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Prolog

ameryDie Allianz des antisemitischen Spießer-Stammtisches mit den Barrikaden ist wider die Natur, Sünde wider den Geist, um in der vom Thema erzwungenen Terminologie zu bleiben. Leute wie der polnische General Moczar können sich die Umfälschung des kruden Antisemitismus zum aktuellen Anti-Israelismus gestatten: Die Linke muss redlicher sein. Es gibt keinen ehrbaren Antisemitismus“ (Jean Améry Der ehrbare Antisemitismus 1969)

Eine Linke, die sich ernst nimmt, muss Israel gegen Antisemitismus verteidigen. Wenn ein Land nach Auschwitz ein Existenzrecht hat, dann der Staat Israel. Judenhass gehört seit Jahrhunderten ungebrochen zum kommunikativen Gedächtnis der abendländischen Gesellschaft. Weder Bildung noch Intelligenz machen dagegen immun. Dabei ist festzuhalten, dass  „Linke“ potentiell so nationalistisch und antisemitisch sind wie die sie umgebende Gesellschaft, als in Deutschland aufgewachsene sind sie ebenso anfällig für die spezifischen Zwänge des deutschen Nationalismus. Antizionismus ist als das aufzuweisen und zu denunzieren, was er ist, nämlich Antisemitismus. Die Tatsache, dass große Teile der Linken ihren überholten „Antiimperialismus“ auf islamistische Bewegungen und Regimes übertragen macht emanzipierte und  aufgeklärte Menschen fassungslos und kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden. Der Islamismus steht gegen alles, wofür die Linke jemals eingetreten ist. Er verfolgt jedes progressive Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe, droht allen Juden mit Vernichtung und behandelt Frauen als Menschen zweiter Klasse.

Um es mit Michael Landmann zu sagen: „Als das europäische Judentum in Hitlers Mordfabriken unterging, stand das Establishment ohne sich zu rühren daneben.  Will die Neue Linke passiv danebenstehen — und sich dadurch mitschuldig machen —, will sie es gutheißen, wenn das Unausmalbare, aber arabischerseits täglich Angedrohte geschehen sollte und Israel untergeht?“

Dieses Blog soll  zum „anti-israelischen“ Mainstream  und zu reaktionärer Ideologie ein kleines Gegengewicht bilden. Anti-jüdisches Ressentiment und antisemitische Vorurteile in deutschen Medien werden hier thematisiert und entsprechend verurteilt. In der Anfangszeit war hier Jakob Augsteins „Freitag“ mit seinen „Israelkritikern“ ein Hauptthema. 

Die antisemitischen Artikel in SPON, die  entsprechenden Auszeichnungen des Simon Wiesenthal-Centers wurden hier ebenso thematisiert, wie islamistischer Terrorismus und Antisemitismus, die arabischen Vernichtungsdrohungen gegen Israel,  der europäische Antizionismus, der deutsche Nationalismus, der Nationalsozialismus, verkürzte Kapitalismuskritik, reaktionäre Glaubensrichtungen von der Lebensreformbewegung über die Gesellianer bis zur Anthroposophie sowie deutsche und israelische Geschichte der letzten beiden Jahrhunderte.

Darüberhinaus finden Sie hier beispielsweise auch Artikel über die Kubanische Revolution, den Ukraine-Konflikt, den Kosovo-Krieg sowie Texte über die Philosophie von Jean Paul Sarte bis Baruch de Spinoza.

Zur Auflockerung werden zwischendurch immer wieder verschiedene, meist politische Blickwinkel zur schönsten Nebensache der Welt, dem Fußball von Kurt Landauer bis Johan Cruyff präsentiert.

Hier geht es zu den Blog-Beiträgen und hier zu den MI-Rubriken.

Viel Spaß  in unserem digitalen „Bücherschrank“ und großen Dank für ihr Interesse.

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  1. Zeit sich zurückzulehnen | ThinkTankBoy

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