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Die “Große Göttin”, feministischer Antisemitismus und Kulturrelativismus

Adorno und Horkheimer entwickelten mit der Kritischen Theorie, auf Grundlage der Psychoanalyse von Freud die subjektive Seite und die psychische Dynamik des Antisemitismus. Der autoritäre Charakter ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Ich-Schwäche, ein externalisiertes Über-Ich und ein ich-fremdes Es. In der sogenannten F-Skala erfasst Adorno verschiedene Denkmuster die prädestiniert sind für antidemokratische, faschistische, antisemitische Tendenzen. Mangelnde emotionale Zuwendung in patriarchalischen Familien mit strenger Disziplinierung ist laut Freud verantwortlich für die misslungene Überichintegration der Kinder, die nicht in der Lage sind, ein festes “Ich” herauszubilden. Typische Merkmale sind starre Konventionalität, Konformismus, Angst vor sozialer Abweichung, autoritäre Aggression, verkitschte Pseudoemotionalität, Stereotypie, Destruktivität und Zynismus, Aberglaube, Unfähigkeit zur Selbstreflektion, Anfälligkeit für Vorurteile, Fixierung auf Sexuelles (Beleidigungen auf sexueller Grundlage). In der kritischen Theorie heißt es, dass sich der moderne Antisemitismus zwar nicht von seinen religiös geprägten Vorformen trennen lässt, es aber trotzdem einen Unterschied zwischen dem religiösen Antijudaismus und dem modernen Antisemitismus gibt. Else Frenkel-Brunswik schreibt über die antisemitische Persönlichkeit in einer klinischen Untersuchung und bezieht sich dabei auf eine entsprechende Antisemitismusskala: Bei den Probandinnen mit extrem hohen Werten auf der Antisemitismusscala finden sich ferner Momente, die auf mögliche paranoide Züge hinweisen. Signifikant häufiger als Personen mit niedrigen Skalenwerten bejahen sie die folgenden Behauptungen: “Unser Leben wird in einem größeren Ausmaß, als das den meisten Menschen klar ist, durch Intrigen bestimmt, die die Politiker im geheimen anstecken“, und: „Heutzutage, wo so viele verschiedene Arten von Menschen sich so frei bewegen und mischen, muss man besonders vorsichtig sein, um sich vor Ansteckung und Krankheit zu schützen“. Interessant ist auch, dass die antisemitischen Probandinnen, aufgefordert, verwerfliche Praktiken aufzulisten, häufig das „neugierig sein“ an erster Stelle nennen. In ihren Geschichten hören wir von der „Stimme des Verdachts“ und von verhexten Häusern. Ausnahmezustände wie Wahnsinn, Trance, Bann, Verbindung mit den Toten und dergleichen werden oft erwähnt.“

Unter Sekundärem Antisemitismus ist ein Antisemitismus wegen Auschwitz zu verstehen, der sich gegen die Opfer von Auschwitz wendet. Es ist ein Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz. Die Täter des Nationalsozialismus und deren Erben werden permanent an ihre Untaten und zugleich an ihr Versagen erinnert. Jeder lebende und überlebende Jude ist Zeuge und Vorwurf zugleich. Der sekundäre Antisemitismus beginnt mit der Verdrängung der Vergangenheit, dem leugnen oder dem relativieren der Verbrechen, im Versuch der Schuldumkehr, in der Ignoranz gegenüber dem Holocaust und endet mit der Renationalisierung die speziell nach 1989 in Deutschland stattgefunden hat. Die Täter-Opfer-Umkehr manifestiert sich in Aussagen, wie, die Deutschen sind die eigentlichen Opfer, von Krieg, Vertreibung, Bombardierung der deutschen Großstätte und so fort. Die Juden stehen diesen Antisemiten, für einen Schlussstrich unter die Vergangenheit, im Wege. Die nach Auschwitz zerstörte positive Identifikation mit “deutsch-nationaler Identität mit seinen kollektiv-narzistischen Beschädigungen” soll überwunden werden. „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen“, dieser Satz von Zwi Rex, einem jüdischen Arzt, ist der zentrale Punkt für die Beschreibung des Sekundären Antisemitismus. Das Zusammenspiel des DDR-Antizionismus mit dem Vorwurf der finanziellen „Ausbeutung“ der BRD prägte den sekundären Antisemitismus im geeinten Deutschland. Die massenhaften Vergleiche des Vorgehens der israelischen Armee mit Vokabeln aus der NS-Zeit lassen erkennen, dass der Wunsch besteht , auch die „Juden“ als Täter zu identifizieren, um damit Auschwitz zu relativieren, um die deutschen Verbrechen der NS-Zeit als „ein Verbrechen unter vielen anderen“ zu subsumieren. „Voraussetzung für die „Erlösung“, „der Befreiung des deutschen Nationalgefühls vom Judenmord“, ist aber eine Schuld der Juden, bzw. Israels. Die Opferfunktion der Juden muss für den Antisemiten außer Kraft gesetzt werden. Juden (Israelis), die als Täter denunziert  werden, erlauben es, das Schuldbewusstseins, das eigene Unbehagens durch Parteinahme gegen die Juden zu ersetzen. Die Dämonisierung und Delegitimierung des Staates Israels war und  ist zur „Wiedergutwerdung“ Deutschlands für Antisemiten deshalb nötig.

Sekundärer Antisemitismus ist gleichfalls in den esoterischen Zirkeln der Frauenbewegung zu beobachten. Diese Esoterikszene mit Ökofeministinnen, Matriarchatsforscherinnen und feministischen Theologinnen, praktizieren laut eigenen Angaben matriarchale Spiritualität, gehen von ehemaligen matriarchalen Zuständen, mit einem „sinnfrohen Polytheismus“ auf dieser Erde aus, in dessen Rahmen eine übergeordnete „Große Göttin“ verehrt wird. Diese feministische Szene ist davon überzeugt, dass es zu früheren Zeiten in vielen Kulturen Matriarchate gegeben hat. Johann Jacob Bachofens „Mutterrecht“ ist für die feministische Matriarchatsforschung von großer Bedeutung. Die Symbolik Bachofens, allem voran die Vorstellung von der „Großen Muttergottheit“ hat unter anderem auch die völkische und nationalsozialistische Rezeption der Matriarchatsidee geprägt. Verfolgt man die Genese der Matriarchatsidee von Bachofen bis heute, so liegt die These nahe, dass sie jeweils in Zeiten Konjunktur bekommt, in denen das Rollenverständnis der Geschlechter zur Diskussion steht. “In matriarchalen oder mutterrechtlichen Kulturen, “meint” Christa Mulack, bildet die Frauengemeinschaft mit ihren Kindern den Mittelpunkt der Sippe. Die Verantwortung für die erniedrigte Stellung der Frau und somit für das Patriarchat der Einführung des Monotheismus, wird konkret dem Judentum zugeschrieben.” Nebenbei sei erwähnt, dass in dieser „Große Göttin-Szene“ das Judentum für die Globalisierung verantwortlich gemacht wird. Die katholische Theologin Gerda Weiler ist davon überzeugt, dass das “vor 5000 Jahren noch weltumspannende Matriarchat vom Judentum vernichtet worden wäre”. Auch die evangelische Theologin Christa Mulack ist von dieser Matriarchatsthese überzeugt und nennt Jahwe den “Mörder der Göttinnen”. Christa Mulack vergleicht Judentum und Nazismus und schreibt in der Zeitschrift Schlangenbrut: “Sie sehe keinen Unterschied, ob der Gottvater im Buch Ezekiel die Ausrottung von Frauen, Kindern und alten Leuten aufgrund ihrer unterschiedlichen Religion befiehlt oder ob Hitler und seine Handlanger die Ermordung der Juden fordern. Ihr Anliegen sei es, die Analogie der Denkstrukturen aufzuzeigen. Schließlich sei der Holocaust nur eine von zahllosen Auswirkungen patriarchaler Denkstrukturen, die man nicht nur in der hebräischen Bibel finde und der nicht nur Juden zum Opfer gefallen seien, sondern vor allem Frauen. Sie alle seien in gleicher Weise tragische Opfer des Patriarchats“. Die, mit Sicherheit von vielen “Fundamentalfeministinnen” verehrte, Matriarchatsforscherin Gerda Weiler schreibt in ihrem Buch, „Das verborgene Matriarchat im Alten Testament“: “Für unsere moderne Problematik hat die Geschichte des ‘auserwählten Volkes’ exemplarischen Charakter: Herausgelöst aus seinem Urgrund, verlässt dieses Volk die tolerante Weltanschauung seiner Mütter, verteufelt die alles durchdringende Liebe der matriarchalen Religion, spaltet zerstörerische Aggressionen ab und erkämpft mit einem brutalen ‘Ausmordungsprogramm’ die Vormacht im Vorderen Orient. Auf der Kehrseite der Macht wartet die Ohnmacht. Israel wird verwüstet und hört als Staat auf zu existieren. Wir können diesen Weg als ein Lehrstück begreifen, das zeigt, wie der totale Machtanspruch zu Un-Heil und zu völliger Vernichtung führen muss.” Die antisemitischen Stereotype und Projektionen sind unübersehbar: “Die Juden seien aus ihrem Urgrund herausgelöst, also wurzellos; nicht die Antisemiten, sondern die Juden spalteten zerstörerische Aggressionen ab und seien selbst schuld an ihrer Vernichtung.”  Hierbei handelt es sich sozusagen um einen genuin feministischen Antisemitismus.

Die generelle Abwertung des Männlichen durch die beschriebenen Feministinnen ist der Versuch für Machtzuwachs und um die angebliche moralische Überlegenheit zu demonstrieren. Hinter dem leidenschaftlichen Anspruch, dass Frauen das bessere Geschlecht seien, trat in Deutschland unter Feministinnen der Versuch zutage, die Mitwirkung der Frauen im Nationalsozialismus der kritischen Betrachtung zu entziehen. Gewisse Kreise innerhalb der Szene versuchen, jede Beteiligung der Frauen am Nationalsozialismus und der Shoah zu verleugnen. Im Gegensatz dazu waren in nahezu allen Bereichen des nationalsozialistischen Staates Frauen nicht nur als Täterinnen aktiv, sondern zählten zugleich auch zu den Profiteurinnen der Vernichtung: Mehrere Tausend Frauen arbeiteten als KZ-Aufseherinnen. Sie werden durchgehend als unvorstellbar sadistisch und grausam beschrieben und standen ihren männlichen Kollegen bei der Vernichtung hunderttausender Menschen in nichts nach – was die These von der friedfertigen Frau, die bloß für Aufseherinnendienste instrumentalisiert wurde, widerlegt. Innerhalb nur weniger Wochen wurden Frauen zu jeder nur erdenklichen Grausamkeit bereit. Auch bei den völlig eigeninitiativen Todesmärschen in der Endphase des NS-Regimes, als keine Befehle mehr von oben kamen, handelten die Aufseherinnen nach der antisemitischen Devise, noch möglichst viele Jüdinnen umzubringen. Frauen beteiligten sich als Ärztinnen an medizinischen Menschenversuchen und Zwangssterilisationen, sie nahmen als SS-Ehefrauen an den Raubzügen durch die Ghettos in den besetzten Gebieten teil und bereicherten sich an den Häftlingen, sie trugen als Pflegerinnen in den diversen Tötungsanstalten die Verantwortung für die Vernichtung „unwerten Lebens“, sie exekutierten als Fürsorgerinnen das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ und sie lieferten als Denunziantinnen Juden, Roma, Homosexuelle dem Zugriff der Gestapo aus. “Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Ansicht, die Frauenbewegung hätte 1933 zu existieren aufgehört, kommt Claudia Koonz zu folgendem Ergebnis: “Im NS-Deutschland hatten Frauen die Möglichkeit gehabt, die größte Frauenorganisation der Geschichte aufzubauen, und zwar mit dem Segen der so offensichtlich männlich-chauvinistischen NSDAP. Die Vision vieler Frauenrechtlerinnen des 19. Jahrhunderts war hier auf eine alptraumhafte Weise Realität geworden.“, schreibt Ljiljana Radonic in “Deutscher Feminismus und Antisemitismus”. All dies hören die Anhängerinnen der “Großen Göttin” nicht gerne, mit ihrer Verweigerung von Einfühlung den wirklichen Opfern des Nationalsozialismus gegenüber, hängt mit der Verleugnung jeglicher eigener Schuld des weiblichen Geschlechts an Nationalsozialismus und Antisemitismus zusammen.

In linksliberalen Foren, wie “Zeit-Online” oder “derFreitag” sind einige dieser “Betonfeministinnen” aktiv. Eine dieser Bloggerinnen, laut eigenen Angaben eine Juristin, leidet scheinbar unter der von Freud beschriebenen „Ich-Schwäche“ und der beschriebenen Fixierung auf Sexualität. Diese Schreiberin, die oft von ihren  “Weiblichen Göttlichen” referiert, sich der “feministischen Exegese” verschrieben hat, vergleicht Israel mit dem Apartheidstaat Südafrika und versucht mit Kommentaren wie, „…männer stehen auf nem balkon und holen sich einen runter“ oder „dass du deinen schwengel für die einzig wahre gesetzesquelle hältst“ oder „dagegen fällt dir und gremliza auch nix besseres ein als der vorschlag, frauen sollten sich doch ihrerseits auch zu durchfickerinnen emanzipieren“ oder du „Ziegenficker“ usw., ihre religiösen Ansichten, nebst ihrer Israelfeindschaft, durchzusetzen.

Hinrichtungen (nach Scharia-Urteilen wegen angeblichen Ehebruchs) von Frauen im Iran oder in Khartum durch Steinigungen  setzt die Juristin und Verteidigerin der Scharia aus Berlin mit der Scheidungspraxis in Israel gleich und relativiert außerdem: „schließlich ist das hiesige gerede vom ‘fremd-gehen’ auch nicht sehr viel besser sondern nur anders tödlich“. Ihr Hass auf Israel kulminierte am 10. Juni 2012 um 19:28 in der Behauptung: „nach dem ersten schrecken ist mir auch wieder eingefallen, WER dazu schweigt, wenn in Israel jüdische frauen oder auch ‘richtige’ schicksen gesteinigt werden. und WER nicht!“ Die Scharia steht für Kulturrelativisten nicht zur Diskussion. Damit liegt die Juristin aus Berlin auf einer Linie mit dem islamisch dominierten UN Menschenrechtsrat, womit sie und ihre Gleichgesinnten die Rückständigkeit dieser Kulturen zementieren. Diese Menschenverachtung ist kompatibel mit den Richtern die Intisar Sharif Abdalla zum Tod durch Steinigung verurteilten.

Eine andere dieser “feministischen Theologinnen” schreibt beispielshalber: “Scharia-konforme ‘Finanzprodukte’ sind ausgesprochen interessant, waren von der Finanzkrise relativ wenig betroffen und werfen ein weiteres kleines Lichtlein auf das sehr weite Feld Scharia“. Diese “Radikalfeministinnen”, die einerseits Israel das Verteidigungsrecht absprechen, Israel mit dem Apartheidstaat Südafrika vergleichen, Boykottaufrufe gegen Israel initiieren, andererseits das iranische Regime sehr wohlwollend beurteilen und gar Teile der Scharia in Deutschland gerne eingeführt sähen, belegen mit ihrem sekundären Antisemitismus die Thesen  der  “Frankfurter Schule”. Ihr Glaube an das Mutterrecht Bachofens, an das Matriarchat, an die „Weiblichen Göttlichen“, ihr Hass gegen Israel verbindet sie, quasi als unsichtbares Band, in ihren meist gemeinsamen “Auftritten”. Bemerkenswert dabei sind die mitdiskutierenden Männer, die scheinbar den Wahn dieser Frauen nicht erkennend, nur durch die gemeinsame Gegnerschaft zu Israel ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren “Geschlechtsgegnerinnen” pflegen. Während die Moderation von “Zeit-Online” gewisse Grenzen für die beschriebenen “Judenkritikerinnen” absteckt, können diese scheinbar in der Community des “Freitag“, im Widerspruch zu den eigenen AGB, nach Belieben schalten und walten.

von fidelche

Update 10. Juni 2012: Aus gegebenem Anlaß wurde der Text abgeändert.

Die ursprüngliche und  vollständige Fassung ist unter unter: Adorno, die “Große Göttin” und der feministische Antisemitismus abzurufen.

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44 Kommentare leave one →
  1. 3. Juni 2012 20:06

    „Der völkische Antisemitismus will von der Religion absehen. Er behauptet, es gehe um Reinheit von Rasse und Nation. Sie merken, daß die Menschen der Sorge ums ewige Heil längst entsagt haben. Der durchschnittliche Gläubige ist heute schon so schlau wie früher bloß ein Kardinal. Den Juden vorzuwerfen, sie seien verstockte Ungläubige, bringt keine Masse mehr in Bewegung. Schwerlich aber ist die religiöse Feindschaft, die für zweitausend Jahre zur Judenverfolgung antrieb, ganz erloschen. Eher bezeugt der Eifer, mit dem der Antisemitismus seine religiöse Tradition verleugnet, daß sie ihm insgeheim nicht weniger tief innewohnt als dem Glaubenseifer früher einmal die profane Idiosynkrasie. Religion ward als Kulturgut eingegliedert, nicht aufgehoben. Das Bündnis von Aufklärung und Herrschaft hat dem Moment ihrer Wahrheit den Zugang zum Bewußtsein abgeschnitten und ihre verdinglichten Formen konserviert. Beides kommt zuletzt dem Faschismus zugute: die unbeherrschte Sehnsucht wird als völkische Rebellion kanalisiert, die Nachfahren der evangelistischen Schwarmgeister werden nach dem Modell der Wagnerschen Gralsritter in Verschworene der Blutsgemeinschaft und Elitegarden verkehrt, die Religion als Institution teils unmittelbar mit dem System verfilzt, teils ins Gepränge von Massenkultur und Aufmärschen transponiert. Der fanatische Glaube, dessen Führer und Gefolgschaft sich rühmen, ist kein anderer als der verbissene, der früher die Verzweifelten bei der Stange hielt, nur sein Inhalt ist abhanden gekommen. Von diesem lebt einzig noch der Haß gegen die, welche den Glauben nicht teilen. Bei den deutschen Christen blieb von der Religion der Liebe nichts übrig als der Antisemitismus.“

    aus: Dialektik der Aufklärung, Theoder W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 1418

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    • 3. Juni 2012 21:03

      Ich habe dieses Buch mehrmals ganz und weiters in Auszügen zu aktuellen Zwecken gelesen. „Der durchschnittliche Gläubige ist heute schon so schlau wie früher bloß ein Kardinal.“ Und ’schlau‘ ist das Schlagwort. Heute wähnt sich jeder als Papst, der ein Kreuz malen darf. Ich würde westliche Demokratie verbieten. (Kein Scherz.) – Der ‚aufgeklärte Wahlbüger westlicher Demokatien‘ wählt heute in Bielefeld, in Wetter an der Ruhr, in Osnabrück und sogar in der besten aller Städte Münster die Herrscher der eigenen Sklavenwelt. Sogenannt freiwillig. Von Berlin will ich gar nicht erst reden. – Wer heute die Partei Die PARTEI wählt, ist schon draußen, in jeder ach so demokratischen und sozialkriminellen Nachbarschaft. – Nein: Alle wollen die neue alte Volksgemeinschaft, die große Koalition als faschistische lean production, das vernichtende Abschottende. Wollen ihr Eigenheim letztlich. – Individuen, die Adorno und Horkheimer et al. in ihrem Enthusiamus für visionäre Aufklärung noch gar nicht kannten. – Kollektiv werden solche falsch geformte Menschen nie ein solidarisches Kollektiv … sondern sind aktuell alle: Faschisten.

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  2. 4. Juni 2012 13:31

    Prof. Dr. Gerhard Amendt schreibt in „Feminismus und Antisemitismus: Opfer-Täter-Kategorien als Flucht vor der Verantwortung“:

    „(…) Alle Männer seien Patriarchen; einerlei, ob sie Sklaven, Herrscher, Lohnarbeiter oder Kapitalisten sind. Um den Kultbegriff vom Patriarchat menschheitsgeschichtlich zu begründen, griffen feministische Theologinnen wie Christa Mulack, Gerda Weiler und Elga Sorge in den 80er-Jahren auf antisemitische Erklärungen zurück.

    Als Quellen der Frauenunterdrückung hat feministische Theologie den jüdischen Monotheismus, die Patriarchen, die Erzväter, Abraham, Isaak und Jakob sowie die Thora ausgemacht. Das habe nicht nur Elend und Deklassierung über die Frauen gebracht, sondern die Juden seien damit menschheitsgeschichtlich schuldig geworden und hätten Unglück über sich selber gebracht. Wie im alltäglichen Antisemitismus seien die Juden selber an allem schuld, was über sie gekommen ist: an den Hexenprozessen, der Diaspora, dem Holocaust und der versuchten “Endlösung”.

    Dieser Antisemitismus wurde “beiläufig” durch den publizistischen Erfolg verstärkt, den die Feministin Margarete Mitscherlich seit 1985 mit der These von der Friedfertigkeit der Frauen, dem Gegenteil vom “friedlosen Patriarchat”, erzielte. Obwohl diese Hypothese wissenschaftlich nicht bestätigt werden kann, entsprach es doch dem inneren Wunsch der meisten Frauenbewegten, dass es doch so sein möge.

    Dass der “patriarchale Kern aller Männlichkeit” nach Ansicht antisemitischer Theologinnen seinen Ausgang bei den Erzvätern des Judentums habe, wurde von differenziert denkenden Feministinnen nicht ohne weiteres hingenommen. Sie wollten durchaus wissen, wie die “patriarchalische Neigung” im Verlauf der Menschheitsgeschichte weitergegeben wurde. Ausschlaggebend war aber auch für sie, dass die charakterformende Weitergabe der Frauenunterdrückung vom Vater ausgehen müsse. Er sei gewissermaßen der Transformationsriemen der patriarchalischen Kontinuität.“

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  3. 4. Juni 2012 17:08

    „Diese feministische Szene ist davon überzeugt, dass es zu früheren Zeiten in vielen Kulturen Matriarchate gegeben hat. Johann Jacob Bachofens „Mutterrecht“ ist für die feministische Matriarchatsforschung von großer Bedeutung. Die Symbolik Bachofens, allem voran die Vorstellung von der „Großen Muttergottheit“ hat unter anderem auch die völkische und nationalsozialistische Rezeption der Matriarchatsidee geprägt. Verfolgt man die Genese der Matriarchatsidee von Bachofen bis heute, so liegt die These nahe, dass sie jeweils in Zeiten Konjunktur bekommt, in denen das Rollenverständnis der Geschlechter zur Diskussion steht.“

    Mannomann, kommt mir das bekannt vor. Die Juristin aus Berlin, sie nannte sich bisher Rahab und nun nennt sie sich „musica„, faselte auch imma von den weiblichen Göttlichen, von Bachofen und wat sie alles gegen die Juden wusste.

    Wenn ich wat nich abhaben kann, dann sind dat antisemitische Feministinnen.
    Euer Erwin

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    • 5. Juni 2012 18:18

      Hallo Erwin, mal was anderes: In der Veltins-Arena war ich noch nie (‚against modern football‘), aber in der Glück-auf-Kampfbahn und dem ollen Parkstadion. Da fuhren die Götter in Blau-Weiß (olaf thon z.b., später bayern münchen) mit der Rolltreppe runter auf den heiligen Rasen, um dann nicht einmal Hausmannskost abzuliefern. Jedenfalls, wenn ich dabei war. – Seitdem lasse ich nicht nur diesen Verein links liegen und besuche lieber das große Areal des Blau-Weiß Aasee. Allerdings am liebsten für Beach-Volleyball. Aber der Damen. Freilich!

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    • rahab permalink
      5. Juni 2012 18:59

      “Wohin wir blicken, überall tritt uns die gleiche Wahrheit entgegen: keinem Volke, dessen religiöse Anschauung in dem Stoffe wurzelt, ist es gelungen, den Sieg der rein geistigen Paternität zu erringen und der Menschheit dauernd zu sichern. Auf der Zertrümmerung, nicht auf der Entwicklung und stufenweisen Reinigung des Materialismus ruht der Spiritualismus des einheitlich-väterlichen Gottes. Die Kluft, welche beide Systeme trennt, hätte auch die höchste Kraft des philosophischen Gedankens nie zu überwinden vermocht. Darum erhebt sich Paulus (I,II,5-13) mit so großer Entschiedenheit gegen die orientalische Lehre von dem Prinzipat des weiblichen Stoffes: “denn nicht ist der Mann aus der Frau, sondern die Frau aus dem Mann”. Darum lassen es sich auch die Kirchenväter so angelegen sein, der Begründung des menschlichen Brudertums auf den gemeinsamen Ursprung aus Einem Mutterschoße die höhere aus der Kraft Eines Vaters gegenüber zu stellen.”

      entnommen von der letzten seite in bachofens mutterrecht. klingt wahnsinnig matriarchalisch, oder?!

      es wäre nicht allzu schwierig, im einzelnen darzulegen, dass diese sequenz dem grunde nach antisemitisch ist. mann müßte es dann nur noch glauben.

      ob sie es wirklich ist? keine ahnung. vielleicht hat Bachofen nicht weiter darüber nachgedacht, dass er mit diesen sätzen das judentum auf die orientalische seite schiebt…. es wäre nämlich auch möglich, dass er damit unausgesprochen zum judentum sagen wollte, dass dieses das problem gut gelöst hätte … aber erst mal steht nur eines fest: weder das eine noch das andere steht explizit da.

      oder, ganz was anderes, aber auch sehr ‘schön’. Lest mal Gordon, einen der ‘theoretiker’ von modellen zionistischer berufsumschichtung (so nannten die das selbst!). bei Gordon kann mann sich an sätzen wie diesen abarbeiten: “Je mehr Eigenart das Volk besitzt, desto mehr wird es zunächst für das Leben des Ganzen sorgen, für seine Gesundheit und Erneuerung, wird dafür sorgen, dass alle seine Kinder gesund und heil sind, dass sie leben und schaffen und dass nicht das eine auf Kosten des anderen lebt und satt und fett wird vom Blut und Hirn des anderen. Dann wird der Kampf gegen die Ausbeuter und Gewalttäter kein Klassenkampf sein, sondern ein Kampf des Volkes gegen seine Parasiten.” (aus “Produktivierungsmythen und Antisemitismus” von Tamar Bermann entnommen).

      Gordon propagierte: Erlösung durch Arbeit.
      klingt gefährlich? ja, klingt gefährlich.

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      • 8. Juni 2012 23:03

        „Gordon propagierte: Erlösung durch Arbeit. klingt gefährlich? ja, klingt gefährlich“, schreibt die Juristin und Bachofen-Prophetin Off topic aus Berlin, in deren Blog von der „israelischen Vergasung der Palästinenser“ phantasiert wird.

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        • rahab permalink
          9. Juni 2012 07:19

          heiliges schwein!
          Bachofen ist als quellensammlung brauchbar. zu mehr taugt das buch nicht.

          wo wird was fantasiert?
          bitte nachweisen!
          und dann: reicht einfaches xxx-en oder muß der-die-das fantast erschossen werden?

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        • 9. Juni 2012 12:41

          Gebenedeite Rahab, ein letztes Mal, obwohl ich um der Sinnlosigkeit weiß:

          Dein Blog ist eine einzige Hetze gegen Israel, ist noch einen Tick judenfeindlicher als die Freitagscommunity. Kein Wunder, du bist eine bekennende Antisemitin (20.02.2010 um 22:00), für dich war der Holocaust kein Völkermord, du möchtest, dass Deutsche nicht bei Juden kaufen indem du Boykottaufrufe gegen israelische Waren initiierst usw. Es sind tausende Kommentare in deinem Blog, die sich gegen den Judenstaat richten. Artikel schreibst du ja keine. Ein Artikel besteht aus einem oder zwei Links. Alien59 schreibt beispielsweise, dass der Aufruf zum Judenmord des Großmufti von Jerusalem „richtig“ war. TomGard schrieb unwidersprochen am 31. Mai 2012 um 21:10: „1999 war dann alles bestens – bis Ariel Scharon die zweite Intifada provozierte. Dann die Isolierung der Hamas im Gaza, Vorbereitung des Gaza KZ, Rückzug aus demselben und schließlich 2009 “Klappe zu” und Gas in kleiner Dosierung auf. Nichts davon sind “Kosten”, es sind Investitionen gewesen.“

          In dieser Welt gibt es sehr viel Unrecht. Jedoch, nicht Darfur im Sudan, der weltweit blutigste Konflikt mit 400.000 Toten und 2,5 Millionen Vertriebenen, macht euch fassungslos, nein das von antisemitischen Islamfaschisten bedrohte Israel ist seit 60 Jahren euer Problem. Weil die Täter in Darfur keine Juden sind, sondern arabisch muslimische Reitermilizen, werden euer Hass und eure Friedenssehnsucht nicht dorthin projiziert. Die Obsession mit der ihr, damit bist nicht nur du und deine Komplizen des „Freitags“ gemeint (65 Prozent der Deutschen denken beinahe wie ihr) gegen Juden ankämpft und täglich mit Schaum vor dem Mund anhetzt ist kompatibel mit der Judenhetze Anfang der 1930er Jahre. Geendet hat die Judenhetze der 1930er Jahre in Auschwitz. Wo deine Judenhetze enden wird ist absehbar.

          Das xxx-en der Kommentare von Alien59, TomGard, Forenboy, Schlesinger, Rahab und wie sie sonst noch alle heißen, ändert nichts an der Menschenverachtung eurer Mission.

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        • Der Bassist permalink
          12. Juni 2012 21:13

          Rahab: Sie sind aber ziemlich von oben herab, wa!
          ‚Lest mal …‘ Macht dies, Tut das. Sie sind mir ja eine …
          … und zwar eine Oberlehrerin, die kein Mensch,
          nicht Mädel und nicht Bub, haben will …
          Mal drüber wildwerden? … bitte schön!

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        • Der Bassist permalink
          12. Juni 2012 21:49

          Rahab, genau jetzt: Gehört der wunderschöne Regenbogen gerade über dem Oberzentrum Westfalens zur falschen Welt? Immerhin ist er männlich und vollkommen ungöttlich. – Aber sehr schön und vollkommen; egal, was Du dazu j.butlerisch blubbern wirst in Deiner selbstgefertigten Totalität. Ich bin schon woanders, worin noch niemand war …

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  4. rahab permalink
    10. Juni 2012 10:37

    what shall’s?
    in der sache ist’s mechanisch wiederaufgerührt mechanistische ratten-püschologie nachgeplappert – und das wiederaufrühren macht es auch nicht besser. zwar haben das Adorno/Horkheimer nicht verdient, aber … ich denk mal, das kratzt die postum nicht besonders. da ’schweben‘ die drüber!

    xxxxxxxxxx xxxxxx
    xxxxx xxxxxx xxxx
    ————–
    Netiquette!
    Die MI Redaktion

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    • 10. Juni 2012 23:30

      Gebenedeite Rahab, aka Christa, aka musica,

      du musst mehr zu deiner Göttin beten und weniger gegen Juden hetzen.
      Vielleicht hilft’s. Dann bist du wenigstens weg von der Straße.

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      • rahab permalink
        11. Juni 2012 10:39

        fidelche! du mußt jetzt ganz tapfer sein!
        ich bete nicht. ganz grundsätzlich nicht.
        und ganz ehrlich: ich bin/liege lieber auf der straße als dass ich mich hinterm jägerzaun verbarrikadiere.

        xxxxxxx
        ——————-
        Netiquette!
        Die MI Redaktion

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      • 11. Juni 2012 18:00

        Aha Rahab betet nicht mehr. Offenbar steht sie nun in direktem Kontakt mit ihren Göttinnen. Die Koransuren die sie während der Al-Quds Demonstrationen in Berlin gegen Israel absingt können natürlich nicht als Gebete gewertet werden. Hahaha.

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  5. rahab permalink
    11. Juni 2012 18:14

    noch mal zum nachdenken für alle, die sich der genozide so sicher sind:

    „Es war der große Vorteil eines Prozesses, in dem nur das Verbrechen gegen das jüdische Volk verhandelt wurde, dass nicht nur die Unterschiede zwischen Kriegsverbrechen (wie die Hinrichtung von Partisanen und Geiseln) und ‚unmenschliche Handlungen‘ (wie ‚Austreibung und Vernichtung‘ der einheimischen Bevölkerung) sich deutlich genug abzeichneten, um Teil eines zukünftigen internationalen Strafrechts zu werden, sondern auch dass der Unterschied zwischen ‚unmenschlichen Handlungen’ (deren Zweck: Expansion und Kolonisation, zwar verbrecherisch, aber nicht neu) und dem in jeder Hinsicht beispiellosen ‚Verbrechen an der Menschheit‘ hätte geklärt werden können. Eine solche Klärung erwartete man vergeblich. Weder im Verfahren noch im Urteil hat der Jerusalemer Prozess je die Möglichkeit auch nur erwähnt, dass die Auslöschung ganzer Völker – der Juden, der Polen oder der Zigeuner – mehr als ein Verbrechen gegen das jüdische oder das polnische Volk oder das Volk der Zigeuner sein könnte, dass vielmehr die völkerrechtliche Ordnung der Welt und die Menschheit im ganzen dadurch aufs schwerste verletzt und gefährdet sind.“

    (Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. Piper. 6.Auflage 1996, S.399f)

    wenn jetzt einer ankommt und dagegen anführt, dies beweise, dass auch Hannah Arendt antisemitin gewesen sei – dann beweist der nur, dass er noch nicht mal zum parvenue taugt!

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    • 12. Juni 2012 09:01

      Hans Mommsen in Hannah Arendt – Eichmann in Jerusalem: „Trotz aller Betroffenheit war Hannah Arendt mutig und verbissen genug, um nach außen keine Gefühlsregungen zu zeigen. Wenn man bedenkt, daß sie gerade unter dem Begriff der »Einsamkeit«, nicht im Sinne des Alleinseins, sondern im Sinne der Verweigerung des Dialogs die Extremform menschlicher Not erblickte, kann man ermessen, daß die Eichmann-Kontroverse, wie diese höchst einseitige publizistische Kampagne alsbald bezeichnet wurde, trotz einer äußerlich erfolgreichen Karriere einen tiefen Einschnitt in ihrem Leben bedeutete — und dies, obwohl das umstrittene Buch in vieler Hinsicht die konsequente Fortführung von früher Gedachtem darstellte und die Konkretisierung festliegender und zuvor weithin akzeptierter Grundauffassungen enthielt. Auch in der Bundesrepublik überwog die Ablehnung, und wo es positive Stimmen gab, stammten sie überwiegend von der falschen Seite. Viele der im Eichmann-Buch enthaltenen Einsichten und Herausforderungen kamen für die breite Öffentlichkeit zu früh und zu unvorbereitet. Das unter dem Einfluß der Theorie der totalitären Diktatur entstandene starre Bild des NS-Systems (dem Hannah Arendt unbedacht Vorschub leistete, wenngleich ihre Darstellung der »Ursprünge der totalitären Herrschaft« in wesentlichen Punkten von der inzwischen zu einer starren Systemerklärung geronnenen Lehre abwich) mußte erst seine wissenschaftliche Vorherrschaft verlieren, bevor ihre Interpretation der »Endlösungs«-Politik als diskussionswürdig betrachtet werden konnte.
      Nur wenige Gesinnungsverwandte begriffen, daß der »Bericht von der Banalität des Bösen« ein Stück verborgener Selbstkritik enthielt, was freilich im Grunde für alles gilt, was Hannah Arendt jemals geschrieben hat. Dies hing zutiefst mit dem Problem der deutsch-jüdischen Identität zusammen, vor das sie sich immer wieder gestellt sah. Um dies zu ermessen, wird man ihrem Selbstverständnis und Lebensweg nachgehen müssen, der die Tochter einer angesehenen bürgerlichen jüdischen Familie, die sich der deutschen Kultur aufs engste verbunden wusste, über die Studienjahre in Marburg, Heidelberg und Freiburg nach Frankfurt und dann nach Berlin führte, bevor sie über die Zwischenstation Paris in die USA gelangte und dort nach harten Emigrationsjahren zu einer namhaften Publizistin aufstieg. Das Studium der Philosophie in Marburg und Heidelberg, die nie ganz erloschene Jugendliebe zu Martin Heidegger, die engen freundschaftlichen Beziehungen zu Benno von Wiese und die lebenslange Verbindung mit Karl Jaspers haben für sie bleibende Bedeutung gehabt. Die intensive Beschäftigung mit der deutschen Philosophie jener Jahre haben ihr Denken weit stärker geprägt, als ihre überwiegend im englischen Sprachraum verbreiteten Publikationen verraten.“

      Wenn jetzt einer ankommt und dagegen anführt, dies beweise, dass auch Hanns Mommsen ein Antideutscher in einer Klärgrube gewesen sei – dann beweist der nur, dass er noch nicht mal zum Parvenue taugt!

      Nicht mal Hannah Arendt’s Nazi Spezi Martin Heidegger (1932 NSDAP Wähler und 1933 NSDAP Mitglied) hätte sich für die Hinrichtung von vermeintlichen Ehebrecherinnen mittels Steinigung ausgesprochen. Nicht mal Martin Heidegger hätte die Praxis der Scharia, Frauen wegen „Ehebruchs“ bis zum Kopf in die Erde einzugraben um sie dann mit Steinen, die eine bestimmte Größe haben müssen (nicht zu klein und nicht zu groß), qualvoll zu ermorden, mit der Scheidungspraxis in einem westlichen Land oder dem „Gerede“ bei „Fremdgehen“ in Berlin gleichgesetzt. So irre wäre nicht mal der Nazi-Philosoph gewesen. So gesehen stand sogar der Nazi-Philosoph Martin Heidegger moralisch ganz weit über der gebenedeiten Juristin aus Berlin.

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      • rahab permalink
        12. Juni 2012 09:26

        versteh ich dich richtig:
        vermeintliche ehebrecherinnen sollten nicht gesteinigt werden
        aber ehebrecherinnen schon ein bißchen bestraft. weil ja schließlich die verwirkung eines unterhaltsanspruchs moralisch viel höher steht als die qualvolle steinigung.

        da hättest du dich mit Heidegger, mehr aber noch mit dessen gattin aufs allerfeinste verstanden – fürchte ich.

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      • 12. Juni 2012 12:14

        Gebenedeite Rahab,
        im Gegensatz zu dir lehne ich die Gesetzgebung der Scharia ab. Im Gegensatz zu dir setze ich mich gegen jede Bevormundung von Religion ein. Im Gegensatz zu dir sehe ich und genieße ich die Vorzüge der westlichen, liberalen Lebensart, bei allen kritisierbaren Auswüchsen und kapitalistisch bedingten Widersprüchen. Ich möchte im Gegensatz zu dir nicht unter den Mullahs oder unter der Hamas leben müssen. Ich sehe, im Gegensatz zu dir, die Rückständigkeit gewisser nichtwestlicher, meist islamisch geprägter Kulturen, in der die Bevölkerung mit mittelalterlichen unmenschlichen Methoden, wie beispielsweise der Scharia (Steinigung usw) unterdrückt wird. Wer wie du ein bestialisches Steinigungsurteil im Iran oder Khartum mit europäischem „Gerede über Fremdgehen“ gleichsetzt, hat nicht nur nicht alle Tassen im Schrank, mit diesem Kulturrelativismus, der sich bei dir vielfältig äußert, zementierst du die Rückständigkeit dieser Kulturen. Die Lebensumstände der betroffenen Menschen sind dir in deinem religiösen Wahn sichtbar völlig egal. Mit deiner Komplizenschaft mit Hamas, Hisbollah und Khamenei willst du mit deinen „Freitagsreservisten“ diese faschistische Ideologie im gesamten Nahen Osten eingeführt sehen. Fundamentale Menschenrechte, wie freie Sexualität, die Freiheit ohne Religion leben zu dürfen, sprichst du den Menschen im Iran, im Gazasteifen, in der Westbank usw. ab. Das ist Rassismus und Menschenverachtung in Reinform. Neben deinem ekelhaften fanatischen Antisemitismus ein weiterer Punkt warum wir keine Freunde werden können. Ich schätze mal deine Gleichsetzung von Steinigung und der westlichen Scheidungsgesetzgebung geht sogar dem Neonazi (Forenboy) und den Antisemiten in deinem „TreueLiebe“-Blog zu weit. Ausnahme, TomGard, dem traue ich ohne weiteres zu bei einer Steinigung entweder johlend auf der Zuschauertribüne zu sitzen oder gar selbst Steine zu werfen. Bei Bernd Ebert bin ich mir nicht sicher. Entweder hält er sich aus der Diskussion, weil er zu feige ist dir zu widersprechen, oder weil er zuvor noch nie was von Steinigung bei Ehebruch im Iran oder in anderen islamischen Ländern und der entsprechenden Tabuisierung im UN Menschenrechtsrat gehört hat.

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        • rahab permalink
          12. Juni 2012 13:41

          armes fidelche!
          the white mans burden ist schon ne schwere last.
          verständlich, dass du dir da immer mal wieder noch ne frau zum bevormunden suchen mußt.
          nur halt – ich stehe dafür nicht zur verfügung!

          dass wir keine freunde werden … na jetzt aber, so weit käm’s noch!
          trauer trag ich deshalb wahrhaftig nicht.

          schade finde ich allerdings immer mal wieder, dass du so sklavisch am legalistischen denken (monotheismus ist dessen quelle!) hängst. was dazu führt, dass du ein gerichtsurteil für gesetz hältst.
          wenn du dies dann wenigstens für dich behieltest! aber nein, du mußt es auch noch zwanghaft in die (falsche, ja Rainer!) welt trompeten. wodurch, Rainer, die falsche welt falsch bleibt, falsch bleibt, falsch bleibt. und die von dir so wertgeschätzten “ Vorzüge der westlichen, liberalen Lebensart“ zum lebenslangen knast werden, sich dem der ajatollahs anverwandeln.
          was von der ganzen herr-lichkeit übrig bleibt, das ist dein menschenrecht, jede (und jeden!) welche(r) dir genehm scheint zu nageln, in gedanken oder auch in taten.
          dies menschenrecht kannst du auch bei den ajatollahs haben und bei den rebben ebenso! das gewährt dir sogar der ober-mullah der taliban! du mußt nur weiter unverbrüchlich ans gesetz glauben.

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        • 12. Juni 2012 14:33

          Es ist zwar immer wieder lustig, aber halt auch sinnlos und anstrengend mit dir, gebenedeite Rahab. Ich möchte dich nicht bevormunden, schon weil ich mit Hardcoreantisemiten möglichst wenig zu tun haben möchte, ich hab mich immerhin fast zwei Jahre intensiv mit deinesgleichen abgegeben.

          Es geht nicht nur im die Gerichtsurteile im Iran oder in Khartum, es geht auch um die entsprechende Praxis und die entsprechende Indoktrination (Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit, usw.) die in diesen Ländern vorherrscht. Ich sehe, im Gegensatz zu dir, nicht die islamistische Mullahdiktatur oder die „Vorstellungen“ der Palästinenser als die heilbringende Alternative zum westlichen kapitalistischen System. Ich lebe lieber im aufgeklärten Europa als im mittelalterlichen faschistischen Iran und ich werde nach wie vor die Leute bekämpfen, Leute wie dich, die alle Bemühungen der europäischen Aufklärung fürchten wie der „Teufel das Weihwasser“. Also Rahab nochmal: Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer Steinigung wegen Ehebruchs im Iran und dem „Gerede wegen Fremdgehens“ in Berlin. Ok, ich weiß es ist sinnlos dir den Unterschied deutlich zu machen. In der Welt in der du lebst ist Logik und Realität tabu.

          Ich frage mich übrigens was du von mir überhaupt willst. Ist dir langweilig in deinem faschistoiden Antisemitenblog? Was ich schon mal gefragt habe: Was habt ihr eigentlich gegen Juden? Und: Was habt ihr eigentlich gegen säkulare, aufgeklärte Araber? Du musst darauf nicht antworten.

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      • rahab permalink
        12. Juni 2012 14:46

        ok. ich nehme aus all dem mit: fidelche ist des festen glaubens, ehebrecherinnen gehörten im unterschied zu seiten-springern bestraft. nur halt nicht so grausam und rückständig. sondern gaaanz fortschrittlich!
        das steht zwar hierzulande so nicht im gesetz – aber darum, wieviel ‚indoktrination‘ dazu gehört, juristen zu einer fortschrittlich strafenden auslegung zu bewegen, macht der fidele sich keinen kopf. weil: er könnte ihm sonst zerbrechen.

        alles andere, fidelche, ist dein üblicher sermon, vulgo: predigt. an dir ist echt nen kleriker verlorengegangen!
        hatte ich schon. brauch ich nicht noch mal!

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        • 12. Juni 2012 16:49

          Nein Rahab, das hast du falsch verstanden. Für mich sind die fundamentalen Menschenrechte, freie Sexualität, die Freiheit ohne Religion leben zu dürfen nicht verhandelbar. Das hast du sicher wie alles andere auch überlesen oder wolltest es überlesen. Wer wie du die abscheulichen Steinigungen im Iran mit hiesigem „Gerede wegen Fremdgehens“ oder dem europäischen Scheidungsrecht gleichsetzt, darf sich nicht wundern von einem Pfaffen von der Straße weggeheiratet zu werden. Für deine Dummheit kannst du nicht andere verantwortlich machen.

          Aber Pfarrersfrau. Hm, das passt schon zu dir. Was sagte denn dein Pastor wenn du ständig die islamischen Suren der Selbstmordattentätervideos mitgesungen hast? Gab‘s da nie Ehestreit? Stichwort auch „weibliche Göttliche“. Aber vermutlich ward ihr euch in den wichtigen religiösen Fragen einig, der Glaube an den Osterhasen, war sicher euer wichtigstes Fundament, oder konnte dein Gatte die Spätschriften von Martin Luther (Handbuch der Judenfrage) auswendig? Du musst nicht antworten.

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        • 12. Juni 2012 17:17

          Ich dachte immer Uwe Theel ist Lehrerausbilder und nur ein engagiertes Mitglied der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das ist ja ein Ding. Hoffentlich zerbricht Uwe nicht daran.

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        • 12. Juni 2012 20:56

          Apropos „burkatragende Esoterikerin“: Man kann Dir den Spiegel vorhalten und Du erkennst Dich nicht!

          Grüße LL

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  6. Das Kind permalink
    12. Juni 2012 19:06

    Weißt Du, Roberto, „denken“ war noch nie Dein starkes Ding, selbst im Präteritum nicht.

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    • 12. Juni 2012 19:39

      Angenehm, Manfred Breitenberger mein Name. So eine Verwechslung kann ja mal vorkommen, wobei dir das nun schon öfters unterlaufen ist. Ich hab jetzt schon länger nicht mehr in die antisemitische Community des „Freitag“ reingeschaut, Uwe. Gibt es da eine Diskussion über Augsteins Verschwörungsansichten bezüglich Israel? Du weißt schon, Augstein meint, dass die “Schlecker-Frauen” das Opfer der israelischen Atompolitik sind. Woher kommt denn dieser Wahn? Ist es so heiß in Berlin?

      Hendrik M. Broder hat übrigens über euch geschrieben: “Und „wenn’s Judenblut vom Messer spritzt“, dann gehts Jakob und seinen Brüdern gleich “nochmal so gut”, dann haben sie ihren Judenknacks endlich überwunden. “ Was sagst du zu diesen richtigen, wichtigen und treffenden Sätzen? Schöner hätt ich es nicht schreiben können. Wie siehst du übrigens meinen Artikel auf Broders Homepage, „Die Reservisten des Freitag“? Ich bin jetzt auch Publizist. Bist du mit mir zufrieden?

      Ach ja, bist du auch, wie deine Ex, der Meinung, dass eine Hinrichtung nach der Scharia, also einer Steinigung bei vermeintlichem Ehebruch dasselbe wie europäisches „Gerede über Fremdgehen“ oder „europäisches Scheidungsrecht“ ist? Du bist doch ein alter Hamas-Supporter, aber gehst du auch so weit wie dein alter Hase?

      Viele Grüße nach Heppenheim und den Herrn Kosok (Hihi)

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      • 12. Juni 2012 20:08

        Hessen Kassel, meine Rede, meine Hoffnung. Immerhin sind die Lilien schon dabei. Und natürlich die Kiggäääs.

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      • The Violet White Football Sofa permalink
        12. Juni 2012 20:12

        Präteritum Heppenheim? – Kenn´ ich nich´.

        Gefällt mir

    • 12. Juni 2012 21:22

      Na Uwe: Präteritum, Dei Ding, Imperfekt wasde scho immé.

      De Louis

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    • Der Bassist permalink
      12. Juni 2012 21:28

      Herr Kind, Sie meinen wahrscheinlich die Phrase der Jugendsprache ohne das von Ihnen hinzugefügte Adjektiv, das im übrigen alles verhunzt ins Schwachsinnige; Sie meinen also etwa sowas: „Politik ist nicht so ganz mein Ding“.
      *nicht so ganz mein starkes ding* – – – das wäre freilich deppenhessisch.
      Herr Kind, schauen Sie einfach mal im Netz, wie viele Dinger Ihnen da um Ihre starken Ohren fliegen …
      Keine Ursache!

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      • mentalpunker permalink
        13. Juni 2012 00:13

        Der Bassist hat´s echt drauf! Das KIND sollte mal ins Phrasenschwein einwerfen.

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  7. 13. Juni 2012 19:43

    Ein Objekt von hohem, ja höchstem Interesse ist die pervers-sexualisierte Sprache dieser verburkatierten Asyl-Anwältin, die als Verfolgte ihrer selbst, den Antrag zur Asylgewährung sich selber stellt und schwer darüber abwägt. Die Zerrissenheit dieses esoterischen Wunders, einer juristischen Injurantin, ist ein psychologisches Phänomen ohnegleichen. Die auffällig große Fülle der bei Ihr zutage tretenden Vulgarismen, bis ins Pornografische reichend, gepaart mit der inhaltlichen Palilalie, kann nur schwerlich als kommunikatives Medium begriffen werden, eher verständlich, wenn man ein ausgeprägtes Aufmerksamkeitsdefizit mit vokaler Ticstörung annimmt, dies auszugleichen und zu stillen die exponierte Ausdrucksweise dienen soll. Möglicherweise soll als Ziel durch die beachtungsheischende Fäkal- und Sexualsprache einerseits eine Konzentration und Fokussierung auf sie selbst errungen, andererseits eine Problemverschiebung von sich selbst auf andere bewirkt werden und dadurch als physische Triebkompensation fungieren. So hilfeleistend und „obhütig“ sie ihr Selbstbild zeichnet, so diffamierend, verletzend und verbal-injuriierend geriert sie sich und defäkiert ihre unmenschlich-konnotierten Notat-Haufen weiter im WWW. Ob die biblische Hure Rahab Asylanten ob des Schutzes oder der Ausbeutung beherbergte, man weiß es nicht und auch die diese Frage bleibt: Würde sich die reale Kopie jemals für eine(n) von einem Muslim verfolgte(n) Juden/Jüdin einsetzen?

    Aber wozu solch unsinnigen Fragen nachgehen? Es gibt Wichtigeres als RAHAB!

    lg LL

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    • Der Bassist permalink
      13. Juni 2012 19:54

      … „als Verfolgte ihrer selbst“ ist sie drüber, drübber, und nicht mal DRÜBEN, wie es früher hieß, als die Mauer noch ihr SCHUTZWALL sein hätte können. Nun (nicht) gut: endwillig drüber, verloren für eine noch zu rettende … Rhabarber … Palaver … so dreht sich der Brei Treu in Liebe zu sich nur/allein selbst.

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    • 14. Juni 2012 00:10

      Es ist tatsächlich sinnlos, sich mit diesen Leuten abzugeben. Was rauskommt wenn sich fanatische Judenhasser mit hetzenden Nazis (auch Judenhasser) unterhalten war absehbar.

      Es ist vergebene Liebesmüh diesen religiösen, antisemitischen EsoterikerInnen beizubringen dass, Aufklärung, Kritische Theorie, Atheismus, freie Sexualität usw. in den angesprochenen islamischen Gesellschaften nicht stattgefunden hat, bzw. verboten ist. Fakt ist, die Wahrnehmungsstörungen, der Realitätsverlust dieser Leute ist nicht therapierbar.

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      • mentalpunker permalink
        14. Juni 2012 00:23

        Auch meine Meinung. Igendwann ist Ende Gelände. Versuche können eben scheitern :: AM OBJEKT, das kein Subjekt werden will.

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  8. 15. Juni 2012 16:09

    Ich weiß, dass bestimmte Objekte keine Subjekte werden wollen. Aber auffallend ist folgendes: Das von mir Geschriebene würde Sie, die von fidelche „Gebenedeite“, wohl gerne widerlegen, allein kraft ihrer eigenen letzten Phrasen wie „… dem Louis Levy seinen arsch…“ oder „wenn er ‘arsch in der hose’ hätte…“ exemplifiziert sie es selbst, und ihr bornierter Claqueur verfällt mit seinen deplatzierten Hosiannarufen in einen Begeisterungstaumel, der eines Weltjugendtages würdig wäre.

    Der Trabant dieser vermeintlichen „Verfolgtenhelferin“ ist ebenfalls ein kurzes Psychogramm wert:

    Meist als gehässig hetzender Souffleur, jedoch ohne jeglichen Tiefgang immer an der Oberfläche kratzend, intellektueller Trockenschwimmer also, umkreist und umspielt er, der geistig Hungernde, (Stichwort: Mutterkomplex) seine „alma mater“, das für Ihn als unumstößliche Autorität akzeptierte und nur scheinbar attackierte Zentralgestirn dieses kleinen Paralleluniversums mit seiner permanenten Anstachelung und Befeuerung zum gemeinsamen Kesseltreiben. Er, der atheistische „spiritus sanctus“ und Inspirator ihrer gemeinsamen Verbal-Pogrome, sie, die exekutive Ersatzgöttin („spiritus rector“) und „Mutter“.

    Auf engem Orbit glaubt der heteronome Satellit zumindest die virtuelle Nestwärme und Nähe seiner „Muttererde“ verspüren zu können. Die für eine gesunde Entwicklung erforderliche Aufhebung der Bindung durch Loslösung von der „Mutter“ gelingt ihm nur interim beim Wechsel in ein anderes Forum, bis er wieder eine „Ersatzmutter“, d.h. Halt gefunden hat. Allein ist er hilflos, also festigt er seine Bindung indem er die gewünschte „Hetznahrung“ liefert. Nachstellung, Verfolgung und Agitation via WWW ist beider Bindeglied, der gemeinsame Feind (u.a. Israel) und das Sujet der Hetze ihr „Beziehungskitt“. Hier gravitieren sie zu ihrem Nukleus, der selbstgejagte Hetzer und Verfolger, und die selbsternannte „Anwältin der Verfolgten“. Die symbiotische Verbindung bringt dem „Wasserträger“ scheinbar schützende Mutternähe und der „treuliebenden Mama“ das nährende, speichlig-intoxierte Wasser zweifelhafter Quellen.

    Der faktisch abhängige Scharfmacher robotet nicht ohne einen gewissen Sprach-Witz, vermutlich um die in Wirklichkeit steinerne Verkniffenheit seines Unternehmens zu kaschieren. Selbst als „Brunnenvergifter“ agierend, versucht er mit dem aus der Neurosenlehre bekannten Abwehrmechanismus der Projektion das Schlaglicht auf andere abzulenken, z.B. auf Hebräer. Naturgemäß projiziert der Agitator genau das, was er am meisten betreibt, das Jagdgeschäft und die Hetze, nach außen, auf andere, zur Bemäntelung seines eigenen Treibens, d.h. um zum Selbstschutz von sich abzulenken. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass er genau in seinem Kerngebiet wieder einen Projektionsversuch an meine Adresse versucht, den ich gerne aushalte, wissend um sein marod fragiles Psychokorsett.

    Und so weilen sie weiter im „Sammelbecken der Realitätsverweigerung“, freudig erregt, wenn sie ein „göttliches Auge“ auf sich blickend wähnen, und wenn sie nicht…dann…AMEN

    lg LL

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    • mentalpunker permalink
      15. Juni 2012 19:28

      Nichts geht über genaue Beobachtung, Analyse und humanes Urteil. In diesem Sinne, dito!

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    • 16. Juni 2012 02:17

      Wunderbar, da ist was ganz großes, braunes und treues Antihebräisches entstanden. Zwei Gleichgepolte haben sich gefunden und stoßen sich nicht ab. Der offensichtliche Mutterkomplex, der des Öfteren mit einer Speichelüberfunktion einhergeht wird aus meiner Sicht nicht zu einer Übersteigerung des Eros führen.

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  9. 21. Dezember 2012 13:56

    Im Zeichen des Schutzes »unterdrückter Völker« und »autochthoner Kulturen« ist seither eine bizarre Querfront geschmiedet worden, in der sich ausgerechnet die Fortschrittsfreunde von einst für die Wahrung religiöser Gefühle ins Zeug legen – eine Querfront, als deren erste deutsche Vertreter vielleicht die Militanten der Antiimperialistischen Zellen gelten können, welche, darin tatsächlich einmal Avantgarde, schon in den Neunzigern im Knast zum Islam konvertierten, und die heute von vulgärtrotzkistischen No-Globos, die Hamas und Hisbollah als Speerspitze der kämpfenden Völker feiern, bis zu universitären Gender Theoretikerinnen reicht, welche die muslimische Geschlechtersegregation für die Erschließung autonomer Frauenräume preisen und migrantische Kritikerinnen des Kopftuchs als Komplizinnen »kolonialer Entschleierungspolitik« denunzieren.

    aus: Unscharfe Relationen – Macht, wer den Islam kritisiert, gemeinsame Sache mit Rassisten? Versuch einer Grenzziehung. Von Lars Quadfasel – Konkret 1/2013

    Gute Beschreibung von an „weibliche Göttliche“ glaubende Esoterikerinnen. So kurz vor dem Weltuntergang musste das mal gesagt werden.

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