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Die Einsamkeit Israels und das Bündnis der Judenfeinde

17. Mai 2021

Vor über einer Woche begann wieder einmal ein Angriffskrieg der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Hisbollah gegen Israel. Aus dem Libanon und aus dem Gazastreifen wurden bisher über 3000 Raketen auf die israelische Zivilbevölkerung abgeschossen. Das israelische Abwehrsystem Iron Dome kann maximal neunzig Prozent der Raketen abfangen, so kommt es zu vielen Toten, Zerstörungen und ständigen Raketenalarmen in ganz Israel. Finanziert und koordiniert werden die Bombenpogrome gegen die Juden vor allem vom islamfaschistischen Iran, aber auch mit den Hilfsgeldern der EU und Deutschlands an die mit der Hamas verbandelte UNWRA, dem UN-Hilfswerk, das ausschließlich für die Palästinenser geschaffen wurde. Den größten Anteil an den 773 Millionen UNRWA-Euro im Jahr 2020 hatte Deutschland mit 173 Millionen Euro, gefolgt von der EU mit 157 Millionen Euro.

Um seine Einwohner zu schützen bombardiert Israel als Reaktion auf die Aggression die Raketenabschussbasen der Terroristen. Die Islamisten missbrauchen ihre Bevölkerung als menschliche Schutzschilde, lagern ihre Waffenarsenale in Wohngebieten, in UNWRA-Gebäuden und benutzen die Dächer von Schulen, UNRWA-Gebäuden und Krankenhäusern als Abschussorte für ihre Raketen, weshalb, trotz aller Vorsicht der israelischen Armee, auch Zivilisten im Gazastreifen ums Leben kommen.

Nach tausendfachem Raketenbeschuss kündigte Israel Mitte der Woche eine Bodenoffensive an, am 13. Mai twitterte die IDF: „Luft- und Bodentruppen der IDF greifen derzeit im Gazastreifen an.“ Nicht nur die ausländischen Medien, auch die Hamas fiel auf die Finte herein. Die erste Reihe der Terroristen zog sich in ihr Tunnelsystem zurück von wo aus sie die israelischen Soldaten angreifen wollten. Darauf bombardierte die israelische Luftwaffe das Tunnelsystem und schickte hunderte Antisemiten zu ihren 72 Jungfrauen. Alleine mit dieser Aktion wurden vielen palästinensischen und israelischen Zivilisten das Leben gerettet, wofür der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz den Friedensnobelpreis verdient hätte.

Jedem anderen Land dieses Planeten würde es zugestanden seine Bevölkerung zu schützen und sie zu verteidigen, nicht aber Israel. Die Berichterstattung in den deutschen Medien strotzt nur so vor Halbwahrheiten und Verzerrungen. Wie in jedem der vielen Kriege gegen Israel gibt es von offizieller Seite zwar formelle Israel-Solidaritätsbekundungen und Sonntagsreden über den Kampf „gegen jeden Antisemitismus‘“, die allerdings alle substanzlos sind, auch weil eine Äquidistanz signalisiert wird gegenüber dem Angriffskrieg der Islamisten und den Verteidigungsmaßnahmen Israels. Die einseitige Berichterstattung vor allem von 3Sat, der ARD oder Arte wird getoppt von einem Interview im ZDF mit der Hamas-Apologetin Helga Baumgarten, die unwidersprochen den Islamisten zugestand: „Nicht nur ihr dürft uns totschießen, auch wir [die Hamas] haben das Recht, uns zu wehren.“ Nach solchen Sendungen muss man sich nicht wundern, wenn der antisemitische Mob sich zum Verbrennen von Israel-Fahnen und Attacken gegen Synagogen ermutigt fühlt.

Wenige Jahrzehnte nach dem Holocaust treffen sich tausende junge Männer mit Migrationshintergrund und ihren verschleierten Frauen, mit Türkei- Palästina- und Iranfahnen auf den Straßen von Wien, Bochum, Gelsenkirchen, Leipzig bis Berlin, auf denselben Straßen wo vor über 70 Jahren die Juden in ihre Vernichtungslager deportiert wurden und skandieren: „Kindermörder Israel“, „Judenschweine“, fordern „Freiheit für Palästina vom Fluss bis zum Meer“, „Intifada bis zum Sieg“, also bis zur Auslöschung des jüdischen Staates“, setzen sich unter „Allahu Akbar“-Rufen für die Bombardierung von Tel Aviv ein, werfen Steine auf Synagogen und verbrennen Israelfahnen. Große Polizeiaufgebote begleiten den elenden antisemitischen Mob. Wer aber meint die antisemitischen Hetzer würden alle festgenommen, angezeigt oder wenigstens die Personalien aufgenommen irrt sich gewaltig. Die schwersten antisemitischen Ausschreitungen werden beispielsweise von der Tagesschau systematisch verschwiegen und verharmlost, in dem sie meldet: „Viele Teilnehmende wollten deutlich machen, dass sie Gewalt in Nahost verurteilen“ Die leeren und folgenlosen Worte von Bundespräsident Frank Walter Steinmeier, der dem iranischen Regime regelmäßig zur islamischen Revolution gratuliert und Kränze vor islamischen Terroristen ablegt, „nichts rechtfertigt Bedrohung von Juden in Deutschland“ sind der Gipfel an Heuchelei.

Während alle möglichen islamischen Organisationen von der DITIB, Islamic Relief und Ansaar International bis zu den Muslimbrüdern in Europa Spenden für den Terror der Islamisten sammeln, outen sich diverse millionenschwere muslimische Fußballer von Mohamed Salah, Mesut Özil über Franck Ribery bis zu diversen Bundesligaspielern als Unterstützer für die Hamas und des Islamischen Dschihad. So postete Amin Younes von Eintracht Frankfurt auf Instagram: „Du musst kein Muslim sein, um Gaza zu unterstützen, sondern nur ein Mensch“. Amin Younes wurde noch vor kurzem für seinen „Antirassismus“ gefeiert, nach seinem Tor gegen Bayern München lief er zur Sei­ten­linie und hielt ein Shirt hoch, auf dem der Name und das Kon­terfei von Fatih Sara­çoğlu zu sehen war, der in Hanau von einem Rechtsradikalen erschossen wurde. Amin Younes ist ein Beispiel von unzähligen, dass der Antisemitismus die andere Seite des „Antirassismus“ ist. Dass der „antirassistische“ Verein Eintracht Frankfurt nicht das Geringste gegen Amin Younes unternimmt ist der aktuellen Geisterzeit geschuldet. In dem Zusammenhang ist es müßig zu erwähnen, dass sich dieselben Leute die sich über das Wort „Zigeunersauce“ echauffieren zum aktuellen islamischen Antisemitismus auf Deutschlands Straßen nichts zu sagen haben, ihr Schweigen ist ohrenbetäubend.

Die Klima-Aktivistin Greta Thunberg belegte auf Twitter ihre Solidarität mit den islamischen Antisemiten, indem sie einen Beitrag der kanadischen Israel-Boykotteurin Naomi Klein teilte, in dem diese Israel „ein Kriegsverbrechen nach dem anderen“ vorwirft und mit dem Hashtag „GazaUnderAttack“ ihrem Hass auf Israel freien Lauf lässt. Die Raketenangriffe auf israelische Zivilisten erwähnen die beiden Klima-Aktivistinnen naturgemäß mit keinem Wort. Die Jugend-Organisation „Fridays For Future“, die offenbar wie Greta Thunberg oder Naomi Klein keinerlei Probleme mit brennenden Autoreifen und dem Feinstaub der tödlichen Hamas-Raketen haben teilten auf ihren Accounts eine Serie von Instagram-Inhalten, die allesamt auf palästinensische Propaganda-Portale verweisen. So teilt „Fridays For Future“ die Seite „Palestinian Youth Movement“, mit einer Palästina-Karte ohne Israel, dem Judenstaat wird so das Existenzrecht abgesprochen.

In einer Podiumsdiskussion saß ein fanatischer Iranregimefreund neben der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und dem grünen Co-Chef Robert Habeck und ließ seinem Hass gegen Israel freien Lauf und verteidigte den Iran bedingungslos, er behauptete beispielsweise im Iran werden keine Schwule erhängt. Anstatt den Lügen des Iran-Apologeten zu widersprechen, setzte Baerbock und Habeck den Iran und Israel auf eine Stufe. Einer der negativen Höhepunkte war Baerbocks Aussage: „Wenn Du sagst, da im Iran gibt es keine Erhängung von Schwulen, nehme ich das erst mal so hin“. Dem jüdischen Staat schulde Deutschland laut Baerbock und Habeck lediglich wegen seiner Vergangenheit Solidarität. Wie wertlos alle solidarischen Aussagen sind, macht Baerbock in einem Interview mit Thilo Jung klar, als sie meinte: „Für uns ist klar: Keine Waffenexporte in Krisengebiete.“ Der Interviewer: „Keine Waffenexporte an Staaten, die Völkerrecht brechen? Die Saudis, Israel?“ – „Genau, sagen wir nein zu“ – „Israel?“ – „Sagen wir auch: In Krisenregionen soll man keine U-Boote liefern, die dann umgerüstet werden können.“

Als die Grünen zu ersten Mal 1998 in der Regierung waren, kam es zum Tabubruch mit dem ersten Angriffskrieg, gegen Jugoslawien, nach 1945. Mit der kommenden Regierungsbeteiligung von Baerbock und Co. ist ein weiterer Tabubruch, nämlich deutsche Soldaten gegen Israel, nicht mehr völlig unmöglich. Die Ansichten der Grünen, aber auch der Linkspartei oder großer Teile der SPD erinnern an den großen Publizisten Eike Geisel, der vor vielen Jahren treffend analysierte:

„Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. Das antijüdische Ressentiment entspringt den reinsten menschlichen Bedürfnissen, es kommt aus der Friedenssehnsucht. Es ist daher absolut unschuldig, es ist so universell wie moralisch. Dieser moralische Antisemitismus beschließt die deutsche Wiedergutwerdung insofern, als sich durch ihn die Vollendung der Inhumanität ankündigt: die Banalität des Guten.“

Der israelbezogene Antisemitismus ist längst nicht mehr nur bei der extremen Linken, der extremen Rechten oder den Grünalternativen zu finden, er ist längst im Mainstream angekommen. Der “Otto-Normalvergaser“ (Eike Geisel) entleert sich in den sozialen Medien und in den diversen Internetforen mit Halluzinationen gegen Israel wie: „ als würde hier einer eine akribische Anleitung dafür schreiben, wie gerecht es ist, in Palästina Araber zu derklatschen … Mich verbindet mit den Arabern so gut wie nichts, doch auch mit den anderen Bewohnern Israels hab ich keine besondere Liebesbeziehung, sind alles die gleichen Fetzenschädel und gehen mir am Allerwertesten vorbei“ oder „Es geht nicht um arabische Raketen, es geht darum dass überall paranoid Antisemitismus gewittert wird, wo keiner ist, weil alle paranoid sind“ 

Diese „Israelkritiker“ empören sich von Mauthausen bis Buchenwald zurecht über den islamischen Terror in Europa, in Wien, in Paris oder am Berliner Breitscheidplatz, verlangen von ihrer Regierung endlich davor geschützt zu werden, wenn aber dieselben islamischen Terroristen in Israel dieselben Taten begehen, schlafenden jüdischen Kindern die Kehle durchschneiden, israelische Schulbusse oder Diskotheken in die Luft gejagt werden, bleiben sie erst stumm wie die Fische und verurteilen dann die israelische Regierung für Schutzmauern und „überzogene“ Reaktionen um seine Bürger zu schützen.

Es ist nicht die Glorie Herzls die über Israel schwebt, sondern der traumatisierende Schatten Hitlers, und aus diesem Vergessen erhebt sich der aktuelle Antisemitismus. Weil es in Deutschland und in Österreich kaum noch Juden gibt, richtet sich der Hass auf Israel. Die Solidarität mit der Hamas, dem Iran, der Hisbollah und dem islamischen Dchihad ist eine Parteinahme für einen „großen faschistischen Heimatvertriebenenverband“ und Ausdruck des Bedürfnisses, die beschädigte nationale Identität wiederherzustellen.“  Bereits 1982 warnte Wolfgang Pohrt vor den antisemitischen Weltfriedensrichtern wie sie auch bei ARD und ZDF zu hören sind: „Vormundschaft und Sorgerecht für das Opfer werden dem Täter zugesprochen. Mit den Verbrechen, die Deutschland an den Juden und an der Menschheit beging, hat es sich eigenem Selbstverständnis, gemäß das Vorrecht, die Auszeichnung und die Ehre erworben, fortan besondere Verantwortung zu tragen. Der Massenmord an den Juden verpflichte, so meint man, Deutschland dazu, Israel mit Lob und Tadel moralisch beizustehen, damit das Opfer nicht rückfällig werde. Zwei angezettelte Weltkriege böten, so meint man weiter, die besten Startbedingungen, wenn es um den ersten Platz unter den Weltfriedensrichtern und Weltfriedensstiftern geht — frei nach der jesuitischen Devise, dass nur ein großer Sünder das Zeug zum großen Moralisten habe“

Wenige Ausnahmen in der Politik bestätigen das erbärmliche Bild, das Deutschland, Österreich und Europa in der Welt derzeit abgeben. So ließ beispielsweise Bundeskanzler Sebastian Kurz aus Solidarität eine Israelfahne auf dem österreichischen Bundeskanzleramt hissen und Cem Özdemir schrieb in Facebook: „Israel liegt unter Dauerfeuer von tausenden Hamas-Raketen. Geschützt wird das Land im Moment nicht durch warme Worte, sondern das Raketenabwehrsystem Iron Dome. Das muss man ganz klar sagen. Israel hat in dieser bedrohlichen Situation, in der auch das Kernland wieder angegriffen wird, natürlich das Recht auf Selbstverteidigung. …“

Es wächst in dieser Geisterzeit zusammen was längst zusammengehört, das Bündnis von islamischen Terroristen, antisemitischen Migranten und Asylbewerbern, welche ihren Antisemitismus mit der Muttermilch aufgenommen haben, linken und grünalternativen „Weltfriedensrichtern“ mit der „Moralität von Debilen“, den alten reaktionären NPD-Funktionären und dem beschriebenen „Otto-Normalvergaser.“ Sie alle eint der Hass auf Israel, dem Staat der Überlebenden des Holocaust, ein Antisemitismus, der freilich verschiedensten Ursprung hat, sekundär, islamisch, rechtsradikal, postkolonial oder antirassistisch.

In der Charta der Hamas wird die Ermordung aller Juden gefordert und die PLO zitiert bei den offiziellen Feiern zu ihrer Gründung gerne einen Hadith, der die Ermordung aller Juden zur Vorbedingung für die Stunde der Auferstehung der Toten erklärt: „Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen:  ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.’“

Der Antirassismus und das Weltbild der postkolonialen, antirassistischen Linken ist tief mit dem Antiamerikanismus. dem Antikapitalismus, der Ablehnung der Moderne, sowie  der Absage an die Errungenschaften der Französischen Revolution und der Aufklärung verflochten, deshalb sympathisieren große Teile dieser „Israelkritiker“ mit der Hamas und anderen islamischen Terrorbewegungen. In ihrem Anti-Israelismus oder Antizionismus ist der Antisemitismus enthalten wie das Gewitter in der Wolke. (Jean Améry)

Adolf Hitler schrieb 1925 in „Mein Kampf“: “Denn indem der Zionismus der anderen Welt weiszumachen versucht, dass die völkische Selbstbesinnung des Juden in der Schaffung eines palästinensischen Staates seine Befriedigung fände, betölpeln die Juden abermals die dummen Gojim auf das gerissenste. Sie denken gar nicht daran, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen, sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltbegaunerei; einen Zufluchtsort überführter Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner.“ Wegen dem Antizionismus von Adolf Hitler und der NSDAP solidarisieren sich die ewig Gestrigen um die NPD mit der Hamas und dem Islamischen Dschihad.

Die Shoah war ein Massaker an wehrlosen Menschen. Die Juden sind seit der Gründung Israels fähig sich selbst zu verteidigen. Diese Tatsache macht die Antisemiten dieser Welt fassungslos. Der Antisemitismus ist der Grund für den Nahostkonflikt, nicht umgekehrt. Israel führt nicht Krieg, wie zum Beispiel die Deutschen ihre Kriege geführt haben und führen. Israel führt Krieg, um den Juden endlich ein Leben in Sicherheit zu bieten. Die Juden versuchen nicht, andere unter ihre Herrschaft zu zwingen oder zu ihrem Gott zu bekehren, sie versuchen sich zu retten.

Dem großen französischen Philosophen und Freund Israels Jean Paul Sartre war dies alles schon vor vielen Jahrzenten bewusst und so schrieb er in seinen „Überlegungen zur Judenfrage“: „Was der Antisemit wünscht und vorbereitet ist der Tod des Juden.“

Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch

39 Kommentare leave one →
  1. 17. Mai 2021 14:00

    Der Fraktionsvorsitzende der Union, Ralph Brinkhaus, kritisiert die antisemitischen Proteste in Deutschland aufs Schärfste und nimmt die deutsche Migrationspolitik in Mitverantwortung. „Wir sehen Antisemitismus bei einem kleinen Teil der muslimischen Menschen in Deutschland“, sagte Brinkhaus im „ntv Frühstart“. „Dagegen müssen wir energisch vorgehen. Wir müssen uns fragen, wenn Menschen zu uns kommen, inwieweit wir einfordern können, dass sie unsere Werte teilen. Denn zu unseren Werten gehört auch der Schutz jüdischen Lebens. Wer das nicht achtet, hat sein Gastrecht hier verwirkt.“

    Späte Einsicht oder auch nur geheuchelt.

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  2. Stephan Gärtner permalink
    17. Mai 2021 14:37

    “Otto-Normalvergaser“ – besser kann man diese Klientel nicht beschreiben!

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  3. 17. Mai 2021 17:12

    In der CDU rumort es. Die Hass-Demos gegen Israel und Juden sorgen für massive Kritik in der CDU-Führung. Gesundheitsminister Jens Spahn muss im Gremium drastischen Worte gefunden haben. Bin gespannt ob in diesem Jahrhundert einmal reagiert wird.

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  4. Alec Strong permalink
    17. Mai 2021 18:45

    Wenn es in der Tagesschau heißt, dass die Menschen in Berlin, Frankfurt und anderen Städten „gegen die Eskalation im Nahen Osten protestiert“ hätten, dann ist eine Grenze überschritten. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind eine Schande für ganz Deutschland. Dann lassen sie auch noch unkommentiert eine Demonstrantin zu Wort kommen, die auf ihrem Schild die aktuellen Ereignisse in Israel/Gaza mit DEM HOLOCAUST in Verbindung bringt.

    GEZ nicht mehr bezahlen und die Israelhasser alleine lassen.

    https://www.mena-watch.com/tagesschau-macht-antisemitismus-zur-sorge-um-frieden-im-nahen-osten/

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    • 18. Mai 2021 12:06

      Wenn es so einfach wäre GEZ einfach nicht mehr zu bezahlen und ARD und ZDF nicht mehr zu unterstützen, dann würde ich es tun, so einfach ist es aber nicht. Leider. Verdient hätten es die „Israelkritischen“ Macher von ARD und ZDF auf jeden Fall.

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  5. 18. Mai 2021 11:10

    Der Jihad zwischen den Palästinensern und den Juden, wird fälschlicherweise als (Nah-Ost) Konflikt bezeichnet. Es handelt sich aber um einen Krieg, einen Jihad, der nun schon seit 1948 andauert. Es ist deshalb unverständlich, dass der Westen nach mehr als 70 Jahren Jihad immer noch versucht mit einer Appeasement-Politik den Jihad zu beenden.

    Der Koran und seine Bedeutung für den Jihad gegen die Juden, wird im Diskurs so gut wie nie angesprochen, dabei ist der Koran Ursache und Lösung zugleich. Nehmt den Muslimen den Koran weg und tausende Probleme lösen sich in Luft auf.

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    • 19. Mai 2021 11:22

      Da ist was Wahres dran.

      Der Kommentar war übrigens im Spam, WordPress ist schuld, deshalb habe ich ihn erst jetzt freigeschaltet.

      Mit besten Grüßen
      M.B.

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    • nussknacker56 permalink
      19. Mai 2021 20:27

      Stimmt. Die Bezeichnung „Konflikt“ stört mich auch immer wieder. So als ob es um eine bloße Auseinandersetzung von zwei Parteien ginge. Es handelt sich jedoch zumindest um einen asymmetrischen „Konflikt“, bei dem die eine Seite (Araber) versucht, die andere zu vernichten.

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    • 23. Mai 2021 18:42

      Man sollte sich nicht von den Nachrichten täuschen lassen. Wenn die Hamas 3000 Raketen schickt und danach in den Trümmern eines Hauses den „Sieg“ verkündet, ist das zwar alles eine Sache, die im Propaganda Müll untergeht, aber deswegen nicht wichtiger als ein Sack Reis, der umfällt.

      Den sunnitischen Arabern in den Golfstaaten ist klar, dass die Hamas deswegen Raketen schießt, weil der Iran Israel für die Zerstörung der Zentrifugenanlage eine Retourkutsche verpassen will. Der Schaden, den israelische Sabotage iranischer Anlagen richten kann, ist enorm, der Schaden, den die Hamas anrichtet dagegen begrenzt. Der Einfluss des Iran hat schon vor Jahren für ein Umdenken gesorgt und die arabischen Staaten haben wenig getan, um die Palästinenser zu unterstützen, außer mit Sonntagsreden. Man fürchtet die iranische Bedrohung und will sich die Palästinenser vom Leib halten.

      Dieser Krieg findet vor allem in der Propaganda statt und Kriege werden oft durch Propaganda begonnen, aber sie enden nicht wegen oder durch Propaganda. Die Palästinenser gewinnen Propagandakriege, aber Israel gewinnt die echten Kriege und das ist das einzige, worauf es ankommt beim Gewinnen.

      Die antisemitischen Ausschreitungen sind Teil einer Folklore, die offenbar bedrohlicher und schwerwiegender werden muss, bevor die politischen Kräfte sie endlich ernst nehmen. Aber das wird kommen. Es wirkt nicht so, aber selbst in Deutschland ist die Mehrheit eher auf Seiten der Israelis, wie überall sonst auch. Es sind extreme Linke, die den antisemitischen Hass über ihre kulturelle Hegemonie enorm verstärken können, aber dies entspricht nicht den realen Verhältnissen.

      Israel ist sicher. Militärisch hat es zur Zeit keine ernst zu nehmende Bedrohung zu fürchten und ökonomisch ist es eine Supermacht. Russland, China, die USA und die EU haben alle maßgebliches Interesse daran, dass Israel weiter existiert und das Powerhouse für Hochtechnologie bleibt. Alle profitieren davon.

      Die Propagandakriege mögen die Judenhasser gewinnen, aber sie gewinnen sonst nichts. Das sollte uns bewusst sein.

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      • 23. Mai 2021 19:14

        Sehr gute Kommentar Jurek, volle Zustimmung.

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      • 24. Mai 2021 15:20

        „Propagandakriege“ kosten Geld, die Raketen auch, und das bekommen die Palästinenser u.a. auch von uns. Nach Berichten in den Fernsehsendern, sind in all den vielen Jahren, Milliardenbeträge an die palästinensische Autonomiebehörde geflossen und von dort aus natürlich auch an die Hamas und anderen Terrorgruppen. Man kann quasi von einem erfolgreichen Geschäftsmodell sprechen.

        Bisher gab es nur einen (Anti-) Politiker, der sich nicht von der Propaganda und dem Mitleidswahn hat beeinflussen lassen und das war Donald Trump und dementsprechend richtig gehandelt hat.

        1995 hat der amerikanische Kongress beschlossen Jerusalem, als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die amerikanische Botschaft dorthin zu verlegen. Donald Trumps Vorgänger

        Bill Clinton «Jerusalem ist noch immer die Hauptstadt Israels und muss ungeteilt bleiben»,
        George W. Bush «Sobald ich im Amt bin, werde ich die amerikanische Botschaft in die Stadt verlegen, die Israel als seine Hauptstadt gewählt hat», und
        Barack Obama «Jerusalem wird die Hauptstadt Israels bleiben, und sie muss ungeteilt bleiben»,

        haben ihre vollmundigen Wahlversprechen nicht umgesetzt. Es waren Lippenbekenntnisse.

        Donald Trump hingegen, hat sein Wahlversprechen eingelöst und Jerusalem als Hauptstadt anerkannt und die amerikanische Botschaft nach Jerusalem verlegt. Er hat sich nicht von den Drohungen der arabischen Welt nicht beeinflussen lassen und das einzig richtige getan. Es war eine klare und unmissverständliche Absage an die Palästinenser, die mit brutaler Gewalt politische Entscheidungen erzwingen wollen (https://bit.ly/3fdDr8Q).

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        • 24. Mai 2021 16:44

          Und das ist alles richtig, macht aber keinen Unterschied für mein Argument. Was hat die PA mit den Milliardenbeträgen gemacht? Oder die Hamas mit ihrem Geld?

          Richtig. Sie haben es in einen Propaganda krieg gesteckt, weil sie mit dem Geld niemals auch nur in einem einzigen realen Krieg annähernd etwas ausrichten könnten. Solange das so bleibt, und es gibt keine Anzeichen für etwas anderes passieren könnte, mache ich mir persönlich keine Sorgen.

          Das was jetzt passiert sind nicht einmal Nadelstiche. Es sind die Reaktionen von Leuten, die vor ungefähr 200 Jahren den Krieg verloren haben und sich nur noch mit geisteskranken Phantasien behelfen können.

          Im Gegensatz zu Trump ist Netanyahu ein Politiker und Israels Stärke ist vor allem sein Verdienst. Er wird weiter Premierminister bleiben und hoffentlich seine Nachfolge im Likud geregelt haben.

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  6. 18. Mai 2021 12:00

    Nach Beratungen des Präsidiums und Vorstands der SPD verkündete der Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans, es bleibe schon dabei, dass die SPD unbedingt für das Existenzrecht Israels eintrete und auch weiteren Waffenlieferungen an Israel zustimmen werden. Das aber will die SPD an Bedingungen knüpfen.

    Sie will so etwas wie ein Mitspracherecht in Israel. Walter-Borjans wörtlich: „Aber wir haben dann auch den Anspruch, ein Stück gehört zu werden, wenn es darum geht, deeskalierend zu wirken, sich einer Zwei-Staaten-Lösung zu öffnen, Verhandlungen zu führen.“

    Ist das nur einfach Dummheit? Ahnungslosigkeit? Oder zeigt die SPD ihr wahres Gesicht, Steinmeiers Kniefall vor Arafat, seine Glückwünsche zur islamischen Revolution, Gabriels Ausfälle vom „Apartheidstaat“…..

    https://schmid.welt.de/2021/05/18/israel-und-die-deutschen-sozialdemokraten/

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  7. 18. Mai 2021 14:22

    „Die Geschosse der Terrororganisation Hamas, die aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden sind, summieren sich inzwischen auf 3150 Raketen binnen einer Woche. Der Bombenhagel setzt sich in der zweiten Woche nicht nur fort. Nun schickt die Hamas auch sogenannte Selbstmord-Drohnen nach Israel, die sich samt Sprengladung tödlich gezielt in israelische Ziele bohren können. Der militärische Arm der Hamas hat dazu ein Video verbreiten lassen, im Stile eines Propagandafilms untermalt mit dramatischer Musik, das den Start der Drohnen dokumentiert.
    Mit den „Shebab“ genannten Drohnen will die Hamas nach eigener Ankündigung israelische Chemiefabriken, Flughäfen, Öl- und Gastanks angreifen und den Krieg in eine neue Dimension führen. In Israel wächst deshalb die Sorge, denn die eigene Luftwaffe hat in den letzten Tagen bereits fünf solcher Drohnen abgeschossen. „Der Drohnenkrieg hat begonnen“, urteilen Militärexperten. Sorge bereitet den Israelis dabei insbesondere, dass damit der Iran offen in den Krieg eintrete. Die Shebabs stammen aus dem Iran und werden seit Jahren bereits im Jemen-Krieg von den iranischen Verbündeten, den Huthi-Rebellen, systematisch eingesetzt; iranische Drohnenangriffe auf saudische Raffinerien richteten im Jahr 2019 Milliardenschäden an.

    Zeitgleich mit dem Start der Drohnenoffensive bekennt sich die militärische Führung des Iran offen als Drahtzieher hinter der Hamas. Seit Langem berichten militärische Geheimdienste, dass die Hamas logistisch und finanziell von Teheran aus unterstützt und gesteuert werde. Nun verkünden iranische Staatsmedien, dass der Generalmajor der iranischen Revolutionsgarde und Kommandeur der Al-Quds-Brigaden, Ismail Qaani, in einem Gespräch mit dem Hamas-Chef Ismail Hanija uneingeschränkte Unterstützung zugesichert habe. Damit wird die Kriegsallianz offiziell. Hanija bedankte sich seinerseits für die Unterstützung des Iran und sagte laut Nachrichtensender Al-Alam, dass der Kampf gegen Israel nicht einer der Hamas, sondern der gesamten islamischen Welt sei.

    Gleich drei hochrangige Militärs des Iran nehmen plötzlich öffentlich zum Kriegsverlauf Stellung und demonstrieren damit, dass dieser auch in ihrer Hand liegt. Der Kommandeur der Iranischen Revolutionsgarde, Hussein Salami, kündigt an, dass man Israel auch durch Seeangriffe abschneiden könne. Militärchef Mohammad Bagheri lässt kundtun, dass es eine Verschiebung des Kräfteverhältnisses in der Region gibt und Israel an Macht verliere – man die Gelegenheit also nutzen solle. Qaani wiederum ermuntert die Hamas zu weiteren Angriffen mit Trommelfeuer. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte Qaanis Analyse, dass Israels Luftabwehrsystem anfällig für große Sperrfeuer von Raketen sei. Der Iron-Dome könne einzelne Raketen gut abfangen, aber mit Dutzenden zur gleichen Zeit gerate Israel in Probleme. Tatsächlich hat die Hamas in den vergangenen Tagen eine noch nie dagewesene Menge an Raketenbeschuss durchgeführt, bis zu 130 Raketen in fünf Minuten. …“

    https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Irans-Kriegspate-der-Hamas-schickt-jetzt-Drohnen-article22560683.html

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  8. 19. Mai 2021 14:06

    Heute wurde dieser Aufruf in Frankreichs größter Tageszeitung „le figaro“ veröffentlicht

    „Diejenigen, die Israel bedrohen, bedrohen uns auch“

    FIGAROVOX / TRIBUNE – Angesichts der Spannungen zwischen Israel und der Hamas bekräftigen 76 Persönlichkeiten, darunter Manuel Valls, Philippe Val und Renée Fregosi, ihre Solidarität mit dem israelischen Volk und fordern den Kampf gegen den Islamismus in all seinen Formen in Israel wie in Frankreich.

    Während sich Israel 2005 vollständig aus dem Gazastreifen zurückzog, kommt es sporadisch zu Angriffen aus dem Gazastreifen. Seit mehreren Tagen steht Israel vor einer beispiellosen Offensive: Die Hamas hat Tausende tödlicher Raketen und Raketen auf die israelische Bevölkerung abgefeuert.

    Die Hamas strebt nicht die Errichtung eines Staates für das arabische Volk Palästinas an, sondern die Zerstörung des hebräischen Staates.
    Angesichts dieser Aggression erscheint der Großteil der Medienberichterstattung surreal. Einige Journalisten wagen es jetzt, von “ Angriffen der Islamisten der Hamas “ zu sprechen , aber die meisten schicken die Kriegführenden immer noch zurück, während andere eine weitere originelle israelische Provokation hervorrufen (Immobilienkonflikte in Ostjerusalem oder die angebliche Invasion von al-Aqsa, z Beispiel), das das Pulver in Brand gesteckt hätte, obwohl wir wissen, dass der Raketenvorrat (der insbesondere von den iranischen Sponsoren der Hamas finanziert wird) und die Tunnel bereits seit langer Zeit vorhanden sind.
    Was bestimmte politische Parteien in Frankreich betrifft, so bestätigt ihre Bereitschaft, die Hamas zu verteidigen, ihre islamisch-linke Tendenz trotz ihrer sanften Ablehnung. Andererseits bewegen vierhunderttausend Tote in Syrien und alle Opfer des islamistischen Terrorismus im Nahen Osten, in Pakistan, Afghanistan oder Afrika diese empörten Menschen nicht.

    Durch die Konfrontation mit der fortgeschrittenen Figur des Islamismus in Gaza trägt Israel zur Niederlage eines islamischen Totalitarismus bei, der auch in unserem Gebiet wütet.
    Die Versuche, islamistische Gewalt zu entschuldigen oder zu rechtfertigen, die die Folge des gerechten Zorns der Demütigten, “ Verwüsteten “ und Unterdrückten sein würde, sind unbegründet und unwahr. Weil die “ palästinensische Sache “ nicht die Sache einer wirtschaftlich oder politisch verzweifelten Dritten Welt ist und war. Das arabische Unglück ist real, aber seine Ursache liegt im Herzen der arabischen Mächte und liegt nicht in Israel. Das palästinensische Unglück ist real, aber der Grund für dieses Unglück heißt Hamas und nicht Israel.

    Solange die Europäer die islamistische Kosmologie nicht in ihr Lesegitter des muslimischen Raums und der arabischen Welt integrieren, werden sie die wirklichen Probleme nicht verstehen. Der tödliche Gedanke an die Muslimbruderschaft, deren Inkarnation die Hamas ist, wirkt sich auf Frankreich und Europa sowie auf Nordafrika und die Sahelzone aus. Es ist dieselbe Ideologie, die den Arm des Mörders von Samuel Paty bewaffnet hat, als sie Kobili Traoré fanatisierte, die Sarah Halimi massakrierte, weil sie Jüdin war, dh eine Anhängerin Satans in der islamistischen Phantasmagorie.

    In der gegenwärtigen Konfrontation ist Israel in seinen Rechten. Unabhängig von den Fehlern, die manche ihren Herrschern vorwerfen möchten, hat Israel das Recht zu existieren und an seinem Sein festzuhalten. Und hier kämpft er gegen seinen Angreifer. Sie kämpft noch heute um die Verteidigung ihres Territoriums und ihrer Bevölkerung (jüdisch und arabisch, gleichgültig von Raketen betroffen).

    Aber Israel macht das nicht nur. Durch die Konfrontation mit der fortgeschrittenen Figur des Islamismus in Gaza trägt Israel zur Niederlage eines islamischen Totalitarismus bei, der auch in unserem Gebiet wütet. Sie müssen kein großer Experte sein, um dies zu verstehen und zu verstehen, dass über das, was im Nahen Osten auf dem Spiel steht, wahrscheinlich auch unsere Zukunft hier in Frankreich und in Europa auf dem Spiel steht.
    Bestätigen Sie unsere Solidarität mit dem israelischen Volk!

    Unterzeichner:
    Mehdi Aïfa, antiislamistischer Aktivist
    Michel Albouy, Universitätsprofessor
    Paul Atlan, Arzt
    Claudine Attias-Donfut, Forschungsdirektorin
    Michel Auboin, Berater
    Bat Ye’or, Schriftsteller, Forscher
    Jean-Jacques Benoît, Ehrenbürgermeister von Pessa,
    Hortense Bile, Präsident der AMIFA
    Claire Brière-Blanchet, Journalistin
    Frédéric Joseph Bianchi, Präsident des Vereins Terra Eretz
    Jean-Marie Brohm, emeritierter Universitätsprofessor
    Catherine Chalier, Philosophin
    René Chiche, Professor für Philosophie
    Elie Chouraqui, Filmemacher, Journalist
    Sophie Chauveau, Schriftstellerin
    Charles Coutel, Universitätsprofessor
    Brice Couturier, Journalistin, Essayistin
    David Duquesne, liberale Krankenschwester, Kolumnist
    Yves Doukhan, Berater, Vorstandsmitglied von Dhimmi Watch
    Bernice Dubois, Ehrenpräsidentin der Bewegung für Frieden und gegen den Terrorismus
    Annick Duraffour, Associate of Letters
    Alexandre Feigenbaum, Präsident von Dhimmi Watch
    Elisabeth de Fontenay, Philosophin
    Renée Fregosi, Philosophin, Politikwissenschaftlerin
    Luc Ferry, Philosoph
    Jean Giot, emeritierter Professor für Universitäten
    Aline Girard, ehrenamtliche Generalkuratorin, Essayistin
    Gilles-William Goldnadel, Rechtsanwalt
    Yana Grinshpun, MCF University
    Philippe Gumplowicz, Universitätsprofessor
    Alain Herbeth, Essayist
    Danielle Khayat, pensionierte Richterin
    Alexandre Krivitzki, Psychoanalytiker
    Marcel Kuntz, Forschungsdirektor
    Sergey Kuznetsov, Schriftsteller
    Alexandra Laignel-Lavastine, Philosophin
    Teddy Lasry, Komponist, Musiker
    Michel Laval, Rechtsanwalt
    Jean Pierre Lledo, Filmemacher
    Barbara Lefebvre, Lehrerin, Essayistin
    Yves Mamou, Journalist, Essayist
    Aurélien Marcq, leitender Beamter
    Liliane Messika, Schriftstellerin, Übersetzerin
    Thibaut Moreau, Psychoanalytiker
    Franck Müller, emeritierter Professor
    Marc Nacht, Psychoanalytiker
    Fabien Ollier, Direktor der QS-Editionen
    Rémi Pellet, Universitätsprofessorin
    Céline Pina, Essayistin
    Ziva Postec, Regisseurin, Herausgeberin
    Michaël Prazan, Schriftsteller, Dokumentarfilmer
    André Quaderi, Professor, EMDR-Psychotherapeut
    Gérard Rabinovitch, CNRS-Forscher
    Richard Rossin, Chirurg, Gründer von Médecins sans frontières
    François Roudaut, Universitätsprofessor
    Xavier-Laurent Salvador, MCF-Universität
    Georges-Elia Sarfati, Universitätsprofessor
    Jean-Paul Sermain, Universitätsprofessor
    André Senik, Professor für Philosophie
    Bruno Sire, Ehrenpräsident der Toulouse Capitole University
    Jean Szlamowicz, Universitätsprofessor
    Talila, Sängerin, Schauspielerin
    Pierre-André Taguieff, Philosoph, CNRS
    Jacques Tarnero, Essayist
    Thibault Tellier, Universitätsprofessor
    Semira Tlili, Präsidentin von # Reseau1905
    Dominique Triaire, Universitätsprofessor
    Michèle Tribalat, Demografin
    Monette Vacquin, Psychoanalytikerin
    Henri Vacquin, Soziologe
    Philippe Val, Journalist, Essayist
    Caroline Valentin, Rechtsanwältin
    Manuel Valls, ehemaliger Premierminister
    Sophie Valles, Mitglied von # Reseau1905
    Ibn Warraq, Essayist
    Aude Weill-Raynal, Rechtsanwalt
    Jean Pierre Winter, Psychoanalytiker
    Michel Gad Wolkowicz, Psychoanalytiker
    Jacques Wrobel, Arzt

    https://www.lefigaro.fr/vox/monde/ceux-qui-menacent-israel-nous-menacent-aussi-20210518?

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    • nussknacker56 permalink
      19. Mai 2021 20:38

      Klasse. Kaum vorstellbar, dass ein Aufruf von solcher Klarheit in Deutschland viele Unterschriften bekäme. Ich wäre auf jeden Fall dabei. 😉

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  9. 20. Mai 2021 10:23

    Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, im RBB in den Abendnachrichten halluziniert der Reporter Dietmar Teige über eine antisemitische propalästinensische Hass-Demo: „Es ist friedlich geblieben. Also eine ganz tolle Atmosphäre bislang … Immer wieder hörte man ‚free, free Palestine‘ also für ein freies Palästina. Die Menschen demonstrierten für mehr Frieden für die Menschen in Palästina …. Es war sehr bunt. Es waren viele junge Menschen da. Viele junge Frauen, die auch sehr viel Farbe in diese Demonstration reinbrachten. Aufgrund von vielen palästinensischen Fahnen, die sie mitgebracht hatten, ihre Kostüme, durch ihre Kopftücher und teilweise waren sie halt auch geschminkt. Das verlieh dieser Demonstration eine sehr sehr gute Atmosphäre. Es gab keine antiisraelischen Parolen. Die Kritik an der Kriegsführung der Israelis war zu hören. Aber es war kein Judenhass, kein Aufruf zur Gewalt zu hören. Das ist ein ganz gutes Fazit, das wir hier heute ziehen können.“

    Der Slogan „Free Palestine“ steht für die Auslöschung des jüdischen Staates, an dessen Stelle der palästinensische Staat kommen soll. Neben diesem Aufruf zur Gewalt wurden wie überall diverse antisemitische Parolen wie Kindermörder Israel“ gegrölt.

    https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/pro-palaestina-demonstration-auf-dem-alex/rbb-fernsehen/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvYWJlbmRzY2hhdS8yMDIxLTA1LTE5VDE5OjMwOjAwXzQ5NjYxZjdmLTMxOWYtNDUyMC1hNDNmLWQ5MjI5ZjIzNTQ3NC9wcm8tcGFsYWVzdGluYS1kZW1vLWluLWJlcmxpbg/

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  10. Stephan Gärtner permalink
    20. Mai 2021 11:01

    on wegen «Nie wieder!» – Dieser Samstag war ein Tag der Schande für Deutschland

    Nach den judenfeindlichen Demonstrationen in mehreren Städten äussern Politiker Empörung. Doch seit Jahren wird muslimischer Antisemitismus geduldet. Und die selbsterklärten Antifaschisten schweigen.

    https://www.nzz.ch/international/deutschland/jede-antisemitische-demonstration-in-deutschland-ist-eine-schande-ld.1625433?

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  11. Stephan Gärtner permalink
    20. Mai 2021 11:02

    Erlösungsantisemitismus

    Soleimani habe die Vertreibung Israels aus Jerusalem zur religiösen Pflicht und Säule des Islam erklärt. Auch Sharif wünschte sich in seiner Ansprache eine neue und explizit dschihadistische Intifada und erklärte, dass seine Organisation den Treueschwur gegenüber Gott und dem palästinensischen Volk erneuert habe.

    Der Generalsekretär der „Weltorganisation für die Annäherung islamischer Religionen“, Hojatolislam Shahriari, versuchte sich in Erklärungen, warum die göttliche Mission der Vertreibung der Juden aus den islamischen Ländern bislang nicht vollends umsetzbar war und ließ dabei den Konflikt zwischen theoretischem Allmachtsanspruch bei gleichzeitiger Ohnmacht offenbar werden.

    Dass Israel nach wie vor existiert, liegt in seinem Denken nach maßgeblich am Westen und den USA, die es mit Hilfe von Tricks schafften, die islamische Gemeinschaft der Ummah zu spalten und einige arabische Länder dazu zu verleiten, Friedensverträge mit Israel zu schließen, wie jüngst die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Saudi-Arabien.

    Im Anschluss beschwor Shahriari die Einigkeit der Ummah, weil nur so der „Krebstumor innerhalb der islamischen Länder auszurotten sei“, wie er auf der Versammlung verlauten ließ. Als wäre Israel für alles Übel in der Region verantwortlich, betonte er, dass mit der Vernichtung Israels Unsicherheit, Terror, Vergewaltigung und Vertreibung den westasiatischen Raum für immer verlassen würden – und gab damit dem erlösungsantisemitischen Weltbild der Versammelten den prägnanten Ausdruck.

    Die vom iranischen Regime Geladenen beendeten das Treffen in logischer Konsequenz mit dem gemeinsamen Rufen des Slogans „Nieder mit Israel, nieder mit dem zionistischen Regime!“

    https://www.mena-watch.com/das-iranische-regime-bringt-israelhasser-jeder-facon-an-einen-tisch/?

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  12. 21. Mai 2021 10:26

    „Fridays for Future“ ist nun eine offen antisemitische Organisation:
    .
    FFF solidarisiert sich mit Terroristen, deren einziges Ziel der Mord an Juden ist. „Unsere Herzen sind mit all den Märtyrern”, schreibt FFF in einer Sprache, die man sonst nur vom militärischen Flügel der Hamas kennt.
    .
    FFF rechtfertigt nicht nur Gewalt gegen Israel. FFF gibt der Hamas einen Freifahrtschein für antisemitischen Terror, da Palästinenser „nicht immer das Privileg haben, Gewaltlosigkeit als Option zu haben“.
    .
    FFF verbreitet Fake-Karten des Nahen Ostens, um Israels Existenz zu delegitimieren. Zuletzt tat dies Erdogan in der UN, bekam Dankesbriefe von der Hamas.
    .

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  13. 21. Mai 2021 17:40

    Nachdem ich von Detlef zum Winkel das OK bekam einen Teil seiner heutigen Nachricht an mich öffentlich zu machen, möchte ich die aus meiner Sicht interessante Position von Detlef zum Winkel hier öffentlich machen:

    „ …. Als Eintracht Fan fiel mir die Kritik an Amin Younes auf. Ich habe so etwas seit langem erwartet, vor allem bei Özil. Ich zögere aber, Younes in diese Schublade zu stecken. Er ist nicht der Typ für eine Pilgerreise nach Mekka. Für mich bestand kein Zweifel daran, dass er seine Hanau-Solidaritätsaktion ernst meinte und nicht aus Publicity-Gründen betrieb. Sportlich ist er aktuell in einer schwierigen Situation. Er schleppt sich mit Verletzungen herum, behauptet aber topfit zu sein und ist es dann doch nicht so ganz. In Fan-Kreisen war er der Superstar, doch dann vergeigte er zeitgleich mit seiner Gaza-Stellungnahme das Schalke-Spiel. Jetzt ist er von einem Tag auf den anderen auf Normalmaß geschrumpft. Vielleicht brauchte er den Zuspruch aus seiner Community? Den bekam er aber nicht, weil er seine Stellungnahme auf humanitäre Fragen beschränkte. So sah er sich auf Instagram Forderungen ausgesetzt, er solle Israel als Kriegsverbrecher benennen und zum Kampf gegen den Zionismus aufrufen. Ich glaube, bei Salah lief es ähnlich. Was ich Younes und Salah vorwerfe, ist nicht, dass sie aus einer humanitären Motivation gegen das israelische Bombardement protestieren, sondern dass sie zu denkfaul sind, sich zu informieren und in diesen Konflikt wirklich einzuarbeiten, bevor sie ein Statement abgeben. Zu dumm dafür sind diese intelligenten Spieler nämlich nicht. Eine richtig antisemitische Seilschaft gab es hingegen unter französischen Fussballern, die sich bei der WM in Südafrika gebildet hatte und zu der Benzema und Ribery gehörten. Beide hatten dann in der Equipe tricolore keine Chance mehr, Ribery wurde bei den Bayern aufgefangen, Benzema bei Real, wo Zidane beharrlich zu dem Thema schweigt. Das sind die Leute, die mit Dieudonné M’bala M’bala sympathisierten und dessen Quenelle-Gruß auf dem Spielfeld platzierten. Umso bedenklicher finde ich es, dass Pogba ebenfalls eine Gaza-Stellungnahme abgeben zu müssen glaubte. Mbappé zum Glück (noch?) nicht. Das ist eine gefährliche Situation, zumal gerüchteweise verlautet, dass Benzema wieder in die französische Nationalmannschaft berufen werden soll.“

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  14. 23. Mai 2021 13:37

    Alles auf den Punkt gebracht und sehr gute Kommentare hier, bei F&F hat sich dafür der antisemitische Mob ausgetobt, habe das Ganze nur überflogen, das hat mir gereicht.

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    • 23. Mai 2021 19:23

      Unter den knapp 600 Kommentaren sind schon einige dabei, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Diese Kommentare belegen eindrucksvoll die Querfront von links und rechts und der scheinbar gemäßigten Mitte. Das Bündnis der Judenhasser steht wie eine Wand, vom Ausländerhasser über den rechtsextremen Geschichtsrevisionisten über den Augstein-Linken, den Corona-Leugner bis zum Stalinisten und Otto-Normalvergaser, sie alle eint der Hass auf Israel. Ich habe schon den Eindruck, dass es eher schlimmer als besser wird. Ich werde mal ein paar der extremsten Kommentare raussuchen und zu Dokumentationszwecken hier posten.

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  15. 23. Mai 2021 16:43

    Ohne ständige Bedrohung zerfält die jüdische Religion. Das beste Beispiel bietet die christliche , deren Erosion mit dem Sieg vor Wien begann und nun in einem Postkirchklichen Zeitalter endete. Ein Frieden mit den Palästinensern bedeutet das Gleiche und deshalb unterstützt Israael auch die Hamas.

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    • 23. Mai 2021 19:15

      Israel wird von der Hamas angegriffen und unterstützt keineswegs die Hamas.

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      • 23. Mai 2021 20:10

        Bei dem lückenhaften Wissensstand ist es doch mal notwendig, die Geschichte genauer zu studieren. Die Hamas wurde von Israel mit aufgebaut, damit sie einen Gegenpol zur Fatah bildet. Deshalb kommen die gewaltsamen Ausein- andersetzungen auch für beide Seiten immer wie gerufen.
        Teile und herrsche lautet dieses uralte Prinzip.

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        • 25. Mai 2021 11:37

          Antisemitischer Quatsch. Was sie tun ist, willkürliche und vor allem sinnlose Aggression zu rechtfertigen, für deren Ursachen sie sich nicht interessieren,
          Warum der israelische Staat ein Interesse daran haben sollte, dass sein Territorium und seine BürgerInnen von 3000 Raketen bedroht werden, ist ihnen nicht erklärbar. Warum auch? Was sie wollen ist Massenmord an Juden und Israelis. darum posten sie diesen uninteressanten Scheiß.

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        • 25. Mai 2021 12:09

          Jemand, der sofort mit der Antisemitismuskeule wild um sich schlägt, zeigt nur , dass er ein ganz verbohrter Depp ist.

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        • 25. Mai 2021 14:01

          @gunst01 Wer keine Argumente hat, dem bleibt nur die Beleidigung. Ihr Kommentar wurde nur aus Dokumentationszwecken freigeschaltet um dieses sehr weit verbreitete Phänomen zu belegen. Nach nun mehrmaligen Verstößen gegen die Netiquette war das ihr letzter Kommentar hier.

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      • 23. Mai 2021 21:42

        Ihre Behauptung Israel hat die Hamas gegründet ist wie die Behauptung Juden sind selbst schuld am Antisemitismus der antisemitische Klassiker. Im besten Fall sind Sie der Propaganda von PLO Terroristen wie Arafat aufgesessen.

        Sie sollten dringend ihren lückenhaften Wissensstand verbessern. Für Antisemitismus und antisemitische Verschwörungstheorien ist im Übrigen hier kein Platz. Weitere Kommentare von Ihnen werden nur veröffentlicht, wenn sie Hand und Fuß haben. Siehe Netiquette.

        >>> Brigadegeneral a.D. Schalom Harari ist Forscher beim IDC in Herzliya und spezialisiert auf Islamisten: „Die Mär israelischer Starthilfe für die HAMAS lässt sich kaum ausmerzen“. Die HAMAS (Harakat al-Muqawima al-Islamiyya, Islamische Widerstandsbewegung) wurde 1987 als der ‚militärische Arm‘ der Moslembruderschaft (Ikhwan al-Muslimin, 1946, Mujama ab 1973) gegründet. Die Islamisten hatten im Gazastreifen ein soziales Netz aufgebaut, jedoch ohne militärische Ambitionen. Sie gründeten in Gaza die islamische Universität und bezogen Gelder aus dem Ausland für den Bau von Moscheen. Israelische Genehmigungen dafür werden als ‚Beweis‘ für die Bevorzugung der Islamisten angebracht. „Das ist ein lächerliches Argument“, meint Harari. „In der gleichen Periode entstanden die ‚Bir Zeit Universität‘ und ‚ANadschach‘ in Nablus“. Im Gegensatz zur weltlichen ‚Fatah‘, DFLP oder PFLP unter dem Dach der PLO, enthielten sich die Islamisten bis 1989 des Terrors gegen Israel. Bewaffneter Widerstand sollte warten, „bis wir bereit sind und um Israel keinen Vorwand zu liefern, uns zu stoppen“, zitiert Harari. Kaum ein Moslembruder saß im Gefängnis.

        Jassir Arafat schimpfte die Islamisten schon Anfang der 1980er-Jahre „Kollaborateure mit Israel“, Feiglinge und Verräter. Die Zahl der Insassen in israelischen Gefängnissen galt als Gradmesser. Israel hatte aber damals keinen Grund, Islamisten zu verhaften. Sie verstießen nicht gegen die Gesetze. Arafat wollte gleichwohl die ‚Nicht-Nationalisten‘ in die PLO einbinden. Doch die Moslembrüder und später die HAMAS kannten ihre wahre Stärke und verlangten 40 Prozent der Sitze in allen PLO-Gremien. Die Kommunisten und Andere lehnten ab. Arafat waren die Hände gebunden. Er war politisch wie militärisch von Moskau und Ost-Berlin abhängig. ‚Fatah‘ und die Islamisten bekämpften sich gleichzeitig bis auf das Messer, was bei allen Darstellungen der Geschichte der HAMAS detailliert ausgeführt wird. „Der Machtkampf währt schon über dreißig Jahre“, sagt Harari und verweist auf die Ermordung des Rektors der Universität von Gaza, Ismail Khatib, 1983 durch die ‚Fatah‘. Khatib hatte mit seinen Islamisten die Universitäten erobert. Seitdem trennt eine hohe Mauer den gemeinsamen Campus der islamischen Universität und der Universität von Gaza.

        weiterlesen hier:

        https://www.consulting-plus.de/globale-herausforderungen/die-maer-von-israels-gruendungshilfe-fuer-die-hamas/

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  16. 24. Mai 2021 21:16

    Weil Bob Dylan heute 80 Jahre alt geworden ist und sein „Neighborhood Bully“ angesichts des antisemitischen Mobs auf den Straßen und in den Wohnzimmern wieder einmal aktuell ist, ein paar Strophen daraus:

    Well, der Störenfried von nebenan, der steht ganz allein da, Seine Feinde behaupten, er säße auf ihrem Land. An Zahl sind sie ihm millionenfach überlegen, Er hat nichts, wohin er sich flüchten oder retten könnte, Er ist der Störenfried von nebenan.

    Der Störenfried von nebenan muss um sein Dasein kämpfen, Man nimmt’s ihm krumm, macht’s ihm zum Vorwurf, dass er lebt. Man erwartet, dass er ’n dickes Fell hat und sich nicht wehrt, Sich hinlegt und stirbt, wenn man ihm die Tür eintritt. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Der Störenfried von nebenan wurde vertrieben aus jedem Land,Er ist als Verbannter über die Erde gewandert.Seine Familie wurde versprengt, sein Volk verfolgt und zerstreut,Er sieht sich immerzu angeklagt, überhaupt geboren zu sein. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Well, er hat einen Lynchmob erledigt, das nahm man ihm krumm, Alte Frauen prangerten ihn an, forderten eine Entschuldigung. Dann zerstörte er eine Bombenfabrik, das freute keinen. Die Bomben waren für ihn bestimmt. Und er sollte Reue zeigen. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Seine Verbündeten, die sind nicht der Rede wert. Was er kriegt, muss er bezahlen, er bekommt nichts aus Liebe. Er kauft veraltete Waffen, das tut ihm keiner verwehren. Aber keiner schickt ihm Männer, die an seiner Seite kämpfen. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Well, er ist umgeben von Pazifisten, die alle Frieden wollen, Die jeden Abend beten, dass das Blutvergießen aufhören soll. Na, die würden keiner Fliege was tun, es bräche ihnen das Herz. Sie lauern und warten, bis dieser Störenfried sich schlafen legt. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Alle Reiche, die ihn unterjochten, sind untergegangen,Ägypten und Rom, sogar das große Babylon. Er hat im Wüstensand einen Paradiesgarten gepflanzt, Kungelt mit keinem, steht unter niemandes Gewalt. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Seine heiligsten Bücher hat man in den Schmutz getreten, Kein Vertrag, den er unterschrieb, war das Papier wert, auf dem er stand. Er nahm die Brosamen der Welt, hat daraus Reichtum gemacht, Hat Leidenden und Kranken Gesundheit gebracht. Er ist der Störenfried von nebenan.

    Bob Dylan und sein „Neighborhood Bully“

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  17. nussknacker56 permalink
    25. Mai 2021 19:13

    https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw20-de-aktuelle-stunde-israel-842562

    Im Bundestag fand am 19.5.2021 auf Antrag von CDU/CSU eine „Aktuelle Stunde zu den Raketenangriffen auf Israel und der Eskalation der Gewalt“ statt. Ich habe im Folgenden versucht, die Ergebnisse zusammenzufassen.

    Gelegentlich ist es interessant zu wissen, wer die reaktionärste Position vertritt und die schäbigste Rolle spielt. Hier ist es mit deutlichem Abstand Gregor Gysi, Die Linke ab 24:21. Durchgehend gegen Israel, unterbrochen von einer reinen pro-forma-Kritik an der islamfaschistischen Hamas. Immerhin gendert er dreimal „Palästinenserinnen und Palästinenser“, während die „Israelis“ bei seiner Aneinanderreihung von ständigen Relativierungen auch in dieser Hinsicht das Nachsehen haben.

    Der erste Beitrag kommt von Heiko Maas, SPD. Der Bundesaußenminister ist verantwortlich für das Abstimmungsverhalten Deutschlands in der UNO. Die Raketenangriffe seien „durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch die Ereignisse auf dem Tempelberg am vorletzten Wochenende.“ Er relativiert und vernebelt ansonsten wie gewohnt. Wenigstens kommen noch einige deutliche Worte gegen den Mob auf den Straßen.

    Die beste Rede hielt Alexander Graf Lambsdorff, FDP, 18:40. Einigermaßen deutliche Worte und eine ebensolche Analyse.

    Selbst die Rede von AfD-Redners Armin-Paulus Hampel (7:32) war sachlicher und von mehr Empathie getragen als die von Gysi.

    CDU/CSU-Redner Johann David Wadephul, 13:00, positionierte sich deutlich, vermied es aber, Namen zu nennen (Iran, Baerbock, Borjan).

    Omid Nouripour, Grüne, 29:30, kritisierte die AfD, den antisemitischen Hass auf Deutschlands Straßen, ohne jedoch den türkisch-arabischen Mob beim Namen zu nennen. Er sprach einige klare Worte, aber auch von den leidtragenden Zivilisten „auf beiden Seiten“. Auch palästinensische Zivilisten hätten Angst vor „Raketenangriffen(!)“. Natürlich durfte die unvermeidliche „Israelkritik“ dann auch nicht fehlen.

    Dirk Wiese, SPD, 34:50, fand zwar keine Kritik an seinem Vorsitzenden, aber doch einige klare Worte zu den Hasskundgebungen in Deutschland. Dafür verwurstete er die Ablehnung von Antisemitismus mit der von Rassismus, ganz so, als ob letzteres ein Massenphänomen wie ersteres wäre.

    Die zweite Runde beginnt ab 40:40 mit Anton Friesen von der AfD mit einer Kritik an UNO, Erdogan, BLM und Heusgen (dt. UN-Botschafter).

    45:00, CDU/CSU, Jürgen Hardt, ist mit den Gedanken bei den „Freunden in Israel“ aber auch bei den palästinensischen Zivilisten [die natürlich, ebenso wenig wie die Deutschen im Dritten Reich, für die gewählten Zustände nicht verantwortlich sind].

    50:20, Kerstin Griese, SPD. Wendet sich gegen Antisemitismus, der in einem rechtsextremen „kleinen Teil der Bevölkerung“ vorhanden sei.

    55:50, Mario Mieruch, parteilos (ehem. AfD), ist israelsolidarisch, kritisiert Maas als Phrasendrescher und allgemein die Unglaubwürdigkeit der Bundesregierung. Er hält m.E. die beste Rede in der zweiten Runde und bekommt von keiner Seite Beifall.

    59:10, Norbert Röttgen, CDU/CSU. Seine Agenda wird in den ersten Sätzen deutlich: Er verteidigt Maas und den Handheber gegen Israel in der UNO, Christoph Heusgen. Zwar kritisiert er die Unfähigkeit der EU, will aber zukünftig mehr Einmischung von eben dieser Seite, was nichts gutes bedeuten kann. Ansonsten: „Wir haben nicht muslimischen Antisemitismus erlebt, sondern haben Antisemitismus von einzelnen Muslimen erlebt.“

    01:05:00, Dietmar Nietan, SPD. Ist gegen Antisemitismus, deutlich israelkritisch und gendert sehr gerne. „Das Leid in Israel und Palästina ist groß. Auf beiden Seiten.“

    01:11:10, Christian Schmidt, CDU/CSU, zitiert Paul Celan, ist für die Zweistaatenlösung und sagt sonst nichts Bedeutsames.

    Ende.

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    • 25. Mai 2021 22:10

      Danke. Unfassbar aber eigentlich nicht überraschend. Wenn die AfD (mit der FDP) die besten Reden zu Israel hält, nicht zum ersten Male übrigens, dann weiß man was die Stunde geschlagen hat.

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  18. helensson permalink
    29. Juni 2021 16:20

    Kay Sokolowski weist in Konkret 7/2021:33 auf die Parolen des Malte Lehmung im Berliner Tagesspiegel vom 27.5.2021 hin, gipfelnd in der kaum noch kaschierten Einladung dazu, „das Existenzrecht Israels“ in Frage zu stellen… (der ts-Autor meint bescheiden deutschlandweit.) – hier nachzulesen:
    https://www.tagesspiegel.de/politik/meinungs-und-versammlungsfreiheit-es-gibt-kein-unauffaelligkeitsgebot-fuer-migranten/27227284.html

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  19. 10. Juli 2021 16:44

    Stefan Frank hat sich übrigens mit der Podiumsdiskussion von Habeck und Baerbock und dem Israelhasser und Iran-Apologeten näher beschäftigt (Die Grünen sind schon deshalb unwählbar):

    Moderator: Kurz die Spielregeln: Nicht mehr als zwei bis drei Minuten und am besten nicht zwanzig Fragen auf einmal.

    Mann im T-Shirt: Ich bin Esfand, gebürtig aus Teheran, als Flüchtling nach Deutschland gekommen, später Internetsachen gemacht, und mache jetzt eher andere Sachen, eher gesellschaftliches Engagement, bisschen wild.

    Zwei Themen haben mich – ich habe mich mal als sozialliberal betrachtet – und habe fast immer die Grünen gewählt und war auch mal `n bisschen bei den Jungen Grünen, aber auch bei den Jungen Liberalen davor, bisschen vorbeigeschaut, da war ich 15, 16. Nun habe ich aber zwei Punkte, also Themen, die mich total beschäftigen.

    Ich hab’ überlegt, wie kann man die Gesellschaft gerechter machen und auch den Nahen Osten. Das sind auch meine beiden Steckenpferde. Die Nahostpolitik der Grünen, find’ ich, unterscheidet sich kaum von der der CDU. Da werden Dinge nicht beim Namen genannt, beispielsweise, wenn es da eine Apartheidsmilitärdiktatur gibt, wo über 50 Prozent der Bevölkerung von Wahlen ausgeschlossen sind, seit Generationen, und über 50 Prozent der Bevölkerung auch gar keine Aussicht darauf hat, jemals ein Wahlrecht zu bekommen, und das Ganze eine Militärdiktatur ist, wird das hier in Deutschland nicht beim Namen genannt.

    Moderator: Von welchem Land sprichst du?

    Mann im T-Shirt: Israel. Gleichzeitig wird aber Iran massiv dämonisiert. Also alles, was ich über den Iran wusste, bis vor wenigen Jahren, hat sich als falsch herausgestellt. Da heißt es ganz oft – in der BILD-Zeitung natürlich sowieso –: Iran hängt Schwule. Eine blanke Lüge! Dazu habe ich oft auf Facebook geschrieben, Redakteure angesprochen, Politiker angesprochen.

    Moderator: Was wirfst du jetzt den Grünen vor?

    Mann im T-Shirt: Ähm. Wo ist denn jetzt der Unterschied zwischen dir [zeigt auf Baerbock] oder euch und Jens Spahn? [Baerbock prustet] Wenn es um Nahostpolitik geht? Waffenexporte in eine Militärdiktatur, sogar atomare Technologie, Waffentechnologie, deutsche U-Boote, mit denen man Atomraketen auf den Iran abschießen kann beispielsweise [muss selbst lachen]?

    Moderator: Also ich glaube, der Punkt ist klar geworden. Das war so `n kleiner Trigger: Wo ist jetzt eigentlich der Unterschied zwischen Baerbock/Habeck und Spahn? Wer mag denn antworten?

    Baerbock: Also, da gibt’s viele Punkte, würde ich sagen. Ich hab’ mit Jens Spahn auch viele Nächte verbracht.

    Moderator: Oh! (Gelächter im Publikum)

    Baerbock: Nicht ganz freiwillig.

    Moderator: Oh! (Gelächter in der ganzen Runde)

    Baerbock: Bei den Jamaica-Sondierungen, weil wir gemeinsam über Europa verhandelt haben. Das war sehr zäh und heftig. Ja, deswegen gibt’s da viele Unterschiede.

    Aber auf die Frage Außenpolitik und Nahost, und das ist ja gleich zu Anfang auch `n hartes Thema, und `n Thema, was, ja, nicht so einfach ist, weil wir da als Grüne das ganz klar sagen – also mit Blick auf Israel jetzt die Frage –: dass wir `ne historische Verantwortung haben. Und ich glaube, das ist auch wirklich noch mal eine besondere Rolle für Deutschland, aufgrund der sechs Millionen Juden, die hier ermordet wurden.

    Dass die Frage vom Existenzrecht Israels eine ist, die in unserer historischen Verantwortung liegt, und deswegen gibt es da aus meiner Sicht zwischen allen demokratischen Parteien auch wirklich einen historischen Grundkonsens, und auf die Frage: Was unterscheidet euch da? Da, an diesem Punkt, nicht viel oder gar nichts.

    Und auf der anderen Seite haben wir als Grüne aber auch immer wieder deutsch… deutlich gemacht, dass man gerade mit den Ländern, wo man `ne tiefe Freundschaft oder auch historische Verantwortung hat, Dinge auch nicht schönreden darf. Und das heißt, dass wir auch das immer wieder angesprochen haben. Ich war einmal auch länger in Israel, um genau die Frage…

    Mann im T-Shirt: Aber noch nie in Teheran.

    Baerbock: Nee, noch nie in Teheran. Ja, ich beantworte jetzt erst mal die Israel-Frage, und dann komme ich zum Iran. Und genau diese Frage, und da leben eigentlich Staatsbürger eines Landes und sind aber eingeschlossen, weil sie in Städten sind, denn die Mauer geht ja nicht so zwischen dem Gazastreifen [malt mit der Hand eine Mauer in die Luft], sondern einzelne Siedlungsgebiete sind ja mit einer Mauer umstellt.

    Und dass das natürlich `ne Frage, ich bin Völkerrechtlerin, ist, die mit dem Völkerrecht so nicht vereinbar ist und das auch immer wieder deutlich betont, und auf der anderen Seite aber wie gesagt auch eine Frage von historischer Verantwortung. Und so schwer das ist, sagen wir deshalb auch immer, es muss `ne Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt geben, und Menschenrechtsverletzungen müssen auch als Menschenrechtsverletzungen so immer betitelt und auch klar und deutlich zur Sprache gebracht werden.

    Und mit Blick auf den Iran und Teheran – oder erst mal Waffenexporte und Rüstungsexporte betrifft ja vor allen Dingen auch Israel, da haben wir `ne sehr andere Meinung als die CDU oder auch die Union insgesamt, weil wir ganz klar sagen, Rüstungsexporte in Kriegsregionen gehen nicht oder in Krisenregionen, und die U-Boot-Lieferungen, die es auch an Israel gegeben haben, die haben wir als Grüne auch immer kritisiert.

    Also hier haben wir dann eine andere klare Haltung als – Herrn Spahn habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht dazu gehört – aber jedenfalls als die Union.

    Und Blick auf den Iran: Nein, ich persönlich war noch nie im Iran. Bei der ganzen Frage mit Atomdeal und den USA haben wir `ne klare Haltung vertreten, auch zu sagen, das war einer der entscheidenden diplomatischen Projekte der letzten Jahre, und als Trump das ganze Ding wieder mit dem Allerwertesten eingerissen hat, wirklich wieder auch `ne Bedrohung für den Nahen Osten insgesamt.

    Auf der anderen Seite: Ich bin keine Iran-Expertin. Also will ich nicht sagen, was wie und wo ist, also wenn du sagst, es gibt keine Erhängungen von Schwulen, nehme ich das erst mal so hin.

    Aber die Fragen von Frauenrechten und anderen Rechten im Iran ist was, was wir als Partei, die auf Gleichberechtigung, nicht nur von Homosexuellen, sondern auch von Frauen steht, auch immer wieder ansprechen und auch weltweit ansprechen, weil für uns gilt auch, Menschenrechte sind nicht relativierbar und die gelten weltweit für alle Menschen, an jedem Ort dieser Erde.

    Moderator, an Zuschauer gewandt: Hast du noch `ne Frage an Robert oder ein anderes Thema?

    Mann im T-Shirt: Ja, gut, das war jetzt so `ne Standardantwort zum Thema Israel. Wie kann ich unter der Ausrede „Staatsräson“ und „historische Verantwortung“ Kriegsverbrechen mittragen, an Kriegsverbrecher Waffen permanent exportieren, die Kriegsverbrechen nahezu nie beim Namen nennen, es wird ja schon beides weitestgehend totgeschwiegen und man spricht auch nie von einer Apartheidmilitärdiktatur, sondern sehr oft…

    Moderator: Da bist du auch der Einzige hier, der von einer Militärdiktatur in Israel sprechen würde.

    Mann im T-Shirt: Wenn die Mehrheit der Bevölkerung kein Wahlrecht hat und unter einer Militärdiktatur lebt, was ist das denn dann?

    Habeck: Aber findest du denn nicht – also ich räume ein, dass ich die letzten politischen Äußerungen von Politikern im Iran nicht so drauf hab’, aber Ahmadinedschad…

    Mann im T-Shirt: Der ist schon lange weg.

    Habeck: Ich weiß, aber du redest ja auch über eine lange Zeit. Also, so. Also, das ist `ne verkeilte Situation, oder? Ne offensichtlich verkeilte Situation.

    Und dass Israel viele Fehler macht, oder aus unserer Sicht, im Umgang mit palästinensischen Gebieten, das wird angesprochen, wird kritisiert, also ich will jetzt nicht, kann man halt auch deutlicher sagen, hat Annalena dargestellt, das ist `ne Grenzwanderung. Aber dass der Iran jetzt sozusagen nur Tauben sind und gerade gegenüber Israel die totale Appeasementpolitik betreibt, kannste ja auch nicht sagen. Oder?

    Mann im T-Shirt: Iran hat den Nahen Osten von der ISIS befreit, die vom Westen mit Milliarden Dollar massiv aufgerüstet wurde. Und die israelische Armee kämpft an der Seite von ISIS und Al-Qaeda gegen Iran, Russland und…

    Habeck: Der Iran kämpft mit Assad zusammen gegen die ISIS. Okay, da kann man natürlich sagen, soll man sich jetzt darüber streiten, wer hier der Bessere ist?

    Mann im T-Shirt: Die ISIS oder Iran?

    Habeck: Stell dich doch mal auf die Seite der Richtigen. Wenn Assad mit Iran gegen ISIS kämpft, ist, das wirst du einräumen, nicht `ne ganz einfache Frage. Du kannst nicht sagen: Ist doch logisch, wer der Bessere ist. Also aus meiner Sicht sind die einen Mörder wie die anderen.

    Mann im T-Shirt: Hätte der Westen nicht Milliarden Dollarn an die ISIS geliefert, wäre der Krieg lange vorbei gewesen.

    Habeck: Klar, am einfachsten wäre es, es hätte keinen Kolonialismus gegeben, und die Grenzen von Syrien und Jordanien wären nicht so gezogen worden, wie sie da gezogen wurden, das ist alles richtig.

    Aber wenn du dich aktuell zu der Situation verhalten musst, dann findest du doch eine Melasse von unterschiedlichsten Konflikten. Deswegen finde ich deinen Appell – also mit allem Respekt, du kannst dich ja äußern, wie du willst – es ist doch so offensichtlich, entscheidet euch doch mal anders, für die richtige Seite, bei der Situation, die du gerade eben geschildert hast, so ist es eben nicht. Du kannst dich da eben nicht klar entscheiden.

    Und stell dir vor, also ich weiß nicht, ob du das willst, aber stell dir vor, wir würden sagen, Israel ist kein Alliierter mehr. Also, es gibt keine Allianz mehr für Israel. Das wäre doch Wahnsinn, jetzt in der Situation. Umgekehrt ist es genauso falsch zu sagen, wir kritisieren nicht mehr Menschenrechtsverletzungen und Siedlungsbau und die Politik von Netanjahu. Aber es ist eben nicht so leicht.

    Mann im T-Shirt: Also selbst Ahmadinedschad hat gesagt: Wäre die Politik von Yitzhak Rabin fortgesetzt worden, hätte Israel längst seine Botschaft in Teheran wieder eröffnen können. Also Iran unterstützt eine Zwei-Staaten-Lösung, auch wenn das hier nicht so gesagt wird. Anderes Thema…

    Moderator: Nee, nicht böse sein, es war ein wunderbarer Einstieg, der schön zeigt, wie’s hier laufen soll […].

    https://www.mena-watch.com/wie-baerbock-und-habeck-einmal-nicht-sagen-konnten-ob-im-iran-schwule-gehaengt-werden/

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