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Das Kopftuch

3. Februar 2015

claudiaFrauen werden in islamistischen Ländern als Menschen zweiter Klasse behandelt.  Je frommer die islamischen Machthaber, desto strenger sind zum Beispiel die Kleidungsvorschriften für die Frauen. Beim Ausgang der Frau in die Öffentlichkeit muss sie sich verhüllen, fremde Männer dürfen weder das Gesicht oder das Haar von fremden Frauen sehen. Burkaträgerinnen müssen sich in der Öffentlichkeit, neben der Zwangsverschleierung, zudem stets fünf Schritte hinter ihrem Mann bewegen.

Im Iran werden Frauen nach außerehelichem Geschlechtsverkehr, beispielsweise nach einer Vergewaltigung, zum Tod durch Steinigung hingerichtet. Per Strafgesetz, basierend auf der islamischen Scharia, werden die Frauen eingegraben und anschließend mit Steinen ermordet, dabei ist penibel die Größe der Steine und die Reihenfolge der Werfer festgelegt. Frauen müssen im Iran ihr Haar mit einem Kopftuch verdecken und weite Gewänder tragen, die verhindern sollen, dass sich ihre Figur darunter abzeichnet. Iranische Frauen die gegen diese Kleiderordnung verstoßen, also kein Kopftuch tragen und damit ihr Haar offen zeigen, werden im Iran zu Gefängnis oder zu Peitschenhieben verurteilt. Viele Frauen im Iran protestieren gegen diese islamische Unterdrückung, tragen den Schleier locker und riskieren dadurch eine archaische Bestrafung. Beispielsweise postete die Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotudeh ein Video ihres unbedeckten Kopfes, worauf unverzüglich ihre Gefängnisstrafe verlängert wurde. Auch Verstöße im Ausland werden geahndet. Die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr wurde im Jahr 2011 zu 90 Peitschenhieben und einem Jahr Gefängnis verurteilt , weil sie in einem australischen Film an mehreren Stellen mit kahlgeschorenem Kopf und ohne Kopftuch auftrat.

Claudia Roth, die Vizepräsidentin des Bundestages, war für fünf Tage im Januar zusammen mit einer Delegation des Bundestages (u.a. Dagmar Wöhrl, CSU,  auch mit Kopftuch) zu einem offiziellen Besuch im islamfaschistischen Iran. Claudia Roth verhüllte sich freiwillig, trug während ihres Besuches ein Kopftuch und fiel mit ihrer devoten Geste allen vom iranischen Regime brutal unterdrückten Frauen in den Rücken. Seit Jahren kämpfen Iranerinnen gegen den Verschleierungszwang der Mullahs und bezahlen ihren mutigen Kampf oftmals mit dem Leben um von der Delegation des Deutschen Bundestages mit Claudia Roth und Dagmar Wöhrl verhöhnt zu werden. Wenn in Deutschland jemand öffentlich seinen Hund mit 90 Peitschenhieben traktieren würde, dürfte es einen Aufschrei nicht nur innerhalb der Grünen geben, wenn der islamistische Gottesstaat Iran seine Bevölkerung auspeitscht, unterdrückt, foltert, steinigt, an Baukränen erhängt, den Holocaust leugnet, den Staat Israel mit einer Atombombe auslöschen will, dann ist Protest von „Israelkritikern“ wie Claudia Roth, die Israel im letzten Gazakrieg Unverhältnismäßigkeit vorwarf, selten zu vernehmen. Ausgerechnet zum 70-jährigen Jahrestag der Befreiung von Auschwitz traf sich Claudia Roth mit dem Holocaustleugner Ali Larijani und Massoumeh Ebtekar, der Sprecherin der Geiselnehmer in der amerikanischen Botschaft in Teheran anno 1979. Der grüne Dauerbrenner „Nutzung der Atomkraft“ war freilich für Claudia Roth kein Thema im Iran: „Wenn der Frieden nicht nur im Nahen Osten, sondern darüber hinaus wieder eine Chance bekommen soll, dann muss man jetzt dahin gehen, wo keine einfachen Lösungen zu erwarten und wo schwierige Gespräche zu führen sind.“ Wenn der Iran erst einmal die Atombombe hat, dann könnte es zum Frieden kommen, namentlich nach einem Atomschlag gegen den jüdischen Staat, diesen „großen zionistischen Satan“, wie der „moderate“ Reformer Hassan Rouhani ihn nennt. Auf ihrer Webseite schwafelt Frau Roth nach ihrer großen Reise über Menschenrechte und die Todesstrafe, wobei die Worte „Kopftuch“ oder „Zwangsverschleierung“ nicht vorkommen. Dafür forderte die grüne Frontfrau an anderer Stelle „das Recht für Frauen, auch als Lehrerin in der Schule ein Kopftuch zu tragen“.

Während die deutsche Appeasement-Politik mit dem Iran um ein Kapitel reicher geworden ist, hängt die dortige politische Emanzipation der Frauen weiterhin von einem regime change ab. Die moslemischen Migrantinnen der westlichen Diaspora leben, bei aller Kritik an den kapitalistischen Industriegesellschaften, in Ländern in denen die Menschenrechte auch für sie gelten. Voraussetzung für die Emanzipation dieser Frauen wäre ein integrationspolitischer Wandel. Kulturrelativistinnen wie Claudia Roth verraten jedoch die Vorzüge der Aufklärung und stehen diesem Wandel entgegen. „Kulturrelativisten sehen nicht, dass sie indem sie nichtwestliche Kulturen skrupulös von ihrer Kritik ausnehmen, die Träger dieser Kulturen in ihrer Rückständigkeit einzementieren. Das geschieht mit den besten Absichten, aber wie bekannt ist der Weg zur Hölle mit guten Absichten gepflastert. Es handelt sich um Rassismus in Reinform.“ (Hirsi Ali)

Der Verrat an den Frauen in den islamistischen Staaten, das Hofieren und Verharmlosen der islamistischen Regimes in Verbindung mit der überzogenen Kritik an Israel, dem einzigen humanen und demokratischen Staat im Nahen Osten, von Leuten die sich selbst als „Linke“ verorten, kann nur als ideologische Verwahrlosung gekennzeichnet werden.

Der Terror und die Unterdrückung der Frauen des „Islamischen Staates“, der immer offenkundiger werdende eliminatorische Antisemitismus der islamistischen Gotteskrieger von der Hamas bis zu den Terroristen von Paris bringt andererseits die „Israelkritiker“ und Islamversteher von den Grünen bis zur Linkspartei, von der TAZ über die Süddeutsche bis zum Spiegel, von der ARD über 3Sat bis zum ZDF in immer größer werdende Erklärungsnöte und zwingt sie zu immer groteskeren Verrenkungen. Nach den Anschlägen von Paris jammerte die Nummer Neun im Spiegel: „Die schlichte Wahrheit – dass es sich beim radikalen Islamismus um eine Perversion, nicht das Wesen dieser Großreligion handelt, wird zwar andauernd wiederholt, aber immer weniger geglaubt. Der eigentlich wahre und bedenkenswerte Satz: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ wird zum Hohn gebraucht.“

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14 Kommentare leave one →
  1. 4. Februar 2015 10:56

    Auf dem Foto wird deutlich, wie unterwürfig Roth und Wöhrl sich unter den Konterfeis der beiden islamischen Diktatoren fotografieren lassen. Begeisterte islamische Revolutionärinnen und deutsche Politikerinnen tragen den Tschador freiwillig. Und das alles bei einer offiziellen Delegationsreise des Bundestages!

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  2. 5. Februar 2015 01:51

    Ich muss zugeben, dass mich ein gewisser Ekel überkommt.

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  3. Carmen permalink
    5. Februar 2015 10:43

    Es geht auch anders:
    Bei den Beerdigungsfeierlichkeiten für König Abdullah in Saudi-Arabien hat sich Michelle Obama nicht zwangsverschleiert. In Saudi-Arabien müssen Frauen tief verschleiert sein und dürfen außerdem nicht Autofahren. Das saudische Staatsfernsehen hat bei der Übertragung der Beerdigung Michelle Obama verpixelt.

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  4. Paul Sommer permalink
    5. Februar 2015 12:10

    Vor nicht allzu langer Zeit haben Claudia Roth mit Renate Künast und Marieluise Beck für das Kopftuch für Lehrerinnen aufgerufen. Von den christlichen Kirchen wird mehr Liberalität und die Anerkennung homosexueller Ehen gefordert. Die christlichen Kirchen werden zurecht kritisiert, aber wieso hat der Islam offenbar Narrenfreiheit? Wieso ist Kritik am Islam ein Tabu? Der Islam gehört zu Deutschland sagt Frau Merkel. Die Muslime gehören zu Deutschland wäre richtiger gewesen.

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  5. 5. Februar 2015 18:20

    Mannomann, wenn der Jakob und seine Brüder und Schwestern sagen „Das hat nichts mit dem Islam zu tun” dann frach ich mich schon ob die Typen alle Tassen im Schrank haben. Wegen ein paar Karrikaturen ermorden Islamisten die Zeichner und wegen ein paar Zeichnungen demonstrieren Millionen von Moslems außer sich vor Wut. Dabei kommen zig Menschen ums Leben. Dat hat nix mit dem Islam zu tun?

    Die Regierungen im Iran in Saudi Arabien, in Quatar, in Kuweit, der Islamische Staat und ihre Politik, ihre Scharia, der Judenhass, die haben alle nix mit dem Islam zu tun?

    Die ISIS hat einen Jordanier in einen Käfig gesperrt und ihn dort bei lebendigem Leib verbrennen lassen und dann ins Internet gestellt. Sure 8 aus dem Koran und so. Hat der Koran auch nix mit dem Islam zu tun?

    Ohne Schnaps is dat allet nicht mehr auszuhalten.

    Gruß aus Wanne
    Erwin

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    • 5. Februar 2015 21:11

      Prösterchen, Erwin.

      Du hast Recht. Kipp dir mal anständig einen hinter die Binde. Allerdings wirst du unsere Claudia nicht mehr einholen. Die ist nämlich naturbreit.

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    • 6. Februar 2015 10:34

      Ja Erwin, der Jakob und die Claudia können sich die Hand geben. „Naturbreit“ trifft es bei Claudia wunderbar. JA legt übrigens noch einen drauf:

      Die Nummer Neun schreibt in seinem Spiegel: „Der Tod des jordanischen Piloten Moaz al-Kassasbeh hat die Welt in Schrecken versetzt. Was für ein Verbrechen! Barbarisch? Ja. Unmenschlich? Leider nein. Wir alle sind Lehrmeister des Grauens.“

      Später meint der unterschätzte Herausgeber des antizionistischen „Freitag“ in seinem Werk die Bomben von Hiroshima und Nagasaki erfüllten den selben Zweck. Dann zitiert er Frau Wagenknecht mit ihrem Drohnen-Vergleich. usw. Wenn Antiamerikanismus und Kumpanei mit Islamisten weh tun würde, dann …

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-verbrennt-pilot-barbarisch-aber-nicht-unmenschlich-kolumne-a-1016886.html

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  6. 6. Februar 2015 10:41

    Das ND will natürlich nicht hinten anstehen. Im „Neuen Deutschland“ relativiert der Islamistenversteher Emran Feroz die Verbrennung des jordanischen Piloten durch den IS:

    „Auch christliche Milizen foltern und ermorden ihre Geiseln. Nur schaffen es diese selten in die Schlagzeilen.“ Nachdem er den IS mit mexikanischen Drogenkartellen gleichsetzt schreibt Feroz: „Dass sich nun die – gelinde gesagt – autoritäre jordanische Regierung als humaner und menschenrechtsfreundlicher Counterpart zum IS präsentieren will, ist ein absoluter Witz. Seit Jahren arbeitet Jordanien Hand in Hand mit den USA im »Krieg gegen den Terror« zusammen. Das Land gehört zu den bekanntesten Folterhöllen der Welt. In den jordanischen Kerkern wurden tagtäglich Extremisten gezüchtet, die das Regime abgrundtief hassen.“

    Emran Feroz schrieb bereits für den antizionistischen „Freitag“ von Jakob Augstein proiranische und antiisraelische Artikel, für die er dann von der iranischen Propagandazeitung „Kayhan“ gelobt wurde. Die Querfront von Islamisten und Linken geht zwar weiter, wird aber immer peinlicher wie ich finde.

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  7. 6. Februar 2015 14:38

    IS nennt es „Spaß für Muslime“:

    Dschihadisten zeigen Feuertod auf Leinwand
    Für seine Anhänger im syrischen Rakka bietet der IS ein zweifelhaftes Schauspiel an: Auf Großbildleinwand wird der qualvolle Feuertod des jordanischen Piloten gezeigt. Ein Video dokumentiert die Stimmung in der gleichgeschalteten Gesellschaft.

    Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in ihrer nordsyrischen Hochburg Rakka auf einer Großbildleinwand den Film ausgestrahlt, der die Verbrennung des jordanischen Piloten Muaz al-Kasasbeh zeigt. Die Extremisten verbreiteten dazu im Internet ein Video. Auch syrische Menschenrechtler berichten darüber. Der IS hatte den 26 Jahre alten Jordanier bei lebendigem Leibe verbrannt und den grausamen Mord in einem 22 Minuten langen Film öffentlich gemacht.

    Das Video zeigt einen großen Platz in der inoffiziellen Hauptstadt des Islamischen Staats, auf dem sich ausschließlich Männer versammelt haben. Im Vorspann heißt es: „Spaß der Muslime mit dem brennenden jordanischen Piloten“. In dem makaberen Streifen sind Männer zu sehen, die auf Arabisch „Gott ist groß“ rufen, als der Pilot in Flammen aufgeht. Untermalt wird die Vorstellung von religiösem Gesang, der ebenfalls Teil des Videos ist.

    http://www.n-tv.de/politik/Dschihadisten-zeigen-Feuertod-auf-Leinwand-article14459126.html

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  8. Claudio permalink
    11. Februar 2015 10:41

    die Regeln des Dialogs:
    Wenn du in mein Land kommst, musst du Demut zeigen und als Zeichen des Respekts ein Kopftuch tragen! Bitte stell mir auch keine unangenehmen Fragen zur Menschenrechtslage oder sonst was!

    Komme ich in dein Land, musst du mein Kopftuch respektieren, meine kulturelle Besonderheiten berücksichtigen und meinen Propheten nicht beleidigen! Unangenehme Fragen darfst du mir auch da nicht stellen.

    Und mein Beitrag zum Dialog besteht darin, dass ich dich vorerst nicht umbringe!

    Hamed Abdel-Samad in Facebook

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  9. 19. September 2015 14:30

    An den Antisemitismus glaube ich schon lange nicht mehr! Eher an Rassismus. Ich denke, Juden sind besonders betroffen, weil sie doch einige, aber eine Minderheit ohne Land waren. Und so überall lebten.
    Europa ist rassistisch! Israel ist ein Staat und muss sich Kritik gefallen lassen. Das ist nun einmal so. Mit der Roth hat das wenig zu tun. Die ist blöd, aber nicht, weil sie ein Kopftuch anzieht! Ohne das kann man nämlich nicht nach Iran. Das ist so. In Saudiarabien besteht kein Gesetz zur Verschleierung. Dafür darf man als Frau gesetzlich nicht Autofahren…. tja, gehört DAS zum Islam? Soviel ich weiss, gab es damals keine Autos, überall wurden Frauen und Kinder unterdrückt, Freiheit gibt es erst seit neustem etc. etc. Das wissen Sie alles.

    Nein, Morde gehören nicht zum Islam! Ich weiss, ich weiss, Sie können mir jetzt irgendeine grausame Sure oder Aya suchen, wo das drinsteht. Ein Bibelexperiment zeigt es: dumme Verse finden kann man überall! Ich denke, Religion war lange eine Ethikersatz (heute nicht mehr nötig), und so finde ich es blöd, heute gläubig zu sein.
    Muslime sehen es richtig: sie kommen, dürfen nicht arbeiten (oder nur, was allen nicht beliebt) und werden die Juden von Morgen sein.
    Tja und dann? Israeli solllten sich Kritik anhören!! Vielleicht haben Kritiker ja recht! Jedenfalls sind Israels Bürger auch Rassisten: KZ’ler wurden von den Nazis und den Juden „Seife“ genannt und schwarze Juden gelten als weniger als weisse.
    Wo ist die Grenze zwischen Integration und Assimilierung? Auf diese Frage wüsste ich gern eine gute Antwort!
    Kristina

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    • 21. September 2015 13:14

      Kristina Bergmann, Sie haben nicht verstanden was Antisemitismus ist. Rassismus und Antisemitismus sind nicht dasselbe. Ebenso haben Sie nicht verstanden was Islamismus ist. Islamische (Staats-)Terroristen berufen sich auf den Islam, wenn Sie morden oder den Staat Israel auslöschen wollen.

      In obigem Beitrag geht es um den Kulturrelativismus von Claudia Roth und nicht um Integration oder Assimilierung. Im Übrigen äußern sich Kulturrelativisten oftmals antisemitisch.

      Lesen Sie einfach die hiesigen Beiträge, vielleicht kann ihnen damit geholfen werden. Einfach auf Blogbeiträge klicken (Die Beiträge sind nach Themen gruppiert) und dann den entsprechenden Artikel anklicken.

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Trackbacks

  1. Der Verrat an der Aufklärung und Islamisches Erwachen | Mission Impossible
  2. Peter Weiss, die Ästhetik des Widerstands und seine Unfähigkeit den antisemitischen Vernichtungsfeldzug zu verhindern oder wenigstens angemessen wahrzunehmen | Mission Impossible

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