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„Silvio Gesell“ ist kompatibel mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz

29. Juli 2010

Die rassenhygienischen Ideen werden bis heute von Gesellianern vertreten, meist verbrämt, etwa von Margrit Kennedy. Die eifrige Propagandistin von Tauschringen und Regionalgeld stellte in einem Beitrag für den »Gesundheitsberater«, das Blättchen des braunen Müslipapstes und ehemaligen SA-Mannes Max Otto Bruker, Gesells Konzept als »Lastenausgleich« für Kindererziehung dar. Regina Schwarz vom Kölner »Netzwerk gegen Konzernherrschaft«, einer Mitgliedsorganisation von Attac, und Mitbegründerin des Kölner Sozialforums, präsentierte im Infobrief des Netzwerks im Januar 2003 die Lehre Gesells. Auch sie behauptet, Gesell habe ein »Entgelt für Erziehungsleistungen« vorgeschlagen, um die Frauen aus der ökonomischen Abhängigkeit der Männer zu befreien. Daß Gesells »Lösung der Frauenfrage« mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist, verschleiert Regina Schwarz.“  (aus Konkret 06/05  Peter Bierl – Völkisches Empfinden)

Silvio Gesell (1862- 1930) versprach in seinem Hauptwerk “Die natürliche Wirtschaftsordnung“  mit seiner  „Freiland- und Freigeldtheorie“  die Lösung der kapitalistischen Widersprüche. Die ökonomisch absurde Theorie Gesells ist strukturell antisemitisch, läuft auf „Manchester-Kapitalismus“ und Sozialdarwinismus hinaus mit dem Ziel einer Art Rassenhygiene und Menschenzüchtung. Mit seiner antisemitischen Unterscheidung von „gutem schaffenden“ und „bösem raffenden Kapital“ berief er sich auf Proudhon. Mit Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird.
Gesell, warb in seiner Freiland Theorie für Menschenzucht mit eugenischen Zielen: Im ersten Schritt wird das Privateigentum an Boden abgeschafft, um anschließend an den Meistbietenden verpachtet zu werden. Staaten, die sich der Freilandtheorie nicht anschließen werden, ziehen die „Arbeitsscheuen“ der ganzen Welt an. „Bummler, Sonnenbrüder und Zigeuner würden dorthin ziehen.“ Der Kranke und Schwache hat keinen Platz in Gesells sozialdarwinistischer Welt. Die „Fortpflanzung des Fehlerhaften“, gelte es durch „das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb bei der Auslesetätigkeit der Natur“ zu bekämpfen. Zu diesem Zweck, soll die fruchtbare Frau den Zugriff auf Grundrente und Boden nach Zahl ihrer Kinder erhalten. „Die „Manchesterschule“, mit Ausnahme der Privilegien von Grund und Geldbesitzes, war auf dem richtigen Weg“. „Der freie Wettbewerb begünstige den Tüchtigen und seine Fortpflanzung ist die Folge“, meinte Gesell. Er stellte in dem Zusammenhang die Frage:“ Ist die Rückkehr der Frau zur Landwirtschaft nicht die glücklichste Lösung der Frauenfrage?“ Aber nicht jede Frau verkörpert das wahre Leben, die Naturgesetze und ist es Wert sich der Hochzucht der Rasse zu widmen. Das „Naturweib“ lässt bei der „Gattenwahl in geschlechtlichen Fragen ihre Wünsche und Triebe für die vererbungsfähigen Vorzüge den Ausschlag geben“. „Statt des wesenlosen politischen Wahlrechts, können sie dann das große Zuchtwahlrecht“ ausüben. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“ In seinem Buch „Der abgebaute Staat“, propagiert Gesell die Züchtung von „Kraft, Gesundheit, Geist, Schönheit“ als gesellschaftliches Ziel. Frauen haben sich dem unterzuordnen. Verhütung ist schlecht, weil es dann an „menschlichem Auslesematerial“ mangelt. Die übrigen Frauen lassen sich sterilisieren und wären lohnabhängig. Nach seiner sozialdarwinistischen Lehre stürben diese Frauen aus und nur die „Lebensbejahenden“ pflanzen sich weiter. Gesell verlangt den „Schutz der Rasse“ und die „Förderung der Hochzucht“. „Mißehen seien zu vermeiden, deren „Produkte nur die Kranken- und Zuchthäuser füllen.“ Dem „Rasseverfall“ stellt Gesell das „große, freie Zuchtwahlrecht“ entgegen.

In seiner Münchner Verteidigungsrede sagte Gesell: „.. Dass diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, dass es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…) Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus die Gemeinwirtschaft…“

Gesell kooperierte mit völkischen Antisemiten, wie beispielsweise Simons oder Fritsch. Einer der engsten Mitarbeiter Gesells war der Ernährungsreformer Gustav Simons. Simons war Mitglied des „Ordens des Neuen Tempels“ von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte. Fritsch war der Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte Gesell in der Lebensgemeinschaft Oranienburg-Eden. Carl Russwurm, der Führer von Eden, verband die germanischen Grundlagen des Freiheitsbegriffs mit Silvio Gesells Freiland- und Freigeld-Theorien. In Eden wurden germanische Rituale, „heidnische“ Weihnachten und Sonnwendfeiern gefeiert. Von Eden gingen die Gründungen anderer völkischer Siedlungen aus, die den „geistigen Adel deutschen Bluts“ fördern sollten und „die Pflege germanischen Weistums“.

Aktuelle Gesellianer wie Klaus Schmitt sprechen von einer Wirtschaftsordnung, die das „eigennützige Streben der Menschen nutzt und die tüchtigen Produzenten belohnt und nicht die unproduktiven Geldverleiher, Grundeigentümer und andere Parasiten bereichert“. Ganz offen vertritt Klaus Schmitt die Menschenzucht-Perspektive in seinem Buch, „Silvio Gesell – Marx der Anarchisten“: „Immerhin ist dieser Gedanke einer für die Gesunderhaltung des Erbguts und für die Evolution der menschlichen Art vorteilhaften und von den betroffenen Individuen selbstbestimmten Eugenik eine diskutable Alternative zu den auf uns zukommenden, von Staat und Kapital fremdbestimmten Genmanipulationen.“ Die aktive Gesellianerin, Margrit Kennedy hat Kontakt zur esoterischen Sekte Findhorn, sie tritt bei der sexistisch-autoritären Sekte ZEGG auf. Im Juli 1993 referierte sie im Rahmen der Vorlesungsreihe des Ökofaschisten Rudolf Bahro an der Berliner Humboldt Universität. Für die Mitarbeit an ihrem Buch bedankt sie sich artig bei dem Japanischen Gesellianer Yoshito Otani auf den sich Margrit Kennedy auch sonst gerne bezieht. Yoshito Otanis Buch „Untergang eines Mythos“ für das in der rechten Partei Zeitschrift der FSU „Der Dritte Weg“ oder von den Christen für eine Gerechte Wirtschaftsordnung (CGW) geworben wird, stellt die Vernichtung der Jüdinnen und Juden infrage, zweifelt an der Existenz der Gaskammern in Auschwitz und leugnet die Kriegsschuld der Deutschen. Selbst am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld. Otani bezeichnet die antisemitische Fälschung „Protokolle der Weisen von Zion“, die angebliche Weltherrschaftspläne der Juden beinhaltet, als wahr. (Quelle „Tabublog“, mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Es gibt Menschen (in der Freitags-Community), die bezeichnen Silvio Gesells „Theorien“ emanzipatorisch und „feiern“ Silvio Gesell als fortschrittlichen Mann seiner Zeit. Einige „verwirrte“ Menschen meinen, Silvio Gesells Theorien hätten etwas mit „freier Liebe“ zu tun. Den angeblich emanzipatorischen Charakter Gesells wollen andere mit dem „Zuchtbegriff“ von Aischylos beweisen. Sätze wie, „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, hatte Aischylos mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Sinn. Drei Jahre nach Gesells Tod wurden viele seiner Theorien „in die Praxis umgesetzt.“ Silvio Gesells Menschenzuchttheorien sind kompatibel mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz. Sie waren und sie sind reaktionär!

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Weitere Informationen zu Silvio Gesell, seinen Theorien und Anhängern:

Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn

Die Lebensreformbewegung und die Wutbürger von gestern

Thilo Sarrazin und Silvio Gesell

Was heute reaktionar erscheint war damals emanzipatorisch

 

 

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65 Kommentare leave one →
  1. 3. August 2010 10:47

    „Es gibt Menschen (in der Freitags-Community), die bezeichnen Silvio Gesells „Theorien“ emanzipatorisch und „feiern“ Silvio Gesell als fortschrittlichen Mann seiner Zeit („thinktankgirl“). Einige „verwirrte“ Menschen meinen, Silvio Gesells Theorien hätten etwas mit „freier Liebe“ zu tun („thinktankgirl“). Den angeblich emanzipatorischen Charakter Gesells wollen andere mit dem „Zuchtbegriff“ von Aischylos beweisen („Uwe Theel“). Sätze wie, „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“, hatte Aischylos mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht im Sinn. Drei Jahre nach Gesells Tod wurden viele seiner Theorien „in die Praxis umgesetzt.“ Silvio Gesells Menschenzuchttheorien sind kompatibel mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz. “

    W a h n s i n n!

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    • Sahar permalink
      20. Mai 2012 20:11

      „Die von mancher Seite angestrebte Rassereinheit mag für viele Dinge, namentlich für die Uniformen und Schuhleistenfabriken einen Vorteil haben, hat aber auch wieder manchen Nachteil. Die Menschheit braucht eine möglichst große Mannigfaltigkeit an Eigenschaften; das besorgt schon allein die Arbeitsteilung. Die Erfahrung spricht also eher für als gegen eine Rassenmischung. Der Mensch will für sich allein, Persöhnlichkeit, nicht als Teil einer Masse, einer Herde betrachtet sein und insofern kann jeder für sich das Recht beanspruchen, für sich allein einen Typ, eine Rasse darzustellen“.
      S. Gesell (1912) Band 7, Seite 126-127

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    • Sahar permalink
      20. Mai 2012 20:12

      Rassefragen sind reine Privatsachen. Rassendurcheinander braucht nicht zur Rassenmischung führen, namentlich nicht für die, die sie nicht wünschen. Der Staat ist kein Rassenzüchter. Es sind rein praktische Dinge, die der Staat zu verrichten hat. Wo er mehr tut, da pfuscht er, da gibt dem Staate Selbstzweck auf Kosten der individualität der Bürger.“ S. Gesell (1914), Band 8, Seite 192

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    • Sahar permalink
      20. Mai 2012 20:18

      „Hat Herr Stöcker ein Recht die Juden zu verfolgen? Ist nicht das Geld eine öffentliche Einrichtung? Kann nicht jeder, wenn er dazu befähigt ist, den Juden Konkurrenz machen? Die Judenhetzerei ist eine kolossale Ungerechtigkeit und eine Folge einer ungerechten Einrichtung, eine Folge des heutigen Münzwesens. Wo Aas ist, da versammeln sich die Adler. Will man die Adler vertreiben, so braucht man die Lockspeisen nur vortzuschaffen und die Adler werden von selber verschwinden, ohne dass es nötig ist nur einen einzigen zu töten. Die Münzreform macht es unmöglich, dass jemand erntet ohne zu säen, und die Juden werden durch dieselbe gezwungen werden, die Verwertung ihrer großen geistigen Fähigkeiten nicht mehr im unfruchtbaren Schacher zu suchen, sondern in der Wissenschaft, Kunst und ehrlichen Industrie. Die Münzreform schützt die Juden nicht
      allein vor jeder weiteren Verfolgung, sondern sie sichert auch der deutschen Wissenschaft und Gesetzgebung die Mitwirkung des jüdischen Scharfsinnes.“ S. Gesell (1891), Band 1, Seite 140 bis 141

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  2. 4dumont permalink
    3. August 2010 16:51

    Es hat schon mal einer versucht die Freitags-Blogger aufzuklären. Scheint tatsächlich ein unmögliches Unternehmen zu sein. Gegen diese Borniertheit ist kaum anzukommen. Trotzdem vielen Dank.

    Schönen Gruß
    zd

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    • Antisemit? permalink
      15. August 2010 16:20

      Mal abgesehen davon, dass das Wort Antisemitismus eine komplett weltfremde Definition von früheren Zionisten ist, kann man sagen, dass eine Degradierung und Diffamierung von Silvio Gesell’s Theorie durch Judenhass oder ähnliches, ein ziemlich erbärmlicher Versuch ist.

      Ich bezweifle, dass der Autor des Textes jemals die natürliche Wirtschaftsordnung Gesells gelesen hat und sich einfach nur der allgemein beliebten Funktionsweise Copy and Paste bedient hat.

      Wer das Buch gelese hat, wird die Vorwürfe, die man Gesell gemacht hat, an zwei uns etwas seltsamen erscheinen Sätzen festhalten können. Nur was uns heutzutage seltsam erscheint, war damals völlig normaler Sprachgebrauch.

      Nach Gesells Theorie, sollen die Klassen abgeschafft werden und die daraus resultierenden Folgen wären unter anderem, dass Frauen sich die Männer aussuchen können, die sie als das biologisch beste Material ansehen. Diese Dinge sind von Natur aus vorgesehen, die schönsten Menschen, suchen sich gleichgesinnte, dass hat was mit Evolution und Psychologie zu tun und nicht mit arischer Rassenzucht oder sonst was. Früher war es halt so, dass die Frauen versucht haben, einen reichen Mann zu ergattern… (Hat heutzutage auch noch Wurzeln in der Gesellschaft)

      Dieser ganze Text deutet daraufhin, dass man lieber irgendwelche Zitate aus der Zeit und aus dem Zusammenhang reißt, als sich wirklich objektiv mit einer Alternative zu beschäftigen. Wenn alle so denken würden, dann kann ich nur sagen, armes Deutschland.

      Und der Satz:“Mit Einführung eines „Schwundgeldes“ wollte Gesell verhindern, dass Geld gehortet und Zins abgeschöpft wird.“ zeigt doch grandios, dass absolut nichts verstanden wurde. Die Einführung des Schwundgeldes, sollte nur eines bezwecken, dass Geld NUR Tauschmittel ist und den Waren gleichgestellt wird. Daraus würde sich ergeben, dass der Zins schrittweise auf Null zugeht, einen Nullpunkt, aber je nach Situation des Angebots oder der Nachfrage nicht erreichen muss.

      Auch die Sache mit der Grundrente und der Frauen zeigt, dass das Werk entweder nicht gelesen oder verstanden wurde. Die Pacht sollte die Frauen unterstützen, da sie nach Gesell die wahre Arbeit, die Erhaltung der menschlichen Rasse vollzieht.

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  3. 16. August 2010 15:14

    @Antisemit? am15/08/2010 16:20
    Schön, dass sich hier ein „Gesellianer“ zu Wort meldet. In der Hoffnung keine erbärmlichen Antworten zu bekommen, stelle ich Ihnen folgende Fragen:

    1. Sind Sie Antizionist?
    2. Wie definierten die „früheren Zionisten“ Antisemitismus?
    3. Unterscheiden Sie, wie Gesell, nach „gutem schaffendem“ und „bösem raffendem Kapital“?
    4. Würde der Kapitalismus besser funktionieren wenn es keinen Zins gäbe?
    5. Lehnen Sie die Werttheorie von Marx ab, wie Gesell dies tat?
    6. Glaube Sie das Schwundgeld „Der Chiemgauer“ löst heutzutage irgendwelche Probleme des Kapitalismus?
    7. Ist das Zitat Gesells, „das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb bei der Auslesetätigkeit der Natur“ sozialdarwinistisch?
    8. Ist der Ausdruck Gesells, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, für Sie problematisch?
    9. Ist der Ausdruck Gesells, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ für Sie problematisch?
    10. Ist der Satz Gesells:„Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ für Sie problematisch?
    11. Was sagen Sie zu folgender Aussage Gesells: „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“?
    12. Was sagen Sie zu C. Amerys Aussage, Gesell habe Gottfried Feder inspiriert und sei der Ideenlieferant für Feders nationalsozialistischem Propagandaruf „Brechung der Zinsknechtschaft“ gewesen?
    13. Was halten Sie von folgenden Sätzen Gesells aus seiner Münchner Rede:„ … Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…) Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus die Gemeinwirtschaft…“ ?
    14. Ist Gesells Menschenzuchttheorie kompatibel mit der NS Mutterkreuzideologie und NS Lebensborn?
    15 Was halten Sie von Fritsch dem Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“
    16. Was halten Sie von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte.
    17. Was halten Sie von der Lebensreformbewegung? (einfaches, natürliches Leben, gesunde Ernährung, eine nordische Freikörperkultur statt Erotik plus Rassenhygiene und Eugenik, also eine Menschenzucht, die sich am Ideal blond, groß, muskulös orientierte – zit. nach P.Bierl) Lieferte diese bürgerliche Protestbewegung den Nazis Ideen und Personal?
    18. Was halten Sie von der Japanischen Gesellianerin Yoshito Otani? In ihrem Buch „Untergang eines Mythos“ zweifelt sie an der Existenz der Gaskammern in Auschwitz und leugnet die Kriegsschuld der Deutschen. Selbst am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld. Otani bezeichnet die antisemitische Fälschung „Protokolle der Weisen von Zion“, die angebliche Weltherrschaftspläne der Juden beinhaltet, als wahr.

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  4. 6. September 2010 16:52

    Ihre Beiträge sind ausgesprochen tendenziös und entsprechen einer Halbwahrheit. Sie sollten doch einmal so ehrlich sein und die verschiedenen Schriften von ‚linken‘ Autoren durchforsten aus der Zeit vor 1930. Alle sind sie auch Kinder ihrer Zeit ausnahmslos. Doch was sagen die Freiwirte heute und wer setzt sich korrekt mit ihnen auseinander? Es wäre zum Vorteil für alle. Ich nenne nur einen: Helmut Creutz, der mindestens einen Bestseller geschrieben hat. Was haben Sie davon, wenn Sie Gesell madig machen und was haben die arbeitenden Menschen davon? Dass es auch innerhalb der Freiwirte die verschiedensten Schattierungen gibt, weist auf die menschliche Unfähigkeit hin, Ereignisse oder Vorgänge einwandfrei zu erkennen und zu beurteilen. Aber da erscheint mir die Freiwirtschaft trotz aller Fehler noch weitaus weniger gefährlich als alle linken sozialen Heilslehren, die in der Praxis bewiesen haben, was sie wert sind. Aber auch hier will ich nicht alles über einen Kamm scheren, auch hier gibt es sicherlich viel Bemühen um neue Strukturen. Ich denke es wäre nicht schlecht, wenn alle miteinander sprächen und vor allem einander zuhörten.

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    • 25. Januar 2011 00:53

      „Alle sind sie auch Kinder ihrer Zeit ausnahmslos.“
      „alle linken sozialen Heilslehren“
      „wenn alle miteinander sprächen“ – – –
      wie soll das gehen, wenn Sie nicht einmal
      selbst mit sich sprechen/denken können.
      Und jetzt sagen Sie nicht, das hätten Sie
      mit Ihrem Posting nicht dargetan.
      Haben Sie!

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  5. 8. September 2010 11:06

    Sehr geehrter Herr Adolf Paster,
    ihre Behauptung meine Beiträge sind tendenziös, sollten Sie auch begründen.
    Als Hilfestellung für ihre Begründung stelle ich ihnen nachfolgende 18 Fragen:

    1. Unterscheiden Sie, wie Gesell, nach „gutem schaffendem“ und „bösem raffendem Kapital“?
    2. Würde der Kapitalismus besser funktionieren wenn es keinen Zins gäbe?
    3. Lehnen Sie die Werttheorie von Marx ab, wie Gesell dies tat?
    4. Glaube Sie das Schwundgeld „Der Chiemgauer“ löst heutzutage irgendwelche Probleme des Kapitalismus?
    5. Ist das Zitat Gesells, „das große Zuchtwahlrecht, dieses wichtigste Sieb bei der Auslesetätigkeit der Natur“ sozialdarwinistisch?
    6. Ist der Ausdruck Gesells, „Hochzucht des Menschengeschlechts“, für Sie problematisch?
    7. Ist der Ausdruck Gesells, „Zuchtwahlrecht der Frauen“ für Sie problematisch?
    8. Ist der Satz Gesells: „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ für Sie problematisch?
    9. Was sagen Sie zu folgender Aussage Gesells: „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“?
    10. Was sagen Sie zu C. Amerys Aussage, Gesell habe Gottfried Feder inspiriert und sei der Ideenlieferant für Feders nationalsozialistischem Propagandaruf „Brechung der Zinsknechtschaft“ gewesen?
    11. Was halten Sie von folgenden Sätzen Gesells aus seiner Münchner Rede:„ … Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…) Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus die Gemeinwirtschaft…“ ?
    12. Ist Gesells Menschenzuchttheorie kompatibel mit der NS Mutterkreuzideologie und NS Lebensborn?
    13 Was halten Sie von Fritsch dem Autor des Antisemiten-Katechismus „Handbuch der Judenfrage“
    14. Was halten Sie von Lanz von Liebenfels, der Antisemitismus, Arierwahn und Germanenmythen verknüpfte und die Hakenkreuzfahne führte.
    15. Was halten Sie von der Lebensreformbewegung? (einfaches, natürliches Leben, gesunde Ernährung, eine nordische Freikörperkultur statt Erotik plus Rassenhygiene und Eugenik, also eine Menschenzucht, die sich am Ideal blond, groß, muskulös orientierte – zit. nach P.Bierl) Lieferte diese bürgerliche Protestbewegung den Nazis Ideen und Personal?
    16. Was halten Sie von der Japanischen Gesellianerin Yoshito Otani? In ihrem Buch „Untergang eines Mythos“ zweifelt sie an der Existenz der Gaskammern in Auschwitz und leugnet die Kriegsschuld der Deutschen. Selbst am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld. Otani bezeichnet die antisemitische Fälschung „Protokolle der Weisen von Zion“, die angebliche Weltherrschaftspläne der Juden beinhaltet, als wahr.
    17. Schreibt Helmut Creutz auch für „Christen für eine gerechte Wirtschaftsordnung“?
    18. Welche linken sozialen Heilslehren meinen Sie?

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    • 20. März 2011 19:39

      Sehr geehrter Anonymus warum verstecken Sie sich hinter einem Pseudonym? Treten Sie mit Ihrem ehrlichen Namen aus dem dunklen Hintergrund, öffnen Sie Ihr Visier und gehen auf einen ehrlichen, offenen Dialog ein.

      Nun zu Ihren 18 Fragen.

      1. Schon die Fragestellung ist falsch. Denn es gibt heute nur Schuldgeld, das fremde Arbeitsleistung ohne Gegenleistgung an sich zieht und das selbst im kommunistischen China und ist die Ursache von Unfrieden und Kriegen.

      2. Kapitalismus kommt vom zienstragenden Kapital und ist nichts anderes als „berentetes Vermögen“, was an sich völlig klar definiert worum es wirklich geht.

      3. Ich lehen die Werttheorie nicht ab, die ja nicht von Karl Marx stammt. Er hat sie selbst von Aristoteles übernommen. Auch christliche Wirtschaftsethiker bedienen sich theoretisch der Werttheorie, aber praktisch hat sie keinen Nutzen in einem total preisverzerrten Markt, der letztlich die Preise bestimmt, wenn nicht anders, dann über Schwarzmärkte etc.

      4. Der Chiemgauer ist eine von derzeit bereits unzählichen Komplementärwährungen, um die sozialen Nöte der jeweiligen lokalen Bevölkerung einzudämmen und durch Investitionen im lokalen Bereich auch Arbeitsplätze zu schaffen. Ich war stets der Meinung, dass lokale Komplementärwährungen keine großen Währungsprobleme lösen können.

      5. Solche Begriffe waren zur damaligen Zeit (Anfang des XX. Jahrhunderts) gang und gäbe, auch bei ethnischen Gruppen, die nicht nazistisch waren. Doch heute würde sicherlich auch Gesell solche Ausdrücke wahrscheinlich nicht mehr verwenden.

      6. Das kommt ganz darauf an, was man darunter versteht und von welchem ideologisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkt aus man das Problem betrachtet. Mir scheint, dass man heute sogar einem neuen Höhepunkt in dieser Frage zusteuert.

      7. Ich würde diese Ausdruck heute nicht verwenden und er ist auch für das Gesamtkonzept Gesells im Grunde weder hilfreich noch sinnvoll. Aber man muss die Dinge auch aus der Zeit heraus verstehen. Schließlich waren „die Sozialdemokraten Österreichs“ 1938 auch eindeutig für den Anschluß Österreichs an Hitlerdeutschland, wobei sie später durchaus einsahen, dass dies politisch eine Fehlsicht war.

      8. Siehe Frage 7.

      9. Siehe Frage 7.

      10. Mir ist nur bekannt, dass Feders Theorien sich mit denen Gesells nicht decken. Aus diesem Grunde dürfte Hitlerdeutschland auch die Freiwirtschaft verboten haben, was auch eindeutig gegen Ihre ideologischen Grundannahmen sprechen würde.

      11. Würde ich nicht unterschreiben, aber das minimiert die sozioökonomischen Reformideen Gesells keineswegs. Und man sollte auch den Mut haben, wenn man sich irrt, dass man das auch zugibt und nicht sture ideologische Ideenschlachten auf Kosten der Wahrheit führt. Das geht den immer auf Kosten der Lebensqualität aller Menschen.

      12. Überhaupt nicht diskutabel.

      13. Kenne ich nicht.

      14. Eine verhängnisvolle Fehlleistung. Aber das heutige Multi-Kultigetue wird dem neuerdings bedauerlicherweise Auftrieb verleihen.

      15. Nichts!

      16. Da ist sie nicht allein. Allerdings an der Kriegsschuld am 2. Weltkrieg gibt es auch noch andere wesentliche Kräfte, die hier ein Bekenntnis abzulegen haben werden.

      17. Ja, natürlich und warum nicht? Er ist ein hervorragender Denker und Analytiker, den Deutschland zum Finanzminister machen müßte, wenn er noch jünger wäre.

      18. Vor allem den Irrglauben, dass man mit sozialistischen Strukturmustern den Kapitalismus bekämpfen kann. Wie die Praxis zeigt, hat der Kapitalsimus das Heft über die arbeitende Bevölkerung fester in der Hand denn je.

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      • 21. März 2011 00:27

        ‚aus der Zeit heraus verstehen‘ & ‚andere wesentliche Kräfte‘ & ‚Bekenntnis ablegen‘ — Aver nu hefft wi jo bald Gollen Hochtied, nich, Herr Paster?

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      • 21. März 2011 23:27

        Sehr geehrter Adolf Paster,
        was ich noch vergaß zu schreiben: Die Kommentare der „Freitags-Gesellianerin Rahab“ können Sie im Übrigen auch in diesem Forum bewundern:
        https://thinktankboy.wordpress.com/tag/rahab/

        Am dringendsten würde mich die Frage 16 interessieren, deshalb wiederhole ich diese hier noch einmal:
        Die Gesellianerin Yoshito Otani leugnet die Existenz der Gaskammern in Auschwitz, meint am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld hält die „Protokolle der Weisen von Zion“ für wahr. Sie schreiben, “da ist sie nicht allein“. Heißt das, dass Sie mit Otanis Ansichten übereinstimmen?

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        • 28. März 2011 15:49

          Was Otani sagt ist sein Bier(l), da müssen Sie ihn schon selbst interviewen. Für mich ist jeder Mensch zu repektieren, egal woher er kommt und von wo er abstammt. Ich bin aber auch nicht bereit, mit der Goldwaage Kommentare zu schreiben oder zu beantworten. Im Grunde stimme ich einer Aussage absolut zu, die ich hier gelesen habe: Der gesunde Hausverstand reicht aus, um menschlich miteinander umzugehen. Sind Sie damit einverstanden?

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        • 28. März 2011 22:28

          Den gesunden Menschenverstand habe ich angesprochen, von daher bin ich natürlich auch damit einverstanden.

          Ich habe geschrieben: “Die Gesellianerin Yoshito Otani leugnet die Existenz der Gaskammern in Auschwitz, meint am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld hält die „Protokolle der Weisen von Zion“ für wahr. Sie schreiben, “da ist sie nicht allein“. Heißt das, dass Sie mit Otanis Ansichten übereinstimmen?“

          Wenn Sie nun diese Frage nicht beantworten wollen, wenngleich Sie schrieben, „da ist sie nicht allein“ und auf Bierl verweisen zeigt das doch, dass ich einen wunden Punkt getroffen habe, der nichts mit einer Goldwaage zu tun hat.

          Im Übrigen sind die vehementesten Anhänger von Silvio Gesell in der so genannten „Freitagscommunity“, thinktankgirl, Rahab, Uwe Theel und Christoph Leusch auch die eifrigsten Gegner des Staates Israel.

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    • 21. März 2011 11:20

      Sehr geehrter Adolf Paster ,
      ein Pseudonym hat verschiedene Gründe, wer wie thinktankboy oder wer wie ich im „Freitag“ bloggte kennt die Ursachen. Ich empfehle ihnen, in dem Zusammenhang, sich mit den „Freitagsbloggern“, Uwe Theel, Christoph Leusch, thinktankgirl, Rahab und der „Freitagsredaktion“ zusammenzuschließen, die haben ähnliche Ansichten bezüglich Silvio Gesell wie Sie.

      Zu ihren Antworten:
      1./2./3. Falsche Fragen gibt es nicht, nur falsche Antworten.
      4. Der Chiemgau zählt zu den reichsten Gegenden Deutschlands. Soziale Nöte haben die Benutzer des Chiemgauers kaum. Es ist bezeichnend, dass das Schwundgeld im Chiemgau am „besten“ funktioniert.
      5. Diese Begriffe waren in bestimmten Kreisen „gang und gäbe“. Kreise die ich ablehne.
      6. Aha
      7. Was hat der Anschluss Hitlerdeutschlands mit dem „Zuchtwahlrecht der Frauen“ zu tun?
      8. Gesells Aussage „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“ wurde gut 10 Jahre vor Hitlers „Machtergreifung“ ausgesprochen. Das ist kein Problem für Sie?
      9. In der Aussage Gesells: „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten“, sehen Sie keinen Zusammenhang mit der NS Rassepolitik?
      10. Feders Verurteilung des Zinses („Brechung der Zinsknechtschaft“ ) deckt sich sehr wohl mit den Ansichten Gesells. Die „Lösungsansätze“ waren unterschiedlich.
      11. Wann hat sich Gesell von diesen Aussagen distanziert?
      12. Wo liegt der Unterschied von Gesells Theorien und NS Mutterkreuzideologie und NS Lebensborn?
      13./14./15. Aha
      16. Die Gesellianerin Yoshito Otani leugnet die Existenz der Gaskammern in Auschwitz, meint am Ersten Weltkrieg seien „jüdische Banken“ schuld hält die „Protokolle der Weisen von Zion“ für wahr. Sie schreiben, “da ist sie nicht allein“. Heißt das, dass Sie mit Otanis Ansichten übereinstimmen?

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  6. Sahar permalink
    24. Januar 2011 21:58

    Hallo miteinander,

    kann mir bitte jemand sagen wo PETER BIERL eine Stellungnahme zu folgenden
    Ausführungen ( http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/onken/WO-ueber-Bierl.htm ) abgegeben hat, bzw. wo eine weiterführende Diskussion im Internet zu finden ist?

    Vielen Dank

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    • 25. Januar 2011 00:07

      Von Bierl kenne ich keine Stellungnahme. Die ist auch nicht nötig. Gesunder Menschenverstand reicht völlig aus.

      Weiter Infos unter:
      Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive Kapitalismuskritik

      Silvio Gesell, Rudolf Steiner und die „braune Soße“

      Niekisch, Radek, Strasser und der Nationalbolschewismus

      Silvio Gesell und seine Fans in der Freitags-Community : Durch Unklarheit und Unwissenheit wurde Gesell“, laut Ernst Toller für sieben Tage Volksbeauftragter für Finanzen in der Münchner Räterepublik. Ernst Niekisch, später Faschist und Hitler Kritiker von rechts, ernannte Gesell zum Volksbeauftragten. Während andere hingerichtet wurden verteidigte sich Gesell selbst. Auszug aus Gesells Rede: „.. Dass diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, dass es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…)

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  7. 14. Dezember 2011 17:58

    Dass Gesells »Lösung der Frauenfrage« mit NS-Lebensborn und Mutterkreuz kompatibel ist, haben noch immer nicht alle verstanden, hat es den Anschein. Irgendwann müsste es doch auch der letzte Heuler verstanden haben. Aber diese Heuler sind ja noch alle jung, das lernen die schon noch. Da gehe ich jetzt einfach mal davon aus.

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    • 14. Dezember 2011 22:16

      In irgendeinem Ärzteblatt las ich kürzlich, dass die »Lösung der Frauenfrage« bei Gesellianerinnen bleibende Schäden hervorrufen kann. Ein gewisser Wolkmann hat dies dokumentiert:

      http://wolkmann.wordpress.com/2011/12/13/idiokratie/

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      • 14. Dezember 2011 22:54

        Schlimm, dat mit dem Panzamädel.

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  8. befreier permalink
    16. Dezember 2011 15:14

    Es gibt Menschen (in der Freitags-Community), die bezeichnen Silvio Gesells „Theorien“ emanzipatorisch und „feiern“ Silvio Gesell als fortschrittlichen Mann seiner Zeit. Einige „verwirrte“ Menschen meinen, Silvio Gesells Theorien hätten etwas mit „freier Liebe“ zu tun. Den angeblich emanzipatorischen Charakter Gesells wollen andere mit dem „Zuchtbegriff“ von Aischylos beweisen.

    Hahahaha.
    Wen wundert’s?

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  9. Sahar permalink
    16. Dezember 2011 23:00

    Die Auszahlung eines Erziehungsgehalts aus Erträgen der Bodenrente (siehe S. Gesell, Boden gehört allen und ist unteilbar) an alle Eltern bzw. Erziehenden bedeutet für die wahren Leistungsträger der Gesellschaft Anerkennung und persönliche Entscheidungsfreiheit von ganz neuer Qualität. Aufgabe dieses Erziehungsgehalts ist es, den Eltern eine wirklich freie Entscheidung zu ermöglichen, entweder ihre Kinder eigenverantwortlich zu erziehen oder eine dem Kindesalter entsprechende subventionsfreie Fremdbetreuung zu finanzieren und so selbst wieder erwerbstätig zu werden. Die von Kommunen und Landkreisen eingenommene Bodenrente wird durch die Anzahl der im Zuständigkeitsbereich lebenden Kinder und Jugendlichen bis zur Volljährigkeit ausgezahlt.

    Wer ein derartiges Gehalt als „Herdprämie“ diffamiert, diskriminiert in unglaublicher Weise die wahren Leistungsträger der Gesellschaft, die Mütter.

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    • 17. Dezember 2011 00:12

      Silvio Gesells fordert in seiner Freilandtheorie die „Hochzucht des Menschengeschlechtes“. Nur die reichsten und erfolgreichsten Männer sollen Väter werden und nur die besten Frauen werden Kinder bekommen. Die übrigen Frauen lassen sich sterilisieren und wären lohnabhängig. Die sozial Schwachen, die „Arbeitscheuen, Bummler, Sonnenbrüder und Zigeuner“, wie die „Kranken“ würden aussterben. Die „Manchesterschule“ war laut Gesell auf dem richtigen Weg. Das ist völkischer Sozialdarwinismus, wie ihn auch die NSDAP propagiert hatte.

      Dazu kommen seine Aussagen zur angeblichen Zinsknechtschaft in seiner Freigeldtheorie. Im 25 Punkte-Programm von Gottfried Feder der NSDAP ist diese Unterscheidung von „gutem“ Produktionskapital und „bösen“ Finanzkapital abermals nachzulesen. Mir ist klar dass es heutzutage viele Fans von Silvio Gesell gibt, wenn aber in einem angeblichen linken Forum diese völkischen, eugenischen Theorien massiv beworben werden, dann bleibt mir nur den Kopf zu schütteln.

      Ich bin der Auffassung, dass Nazi-Ideologie bekämpft werden muss, denn einmal war genug (besser: zuviel).

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      • 17. Dezember 2011 10:55

        Den Hochzuchtgedanken kannst Du allerdings auch in jeder guten Kleingartenanlage hören und bei Thilo S ebenfalls herauslesen. Selbst die Kritik an der mangelnden Bereitschaft von Akademikerinnen, sich zu vermehren, könnte man als Hinweis auf diese Theorie interpretieren. Entstaubt man diese Theorie – streicht also die markigen Worte heraus und modernisiert die Sprache etwas – ist sie heute für erschreckend viele Menschen legitim. Das beweist aber nicht, dass nun all diese Individuen Gesellianer sind, sondern das eine wirkliche Entwicklung innerhalb der Menschheit wohl doch nicht stattgefunden hat.

        Was ich übrigens insgesamt amüsant finde – ich kommentiere ja hier und im schönen Alltagsblock – ist, dass ich das Gefühl nicht loswerde, Ihr Beide – Rahab und Fidel – hättet einen gemeinsamen Reflex, würde ein knackiger Rechtsaußen vor Euch stehen. Das ist schon irgendwie witzig.

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      • 17. Dezember 2011 11:48

        Ich habe in meinem obigen Kommentar Sahar geantwortet und versucht die Unterschiede zur „Herdprämie“ klarzumachen. Richtig, der Hochzuchtgedanke ist bei Sarrazin zu finden (Judengen), worauf ich mehrfach hingewiesen habe. Über Sarrazin regen sich die Freitagavantgardisten und Augstein lustiger Weise auf. Ich habe nie behauptet Sarrazin oder Eva Hermann sind Gesellianer. Sarrazin und Eva Hermann sind mit ihren reaktionären Ansichten „harmlose“ Zeitgenossen gegenüber der Freilandtheorie Silvio Gesells. Denn diese Theorien haben die Nazis in die Praxis umgesetzt. Gesell starb 1930.

        Bitte nicht vergessen: Thinktankgirl hat (im Verbund mit ihren Freunden) explizit die Menschenzuchttheorien von Silvio Gesell „emanzipatorisch“ bezeichnet, sie hat Silvio Gesell als den Vorreiter der „freien Liebe“ gesehen. Thinktankgirl hat Silvio Gesell gegen meine Vorwürfe bis aufs Blut verteidigt. Sie hat beispielsweise meine Zitate der „Münchner Rede“ Gesells vehement als Fälschung abgestritten. (Nachweis unter S. Gesell -Gesammelte Werke, Band 12, S.25) Die Freitagsredaktion hat (evt. aus Unwissenheit) Partei für thinktankgirl und die völkischen sozialdarwinistischen Theorien von Silvio Gesell bezogen indem sie mich mundtot machte, weshalb der Freitag mit dem Vorwurf Leben muss eine sozialdarwinistische Zeitung zu sein. Ich vermute, mittlerweile hat der Freitag diesen Fehler eingesehen, da der Freitag einen Redakteur eingestellt hat, der in seinen Artikeln vom Sozialdarwinismus Silvio Gesells spricht. Diesen Fehler zuzugeben fehlt Kosok und Co. dann aber doch der Mut.

        Zu deinem letzten Satz: Sorry, aber wenn du die Unterschiede (in jeder Hinsicht) von Rahab und mir nicht erkennst, tust du mir leid.

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  10. Sahar permalink
    17. Dezember 2011 20:43

    „Silvio Gesells fordert in seiner Freilandtheorie die „Hochzucht des Menschengeschlechtes“. Nur die reichsten und erfolgreichsten Männer sollen Väter werden und nur die besten Frauen werden Kinder bekommen.“

    Genau dadurch ist es NICHT möglich, dass nur die reichsten und erfolgreichsten Männer Väter werden.

    „DIe Hochzucht des Menschengeschlechts“

    Durch die Verunmöglichung, dass sich Kapital bis beinahe zur „Unendlichkeit“ bei wenigen vermehren kann entwickelt sich der Mensch hin zu einem wesen, das nicht Geld als das Mass aller Dinge sieht und der sich wieder stärker hin zu Hilfsbereitschaft und Mitgefühl entwickelt. Der sich aber auch frei nach seinen natürlich gegebenen Fähigkeiten entwickeln kann. Die „Hochzucht“ bezieht sich darauf, dass die positiven Dinge im Menschen gefördert werden und nicht die negativen Eigenschaften! So habe ich Gesell verstanden. Er hat sich gegen Judenverfolgung ausgesprochen und er wurde von der NSDAP verfolgt, weil er andrerer Meinung war bzw. die Dinge anders auslegte als die braunen Volksverhetzer und Wortverdreher.

    „Die „Manchesterschule“ war laut Gesell auf dem richtigen Weg. Das ist völkischer Sozialdarwinismus, wie ihn auch die NSDAP propagiert hatte.“

    Unfug! Gesell nicht verstanden oder verstehen wollen sag ich dazu.

    „Dazu kommen seine Aussagen zur angeblichen Zinsknechtschaft in seiner Freigeldtheorie.“

    Dass durch die immer größer werdenden Zinsforderungen des Weltweit angelegten Kapitals mittlerweile auch die letzten stabilen Volkswirtschaften der Erde in die Knie gezwungen werden ist einigen noch nicht aufgefallen. Klar, auch die mikrigen Zinsen die Ottonormalverbraucher auf sein Sparguthaben bekommt sind mit Teil des Problems. Das hat allerdings mit Antisemitismus, noch sonst irgendwelcher Diskriminierung von Personen/-gruppen nichts zu tun. Das Problem ist das System. Man könnte die Supervermögen natürlich höher besteuern und aus diesen Steuern dann die Zinsforderungen zahlen, aber irgendwie wäre das doch bescheuert. Gelddrucken als Alternative zur Verschuldung entwertet die mühsam erarbeiteten Groschen des Arbeiters und der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Alle die noch Steuern zahlen werden betrogen. Da werden die gesellschen Gedanken zur Geld und Bodenreform gerade zu recht von immer mehr Menschen aufgegriffen und weitergedacht. Dass es immer irgendwelche Spinner gibt, die Ihre Vorurteile gegenüber anderen mit allen möglichen faulen Argumenten aufrecht erhalten wollen ist bedauerlicherweise kaum zu ändern.

    Wenn die Freiwirtschaftler und Geldreformer alle ganau so uneinsichtig und stur sind wie die eingefleischten Marxsiten und Kommunisten, muss ich anmerken, habe ich wenig Hoffnung auf ein gutes Ende. In der Freiwirtschaft hätten übrigens kommunale Betriebe und einzelunternehmergeführte Betriebe die Möglichkeit nebeneinander zu bestehen, ganz nach belieben. Nur zu Monopolbildungen, wenn nicht erwünscht, wird es nicht mehr kommen können.

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    • 18. Dezember 2011 15:49

      @Sahar
      A)Wie deuten Sie eigentlich folgende Originalsätze von Silvio Gesell (kleiner Auszug):
      1.)Die „Manchesterschule“, mit Ausnahme der Privilegien von Grund und Geldbesitzes, war auf dem richtigen Weg“
      2. „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“
      3. Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“
      4 … Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…) Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber eben so sehr den Kommunismus die Gemeinwirtschaft…“ ?

      B) Silvio Gesells Freigeldtheorie ist „strukturell antisemitisch“. Der Erfinder dieser verkürzten Kapitalismuskritik ist Proudhon, den bereits Marx deshalb kritisierte. Ein weites Thema, das ich hier nicht noch einmal referieren möchte. Siehe die Blogs: Proudhon, Gesell, Feder, Marx und die regressive Kapitalismuskritik oder Niekisch, Radek, Strasser und der Nationalbolschewismus

      C) Dass die Freiwirtschaft nicht funktioniert hat man in Argentinien gesehen. Ich habe übrigens mit den Erfindern des“ Chiemgauers“ lange Diskussionen geführt, sie berufen sich explizit auf die Freigeldtheorie Gesells. Sogar von diesen Leuten wird die sozialdarwinistische Freilandtheorie abgelehnt. Bei Klaus Schmitt , Margrit Kennedy oder der Vergewaltigungssekte ZEGG sieht die Sache natürlich anders aus.

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  11. goreflex permalink
    17. Dezember 2011 21:33

    Fideche schrieb
    „Richtig, der Hochzuchtgedanke ist bei Sarrazin zu finden (Judengen), worauf ich mehrfach hingewiesen habe. “

    Nun habe ich eben die Verlinkung nochmal gelesen und habe aber nicht das herausgefunden auf die Schnelle, das ich beabsichtigte. aber das nur btw, also werfe ich hier etwas ein, auch, falls ich etwas überlesen habe, das Du meintest.

    „Judengen“ ist eine platte und/oder umgangssprachliche Formulierung, die sicher nicht nur vom ollen S. ausgesprochen wurde (Originalquelle oder -verweis hätte ich gerne dennoch, falls möglich). Auch hier kommt es auf den Kontext an.
    Es ist z.B. bekannt, dass bestimmte streng religiöse Glaubensgemeinschaften, die größtenteils Verwandte heiraten und Kinder bekommen, bestimmte Stoffwechselerkrankungen erleiden, die genetisch nachweisbar sind. Bei aschkenasische jüdischen Gemeinden, bei einigen kleinen Amish-People-Gem., bei mennonitischen Brüder-Abspaltungsgemeinden und bei Populationen, die gehäuft in bestimmten ländlichen Gebieten vertreten sind.

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  12. 15. Mai 2012 15:39

    Nach der Niederschlagung der Rätebewegung durch die Freikorps Anfang Mai 1919 wird Gesell verhaftet und vor Gericht gestellt. Während andere hingerichtet wurden oder lange Jahre in Zuchthäusern verschwanden, kam Gesell frei. Auszüge aus seiner Verteidigungsrede:

    »(…) Vielleicht sieht es der Landtag jetzt nach acht Monaten Revolution und Putscherei endlich ein, daß er sich zu durchgreifenden Taten ermannen muß, (…) Ob dann diese mit Zustimmung des Landtags gebildete rein proletarische Vollziehungsgewalt sich Räteregierung oder parlamentarische Regierung nennen wird (…)?« Mir erscheint es »ziemlich gleichgültig (…), in welchen äußeren Formen diese Tat sich vollziehen wird, ob in Befehlsform einer proletarischen Vollziehungsgewalt der demokratischen Regierung oder in Form der sogenannten Räteregierung. Auf diese rein formalen Unterschiede lege ich keinen Wert. (…) Daß diese Räteregierung mich als Finanzmann erwählte, war für mich ein Beweis, daß es sich nicht oder noch nicht um Bolschewismus oder Kommunismus handelte (…) und ich sah die Wahrscheinlichkeit, daß nach vollzogenem Heilschnitt der Landtag die Kräfte wiedergewinnen würde, um das Regiment ohne weitere Hilfe weiterführen zu können. (…) Volksbeauftragter einer Räteregierung zu sein, deren Ziel wahrscheinlich meinen Bestrebungen geradewegs widersprach. (…) Und ist es nicht gerade auch heute das, was Bayern braucht, einen Finanzminister, der ohne Rücksichten sich sachlich einstellen kann und, ohne nach links und rechts zu schielen, den geraden Weg geht? Der Starke ist ja immer am mächtigsten allein. (…) Ich greife das Kapital nicht mit Gewalt an — mit Streik und Betriebshemmung, mit Sabotage. Ich greife es mit der einzigen Waffe an, die dem Proletariat angeboren ist, mit der Arbeit. (…) Es heißt hier, sich nicht bequem im Hintergrunde halten und abwarten, sondern Opfer bringen für die erstrebten Hochziele (…) damit alle im Volke sich brüderlich geeint fühlen. Denn eine Teilung des Volkes in hohe, mittlere und niedre Schichten bedeutet völkischen Verfall. Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, daß er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch-gesinnte Mensch, der den Klassengeist haßt und ein schönes Volksleben sehen möchte — wie man es vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat, — der verläßt Vater, Mutter und Standesangehörige, um zu denen zu stoßen, die an der völkischen Auflösung nur leidend mitwirkten, zum geknechteten, ausgebeuteten Proletariat. (…) Sie brauchen als Vorspann einen ungebrochenen Hengst, keinen Parteiklepper, — mich brauchen Sie! (…) Und nun, da mich das Proletariat aufforderte, sollte ich mich, mein ganzes Leben verleugnen, sollte ich das Proletariat verraten? (…) weil ich zureichenden Grund für die Annahme habe, daß es meinen nun schon zahlreichen und weitverbreiteten Freunden gelingen wird, die Arbeiterbewegung von den kommunistischen Zielen ab auf die Bahn der vorrechtslosen Freiwirtschaft zu lenken. (…) Irgend ein Verrat an Parteibestrebungen lag hier nicht vor. Niekisch und Landauer, die meine Wahl vorgeschlagen, wußten, was sie taten, wußten, daß ich keine Puppe bin. Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber ebensosehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft. (…) Die Arbeiter, und gerade die tüchtigeren, streben nach Freiheit; Zwang und Bevormundung haben sie genug zu kosten bekommen. (…) Was Sie darum an mir einkerkern oder erschießen würden, das wäre die Theorie des Zinses. (…) Die Lehre vom Zins (…) ist das Scheidewasser für edle und unedle Geister, (…) Heraus aus dem Gerichtssaale mit der Theorie des Zinses! Hände weg von Silvio Gesell!«

    Silvio Gesell distanzierte sich weit mehr von allem Linken, als er zu seiner Verteidigung mußte. Seine Rede ist eine abstoßende Melange aus völkischem Antikommunismus und Anbiederei an die neuen Herren. Von seinen Anhängern wird Gesells Teilnahme an der Räteregierung als besonders raffinierte antikommunistische Taktik verkauft. Der Individualist würde sich »auch jeder anderen Regierung mit seiner völlig unpolitischen, seiner reinen Facharbeit zur Verfügung stellen«.
    Gesells Distanzierungen belasteten andere Mitangeklagte. — Räterepublikaner wie der Kommunist Levine oder der Anarchist Erich Mühsam wurden zum Tode bzw. zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die Beziehung zwischen Mühsam und Gesell ist widersprüchlich. Gustav Landauer und Erich Mühsam standen dem Deutschen Monistenbund nahe, der einen mystischen, spirituell fundierten Sozialismus mit freier Religiosität und die »wilde Natur« pries. In seinem Nachruf auf Gesell widerspricht Mühsam dessen Theorien 1930 fundamental. »Gesells Freiland-Lehre ist stark anfechtbar, seine Geldtheorie dagegen scheint berufen, nicht, wie er annahm, das Wirtschaftsregulativ der freiheitlichen Gesellschaft zu werden, wohl aber das Übergangsverfahren vom kapitalistischen Währungssystem zum geldlosen Kommunismus zu ermöglichen.« Und selbst darin hatte Mühsam unrecht.

    Der Einfluß von Silvio Gesells Ideen in bürgerlichen, rechten, rechtsextremen, alternativen, anarchistischen und esoterischen Zirkeln

    Die Freisoziale Union (FSU)

    Gesell wurde kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Hauptfigur der Freiwirtschaftsbewegung, bevor diese — im doppelten Wortsinn – im aufkommenden Faschismus unterging.
    Nach dem Zweiten Weltkrieg fand Gesells Ideologie ihren Weg in verschiedene »freiwirtschaftliche« Organisationen. Die bekannteste Nach-NS-Partei, die ideologisch ausdrücklich auf Gesells Ideologie beruht, wurde die Freisoziale Union (FSU), eine rechtsextreme Partei, die allen möglichen Gestalten, die später in den Grünen und anderswo ihre Einflußbereiche entwickelten, als Kaderschmiede diente: Max Otto Bruker, Georg Otto, Helmut Creutz usw. Die FSU wurde am 9. September 1950 in Bielefeld mit dem Ziel gegründet, »die Erkenntnisse Silvio Gesells durch eine unabhängige politische Organisation zu verwirklichen«. Paragraph 2 der FSU-Satzung vom 18. Juni 1960 lautet: »Die Partei erstrebt die Verwirklichung einer natürlichen Gesellschaftsordnung nach der Lehre ihres Begründers Silvio Gesell (…)« Es folgen vier neoliberale Grundsätze:
    — die »Überwindung aller Absatzstörungen und damit jeder unfreiwilligen Arbeitslosigkeit«;
    — »gleiches Anrecht auf den Boden« und dessen Zuteilung an die »Mütter (…) nach Zahl der von ihnen versorgten Kinder«; — »völlige Gewerbefreiheit und freier Wettbewerb in allen Zweigen der Wirtschaft«:
    — »endgültige Sicherung des Friedens durch volle Freizügigkeit der Menschen und der Güter« und »Aufhebung aller Zölle«, »feste Valuta« (Weltwährung).

    Bis 1958 forderte die FSU die »Wiedervereinigung« und kämpfte gegen die Westintegration. In den fünfziger Jahren pflegte sie enge Beziehungen zu Otto Strassers (Ex-NSDAP) Deutsch-Sozialer Union (DSU). Zu den sie ideologisch verbindenden Punkten gehörte die nationale Frage. Versuche, Wahlbündnisse etwa in Berlin, Nordrhein-Westfalen und auch für die Bundestagswahlen 1953 einzugehen, scheiterten, nicht etwa an ideologischen Gräben, sondern an nachgeordneten Querelen und der Sorge der FSU-Funktionäre um ein eigenständiges politisches Profil ihrer Partei. Ferdinand Böttger trat der FSU 1952 bei, er wurde Organisationsreferent beim FSU-Vorstand und 1969 Generalsekretär, 1981 gab er dieses Amt aus Gesundheitsgründen auf. Böttger kam aus der Sozialistischen Reichspartei (SRP), die 1949 von ehemaligen NS-Funktionären gegründet worden war, unter ihnen der Wehrmachtsmajor Otto Remer. »Nach Mitgliederzahl und organisatorischer Schlagkraft wurde die SRP zur größten eindeutigen Nachfolgeorganisation der NSDAP.« 1952 wurde die SRP vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig verboten. Ersatzorganisationen und Neugründungen wurden untersagt, Abgeordnetenmandate verfielen, das Vermögen der SRP wurde eingezogen. Böttger fand in der FSU seine neue politische Heimat. Wegen weiterer ehemaliger SRP-Mitglieder wurde der FSU 1952 die Teilnahme an den Kommunalwahlen in Wolfsburg untersagt.

    In den siebziger Jahren wurde Böttger zusätzlich Landesvorsitzender des neofaschistischen Weltbunds zum Schutz des Lebens (WSL), Hamburg. Er war nicht das einzige führende FSU-Mitglied, das beim WSL mitarbeitete. Max Otto Bruker und Helmut Mommsen vom WSL kandidierten 1969 auf der FSU-Liste für den Bundestag. Die Gesell-Anhänger Felix Binn und Helmut Creutz referierten im rechtsextremen Collegium Humanum des WSL in Vlotho.

    Mitglieder der FSU bemühten sich vor der Bundestagswahl 1976 um ein Wahlbündnis mit Namen Arbeitskreis der Wählergemeinschaften, Unabhängigen Parteien und Bürgerinitiativen (AWUB). Beim ersten öffentlichen Treffen referierten neben dem Gesellianer Otto Malig (FSU) auch der Faschist Erwin Schönborn (Kampfbunddeutscher Soldaten), Karl-Heinz Keuken (Ex-NPD, Ex-DVU) und Martin Pape (Mitglied der nationalrevolutionären Unabhängigen Arbeiter Partei (UAP), 1968 Gründer der Sozial Liberalen Deutschen Partei(1978 umbenannt in FAP). “ Man beschloß, das Bündnis Arbeitsgemeinschaft 4. Partei zu gründen. Fast vergessen ist heute, daß es sich bei der Debatte über eine »vierte Partei« im Vorfeld der Bundestagswahlen 1976 nicht um irgendeine weitere Parlamentspartei handelte, sondern daß diese Diskussionen ausschließlich im rechten bis rechtsextremen Spektrum der bundesdeutschen Gesellschaft geführt wurden.

    Das Protokoll des ersten öffentlichen Treffens der AWUB nennt weitere Organisationen, mit denen Kontakt gepflegt wurde. Neben Vertretern der rechtsextremen FSU gehörte dazu auch die Freie Deutsche Bauernschaft von Thies Christophersen, des Autors der Auschwitz-Lüge«. Das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG), ein Zweig des Witikobundes, eine Organisation von Altnazis aus dem »Sudetenland«, verlieh 1973 den Schillerpreis des deutschen Volkes an Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeldt hielt die Laudatio. Vertreten war auch die faschistische Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung (GfbAEV), in deren Wissenschaftlichem Beirat Max Otto Bruker elf Jahre lang Mitglied war, und, neben vielen anderen, die Sigrid Hunke Gesellschaft, deren Namensgeberin Rudolf Bahro heute nahesteht, und die Bruderschaft Salem, die erwähnte Kinder- und Jugenderziehungseinrichtung in Tradition der NS-Pädagogik. „‚

    Das Interforum Oranienburg Arbeitskreis
    Franz Oppenheimer

    Gesellianerinnen finden sich in zahlreichen Klein- und Kleinstkreisen, die alle auf zuzählen, zu langweilig wäre. Einer dieser Klüngel sei als Beispiel genannt: das Interforum Oranienburg e. V Arbeitskreis Franz Oppenheimer in Berlin. Was sich in Berlin an politischem Schwachsinn tummelt, ist auch auf Entfernung kaum auszuhalten. Das Interforum Oranienburg wurde 1990 gegründet, um die Konzepte und Ideen von Rudolf Steiner, Silvio Gesell und Franz Oppenheimer zu verbreiten. Am 28. September 1993 wurde an der Humboldt-Universität der 50. Todestag von Franz Oppenheimer (1864-1943) gefeiert. Sein Werk stelle die Alternative, einen »Dritten Weg« zwischen Kapitalismus und Kommunismus vor. Referenten waren unter anderen die Gesellianer Georg Otto und Tristan Abromeit, beide Mitglieder der Grünen. Als Schirmherr wirkte Rudolf Bahro. Im Interforum agiert auch Irmgard Kohlhepp, angeblich früher Mitglied der KPD, später Alternative Liste Westberlin, Landesverband der Grünen. Auf offiziellem Briefpapier des Interforum Oranienburg wütet ein gewisser Bernhard Heldt in Verteidigung von Klaus Schmitt herum, beschimpft Redakteurinnen der ÖkoLinX als Stasi-Spitzel (er ist falsch informiert: Wir hatten unter Breschnew die Leitung des KGB), die ihn schon immer verfolgt hätten. Er geifert über die Kritik an Gesell und Rudolf Steiner. Heldt sieht »den Faschismus nicht für den wirklichen Grund und die Ursache einer Problemsicht« an, »(…) wie er [?] im Antifaschismus zum Ausdruck kommt«. Das ist verständlich, denn Heldt war Gründungsmitglied der Republikaner.

    Der Nationalrevolutionär Günter Bartsch

    Einer der bekanntesten Verehrer Silvio Gesells ist der Nationalrevolutionär Günter Bartsch. Sein Weg führte in wirrem Zickzack durch eine Reihe von linken Zusammenhängen und esoterischen Sekten zu den Nationalrevolutionären. Von 1947 bis 1953 war er Mitglied der KPD in Niedersachsen. 1972 veröffentlichte er das Buch »Anarchismus in Deutschland«, in dem Silvio Gesell als »Anarcho-Liberaler« charakterisiert wird. 1975 schreibt Bartsch »Revolution von rechts?«, worin er sich positiv auf Teile der »Neuen« Rechten sowie das ehemalige NSDAP-Mitglied Otto Strasser bezieht. Von »Kronstadt zum Achbergerlebnis« markiert Bartschs Brücke vom Anarchismus zur Anthroposophie. Seine Texte erscheinen in den rechtsextremen Blättern Wir selbst, Criticon und Junges Forum sowie in den SPD-nahen Frankfurter Heften. 1989 erscheint Bartschs Biographie über Otto Strasser im Verlag des Wir-selbst-Herausgebers Siegfried Bublies (Ex-NPD, Republikaner), »die von Strasser selbst stammen könnte«. Im selben Jahr gibt Klaus Schmitt »Silvio Gesell. „Marx“ der Anarchisten?« heraus, für das Bartsch den Beitrag »Silvio Gesell, die Physiokraten und die Anarchisten« verfaßt hat. “

    Silvio Gesell will »Marktwirtschaft ohne Kapitalismus«, plakatiert Bartsch. Als es ob es die gäbe. Was soll das sein, ein Gemüsemarkt, auf dem Naturalien getauscht werden? Wie wir gesehen haben, bleibt Gesell aller Propaganda zum Trotz beim Kapitalismus und seinen tragenden Säulen: grenzenloser Kapitalakkumulation und unbegrenztem Wachstum, schrankenlosem Wettbewerb und mörderischer Konkurrenz, Ausbeutung und Profit. Marktwirtschaft sei »eine Art kybernetisches System, das auf Selbststeuerung und Rückkoppelung beruht«, “ das wolle Gesell aus den Fängen der Konzerne, Trusts und Preiskartelle befreien. Seine Zinsbefreiung ist ein Kapitalismus-immanenter Vorschlag. »Der Kapitalismus beruht aus seiner [Gesells] Sicht nicht auf dem Privateigentum an Produktionsmitteln und auf Lohnarbeit, wie Marx behauptete, sondern auf Zins und Grundrente, welche arbeitslose Einkommen ermöglichen.« “

    »Gesells Hochzucht-Idee hat sicher etwas Befremdendes mit einer Spur des Sozialdarwinismus.« Doch das richte »sich vor allem gegen Ehen mit Alkoholikern«, wirbt Bartsch um Verständnis. Daß Gesell menschliche »Rassen« postuliert, stört Bartsch nicht, er teilt anscheinend diese Meinung. Gesell sei kein »Faschist, eher ein Feminist«, “ weil er den Frauen zugestehe, sich ihre hochwertigen Zuchtpartner selbst auszusuchen. »Alkoholiker werden keine Frauen mehr finden, die ihre ekelhafte Gesellschaft dulden, darum in der Regel auch keine Nachkommen hinterlassen« Diese »physiokratische Eugenik, begründet auf freier Liebeswahl [der Frauen] und freiem Wettbewerb [der Männer], wird (…) die Ursachen der Degeneration beseitigen«, sagt Bartsch. Die »natürliche Auslese« soll die Tüchtigsten nach oben bringen.

    Bartsch fälscht Geschichte und verklärt den großen Meister, wo er kann. So behauptet er beispielsweise, Gesell sei nur gegen den »Zwangskommunismus, aber nicht gegen den Gemeinschaftskommunismus« gewesen. Bei Gesell selbst hört sich das so an: »Sie kannten meine Ziele, die den Kapitalismus, die Zinsknechtschaft bekämpfen, aber ebensosehr den Kommunismus, die Gemeinwirtschaft.« Unsozial? Nein, denn der »freie Wettstreit ermöglicht es den Tüchtigen, ein kleines Vermögen zu erwerben, mit dem sie großzügig und sozial umgehen werden«,

    Gesell wollte, wie seine Anhänger Margrit Kennedy und Werner Onken betonen, »die soziale Frage in Freiheit lösen um dem Kommunismus seine Attraktivität als Alternative zum Kapitalismus zu nehmen«. Eine Revolution ist unnötig, weil erstens Kleinkapitalist Gesell die Produktionsmittel ohnehin nicht enteignen will und zweitens der freie Mensch ja per Hochzucht hergestellt wird — »wahrhaft human«. Gesell: »Genossenschaften, Gemeinwesen, Vergesellschaftung usw., — sie können die Tatsache nicht verschleiern, daß es sich im Grunde immer um denselben Schrecken, um den Tod der persönlichen Freiheit, Unabhängigkeit, Selbstverantwortung (…) handelt.«

    Gesell, der Physiokrat, muß zum Anarchisten werden, obwohl er sich selbst nie so bezeichnet hat. Bartsch: »Akratie und Anarchie sind synonyme Begriffe.« Ein »Akrat« ist nach Gesell ein »Vollmensch« im Gegensatz zu den heutigen Teilmenschen. Der »Anarchist« Gesell schafft den Staat irgendwie ab und setzt statt dessen »Faustrecht«, Todesstrafe und »Richter Lynch« auf die Tagesordnung seiner Zukunftsgesellschaft. »Mit dem Abbau des Staates (…) stehen sich mit dem Revolver in der Hand alle gleich stark gerüstet gegenüber und da gleiche Rüstung praktisch Abrüstung bedeutet, so sind alle gleich stark, denn die natürliche Stärke gilt dem Revolver nichts.«

    Statt Gleichheit das Recht des Reaktionsschnelleren, der hier der Stärkere ist. Logik scheint nicht Gesells Stärke zu sein. »Wer ihn [den einzelnen] schädigt, wird von seiner Nachbarschaft festgenommen und verurteilt. Die Ausführung des Urteils, im gegebenen Fall auch eine Hinrichtung, übernimmt der Geschädigte.« Gerechtigkeit? »In der einen Stadt wird man die Idioten hängen, in der anderen wird man sie in Kurgärten zu Tode verhätscheln. Jeder nach seiner Facon.« Der Nationalrevolutionär und Gesell-Fanatiker Günter Bartsch mag den »erste[n] männliche[n] Anarcho-Feminist« Silvio Gesell, der »Schwächlinge und Feiglinge verachtet«, und er spinnt: »Gesell soll am 11. März 1930 an einer Lungenentzündung gestorben sein. Aber vielleicht war sein Sarg leer. (…) Er ging in den Untergrund, und nun kehrt er daraus zurück.« (…)

    aus: Entspannt in die Barbarei – Esoterik, (Öko)Faschismus und Biozentrismus von Jutta Ditfurth

    PS: Für die neuen Leser von MI: In der sogenannten Freitagscommunity tummelt sich eine beachtenswerte Anzahl von GesellianerInnen, die Gesells Menschenzucht emanzipatorisch empfinden und deshalb bis aufs Blut verteidigen.

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    • mentalpunker permalink
      16. Mai 2012 00:59

      Das Wesentliche und Erschütternde ist ja das Nachleben und Fortwesen dieses Gedankendrecks, – daß es ihn gab, könnte man ja historisch in eine Schublade einordnen, wie ´ne Hexenbrennung etwa, – aber daß sowas sich fortträgt bis heute, das ist grauenhaft. – Und immer weiß die Jutta Ditfurth sowas, die Gute.

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      • Sahar permalink
        16. Mai 2012 21:55

        http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/schmitt/entditfurth/

        Viel Spass damit!
        Güzi

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      • 17. Mai 2012 00:23

        Drei Aussagen von Silvio Gesell:
        1. „Erlösung von all dem Minderwertigen, mit dem die seit Jahrtausenden von Geld und Vorrecht geleitete Fehlzucht die Menschheit belastet hat“

        2. „Soviel Krankhaftes auch der Auslesebetätigung der Natur durch die Fortpflanzung der Fehlerhaften zugeführt wird, sie wird es bewältigen. Die ärztliche Kunst kann dann die Hochzucht nur verlangsamen, nicht aufhalten.“

        3. „Völkisches Empfinden duldet keine Zinsknechtung anderer oder gar die Beteiligung daran. Wer noch etwas rassisches, völkisches Empfinden verspürt, der gehe in sich, tue Buße; der gestehe, dass er und seine Ahnen Verrat begingen am eigenen Volk, am eigenen Blut. Der wahrhaft völkisch gesinnte Mensch, der den Klassengeist hasst und ein schönes Volksleben sehen möchte – wie man vielleicht ahnen kann, aber noch nie erlebt hat (…)“

        Mich würde nur mal kurz interessieren was Sahar konkret dazu zu sagen hat. An einer längeren Diskussion habe ich keinen Bedarf, da ich mir den Wahnsinn von den Gesellianern des „Freitags“ lange genug angehört habe.

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        • Sahar permalink
          17. Mai 2012 01:42

          Lieber Genosse fiedelche,

          heute hört sich das ganze natürlch nicht mehr an wie vor 100 Jahren, ich hoffe es muss nicht weiter ausgeführt werden, warum sich Sprache im Laufe der Zeit verändert.

          1. Heute würde man sagen: „Die Menschheit von den Fehlentwicklungen des Kapitalismus zu befreien“. Diese haben ja konkret Auswirkungen auf das Handeln, Denken und Fühlen der Menschen.
          2. Das durch den Kapitalismus geprägte Handeln, Denken und Fühlen wird im Laufe von Generationen verschwinden und durch humanistische Werte ersetzt.
          3. Wer sich mit seinen Mitmenschen als Eins begreift, der wird keine Ausbeutung dieser zulassen und sich daran erst recht nicht beteiligen. Er wird auch nicht wollen, dass die Menschen in Klassen geteilt werden, sondern ein harmonisches miteinander Bevorzugen.

          So, jetzt aber bitte noch die Quellen, damit ich ma gucken kann wo dat zu finne is! Danke Dir und Grüße!

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        • 17. Mai 2012 12:22

          Liebe(r) Sahar,

          Silvio Gesell starb 1930. 1933 wurde das Konzentrationslager Dachau eröffnet. Gesells Sprache war vergleichbar mit der Sprache der NSDAP. Silvio Gesell war der Wegbereiter für das 25 Punkte Programm der NSDAP, seine Ideologie war kompatibel mit NS-Lebensborn und NS-Mutterkreuz. Himmler und Co. sprachen wie Gesell vom „völkischen Empfinden“, wollten wie Gesell die „Fortpflanzung der Fehlerhaften“ verhindern. Diese Sprache, diese Ideologie war damals wie heute reaktionär. Bereits 1930 gab es Menschen die völkisches Empfinden ablehnten und bekämpften. Bereits 1930 gab es Schriftsteller wie Tucholsky, Brecht, Heinrich Mann oder Feuchtwanger. Damals lebten Käthe Kollwitz oder Albert Einstein. 1930 war das Mittelalter lange Vergangenheit.

          Silvio Gesell trennte wie Gottfried Feder zwischen „guten“ Produktionskapital und „bösem“ Finanzkapital. Gesell berief sich in seiner Zinskritik explizit auf den Antisemiten Proudhon. Der Zins ist nicht der Verursacher der Krisen im Kapitalismus. Mit dieser verkürzten Kapitalismuskritik sollen Sündenböcke gefunden werden und die systemimmanenten Fehler des kapitalistischen Systems verschleiert werden.

          Zu den Quellen:

          1+2) In Peter Bierls „Schaffendes“ und „raffendes“ Kapital sind die Zitate zu finden und am Ende sind die Quellenangaben nachzulesen.

          3) Das Zitat stammt aus Silvio Gesells Verteidigungsrede von 1919, 1920 veröffentlicht, und abgedruckt in den Gesammelten Werken, Band 12, S.25

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        • Sahar permalink
          17. Mai 2012 13:37

          „Wer die Persönlichkeit achtet, auch im Kind und Hottentot (die in Südafrika und Namibia lebende Völkerfamilie der Khoi Khoi), und nicht verlangt, dass andere ihn als Halbgott anstaunen, der kommt überall trefflich mit allen Menschen aus. Wenn wir keine Zäune hätten, die Farbe, die Sprache und Gesetze wüeden niemals zu Kriegen Anlass geben.“ Krieg und Bodenmonopol (1904) in: Band 3 , S. 324 bis 325 Soviel zum Menschenbild des Herrn Gesell.

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        • 19. Mai 2012 00:54

          Das Menschenbild von Silvio Gesell ist sozialdarwinistisch und kompatibel mit NS-Lebensborn und NS-Mutterkreuz, was der Satz vom „Hottentot“ nicht widerlegt.

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        • Sahar permalink
          19. Mai 2012 11:04

          „Das Völkische, soweit es in Politik ausgeartet ist, muss bis aufs Messer bekämpft werden.“ „Jede Herabwürdigung anderer Rassen ist mit Kraft entgegenzutreten, sodass alles, was wir sagen und schreiben, ohne weiteres in alle Länder der Welt, unter alle Völker des Menschengeschlechts getragen werden kann. Die Liebe zum Menschengeschlecht, zu dem von allen Göttern verlassenen Menschengeschlecht muss das Arsenal liefern, wo wir unsere Waffen herholen im Kampfe mit nationalistischen Anschauungen und Vorurteilen.“ S. Gesell, Band 15, Seite109

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    • 16. Mai 2012 12:14

      Interessant finde ich die Querverbindungen von Rudolf Steiner, Silvio Gesell, Franz Oppenheimer zur Freisozialen Union, der DSU, der UAP, Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Max Otto Bruker, Rudolf Bahro bis zu den antisemitischen Bloggern des „Freitags“. Irgendwie wächst immer zusammen was zusammengehört.

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      • Jackson permalink
        18. Mai 2012 16:33

        In der Tat, spannende Querverbindungen.

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  13. Sahar permalink
    15. Mai 2012 16:57

    Hey Leute, nix wie hin!

    http://www.lust-auf-neues-geld.de/

    Viele Grüße
    Sahar

    Die Blindheit der Ökonomie gegenüber dem Geld

    Die Destruktivität des Zinssystems und mögliche Alternativen

    Bankgeheimnis Geldschöpfung – Monetative als Lösung?

    Der Tanz um den Gewinn: Raubbau an Mensch und Natur

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    • 15. Mai 2012 17:50

      Mannomann, diese Freitagsblogger, die geben wohl nie auf.

      Ich dachte thinktankgirl, Rahab, Uwe Theel und Christoph Leusch wären als Mitglieder des „Ordens des Neuen Tempels“ längst in der Lebensgemeinschaft Oranienburg-Eden.

      Darauf ein Schnäpsken
      Euer Erwin

      Gefällt mir

    • The Violet White Football Sofa permalink
      15. Mai 2012 20:19

      Drei Stunden 44 zwanzig. Was ist das für eine Sportart? 🙂

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  14. Sahar permalink
    15. Mai 2012 18:23

    Prösterken!

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  15. Sahar permalink
    18. Mai 2012 20:00

    „Jedem Menschen soll die ganze Welt gehören. Das Weltbürgerrecht muss proklamiert werden.“ „Das Recht, das wir den Vögeln und dem Wind einräumen, müssen wir allen Menschen einräumen.“ S. Gesell (1914) Band 8, Seite 192

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  16. Sahar permalink
    19. Mai 2012 10:13

    Die wärmenden Strahlen der Gerechtigkeit, die ein abgebauter Klassenstaat ausströhmt,
    bringen den Eispanzer des Völkerhasses zum Schmelzen. Sie müssen dies tun. Ohne den Glauben, dass sie es vermögen, könnte ich nicht leben. Sieghaft muss die Gerechtigkeit alles, was die Völker und Menschen trennt und verfeindet, zum schmelzen bringen. S. Gesell Band 13 Seite 87

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  17. Sahar permalink
    19. Mai 2012 11:14

    „Wir fordern die Beseitigung jeder Einwanderungskontrolle. Die Gelben, die Weißen, die Schwarzen – alle sollen das gleiche Recht auf die Erde, auf den amerikanischen Kontinent haben, genau wie wir jeden Amerikaner Europa und die Mongolei zu Nutz und Freude zur Verfügung stellen wollen.“ „Die Freizügigkeit in Verbindung mit der Verteilung der Grundrenten unter die Mütter wird alle kapitalistischen, monopolistischen, nationalistischen, imperialistischen Gelüste gleich im Keime ersticken. Auf diese Weise verschaffen wir auch dem Rassenproblem ein Sicherheitsventil. Die Rassen werden dann die Welt nicht mehr nebeneinander, sondern durcheinander bewohnen.“ S. Gesell, Band 15 , Seite 199-202 und 246-248

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  18. Sahar permalink
    19. Mai 2012 11:31

    „Mein Irrtum ist es gewesen, dass ich der freiwirschaftlichen Gedankenwelt eine viel größere erzieherische Kraft zumaß. Mir war es eine Selbstverständlichkeit, dass die nationalistischen Federn, die den freiwirtschaftlichen Mauserungsprozess überlebten, über kurz oder lang abgestoßen würden. Solches ist aber bei vielen FFF-Leuten leider nicht eingetreten. Diese Federn sitzen sehr fest und ich bin auch noch nicht dahintergekommen, woran das liegt.“ „Die nationalistischen Elemente stoßen sich an der Freilandforderung, wie ich sie von Anfang an immer vertreten habe. Diese Pille mögen sie nicht schlucken.“ S. Gesell Band 18, Seite 313.

    Wie sollte man sich noch klarer von der NS-Gedankenwelt distanzieren?

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    • 19. Mai 2012 16:45

      Liebe(r) Sahar,
      Jakob Augsteins „Freitag“ wäre genau das Richtige für Sie. Die Freitagsblogger Christoph Leusch und „thinktankgirl“ finden Silvio Gesells Menschenzuchttheorien emanzipatorisch. Die Freitagsmoderation um Jan Jasper Kosok ist außerdem voll auf der politischen Line dieser FreitagsbloggerInnen. Melden Sie sich doch im „Freitag“ an und kontaktieren Sie die beiden. Das kostet nichts. Ich bin davon überzeugt eine Liebe fürs Leben wird dabei entstehen.

      Viele Grüße fidelche

      Gefällt mir

      • Sahar permalink
        19. Mai 2012 21:47

        Hallo fiedelche,
        die Ratings der Zitate sprechen für sich, sie wurden offensichtlich gleich von einer Hand voll Nazis negativ bewertet. Silvio Gesell ist demnach alles andere als Kompatibel mit NS Lebensborn und Mutterkreuz. Daran sollte es nun keinen Zweifel mehr geben. Viele Grüße Sahar

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  19. 13. August 2012 23:37

    Aktuell läuft in der ARD eine Informationssendung für Augstein und die Freitagsblogger:

    Kinder des Lebensborn

    „Wenn ich heute SS-Uniformen sehe und die Hakenkreuzfahne, dann hab‘ ich immer noch ein positives Gefühl“, erzählt Helga Kahrau. „Das waren ja die ersten Kindheitserinnerungen. Und dann erst setzt der Verstand ein.“ Helga Kahrau wurde in einem der 21 Lebensbornheime geboren, die das nationalsozialistische Deutsche Reich betrieb. Der „Lebensborn“ diente der NS-Rassepolitik und war eine Idee Heinrich Himmlers, des Reichsführers der SS. Aufgenommen wurden nur solche schwangeren Frauen, die nachweisen konnten, dass sowohl sie selbst als auch der Vater des Kindes arisch im Sinne der NS-Rassegesetze waren.

    Dann konnten sie im Lebensbornheim diskret entbinden. Die hier geborenen Kinder waren häufig unehelich, Ergebnis einer Affäre und ungewollt. Der „Lebensborn“ organisierte auf Wunsch auch die Adoption der „arischen“ Kinder oder die Unterbringung bei Pflegeeltern, oft hochrangige SS-Familien. Auch Michael Sturm und Heilwig Weger sind in einem der 21 Lebensbornheime zur Welt gekommen. Und wie Helga Kahrau wussten sie lange nichts über die wahre Geschichte ihrer Geburt und Herkunft. Sie wurden ihnen von den eigenen Müttern lange verschwiegen – ebenso hartnäckig verweigerten die Mütter Auskunft über den leiblichen Vater. Heilwig Weger wusste lange nicht einmal, dass der Mann, den sie als Vater liebte und der als NS-Kriegsverbrecher hingerichtet wurde, nur ihr Adoptivvater war. Die Scham darüber, im Zeichen der NS-Rassezuchtpolitik geboren zu sein und der dringende Wunsch, den richtigen Vater zu finden, ließ sie nicht mehr los. Das Gefühl, „…irgendwie Schuld zu haben an irgendwelchen Dingen, an denen ich im Grunde nicht Schuld habe“, begleitet viele Kinder des Lebensborn ein Leben lang. In dieser ARD-Dokumentation erzählen drei von ihnen erstmals ihre bewegende Geschichte.

    http://programm.ard.de/TV/daserste/kinder-des-lebensborn/eid_281068370438273?list=now

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  20. 21. Mai 2015 17:49

    Zum Sozialdarwinismus von Silvo Gesell und seinen Anhängern passt folgendes wie die Faust aufs Auge:

    Der berühmt-berüchtigte Bioethiker Peter Singer soll am 26. Mai in der Berliner Urania mal wieder einen Preis erhalten: den neu geschaffenen »Peter-Singer-Preis für Strategien zur Tierleidminderung« des neugegründeten »Fördervereins des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung«. Eine illustre Runde aus Wissenschaftlern, Veganern und Antispeziesisten hat den Bioethik-Professor der Princeton University zu ihrem Oberstrategen gegen das Leid von Mensch und Tier auserkoren. Behinderte Aktivisten, Feministinnen und Antifaschisten sehen in ihm allerdings jemanden, der die Lebensqualität, den Wert und das Lebensrecht behinderter Menschen systematisch in Frage stellt. Veranstaltungen mit ihm wurden in Deutschland immer wieder gestört oder verhindert.

    Singers argumentative Strategie besteht in der Aufhebung der definitorischen Grenze zwischen Menschen und Tieren. Sein Präferenzutilitarismus unterscheidet stattdessen zwischen Personen und Wesen. Um eine Person im Singerschen Sinn zu sein, muss man rational handeln können, über ein Bewusstsein seiner selbst in der Zeit verfügen und kommunizieren bzw. Beziehungen knüpfen können. Auch zukunftsbezogene Präferenzen zu haben, ist ein wichtiges Kriterium. Komatöse, Demenzkranke und Säuglinge haben schlechte Karten. Schimpansen, Schweine und Gorillas sind bewusstseinsmäßig und kommuni­kativ einfach weiter. Manche Anhängerinnen und Anhänger Singers behaupten nun, die Unterscheidung zwischen Personen und Wesen würde den zu Nicht-Personen Erklärten gar nicht schaden. Der ständige Vorwurf der Behindertenbewegung, Singer befürworte die Tötung schwerbehinderter Neugeborenen, sei unzutreffend.

    Unzutreffend daran ist allerdings nur, dass es Singer weder nur um Neugeborene geht noch ausschließlich um Schwerbehinderte. Vielmehr haben für ihn alle Menschen, die die oben genannten Kriterien nicht erfüllen können, kein volles Lebensrecht.

    http://jungle-world.com/artikel/2015/21/51989.html

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