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Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder!

Im klerikal-faschistischen Iran werden Regime-Kritiker zunächst gefoltert und dann ermordet, Homosexuelle werden öffentlich erhängt, vergewaltigte Frauen, wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr gesteinigt. Die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr ist im letzten Jahr zu 90 Peitschenhieben und einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie in einem Film mit einer Glatze auftrat um nicht den Hijab tragen zu müssen.

Die iranischen Administrationen leugnen den Holocaust, laden zu sogenannten Holocaustkonferenzen ein in denen Holocaustleugner und Nationalsozialisten über die „Judenfragen“ diskutieren. Die „Grüne Bewegung“ wurde im Jahre 2009 durch den iranischen Repressionsapparat gnadenlos niedergeschlagen. Demonstanten wurden gefangengenommen, gefoltert und hingerichtet.

Mahmoud Ahmadinejad ließ während des Krieges gegen den Irak 500.000 Plastikschlüssel aus Taiwan importieren. Iranische Kinder ab 12 Jahren durften oder mussten die Minenfelder mit ihrem Körper, eingewickelt in Decken räumen.  Vor dem Einsatz wurde ihnen ein Plastikschlüssel aus Taiwan um den Hals gehängt, der ihnen, so die Zusicherung, die Pforte zum Paradies öffnen werde. Diese Kindermärtyrer, gehörten der von Khomeini ins Leben gerufenen Massenbewegung der Basitschi an.

Der Iran unterstützt verschiedene Terrororganisationen die in Israel Terroranschläge und Selbstmordattentate verüben. Ahmadinejad fordert, Israel muss von der Landkarte radiert werden, Chamenei nennt Israel ein Krebsgeschwür das herausgeschnitten werden muss. Beinahe täglich wird von den religiösen Führern des Irans oder deren Verbündeten gegen Israel gehetzt, seine Vernichtung gefordert. Der ehemalige Staatspräsident Rafsanjani sagte im Jahr 2001 «Wenn eines Tages die islamische Welt ebenfalls mit Waffen ausgestattet ist, wie sie Israel heute besitzt, dann wird die Strategie der Imperialisten zum Stillstand kommen, denn schon der Einsatz einer einzigen Atombombe im Inneren Israels wird alles vernichten. Auch wenn dies der islamischen Welt Schaden zufügen wird, ist es nicht widersinnig, so eine Möglichkeit in Betracht zu ziehen.»

In den Iran ist nun eine deutsche Delegation von Friedenskämpfern gereist um den Antisemiten Ahmadinejad zu besuchen und nicht überraschend, zu huldigen. FDP-Politiker Claus Hübscher, Andreas Neumann, Anneliese Fikentscher, (beide „Arbeiterfotografie” und NrHZ), Fatima Özoguz, Mehmet Yavuz Özoguz („Muslim Markt” und „Islamischer Weg e.V.”), Jürgen Elsässer (Compact-Magazin), Ralf Flier (Gold– und Geld-fachmann), Gerhard Wiesnewski (Autor des Kopp-Verlags), Konrad Fischer (Ziegelphysiker), Elias Davidsson (Verschwörungsideologe) waren vom Iran begeistet. Die „Kämpfer für den Frieden“ fordern ein Ende der israelischen Besatzung, ein Ende der Sanktionen gegen den Iran, die Unantastbarkeit des iranischen Atomprogramms und sprechen Israel das Recht ab gegen den Bau der iranischen Atombombe zu intervenieren.

Zu den Foltermethoden und der Niederschlagung der Grünen Revolution im Iran sagte Jürgen Elsässer damals: „Hier wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“ Nach seiner Reise zu Achmadinejad meinte Jürgen Elsässer: Iran ist kein mittelalterliches, sondern ein hochmodernes Land. Die Wirtschaft boomt! Trotz Sanktionen! Teheran ist moderner als Berlin, es gibt 20spurige Stadtautobahnen, die auch nachts um 12 Uhr noch verstopft sind, und einen 2007 erbauten Fernsehturm, der höher als der auf dem Alexanderlatz ist.“

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann schrieben in der NRHZ: „Eine erste Welle der Diffamierung gegen die Reisegruppe vonseiten der Kriegstreiber, die am Erhalt des Feindbildes Iran ein großes Interesse haben, ist bereits in vollem Gange. Es ist klar: für das US-Imperium mit Israel als einem gewichtigen Bestandteil ist das Zerstören eines Feindbildes das Schlimmste, was geschehen kann. Wir haben gegenüber unseren Gastgebern die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Entwicklung des Landes niemals durch einen Krieg gestoppt werden möge. Jede und jeder ist aufgerufen, sich gegen Feindbilder und Krieg zu stellen.“ Anneliese Fikentscher, Andreas Neumann und Jürgen Elsässer haben viele Mitstreiter in Deutschland.

Der Hass auf Israel ist diesen „Friedenskämpfern“ gemeinsam. Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder, sagte einst Paul Spiegel.

http://reflexion-blog.com/?p=2479

http://reflexion-blog.com/?p=2442

http://reflexion-blog.com/?p=2402

http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/05/02/ein-fuhrer-der-herzen/

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/und_er_war_es_doch/

17 Kommentare leave one →
  1. 7. Mai 2012 13:47

    Jürgen Elsässer: “Eine kleine Episode: Letzten Mittwoch sahen wir in Isfahan im Studentenwohnheim, wo wir untergebracht werden, das Fußballspiel Bayern gegen Real. Das IRANISCHE Fernsehen übertrug das Match. Zur gleichen Zeit war mein Schwager in einem Firstclass-Hotel in Budapest, wo er das Spiel auf allen Fernsehkanälen vergeblich suchte. Will da noch jemand sagen, der Iran isoliere sich?”

    Ja klar, das iranische Fernsehn liebt deutschen Fußball. Wer den ehemaligen libanesischen Minister am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV gehört hat, weiß auch warum:
    „Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.”

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2012/05/02/ein-fuhrer-der-herzen/

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  2. 7. Mai 2012 16:16

    Die großartige Frau Katajun war die erste in Deutschland, die dem iranischen Präsidenten hilfreich zur Seite gesprungen ist: Er habe nie gesagt, Israel müsse von der Landkarte radiert werden, es handle sich um einen Übersetzungsfehler. Inzwischen behauptet das auch der Penner von der Domplatte, der außer Kölsch auch fließend Farsi sprechen kann. Und zuletzt hat der Verleger des Freitag, Jakob Augstein, bei Jauch von einer fehlerhaften Übersetzung gesprochen. Ja, sie machen sich alle Sorgen um das Ansehen des Teheraner “Maulhelden”, die Schlauen, die Dummen und die Verrückten.

    Blöd ist nur, dass es Ahmadinedschads eigener Radiosender IRIB war, der die Meldung als erster verbreitet hatte, nämlich schon am 26. Oktober 2005, gleich nach der“The World Without Zionism“-Konferenz, auf der Achmadinedschad gesprochen hatte. Also drei Jahre vor der Richtigstellung durch Frau Amirpur. http://web.archive.org/web/20070927213903/http://www.iribnews.ir/Full_en.asp?news_id=200247

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/und_er_war_es_doch/

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  3. 7. Mai 2012 16:31

    „Für uns ist die Vorstellung unerträglich, dass nur wenige Jahrzehnte nach der Zerschlagung des Dritten Reiches schon wieder ein Regime an Macht und Einfluss gewinnt, das von antisemitischen Vernichtungsvorstellungen getrieben ist und den jüdischen Staat „ausradieren“ will. Es ist ein Skandal, dass dieses Regime auch von Stuttgart aus unterstützt wird, denn der Daimler-Konzern unterhält seit Jahren intensive Geschäftsbeziehungen zum Iran. Besonders enttäuscht sind wir als Friedensinitiative vom Mainstream der so genannten „Friedensbewegung“, der offensichtlich völlig geschichtsvergessen ist. Wem „Solidarität mit Israel“ nicht über die Lippen geht und wer sich stattdessen schützend vor ein Regime stellt, das den Holocaust leugnet, den jüdischen Staat vernichten will und sich zu diesem Zweck Atomwaffen verschaffen will, der hat jede moralische Legitimation verloren.“

    Stuttgarter Friedensinitiative

    http://de.stopthebomb.net/petition-unterschreiben/statements.html#c324

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  4. 8. Mai 2012 10:46

    Wenn ein Land wie der Iran, das seit Jahren die Vernichtung Israels androht und dies mit der Unterstützung verschiedenster Terrorgruppen täglich untermauert, das vergewaltigte Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr „rechtskräftig“ zum Tod durch Steinigung verurteilt, bei der die Frau bis zum Kopf in den Boden eingegraben wird und die Henker mittels Steinen die Verurteilte qualvoll ermorden, in den Besitz von Atombomben kommen sollte ist dies beängstigend.

    Wenn Deutsche deshalb nicht den Iran verurteilen, sondern in einer Täter-Opfer-Umkehr Israel brandmarken weil es über einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen nachdenkt wird es widerlich. Anstatt die deutsche Regierung dazu zu drängen den Sanktionsdruck zu verhundertfachen forderten diese Deutschen den Stopp aller Sanktionen gegen den Iran. Anstatt sich auf die iranischen Auslöschungsphantasien zu konzentrieren behaupten diese Deutschen Israel droht den achtzigmal so großen Iran mit seiner zehnmal so großen Einwohnerzahl zu überfallen, wenn nicht gar „auszulöschen“.

    „Der Jude ist der hartnäckigste Feind des Frommen. Und der Hauptkrieg wird über das Schicksal der Menschheit bestimmen. Ein Krieg, der schließlich über die Weltherrschaft des Islam entscheiden wird; das Wiedererscheinen des 12. Imam wird einen Krieg zwischen Israel und der Shia mit sich bringen“, sagte unter vielen anderen der religiöse Führer des Irans Rahimian im Jahre 2006. Das Wiedererscheinen des 12. Imam ist von zentraler Bedeutung für die Gläubigen im Gottesstaat Iran. Mit der Atombombe rücken die Verrückten im Iran ihren „Zielen“ näher. Unterstützt werden sie dabei von dubiosen Deutschen, die wegen ihrer Abneigung gegen Juden scheinbar ihren letzten Verstand verloren haben.

    Seit über dreißig Jahren arbeitet der Iran an der Atombombe. Der Iran verweigert seit Jahren die Kontrolle seiner Anlagen durch die IAOE, verstößt gegen den Atomwaffensperrvertrag. Der Iran arbeitet mit Hochdruck an der entscheidenden Komponente für die Atomwaffe, der Herstellung von genügend angereichertem Uran. Trägersysteme, die bereits über Israel hinausreichen hat der Iran bereits.

    Die Kumpanei mit den iranischen Mördern, Holocaustleugnern, den religiösen menschenverachtenden Gotteskriegern und iranischen Antisemiten der deutschen „Friedenskämpfer“ ist für mich trotz alledem nicht verwunderlich. Gewundert hätte ich mich wenn es angesichts der atomaren Bedrohung Israels Solidaritätsbekundungen der deutschen „Friedensaktivisten“ mit dem Judenstaat gegeben hätte.

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    • 8. Mai 2012 19:54

      Jürgen Elsässer spricht von der „Lüge vom iranischen Griff nach der Atombombe“, von der „Lüge von den iranischen Vernichtungsdrohungen gegen Israel und der Judenfeindschaft des iranischen Präsidenten“. Dies alles sind für ihn nur irgendwelche Verschwörungstheorien a la Jungle World, Konkret oder MI.

      Für Jürgen Elsässer wird der Iran rational regiert. Irgendwie waren die 500.000 Plastikschlüssel zum „Paradiesaufsperren“ für die Kindermärtyrer auch rational, denn ohne diese Schlüssel wären die Kinder nicht in die Minenfelder gelaufen. So gesehen sind die Märchenstunden über den 12. Imam aus der Sicht der Gotteskrieger und der dazugehörigen deutschen Adepten auch nicht irrational, denn offenbar funktioniert der Wahn um die Massen bei der Stange zu halten. Aus der Sicht von irrationalen Antisemiten sind der Hass, die Hetze und die Vernichtungsdrohungen gegen Israel rational.

      Interessant ist außerdem, dass die Iranversteher zwei Strategien fahren: Die eine sagt warum soll der Iran keine Atombombe haben? Israel hat doch auch eine. Die andere Fraktion meint, der Iran denkt doch nicht im Traum daran eine Atombombe zu bauen.

      Aus meiner Sicht ist Antisemitismus irrational, egal ob im Iran oder in Deutschland.

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    • 9. Mai 2012 10:49

      Evelyn Hecht-Galinski, die Freundin von „Henner Michels“ und vielen anderen Avantgardisten des „Freitag“ schreibt über die Reise von Elsässer und Co.:

      „Auch ich sage, der Zionismus muss weg und wir brauchen keine Systeme wie Israel als jüdischen Staat, der eine noch schlimmere Apartheidpolitik als das Apartheidregime Südafrikas, heute unter den Augen und mit Billigung der Weltöffentlichkeit betreibt.“

      später:
      Jürgen Todenhöfer, der mit seinem Sohn schon Syrien bereiste und einen ausgesprochen interessanten Artikel darüber in der FAZ veröffentlichte, schrieb jetzt in der FR einen lesenswerten Artikel über seinen Iran-Besuch. Schon der Titel ist sehr treffend: „Auf der Suche nach der Bombe“.

      Wenn es gegen Israel geht sind sie sich einig, von rechts bis links, die Querfront geschlossen.

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  5. 9. Mai 2012 17:38

    In „Verratene Freiheit“ im Kapitel – Der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ oder: „Die Globalisierung des Mahdi“ schreiben Thomas von der Osten Sacken, Oliver M. Piecha und Alex Feuerherdt (2010):

    […] Im Kern geht es um dies: Was im deutschen Straßenslang jener Sozialismus von »wir hier unten« und »denen da oben« ist oder — in schlechter linker Tradition — die Fetischisierung der Massen respektive Armen, transformiert sich nun in eine diffuse Frontstellung, die großzügig alle einschließt, die sich gegen die »USraelische« Kontrolle der Welt stark machen, sich irgendwie benachteiligt fühlen und für eine »Welt ohne Krieg und Kapitalismus« schwärmen. Eine von jeglicher Differenz erlöste Welt ist das Ziel, endgültig und gnadenlos gereinigt von allen, die man als »Zionisten« oder »Imperialisten« respektive als deren »Kollaborateure« entlarvt hat. Der Ruf nach »Frieden« ist in Wahrheit einer nach der Friedhofsruhe, die dem großen Weltenbrand folgen möge, dessen Flammen alles verschlingen sollen, was der Abweichung auch nur verdächtig ist.

    Erst dieser Sozialismus des 21. Jahrhunderts ermöglicht es dem nach der Bombe strebenden Iran, jene Führerschaft zu übernehmen, die Khomeini einst vorschwebte. Diese Führerschaft ist natürlich hochgradig irreal und wahnhaft; dafür reicht bereits ein Blick in die Region: Nie zuvor hatte der Iran so viele Feinde an seinen Grenzen, nie zuvor war er so unbeliebt und zugleich in einer so tief greifenden inneren Krise. Jene im strengen Wortsinn konservativen Ajatollahs in Qom, die unermüdlich vor einer Verweltlichung des Anliegens der »Islamischen Republik« warnen und längst mit den Machthabern in Teheran zerfallen sind, haben von diesen Veränderungen eine deutliche Ahnung. Ahmadinedschad nämlich ist doch gar kein Führer der islamischen Massen mehr — denn diese haben ihm in Teheran bei der ersten sich bietenden Gelegenheit eindrucksvoll gezeigt, was sie von ihm halten. Er kann nur als Sozialist des 21. Jahrhunderts verstanden werden, er will es auch — und seine Anhänger sitzen zuallerletzt im Iran.

    Verband man früher mit Sozialismus noch den großen Wurf in der Zukunft, den Fetisch von Moderne und Naturbeherrschung um jeden Preis, gepaart mit jener unappetitlichen Verherrlichung der Arbeiter und Bauern, so fußt heute der »Sozialismus des 21. Jahrhunderts« im besten Fall auf der Distribution von Erdölrente unter Menschen, denen Patronage und Klientelismus aufgezwungen werden. Und wer nicht mitakklamieren will, der sitzt wie gehabt im Gefängnis oder im Exil. Nicht einmal das Bild einer potenziell strahlenden Zukunft hat einer dieser großen Führer dabei noch zu bieten. Im Gegenteil: Das einzige Versprechen, das sie ihren aufgepeitschten Anhängern wirklich zu geben haben, heißt Vernichtung — die eben auch eine Art der Erlösung ist. Denn anders sind jene Verheißungen nicht zu verstehen, die in einem immer schnelleren Rhythmus aus Teheran oder Caracas kommen: Wenn erst die Herrschaft von Imperialismus und Zionismus gebrochen ist, dann erscheint der Mahdi, geht die Sonne auf, kommt die Herrschaft der ach so zärtlichen Völker. Mit Kritik an Kapitalverhältnissen hat das, dies nicht das Geringste zu tun; an die Stelle von Marx sind Mohammed, der Mandi und ein Avatar von Simon Bolivar getreten.

    Wer in Europa dem Irrsinn nicht offen seine Unterstützung gewährt, duldet ihn doch, als Ausdruck von »Kultur« oder der Wut des unterdrückten postkolonialen Subjekts. Allen Beteuerungen zum Trotz wollen diese Freunde des Friedens, des Dialogs und der Beschwichtigung die Menschen im Nahen Osten ja gar nicht in Freiheit und Demokratie leben sehen. Das ganze Appeasement, das in den letzten zehn Jahren von ganz links bis ganz rechts in einem fort präsentiert wurde, drückt nichts anderes aus als den Willen zur Kollaboration. Der Mensch soll doch gar nicht frei sein; eine unerhörte Perspektive wäre das, selbst im Rahmen einer liberalen, bürgerlichen, parlamentarischen, föderalen Demokratie. Schon gar nicht soll er das im Nahen Osten! Und so erklären die vermeintlich größten westlichen Nahostexperten ebenso wie die autochthonsten Regionaldiktatoren in einem einzigen, ununterscheidbaren Singsang, die Menschen »dort unten« wünschten angeblich nichts sehnlicher, als eine uniformierte Masse zu sein, deren allergrößter Wunsch es sei einem Führer zu folgen und zu einem allmächtigen Gott zu beten. Nur: Warum sollten Menschen das dauerhaft ohne Zwang tun wollen? Und was, wenn es sie gar drängte, diese »Masse« individuell zu verlassen? Sollte man sie dann dafür bestrafen, damit Diktatoren wie Experten nur ja Recht behalten? Wie faktenresistent, wie letztlich amoralisch müsste man dafür sein? […]

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    • 9. Mai 2012 20:27

      Sehr gut und aktuell passend ausgewähltes Zitat!
      „für eine »Welt ohne Krieg und Kapitalismus« schwärmen“ … „Der Ruf nach »Frieden« ist in Wahrheit einer nach der Friedhofsruhe“ … Irans Politik „hochgradig irreal und wahnhaft“ … „Ahmadinedschad […] als Sozialist des 21. Jahrhunderts […] seine Anhänger sitzen zuallerletzt im Iran“ … „Nicht einmal das Bild einer potenziell strahlenden Zukunft hat einer dieser großen Führer dabei noch zu bieten. Im Gegenteil“ … „Mit Kritik an Kapitalverhältnissen hat dies nicht das Geringste zu tun; an die Stelle von Marx sind Mohammed, der Mandi und ein Avatar von Simon Bolivar getreten“ … „Das ganze Appeasement, das in den letzten zehn Jahren von ganz links bis ganz rechts in einem fort präsentiert wurde, drückt nichts anderes aus als den Willen zur Kollaboration.“

      Für mich skizziert das von Fidelche gegebene Zitat die Basis der Diskussion überhaupt. Wer nicht auf diesem Stand ist, hatte wohl noch nicht den Mut bzw. das gegen irrationale Ideologie verschlossene ‚Zeitfenster‘, seinen Verstand zu gebrauchen.

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  6. 10. Mai 2012 13:58

    Der iranisch-islamistische Antisemitismus artikuliert sich politisch in einer neuen Form. Er wird vom Mutterland des Islamismus, von der Islamischen Republik Iran, geschürt und fordert die Vernichtung Israels; er betrachtet den einzigen demokratischen Staat im Nahen und Mittleren Osten als ein »Krebsgeschwür«, das notfalls militärisch eliminiert werden muss. Das Existenzrecht Israels wird nicht akzeptiert. Der khomeinistische Antisemitismus ist antisemitisch, weil er die Zerstörung eines legitimen Staates fordert, der nach der Barbarei des Nationalsozialismus eine Heimstätte für alle Juden der Welt darstellt. Der khomeinistische Antisemitismus ist daher eine neue Form des eliminatorischen Antisemitismus. Vor dem Hintergrund der iranischen Aufrüstungspolitik, der iranischen Mittelstreckenwaffen, dem Griff nach der Atombombe, bekommt diese Form des Antisemitismus einen besonderen Stellenwert.

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    • 14. Mai 2012 11:12

      Dem dumpfen antijüdischen Ressentiment unserer Zeit nichts entgegenzusetzen wäre Kollaboration mit der Unmenschlichkeit.

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  7. 11. Mai 2012 17:04

    In Deutschland gibt es tatsächlich auch deutschsprachige iranische Sender, die Hasspropaganda verbreiten. Insbesondere sei http://german.irib.ir/ genannt. Im Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus wird nachgewiesen, dass german.irib antisemitische Propaganda betreibt. German.irib entmenschlicht in seiner Propaganda den Staat Israel, leugnet und relativiert den Holocaust und veröffentlicht antisemitische Vernichtungsdrohungen gegen Israel.

    Der staatliche Sender IRIB hat seinen Sitz im Bundespressehaus Berlin. Press TV und german.irib verbreiten antidemokratische und antisemitische Hetze. German.irib hat gegenwärtig Narrenfreiheit in Deutschland. Das deutsche Medienrecht muss auch in Bezug auf Sendungen greifen, die eindeutig europäische und deutsche Institutionen nutzen, um ihre islamistische Hasspropaganda zu verbreiten.

    http://jungle-world.com/artikel/2012/19/45407.html

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  8. 11. Mai 2012 17:14

    Iran: 100.000 Dollar für eine Hinrichtung in Deutschland

    Shahin Najafi ist ein Sänger, der aus dem Iran geflohen ist und in Deutschland lebt. Er singt kritische Lieder, die die iranischen Inquisitoren nicht mögen. Sie fordern nun seinen Tod. Die Schiaonline hat ein Kopfgeld auf ihn gesetzt. Der Mörder soll 100.000 Dollar für die Hinrichtung von Najafi in Deutschland oder sonst wo bekommen. Die Fatwa stammt von Ayatollah Safi Golpayegani.

    Farsnews hat mehrere Meldungen dazu geschrieben und erklärt, dass Najafi ermordet werden muss und hat zu einer Kampagne zur Hinrichtung von Najafi aufgerufen.

    Tatsächlich hatte Farsnews sich auf eine Fatwa von Großayatollah Safi Golpayegani berufen, die sich nicht allein auf Najafi bezieht. Daynews hat die Fatwa des Großayatollahs mit folgendem Wortlaut veröffentlicht. Großayatollah Safi Golpayegani wird wie in einer Fatwa üblich gefragt: „Im Namen Gottes. Seit einiger Zeit sind einige Söldner, die hauptsächlich zur Konterrevolution im Ausland gehören, dabei, ganz einfach im Internet und in ihren Websites und in ihren Webloggs unseren unschuldigen Imam Hadi zu beleidigen. Sie werden unverschämt (mit Witzen, Karikaturen, Beleidigungen. Lügen usw…), was ist das Urteil gegen diese Personen?

    Die Antwort des Großayatollahs lautet: Falls sie den Imam verletzt und beleidigt haben, sind sie Abtrünnige.“

    Die Fatwa ist, wie es sich gehört, mit Stempel und Unterschrift versehen.

    Daraufhin haben die Revolutionsgardisten und Bassijkräfte, die hinter Websites wie Shiaonline und Farsnews stecken, den Mordaufruf gegen Shahin Najafi entwickelt. Denn sie gehen davon aus, dass die Musik von Shahin Najafi solche Beleidigungen enthalte. Daynews hat auch eine Reihe von Karikaturen gegen Najafi veröffentlicht, wie er beispielsweise am Galgen hängt.

    Die CD von Najafi wird in Deutschland legal verkauft. Dennoch muss Najafi nun in Angst leben. Iran regiert nach Deutschland hinein. Bisher hat die deutsche Politik darauf nicht reagiert. Wie hoch dürfen die Kosten für die guten deutsch-iranischen Beziehungen sein?
    ————-
    Ob die deutschen „Friedenskämpfer“ in Berlin eine Demo gegen diese Fatwa organisieren? „Der Antisemitismus, könnte man sagen, ist so etwas wie die Ontologie der Reklame. Deshalb, meine ich, muß man sich gegen alles Reklameähnliche wehren. Wer gegen den Strom schwimmt, und wir müssen uns darüber klar sein, daß wir heute und in der jetzigen Situation mit unserer Arbeit gegen den Strom schwimmen, der darf sich nicht so benehmen, als ob er mit dem Strom schwämme. Es hilft nur emphatische Aufklärung, mit der ganzen Wahrheit, unter striktem Verzicht auf alles Reklameähnliche. Vergessen Sie nicht, daß die Abwehrmechanismen, mit denen wir zu rechnen haben, außerordentlich fein alles Reklameähnliche registrieren und eliminieren“ (Adorno)

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  9. 24. Mai 2012 11:35

    Alex Feuerherdt sagte auf einem Vortrag in Moers am 8. Juni 2011:

    „….Und wenn es nach einem nicht eben geringen Teil der Deutschen geht, dann macht Israel ja auch nichts anderes als die Nazis, und der Gazastreifen ist – um es mit jenem etwa 60-jährigen autochthonen Kölner zu sagen, der sich im Januar 2009 am Rande einer antiisraelischen Demonstration mit einem akkurat umgebundenen Deutschland-Schal unters Volk gemischt hatte – der Gazastreifen also ist „ein rischtijes Jetto, ach, wat saach isch, ein einzijes Kazett“. Die Botschaft ist eindeutig, und sie lautet: „Wir“ haben aus der Vergangenheit gelernt, während die Opfer respektive deren Kinder, die es doch aus eigener leidvoller Erfahrung besser wissen müssten, jetzt „unsere“ Methoden anwenden. Eine solche Sichtweise geht zunächst einmal davon aus, dass Auschwitz so etwas wie eine Besserungsanstalt gewesen sein muss, deren Schüler jedoch im Unterricht leider nicht besonders gut aufgepasst haben. Dass die Konsequenz der Holocaust-Überlebenden und ihrer Nachkommen jedoch eine ganz andere war – nämlich die, den drei Jahre nach Auschwitz gegründeten jüdischen Staat auch bewaffnet gegen den Vernichtungsdrang der Antisemiten zu verteidigen –, das wollen die weitaus meisten Deutschen einfach nicht akzeptieren. Mit seinen Feinden müsse man doch reden, verhandeln und Kompromisse schließen, empfehlen sie. Denn sonst werde immer nur „neuer Hass geschürt“ und letztlich verewigt. Dabei könnten die „Israelkritiker“ es besser wissen, aber sie wollen es nicht. Sie könnten wissen, wozu Verhandlungen mit einem zu allem entschlossenen, antisemitischen Feind führen, denn München 1938 hat es gezeigt. Die Nationalsozialisten und ihre breite Gefolgschaft haben anschließend einen vernichtenden Krieg geführt, und sie sind nicht durch Gespräche gestoppt worden, sondern durch den massiven Einsatz des alliierten Militärs. Das hat den Hass der Deutschen gegen Juden, Amerikaner und Russen zwar nicht zum Verschwinden gebracht. Aber es hat ihn einigermaßen unschädlich gemacht.“

    Mit diesen „Versöhnen-statt-spalten-Deutschen“ habe ich auch so meine Erfahrungen gemacht.

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    • Der Bassist permalink
      25. Mai 2012 14:34

      Auf den Punkt formuliert!
      Und solche „mit einem akkurat umgebundenen Deutschland-Schal“ habe ich auch öfters bei trunkenen Versöhnungsfeiern mit der Nation in den 10er Jahren gesehen, von denen ich mich als Fußballinteressierten aber abgespalten habe …

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  10. 31. August 2012 12:11

    Alex Feuerherdt schreibt ihn der neuen Konkret (9/2012) über die diversen BDS-Kampagnen der Antizionisten. Empfehlenswerter Artikel, in dem am Ende steht:

    „Denn die BDS-Kampagnen sind ein fester Bestandteil des Kampfes gegen den jüdischen Staat, der an verschiedenen Fronten und mit verschiedenen Waffen geführt wird: mit Attentaten, Bomben und Raketen im Nahen Osten, mit Boykottaktivitäten in Europa und Nordamerika sowie mit vermeintlich humanitären »Friedensflottillen«, die von europäischen »Antizionisten« und vernichtungswilligen Islamisten gemeinsam ins Werk gesetzt werden. Die Antisemiten teilen sich gewissermaßen die Arbeit, um den militärisch bislang überlegenen Gegner zu Fall zu bringen: Während die einen Israel mit physischer Gewalt zuleibe rücken, treiben die anderen die internationale Dämonisierung und Delegitimierung des Judenstaates voran.

    Daß es dabei nicht um das Wohl der Palästinenser geht, zeigt sich bereits daran, daß keiner der BDS-Aktivisten je gegen deren nahezu völlige Entrechtung im Libanon oder gegen die regelmäßigen Gemetzel zwischen der Hamas und der Fatah seine Stimme erhoben hat. Gewalt gegen Palästinenser, die nicht von Israel ausgeübt wird, ist schlicht kein Thema – auch nicht bei »Pax Christi« oder Albrecht Sehröter. Im übrigen: Hat man von ihnen jemals Proteste gegen die Raketenangriffe der Hamas und der Hisbollah auf Israel vernommen? Haben sie sich jemals gegen die antisemitischen Haßtiraden des iranischen Präsidenten Mahmud Ah-madinedschad gewandt oder vor den Atomplänen Teherans gewarnt? Hat es jemals einen Aufruf von ihnen gegeben, auf den Kauf iranischer Pistazien zu verzichten, oder die Forde-rung nach einer Kennzeichnungspflicht für iranisches Öl? Natürlich nicht. Und schon deshalb liegt es auf der Hand, daß sich ihre Kampagne nicht »nur« gegen die israelische »Besatzung« richtet, sondern daß das, was früher »Kauft nicht beim Juden!« hieß, heute de facto zur Parole »Kauft nicht beim Judenstaat!« mutiert ist.“

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  11. 6. November 2012 19:10

    Das ZDF beschäftigt sich heute ab 20.15 Uhr mit der “Akte Heß” – produziert von der History Media GmbH. Der Sender greift dabei nach eigenen Worten “auf eine Fülle nie gezeigter Filmmaterialien” zurück. “Exklusiv zeigt der Film Farbaufnahmen von Rudolf Heß und anderen Mächtigen der NS-Diktatur auf dem Reichsparteitag 1937″, heißt es. Es sei der Auftakt zur neuen Reihe “Geheimnisse des Zweiten Weltkriegs”.
    Geheimnisse aus dem Zweiten Weltkrieg in Verbindung mit der “Akte Heß” – Ähnlichkeiten zum Machwerk “Geheimakte Heß” sollten dennoch nicht zu erwarten sein. Immerhin handelte es sich bei der “Geheimakte Heß” um ein revisionistisches Machwerk und beim ZDF dürften seriöse Historiker Einschätzungen abgeben. Auch der Journalist Thomas Kuban wird auftreten und erklären, wie die Neonazi-Szene heute noch Heß verehrt.

    Da erscheint es zumindest ein Geschmäckle zu haben, wenn das ZDF nun in dem Film “Akte Heß”, der Geheimnisse lüften soll, auf Material zurückgreift, dass aus einem “bräunlichen Filmarchiv” stammt, dessen Betreiber laut Hagalil nicht nur eine langjährige einschlägige Karriere in der extremen Rechten aufweist, sondern auch dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad herzlich zugetan ist, dem er im April bei einer “Privataudienz” die Hand schütteln durfte. Karl Höffkes betonte auf Publikative.org, es habe sich um ein nicht geplantes Treffen mit Ahmadinedschad getroffen, das einen informativen Charakter gehabt haben soll.

    Weiterlesen bei Publikative: Akte Heß: Das ZDF, Höffkes und das Völkerringen

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