaft hat nicht nur Hitlers Aufstieg befördert, sie hat den Massenmörder bis zum Vernichtungskrieg unterstützt. Es war kein Zufall, dass die Manager der IG Farben in Nürnberg vor Gericht standen.“

    Ja. Und trotzdem lassen Sie leider wieder das Entscheidende aus, das ich schon mehrfach genannt hatte, das Sie jedoch nie erwähnen: Die Gleichschaltung.
    Schön in Fett geschrieben, damits nicht wieder unter den Tisch fällt.
    Mit Hitlern gleichgesinnte Unternehmer haben den Hitler zum Hitler gemacht; mit Hitlern gleichgeschaltete Unternehmer haben Hitlern bis zum Ende gestützt. Das erwähnen Sie jedoch nicht; aber was Sie erwähnen, wirkt, als hätte ich irgend abgestritten oder nicht erwähnt, dass Hitler von der Industrie gepäppelt wurde.
    Machen Sie doch nicht sowas 😉

    Ja und worin besteht denn nun bitte der Unterschied zwischen einer gleichgeschalteten Hitlerei (Banken enorme Profite gemacht!, ja das hat auch die KPD so gesagt, ohne dass das jetzt ’ne Unterstellung sein soll) und einer gleichgeschalteten Sowjetunion, in der die Einheitspartei enorme Profite macht?
    Na eben; da besteht GAR KEIN Unterschied.

    Zur Behauptung, die NSDAP sei antikommunistisch gewesen: Wie ich schon siebenmal erwähnt habe, was Sie jedoch nie aufgreifen, ist die Tatsache, dass die Kommunisten es den Nazis bloß nie verziehen haben, dass sie 1941 die Sowjetunion überfallen haben, nicht? Ja was war denn vorher über all die Jahre mit Natzen und Kommies: Oft Spinnefeindschaft wie üblich unter Sozialisten, aber auch oft und gern Brüderlichkeit. 80% des kommunistischen Wedding (Berlin) haben 1934 für Hitlern als Führer und Reichskanzler gestimmt, mit kreuzbravem JA. Die sind ja nicht plötzlich von Linksextremisten zu Rechtsextremisten mutiert. Die haben bloß für den Sozialismus gestimmt, den nationalen diesmal.
    Und Ihr Vorwurf, ich oder meine Argumentation sei „unlauter“, ignorier ich jetzt mal so zum schönen Abend. Weil ich nicht unlauter bin, und weil ich hier seriös argumentiere.

    P.S. Ich halte den verlinkten Audiatur.ch-Artikel für sehr voreingenommen. Überdies sind der schäumende Höcke und der geschniegelte Kubitschek in der AfD nach wie vor Randgestalten, die Voreingenommene jedoch gern als Zentralgestalten darstellen, um von den fürchterlichen Zentralgestalten bei CDU-SPD-SED-Grün-FDP abzulenken.
    Zentral in der AfD ist Beatrix von Storch. Eine achtbare Dame, liberal bis auf die Knochen. Beatrix von Storch ist von allen deutschen Politikern die Einzige auf weitester Flur, die ich für achtbar und honorabel und kompetent halte. Sag ich als orthodoxer Jude, der politisch liberal bis auf die Knochen ist.

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    • 3. Oktober 2021 11:06

      Es waren Teile der Großindustrie die Hitler unterstützten. Profitiert haben nach 1933 so gut wie alle Konzerne, kein Unternehmen, kein Handwerksbetrieb wurde enteignet. Der Schmied in „Jud Süss“ wurde glorifiziert. Stichwort „Raffendes Kapital schaffendes Kapital“! Alle Konzerne, alle Unternehmen, alle Kleinbetriebe, jeder Bauer wirtschaftete in dem kapitalistischen System in die eigene Tasche – es gab keine Enteignungen, es gab keine Zwangskollektivierung in Nazi-Deutschland, warum nehmen Sie das nicht zur Kenntnis?

      Hitler hat nicht nur die SU überfallen und in diesem rassebiologischen Vernichtungskrieg 30 Millionen Sowjetbürger ermordet, die Kommunisten waren die ersten Opfer der NSDAP in Deutschland – die KPD wurde als erste Partei verboten und die Mitglieder in den Folterkellern der Gestapo und in den Konzentrationslagen, angefangen in Buchenwald ermordet. In Hitlers „Mein Kampf“ wurde dies alles angekündigt und in den unzähligen Reden und Schriften der NSDAP beschrieben. Die Behauptung die NSDAP sei nicht antikommunistisch gewesen ist lächerlich. Für die NSDAP war der Antikommunismus neben dem Antisemitismus der zentrale Kern ihrer Ideologie. In „Mein Kampf“ beschrieb Hitler Marxismus und Bolschewismus als den Versuch des verhassten Judentums, die Weltherrschaft zu erringen, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gelte.
      1923 marschierte Hitler mit Theodor Oberländer und Ludendorff seinen Kameraden Richtung Feldherrenhalle. Auf die Idee Ludendorff, Oberländer und Hitler als Kommunisten zu bezeichnen muss erst noch wer kommen. Hitler kam mit Hilfe der national-konservativen Kräfte an die Macht. Der rechtsradikale Alfred Hugenberg förderte über die DNVP, dem Bündnispartner der NSDAP und den „Stahlhelm“ Hitler. Hugenberg brachte Hitler auch über den völkisch-nationalistischen Alldeutschen Verband. Wer Hugenberg war muss ich hoffentlich nicht erklären. In einer vor Großindustriellen im Jahr 1932 versprach er die Zerschlagung der Arbeiterbewegung. Warum haben die Deutschnationalen, van Papen oder Schleicher oder Hindenburg nicht der KPD zur Macht verholfen? Warum haben Sie Hitler zur Macht verholfen? Weil die rechten Kräfte naturgemäß rechtsextremen Kräften näherstehen als linksextremen! 1936 schloss sich Hitler dem antikommunistischen Antikominternpakt an. Hitler paktierte mit dem faschistischen Ustascha-Regime in Kroatien, mit den Faschisten Franko und Mussolini. Die SU unterstützte die Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg. usw. usw. usw.

      Ich halte den Artikel von Marcus Ermler für sehr informativ und Höcke, Gauland und Kubitschek sind natürlich keineswegs Randgestallten. Wir werden sehen wie lange Meuthen noch Vorsitzender ist und wann Höcke zum letzten Schlag ansetzt.

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