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Gilad Schalit – Einer gegen tausend

18. Oktober 2011
Gilad Schalit

Ein Gotteskrieger mit Gilad Schalit

Im Sommer 2006 wurde   Gilad Schalit, Ehud Goldwasser und Eldad Regev von israelischem Boden von der Hamas in den Gazastreifen, beziehungsweise von der Hisbollah in den Libanon entführt. Bei den beiden terroristischen Entführungsaktionen ermordeten Hamas und Hisbollah weitere israelische Staatsbürger.

Im Juli 2008 tauschte Israel die Leichen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev  gegen fünf inhaftierte Terroristen, darunter den Massenmörder Samir Kuntar, der unter anderem ein vierjähriges jüdisches Mädchen mit einem Gewehrkolben ermordete, nachdem er den Vater des Mädchen vor deren Augen erschoss. Der Unterschied zwischen Barbarei und Zivilisation wurde deutlich als an der Grenze zum Libanon zwei Särge von den israelischen Angehörigen übernommen wurden. Die Hisbollah und die libanesische Regierung bereiteten Samir Kuntar einen triumphalen Empfang, bei dem sich Kuntar mit den Hitlergruß zeigte. Dieser  unerträgliche Triumph der Hisbollah verletzte nicht nur alle israelischen Familien, sondern jeden, der menschliches Mitgefühl besitzt. In den bürgerlichen deutschen Medien feierte man den Bundesnachrichtendienst der den Austausch vermittelt hat.

Nach fünf Jahren Geiselhaft von Gilad Schalit soll nun wieder durch Vermittlung Deutschlands und Ägyptens ein Austausch stattfinden. Für Gilad Schalit sollen über tausend rechtskräftig verurteilte Palästinenser freikommen, darunter knapp 300 Mörder. Israel hofft die Aktivitäten der Freigelassenen geheimdienstlich überwachen zu können. Ob das gelingen kann bezweifeln viele Menschen in Israel. Vor allem Angehörige der Opfer der palästinensischen Terroristen protestieren gegen die geplante Freilassung. Wenn die Mörder ihrer Angehörigen frei und erhobenen Hauptes das israelische Gefängnis verlassen werden, wird ihr Schmerz von neuem beginnen. Für die Hamas ist dieser Deal natürlich eine Aufforderung weitere Juden zu entführen um auch die verbliebenen Mörder zukünftig befreien zu können.

Wenn nichts dazwischen kommt wird Gilad Schalit in dieser Woche freikommen und seine Eltern und seine Geschwister in die Arme schließen können. Der Tausch „Einer gegen Tausend“ ist ein Sieg der israelischen Humanität, ein weiterer Beweis für die Zivilität Israels und ein weiterer Beleg für die Barbarei der antisemitischen Hamas, auch wenn viele Antisemiten und Israelgegner in Deutschland dies anderes sehen dürften, was die Berichterstattung von der Süddeutschen Zeitung über die Bildzeitung bis zur „Jungen Welt“ erahnen lässt.

Man stelle sich vor in Deutschland entführt eine rechtsradikale Terrorgruppe einen 19-jährigen Deutschen. Dieser wird fünf Jahre gefangen gehalten. Die Eltern wissen nicht ob er lebt oder tot ist. Würde die Deutsche Regierung einem Gefangenentausch zustimmen? Wäre Angela Merkel dazu bereit? Angenommen die Deutsche Regierung würde einem Gefangenentausch zustimmen. Über 1000 teilweise rechtsradikale Mörder, Terroristen und Schwerverbrecher würden im Austausch freigelassen. Wie würden die deutschen Medien darüber berichten? Ob die deutsche Bevölkerung und die bürgerlichen deutschen Medien dann auch so viel Verständnis für den Deal, für die Entführung zeigen würden?

Auf welcher Seite der „Barrikaden“, also Humanität oder Barbarei, große Teile der „Linken“ stehen belegt eindrucksvoll die nationalbolschewistische Tageszeitung „Junge Welt“ am 17.10.2011 in einem Interview mit Mohammad Abu-Rous: “..Wir freuen uns auf die Freilassung von 1000 Palästinensern, aber für die Gefangennahme des israelischen Soldaten bezahlten wir durch die israelischen Vergeltungsschläge mit mehr als 5000 Toten. Dieser hohe Preis soll auch bei den Verhandlungen nicht vergessen werden. Jetzt sind wir um so mehr besorgt um die hungerstreikenden Gefangenen. Die Freilassung eines Teils der Streikenden wird einen Schlag gegen die Moral der verbleibenden darstellen. Deswegen setzen wir auch unseren Streik fort. Der Ausstand in den Gefängnissen geht also weiter.“

Die Hamas fordert einen reaktionären Gottesstaat in Palästina und will ihre Forderung mit rechtsradikalem Terrorismus, wie der Entführung von Gilad Schalit  durchsetzen und ihre Adepten der „Jungen Welt“ jubeln ihr bedingungslos zu. Wie ideologisch verwahrlost müssen „Linke“ sein wenn sie sich mit  faschistischem Islamismus verbünden, der gegen alles steht, wofür die Linke jemals eingetreten ist. Die antisemitische Hamas verfolgt jedes marxistische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, die antisemitische Hamas stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse.

Israel lässt seine Bürger nicht im Stich, fordert keine Märtyrer. Israel liebt das Leben, die Hamas liebt den Tod. Ob dieser Gefangenenaustausch, mit seinem moralischen Klassenunterschied den „ehrbaren Antisemiten“ Deutschlands weit über die „Junge Welt“ hinaus peinlich sein könnte, muss bezweifelt werden.

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80 Kommentare leave one →
  1. 18. Oktober 2011 10:48

    Gutes Timing! Gilad Schalit ist frei! Gilad Schalit wurde im israelischen Fernsehen gezeigt und machte dabei einen gesunden Eindruck.

    http://www.n-tv.de/politik/Gilad-Schalit-ist-frei-article4549201.html

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  2. 18. Oktober 2011 10:49

    Gilad Schalit ist frei … http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-10/Gefangenenaustausch-Nahost

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  3. 18. Oktober 2011 11:37

    wie friedliebend muss man bei einem Verhaeltnis von über 1000 zu 1 sein………..

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  4. polyzalos permalink
    18. Oktober 2011 11:57

    Wer gerade Gilad im Fernsehen sieht, muss sich fragen, was dieser unschuldige Junge getan hat außer Israeli zu sein im Gegensatz zu den Terroristen und Mördern die für seine Freiheit freigelassen werden!

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  5. 18. Oktober 2011 12:10

    …und dann gibt es bei uns hier in Deutschland (im Land der Täter) Leute die freuen sich darüber, dass über 1000 fanatische antisemitische Terroristen aus israelischen Gefängnissen freigelassen werden und setzen noch einen darauf: Sie sind guten Mutes dass demnächst auch die restlichen 5000 antisemitischen Terroristen und Massenmörder freigelassen werden. Wenn nicht mit weiteren terroristischen Entführungen, wie dann?

    Wenn ich eine derartige Haltung hier als eine antisemitische bezeichne, dann meint so manche(r) bürgerliche(r) Zeitgenosse/Zeitgenossin, das habe doch nicht das Geringste mit Antisemitismus zu tun. Was bleibt mir da anderes übrig als den Kopf zu schütteln über so viel Ignoranz.

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  6. Eli Levinger permalink
    18. Oktober 2011 13:16

    In Israel steht die Mehrheit der Bevölkerung hinter dem Abkommen der Regierung. Der israelische Staat müsse alles tun, um seine Zivilisten und Soldaten nach Hause zu holen. Viele Israelis haben aber auch Angst ein solches Abkommen unterstütze den Terrorismus.

    Pro und Contra:

    Pro ) Hirsh Goodman – Es geht nicht um den Preis

    In der Regel sagt man, Eltern seien stolz auf ihre Kinder. Wenn es jemals den Fall gab, dass ein Kind stolz auf seine Eltern sollte, dann ist das der Fall von Gilad Shalit.
    Ich habe niemals eine Familie mit größerem Durchhaltevermögen und größerer Beharrlichkeit dafür kämpfen sehen, dass ihr Sohn nach Hause geholt wird – dies sage ich, ohne auch nur einen der heldenhaften Kämpfe anderer Eltern in der Vergangenheit kleinreden zu wollen.

    Doch dies Mal war es anders. Fünf lange Jahre haben seine Eltern jeden Tag und jede Stunde all ihre Energien in die Befreiung Gilads investiert, sind durch die Welt gereist, haben Staatsoberhäupter angefleht, sind zu den Vereinten Nationen gegangen und mussten sogar mit Jimmy Carters kalter Schulter zurechtkommen, als sie versuchten, den ehemaligen US-Präsidenten dazu zu bringen, seine Kontakte mit der Hamas für Gilad einzusetzen.

    Und dann, nach Monaten der Frustrationen und Enttäuschungen, der Schwur, von dem nur wenige geglaubt hatten, dass sie ihn wirklich würden halten könnten: die Zeltstatt, die sie und Hunderte Freiwilliger auf der Türschwelle des Ministerpräsidenten errichtet hatten, nicht zu verlassen, bis Gilad nach Hause zurückkehren würde. Und da waren sie, Tag um Tag, manchmal allein, oft mit Sympathisanten und Unterstützern. Die Zeltstatt wurde schnell eine Art transpolitischer nationaler Schrein. Ganze Busladungen von Schulkindern aus dem ganzen Land kamen, um ihr Respekt zu zollen; Synagogen hielten Freitagabend-Gottesdienste dort ab, und oft wurde ein langer Tisch für ein Abendessen zum Shabbat gedeckt, damit die Shalits nicht alleine wären.

    Als nächstes kam der massive leere Stuhl, den jemand in einem Akt der Solidarität mit dem verschleppten Soldaten auf den Bürgersteig gestellt hatte – ein Symbol, das bald im ganzen Land seine Nachahmer fand – und ein weißes Laken wurde an einen Zaun gehängt und war innerhalb weniger Tage mit Tausenden von Namen bedeckt. Es war wie eine Gedenktafel, die Gilad bei seiner Rückkehr einen greifbaren Beweis liefern sollte, dass sogar in seinen dunkelsten Stunden, auch wenn er vielleicht dachte, es gäbe keine Hoffnung mehr, Tausende, Zehntausende jeden Tag an ihn gedacht haben und gekommen waren, um ein Zeichen zu setzen. Es ist fair zu sagen, dass obwohl es Solche gab, die gegen den Deal waren, es einen nationalen Konsens gab, dass Gilad nach Hause gebracht werden müsse. Das gilt auch für den Preis, den Israel zahlen musste – 1.000 zu 1.

    Es ist eine nicht zu verneinende Logik, dass das horrende Ungleichgewicht scheinbar eine Botschaft der Schwäche an Israels Feinde sende, und Ängste schürt, dass dies nur zu noch mehr Entführungen führen könnte. Unter den zu Entlassenden sind Serienmörder, die in vielen anderen Demokratien bereits vor langer Zeit ihren Kopf verloren hätten und die jetzt theoretisch frei sein werden, neue Morde zu planen.

    Das alles ist wahr. Doch es geht hier nicht um den Preis, und Israel kann sehr gut mit der potentiellen Bedrohung durch Menschen umgehen, die wir genau kennen, die verbannt wurden und die nun auf den Radarschirmen jedes Geheimdienstes sind, der der Bekämpfung des internationalen Terrorismus verpflichtet ist – sogar so unwahrscheinlicher Verbündeter wie Israel und der Saudis. Es geht darum, das Israel nie einen verwundeten Soldaten auf dem Feld zurücklässt, dass seine Soldatinnen und Soldaten wissen – auch wenn sie in dem dunkelsten Loch woauchimmer festgehalten werden – dass zu Hause keine Anstrengung unterlassen wird, sie zurückzuholen. Kein Preis wird dafür zu hoch sein.

    Das Land hat sich hinter die Shalits gestellt, weil dies das ist, was die Mütter und Väter, die Soldaten und Kinder des Landes, die einmal eingezogen werden, hören wollen. Wir stehen zu euch, durch dick und dünn. Welche Nachricht könnte sowohl für Eltern als auch für Kinder wichtiger sein in einem Land, in dem der Militärdienst für alle (nun gut, für fast alle) verpflichtend ist? Und welch stärkere Botschaft der nationalen Stärke und Einheit könnte Israel aussenden? Es ist ein Trugschluss, das Abkommen als Schwäche auszulegen. Fragen Sie die Hamas. Ismail Haniya, ihr Anführer, hat in einem Interview gesagt, dass er die Verpflichtung Israels, seine Soldaten zurückzuholen, als eine der wichtigsten Eigenschaften des Landes ansehe. Manchmal muss man auch ein Kompliment vom Feind annehmen können.

    Der Fall Shalit ist, unglücklicherweise, nicht einmalig. Wir alle erinnern uns an ähnliche Abkommen in der Vergangenheit, wenn auch in einem kleineren Verhältnis. Der Fall von Gilad ist allerdings eine Bestätigung des Prinzips von der Heiligkeit des menschlichen Lebens, der Verpflichtung des Volkes Israel denen gegenüber, die in seinem Namen dienen und ihren Familien, in ihrem fundamentalsten Sinne. Im Dezember 2009 war bereits ein Plan auf dem Tisch, der Gilad im Gegenzug für die Freilassung von etwa 460 Gefangenen hätte nach Hause bringen können, einige davon wären verbannt worden. In der letzten Minute machte der Ministerpräsident einen Rückzieher, vor allem wegen der offenen Opposition einiger Personen aus den Sicherheitskreisen, namentlich Mossadchef Meir Dagan.

    Im Sommer 2011, als wieder ernsthafte Verhandlungen aufgenommen wurden, betrug der „Preis“ bereits über 1.000 Gefangene. Es bestand auch keine militärische Option. Es war keine Frage der Geheimdienste. Sogar wenn Israel genau gewusst hätte, wo Shalit genau festgenommen wurde (und man kann sich vorstellen, dass Israel es wusste, da der Gaza-Streifen nicht besonders groß ist), hätte es keine Möglichkeit gegeben, Shalit lebend zu befreien. Wer erklärt, eine solche Option habe bestanden, ist wissentlich unaufrichtig. Es gab diese Möglichkeit nicht. Ein Scheitern war garantiert.

    Dieses Land ist dafür berühmt, dass seine Offiziere sagen: „Mir nach.“Wenn Shalit im Stich gelassen worden wäre, wäre mehr als ein Leben weggeworfen worden. Auch die israelische Moral wäre beschädigt gewesen, ebenso das Herzstück des militärischen Kodex, der die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte zu der kämpfenden Truppe macht, die sie sind. Die Hamas kann mit oder ohne die Freilassung Shalits einen weiteren israelischen Soldaten entführen. Die Grenze zum Sinai, die nur einen Tunnel vom Gaza-Streifen entfernt ist, ist durchlässig, und wir alle kennen die Soldaten, die an den Straßen auf eine Mitfahrgelegenheit warten.

    Der Preis ist nicht das Problem. Das Problem sind Menschen wie Moshe Ya“alon, ehemaliger Fallschirmjäger, Chef des Militärischen Nachrichtendienstes, Oberster Befehlshaber und jetzt Minister für strategische Angelegenheiten, einer der drei Minister, die gegen den Austausch gestimmt haben. Was für ein Beispiel sendet er an die jungen Soldaten, oder die, die eingezogen werden sollen, oder an ihre Eltern oder die, die für Israel in den Kampf ziehen? Und dies ist der Minister, der für die langfristige Sicherheit Israels zuständig ist. Dies bereitet mir mehr Sorgen, als dass wir nicht 1.000 Terroristen mehr am Tag füttern müssen. (Jerusalem Post, 17.10.11)

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  7. Eli Levinger permalink
    18. Oktober 2011 13:18

    Contra) Kobi Kimchi – Die Opfer werden noch einmal ermordet

    Ich war nie gegen die Freilassung von Gilad Shalit. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe Massengebete in Diaspora-Gemeinden für ihn organisiert und sichergestellt, dass sein Name bei Feiertags- und Shabbat-Essen genannt wurde, an denen ich teilnahm. Bei meinen Treffen weltweit habe ich von dem entführten Soldaten und seinen Haftbedingungen gesprochen und natürlich geglaubt, dass die israelische Regierung und die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte einen Weg finden werden, Gilad nach Hause zu bringen. Wir alle sind Gilad.

    Doch wer hat das Recht, über die Freilassung derer zu verhandeln, die meinen Vater ermordet haben? Vor neuneinhalb Jahren wurde mein Vater von Männern der Hamas ermordet. Alle, auch die Hintermänner, waren arabische Israelis aus Silwan. Es gab keine sterblichen Überreste meines Vaters, die wir hätten beerdigen können. Der Selbstmordattentäter hat nicht nur meinen Vater direkt getroffen, sondern auch uns, die Mitglieder der Familie Kimchi. Wir werden den Schmerz, das Leid, den Verlust, die Sehnsucht, Erinnerungen und Alpträume bis zu unserem letzten Tage ertragen müssen.

    Bis zu einem gewissen Grad bereitete es mir Trost, dass die Mitglieder der Terrorzelle von Silwan geschnappt und eingesperrt wurden, und ich glaubte, dass sie nie mehr freikommen würden. Ich habe dem Staat Israel vertraut, dass weder sie noch die anderen Terroristen, die für die Morde an Hunderten Israelis verantwortlich sind, freigelassen werden. Ich hatte mich geirrt. Die Angst wurde Wirklichkeit und zu einem Alptraum für die Familien der israelischen Terroropfer. Warum müssen wir wieder leiden? Warum müssen wir es sein, die zweimal mit Schmerz und Leid bezahlen müssen? Mein Vater und viele andere, die ermordet wurden, werden nicht wieder zurückkehren. Warum sollten also diese Mörder, deren Gefängnis- einem Hotelaufenthalt glich, nach Hause gehen können? Ist der Terrorismus ein einträgliches Geschäft geworden?

    Einige Menschen im Staat Israel haben die Bilder der zerstörten Busse im ganzen Land vergessen, den Anblick von Cafés und Restaurants, die ausgelöscht wurden, den Terroranschlag im Park-Hotel in Netanya mitten während der Pessach-Gebete und den Anschlag am Dolphinarium, wo Teenager, die nur mit ihren Freunden Spaß haben wollten, umgebracht wurden. Können wir uns die Freilassung ihrer Mörder vorstellen?

    Ich stelle mir vor, dass es für Binyamin Netanyahu nicht einfach war, dieses Abkommen zu schließen, doch sosehr ich es auch versuche, kann ich keinerlei Logik in der Freilassung von Terroristen erkennen, die offensichtlich zum Terror zurückkehren und noch mehr unschuldigen Menschen Schaden zufügen werden. Ich fühle mich durch die israelische Regierung zutiefst enttäuscht, verletzt und verraten. Unsere obersten Politiker müssen zumindest den Familien, die ihre Lieben verloren haben, eine Entschuldigung anbieten. Ich schätze die israelische Regierung zutiefst, doch ich denke, dass unsere Politiker etwas von der amerikanischen Regierung lernen könnten, die sich selbst treu bleibt und nicht gemeinsame Sache mit den Terroristen macht, sondern sie bekämpft; ohne Deals und Zugeständnisse.

    Indem sie vor dem Terror kapituliert, verletzt die israelische Regierung Tausende Familien, nicht nur in Israel sondern weltweit. Sie versetzt hunderttausende unschuldiger Zivilisten in eine lebensbedrohliche Situation Auge in Auge mit den Terroristen; wir alle wissen, dass zumindest einige von ihnen zum Terror zurückkehren werden. Die Freilassung von Terroristen stellt eine Legitimierung des Terrors dar und ermutigt andere, ihre Anschläge fortzusetzen. Wir, die Terroropfer weltweit, haben eine Möglichkeit, Rache zu nehmen. Unsere Rache ist es, den Terroristen zu zeigen, wie stark wir gemeinsam sind. Terrorismus wird uns nicht zerschlagen oder besiegen, doch zu meinem Bedauern schwächt uns die Freilassung so vieler Terroristen nicht nur – sie lässt den Terror als Sieger zurück und verletzt die Opfer ein zweites Mal. Heute fühle ich, dass mein Vater, wie so viele andere Opfer, ein zweites Mal ermordet wurde.

    (Ynet, 13.10.11 – Der Vater des Autors, Rahamim Kimchi, wurde 2002 mit 14 Weiteren bei einem Selbstmordanschlag in Rishon Lezion getötet)

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    • tzahal permalink
      19. Oktober 2011 09:55

      Israel ist anders als seine Feinde. Hier wird nicht die Freilassung von Mördern gefeiert.

      Binyamin Netanyahu 18.10.11

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  8. 18. Oktober 2011 14:11

    Danke sehr, Eli, für diese ausführliche Darstellung! Ich denke, einigen der deutschen Hamas-Befürwortern wird zumindest ein wenig kalt ums Herz?

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    • Chajm permalink
      18. Oktober 2011 14:47

      Ich bezweifle sehr stark, dass sich in der Brust der erwähnten Personen überhaupt soetwas wie ein menschlich fühlendes Herz befindet!

      Sie sitzen mit sabbernden Lefzen vor ihrem TV und geilen sich an der Freilassung ihrer mörderischen Brüder im (Un)Geist auf!

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    • 18. Oktober 2011 19:48

      @hibou: So denke ich es auch, glaube ich. Im Wesentlichen, da hier zwar ein Emo-Bsp. genannt wurde, aber genau das lässt sich (für mich) wissenschaftlich aufdröseln. In diesem Sinne kurz dat olle Zitat: „Wat kümmert mich mein Kram von gestern.“ Abwarten, abwaaaatschen, trinitäres Teetrinken.

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    • 18. Oktober 2011 22:11

      Ich möchte mich hier ebenfalls bei Eli Levinger für die Darstellung der beiden Seiten Israels bezüglich des „Deals“ bedanken. Ob es den Hamasverstehern hier im „Land der Täter“ heute kalt ums Herz wird bezweifle ich. Wenn doch, wird sich das „kalte Herz“ sehr schnell erwärmen wenn die Jubelfeiern der Hamas beim Empfang der palästinensischen Verbrecher in Gaza steigen werden, spätestens beim nächsten „Freitagsgebet“.

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  9. derSamstag permalink
    18. Oktober 2011 18:47

    Sehr gute Fragen, fidelche! Helmut Schmidt wäre sicher hart geblieben.

    „Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sieht in der bevorstehenden Freilassung des israelischen Soldaten Gilat Schalit aus palästinensischer Gefangenschaft und dem geplanten Gefangenenaustausch zwischen Israel und Palästinensern eine neue Chance für den Friedensprozess im Nahen Osten.

    Gefangenenaustausch? Hieß das auch so damals, als Deutschland 1972 den Forderungen der PFLP nachgab und drei Mitglieder des “Schwarzen Septembers” im Tausch mit 20 Geiseln freiließ? Der Spiegel sprach damals von “Terroristen”, aber die Zeiten haben sich eben geändert. Heute nennt ein deutscher Außenminister eine Geiselnahme ganz politisch korrekt und im Sinne der Geiselnehmer “palästinensische Gefangenschaft“, wenn die Geisel dann gegen über 1000 Verurteilte eingetauscht wird, ist das ein Gefangenaustausch, der gar “Chancen eröffnet“. Dieser Logik zufolge hätten Ulrike Meinhof, Andreas Baader und Gudrun Ensslin in offizieller Diktion zumindest als Kriegsgefangene bezeichnet werden müssen.

    http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/1404/

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    • 18. Oktober 2011 21:52

      @derSamstag

      Danke sehr. Schöner Link auf Thomas von der Osten-Sacken, übrigens auch Konkret-Autor und einer meiner Facebookfreunde. Der „Deutsche Herbst“ von Westerwelle hat eine gewisse Ähnlichkeit mit meinen Kommentaren die ich im Disput mit einem ehemaligen Schreiber hier zum Besten gab.

      Die FDP steht in Umfragen seit Monaten bei 4 Prozent. Westerwelles Partei ist am Boden und besinnt sich seit einiger Zeit wieder auf die nationalen Wurzeln und will sicherlich im antiisraelischen Mainstream mitschwimmen um bitter nötige Punkte zu machen. Werner Naumann lässt grüßen. Wenn es um Israel geht, dann wird die deutsche Front geschlossen: Die Rechtsaußenpartei im Bundestag mit der „Jungen Welt“ und dem „Freitag“. Da wächst zusammen was zusammengehört: Rechte und linke Antizionisten/Antisemiten. Bin gespannt was der Superminister und Komiker Dirk Niebel noch zu dem „Deal“ sagen wird.

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    • Feuervogel permalink
      20. Oktober 2011 11:57

      Abstoßend auch das erzwungene Interview der ägyptische Journalistin Schahira Amin mit Fragen wie: Was hat dich diese Erfahrung gelehrt? – Hat sie dich stärker gemacht? – Du weißt, was es bedeutet, in Gefangenschaft zu sein. Was sagst du dazu, dass noch mehr als 4.000 Palästinenser in israelischer Gefangenschaft sind? Wirst du eine nationale Bewegung anführen, sie zu befreien? ….

      http://mobile.nzz.ch/politik/international/befremden_ueber_aegyptisches_interview_mit_shalit_1.13052002.html

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  10. 18. Oktober 2011 19:24

    Die Linken („Mitläufer“) sind stereotype „Opfer“, denen in ihrer unbewussten Funktion fundamentale Attributionsfehler unterlaufen, d.h., sie sympathisieren mit der Hamas, die demselben Muster unterliegt, indem die Macht der Situation selbst unterschätzt wird. Ähnlich wie in Abu Ghraib, das sie allerdings sehr ungerne hören und sich nicht eingestehen wollen. (Daher wohl auch der Hass und die große Ablehnung gegenüber Fidelche, der unverblümt genau diese Situationen hervorhebt – es sind nämlich eben nicht die bösen Amis, die da gefoltert haben! => Natürlich auch sehr schön auf den typischen „Sündenbock“, also auf den Juden, als angebliche Ursache allen Übels, übertragbar.) Diese Mechanismen sind also in erster Linie kein Gruppenzwang, also nicht persönlichkeits- oder gar „mentalitätspsychologisch“, sondern viel mehr ein grundlegendes sozialpsychologisches Phänomen.

    Hinzu kommt ein weites Teilgebiet der SP zum Tragen, auf seinen kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert, salopp, die im bürgerlichen Volksmund sogenannte „Sozialromantik“. Dabei geht es vielmehr um den o.g. Gruppenzwang. Dazu gehören z.B. Weisheiten wie „Der Klügere gibt nach“, gekoppelt mit dem Widerspruch „Alle sind gleich“, um dann als „Kügerer“ den angeblich Gleichen, die aber dann doch nicht so weit sind wie man selbst, immer wieder auch die andere Wange im Wechsel hinzuhalten.
    Auf sozialromantische Linke (Antisemiten) bezogen heißt das nichts anderes, als dass „die da woanders“, „diese unterentwickelten“ Völker, die wegen ihrer Kultur (=Religion) nach mittelalterlichen Maßstäben leben und/oder dahin zurückwollen (koste es was es wolle, am besten Leben der Anderen!), sich mal schön austoben sollen und Wangen der Toleranz, der Zivilität und Entwicklung abwaaaatschen dürfen. Die Frage nach dem eigentlichen Ziel, die nichts anderes als Rückentwicklung (Todessehnsucht) darstellt, darf natürlich nicht angesprochen werden, sonst würden wir arrogante Westler ja keine nach unserer Kultur (Religion) denkenden Gutmenschen mehr seien und verlören vor unserer Peergroup die Anerkennung und Achtung (Das wiederum widerspräche dem Verlust unserer Bestrebung nach Gruppenzugehörigkeit und -zwang.). In meinen Augen: Ein Teufelskreis, den Fidelche versucht aufzubrechen. Ich danke für praktische Bsp. auf der „Mikroebene“, auf die Empirie, Logik. etc.basiert und stützt und sich nicht durch Metageschwurbel ablenken lässt. So kann es sogar jeder verstehen, der nicht will und deshalb aggressiv wird.

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    • selcarim permalink
      18. Oktober 2011 21:01

      @goreflex

      Ergänzen möchte ich Deinen Kommentar um folgendes:

      „Die Palästinenser“ verhalten sich gegenüber schwulen Palästinensern in den Palästinensergebieten als Aggressoren und bedrohen sie mit dem Tode. Daher wäre Kritik am homophoben Verhalten „der Palästinenser“ überaus angebracht (ich *verlinke anschließend etwas dazu).

      Wenn hier jedoch eine „Beisshemmung“ vieler Linker einsetzt, weil die angebliche „Opfergruppe“ Palästinenser nicht als Täter gegenüber Schwulen ins Weltbild passt“, dann entsteht so etwas, wie ein schizophrenes Verhalten (homophobe Gewalt/Morde werden verschwiegen, um das sorgfältig gepflegte Image vom Palästinenser, als vermeintliches „Opfer israelischer Aggressoren“ nicht zu beschädigen), deren (Todes-)Opfer aber schwule Palästinenser sind.

      Dass hier nun Israel, als angeblicher „Palästinenser-Unterdrücker“ in Sachen **Rechte von Schwulen, Lesben, Transgendern … geradezu vorbildlich dasteht, macht es für unkritische Palästinenser-Unterstützer wohl noch schwieriger ihren Dogmen treu zu bleiben und dann hilft ihnen offenbar nur noch verdrängen, verschweigen und ignorieren dieser homophoben Gewalt in den Palästinensergebieten.

      * http://agudah.israel-live.de/news/fluechtling.htm

      ** http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2196

      http://agudah.israel-live.de/agudah/agudah.htm

      http://www.gayisrael.org.il/tourisemContentItems.php?sectionID=705&parentID=674

      PS Über die Freilassung von Gilad Schalit freue ich mich sehr und grüße auf diesem Weg den jungen Israeli, seine Familie und Freunde. Alles Gute!
      Den „Preis“, den Israel dafür „zahlen“ musste, halte ich trotzdem für zu hoch, zumal der Tausch zu einem gefährlichen Präzedenzfall werden könnte. Aber …, es zeigt auch wieviel Israel jeder einzelne seiner Bürger/innen wert ist. Dafür meine Hochachtung!

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    • 18. Oktober 2011 22:02

      @Goreflex
      „Die Linken („Mitläufer“) sind stereotype „Opfer“, denen in ihrer unbewussten Funktion fundamentale Attributionsfehler unterlaufen, d.h., sie sympathisieren mit der Hamas, die demselben Muster unterliegt, indem die Macht der Situation selbst unterschätzt wird.“

      Ich bin mir nicht sicher ob das „Denken“ von Ebert, Theel, Westerwelle und Co. sich mit „unbewussten Funktionen“ erklären lässt, aber dass viele ihrer Aussagen auch mit Gruppenzwang zu tun haben liegt schon auf der Hand.

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  11. derSamstag permalink
    19. Oktober 2011 09:32

    ebertus schrieb am 17.10.2011 um 17:25 zum „Gefangenenaustausch“ im „Freitag“:

    „In einem anderen Kontext kam mir dieser Tage das Zitat von Robert Kurz unter. Der gleiche Robert Kurz, welcher dankenswerterweise auch schon mal eindeutig gegen die sog. Antideutschen Stellung bezogen hat, deren durchaus sektenhaftes Gebaren nicht zuletzt in einem Erteilen von Absolution für jegliches Handeln des Staates Israel besteht.

    „Gegen den ideologischen Mainstream muss festgestellt werden, dass die Vernichtung von Hamas und Hisbollah eine elementare Bedingung nicht nur für einen prekären kapitalistischen Frieden in Palästina ist, sondern auch für eine Verbesserung der sozialen Verhältnisse.“

    notina.net/2h

    Die legitime Frage stellt sich heute, unter den aktuellen, sich weltweit entwickelnden Macht- und Herrschaftsverhältnissen mehr denn Anfang 2009, wo Israels Platz jenseits dem „Bauer auf dem Schachbrett des globalen Krisenimperialismus“ sein wollte, wo ein Oszillieren zwischen Auschwitz und den arabischen Schurkenstaaten doch nicht das Credo einer beinahe skurrilen Daseinsberechtigung sein kann.

    Welche Perspektiven mag es mittel- und langfristig daher geben, für die Region und darüber hinaus?“

    http://www.freitag.de/politik/1141-ein-tausendstel-hoffnung?

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    • 19. Oktober 2011 11:56

      @ derSamstag
      Das Thema der Israelhass („skurrile Daseinsberechtigung Israels“) von Bernd Ebert ist für mich eigentlich abgeschlossen. Eberts ehemaliges Idol Robert Kurz treibt ihn offenbar um. Ich habe den kleinen Bernd mit zwei, drei Zitaten von Robert Kurz „fertiggemacht“! Ebert würde schreiben:„virtuell den kleinen Arsch versohlt“. Bernd Ebert ist so dumm, dass die Fische verrecken wenn er in den Bach hinein schaut, wie man bei uns in Bayern zu sagen pflegt. Der Antisemit Bernd Ebert war kein Gegner für mich. Im Verhältnis zum Bernd ist Uwe Theel ein Nobelpreisträger.

      Holger Hutt gehört zum Besten was der „Freitag“ hat, allerdings ist er nur als Übersetzer im „Freitag“ angestellt. Für die Auswahl der Guardian-Übersetzungen dürfte er nicht verantwortlich sein. Über die tendenziöse Berichterstattung des Guardian bezüglich Israels hat Karl Pfeifer vor einigen Jahren einen guten Artikel veröffentlicht. Dass der „Freitag“ mit dem Guardian eine Kooperation eingegangen ist verwundert also nicht.

      Natürlich ist es bezeichnend von „Gefangenenaustausch“ zu sprechen. Die „Gefangenen“ in den israelischen Gefängnissen sind rechtskräftig verurteilte Mörder und Terroristen im Gegensatz zu Gilad Schalit. Der 19-jährige Gilad Schalit wurde von islamfaschistischen Terroristen auf israelischem Boden entführt und fünf Jahre in unmenschlicher Isolationshaft gefangen gehalten.

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  12. 19. Oktober 2011 09:57

    Bedenklich ist, dass die USA drauf und dran sind, ihren schwerwiegenden Fehler mit der Unterstützung (Kreierung?) der Taliban, welche nun in Afghanistan ihre Leute erschiessen, zu wiederholen. Sie setzen naemlich, wie man hört, im Nahen Osten auf die „islamistische Karte“ (Islamisten würden niemals Karten spielen), indem sie die Muslimbrüder unterstützen. Die Lage in Nahost ist überhaupt, und nicht zu friedlichem Ende, in Bewegung geraten. Hier die USA, die die Staaten Nordafrikas (Aegypten, Libyen, Tunesien, Marokko) von Syrien und dem Iran loseisen wollen (der zweite Vorsitzende der Hamas zieht soeben von Damaskus nach Kairo um), da Assad und Erdogan, die, nicht zu ihrem Besten, mit der Kurdenfrage beschaeftigt sind und sich darüber gegenseitig beschuldigen (Assad: wenn uns die Türkei Tyrannei gegenüber den Minoritaeten im Lande beschuldigt, werden wir dasselbe mit ihnen tun!). Weitere Umbrüche stehen an…. (gerade ist der greise König der Saudis (der saudischen Familie) ins Krankenhaus eingeliefert worden),. Alles in allem alarmierend (und nicht „eine Chance zum Frieden hat sich aufgetan“ wie Westerwelle heute tönt). Den Befürwortern einer „grossen Lösung“ (ohne einen Staat Israel) – stellvertretend für dieses „Gesocks“ (hihi) sei hier Ebertus genannt, wird ihre Parteinahme eines Tages noch leidtun.

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    • 19. Oktober 2011 12:06

      @hibouh
      Ich teile deine Bedenken. Die USA sind scheinbar finanziell und militärisch völlig am Ende. Sie setzten verstärkt im Nahen Osten auf die „islamische Karte“, siehe Ägypten und Libyen. Einer der nächsten Umbrüche könnte zwischen Irak (Kurden) und der Türkei und sekundär mit Syrien ablaufen. Türkische Soldaten sind heute in den Irak einmarschiert und kämpfen gegen die Kurden. Zuvor sind nach Angaben der Türkei 24 türkische Soldaten von kurdischen Aufständischen getötet worden.

      Die Islamisierung des Nahen Ostens ist wahrlich alarmierend. Ich frage mich auch oft was die Befürworter der “großen Lösung“, also ein judenfreies Palästina sagen werden, wenn diese “große Lösung“ eintreten sollte. Ich vermute mal Ebert und Co. werden sagen: Die Juden sind selbst schuld.

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  13. 19. Oktober 2011 20:19

    Am 18. Oktober habe ich die Nachrichtensendungen gesehen. Der ARD-Korrespondent sagte, ab morgen habe Gilad Schalit und seine Familie zehn Tage Ruhe, vor Fernsehkameras und Journalisten, so die brancheninterne Absprache. Zuhause, ohne Belagerung, jedenfalls mediale.
    Das Datum gestern hat mich nolens volens auch an die lange Nacht von Stammheim erinnert. Austausch und/oder Tod. Und persönlich denke ich sowieso meistens: 1969.
    ‚Verhältnismäßigkeit‘ – ein grandioses Wort einer dummschwätzenden Welt!
    Danke für diesen Beitrag, und für alle Kommentierungen.

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    • 19. Oktober 2011 22:55

      Einige Tage vor der „Stammheimer Nacht“ forderte Helmut Schmidt „Exotische Lösungen“, die dann Franz Josef Strauß auch schnell präsentierte. In der „Welt“ schrieb zuvor der „Exot“ Golo Mann: „Wir befinden uns im Krieg, wir stehen zum Töten entschlossenen Feinden gegenüber.“ Deshalb sei der „Rahmen überkommenen Rechts“ nicht mehr zu halten.

      Aber da ist der Guido zu jung um das zu wissen.

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  14. 19. Oktober 2011 23:07

    Die Friedenskämpfer von Pax Christi, die übrigens mit Paech, Hoeger und Groth an Board der Mavi Marmara tapfer mitgekämpft haben geben auch ihren Senf dazu ab:

    „Die Familie des verschleppten israelischen Soldaten kann nach fünf Jahren Gilat Schalit in die Arme schließen und ihr Protestzelt vor dem Haus des Ministerpräsidenten abbauen. 1.027 weitere Familien werden auf die freizulassenden verschleppten Palästinenser, darunter 27 Frauen, warten.“

    Die Pax Christi-Vizepräsidentin Wiltrud Rösch-Metzler gratuliert der Hamas, “die erreicht hat, dass von rund 6.000 Gefangenen in israelischen Gefängnissen, über 1.000 frei kommen“. Thomas von der Osten-Sacken spricht über „Die Verschleppten von Pax Christi“

    Die Rechtsaußenpartei im Bundesstag, die christlichen Aberglaubensgemeinschaften und die nationalbolschewistische Linke paddelt gemeinsam in einem Boot gegen die Juden, wenn es auch sonst wenig Gemeinsamkeiten gibt, hierin sind sie sich einig.

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    • 20. Oktober 2011 09:59

      1. Über diesen obskuren Christenverein hat der Kollege vom Münchner Schlamassel vor Kurzem Aufschlußreiches aufgeschrieben — Gegen Israel, mit Gottes Segen.

      2. Ein Detail am Rande, über das ich gestern per Zufall gestolpert bin: Jakob Augsteins Freitag-Chefredakteur schlägt zu.

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    • 20. Oktober 2011 11:19

      @J-AP
      …Davon abgesehen, möchte ich auch nicht, dass wir im Freitag über Israel schreiben, dass die Gründung Israels mit „ethnischen Säuberungen“ einherging….

      Sehr interessant, was der „Freitag“ auf einmal so nicht schreiben will. Siehe beispielsweise „Freitags-Avantgarde“ und „Unterschätze Publizisten„. „Mission Impossible“ lässt grüßen! Der Streit zwischen dem „Freitag“ und der NRHZ ist ein Streit unter Brüdern, das wird sich schon wieder legen.

      Schlamassel Muc“ ist eine schöne Seite aus München mit vielen interessanten Themen und noch dazu einem Link auf Konkret.

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  15. 20. Oktober 2011 09:43

    Um die Dimension des antisemitischen Wahnsinns zu erkennen, empfehle ich folgenden Film über die „heiligen Freiheitskämpfer“ gegen Israel. Ob einige Mitglieder der deutschen Fanclubs von Hamas und Hisbollah auch bereits in „feiner Seide“ gekleidet sind ist mir nicht bekannt. Wenn Westerwelle oder Pax Christi mit der Hamas gegen Israel ankämpfen kann ich es noch nachvollziehen, wenn aber angeblich aufgeklärte Linke dieser menschenverachtenden Ideologie folgen, wird es skurril. Noch skurriler wird es, wenn die Kämpfer der Hamas und ihre Adepten in Deutschland nicht Antisemiten genannt werden dürfen.




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    • GerHam permalink
      20. Oktober 2011 14:17

      Ein Zeitdokument mit mittelalterlichen, religiös verblendeten Antisemiten. Wahrlich ein Dokument islamistischen Glaubensterrors!

      Der einzelne, der sich opfert, um möglichst viele Menschen zu töten, verwirklicht scheinbar die zeitgemäße Form von Gemeinschaft. Er opfert sich für einen realen oder imaginären Staat, vollführt in privatisierter Form, was nun einmal Sache der Volkgemeinschaft ist, Vernichtung um ihrer selbst willen. Die unbegreifliche Solidarität deutscher Antisemiten mit Hamas und Hisbollah ist Indiz einer untergehenden Welt. Sie gehören im innersten zusammen, der Antisemit und die Gesellschaft, die ihn produziert. Die Wahrheit über den Antisemitismus kann immer nur darin bestehen, ihn realiter unmöglich zu machen, ob man nun die Täter entlarvt oder die Gesellschaft, ohne die sie nicht wären. Im Zwiespalt, etwas zu begreifen und doch nicht begreifen zu können, bekennt das Subjekt, nicht außerhalb des Zusammenhangs zu sein, den es untersucht.

      Antiisraelische Krieger im Namen Gottes, Anhängerinnen von weiblichen Märtyrerinnen, neue frisch vereidigte Selbstmordattentäter aus Gaza befreien deutsche Israelgegner nicht von ihrem Hass. Bemerkenswert und erschütternd zugleich.

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    • Maria Melendez permalink
      20. Oktober 2011 14:22

      Die Indoktrination der Kinder ist abscheulich.

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    • 20. Oktober 2011 21:38

      Die Rahima Bibi kam mir irgendwie bekannt vor. Es ist schon faszinierend wenn man so von seinem Glauben überzeugt ist. Gläubige gibt es aber auch in Deutschland. Besonders in Berlin und Hessen scheinen die Hochburgen zu liegen.

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      • 24. Oktober 2011 23:26

        …aber für Hamasversteher ist dieser Film sicherlich tabu

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  16. Amon permalink
    20. Oktober 2011 15:37

    The Catholics hate the Protestants and the Protastants hate the Catholics and the Moslems hate the Hindus and the Hindus hate the Moslems – and everbody hates the Jews.

    Tom Lehrer

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  17. 21. Oktober 2011 09:15

    Die Türkei hat ja nun ebenfalls Hamas- Fatah- und PLO-Leute aufgenommen. In dem Zusammenhang wurde bekannt, dass die Hamas („Grosser Sieg für die Hamas“, etc) in dem Abkommen, das zur Befreiung Giad Schalits führte, wesentliche Konzessionen machen musste. So kam unter anderem der andere Barghouti net frei, und an die 300 Freigelassene (Mörder und Terroristen) wurden auf Verlangen Israels exiliert……

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  18. rotlicht permalink
    30. Oktober 2011 17:46

    Zum Dank für den Gefangenenaustausch haben palästinensische Terroristen (Islamischer Dschihad) von Mittwoch auf Donnerstag Grad-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Mehrere Israelis wurden durch die Raketenangriffe verletzt, ein 56 jähriger Mann wurde getötet. Darauf griff die israelische Armee die Abschussbasen der Terroristen an und tötete dabei fünf Terroristen, darunter den Kommandeur Ahmed al-Sheikh Khalil. Als Rache für die israelischen Angriffe schossen die Palästinenser erneut 20 Raketen auf israelisches Gebiet ab.

    Wie die deutsche Einheitspresse, allen voran die „Süddeutsche“ darüber berichtet ist charakteristisch für deutsche Berichterstattung im Kontext mit Israel.

    http://www.suedwatch.de/blog/?p=7521&mid=516869

    http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israeli-killed-as-a-result-of-rocket-barrage-on-southern-israel-1.392598?mid=5164997

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  19. Aronboy permalink
    30. Oktober 2011 17:58

    Für die Entführung eines Israelis zahlt der saudische Prinz Khaled bin Talal 900.000 US-Dollar.

    http://www.n-tv.de/politik/Saudi-zahlt-900-000-US-Dollar-article4648211.html

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  20. 2. November 2011 12:38

    Quelle: ‚sweetheart’s blog’ – Rubrik ‚Noch später’ http://bit.ly/uNlsYP

    „Nahost-Experte“ @ForenBoy kommentiert die Aufnahme der Palästinensergebiete in die UNO-Organisation UNESCO im „bewährten Copy & Paste Geplapper“ und gewohnt „Israel-unfreundlich“; hier die zweifelhalften „Highlights“ seiner Ergüsse:

    ForenBoy schrieb am 31. Oktober 2011 um 19:29 Uhr u.a.
    16
    “Immer, wenn Unklarheit oder Schweigen im Wald herrscht, greift die „besondere Haltung Deutschlands gegenüber Israel“ will heißen, die besondere Rücksichtnahme zu Gunsten Israels, die ich nicht nur für falsch, sondern auch für unangebracht halte (…)“
    ———-
    ForenBoy schrieb am 31. Oktober 2011 um 20:11 Uhr u.a.
    18
    “(…) passt die Posse, die sich die USA mit Unterstützung der peinlichen Wendehalsregierung Deutschlands bei der UNESCO geleistet haben, peinlicher geht es kaum noch, da wird erpresst, was das Zeug hält, von Demokratie weit und breit nichts zu sehen!
    Glücklicherweise haben die Versuche nichts gebracht, Palästina wurde in die UNESCO aufgenommen, und das ist auch gut so …“
    ———-
    ForenBoy | 31. Oktober 2011 um 23:47 Uhr u.a.
    20
    ’ „Israel zupass“ kommen die traurigen Ereignisse ganz sicher nicht, sie passen der reaktionären Regierung Netanjahu natürlich in den Kram, die eigene Bevölkerung weiter zu unterdrücken in ihrem Bestreben nach Verbesserung der Lebensverhältnisse. Vielleicht sind die ganzen Aktionen Israels auch unter false flag zu bewerten, zumindest drängt sich mir der Gedanke auf. Denkbar wäre sogar die Weigerung, die noch ausstehenden Entlassungen der palästinensischen Häftlinge auszusetzen oder ganz zu verweigern (…)’
    ———-
    ForenBoy schrieb am 1. November 2011 um 09:00 Uhr u.a.
    23
    “(…) Ich denke, dass die Entscheidung der UNESCO ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war, sowohl das falsche Spiel der Regierung Israels zu entlarven, wie auch der amerikanischen Administration das Versteckspiel hinter Lippenbekenntnissen verunmöglicht …“
    ———-
    ForenBoy schrieb am 1. November 2011 um 10:38 Uhr u.a.
    26
    ’(…) Ein Gesetz, das der US-Kongress vor über 15 Jahren verabschiedete, verpflichtet die Obama-Regierung dazu, sich aus jeder UN-Organisation zurückzuziehen, die Palästina als vollen Mitgliedsstaat akzeptiert, bevor es einen Friedensvertrag mit Israel gibt.
    Die Vereinigten Staaten finanzieren etwa 22 Prozent des UNESCO-Budgets, rund $70 Millionen jährlich. Laut der Webseite der US-Mission bei UNESCO würden unter anderem folgende Programme von einem amerikanischen Zahlungsstopp betroffen: (…)
    Jetzt den Palästinensern dafür die Schuld zu geben, stellte jedes humanistische Denken auf den Kopf: die „Schuld“ an dem Dilemma haben allein die USA wegen ihrer asozialen und diskriminierenden Gesetze sowie Israel (ca.3% des Budgets) wegen seiner immer deutlicher erkennbaren Weigerung auf dem Weg zu einem Friedensvertrag (…)
    Auf die hanebüchenen Kommentare bei der „unmöglichen Mission“ darf man schon gespannt sein …’
    ———-
    ForenBoy schrieb am 1. November 2011 um 12:01 Uhr u.a.
    29
    “Die Verdrehung von Tatsachen zu Lasten Palästinas ist der hauptverantwortliche Grund für die Misere, in der Israel und Palästina stecken,
    Zu den Meistern in Verdrehung gehören neben Israel selbst auch die USA und Deutschland, das mit seinem NEIN gestern bei der UNESCO-Entscheidung seit Libyen das 3. Eigentor geschossen hat …“

    ==========

    selcarim meint:
    Wer als selbst homosexueller Mann (siehe dazu den entsprechenden öffentlichen Hinweis von @sweetheart über die „allseits bekannte Homosexualität von @ForenBoy“, Link auf Wunsch …) ignoriert, dass in den Palästinensergebieten, im Gegensatz zu Israel, schwule Männer und Jugendliche um ihr Leben zu fürchten haben http://bit.ly/bpPSGE verhält sich nach meiner Einschätzung „schizophren und verachtenswert“.

    Und wer solche „Konstrukte, wie die Palästinensergebiete“ und deren Aufnahme in die UNESCO, im Wissen um die tödliche Bedrohung für Schwule durch die „Autonomiebehörden“, in eben diesen Gebieten, unterstützt ist an „schwuler *Selbstverleugnung, schwulem *Selbsthass und unsolidarischem Verhalten“ wohl kaum zu überbieten (dieses Selbsthass-Phänomen ist nicht ganz unbekannt und betrifft u.a. diejenigen Menschen, die nicht in der Lage waren sich und ihre eigene sexuelle Identität, die ein nicht unbedeutender Bestandteil der eigenen Persönlichkeit ist, zu begreifen und auch anzunehmen).

    In ähnlich „selbst verleugnender und unsolidarischer Weise“ ist – der hier und in div. anderen Foren gesperrte – @ForenBoy mir bereits vor Monaten in der ‚Freitag-Community’ unangenehm aufgefallen, als er in meinem Blog „Homosexualität Privatsache oder hochpolitisch?“ damals versuchte die Diskussion zu sabotieren.

    Ergänzung zu „Lebensgefahr für Schwule in den Palästinensergebieten“: KalleWirsch schrieb am 09.09.2011 um 15:59 Uhr in ‚der Freitag’ Community u.a. „(…) Leider haben es beide Organisationen (Amnesty International und Human Right Watch) bisher unterlassen, die Menschenrechtsverletzungen an Schwulen durch die palästinensischen Autonomiebehörden zu thematisieren (weswegen ich keinerlei Petition für die Erschaffung eines palästinensischen Staates unterzeichne) …“

    PS Obwohl mich @ForenBoy (@sweetheart) kaum noch interessieren, scheint mir dieser neuerliche Ausbruch „irrationaler Schuldzuweisungen“ an Israel durch @ForenBoy erwähnenswert (auch im Zusammenhang mit einer evtl. für das kommende Jahr anstehenden erneuten Freischaltung dieses Users in der MI …)

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    • 2. November 2011 13:24

      Nachtrag:
      Weiterführende Links
      http://bit.ly/sGKDMm
      http://bit.ly/rQaUAK

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      • 2. November 2011 16:50

        Hiermit ist @ForenBoy ins Panoptikum der Internetkuriositäten endgültig aufgenommen.
        Und die endgültige Teilung des Internetzls – ist das nicht unser Auftrag?

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      • 2. November 2011 17:17

        Diese Teilung mag für Hamas-Versteher traurig sein – ist aber nötiger denn je.

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        • 2. November 2011 18:39

          Breitenberger, wir vestehen uns wenigstens.

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    • 2. November 2011 15:13

      @selcarim
      Auf diese widerlichen Kommentare möchte ich nicht im Einzelnen eingehen, über den Diskussionsstil und die diversen Ansichten diverser Leute wurde von mir bereits das Nötige geschrieben. Israelhass schafft sich hierzulande in allen möglichen Medien und politischen Richtungen, von scharf links bis extrem rechts, breiten Raum. Über die Ursachen dieses Israelhasses habe ich in vielen meiner Blogs meine Ansichten kundgetan. Ich gestehe, das Thema ist so umfangreich und die antisemitischen Ansichten dieser Leute sind so irrational, dass er schwierig erscheint vollumfänglich diesen antiisraelischen Wahn zu begreifen.

      Im meine man muss nicht homosexuell sein um die Menschenverachtung der antisemitischen terroristischen Menschenfeinde zu verabscheuen. Die Ermordungen von homosexuellen Jugendlichen im Iran oder im Gazastreifen, die Steinigungen von Ehebrecherinnen, die Folterungen und Ermordungen von angeblichen palästinensischen Kollaborateuren, die antisemitischen Hasspredigten ihrer „Gottesmänner“, die antisemitischen Selbstmordattentate, die antijüdischen Terrorangriffe, die menschenverachtende, vorsintflutliche Scharia zeigen das Menschenbild der Gotteskrieger und ihrer deutschen Adepten sehr deutlich.

      Letzten Mittwoch haben Palästinenser zum Dank für den „Gefangenentausch“ Grad-Raketen auf Israel abgefeuert, mit vielen verletzten Israelis und einem getöteten Juden. Darauf antwortete die israelische Armee mit einem Gegenschlag bei dem fünf Terroristen ums Leben kamen. Die deutsche Berichterstattung und die entsprechenden Kommentare diverser Blogger zu diesen Ereignissen bestätigen meine Israel-Blogs eindrucksvoll. Die UNESCO-Farce ist nur ein weiterer kleiner Baustein in diesem Mosaik.

      Diese Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen!

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    • 2. November 2011 19:44

      Er kapiert nicht, wie sehr ich ihn bloß stelle und demaskiere :-):

      ForenBoy schrieb am 2. November 2011 um 15:49 Uhr in ’sweetheart’s blog‘, Rubrik „Noch später“ u.a.

      „Wie schön, dass es bei der gescheiterten „unmöglichen Mission“ diesen fanatischen rosa Hetzblogger gibt, der meine Meinung völlig ungestraft und unzensiert dort verbreiten darf.
      Besser hätte ich ihn gar nicht instrumentalisieren können…… ich lache mich schlapp …“

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      • 2. November 2011 19:59

        Ins Panoptikum der dummdreisten Internetkuriositäten, dieser ForenBoy. Der Peinlichsten Blogger des Netzes.

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      • 2. November 2011 23:29

        Die Hamas und ihre deutschen Adepten sprechen ebenfalls sehr oft und sehr gerne von einem „gescheiterten zionistischen Projekt“. Ich würde derlei Aussagen als rechtes, antizionistisches Wunschdenken bezeichnen.

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  21. 2. November 2011 15:31

    fidelche schrieb am 02/11/2011 um 15:13 Uhr u.a.
    „(…) Diese Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen! …“

    Diese bittere Bemerkung von Hassobjekten des Antisemitismus, macht mir auch immer wieder die Absurdität vieler in ihrem Umgang mit Juden und Israelis deutlich. Mich macht das oft regelrecht krank.

    „(…) Ich meine man muss nicht homosexuell sein um die Menschenverachtung der antisemitischen terroristischen Menschenfeinde zu verabscheuen …“

    Nein, dass „muss“ man selbstverständlich nicht sein, aber manchem hilft es, weil er sich als Hassobjekt von Homophoben sehr leicht in die Rolle anderer Hassobjekte hinein versetzen kann. Nicht „von ungefähr“ kommt daher die „jüdisch-homosexuelle Allianz“, besonders in Sachen Menschenrechte („Die EU-Kommission unterstützt drei jüdische Organisationen bei der Erfassung von Hassverbrechen … Mit im Boot sind auch die renommierte niederländische Homosexuellenvertretung COC sowie das internationale Netz- werk ILGA, das Homo- und Bisexuelle sowie Transgenders repräsentiert. »Eine jüdisch-homosexuelle Allianz …“ JA 31.03.2011 http://bit.ly/soU3aW )

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    • 2. November 2011 16:57

      Selcarim, Dir ein schönes Sprichwort gesagt, aufs „Mich macht das oft regelrecht krank.“ – Umgekehrt wird ein Schuh draus! 🙂

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      • 2. November 2011 19:46

        rainer kühn schrieb am 02/11/2011 um 16:57 Uhr
        „Selcarim, Dir ein schönes Sprichwort gesagt, aufs „Mich macht das oft regelrecht krank.“ – Umgekehrt wird ein Schuh draus! :-)“

        Im Moment stehe ich auf’m Schlauch und kapiere nichts …
        LG
        selcarim

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        • 2. November 2011 20:06

          Ich glaub, Du stehst richtig:
          Denn gesund ist diese Gesellschaft nicht, eher im Gegenteil; um im Bild zu bleiben!

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  22. 8. November 2011 17:09

    Die öffentlich-rechtliche Propagandasendung von Ken Jebsen (RBB) ist vorerst abgesetzt. Die vielen Israelkritiker werden nun sehr traurig sein. Eine Kostprobe:

    Weitere Infos unter:
    http://reflexion.blogsport.de/2011/11/07/propaganda-a-la-kenfm-ein-nachruf/

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    • 8. November 2011 21:02

      Broder schreibt heute um 18:44 auf seinem Blog:

      „Ein furchtbarer Verdacht: Ist Ken ein Antisemit?

      Wie die Berliner Morgenpost neldet, prüft der RBB den “Antisemitismus-Verdacht gegen Ken Jebsen”. Es ist absehbar, wie die Prüfung ausfallen wird. Ken ist kein Antisemit. Er hat keinen Juden umgebracht und mit dem Holocaust nix am Hut. Mehr noch: Er bezeichnet ihn als ein Riesenverbrechen. Das ist total cool und echt mutig.Und für Antisemitismus gibt es in Deutschland seit 1945 einen klaren Maßstab: den Holocaust. Alles drunter ist eine Ordnungswidrigkeit. Und hätten sich die Nazis nicht an der “Endlösung” ein wenig verhoben, wäre das Dritte Reich ein durchaus positives Kapitel der deutschen Geschichte geworden: Autobahnen, keine Arbeitslosigkeit, Parkplätze für Vegetarier und Nichtraucher, Müttergenesungswerk, Kraft durch Freude, kaum Kriminalität, Volkswagen und auch sonst jedem das Seine. Wenn bloß die Sache mit den Juden nicht gewesen wäre.

      Mit alledem hat Jebsen nichts zu tun, also kann er auch kein Antisemit sein. Er sagt nur, dass von den über 1000 freigelassenen palästinensischen Terroristen höchstens ein bis zwei Blut an den Händen haben, er verharmlost also nicht die Verbrechen der Judenmörder von gestern, sondern die Verbrechen der Judenmörder von heute. Und das ist kein Antisemitismus, das ist nur Israelkritik. Er sagt auch, dass er sich ein “palästinensisches Yad Vashem” wünscht, zur Erinnerung an die Opfer der israelischen Besatzung, wo ein israelischer Präsident hinkommen und niederknien sollte, so “wie einst Bundeskanzler Willy Brandt vor den jüdischen Opfern in Warschau niederkniete”. Auch das ist kein Antisemitismus, das ist nur ein sachlicher Hinweis darauf, dass die Israelis den Palästinensern heute das antun, was die Nazis den Juden angetan haben.

      Wenn Ken also kein Antisemit ist, was ist er dann? Ein Irrer, der von nix eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung hat. Über Gaddafi z.B. sagt er Folgendes: “Man vergisst immer, dass Gaddafi ja 40 Jahre lang Libyen geführt hat, also irgendwas muss er ja richtig gemacht haben, um 40 Jahre lang teilweise von seinem Volk gemocht zu werden.“ Ja, das ist genau die Info, die ein öffentlich-rechtlicher Sender seinen jugendlichen Zuschauern vermitteln sollte. Und wenn die dann kommen und fragen: “Wie konnte sich Hitler, wenn er so schlimm war, 12 Jahre an der Macht halten?” wird die Antwort lauten: “Irgendwas muss er ja richtig gemacht haben…”

      Ich habe auch nicht, wie die taz ohne jeden Beleg log, die Absetzung der Sendung gefordert. Ganz im Gegenteil, ich bin dafür, dass Ken weiter macht. Er gehört zum RBB wie Norman Paech zur Linkspartei, Ströbele zu den Grünen und der Gestank zur Kanalisation. “

      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_furchtbarer_verdacht_ist_ken_ein_antisemit/

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      • netzberg permalink
        8. November 2011 21:36

        „er verharmlost also nicht die Verbrechen der Judenmörder von gestern, sondern die Verbrechen der Judenmörder von heute. Und das ist kein Antisemitismus, das ist nur Israelkritik.“ Henryk M. Broder kann auf den Punkt formulieren.

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  23. 9. November 2011 08:56

    Wenn Neo-Nazis „Mimikry“ betreiben und sich als „Linke“ ausgeben, dann ist es für manche „schlichteren Gemüter“ offenbar eine Überforderung den „rechtsextremen Dreck“ in den verschwörungstheoretischen Märchen zu erkennen.

    Da könnte vielleicht ein Blick (oder auch zwei 🙂 ) auf die Website des ‚Netz-gegen-Nazis‘ helfen:

    „Woran man sie erkennt – Rechtsextreme Sprachcodes …

    Neben rassistischen, antisemitischen und homophoben Beschimpfungen (…)
    – „Systempolitiker“ oder „Systemparteien“ (um Opposition zum politischen System der Bundesrepublik, der Demokratie, auszudrücken)
    – „Besatzerregime“ (die Bundesrepublik als illegitime „Besatzung“ des Dritten Reiches durch die Alliierten)…“

    Quelle: ‚Netz-gegen-Nazis‘ http://bit.ly/1apT5I

    PS Für „wehret den (antisemitischen, rassistischen, homophoben) Anfängen“ ist es längst wieder einmal zu spät. Wir befinden uns in diesem Land erneut mittendrin … Also, lasst Euch nicht verführen von Nazis, Antisemiten und rechtsextremen Verschwörungstheoretikern!

    Noch’n bißchen „reaktionärer, Ahmadinedschad-freundlicher und Israel-feindlicher Dreck“ gefällig? Ein (hier und in div. anderen Foren zu recht gesperrter) User leugnet u.a. den Zusammenhang der Lieferung (u.a. durch deutsche Firmen) von Schlüsseltechnologien an das iranische Regime und die (abgeschlossene?) Entwicklung von Atomwaffen.

    Da er fast nirgends mehr die Gelegenheit hat, seine rechtsextreme Propaganda loszuwerden, monologisiert er – nahezu unbeachtet – auf der „Tagebuch-Seite“ einer WDR 5-hörigen Gartenfreundin, die über Käferchen und andere Tiere schreibt. Link (bitte – bei Interesse – runterscrollen) http://sweetheart2010.wordpress.com/2011/10/21/noch-spater/
    🙂

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    • 9. November 2011 15:43

      Überraschende und späte Einsicht?

      Rahab schrieb am 09.11.2011 um 10:36 u.a.
      „allmählich frag ich mich, wieso ich dumme kuh den freitag bei den fidelen sches gegen den antisemitismus-vorwurf verteidigt habe. ich könnt mir selbst dafür in den arsch treten! …“
      Quelle: „Ken Jebsen antwortet Broder“, ‚der Freitag‘ Community 09.11.2011 http://bit.ly/tkuqqp

      PS Ich habe den ‚Freitag‘ zwar nicht irrtümlich gegen den Vorwurf der Homophobie verteidigt, aber immerhin irgendwann gemerkt, dass weder die Online-Redaktion, noch Mit-User schwule Blogger gegen homophobe Anwürfe unterstützen und daraus dann – viel zu spät – die Konsequenz gezogen dort nie wieder zu schreiben.

      Warum schreibt eigentlich der zweite offen schwule Blogger dort seit einiger Zeit nicht mehr? (KalleWirsch Blogger | zuletzt aktiv vor 18 Tagen)

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      • netzberg permalink
        9. November 2011 20:15

        no way out – selcarim, und Danke für Zeigen.
        Zwei spielen Automatentennis. Süß. Herzergreifend.
        Die andere bloggt für die Katz, die sie havariert.
        Alle – auch wir, die MI – sind drin. no way out.
        Bloß: Wir sind halt die besten!
        Das ist der eine, grobe Unterschied.
        Alternative – ist Einzahl. Diktatorisch.
        Daran sollte die multiple Scheindifferenz sich mal ‚abarbeiten‘.
        Die ach so Differenzierten.

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      • 9. November 2011 21:48

        Warum, selcarim? Ich „vermute“ schon lange Sockenpuppen bzw. Stereotype dahinter, die von einem Aufrágsschreiber initiiert werden.
        Kalle Wirsch unterhält sich sogar mit dem nach eigenen Aussagen anfangs Blinden, später „an einer sehr seltenen Form von Legasthenie“ leidenden Frauenfußballfan, obwohl sich beide sich ein paar Wochen zuvor ausgiebig über Software für Blinde unterhalten hatten. Am Ende war „Baphomed“ sogar Informatiker und hat mit Kosok und Wirsch in einem Thread zur Damen-Fußball-WM verdammt schnell reagiert – Betonung auf „ich sehe“. Keine Nachfrage und keine Zweifel hinsichtlöich irgendetwas – soas macht der guterzogene Linke ja auch nicht gegenüber (angeblichen) Minderheiten/Behinderten!

        Der Freitag operiert mit Stereotypen, die die „üblichen“ (natürlich nicht wertend gemeint) Minderheiten darstellen. Diese dienem asl Lockvökel für „irgendwie“ Linkssein. Sobald diese hinterfragt werden, fliegt der Fragestellende entweder unbegründet raus, oder er wird solange der üblen Nachrede ausgesetzt, dass er selbst geht.
        Wenn ein Thema etwas abflaut, tauchen auf einmal neue „hochsympathische“ Sockenpuppen auf, wie im Fall von „luzie.fair“, die mal wieder in Richtung Bodenständigkeit und Feminismus Schwung in die Bude bringen sollte: Mit Jogginghose und Mischlingsköter ummen Blog vs. Modehundpüppchen, geil. Und Arbeit inna Kneipe, am Stammtisch. Voll supa natürlich, ey.
        1200 Umdrehungen pro Sekunde und am Ende sind die Sockenpuppen noch immer dieselbe schmutzige Wäsche, die sie schon vorher waren.

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        • 9. November 2011 21:55

          Die 1200 Umdrehungen beziehen sich natürlich auf „hochdeutsche“ Wertarbeit, also auf den Schleudergang ’ner ollen Miele 🙂

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        • 9. November 2011 22:03

          Kalle Wirsch? Habe ich nie überschätzt! Ich mochte diesen Blogger nicht.

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        • 9. November 2011 23:09

          Kalle Wirsch? Habe ich lediglich überflogen, wegen der üblichen stereotypischen Avatarfigur(en) (= aus Figurentheater, zum Teil DDR) und in entsprechende Interessensschublade gesteckt – um nicht zu sagen – Mottenkiste.
          Warum mochtest Du ihn nicht, Rainer?

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        • 9. November 2011 23:26

          Kalle Wirsch war für mich einmal diese besänftigte Berliner Schnauze, und anders überhaupt so ein Gutling, wo jeder Leser eigentlich zu einem Ja-Sager werden mußte. Wo er Outsider war, mußte sogar jede Oma mit. – Ich glaub, zwei Artikel von ihm habe ich gespeichert, um sein Durchschnittliches einzufangen, ich weiß nicht mehr welche, und sie sind bestimmt zu dünn, um mich jetzt dahin aufzumachen. – Und: Witzig war er auch nicht. Der außergewöhnliche Nick KW.

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        • 10. November 2011 09:04

          Kalle Wirsch: seine Pynchon-Beitraege haben mich enttaeuscht.
          Ah, endlich ahne ich, was Sockenpuppen sind!
          Mein Schaemmoment: wenn ich zu einem Blinden „Siehst Du!“ sage……

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        • 10. November 2011 10:29

          Vielleicht verstehe ich’s nicht so wie Du’s meinst, hibouh. Meiner Erfahrungen mit Blinden sind jedenfalls kompeltt anders. Sie sagen „sehen“ selbst andauernd und sind auch nicht sauer, wenn Sehende es sagen.

          Was diesen baphomed betrifft: Er konnte recht schnell jedes Detail beim Frauenfußball sehen, das beim Freitag „live“ kommentiert wurde. Sowas geht nicht über Hören und dann schnell schreiben. Erst war er ein Blinder und am Ende konnte er sehen wie ein Raubvogel, mutierte dann aber zum Legastheniker, der angeblich an einer ganz besonderen Form von L. leidet. Wenn ich mich richtig erinnere, hat es auch Wolfram Heinrich nicht glauben können. Ich auch nicht, denn L. ist etwas ganz anderes als bewusste Schreibfehler. Dazu habe ich zu viel Hintergrundwissen und Erfahrung mit Lernstörungen. Dieser miese Typ macht sich auf Kosten tatsächlich Benachteiligter lustig, bzw. benutzt er diese angeblichen Gebrechen, um künstlich eine Minderheit zu schaffen, damit die „irgendwie Linken“ wieder gutmenscheln können und um zur richtigen Gruppe zu gehören. Alles gegenseitige Bauchpinselei auf Kosten wirklich Benachteiligter. Diejenigen, die es nicht merken, sind viel zu sehr mit ihrem eigenen narzisstischen Ego beim Freitag bemüht, als dass sie sowas mitbekommen.

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        • 10. November 2011 10:39

          Kalle Wirsch unterhielt sich mit diesem Typen lang und breit über Hörbücher und Software für Blinde, macht einen auf hochsensibel und peilt gar nüscht.

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        • 10. November 2011 13:15

          die mutieren da andauernd, wa?

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      • 10. November 2011 17:12

        „allmählich frag ich mich, wieso ich dumme kuh den freitag bei den fidelen sches gegen den antisemitismus-vorwurf verteidigt habe. ich könnt mir selbst dafür in den arsch treten!“

        Bei der „dummen Kuh“ kann ich Rahab nicht widersprechen. Wie aber eine lupenreine Antisemitin wie Rahab ( Apartheidstaat Israel, Einstaatenlösung), die sich außerdem selbst stolz als eine Antisemitin bezeichnet, den „Freitag“ vor dem Antisemitismusvorwurf verteidigen könnte, bleibt ihr Rätsel. Da fällt mir die Geschichte mit dem Bock und dem Gärtner ein.

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        • netzberg permalink
          10. November 2011 17:26

          Schon Goethe sagte im Bett/soll gesagt haben: „Mehr Milch!“

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        • 10. November 2011 20:38

          „Dumme Kuh“ , „Antisemitin“ …
          Diese Selbsterkenntnis ist prima.
          Da könnte sich so mancher „Freitagskoch“ eine Scheibe abschneiden.

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  24. 10. November 2011 13:20

    im „Freitag“?

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    • netzberg permalink
      10. November 2011 17:31

      hibouh, und alle: Vielleicht wäre noch eine Rubrik „Freitag – eine Erfahrung“ ganz sinnig. Nicht unbedingt Einzelbloggerbezogen, sondern als Gesamt. Was versprochen ward, was unsereiner sich versprach, was gebrochen wurde & warum überhaupt gescheitert ist, wo wir alle unsere kleinen Beiträge im Linksdrallwollen verwendet haben.
      Was meinst Du?

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  25. 12. Oktober 2012 15:23

    Martin Krauss schreibt in der Jüdischen Allgemeinen über einen Palästinenser der nicht mit Gilad Schalit dasselbe Fußballspiel besuchen will:

    Gilad Schalit ist Fußballfan. Der FC Barcelona hatte den jungen Mann, der mehr als fünf Jahre von der Hamas in Geiselhaft gehalten wurde, eingeladen, vergangenen Samstag das Classico, das Ligaspiel zwischen Barca und Real Madrid (2:2), in einer VIP-Loge anzuschauen. Die israelische Botschaft hatte beim Verein angefragt, ob das nicht möglich wäre, schließlich weilte Schalit da gerade in Barcelona.

    Bald meldete sich die palästinensische Gesandtschaft in Spanien bei dem Club, ob nicht auch deren Botschafter, der Chef des Fußballverbands und der Fußballer Mahmud Sarsak kommen dürften – Sarsak war drei Jahre lang von den israelischen Behörden inhaftiert worden. Der Club lud auch Sarsak ein, doch der wollte nicht. Gemeinsam mit einem Israeli in einem Stadion zu sein, das gehe nicht, sagte Sarsak, »Sport und Politik werden hier vermischt«.

    Was Sarsak gegen Schalit hat, ist das Gleiche, was er gegen Israel und gegen Juden hat. Und was Sarsak, die Hamas und andere derzeit veranstalten, gehört zum Perfidesten, was in der sogenannten Palästina-Unterstützerszene bislang geboten wurde. Ausgerechnet Gilad Schalit, dem Terroristen jahrelang jegliche menschliche Würde verweigerten, muss es sich jetzt bieten lassen, von einem Hamas-Sprecher als »der Kriminelle Schalit« beschimpft zu werden. Ein Hamas-Radiosender verkündete stolz, keine Meldungen mehr über den FC Barcelona zu bringen. ….

    weiterlesen in „Die Liebe der Hamas“

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    • 12. Oktober 2012 17:55

      Unfaßbar. Ich habe das auch gerade gelesen. Auf Facebook hieß eine Reaktion kurz und bündig: ‚Widerlich.‘

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    • MEMO permalink
      13. Oktober 2012 12:36

      Für mich zeigt das eher, wie sehr sich der Konflikt verselbständigt hat und wie sehr die Gehirnwäsche wirkt. So ist es natürlich fraglich, ob der Konflikt je aufzulösen sein wird, was natürlich wünschenswert wäre. Übrigens besteht er ja auch hier, immer wieder befeuert durch das, was via Saltellit auch hier empfangen werden kann.

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    • 14. Oktober 2012 18:24

      Auch mit dieser kleinen Episode wird wieder einmal der Unterschied zwischen Israel und der Hamas deutlich. Den Palästinensern wird mit der Muttermilch ihr Antisemitismus eingegeben. Für diese Antisemiten sind Juden keine Menschen. Wie mit solchen Leuten in friedlicher Nachbarschaft leben? Noch unfassbarer ist für mich ist der Umstand, dass dieser arabische Antisemitismus in den letzten Jahrzehnten hierzulande kaum zur Kenntnis genommen wird.

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      • MEMO permalink
        15. Oktober 2012 11:12

        „Mit der Muttermilch“ finde ich bedenklich und falsch. Der Antisemitismus befindet sich nicht in der Muttermilch, er ist nicht naturgegeben. Er wird vermittelt, von Anfang an – durch Autoritäten und Medien. De facto genetisch wird er aber nicht weitergegeben. Auch hier in Deutschland ist das vermintes Gebiet, wie es eine Bekannte einmal ausdrückte. Und auch hier liegt es oftmals an dem, was gerade Migranten und Migrantenkindern medial eingetrichtert wird. Und auch hier funktioniert das „Radfahrersyndrom“ in dem Sinne, dass es wohl irgendwie dem Selbstverständnis zugute kommt, wenn man als arabischstämmiger Migrant „die Juden“ als Gegner hat, wenn man selbst sonst ständig nur als „Arab“ gesehen wird. Eine Eigendefinitions-Frage also, wenn auch keine gute. Ein Witz in diesem Zusammenhang bleibt allerdings, dass TV-Berichte, die übelste Hetze und Antisemitismen enthalten, hier unkontrolliert via Satellit empfangen werden können und ungehindert „aufklären“. Diese Problematik findet leider kaum Beachtung, obwohl diese Inhalte permanent gegen geltendes Recht verstoßen. So wird dieser Ungeist aus den arabischen Staaten nach Deutschland in die Wohnzimmer der hier lebenden Migranten getragen und nichts geschieht. Dabei lassen sich gerade Jugendliche durchaus sensibilisieren und sind zu einer Abkehr von dieser Haltung fähig. Genau hier wäre demnach auch anzusetzen, ein Wandel herbeizuführen. Sinnvolle Projekte existieren, eine bessere Finanzierung und mehr bürgerliches Engagement hierfür wäre wünschenswert.

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      • 15. Oktober 2012 13:24

        Der palästinensische Antisemitismus ist nicht in der Muttermilch, er wird neben der Muttermilch von Eltern, arabischen Regierungsstellen, religiösen Autoritäten und Medien eingetrichtert.

        Stimmt, via Satellit beispielsweise Al Manar, kann diese Indoktrination auch in Europa empfangen werden. Es stimmt ebenso, dass sich gerade Jugendliche durchaus gegen Antisemitismus sensibilisieren lassen würden. Von bundesdeutschen Medien (von Augsteins „Freitag“ über die Süddeutsche Zeitung bis zur Jungen Welt) ist eine derartige Sensibilisierung nicht zu erwarten. Ganz im Gegenteil, dort werden beinahe täglich Boykottaufrufe gegen Juden initiiert und Ahmadinejads antijüdische Vernichtungsphantasien als „Übersetzungsfehler“ geleugnet, bzw. verharmlost.

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    • 14. Oktober 2012 21:20

      Ja, der Unterschied der Behandlung eines vorhandenen bloß politischen Gegensatzes wird sehr deutlich in diesem scheinbar nebensächlichen Fußballplatz.
      Sehr zu loben der FCB sowieso, der zur Friedlichkeit einlädt; unfaßbar die Reaktion von/via Mahmud Sarsak. – Individuen brauchen Mut; gegen ihre Integrierer. Sarsak hat die verwaltete Welt von Faschisten bewiesen. –
      „Unsportlich“ zu kommentieren wäre untertrieben.

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  26. 30. Juli 2015 10:34

    Der Hisbollah-Kindermörder Samir Kuntar wurde kürzlich bei israelischem Luftschlag in Syrien getötet.

    Kuntar, der im israelischen Gefängnis mehrere Schulabschlüsse nachholen und Sprachen erlernen konnte, war im Austausch gegen die Leichen zweier entführter und ermordeter Soldaten der Zahal an die libanesische Terrororganisation Hisbollah übergeben worden. Jetzt war Kuntar als Kämpfer der Hisbollah in Syrien zur Unterstützung des Assad-Regimes im Einsatz.

    http://haolam.de/artikel_21835.html

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  27. 20. Dezember 2015 17:07

    Samir Kuntar ist jetzt endlich bei seinen 72 Jungfrauen:

    „Die schiitische Hisbollah-Miliz teilte mit, „zionistische Kampfflugzeuge“ hätten am Samstagabend um 22.15 Uhr ein Wohnhaus in Dscharamana, einem Vorort von Damaskus, angegriffen und dabei Samir Kuntar und einige Syrer „zum Märtyrer gemacht“.

    http://www.n-tv.de/politik/Israel-toetet-Hisbollah-Fuehrer-article16612661.html

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