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Die Kommunistische Partei Israels

12. Juni 2020

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam es zu einer grundlegenden Zeitenwende.  Kaiserreiche wie Deutschland und Russland oder Imperien wie das Osmanische Reich verschwanden und die politischen Landkarten wurden neu geordnet und mit dem Sieg der bolschewistischen Oktoberrevolution entstand zudem eine neue, eine realsozialistische  Regierungsform. Aus dem Osmanischen Reich gingen die Türkei sowie verschiedene Völkerbundmandate hervor. Die Briten verwalteten Palästina, das heutige Jordanien, Israel, der Gazastreifen und das sogenannte Westjordanland, auf dem vor dem  Ersten  Weltkrieg rund siebenhunderttausend Menschen, davon knapp 90.000 Juden lebten. Bereits 1878 gründeten orthodoxe Juden in der Küstenebene Petach Tikva (Öffnung der Hoffnung), Rishon Lelion (Erster in Zion) wurde 1882 von jungen Juden aus Russland und Yesod Hamaala (Gründung) wurde von Einwohnern aus Safed und polnischen Einwanderern in den Hula-Sümpfen gegründet.

Der Zionismus war eine Bewegung deren Mitglieder einerseits sozial-revolutionäre Hoffnung und andererseits tief verwurzelten Kulturpessimismus in sich vereinten. Der Vordenker und Begründer des Zionismus  war der jüdische Schriftsteller Theodor Herzl, in seiner Schrift von 1896 „Der jüdische Staat“ schlug er vor eine „jüdische Heimstatt in Palästina“ unter dem Schutz des Osmanischen Reichs zu schaffen, in der die Juden unbehelligt vom europäischen Antisemitismus in Frieden leben und arbeiten konnten. Politische Parteien wurden gegründet und nationale jüdische Institutionen geschaffen.  1906 kam beispielsweise der sechsundzwanzigjährige Sozialist und jüdische Pionier David Ben-Gurion in die Hafenstadt Jaffa in dem Bewusstsein nicht einfach nur einzelne Siedlungen, sondern eine neue Gesellschaft zu erschaffen. Tel Aviv wurde 1909 von jüdischen Einwanderern aus der Mittelschicht gegründet, die gleichzeitig mit den ideologisch motivierten Pionieren in Israel ankamen, im selben Jahr wurde Degania gegründet, der erste sozialistische Kibbuz der Welt. Viele jüdische Pioniere wurden von Krankheiten wie der Malaria hingerafft, einige kapitulierten einfach und verließen das Land wieder und nur die Allerzähesten hielten durch. Von diesen Menschen wurde verlangt sich auf Kosten privater Bedürfnisse wie Familienleben und Intimsphäre für die revolutionären Ziele aufzuopfern.

Der Vorläufer der Kommunistischen Partei Palästinas war die Mifleget Poalim Sozialistim, die Sozialistische Arbeiterpartei Palästinas, die sich 1919 von der 1905 gegründeten linkssozialistischen Poale Zion (Arbeiter Zions) abgespalten hatte. Die Poale Zion trat für Internationalismus und Klassensolidarität zur Verbrüderung der jüdischen Einwanderer mit den arabischen Massen ein. Von der Poale Zion trennte sich wiederum ein linker Flügel als Poale Zion Smol ab. Abermals spaltete sich 1922 die Palästinensische Kommunistische Partei (PKP) , die sich an den gemäßigt sozialistisch-zionistischen Ideen des Theoretikers Ber Borochov orientierte und gemäßigt antizionistische Anhänger hatte und die Kommunistische Partei Palästinas (KPP) unter Joseph Berger-Barzilai, welche strikt antizionistisch war. Im Jahr 1923 kam es zur Wiedervereinigung und im Gründungsprogramm wird  der „Kampf gegen den Zionismus“ ausgerufen. Weil die „arabische Nationalbewegung dem Imperialismus entgegenwirkt“ muss sie laut der PKP unterstützt werden. Daraufhin wird die PKP durch die Komintern anerkannt und folgerichtig werden die Kommunisten aus der zionistischen Einheitsgewerkschaft Histadrut ausgeschlossen.

Mit rund zwanzig jungen Genossen und Genossinnen lebte auch Leopold Trepper, der spätere Widerstandskämpfer und „Grand Chef“ der „Roten Kapelle“ in einer Kommune in Tel Aviv, der auch Sophie Posnanska, Hillel Katz, Leon Großvogel und Jecheskel Schreiber angehörten. Leopold Trepper war 1924, wie seine Genossen der Meinung, dass es nicht nötig wäre einen jüdischen Staat zu gründen. Er arbeitete von morgens bis abends im Schlamm und in der Nacht wurden er und seine Mitstreiter von Myraden und Mücken zerstochen. Die jüdischen Grundbesitzer führten, laut Trepper,  ein angenehmes Leben und die Araber waren bevorzugte Arbeiter, weil die von keiner Gewerkschaft vertreten waren. Die nationale Frage ließe sich nur mit Hilfe der sozialen Revolution regeln, so Trepper im Jahre 1924 und so trat „Leiba Domb“ 1925 in die Palästinensische Kommunistische Partei ein.

Die Komintern forderte von der anfangs ausschließlich jüdischen PKP von Beginn an eine Arabisierung der Partei, was jedoch bei den Arabern weitgehend auf Ablehnung stieß, denn für die Arber waren Kommunisten nicht nur gottlos sondern auch Repräsentanten der Moderne. Schon im Oktober 1928 kam es immer wieder zu Zusammenstößen an der Klagemauer der offen antisemitische politische und geistige Führer der Palästinenser Mufti Amin el-Husseini anheizte. Im August 1929 „verteidigten  die Muslime die Heiligen Stätten“  in dem ein Mob von rund 2.000 Gläubigen  unter Rufen wie „Bringt die Juden um!“ an der Klagemauer die dort Betenden angriffen. In den folgenden landesweiten Pogrom  kamen 133 Juden ums Leben und über 300 wurden zum Teil schwer verletzt. Die KP bezeichnete die Ereignisse zwar als „kleines Pogrom“, die Schuldigen waren allerdings nicht die Pogromisten, sondern die britische Regierung wurde beschuldigt, den Konflikt zwischen Juden und Arabern in Palästina anzuheizen.

In der internationalen kommunistischen Presse wurden die  Pogrome zum „revolutionären Aufstand“ erklärt. Die „Rote Fahne“ schrieb zu den antisemitischen Massakern in Palästina: „Eingeborene Araber schießen Faschisten nieder“ und beglückwünschte die arabischen Mörder. Für die Komintern handelte es sich um einen antiimperialistischen Aufstand, und der sei von allen Kommunisten zu unterstützen. In Fragebögen mussten alle Mitglieder der PKP beantworten wie sie zu den Aufständen stehen. Weil die gewünschten Antworten nicht erfolgten, wurden jüdische Kommunisten und Parteiführer wie Birman, Leszczyinski, Ben-Yehuda, Meier-Kupermann, Auerbach und Berger-Barzilai nach Moskau beordert. So gut wie alle wurden in den stalinistischen „Säuberungen“ ermordet oder verbrachten, wie Berger-Barzilai, Jahrzehnte in sowjetischen Gefängnissen und Arbeitslagern.

1935 erklärte die arabische Führung der PKP den Jishuw in seiner Gesamtheit zu einem Projekt des Kolonialismus. Im April 1936 begann der von den deutschen Nationalsozialisten unterstützte  und von Amin al Husseini angeführte Arabische Aufstand mit mehreren Morden an Juden, der Zerstörung von Siedlungen, und Plantagen, begleitet von einem Generalstreik der arabischen Arbeiter. In der traurigen Bilanz standen am Ende unter anderem über 500 ermordete Juden. Bis in die heutigen Tage wird der Charakter dieses „Aufstands“ von Teilen der heutigen radikalen israelischen Linken als antikolonial und antiimperialistisch beschrieben. Die mittlerweile unter arabischer Führung stehende KP beteiligte sich von 1936 bis 1939 direkt am Arabischen Aufstand. Die jüdischen Parteimitglieder wurden zur  Unterstützung für den Mufti und die feudalistisch-antisemitische Führung der arabischen Nationalbewegung angewiesen sich an bewaffneten Aktionen gegen die zionistischen Institutionen zu beteiligen. Kommunistische Aktivisten führten so zum Beispiel Attentate gegen die örtlichen Sektionen der Histadrut in Haifa und Tel-Aviv aus.  Als die Aufständischen im Sommer 1937 unter der Parole „Ein toter Jude ist besser als zehn tote Engländer“ erneut zum Angriff übergingen, führte das zu Sympathiebekundungen des Sekretariats der jüdischen Sektion für den Jishuw. Aktivisten der jüdischen Sektion proklamierten das Recht auf Selbstverteidigung. Nachdem auch die Komintern die Berichte über Kontakte der Führer der arabischen Nationalbewegung in Palästina mit den Achsenmächten nicht mehr ignorieren konnte, forderte das Sekretariat der jüdischen Parteisektion, die KP solle mit dem Mufti brechen. Das Zentralkomitee verwies im Gegenzug darauf, daß der Mufti ein populärer religiöser Führer sei. Kritik oder gar ein offener Bruch mit ihm würde die Akzeptanz der KP bei den arabischen Massen aufs Spiel setzen. (Grigat)

Während die KP von 1936 bis 1939 in Palästina mit den Verbündeten der Nazis und der italienischen Faschisten zusammen arbeitete, unterstützte die Partei vier Monate nach dem Angriff auf die Sowjetunion zur Bildung einer antifaschistischen Front den Eintritt in die alliierten Armeen. Nach 1945 gab es Annäherung an den zionistischen Mainstream, Parteimitgliedern wurde es erlaubt, der zionistischen Einheitsgewerkschaft Histadrut beizutreten. Über 25 Jahre haben die Kommunisten die Gründung eines eigenständigen jüdischen Staates in Palästina bekämpft, erst nachdem die Sowjetunion sich für einen Judenstaat aussprach unterzeichnete die PKP 1948 die israelische Unabhängigkeitserklärung.

Mapam, die Vereinigte Arbeiterpartei, wurde im Januar 1948 gegründet und war ein Zusammenschluss der linkssozialistischen Poale Zion Smol und des Hashomer HaZair mit Teilen der Ahdut Haavoda, einer linkszentristischen Gruppierung, die in den späteren parteiinternen Auseinandersetzungen zu den ersten Kritikern einer Kooperation mit Islamisten gehörte, wie sie sich etwa in der von der Parteilinken betriebenen Unterstützung für die Muslimbrüder zeigte. Die Mapam schwankte stets zwischen zionistischen und gemäßigt antizionistischen Positionen, zwischen Stalinismus und Linkssozialismus. In der Regel kritisierte die Mapam den mal tatsächlichen, mal vermeintlichen Antizionismus der Maki als „kosmopolitische Attitude“ und wäre gerne die wahre, weil national verantwortliche kommunistische Partei in Israel gewesen und international als solche anerkannt worden, was ihr aber verwehrt blieb. Maki und Mapam stimmten in der Knesset häufig gemeinsam, arbeiteten in Parteivorfeldorganisationen zusammen, und es kam häufig zu Parteiwechseln einzelner Mitglieder. (Grigat)

Nachdem die Sowjetunion sehr schnell wieder auf ihren alten antizionistischen Kurs überging, wurde 1952 Mordechai Oren vom linken Flügel der Mapam wegen angeblicher Spionage in  Prag und zusätzlich der Unterstützung des „imperialistischen Zionismus“ angeklagt und im Rahmen einer großangelegten antisemitischen Kampagne gegen den tschechoslowakischen „Verräter“ Rudolf Slánský präsentiert. Die Mapam stimmte zwar mit 232 zu 49 Stimmen für die Verurteilung des Prager Prozesses als antisemitische Ungeheuerlichkeit, doch der  stalinistische Flügel um Moshe Sneh verteidigte die Antisemitischen Kampagnen im Prager Slánský-Prozeß wie auch in den ebenso antisemitischen Moskauer Ärzte-Prozessen. Moshe Sneh wurde 1953 aus der Mapam ausgeschlossen, versuchte es kurzzeitig mit einer eigenständigen linkssozialistischen Partei und trat 1954 der Maki bei.

Der Streit zwischen arabisch-nationalistischer und jüdisch-arabischer Zusammenarbeit  hält bis heute an. 1996 bildete Hadasch eine gemeinsame Liste mit der vergleichsweise gemäßigt arabisch-nationalistischen Balad. 2003 ging sie ein Wahlbündnis mit der arabisch-nationalistischen Ta’al von Ahmat Tibi ein, das von der jüdisch-kommunistischen Minderheit kritisiert wurde, da es drohe, den Koexistenz-Grundsatz der Partei zu beschädigen. In der Kommunistischen Partei wie auch bei der Mehrzahl der heute aktiven linken und linksradikalen Gruppen ist man über die traditionellen Erklärungsmuster des Marxismus-Leninismus kaum hinausgekommen. Es ist von daher kein Wunder dass die israelische Linke marginalisiert ist. So gut wie niemand nimmt diese Leute in Israel ernst, was auch seit Jahrzenten in den Parlamentswahlen zu sehen ist. Im Gegensatz zu Deutschland freilich, für die hiesigen „Israelkritiker“ sind die Außenseitermeinungen aus Israel wichtige Beweise für ihre eigenen „israelkritischen“ Ansichten.

Von der Staatsgründung Israels von 1948 bis 1977 gehörten alle Premierminister Israels der israelischen linkszionistischen Arbeiterpartei Mapai, beziehungsweise Awoda an. Die Arbeiterpartei Israels war stets eng mit der Gewerkschaft Histadrut verbunden. Im Gegensatz zur extremen israelischen Linken haben Mapai und Awoda die humanistischen Grundlagen für die heutige israelische Gesellschaft gesetzt, wenngleich auch die israelische sozialdemokratische Arbeiterpartei längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist. Über siebzig Jahre antisemitischer palästinensischer, iranischer, irakischer, syrischer, ägyptischer und jordanischer Terror haben ihre Spuren hinterlassen.

Übrigens: Leopold Trepper floh 1929 nach Frankreich, bekämpfte ab 1939 mit der „Roten Kapelle“ den Nationalsozialismus, war danach 10 Jahren in Stalins Kerkern gefangen und lebte anschließend im Polen des Wladyslaw Gomulka und seinen schwer erträglichen antisemitische Hetzreden. Nach dem ihm Ausreiseanträge nach Israel stets verwehrt wurden, kam es zu internationalen Protesten, die im Jahr 1973 zur Ausreise Treppers führten.  „Israel sei der einzige Platz der Welt“, so Leopold Trepper kurz nach seiner Ausreise aus Polen, „wo ich nicht Gefahr laufe, als dreckiger Jude behandelt zu werden“.  Leopold Trepper starb am 19. Januar 1982 in Jerusalem und bei seiner Beerdigung heftete der in deutschen Medien als „Rechtsextremist“ und „Kriegstreiber“ bezeichnete konservativ-säkulare israelische Verteidigungsminister Ariel Sharon  einen Orden an Treppers Sarg.

Quellen: Stephan Grigat- Die Einsamkeit Israels: Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung |  Yaacov Lozowick – Israels Existenzkampf | Leopold Trepper – Die Wahrheit: Autobiographie des „Grand Chef“ der „Roten Kapelle“

10 Kommentare leave one →
  1. 13. Juni 2020 13:19

    Warum sollten die israelischen Kommunisten klüger sein als andere? In Stalins Gulags waren Mitte der 30er Jahre fast 20 Prozent politische Gefangene, nach dem Krieg waren es 60 Prozent.

    Gefällt 3 Personen

    • 14. Juni 2020 19:20

      Keine Frage, da sind wir uns einig. Am Beispiel der jüdischen Kommunisten der 1930er Jahre wird aus meiner Sicht sehr deutlich, nicht nur wie mörderisch, sondern auch wie absurd die stalinistische Politik war und wie blind ihm offenbar aus ideologischen Gründen gefolgt wurde. Bis heute ist in Israel die Geschichte der jüdischen PKP kaum aufgearbeitet, habe ich bei Stephan Grigat gelesen. Freilich nicht nur in Israel wenn ich mir die Ansichten der Genossen weltweit ansehe.

      Gefällt 2 Personen

  2. 17. Juni 2020 09:05

    Hier sind ein paar Links, die mir in den letzten Tagen untergekommen sind:

    https://www.peaceandtolerance.org/2020/06/15/historic-video-unearthed-the-arab-american-plan-to-defeat-americas-jews/

    https://spme.org/anti-semitism/anti-semitism-and-the-intellectuals/26055/

    https://jewishjournal.com/culture/317455/chelsea-handler-calls-farrakhan-video-powerful/

    Louis Farrakhan hat eine Fanbase unter amerikanischen Linken, Demokraten und Progressives, die mittlerweile über reine Duldung hinaus geht. Die BLM Revolutionäre haben es geschafft, dass Hollywood Stars und Prominente Videos seiner Reden verbreiten, in der er ohne viel Aufhebens die Juden als wichtigste Kraft hinter dem Sklavenhandel denunziert und Hitler lobt.

    Die amerikanische Linke ist offiziell eine anti-semitische Bewegung.

    Gefällt 4 Personen

  3. Stephan Gärtner permalink
    19. Juni 2020 13:49

    Was waren das doch für Lebensläufe: Leopold Trepper, als junger gutgläubiger Kommunist in einer Kommune in Palästina, Widerstandskämpfer gegen die Nazis, darauf in Stalins Gulag,dann in Polen als Jude diskriminiert und am Ende endlich in Israel.

    Gefällt 1 Person

    • 19. Juni 2020 14:13

      Leopold Trepper dachte in den 1920er Jahren ein Judenstaat sei überflüssig. Er wurde sehr schnell eines Besseren belehrt. Was er 1973 bei seiner Einreise in Israel sagte sollten sich die friedensbewegten „Israelkritiker“ hinter die Ohren schreiben.

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