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Fußball

Fußball bietet mehr Facetten als nur übertriebenes Fandenken und Hooligans. Wer allerdings nie Fußball gespielt hat, kann unter Umständen die Faszination, die dieser Sport versprüht, nicht verstehen. Wer meint, in einem Fußballspiel laufen 22 Spieler einem Ball hinterher, begreift zum einen dieses Spiel und zum anderen, unter Umständen, die „Welt“ nicht. Eine Fußballmannschaft, ein Fußballverein funktioniert ähnlich wie eine Gesellschaft. Die diversen Abläufe, die Konflikte, die Intrigen sind jeweils vergleichbar. „Was ich über Moral und Verpflichtungen auf lange Sicht am sichersten weiß, verdanke ich dem Fußball“, schrieb 1957 Albert Camus in France Football. Eine gute „Elf“ braucht Arbeiter, Techniker, einen guten Torwart und Strategen. Die Spieler sollten sich entweder mögen oder sie sollten sich hassen. Das Beziehungsmodell einer Mannschaft ist kompliziert, ähnlich dem einer Gesellschaft. Gruppendynamik, Gruppenspezifische Regeln und Beziehungsmodelle sind für eine Fußballmannschaft ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg. Der Trainer eines Teams sollte die verschiedenen „Stellmöglichkeiten“ seiner Mannschaft kennen. Der große Trainer Rinus Michels brachte erst bei Ajax Amsterdam, später in der niederländischen Nationalmannschaft mit seinen Superstars Johan Cruyff, später Ruud Gullit bewusst Konflikte in sein Team und hatte mit diesem Konfliktmodell Erfolg. Wie überhaupt das Niederländische System Fußball zu spielen in den 1970er – 1980er Jahren revolutionär war. Als beispielsweise das deutsche System noch immer um einen Libero organisiert wurde, bewegten sich niederländische Mannschaften längst im Raum. Ballorientierte Raumdeckung, variabler Raum, Teambuilding waren die neuen Begrifflichkeiten. Jede Fußballmannschaft ist das Spiegelbild seiner Gesellschaft. Deutschland mit seinen „Tugenden“, bieder, diszipliniert, athletisch und körperbetont. Brasilien, Italien usw. eben südländisch, mit Lebensfreude und Kreativität. Antonio Gramsci schrieb in Avanti! im August 1918, „Fußball ist ein Abbild der individuellen Gesellschaft. Er verlangt Initiative, Konkurrenz und Kampf. Aber das Spiel wird auch durch das ungeschriebene Gesetz des Fairplay geregelt.“

aus: Katsche, Bayern München und die Philosophie des Fußballs

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219 Kommentare leave one →
  1. 22. September 2011 00:30

    Danke für diese schöne, sehr schöne Einführung ins Thema ‚Fußball‘ auf MI!
    Heute las ich in meinem Treffpunkt folgendes: „OT – Innenminister Hans-Peter Friedrich (im ZDF bei heute): ‚Ich finde es unerträglich, wie sich manche gegen den Papst, Staatsoberhaupt der Katholischen Kirche, stellen.‘ – Meine Fresse, hat der eine Ahnung. Ist zum Glück aber nur CSU-Hansel und nicht irgendwo als deutscher Diplomat aktiv. Sonst hätte man gute Chancen, sich international lächerlich zu machen.“
    Diesem OT-Statement aus dem Affenfelsen – so heißt die Kurvenverbindung von der Ost zur Nord an der Bremer Brücke – schließe ich mich natürlich an, will aber mit dem Zitat nur belegen, daß Fußballfans und Fußballblogger auch einen politischen Kopf haben und in ihren Websites nicht nur den eigenen Verein diskutieren. Und zwar die Fans aller Vereine. Ich weiß das, ich lese viel rum.
    – Rinus Michels, oben in der Einführung benannt, hat einen Satz gesagt, der sehr oft nur verkürzt wiedergegeben wird, nämlich daß Fußball Krieg sei. Die Zitierung ‚Fußball ist Krieg‘ ist aber so falsch wie vielfach medienkolportiert. Dieser große Taktiker, der das holländische Spiel geprägt hat und in der Bundesliga auch bekannt wurde, sagte: „Spitzenfußball ist wie Krieg. Bist du zu lieb, bist du verloren.“ Da spricht nicht individualistische Menschenkenntnis, sondern Gesellschaftskenntnis. Und gegen die, diese Gesellschaft, spielt man letztlich, Fußball. Mit dem Ziel: schön und erfolgreich. –
    Ich verspreche hiermit, dieser F=Fußball-Rubrik ohne ein Handspiel Gottes (Maradona) Beiträge zwischen Wilden Ligen und tümelnden Erfolgsevents zuzuführen, damit der Ball, der inzwischen ja auch nicht mehr aus Leder ist, wenigstens rund bleibt.
    Gut Sport! In allen Ligen, auch den nicht DFB-lizensierten.

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  2. 22. September 2011 23:45

    Markus von Ahlen, DSC Arminia Bielefeld, geht als erste Trainerentlassung dieser Saison in die Saisongeschichte ein. Sein Problem: Erfolglosigkeit in der Dritten Liga, kein Sieg und nur fünf Punkte nach zehn Spieltagen. Der 40-Jährige hat einen Vertrag bis 2013, Bielefeld muss mal wieder eine Abfindung zahlen. Für einen neuen Trainer ist nicht sehr viel Geld übrig. Ernsthafte Gespräche sollen mit Petrik Sander (50, zuletzt TuS Koblenz) und Karsten Baumann (41, zuletzt VfL Osnabrück) geführt werden. Vor Freitag ist aber nicht mit einer Entscheidung zu rechnen. –
    Was aber bewirken Trainerwechsel bei Mannschaften, deren Umfeld komplett bleibt, wo alles – außer einem Posten, beim alten bleibt? Sinnen die Vereine auf Führercharisma? Auf Kapitäne, auf Lotzen, die von Borderline nix wissen?
    Kürzlich brachte WDR5 eine Sendung, die statistisch für die letzten zehn Jahre belegte, daß Trainerwechsel nichts, aber auch gar nichts förderliches haben. Eine Studie der Universität Münster. Einzelfälle belegen die Ausnahme der Regel.
    Die Vereine wissen um diese Studie natürlich, trotzdem klammern sie sich an unbegründbare Traditionen, um die Profiabteilung zu halten. Akutes ist immer wichtiger als Nachhaltigkeit, in der Bestandsangst ist immer der Guru gefragt und nicht ein nachhaltig gedachtes Programm.
    In der literarischen Figur ‚Minus-R‘ habe ich im derFreitag einen großen Supporter der DSC Armina gefunden, der mir in allem eigentlich gleichgerichtet schrieb und dem ich durch alles Verschiedene eine Rivalitätsfreundschaft gerade über die verschiedenen Fußball-Farben geben konnte, koslowski. Und genau so ein Armine ist es, dem ein Lila-Weißer nicht nur Glück für seine Schwarz-Blau-Weißen, sondern auch darüber hinaus wünscht. Koslowski ist viel mehr als Fußball, aber ohne Fußball (und ohne Literaturliebe) hätte ich ihn/wir uns nicht gefunden.

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  3. 23. September 2011 00:34

    Dicke Waden zählen (auch).

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  4. 23. September 2011 01:26

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  5. 23. September 2011 07:27

    Und Hogo Almeida?

    (Koslowski: er lebe hoch! denk ich auch)

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  6. 23. September 2011 07:27

    Hogo hehe

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  7. 23. September 2011 09:35

    Goreflex,
    wir haben soeben unter F-Rubriken eine zweite Lounge und so manch andere Rubrik zwecks Übersichtlichkeit eingerichtet.

    Beste Grüße
    Die MI Redaktion

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  8. 24. September 2011 01:13

    Vor 20 Jahren wurde Israel in die Uefa aufgenommen
    Wenn in zwei Jahren die nächste U21-Europameisterschaft im Fußball ansteht, wird es zu einer Premiere kommen. Denn das Turnier wird erstmals nicht auf europäischem Boden ausgetragen werden – sondern im Nahen Osten, genauer gesagt: in Israel. Ende Januar hatte die Uefa beschlossen, die EM an den jüdischen Staat zu vergeben, der vor nunmehr genau 20 Jahren in den europäischen Fußballverband aufgenommen wurde und mit dem Auftrag, die wichtigste europäische Juniorenmeisterschaft auszurichten, den wohl größten sportpolitischen Erfolg seiner Fußballgeschichte feiern kann.

    Mittlerweile finden es vermutlich nur noch wenige ungewöhnlich, dass israelische Mannschaften an den europäischen Wettbewerben teilnehmen. Längst gehören Maccabi Haifa, Hapoel Tel Aviv und das israelische Nationalteam genauso dazu wie Olympique Lyon, Spartak Moskau und die DFB-Auswahl. Dabei müsste der Israelische Fußballverband (IFA) geographisch gesehen eigentlich der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC) angeschlossen sein – und er war es auch zwischen 1956 und 1974. Doch während seiner Mitgliedschaft waren israelische Mannschaften immer wieder von politisch motivierten Boykotten seitens arabischer Mitgliedsländer betroffen, was zuweilen geradezu groteske Konsequenzen hatte.

    Gleich nach Israels Beitritt zum asiatischen Verband beispielsweise stand für die israelische Nationalmannschaft die Qualifikation zum Asien-Cup an, doch Afghanistan und Pakistan weigerten sich, zu den Spielen gegen die Auswahl des jüdischen Staates anzutreten. Diese kam daher kampflos in die Endrunde, in der sie gegen Südkorea, Hongkong und Südvietnam spielte und das Turnier als Zweitplatzierte beschloss. Als Nächstes stand die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 1958 an, und nun begann ein nachgerade absurdes Theater. Denn die Suez-Krise hatte Auswirkungen auch auf den Fußball, weshalb sich das israelische Team erneut mit Boykotten konfrontiert sah: Eigentlich hätte es nacheinander gegen die Türkei, Indonesien und den Sudan spielen sollen, doch keine der vorgesehenen Partien fand statt.

    Damit wäre Israel eigentlich kampflos für die WM qualifiziert gewesen, doch dagegen hatte die Fifa etwas: Weil nicht sein konnte, was nicht sein durfte, loste der Weltfußballverband kurzerhand aus allen europäischen Gruppenzweiten ein Land aus und ließ dieses gegen Israel um den letzten freien Platz beim WM-Turnier in Schweden antreten. Gegen Wales verlor Israel das Hin- und das Rückspiel jeweils mit 0:2 und war damit ausgeschieden. Die Boykotteure hatten dank der Fifa also doch noch ihr unsportliches Ziel erreicht – ohne dass sie dafür mit Sanktionen bedacht wurden.

    Anschließend begann eine regelrechte Odyssee für die israelische Fußballauswahl. An den Asienmeisterschaften nahm sie zwar noch bis 1972 teil, doch auch dabei sah sie sich immer wieder Boykotten ausgesetzt: Zu den Spielen 1962 in Indonesien beispielsweise wurde sie gar nicht erst eingeladen, und 1972 erklärte sich lediglich Südkorea bereit, in der Qualifikation gegen sie zu spielen. Israel verzichtete letztlich, zumal die arabischen Staaten angekündigt hatten, im Falle einer Qualifikation der israelischen Auswahl der Endrunde fernzubleiben. Die Asiatische Fußball-Konföderation handelte daraufhin – und schloss Israel 1974, im Jahr nach dem Jom-Kippur-Krieg, auf Antrag Kuwaits aus ihrem Verband aus.

    Bei der WM-Qualifikation wiederum wurde die israelische Nationalmannschaft nach der Groteske vor dem Turnier des Jahres 1958 von Kontinentalverband zu Kontinentalverband gereicht: Die Ausscheidungsspiele für die Weltmeisterschaften 1962 und 1966 bestritt sie in der Europagruppe, die für die Wettkämpfe 1970 in der Ozeaniengruppe und die für die Endrunden 1974 und 1978 – trotz des Ausschlusses aus der AFC – in der Asiengruppe. Und so ging es munter weiter: 1982 Europagruppe, 1986 Asiengruppe, 1990 Ozeaniengruppe. An der Qualifikation zu kontinentalen Meisterschaften – also zur Asien- oder Europameisterschaft – nahm Israel zwischen 1974 und 1994 überhaupt nicht mehr teil, weil es keinem Verband fest angehörte. Im Jahr 1978 stellte der israelische Fußballverband zwar erstmals einen Antrag auf Beitritt zur Uefa, doch der wurde nicht zuletzt mit dem Verweis auf die Statuten abgelehnt: Es sei nicht möglich, so hieß es damals, einen geographisch nicht in Europa liegenden Verband aufzunehmen. Vor allem die osteuropäischen Mitgliedsländer hatten sich strikt gegen das israelische Ersuchen ausgesprochen.

    Mit dem Zusammenbruch des realsozialistischen Blocks änderte sich die Situation jedoch. Vorerst ließ die Uefa israelische Mannschaften zwar nur zu Spielen in ihrem Intertoto-Cup zu, doch 1991 gab es eine Zweidrittelmehrheit für eine Änderung der Statuten zugunsten Israels, das nun in den europäischen Verband aufgenommen wurde und drei Jahre später schließlich auch die Vollmitgliedschaft erhielt. Seitdem nehmen israelische Klubmannschaften an den Wettbewerben des Europapokals teil, und die israelischen Auswahlteams bestreiten ihre EM- und WM-Qualifikationsspiele in der Europagruppe – bislang zwar mit eher mäßigem Erfolg, doch die fußballerische Weiterentwicklung ist unübersehbar und eine Teilnahme an der Europameisterschaft im kommenden Jahr zumindest nicht illusionär.

    Mit der Aufnahme Israels in die Uefa endete ein Hin und Her, das in der Geschichte des Weltfußballs einzigartig ist; kein anderer nationaler Fußballverband musste je solche permanenten Versetzungen über sich ergehen lassen. Über Punktabzüge hinausgehende Maßnahmen gegen jene Mitgliedsverbände, die Wettbewerbsspiele gegen Israel verweigerten, mochte die Fifa jedoch nicht ergreifen. Unter Berufung auf ihre angeblich unpolitische Rolle gab sie sich neutral, was im Ergebnis einer Belohnung für die antiisraelischen Boykotteure gleichkam. Die israelischen Fußballer und die Verantwortlichen ihres Verbands begegneten dem mit einem ausgeprägten Pragmatismus. Denn sie wollten ihre Qualifikationsspiele lieber austragen, als darauf zu bestehen, die Punkte kampflos zugesprochen zu bekommen. Und dafür flogen sie notfalls sogar bis nach Australien und Neuseeland.

    Ori Shilo, der Generalsekretär des israelischen Fußballverbandes, ist gleichwohl froh, dass das nicht mehr nötig ist. »Die Zeit, als wir in der Ozeaniengruppe spielen mussten, machte keinen Sinn«, sagte er in einem Interview des Deutschlandfunks. »Außerdem fühlen wir uns wie Europäer«, ergänzte Shilo, »wir könnten auch wieder in Asien spielen, aber das wird politisch noch nicht einmal zu diskutieren gewagt. Und wissen Sie: Länder wie Griechenland, Zypern, die Türkei und Mazedonien spielen ja auch in Europa mit, und wir finden, dann gehören wir auch dazu.«

    Gelegentlich ist der israelische Fußball aber auch hier Boykottaktivitäten ausgesetzt, wie das Beispiel Ashkan Dejagah zeigt. Der Wolfsburger Bundesligaprofi weigerte sich Anfang Oktober 2007, mit zum Europameisterschafts-Qualifikationsspiel der deutschen U21-Auswahl in Israel zu reisen, und machte dafür explizit »politische Gründe« geltend: »Ich habe mehr iranisches als deutsches Blut in meinen Adern. Außerdem tue ich es aus Respekt, schließlich sind meine Eltern Iraner.« In der Öffentlichkeit wurde Kritik an Dejagah laut, doch DFB-Präsident Theo Zwanziger blieb passiv; Konsequenzen für Dejagah hatte dessen Weigerung nicht. Im Rückspiel gegen Israel in Duisburg fehlte der Spieler dann übrigens ebenfalls – diesmal offiziell wegen einer »schweren Zerrung«.
    http://jungle-world.com/artikel/2011/25/43466.html

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  9. 24. September 2011 01:48

    OT an Thinktankboy
    Die liebe goreflex hat hier gestern gepostet, was sie lieber in der Lounge gemacht hätte, die nun ja neu eingerichtet ist. Kann man diese Musik in die Lounge verschieben?
    Ich halte die Fußballrubrik für genauso ernst und wichtig wie den Beitrag für den politischen Arm des Faktenmagazins Titanic, ich meine also, beide Threads sollten an der Sache weitergeführt werden. Die benannte technische Not goreflex´ sollte das Thema Fußball, das ein Weltmodell ist, in der Sequenz seiner Beschreibung nicht unterbrechen.
    Natürlich gab es zwei User/innen, die beide Themen als ernsthaft politische gar nicht verstanden haben, bei goreflex ist das anders, und ich hoffe, sie wäre mit einer „Schiebung“ auch einverstanden.
    „Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen.“ (Horst Hrubesch) 😉
    ——————————
    @Goreflex & rainer kühn
    Wir halten die Fußballrubrik für genauso ernst, deshalb haben wir soeben die Videos nach Lounge II verschoben.
    Die MI Redaktion

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    • 24. September 2011 18:07

      Danke sehr für den geordneten Spielbtrieb!
      N.b. heute: Jan Tauer Fußballgott. (Eine Region im siebten Himmel 😉 )

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    • 24. September 2011 19:39

      Ganz Bayern (außer Unterhaching) gratuliert dem VfL zum verdienten Punktgewinn.

      Halbzeitstand Bayern München – Bayer Leverkusen 2:0 (Tore Müller u. v. Buyten)! Wie es aussieht bleiben die Bayern Tabellenführer.

      Beste Grüße fidelche

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  10. hibouh permalink
    24. September 2011 10:51

    „Nur der Sieg ist wichtig. Alles andere ist primaer“ (Lothar Matthaeus)

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    • Der Bassist permalink
      31. Oktober 2011 22:30

      Zu meiner Zeit war der Ball einfach noch rund –
      wie ein zweischneidiges Ei eben.

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    • H. Herforder permalink
      13. Juni 2012 23:39

      Gegen Loddar kann man alles sagen – außerhalb des Spielfelds hat wohl jeder Depp gegen ihn recht -, aber auf dem Rasen war er schon gut, sehr gut, und 150 Länderspiele möcherten erst einmal von einem anderen hingelegt werden …

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  11. 27. September 2011 13:35

    Nach dem letzten Konzert von Amy Winehouse in Belgrad zog die amerikanische Talkmasterin Chelsea Handler über den peinlichen Auftritt und ‚die Serben‘ her. Es gab heftige Reaktionen im Internet, auch von Nikon El Maestro, einstiges „Jahrhunderttalent“ bei West Ham, beim FC Valencia und Schalke 04, heute bei SC Wiener Neustadt. Der 18-Jährige in Belgrad geborene Mittelfeldspieler mit englischem und serbischem Pass hat einen Youtube-Kanal eingerichtet, auf dem er eigene dunkle Rapvideos veröffentlicht. Dort vergriff er sich in einem Beitrag über Chelsea Handler derart in der Wortwahl, dass er vom Verein jetzt freigestellt wurde. „Das Video beinhaltete rassistische und antisemitische Bemerkungen des Spielers“, so ein Sprecher des Vereins. Wie eine Nachrichtenagentur berichtet, soll er Handler als „jüdische Hure“ und „Hündin“ bezeichnet haben. „Der SC Wiener Neustadt distanziert sich klar von jeglichem Rassismus und kann deshalb das Verhalten des jungen Spielers nicht tolerieren. Der Fußball ist eine völkerverbindende Sportart, die als positives Beispiel für Integration und Toleranz herangezogen werden soll“, hieß es in der Stellungnahme. Den Clip hat der Spieler mittlerweile entfernt. – Mehr wissen die 11Freunde, sport10.at, Welt-Online oder Fußballblogs.

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  12. 1. Oktober 2011 18:34

    Einen Ausschnitt aus einer dpa-Meldung gibt eine meiner drei Heimatzeitungen heute: „Trotz der misslichen sportlichen Lage des FC Augsburg darf Publikumsliebling Michael Thurk auf keine Begnadigung hoffen. ‚Er wird nicht mehr auflaufen‘, sagte Vorstand Walther Seinsch. Die Suspendierung vor Beginn der Saison sei begründet gewesen. „Wir wollen die Gründe – auch im Interesse von Thurk – nicht öffentlich diskutieren.“
    In der Yellow Press der Fußballwelt findet man mehr, und mit dem Zweiten sieht man/frau ja sowieso besser. Wer nix wissen will, wird auch manchmal Forscher.
    Die Wahrheit liegt auf dem Platz. (Otto Rehagel) vs.
    Die Wahrheit läuft nie auf. (Liverpooler Hymne ff. et. al)

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    • 1. Oktober 2011 22:50

      Der FCA ohne Thurk ist wie der „Freitag“ ohne Uwe Theel.
      Der FCA braucht Ersatz für Thurk oder die Begnadigung.
      Wenn es eng wird braucht ein Team einen Torjäger.
      Kosok hat dies erkannt und Uwe damals begnadigt.
      (Der Ausfall von Rahab ist daher noch für ein einige Wochen zu verkraften)

      Jedenfalls: Die Uhr tickt für Luhukay.

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  13. 2. Oktober 2011 06:22

    Eine kleine Fussballgeschichte von hibouh

    Sie ist zu 90% wahr! Aber was ist Wahrheit? Wir gingen von Pontius zu Pilatus, um das zu erfahren. Otto Rehhagel meinte, sie liege auf dem Platz, Rainer Kühn war eher der Ansicht, sie laufe nie auf (und wenn, dann habe sie lila Trikots mit goldenen Lettern und Zahlen an). Nun gut. Diese Geschichte handelt von Lucien Favre, dem aktuellen Trainer von Borussia Mönchengladbach. Seine Mannschaft hat grade unverdient gegen Freiburg verloren, spielt aber sonst verblüffend gut.

    In der fernen Schweiz, im fernen Kanton Waadt, im “Gros de Vaud” (“dem fetten Teil vom Waadtland”) liegt ein kleines Dorf mit Kirche, Schloss, Beiz (ihr nennt es “Kneipe”) (nicht in der Reihenfolge ihrer Bedeutung genannt) und ein paar Häusern. Dieses Dorf heisst St.Barthélemy. Für was ist nochmal der katholische Heilige Sankt Bartholomäus zuständig? Ach ja, er weiss, woher der Most geholt wird….. Autor selbst wuchs im nächsten kleinen Dorf auf, weiss daher Bescheid. St. Barthélemy indes war ähnlich unbedeutend wie etwa, na, St. Flour-la-Zizanie oder Pompaples-derrière-la-Lune, jeden Abend nach Dienstschluss wurde der Bahnhof reingeholt (denn es lag an der Bahnlinie Lausanne-Paris, also fuhr sogar der Simplon-Orient-Express hier lang!). Wir waren natürlich mit der Jugend von St.Barthélemy ebenso wie mit der von Vufflens-la-Ville verfeindet und schlugen manche Schlacht gegen sie, kamen danach mit blauen Augen und blutigen Knieen und Ellenbogen nach Hause. Aber ich will mich kurz fassen. Also: Ziemlich bedeutend in desem Ort St.Barthélemy ist die Familie Favre, sie stellte und stellt Bürgermeister, Feuerwehrkommandanten, Lehrer, Adovokaten, etc. Nur der kleine Lucien spielte Fussball. Einmal fiel er dabei ins Bächlein “Talent”, welches den Ort durchquert und kurz danach in die Venoge mündet. Kurz danach gings in die grosse weite Welt hinaus, zuerst zu den “Lions d’Echallens” (Grün-weisse Trikots mit goldenen Löwen), dann bald zum FC Yverdon, Xamax Neuchâtel, was weiss ich zu welchem berühmten Club noch. Würde mich nicht wundern, wenn der talentierte Monsieur Favre sogar Nationalspieler geworden wäre. Dann wurde er Trainer, führte den FC Zürich zur Schweizer Meisterschaft, ging dann zu Hertha BSC und ist jetzt eben am Niederrhein gelandet…..
    Sein legendäres strategisches Geschick aber hat er bestimmt von den Schlägereien mit der Dorfjugend von Bussigny-la-Jolie?

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  14. 2. Oktober 2011 09:24

    Poachers neueste Schulstunde

    Poacher: Moin, Kinnings! Heut ma über Fussball!
    Die meisten: au ja!!
    Rahab: Männers! Denken immer nur an das Eine!
    RG: Au wei, au wei, sprach Bajramaj…
    Rainer: mach mirn Dia/vom Karman-Ghia!
    Poacher: net schon wieder…..
    Fidelche: Wer macht sie alle? Schwarzenbeck Kalle
    RG: wer spielt hopp-hopp? Alexandra Popp
    Rahab: die denken auch nur an das Eine?
    TiefedesRaums: Bin jetzt Mitglied bei “Stürmer ohne Schlenzen” geworden!
    Gästin: Ich steh im Tor, im Tor, im Tor, und du dahinter!
    Louis: immer am Ball sein…..
    Menno: wen wir nicht mobben – den Arjen Robben
    Truelove: die Robben sind aufm Balkong und holen sichn Fisch runter
    Weinsztein: es ist verqueer/ bin Flasche leer!
    Hibou: die Pull muss stehen!
    Der Samstag: ich mag den Vino/ wie da Mbabi Okoyino
    Möverich: meine Frau, die Möv/ mag Jogi Löw
    Der Donnerstag: wär ich aus Le Havre/ ich stünd auf Favre!
    Poacher: Halbzeit, Kinnings! Marsch vom Platz….

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  15. 3. Oktober 2011 17:37

    Jaja, der fehlt dauernd……

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  16. 6. Oktober 2011 20:32

    Wer schon wußte, daß das erste Revierderby, also das zwischen S04 und dem BVB, auf dem Schotter der glorreichen Westfalia Herne stattfand, der braucht Gregor Schnittkers neues Buch nicht zu lesen und die WDR5-Lesezeit von heute nicht nachhören. – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und die Bratwurst in der Halbzeit gegessen.
    Aber: Kuzorra, Möller, Libuda – – – Grenzgänger … Veltins oder Union?

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  17. 8. Oktober 2011 01:23

    Zum Thema Groß-Gedichte allgemein:

    Hymne VFL

    Gegengesang DSV Arminia

    SCP Vollpfosten

    SO sind die Gesänge der Welt.
    Nicht nur in der Fußballwelt.
    Wer Bessres hat erhebe fortimmer
    seinen rechten Mittelfinger.

    Aber überlegen, gegen wen.

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  18. 9. Oktober 2011 21:08

    Eine schöne Analogie bringt die lila-weiße Chat-Welt des runden Leders: iuvenal Sonntag, 9. Oktober 2011 20:34: ohne sperrung von usern wird das hier nicht funktionieren, das sehe ich so wie schluckspecht. hier lesen auch leute mit, die darauf aus sind, dass der laden zusammenbricht, ich denke da z.b. an die von groucho und anderen enttarnten figuren …
    Enttarnt sind auf der MI genug, der Rest der Gewußten sollte mit einem oder mehreren X davonkommen. Als Geichnete? Als Bezeichnendes!

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  19. 23. Oktober 2011 19:29

    Zweimal sah ich in dieser Saison den Tabellenführer Jahn Regensburg, einmal an der Bremer Brücke, einmal im Preußenstadion, einmal vor 9000 Fans, einmal vor 6000 Zuschauern, beides Mal bei reichlich Sonne und – wie man so sagt – Top-Bedingungen.
    Kurz: Ich möchte die angeschnippelte Flanke in die Tiefe des Raums bringen, die da fragt, ob es Fußballstädte gibt und – ganz dagegen – Hallensportstädte. Etwa Gummersbach vs Köln, Lemgo vs Hannover; aber auch Kiel (THW) gegen Kiel (Holstein); oder jetzt – im Basketball – Bayern und/oder Bayern, also München.
    Gut Sport! (Gerade auch wieder in Bielefeld! 😉

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    • H. Herforder permalink
      13. Juni 2012 23:52

      Gibt es wirkliche urbane Städte ohne relevante Fußballstadien? – Nein! Ohne Zweifel.

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      • Der Bassist permalink
        14. Juni 2012 21:16

        Sehe ich auch so: Fußballorte sind Kultur wie manches andere auch. Ein neues Buch heißt übrigens „111 Fußballorte, die man gesehen haben muß“.

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  20. 24. Oktober 2011 08:35

    Will ein neues Thema anschneiden: Tischtennis. Wo spielt der Boll? Es lebe die Freiluft! Hallen fehlt es – wie sagt es Merkel? – an Sauerstoff.

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    • 25. Oktober 2011 02:11

      Timo Boll kommt aus dem schönen Odenwald, den ich nicht nur wegen Amorbach als touristisches Ziel empfehlen kann. Er spielt aber in Düsseldorf, und zwar mit Butterfly Tenergy 05 in der Schwammstärke 2,1 mm. Ich selbst habe mit 2,0 einen Hanno geschwungen, gekauft bei der Osnabrücker VfL-Legende und zweimaligen deutschen Meister Hans Micheiloff, der sein Sportgeschäft in den 70er Jahren direkt vor dem Rathaus des Westfälischen Friedens betrieb. Der bekannteste Spieler der PSV Borussia D’dorf bleibt wohl Eberhard Schöler, aber mein Favorit war damals Ralf Wosik, der Westfale aus Hamm. Er stand vor der Platte und war so blitzschnell, daß es eine Blitzesschnelle war. Toll!

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    • 25. Oktober 2011 15:01

      Hibouh, weil ich jetzt nochmal auf Dein ‚Ball-Boll-Spiel‘ retournieren will noch eine Geschichte nach dem ewigen Plattenbau vor dem ersten Aufschlag:
      Wilfried Lieck war auch so ein Liebling von mir: Er hat das Blockspiel perfektioniert, nahe am Tisch blockte er die Angriffsbälle des Gegners mit Vor- und Rückhand ab. Aus dem Handgelenk nahezu ansatzlos geschlagen, konnte man die Fahrt der Bälle erst sehr spät erkennen. Lieck beendete übrigens die Ära des Abwehrstrategen Eberhard Schöler, und – ich hab´s grad nachgelesen – bei der Deutschen Meisterschaft in Münster 1993, mit 48 Jahren, spielte er mit seinem Sohn im Doppel, ein Novum in der TT-Welt, Westfalen macht´s möglich. In der Saison 2009/2010 spielte Wilfried Lieck noch immer in der 2. Bundesliga bei TTC Altena. Bei den Senioren-Weltmeisterschaften im Einzel Ü65 und Doppel Ü60 holte er kürzlich die Titel. – Wahrscheinlich alles bedingt durch die noch gute Luft in den Sporthallen 😉

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  21. 25. Oktober 2011 01:30

    Das wahre Leben ist immer noch auf dem Platz: Hat das nicht irgendein Depp mal so dahingesagt? Ich kürze einen Bericht aus dem Lokalsport der heutigen immer mit Haß und Liebe gelesenen Westfälischen Nachrichten:
    Die 90. Minute sah das Kreisliga-B-Spiel zwischen GW Lengerich und TuS Graf Kobo Tecklenburg am Sonntag aber nicht mehr. Nach Rudelbildungen, wüsten Beschimpfungen, Faustschlägen und handfesten Schlägereien brach der Schiedsrichter die Partie eine Minute vor dem regulären Ende ab.
    Nun folgt die Fortsetzung vor der Spruchkammer. […]
    Am Unparteiischen schieden sich auch gestern noch die Geister. Sowohl Grün-Weiß als auch TuS Graf Kobbo bemängelten die Ansetzung eines so jungen Schiedsrichters für ein Lokal-Derby. Der Referee schien in der Tat überfordert mit der Leitung des Spiels, das immer hitziger und ruppiger wurde. Allerdings erhielt er auch kaum Unterstützung von den Trainerbänken. Statt beruhigend auf die Spieler einzuwirken, kamen von beiden Seiten ausschließlich Reklamationen. […]
    Die Schuldfrage zu klären, dürfte schwer fallen. Von Anfang an beherrschten Nickeligkeiten in diesem Nachbarschaftsduell die Szenerie. Die Emotionen kochten immer höher – bis eben zur 89. Minute. Nach einem Foul vor dem Grün-Weiß-Strafraum war es zu Rudelbildungen, Schubsereien und wohl auch Schlägen gekommen. Daraufhin zeigte der Schiedsrichter einem Tecklenburger die rote Karte. Nun ging es erst richtig los. […]

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  22. 25. Oktober 2011 07:46

    Neulich gelesen:

    Eintracht Frankreich
    Kickenbacher Offers
    Blatterteig

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  23. 1. November 2011 17:00

    Über Ball und die Welt ist eine Kolumne von Martin Krauß in der taz
    „Fukushima, Fukushima“ haben die Anhänger des belgischen Erstligisten Beerschot AC aus Antwerpen beim Heimspiel gegen den Lierse SK gerufen. Das Skandieren war ein Skandal. Schließlich spielt bei Lierse Japans Nationaltorwart Eiji Kawashima. Und der empfand es als Schmähung, seinen sportlichen Auftritt mit dem Ort der Katastrophe zu verbinden. Doch Kawashima reagierte nicht eingeschnappt, sondern ging auf die Beerschot-Fans zu, um mit ihnen zu reden. Die warfen Bierbecher in seine Richtung. Als er später in der Kabine saß, sollen Tränen geflossen sein.
    Was die Fans des vielleicht unter seinem alten Namen Germinal Beerschot besser bekannten AC anstellten, war dies: Sie bedienten sich einer einfachen Symbolik, die ihren Sinn erst in einem bestimmten Ambiente entfaltet. Rufen etwa Anti-AKW-Demonstranten das Wort „Fukushima“, so hat das eine andere Bedeutung, als wenn dies in einem Stadion passiert.
    Gerade der Fußball bietet extremen Minimalismus an, auch sprachlicher Natur: „Club“ ist Nürnberg, „FC“ Köln und „FCK“ Kaiserslautern. Wer sich im Bereich des Fußballs bewegt, versteht das unmittelbar; wer mit den kickerischen Gepflogenheiten nicht vertraut ist, bringt da schon mal gerne was durcheinander. Die Bereitschaft zum Minimalismus entspringt dem, was gerne Kreativität der Fans genannt wird: Die mag mitunter kritisch und originell sein, etwa wenn St.-Pauli-Fans als „Arbeitslose, Arbeitslose“ beschimpft werden – und mit „Steuerzahler, Steuerzahler“ antworten.
    Aber die Kreativität ist nicht immer lustig, nicht immer kritisch, sondern oft schlimm. Wenn Fußballfans „Jude“ rufen, meinen sie das verächtlich: Im harmlosen Wort steckt das ganze Ensemble antisemitischer Schmähungen. Auch das ist ein Beispiel für Minimalismus: Schiedsrichtern wird mit diesem kurzen Wort Käuflichkeit unterstellt. Ähnlich das Wort „schwul“ …
    Weiter lesen? Hier: http://www.taz.de/Kolumne-ber-Ball-und-die-Welt/!79840/

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  24. 3. November 2011 22:23

    Tim Schmadzko – Wenn Sahne-Torten meine Farben wären (Official Video: http://www.youtube.com/watch?v=bfEyCyOtZd8&feature=related)

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  25. 7. November 2011 20:08

    Wenn ich lese oder höre, dass eine Mannschaft „eine Reaktion gezeigt“ habe, frage ich mich unweigerlich, was denn die Alternative gewesen wäre. Kann man „nicht reagieren“? Ist es nicht vielmehr so, dass Rio Reiser hier Pate stehen kann?

    Du sagst, Du willst die Welt nicht ändern
    Und ich frag mich, wie machst du das nur
    Du bist doch kein Geist in der Flasche
    Und du bist auch kein Loch in der Natur
    Denn nach jedem Schritt, den du gehst
    Und nach jedem Wort, das du sagst
    Und nach jedem Bissen, den du isst
    Ist die Welt anders als sie vorher war
    (Tribute-Version mangels besseren Links)

    Nun will ich weder den Weltenretter spielen noch sprachphilosophische Überlegungen anstellen, für beides fehlen mir Lust und Talent, und letztlich ist es wohl müßig, darüber zu diskutieren, ob man „nicht reagieren“ kann. Tatsächlich ist die Wendung „eine Reaktion zeigen“ nämlich nicht nur gang und gäbe, sondern vermutlich auf dem Sprung, die nächste Stufe zu erklimmen:meint jedenfalls http://angedacht.wordpress.com/2011/11/07/und-sie-andert-sich-doch/ . . .

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    • 7. November 2011 21:47

      Um’s mit Worten Onkel Watzis(Watzlawick) zu sagen: Es gibt kein Nicht-Varhalten. Wer hätte das gedacht?

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  26. netzberg permalink
    8. November 2011 23:16

    „Der Fußball ist leider so breit in der Gesellschaft zu Hause, dass auch ein gehöriger Prozentsatz an Vollidioten ihn ausübt.“ (Trainer Baade)

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  27. netzberg permalink
    10. November 2011 22:40

    Als Fußball noch ein Leben hatte:
    „Sein Ruf als Enfant terrible schadete der Beliebtheit Ansgar Brinkmanns bei den Fußballfans nicht, sondern förderte sie eher noch. Typische Vokabeln, die in der Sportberichterstattung zu Brinkmann fielen, waren ‚weißer Brasilianer‘, ‚Publikumsliebling‘, ‚Kultspieler‘ und ‚einer der letzten ,Typen‘ der Bundesliga‘, zumal sich Interviews mit Brinkmann durch seine lockeren, zum Teil auch provokanten Sprüche von den Interview-Aussagen vieler anderer Profifußballer unterschieden. Beim Lokalsender Radio Bielefeld wurde ihm eine eigene Comedy-Serie namens ‚Mission: Klassenerhalt‘ gewidmet. Hier prägte er die Floskel: ‚Das braucht kein Mensch‘. Diese Aussage widmete er gegnerischen Mannschaften und Spielern. Legendär ist die Ansage auf seinem Anrufbeantworter: ‚Bin bis fünf Uhr früh in meiner Stammkneipe zu erreichen‘.
    Ich hörte Ansgar Brinkmann heute in der MixedZone im Uferlos am Aasee. Und er redete, wie er spielte: wunderbar. – Eintracht Westfalen. Eintracht Frankfurt (Guck einfach Wiki).

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  28. 12. November 2011 01:49

    1987–1991 VfL Osnabrück
    1991–1993 Preußen Münster
    1997–1999 Eintracht Frankfurt
    2000–2001 VfL Osnabrück
    2001–2003 Arminia Bielefeld
    2006–2007 Preußen Münster
    Ansgar Brinkmann. Sein legendärer doppelter Übersteiger sorgte über zwei Jahrzehnte lang für Begeisterung in den Fußballstadien und für Verwunderung bei seinen Gegenspielern. Aufgewachsen in Bakum bei Osnabrück unterschrieb Brinkmann mit 18 Jahren seinen ersten Profivertrag bei den Lila-Weißen von der Bremer Brücke. – Die Welt und der Spiegel berichteten schön, ich darf die Werbung beschließen, natürlich für ein Buch: „Der weiße Brasilianer“. (http://www.ansgar-brinkmann.de/index.php?id=5 i.e. Os na brück)

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    • 13. November 2011 00:04

      Ich grüße die weißen Brasilianer aus dem Münsterland. Kürzlich sah ich einige rote Brasilianer an der Säbener Straße, beispielsweise beim 4 gegen 4 mit zwei freien Anspielern in einem Raum von 8 auf 15 Metern. Ich war beeindruckt.

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      • 13. November 2011 22:08

        Fidelche, es ist ein Kreuz: im Auswärtstrikot (rot) beim Oberligisten im Pokal rausgeflogen. Wo wir doch die Bayern damals – im Olympiastadion noch – gekickt haben … Aber heute? 08/15!

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  29. 13. November 2011 21:59

    heilmackenreuter, heute um 17:16 Uhr: Der 11.11. nimmt seinen Lauf!! alaaf!!
    (Kommentar zur Jahreshauptversammlung des FC, da wo der Overath et al. zurückgetreten ist und auch die Schlägerei im Publikum der 1.-FC-Köln-Mitglieder nicht versäumt ward.)
    Man sollte mal (Kurt Tucholsky) eine ganze Saison entlang der JHVs der Vereine beschreiben. Ich denke, auch da würde man manche Tore sehen …

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    • H. Herforder permalink
      13. Juni 2012 23:57

      Der erste FC Köln ist ein junger Verein, 1950 gegründet; und so chaotisch jung und planlos ist er noch heute. Können die Linksrheinischen nicht mal drüber nahdenken … wegen permanentem Karneval.

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  30. 15. November 2011 20:47

    HOLLAND IN NOT! (ZDF, Hamburg, jetzt)

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    • 15. November 2011 22:12

      Ja, die Defensivdeiche sind schon drei Mal gebrochen, es ist aber nur ein Freundschaftsspiel. Die mir schon immer sehr sympathischen Oranjes haben dafür freilich ein schöneres Trikot.

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      • 15. November 2011 22:24

        Aesthetisch haben für mich auch die Niederländer gewonnen. Freilich war das dritte Tor klasse, aber btw.: wo die doch in Hamburg spielen, warum kickt da der Uwe nicht mit, also, ich meine den Uwe Seeler? 😉

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      • 15. November 2011 22:38

        Der Uwe Seeler ist wohl schon zu alt, aber ich hätte an den Uwe Theel, das ewig Talent gedacht? Ich hab die letzten Stationen seiner Laufbahn nicht mehr verfolgt. Spielt er noch in Berlin oder ist er schon im Ausland tätig? Ich hab schon ewig nichts mehr von ihm gehört. Ich weiß überhaupt nicht ob er noch in Form ist. So richtige Spaßfußballer wie es der Uwe immer war gibt es heute kaum noch.

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        • 15. November 2011 22:57

          Ja, diese Straßenkicker fehlen uns, sonst würden wir auch mal ein schönes Eigentor schießen. 😉 – Aber OT: Diese Woche lief auf WDRtv im sport.inside ein Portrait des heute moderierenden Oliver Kahn. Fand ich ihn schon als Torwart seit KSC überragend, auch in seiner Egomanie für seinen Verein, für den FCB, so ist seine Folgekarriere (pädagogische Projekte zur jüngsten Jugend) um so überzeugender, da sie einfach überzeugend ist. Als Moderator ist er nicht so massenkompatibel, aber wer das als Maßstab will, Massenkompatibilität, kann von mir auch auffen Kopp. (sic, mit Ausrufe!)

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  31. 16. November 2011 06:35

    Für mich hat der Kahn als Kommentator sogar noch gewonnen, trotz des zentimeterdicken Make-Ups.

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    • H. Herforder permalink
      14. Juni 2012 00:05

      Absolut, hibouh. Kahn und Scholl kommentieren derzeit bei ARD und ZDF auf einem Expertenniveau, das selten war bei Topturnieren. – Ich bin seit je (KSC mit Winnie Schäfer) Kahn-Supporter, und der Scholl, den hab ich auch wirklich auf dem Platz gesehen – wo es ja drauf ankommt …

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  32. 16. November 2011 17:46

    „Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.“
    So heißt es auf der Startseite von Aktion Libero. http://www.aktion-libero.de/
    Sportblogs tun sich dort zusammen gegen Homophobie im Fußball. Über Nacht sozusagen sind über achtzig Sportblogger als Unterstützer aufgetreten.
    Einfach mal klicken und durchklicken/lesen. Es lohnt sich.

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    • 16. November 2011 19:19

      Ergänzung:

      ‚(…) Damit soll darauf hingewiesen werden, dass sich der Fußball von der gesellschaftlichen Entwicklung gegenüber Homosexualität weitgehend abgesetzt habe: „In den meisten Bereichen der Gesellschaft bedeutet Homosexualität keinen Nachteil für Karriere und Position. Ausgerechnet in der beliebtesten Sportart ist das anders: Der Fußball bleibt spießig“, argumentieren die Initiatoren (…)‘
      Quelle: „Aktion Libero – Sportblogs im Kampf gegen Homophobie“, ‚Queer.de‘ 16.11.2011 http://bit.ly/sX5X2j

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      • 16. November 2011 19:48

        dein zitat der altion libero ist schon korrekt, und ich unterschreibe, – aber fußball ist nicht spießig, vielleicht aber ein männersport. ich habe von 1967 bis 1987, in denen ich aktiv gekickt habe, kein einziges schwulenfeindliches wort gehört. gehört habe ich sowas erst spät auf den großen plätzen meiner umliegenden westfälischen städte, wo man eintritt zahlen mußte. –
        Für ein Nachdenken halte ich wichtiger den Beitrag auf Aktion Libero zum Frauenfußball: „1.) Es gibt es keine schwulen Fußballer. 2.) Alle fußballspielenden Frauen sind lesbisch. In beiden Fällen fällt der Fußball dem gleichen Männlichkeitswahn zum Opfer.“ Ich denke, für mich, solche und andere Trottelei macht für Menschen den Fußball kaputt. Wenn mein Sohn gehört hätte, was letzten Samstag auf der Tribüne gebrüllt wurde, ich hätte mich geschämt, jemals meinen Lieblingssport promotet zu haben.
        (Natürlich schritt niemand ein, auch ich nicht. Ich ging auf die andere Seite.)

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        • 16. November 2011 20:07

          Ein Männersport von passiven Fans, die einst aktiv selbst gespielt hatten, oder beides einzeln?
          Meine Schätzung: Die passiven Fußballleute (Fans aka Zuschauer) neigen eher zu Homophpbie. Das würde auch erklären, warum aktive weibliche Spieler oft lesbisch sind. Keine Ahnung, wie viele, aber viele sind es.

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        • 16. November 2011 20:11

          Korrektur: Das wäre eine Möglichkeit (eine grooße), warum….
          Oder besser Fachidiotisch anhand von Variablen?

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        • 16. November 2011 20:15

          Liebe goreflex, in letzter Zeit verstehe immer weniger, was Du schreibst. Aber: ich nehm´s auf meine Kappe, als Torwart, dann als Libero. – Hauptsache, mein VfL gewinnt.

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        • 16. November 2011 20:18

          rainer kühn Permalink schrieb am 16/11/2011 um 19:48 Uhr u.a.
          „dein zitat der altion libero ist schon korrekt, und ich unterschreibe, – aber fußball ist nicht spießig (…)“

          Mir fiel diese Aussage der Initiatoren, die ich wörtlich zitiert habe, auf und …, ich fand sie insofern effektiv, weil sie „selbstgefällige Fußballfans“ provoziert über das gesamte Umfeld, in dem Fußball(er) gefeiert und heroisiert wird/werden, nachzudenken. Spießig, ist es u.a. ängstlich alles unbekannte und fremde von sich fernhalten zu wollen. Dies ist Merkmal einer statisch, um sich selbst kreisenden, kleingeistigen Parallelwelt.

          Eine Zeit-Online Userin (Mutter eines schwulen Sohnes) schilderte einst in einem Blog, wie es ihrem 15-jährigen Sohn nahezu unmöglich gemacht wurde in seinem Amateur-Fussball Club zu sich selbst zu stehen. Zitat: „(…) Timo ist heute 17 Jahre alt und noch immer mit Uwe zusammen. Heute gehen wir in der Familie mit seinem Schwulsein gar nicht mehr um, weil es kein Thema mehr für uns ist. Nur im Fußballverein halten Timo und Uwe ihre Neigung bis heute geheim (…)“, hier geht’s zum kompletten Blog http://bit.ly/vUwWro

          PS Anmerkung von selcarim: Der Ausdruck „Neigung“ ist falsch, es handelt sich um die sexuelle Identität/Ausrichtung/Orientierung (Quellen auf Wunsch)

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        • netzberg permalink
          16. November 2011 20:27

          @ rainer kühn: Hast Du da über Deinem Fußballverstand etwa ein „ich“ gegessen? Blamabel. – oder gehört das zu deinen neuen ’nick lich keiten‘???

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        • 16. November 2011 20:31

          netzberg: vergessen wir das, ok?

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        • 16. November 2011 20:41

          selcarim, deiner definition von ’spießig‘ folge ich. – und mal anders: wir wissen heute, daß der fußball eben genau ‚unsere deutsche‘ geschichte hatte. das besondere, das uns der dfb aufschwatzen will, hatte der deutsche fußball nie. er hatte ‚kaiser und bomber‘, die sich gegen die benamungen nicht wehren konnten. – es gibt heute noch: bunte und wilde ligen.
          mein lieblingsstadion trotzdem: goodison park.
          von wo der rooney kommt, da wo ich chelsea gesehen hab.
          mitten in der stadt, mersey side.

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        • The Violet White Football Sofa permalink
          22. November 2011 19:52

          Hallo Goreflex, was soll das lila-weiße Fußball-Sofa mehr als irritiert grüßen (20:07) und ein passives Fragezeichen setzen!

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      • 16. November 2011 21:00

        Ergänzung (wer’s schon kennt, bitte einfach ignorieren):

        Ich bin häufiger in skandinavischen Ländern (seit den 1960er Jahren) und mir ist schon damals aufgefallen, dass uns Schweden, Norwegen, Dänemark in einigen gesellschaftlichen Entwicklungen um Jahre (Jahrzehnte) voraus waren und immer noch sind. Obwohl es dort auch ein politisches Roll Back gibt (Neo-Nazi-Szene usw.).

        Das erklärt wohl auch, wie souverän ein schwedischer Ex-Profi-Fussballspieler mit der Homosexualität seines geouteten Sohnes, einem Profi-Fussballspieler, umgeht und öffentlich erklärt, wie stolz er auf seinen Sohn ist.

        Dass dieser (heterosexuelle) Vater in Stockholm während der Gay Pride Parade (CSD) eine flammende Rede hielt, in der er das „kleingeistige“ Klima im Profifußball attackiert, scheint in Deutschland noch auf Jahre undenkbar zu sein, oder?

        Hier ist das Blog: „Glenn Hysén ist stolz auf seinen schwulen Sohn“ http://bit.ly/n5sRON

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        • H. Herforder permalink
          14. Juni 2012 00:11

          Ganz nett, aber Dir traue ich nicht über den grünen Rasen …

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  33. netzberg permalink
    16. November 2011 23:48

    Gut ist latürnich auch, daß die beleidigte alte Süßholzschachtel die besten Beiträge rainer kühns auf MI für die Nachwelt in ihrem Testgelände festhält. Und gerade auch aus der gelöschten (hahaha!) Fußballrubrik! – So doof wie Sweetheart jetzt wird kein Mensch auf diesem Ball noch werden. Eine Rote Karte drauf!

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    • 17. November 2011 09:17

      netzberg schrieb am 16/11/2011 um 23:48 Uhr u.a.
      „(…) Und gerade auch aus der gelöschten (hahaha!) Fußballrubrik! – So doof wie Sweetheart (…)“

      Sie verblüfft mich auch immer wieder, ich hatte das soeben in ihrem „WDR 5 – Gedenkblog“ gelesen und fragte mich, wie sie ‚drauf kommt, eine Rubrik, die hier problemlos anzuklicken ist, als „gelöscht“ zu bezeichnen … 🙂 Inzwischen führt sie dort wohl ausschließlich Selbstgespräche, nachdem sich weder @ForenTroll, noch @Tycho (de Brahe) oder auch der „über Forengrenzen hinweg“ befragte @j-ap in ihrem Netz-Tagebuch blicken lassen. Bedauernswert.

      Habt Ihr übrigens ‚mal gesehen wo dieser @ForenTroll schon überall sein Unwesen getrieben hat? Blogs hat er – soweit ich das verfolgt habe – nie geschrieben (da hätte er sich ja der Kritik stellen müssen) aber seine Copy-Paste-Plappereien, als vermeintliche „Kommentare“ getarnt, meist einige Zeit abgelassen, bis es den Blogbetreibern regelmäßig zu doof wurde und sie ihn sperrten http://bit.ly/vi2Brl

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      • 17. November 2011 11:00

        Nachtrag

        Verständnisfrage:

        Ich vermute, jede/r die/der Kommentare oder Blogs im Internet postet, weiß dass dies eine weltweite Veröffentlichung ist, die (nicht nur theoretisch) in jedem Land der Erde gelesen werden kann.

        Wenn man nun regelmäßig Beiträge eines lokalen Radiosenders (WDR 5) empfiehlt, der über Antenne in NRW und ein wenig darüber hinaus empfangen werden kann, aber z.B. schon jemanden in Berlin, Hamburg, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern usw. weder erreucht noch interessieren dürfte, wie „weltfremd“ ist so etwas dann?

        Nur, damit keine Missverständnisse aufkommen:
        Ich schätze WDR 5 sehr, lebe in Nordrhein-Westfalen und kann ihn gut über Antenne (Küche) und *digitales Kabelnetz (Stereo-Anlage) empfangen. Aber …, im Internet zu schreiben, wo Leute lesen, die eben nicht zum überwiegenden Teil in dem Bundesland leben, in dem der Sender seinen Sitz hat (NRW) und dann penetrant immer wieder auf Beiträge dieses Senders hinweisen …, ist das nicht „provinziell“ gedacht und auch ein bißchen ignorant gegenüber dem weltweiten Netz, in das mann/frau den Beitrag einstellt?

        (*wenn meine Informationen noch aktuell sind, werden in Deutschland die allermeisten Radiosendungen über mehr oder weniger portable Radiogeräte empfangen, die zwar meist stationär (häufig in Küche, Büro oder Werkstatt) betrieben werden, deren UKW-Empfang aber überwiegend auf die in der Nähe befindlichen Sender beschränkt bleibt. Der digitale Rundfunk (darüber könnte ich ganze Beiträge verfassen 🙂 ) jedoch, der inzwischen in seinem 3. Format angekommen ist (nachdem das vor Jahren in Betrieb genommene, technisch höchstwertige System abgeschaltet wurde und die teuren digitalen Tuner nur noch Schrottwert hatten (ich habe solch ein Sony-Gerät für rund 1.000,– DM im Keller stehen) ist und bleibt wohl auch bis auf absehbare Zeit ein absolutes Nischen-Medium.

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  34. 20. November 2011 22:12

    Gestern versuchte sich Babak Rafati in Köln vor einem Bundesligaspiel das Leben zu nehmen. Die Gründe für seinen Suizidversuch liegen noch im Dunkeln. Sie scheinen aber etwas mit dem Leistungsdruck im System zu tun zu haben. Robert Enkes Mahnung ward schnell verflogen.

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    • netzberg permalink
      7. Dezember 2011 20:00

      Ja, – und dann war es doch der Druck, im Leistungssport, als vielbeobachteter und kritisiert-verschmähter Schiedsrichter erster FIFA-Güte. Rafati hat es kürzlich gesagt und damit Theo Zwanzigers erste Pressekonferenz in Köln eigentlich bestätigt. Jetzt will er Ruhe, um irgendwann sein Lieblingsding fortführen zu können. – Das sei gewünscht!

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      • H. Herforder permalink
        14. Juni 2012 00:34

        Babak Rafati geht es wieder gut. Er wird nicht mehr schiedsrichtern, hat er für sich so entschieden. Alles Gute, oller Refferee.

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  35. The Violet White Football Sofa permalink
    22. November 2011 18:00

    Wenn es um die Drangsalierung und Kriminalisierung von Fußballfans geht, gehört Italien von jeher zur europäischen Spitze. Anfang November hat der italienische Fußballverband FIGC nun den von Ultras gegründeten Amateurverein Polideportivo Assata Shakur aus Ancona aufgefordert, seinen Namen zu ändern. Der Verein sei nach einer vom FBI gesuchten Terroristin benannt, lautet der Vorwurf.
    Der Vorsitzende des Vereins, Alessio Abram, versteht die Welt nicht mehr, vor allem, weil der Club schon seit mehr als zehn Jahren Shakurs Namen trägt. […] und nun verhaftet wurde …

    Natürlich ist es die junggebliebene Jungle World, die über eine „Kritik“ von ‚Namensgebung‘ berichtet, wenn solcher „Kritik“ Null Sachverstand vorausgeht, eher so ein nichtbeliebiges Dissenwollen. Stadionverbot, Ultra-Beobachtung: ja! – wenn es gegen solche wie in Rostock geht (gegen Pauli gerade), „Fans“, die an Lichtenhagen gemahnen; nein: wenn schwarz-blau-weiße Ostwestfalen im westfälisch-schwarz-grün-weißen Oberzentrum eine klitzekleine aber fernsehsichtbare Parodie auf Pyro- und weitere Verbote machen.

    Wer lesen kann, und lang ist der Artikel, wird trotzdem deshalb noch nicht befördert, nicht von der Bremer Brücke: http://jungle-world.com/artikel/2011/46/44362.html

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  36. The Violet White Football Sofa permalink
    26. November 2011 17:40

    Kleine Einführung ins Heilige Bimbamboh, ey
    Ein Fußballgott darf nur durch einen unbefleckten Ball angespielt werden. Stadien, in denen befleckte Fußballgötter Weltmeister wurden, werden heute mithilfe der 1968 eingeführten Nachhaltigkeitsregel abgerissen (etwa Wankdorf). Das Fachmagazin jesus.ch berichtet etwa über die DVD ‚Fußball-Gott‘ und über die Bewegung «Saints of Football». Dort heißt es in einem Interview: „Glauben heute mehr Bundesliga-Spieler an Jesus als früher? Ja. 1994 waren es drei: der Neuseeländer Wynton Rufer, Rune Bratseth aus Norwegen sowie der Brasilianer Jorginho. Weil sie sonntags trainierten, kam ein normaler Gottesdienst für sie nicht in Frage. Darum haben die drei eine eigene kleine Bibelgruppe aufgetan. Heute gibt es in fast jedem Club einen Spieler mit eigenem Bibelkreis.“
    In der Realität der 90er Jahre war ein Bayernspieler, der heute uns Gläubigen den Fußball kommentiert, ein großer aber leibhaftig kleiner Fußballgott, insbesondere für junge Mädchen. Ich selbst sah Choreographien (im Olympiastadion) dieser hinreißenden Gruppe, wenn ER den Ball göttlich lenkte auf dem heiligen Rasen; und alle Buchstaben seines Namens wurden auf mosealen Gesetzestafeln hochgerissen. –
    Ein Fußballgott verfügt auch über mindestens einen Propheten. Der aber muß einen langen Bart haben. Früher unterwanderte P. Breitner diese Funktion mit roten Sternen, war auch eher ein säkular Königlicher, heute will gar niemand mehr Prophet sein, sondern sogleich sein eigener Gott, weshalb Bärte in der Religion Fußball selten geworden sind.
    So kam es, daß Trinitäten in der Taktik der Fußballgötter erfolgversprechend wurden. Maier-Beckenbauer-Müller, Kleff-Wimmer-Rupp, Kargus-Kaltz-Hrubesch, Kamper-Marmon-Schock oder Wormatia Worms-FK Pirmasens-KSV Baunatal.
    Ja, das waren auch meine Götter; aber Götter haben es schwer und sind historisch, weil die menschlich bewegten Ultra-Bewegungen am Spielfeldrand unkontrollierbar letztlich sind.
    Ich z.B. wechselte einmal die Religion und wurde Zeuge Yeboahs. Nicht zu meinem Schaden. Aber als Yeboah, Fußballgott der Fußballgötter, abgetreten wurde durch die preußische Unart eines heute noch leider erfolgreichen Trainers, da löste ich mich von allen Göttern (außer von ganz bestimmten Göttinnen des engen Umfeldes), kaufte mir eine Bibel und schmiß sie sofort in den Main. Von dieser berühmten Stehplatz-Brücke vor dem Städel.
    Seitdem habe ich einen ungeteilten lila-weißen Himmel.
    Und den bete ich nun an.
    Auf ewig!

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    • 2. Dezember 2011 06:57

      Habe eine (befleckte) Bibel aus dem Maln gefischt. War es Deine? Ich schlug sie auf Gutdünken auf und las in etwas verschwommener Schrift bei Salomo: „Lasst uns in die Stadien gehen und in der Kurve weilen!“

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    • 2. Dezember 2011 16:37

      Als Zeuge Yeboahs war für dich damals die Trinität Yeboah-Okocha-Gaudino anbetenswert. Ich kann mich noch sehr gut an Jay-Jays Tor gegen O. Kahn erinnern

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    • 2. Dezember 2011 17:49

      Ok, ich sag jetzt die Wahrheit vom Beten. Mit meinem gewerkschaftlichen Verlagskollegen hier wie da saß ich und doch zumeist stehend dort, wo es noch Waldstadion hieß, er den Altmeister Nürnberg anbetend, ich den lila-weißen Stammverein behimmelnd, und wir beide zusammen: Watt ne Eintracht! Zeugen von Toren! (Und das ist mal keine Literatur!)

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  37. Der Bassist permalink
    1. Dezember 2011 20:59

    Uli Hoeneß ist eben auch ein großartiger Verkäufer!
    Alles richtig auf http://www.mcdonalds.de/produkte/huettengaudi.cfm

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  38. 4. Dezember 2011 23:44

    Der Mediziner, der Linke, der Demokrat, der Fußballgott Sócrates ist tot. „Dr. Sócrates“ starb heute im Alter von 57 Jahren. Die brasilianische Nationalmannschaft der 1980er Jahre spielte mit Socrates, Zico, Falcao den meiner Meinung schönsten Fußball dieser Zeit.

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    • 7. Dezember 2011 19:28

      Schöne Spielernamen gaben sich die Brasilianer immer. Dr. Sócrates war Kapitän der legendären WM-Truppe 1982 und derjenige mit dem längsten Namen unter allen je offiziell registrierten WM-Teilnehmern: Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira. Er gehörte als Offensivspieler zu den „Fantastischen Vier“ im Mittelfeld. Socrates trainierte eher wenig, feierte dafür viel und rauchte erhebliche Mengen Tabak pro Tag. Bei seinem Verein Corinthians São Paulo, gerade wieder brasilianischer Meister geworden, setzte er demokratische Strukturen durch. Außerhalb des Platzes war Dr. Sócrates Kinderarzt.
      Nun flankt Socrates nicht mehr.

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      • 7. Dezember 2011 22:42

        Sócrates war trotz seiner Größe von über 1,92 m ein Ästhet, sehr außergewöhnlich für große Fußballer. Ich kenne keinen Fußballer (Menschen) über 1,92 m mit einer annähernden Eleganz wie sie Sócrates zelebrierte. Die Seleção mit Sócrates war die genialste die Brasilien je hatte, obwohl sie nie Weltmeister wurde.

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  39. The Violet White Football Sofa permalink
    6. Dezember 2011 19:18

    Hätten Sie´s gewußt?
    Der Fußball ist kugelförmig und muss aus einem geeigneten Material bestehen, traditionell wurde hierfür Leder benutzt, seit der WM von 1986 hat sich allerdings ein zur Gänze synthetischer Fußball durchgesetzt, die verwendeten Kunststoffe sind nämlich wasserdicht, mögliche Nässe wird also nicht im und am Ball gesammelt, was ein großes Manko der ledernen Bälle darstellte.
    Unser aller Wikipedia weiß Bescheid!
    Demnächst mehr … von Kunst vs Natur …

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  40. The Violet White Football Sofa permalink
    7. Dezember 2011 19:35

    Aus dem fast allgemeingültigen Regelwerk:
    Jede Mannschaft besitzt Heim- und Auswärtstrikots. Die Profi-Mannschaft, die bei der Bezeichnung der Spielpartie zuerst genannt wird, hat das Recht darauf, die Heimtrikots zu tragen. Befindet der Schiedsrichter die Heimfarben der Gäste als zu ähnlich, so müssen diese auf ihre Auswärtstrikots zurückgreifen.

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  41. netzberg permalink
    7. Dezember 2011 20:52

    Premier League in England. 5:3 hatte dort Ende November Arsenal gegen Chelsea gewonnen, und ein Tor des Arsenal-Stürmers Robin van Persie wurde mit einem bis dato nur selten benutzten Begriff belegt.
    Ein „Jew Goal“, ein „Judentor“, habe er geschossen, so war in englischen Fanforen zu lesen. In einem sich selbst als lustig verstehenden „Urban Dictionary“ findet sich diese Definition: „Der Begriff beschreibt den Typ eines im Fußball erzielten Tores, bei dem ein Spieler in einer Zwei-gegen-eins-Situation querspielt.“ Der Stürmer brauche also nur noch einzuschieben; man könne, heißt es im – kicher, kicher – satirischen Lexikon weiter, den Begriff „auch im wirklichen Leben verwenden“, denn so etwas sei ja „unter Zionisten üblich“. Premier League in England. 5:3 hatte dort Ende November Arsenal gegen Chelsea gewonnen, und ein Tor des Arsenal-Stürmers Robin van Persie wurde mit einem bis dato nur selten benutzten Begriff belegt.
    Ein „Jew Goal“, ein „Judentor“, habe er geschossen, so war in englischen Fanforen zu lesen. In einem sich selbst als lustig verstehenden „Urban Dictionary“ findet sich diese Definition: „Der Begriff beschreibt den Typ eines im Fußball erzielten Tores, bei dem ein Spieler in einer Zwei-gegen-eins-Situation querspielt.“ Der Stürmer brauche also nur noch einzuschieben; man könne, heißt es im – kicher, kicher – satirischen Lexikon weiter, den Begriff „auch im wirklichen Leben verwenden“, denn so etwas sei ja „unter Zionisten üblich“.
    Weiteres bei Martin Krauß in der taz. http://www.taz.de/Kolumne-ber-Ball-und-die-Welt/!83291/

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  42. The Violet White Football Sofa permalink
    8. Dezember 2011 17:29

    Und eins noch vom weltumfassenden Fußball:
    Vor allem die einfachen Grundregeln sowie die geringe Ausrüstung, die zur Ausübung dieses Sports notwendig ist, machten das Spiel, das weltweit die gleichen Regeln hat, so populär und förderten seine Ausbreitung.

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    • netzberg permalink
      9. Dezember 2011 00:09

      „das weltweit die gleichen Regeln hat“: vorbildlich! Für alles.

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  43. netzberg permalink
    9. Dezember 2011 00:05

    JAN TAUER FUSSBALLGOTT. Oder wie die Violet Crew vorm Derby vs die Arminen sagt:
    Hauptsache Tauer darf am Samstag den Platz umpflügen.
    Die Weichen sind ja heute gestellt worden, hehe.

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    • 9. Dezember 2011 10:21

      Nachdem gestern der erfolglose Uwe Fuchs beim VfL entlassen wurde, ruhen alle Hoffnungen in der Verpflichtung von Pele Wollitz, der ebenfalls gestern in Cottbus hingeworfen hat. Ich drücke die Daumen dass es zu dieser Trainerverpflichtung kommt.

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    • netzberg permalink
      10. Dezember 2011 16:53

      Danke, und ER war da, und doch …:
      Ach, der Kommentator ist schuld, na ja: es braucht schon seinen schwarzen Peter …
      heißt es zum Derbyergebnis Koslowsky vs Kühn im farbenschönen Treffpunkt.
      Wer dabei war, glaubt mehr zu wissen als der distanzierte Beobachter. Wer dabei war, hat immerhin mitgemacht; wer beobachtet hat, hat eventuell teilgenommen, als Beobachter. „Nur“ als Beobachter, während „man“ ja mitmachen soll, eigentlich überall. Zwang. Adorno. Horkheimer. Sportclub für runde Theorie und eckige Praxis von 1923.
      Unentschieden. Unentschieden ging es aus. Das sagt sowohl der NDR als auch der WDR. Parteiisch je für die Vereine. Und auch die Vereine erkennen ihre Tore an, je eines. Beide traurig, Verlust von zwei Punkten. Der DFB richtet es hin in Tabelle: Eins hier, eins da, noch keiner in Amerika. Sondern je mittendrin in der allerletzten Profiliga.
      Der Retter naht! Aber das ist Fußballreligion, das ist nicht der ironische Fußballgott.
      Einer kommt, der seit je dahin gehört.
      Das ist Herkunft, Ausfahrt und Abenteuer, und: Goethe.
      Fußball – ein proletarischer Roman.
      Ne runde Sache.

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  44. The Violet White Football Sofa permalink
    14. Dezember 2011 19:28

    Rainer sagte mir gerade vom Schaukelstuhl hinter dem Schreibtisch, daß im Web.de-Portal Fußball läuft, die Rechtsaußen der Nation. Und zwei Minuten später rief schon Netzberg an, mit derselben Nachricht. – Na gut, dann hat´s MI-Qualität:
    Angriff über Rechtsaußen – Wie die NPD Fußballclubs unterwandert
    Fußball – der liebste Sport der Deutschen. Fußball hat Tradition, Fußball erreicht die Massen, Fußball stärkt den Zusammenhalt und das Wir-Gefühl. Aber Fußball hat auch mit einem großen Problem zu kämpfen: Rechtsextremismus. Von Jeannette Mayer für WEB.DE
    http://web.de/magazine/sport/fussball/sonstiges/14334904-angriff-ueber-rechtsaussen-wie-die-npd-fussballclubs-unterwandert.html#.A1000145

    In einer Welt, in der Ehre, Tradition, Lokalpatriotismus und Zusammenhalt groß geschrieben werden, können Neonazis mit ihrem rechtsextremen Gedankengut besonders leicht andocken und Mitstreiter für ihre Sache gewinnen. Das Grundprinzip „unsere Mannschaft gegen die Anderen“ lässt sich leicht mit rechten Parolen anreichern. Zudem bietet die hierarchische Struktur bei Fan-Organisationen, die dazu noch größtenteils aus jungen Männern bestehen, optimale Anknüpfungspunkte für Neonazis. „Oft habe ich von Fußballfans sogar das gleiche Vokabular gehört wie von NPD-Funktionären – Ehre, Zusammenhalt, Heimat, Treue“, sagt Journalist und Autor Ronny Blaschke („Angriff von Rechtsaußen“), der sich seit Jahren mit dem Thema Fußball und Rechtsextremismus beschäftigt, im Interview mit Deutschlandradio Kultur. Statt Handzettel vor Stadien zu verteilen, biedern sich die braunen Kameraden heute immer öfter etwa in Vereins-Internetforen und Chatrooms an – eben ganz neuzeitlich.
    So forderten etwa Kölner Neonazis um Axel Reitz und Paul Breuer in einer „Problembeschreibung“ auf ihrer Internetseite Mitte des Jahres ihre Kameraden auf, dem Profi-Fußball künftig fern zu bleiben. Die deutsche Nationalmannschaft sei ohnehin „ein gekaufter Haufen internationaler Spieler“ und „offen antideutsch eingestellt“. Gleiches gilt für Bundesligavereine, die „bekennende Gegner eines nationalen und sozialistischen Deutschlands“ seien. Statt diese also mit Ticketkäufen weiter zu fördern, solle man doch lieber „den kleinen Verein vor Ort unterstützen“. Anders ausgedrückt heißt das: Arbeit an der Basis, zu der die Anti-Rechts-Bemühungen noch nicht vorgedrungen sind oder bislang nicht effektiv umgesetzt werden.
    „SV Germania Hildburghausen“
    Und hat der nette Nazi von nebenan mit seinem ehrenamtlichen sozialen Engagement erst Anerkennung und Vertrauen gewonnen, lässt sich auch mal das Thema Politik einbringen. Das lohnt ganz besonders in Amateur-Ligen mit jungem Kader, der sich noch leicht beeinflussen lässt. Die Zugehörigkeit zur rechten Szene zeigt sich heute auf subtile Weise – etwa über bestimmte Kleidermarken oder andere Kodierungen. Ob es sich beim Arme in die Höhe reißenden Sieges-Ruf des Stadion-Nachbarn nun um ein klares Bekenntnis zum Verein oder um gewaltbereite Deutschtümelei handelt, ist von außen nur noch schwer auszumachen.
    Ohnehin sei es gerade im Fußball ein besonders schmaler Grat zwischen Patriotismus und Nationalismus, meint Sportjournalist Ronny Blaschke.

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    • 15. Dezember 2011 12:45

      „Ohnehin sei es gerade im Fußball ein besonders schmaler Grat zwischen Patriotismus und Nationalismus, meint Sportjournalist Ronny Blaschke.“

      Dem stimme ich zu, insbesondere was die Spiele der deutschen Nationalmannschaft betrifft. Der „Deutschlandhype“ seit der WM 1990 wäre vor der „Wiedervereinigung“ so nicht möglich gewesen.

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    • netzberg permalink
      15. Dezember 2011 15:27

      1990 nach der Vereinigung zum aktuell größtmöglichen Deutschland hat der Kaiser des Hl. Runden Reichs Deutscher Nation in Rom (!) gesagt, „wir“ seien nun auf Jahrzehnte unbesiegbar.
      Vor fünf Jahren – 2006 – sah jeder, der sehen und wissen wollte, daß die Zeichen der Dummheit frank und frei wieder öffentlich getragen wurden. In Münster zum Beispiel immer im Kreis herum. Der Habermas Jürgen hatte solchen endlich wieder unhinterfragten Volksnationalismus in der beratenden Politphilosophie schon zu einem „Patriotismus“ geadelt, der allen „Völkern“ erlaubt sein müsse. Irgendwann trägt das Früchte.
      Quizfrage: Gab es Fußballspieler, die die „Ehre“ verweigert haben? Haben sie überhaupt solche politische Freiheit bei dem Marktzwange?
      http://abgwb.wordpress.com/2011/10/09/schland-partypatriotismus-nur-uneigentliche-hysterie/

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    • 17. Dezember 2011 22:49

      Zu 1860 pilgern dagegen Nazis aus ganz Süddeutschland. Ein Grund: die Geschichte der Löwen. Der Verein galt im „Dritten Reich“ als einer der Lieblingsclubs der NS-Oberen. Schon vor 1933 gab es bei den Sechzigern anders als bei den Bayern viele überzeugte Hitler-Anhänger. Wer sich auf der offiziellen Homepage über die Geschichte des Vereins informieren will, erfährt von all dem jedoch nichts: Nur der Verweis auf den Pokalsiegsieg von 1942 erinnert dort an die braune Vergangenheit der Löwen.

      http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,803748,00.html

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  45. 15. Dezember 2011 18:30

    Stimmt, dieses nervige im Kreis herum gab und gibt es nicht nur in Münster. Khedira, Podolski und Özil singen bei der Nationalhymne nicht mit, wenn ich mich nicht täusche. Vor 1989 gab es einige Nationalspieler die nicht mitgesungen haben.

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    • netzberg permalink
      15. Dezember 2011 20:24

      Stimmt. Wie den meisten vor dem Zusammenbruch der Zukunft damals 20- bis 30Jährigen war gemeinsames Singen und schon gar Hymnensingen peinlich. Die Zuschauer bei Länderspielen kannten eh nur die erste Strophe und sangen sie strunzdumm auch. Thomas Bernhard hätte geschossen. Aber da verweise ich auf den hiesigen Beitrag Holzfällen.

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  46. The Violet White Football Sofa permalink
    15. Dezember 2011 20:56

    Das Feuer ist eine gute und alte und multikompatible Erfindung der Menschheit. Im Zeitalter von Pyrotechnik ist es so sicher wie nie. Wie je kommt es auf die Gebrauchenden an. Silvester wird wieder Beweis dafür sein:
    taz kompakt 15.12.2011. Ein DFB-Gutachten soll sich für eine bedingte Legalisierung von Pyrotechnik aussprechen. Dabei hat der Verband das Gegenteil behauptet. Hat der Deutsche Fußball-Bund die Öffentlichkeit mutwillig getäuscht? Die großen Hoffnungen der Faninitiativen, die sich noch in einer ergebnisoffenen Diskussion mit dem DFB glaubten, ließ man achselzuckend ins Leere laufen. Obwohl in einem von der Faninitiative in Auftrag gegebenen Gutachten von Feuerwehrfachleuten deren Vorstellung gestützt wurde, dass das Abbrennen von Pyrotechnik unter bestimmten Voraussetzungen zu verantworten sei. Der DFB begründete seine Ablehnung mit den Ergebnissen seines Gutachtens, das man parallel hatte erstellen lassen. Man kann wohl davon ausgehen, dass die von der Faninitiative an die Öffentlichkeit lancierten Zitate aus dem DFB-Gutachten nicht frei erfunden sind. Ansonsten bräuchte man beim DFB gewiss nicht mehrere Wochen, um adäquat auf den schweren Vorwurf der öffentlichen Täuschung zu reagieren. Weiter & alles bei Johannes Klopp für taz.

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    • H. Herforder permalink
      14. Juni 2012 01:05

      Wer ohne Feuer für seine Sache eintritt, der gehe gehe trete :: jetzt in den Abgrund ab …

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  47. goreflex permalink
    17. Dezember 2011 22:59

    Spießer (wegen des Avatars). und Spaßverderber.

    ———————————-

    Bitte die Netiquette (Punkt 8 und Punkt 12) beachten. Die MI Redaktion

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  48. 21. Dezember 2011 23:10

    Holstein Kiel schlägt verdient Mainz 2:0 und steht im DFB Viertelfinale. Respekt, der Viertligist hat zwei Zweitligisten und nun einen Bundesligisten ausgeschaltet.

    Gratulation aus dem Süden in den Norden.

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    • 21. Dezember 2011 23:16

      Die Störche des SV Kiel: wunderbar, mitgezittert: Pokalsieg ist möglich, aber eben auch unmöglich. Holstein! Olle Liebe. Oller Rivale. Toll!

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    • 21. Dezember 2011 23:27

      Auslosung für die kommende Runde:
      Hoffenheim – Fürth
      Hertha – Gladbach
      Stuttgart – Bayern
      Kiel – Dortmund

      Mein Tipp fürs Endspiel:
      Gladbach – Bayern

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  49. 22. Dezember 2011 08:53

    Heut abend: Beşiktaş gegen Karabük 🙂

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  50. 22. Dezember 2011 22:26

    Nach dem tumultartigen Abbruch des Pokalspiels zwischen Ajax Amsterdam und AZ Alkmaar ist die Rote Karte für ungültig erklärt worden. Ob das Spiel wiederholt wird ist noch unklar. Es wird aber wohl so kommen.

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      26. Dezember 2011 22:45

      Auf Lizas Welt (Blogroll) eine interpretative Berichterstattung zu Ajax vs Alkmar. Mehr kann man vorerst wohl nicht sagen.
      Obwohl: Der Torwart scheint mehr Gewaltpotenzial zu haben als der tätig werden wollende Fan.

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  51. The Violet White Football Sofa permalink
    26. Dezember 2011 23:07

    „Eine Fußballmannschaft, ein Fußballverein funktioniert ähnlich wie eine Gesellschaft. Die diversen Abläufe, die Konflikte, die Intrigen sind jeweils vergleichbar.“ So die Einführung in diese F-Rubrik.
    Und natürlich haben Fans auch ihre Kongresse. Ich weiß das z.B. von unserer Violet Crew, die auf ihrer Website gerade wieder von einem rechten Überfall im letzten Spiel auf einen Ostkurvenfan berichtet. Einfach googlen, wer mag.

    Aber hier:
    Vorschau Fankongress Berlin im Januar

    Thema 1: Wem gehört der Ball? Der Fußball zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Privatrecht
    Stadionverbote: Präventivmaßnahme oder Ersatzstrafrecht?
    Diskussion mit Marco Noli (Fananwälte), Hendrik Große Lefert (Sicherheitsbeauftragter DFB), Antje Hagel (Fanprojekt Offenbach), Jannis Busse (Ultras Hannover), Gerd Dembowski (Sozial-Wissenschaftler), dem Sicherheitsbeauftragten eines Vereins (Zusage steht noch aus), Moderation: Nicole Selmer (Journalistin).

    Thema 2: Fankultur als soziales Phänomen
    Kein Zwanni für nen Steher!
    Diskussion mit Vertretern der Initiative Kein Zwanni und kompetenten Gesprächspartnern.

    Thema 4: Identifikation der Fans mit dem Verein in Zeiten des „modernen Fußballs“
    Das Engagement von Fans für den Erhalt der Vereinsidentität

    Thema 5: Wie schaut der Fußball in der Zukunft aus und welche Rolle spielen die Fans dabei?
    Welche Möglichkeiten der Mitsprache haben Fans in ihrem Verein und ist die 50+1-Regel dafür wichtig?
    Diskussion mit Martin Kind (Präsident Hannover 96), Jens Wagner (Unsere Kurve), Ralf Bednarek (Supporters Club HSV), René Lau (Fananwälte).

    http://fankongress-2012.blogspot.com/
    Hochkarätige Spielkultur. Das DFB-Anti-Pyro-Diktum
    sollte sich warm anziehen … kommunikationstheoretisch
    wie auch gesellschaftspragmatisch … denn selbst ich
    finde es sch… In Konsequenz müßte die den DFB tragende
    Gesamtgesellschaft (Wulff & Co.) Silvesterfeiern abschaffen/verbieten/
    und Zuwiderhandelnden Gesellschaftsverbot erteilen.
    Da warte ich aber … gerne … 🙂

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  52. 28. Dezember 2011 10:09

    Wer hat et gewusst? TITANIC holte die WM nach Deutschland:

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    • netzberg permalink
      28. Dezember 2011 18:47

      Diese Tatsache ist Tatsache. Deshalb habe ich sie auch von Rainer Kühn gewußt, der mir die ganze Aktion samt Rübenkraut und runden Ecken mit Geheimkräutertee erklärt hat. Auf einem lila-weißen Sofa. – Noch heute saß ich mit ihm in der Kneipe, wo schon einige große Niederlagen gefeiert wurden seit der Punkzeitengründung. – Erwin, wir sollten mal ein Schäpskes am glorreichen Georg-Melches-Stadion nehmen. Was denkst Du?

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  53. rainer kühn permalink
    29. Dezember 2011 19:27

    Winterpause mit Harald Pistorius und Alfons Batke, beide NOZ, aber hier mit einem Ausflug ins Oberzentrum Westfalens, nachlesen hier:
    http://www.westfaelische-nachrichten.de/sport/fussball/nachrichten/1840673_Kein_Platz_mehr_im_Fernsehen_fuer_die_Vielfalt_des_Sports.html
    Die deutsche Sportlandschaft wird mehr denn je beherrscht von einem, der sich selbst seit ewigen Zeiten „König Fußball“ nennt. Noch nie war die Dominanz des Fußballs so groß. Was bedeutet das für die Sportarten, die im Schattenreich der allmächtigen Kickerbranche existieren?
    Die Basketball-Bundesliga ist seit Jahren auf Wachstumskurs aus eigener Kraft; die Zuschauerzahlen steigen, die Hallen werden moderner, die Umsätze wachsen. Ins Fernsehen kommen die Korbjäger allerdings nur, weil sie auf eine Honorierung verzichten. Die Reichweite ist dem Liga-Management wichtiger, man sieht das als Investition in die Zukunft – und weiß doch, dass man wohl nie so viel Geld bekommen wird wie ein drittklassiger Fußballclub.
    Dort gibt es pro Saison um die 800 000 Euro, davon können andere Ballsportarten nur träumen. „Statt unterklassigen Fußballs sollten lieber die Spitzenereignisse anderer Sportarten berücksichtigt werden“, sagt Frank Bohmann, Manager der Handball-Bundesliga. Die Handballer sehen sich als Nummer 2 hinter dem Fußball, immerhin 330 000 Euro zahlt Sport1 pro Livespiel aus der Bundesliga.
    Der Löwenanteil der rund drei Milliarden Euro, die in Deutschland pro Jahr von Sponsoren in den Sport gesteckt werden, fließt in den Fußball. Eine Kluft zu den anderen Ballsportarten ist inzwischen tief wie der Ozean: Die Fußball-Bundesliga weist einen Saison-Umsatz von 1,7 Milliarden Euro aus, die 3. Liga kommt noch auf 100 Millionen – mehr als Handball (90), Eishockey (80) und Basketball (65).
    Andere Sportarten kämpfen ebenfalls ums Überleben. 15 Millionen Euro waren den öffentlich-rechtlichen Sendern zu viel für 14 Tage Leichtathletik-WM in Daegu, bis zuletzt standen die Live-Übertragungen von einer der größten Veranstaltungen des Weltsports auf der Kippe, mehr als sechs Millionen Euro wollten ARD und ZDF nicht zahlen. Im Wettrennen um die Fußball-Champions League überbot das ZDF den Privatsender Sat.1 und zahlt pro Saison über 50 Millionen Euro in den überquellenden Geldtopf, der die reichsten Vereine noch reicher macht.

    Sport ging früher (Antike, Olympia) wenigstens auf Leben und Tod.
    Heute bringt der Brot (dem rechten Spiel des Kapitalismus)
    und Spiele (den dumm gehaltenen Spartakisten).

    Der Jugend: Werdet alle Mittelstürmer bei Man Utd. Und ihr habt ausgesorgt.

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  54. The Violet White Football Sofa permalink
    20. Januar 2012 12:31

    Ab morgen gehört der Samstag wieder dem Fußball!
    Aber wer schert sich um die weit zurückliegende zweite Saison überpaupt unserer Elitekicker? Der Skandal der Spielzeit 1964/65 ist sicherlich heute ein wenig in Vergessenheit geraten, aber hätten sich die damaligen Ereignisse in der heutigen Zeit zugetragen, der DFB stünde vor der Auflösung …
    Schalke 04 war Letzter von 16 Mannschaften. Sportlich klarer Absteiger. Hintergund der wundersamen Rettung der Königsblauen war das seltsame Finanzverhalten der Hertha BSC, die Spieler, vorzugsweise aus dem Westen im Dutzend geholt hatte und damit den Verdacht in die Welt setzte, dass die nicht nur aufgrund der berühmten Berliner Luft an die Spree gewechselt waren. Zwangsabstieg für Hertha! Aber S04 als nun Vorletzter immer noch auf dem Weg in die Regionalliga West.
    Auch wenn folgende Aussage aus dem Reich der Spekulationen kommt, durfte wohl eine Religion nicht absteigen und deshalb wurde auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag die Liga auf die noch heute gültige Anzahl von 18 Mannschaften aufgestockt – somit durfte S04 in Liga 1 weiterwurschteln und eher mit internen Ränkespielen und Intrigen auf sich aufmerksam machen als mit sportlichen Erfolgen.
    Auf dem gleichen DFB-Bundestag wurde neben der Annulierung des Abstieges von S04 und der Aufstockung der Liga zusätzlich noch die Aufnahme von Tasmania 1900 Berlin beschlossen! Diese in Widerspruch zu jeglicher sportlicher Qualifikation stehenden Maßnahme, die wohl auch eher politisch motiviert war, um der geteilten Stadt in schweren Zeiten einen Bundesligisten und somit bundesweite sportliche Aufmerksamkeit zu sichern, führte zu einem Fiasko ohne Gleichen und zu Negativ-Rekorden, die bis heute ungebrochen sind (bis auf ‚Minuten ohne Bundesliga-Tor‘: Danke FC).
    Ausführlich alles bei http://www.mythos-bayern.de/bundesliga-skandal-1965.php

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    • 21. Januar 2012 15:01

      Nach der Bayern-Pleite in Gladbach bin ich gespannt was Dortmund morgen in Hamburg macht. In Osnabrück ist wohl heute das Wetter zu schlecht um zu spielen, wodurch sich das Debüt von Pele Wollitz um eine Woche verschieben wird. Jedenfalls geht es wieder los und das ist gut so.

      Der damalige Nichtabstieg von Schalke und der „Aufstieg“ von Tasmania war eine sportliche Sauerei, wie sie eigentlich nur in einem Bananenstaat vorkommen kann.

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      27. Januar 2012 19:45

      Der Wettergott muß jetzt durch ein Rauchopfer bekifft werden! Oder?
      Letzte Woche Ausfall vs Wiesbaden im Stadion an der Bremer Brücke!
      Diesen Samstag Ausfall am Stadion an der Hammer Straße!
      Und Regensburg auch: Ausfall im Jahnstadion!
      Ausfall: Ausfallschritt: Schritttempo: Stagnation.
      Hoffentlich bleibt der Ball in dieser schwierigen Situation rund.
      Wir wollen ja nicht Würfel spielen …
      Dem Mythos die Bildung!

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  55. 1. Februar 2012 21:58

    Mindestens 73 Tote nach dem Fußballspiel zwischen Masry von Port Said und Ahly in Ägypten:

    Die Spieler des Kairoer Clubs Ahly verbarrikadierten sich im Stadion von Port Said in ihrer Kabine und flehten in frenetischen Handyanrufen um Hilfe vor dem rasenden Mob. „Die Polizei ist weg, sie hat uns im Stich gelassen, niemand schützt uns mehr. Ein Fan ist im Umkleideraum gerade vor meinen Augen gestorben“, schrie Mannschaftskapitän Mohamed Abou-Treika in einem Anruf bei einem Sportradio-Sender. „Hier in den Gängen liegen überall Leichen, alle Sicherheitsleute und Soldaten sind verschwunden“, berichtete Mittelfeldspieler Mohamed Barakat, der selbst eine Schlagverletzung erlitt.

    Die schweren Krawalle am Mittwochabend sind Indikator für eine zunehmend gereizte Stimmung im post-revolutionären Ägypten. Hunderttausende Menschen haben ihre Arbeit verloren, die Wirtschaft kommt auch ein Jahr nach dem Sturz von Hosni Mubarak nicht auf die Beine. Die Frustration in der Bevölkerung wächst und entlädt sich immer häufiger in schweren Gewalttaten, bei politischen Demonstrationen sowie in den Fußballstadien des Landes.

    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ausschreitungen-ueber-70-tote-bei-fussball-krawallen-in-aegypten/6139740.html

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  56. The Violet White Football Sofa permalink
    7. Februar 2012 20:02

    Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. – also Holstein Kiel.
    Bis zur Einführung der Bundesliga 1963 immer in der höchsten Spielklasse, natürlich auch und immer gegen den VfL Osnabrück, gegen St. Pauli. Heute im DFB-Pokal gegen Dortmund, den Ballsportverein Borussia.
    Der Kampf gegen die Kälte scheint gewonnen, der Platz bespielbar, die ARD steht bereit, das Spiel des Viertligisten gegen den Erstligisten zu übertragen. Ich gucke. TV.
    Weil es mir zu kalt war, zur osnatelArena an der Bremer Brücke zu fahren versus den SV Wehen-Wiesbaden zur Drittligapartie, wo die Lila-weißen derzeit 1:0 führen.
    1912 waren die „Störche“ Deutscher Meister, und die besten Zeiten liegen eh lange zurück. In der Regionalliga Nord waren sie noch einmal stark, und in den letzten Pokaljahren auch. Underdog mit Tradition.
    Heute abend also Bundesliga No1 vs Regionalliga Nord No2.
    Störche, find´ ich gut!

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  57. 14. Februar 2012 12:24

    Ajax Amsterdam (der „Judenclub“ der Niederlande) als rettendes Netzwerk

    Die Tatsache, dass Ajax kein jüdischer Klub war, bewahrte einige seiner jüdischen Mitglieder und Sympathisanten vor dem Vernichtungslager. Wer im jüdischen Viertel lebte und für jüdische Klubs spielte, hatte gewöhnlich nur wenige Nicht-Juden unter seinen Freunden und Bekannten. Nicht so die »Ajax-Juden«. Denn dank Ajax waren sie zumeist mit Christen gut bekannt. Einige von ihnen gewährten ihren Vereinskameraden Unterschlupf. Nicht Ajax als Klub, wohl aber ein informelles Netzwerk von Ajax-Mitgliedern und Anhängern, rettete so manchen Juden vor der Deportation in die Vernichtungslager.

    Einer dieser »Engel« war Kuki Krol, Vater des späteren Ajax-Stars Ruud Krol, Kapitän der niederländischen Nationalmannschaft und Vize-Weltmeister 1978. Ruud Krol wuchs in der Nieuwmarket-Gegend auf und war mit Juden seit frühester Jugend bekannt. Kuki Krol, Mitglied einer Amsterdamer Widerstandsgruppe, versteckte während der Besatzung 14 Juden und rettete ihnen das Leben. Darunter auch George Horn, Bruder von Leo Horn, dem berühmtesten Schiedsrichter der niederländischen Fußballgeschichte. Leo Horn, der 1941 vom niederländischen Fußballverband als Jude ausgeschlossen wurde, war am 21. November 1953 Schiedsrichter beim legendären 6:3-Sieg des ungarischen »Wunderteams« über England vor 105.000 Zuschauern im Londoner Wembley Stadion. Gustav Sebes, Trainer der Ungarn, war anschließend voller Anerkennung für den Niederländer: »Uns war zunächst ein wenig bange vor einem Schiedsrichtergespann aus dem Westen. Wir kannten den Schiedsrichter und seine Linienrichter nicht. Nun wissen wir, was wir an ihm haben. Horn war ein neutraler Schiedsrichter.«

    Auch Leo Horn war ein aktiver Widerständler. Seine Decknamen lauteten » Doktor Van Dongen« und »Ingenieur Varing«. Mit einem weißen Kittel und einem Stethoskop ausgerüstet, gelang es Leo Horn, eine von der Gestapo gesuchte Schlüsselfigur des Widerstands in das Wilhelmina Gasthuis Hospital zu schmuggeln. Ein anderes Mal war er an der Eroberung von zwei Munitionswaggons der Besatzungsarmee beteiligt. Zehn deutsche Soldaten fanden sich gefesselt und geknebelt. Edgar Horn, ein weiterer Bruder Leo Horns, wurde von den Nazis im KZ ermordet. Leo Horn selbst war bis zu seinem Tod 1995 auf Psychopharmaka angewiesen.

    Ed van Thijn, Ajax-Fan, Sozialdemokrat und ehemaliges Amsterdamer Stadtoberhaupt, überlebte die Verfolgung durch die Nazis in 18 verschiedenen Verstecken. Im Januar 1945 landete der zu diesem Zeitpunkt zehnjährige van Thijn schließlich doch im Lager Westerbork. Van Thijn hatte Glück. Die Transporte in die polnischen Vernichtungslager hatten mittlerweile aufgehört. Im April 1945 wurde vanThijn von kanadischen Soldaten befreit. Van Thijn war eines von ca. 4.000 jüdischen Kindern, die Verfolgung und Krieg überlebten. Schätzungsweise die Hälfte von ihnen war bei Ende der Nazi-Herrschaft Waisen. Mit seinem Vater blieb van Thijn über Ajax in Verbindung. Vater van Thijn ging bei Ajax ein und aus und war mit vielen Ajax-Spielern persönlich bekannt.“
    Ein anderer, der der Vernichtung entging, war der bereits erwähnte Jaap van Praag. Im November 1945 bedankte sich van Praag in einer Veröffentlichung des Ajax-Vorstands bei »allen Ajax-Freunden, die mir, nach meiner langen Zeit des Verstecktseins, mit so viel Freundlichkeit begegnet sind«. Van Praags besonderer Dank galt Cor und Jan Schoevaart, die ihm während der gefährlichsten Wochen in ihrer »gastfreundlichen Residenz« Unterschlupf gewährt hätten. Vermutlich war die Zeit der ersten Juden-Deportationen im Jahre 1942 gemeint. Jan Schoevaart war der Vater von Wim Schoevaart, später bei Ajax für die Buchführung zuständig. Die letzten drei Jahre des Krieges überlebte van Praag unter dem Decknamen Jaap van Rijn in einem Haus in Overtoom, das er kaum verlassen konnte. Seine Eltern und seine kleine Schwester wurden von den Nazis ermordet.

    Der Holocaust konzentrierte sich in den Niederlanden weitgehend auf die Amsterdamer Region. Trotz seines Netzwerks blieb auch Ajax nicht verschont. Eddy Harmel, in den 1920ern ein populärer Flügelstürmer, wurde deportiert und 1943 in Auschwitz ermordet. Harmel, geboren 1902 in New York, hatte zwischen 1922 und 1930 125 Liga-Spiele für Ajax absolviert, in denen er acht Tore schoss.

    aus: Davidstern und Lederball (Herausgeber: Dietrich Schulze-Marmeling)

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  58. The Violet White Football Sofa permalink
    22. Februar 2012 01:22

    „Grant, der die Serben seit einem Monat trainiert und zuvor schon Clubs wie Chelsea und West Ham gecoacht hatte, hielt mit seinem Ärger nicht zurück: «Ich habe noch nie Politik und Sport miteinander vermischt. In England habe ich viel mit Muslimen gearbeitet, von denen zahlreiche meine Freunde geworden sind.» Avram Grants israelischer Reisepass scheint Partizan Belgrad einige Mühe zu bereiten. So war er der Grund, warum der Fussballclub sein jährliches Trainingslager vom gewohnten Standort in Dubai nach Antalien verlegen musste.“ Der gesamte Wahnsinn auf http://www.tachles.ch/news/spiel-gegen-partizan-belgrad-wegen-israelischem-coach-annulliert

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      27. Februar 2012 16:27

      Rechtsradikale Gesten und antisemtische Beleidigungen haben das Training des 1. FC Kaiserslautern am Sonntag überschattet. Nach dem 0:4-Debakel in Mainz begleiteten rund 300 FCK-Anhänger die Trainingseinheit. Die Hitlergruß-Gesten und antisemitischen Schmähungen einer knapp zehnköpfigen Gruppe richteten sich gegen den israelischen Stürmer Itay Shechter, die Lauterer Verantwortlichen verurteilten die schlimmen Szenen aufs schärfste. „Rassismus und Diskriminierung haben beim FCK keinen Platz“, stellte Klubchef Stefan Kuntz klar. Trainer Marco Kurz fand die Vorfälle „beängstigend“. FCK-Sprecher Christian Gruber kündigte an: „Wir haben die Ordnungsbehörden und die Polizei gebeten, den Vorfällen mit aller Schärfe nachzugehen und sie strafrechtlich auszuwerten. Möglicherweise ist der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt.“ Die verantwortlichen Personen gehören laut Gruber einer alten Hooliganszene an und hätten seit Jahren Stadionverbot. (Gekürzte Kicker.de-Meldung von heute)

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    • 4. März 2012 18:36

      Zu diesem Vorfall haben die 11FREUNDE ein sehr lesbaren, plausiblen Artikel vorgelegt. http://www.11freunde.de/bundesligen/149855/sind_das_keine_fans
      Drei Zitate:
      „Kaiserslauterns Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz sprach jedenfalls jüngst einen Satz im SWR-Fernsehen aus, der so schon etliche Male bei ähnlichen Vorfällen gefallen ist: »Das sind in unseren Augen keine Fans.« Allein, warum ist es nicht möglich, dass solche Leute – Gewalttäter, Neonazis, Hooligans – keine Fußballfans sind? Und inwiefern bringt diese Feststellung eine Lösung des Problems? Es führt allenfalls dazu, dass man es verschleppt. So werden Stadionverbote erteilt, wenn sie nicht schon bestehen. Es werden weitere Pressemitteilungen verschickt. Stellungnahmen verteilt. Plakate gedruckt. Danach: Alltag. Es gibt wichtigere Themen.“
      „Doch hat der FCK, so paradox es klingt, nun eine Chance. Nämlich diese Personen als Anhänger zu begreifen und die Probleme in der eigenen Kurve deutlich zu benennen. Mit der »Das sind keine Fans«-Argumentationslinie distanziert man sich zwar von diesen Leuten, indem man sie vermeintlich aus dem inneren (und friedlichen) Zirkel der großen Mehrheit isoliert, allerdings erfahren die Fans aus der rechten Szene so eine Dämonisierung, die sich selbst wünschen. Sie werden zu Outlaws, zu Anderen, zu denjenigen, die von den offiziellen Funktionären (also den Oberen) als Nicht-Fans gebrandmarkt werden.“
      „In Wahrheit sind diese Personen in vielen Fällen längst Teil der Kurve und kein Problem eines Nebenschauplatzes. Ein erster Schritt wäre es also, dieses Problem als eines zu begreifen, das nicht in einer Parallelwelt besteht.“

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      • 5. März 2012 16:12

        „Ein erster Schritt wäre es also, dieses Problem als eines zu begreifen, das nicht in einer Parallelwelt, sondern auch in Fankreisen besteht. Ein nächster wäre es, Ordner und andere Sicherheitskräfte schulen zu lassen, so dass Nazicodes im Stadion rechtzeitig entdeckt werden können oder aufmerksam auf noch in vielen Teilen der Kurven existente rechte Phänomene reagiert werden kann.“

        Guter Artikel von den 11 Freunden.
        Problemlösungen sehen anders aus. Da muss der FCK und Kuntz noch dazulernen.

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  59. 28. Februar 2012 12:18

    Was anderes: Hab oft über das Wort „verbaselt“ nachgedacht. Die Anwendung ist schon klar: „Ich wurde zum Bloggen aufgefordert, aber ich habs verbaselt…. (wir denken da unwillkürlich an Michael Pliwieschkes). Ich habs also „in den Sand gesetzt“ (Eine andere interessante Redensart, die mich immer an Jimi Hendrix denken laesst: „And so Castles out of sand fall into sea, eventually…..“).
    Aber woher STAMMT die Redensart? Net von Mario Basler (obwohl der auch manche Flanke oder Ecke verbaselt hat), und hoffentlich auch net vom FC Basel? (Bayern München is grad am verbaseln). Habe recherchiert – und nichts gefunden. Ich tippe auf Niederdeutsch bzw. Hollaendisch…
    Wer weiss Naeheres?

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    • 28. Februar 2012 12:21

      Sorry, Michael, ich schrieb getreu meiner Devise: „Was macht sich in mir breit? Vergangenheit. Was vergess ich nie? Etymologie…..“ 🙂

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      • 28. Februar 2012 12:26

        „Die Ver-Basel-Grenzen aber werden wie Empfehlungen gesehen, immer genau an der Grenze zu stehen, immer nur einen Nanometer neben der Kriminalpolizei, immer ein Milligramm vor dem Absturz in den Tod. So wird das Leben zu einem reinen Seiltanz über der Schlucht, bei dem die besseren Menschen einen Fallschirm dabei haben und die restlichen zu Präkariatsmasse zerschellen. Unten, wenn alle vom Seil fallen, warten wir Hilfsbereiten und päppeln die mit Staatsgeldern auf, die noch leben – die mit den Fallschirmen.“

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      28. Februar 2012 22:02

      „Das habe ich ihm dann auch verbal gesagt.“ (Mario Basler)
      FC Basler ist schon ok.

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  60. The Violet White Football Sofa permalink
    3. März 2012 22:56

    Zurück / aus Osnabrück //
    die Brücke bebte /
    kein Tor schwebte /
    in die ARENA. /
    9000 blieben froh /
    denn mit einem Nullnull so /
    steht das Miniziel im Roh- /
    bau noch.
    Kurz: Heidenheim war einfach
    der bessere Fußball samt zwei
    Bussen gewitzter Supporter.
    Brigade Nord
    sagt /
    Aufstieg fort.

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  61. 5. März 2012 06:15

    2.Liga: SpVgg Greuther führt die Tabelle an

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  62. 5. März 2012 17:15

    ohne Worte

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  63. 7. März 2012 18:18

    Ich habe gerade den Westblick auf WDR5 gehört. Jürgen zur Heide berichtete im Gespräch mit Edda Dammmöller vom „Fanclub“ Preußen 93 in Mönchengladbach, wo der Führer Michael Weigand demnächst als Wahlmann, CDU, auch den von der Volksgemeinschaft der Volksparteien vorbestimmten BuPrä Gauck mitakklamieren darf. Er ist Historiker, Geschichtslehrer, und fühlt sich anscheinend – nach dem Radio-Bericht – in der Geschichte zwischen 33 und 45 am wohlsten. Seine Truppe fotographierte sich schon beim Auswärtsspiel (Heimliches Heimspiel???) in Nürnberg auf dem alten Reichsparteitagsgelände mit einer ins Schwarzweiße abgewandelten Reichskriegsflagge.
    Dann habe ich gegooglet, obwohl die Homepage der Fußballnazis schon vom Netz genommen sein soll. Stimmt. Facebook ist auch leergeräumt. Aber die Westdeutsche Zeitung erzählt was: „Die WZ hat mit mehreren VfL-Mitgliedern gesprochen. Sie wollen nicht namentlich genannt werden, weil sie Repressalien befürchten. Die Namen sind der Redaktion bekannt. Sie sagen, man könne Weigand durchaus dem rechten Umfeld zuordnen.
    Wie sonst sei zu verstehen, dass sich Mitglieder des Borussen-Fanclubs „Preussen ’93“ mit ihrer schwarz-weißen Zugfahne auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg selbstbewusst fürs Gruppenbild positionierten.
    Oder: Im Internetforum der „Preußen“ zeigt ein Mitglied der „Tribünenhocker“ den Hitler-Gruß. Weigand, „Zeit seines Lebens“ Vorsitzender der „Preußen 93“, kennt solche Bilder und sagt, dass er auf dem Nürnberg-Bild nicht zu sehen sei. Und die Leute, die offensichtlich mit der braunen Vergangenheit sympathisieren, kenne er nicht. Im WZ-Gespräch distanzierte er sich von solchen Fotos nicht.“
    Es ist doch alles zum Kotzen, wenn man wirklich zu wissen bekommt, wer so ein hohes Amt, das doch Bürde, nationalen Choral und Grunzgesetze des Regelwerks dem Fußballvolk beibringen soll – auch mit Stadionverboten für Freudenfeuer –, wer so ein hohes Amt volksnah mitakklamieren darf und soll.

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  64. 21. März 2012 17:52

    Also eins Mal vorweg, ich mag die Dortmunder nicht, dann schon eher die Schalker, aber die eigentlich auch nicht. Gelb-schwarze Trikots sind eine Beleidigung für jeden der nicht blind ist und der Fußball liebt. Es gibt keine schlimmere Farbzusammenstellung. Nur die unsympathischsten Klubs haben Gelb/Schwarz. Dortmund hat zwar gestern nicht unverdient gewonnen, aber doch glücklich durch ein Duseltor.

    Büskens, der mir angenehm ist, war nicht der erste Trainer der den Tormann eine Minute vor Schluss fürs Elfmeterschießen ausgewechselt hat. Ich kenne einen Trainer, der hat im oberbayerischen Amateurbetreib in einem Aufstiegsspiel dasselbe vor einiger Zeit gemacht. Da haben auch alle gestaunt. Das kalkulierte Risiko von Büskens war mir sehr sympathisch, auch wenn es nicht geklappt hat. Ich würde mich freuen wenn seine Fürther im nächsten Jahr in der Bundesliga spielen würden. Sie haben es sich verdient und
    Kevin Großkreutz passt zu Dortmund.

    Heute drücke ich den Bayern die Daumen, wobei ich sagen muss dass die Gladbacher dieses Jahr einen schönen Fußball spielen und mit ihren weißen Trikots haben sie zumindest keinen schlechten Geschmack.

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    • 21. März 2012 19:06

      Dein Eingangssatz ist unschlagbar, jedenfalls im Fußball!
      Und in der Trikotage eh ganz oben ist ja braun-weiß, lila-weiß und natürlich rot.
      Gestern bei Fürth gegen Dortmund hab ich fast abgeschaltet, wegen ZDF-Urgestein Poschmann. Es war peinlich zuzuhören. Auf Tonabdrehen bin ich gar nicht gekommen, so konfus war ich. Zappen, aber doch in dem entscheidenden Moment dabei. Nun ist Fürth also sowas wie Holstein Kiel. (Siehe hier irgendwo oben.)
      Wer lesen und lachen kann, liest hier: http://www.11freunde.de/bundesligen/150649/was_ist_denn_das_fuer_ein_frage
      Heute abend auch meine Daumen gedrückt für den FC Bayern!
      19:04: Ich gebe ab zum NOT-Ticker nach Regensburg, Dritte Liga, Jahn vs Lila-Weiß.

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  65. The Violet White Football Sofa permalink
    22. März 2012 23:58

    „Die Hooligans sind aus den Stadien nicht verschwunden, sie sind nur nicht mehr so sichtbar. Letztendlich muss man also begreifen, dass die Kurve einer ständigen Bewegung unterliegt, sie ist in einem dynamischen Fluss. Die Schwächung existierender Gruppen, die vielleicht in Bezug auf Pyrotechnik auffällig geworden sind, kann ein Vakuum schaffen, in das neue – oder alte – gewaltbereitere und möglicherweise auch rechte Gruppen hineinstoßen.“ Der DFB mit seiner Anti-Utra-Politik hat Anteil daran.
    Na, wo zitiert? Old School Kicker oder New Friendly eleven Oeconomy?

    Nota bene: FC Bayern per Elfmeterschützen plus Torwartgrandioses im Finale.
    Die Lila-Weißen mit einem Herrlichen-Herforder-0:3 in Regensburg in voller Hoffnung.
    Die Zukunft kommt sozusagen von vorne auf uns zu. (Mal drüber nachdenken …)

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    • 23. März 2012 13:59

      Gut formuliert, Sofa!
      Aber schau mal bei der Aktion Libero, wie die Lücken gefüllt werden, die der DFB durch Kommunikationsende & Pyroverbot bei den doch harmlosen wie fantatastischen Sängertruppen der Ultras schafft: http://www.aktion-libero.de/2012/03/distanziert-euch/

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      • The Violet White Football Sofa permalink
        15. Juni 2012 00:55

        Ich kenne D a m e n, die sich ein Lob, einen Hinweis n i e gefallen lassen würden. Ausrasten würden sie darob, wie die wildesten Hooligans … wegen gender oder sex oder so … Das Spiel heißt: Judith vs Adorno(-Jury) … der Preis ist in Wirklichkeit eh nicht zu vergeben …

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      • 15. Juni 2012 11:25

        Adorno Preis für Hamas Fan

        Wenn ernsthaft der Adorno Preis an Judith Butler verliehen wird, dann sollte konsequenterweise Martin Heidegger posthum noch die Martin Buber Medaille bekommen, Hans Grimm vielleicht einen Benjamin Orden erhalten und Henning Mankell ein Else-Lasker Schüler Stipendium für seine Teilnahme auf der Mavi Marmara.

        Hihi

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  66. The Violet White Football Sofa permalink
    29. März 2012 23:51

    Aber mal holla: Schalke null bier? null vier?
    FC Schalke 04 versus Athletic Bilbao zwei vier 2:4
    Schalke steht in der Europa League vor dem Aus. Die Knappen blamierten sich zu Hause gegen Athletic Bilbao. Huub Stevens bewies zwar nach der Halbzeit ein gutes Händchen und wechselte geschickt ein, Schalke machte das 2:1 und hatte eigentlich alles im Griff. Doch plötzlich nahmen die Gastgeber das Tempo raus und brachten Bilbao zurück in die Partie. Die Basken bedankten sich artig und nutzten die Schalker Nachlässigkeiten gnadenlos aus. – So kann es gehen, weiß auch der kicker.de. Immer schön Tempo, und auch mal reinschnupfen …
    Als Nordlicht sage ich mal: sechsundneunzig.

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    • 1. April 2012 23:59

      De ganze Zeit war ich am abklabastern nach dem Huntelaar. Auf den Junge ist Verlass. Schalke wird Dritta. Wir spiele Campionslik

      Grüsse aus Wanne
      Erwin

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      • The Violet White Football Sofa permalink
        2. April 2012 00:37

        So´n Hunter könnte mein VfL auch mal gebrauchen … Die Zeitung meines Vertrauens schreibt fürs unfaßliche Unentschieden gegen Mario Baslers RWO „Fußball zum Abgewöhnen“. – Mal gespannt auf Dienstag das Derby der Friedensstädte. Ich glaub, danach brauch´ ich Urlaub …

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  67. The Violet White Football Sofa permalink
    3. April 2012 15:56

    Für das Derby SC Preußen gegen den VfL Osnabrück am heutigen Dienstagabend in Münster, das als Hochsicherheitsspiel eingestuft ist, sind Personalrochaden nicht ausgeschlossen. VfL-Trainer Pele Wollitz hatte vor dem Spiel angekündigt, auf all die Spieler zu verzichten, die gegen Mario Baslers RWO zu wenig Siegeswillen gezeigt haben. Aufgrund des Vorfalls im Hinspiel, als ein Mann aus der Münsteraner Kurve einen Sprengsatz auf das Dach des alten Spielertunnels der osnatel-Arena an der Bremer Brücke warf und so über 30 Menschen zum Teil schwer verletzte, – das gerade gesprochene Urteil beläuft sich auf fünf Jahre Haft – ist das Sicherheitsaufkommen für das Derby erhöht. Über 1000 Polizei- und Ordnungskräfte sollen erneute Ausschreitungen verhindern. 4000 lila-weiße Fans werden erwartet, mit gut 16.000 Zuschauern ist das alteerwürdige Bundesligagründungsstadion der Preußen an der Hammer Straße ausverkauft. – Gut Sport!

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      3. April 2012 22:11

      Daheim vom Super-VfL (egal wie er spielt) mit der gloriosen und sowieso ligabesten Violet Crew schalte ich den Fußballsender ein, und meine Bayern führen 1:0. Die Welt ist schön. – Für Menschen, denen herrschende Medien den Kopf abgezwungen haben.
      Wenn doch nur der Ball rollen würde …

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    • 3. April 2012 23:01

      Von der Derby-Niederlage reden wir jetzt mal nicht. Auf jeden Fall gehört Bayern München nach dem 2:0 Sieg über Olympique Marseille in diesem Jahr zu den besten vier Mannschaften Europas. Real Madrid kann kommen.

      Bayern grüßt “The Violet White Football Sofa”

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  68. The Violet White Football Sofa permalink
    11. April 2012 18:07

    Lila-weiße Grüße nach Bayern ebenso! Nach kürzlicher Frequentierung meiner Westfalentabaktankstelle, wo jeder Zweite in Schwarz-Gelb (Wo ist meine Augenklappe!) zur Autobahn rasend zu rasen scheint, um mit einer gerechten Niederlage im Gepäck sich heimzutrollen … (jaja)
    Aber nein: Gestern sicherte sich mein VfL in einem Trauerspiel gegen die schönen und von mir geliebten Babelsberger, die auch nicht mehr Fußballspielen können, den sportlichen Klassenerhalt. Wohlgemerkt: in der Dritten Liga! – Und genau danach kommt die schon befürchtete Nachricht aus der großen Regionalzeitung: öh, die Finanzen …
    Fußball der höheren Preisklassen (in OS zwischen 12 und 30 Euro) ist derzeit nicht gesichert. Vielleicht heißen wir nexte Säsong VauOhWeh Schinkel. – – – Dann wäre ich Ford.
    Jetzt aber Komplettierung des/der Spieltage!
    Lila-weiße Grüße an alle Fußballer und alle echten Nichtfans (geht das?)

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      11. April 2012 23:08

      … oh man, wo ist eigentlich mein Tischtennisschläger …

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    • 12. April 2012 10:00

      Robben hebt das Abseits beim Gegentor auf. Robben verschießt den Elfer. Robben haut aus fünf Metern die Kugel über den Balken. Der Gefoulte schießt nicht den Elfmeter, ein ungeschriebenes Gesetz, vor allem wenn es nicht läuft. Ein kluger und mächtiger Trainer weiß das.

      Wenn Robben gegen Real das entscheidende Tor macht, ist wieder alles gut.

      Wenigstens hat der VfL gewonnen.

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  69. Der Bassist permalink
    19. April 2012 22:45

    Ja, ihr Experten,
    kennt ihr denn schon den Fußballschlager,
    den ich via Trainer Baade kennengelernt habe,
    am Klavier gegens Gedicht:
    http://www.111-fussballorte-im-ruhrgebiet.de/der-fusballoratorien-komponist-als-singender-grass-kommentator/

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  70. 21. April 2012 07:20

    Hier(zulande) ham se nun auch Playoffs eingeführt. Das bedingt unter anderem, dass die letzten paar Spiele der normalen Saison recht spannungslos sind (wenn man denn bereits qualifiziert ist).
    Is aber egal. Von „oben“ wurde eh entschieden, dass Galatasaray diese Saison Meister wird. Wetten? Durch Verhaftungen und Schiedsrichterleistungen wird ein wenig nachgeholfen…..

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      21. April 2012 16:57

      Ist dies WE nicht Gala versus Fener, hibouh? Du weißt, ich hätte letzte Woche auch den Adlern die Daumen gegen Galatasaray gedrückt … apropos Adler, komme grade vom Preußenstadion, SV Sandhausen ist durch 2:1-Sieg in der 2. Liga, VfR Aalen wird sich das wohl auch nicht mehr nehmen lassen. Und dann noch der Jahn Regensburg oder vielleicht doch noch die OFC-Kickers. Man man man, wo sind die Traditionen geblieben …

      Egal, auch die nächste Saison ist für mich lila-weiß. Breitenberger hat übrigens ´nen tollen Artikel hingestellt, ich sage von hier wie Du: merci, Breitenberger!

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    • The Violet White Football Sofa permalink
      9. Mai 2012 16:15

      hibouh, unbedingt das neue Heft 107 der ÜBERSTEIGER aus dem unetablierten aber ewigen Millerntor Roar anklicken: http://www.uebersteiger.de/ Es beerdigt die alte Gegengerade, es interviewt das lila-weiße Berlin via http://www.unrund.com/ und überzeugt durch eine Form, die mit dem letzten 5:0 gegen die Spanplatten gleichzieht. Zum Gruße!

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  71. 28. April 2012 23:40

    Dass die Freiburger (Winterpause Letzter) und die Augsburger (Winterpause Vorletzter) in der Bundesliga bleiben freut mich. Zwei sympathische Mannschaften mit geringem Etat haben herausgeholt was herauszuholen war.

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    • 29. April 2012 00:16

      „Absolut“, stimme ich mit dem Lieblingswort von Harald Schmidt zu.
      Das alte Rosenau-Stadion kenne ich noch, die neue Arena nicht, und den Stadionblick in die Dreisam erinnere ich auch gut. Wegen persönlicher Sympathie aus damals fährt mein Radl sogar einen SC-Freiburg-Kleber durch Münster – weil guter Fußball eine große Familie ist, oder besser gesagt: eine runde Sache …

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  72. The Violet White Football Sofa permalink
    5. Mai 2012 16:56

    Die Mannschaft mit der besten Abwehr wird Siebter, die Torfabrik der Liga gar nur Fünfzehnter. Dabei war es eine extrem durchschnittliche Saison, extremer durchschnittlich geht nicht. – Das letzte Spiel (wie auch das erste) der Saison sah ich in MS, gegen die Offenbacher Kickers. Keine 5ooo Zuschauer danken den Preußen eine annehmbare Saison. Münster ist keine Fußballstadt. – Der VfL gewinnt zuletzt auch gegen Bessere, gegen die drei Aufsteiger, es geht ja sportlich auch um nichts mehr.
    Jetzt sind die Bayern dran, dann ist Sommerpause.

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  73. 7. Mai 2012 13:29

    Wegen Timoschenko: 1. FC Köln boykottiert Bundesliga!

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  74. The Violet White Football Sofa permalink
    7. Mai 2012 19:23

    Das Pokalbier ist in Westfalen gebraut: Eine Variante des schönen Brinkhoff´s No1. Allerdings mit 16 dubiosen Geschmacksrichtungen. Für Samstagabend sollten die Schwarz-Gelben schon jetzt einen Frustvorrat einholen … – Was aber brauen die Bayern?

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  75. The Violet White Football Sofa permalink
    11. Mai 2012 20:13

    Heute abend das erste Spiel der Relegation zwischen dem Jahn Regensburg und dem Karlsruher SC. Den Platz von Regensburg wollten eigentlich die Osnabrücker einnehmen. Daß es nicht geklappt hat, dafür machen viele Fans das körperlose und sozusagen schmächtige Spiel der meisten Akteure verantwortlich, die der über die Winterpause geschaßte Trainer zur Bremer Brücke geholt hatte. In den geliebten Farben Lila und Weiß mag man dagegen Spieler, die den Ball fordern, die sich in Position laufen, die mal laut werden, die ihren Körper einsetzen, fair, aber hart. So ein Überbleibsel alter und erfolgreicher Spielkultur war diese Saison nur Jan Tauer, Verteidiger und Antreiber, der entweder Fußballgott oder Janne Tauer Beckenbauer gerufen wurde. Hohe Flanken, britisch, Schüsse aus aussichtsloser Position, und in den letzten Minuten auch das sprichwörtliche Brecheisen im Spiel auf die meistens Ostkurve dann. Niemand, der sich raushält, alles und nur für diesen Verein. Diese Einstellung will man sehen auf dem Platz, nur dann verzeiht man Niederlagen. – Was die Fans gar nicht mögen und insbesondere diese Saison nicht mochten, war das technisch perfekte, aber völlig ineffektive Spiel des slowakischen U-23-Nationalspieler Kevin Kampl (Schüsse wie aus der D-Jugend) oder ähnliche Ballvirtuosen bzw. -mimosen wie Glockner und Kapitän Costa. Dribbelkunst für die Galerie der Eventzuschauer. Nur wenige Neue, die auch gar keine Bindung mehr zu diesem Traditionsverein im Norden haben, brachten wenig Spiele zustande, wo die Osnabrücker Fußballkultur anklang. – Und da ich die immer noch junge Dritte Liga ganz famos finde, drücke ich dem Jahn die Daumen, obwohl es dann kein Wiedersehen gibt in der Saison 2012/13: weder im Preußenstadion noch in der osnatelARENA an der Bremer Brücke.

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    • 12. Mai 2012 13:24

      Regensburg, sympathische Studentenstadt mit herrlicher Kneipenkultur. Ich würde es dem Jahn gönnen in die zweite Liga aufzusteigen, aber nach dem 1:1 stehen die Chancen schlecht.

      Ohne Kampf geht wenig im Fußball. Vor allem in der zweiten und in der dritten Liga. Nächstes Jahr neues Glück.

      Heute Pokalendspiel der Bayern in Berlin. Ich freu mich drauf. Wenn Heynckes keinen Strich durch dir Rechnung macht, mit David Alaba, dem derzeit besten Linksverteidiger der Welt.

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      • 16. Juni 2012 18:21

        Wer Fußball mag, mag alle Ligen, auch etwa Landesligisten, die ich in Westfalen manchmal besuche. Wichtig natürlich immer, das Stadion, Atmosphäre und Architektur, und die Stadt drumzu. Fährt man nach Hause, denkt man, tja, so etwa sindse hier.

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    • 12. Mai 2012 22:36

      Vermutlich hatten die Bayern das Endspiel gegen Chelsea im Kopf, denn so schwach und so körperlos haben sie schon lange nicht mehr gespielt. Jedenfalls ein, auch in dieser Höhe hoch verdienter 5:2 Sieg für Dormund. National haben die Bayern dieses Jahr nicht viel gerissen. Vize ist zuwenig für die Roten. International ist noch alles drin, mit einem Sieg in einer Woche. Was ich trotzdem nicht verstehe, wieso Heynckes es nicht mal mit einer anderen Taktik gegen Dortmund versucht. Kann er nicht oder will er nicht?

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      • 12. Mai 2012 22:51

        Ja, ohne Biss mit vielen Fehlern. Als Neuer im ersten Versuch nicht klären konnte, war Riberys Tor nichts mehr wert. Dortmund spielte einfach konzentriert und effizient. Und jetzt? Weiter!

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        • The Violet White Football Sofa permalink
          14. Mai 2012 01:02

          Kann ich nur bestätigen. – Nächsten Samstag sieht das anders aus.

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  76. 12. Mai 2012 12:31

    Wie weit es mit dem Fußball gekommen ist, zeigt sich deutlich, wenn Bayern mitten in Berlin ihre eigene Tischdecke auspacken und anmerken, dass die Hauptstadt einen Erstligisten braucht.

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  77. 15. Mai 2012 00:14

    Sagenhaft! Von Trainer Baade informiert, lese ich gerade, daß das ZDF für die EM in Ukraine und Polen den Titel BURN IT DOWN von Linkin Park gewählt hat. Sehr sensibel, und passend für einen Sender, der seine History-Sendungen auch Ach, DAMALS nennt.
    Man man man. – Aber manche sagen ja mit dem Fußballspruch: die Geschichte muß ruhen.
    http://www.spickmich.de/news/201205132000-linkin-park-liefern-den-zdf-em-song

    P.S.: Wir brauchen eine EM-Rubrik! Bitte!

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    • 15. Mai 2012 14:02

      Gut gesehen von Trainer Baade. Die EM Rubrik 2012 ist bereit zum Start.

      Durch ein überraschendes, aber verdientes 2:2 in Karlsruhe steigt Jahn Regensburg in die zweite Liga auf.
      Gratulation nach Regensburg.

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      • 15. Mai 2012 15:33

        Der Jahn … ich find´s gut! Und heute die Fortuna von 95. Und die EM kann kommen. Danke! – Übrigens, vor genau 50 Jahren spielte der VfL 2:2 gegen die spanische Nationalelf. Die iberischen Zeitungen waren empört. Mitgefeiert hat da schon Udo Lattek, der neue Goalgetter an der Bremer Brücke.

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      • The Violet White Football Sofa permalink
        15. Mai 2012 20:37

        Die EM-Rubrik finde ich gut, obwohl ich nur den Vereinsfußball interessant finde, und je regionaler, je lieber. Die neue Dritte Liga ist z.B. so geschichtenvoll wie keine andere, wie vielleicht noch die Regionalligen im Westdeutschland. Der Weltpokal der Vereinsmannschaften ist für das Zeichen, daß eben weltweit in Vereinen Fußball gelebt wird im sportlichen Gegeneinander.
        Eine Länderauswahl ist eine Organisation auf ganz anderer Ebene. Das ist nur noch Politik, und nicht einmal nur Verbandspolitik. Und wurscht, weil eine Länderauswahl ja gar kein Fußballverein ist.
        Wichtig ist eher die Relegation: jetzt! Fortuna Düsseldorf führt nach einer Minute (1) mit 1:0.

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      • The Violet White Football Sofa permalink
        15. Mai 2012 20:42

        Ach ja, die Spanientour des VfL Osnabrück war mit Spielen in Bilbao und Madrid sehr erfolgreich für den Club, und Lattek lernte als neuer, noch nicht spielberechtigter VfLer ein Land in der Saisonvorbereitung kennen, in dem er viel später noch große Erfolge als Trainer hatte.

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      • 15. Mai 2012 22:41

        Die dümmsten Fans hat schon Düsseldorf. Zwei Minuten vor Schluss laufen sie auf das Spielfeld. Spielstand 2:2. Zwei Minuten fehlen noch.

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        • 15. Mai 2012 22:47

          Der Fan – ein Feind des Vereins; wenn er dumm ist, sooo dumm. – Und: Campino Campino, trotz Rücknahme seines Dummsongs gegen den FCB: ich mochte die Toten Hosen nie. – Wie sagt die Jugend? „Geht gar nicht.“

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        • 15. Mai 2012 22:50

          So. Spiel aus. Gute Saison, scheiß Endspiel. Ker ker ker …

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        • 16. Mai 2012 14:29

          Campino hat heute dem WDR ein gutes Interview gegeben, aber einen schönen langen unaufgeregten Artikel machte publikative.org: „Hunderte begeisterte Fans stürmten den Platz, eine Minute bevor die Nachspielzeit beendet war. Das war ziemlich ungeschickt, man könnte es auch dumm nennen.
          Allerdings handelte es sich mitnichten um einen Lynchmob, der Spieler und deren Kinder mit Hilfe von Pyrotechnik verbrennen, sondern um Fans, die den Aufstieg ihres Teams feiern wollten – und offenkundig dachten, das Spiel sei bereits vorbei. Dieser Irrtum hat übrigens nichts mit vorhandener oder fehlender Schwarmintelligenz zu tun, wie es die 11Freunde nun ihren Lesern in bemerkenswert kulturpessismistischem Duktus weißmachen wollen, sondern viel mehr mit Massenpsychologie, Altbier und Fußball.“ …

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        • 16. Mai 2012 16:05

          Guter Artikel bei Publikative.org. Der Unterschied zu ähnlichen, früheren Ereignissen war: Das Spiel war nicht entschieden. In den zwei Minuten hätte noch was passieren können. Was wenn Hertha nicht mehr angetreten wäre? Jurist Siegfried Fröhlich meint, wenn Hertha nicht weitergespielt hätte, dann wären die Chancen für einen Protest größer gewesen. Das hätte dann erst Diskussionen gegeben.

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  78. netzberg permalink
    12. Juni 2012 23:52

    Wichtig ist – wie der kanadische Soziologe McLuhan für alle Kommunikation unterm Gebot der Ökonomie festgehalten hat – nicht so sehr, daß gewonnen wird, sondern daß überhaupt gespielt wird. Und gespielt wird Woche für Woche.
    (aus der Kultur des Fußballs zitiert)

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  79. Der Bassist permalink
    6. Juli 2012 20:49

    Wer in einem schönen Wirtshaus Eckball und Einwurf verwechselt, wird nach notorischem Behaupten, er sei doch selber der eitle Fußballfachmann, eindeutig und zurecht rausgeschmissen. – Kneipen gibt´s, die liebe ich …

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    • 6. Juli 2012 21:46

      Im Fußball ist das Leben oft besser erkennbar. Berlin ist zu Recht aus der ersten Liga abgestiegen. Michael P, ich meine den Preez, der Manager trug viel dazu bei.

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      • Der Bassist permalink
        6. Juli 2012 21:55

        Das ist wohl wahr. Olle ewig dumme Hertha.

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        • mentalpunker permalink
          6. Juli 2012 23:52

          Demnächst in der Dritten Liga, die unsäglichen DFB-Gerichtsstreiter, mit Rehakles, und dann Niederlage in der osnatelArena. Das wär´s doch. Oder, Fußballsofa?

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      • 7. Juli 2012 00:24

        Zum Thema Berlin für Unwissende folgenden musikalischen Beitrag:

        Ihr blickt echt nix. Aber ok, was soll man von Bayern und Dorfheinis erwarten. Nüschte.

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        • The Violet White Football Sofa permalink
          7. Juli 2012 00:41

          Da ist es ja schon das eitle Berlin ohne einen Bundesligisten. Hahaha …
          Als hätten wir, die MIler allerorten, nicht schon drauf gewartet, auf den Nonsens aus Berlin.

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        • mentalpunker permalink
          7. Juli 2012 00:49

          meinst du mit „Dorfheinis“ den ForenBoy, Deinen Freund Herrn Fell aus der Treuen Liebe von Frau Rölke? – namen sind schall und rauch, wenn sie nicht gerichtsnotorisch gemacht werden …

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        • Der Bassist permalink
          7. Juli 2012 01:39

          ich glaube, der nicht-mehr-mitmachende herr kühn (kritische theorie) steht kurz davor, vor dem ihm fremden bürgerlichen gericht …

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        • 8. Juli 2012 11:23

          Die „Dorfheinis“ aus Berlin und aus der Pfalz sind zumindest vorerst etwas ruhiger geworden. Die Querfront scheint zu bröckeln. Die Gefängnisse in der Pfalz sollen ziemlich feucht sein.

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        • The Violet White Football Sofa permalink
          8. Juli 2012 16:43

          Im Westfalenpokalendspiel zwischen der DSC Arminia und dem SC Preußen 06 steht es 0:0. Ostwestfälische Provinz versus Westfälisches Oberzentrum. Bei dieser altehrwührdigen Rivalität drücke ich die Daumen den VfL-Fans, die gerade bei ihrer Saisoneröffnung 12/13, wo ich gerne dabei gewesen wäre, im Regen versinken. – – – Es schüttet hier wie aus Kübeln. So feucht habe ich es noch nie erlebt …

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        • The Violet White Football Sofa permalink
          8. Juli 2012 18:10

          2:0 für den DSC; aber beim VfL alles super, plus regenwasserfestes Autogramm! Der Fußballgott, ich sag´s ja.

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  80. H. Herforder permalink
    6. Juli 2012 21:42

    Wer Fußball- Welt- und des Lachens- interessiert ist sollte Felix Bartels lesen. Ich fand den ersten Teil schon mal sehr erquickend: http://jungle-world.com/artikel/2012/26/45761.html

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  81. The Violet White Football Sofa permalink
    16. Juli 2012 00:59

    Ist der runde schon im Eckigen?
    Bald Start in die neue Saison; neue Spieler, teurere Plätze et al.!

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  82. The Violet White Football Sofa permalink
    16. Juli 2012 19:58

    Samstag beginnt die neue Saison der 56 Proficlubs im DFB. Faires Spiel, gegebene Regeln, unbestechliche Schiedsrichter, dezidierte Fans. Fußball, eine Saison lang mal wieder die ganze Welt. Als Metapher zumindest.

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  83. The Violet White Football Sofa permalink
    19. Juli 2012 17:35

    Mein Tipp für morgen, natürlich völlig unpolitisch 😉 :
    WDR 3. Liga live, das Saison-Eröffnungsspiel, 20.15 bis 21.10:
    Arminia Bielefeld vs Alemannia Aachen. Auf der Alm, der ausgebeuteten SchücoARENA

    n.b. Die zu erstellende Rubrik „Fußball 2012/13“ wäre (für mich) reizvoll …
    wie die Mission Impossible überhaupt
    „Nothing but the best“ (Everton FC)

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    • netzberg permalink
      19. Juli 2012 19:09

      Eine neue Fußball-Rubrik fände ich auch gut zur neuen Saison: „F 2.0“ – hihi.
      Ok, nicht sooo ernst gemeint …

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    • 20. Juli 2012 13:01

      Ich hab deshalb gestern die Redaktion auf den Vorschlag vom „Violet White Football Sofa“ gesprochen. Wahnsinn wie schnell die reagiert haben. Unter MI Rubriken – Kultur sind die neuen Rubriken: VfL Osnabrück und Fußball Saison 2012/13 aufrufbar.

      Danke „Mission Impossible“

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      • 20. Juli 2012 21:12

        „Ist denn das die Possibility“, sagte mein Sport- und Englischlehrer immer; er war allerdings Volleyballolympionike und Nationalspieler am, nicht im Netz … Thanks mit lila-weißem Winken!
        N.b.: Arminia vs Alemannia Halbzeit 1:0

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      • 21. Juli 2012 11:13

        Ja ist denn heit scho Weihnachten?

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  84. 22. November 2012 00:55

    Und wieder mal bei ZDF Markus Lanz kann man nicht abschalten: Frank Buschmann, Markus Babbel, Willi Ente Lippens, Manni Breuckmann und eine fußballverständige Alibi-Frau. Tolle Geschichten, witzge Erzähler. – Ich werd´ noch zum Lanz-Fan …

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    • MEMO permalink
      22. November 2012 10:58

      „Ich werd noch zum Lanz-Fan…“ Spätestens hier würde ich beginnen, mir Sorgen zu machen.

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Trackbacks

  1. The Violet White Football Sofa « AUSBEUTE – SAISON 2011/12
  2. Offizieller Saisonstart 2012/13 | Kühns Lindenblatt

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