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Béla Guttmann und die Offensive

4. Januar 2013

belaDer ungarische Jude, österreichische Fußballprofi und Tanzlehrer Béla Guttmann, geboren am 27. Januar 1899 in Budapest hat den modernen Offensivfußball mehr geprägt als alle anderen Fußballtrainer dieser Welt. In sechs Jahrzehnten als Fußballspieler und Trainer war Guttmann in 13 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas für 24 verschiedene Vereine sowie drei Nationalteams tätig. Auf dem Höhepunkt seiner Trainerkarriere triumphierte der Entdecker von Eusébio mit Benfica Lissabon zweimal hintereinander in den Jahren 1961 und 1962 im Europapokal der Landesmeister. In den jeweiligen Endspielen wurden Barcelona und Real Madrid in mitreißenden Spielen mit begeisterndem Angriffsfußball besiegt und die Vorherrschaft des spanischen Fußballs insbesondere Real Madrids durchbrochen.

Fußballspielen lernte Béla Guttmann beim MTK Budapest, wo er von 1919 bis 1921 spielte. 1922 wechselte er zu Hakoah Wien. Mit dem jüdischen Fußballverein Hakoah (hebräisch Die Kraft) wurde er 1925 österreichischer Meister in der neu eingeführten Profi-Liga. Nachdem Guttmann in die USA wechselte, bei den New York Giants spielte, dort Hakoah Turniere organisierte kehrte er als Spielertrainer 1933 zu Hakoah Wien zurück. Auf Vermittlung von Hugo Meisl trat Guttmann seine erste Trainerstelle beim holländischen Club Twente Enschede an. Ab 1938 lebte Guttmann wieder in Österreich, er floh nach dem Anschluss an Nazideutschland nach Budapest und wurde 1939 Trainer bei Újpesti Dózsa und gewann dort die Meisterschaft und den Pokal. 1939 taucht Béla Guttmann bis zum Kriegsende in Budapest unter und entgeht so den Schergen Hitlers. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er Trainer bei Vasas Budapest und wieder Újpesti Dózsa. 1949 verließ Guttmann Ungarn und ging nach Italien. Erstes Engagement bei Padova Calcio, das er von einer kaum erstligareifen Mannschaft an die Spitze der Tabelle führt. Nach weiteren Trainerstationen, darunter der AC Mailand bei dem er kurz vor der Meisterschaft entlassen wurde, wechselte er 1959 zum FC Porto wo ihm auf Anhieb die portugiesische Meisterschaft gelang. In der darauffolgenden Saison wurde Béla Guttmann Trainer von Benfica Lissabon und abermals portugiesischer Meister. Am 31. Mai 1961 gewann Benfica das Europapokalfinale gegen den FC Barcelona mit 3:2. Am 2. Mai 1962 wiederholte Benfica Lissabon den Erfolg gegen den fünfmaligen Europacupsieger Real Madrid und siegte mit 5:3 Toren. Guttmann tritt zurück und wird Trainer von Penarol Montevideo, er scheitert mit dem Versuch, die Copa Libertadores gegen Peles FC Santos zu gewinnen. Die Zeit der Erfolge war nun vorbei. Erfolglose Engagements unter anderem bei Servette Genf, FC Porto, Austria Wien, der österreichischen Nationalmannschaft, Panathinaikos Athen und wiederum Benfica Lissabon nachfolgten. 1973 erklärte Béla Guttmann seine Trainerlaufbahn für beendet. Am 28. August 1981 stirbt die Trainerlegende und wird auf dem jüdischen Teil des Zentralfriedhofs in Wien begraben.

Nach dem ersten Weltkrieg entwickelte sich der Fußball zum attraktiveren Zuschauersport, gleichzeitig wurde das Amateurideal in Mitteleuropa großgehalten. Während der britische Fußball bereits vom Professionalismus geprägt war, bezahlten viele Vereine auf dem europäischen Festland ihre Spieler „unter der Hand“. Der Amateurstatus war vielfach ein  Scheinamateurismus.  Die Auslandsreisen vieler Vereine waren Teil einer komplizierten Finanzierungsstrategie. Alles in einer Zeit in der die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse sehr unübersichtlich waren. Die Fußballbürokratien mit den verschiedenen Amateurstatuten und Spielberechtigungen waren dem Chaos nach dem Krieg noch weniger gewachsen als die staatlichen. In diese Zeit fällt der Wechsel von Béla Guttmann zu Hakoah Wien.

Hakoah war mehr als ein Verein, Hakoah war ein zionistisches, ein nationaljüdisches Projekt, das noch in der Vorkriegszeit von jüdischen Studenten gegründet wurde. Wien war eine Einwandererstadt vor allem für Juden. Nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie kam es in den neuen Nationalstaaten zu verschärften Nationalitätenkämpfen mit antijüdischen Pogromen und Vertreibungen. Das selbstbewusste politische Judentum organisierte sich zionistisch. Hugo Meisl, der fußballerische Stratege der österreichischen Amateure, verkörperte in seiner Mischung aus Anglophilie und Kosmopolitismus den liberalen bürgerlichen Geist, der sich am gesellschaftlichen Fortschritt orientierte. Wien hatte Mitte der zwanziger Jahre als Fußballstadt Prag und Budapest den Rang abgelaufen und um diese Stellung zu halten, musste man dem Scheinamateurismus ein Ende setzen. Unter der Federführung von Hugo Meisl hat Österreich als erstes kontinentaleuropäisches Land eine Profiliga eingeführt. Der aufstrebende jüdische Verein hatte sich die professionelle Fußballabteilung geleistet, um in der Wiener Gesellschaft auf die eigenständige jüdische Nationalkultur aufmerksam zu machen, was viele antisemitische Anfeindungen mit sich brachte. In der Meistermannschaft von Hakoah spielten neben Béla Guttmann fünf weitere jüdische Spieler, die in Budapest das Fußballspielen gelernt haben.  In der Hakoahmannschaft wurde der junge Guttmann zum unumstrittenen Star. Seine Mitspieler aus Budapest garantierten, dass sich die beim MTK gewohnte Spielweise weiterentwickeln konnte. Im 2-3-5-System, spielte Guttmann als Mittelläufer die zentrale Position. Er hielt die Verbindung zwischen Angriff und Abwehr, musste verteidigen und nach vorne verteilen. An ihn wurden universale fußballerische Ansprüche gestellt, hervorragende Technik, überlegene Spielübersicht und überragende Kondition. Béla Guttmann wurde 1924/25 mit Hakoah Wien und unter Kapitän Maxl Scheuer, der später von den Nationalsozialisten ermordet wurde, der erste Champion der Wiener Profiliga. Mit dem zionistischen Fußballverein Hakoah Wien erlebte Béla Guttmann seinen größten sportlichen Erfolg als Spieler.

Seine größten Erfolge als Trainer feierte der Tanzlehrer aus Budapest zweifellos bei Benfica Lissabon. Zuvor, im Jahre 1956, schloss sich Guttmann der Exil-Mannschaft von Honvéd Budapest an. Das Team um Ferenc Puskás war nach dem Ungarn-Aufstand im Oktober 1956 nicht mehr von einer Auslandsreise zurückgekehrt. Auf eine Südamerikatournee, die Guttmann als Trainer betreute, ging es auch nach Brasilien. Während das Team im Februar 1957 nach Europa zurückreiste und sich dort auflöste, blieb Guttmann in Brasilien und wurde Coach des FC São Paulo und führte dort sein neues 4:2:4 –System ein. Das angriffsbetonte und kreative Guttmann-System wurde sogleich von der brasilianischen Nationalelf übernommen, worauf Brasilien 1958 zum ersten Male in Schweden Fußballweltmeister wurde. 1959 wechselte Béla Guttmann nach Portugal, erst zum FC Porto und ein Jahr später zu Benfica Lissabon. Mit beiden Mannschaften errang er jeweils den portugiesischen Meistertitel mit seinem neuartigen Offensivfußball. Detlev Clausen schreibt in „Die Nerven nicht verlieren“: „Dreiundzwanzig Minuten alt war das Europapokalfinale von Amsterdam am 2. Mai 1962, und Trainer Béla Guttmann lag mit der jungen Mannschaft von Benfica Lissabon gegen Real Madrid mit 0:2 zurück, trotz hervorragenden Spiels. Denn nicht die Wundermannschaft der fünfziger Jahre, die fünfmal in Folge den Europacup gewonnen hatte, bestimmte das Tempo, sondern die ständig angreifenden Portugiesen. Aber Real-Star Ferenc Puskás hatte bei Kontern zweimal eiskalt seine Chance genutzt und den spanischen Meister in Führung gebracht. Wie sollte der Außenseiter aus Lissabon diesen Rückstand gegen eine solche Mannschaft jemals aufholen? Im Mittelfeld der Madrilenen dirigierte ruhig und gekonnt der argentinische Weltstar Alfredo di Stefano die Konterattacken; auf dem Flügel lauerte Gento, schnellster Außenstürmer der Welt, der schon mal einer ganzen Hintermannschaft einfach mit dem Ball am Fuß davonlaufen konnte. Doch Benfica griff unentwegt weiter an und schoss aus allen Lagen. Das war die Handschrift von Trainer Béla Guttmann — unerschrockene Offensive, unermüdlicher Einsatz, ständige Torgefährlichkeit. Eine Spielweise, die sich ein Trainer nicht kurzfristig als Konzept für ein beliebiges Spiel ausdenken kann, und schon gar nicht lässt sich eine solche Taktik unvorbereitet auf eine Mannschaft übertragen, in der man nicht selbst mitspielt. Dahinter steckt vielmehr die Summe einer fußballerischen Erfahrung, die ein Trainer einem Team, das er über längere Zeit geformt hat, vermitteln kann.“

Das Finale von 1962 in Amsterdam gilt bis heute als eines der besten in der Geschichte des europäischen Fußballs. Real Madrid wurde von Guttmanns Benfica förmlich überrollt. Benfica drehte in der zweiten Halbzeit das Spiel und wandelte den 0:2 und 2:3 Rückstand in einen 5:3 Sieg um. Auch im Berner Europacupfinale gegen den FC Barcelona von 1961 lag Béla Guttmann mit Benfica im Rückstand, bis Benfica am Ende mit 3:2 triumphierte. Barcelona galt als eine der wenigen europäischen Vereinsmannschaften, die sich mit Real Madrid vergleichen durften. Benfica Lissabon dagegen war 1961 eine Elf der Namenlosen. Ihr bekanntester Mann war bis dahin der Trainer Béla Guttmann. Den Afrikaner aus Mosambik, den besten Spieler in der Fußballgeschichte Portugals, Eusebio entdeckte Guttmann, der die „Schwarze Perle“ mit den langen Beine, hängenden Schultern und dem traurigen Blick förderte wo er konnte.

Guttmann verließ Benfica Lissabon 1962 im Zorn noch vor dem stattfindenden landesinternen Pokalfinale.Nach dem Europapokalsieg am 2. Mai 1962 gegen Real Madrid  Guttmann zu den Vereinsoberen von Benfica und forderte eine Gehaltserhöhung, worauf ihm diese und bereits zugesagte Prämien verwehrt wurden.Der Club werde, so Belá Guttmann  100 Jahre lang keinen europäischen Titel mehr gewinnen. Seitdem verlor Benfica insgesamt acht Europapokal-Endspiele in Folge.

Die Faszination, die von einem Trainer wie Guttmann ausgeht, hängt mit der Vereinigung von Schönheit und Erfolg zusammen. Die Entscheidung für Offensive erfordert Mut, denn strukturell liegen Defensive und Erfolg im Fußball näher beieinander. Schwierig ist es, Tore zu erzielen, leichter ist es, sie zu verhindern. Die Defensive wird deshalb auch vom Außenseiter bevorzugt. Wenn aber der vermeintlich Schwächere die Offensive wählt und auch noch gewinnt, dann erringt er nicht nur Anerkennung, sondern auch die Herzen der Fußballfreunde. Das Trainerleben Béla Guttmanns liest sich wie ein wiederholter, systematisch geplanter Aufstand gegen die tödliche Herrschaft des Defensivfußballs. Diese Aufstände konnten nur gelingen, weil der Fußball selbst die Gegenkräfte gegen die Herrschaft der Defensive hervorbringt.

Die Spuren der gescheiterten Engagements von Béla Guttmann sind verwischt, im Gedächtnis bleiben die Ausnahmesituationen: Die einzigartige Meisterschaft der jüdischen Hakoah in Österreich, das Spiel Brasiliens 1958 und die beiden triumphalen Endspiele von Benfica Lissabon 1961 und 1962.

Detlev Claussen schreibt am Ende seines Buches: “Fußball lebt von der Gegenwart des gespielten Augenblicks. Mit jedem Anstoß keimt die Hoffnung auf, dass etwas anderes eintreten wird als das Erwartete. Deswegen zieht der Fußball auch Kräfte an, die vom Spiel etwas anderes erwarten als die Bestätigung der etablierten Ordnung. Die Professionalisierung des Spiels hat es ermöglicht, dass immer mehr mitspielen können, die am Anfang nicht dazugehörten — Arbeiter, Juden, Immigranten, Abkömmlinge von Sklaven. Für sie ist der Fußball mehr als die wichtigste Nebensache der Welt; er verspricht ein anderes Leben. Der lebenslange Emigrant Béla Guttmann hat einen geschärften Blick entwickelt für das Potential der Außenseiter, das Etablierte ins Wanken zu bringen.“

Quelle:

Detlev Claussen „Béla Guttmann – Weltgeschichte des Fußballs in einer Person“  – 2006

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14 Kommentare leave one →
  1. 5. Januar 2013 01:51

    Die Gründung von dezidiert jüdischen Organisationen war am Beginn des 20. Jahrhunderts eine unmittelbare Konsequenz des Antisemitismus, der sich in Wien als ausgesprochen allgegenwärtiges Phänomen darstellte. Neben anderen sozialen und kulturellen Einrichtungen entstanden in Wien nicht weniger als sechs jüdische Sportvereine, unter denen sich die zionistisch inspirierte Hakoah (zu Deutsch: die „Kraft“) als echter Magnet erwies. 1909 gegründet, entwickelte der Verein in der Folge nicht nur ein modernes und vielspartiges Sportangebot, sondern er wuchs – vor allen Dingen – zu einem zentralen und machtvollen Symbol jüdischer Identität heran.

    Dass sich in den 1920er und 30er Jahren Juden in aller Welt mit der Wiener Hakoah identifizierten, war im Besonderen ein Verdienst ihrer ersten Fußballmannschaft. Nach ihrem Aufstieg in die erste österreichische Liga (1920) wurde die Hakoah-Elf zu einem Team aufgebaut, das bereits unter professionellen Bedingungen spielte, als es den Profifußball in Österreich offiziell noch gar nicht gab. Und als er 1924 kam, war die Hakoah stärker als die Profi-Konkurrenz und gewann vor der Wiener Austria („SV Amateure“!) den Titel.

    Am Hakoah-Fußball entzündeten sich auch die Diskussionen vieler jüdischer Intellektueller und Schriftsteller – zuerst in den Kaffeehäusern Wiens, und bald weit darüber hinaus. So war zum Beispiel auch Franz Kafka ein bekennender Hakoah-Fan, wie aus dessen (veröffentlichter) Korrespondenz anschaulich hervorgeht. Ein besonderes und ausdrucksvolles Denkmal aber setzte den Hakoah-Fußballern Friedrich Torberg mit seinem 1959 verfassten Essay „Warum ich stolz darauf bin“.

    Als Torberg („Süßkind von Trimberg“, „Der Schüler Gerber hat absolviert“, „Mein ist die Rache“) schriftstellerisch reüssierte, lag bereits eine außerordentlich erfolgreiche Karriere als Wasserballspieler hinter ihm, die bei der Wiener Hakoah begann und 1928 zum tschechoslowakischen Meistertitel mit Hagibor Prag führte. Die eigentliche Liebe Torbergs jedoch war der Fußball. Und besser gesagt: Der Hakoah-Fußball.

    http://www.s-port.de/david/hakoah/index.html

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  2. 5. Januar 2013 01:53

    “Fußball lebt von der Gegenwart des gespielten Augenblicks. Mit jedem Anstoß keimt die Hoffnung auf, dass etwas anderes eintreten wird als das Erwartete. Deswegen zieht der Fußball auch Kräfte an, die vom Spiel etwas anderes erwarten als die Bestätigung der etablierten Ordnung. Die Professionalisierung des Spiels hat es ermöglicht, dass immer mehr mitspielen können, die am Anfang nicht dazugehörten — Arbeiter, Juden, Immigranten, Abkömmlinge von Sklaven. Für sie ist der Fußball mehr als die wichtigste Nebensache der Welt; er verspricht ein anderes Leben. Der lebenslange Emigrant Béla Guttmann hat einen geschärften Blick entwickelt für das Potential der Außenseiter, das Etablierte ins Wanken zu bringen.”

    „Das Etablierte ins Wanken zu bringen“
    Das gefällt mir.

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    • 5. Januar 2013 10:37

      Das Etablierte ist insbesondere dort ins Wanken zu bringen, wo das maximale Potential der Verbesserbarkeit liegt, d.h. Meliorisierung beginnt naturgemäß bei den größten Missständen!

      lg LL

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  3. Hans permalink
    5. Januar 2013 10:34

    Als „Oider Weaner“ habe ich mit Genuss die Wahnsinnsgeschichte von Bela Guttmann gelesen.
    Leinwand!! Die Fibel von Detlev Clausen ist bestellt.

    Liebe Grüße
    Hanse
    (ned weid von Krieau)

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    • 5. Januar 2013 14:15

      Des freid mi. Wean des war a moi wieda a Reise wert.
      Los a moi wida wos vo dia hean.

      Servus aus Bayern
      fidelche

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  4. 7. Januar 2013 22:38

    „Die Entscheidung für Offensive erfordert Mut, denn strukturell liegen Defensive und Erfolg im Fußball näher beieinander.“

    Taktik hat wie Humor freilich auch viel mit Mentalität zu tun.

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  5. zachor! permalink
    10. Januar 2013 23:01

    Danke für den Artikel, der Clausens mir bekanntes Buch wieder in Erinnerung rief, welches ich anno 2006 gelesen. Kleine Korrektur: richtigerweise heisst es „Újpest Dózsa“.

    Gruss, Zachor!
    P.s. Freue mich, dass ihr die Augstein-Sache weiter verfolgt. Seit 2011 habe ich bei Freitag aiuch nicht mehr gebloggt – exakt deswegen.

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    • 11. Januar 2013 10:53

      Újpesti Dózsa habe ich verbessert. Vielen Dank für den Hinweis.
      Man tut was man kann.

      Gruß fidelche

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  6. 19. August 2013 07:55

    Hat dies auf Ungarische-Geschichte rebloggt.

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  7. 6. Januar 2014 11:28

    Eusébio ist gestern im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Fußballwelt trauert um den “Schwarzen Panther”. Portugal rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

    Vor dem Stadion seines ehemaligen Klubs Benfica steht zu seinen Ehren auch eine Bronzestatue. „O Rei“, der König, wie sie ihn ehrfürchtig nannten, war vor allem für die dunkelhäutige Bevölkerung seines Landes ein Idol. Es war aber auch nicht alles Glanz und Gloria während seiner Karriere. So musste Eusebio in einer Zeit, in der Rassismus allgegenwärtig war und Portugal eine Diktatur, für ein Minimalgehalt spielen. Ein Wechsel ins Ausland wurde ihm von Staatspräsident António de Oliveira Salazar höchstpersönlich untersagt: „Eusébio ist das wertvollste Staatseigentum von Portugal. Er darf nicht ins Ausland wechseln.“ Inspiriert hat er dennoch beinahe alle Fußballer seines Landes, nicht zuletzt wegen seiner kraftvollen und zugleich künstlerisch-leichtfüßigen Spielweise – auch Portugals heutigen Superstar Cristiano Ronaldo. „Für immer und in Ewigkeit, ruhe in Frieden, Eusébio!“, twitterte dieser betroffen.

    Respekt und Hochachtung verschaffte sich der „Panther mit dem sanftem Lächeln“ auch im Ausland. „Er war einer der größten Fußballer aller Zeiten. Ich hatte das Glück, ihn persönlich kennenzulernen. Er hat mich nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch mit seiner Geschichte beeindruckt“, teilte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mit: „Wir trauern mit unseren um eine Fußball-Legende.“

    Bezeichnend war, dass Eusebio erst mit dem Ende der portugiesischen Kolonialzeit in Mosambik 1975 die Freiheit in Lissabon geschenkt bekam. Mit 31 Jahren ging er nach Nordamerika und tingelte dort – auf der Suche nach dem großen Geld – zwischen den USA, Mexiko und Kanada hin und her. Zu seinen Stationen zählten dabei die Boston Minutemen (1975), CF Monterrey/Mexiko (1975), die Toronto Metros (1975-76), Las Vegas Quicksilvers (1976-77), New Jersey Americans (1978) und Buffalo Stallions (1979-80).

    Eine große Trainer-Karriere blieb ihm versagt, von 1985 bis 1992 war er immerhin Co-Trainer der Nationalmannschaft. In den vergangenen Jahren war es um Eusebio aber immer stiller geworden, gesundheitliche Probleme hatten ihm immer wieder zu schaffen gemacht. So erlitt er 2012 während der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine einen leichten Schlaganfall, ein Jahr zuvor hatte er eine Lungenentzündung überstanden.

    http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/597353/artikel_trauer-um-eusebio.html

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  8. 15. Mai 2014 09:12

    Sevilla hat gestern gegen Benfica Lissabon die Europa League gewonnen. Im Finale in Turin verlor Benfica Lissabon 4:2 im Elfmeterschießen.

    Der seit 52 Jahren währende Benfica-Fluch bleibt bestehen:

    Belá Guttmann, Lissabons Trainerlegende ging bei seinem Abschied 1962 im Streit.1962 prophezeite Belá Guttmann der Club werde 100 Jahre lang keinen europäischen Titel mehr gewinnen. Seitdem verlor Benfica insgesamt acht Europapokal-Endspiele in Folge.

    Noch 48 Jahre!

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    • 15. Mai 2014 15:16

      Wieder ein Beweis für die Existenz eines Fußballgottes.

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