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Evergreens 3: Petra Pau kritisiert „Free Gaza“

28. Februar 2011

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau von der Linkspartei hat scharfe Kritik an ihren Parteigenossen Inge Höger und Annette Groth wegen deren Beteiligung an der sogenannten „Gaza-Solidaritätsflotte“ geübt. In einem Brief an die Jüdische Gemeinde Bremen, schreibt Pau, dass mindestens eine zu dem Bündnis gehörende türkische Organisation „in einem pro-faschistischem Ruch“ stehe. Mehrere Schiffe der sogenannten „Free Gaza“-Flotte waren Ende Mai in internationalen Gewässern vor dem Gaza-Streifen von israelischen Sicherheitskräften gewaltsam gestoppt worden. Dabei waren neun türkische Aktivisten erschossen worden. Pau kritisierte, dass die Aktion letztendlich die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas gestärkt habe. „Niemand, der ernsthaft an einer friedlichen Lösung des Nahost-Konfliktes interessiert ist, sollte das wollen oder in Kauf nehmen, zumal dies auch keine Hilfe für die Palästinenser ist“, schrieb Petra Pau. Bei der  „Free Gaza“-Flotte waren unter anderem, die „Partei der Großen Einheit“ (BBP), „Internationale Humanitäre Hilfsorganisation“ (IHH), die faschistischen „Graue Wölfe“ und andere rechtssradikale Gruppen an Board. „Damit dürfen sich Linke nicht gemein machen und schon gar nicht – im Wortsinne – in einem Boot sitzen“, schrieb Pau in dem Brief an die Jüdische Gemeinde.

In der Stellungnahme von Inge Höger, Annette Groth und Norman Paech zu Vorwürfen von Petra Pau steht:

„Schließlich müssen wir zurückweisen, dass die Aktion von „Free Gaza“ dafür verantwortlich ist, dass „der Antisemitismus sprunghaft Urständ feiert.“ Weder hat unsere Aktion etwas mit Antisemitismus zu tun, noch bietet sie irgendeinen Anknüpfungspunkt für Antisemiten, mit denen wir nie etwas zu tun haben wollten und die bei uns auch keinen Platz haben.“

Offensichtlich läuft die Aufforderung an Israelis, doch bitte die „Schnauze zu halten und zurück nach Auschwitz zu gehen“, für die drei Linksparteipolitiker unter dem Label der legitimen Kritik an der israelischen Besatzungspolitik.

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Veröffentlicht im „Freitag“ am 22.07.2010 | 09:54 von thinktankboy

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Nachfolgend die sagenhaften 104 Kommentare im „Freitag“.  Jan Jasper Kosok verbot am 24.07.2010 um 14:49 zum ersten Mal auf die „Tabublogs“ zu verlinken. Uwe Theel fragte am 26.07.2010 um 12:11 bei Herrn Kosok nach, „warum eigentlich der „Freitag“ nicht rechtlich gegen den „cosmos“ des Fidelche und gegen die einschlägigen Blogs des Rainer Kühn vorgeht“. Die „Burkaverharmloserin“ Rahab schloss sich am 26.07.2010 um 17:14 der Anfrage Uwe Theels an. Unterstellt dem „Freitag“ gar, nur wegen des „Antisemitismusvorwurfes“ seitens Fidelches nichts unternehmen zu wollen. Die Berliner Anwältin kennt sich eben  gut aus, was justiziable Unterstellungen/Beleidigungen betrifft. Herr Kosok äußert daraufhin den Verdacht, dass sich Rahab evt. nicht im Griff haben könnte. Am 26.07.2010 um 17:46 sprach Jan Jasper Kosok das legendäre Verbot aus, auf die Tabu-Blogs zu verlinken: “Diese Blogs sind hier Tabu.“ Ein wohl einmaliger Vorgang in der deutschen Mediengeschichte! Ein angeblich linkes Forum verbietet bei Strafe (Rauswurf) seinen angeblich linken, mündigen Bloggern auf die Blogs von Konkret-Lesern zu verlinken. Die angeblich linken, mündigen Blogger begehrten nicht auf, sondern hielten und halten sich, bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Hibou), an dieses Verbot. Dieser einmalige Vorgang eines Verlinkverbotes wird bereits in vielen Ländern dieser Welt an diversen „Lagerfeuern“ besungen, belacht oder nur erzählt. Wegen der vorgebrachten Kritik an Islamfaschisten schäumten die Israelhasser und Hamasversteher um Alien59 vor Wut. Dagegen machte ein gewisser Walter ter Linde positiv auf sich aufmerksam. Über mich kann ich nur sagen, ich war damals in blendender Form. Also in jedem Fall ein eindeutiges „Evergreen“:

Alien59 schrieb am 22.07.2010 um 10:00 Guten Morgen! Wenn du ausgeschlafen hast, wirst du feststellen können, dass das Band eine der Fälschungen ist. Kein gutes Argument.Welcher frühere user versteckt sich denn wohl hinter „thinktankboy“?

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 10:26 laß dich überraschen!

walter ter linde schrieb am 22.07.2010 um 14:28 Rudi Carrell?

Hermanitou schrieb am 22.07.2010 um 10:35 Bravo, Petra!!!Und jetzte sorgt dafür, daß die drei Antisemit(inn)en demnächst ohne Mandat sind. Dann ist die Linke wählbar.

Alien59 schrieb am 22.07.2010 um 10:46 Wie definierst du Antisemit? Israelkritiker?

Hermanitou schrieb am 22.07.2010 um 11:21 1. „Schnauze halten und zurück nach Auschwitz zu gehen“ 2. Mit rechtsradikalen und faschistischen Gruppen gemeinsame Sache machen 3. Auflösung Israels und Errichtung des „Einzigen“ Palästinenserstaates.

Alien59 schrieb am 22.07.2010 um 11:26 1. Der Satz ist Fälschung – schrieb ich schon weiter oben. Und nicht mal die IDF behauptet, er sei von einem der Deutschen. Die waren nicht am Funk.2. Beleidigung der „Free Gaza“-Organisatoren.3. Wo haben die drei das gefordert?I.Ü. bin ich der Auffassung, dass dein Kommentar von 10:35 eine strafrechtlich relevante Beleidigung der drei Bundestagsabgeordneten enthält.

SexPower schrieb am 22.07.2010 um 11:27 @Hermanitou Vielleicht versöhnt Dich auch *dieses schon jetzt ein wenig mit der Partei DIE LINKE. (für mich sind Kennzeichen einer lebendigen Partei u.a. das Vorhandensein von unterschiedlichen Einschätzungen, von Strömungen und Parteiflügeln bzw. Plattformen …) aber … natürlich ich bin in diesen Fragen wohl auch ein wenig „befangen“, als Mitglied der Partei * http://www.hagalil.com/archiv/2008/04/gysi.htm http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,547564,00.html
* http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1223970599 und … zu dieser Zeitung verlinke ich nur ungern, aber nun ja, ich konnte den Text anderswo auf die Schnelle nicht finden … * http://www.welt.de/politik/article7886989/Israels-Botschafter-mahnt-Linke-zur-Maessigung.html

claudia schrieb am 22.07.2010 um 11:27 >>“Schnauze zu halten und zurück nach Auschwitz zu gehen“, << wer hat das denn gesagt?

Hermanitou schrieb am 22.07.2010 um 11:46 Das mußt Du den Autor des Artikels fragen. (s.o.)

Hermanitou schrieb am 22.07.2010 um 11:51 @sexpower Danke. Wie gesagt, ich begrüße es sehr, daß die Linke sich mit den drei Mandatsträger(inn)en auseinandersetzt und hoffentlich Konsequenzen zieht. – – Das sind entweder unerträgliche Gutmenschen, die sich vor rechtsradikale Karren haben spannen lassen oder bewusste Aktivist(inn)en gegen den Staat Israel.

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 12:17 Die Aufforderung des israelischen Militärs zum Beidrehen wurde von der „Free Gaza“-Flotte durch ein klares “Shut up, go back to Auschwitz” beantwortet. Höre hierzu Minute 2:06 in der Aufzeichung des Funkverkehrs. Wer behauptet dass dies eine Fälschung sei, müsste dies beweisen! Ansonsten unterstütze ich alles, was Hermanitou geschrieben hat.

claudia schrieb am 22.07.2010 um 13:04 >>Das mußt Du den Autor des Artikels fragen. (s.o.)<< Ja klar, Hermanitou, so war es auch gemeint.

Alien59 schrieb am 22.07.2010 um 15:14 Claudia:maxblumenthal.com/2010/06/idf-releases-apparently-doctored-audio-press-reports-as-fact/ Das in diesem link eingebundene Video vom 31.5. bekam ich als link aus einem tweet von @IDFSpokeserson – also Israelische Armee. Darauf war von Auschwitz, wie man sich überzeugen kann, keine Rede.
Das bearbeitete Teil, das nun auch hier verlinkt ist, kam ein paar Tage später an die Öffentlichkeit. Einzelheiten kann man dem Artikel entnehmen.Wem Max Blumenthal zu antisemitisch ist, der kann ja googlen. IDF, Marmara, Auschwitz – da findet man dann etliche Artikel, die sich mit der Fälschung befassen.

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 13:21 1. Petra Pau übt sich in staats-räsong-tragend  2. die authentizität dieses videos ist nicht nachvollziehbar  3. was hat das video mit Petra Pau zu tun?  4. was haben die beiden briefe damit zu tun, dass manche leute gern auf antisemiten-jagd gehen?  verhilft das ganze dazu, zu klären, wozu Moishe Postone’s  antisemitismusbegriff taugt? verhilft das ganze dazu, den daraus angeblich weiterentwickelten begriff/schein-begriff des „strukturellen antisemitismus“ zu klären? und – um auch noch über den nahen und mittleren osten zu reden – verhilft das ganze zu einem (besseren) verständnis des konfliktes Israel/Palästina? oder zieht hier nur der nächste ‚märtyrer‘ in den ‚deutschen djihad‘?

claudia schrieb am 22.07.2010 um 13:23 Der Vollständigkeit halber noch dieses: [URLhttp://www.swr.de/report/-/id=6647856/property=download/nid=233454/170nqlj/index.pdf

claudia schrieb am 22.07.2010 um 13:24 http://www.swr.de/report/-/id=6647856/property=download/nid=233454/170nqlj/index.pdf

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 13:41 „oder zieht hier nur der nächste ‚märtyrer‘ in den ‚deutschen djihad‘?“ Bin vor ein paar Tagen über die Facebook-Konkret-Seite auf fidelches cosmos gelangt. Las einige Blogs bei ihm: Luggi und die Antideutschen Silvio Gesell und seine Fans in der Freitags-Community Die „Freitags-Community“ und die Religion. Da dachte ich mir, oh das ist aber ein „lustiger Haufen“ – Da guck ich doch mal vorbei. Da bin ich nun. Gegen Antideutsche scheinen die meisten hier ganz arg was zu haben. So wie Teufel und Weihwasser.      lol

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 14:01 anti-wus?

Jan Jasper Kosok schrieb am 24.07.2010 um 14:49 Lieber Boy, es ist zwar schön, dass sich Fidelche und Rainer extern immer noch ausgiebig mit dem Freitag beschäftigen, es ist aber nicht zwingend im Sinne des Freitags, hier die angesprochenen Blogs zu thematisieren. Ich würde daher darum bitten, in Zukunft von Verlinkungen dieser Art abzusehen. Besten Gruß, JJK

Uwe Theel schrieb am 26.07.2010 um 12:11 @ Jan Jasper Kosok am 24.07.2010 um 14:49  Lieber JJK, ich würde in diesem Zusammenhang einmal umgekehrt wissen wollen, warum eigentlich der Freitag nicht gegen den „cosmos“ des Fidelche und gegen die einschlägigen Blogs des Rainer Kühn vorgeht, wo laufend die Rechte des Freitag verletzt werden, indem Texte und Namen dort genannt werden, an denen der Freitag die Nutzungsrechte erworben hat: Siehe AGB Absatz 4: 4. Urheberrecht 4.1 Sofern der Nutzer eigene Inhalte („Beitrag“) zur Verfügung stellt (z.B. durch die Erstellung eines Blog- oder Forumbeitrages oder durch das Hochladen von Bildern und Photos), überträgt er dem Verlag ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Recht, die Inhalte ohne weitere Zustimmung für entgeltliche und/oder unentgeltliche Zwecke zu nutzen, insbesondere sie zu vervielfältigen und zu verbreiten (insbesondere auch in Zeitungen und Zeitschriften für alle Ausgaben und Auflagen), vorzuführen, über Fernleitungen oder drahtlos zu übertragen, zu bearbeiten und zu kürzen. Dieses Recht besteht auch nach Beendigung des Nutzungsvertrages fort. Eine mögliche Vergütung des Nutzers für Beiträge erfolgt nach Ziffer 4.4 dieser AGB. Der Nutzer räumt insbesondere folgende Rechte ein: (i) das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung des Beitrags in periodischen oder nicht-periodisch erscheinenden Publikationen (einschließlich Sammlungen von Werken des Autors oder mehrerer Urheber) insbesondere dem Abdruck in der Wochenzeitung FREITAG in allen Ausgaben und Auflagen; (ii) das Recht zur Bearbeitung und Verwertung des Beitrages im Internet und auf Onlineplattformen sowie im Fernsehen (Free- oder Pay-TV) oder auf ähnliche Weise (z.B. jede Art des Abruffernsehens, video-on-demand, WebTV, IPTV, Online-Fernsehen, Podcasts etc.); (iii) das Recht zur Vervielfältigung und Verbreitung des Beitrags und/oder Teilen unter Verwendung digitaler Speicher- und Wiedergabemedien, unabhängig von der technischen Ausstattung (einschließlich Sammlungen von Werken des Autors oder mehrerer Urheber); (iv) das Recht, den Beitrag im Umfang der eingeräumten Rechte, auch unentgeltlich, durch Sendung oder sonstige Wiedergabe, auch im Internet und über mobile Telefondienste, zur Werbung für den Verlag oder Dritte, einschließlich für dessen/deren Produkte, entgeltlich oder unentgeltlich zu nutzen; (v) das Recht, den Beitrag ganz oder teilweise in elektronische Datenbanken, elektronischen Datennetzen etc. einzuspeisen und zu speichern und mittels digitaler oder anderweitiger Speicher- und Übertragungstechnik einer Vielzahl von Nutzern zur Verfügung zu stellen sowie (vi) das Recht, den Beitrag in körperlicher oder unkörperlicher Form zu archivieren. Mir ist nicht bekannt dass der freitag gemäß o.a. Bedingungen dem fidelche oder RK zu deren Veröffentlichung der FC-Blogtexte das Nutzungs- und Veröffentlichungsrecht eingeräumt hätte. Mir ist bekannt, dass jeder FC-Blogger das Recht hat, gegen die unrechtmäßige Veröffentlichung seiner Texte und seines Namens bei RK und Fidelche selbst rechtlich vorzugehen, der Freitag hat kein exklusives Nutzungsrecht erworben, hielte es aber für geboten, dass der Freitag dies zum Schutz seiner Blogger insgesamt aus eigener Vollmacht täte. Die Blogger der FC haben ihre Beiträge dem Freitag nicht nur zu dessen eigener Nutzung übergeben, sondern können auch den Schutz ihrer Rechte durch ihn erwarten. mfg Uwe Theel

Rahab schrieb am 26.07.2010 um 17:14 der obigen anfrage Uwe Theels schließe ich mich an! könnte es sein, dass sich die redaktion durch diesen blog aus fidelches cosmos
fidelchescosmos.blogspot.com/2010/06/ist-der-freitag-eine-antisemitische.html so arg unter druck gesetzt fühlt, dass sie nichts zu unternehmen gedenkt? wenn dem so wäre, dann sollte die redaktion dies erklären. dann kann jede_r, wo will, ja überlegen, wie sie/er sich ggf. schützend vor die redaktion stellt.

hibou schrieb am 26.07.2010 um 17:23 ihr habts aber echt damit….. peinliche sachen geaeussert?

hibou schrieb am 26.07.2010 um 17:45 @JJK:bis auf Rahabs Verlinkungen?

Jan Jasper Kosok schrieb am 26.07.2010 um 17:46 Noch ein letztes Mal, für die, die es offensichtlich nicht verstanden haben. Diese Blogs sind hier Tabu. Rahab: Gelb. Warum? Weil zwei Kommentare höher noch darum gebeten wird nicht zu verlinken. Beste Grüße, JJK

Rahab schrieb am 26.07.2010 um 17:50 aha. sonne der gerechtigkeit… ich nehm’s als auszeichnung dafür, dass es mir gelungen ist, das reaktionelle schweigen zu brechen. und wie heißt’s in Hamlet? and thus makes conscience cowards of us all.

Jan Jasper Kosok schrieb am 26.07.2010 um 18:03 Liebe Rahab, es wäre schön, wenn Du Dich ab und zu ein wenig mehr im Griff hättest. Nur mal so als Tipp. Grüße, JJK

Uwe Theel schrieb am 26.07.2010 um 18:05 @ Jan Jasper Kosok am 26.07.2010 um 17:46 Unter Linken Tabus zu haben ist nicht ohne. Aber selbst dann: Was ist denn da für den Freitag und seine Bloggerschaft vom Freitag zum „Tabu“ erklärt worden? Sind es nur die dort zu findenden „Inhalte“ oder etwa auch der damit einhergehende juristische Tatbestand der Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechtsverletzungen. Letzteren zum Tabu zu erklären wäre schon mehr als nur der Versuch „Trollereien“ zu ignorieren, stellte m.E. eine Entsolidarisierung des Freitag mit der von ihm, – sollte ich dann sagen müssen? – geduldeten Bloggerschft dar.

Rahab schrieb am 26.07.2010 um 18:09 dann entschuldige ich mich mal für den eher unbewußten als bewußten verschreiber in „das reaktionelle schweigen“. ich meinte das „redaktionelle…“ weiß auch nicht, was da mit mir los war. muß mal drüber nachdenken, warum ich bei „redaktion“ das „d“ nicht im griff habe…

hibou schrieb am 22.07.2010 um 14:11 ehm dumm gefragt: sind die araber net auch semiten?

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 14:17 falls du damit wissen möchtest, ob arabisch zu den semitisch genannten sprachen gehört: ja.

walter ter linde schrieb am 22.07.2010 um 14:34 Hibou, es gibt keine dummen Fragen! Doch, die gibt es. Nein, gibt es nicht! Gar nich! Doch!!! (Ende der Argumentation, Vorhang zu, Fragen offen)

ed2murrow schrieb am 22.07.2010 um 16:01 Lieber ter Linde, sie vergessen: Trotz Vorhangs gibts immer noch Deppen, die „da capo, da capo“ rufen. Oder für den Freund von frivoleren Aufführungen: Zugabe, Zugabe …

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 14:38 Und dann wäre noch die frage zu beantworten, ob dieser satz in Petra Paus brief „Ich halte die Blockade des Gaza-Streifens durch Israel für einen politischen Fehler“ eine ausreichend deutliche distanzierung von einer politik/partei darstellt, die, betrachtet mensch sich deren gründungs- wie geistigen väter, mit fug und recht ebenfalls eine faschistische genannt werden darf.

Hermanitou schrieb am 22.07.2010 um 18:26 @rahab Deine geistige Verwirrung nimmt von Kommentar zu Kommentar zu: Du bist ein Opfer der Totalitarismus-Ideologie. DDR-Parteien waren nie faschistisch, im Gegenteil. Sie wollten ein besseres Deutschland. Geschichte scheint nicht Deine Stärke zu sein. Beleidigen (die antifaschistischen Gründer der DDR) schon.

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 18:30 wie? Petra Pau gehört zu den gründern der DDR? nu bin ich aber baff! ansonsten: ich meinte die politik von likud/cheruth/kadima und Liebermann nicht zu vergessen, der ja totalitarismus auch ganz gut gelernt zu haben scheint

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 14:42


Rahab schrieb am 22.07.2010 um 15:11 jetzt versteh ich: ttb versucht, seinen musik-geschmack unters volk zu werfen!

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 15:19 Ich dachte, ich mache Ihnen eine Freude!

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 15:25 mit Arik Einstein wäre das gelungen.

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 15:42 Ich kenne nur Albert Einstein.

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 15:47 da siehste mal! den Arik gibts auch.

ed2murrow schrieb am 22.07.2010 um 15:59 Vorschlag zur Güte: Arik Brauer

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 16:04 nix is. einstein, arik – ani ohev lischon!

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 17:09 Arik Brauer, kenn ich!

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 17:13 André Heller auch – gesehen in Gardone Riviera.

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 17:22 so, nach dem austausch über die kunst können wir uns der diskussion zuwenden, ob das argument, die einen hätten faschistische irgendwas unterstützt, zur verteidigung einer politik mit zumindest faschistischen ursprüngen wirklich taugt. mal so ganz allgemein – bevor die frage, was hamas nun eigentlich ist, etwas näher betrachtet wird.

Gustlik schrieb am 22.07.2010 um 17:15 Vielleicht sollte Petra, die Pionierleiterin, mal wieder einen Klassenausflug mit dem Schiff machen.

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 17:20 …noch ein Kämpfer gegen Antideutsche:

sachichma schrieb am 22.07.2010 um 18:21 Hat Pau auch an die Kollegen geschrieben? Das ist doch nur ein Brief den Pau für Pau schriebt. Show. Und darum geht’s hier und nicht um das für und wieder um Belagerung oder blutrünstige Islamo-Faschisten. Genau diese kindliche Schwarz-Weiss Sichtweise ist der Humus für Anti-Semitismus und wird so eine Ideologie. Heute morgen habe ich eine Mail von einem Freund aus Israel bekommen in der er sich beklagt das er aus dem Bus gezerrt, als Russenschwein beschmipft wurde und dorthin zurückkehren solle, woher er gekommen sei. Er kam vor 12 Jahren aus der Ukraine, ist Rabbi und unterrichtet in Haifa an der Uni. Das ist kein Faschismus? Vielleicht geschah es ihm recht, denn er setzt sich öffentlich für Zigeuner in Israel ein.

Rahab schrieb am 22.07.2010 um 18:39 sachichma, ich finde, du solltest junge menschen wie ttb nicht verwirren! wie soll der sich denn noch zurechtfinden?

sachichma schrieb am 23.07.2010 um 00:01 Is mir ja auch nur so rausgerutscht nachdem ich diesen geistreichen Brief gelesen hatte. Und mein Bekannter ist so stinkig über diese Willkür das er jetzt erst recht wieder darauf besteht bei seinen slavischen Namen genannt zu werden und als ich ihn mit Ariel anschrieb um ihn etwas zu ermutigen hat er gleich gemosert. Guck ma: http://www.valery-novoselsky.org/ , Wo is denn die Pau gewesen als die Kosovo Albaner 200.000 Ashkali und Roma aus diesem Stück Acker vertrieben haben dessen Unabhängkeitserklärung übrigens heute vom IHG als legal erklärt wurde obwohl der Krieg nicht leagl war… Haha, ich denk da schon gar nicht mehr drüber nach.

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 07:58 dennoch: die erklärung des IHG ist erst mal nicht schlecht. bedeutet sie doch, dass jede_r, welche_r auf einem stück acker sitzt, die national-staatliche unabhängigkeit erklären kann. na ja, unter gewissen vorausetzungen…

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 22:20

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 22:23 Norman Paech ist kurz im Hintergrund zu erkennen…

thinktankboy schrieb am 22.07.2010 um 22:30 Der mir unbekannte Araber unterhielt die drei „Gaza-Befreier“ Inge Höger, Annette Groth und Norman Paech auf dem „Free-Gaza-Hilfsschiff“

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 00:02 Man beachte: Die Hamas-Uniform!

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 09:15 wenn wir uns das -> http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/kalte-dusche-fuer-serbien/
mal vornehmen und auf Israel/Palästina übertragen …. über eine ‚einseitige‘ palästinensische unabhängigkeitserklärung wurde sowieso immer mal wieder nachgedacht …
dann können wir mal anfangen zu überlegen, was das noch angenehmste szenario wäre. eine einseitige unabhängigkeitserklärung von Gaza durch Hamas? eine einseitige für beide gebiete durch PLO? eine gemeinsame für beide gebiete? wenn ich mir das so durch den kopf gehen lasse, dann befürchte ich, dass ttb mit der auswahl und ein-linkung passender musik-stücke nicht mehr nachkommen wird!

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 09:19 gehört zwar nicht unmittelbar dazu, sollte dennoch nicht unbeachtet bleiben http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/israelische-soldaten-vor-gericht/

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 13:24 Israel Außenminister will Gaza eine in die Unabhängigkeit entlassen – unter internationale Betreuung – vor allem durch die Europäische Union. Israel würde die Seeblockade des Gazastreifens aufheben – die Kontrolle der Narrenschiffe auf Waffen würde dann von der eher wenigiger zimperlichen französischen Fremdenlegion übernommen werden. Die Europäer sollen eine Wasserentsalzungsanlage, ein Klärwerk, ein Kraftwerk zur Stromerzeugung sowie neue Unterkünfte für die Bewohner in Gaza bauen und Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen wirtschaftlichen Situation ergreifen. Israel wiederum würde seine Grenze zum Gazastreifen abriegeln und jegliche Rest-Verantwortung für den Landstrich endgültig abgeben. Was wird Pali-Kämpfer Paech dazu sagen?

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 14:10 hm. mal ne nachfrage: kann Israel Gaza überhaupt in die unabhängigkeit „entlassen“? könnte es sein, dass Israel sich damit bestenfalls international zum gespött machen würde? und im nachhinein einräumte, dass es den Gaza-streifen bereits annektiert hatte? mit allem, was an weiteren schlußfolgerungen daran hängt?und welches politik-weltbild versteckt sich hinter „Unabhängigkeit unter internationaler Betreuung“? darauf, was der völkerrechtler Paech zu all dem sagt, darfst du wirklich gespannt sein!

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 14:35 bin ich auch…

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 15:47 erst mal würd ich ja gern lesen, was du zu meinen obigen fragen zu sagen hast! also?

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 13:55 Ab Minute 5:12 erklärt Broder was ein moderner, aktueller Antisemit ist! Sehr wichtig und richtig, was er sagt!

TomGard schrieb am 23.07.2010 um 15:56 Wer wissen will, wie das Ressentiment derer, die Antisemitismus nach dem Muster verstehen, das Broder vorstellt, der analysiere genauestens die Schlawinerei, die Broder am Anfang mit den Worten „Vorurteil“ und „Ressentiment“ veranstaltet. Unter „Ressentiment“ will Broder präzise verstanden wissen, daß ein Mensch einem anderen Menschen seine Existenz verübelt – in Unterschied zu irgendwelchen ihm zugeschriebenen Eigenarten etx. Und das soll prinzipiell etwas vom „Vorurteil“ Geschiedenes sein. Nimmt man die moralische „Substanz“ aus dieser Vorbringung heraus, ist sie so albern, wie es nur geht:
Wie soll es denn zugehen, daß NICHT ein Vorurteil oder vielmehr eine Ideologie – ein System von Vorurteilen – zugrundeliegt, wenn ein Mensch einem anderen die „Existenz“ verübelt und dann ggf. geneigt und instrumentalisierbar wird t – falls von machtvollen Instituten lizensiert – den Übergang zu machen, diesem Menschen (Rasse, Nation etx.) die Existenz streitig zu machen. Bemerken kann man das auch an einer ergänzenden `Überlegung. Wie kommt denn der Broder überhaupt dazu, von einer „Existenz“ „des Juden“ zu reden??!
Die gibt es doch voraussetzungsgemäß (auch für Broder) gar nicht, sie ist eine Einbildung, ein rassistisches Konstrukt. Es lebt nicht der Jude, sondern der Mensch Aaron Nimzowitsch (keine Ahnung, ob der sich als „Jude“ begriff) in seiner Familie, seiner Kommune, seinem Kanton, unter seinem Staat. Daher kann ich sagen, Broders Argument ist „strukturell antisemitisch“, weil er dem Antisemiten, den er sich auf diese windige Weise (über die fehlerhafte Konstruktion des „Ressentiment“) zusammen schustert, sein fiktives so-Sein einfach nur vorwerfen, übel nehmen kann, ihm also, in Broders Sprachgebrauch, „die Existenz bestreitet“. qed

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 16:50 „Die gibt es doch voraussetzungsgemäß (auch für Broder) gar nicht, sie ist eine Einbildung, ein rassistisches Konstrukt“ „Juden, Personen, die im Sinne des Reichsbürgergesetzes vom 15. September 1935 als Juden gelten“ Wer Jude ist, bestimmt der (deutsche)Antisemit!

TomGard schrieb am 23.07.2010 um 17:23 ttb, Du hast Broders „Argument“ nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder einfach nicht begriffen. Er sagt, das Ressentiment sei etwas qualitativ anderes, als das (System von) (Vor-)Urteilen, das einer Klassifikation „Jude“ zugrundeliegt, und also ihr vorausgeht. Mit anderen Worten: Das Ressentiment ist VOR dem Juden da! Das hat sogar eine phänomenologische Wahrheit im Sündenbock . Ja, wenn es einen „Schuldigen“ geben „muß“, dann wird er auch gefunden. Wenn es eine „Krankheit“ geben soll, dann wird auch ein „Erreger“ identifiziert usw. usf. Damit rede ich nicht einer reinrassigen Sündenbocktheorie das Wort, aber dies Moment ist offenbar Bestandteil der Sache. PS:
Erspar den Lesern bitte Antworten, die auf die Demonstration Deiner methodischen Intransigenz hinaus laufen. Davon ist in diesem Blog schon reichlich genug zu lesen.

PicaPica schrieb am 23.07.2010 um 14:14 Aus gegebenem Anlass empfehle ich wieder einmal den Brief israelischer Linke an die deutsche LINKE zur Lektüre. Sind aber sicher auch alles Antisemiten, nicht wahr?  zmag.de/artikel/ein-offener-brief-an-die-linke

PicaPica schrieb am 23.07.2010 um 14:24 Und hier die Antwort von Inge Höger, Annette Groth und Norman Paech an Petra Pau: http://www.inge-hoeger.de/politik/frieden/detail/zurueck/frieden/artikel/offene-antwort-an-petra-pau-auf-ihren-brief-an-die-bremer-juedische-gemeinde/ .

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 14:34 Die Stellungnahme der „Friedenskämpfer“ Inge Höger, Annette Groth und Norman Paech wurde bereits von mir im Blog verlinkt.
„Schließlich müssen wir zurückweisen, dass die Aktion von „Free …,“ ist Thema des Blogs. Offenbar haben Sie nichts gelesen. Tja, ohne lesen, kann man nichts verstehen!

PicaPica schrieb am 23.07.2010 um 14:50 Was gibt’s denn da zu verstehen? Ihr Beitrag ist doch inhaltlich sowieso = 0.

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 16:49 Ich finde den Beitrag auch eher formal aufschlußreich. Ein stringentes, zielführendes Band, an dem so manches kleben bleibt zur genaueren Betrachtung. Lesen, verstehen, und nicht eher weitergehen. Mit Muße.

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 17:32 „Ein stringentes, zielführendes Band, an dem so manches kleben bleibt zur genaueren Betrachtung.“ Vor allem das was kleben bleibt, ist sehr klebrig um nicht zu sagen … Danke!

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:02 Gerne.

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 17:43 @Rahab „erst mal würd ich ja gern lesen, was du zu meinen obigen fragen zu sagen hast! also? “ welche Fragen?

Der Antisemit Norman Paech wurde von Eike Geisel bereits 1993 treffend beschrieben:

[..] In der »Hamburger Lehrerzeitung« teilte Professor Paech seinen Kollegen in der GEW mit: »Israel muß sich allerdings in der Tat fragen, ob seine Palästina-Politik nicht einem latenten Antisemitismus in Deutschland Nahrung gibt ? und dem können wir nicht entgegensteuern, indem wir schweigen.« Die Frage erübrigt sich: Schweigen worüber? Die demagogische Figur dieser Wendung hat Tradition. Es handelt sich bei ihr um eine besonders beliebte Formel antisemitischer Agitation, um die Formel vom »provozierten Antisemitismus«. Wer sich über historische Beispiele dieser Anschuldigung informieren möchte, sollte gelegentlich mal wieder in ein Buch schauen, das für kurze Zeit zur intellektuellen Grundausstattung der Linken gehört hat, in die von Adorno und anderen vorgelegte Studie über die autoritäre Persönlichkeit. Im Kapitel über Themen und Techniken des amerikanischen Agitators sind all jene Äußerungen versammelt, die sich trotz ihres historischen Alters nachgerade jugendfrisch ausnehmen. Und wie quicklebendig diese alte Formel von der Mitschuld der Juden an ihrer Verfolgung ist, zeigt die im Brustton pädagogischer Verantwortung für Israel vorgetragene Ermahnung von Norman Paech. Nicht vom Antisemitismus will er reden, sondern von dessen Zulieferern in Israel. Der Anwalt der Menschenrechte, als der er sich versteht, präsentiert sich gerade dadurch als ein Gegner des Judenhasses, daß er die Juden beschwört, die Anlässe dazu aus der Welt zu schaffen. Unter diesem Aspekt muß man auch die weiter unten beschriebenen pädagogischen Versuche sehen, die Lehrer in diesem Zusammenhang an ihren Schülern verüben.

Daß Norman Paech über die israelische Beihilfe zum deutschen Antisemitismus nicht schweigen kann, verdankt er, wie er in einem Zeitungsinterview sagte und in Hamburg wiederholte, einem ganz besonderen Zungenlöser: dem Pfingsterlebnis einer Israelreise. Er war, wie er mitteilte, vor 25 Jahren »in der Aura der Kollektivschuld« nach Israel gefahren. Und dort war ihm zuteil geworden, worauf die Wallfahrer nach Lourdes immer nur vergeblich hoffen: Gesundheit. »Ich wurde erst dort auf die Lage der Araber aufmerksam«, berichtete er über das wundersame Mittel seiner dauerhaften Genesung. »Seit jener Zeit fühle ich mich in dieser Frage gefordert«, beschrieb er im salbungsvollen Jargon des Berufspolitikers die anhaltende moralische Wirkung dieser Entdeckung. Es war nicht Damaskus, wo es ja auch eine Lage der Araber gab, daß er vom Saulus zum Paulus geworden war, sondern Jerusalem. Dort hatte er sich vom Linken in einen Deutschen verwandelt, in einem moralischen Kurbad, das sich in der Folgezeit des Ansturms von Rekonvaleszenten aus der Bundesrepublik kaum erwehren konnte.

Von der »Aura der Kollektivschuld« erlöst, hatte er schon Mitte der 60er Jahre persönlich ein Ziel erreicht, dessen allgemeine Verwirklichung die »Nationalzeitung« noch immer einklagt. Die Leiden der Palästinenser vor Augen, konnte er aus dem Schatten Hitlers heraustreten. Nun war er frei für eine neue kollektive Aufgabe ganz eigener Art, nämlich für die des Bewährungshelfers. Und wie viele andere Absolventen des Bildungsurlaubs im Nahen Osten entdeckte er eine exklusive Fürsorgepflicht der Deutschen für Israel: »Ich vermag nicht«, begründete er dieses Ansinnen, »als Konsequenz aus den Verbrechen der Generation vor uns zu schweigen, wenn die Überlebenden, ihre Kinder und Enkel Menschenrechte anderer verletzen.« Wenn also israelische Polizisten prügeln, wenn israelische Soldaten Zivilisten erschießen, dann strapazieren diese Taten vor allem die deutsche Kollektivgeduld. Wolfgang Pohrt hat dieses Bewährungshelfersyndrom einmal treffend als sozialarbeiterische Ermächtigung der Deutschen beschrieben, ihre Opfer davon abzuhalten, rückfällig zu werden.

Über ein Vierteljahrhundert lang versucht Norman Paech nun schon geduldig, dieser Rückfallgefahr entgegenzutreten. »Er hat sich«, heißt es über ihn in der Zeitschrift »Semit«, »mehr als einmal öffentlich engagiert, wenn es darum ging, Recht und Menschenrechte zu verteidigen, oft genug konträr zur offiziellen politischen Meinung“ [..]

http://www.trend.infopartisan.net/trd0302/t100302.html

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 17:53 ttb    du sollst nicht unbeantwortet in die ewigen d********e eingehen    diese fragen von weiter oben: kann Israel Gaza überhaupt in die unabhängigkeit „entlassen“? könnte es sein, dass Israel sich damit bestenfalls international zum gespött machen würde? und im nachhinein einräumte, dass es den Gaza-streifen bereits annektiert hatte? mit allem, was an weiteren schlußfolgerungen daran hängt? und welches politik-weltbild versteckt sich hinter „Unabhängigkeit unter internationaler Betreuung“? dein Paech-bashing kannste dir vor/hinter/neben/unter stecken mich interessiert, ob du außer ollen geisel-kamellen auf lager auch eine eigene meinung hast! Dieser Kommentar wurde von der Moderation editiert.

thinktankboy schrieb am 23.07.2010 um 18:57 @Rahab Seit wann „Duzen“ wir uns? Ich bitte darum, das „Sie“ beizubehalten. Soweit ich weiß, haben wir noch keine Schafe zusammen gehütet. Ja, Israel kann Gaza entlassen, ob Gaza überlebenfähig ist ist eine andere Frage. Ob die deutschen, europäischen und arabischen Antisemiten Gaza helfen werden, bezweifle ich. Ich bin davon überzeugt, dass es Paech und Konsorten nicht um Menschenrechte oder Lebensquallität der Palästinenser geht, sondern nur um ihren Israelhass.
Das wollte Liebermann wohl zum Ausdruck bringen. Wo er recht hat, hat er recht!

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:10 1. „diese alte Formel von der Mitschuld der Juden an ihrer Verfolgung“ – – – 2. „kann Israel Gaza überhaupt in die unabhängigkeit ‚entlassen‘? könnte es sein, dass Israel sich damit bestenfalls international zum gespött machen würde? und im nachhinein einräumte, dass es den Gaza-streifen bereits annektiert hatte? mit allem, was an weiteren schlußfolgerungen daran hängt?“

Rahab schrieb am 23.07.2010 um 19:12 Israel kann Gaza „entlassen“, in die unabhängigkeit? nun gut. dann ist Israel ein kolonialherr, der nun, ähnlich wie die Briten, großkotzig erklärt: macht doch den dreck, den wir euch hinterlassen haben, alleine weg. das ungefähr wollte Liebermann zum ausdruck bringen. und thick-tack-boys schlucken’s. nu ja. ps: Rahab duzt ihre freier. die brauchen das!

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:13 „auch eine eigene meinung“ obige, kontrastiert 1. wissen und 2. träumen

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:14 „kolonialherr … großkotzig … dreck“

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:15 Wenn-„dann“-Wünsche.

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:16 Frage als Ermöglichung der schon scharrenden Schleuder.

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:17 „nun gut.“

walter ter linde schrieb am 23.07.2010 um 19:21 Nicht die Antwort ist wichtig, sondern das gegen sie weitermachen. Steht vor der Frage schon fest.

weinsztein schrieb am 24.07.2010 um 03:17 walter ter linde, Sie vergaßen diesmal, jeden Ihrer Kommentare mit 5 Sternen zu schmücken.

weinsztein schrieb am 24.07.2010 um 03:15 Mich überzeugen sowohl der Brief von Petra Pau wie die Antwort darauf von Annette Groth, Inge Höger und Norman Paech. Beides empfehle ich sorgfältiger Lektüre. Einig schätzen sie die Blockade Gazas durch Israel als politischen Fehler ein, Dissenz besteht bei der Einschätzung vor allem türkischer Aktivisten an Bord der Mavi Marmara. Die (laizistisch orientierten) Oppositionellen in der Türkei warnten früh davor, dass türkische islamische Aktivisten an Bord der Mavi Marmara den Hilfskonvoi für Gaza missbrauchen würden für antiisraelische Provokationen. Das hier gesperrte fidelche will nun als Thinktankboy aus diesen Zutaten ein frisches Süppchen kochen, um linken Antisemitismus anzuprangern, und um die Sicht auf die Welt zu vereinfachen.

Rahab schrieb am 24.07.2010 um 04:45 war das nicht so vorgesehen, dass jede re-inkarnation klüger&weiser sein sollte, als die vorangegangene? – da scheint ja was schrecklich schief gegangen zu sein!

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 13:36 Das wundert mich nicht, dass „weizenstein“ die Lektüre von Groth,Höger und Paech überzeugt. Nachdem was ich in fidelches cosmos über ihn gelesen habe, wundert mich überhaupt nichts mehr. Die Solidaritätsbekundungen von „weizenstein“ an eigenartige „Damen“ und deren befremdenden Theorien schrecken mich vor ihm und seiner offenbar sehr einfach gestrickte Welt ab. Sehr aufschlussreich war der Kommentar einer „Dame“ im letzten Blog, mit folgenden Satz:“ @fidelche Schade daß deine Mutter nicht ihr Zuchtwahlrecht benutzte …“ Diese Theorien mit diesem Satz empfinde ich, genau wie sicherlich fidelche und viele andere Menschen, als widerlich!

dame.von.welt schrieb am 24.07.2010 um 13:53 Mein Eindruck ist vielmehr, daß Sie @ttb, sich keineswegs nur lesend in fidelches kleinem Cosmos aufhalten und ihn an möglichst vielen unpassenden Stelle hier verlinken, sondern daß Sie wohl s’fidelche höchstselbst sind. Was auch mein erster und letzter Kommentar an Sie gewesen sein soll, an Argumenten oder Erkenntnis ist ja immer noch nix von Ihnen zu erwarten. Ich wundere mich vor allem darüber, daß die steten Neuanmeldungen von Rainer Kühn und fidelche hier geduldet und immer noch von einigen Nutzern am Mythos der politisch motivierten Sperrungen gebastelt wird.

hibou schrieb am 24.07.2010 um 15:41 na klar sind die politisch motiviert

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 15:45 Ihr Motto, „dame.von.welt“, „alles sollte so einfach wie möglich sein, aber nicht einfacher“, passt sehr gut zu Ihnen. Über Ihre „Argumente“ und Ihren „Glauben“ (Eindruck) muss ich nun sehr lange nachdenken, da dies alles sehr „tiefgreifend“ (großer Cosmos) zu sein scheint.

Magda schrieb am 24.07.2010 um 16:19 @ ttb – Ich finde diesen denunziatorischen Stil von ttb oder fidelche oder welcher Knallfrosch sich da verbergen mag, als absolut krank. In Worten: KRANK. Wenn Du was zu sagen hättest, Du würdest auch erstmal ne Razzia machen, was? Und dann werden sie alle eingesackt, die in fidelches Kotzmos verzeichnet sind. Restlos kaputt sowas.

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 16:51 So spricht also die „berühmte“ fahnenschwenkende (?) Frau Magda 😉 und was hat sie zu sagen? Argumente? hm, kyptisch.. Auf jeden Fall: Gute Besserung!

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 16:55 Zur Aufmunterung ein kleines Video für die „Damen“ und den Herrn Weizenstein. I will survive

Rahab schrieb am 24.07.2010 um 17:02ich nehme mal aus dem blog   http://www.freitag.de/community/blogs/rahab/zu-den-voraussetzungen-einer-diskussion-ueber-fidelches-cosmos   e2m mit dieser anregung auf    „Ich habe es auf den Einwand Kabischs zum zweierlei-Maß-Blog, Einträge sollten bei ausgeschiedenen Mitgliedern nicht stehen bleiben, weil sie sich nicht gegen spätere Vorwürfe verteidigen könnten, entgegnet, ein solches Nachtreten sage mehr über den Tretenden aus als über den, der ohnehin am Boden liegt. Heute und hier finde ich meine Meinung (wieder) bestätigt. Ehe ich es vergesse. Diese Art der, nennen wie sie ruhig: Kommunikation, aber über Bande, ist zwar geschickt eingefädelt, verhält sich aber genauso, wie der israelisch-palästinensische Konflikt. Am Ende fliegen immer Steine. Nur die Hand, ja die Hand des/der Ersten, der da geworfen hat, bleibt verborgen. Und die Geschichte kann man deuten.“ und hoffe, die redaktion setzt ihre damalige einsicht „Der Argumentation kann ich folgen. Die Kommentare werden ab jetzt gesperrt. Beste Grüße, JJK“
konsequent um!

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 17:15 aha, so läuft der Hase, die Häsin

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 17:18 Anscheinend beleidigt, weil ich mir Ihr „Geduze“ verbeten habe.

Rahab schrieb am 24.07.2010 um 17:27 zu meinem posting von von 17:02 so wie ich dann mit http://www.freitag.de/community/blogs/rahab/die-kneipenwirtin-und-jabotinskys-wilde-jagd-auf-antisemiten den versuch startete, die sache ohne bezug zu personalia etwelcher ex-user zu diskutieren – interessierte aber nicht so besonders, weil personalia nun mal spannender scheinen! – so kann ja auch ttb einen zweiten, sachlicheren anlauf zur thematischen diskussion nehmen … kann-er-nicht?

thinktankboy schrieb am 24.07.2010 um 17:27 Fakt ist, dass Groth, Höger und Paech, gemeinsam mit Faschisten der “grauen Wölfe“, islamischen Selbstmordattentätern und anderer rechtradikaler Gruppen mit einem Schiff die israelische Seeblockade, die dem Schutz ihrer Bevölkerung dient, durchbrechen wollte. Motivation: Antisemitismus. Wer dies beschönigt, hat entweder kein Problem mit der Ideologie von Rechtsextremen oder …

Rahab schrieb am 24.07.2010 um 17:44 genauso, wie meine erklärung „ich kann gern den titel ändern. daran soll es nicht liegen. fidelches cosmos kann ich nun aber mal schlecht rauslassen, denn dieser wurde als ein beispiel für kampf gegen antisemitismus (unter dem tun wir’s nämlich nicht) lobend erwähnt. unter anderem von @walter ter linde – der kann sich äußern. im übrigen kann ich nicht verhindern, wenn der blog, der den revisionistischen zionismus zum thema macht, als ein nachtreten gelesen wird. daran ist (wie auch schon weiter oben geschrieben) nur richtig, dass fidelche sich dazu in seinen blogs nie geäußert hat – obwohl es ihm mehrfach auf einem silbernen tablett und in wohlgesetzten worten angeboten wurde. steine fliegen, sof ha-kol, nur dann, wenn sie geworfen werden. von alleine, hab ich mal gelernt, fliegen die nicht.“ hat damals die redaktion auch nicht sonderlich beeindruckt.
sie sollte nun also dabei bleiben, dass sie personalia-diskussionen ‚über bande‘ nicht zuläßt.
wenn sie glaubwürdig bleiben will.

hibou schrieb am 25.07.2010 um 07:43 die redaktion sollte noch manches andere net zulassen, wenn schon. am besten waers, wenn sie gar net eingreifen braeuchte, sondern alle hier auf schmaehungen, beleidigungen, eierschaukeln etc., ausweichmanöver, weil man fragen net beantworten kann/will, unvermittelte und mit dem thema völlig unverbundene anektdoten (oh, shame on me!), nachtreten etc, verzichten würden? spannend und euch bestimmt auch bewusst: einige hier (wie ich) meinen, die community sei zu antijüdisch, ander aber, zu antiarabisch….?

Rahab schrieb am 25.07.2010 um 09:40 wie kommst du denn jetzt auf „antiarabisch“? und was meinst du mit „antijüdisch“? und was willst du mit „zu“ vor dem jeweiligen attribut sagen?

Technixer schrieb am 25.07.2010 um 23:04 Einfach mal reinschauen liebe Freitag Community und sich selbst ein Bild machen über den Thinktank, hier ist sein Blog. Mein posting ist diesbezüglich neutral zu werten, weder positiv (Fürsprache) noch negativ.  spiritofentebbe.wordpress.com/  Aufgrund der Informations- und Desinformationsvielfalt, maße ich mir nicht an objektiv den Konflikt zwischen Isreal und Palästina beurteilen zu können.

12 Kommentare leave one →
  1. 28. Februar 2011 20:16

    Nach gerade einmal Drittel Lektüre und guter Erinnerung muß ich mal schon einen Kommentar schreiben: Rahab würde ich die Kombüse zuweisen, Uwe Theel ebenso, mit dem Auftrag, durch seine Winkelpfeiltaste beiden jedes elektrische Kommunikationsgerät zu zerstören. Soziale Kontakte nur beim Essenauftragen, in der Hoffnung auf Besserung. – Ja, auch ich kann gemein sein, und wäre es gegen Betonnominierte auch gerne. Ich würd den beiden sogar weinsztein als küchenjunge mit reinschicken. für die wirklich schäbige küchenarbeit.

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    • 28. Februar 2011 22:32

      Ein direkter Nachfahre von Giannatah, vom Stamme der Mescalero-Apachen schickte mir heute eine Mail, in der er mir mitteilte das, dass „Freitags-Verlinkverbot“ seit sechs Monden besungen wird und seit jener Zeit zum festen Repertoire eines jeden Festes gehört.

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  2. 28. Februar 2011 20:23

    Zweitens: TomGard ist so klug, daß er seine Klugheit nicht in verstehbare Worte, Sätze und Text verwandeln kann. Er ist ein Unikum, freilich bloß zu zweit, mit dem Phineas. In in Hinsicht von Ideologie: bei KEIN Unikum.

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  3. 28. Februar 2011 20:31

    Der Scharfblick von Dame.von.Welt ist immer wieder überragend, aus ihrer ASS-Biographie heraus ins unwissenschaftlich Verschwörerische: Damen.in.Unterwelt, ganz Betonfeminismus. Ich kenn, das, bis in den Telefonhörer hinein. – Ich bin unschuldig. Depp ist die Deppin. Und: Ruhe bitte.

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    • 1. März 2011 16:22

      Wenn heute „Dame.von.Welt“ reaktionär erscheint, für die Freitagscommunity war sie damals emanzipatorisch…

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    • 1. März 2011 17:37

      Ups Tropic: Der unterschätztin publicäsarin Titta ist – im unsäglichen Onlinemeinungsmagazin mit einer ‚dämlichen‘ Community – mit ihrem geliehenen Blog von Oliver Lepsius, den sie nur untertänigst Prof. nennt, der Sturz des Gegebenen gelungen zugunsten des Weitermachens im Sinne des Gestürzten. Das ist Titta: Kein eigenenes Wort, aber im Darmende die wurstmachende Pe Enn, und alle Dämlichen machen mit. — I like it, weil Titta nicht nur Wurst, sondern auch Käse ist: Digitalkäse. – Bitte rüberschalten in die Serie Unterschätze Puplizisteinnen …

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  4. 28. Februar 2011 20:35

    Viertens: Hätte die FreitagsCommunity noch einen Walter ter Linde, ich würd öfters mal vorbeigucken. Aber keine Handvoll seines Schlages sind noch da; und so will ich auch nicht im Dreck nach ´nem Trüffel wühlen.

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    • 28. Februar 2011 22:54

      Ich verstehe den Walter ter Linde sehr gut, er hat eben seinen Trennungsstrich gezogen.

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  5. 28. Februar 2011 20:39

    Zum letzten: Die Volkswirtschaft/SozialTechnik bricht: „Aufgrund der Informations- und Desinformationsvielfalt, maße ich mir nicht an objektiv den Konflikt zwischen Isreal und Palästina beurteilen zu können.“ 3xkotz.

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