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Marco Reus, seine Parallelwelt ohne Führerschein

Reus-OpelMarco Reus hat einen Strafbefehl über  540.000 Euro erhalten. Obwohl er nie den Führerschein machte fuhr er seit rund sieben Jahren mit seinem Aston Martin Vanquish (573 PS, 295 km/h) durch die Gegend. Nicht mit Normalgeschwindigkeit, sondern oft mit überhöhter Geschwindigkeit. Fünfmal wurde „Rolls Reus“ geblitzt. Laut dem Strafbefehl für Reus soll dieser bei einer Polizeikontrolle im März einen gefälschten holländischen Führerschein gezeigt haben. Weder seine Eltern, seine Bekannten seine Trainer oder Mitspieler haben offenbar mitbekommen, dass Reus nie die Führerscheinprüfung abgelegt und bestanden hatte. Ohne Führerschein machte Reus Werbung für Opel und kassierte Millionen dafür.

Hans-Joachim Watzke sicherte seinem Fußball-Profi „komplette Solidarität“ zu. „Er hat versprochen, dass so etwas nicht wieder vorkommt“, sagte der Direktor für BVB Kommunikation Fligge. „Er war maximal einsichtig. Marco Reus in seinem Leben wohl mal falsch abgebogen. Es geht jetzt ganz normal weiter. Er ist ein ganz toller Kerl, der einen Fehler gemacht hat“, sagt BVB-Coach Klopp.

Marco Reus hat über  sieben Jahre mit seiner Fahrweise in seinem Rennwagen ohne Führerschein Menschen gefährdet. Offenbar lebte er in einer Parallelwelt. Er meinte wohl er kann ja Fußball, was brauche ich da einen Führerschein, ich bin doch nicht wie die anderen. Und was sagen die Fans vom börsennotierten Arbeiterclub? Komisch man hört so wenig.

Die dreieinhalb Jahre Gefängnisstrafe für Uli Hoeneß waren den moralisierenden Wutbürgern aus NRW und anderswo zu wenig. Uli Hoeneß  hat mit versteuertem Geld an der Börse gezockt, dabei Millionen gewonnen und in den nächsten Jahren wieder verloren. Letztendlich hat er bei seinem Gezocke Verlust gemacht, aber eben in den Anfangsjahren seine Gewinne nicht versteuert. Er hat sich selbst angezeigt, aber seine Selbstanzeige war mangelhaft formuliert und darum sitzt er nun hinter Gittern.

Uli Hoeneß hat kein Menschenleben gefährdet, hat seine Schuld beglichen. Doch den Wutbürgern war die Strafe zu niedrig. Nicht dass ich mich wegen der Verurteilung eines Großverdieners gräme, Uli Hoeneß langweilte mich mit seinen politischen Ansichten und mit seinen Appellen an die Moral blamierte er sich wie man sich nur blamieren kann. Aber das ist nicht strafbar.

Ich bin jetzt mächtig gespannt wie die BVB-Fans und die Hoeneß-Gegner auf die lächerliche 540.000 Euro-Strafe reagieren werden, die Reus aus seiner Portokasse bezahlen wird. Werden die BVB Fans und die Bayern-Gegner nun eine fünfjährige Gefängnisstrafe ohne Bewährung und ohne vorzeitigem Freigang fordern? Ich bin gespannt, vermute aber die Doppelmoral wird sich wieder einmal durchsetzen.

Manfred Breitenberger am 18.1.2014

One Comment leave one →
  1. 18. Dezember 2014 18:54

    Mannomann, dat ist echt n Ding. Die debilen BVB Fans werden sagen dat kann man doch nicht vergleichn. Es wär schon gut wenn die endlich absteigen täten. Manchmal schäm ich mich direkt aus dem Pott zu kommen. Die Moral von Debilen sagt man doch, oder?

    Viele Grüße nach Bayern aus Wanne Eickel und schone Feiertage
    wünschen Erwin und Erna

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