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Die „Jungle World“

Die Zeitung entstand 1997 in einer Abspaltung der Jungen Welt. In der politischen Ausrichtung ist die Jungle World zwischen linksradikal und unorthodox links einzuordnen, wobei das „antiimperialistische“ Spektrum von der Berichterstattung der Jungle World regelmäßig einer scharfen Kritik unterzogen wird. Für die Jungle World sind viele antiimperialistische Bewegungen unreflektiert und nationalistisch.
Regelmäßig kommen in dem Blatt auch Autoren zu Wort, die der Bewegung der Antideutschen zugerechnet werden, andererseits wird die Jungle World von der explizit antideutsch orientierten Zeitschrift Bahamas regelmäßig kritisiert.
www.jungle-world.com

4 Kommentare leave one →
  1. 24. März 2012 00:09

    Berichten aus der irakischen Hauptstadt zufolge lassen sich dieser Tage unzählige junge Männer aus Angst vor den Milizen die Haare schneiden und verdecken ihre Tätowierungen. Wo die Polizei nicht offen mit den Tätern kollaboriert, sieht sie zumindest tatenlos zu. Ihrer Aufgabe, für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen, also für die Durchsetzung des Gewaltmonopols, kommt sie nicht nach. Denn die Regierung unter Ministerpräsident al-Maliki, die auf die Unterstützung al-Sadrs und anderer radikaler Schiiten angewiesen ist und die seit Abzug der US-amerikanischen Truppen immer mehr unter den Einfluss des Iran gerät, führt sich inzwischen offen als oberste Hüterin einer islamisch legitimierten Moral auf, die sie notfalls auch mit Gewalt durchsetzt. Schwach waren deshalb auch die Worte, mit denen die amerikanische Botschaft die Morde verurteilte. Schließlich war es die US-amerikanische Regierung, die das Versprechen gegeben hatte, den Irakerinnen und Irakern beim Aufbau ­einer Ordnung beizustehen, die dem Einzelnen Schutz vor staatlicher Willkür gewährleisten sollte. Für den übereilten US-amerikanischen Abzug aus dem Irak zahlen nun »Emos«, Homo­sexuelle, Frauen und diejenigen, die sich nicht den Vorschriften der Islamisten beugen wollen, den Preis.

    vollständiger Artikel in der Jungle-World
    Terror für den Männlichkeitswahn von Thomas von der Osten-Sacken

    http://jungle-world.com/artikel/2012/12/45103.html

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  2. 24. März 2012 19:50

    Der alten Jungen Welt zugetan war Michael Rudolf, Verleger des Weissen Stein und Beiträger für Titanic, taz und Konkret, DDR-ursprünglich Ingenieur für Brauereitechnik; danach arbeitete er acht Jahre als Schichtleiter in der Greizer Schloßbrauerei, wo auch sein Verlag sich beheimatete. Bier schlug sich später als wiederkehrendes Sujet in des Fachmanns literarischem Werk nieder. Rudolf veröffentlichte diverse Bierführer und erwarb sich durch seinen Sarkasmus den Titel „Deutschlands gefürchtetster Biertrinker“, ja, gegen und mit seinem Frankfurter Freund ‚Bierpabst‘ Jürgen Roth war er der BILD-gekürte ‚Biergegenpabst‘. Mit beiden habe ich Frankfurter Literaturmessenbiere und das famose heimische Pinkus-Pils der treuen Münsteraner Altbierbrauerei getestet. Leider muß ich hier ausgerechnet sein Buch „Morgenbillich. Die Wahrheit über Holger Sudau“ aus dem Jahre 2003 empfehlen, leider weil leider; vier Jahre später nahm sich Michael Rudolf, ein schöner Mensch, ein ganzer, das Leben. – Lesen!

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  3. 31. August 2012 17:23

    Bei aller gebotenen Solidarität unter Ketzern, es muss auch einmal Kritik geübt werden. Die Titanic bereitet sich bekanntlich auf den von einem gewissen Herrn Ratzinger angestrengten Prozess vor: „Der politische Arm des Magazins, die Partei ‚Die PARTEI’, wird darüber hinaus in der Innenstadt einen Papst-Mittelaltermarkt veranstalten. Geboten werden u.a. Jongleure, Feuerspucker, ein Pranger und die Möglichkeit, eine Hexe zu verbrennen (symbolisch). Interessierte Bürger sollen sich so in die Lebenswelt des Papstes hineinversetzen können.“

    Ich finde, da tut man ihm unrecht. Dem Mittelalter natürlich, nicht dem Papst. Einen Brief an den Papst begann man damals etwa so: „An Hildebrand, nicht Papst, sondern falscher Mönch.“ So formulierte es ein frommer Monarch, und es gab kein Landgericht, vor dem Gregor VII. seine Persönlichkeitsrechte hätte einklagen können. Eine zeitgenössische Entsprechung könnte etwa lauten: „An Ratze, den alten HJ-Lümmel…“ – so etwas würde heute nicht einmal der gottloseste Staatschef wagen.

    Es gab auch mehr Pluralismus. Die schöne Sitte, Gegenpäpste aufzustellen, so dass sich jeder einen aussuchen kann, ist leider in Vergessenheit geraten. Und die Diskursstrategie Sciarra Colonnas, der 1303 Papst Bonifaz VIII. mit einer Watschn darauf aufmerksam machte, dass er sich einer Gerichtsverhandlung stellen müsse, wird auch nicht mehr praktiziert. Gewiss, es war nicht alles besser damals. Aber was den Umgang mit Päpsten betrifft, können wir vom Mittelalter viel lernen.

    http://jungle-world.com/jungleblog/1839/

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  4. Der Bassist permalink
    31. August 2012 23:29

    Die jüngste Jugend wird sagen: Was ist der Papst? Wo wohnt er und warum? Trotzdem ist diese jüngste Jugend von der jungen Elterngeneration schon getauft/beschnitten/entmündigt worden: weil man ja Feieranlässe, Events haben will. Wie im Mittelalter: hier eine Vierteilung mit Pommes, da eine Hexenverbrennung mit Bratwurst, und da hinten noch eine Ministrantendemut mit Met. –
    Sicher, der Papst heute ist „in“, mit seiner Fantatischen Fanta (ein Kriegsersatzgetränk) begeistert er die Massen (Kirschentage hier und da) mit seinen Aufrufen zu ehelichem Sex zwecks Nachwuchserzeugung zur Integration in die leider vorhandene Gesllschaft. (siehe auch CDU-Politikerinnen, sehr junge)
    Vielleicht würde Ernst Bloch, der alte Utopiker, sein Interesse heute in die Mittelaltererforschung legen …

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