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Georg und Jutta: Die Geschichte einer Freundschaft

9. September 2016

Die Ditfurth Trilogie – Teil 2

gutefreundeNur wenige Jahre lang verliefen die Wege von Jutta Ditfurth und Georg von Grote parallel. Sie wurden Freunde, davon handelt diese Geschichte. Es ist eine Geschichte über eine Zeit, in der viele Linke oder Friedensbewegte den Staat Israel dämonisieren, delegitimieren und gleichzeitig den antisemitischen Terror von Islamisten verharmlosen, leugnen oder relativieren, sei es aus überholtem Antiimperialismus oder aus Erinnerungsabwehr, beziehungsweise Schuldabwehr.

Jutta Ditfurth meldete sich ungefähr 2013 in Facebook an, vielleicht auch um ihre Bücher besser verkaufen zu können und sicherlich um Mitstreiter für ihr Engagement gegen die „Mahnwachen für den Frieden“ zu gewinnen. Sie fand in Georg von Grote einen zuverlässigen, anständigen und treuen Freund, der sich bereits in Jakob Augsteins „Freitag“ durch seine „ausgewogene“ Sicht im Nahostkonflikt einen Namen gemacht hat. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Georg von Grote war für Jutta Ditfurth ein besonderer Gesprächspartner. Sie mochte ihn und er mochte sie. Das Leid der Palästinenser die unter der „israelischen Besatzung“ litten verband ganz offenbar die beiden Edelleute. Wegen ihrem bevorstehenden Prozess gegen Jürgen Elsässer fragte Jutta ihre Facebookfreunde ob die nicht irgendein Buch über Antisemitismus empfehlen könnten. Georg war Journalist, war oft in Israel und so wusste er sehr viel zu erzählen. Beispielsweise schrieb Georg von Grote in seinem Facebookartikel „Menschenrechte sind nicht teilbar!“ am 11.07.2014 um seiner Jutta zu imponieren:

„(..) Es bringt auch nichts, immer wieder aufs Neue mit dem Finger auf den oder jenen zu zeigen und zu behaupten, der habe angefangen, der sei Schuld. Das ist das Spiel, das in Palästina seit Jahrzehnten betrieben wird. Vom radikalen militanten Arm der Hamas genauso, wie von den radikalen fanatischen israelischen Gruppierungen. Beide Seiten betreiben eine Blut und Boden Politik, die dazu auch noch von religiösen Fanatikern angeheizt wird. (..) Die Opfer dieser gegenseitigen, immer wieder aufgebauten und bewusst geschürten Konfrontations- und Gewaltspirale, ob nun von der Führung der Hamas oder der Regierung von Bibi „Coyote. E“ Netanjahu und dem rechtsradikalen faschistischen Flügel in der Knesset bewusst gesteuert, sind die Menschen in ganz Palästina. Im Kernland Israel genauso, wie in den besetzten Gebieten unter den Palästinensern. (..) Gerade wir in Deutschland, vor allem mit der Verantwortung, die wir aus den Gräueln der Nazizeit zu übernehmen haben, dürfen uns nicht für die eine oder andere Seite entscheiden, sondern wir sollten daran arbeiten, dass dieser Hass ein Ende findet und Israelis, wie Palästinenser friedlich in diesem Land nebeneinander leben können.“

Dit1Jutta war begeistert von Georgs „großartigem Menschenrechtemeisterwerk.“ Ja, „gerade wir in Deutschland“ und ja, die „Blut und Bodenpolitik“ der Israelis und ja, der „Bibi „Coyote. E“ Netanjahu und der rechtsradikale faschistischen Flügel in der Knesset“, das ging runter wie Labsal für Jutta Ditfurth und selbstverständlich lobte Jutta ihren Freund am selben Tag, am 11.07.2014  hingerissen und zustimmend für seinen aufrüttelnden und einmaligen Artikel mit den Worten: „danke, guter Diskussionsbeitrag!“ Denn „der habe angefangen, der sei Schuld“ bringt doch nichts. Auf den jahrzehntelangen antisemitischen Terror, auf den tausendfachen Raketenhagel, auf die Terrortunnel, auf die Selbstmordattentate hätte die israelische Regierung, wenn sie nur einen Funken guten Willen zeigen würde, doch auch mit Lichterketten oder Gebeten reagieren können. Georg war nach dem  Lob von Jutta sehr glücklich. Wenn es Georg nicht gegeben hätte, dann  hätte Jutta ihn erfinden müssen. Es war eine wunderbare Zeit, beide waren sehr glücklich, wer oder was sollte Georg und Jutta jemals trennen?

Das Leben von Jutta und Georg lief wie am Schnürchen, es hätte alles so schön bleiben können, wenn nicht fanatisierte Israelunterstützer in Georgs Artikeln Antisemitismus erkennen wollten. Ausgerechnet bei Juttas Freund Georg! Wo Jutta doch als Antisemitismusexpertin Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ genannt hat. Als Jutta mit den etwas problematischen Aussagen von Georg, wie „Ich dachte, das neue freie Deutschland hätte sich langsam aus den sich selbst auferlegten Fesseln gelöst. Grass hat gezeigt, dass dem so nicht ist“ oder „Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich“ oder „Über die Jahrhunderte der Diaspora hat sich bei Juden – und ich sag jetzt bewußt Juden und nicht Israelis – ein fast schizophrener Verfolgungswahn entwickelt“ oder „Israel führe einen Vernichtungskrieg mit ethnischen Säuberungen gegen die Palästinenser“ oder „wie durchgeknallte Staatsterroristen wie Netanjahu, Liebermann, Bennet, Feigelt und Konsorten ihre Killertruppe von der Kette lassen“ oder der „Zentralrat der Juden ist ein verbales Killerkommando“ konfrontiert wurde, musste sie schnell handeln. In dieser Grenzsituation zeigte sich letztendlich wie belastbar, wie großartig und zärtlich die Freundschaft von Jutta und Georg war. Denn Jutta hielt allem Druck stand und ihrem Georg die unverbrüchliche Treue.

Ich gehörte zu den Kritikern von Georg von Grote, da ich viele antisemitische Aussagen aus Jakob Augsteins „Freitag“ nicht so gut fand, kritisierte ich auch Grotes dortige „israelkritischen“ Ansichten. Davon wusste Jutta Ditfurth offenbar nichts, denn sie stellte mir Ende 2013 eine Freundschaftsanfrage in Facebook. Obwohl ich ihre antiimperialistischen Ansichten und auch ihre zweifelhafte Haltung gegenüber Israel kannte, nahm ich damals arglos an, denn immerhin hatte ich vor langer Zeit ihr Buch „Entspannt in die Barbarei“ mit Gewinn gelesen und was sollte schon passieren, dachte ich mir damals. Später war mir ihr Engagement gegen Jürgen Elsässer sympathisch, wenngleich ich mich über ihren Dilettantismus in dieser Angelegenheit  wunderte. „Glühender Antisemit“ ist schwer zu beweisen und nach Büchern über Antisemitismus zu diesem Zeitpunkt zu fragen war schon seltsam und befremdlich. Außerdem verwechselte Jutta verschiedene Begriffe aus der Antisemitismusforschung, vor allem der Begriff „Moderner Antisemitismus“ wurde von ihr oftmals sehr unglücklich gesetzt. Naja man kann schließlich nicht alles wissen. Über die antiisraelischen Aussagen von Augstein und Grass hat sich Jutta ebenso wenig geäußert, wie über den tausendfachen Raketenbeschuss der Hamas gegen Israel. Von daher war meine Frage an sie wegen Grotes „israelkritischen“ Ansichten zu Israel aus meiner Sicht nicht völlig aus der Luft gegriffen.

So schrieb ich ihr am 22.2.2015 in einem Posting: „Ich habe dich im Herbst letzten Jahres darauf aufmerksam gemacht, dass du in FB mit dem „Israelkritiker“ Georg von Grote befreundet bist. Ich habe dir damals einige seiner judenkritischen Aussagen mit Quellen übermittelt. Da du noch immer mit ihm in FB befreundet bist hier noch einmal einige Aussagen von Grote, mit einer konkreten Frage an dich: Wie beurteilst du neben den antisemitischen Statements von Grote die von Grass und Augstein?“ Jutta und Georg waren außer sich über die Unanständigkeit solch einer Frage. Jutta behielt aber einen kühlen Kopf, ohne  die Frage zu beantworten entfreundete“ und blockierte mich Jutta in Facebook, sie empfand dieses ständige Nachbohren als eine Erpressung. Irgendwann muss doch einmal Schluss sein. Jutta nutzte ihr überragendes Schreibtalent und verfasste den aufrüttelnden Text „Ich bin nicht erpressbar“ den sie am 23.2.2015 postete:

„Ich bin nicht erpressbar  Ich habe einen FB-Freund entfreundet, weil er begann, aufdringlich zu werden und mich, wie ein kleiner Polizist, abfragen zu wollen, ob ich den oder jenen meiner FB-Freunde auch einen Antisemiten nennen würde oder nicht. Als ich das ablehnte (ich habe fast 5.000 FB-Freunde), listete er die Namen anderer Personen auf und verlangte, mich zu ihnen zu erklären. Ich habe gesagt, dass ich keine Arbeitsaufträge von ihm annehme und mit der Arbeit für die Berufung im Elsässer-Prozess und der an meinem neuen Buch, das bald fertig sein muss, vollkommen ausgelastet bin. Ich habe ihm auch erklärt, dass ich kein Apparat und keine Partei bin, sondern ein arbeitender Mensch mit begrenzter Zeit, die ich außerdem, das möchte ich hier ergänzen, vorzugsweise selbstbestimmt verschwende. Wahrscheinlich war ich viel zu nett und habe zuviel erklärt (..) „

Obwohl Jutta durch ihre politische Arbeit zeitlich völlig ausgelastet war nahm sie sich, neben ihrem bewundernswert umfangreichen Wirken in Facebook,  die Zeit ihren „Ich bin nicht erpressbar„-Text zu schreiben und tagelang mit ihrer Fangemeinde die 208 Kommentare zu lesen und dazu eigene erhellende Kommentare zu posten. Auf die Bemerkung einer Kommentatorin, dass Grote in Facebook von „Vernichtungskrieg“ schreibt, beschwichtigte Jutta am 23.2.2015 beinahe mütterlich:

„Wenn du mit Georg von Grote über seine Wortwahl diskutieren willst, tu es bitte auf seiner Seite. Wäre er ein Antisemit und ich wüsste davon, wäre er nicht auf meiner F-Liste.“

Georg versetzte der Kommentar dieser niederträchtigen Kommentatorin einen Stich, doch als Jutta wahnsinnig souverän das Ding mit der „Wortwahl“ anbrachte, da ging es Georg gleich wieder viel besser. Das war unheimlich lieb von Jutta. Solidarität ist nicht nur die Zärtlichkeit der Völker. Als sich unter den Kommentatoren dann auch noch der Interviewpartner des antisemitischen und islamistischen Muslimmarktes Kay Sokolowsky mit Jutta und Georg solidarisierte war die Welt wieder beinahe in Ordnung. Kay Sokolowsky warf am 24.02.2015 all seine Argumentationskunst in die Waagschale und schrieb:

„‚Dein angeblicher Kampf gegen Antisemitismus‘ – was für ein aufgeblasener, geradezu ochsenfroschhafter Maulheld! Dessen größte Heldentaten offensichtlich darin bestehen, Menschen, die seine Obsessionen nicht teilen mögen, mit Denunziation zu drohen. Bäh.“ 

Mit seinen entfesselnden Gedanken, die manche abwertend als infantil bezeichneten,  ließ Kay Sokolowsky bei Jutta und Georg wieder die Hoffnung auf ein unbeschwertes Leben einkehren. Sie waren dem Muslimmarkt-Supporter für seinen Gemeinschaftsgeist sehr dankbar.

Damit war das leidige Thema für Jutta und Georg nur kurzzeitig ausgestanden, denn die ausgelassene Freude währte nicht lange, die nächste Soli-Veranstaltung stand in ein paar Tagen auf dem Terminplan. Die Freundschaft von Jutta und Georg wurde in der Woche vor dem 27.2.2015 abermals auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Am 27.2.2015 sollte eine Soli-Party zum Elsässerprozess mit Jutta und Thomas Ebermann in München, im Kafe Marat stattfinden. Jutta Ditfurth wurde angedroht, dass sie in München mit den antisemitischen Aussagen von Georg konfrontiert werden würde. Die Veranstaltung drohte scheinbar zu platzen. Was tun? Georg wurde von verschiedenen Seiten unter enormen Druck gesetzt. Jutta litt unendlich unter dieser unerträglichen Situation. Viele Freunde von Georg waren ratlos und Jutta sehr traurig. Es half nichts. Um Jutta vor einer Blamage zu retten musste sich Georg öffentlich erklären. Er habe alles nicht so gemeint, ein Missverständnis, eine antideutsche Verschwörung und so weiter und so weiter. Letztendlich veröffentlichte Georg schweren Herzens eine Distanzierung, darin schreibt er:

„In meinen Texten, die teilweise sehr scharf formuliert sind, sind mir allerdings Formulierungen unterlaufen, die nach der modernen Antisemitismusforschung und meinem heutigen Erkenntnisstand als antisemitisch gelten. Dieses war mir allerdings bei der Abfassung weder bewusst, noch von mir beabsichtigt. (..) In letzter Zeit häufen sich Angriffe, einiger, einer kleinen Gruppe zugehörigen, als fanatisch zu bezeichnenden Antideutschen, die jede noch so begründete Kritik an der Politik Israels zu diskreditieren versuchen. Diese richten sich vordergründig nicht gegen mich, sondern vielmehr gegen Personen von meiner Freundesliste bei Facebook, die für meine Texte in Haftung genommen werden.“

Einen Tag nach der Veranstaltung in München war Georgs „Distanzierung“ in Facebook nicht mehr abrufbar. Der Zweck war erfüllt.

In letzter Zeit haben sich Georg und Jutta etwas aus den Augen verloren. Dennoch stehen beide immer noch für ihre Sache ein. Ob Juttas Ditfurths  „Facebook-Arbeit“ ihrer spätpubertären Phase zugerechnet werden muss, ist unter ihren Anhängern höchst umstritten. Georg zieht sich jedenfalls mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück. Nur noch die Facebookfreunde von Georg kommen in den Genuss seiner Werke und Jutta hat derzeit viele Probleme mit ihrer Facebookfangemeinde. So muss sie beinahe täglich Freunde „entfreunden“, die mit abweichenden Meinungen von sich reden machen. Als Jutta Ditfurth mit ihrer Aussage Netanjahu sei der „Gegner aller linken und linksliberalen Israelfreund*innen“ nicht nur Zustimmung unter ihren Fans erfuhr war sie verständlicherweise schwer enttäuscht. Ein Facebookfreund hat es gewagt auf einen Artikel von Peter Bierl zu verlinken, in dem ihr Heldenepos über Ulrike Meinhof kritisiert wird und er fragte gar warum sie früher in der antisemitischen NRhZ mit Evelyn Hecht Galinski geschrieben hat.  Solche Fragen überschreiten freilich jegliches Maß. Jutta Ditfurth braucht für ihre Arbeit die totale Loyalität, so blieb und bleibt ihr und ihren „MitarbeiterInnen“ überhaupt nichts anderes übrig als die Zusammenarbeit mit diesen undankbaren „antilinken“ Rebellen abzubrechen und sie zu „entfreunden“. So schreibt die hochqualifizierte Mitarbeiterin von Jutta Ditfurth, Christiane Agu nach einer „Entfreundungsentscheidung“:

„Kritiklose unterwürfige Verherrlichung von Israel und enthemmte Angriffe gegen Menschen, die reale Problem in Israel ansprechen, nützen Israel gar nichts und helfen Israels Feind*innen. Philosemitismus ist nur die andere Seite des Antisemitismus.“

Ja doch, wer „grundsätzliche antilinke Ausfälle“ durchgehen lässt ist sehr schnell zweiter Sieger. Der „Generalangriff gegen alles Linke“ muss unterbunden werden und das hat überhaupt nichts mit Stalinismus oder einem autoritären Charakter  zu tun. Einfach Fragen ohne jegliche Erlaubnis zu stellen, das geht nicht, so etwas geht überhaupt nicht. Wo leben wir denn?

Im dritten Teil der Trilogie lesen sie: „Jutta Ditfurth und der antiimperialistische Antisemitismus

——

Teil 1: Das Grass-Gedicht und die Befreiung „aus den sich selbst auferlegten Fesseln“

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17 Kommentare leave one →
  1. 9. September 2016 16:22

    Der Antisemitismus von diesem Grote ist schlimm, die Kumpanei von Ditfurth auch, aber am primitivsten ist mit Abstand der Kommentar von diesem Kay Sokolowsky.

    Gefällt 3 Personen

  2. 9. September 2016 16:38

    Diese Geschichte einer Freundschaft ist sehr informativ. Kaum zu glauben wie diese Jutta Ditfurth tickt. Einerseits bekämpft sie Antisemitismus und andererseits bedient sie sich ähnlicher Vorurteile. Vermutlich fehlt ihr das Wissen um den Nahostkonflikt, was aber keine Entschuldigung sein kann.

    Sokolowsky schießt den Vogel ab, nicht zum ersten Mal.

    Gefällt 2 Personen

  3. Maria Weil permalink
    10. September 2016 00:14

    Für mich stellt sich nun die Frage wie antisemitisch ist Jutta Ditfurth. Geht’s der wirklich nur ums Geld? Will die nur ihre Bücher verkaufen? Will sie nur zurück in die Öffentlichkeit, nachdem sie weg vom Fenster war?

    Ich kauf ihr schon lange nichts mehr ab.

    Gefällt 2 Personen

  4. r. sott permalink
    10. September 2016 01:35

    Klasse geschrieben. Ich hab mich kaum eingekriegt.

    Gefällt 1 Person

  5. 10. September 2016 10:55

    Um es wie der Islamist zu sagen: Ditfurth Bäh.

    Gefällt mir

  6. Claudia R. permalink
    11. September 2016 11:11

    der „Generalangriff gegen alles Linke…“

    Ditfurth: Wer und was links ist bestimme ich.
    Als ob es nicht genug andere Probleme gibt.

    Gefällt 1 Person

  7. 12. September 2016 19:15

    Unter dem Beifall von Jutta Ditfurth schreibt Christiane Agu, die gerade die Zusammenarbeit mit Jemandem beendet hat: „Kritiklose unterwürfige Verherrlichung von Israel und enthemmte Angriffe gegen Menschen, die reale Problem in Israel ansprechen, nützen Israel gar nichts und helfen Israels Feind*innen. Philosemitismus ist nur die andere Seite des Antisemitismus.“

    „Kritiklose unterwürfige Verherrlichung von Israel und enthemmte Angriffe gegen Menschen, die reale Problem in Israel ansprechen, nützen Israel gar nichts und helfen Israels Feind*innen. Philosemitismus ist nur die andere Seite des Antisemitismus.“ (Chr. A.) – auch in einem grottenschlechten Text findet sich ein kluger Gedanke, wenn auch nur als Zitat. Zum Weiterlesen statt des restlichen Gedankenmülls lieber einen interessanten, wenig bekannten Text: schreibt ein anderer Ditfurth-Administrator auf seiner FB Seite.

    Dirk Reimer will hierher nicht verlinken. Aber die beiden Gegner des Philosemitismus passen perfekt in das Team von Jutta Ditfurth.

    Weil jemand Netanjahu nicht als Feind bezeichnen will ist er Philosemit?

    Was soll überhaupt schlecht sein an einer Judenfreundlichkeit? Judenfreundlichkeit mit Antisemitismus gleichzusetzen ist ein altes Mittel von Antisemiten.
    In Zeiten des antisemitischen Terrors von Paris, Toulouse und 9/11 usw., zu einer Zeit als auf Deutschlands Straßen „Jude, Jude feiges Schwein komm heraus und kämpf allein“ skandiert wird davon zu halluzinieren, dass Philosemitismus so schlimm wie Antisemitismus sei ist schlicht menschenverachtend.

    Die Frage ist nun wer hinter dieser Frau Agu steckt. Kommt sie etwas aus Berlin und ist eine pensionierte Juristin, war sie gar schon einmal in Augsteins „Freitag“ unterwegs?

    Wie kompatibel sind die Augstein-Linken und die Ditfurth-Linken? Ditfurth unterscheidet übrigens nun zwischen rechten und linken Antideutschen. Mit rechten Antideutschen will sie nichts mehr zu tun haben. Was immer auch rechte Antideutsche sein mögen.

    Gefällt 1 Person

  8. Günther P. permalink
    13. September 2016 14:40

    Jutta Ditfurth scheint momentan durchzudrehen.Wer ihr in Facebook kritische Fragen zu ihrer Vergangenheit stellt oder wer ihr in dem ein oder anderen Punkt widerspricht wird unverzüglich zu ihrem Feind, wird ohne Antwort abgefertigt, entfreundet und dann blockiert. Eine offene Diskussion ist mit ihr und ihren Leuten unmöglich.Der Vorwurf der „antilinken Ausfälle“ ist ein oft benutztes Totschlagargument. Schade, diese Entwicklung.

    Gefällt 1 Person

  9. Peter permalink
    6. November 2016 00:29

    Georg und Jutta, eine wunderbare Replik auf Rudi und Ulrike. Ich habe mich mehrmals köstlich amüsiert. Was am schönsten ist: Im Gegensatz zu Rudi und Ulrike werden viele der freundschaftlichen Unterhaltungen von Georg und Jutta durch Fakten gestützt.

    Gefällt mir

  10. 22. November 2016 14:37

    >>>Solidarität ist nicht nur die Zärtlichkeit der Völker.<<<

    Zum dritten Male gelesen und immer wieder liege ich bis zur Erschöpfung lachend am Boden.

    Gefällt 1 Person

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