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Jutta Ditfurth und der antiimperialistische Antisemitismus

27. September 2016

Die Ditfurth Trilogie Teil 3

„Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Öffentlichkeit die Wahrheit über Dresden. (…) In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt.“ Ulrike Meinhof in Konkret 3/1965

„Es ist einfach nicht wahr, dass – wie Thomas sagt – Ulrike Meinhof Dresden mit Auschwitz verwechselt hat. Damit unterstellt er, dass ausgerechnet sie nicht um die Bedeutung von Auschwitz gewusst habe.“ Jutta Ditfurth in Konkret 03/2008

„Die Aktion des Schwarzen September in München  hat das Wesen imperialistischer Herrschaft und des antiimperialistischen Kampfes auf eine Weise durchschaubar und erkennbar gemacht wie noch keine revolutionäre Aktion in Westdeutschland oder Westberlin. Sie war gleichzeitig antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch. (..) Sie hatten nur ein Ziel, nur ja dem Moshe-Dayan-Faschismus – diesem Himmler Israels – in nichts nachzustehen. (..) Die Aktion des Schwarzen September in München wird aus dem Gedächtnis des antiimperialistischen Kampfes nicht mehr zu verdrängen sein. Der Tod der arabischen Genossen wiegt schwerer als der Tai-Berg. (..) Solidarität mit dem Befreiungskampf des palästinensischen Volkes!“ Ulrike Meinhof in „RAF – Die Aktion des Schwarzen September in München – Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes“ zum Olympia-Attentat mit elf ermordeten israelischen Sportlern von 1972

„Ulrikes Texte waren Kampfesgrüße und keine Vernichtungswünsche, dazu sollten sie heute nicht verdreht werden. Sie war keine Antisemitin.“ Jutta Ditfurth zu Meinhofs Olympia-Attentat-Ansichten in Konkret 03/2008

„Friede heißt für uns Zerstörung Israels. Wir stellen uns auf einen totalen Krieg ein, einen Krieg, der Generationen hindurch dauern wird. Seit im Januar 1965 die Al-Fatah geboren wurde, sind wir der gefährlichste Feind Israels geworden … Wir werden nicht ruhen bis zu dem Tag, an dem wir in unsere Heimat zurückkehren und an dem Israel vernichtet ist …“ PLO-Führer Jassir Arafat 2002

„Sein wirklicher Name war Ali Hassan Salameh und er war der Sohn von Sheik Hassan Salameh, einem der  Helden des Aufstandes von 1936 bis 1939 gegen die britische Fremdherrschaft in Palästina und gegen die Zionisten.“ Jutta Ditfurth in ihrer Meinhof Biographie 2007 Seite 280

„Je länger der Brand in Palästina anhält, umso mehr festigen sich die Widerstände gegen das jüdische Gewaltregime in allen arabischen Staaten und darüber hinaus auch in den anderen moslemischen Ländern“   Alfred Rosenberg, führender Ideologe der NSDAP 1938

„Schieben wir also den Irrsinn antisemitischer „Logik“ zur Seite, könnten wir zur Kritik an den Menschenrechtsverletzungen, dem Rassismus und der Brutalität im Umgang des Staates Israel, des Militärs und eines Teils der israelischen Gesellschaft mit palästinensischen und arabischen Menschen kommen.“ Jutta Ditfurth am 22. April 2016 in Facebook

teil3Jutta Ditfurth hat sich vor vielen Jahren zweifellos Verdienste für die emanzipatorische Aufklärung erworben. Innerhalb der Grünen bekämpfte sie unter anderem, völkische Tendenzen und in ihrem Buch „Entspannt in die Barbarei“ thematisierte sie die sozialdarwinistischen und antisemitischen Lehren von Silvio Gesell.

Nachdem es lange Zeit sehr ruhig um sie wurde engagiert sich Jutta Ditfurth seit 2014 gegen die antisemitischen „Mahnwachen für den Frieden.“ Sie entdeckte das soziale Netzwerk Facebook und setzte es für ihre politische Arbeit ein. Mit ihrer Kleinstpartei ÖkoLinX verließ sie 2016 „nach jahrzehntelanger (oft mühsamer) Mitarbeit“ das sogenannte „Revolutionäre 1. Mai-Bündnis“ in Berlin wegen der dortigen antisemitischen BDS und „F.O.R. Palestine“ Gruppierungen. Den Mahnwachen-Redner Jürgen Elsässer nannte Jutta Ditfurth im April 2014 in einem Fernsehinterview einen „glühenden Antisemiten.“ Mit einer umstrittenen Begründung gewann Elsässer in zweiter Instanz den von ihm initiierten Prozess. Die Verfassungsbeschwerde von Jutta Ditfurth wird aller Voraussicht im Sande verlaufen und damit hat die Ex-Grüne dem Kampf gegen den Antisemitismus einen Bärendienst erwiesen.

Jutta Ditfurths aktuelle Leidenschaft gegen den Antisemitismus ist nicht glaubwürdig. Sie erkennt zwar größtenteils den strukturellen Antisemitismus der Zinskritiker, den Antisemitismus der Verschwörungstheoretiker und der sogenannten Mahnwachen-Besucher, aber den sekundären Antisemitismus, den Antisemitismus nicht trotz sondern wegen Auschwitz blendet sie wie den Antizionismus nicht nur bewusst aus, sie tabuisiert jede Diskussion darüber. Ihrem vordergründigem Engagement steht ihr überholtes antiimperialistisches Weltbild im Wege, von dem sie sich, im Gegensatz zu vielen ihrer früheren Mitstreiter, nicht getrennt hat was der Rest dieses Beitrages versuchen wird zu belegen:

Anfang August 1990 überfiel der Irak das Ölscheichtum Kuwait. Am 17. Januar 1991 hatten die USA und einige andere Staaten begonnen, den Irak zu bombardieren.  Mit der Unterstützung von deutschen Firmen kam das Regime von  Saddam Hussein zu einer eigenen Giftgasproduktion und zu einer erhöhten Reichweite seiner Scud-Raketen. Bereits im März 1988 setzte Hussein flächendeckend dieses Giftgas gegen die Kurden in Halabdscha mit bis zu 5000 toten Kurden ein. Während der Irak tödliche Scud-Raketen auf Israel abfeuerte und Bagdad vermeldete, dass es nun Israel mit Chemiewaffen auslöschen wolle, demonstrierten deutsche „Friedensfreunde“ gegen den Krieg der USA mit Parolen wie „Kein Blut für Öl“ und „Gestern Dresden – Heute  Bagdad.“ Der antiimperialistische Grüne Christian Ströbele entlarvte sich wie folgt: „Die irakischen Raketenangriffe sind die logische, fast zwingende Konsequenz der Politik Israels“ und auf die Frage ob denn  Israel selber schuld sei, dass es mit Raketen beschossen wird, antwortete Ströbele: „Das ist die Konsequenz der israelischen Politik den Palästinensern und den arabischen Staaten gegenüber, auch dem Irak gegenüber.“  Wegen seiner antisemitischen Aussage verlor Ströbele seinen Sprecherposten bei den Grünen.

Jutta Ditfurth solidarisierte sich unverzüglich in der von ihr unterschriebenen Flugschrift: „Kriegsende – Vorkriegszeit“ mit Ströbele. So wurde in der Flugschrift beklagt, dass es gelungen sei, Ströbele zu stürzen, „weil dieser sich auf das Glatteis der Kritik an der israelischen Regierung begeben hat.“ Ditfurth war sich mit Ströbele einig: „Israel ist im Golfkrieg zwar nicht kriegsführende, aber kriegsbeteiligte Partei, die eigene Zielsetzungen verfolgt“ und „Die Bedrohungen der israelischen Zivilbevölkerung, die Opfer durch Raketen und Giftgas‚ made in Germany‘ sind … von den Alliierten und der israelischen Regierung, die den Krieg und die Zerschlagung des Irak unterstützt, mit zu verantworten.“  Dass Juden selbst schuld sind am Antisemitismus war wahrlich kein neues antijüdisches Ressentiment. Zu dieser Zeit trat der ehemalige SS-Soldat Günter Grass in einer Podiumsdiskussion gemeinsam mit dem israelischen Schriftsteller Yoram Kaniuk auf. „Kein Blut für Öl“ und „Es gibt keinen gerechten Krieg“ waren die Parolen des „Friedensfreundes“ Grass. Yoram Kaniuk  schreibt in seinem Buch „Der letzte Berliner“ über Grass: „Das Argument, dass alle Kriege unmoralisch sind, macht mir mehr Angst als hundert Haiders in Wien oder hundert Aufmärsche von Skinheads mit auftätowierten Hakenkreuzen.“ Somit sind die „Friedensbewegten“ der damaligen Zeit von Grass bis Ditfurth ideologisch mit den heutigen „Mahnwachen für den Frieden“ gleichzusetzen. Die Querfront von Nazis und Pseudolinken gibt es nicht erst seit heute.

Während sich Jutta Ditfurth zum islamistischen Terroranschlag vom 11. September mit  3.000 Toten bedeckt hielt, sieht man von ihrem geschmacklosen Hinweis auf den Putsch in Chile 1973 ab, bekundete sie ihre Amerikafeindschaft in einem Flugblatt „Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht!“ im November 2002 zum Zweiten Irakkrieg: „Wir fordern die Bundesregierung auf, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Regierung der USA davon abzuhalten, ein weiteres skrupelloses Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen, das durch nichts zu rechtfertigen ist.“ Wenige Monate zuvor teilte Jutta Ditfurth auf der Berliner „revolutionären 1.Mai-Demonstration“ ihren interessierten Zuhörern ihre Erklärung des Nahostkonflikts mit: Ariel Scharon sei „kein Antisemit, sondern ein Kriegsverbrecher.“

2007 erschien von Jutta Ditfurth im rechtsbürgerlichen Ullstein-Verlag die Biographie von Ulrike Meinhof. Um Jutta Ditfurths antiimperialistisches Weltbild zu verstehen lohnt es sich dieses Werk näher zu betrachten. Ohne jede Distanz stellt Ditfurth Ulrike Meinhof als kluge, fleißige Revolutionärin und treusorgende Mutter ihrer Zwillingstöchter dar. Ohne sich kritisch mit der antisemitischen Ideologie, mit dem einseitigen antiimperialistischen Weltbild der RAF und der sie umgebenden Linken auseinanderzusetzen verfasst Jutta Ditfurth ein beinahe blindes Heldenepos. Über die Geschichte Israels, über den Antisemitismus der PLO hat Jutta Ditfurth offenbar genauso wenig Ahnung wie ihr Alter Ego Ulrike Meinhof oder sie verschweigt bewusst den eliminatorischen Antisemitismus der Feinde Israels oder der Juden in Palästina vor 1948. Ulrike Meinhof, würde sie noch leben, wäre diese unkritische Biographie vermutlich peinlich. Ihr wäre eine Abkehr ihres Irrweges, eine kritische Reflexion ihres Antiimperialismus jedenfalls eher zuzutrauen als ihrer Biographin. Auf Seite 276 schreibt Jutta Ditfurth beispielsweise im Partisanin-Kapitel:

„Die westdeutsche Linke hatte bis zum Sechs-Tage-Krieg an Israels Seite gestanden, daran hatten auch die Vertreibung der Palästinenser, die Suezkrise und die Aufrüstung Israels durch die USA und die Bundesrepublik nichts geändert. Den meisten Linken war nicht bekannt, dass in Israel nicht nur Juden lebten. Sie wussten nicht, welche sozialen Konflikte es dort gab und antiarabischer Rassismus in das Fundament der Staatsgründung eingeflossen war. (..)   Am 5. Juni 1967 griff die israelische Armee Ägypten und Syrien an und zerstörte in einer einzigen Nacht die gesamte ägyptische Luftwaffe. Israel besetzte den Sinai, Ostjerusalem, die Westbank und die Golanhöhen. Es verkleinerte die palästinensischen Gebiete und vertrieb Hunderttausende von Palästinensern.“

Mit diesen Sätzen deutet Jutta Ditfurth ihr schiefes und einseitiges Bild über Israel an. Ditfurth kritisiert die Israelsolidarität der Linken vor 1968 und unterstellt Rassismus im „Fundament der Saatsgründung.“ Kein Wort über den antisemitischen Terror der Palästinenser, über den Angriffskrieg der arabischen Staaten unmittelbar nach der Staatsgründung.  Kein Wort von der Vorgeschichte des Sechstagekrieges. Israel war umzingelt von etwa 250.000 Soldaten, davon fast die Hälfte im Sinai, über 2.000 Panzern und 700 Flugzeugen. „Wir wussten“, prahlte Ägyptens damaliger Präsident Nasser, „die Schließung des Golfs von Aqaba bedeutet Krieg mit Israel und das Ziel ist die Vernichtung Israels. Wie bereits beim Überfall von 1948 war man von arabischer Seite auf einen Vernichtungskrieg aus. Aus Ägyptens Radiosendern hallte es: Israel liquidieren! Der Ministerpräsident des Irak prophezeite: Es wird praktisch keine jüdischen Überlebenden geben. Die ägyptische Armee führte Kanister mit Giftgas mit sich, es stellte sich nur noch die Frage, ob den arabischen Armeen der Erstschlag gelang. Der israelische Ministerpräsident Levi Eschkol sagte am 21. Mai: „Die Ägypter planen die Meerenge zu schließen oder den Atomreaktor in Dimona zu bombardieren. Ein allgemeiner Angriff soll folgen. Es würde zu einem Krieg kommen, bei dem die ersten fünf Minuten entscheidend sein dürften.“

Auf den Seiten 280 bis 283 schreibt Jutta Ditfurth die PLO verniedlichend und ohne kritische Distanz über das „anstrengende Rebellenleben“ der RAF in Jordanien:

„1970 lebten etwa zwei Drittel der 2,5 Millionen Palästinenser als Flüchtlinge im Westjordanland, im Gaza-Streifen, in  den arabischen Staaten, in Israel und den USA. Seit Kurzem war die El Fatah die stärkste Widerstandsbewegung innerhalb der PLO und reorganisierte die geografisch weit auseinanderlebenden Palästinenser  im zivilen wie im militärischen Leben. Sie leitete Bildungseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, aber auch Militärcamps. Seit 1948 hatte die UNO rund zwei Dutzend Mal beschlossen, „dass die Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können.“ Israel ignorierte diese Forderung. Nach der Niederlage im Sechs-Tage-Krieg erkannten die Palästinenser, dass sie von den arabischen Staaten keine militärische Hilfe erwarten konnten. Da begann die palästinensische Widerstandsbewegung ihren Guerillakrieg gegen Israel.

Ulrike Meinhofs Gruppe wurde von den Vorausgereisten um Horst Mahler im Camp herzlich begrüßt. Sie glaubten alle, dass sie hier als selbstbestimmte Gruppe lernen und leben könnten.  Aber die rund zwei Dutzend Westberliner, politisch sozialisiert in der antiautoritären Revolte, begriffen bald, dass sie in ein militärisch-hierarchisch organisiertes Lager inmitten einer Armuts- und Kriegsregion gekommen waren, ein Lager, in dem der Kommandant für Disziplin sorgte. Sie sollten, wie in einer deutschen Jugendherberge, nach Geschlechtern getrennt übernachten, wogegen sie sich wehrten, einerseits aus Prinzip, andererseits gab es wenigstens drei bis vier Liebespaare unter ihnen.

Die Jüngeren der deutschen Gruppe erlebten zum ersten Mal Krieg. Der Großteil der PLO-Soldaten im Camp war durch Folter und Gefechte verletzt und traumatisiert worden. Mit den einfachen Soldaten konnten sich die Westdeutschen nur schlecht verständigen. Deutsch sprach nur Abu Hassan, der zur gebildeten palästinensischen Oberschicht gehörte und für die politische  Orientierung der militärischen Ausbildungslager zuständig war, Er kam ab und zu vorbei und dolmetschte oder die Deutschen fuhren zu ihm nach Amman. Sein wirklicher Name war Ali Hassan Salameh und er war der Sohn von Sheik Hassan Salameh, einem der  Helden des Aufstandes von 1936 bis 1939 gegen die britische Fremdherrschaft in Palästina und gegen die Zionisten.  (..)

Die Vorstellungen der einzelnen Gruppenmitglieder unterschieden sich so sehr wie ihre persönlichen Motive, nach Jordanien zu reisen. Ihre gemeinsame Zukunftsvorstellung war es, militanter zu sein als bisher. Sie fühlten sich als Teil einer internationalen revolutionären Bewegung. Vormittags und nachmittags wurden sie ausgebildet. Sie lernten mit verschiedenen Waffen und mit Sprengstoff umzugehen. Die Gluthitze, der Staub und das harte körperliche Training machten ihnen zu schaffen. Einer wie Horst Mahler, der vor Gericht eine gute Figur machte, wirkte hier unbeholfen. Es ärgerte Ulrike Meinhof, dass sie sich anfangs so ungeschickt anstellte. Einmal machte sie eine Handgranate scharf und rief, anstatt sie weit von sich zu werfen: „Was mach ich jetzt damit? “ — „Schmeiß sie weg! “, schrien die anderen und brachten sich in Sicherheit. Aber Ulrike Meinhof lernte schnell.“

Wieder betreibt Jutta Ditfurth einseitig Propaganda für die Palästinenser und sie verschweigt ihren Terror gegen Israel. Die Gruppe um Ulrike Meinhof, die von den Judenmördern der Fatah „herzlich begrüßt“ wurde, belegte bereits durch ihre Anwesenheit im Camp, durch ihre Sympathie für den Terror der Fatah und nicht zuletzt durch ihre Kooperation mit den Terrorgruppen der Palästinenser ihren Antisemitismus. Freilich nicht für Jutta Ditfurth, für sie ist die aktive Kooperation mit den Feinden Israels offenbar kein Problem. In den Baracken der Ausbildungslager der Fatah waren Hitlerbilder. Die RAF-Kader protestierten nicht dagegen, sie lebten in Zimmern mit Hitlerbildern, Judenmördern und Anhängern Hitlers. Neben den Kontakten zur RAF arbeitete die Fatah auch mit deutschen Neonazis um Willi Pohl zusammen. Warum thematisiert Jutta Ditfurth in keinem Kapitel diese Querfront?

Antisemitische von Nazideutschland unterstützte Mörder des Arabischen Aufstandes sind für Jutta Ditfurth Helden! Unfassbar! Amin al-Husseini (1893-1974) organisierte den „Arabischen Aufstand von 1936-1939, welcher nach Aussagen des Muftis ohne NS-Gelder nicht stattfinden hätte können, bei dem über 10.000 Juden aus jüdisch-arabisch gemischten Städten vertrieben oder ermordet wurden. Der Aufstand richtete sich gegen die Briten und vor allem gegen die jüdische Einwanderung. Trotz der hohen Opfer waren die Juden Palästinas und die Briten nicht die einzigen Ziele des „Arabischen Aufstands.“ Der arabische Terror in den eigenen Reihen forderte die annähernd gleiche Anzahl an Opfern. Die um Ausgleich mit den Juden interessierten Familienmitglieder der Nashashibis waren hauptsächlich die Leidtragenden. Amin al-Husseini bekämpfte, massiv unterstützt von Adolf Hitler, die Nashashibis, die Juden und alle prowestlichen, antiislamischen Einstellungen. Darüber und über die antisemitischen Vernichtungsphantasien der PLO gegenüber Israel erfährt der Leser von Jutta Ditfurth nichts. Ali Hassan Salameh, der Dolmetscher der RAF in Jordanien, dessen Vater Ditfurth als „Helden des Arabischen Aufstandes“ bezeichnet, war einer der Drahtzieher des Olympia-Attentates von 1972.

Peter Bierl kritisiert an Ditfurths Meinhof-Biographie: „Ein Beitrag Meinhofs über die alliierte Bombardierung Dresdens ist für Ditfurth überhaupt kein Thema, obwohl der Text paradigmatisch für die Nähe deutscher Linker und jener Nazis ist, die NS-Verbrechen mit tatsächlichen oder angeblichen Verfehlungen der Alliierten verrechnen wollen. Meinhof zitiert David Irving, setzt den Massenmord in Auschwitz mit der Bombardierung Dresdens gleich, behauptet, die Deutschen hätten von der Shoa nichts gewusst und gelangt zu dem Ergebnis, einen gerechten Krieg könne es nicht geben.“  1965 schrieb Ulrike Meinhof in Konkret in ihrem Artikel „Dresden“, den Jutta Ditfurth in ihrer einseitigen Biographie mit keiner Silbe erwähnt:

„(..) Über 200 000 Menschen sind in den Flammen von Dresden umgekommen. Der Engländer David Irving schreibt in seinem Buch „Der Untergang Dresdens“: „Zum ersten Mal in der Geschichte des Krieges hatte ein Luftangriff ein Ziel so verheerend zerstört, daß es nicht genügen unverletzte Überlebende gab, um die Toten zu begraben.“ (..) Es ist der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill bis zum Ende des Krieges, bis März 45, gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten. Dresden war der Höhepunkt dieser Politik. Dresden ging in Schutt und Asche, zwei Jahre nachdem der Ausgang des Zweiten Weltkrieges in Stalingrad entschieden worden war. Als Dresden bombardiert wurde, standen die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße, lag die Westfront am Rhein. Der Oberbefehlshaber der Royal Air Force, Sir Arthur Harris, der den Einsatz gegen Dresden geleitet hatte, ging ein Jahr danach, am 13. Februar 1946, in Southhampton an Bord, um das Land zu verlassen, das nicht mehr bereit war, seine Verdienste zu würdigen. Als die deutsche Bevölkerung die Wahrheit über Auschwitz erfuhr, erfuhr die englische Bevölkerung die Wahrheit über Dresden. Den Tätern wurde der Ruhm versagt, der ihnen von den Regierenden versprochen worden war. Hier und dort.

In Dresden ist der Anti-Hitler-Krieg zu dem entartet, was man zu bekämpfen vorgab und wohl auch bekämpft hatte: Zu Barbarei und Unmenschlichkeit, für die es keine Rechtfertigung gibt. Wenn es eines Beweises bedürfte, daß es den gerechten Krieg nicht gibt – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß der Verteidigungsfall zwangsläufig zu Aggression entartet – Dresden wäre der Beweis. Wenn es einen Beweises bedürfte, daß die Völker von den kriegsführenden Regierungen selbst mißbraucht werden – Dresden wäre der Beweis. Daß an der Bahre Sir Winston Churchills das Stichwort Dresden nicht gefallen ist, legt den Verdacht nahe, Dresden sollte immer noch dem Volk angelastet werden, das doch selbst betrogen worden ist. Es ist der gleiche Takt, den die Bundesregierung praktiziert, wenn sie die Verjährungsfrist für in der NS-Zeit begangenen Mord nicht aufhebt. Wer die Täter nicht denunziert, denunziert aber die Völker.“

Der völkische Dresden-Text von Ulrike Meinhof ist ein Musterbeispiel für sekundären Antisemitismus, nur Jutta Ditfurth ist offenbar nicht in der Lage dies zu erkennen. Meinhof bezieht sich auf den Holocaust-Leugner David Irving und verzehnfacht ohne jeden Beleg die tatsächlichen Opferzahlen. Mit ihrer unglaublichen Gleichsetzung von Dresden und Auschwitz begibt sie sich ideologisch in die Neonazi-Szene und ganz nebenbei suggeriert Meinhof die deutsche Bevölkerung sei über die Vernichtung der Juden nicht informiert gewesen. In der Kommandoerklärung (Kommando 15. Juli) der RAF, nach dem Bombenanschlag auf das US-Hauptquartier in Heidelberg mit drei toten und fünf verletzten US-Soldaten im Mai 1972, wird die Gleichung „Dresden ist Auschwitz“ wiederholt und die RAF erklärt weiter: „Von weiteren Millionen Sprengstoffen ist die Rede, die das Pentagon einsetzen will, um die nordvietnamesische Offensive zu stoppen. Das ist Genozid, Völkermord, das wäre die „Endlösung“, das ist Auschwitz. Die Menschen in der Bundesrepublik unterstützen die Sicherheitskräfte bei der Fahndung nach den Bombenattentätern nicht, weil sie mit den Verbrechen des amerikanischen Imperialismus und ihrer Billigung durch die herrschende Klasse hier nichts zu tun haben wollen. Weil sie Auschwitz, Dresden und Hamburg nicht vergessen haben…“ Der Dresden-Text sowie diese oder andere antiimperialistische Kommandoerklärungen der RAF werden in der über 400-seitigen Biographie von Jutta Ditfurth nicht thematisiert. Der eigene Antiimperialismus verhindert die Aufarbeitung. In einer Konkret-Diskussion (Konkret 03/2008) mit Thomas Ebermann meint Ditfurth, nachdem Thomas Ebermann Ulrike Meinhof bezüglich ihres Dresden-Artikels kritisiert:

„Es ist einfach nicht wahr, dass – wie Thomas sagt – Ulrike Meinhof Dresden mit Auschwitz verwechselt hat. Damit unterstellt er, dass ausgerechnet sie nicht um die Bedeutung von Auschwitz gewusst habe.“

Nach der Terrorwelle der Palästinenser im Februar 1970 in München ermordeten palästinensische Terroristen 1972 bei der Olympiade in München zwei israelische Sportler und nahmen neun weitere als Geiseln.  Der Dolmetscher von Ulrike Meinhof, Ali Hassan Salameh war neben Abu Daoud einer der Drahtzieher des Attentates. Deutsche Neonazis unterstützten die palästinensischen Terroristen bei der Vorbereitung für die Geiselnahme. Die israelischen Sportler wurden von den Freunden Meinhofs vor ihrer Ermordung in München bestialisch misshandelt und gefoltert. Ein Israeli wurde in München vor den Augen seiner gefesselten Kammeraden von den palästinensischen „Befreiungskämpfern“ kastriert. Bei der dilettantisch angelegten deutschen Befreiungsaktion in Fürstenfeldbruck kamen alle israelischen Sportler überwiegend durch die Handgranaten der palästinensischen Terroristen ums Leben. Auf den antisemitischen Text von Ulrike Meinhof zum Olympia-Attentat der Palästinenser 1972 geht Jutta Ditfurth in ihrer Meinhof-Biographie nur minimal ein. Ditfurth entschuldigt den Text mit den fünfmonatigen Haftbedingungen im toten Trakt. Dabei wäre eine Analyse genau dieses Textes gewinnbringend für die Ideologie der RAF gewesen. In Ulrike Meinhofs Text „Rote Armee Fraktion – Die Aktion des Schwarzen September in München – Zur Strategie des antiimperialistischen Kampfes“ steht neben anderen Ungeheuerlichkeiten:

„Die Aktion des Schwarzen September hat das Wesen imperialistischer Herrschaft und des antiimperialistischen Kampfes auf eine Weise durchschaubar und erkennbar gemacht wie noch keine revolutionäre Aktion in Westdeutschland oder Westberlin. Sie war gleichzeitig antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch. (..)

Sie hat einen Mut und eine Kraft dokumentiert, die immer nur das Volk hat (..)

…gegen dem seinen Wesen und seiner Tendenz nach durch und durch faschistischen Imperialismus- in welcher Charaktermaske auch immer er sich selbst am besten repräsentiert findet: Nixon, Brandt, Moshe Dayan oder Genscher, Golda Meir oder Mc Gouvern. (..)

Alle Aufschübe des Ultimatums, das sie mit Lügen und falschem versprechen erreicht haben, diente ihnen nur zu einem ausschließlichen Zweck: Für die Vorbereitung des Massakers Zeit zu gewinnen. Sie hatten nur ein Ziel, nur ja dem Moshe-Dayan-Faschismus – diesem Himmler Israels- in nichts nachzustehen. (..)

Israel vergießt Krokodilstränen. Es hat seine Sportler verheizt wie die Nazis die Juden – Brennmaterial für die imperialistische Ausrottungspolitik. (..)

An der Aktion des Schwarzen September in München gibt es nichts mißzuverstehen. Sie haben Geiseln genommen von einem Volk, das ihnen gegenüber Ausrottungspolitik betreibt, Sie haben ihr Leben eingesetzt, um ihre Genossen zu befreien. Sie wollten nicht töten. Sie haben ihr Ultimatum mehr als aufgeschoben. Sie haben angesichts der unnachgiebigen Haltung Israels vorgeschlagen, die israelischen Geiseln als Gefangene zu behalten. Die israelischen Geiseln waren mit diesem Ausweg einverstanden. Sie sind von den deutschen Behörden genauso getäuscht worden wie die Revolutionäre. Die deutsche Polizei hat die Revolutionäre und die Geiseln massakriert. Die Aktion des Schwarzen September in München wird aus dem Gedächtnis des antiimperialistischen Kampfes nicht mehr zu verdrängen sein. Der Tod der arabischen Genossen wiegt schwerer als der Tai-Berg. (..)

Solidarität mit dem Befreiungskampf des palästinensischen Volkes!“ (..)

Ähnlich äußerte sich der Genosse von Ulrike Meinhof, der Mitgründer der RAF, der Neonazi und Holocaustleugner Horst Mahler. Mahler halluziniert von einer mutigen Kommandoaktion der Opferbereiten gegen die israelische Olympiamannschaft“ und einer richtigen strategischen Linie“ gegen die Olympiade als imperialistische KdF-Show.“ Der Schwarze September“ nannte als Grund für die Aktion“ die Nichtaufnahme einer palästinensischen Olympiamannschaft durch das IOC. George Habash, der Chef der PLFP, einer Gruppe innerhalb der PLO, war wie Ulrike Meinhof und Host Mahler begeistert von der „Aktion“, er meinte: „Ich hoffe das dieser Triumpf Nachhall findet. Nicht allein in der arabischen Welt, auch anderswo. (..) Ein israelisches Massengrab ist ein Vorbild und ein Stimulans.“ Jutta Ditfurth schweigt sich über all diese Ungeheuerlichkeiten in ihrer Biographie aus. In einer Konkret Diskussion aus dem Jahr 2008 (Heft 3) kritisiert Thomas Ebermann den Meinhof-Text heftig, bezeichnet die „apologetische Erklärung von Ulrike Meinhof im Namen der RAF“ als „grauenhaft.“ Darauf verteidigte Jutta Ditfurth, nachdem sie in einem Nebensatz zugab, dass Teile des Textes antisemitisch seien, ihr Vorbild und belegt damit ihre eigene reaktionäre Ideologie:

„Sie hatte die PLO und die El Fatah in Jordanien 1970 als Freunde und als Opfer des Nahostkriegs kennengelernt. Fast alle diese Leute starben in den Luftangriffen im Schwarzen September von 1970. Ulrike Meinhof saß, als sie den Text im November 1972 schrieb, seit fünf Monaten in absoluter Isolationshaft in der Männerpsychiatrie der Justizvollzugsanstalt Köln- Ossendorf und litt unter sensorischer Deprivation. Ulrikes Texte waren Kampfesgrüße und keine Vernichtungswünsche, dazu sollten sie heute nicht verdreht werden. Sie war keine Antisemitin. Es gab Streit unter den Gefangenen über diesen Text. Ulrike Meinhof hat sich danach zum xten Mal in ihrem Leben intensiv mit der Geschichte Israels und des Judentums befaßt.“

Die Lobeshymne von Ulrike Meinhof auf die bestialische Ermordung und Geiselnahme der jüdischen Sportler 1972 in München durch palästinensische Terroristen, die antisemitischen NS-Vergleiche über die „Ausrottungspolitik“ bis zum „Moshe-Dayan-Faschismus“ und ihre völkischen und gleichzeitig antiimperialistischen Auslassungen bezeichnet Jutta Ditfurth menschenverachtend als „Kampfesgrüße.“ Ditfurth spricht nicht nur wieder einmal ihre Heldin frei, sie belegt damit ihr eigenes reaktionäres Weltbild. In Konkret 2008/09 schreibt Lars Quadfasel über die Selbstentlarvung von Jutta Ditfurth: „In diesem Ungeheuer von Wort, diesem Bastard aus Kominternresolution und Weihnachtskarte, steckt mehr diagnostische Wahrheit, als Ditfurth lieb sein dürfte. Exakt jene Einheit aus Kraftmeierei und Sentiment, aus intimer Tuchfühlung zum Weltgeist und vornehmer Distanz zu dessen Erfüllungsgehilfen, hat den hiesigen Israelhass stets ausgezeichnet. Und vielleicht besteht darin das ganze Elend der neuen deutschen Linken: dass sie, spätestens seit ihrer antizionistischen Kehre, eigentlich nichts als Kampfesgrüße versandt hat.“ In jedem Fall belegt Jutta Ditfurth mit ihren „Kampfesgrüßen“ ihre Empathielosigkeit mit den israelischen Opfern. In dem Zusammenhang sei erwähnt: Am 5. September 2016, am 44. Jahrestag des Münchner Olympia Massakers feierte die offizielle Website der Fatah, der von PA-Präsident Mahmoud Abbas geleiteten Organisation, diesen Terroranschlag als „heroische Operation“ und „eine der wichtigsten Aktionen in der modernen Geschichte.“ Richtig grotesk wird es wenn Jutta Ditfurth in Konkret (3/2008) behauptet, weil sich Meinhof mit dem Judentum beschäftigt hat kann sie keine Antisemitin sein. Adolf Eichmann hat sich sehr viel mit dem Judentum beschäftigt. War Eichmann deshalb kein Antisemit?

Jutta Ditfurth hat sich in Facebook in den letzten Jahren ihr eigenes kleines Königreich mit rund 5.000 Facebook-Freunden eingerichtet um dort ihre Sicht der Welt durch zu setzten. In diesem kleinen Facebook-Königreich herrscht eine strenge Hierarchie, in der Nachfragen oder kritische Bemerkungen nicht erlaubt sind. Unbequeme Kommentare von unabhängigen kritischen Facebook-Freunden werden massenhaft gelöscht und einstige Mitstreiter werden „entfreundet“ und blockiert. So positiv ihr Engagement gegen diverse Querfrontvereinigungen zu bewerten ist, durch die dortige autoritär, beinahe stalinistisch durchgesetzte Einseitigkeit und die Verhinderung kritischer Diskussion verliert jedes Engagement an Wert. Im Übrigen spricht Ditfurth von einer „neurechten Querfront  was ein weiteres Indiz für ihre fehlende Aufarbeitung des linken Antisemitismus nach 1945 ist.

Am 20.2.2015 preiste Jutta Ditfurth in Facebook die „schönen und klugen Texte“ von Kay Sokolowsky an. Clemens Heni machte Jutta Ditfurth darauf aufmerksam, dass dieser mit dem islamistischen Muslimmarkt kooperiert hat: „..wer diesen Islamfaschisten ein Interview gibt, die auf der Seite den übelsten Israelhass verbreiten, macht sich mit denen gemein, das sehen eigentlich alle antifaschistischen Leute so, Muslim-Markt ist ein No-Go, niemals ein Interview. Müsste dir eigentlich klar sein!! Das wäre so wie ein Interview mit der NPD nur viel schlimmer, da viel einflussreicher.“ Jutta Ditfurth gab sich ahnungslos, sie wusste nichts darüber. Sich mit islamischem Antisemitismus, mit der „Charta der Hamas“, mit dem Muslimmarkt zu befassen würde ihr antiimperialistisches Weltbild zum Einsturz bringen.

Einer der wichtigsten Mitstreiter von Jutta Ditfurth gegen die „Mahnwachen und Elsässer war ihr Facebook-Freund Georg von Grote. Ein Artikel von Grote, ein Gespräch von Utz Anhalt mit Georg von Grote aus dem Dezember 2014, war die Blaupause für Jutta Ditfurths zukünftige Mahnwachen-Vorträge in den Soli-Veranstaltungen für den Elsässer-Prozess. Beispielgebend dafür ist die Veranstaltung im Kafe Marat am 27.2.2015 in München, die als Mittschnitt auf DVD zu erwerben ist. Grotes Israelgegnerschaft ist seit spätestens 2012, seit seinen vielen Artikeln im „Freitag gegen Israel legendär. Grote behauptete unter anderem, Israel führe einen „Vernichtungskrieg mit „ethnischen Säuberungen gegen die Palästinenser, nannte Netanjahu einen „durchgeknallten Staatsterroristen, bezeichnete den Zentralrat der Juden als „verbales Killerkommando, in Augsteins „Freitag verteidigte er in seinem Artikel „Nachgedanken das antisemitische Grass Gedicht (Details zu Grotes Israel- und Judenkritik in Teil 1 und Teil 2 dieser Trilogie). Darauf konfrontiert verteidigte Jutta Ditfurth ihren Freund leidenschaftlich über Monate hinweg gegen den Antisemitismusvorwurf. Beispielsweise schrieb verwundert eine Facebook-Freundin in einem Kommentar auf Ditfurths Seite, sie habe bei Grote etwas von „Vernichtungskrieg“ gelesen, worauf Jutta Ditfurth ihren „israelkritischen Freund am 23.2.2015 solidarisch freisprach:

„Wenn du mit Georg von Grote über seine Wortwahl diskutieren willst, tu es bitte auf seiner Seite. Wäre er ein Antisemit und ich wüsste davon, wäre er nicht auf meiner F-Liste.“

Festzuhalten bleibt: Jutta Ditfurth hat an Grotes Israelhass nichts auszusetzen. Darüber hinaus kommentierte Jutta Ditfurth einen Facebook-Artikel vom 11. 07.2014 in dem Grote von der „Blut und Bodenpolitik“ der Israelis halluziniert,  sich freundlich bedankend, mit den Worten: danke, guter Diskussionsbeitrag.“   Jutta Ditfurth verteidigt in Facebook nicht nur rabiate Antizionisten, am 22. 04.2016 belegt sie ihre Kompatibilität mit Israelhassern, wenn sie schreibt:

„Schieben wir also den Irrsinn antisemitischer „Logik“ zur Seite, könnten wir zur Kritik an den Menschenrechtsverletzungen, dem Rassismus und der Brutalität im Umgang des Staates Israel, des Militärs und eines Teils der israelischen Gesellschaft mit palästinensischen und arabischen Menschen kommen.“

Damit nicht genug, am 07.07.2016 bezeichnet  Jutta Ditfurth den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu als „den Gegner aller linken und linksliberalen Israelfreund*innen.“ Nur Jutta Ditfurth entscheidet was links ist und wo der Gegner steht. Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet Israel? Warum beklagt Jutta Ditfurth nicht den Rassismus und die Brutalität der iranischen Regierung oder der Nachbarstaaten Israels oder den Terrororganisationen von der PLO, der Hamas bis hin zur Hisbollah? Warum verbietet sich Jutta Ditfurth die Verlinkung auf eine gute Rede Netanjahus? Warum verteidigt Jutta Ditfurth immer wieder linke Antisemiten?

Die Antwort auf alle diese Fragen ist naheliegend. Ihr eigenes Weltbild, der überholte Antiimperialismus von Jutta Ditfurth harmoniert mit linkem Antisemitismus.

Die Voraussetzung des linken Antisemitismus unserer Zeit bildet die Nichtaufarbeitung des linken Antisemitismus der 1970er und 1980er Jahre. Die RAF verbündete sich mit den antisemitischen Terrorbanden der PLO. Der islamistische, antizionistische, antisemitische Terror wurde damals wie heute von Antiimperialisten ausgeblendet. Er passt nicht in ihr Weltbild. Die „Verdammten dieser Erde“ sind in den Augen von Augstein bis Ditfurth vor allem die Opfer des westlichen Imperialismus, der westlichen Moderne, des westlichen Kapitalismus, der westlichen Ausbeutung der Länder der Dritten Welt. So sind die USA und die prowestlichen Industriestaaten im bipolaren Weltbild der Antiimperialisten die Alleinschuldigen am Elend  der ausgebeuteten Staaten und deren Bevölkerung. Deshalb werden die antisemitischen, antiwestlichen islamistischen, frauenfeindlichen Gegner Israels von Antiimperialisten gehätschelt und demokratisch gewählte Politiker wie Benjamin Netanjahu, wie Ditfurth behauptet, zu „Gegnern aller linken und linksliberalen Israelfreund*innen.“

Festzuhalten bleibt: Jutta Ditfurth gab während des Irakkrieges 1991 Israel die Mitschuld an den israelischen Toten durch die irakischen Raketenangriffe und der Androhung dass es durch Chemiewaffen ausgelöscht werden sollte. Sie leugnet den sekundären Antisemitismus des Dresden-Artikels von Ulrike Meinhof. Jutta Ditfurth verharmlost oder leugnet den Antisemitismus von Ulrike Meinhof in dem Text über den Schwarzen September und das Olympia-Attentat von 1972. Jutta Ditfurth leistet sich die unfassbare Behauptung: „Ulrikes Texte waren Kampfesgrüße und keine Vernichtungswünsche, dazu sollten sie heute nicht verdreht werden. Sie war keine Antisemitin.“ Sie verteidigt und leugnet extremsten Antisemitismus ihres Freundes Georg von Grote. Sie selbst unterstellt Israel „Rassismus und Brutalität“ gegenüber den Palästinensern ohne ein Wort über den palästinensischen Terror oder deren islamistische und antiwestlicher Ideologie zu verlieren. Ohne Jutta Ditfurth in die unmittelbare Nähe der RAF zu stellen, die Denkweisen von Meinhof und Ditfurth sind kompatibel. Meinhof hatte kein Problem mit antisemitischen Terroristen gemeinsame Sache zu machen und Ditfurth ist dieser Umstand kein Wort der Kritik in der entsprechenden Biographie wert. Warum tabuisiert Ditfurth den Raketenterror und die Terrortunnels der Hamas, die Selbstmordattentate in Israel, den Griff nach der Atombombe des iranischen Regimes, die Frauenverachtung im Iran, die Vernichtungsdrohungen der Gegner Israels von der PLO bis zur Hamas, den islamischen Antisemitismus und Terror im Nahen Osten und der übrigen Welt? Warum äußert sie sich nicht über die Antisemitismusvorwürfe gegen Jakob Augstein und Günter Grass? Warum scheut sie Fragen nach Grass und Augstein wie der Teufel das Weihwasser? Warum schrieb oder schreibt Jutta Ditfurth (unter anderem auch „israelkritische“ Artikel) in antizionistischen oder nationalbolschewistischen Querfront-Zeitungen wie beispielsweise dem „Freitag“, der Jungen Welt oder der NRhZ?

Jutta Ditfurths Engagement gegen Elsässer ist unglaubwürdig weil sie selbst im linken Antisemitismus gefangen ist. Ihr Versuch der letzten drei Jahre diesem Antisemitismus etwas zu entfliehen ist bis zum heutigen Tag gescheitert. Wie kann Jutta Ditfurth Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ nennen und gleichzeitig den extremsten Antisemitismus von bekannten „Israelgegnern“ wie Ulrike Meinhof und unbekannteren wie Georg von Grote verteidigen? Ihr eigenes Israelbild ist verträglich mit diesen „Israelkritikern.“ Ihr Engagement gegen Elsässer scheint vor allem kommerzielle Zwecke zu haben. Dabei  sind ihre Bitten um Prozesskostenhilfe in der Causa Elsässer nur ein Nebenwiderspruch. Den Zwischenstands-Meldungen es wären rund 25.000 Euro gesammelt, bei fehlenden 5.000 Euro folgten Meldungen von weniger gesammelten Spendengeldern und höheren Fehlbeträgen bis hin zu dem Stand, dass noch 6.800 Euro fehlen würden. Eine detaillierte Aufstellung über die Spendengelder und die Soli-Einnahmen wurde nicht veröffentlicht. Warum eigentlich? Eine anonymisierte, veröffentlichte Auflistung über Ein- und Ausgänge der Spenden- und Soli-Gelder würde allen Spekulationen ein Ende bereiten, so unvorstellbar ein Missbrauch auch sein mag. Eine Kapitalismuskritikerin von großem Kaliber dürfte schließlich kaum Wert auf großes Kapital legen.

Der Antiimperialismus von Jutta Ditfurth ist so überholt wie die Ideologie ihres Vorbildes Ulrike Meinhof. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und nach den Terroranschlägen vom 11. September hat sich das politische Koordinatensystem grundlegend verändert. Ditfurths ohnehin überholter Antiimperialismus taugt spätestens seit der Jahrhundertwende nicht mehr die Welt zu erklären. Ihre pseudolinken Ansichten bieten Andockmöglichkeiten zu linkem und sekundärem Antisemitismus. Jutta Ditfurth hat sich vor linkem Antisemitismus nicht abgegrenzt, sie selbst hat die Grenzen dorthin mehrmals überschritten.

Israel ist nicht der „Brückenkopf des US-Imperialismus“ im Nahen Osten. Antiimperialisten sollten sich mit der Geschichte Israels und seiner Gegner besser beschäftigen, bevor sie urteilen. Thomas Haury schreibt zur  Logik des bundesdeutschen Antizionismus:“ „Der Antizionismus ist die Anwendung des antiimperialistischen Schemas auf den Konflikt zwischen Israel und der palästinensischen nationalen Befreiungsbewegung. Darin führt die strukturelle Affinität zur teilweisen inhaltlichen Affinität: das antiimperialistische Weltbild ist den antisemitischen Stereotypen gegenüber nicht nur nicht immun, sondern es tendiert, wird es zum Antizionismus konkretisiert, dazu, diese selbst hervorzubringen. (..) Das antiimperialistische Weltbild macht keine Fehler, es ist der Fehler: Es tendiert notwendig dazu, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu simplifizieren, zu verdinglichen und zu personifizieren, sie verschwörungstheoretisch zu missdeuten und damit eine auch moralisch binäre Weltsicht zu entwickeln. Weil diese unreflektierten Bedürfnisse nach Veränderung, kämpferischer Gemeinschaft, eindeutigem Feind und einfach zu durchschauenden Verhältnissen hierzulande nicht erfüllt werden können, werden sie in die Fernen des Trikont projiziert. Die unkritische Identifikation mit den nationalen Befreiungsbewegungen muss zwangsläufig zur Unterscheidung von guten und schlechten Staaten, zur Verwechslung von sozialer Revolution mit nationaler Befreiung und schließlich zur Entdeckung guter Völker führen, die gegen das als „Imperialismus“ bezeichnete Böse kämpfen.“ Wie sagte Jean Améry: „Es gibt keinen ehrbaren Antisemitismus“ und wie sagte Sartre vor Jahr und Tag in seinen „Überlegungen zur Judenfrage“: „Was der Antisemit wünscht und vorbereitet, ist der Tod des Juden.“

Wer etwas gegen den aktuellen Antisemitismus tun und dafür Geld spenden möchte sollte dieses Geld nicht Jutta Ditfurth anvertrauen. Genauso gut könnte man an Pax Christi oder Franz-Peter Tebartz-van Elst spenden. Das Geld wäre bei den Israel Defense Forces bedeutend besser aufgehoben. Die Ausrüstung eines IDF Soldaten kostet wie das Abwehrsystem Iron Dome gegen die palästinensischen Raketenpogrome viel Geld.

Ohne Israel als unfehlbar darzustellen, die demokratischen israelischen Regierungen, von Levi Eschkol, Golda Meir, Ariel Sharon bis hin zu Benjamin Netanjahu, führten ihre Kriege, nicht um „Raum für ihr Volk ohne Raum“, nicht um den Zugriff auf Rohstoffe oder um weltpolitische Bedeutung. Israel führt Krieg, um seiner Bevölkerung, endlich ein Leben in Sicherheit zu bieten. Israel versucht nicht, andere unter ihre Herrschaft zu zwingen oder zu ihrem Gott zu bekehren. Im Gegensatz dazu erklären die Feinde Israels im Nahen Osten ihren sehnlichsten Wunsch die Juden zu vernichten oder sie ins Meer zu treiben. Die Hamas und die anderen Terrororganisationen des Nahen Ostens, der Iran und alle anderen reaktionären Regimes der Region verkünden beinahe täglich ihr vordringlichstes Ziel Israel von der Landkarte verschwinden zu lassen. Der Islamismus der Hamas, der PLO, des IS, der Hisbollah, des Irans steht gegen alles, wofür Marxisten, emanzipatorische Linke, Liberale, Humanisten und Demokraten seit jeher eingetreten sind, er verfolgt neben seinem eliminatorischen Antisemitismus jedes emanzipatorische Denken mit gnadenloser Unterdrückung und Folter, er stellt Homosexualität unter Todesstrafe und behandelt die Frauen als Menschen zweiter Klasse. Wenn Antiimperialisten wie Jutta Ditfurth dies negieren muss schlechterdings von ideologischer Verwahrlosung gesprochen werden.

——

Teil 1 der Trilogie: Das Grass-Gedicht und die Befreiung „aus den sich selbst auferlegten Fesseln“

Teil 2 der Trilogie: Georg und Jutta: Die Geschichte einer Freundschaft

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47 Kommentare leave one →
  1. 27. September 2016 16:13

    Ein Super-Text! Ohne den überholten Antiimperialismus ist der elende Antizionismus tatsächlich nicht zu begreifen.

    Ja, ich sehe das auch so. Ditfurth hat dem Kampf gegen den Antisemitismus einen Bärendienst erwiesen. Ich bin gespannt ob sie sich zu diesem Text äußern wird oder ob einer ihrer AnhängerInnen mal zu Potte kommt.

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  2. Eli Levinger permalink
    27. September 2016 17:18

    Puh, ein langer Text, der es in sich hat. Für mich sehr viel Information über eine Frau die ich zu kennen glaubte. So kann man sich irren. Ja, Frau Ditfurth hat dem Kampf gegen den Antisemitismus einen Bärendienst erwiesen. Sie hat es gekonnt (zumindest vor mir) verheimlichen können welch Geistes Kind sie ist. Ja, der Antiimperialismus von Jutta Ditfurth ist überholt. Er gehört auf den Müllhaufen der Geschichte.

    Danke.

    Gefällt 4 Personen

  3. Stern permalink
    27. September 2016 20:19

    Die beiden Texte über Dresden und München belegen eindeutig den Antisemitismus von Meinhof. Ihre aktive Zusammenarbeit mit den palästinensischen Terroristen ebenso. Ditfurths leugnen dieses Faktums wiegt schwer. Ihr eigener Blödsinn über Israel rundet alles noch ab. Sie braucht die Öffentlichkeit und sie ist autoritär – keine Frage.

    Schade irgendwie.

    Gefällt 2 Personen

  4. Kristian permalink
    27. September 2016 21:30

    Danke für den Artikel und auch die beiden davor; erschreckend und informativ!
    Einen Kritikpunkt habe ich aber: wenn du schreibst „Meinhof bezieht sich auf den Holocaust-Leugner David Irving“ dann ist das ein recht kreativer Umgang mit den Fakten. Meinhofs Text ist von ’65, ’66 gibt Irving zu, dass er sich „geirrt“ habe, was die Opferzahlen angeht, gilt aber weiter als seriöser Historiker. 1976 hängt Meinhof sich auf. Ab 1977 behauptet Irving, dass Hitler den Holocaust nicht gewollt hätte, seit 1988 leugnet er die Shoa komplett.

    Gefällt 1 Person

    • 28. September 2016 16:39

      Stimmt, 1965 konnte Meinhof noch nichts von der Holocaustleugnung Irvings wissen. Aber es stimmt auch dass Meinhof auf die falschen völlig überhöhten Opferzahlen von Irving nochmal über 50 000 Tote, aus welchen Quellen weiß ich nicht, drauflegte. Darüber habe ich auch nicht geschrieben.

      Gefällt 1 Person

  5. Mia Most permalink
    27. September 2016 23:07

    Früher hat auch mir Frau Ditfurth besser gefallen. Ja früher war alles besser. Mir ist der Artikel etwas zu einseitig. Trotzdem habe ich einiges dazugelernt.

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  6. Bernd Pohl permalink
    28. September 2016 00:10

    -Wie kann Jutta Ditfurth Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ nennen und gleichzeitig den extremsten Antisemitismus von bekannten „Israelgegnern“ wie Ulrike Meinhof und unbekannteren wie Georg von Grote verteidigen?-
    Richtig, das passt nicht.

    Die Frau kann ich nicht mehr ernstnehmen.

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  7. 28. September 2016 09:03

    Jeremy Corbyn ist vor kurzem als Chef der Labour Party bestätigt worden und zum ersten mal seit langer Zeit ist in einer sozialdemokratische Traditionspartei eine trotzkistische und anti imperialistischen Ideologie mehrheitsfähig.

    https://dieweltohneuns.wordpress.com/2016/04/30/die-livingston-formel/

    Auf der Ebene der Funktionäre und Mitglieder hat sich unter Corbyns Vorsitz eine Lawine an antisemitischem und anti-israelischem Hass entladen, der einerseits auf die Tradition der Trotzkisten und Antiimps zurück geht, aber in England eine beängstigende Dimension angenommen hat, weil ebene jene Linken sich mit Islamisten und muslimischen Antisemiten großflächig verbündet haben. Labour Kandidaten, die in Bezirken mit starker muslimischer Bevölkerung auf Wahlwerbung gehen, sprechen vor Geschlechter getrennten Sälen, ohne eine erkennbare Kritik daran zu formulieren. Der Anti-Zionismus, wie das antisemitische Credo heute genannt wird, ist das einigende Band zwischen Linken und Islamisten, gespeist aus einem kruden anti-westlichen und anti-kapitalistischen Ideologem, das nach wie vor überzeugt ist, dass Massenmord völlig okay ist, wenn er unter einem linken Prätext verübt wird. (Siehe Meinhof und ihre Ideen über den schwarzen September.)
    Das Problem ist also nicht nur eine Debatte, wie die Linken zu Israel stehen, sondern vor allem die Tatsache, dass die Linken in einer totalitären und menschenverachtenden Tradition stehen, eine in der Massenmorde verübt und Folterdiktaturen bejubelt werden, ohne dass dies in irgendeiner Weise reflektiert oder kritisiert wird. Dieselben Leute, die den Schwarzen September gelobt haben, haben später auch die Massenmordfabriken Saddams oder Assads für Leuchttürme der Emanzipation gehalten.

    Der Hass auf Israel ist, was alle totalitären Ideologien, von Nazis, über Stalinisten, Trotzkisten bis zu Islamisten eint. Wir sollten nicht vergessen warum.

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  8. Tom Hell permalink
    28. September 2016 10:03

    „Die israelischen Geiseln waren mit diesem Ausweg einverstanden“

    Alleine dieser Satz offenbart neben dem ganzen antisemitischen Dreck den Irrsinn von Meinhof.

    Die palästinensischen Mörder haben die jüdischen Geiseln bestialisch misshandelt, zwei von ihnen erschossen und die neun überlebenden Geiseln waren „mit diesem Ausweg“ einverstanden. Ich krieg mich schon bei diesem Halbsatz nicht mehr ein.

    Ich kann mich den obigen Kommentatoren nur anschließen. Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel!!

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  9. 28. September 2016 10:34

    Hammermäßiger Text. Danke.

    Der Meinhoftext über München hat es in sich. Ich musste den Absatz zweimal lesen, konnte es nicht glauben. Ditfurth disqualifiziert sich nicht nur hierbei. Ich würde ihr keinen Cent für sonstwas spenden.

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  10. Jackson permalink
    28. September 2016 16:25

    In ihrem „Bookstrore“ verkauft Jutta Ditfurth die Meinhof-Biographie mit einem Poster von Ulrike Meinhof als »ULRIKE-MEINHOF-PÄCKCHEN« Da fehlen einem die Worte. Ulrike Meinhof kann einem fast schon leid tun. Bei so einer geschäftstüchtigen Biographin.

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  11. 28. September 2016 16:50

    Vielen Dank für die ermutigenden Kommentare.
    Im Netz tobt der Bär wegen Jutta Ditffurth. Vorab schon mal ein paar Links dazu:

    http://friedensdemowatch.blogsport.eu/2016/09/27/ditfurth/

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  12. 29. September 2016 08:48

    Die Antizionistin Jutta Ditfurth regt sich über den Antisemitismus von Elsässer auf und findet Meinhof und diesen Grote voll ok. Selten so gelacht.

    Spaß beiseite. Gratuliere zu dem gelungenen Artikel. In der Jungle World konnte man auch was über die Meinhof-Biograpie lesen: Manchmal überfiel uns eine tiefe Traurigkeit.

    … Ditfurth entstellt aber nicht nur die Person Meinhof zu einem revolutionären Abziehbild, sondern auch die politische Schriftstellerin – und verpasst hier das Wichtigste: Wie sehr sich bei Meinhof exemplarisch der Wille zum Guten, zum Bruch mit dem, was deutsch ist, mit unangenehmster Deutschtümelei überkreuzte, der Deutschtümelei nämlich, wie sie in der KPD seit 1930, seit dem »Kampfprogramm zur na­tionalen und sozialen Befreiung Deutschlands«, vorherrschte. Dieser Widerspruch zog sich von Anfang an durch Meinhofs Publizistik. Einerseits zeigte sie Anteilnahme für die Opfer des Warschauer Ghettos und brachte andererseits 1972 mit der Rechtfertigung des palästinensischen Überfalls auf israelische Olympia-Teilnehmer in München den wohl drastischsten Antisemitismus zu Papier, zu dem Linke fähig sind. Es ist ebenso ein- und dieselbe Meinhof, die bereits 1965 für Konkret im NPD-Stil Dresden mit Ausch­witz gleichsetzt, aber 1967 davor warnt, Israel zum propagandistischen Abschuss freizugeben, weil sie noch eine Ahnung davon bewahrt hat, warum der Staat der Juden bestehen muss. Die Programmatik der RAF schließlich löste diese Widersprüche in Richtung der alten KPD auf, also: in antisemitische Klischees und völkische Rhetorik.

    Ditfurth aber tut so, als ob ausgerechnet dies die angemessene Antwort gewesen wäre auf die Probleme der späten Sechziger: auf alte Nazis in den Ämtern der Bundesrepublik oder den Westberliner Polizeiterror, der für johlendes Vergnügen beim Großteil der eingeborenen Bevölkerung sorgte, die sich als nun wirklich faschistischer Lynch-Mob erwies. Die tra­gische Groteske der Neuen Linken und der RAF, diesem Volk dienen und dabei dennoch subjektiv antifaschistisch bleiben zu wollen, erfasst Ditfurth dabei nicht: Hier wird nur beschönigt, weggelassen, gerechtfertigt. Ein Höhepunkt in dieser Hinsicht stellt die Darstellung der PLO und des jordanischen Camps dar, in dem sich die Gründergruppe der RAF ausbilden ließ: Mein­hof habe von deren engen historischen Verbindungen zum Nationalsozialismus nichts gewusst, behauptet Ditfurth. Die in diesen Camps üblichen Zeichen einer Hitler-Verehrung wie Hitler-Bilder und der auch RAF-Mitgliedern entbotene »Deutsche Gruß« sollen ausgerechnet Ulrike Meinhof verborgen geblieben sein? Aber auch da weiß Ditfurth Antwort; denn die Palästinenser wurden erst richtige Judenhasser, nachdem Meinhof schon nicht mehr im Ausbildungscamp war: »Jedoch wuchs in den folgen­den (!) Jahren in den palästinensischen Ausbildungslagern der Hass auf die Juden enorm.«

    Ansonsten hat man eine derart verlogene Idyl­lisierung der DDR als dem Reich des Antifaschis­mus und der Volksbildung, in dem auf fröhlichen Künstlerfesten der Wodka floss, wäh­rend in der Bundesrepublik überall Agenten schnüffelten und alles geradezu ungeheuer reak­tionär war, schon lange nicht mehr gelesen. Und nicht nur das: Das seinen Mitgliedern gegen­über völlig verantwortungslose Sozialistische Patienten­kollektiv Heidelberg wird zu einer net­ten Selbst­hilfegruppe, der rüde Macho Baader zu einem etwas zu direkt argumentierenden G­e­nossen; das konspirative Apartment zu einem zartfühlenden Coming-Out-Setting für bisexuelle Jungstudentinnen; die tatsächlich für Mein­hofs labi­len Seelenzustand zu harten Haftbedin­gungen wieder mal zur »Weißen Folter«.
    http://jungle-world.com/artikel/2008/01/20932.html

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  13. 29. September 2016 09:54

    Wer nicht mit Jutta ist, der ist ein rechter Antideutscher. Sieg im antiimperialistischen Volkskrieg.

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  14. 29. September 2016 15:03

    Auf der Facebookseite Aluhut für Ken verlinken die dortigen Ditfurth-Supporter auf die drei Artikel der Ditfurth-Trilogie und schreiben: „Wenn Ihr wissen wollt, woraus die Jauche besteht, die von rechten Antideutschen über Jutta Ditfurth, Christiane Agu und Aluhut für Ken ausgekübelt wird, könnt Ihr z.B. diese drei Texte lesen: “

    Die Kommentare darunter sind bezeichnend für die engstirnige Ideologie dieser Leute. Viele Kommentare die den Aluhutleuten nicht passen werden gelöscht und die Kommentatoren blockiert. Dieser Diskussionsstil erinnert fatal an die Diskussionskultur im antizionistischen Freitag.

    Ein Dirk Reimer schrieb heute dort: „Auch wenn es langweilig wird, immer das gleiche zu schreiben. Ich habe als einer der wenigen Diskutanten die Biografie tatsächlich gelesen. Jutta Ditfurth setzt sich da an den passenden Stellen deutlich und kritisch mit dem widerlichen Münchentext Meinhofs, dem Antisemitismus in der Neuen Linken, dem palästinensischen Antisemitismus und seiner Verbindung zu Nationalsozialismus auseinander und formuliert eine klare Kritik an Theorie und Praxis der RAF. Die Methode der Dreckschleuderer ist es, auf die primitiven Instinkte ihrer Anhänger bauend, selektiv zu zitieren, entscheidende Halbsätze wegzulassen und Autorin platt mit dem Gegenstand gleichzusetzen. Da ich seit Wochen sogar mit Screenshots entsprechender Passagen darüber folgenlos aufkläre, weiß ich jetzt, was von den Niveau der Dreckschleuderer und ihrem Publikum zu halten ist. Was wohl passiert, wenn die falschen den Denunzianten entdecken, dass Jutta Ditfurth ein Buch über ihre antisemitischen Adeligen Vorfahren geschrieben hat…“

    Ich habe heute bei den Jungs und Mädchen von Aluhut für Ken und zu Dirk Reimer kommentiert. 10 Minuten später ware mein Kommentar gelöscht und ich wurde blockiert. Ich glaub die mögen mich nicht. Hier mein Kommentar:

    Sechs Fragen an Aluhut für Ken

    1) Was sagt ihr zu folgender Antwort von Jutta Ditfurths auf Ebermanns Kritik am München-Text: „Ulrikes Texte waren Kampfesgrüße und keine Vernichtungswünsche, dazu sollten sie heute nicht verdreht werden. Sie war keine Antisemitin.“

    2) Und was sagt ihr zum Dresden-Text Meinhofs, den Ditfurth in der Biographie nicht behandeln wollte und zu Ditfurths Antwort auf Ebermann?

    3) Und was sagt ihr zu Grotes antisemitischen Aussagen und den entsprechenden Verteidigungen Ditfurths?

    4) Ditfurth setzt sich in ihrer Biographie weder mit dem linken Antisemitismus noch mit dem Antisemitismus der Palästinenser auseinander. Wie kann man als Linke ( r ) 25 Jahre nach Auschwitz in ein Ausbildungslager der Fatah reisen, die es sich zum erklärten Ziel gemacht hat den Judenstaat zu vernichten, in Zimmern mit Hitlerbildern leben, essen und schlafen?

    5) Wie kann Jutta Ditfurth 62 Jahre nach Auschwitz die Judenmörder des Arabischen Aufstandes als Helden bezeichnen?

    6) Wie kann man als Linke ( r ) sich diese einfachen Fragen nicht stellen?

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    • 29. September 2016 15:25

      Ein Herr Robert Alter schreibt dort bei Aluhut für Ken über Mission Impossible: „Rechts ist zum Beispiel, stolz das Foto eines Militärflugzeugs über seinem Blog prangen zu haben. Und dumm noch dazu.“

      Dass mit diesem Militärflugzeug 1976 über hundert jüdische Geiseln in Entebbe befreit wurden wissen diese Leute nicht. Sie wissen auch nicht dass deutsche Terroristen die jüdischen Passagiere in Entebbe selektiert haben.

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  15. 30. September 2016 12:07

    Ich hab mir nun auch einige Kommentare von der Ditfurth-Familie angesehen. Tut mir leid wenn ich das sagen muss, diese Leute und diese Seite erinnern mich stark an die Freitagscommunity von Augstein. Augstein wird mit Ditfurth ersetzt.

    Dieselbe Einäugigkeit, dieselbe Erkenntnisresistenz, dieselbe Unfähigkeit zur Diskussion, dieselbe Verhinderung von Diskussion und dieselbe inhumane Sprache.

    Ein paar Beispiele:

    Aluhut für Ken am 29.09.2016 17.02: Auch Axel G. reiht sich ein in die “Kritiker“ deren “Kritik“ aus dem nachplappern des Secondhand-Mülls rechter Antideutscher besteht.Die Lügen, Unterstellungen und Falschbehauptungen sind keine Kritik und haben keine(!) Grundlage. Jutta wurde als Antisemitin dargestellt durch die Jauche & Gülle -Front.

    Dirk Reimer am 29.09.2016 um 14.23: Herbeifabrizierte Gülle sind keine Fakten. Halbzitate, verfälschende Paraphrasen, fehlende Quellenkenntnis, dieser geblogte Bockmist wäre an der Uni jedem Erstsemester um die Ohren gehauen worden und hätte auch kein Redakteur einer seriös arbeitenden Zeitung durchgehen lassen.

    Aluhut für Ken am 30.09.2016 um 9.23: liest man ein Buch im Zusammenhang oder mit herausgerissenen Zitaten? Bei den Texten der Jauche & Gülle Front, geht es um Konstruktionen, Lügen, Unterstellungen und Falschbehauptungen. Also nur um Müll.

    Mar Tin am 30.09.2016 um 3.15: Stimmt das denn inhaltlich, was Da alles an Zitaten auftaucht? Dass sich Meinhof auf Irving bezogen haben soll, fand ich krass. Ist erfunden, oder? Ich teile einen Teil der Kritik. Das ändert aber nichts daran, dass Teile des Textes beängstigend weit nach rechts abdriften. Leute, die sich anscheinend nie wirklich mit Antisemitismus auseinandergesetzt haben, kehren ihren Antisemitismus einfach in Philosemitismus um (Reaktionsbildung) und projizieren den unbewussten Antisemitismus, der sich hinter diesem Philosemitismus verbirgt, dann auf vermeintlich homogene Kollektive als Sündenböcke. Daher der Hass auf Muslime. Dass es auch islamischen Antisemitismus gibt, entschuldigt das nicht. (..)

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    • 30. September 2016 18:29

      Augstein wird Ditfurth und Twix heißt jetzt Raider. Das alles erinnert an die gute alte Zeit.

      Ich habe mich die ganze Zeit schon gefragt wo ist denn dieser Forenboy (nach Grote einer der ganz große „Israelkritiker“ im Nezt). Forenboy hat ständig Mission Impossible als „Jauchegrube“, Jauchefaß und „Güllegrube“ bezeichnet. Also diese Wortwahl kann einen schon aufhorchen lassen. Wenn der tatsächlich bei den Aluhutleuten untergekommen wäre dann ist er wenigstens weg von der Straße.

      Ich dachte immer Forenboy hätte Rahab geheiratet, da hab ich mich offenbar geirrt. Ich würde mich nicht wundern wenn bei Jutta bald die Hochzeitsglocken läuten würden.

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      • 3. Oktober 2016 15:00

        Forenboy? Dat war doch der Dorfnazi mit der Jauchegrube. Mannomann.

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  16. Hanse permalink
    30. September 2016 21:13

    Warum sagt Ditfurth nicht einfach sie hat sich geirrt? Warum lässt sie keine Kritik an sich ran? Schätze das ist ein Psychoproblem. Reiches Elternhaus, schwiergiger Abnabelungsprozess, die aristokatischen Wurzeln gekappt und irgendwann gemerkt, die anderen haben Karriere gemacht und sie ist auf der Strecke geblieben. Viel irrer als sie sind wohl ihre Anhänger. Diese Leute können einem fast schon leid tun.

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  17. nussknacker56 permalink
    1. Oktober 2016 23:18

    Für mich besteht kein Zweifel, dass Ulrike Meinhof eine lupenreine linke Antisemitin war. Ihre totalitäre und menschenverachtende Grundhaltung war lediglich dicht verwoben mit antiimperialistischen Plattheiten.

    Jutta Ditfurth hat die infantilen Sehnsüchte der Linken nach einer Seligsprechung der Meinhof mit geradezu religiösem Eifer befriedigt und verteidigt ihr Handeln bis heute. Das heißt, sie hat weiterhin nichts dazu gelernt. Vorübergehend hatte ich bei der Auseinandersetzung mit Elsässer einen leicht anderen Eindruck.

    Die reaktionäre Linke bleibt sich treu. Von einer Aufarbeitung ihrer Vorlieben für totalitäre Lösungen und ihrer Liebe für Diktatoren und Massenmörder ist weiterhin nichts zu erkennen.

    An einer Stelle verliert der Autor den klaren Blick: „Ihr [U.Meinhof] wäre eine Abkehr ihres Irrweges, eine kritische Reflexion ihres Antiimperialismus jedenfalls eher zuzutrauen als ihrer Biographin.“ Bei aller berechtigten fundamentalen Kritik an Ditfurth, das scheint mir eine sehr gewagte Behauptung. Dieser Ausrutscher schmälert jedoch nicht mein Lob für diesen insgesamt hervorragenden Artikel.

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    • 2. Oktober 2016 17:35

      Ich sehe das genauso. Vorübergehend, während der Auseinandersetzung mit Elsässer, hatte es den Anschein dass Jutta Ditfurth eventuell doch dazugelernt haben könnte, dass sie sich endlich weiterentwickeln würde. Für mich steht heute fest sie bleibt eine Gefangene ihrer überholten Ideologie. Wenn es nicht so traurig wäre müsste man darüber lachen, denn wenn eine Antizionistin anderen Leuten erklären will was antisemitisch ist, dann hat das Satirecharakter. Das erinnert doch sehr an Jakob Augstein: „Wer Juden haßt bestimme ich“ (Titanic)

      Zugegeben, über meinen Satz der mögliche Abkehr Meinhofs ihres Irrweges im Gegensatz zu Ditfurths Stagnation lässt sich streiten. Es ist spekulativ zu behaupten ein Mensch hätte sich so oder so weiterentwickelt wenn er nicht zuvor gestorben wäre. Von daher ist die Kritik absolut berechtigt. Da ich aber nicht nur die Biographie von Ditfurth über Meinhof, sondern so gut wie alle Kommandoerklärungen und Schriften der RAF kenne und so gut wie alle Diskussionen innerhalb der Linken darüber, kann ich diesen Satz auch begründen. Das würde freilich an dieser Stelle zu weit führen: Nur so viel:

      Nach den jeweiligen Taten der RAF (erste Generation) gab es innerhalb der RAF und in der Sympathisantenszene kontroverse Diskussion über die jeweilige Tat. Diese Diskussionen, so absurd sie inhaltlich auch zum Teil gewesen sein mögen, waren innerhalb der RAF nicht nur erlaubt, sie waren gewollt.

      Jutta Ditfurth verhindert in ihrem „Facebook-Königreich“ dagegen jede Diskussion, speziell über den Antisemitismus von links, den Antisemitismus von Augstein und Grass. So gut wie alle kritischen Kommentare werden sofort gelöscht, und die Schreiber blockiert. Ihr autoritäres Gehabe hat stalinistische Züge. Das alles geht mittlerweile soweit, dass Leute die ihr widersprechen per Fahndungsaufruf gesucht werden. Das Ditfurth-Regime ruft inzwischen dazu auf, alle möglichen persönlichen Daten von Ditfurth-Kritikern zusammenzutragen. So etwas kennt man eigentlich nur von rechtsextremistischen Gruppierungen und islamistischen Gotteskriegern (Fatwa).

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  18. 3. Oktober 2016 14:58

    Hallo Leute,

    de Jutta hat auch meinen Kommentar gelöscht. Die Nerven liegen blank bei der Pali-Terror-Braut. Meine Erna sagt dat die wegen ihrem autoritäre Verhalten voll die Psychoprobleme hat. Ich bin so froh dat ich meine Erna hab. DIe spinnen alle diese Ditfurth-Jünger. Mannomann, ich geh nun mit Erna in unsere Pommesbude und ich zieh mir ein paar Schnäpsken rein. Erna fährt, die trinkt Limo.

    Hier zum Beweis der Scrinschot:

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  19. 3. Oktober 2016 20:56

    Ein weiterer Schlag für Jutta Ditfurth und ihre Familie: Honestly-Concerned hat diesen Artikel verlinkt.

    Sacha Stawski ist Vorsitzender und Chefredakteur der Initiative Honestly Concerned e.V. (www.honestlyconcerned.info), die sich seit Mai 2002 gegen Antisemitismus und für eine wahrhaftige Berichterstattung einsetzt, und täglich, wie auch wöchentlich Pressespiegel zum Thema Innenpolitik und Nahost versendet. http://www.sstawski.com/about/

    http://honestlyconcerned.info/links/jutta-ditfurth-und-der-antiimperialistische-antisemitismus-mission-impossible/

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    • 4. Oktober 2016 11:53

      Sehr schön. Ich vermute aber, dass sich die Ditfurth-Familie ungern mit ihren „problematischen“ Themen auseinandersetzen wird. Die Ditfurth-Familie beherrscht die Vogel-Strauss-Politik vorzüglich.

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  20. 4. Oktober 2016 12:23

    Nachdem ich einige Rückmeldungen von prominenter Seite zu dem Artikel bekam, muss ich den Satz „innerhalb der Grünen bekämpfte Ditfurth unter anderem völkische Tendenzen“ relativieren.

    Jutta Ditfurth bekämpfte diese völkischen Tendenzen bedenklich spät. Frau Ditfurth hat in der Gründungsphase der Grünen sogar mit Ökofaschisten kooperiert und das obwohl es schon die Kritik von Rainer Trampert darüber gab. Selbstkritik war auch in diesem Fall Frau Ditfurth fremd.

    August Haußleiter wurde 1980 einer von drei gleichberechtigten Vorsitzenden der Grünen. Zu der Zeit wurde bekannt, dass er als AUD-Vorstand 1965 mit der NPD über ein Wahlbündnis verhandelt habe und er 1942 in einer Propagandaschrift „die kämpferische Zucht der deutschen Wehrmacht“ lobte. 1952 meinte Haußleitner, nachdem der die CSU mitbegründete, die Nürnberger Prozesse und die Entnazifizierung wären „das dümmste und infamste aller Strafgerichte.“ Bezüglich der Bombardierung Dresdens sprach Haußleitner von „Kempners Kollektivschuld-Geschwätz“ und über die „Phosphorgeneräle von Dresden“ (ja, schon wieder Dresden). Im Juni 1980 musste Haußleitner bei den Grünen zurücktreten.

    Jutta Ditfurth charakterisierte Haußleiter noch im Jahr 2001 als „früheren Nationalliberalen“ !!

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  21. 5. Oktober 2016 09:56

    Über ihre Haftbedingungen, über ihre „Isolationsfolter“ schrieb Ulrike Meinhof in einem Kassiber an Horst Mahler: „Der politische Begriff für toten Trakt, Köln, sage ich ganz klar, ist das Gas. Meine Auschwitzphantasien da drin waren … realistisch.“

    Oliver Tolmein schreibt in Konkret 03/07 – Aufräumarbeiten: „Daß sich RAF-Gefangene selbst als Opfer einer dem Terror des NS-Regimes gleichgesetzten Vernichtungspolitik wahrnahmen, kontrastiert auffallend mit der Israel-feindlichen Haltung der RAF, die vor allem in der Auseinandersetzung mit dem »Schwarzen September« nach dem Überfall auf die israelische Olympiamannschaft 1972 in München die israelische Politik als neuen Nazismus diffamiert hatte. Über die Verflechtungen von RAF und anderen bewaffneten linksradikalen Gruppierungen, insbesondere den Revolutionären Zellen, mit palästinensischen terroristischen Organisationen, insbesondere der PFLP, erfährt man zahlreiche Details in dem sehr vorsichtig argumentierenden und seine Quellen kritisch auswertenden Beitrag von Thomas Skelton-Robinson, der allerdings wegen seiner akribischen Vorgehensweise bisweilen auch mühsam zu lesen ist. Das Resümee seiner Untersuchung ist eindeutig: Die engen Kontakte mit der PFLP-SC ermöglichten der RAF, Aktionen von größerer Wirkung und längerer Dauer durchzuführen, als ihr das aus eigener Kraft möglich gewesen wäre. Erst vor dem Hintergrund der Verbindungslinie nach Palästina läßt sich aber auch der bundesdeutsche bewaffnete Kampf richtig verstehen. „

    Bei einer Zeugenaussage im Mahler-Prozess präsentierte Ulrike Meinhof am 14. Dezember 1972 ihre besondere Sicht auf die Juden in Auschwitz, die „dort ermordet … wurden als das, als was man sie ausgab – als Geldjuden. Der Antisemitismus war seinem Wesen nach antikapitalistisch. Mit der Ermordung von sechs Millionen Juden wurde die Sehnsucht der Deutschen nach Freiheit von Geld und Ausbeutung selbst mit ermordet. Ohne dass wir das deutsche Volk vom Faschismus freisprechen – denn die Leute haben ja wirklich nicht gewusst, was in den Konzentrationslagern vor sich ging – können wir es nicht für unseren revolutionären Kampf mobilisieren.“

    Wenn nun aber Jutta Ditfurth Meinhof behauptet, „Es ist einfach nicht wahr, dass … mit Auschwitz verwechselt hat. Damit unterstellt er, dass ausgerechnet sie nicht um die Bedeutung von Auschwitz gewusst habe“ oder wenn Ditfurth bezüglich des Meinhof-Textes zum Schwarzen September“ meint „Ulrikes Texte waren Kampfesgrüße und keine Vernichtungswünsche, dazu sollten sie heute nicht verdreht werden. Sie war keine Antisemitin“, dann wirft das ein bezeichnendes Bild auf Jutta Ditfurth und ihre Unterstützer.

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    • ludowiggo permalink
      5. Oktober 2016 15:59

      Ulrike Meinhof war eine völkische, antiimperialistische und so leid es mir für Jutta Ditfurth tut, eine antisemitische Kommunistin. Fall es jemanden gibt der glaubt so etwas kann es nicht geben, irrt und sollte sich mal mit der Politik der KPD in der Weimarer Republik befassen.

      Die Politik der KPD in der Spätzeit der Weimarer Republik wird üblicherweise mit der These von einer »Stalinisierung« der Partei erklärt. Doch trotz aller Kurswechsel, die die KPD in diesen Jahren vollzog, und trotz der immensen Fluktuation von Mitgliedern in den letzten Jahren der Weimarer Republik – in manchen Ortsgruppen wechselte die Mitgliederschaft zu 100 Prozent – wies die Darstellung von »Juden« in den Veröffentlichungen der KPD eine bemerkenswerte Kontinuität auf. Zwar standen die einschlägigen Artikel nicht im Mittelpunkt der Berichterstattung. Aber sie stellten »Juden« doch meist als Vertreter des Kapitals und der herrschenden Klasse dar. Dadurch konnte die KPD an der Deutung festhalten, Judenfeindschaft sei nichts als der »Sozialismus der dummen Kerls« . Außerdem konnte so die Hoffnung genährt werden, hinter der Feindschaft gegen »die Juden« stecke ein antikapitalistisches Potential, das im Sinne des Kommunismus genutzt werden könne.

      Was in dem Wortwechsel zwischen Ulbricht und der Person im Publikum lediglich anklingt, hatte Ruth Fischer acht Jahre zuvor drastischer ausgedrückt. Auf einer KPD-Veranstaltung, zu der »besonders die völkischen Gegner« eingeladen waren, hatte Fischer, Mitglied der Parteizentrale, des späteren Zentralkomitees, 1923 ihr Publikum mit den Worten zu gewinnen versucht: »Sie rufen auf gegen das Judenkapital, meine Herren? Wer gegen das Judenkapital aufruft, meine Herren, ist schon Klassenkämpfer, auch wenn er es nicht weiß. Sie sind gegen das Judenkapital und wollen die Börsenjobber niederkämpfen. Recht so. Tretet die Judenkapitalisten nieder, hängt sie an die Laterne, zertrampelt sie. Aber meine Herren, wie stehen Sie zu den Großkapitalisten, den Stinnes, Klöckner … ?«

      Ruth Fischers Argumentation unterschied sich vor allem durch die drastische Wortwahl von dem, was zur gleichen Zeit in der Roten Fahne zu lesen war. Im Sommer 1923 diskutierten dort Karl Radek, der Vertreter der Kommunistischen Internationale (Komintern) in Deutschland, und andere KPD-Vertreter mit dem bekannten Nationalsozialisten Ernst Graf von Reventlow. Radek gab Reventlow recht, dass die deutschen Industriebosse »mit den jüdischen Kapitalisten zusammen Deutschland« beherrschten, und versprach, sofern die kommunistischen Arbeiter mit den nationalistischen kleinbürgerlichen Massen vereint kämpften, »ein Ende der Herrschaft der beschnittenen und unbeschnittenen Kapitalisten«. Paul Frölich, der spätere Biograph Rosa Luxemburgs, zitierte Reventlows Aussage zustimmend: »Der Volksstaat soll an Vollbürgern alle Arbeitenden und arbeitsunfähig Gewordenen begreifen, aber nur sie. Die übrigen sind Drohnen, somit Schädlinge.«

      In der heutigen Diskussion, wie sie im Streit um den Antisemitismus in der Linkspartei wieder aufflammt, herrscht das Bild vor, in West­europa sei der antizionistische Antisemitismus erst nach dem Sechs-Tage-Krieg entstanden. Die Gleichsetzung von Zionismus und Nationalsozialismus habe sich aus dem Wunsch ergeben, die deutsche Schuld zu relativieren. Doch die KPD nahm ähnliche Gleichsetzungen bereits in den zwanziger Jahren vor. Das könnte bedeuten, dass sich »linker« Antimsemitismus nicht nur aus den Motiven des sogenannten sekundä­ren Antisemitismus, sondern aus einer viel weiter zurückreichenden Traditionslinie speist. Dieser Traditionslinie ist nicht allein dadurch beizukommen, dass radikale Linke das Existenzrecht Israels anerkennen oder sich mit der Shoah auseinandersetzen. Es müsste vielmehr reflektiert werden, warum sich die Mehrheit der kommunistischen Linken bereits in den zwanziger Jahren positiv auf nationale Befreiungsbewegungen bezog, das Recht auf nationale Selbstbestimmung für Jüdinnen und Juden im Nahen Osten aber nicht gelten sollte.

      Olaf Kistenmacher
      http://jungle-world.com/artikel/2011/28/43608.html

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    • Tom Hell permalink
      5. Oktober 2016 16:26

      Was sagt Jutta Ditfurth eigentlich zu Meinhofs Gegröle dass Polizisten keine Menschen wären?

      „Wir sagen natürlich die Bullen sind Schweine. Wir sagen, der Typ in Uniform ist ein Schwein, kein Mensch… Und natürlich darf geschossen werden.“ (Ulrike Meinhof, RAF, 1969)

      Für mich ist das linker Faschismus und Ditfurth ist …
      Das spare ich mir jetzt.

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  22. 10. Oktober 2016 10:25

    Die Verfassungsbeschwerde von Jutta Ditfurth gegen die abgewiesene Berufung in der gerichtlichen Auseinandersetzung mit Jürgen Elsässer wurde bereits am 8. Juni 2016 unter dem Aktenzeichen – 1 BvR 2774/15 nicht zur Entscheidung angenommen. „Diese Entscheidung ist unanfechtbar“ sagt die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Vizepräsidenten Kirchhof, den Richter Masing und die Richterin Baer.

    Jutta Ditfurth ließ ihre Anhänger bis heute, also gut vier Monate über diese Niederlage im Unklaren und trotz dieser Entscheidung bat Jutta Ditfurth noch immer um Spendengelder für den Prozess.

    Jürgen Elsässer reibt sich auf seiner Compact-Seite die Hände und Jutta Ditfurths hat dem Kampf gegen den Antisemitismus einen Bärendienst erwiesen.

    Ditfurths Engagement gegen den Antisemitismus war nicht nur unglaubwürdig, was ihr eigener antiimperialistischer Antisemitismus belegt. Siehe ihre Haltung während des Irakkrieges als sie Israel die Mitschuld an den Raketenangriffen und den Vernichtungsdrohungen Saddam Hussains gab, siehe ihre Verteidigung und Verharmlosung des Antisemitismus der Fatah, der RAF und Ulrike Meinhofs und der antisemitischen Aussagen ihres Facebook-Freundes Georg von Grote und nicht zuletzt ihrer eigenen „israelkritischen“ Aussagen. Ihre dubiosen Methoden und ihr autoritärer Diskussionsstil sind zudem mehr als hinterfragungswürdig.

    Die Frage ist nun wie werden sich die FreundInnen von Jutta Ditfurth verhalten. Augen zu und durch oder erst einmal entrüstet durchschnaufen und dann auf den Überbinger der schlechten Nachricht schimpfen.

    Aber was rege ich mich über die ideologische Verwahrlosung bestimmter Kreise innerhalb der Linken auf, Hauptsache Bayern München gewinnt sein Spiel diese Woche in Frankfurt.

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    • 10. Oktober 2016 10:26

      Auf ihrer Homepage ruft Jutta Ditfurth bis zum heutigen Tag noch immer zum Spenden für ihre Verfassungsbeschwerde auf. Unermüdlich, die Gute.

      Als vor einiger Zeit kreative Ärzte Leistungen für bereits Verstorbene den Krankenkassen in Rechnung stellten war das auch irgendwie lustig. Bei aller Kritik, die Jutta hat schon auch irgendwie Sinn für Humor, finde ich. Die Frage ist nur wie die braven Geldgeber und ihre treuen Anhänger darüber denken werden.

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  23. Jackson permalink
    12. Oktober 2016 12:23

    Mittlerweile wurde gegen Jutta Ditfurth Strafanzeige wegen Betrugs gestellt:

    https://www.rundschau-duisburg.de/2016/10/11/elsaesser-ditfurth-prozess-rechte-antideutsche-und-nazis-verbreiten-falsche-informationen-id398614.html

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    • 16. Oktober 2016 10:11

      Jutta Ditfurth schreibt am 10. Oktober auf ihrer Facebookseite:

      >>>>Prozess gegen den Antisemiten Jürgen Elsässer (Compact)

      Ich beobachte kopfschüttelnd und zugleich amüsiert, wie politische Gegner*innen von rechten Antideutschen über Elsässer selbst bis zu Nazis falsche Informationen über den Elsässer-Prozess verbreiten. Liebe freundliche Menschen, lasst Euch davon nicht irre machen. Ich werde aus guten Gründen im November den Stand der Dinge veröffentlichen.<<<

      Ich bin gespannt wie sie sich da rauszureden versuchen wird. Schwierig.

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  24. 25. Oktober 2016 11:02

    Ich habe bei dem leidenschaftlichen Ditfurth-Unterstützer Dirk Reimer in FB kommentiert. Der Diskurs war ihm anschließend offenbar so peinlich dass er seinen ganzen Facebookeintrag gelöscht hat und das obwohl seine Heldin Jutta Ditfurth auch bei ihm kommentiert hat. Ich glaube Dirk Reimer mag mich nicht mehr.

    Auf Fragen ob ihm diverse völkische und antisemitische Aussagen von Ulrike Meinhof nicht peinlich seien gab Dirk Reimer konsequent keine Antwort. Er meinte wenn er Helmut Schmidt ein Meinhof Zitat in den Mund legt ist die Welt wieder in Ordnung. Die Ditfurth Jünger sind Unfähig zu jeder Diskussionen, wie der Herr, so’s Gescherr.

    Ein Großteil der Kommentare und vor allem Dirk Reimers Ausgangspost ist hier zu lesen:
    http://archive.is/aVT0x

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  25. 25. Oktober 2016 16:23

    Die RAF war bewaffnete Holocaust-Verharmlosung, und das Bild, das sie sich vom Antisemitismus machte, war danach, d.h. lag ganz auf der Generallinie von August Bebel bis zu Josef Stalin, ernährte sich von der nach Auschwitz endgültig irrsinnigen These, der Antisemitismus sei eine ihrer selbst unbewußte Revoltenenergie, speise sich aus der Behauptungen vom “Sozialismus der dummen Kerle”, der auf seine wundersame Erweckung und mildtätige Führung durch die Revolutionäre der “Jungen Welt” wartet. So schon Ulrike Meinhof vor Gericht:

    “Der manipulierte Antisemitismus während des Hitler-Faschismus war seinem Wesen nach gegen die Banken, die Geldsäcke, die Raffer gerichtet, nur mit dem falschen Bewußtsein. (…) In diesem Antisemitismus, der in das Volk reinmanipuliert worden ist, war die Sehnsucht nach dem Kommunismus …”

    Die “Junge Welt” und das Revolutionstribunal der Linken Literaturmesse wollen diesen Zusammenhang unsichtbar machen, um in ihrer Stimmungsmache gegen Israel fortfahren zu können, um immer wieder aufs Neue die Legende zu kolportieren, der Antisemitismus sei das eine, der Antizionismus das ganz, ganz andere und schon gleich die halbe Revolution. Darum sind sie immer so gereizt, wenn darauf die Rede kommt. So gerät selbst noch Jutta Ditfurth ins Visier, deren im rechtsbürgerlichen Ullstein-Verlag erschienener Kolportageschmöker “Ulrike Meinhof. Die Biographie” ansonsten sehr goutiert und im jW-Shop zum Verkauf angeboten wird. Einmal auf den 480 Seiten ihrer Kolportage (“Unter der Bettdecke flüsterte Andreas zärtlich mit Gudrun.”) kommt selbst sie nicht umhin, die Ausfälligkeiten der Meinhof gegen den “Moshe Dayan-Faschismus” zu erwähnen – prompt handelte sie sich den Vorwurf des jW-Rezensenten ein, “leider” fehle “in diesem Buch auch nicht das Ditfurthsche Steckenpferd – der Antisemitismus” (Ron Augustin, Privatperson im Kollektiv, junge Welt vom 12. 12. 2007). Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen: der Antisemitismus, das “Ditfurthsche Steckenpferd.”

    http://www.ca-ira.net/verlag/sonstiges/erklaerung-lili.php

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  26. Mick Meier permalink
    1. November 2016 20:41

    Was mich im Ditfurth-Elsässer-Prozeß seit langer Zeit beschäftigt ist, weshalb bei ihr überhaupt angeblich Kosten von mehreren Zehntausend Euro angefallen sein sollen?

    Der Prozeß selber hat nachweisslich relevant weniger gekostet, bliebe eigentlich nur noch ihr Rechtsbeistand? Aber wer zum Geier wirft denn dafür bündelweise Scheine in den Rachen; zumal Ditfurth ja den Nachweis selbst geführt hat? Und ja, Rechsanwälte formulieren für ihr Geld oft tolle Texte. Aber alles, was ich selbstverständlich bis zum letzten Wort gelesen habe, schien mir ehrlich gesagt nie besonders genial?

    Oder wurde sie schlicht über den Tisch gezogen in der Hoffnung, was viel kostet, ist viel wert? Keine Ahnung, ist im Nachhinein eigentlich auch egal (trotzdem, irgendwie werd ich einfach das Gefühl nicht los, dass daran was komisch ist, naja Schluß jetzt … ^^ ).

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    • 3. November 2016 10:13

      Stimmt, die Spendengeschichte von Ditfurth ist äußerst dubios. Im November will sie sich angeblich zu den diversen Vorwürfen äußern. Ich bin gespannt was Frau Ditfurth zur nicht angenommenen Verfassungsbeschwerde vom 8. Juni 2016 zu sagen hat. Trotz der Absage sammelt sie weiter Spenden. Siehe der Kommentar vom 10. Oktober.

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