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Zweierlei Religionskritik

14. Februar 2018

Im oberbayerischen Prien am Chiemsee hat im April 2017 ein Asylbewerber aus Afghanistan eine zum Christentum konvertierte Afghanin in aller Öffentlichkeit vor den Augen ihrer beiden fünf und elf Jahre alten Söhne am Eingang eines Supermarktes bestialisch ermordet. Laut Staatsanwalt Oliver Mößner sei die Tat einer Hinrichtung gleichgekommen. Die 38 Jahre alte Mutter wurde von hinten angriffen, der Täter versuchte ihr den Kopf abzuschneiden und stach mindestens 16 Mal auf sie ein. Einschreitende mutige Passanten konnten den fanatisierten Dschihadisten erst zu spät überwältigen. Das Vergehen der vierfachen Mutter war vom Islam zum Christentum überzutreten und laut islamischer Überlieferung wird gefordert: „Wer seine Religion wechselt, den tötet.“ Das Landgericht Traunstein verurteilte den Gotteskrieger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe und stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Die Verteidigung wird in Revision gehen, da aus ihrer Sicht keine besondere Schwere der Schuld zu erkennen sei. Eine Diskussion über die Ideologie des Islam löste die Tat von Prien überregional und europaweit freilich nicht aus.

Am 19. August 2015 riss im Erstaufnahmeheim in Suhl ein Afghane, der sich vom Islam abgewandt hat, einzelne Seiten aus einem Koran heraus, weshalb auch er beinahe zum Opfer einer dschihadistischen Lynchjustiz geworden wäre. Der Religionskritiker floh ins Wachlokal des Heimes, wonach rund fünfzig beleidigte Moslems in den Sicherheitsraum eindrangen, alles kurz und klein schlugen und die mittlerweile herbeigerufenen Polizisten attackierten, mit dem Ergebnis von 14 Verletzten, darunter sechs Beamten. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei setzte kurzerhand Religion mit Ethnie gleich und sprach sich für „getrennte Flüchtlingsunterkünfte für verschiedene Ethnien“ aus. Entschuldigend meint Ramelow: „Sie sind alle Opfer“, denn er toleriere überhaupt nicht, „dass man einen Koran zerreißt und in eine Toilette schmeißt.“

Am 30. September 2005 erschienen zwölf  harmlose islamkritische Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten.“ Der Kulturchef der Zeitung, Flemming Rose schrieb dazu unter anderem: „Einige Muslime lehnen die moderne, säkularisierte Gesellschaft ab. Sie beanspruchen eine Sonderbehandlung, wenn sie auf eine spezielle Rücksichtnahme auf eigene religiöse Gefühle bestehen. Das ist unvereinbar mit einer westlichen Demokratie und Meinungsfreiheit, angesichts derer man sich damit abfinden muss, zur Zielscheibe von Hohn und Spott zu werden oder sich lächerlich machen zu lassen.“ Kurz darauf gehen die ersten Morddrohungen bei der Zeitung ein und rund 3.000 Moslems demonstrieren nach dem Freitagsgebet auf dem Rathausplatz von Kopenhagen. Der dänische Ministerpräsident Rasmussen wird von verschiedenen islamischen Außenministern aufgefordert, er soll die „notwendigen Schritte“ unternehmen, um eine Schmähung des Islam zu verhindern. Im Januar 2006 zu Abschluss der Pilgerfahrt nach Mekka werden 100 Millionen Moslems per Satellit dazu aufgerufen sich der „Kampagne gegen den Propheten Mohammed“ zu widersetzen. Dänemark gerät unter zunehmenden Druck und wird von der restlichen EU alleine gelassen. Der luxemburgische Außenminister meint die ganze Sache sei „eher in dänisches als ein europäisches Problem“ und die österreichische Außenministerin schimpft: „Äußerungen und Handlungen, die eine Religion auf anstößige leise herabsetzen, sollten klar verurteilt werden.“ In Damaskus und Beirut wurde von beleidigten Gläubigen die Botschaft Dänemarks angezündet und in Teheran flogen Brandbomben in die dänische Vertretung. Bis die Proteste abebbten kamen in den gewalttätigen Demonstrationen weit über hundert meist Andersgläubige ums Leben. Ende April 2006 verlangte Osama Bin Laden die Auslieferung der Zeichner, die er vor ein islamisches Gericht stellen wollte. Diesen Sieg im „Kampf der Kulturen“ konnten die Gläubigen allerdings nicht auch noch einfahren, aber sehr viel mehr hatte die freie Welt aus Angst und der Sorge um seine Handelsbilanz dem islamischen Mob nicht entgegenzusetzen.

Wieviel Wert die „Zivilgesellschaft“ und ihre Verteidigung von Meinungsfreiheit haben, belegten die armseligen Aussagen der diversen Protagonisten. Edmund Stoiber von der CSU wollte wegen der Karikaturen gemeinsam mit Vertretern der anderen Glaubensgemeinschaften den Blasphemie-Paragraphen 166 verschärfen. Der „Israelkritiker“, SPD-Wahlkämpfer und ehemalige SS-Soldat Günter Grass redete von einer „bewussten und geplanten Provokation eines konservativen dänischen Blattes“ und nannte die gewalttätigen Ausschreitungen der Moslems eine „fundamentalistische Antwort auf eine fundamentalistische Tat.“ Grass außerdem: „Wir haben das Recht verloren, unter dem Recht auf freie Meinungsäußerung Schutz zu suchen. So lang sind die Zeiten der Majestätsbeleidigung nicht vorbei, und wir sollten nicht vergessen, dass es Orte gibt, die keine Trennung von Staat und Kirche kennen.“ Grass ging soweit die Mohammed-Karikaturen mit den antisemitischen Karikaturen des  „Stürmers“ gleichzusetzen. Claudia Roth von den  Grünen mahnte „Besonnenheit statt Kulturkampf“ an und meinte: „Deeskalation fängt zu Hause an.“ Die CDU und die SPD erklärten, nachdem aufgebrachte Gläubige in Teheran Brandbomben auf die österreichische Botschaft geworfen und „Gott ist groß!“ gerufen hatten, man müsse „den Dialog mit dem Islam verstärken.“

Linksintellektuelle, radikale Feministinnen, Antiimperialisten und Antifaschisten die gestern noch mit Karl Marx der Meinung waren, Religion sei Opium fürs Volk, finden nun plötzlich, man müsse doch Rücksicht nehmen auf religiöse Empfindungen, vor allem, wenn sie von muslimischen Gewaltakten begleitet werden. Christliche Politiker von der Union über die SPD bis zu den Grünen mit den entsprechenden Journalisten ihrer Parteiblätter halten sich bedeckt bei islamischen Terroranschlägen und der Frauenfeindlichkeit im Islam, da sie offenbar der Meinung sind, jede Kritik an der Religion schlägt letztlich auf ihren eigenen Glauben zurück.

Die Domestizierung des Christentums, die Trennung von Staat und Kirche in den westlichen Demokratien wäre ohne, auch verletzende, Kritik kaum möglich gewesen. Obwohl die christlichen Kirchen mehr oder weniger in ihre Schranken verwiesen wurden, obwohl Christen noch nicht auf die Idee gekommen sind, im Namen ihrer Religion, Flugzeuge zu entführen um in Hochhäuser zu fliegen um „Ungläubige“ zu ermorden ist beißende Kritik am Christentum an der Tagesordnung. Der Vorwurf einer „christophoben“ Haltung wurde deshalb bisher noch nicht erhoben. Weil Priester, Kardinäle, der Papst und die entsprechenden Gläubigen kaum wegen vermeintlicher Blasphemie zur Waffe oder zum Sprengstoffgürtel greifen ist die Kritik an der christlichen Religion sehr ungefährlich. Lang und ausgiebig beschäftigte sich selbst die bürgerliche Presse unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel mit dem Missbrauchsskandal der christlichen Kirchen. Und dies völlig zu Recht.

Vor vielen Jahren wandelte die Satirezeitschrift Titanic den sogenannten „Pepsitest“ in einen „Hostientest“ um. Vor einer katholischen Kirche testete eine Frau mit verbundenen Augen drei geweihte Hostien. Ihr Urteil lautete: „Diese ist mein Favorit. Frisch vom Kreuz schmeckt er einfach am besten“.  Die Proteste in der christlichen Welt waren darauf marginal, beziehungsweise es gab keine. In der linken Monatszeitschrift Konkret schrieb einige Jahre später, mit einem Titelblatt auf dem Jesus mit Maschinengewehr am Kreuz zu sehen war, im März 1988 Herausgeber Hermann L. Gremliza in seiner Kolumne: „Jedes Stückchen Emanzipation der Menschheit, noch das bescheidenste, ist nicht mit, sondern gegen Religion und Kirche erkämpft worden. Und schlichtester Anstand müsste es verbieten, einer religiösen Organisation, deren Geschichte eine einzige breite Blutspur zeichnet, den Gebrauch des Wortes „Menschenrecht“ anders zu quittieren als mit Hohnlachen oder einem Schlag auf die Pappn.“ Kritik am Christentum ist in linken Zeitungen kein Problem und das ist gut so. Nur, wie steht es mit der Kritik an den menschenverachtenden Zuständen und Terroraktionen im Namen des Islam?

Obwohl es dringend angebracht gewesen wäre war nach den Terror-Anschlägen vom 11. September oder den islamischen Anschlägen von Paris  von Religionskritik in Konkret, Titanic und anderen linken Publikationen kaum etwas zu lesen. Im Gegenteil. Der muslimische Terror und die islamische Ideologie wurden und werden in linken und linksliberalen Publikationen wie in den öffentlich-rechtlichen Medien entweder verharmlost oder teilweise sogar gerechtfertigt. Ausschlaggebend für den islamischen Terror ist, nach Ansicht dieser Schreiber entweder das soziale Umfeld oder die bittere Armut der Dschihadisten aus den meist ölexportierenden Ländern.

Selbst nach den islamischen Terroranschlägen auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo gab es im Februar 2015 in Konkret keinerlei Solidarität mit den Kollegen und Opfern der Meinungsfreiheit. Im Gegenteil, die  „soziale Frage“ wurde wieder in den Mittelpunkt gestellt und dafür wurde sogar der „reiche Jude“ Bernard-Henri Lévy  benötigt. So wurde in Konkret Lévys Artikel in der FAZ kritisiert, in dem dieser fordert, „ein für alle Mal mit dem beschwichtigenden Gerede aufzuhören, das uns so lange schon die nützlichen Idioten eines in die Soziologie des Elends und der Verzweiflung auflösbaren Islamismus vortragen.“  Konkret Herausgeber Gremliza schrieb dazu: „Eine Woche nach Lévys Auftritt wird gemeldet, dass ein Prozent der Menschheit so viel Vermögen angehäuft hat wie die restlichen 99 Prozent der Weltbevölkerung zusammen, 92 Milliardäre mehr besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Einen Meisterdenker kann das nicht erschüttern. Er zählt zur anderen Hälfte, wenn nicht zu dem einen Prozent.“

Bereits der Autor des islamophilen Werkes „Feindbild Muslim“, Kay Sokolowsky schrieb wenige Jahre zuvor über den jüdischen Philosophen und Publizisten Bernard-Henri Lévy in Konkret 5/2011: „Die Triumphpose eines Trottels imponiert der Meinungsmaschine, die einen wie ihn so dringend braucht wie der Brechdurchfall den Zwieback. Zur Medientauglichkeit trägt er sein Mögliches bei: Der ungezähmte Schopf demonstriert wahlweise Löwenmut oder die übermenschliche Kraft eines Samson, und weil ihm ständig der Kragen platzt, trägt er das blütenweiße Hemd aufgeknöpft bis zum Nabel der Welt. Einem groben Missverständnis zufolge, an dem er eifrig mitwirkt, gilt Lévy als Linker. Dabei ist er nichts weiter als ein sentimentaler Schwätzer, der „das Unrecht“ bekämpft, sofern man ihn dabei nur fotografieren kann.“

Interessant und vielsagend dabei ist: Der Islam-Versteher Kay Sokolowsky  kooperierte im Oktober 2009 mit dem islamistischen und antisemitischen Internetportal Muslimmarkt, dass unter anderem zum Boykott jüdischer Waren mit „schwarzen Listen“ der zu boykottierenden Produkte aufruft, in dem er mit den Islamisten in einem freundlichen Interview die Islamfeindlichkeit um ihn herum beklagt. Das betäubende Gerede von den sozial benachteiligten islamischen Terroristen, die fehlende Kritik am islamischen Terror, die unbedingte Distanz zu Israel, zu den Werten der Aufklärung, macht solcherlei Autoren zu Kombattanten der Gotteskrieger und belegt zugleich das fehlende Mitgefühl für die Opfer. Stellt man sich eine entsprechende „Argumentation“ bezüglich der sozialen Herkunft von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds, beispielshalber von Uwe Mundlos oder Uwe Böhnhardt und ihren Taten vor, wäre die Fassungslosigkeit dieser wiedergutgewordenen Deutschen nur zu erahnen.

Kritik am Islam wird von den Verteidigern des Islam sehr oft mit dem Vorwurf der „Islamophobie“ und des Rassismus gekontert. Der Kampfbegriff der „Islamophobie“ ist eine Erfindung des Ayatollah Khomeini während der Islamischen Revolution von 1979 im Iran. Den Mullahs diente er um ihre Gegner zu diffamieren. Im Juni 2008 wollte der britische Historiker David Littman im Auftrag einer NGO bei einer Sitzung des Menschenrechtrats der UN vergeblich eine Protesterklärung zur Steinigung von Frauen und zur Verheiratung von neunjährigen Mädchen in Ländern mit Scharia-Gesetzgebung verlesen. Die Vertreter der islamischen Länder verhinderten die Diskussion mit ständigen Zwischenrufen. Es sei eine Beleidigung des Glaubens wenn die Scharia in diesem Forum diskutiert werde, sagte der pakistanische Vertreter und der ägyptische Kollege meinte: „Die Scharia steht hier nicht zu Diskussion.“ Kritik an den menschenverachtenden Gesetzen der Scharia und der entsprechenden islamischen Ideologie ist in den Augen der islamischen Vertreter und ihren westlichen Verteidigern rassistisch. Der französische Essayist Pascal Bruckner sagte dazu: „Der Antirassismus ist in der Uno zur Ideologie der totalitären Bewegungen geworden, die ihn für ihre Zwecke benutzen.“

Als negativer Höhepunkt des Kulturrelativismus gilt zweifellos die Gleichsetzung von Antisemitismus und „Islamophobie“, die gleichzeitig eine Relativierung des Holocaust transportiert. So meinte im Dezember 2014 beispielshalber die Sozialdemokratin Gesine Schwan in einer Talkshow bei Günter Jauch beim Thema „Frustbürger und Fremdenfeinde“: „Wenn Sie irgendwo in eine Debatte kommen über Religion und Politik, geht es sofort gegen den Islam. Das, was früher das Judentum war, ist jetzt der Islam. Das ist eine gezielte Vorurteilsbereitschaft.“ Mit der Gleichsetzung von „Islamophobie“ und Antisemitismus bagatellisieren Leute wie Schwan die Shoa und sie verharmlosen den Judenhass in der islamischen Welt. Es ist kein Zufall dass die leidenschaftlichsten Verteidiger der islamischen Ideologie sehr oft die blindesten Gegner der Insel der Aufklärung im Nahen Osten, nämlich Israels sind.

Den Gleichsetzern von Antisemitismus und „Islamophobie“ sei gesagt: Es gibt keinen jüdischen Staat, in dem Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle aufgehängt werden. Es gibt keinen jüdischen Staat indem Apostasie mit dem Tode bestraft wird. Es gibt keine jüdischen Terrorkommandos die Mädchen entführen, um sie auf Sklavenmärkten zu verkaufen, die für einen Massenmord in Hochhäuser fliegen, die im Namen ihrer Religion Satirezeitschriften stürmen und die Redakteure mit Maschinengewehren niedermähen und die bei Musikkonzerten hunderte Besucher niedermetzeln. Niemand will ein islamisches Land von der Landkarte auslöschen und es gibt keinen Satellitensender der im Kinderprogramm die Auslöschung aller Muslime fordert. Es gibt keine „Protokolle der Weisen von Mekka.“ Die Vorbehalte gegen den Islam basieren auf von Muslimen im Namen ihrer Religion begangenen realen Verbrechen, während die Feindschaft gegen Juden keinerlei realen Auslöser hat.

Wieso ist der Papst, nach hunderten antichristlichen Artikeln und Zeichnungen, mit einer bepissten Soutane auf dem Titelbild der Satirezeitschrift Titanic abgebildet und wieso ist in den letzten 30 Jahren so gut wie keine vergleichbare islamkritische Karikatur in dieser sehr deutschen Satirezeitung zu finden gewesen? Wieso durfte Helmut Kohl jahrelang ungestraft als „Birne“ in der Titanic gezeichnet, bezeichnet und belacht werden? Die religiösen Gefühle der anderthalb Milliarden Moslems sind nicht mehr wert als die Gefühle der zwei Milliarden Christen und die religiösen Gefühle der Moslems und der Christen sollten nicht wertvoller und schützenswerter sein als die persönlichen Gefühle von Helmut Kohl.

Wo sind in Europa die Imame, die Vertreter des Islam, die Mazyeks und wie sie sonst noch alle heißen, die sich öffentlichkeitswirksam von der Mordtat von Prien distanzieren und sich für alle Apostaten dieser Welt einsetzen. Wo sind die islamischen Geistlichen, die offensiv fordern, dass sich jeder Muslim ohne Gefahr von seiner Religion abwenden kann, die sich für die Meinungsfreiheit ohne Wenn und Aber einsetzen? Fehlanzeige? So gut wie nach jedem Terroranschlag betäubt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, wie alle anderen Verteidiger des Islam, seine Zuhörer mit seinen Standardsatz „Das hat nichts mit dem Islam zu tun.“ Es sind nicht mehr die christlichen Kirchen die Hauptgefahr für die Emanzipation der Menschheit. Der islamische Fundamentalismus stellt mittlerweile ein ungleich größeres Problem mit seinen Angriffen auf die Aufklärung und die Zivilisation dar. Diese Ideologie richtet sich gegen die in der Aufklärung errungenen Werte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Wie die Aufstände nach den Mohammed-Karikaturen gezeigt haben kann der mittelalterliche Aberglaube in kurzer Zeit die islamischen Massen mobilisieren um dabei seine Macht zu demonstrieren. Samuel Huntingtons Thesen sind weitgehend eingetroffen.

Was hat Kritik am Islam mit Rassismus zu tun? Genausowenig wie Kritik am Christentum. Klar ist, jeder Generalverdacht gegen Muslime ist zurückzuweisen. Wer aber die Zumutungen und die Verbrechen des Islam verharmlost oder gar rechtfertigt macht sich zum Steigbügelhalter von AfD und anderen rechten Parteien. Im 21. Jahrhundert muss es nicht nur erlaubt sein, reaktionäre Ideologien zu kritisieren. Wer dazu schweigt macht sich schuldig. Wer die islamische Ideologie mit ihrem Terror verharmlost oder sie gar verteidigt vertritt eine regressive und reaktionäre Position. Bereits 1843 schrieb Karl Marx in der Einleitung zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie: „die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik“ und „das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.“ Im 21. Jahrhundert sollte der zunehmenden Magisierung der Welt Einhalt geboten werden und das Mittelalter endlich der Vergangenheit angehören.

Ebenfalls veröffentlicht bei Fisch&Fleisch

 

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23 Kommentare leave one →
  1. 15. Februar 2018 09:49

    Die Vorstellung jemanden wegen dem Wechsel seiner Religion zu ermorden macht mich fassungslos. Die Traumatisierung der Kinder, die die öffentliche Ermordung ihrer Mutter mit ansehen mussten ist kaum auszuhalten, wie die fehlenden Reaktionen in Politik und öffentlichen-rechtlichen Medien.

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  2. 15. Februar 2018 10:52

    Religion mit Ethnie gleichsetzen. Ja das machen Bodo Ramelow und viele andere Politiker. Sie wollen damit sagen: Da kann man nichts machen, die sind eben so! ANdere Länder andere Sitten. Eigentlich sind die ganzen Kulturrelativisten von den Linken und den Grünen die Rassisten.

    Die Aufklärung musste auch gegen Widerstände durchgesetzt werden. Leider ist sie noch nicht abgeschlossen.Jetzt muss ich aber aufhören sonst werde ich noch beleidigend.

    Gefällt 3 Personen

  3. steinbaer permalink
    15. Februar 2018 11:24

    Schöner Beitrag zum zweierlei Maß. Samuel Huntington hat bereits 1996 darüber geschrieben und vieles vorhergesehen. In seinem Buch Kampf der Kulturen schreibt er:

    „Der Verfall führt sodann zur Phase der Invasion: „Die Zivilisation, zur Selbstverteidigung nicht mehr fähig, weil zur Selbstverteidigung nicht mehr bereit, ist weit offen für ‚barbarische Eindringlinge’, die häufig aus ‚einer anderen, jüngeren, kraftvolleren Zivilisation’ kommen. Die eine große Lehre aus der Geschichte der Kulturen lautet jedoch, dass vieles wahrscheinlich, aber nichts unausweichlich ist. Kulturen können sich reformieren und erneuern, und sie haben es getan. Die entscheidende Frage für den Westen lautet, ob er – von äußeren Herausforderungen einmal abgesehen – fähig ist, die inneren Verfallsprozesse aufzuhalten und umzukehren. Kann der Westen sich erneuern, oder wird anhaltende innere Fäulnis einfach sein Ende und/oder seine Unterordnung unter andere, wirtschaftlich und demographisch dynamischere Kulturen beschleunigen?“

    Auf die Reformation der westlichen Kultur bin ich mächtig gespannt. Die Herausforderung des Westens die offene Barbarei zu verhindern ist nicht gering.

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    • Bjork permalink
      16. Februar 2018 00:11

      Für die ‚barbarischen Eindringlinge’ hat es für Huntington damals Haue gegeben. Alle Eindringlinge sind nicht barbarisch. Aber einige eben doch.

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  4. 15. Februar 2018 16:37

    Dieser Islam-Konvertit Kay Sokolowsky passt wie die Faust aufs Auge zu der Gesine Schwan. Sind die nicht auch verheiratet? So Leute ausm Mittelalter hätten bei uns in Wanne keine Chanze.Meine Erna kann solche Leute überhaubt nich ab.

    Euer Erwin aus Wanne

    Gefällt 2 Personen

  5. 15. Februar 2018 17:44

    W(/R)ichtiger Text in der Ödnis unwichtiger Wichtigtuer-Texte. Noch zwei bis drei Anmerkungen neben dem ausdrücklichen Lob.

    Aus dem Text:
    Konkret Herausgeber Gremliza schrieb dazu: „Eine Woche nach Lévys Auftritt wird gemeldet, dass ein Prozent der Menschheit so viel Vermögen angehäuft hat wie die restlichen 99 Prozent der Weltbevölkerung zusammen, 92 Milliardäre mehr besitzen als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Einen Meisterdenker kann das nicht erschüttern. Er zählt zur anderen Hälfte, wenn nicht zu dem einen Prozent.“

    Vielleicht gehört der neidische (?) Herausgeber nicht zu den 1%, die er Dank (ach so aktueller?) Meldung an die Tafel malen kann, sicher jedoch gehört er nicht zu der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung, und wohl auch nicht zu den ärmeren zwei Drittel bis drei Vierteln bis sieben Achteln der Weltbevölkerung.
    Seine Kritik (?) ist daher kritikwürdig bis selbstrichtend, denke ich. Oder wenigstens scheinheilig, wie man für solche Fälle so sagt.

    ‚Scheinheiligkeit‘.
    Scheint mir, als wenn dieses Verhalten (diese Strategie?) mit diesem Artikel insgesamt sehr gezielt beleuchtet wird. ‚Doppelstandards‘ würde es wohl auch treffen.

    Aus dem Text:

    „Den Gleichsetzern von Antisemitismus und „Islamophobie“ sei gesagt: Es gibt keinen jüdischen Staat, in dem Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle aufgehängt werden. Es gibt keinen jüdischen Staat indem Apostasie mit dem Tode bestraft wird oder Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr gesteinigt werden. Es gibt keine jüdischen Terrorkommando die Mädchen entführen, um sie auf Sklavenmärkten zu verkaufen, die für einen Massenmord in Hochhäuser fliegen, die im Namen ihrer Religion Satirezeitschriften stürmen und die Redakteure mit Maschinengewehren niedermähen und die bei Musikkonzerten hunderte Besucher niedermetzeln. Niemand will ein islamisches Land von der Landkarte auslöschen und es gibt keinen Satellitensender der im Kinderprogramm die Auslöschung aller Muslime fordert. Es gibt keine „Protokolle der Weisen von Mekka.“ Die Vorbehalte gegen den Islam basieren auf von Muslimen im Namen ihrer Religion begangenen realen Verbrechen, während die Feindschaft gegen Juden keinerlei realen Auslöser hat.“

    So ist es.
    Danke.

    Was Karl Marx zu Religion zu sagen hat stimmt mich eher skeptisch. Dabei ist für mich die Frage ungeklärt, was er überhaupt mit dem Begriff „Religion“ anspricht, obwohl er es vermeintlich (und nicht unklug) erklärt.

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    • 15. Februar 2018 23:53

      Danke sehr A.mOr.

      Scheinheiligkeit stimmt, aber Doppelstandards trifft es besser finde ich.

      Zu Karl Marx kann ich noch folgendes sagen. Auch hier werden die Doppelstandards offenbar. Wenn sich Marxisten auf Marx berufen und entsprechend die Religionen kritisieren, aber bei der aktuell gewalttätigsten Religion einfach wegsehen und die Verbrechen tabuisieren dann läuft was nicht ganz rund.

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  6. Lissy Beindl permalink
    16. Februar 2018 01:07

    Alexander Van der Bellen unser österreichischer Präsident forderte letztes Jahr „Aus Solidarität mit Musliminnen sollten alle Frauen Kopftuch tragen.“ Der Typ hat überhaupt nix verstanden. Ich hoffe die Grünen bleiben deshalb auf Immer und Ewig in der Versenkung.

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  7. 16. Februar 2018 10:53

    Als ich als junger Mann aus der Katholischen Kirche ausgetreten bin, gab es keinerlei Probleme. Der Pfarrer, der mich nicht gekannt hat weil ich nie in der Kirche war, hat zwar nachgefragt warum ich denn austrete. Aber er war sehr freundlich und verständnisvoll.

    Auf die Idee das mich ein Katholik deshalb umbringen könnte wäre ich nie gekommen.

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  8. Paul Melchior permalink
    16. Februar 2018 11:34

    Ich lese momentan den Roman von Houellebecq, » Soumission« – übersetzt: Unterwerfung.

    Der Roman spielt in Frankreich des Jahres 2022. Der unbeliebte Staatspräsidenten François Hollande ist am Ende. Rechtsextreme und islamistische Banden bekriegen sich.
    Bei der Präsidentschaftswahl kommt es zur Stichwahl zwischen Marine Le Pen (FN) und dem redegewandten Muslimbruder Mohammed Ben Abbes. Wegen seiner proeuropäischen Orientierung unterstützen ihn die Sozialdemokraten und die Konservativen. Abbes gewinnt und macht aus Frankreich einen islamischen Staat mit verschleierten Studentinnen. Soweit die Fiktion.

    Dann die Realität, die sich von der Fiktion nicht so sehr unterscheidet: Am Tag des Massakers auf Charlie Hebdo erschien Charlie Hebdo mit einem Bild Houellebecqs auf dem Cover. Die Zeichner und Redakteure der Redaktion werden von den Islamisten ausgelöscht.
    Zwei der Opfer werden auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt, neben den Opfern der Niederschlagung der Pariser Kommune.
    Das sollte zu denken geben.

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  9. Maria Scholl permalink
    18. Februar 2018 11:10

    Es ist eigentlich kaum zu glauben dass es in der westlichen Welt im Jahre 2018 immer noch einen „Blasphemie- Paragraphen“ gibt. Der gehört sofort gestrichen denn religiöse Gefühle stehen nicht höher als alle anderen Gefühle

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  10. Charly72 permalink
    18. Februar 2018 14:10

    Videos von 2015 in Suhl gab es vor ein paar Jahren noch mehr. Die sind alle aus dem Netz verschwunden.

    „Koran zerrissen: Gewalteskalation im Flüchtlingsheim Suhl“

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  11. 19. Februar 2018 18:36

    Eine gewalttätige Religion kann man nicht so einfach reformieren. Die Scharia als neue Weltordnung. An den Gedanken muss man sich gewöhen

    Am Wochenende gabs einen rechten AfD-Frauenmarsch. Zur Gegendemonstration rief die Antifa mit einer Kopftuchfrau auf. Verrückt.

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  12. 21. Februar 2018 12:02

    „Wo sind in Europa die Imame, die Vertreter des Islam, die Mazyeks und wie sie sonst noch alle heißen, die sich öffentlichkeitswirksam von der Mordtat von Prien distanzieren und sich für alle Apostaten dieser Welt einsetzen.“

    Diese Frage wird sehr oft gestellt und löst – je nach GesprächspartnerIn – sehr unterschiedliche Reaktionen aus. Die einen meinen, dass es nicht die Aufgabe der muslimischen Bevölkerungen sei sich für die Gräueltaten von Islamisten zu schämen und bemühen das Klischee, dass der Terror ja nichts mit dem Islam zu tun habe. Dann gibt es welche, die meinen, dass es ja genug muslimische Stimmen gegen den Terror gäbe, aber wegen der Islamophobie würden die nicht gehört.

    Wenn man das beobachtet, dann ist es jedoch auffällig, dass sich bei anti-israelischen Kundgebungen genug Leute finden, die protestieren, aber keine Demonstrationen statt finden, wenn Assad Palästinenser verhungern lässt oder der IS Geiseln köpft.

    Dafür gibt es meiner Meinung nach zwei Erklärungsansätze, die sich ergänzen. Zurück zur Ausgangsfrage: Warum demonstrieren muslimische Bevölkerungen praktisch gar nicht, wenn es um Gräueltaten von Islamisten geht oder man sich erwarten könnte, dass sie für eine Reform der Religion eintreten könnten. Wo sind die Moderaten, von denn oft gesprochen wird und die die Mehrheit stellen sollen?

    Die erste Erklärung dafür könnte man die kulturhistorische nennen: Innerhalb islamischer communities gibt es keine Tradition und keine Kultur der Selbstkritik. Die islamische orthodoxe Mainstream Theologie geht davon aus, dass der Islam „perfekt“ sei und ans ich das beste System zur Regelung menschlicher Angelegenheiten sei. Kritik an Inhalten der Religion oder gar am Koran selbst sind nicht nur verboten, sie kommen auch gar nicht als denkbar an. Demonstrierende Muslime,die nicht bloß gegen Israel und den Zionismus sich engagierten, müssten Kritik an der Religion, ihrer eigenen community und der Praxis der islamischen Kleriker üben den Terror ständig zu relativieren oder auch zu rechtfertigen. Die Glorifizierung der islamischen Vergangenheit, die auf linker Seite auch mit einer völlig überzogenen Abwertung des Christentums einhergeht,sorgt dafür, dass sich eine solche Kritik nicht entwickeln kann. Wenn es keine Kritik an der eigenen Praxis und ideologischen Struktur gibt, sind der einzige Ausweg antisemitische Verschwörungstheorien, Phantasien über Plots und übermächtige Agenten, die das eigene Opfersein sakralisieren.

    Man sollte jedoch einen weiteren Aspekt nicht außer Acht lassen. Man weiß, dass zum Beispiel die türkische community in der Diaspora von eifrigen Blockwarten kontrolliert und überwacht und Dissens auf sozialen Medien beobachtet wird. Einschüchterungen und Drohungen halten normale und moderate Leute davon ab Kritik zu üben und die Straße gehört somit den Extremisten, die jede andere Reaktion nieder brüllen oder mit physischer Gewalt bedrohen.
    Ich würde nicht ausschließen, dass nicht bloß für Türken, sondern auch für arabische oder afghanische MigrantInnen gilt, und ganz besonders für jene, die durch Mobiltelefone und soziale Medien mit ihrer Heimat weiter verbunden sind. Die meisten Migranten der letzten Jahre waren keine klassischen Migranten, die alle Brücken hinter sich abgebrochen haben, sondern Menschen, die sowohl mit ihrer Familie in ständigem Kontakt sind und durch die Art der Flüchtlingsbetreuung ihren Kulturkreis niemals verlassen haben. Verbrechen wie oben im ersten Absatz geschildert sind nur möglich, wenn es keinen Bruch zur Heimat gibt.

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    • 21. Februar 2018 14:34

      Forts.:

      Die Migration, die wir also in den letzten zwei Jahren erlebt haben unterscheiden sich also von den vorheriger Generationen. Meine Mutter z.B. wanderte 1967 aus dem damaligen Jugoslawien nach Österreich ein und musste auch aus persönlichen Gründen mit ihrer Familie für ein paar Jahre brechen. Flucht und Migrationsbewegungen in die neue Welt erzwangen in den letzten Jahrhunderten solche Brüche und machten aus Migranten Einwanderer, Siedler und schließlich Autochthone.

      Dies gilt nicht für die Flüchtlingsbewegungen der letzten drei Jahre. Die Syrer, Afghanen, Pakistani, Somalier, Libyer oder Tschetschenen sind durch die digitale Mobilfunktechnologie nicht dazu gezwungen prinzipiell aus ihrer Kultur aufzusteigen und in Europa anzukommen, sondern bewegen sich weiter in der selben kulturellen Blase. Handies und Internet machen es möglich, soziale Medien unterstützen das.
      Junge Männer aus patriarchalen Kulturen werden über Telefon von ihrer Familie kontrolliert und entsprechend unter Druck gesetzt Geld zu verdienen um ihren Angehörigen zu helfen, in den Flüchtlingsquartieren und WGs leben sie unter sozialer Kontrolle und müssen das Alphatier mit ihrem bisschen Geld bei Laune halten. Syrer, die gegen Assad protestieren werden sofort photographiert und die Bilder an den syrischen Geheimdienst geschickt, der droht sich an ihrer Familie zu vergreifen.

      Während sie hier leben und die Freiheit der Einheimischen natürlich mitkriegen erzählen ihnen Fernsehprediger oder gleich die Imame der hiesigen communities wie sündhaft und falsch das westliche Leben sei und dass alles, was sie sehen verachtenswert und wertlos sei.

      Man muss der Tatsache ins Auge sehen, dass unsere Gesellschaft diesen Menschen keine Freiheit und auch keinen Schutz vor Verfolgung bietet. Dazu bedürfte es einer Kraftanstrengung, militärisch, wirtschaftlich, sozial, die die EU zurzeit nicht in der Lage ist zu leisten. Wenn Muslime für ihre Kopftücher oder gegen Israel auf die Straße gehen, dann sollte man immer in Hinterkopf behalten, dass jede andere politische Regung, die Kritik am Islam und den Regimen des Nahen Ostens beinhaltet für diese Menschen gefährlich und untragbar erscheint. Man muss allerdings auch fest halten, dass nur sie das ändern können.

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    • 21. Februar 2018 16:51

      Stimmt alles was du schreibst Jurek. Die Reaktionen auf diese Fragen über den Islam lösen bei bestimmten Leuten Fassungslosigkeit aus. Mit der Flüchtlingskrise stehen bestimmte „Gewissheiten“ auf dem Prüfstand und die Spaltung der Linken erfährt einen neuen Höhepunkt. Für die einen sind diese Fragen absolut tabu, die anderen wollen nicht zu viel darüber nachdenken und ganz wenige reden offen darüber.

      Wenn ein Israeli einem randalierenden Palästinenser den Arm bricht ist die islamische Welt und mit ihr der europäische antisemitische Mob fassungslos und füllt die Straßen, wenn Assad oder Jordanien tausende Palästinenser ermordet oder verhungern lässt, wenn der IS oder andere islamische Despoten und Vereine ihre Blutspur hinterlassen, dann wird geschwiegen und man macht es sich im Wohnzimmer kuschelig.

      Von 2015 bis 2016 hatte ich als Fußballtrainer mit einigen Flüchtlingen aus Zentralafrika zu tun. Den Druck dem die Flüchtlinge ausgesetzt sind hörte ich mehr oder weniger live mit, als ein Spieler von mir mit seiner Mutter telefonierte und sich rechtfertigte warum er nur so und so viel Geld nach Hause geschickt hat.

      Die Unterscheidung der Migration früher und heute ist entscheidend. Aus Griechen, Italienern Jugoslawen wurden schließlich Autochthone. Das hatte vermutlich etwas mit ihrer Religion zu tun. Die Probleme die aktuell mitgebracht werden sind bekannt.

      Heute habe ich auf Audiatur-online einen Artikel über ein weiteres handfestes Problem von Gil Yaron gelesen:

      Wie viele Migranten kommen mit falscher Identität nach Deutschland? Einem israelischen Journalisten gelang es spielend leicht, so in Deutschland politisches Asyl zu erhalten. Beamte erklärten ihm gar, wie er die Behörden weiter betrügen könne.

      Es dürfte Zvi Jecheskelis gefährlichster Auftrag gewesen sein. Seit Jahren berichtet der israelische Journalist für Israels Sender Channel 10 über die muslimische Welt, besuchte palästinensische Flüchtlingslager, interviewte Terroristen der Hamas und reiste durch arabische Staaten. Doch für seine neueste Dokumentarserie begab Jecheskeli sich in Lebensgefahr, mitten in Europa: Mit Mossad-Methoden getarnt und mit Geheimkameras und Mikrofonen bewaffnet, drang Israels bekanntester Arabien-Experte tief in die Netzwerke der Muslimbruderschaft in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und der Türkei ein, um ihre Weltanschauung und Praktiken zu entdecken. Die neuste Folge seiner Serie, die seit Donnerstag in Israel ausgestrahlt wird, zeigt wie erschreckend leicht es ist, mit falscher Identität in Deutschland Asyl zu erhalten. Und wie deutsche Beamte dabei helfen, deutsche Gesetze zu umgehen. … weiter hier:

      http://www.audiatur-online.ch/2018/02/16/wie-einfach-es-ist-islamisten-nach-europa-einzuschleusen/

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      • 21. Februar 2018 17:09

        Gutmeinende Beamte sind das eine, aber ich glaube dass wir alle unterschätzen oder zu wenig Ahnung davon haben, wie sehr Migranten aus dem Nahen Osten und der Türkei unter dem Spitzelwesen islamistischer und Regime treuer Blockwarte zu leiden haben. Moderate Türkinnen und Türken etwa haben bei den letzten Wahlen oft für die FPÖ gestimmt, weil sie keine andere Möglichkeit sahen Protest gegen die Islamisierung ihrer community auszudrücken. Dissens wird mit Androhung physischer Gewalt, Mobbing und Psychoterror beantwortet. Demonstrationen gegen Erdogan gibt es nicht. Nach dem Putschversuch demonstrierten in Wien und anderen Landeshauptstädten die regierungstreuen Türken mit den Trotzkisten. Für diese wohlmeinenden Gemüter ist die Tatsache, dass nicht Erdogan freundliche Türken keine Stimme haben nicht wahrnehmbar.

        Gefällt 3 Personen

      • 21. Februar 2018 19:43

        Sehe ich auch so. In die säkularen muslimischen Kräfte der islamischen Welt und in Europa sich hineinzuversetzen ist für unsereinen sehr schwierig. Ich kenne einen bayerisch sprechenden, ziemlich säkularen Türken und seine Frau aus meiner Gegend. Er hat mal versucht sich in der islamischen Community mit einzubringen, mitzuhelfen usw. Nach kurzer Zeit, nach wenigen Gesprächen mit dem Imam gab er kopfschüttelnd auf und hält sich seit dem so gut es geht fern. Wenn ich ihn mal wieder treffe frag ich nach ob er meint bespitzelt zu werden.

        Wenn in Wien regierungstreue Türken mit Trotzkisten wahrscheinlich auch für die Religionsfreiheit demonstrieren, dann wundert mich das, wegen der gemeinsamen ideologischen Schnittmengen kaum.

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        • 21. Februar 2018 22:50

          Ich glaube nicht, dass die für Religionsfreiheit demonstrieren. Islamisten und Trotzkisten sind Fanatiker, die glauben den jeweils anderen für ihre Zwecke manipulieren zu können. Das Ergebnis ist mitunter höchst bizarr. Ein Trotzkist mit dem ich mal enger befreundet war (ich hab ihn seit 10 Jahren nicht mehr gesehen oder gesprochen) versuchte mir seine Strategie im Umgang mit Islamisten zu erklären. Islamisten seien der Ansicht, dass Israel der Hund ist, der mit dem amerikanischen Schwanz wedelt, während sie als Linke glauben, dass es umgekehrt sei. Ich habe mich dann irgendwann wie dein Freund kopfschüttelnd umgedreht und bin gegangen. „You cannot reason someone out something he has never been reasoned into.“ (Jonathan Swift)

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        • 21. Februar 2018 23:06

          Der Fernseh-Philosoph Dieter Bohlen hatte in einem Punkt völlig recht als er meinte: „Das Problem ist: Mach einem Bekloppten klar, dass er ein Bekloppter ist“

          Gefällt 3 Personen

  13. Andi Fux permalink
    22. März 2018 10:00

    Die Geschichtsvergessenheit von Frau Schwan ist einer Professorin unwürdig. Der Islam genießt vielfach aus Unwissenheit Narrenfreiheit.

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