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Struktureller Antisemitismus

Als strukturell antisemitisch werden Ideologien bezeichnet, die sich nicht ausdrücklich gegen Juden richten, aber dem „klassischen“ Antisemitismus von ihrer Begrifflichkeit und Argumentationsstruktur her ähneln. Gemeint ist vor allem die aus dem Frühsozialismus stammende Unterscheidung von Finanzkapital und Produktivkapital, wobei Ersteres mit seinen Repräsentanten identifiziert wird. Diese werden für die Armut und das Leiden des „kleinen Mannes“ verantwortlich gemacht.  Durch eine Personalisierung und Verkürzung der  marxistischen Gesellschaftskritik ähneln Ideologien, die das Finanzkapital und seine Vertreter ablehnen, strukturell dem Antisemitismus und können in Judenhass übergehen. Seit dem Mittelalter waren berufliche Tätigkeiten der Juden, denen Landbesitz untersagt war und die von der Zugehörigkeit zu Zünften ausgeschlossen waren, auf den in christlichen Kreisen verpönten Geldverleih beschränkt, so dass sie bald als Wucherer geächtet wurden. Seit der Französischen Revolution wurden sie mit der „Zirkulationssphäre des Kapitals“ in Verbindung gebracht. Dabei verwies man stets auf einzelne reiche jüdische Bankiers  oder „Spekulanten“, die als typische Vertreter aller Ausbeuter galten. So wurde das Judentum als treibende Kraft des entstehenden Kapitalismus bezeichnet. Auch die Nationalsozialisten stellten „schaffende“ Deutsche den „raffenden“ Juden gegenüber und identifizierten das Finanzkapital mit dem Judentum. Struktureller Antisemitismus ist in der Freitagscommunity Usus.

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14 Kommentare leave one →
  1. 24. September 2011 01:03

    Dat gab et bei den Nazis genauso. Dat war ihre Masche. Bei „Allensteyns Flugschriften“ hab ich vor kurzem einen guten Text da gelesen:

    http://allensteyn.blogsport.de/2011/09/17/ferment-der-zerstoerung/

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  2. 16. Oktober 2011 01:09

    „Weil linke Kritik des Kapitalismus viel zu kurz griff und nicht an die kategorialen Grundlagen rührte, blieb zusammen mit der abstrakten Arbeit auch die „Nation“ unbehelligt; es war kein Thema für die Linke, dass in dieser Kategorie als solcher das Menschheitsverbrechen lauert und nach Auschwitz nicht nur die „deutsche Nation“, sondern die Nation überhaupt als eine kapitalistische Formebene der Gesellschaft von Grund auf verworfen werden muss. Stattdessen wurde die „Nation“ zunächst über die Mythologisierung der „nationalen Befreiungsbewegungen“ an der kapitalistischen Peripherie wieder in die linke Debatte eingeschmuggelt und konnte neben der „Demokratisierung“ als positiver Begriff firmieren“, schreibt Robert Kurz in seinem Buch „Schwarzbuch Kapitalismus“ – Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft – Kapitel „Die Geschichte der Dritten industriellen Revolution – Die Dämonen erwachen

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  3. 16. Oktober 2011 05:13

    Sie tun mir auf eine gewisse Weise leid, fidelche. Nun reagieren Sie auf steinalte Kommentare, um Ihrer ttb-Community einen Rest Leben einzuhauchen. Evtl. klappt’s ja.

    Manchen Ihrer Freunde wurden Sie allmählich peinlich. Die gingen weg und Sie ahnen, warum. Ich glaube, auch Neonazis fühlten sich angezogen, um hier zu kommentieren. Nun sind Sie, fidelche, hier fast allein mit Ihren vielen Nicks.

    Die von Ihnen ausgemachten Feinde haben die Überlebenszeit Ihres Forums verlängert. Manche führten Ihren ehemaligen Freunden vor, wie Sie – fidelche, Breitenberger, ttb & co & co & co… – lügen, fälschen, Menschen kränken wollen. Und eine Qualitätscommunity diffamieren, in der Sie damals mit Ihren Provokatiönchen scheiterten.

    Dem Thema Antisemitismus, mit dem sich alte, neue und irgendwie Linke selbstverständlich auch wegen linker Historie auseinanderzusetzen haben, sind Sie nicht gewachsen.

    Ich verabschiede mich.

    (Darf ich wie üblich damit rechnen, dass dieser Kommentar mit lauter xxxxxx entstellt wird?Ich sollte ihn speichern, gell?)

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    • 16. Oktober 2011 08:05

      Reisende soll man net aufhalten, gell?

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    • 16. Oktober 2011 11:01

      @weinsztein

      Es wäre jammerschade wenn auch Sie uns verlassen würden, lieber Henner Michels, wo Sie doch immer so fundierte Kommentare hier geschrieben haben. Der Abgang von Rahab und Tycho und vermutlich Forenboy hat MI schwer getroffen. Leider, wie so oft haben Sie nicht mitbekommen, dass ihr Freund und Kamerad Bernd Ebert ein großer Fan von Robert Kurz ist (war?), obwohl er das Werk von Robert Kurz überhaupt nicht gelesen hat. Deshalb wurden zuletzt hier einige Zitate von Robert Kurz gepostet um eventuell den Wissensstand von Bernd Ebert zu erhöhen, was zugegebenermaßen utopisch erscheint.

      Dass Sie als überzeugter Israelgegner mit der Antisemitismus-Definition der EUMC nicht konform gehen ist nicht verwunderlich. Die Frage bleibt offen, wie ihr ehemaliger Arbeitgeber (der WDR), darüber denkt. Was Sie zu den Werbeveranstaltungen im „Freitag“ für die sozialdarwinistischen, antisemitischen „Menschenzuchttheorien“ ihrer Freundinnen um thinktankgirl und Rahab mitteilten halte ich für eher problematisch, aber das teilte ich ihnen bereits mit. Eva Hermann ist immerhin sehr schnell in einem anderen Job untergekommen.

      Ich würde mich jedenfalls sehr darüber freuen wieder einmal etwas von ihnen hören zu dürfen. Ihre Kommentare haben einen so unheimlichen Tiefgang.

      Haben Sie eigentlich schon die Kripo einschaltet, wie Sie es hier mehrmals angedeutet haben? Bisher habe ich noch nichts in diese Richtung gehend mitbekommen. Ich hoffe, dies war keine leere Versprechung von ihnen, denn vielleicht treffen wir uns dann sogar noch im realen Leben. Das wäre doch prima.

      Ich wünsche Ihnen und ihrer Gemahlin jedenfalls alles Gute und vor allem ihnen gute Besserung

      Ihr fidelche

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      • 17. Oktober 2011 02:19

        @fidelche,

        die Kripo hatte sich auf meine Bitte hin Ihr Forum angesehen und ein wenig nach Ihren Lebensumständen und dem Häuschen recherchiert, in dem Ihre Ideen wohnen. Der zuständige Sachbearbeiter war fast ein böse mit mir. Man habe längst eine Sie quasi foresk begleitende Betreuung organisiert, ich solle mich da gefälligst nicht einmischen. Wie Sie in den letzten Wochen feststellen konnten, habe ich mich bis jetzt daran gehalten.

        Es waren diese psychologisch geschulten Fachkräfte, die ganz allmählich dieses Forum zu einem gnädigen Ende führten. Das wurde auch höchste Zeit, weil das betreuende Personal es allmählich leid war, Ihnen dauernd applaudieren zu müssen, egal welcher Gedanken Fülle Sie in Ihrem höchst eigenen Furor hier publizierten.

        Dr. Hibou wird Sie noch eine Zeitlang auf seine sanftmütige Weise fernbetreuen, das sollten Sie allerdings nicht strapazieren. Es heißt, er murre schon, kein Wunder, er ist nicht mehr so ganz jung wie ich etwa.

        Der WDR hat auf meine Empfehlung Ihre Auftritte mit Freude zur Kenntnis genommen und konzipiert bereits mit meiner Hilfe eine Sitcom. Arbeitstitel: „fidelche allein zu Haus“. Für die Besetzung der Titelrolle wird über Rowan Atkinson nachgedacht, was ich für angemessen halte. Sie werden bald noch prominenter sein als jetzt schon, lieber Herr Fidelche.

        Ich hoffe, Ihre Fragen erschöpfend beantwortet zu haben. Für Ihre Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute, Master of the XXXX.

        Mit freundlichen Grüßen
        Henner Michels (weinsztein)

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        • 17. Oktober 2011 09:07

          Oh, da höre ich mich doch glatt mal beim WDR um, ob das stimmt….

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        • 17. Oktober 2011 11:07

          ein Abschied à la Forenboy…….

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        • 17. Oktober 2011 20:45

          @ ||: hibouh :|| :
          Nun, ja. Andreas Dorau nennt das „Du bist inkonsequent“ (Aus dem Album TODESMELODIEN, INKONSEQUENT [Ich schreibe es groß, da Titel in best. Wissenschaften eigentlich in Kapitälchen hervorgehoben werden. Soll also kein Schreien darstellen.]).
          Quarte, Qualität mit Qiuntenzirkel an Dich! 🙂
          Hier was Älteres von A.D.:

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        • 17. Oktober 2011 23:04

          Lieber Henner Michels,
          Sie sind hier wegen vielen Verstößen gegen unsere Netiquette bis 31.12.2011 gesperrt. Das bedeutet dass ihre Kommentare hier nicht mehr veröffentlicht werden. Sie müssen sich also bis zum Jahreswechsel nicht mehr abmühen.

          Viele liebe Grüße in die Türkei
          ihre MI Redaktion

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        • 17. Oktober 2011 23:13

          Henner kommt es nimmer! (Alte Bauernregel)

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    • 16. Oktober 2011 12:28

      „Und eine Qualitätscommunity diffamieren, in der Sie damals mit Ihren Provokatiönchen scheiterten.“ LOL!

      In der „Qualitätsco.“ steppt der Bär, da alle Schreiber, die gute Beiträge schrieben/schreiben, sich mittlerweile raushalten oder längst weg sind. Streifzug und seine Sockenpuppen posten bunte Bildchen und weiße Kätzchen, auf die sie sich einen runterholen, tsss. Und die wenigen echten lassen sich von dem Spektakel manipulieren und vergeuden ihre Zeit.

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      • 17. Oktober 2011 09:05

        Uhhhh, so viele Daumen nach unten? Gewiss, gewiss, sie hat „einen runterholen“ gesagt. Fehlt nur noch „auf dem Balkon“. So ganz die Rahab. Ob sie doch noch eine richtige Frau wird ? 😉
        Weinsztein kann sich gar nicht vorstellen, dass auch Frauen ab und an solche Kraftausdrücke gebrauchen. Aber die große Göttin wollte es so! Mich abhängig machen! Von ihrer „Qualitätssprache“!

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