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Pallywood

Pallywood ist eine im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt als politisches Schlagwort entstandene Bezeichnung für eine Bild- und Filmberichterstattung, bei der Palästinenser mithilfe gestellter Szenen gewaltsame israelische Übergriffe auf die palästinensische Zivilbevölkerung vorgetäuscht haben sollen, um die Weltöffentlichkeit gegen Israel einzunehmen.

Am 30.9.2000 veröffentlichte die US-amerikanische Nachrichtenagentur „Associated Press“ ein Bild mit einem blutüberströmten „Palästinenser“ und einem aggressiv dreinschauende israelischen Soldaten, der dem Opfer weiterhin mit dem Knüppel droht. Die Geschichte geht um die Welt, sehr viele andere Zeitungen veröffentlichen die falsche Story.

In Wahrheit handelte es sich bei dem Opfer um den jüdischen Studenten Tuvia Grossman, der mit einem Freund per Taxi durch das arabische Viertel in Jerusalem fuhr. Etwa 40 Palästinenser hielten das Auto auf, zerschlugen mit großen Steinen die Scheiben und zogen Tuvia Grossman aus dem Auto. Mit Steinen und Fäusten und mit Messern traktierten sie ihr Opfer. Tuvia Grossman konnte seinen Häschern entkommen und floh in eine naheliegende Tankstelle wo israelische Soldaten stationiert waren. Ein israelischer Polizist schrie die Palästinenser an, das Lynchen zu beenden. In diesem Moment begann eine Gruppe von Journalisten Fotos zu machen.

Die Berichterstattung in den Medien wird von palästinensischer Seite systematisch manipuliert und die meisten westliche Fernsehsender übernehmen das palästinensische Material liebend gerne unkritisch.

Weiterführende Informationen:

Jungle World  –  Die Bilder werden bewußt lanciert

Lizas Welt –  Schlechte Karten sind Trumpf

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8 Kommentare leave one →
  1. 2. August 2012 15:14

    Worin zeigen sich diese palästinensischen Propagandaerfolge?

    In der Linken waren zwar Antizionismus und die Bereitschaft, sich mit dem Anliegen der Palästinenser zu identifizieren, schon immer sehr ausgeprägt. Neu ist, dass nun auch konservative Politiker wie Jürgen Möllemann oder Karl Lamers diese Positionen teilen. Eine beunruhigende Entwicklung, denn dabei geht es vermutlich weniger um eine Solidarität mit den Palästinensern, als um eine Solidarität gegen Israel, auch wenn dies sicher häufig unbewusst geschieht.

    Die Antwort von Esther Schapira teile ich.

    http://jungle-world.com/artikel/2002/16/24084.html

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    • 2. August 2012 19:05

      Mittlerweile bestehen sogar Zweifel daran, dass Mohammed al-Dura überhaupt bei dem Feuergefecht ums Leben gekommen ist.

      http://www.hagalil.com/archiv/2011/05/02/al-dura/

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    • Der Bassist permalink
      2. August 2012 23:53

      2002 ist alt, ich habe ja schon Möllemanns Grab auf dem Zentralfriedhof zu Münster besucht, – Fallschirm und so …

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    • 3. August 2012 14:49

      „Pallywood in Frankreich“ titelte Liza Welt seinerzeit dazu:

      „…..Der Historiker vergleicht die Bedeutung des aktuellen Gerichtsverfahrens gar mit der Dreyfus-Affäre Ende des 19. Jahrhunderts.“ Was Uwe Theel wohl dazu sagt? Die Antwort weiß nur der Wind.

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  2. 4. August 2012 10:43

    Dass der Besuch des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney in Großbritannien, Polen und Israel die Finsterlinge in deutschen Redaktionen fuchsteufelswild machen und all ihren Hass nach oben spülen würde, hatten intelligente Beobachter erwartet. Etwas überraschend war aber, dass, von einigen Nuancen abgesehen, alle den genau gleichen Text veröffentlichten, so, als wären sie Teil eines publizistischen Botnetzes (Zombieschreiber). Ob Spiegel online (»Romney empört Palästinenser«), die Zeit (»Romney provoziert Palästinenser«), die Welt (»Palästinenser empört über Äußerungen Romneys«), der Tagesspiegel (»Romney blamiert sich in Europa«), der Kölner Stadtanzeiger (»Romneys peinliche Patzer«), die FAZ (»Palästinenser empört über Äußerungen Romneys«) oder tausend andere – alle brachten in Stoßrichtung und Wortlaut fast identische Artikel über Romneys Reise.

    schreibt Stefan Frank in Zombies im Sommerloch via Lizas Welt

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    • 4. August 2012 16:14

      Ich freue mich immer, daß ‚wir‘ eine freie, unabhängige und superinvestigative Presse haben, daß die freie Blätterwelt die Betonkoppe, die die KZs und den Naziterror überlebt haben, und deren Nachdenker zu Wort kommen läßt und ‚unser aller‘ Bumdespräsident die Freiheit so hoch hängt wie im TV-Western üblich. Ja, darüber freue ich mich; und jetzt ganz konkret wieder, wo man auch sinn-freie Schlagzeilen mit dem US-amerikanischen Namen ‚Romney‘ sogar frei von aller Kenntnis ’spielerisch gestalten‘ kann. Das lernt jeder nachwachsende Publizist in Freiheit von Kindergartenbeinen a;, denn um die Bildung, die freie, kümmert sich ‚unser‘ Bildungsministerium, auch mit sinn-freien sowie ‚merkbefreiten‘ und deshalb richtigerweise kostenlos verteilten Puplikationen. ‚Gratis‘ ist aber in einer durchideologisierten Welt nicht ‚umsonst‘: es kostet – die Freiheit für jedes Individuum.

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  3. 5. August 2012 10:54

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    • 5. August 2012 17:46

      Die Vorstellung 1978 hätte ein schwarzer südafrikanischer Richter den Premierminister Südafrikas Botha wegen Vergewaltigung hinter Gitter gebracht ist mindestens so absurd wie die Hoffnung dass die deutschen Antisemiten aus Jakob Augsteins Freitagscommunity sich in eine humane Richtung verändern könnten.

      Wer also vom „Apartheidstaat Israel“ faselt, hat nicht nur nicht alle Tassen im Schrank, wer diesen Antisemitismus verharmlost oder gar teilt ist mit diesen Reaktionären ein Angriff auf die Zivilisation.

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