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Sozialdarwinismus

In der moderierten  Freitagscommunity gibt es eine sozialdarwinistische Strömung die Silvio Gesells Menschenzuchttheorien als emanzipatorische Erscheinung bewerben. Was heute reaktionär erscheint war damals emanzipatorisch, meinte die Angie Billroth der Freitagscommunity. Rassenhygienischen Ideen werden bis heute von Gesellianern vertreten. Aussagen von Silvio Gesell wie: “Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut“, haben kaum jemanden im „Freitag“ davon abgeschreckt sich mit thinktankgirl, Uwe Theel, Christoph Leusch und Silvio Gesell zu solidarisieren.

Weiterführende Informationen:

Silvio-Gesell-und-der-Freitag

Thilo-Sarrazin-und-Silvio-Gesell

Was-heute-reaktionar-erscheint-war-damals-emanzipatorisch

Silvio-Gesell-ist-kompatibel-mit-NS-Lebensborn-und-Mutterkreuz

Das SS-Zuchtprogramm Lebensborn-e-v

Versuchsmenschen

Highlights-2-Völkische-Biologisten-in-der-FC-Gesellianer-unter-uns

Notizen aus der „Qualitätscommunity“

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6 Kommentare leave one →
  1. 16. Oktober 2011 09:37

    „Unter den Anhängern Gesells gab es dementsprechend jede Menge völkische und antisemitische Tendenzen, die aus der ökonomischen Logik und aus der falschen Geldutopie notwendig resultieren. Hinzu kommt die offen sozialdarwinistische, »rassenhygienische« und biologistische Ideologie bei Gesell selber ebenso wie bei Steiner und anderen. Die sozialdarwinistische Propaganda der Konkurrenzwirtschaft wird von Gesell nämlich ergänzt durch ein Programm der biologischen »Menschenzucht« qua Konkurrenzkampf. In der typischen Sektenmanier der Jahrhundertwende prangert er die »Ehen mit Alkoholikern« an, die zur »rassischen Degeneration« führen würden, und empfiehlt den Frauen, sich nur mit »gesunden, starken Partnern« einzulassen; er spricht sogar von einer »tausendjährigen Fehlzucht« (zit. nach: Günter Bartsch, Silvio Gesell, die Physiokraten und die Anarchisten, in: Klaus Schmitt, a.a.O., S. 15). Daß die Frauen in diesem biologistischen Wahnkonstrukt vor allem als eine Art »Muttertiere« erscheinen, die sich »frei« für die besten männlichen »Zuchtbullen« entscheiden sollen, kann kaum noch verwundern.

    Die heutigen Neo-Gesellianer gehen über diese »rassenhygienische« Wahnideologie ihres Meisters entweder schamhaft hinweg bzw. tun so, als handle es sich dabei bloß um eine dem ökonomischen Konstrukt äußerliche Angelegenheit, oder sie gehen sogar so weit, der biologistischen Zuchtideologie auch heute wieder positive Seiten abgewinnen zu wollen. Günter Bartsch und Klaus Schmitt etwa entblöden sich nicht, die Überlegungen ihres Meisters zur Menschenzucht als den ganz speziellen »physiokratischen Feminismus« von Silvio Gesell zu verkaufen. Biologistische Momente finden sich zwar gelegentlich auch im heutigen Feminismus, aber wenigstens sind sie dort nicht mit dem Begriff der biologischen »Auslese« verbunden wie bei dem Neo-Gesellianer Bartsch, der auch dieses Terrormotiv wieder exhumieren möchte: »Eine physiokratische Eugenik, begründet auf freie Liebeswahl und freien Wettbewerb, wird … die Ursachen der Degeneration (!) beseitigen… Gesell möchte der natürlichen Auslese (!) freie Bahn schaffen. Nicht auf der Tierstufe, sondern als Ansporn zu immer besseren und höheren Leistungen (!), die den Tüchtigen nach oben bringen (!) und seine stärkere Fortpflanzung begünstigen (!)…« (Bartsch, a.a.O., S. 16)“, schreibt Robert Kurz in „Politische Ökonomie des Antisemitismus“

    Vergleiche hierzu: Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive KapitalismuskritikSilvio Gesell, Rudolf Steiner und die „braune Soße“Silvio Gesell und seine Fans in der Freitags-Community

    Damit bestätigt Robert Kurz die Aussage von fidelche: Der „Freitag“ mit all seinen Adepten ist eine Kriegserklärung an die Zivilisation!

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    • Sahar permalink
      22. Mai 2012 23:44

      „Vergessen wir nicht, dass der Mensch stets nach dem Ebenbilde Gottes ausfällt und dass,
      wenn auch Rassezucht des Viehs möglich ist, diese beim Menschen ewig fehl schlagen muss. Gott, nicht der Züchter formt den Menschen, wie er ihn haben will. Wie wir Gott nicht verändern können, so können wir auch sein Ebenbild nicht auf dem Wege der Zucht verändern.“ „Rassefragen sind private Angelegenheiten, keine Staatsangelegenheiten. Als Staatsangelegenheit behandelt, wird die Rassefrage zur Judenfrage, zur Polenfrage, zur Zigeunerfrage, zur sächsischen, bajuwarischen, preußischen Frage und schließlih noch zur Frage des blauen oder roten Blutes. Privatangelegenheiten sind das, mit denen wir uns im Parlament nicht zu befassen haben. Solche Politik führt unrettbar zum
      lächerlichsten Fiasko.“ Silvio Gesell (1927), Band 16, Seite 277 bis 278

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    • Sahar permalink
      22. Mai 2012 23:45

      “Wer die Persönlichkeit achtet, auch im Kind und Hottentot (die in Südafrika und Namibia lebende Völkerfamilie der Khoi Khoi), und nicht verlangt, dass andere ihn als Halbgott anstaunen, der kommt überall trefflich mit allen Menschen aus. Wenn wir keine Zäune hätten, die Farbe, die Sprache und Gesetze wüeden niemals zu Kriegen Anlass geben.”
      Krieg und Bodenmonopol (1904) in: Band 3 , S. 324 bis 325

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    • Sahar permalink
      22. Mai 2012 23:46

      „Die von mancher Seite angestrebte Rassereinheit mag für viele Dinge , namentlich für die Uniformen und Schuhleistenfabriken einen Vorteil haben, hat aber auch wieder manchen Nachteil. Die Menschheit braucht eine möglichst große Mannigfaltigkeit an Eigenschaften; das besorgt schon allein die Arbeitsteilung. Die Erfahrung spricht also eher für als gegen eine Rassenmischung. Der Mensch will für sich allein, Persöhnlichkeit, nicht als Teil einer Masse, einer Herde betrachtet sein und insofern kann jeder für sich das Recht beanspruchen, für sich allein einen Typ, eine Rasse darzustellen“.
      S. Gesell (1912) Band 7, Seite 126-127

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      • 23. Mai 2012 00:04

        http://www.silvio-gesell.de/html/gesammelte_werke.html
        ff.

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      • 23. Mai 2012 09:31

        Vielleicht wäre es ratsam und vorteilhaft sich mal über Eugenik und NS-Lebensborn zu informieren oder ganz einfach mal hier nachlesen:
        Das „SS-Zuchtprogramm“ Lebensborn e.V.

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