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Anthroposophie

Hautcreme für den Babypopo von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und Waldorfschule kennen viele. Über die Weltanschauung, die dahinter steckt, wissen nur wenige Bescheid.

Der Gründer der Anthroposophie Rudolf Steiner war überzeugt, dass nur die “weiße Rasse” am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell seien und zersetzend wirkten. Von der Theosophie übernahm Steiner die Lehre von den so genannten Wurzelrassen. Demnach sind die Deutschen die Angehörigen der fünften und noch einige Jahrtausende lang wertvollsten Wurzelrasse der Arier. In Steiners Anthroposophie spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister. Der Meister glaubte an Seelenwanderung, Wiedergeburt und Karma. So sei Marx ein reinkarnierter mittelalterlicher Feudalherr, behauptete Steiner.

Die Anthroposophie steht in der Tradition der völkischen deutschen Romantik sowie der okkultistischen und lebensreformerischen Bewegung um 1900. Die rassistischen, antisemitischen und sozialdarwinistischen Ideen der Zeit wirken bis heute in ihr fort. Die Wahnvorstellungen der Anthroposophie prägen auch die Waldorfpädagogik. Die Lehrer_innen werden nach den Ideen Steiners ausgebildet. Vor einigen Jahren wollte das Bundesfamilienministerium ein Buch indizieren lassen, das der Bund der Waldorfschulen zur Unterrichtsvorbereitung empfohlen hatte, und in dem ein enger Mitarbeiter Steiners geschrieben hatte: “Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.”

Die Anthroposophie ist eine der ältesten und mit bundesweit etwas 20.000 Mitgliedern eine der wichtigsten esoterischen Strömungen. Peter Bierl lieferte mit dem Buch “Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister” eine kritische Analyse des Menschenbildes und der Geschichtsinterpretation der Anthroposophie sowie der Lehre vom Karma und der Seelenwanderung. Peter Bierl kann mittels historischer und aktueller Beispiele nachweisen, dass die anthroposophische Weltanschauung antihumanistisch und irrational sowie geeignet ist, autoritäre oder auch faschistische Entwicklungen ideologisch vorzubereiten.

8 Kommentare leave one →
  1. 22. November 2011 18:40

    An alle Münsteraner und Münsteranerinnen,
    der Bayer Peter Bierl kommt am 28.11.2011 in eure Stadt. In der FH Münster um 20.00 Uhr gibt es einen Vortrag und eine Diskussion mit Peter Bierl zum Thema “Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister”. Das Ganze ist eine Veranstaltung des AStA der FH Münster.

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  2. 23. November 2011 12:26

    Der Vortrag findet übrigens im ClubCourage (Friedensstr. 42 | Hinterhof) statt! Vielen Dank für die Werbung und beste Grüße aus Münster

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    • 23. November 2011 16:37

      Beste Grüße aus Münster zurück! – Und wer zu Bierl anreist, sollte gleich ´ne Woche im schönen Münster bleiben, denn gerade wurde einerseits der wundersame Prinzipalmarkt in Weihnachtsmarkt umgetauft (Glühbier!) und die nächste Veranstaltung im Club Courage heißt ganz ohne Wundern: Antisemitismus in der Linken. Ergebnisse einer quantitativen Befragung. Buchvorstellung und Diskussion. 7. Dezember, 20 Uhr, Friedensstraße. Wie oben. – Also hin: Denn nur Wunder gibt es immer wieder …

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    • 23. November 2011 19:15

      Aufklärung tut Not. Viele Esoteriker, Anhänger von Rudolf Steiners Wurzelrassentheorie und Silvio Gesell Menschenzuchttheorie tummeln sich diversen Internetforen und treiben dort ihr Unwesen. Ich kann den Vortrag nur empfehlen, wie ich alle Vorträge von Peter Bierl empfehlen kann.

      Viele Grüße an Peter Bierl und die Besucher des Vortrages. Dem Vorschlag von Rainer Kühn gleich die Buchvorstellung und Diskussion, „Antisemitismus in der Linken“ mit zunehmen unterstütze ich, denn Aufklärung tut auch hier Not.

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  3. 24. November 2011 14:30

    Wo wir grad dabei sind: am 08.12. / Die rassistischen Ausschreitungen gegen Roma in Tschechien und Ungarn. Vortrag und Diskussion mit Anna Friedrich und Andreas Koob.

    Ebenfalls im Club Courage. Ebenfalls empfehlenswert.

    Liebe Grüße!

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  4. Amon permalink
    17. Januar 2012 15:09

    Der „Verein“ Ein Bustan Deutschland „e.V.“ hat nach Recherchen von Jennifer Nathalie Pyka den Schönheitsfehler, dass er in keinem deutschen Vereinsregister zu finden ist. Der „israelkritische“ Verein unterstützt den arabisch-jüdischen Walldorf-Kindergarten (Rudolf Steiner) „Ein Bustan“? in Israel. Die „Freunde des Friedens“ sind nun sehr aufgebracht, von digitaler Lynchjustiz ist die Rede und sogar MdB Ruprecht Polenz von der CDU schießt gegen Frau Pyka.

    http://www.haolam.de/?site=artikeldetail&id=7321
    http://jennifernathalie.blogspot.com/2012/01/wenn-die-frankfurter-rundschau-zweimal.html

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  5. 15. März 2012 22:33

    Waldorfschulen und Anthroposophie versuchten, mit den Nationalsozialisten zusammenzuarbeiten, wie es in einem Memorandum der Vereinigung der Waldorfschulen an Rudolf Hess offenbar wird:

    Man erklärte, dass Waldorfschulen „in kleinem Maßstab das verwirklichten, was die Volksgemeinschaft im nationalsozialistischem Staat im Großen anstrebt“. Wurde die Anthroposophie von den Machthabern in Deutschland letztlich als weltanschauliche Konkurrenz wahrgenommen, so war sie in Italien eine willkommene „spirituelle“ Ergänzung des Faschismus. Hier konnten Anthroposophen ihren Traum von der „überlegenen arischen Rasse“ ausleben, und daran arbeiten, Rudolf Steiners programmatische Aussage „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ zu verwirklichen. Zur Anthroposophie im italienischen Faschismus und ihrer anthroposophischen Rezeption heute.

    Weiterlesen bei „Hitler, Steiner, Mussolini – Anthroposophie und Faschismus, gestern und heute“ unter Publikative.org

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    • 15. März 2012 22:49

      Waldorfschulen arbeiten leise. Sie haben runde Ecken – und mit diesem Gefühlsdreck fangen sie die sowieso dummen Bürger, die eigentlich gegen die ganze Kacke sind. (Genau so gemeint: die Gegner des Systems werden eben ganz ins System gefangen! Kritische Theorie sagt: ohne Rest integriert.)

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