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Kriminalgeschichte des Islams

18. Dezember 2017

„Unglücklich das Land, das Helden nötig hat“  Leben des Galilei – Bertolt Brecht

Nach der marxistisch-leninistischen Imperialismus-Theorie erschließen sich kapitalistische Staaten oftmals mit Gewalt für ihre Gewinnmaximierung fremde Märkte für Rohstoffe, Arbeitskräfte und den Absatz von Produkten. Von daher solidarisierten sich seit je her antiimperialistische Linke mit allen möglichen meistens völkischen und antisemitischen Befreiungsbewegungen und anschließend mit den „befreiten“ meist islamfaschistisch geprägten Staaten dieser Welt. An die islamische Expansion beispielsweise des Osmanischen Reiches wird dabei eher weniger gedacht. Für das Elend, die sozialen, mittelalterlichen und die undemokratischen Verhältnisse der islamischen Welt ist in den Augen dieser 3.Welt-Experten von daher der Kolonialismus, der Imperialismus der kapitalistischen Staaten und auf gar keinen Fall der gewalttätige und reaktionäre Islam verantwortlich.

Viele europäische Kulturrelativisten kennen zwar die Taten und auch die Verbrechen des Christentums, wissen viel über den Kolonialismus der westlichen Staaten, aber bei der Kriminalgeschichte des Islams, angefangen von seiner mörderischen Verbreitung bis hin zum heutigen islamischen Terror, werden vorsichtshalber die Augen verschlossen, denn ansonsten würde das mühsam zurechtgezimmerte Weltbild zusammenbrechen. Die Frage wie inhuman, frauenverachtend, antiemanzipatorisch und gewalttätig sich der politische Islam seit der Gründung offenbart hat, ist in diesen Kreisen ein heiliges Tabu und selbst der vorsichtigste Hinweis darauf ein Sakrileg.

Der islamische Imperialismus

Im Monat Ramadan des Jahres 610 erschien in Mekka Mohammed, dem Religionsgründer des Islam, laut Aussagen seiner heutigen Anhänger,  der Engel Gabriel und der forderte er solle fortan den Menschen die Botschaft Gottes vortragen. In Mekka wurde Mohammeds Sekte verfolgt, verlacht und verachtet. In dieser Zeit forderte Mohammed Toleranz, Frieden und Menschlichkeit. Im Jahr  622 wanderte Mohammed resigniert mit seinen wenigen Anhängern nach Medina aus. Mohammed erkannte, dass man den Islam nicht mit friedlichen Mitteln, sehr wohl aber mit Gewalt und mit dem Schwert weiterverbreiten konnte. „Gott“ gab ihm nun den Befehl mit Hilfe des Heiligen Krieges den Islam weltweit zu verbreiten. Nach den ersten Überfällen auf Karawanen und Beduinenstämme besiegten Mohammeds Gotteskrieger nach der Überlieferung die umliegenden jüdischen Stämme. Den gefangenen jüdischen Männern wurde die Köpfe abschlagen und die jüdischen Frauen als Sexsklavinnen verschleppt. Auf diese Weise sind bei der Vernichtung allein dieses jüdischen Stammes der Banu Quraiza im Jahre 627 rund 900 Stammesangehörige hingerichtet worden. Mit seiner siegreichen Armee kehrte Mohammed nun nach Mekka zurück und führte einen Rachefeldzug gegen die Ungläubigen mit Mord und Totschlag. Wie der heutige Islamische Staat im Irak oder in Syrien, verwüstete Mohammed mit seiner Armee ganze Landstriche, ließ  Ungläubige köpfen, Frauen versklaven und vernichtete die Kultstätten der anderen Religionen. Mohammed verteilte die Kinder der Ungläubigen unter den Muslimen und nahm sich selbst erbeutete Frauen,  beispielsweise nahm er die Tochter des Amr I. Djunafa der Banu Quraiza, die er als Sklavin bis zu seinem Tode behielt. Der Krieg gegen Ungläubige, Juden und Christen wurde bereits vom Gründer des Islams verherrlicht und wurde zur heiligen Mission.

Nach dem Tod Mohammeds expandierte der islamische Staat innerhalb von gut einhundert Jahren vom Indus-Tal im Osten bis zu den Pyrenäen im Westen, wo mehr oder weniger verbindlich das islamische Recht, die Scharia installiert wurde. Obwohl sich der Islam in Sunniten und Schiiten und alle möglichen Abwandlungen spaltete und obwohl die jeweiligen Dschihadisten nicht direkt untereinander kommunizierten, sie sich überhaupt nicht kannten, war das Muster der Verwüstung, die Art und Weise der Morde, der Versklavungen bei den Eroberungen und die anschließende Rechtsordnung, ob nun in Asien, in Afrika oder in Europa stets vergleichbar. In der ersten Islamisierungswelle von 632  bis 750 eroberten die Nachfolger Mohammeds Babylonien, Mesopotamien, Armenien, Persien, Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan, China, Afghanistan, Indien und Pakistan. In Westen eroberten sie alle christlichen Provinzen im östlichen Mittelmeerraum von Syrien, Palästina bis nach Ägypten und Nordafrika, sie durchquerten Spanien und erst vor Portiers wurde der Islam im Jahr 732 gestoppt, wo sie von Karl Martell und seinen Männern  geschlagen wurden.

Während des Feldzuges im Jahr 634 wurde die Gegend von Gaza bis Caesarea verwüstet und dabei viertausend christliche, jüdische und samaritanische Bauern ermordet. Bei der Plünderung von Amorium 838 ließ der Kalif al-Mu’tasim knapp viertausend Einwohner umbringen, Frauen und Kinder wurden wie üblich versklavt und deportiert. Von 939 bis 940 verwüstete  Saif ad Daula, der für seine Grausamkeiten gegen Ungläubige berüchtigt war, in Armenien das Gebiet um Koloneia mit den umliegenden Dörfern. Auf dem islamischen Vormarsch in Nordafrika wurden sämtliche christlichen Städte und Siedlungen Nordafrikas geplündert und niedergebrannt. Mehr als 50 Prozent aller Einwohner Nordafrikas sind am Ende des Feldzuges tot. Millionen werden vergewaltigt, gefoltert und versklavt. Im Jahr 870  erobern Dschihadisten die Insel Malta und zerstören dort die Jahrhunderte währende christliche Kultur und im Jahr 880 erobern und plündern muslimische Truppen Nizza. Lange Zeit vor den Kreuzzügen, im Jahr 935 überfallen mordend und raubend muslimische Truppen Genua und La Spezia.

Knapp 400 Jahre vor den Kreuzzügen im Jahre 712 wurde Spanien von den Dschihadisten erobert und der Süden Frankreichs von islamischen Gotteskriegern terrorisiert. Al Mansur, der Wesir des Kalifats von Córdoba, führte in siebenundzwanzig Jahren grausam mordend, versklavend und verwüstend fünfundzwanzig Feldzüge gegen die christlichen Reiche Nordspaniens. 981 erlitt die Stadt Zamora Verwüstung und die Deportation von 4.000 Gefangenen. Vier Jahre später wurde Barcelona in Brand gesteckt und alle Bewohner ermordet oder versklavt. Coimbra wurde 987 erobert und blieb mehrere Jahre unbewohnt. 997 wurde Santiago de Compostela geplündert und dem Erdboden eingeebnet. Die nordafrikanischen Sklavenmärkte waren überfüllt mit europäischen Sklaven und Sklavinnen.

Mit der zweiten Islamisierungswelle und der damit verbundenen Massenversklavung im 11. Jahrhundert eroberten die muslimischen Seldschuken Anatolien und die Osmanen unterwarfen den Balkan. Der Seldschuke Alp Arslan ließ von seinen Gotteskriegern ganze armenische Städte niedermetzeln. Am furchtbarsten traf es im Jahr 1064 die Hauptstadt Ani. Der Dschihad, der zur Islamisierung Anatoliens geführt hat, wurde in Bulgarien ab 1308, im südlichen Makedonien und an den griechischen Küsten fortgesetzt. Die Eroberung des Balkans begann 1451 unter Mehmed II. und so überfiel und eroberte im Jahr 1453 das Osmanische Reich unter Sultan Mehmed II. das christliche Konstantinopel. Die Stadt wurde von den osmanischen Truppen geplündert und viele Einwohner vergewaltigt, grausam ermordet oder versklavt. Am 29. Mai 1453 fiel die Stadt, die mehr als 1.000 Jahre lang Zentrum des Byzantinischen Reiches gewesen war. „Am Mittag färbten sich Straßen und Gassen rot von Blut“, heißt es im Bericht eines venezianischen Gefangenen. Viele Einwohner flüchteten sich in die Kirche „Hagia Sophia“, wo alle mitsamt ihren Priestern erschlagen oder in die Sklaverei verschleppt wurden. Insgesamt wurden etwa zehn Prozent der Einwohner ermordet und eine Vielzahl von ihnen in die Sklaverei verschleppt.

Bosnien folgte 1463 und Herzegowina 1483. Die türkische Eroberung in Europa fand seine Fortsetzung mit der Eroberung der Walachei, Moldawiens und Ostungarns. Gestoppt wurde die islamische Expansion zwischenzeitlich vor den Toren Wiens im Jahr 1683. Über 120.000 muslimische Soldaten unter Großwesir Kara Mustafa Pascha belagerten von Juli bis September Wien. Beim Vormarsch und beim Rückzug des osmanischen Heeres werden so gut wie alle Ortschaften geplündert, niedergebrannt, entvölkert und die Einwohner versklavt.

Während des Massakers von Chios im April 1822 durch die Osmanen an der griechischen Bevölkerung  wurden alle Männer, die älter als zwölf Jahre waren, alle Frauen über vierzig Jahren und alle Kinder unter zwei Jahren ermordet. Die restlichen griechischen Einwohner wurden versklavt. Insgesamt wurden 25.000 christliche Griechen ermordet, 45.000 Griechen als Sklaven verkauft und rund 10.000  Einwohner konnten fliehen. Zwei Jahre später richteten die Osmanen auf der griechischen Nachbarinsel Psara ein ähnliches Massaker unter den rund zwanzigtausend griechischen Einwohnern an.

Die Massaker an den christlichen Armeniern von 1894 bis 1896 wurden von Sultan Abdülhamid II. befohlen und forderten rund 300.000 Todesopfer. Mit Hilfe der lokalen muslimischen Bevölkerung wurden die Deportationen und Plünderungen durchgeführt. Teilweise wurde versucht die christliche Bevölkerung zur Konversion zum Islam zu zwingen. Im Jahr 1914 zwangen Teşkilat-ı-Mahsusa-Dschihadisten griechische Männer im wehrfähigen Alter aus Thrakien und Westanatolien in Arbeitsbataillone, in denen Hunderttausende starben. Die Zwangsarbeit von griechischen Männern wurde begleitet von Deportationen der allgemeinen Bevölkerung, die den Charakter von Todesmärschen annahmen. Während 1914 und 1923 kam es alleine in der Pontos-Region von Anatolien zu rund 360.000 Todesopfern nach Massakern, Vertreibungsaktionen und Todesmärschen.

Henry Morgenthau, der Botschafter der Vereinigten Staaten im Osmanischen Reich von 1913 bis 1916, bezichtigte das osmanische Reich einer Kampagne von „abscheulicher Terrorisierung, grausamer Folter, Treiben von Frauen in Harems, Vergewaltigung von Mädchen, den Verkauf vieler von ihnen für jeweils 80 Cent, dem Deportieren und Ermorden Hunderttausender und dem Verhungern lassen weiterer Hunderttausend nach der Vertreibung in die Wüste, sowie die Zerstörung tausender Dörfer und vieler Städte, alles Teil einer vorsätzlichen Ausführung eines Schemas zur Vernichtung der armenischen, griechischen und syrischen Christen der Türkei.

Der eigentliche Völkermord an den Armeniern geschah während des 1. Weltkrieges, zwischen 1915 und 1918. Die türkisch-islamische Regierung löschte in Todesmärschen, Gefangenenlagern und bei örtlichen Massakern ungefähr 1,5 Millionen armenische Menschenleben aus. Später, während des Massakers von Izmir im Jahr 1922 werden 25.000 armenische Christen und christliche Griechen ermordet und rund 200.000 vertrieben.

Mit der Eroberung des Nordsudan im 19. Jahrhundert  durch Muhammad Ali Pascha, mit der damit einhergehenden Jagd auf schwarze Sklaven im heutigen christlichen Südsudan, war der Grundstein für einen beinahe fünfzigjährigen Unabhängigkeitskrieg gelegt. Während des Krieges des islamischen Nordsudans gegen den christlichen Südsudan kamen seit 1955 über zwei Millionen südsudanesische christliche Zivilisten ums Leben.

Mit den arabischen Eroberungszügen im achten Jahrhundert gegen den indischen Subkontinent und der damit verbundenen Zwangsislamisierung und über 600 Jahre währenden muslimischen Besetzung verloren Millionen von Hindus ihr Leben. Der muslimische Glaubensimperialismus weitete sich schnell in Asien aus. Malaysia, Sumatra oder Indonesien, all diese Länder hatten ursprünglich eine eigene Religionsvorstellung die mit Gewalt und Terror unterdrückt wurde. So befinden sich die hinduistischen und buddhistischen Bevölkerungen zumindest Südasiens seit hunderten von Jahren in einem kontinuierlichen Abwehrkampf gegen den Islam. Von 1990 bis heute wurden in Kaschmir tausende von Hindus von islamischen Gotteskriegern ermordet.

Nach der Annexion West-Papuas im Jahr 1969 durch Indonesien mit nachfolgender Zwangsislamisierung wurden über 100.000 Ungläubige verschleppt und ermordet. 1975 überfiel das islamische Indonesien den Inselstaat Osttimor. Während der 24 Jahre andauernden islamischen Besatzung wurden bis zu 183.000 der rund 800.000 überwiegend christlichen Zivilisten ermordet.

Die islamische Sklaverei

Über die Jahrhunderte war der Sklavenhandel ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der islamischen Welt und der Koran toleriert diese Sklaverei. Bis ins Jahr 2017 hält der Islamische Staat in Syrien und im Irak christliche und jesidische Frauen und Mädchen als Sexsklavinnen gefangen und missbraucht sie. Über die Jahrhunderte waren aus Europa verschleppte weiße Sklavinnen hochbegehrt auf den islamischen Sklavenmärkten. Alleine bei der Unterwerfung Spaniens versklavten die arabischen Herren 150.000 Christen.

Kaum zu übertreffen ist die Menschenverachtung der islamischen Gemeinde gegenüber den schwarzen Bewohnern Afrikas. Über dreizehn Jahrhunderte dauerte die Versklavung von siebzehn Millionen schwarzen Bewohnern Afrikas durch die islamischen Invasoren. Mit der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert kommt der Islam nach Afrika und mit ihm die Sklaverei.

„Im Jahre 652 zwang der Emir Abdallah ben Said dem nubischen König Khalidurat einen Schutzgeld-Vertrag auf: Nubien sollte in Zukunft unter dem Schutz Allahs und seines Propheten Mohammed stehen, sofern es jedes Jahr 360 Sklaven beiderlei Geschlechts an den Imam der Muselmanen überstellte.“ Der französisch-senegalesische Anthropologe N’Diaye weiter: „Der muslimische Sklavenhandel war der längste in der Geschichte der Menschheit. Er währte 13 Jahrhunderte und hatte viel mehr Opfer als der Sklavenhandel nach Amerika, der 400 Jahre dauerte. Und das Traurigste daran ist, dass die meisten der Verschleppten unglücklicherweise keine Kinder bekommen konnten, weil sie kastriert wurden.“

Die Schwarzafrikaner werden in die arabische Welt, in die Türkei, nach Persien und nach Indien verschleppt oder sie werden durch die Sahara nach Nordafrika getrieben. Viele sterben schon bei den Überfällen auf die Dörfer, viele an den Strapazen des Transports. Die männlichen Sklaven werden kastriert bevor sie auf den Sklavenmärkten angeboten werden. Auf jeden Überlebenden dieser grausamen Operation kommen vier Tote.  Nicht nur die Eunuchen, die im Haushalt arbeiten oder die Harems bewachen, auch die Jungen und Männer, die Schwerstarbeit auf Plantagen oder im Bergbau leisten müssen, werden entmannt. Den Sklaven der Harems entfernte man sämtliche Geschlechts­organe und den Arbeitssklaven entfernte man nur die Hoden. Die Kastration der Verschleppten löscht die nachkommenden Generationen aus. „Der Völkermord wurde im Namen  Allahs begangen, der Koran verbietet allein  die Versklavung von Moslems. Durch die Islamisierung wurden die afrikanischen Könige zu Mittätern„, so N’Diaye. Wer sich dem Islam unterwarf, konnte der Versklavung theoretisch entgehen. Wer kein Moslem werden wollte wurde gezielt gejagt.

Dhimmitum und Pogrome in den eroberten Gebieten                                  

Seit dem elften Jahrhundert teilen die islamischen Juristen die Welt das „Haus des Islam“ (Dar al-Islam) und das „Haus des Krieges“ (Dar al-Harb). Im „Haus des Islam“ wird das islamische Recht praktiziert und im „Haus des Krieges“ muss die islamische Ordnung erst noch aufgebaut werden. Der Dschihad wird also für die politische Ordnung, für die Scharia geführt. Nach der Eroberung des jeweiligen Landes stellte sich also sogleich eine umfangreiche Islamisierung der jeweiligen Gesellschaften ein. Einige Gebiete wurden religiös vollständig „gesäubert“,  so machte beispielsweise der zweite Kalif  ganz Arabien, außer dem Jemen, „christenrein“ und „judenrein“.  Im Jahr 1058 wurde das christliche Antiochia im antiken Syrien unter Folter und Todesdrohungen muslimisch gemacht. Beispielsweise wurden im marokkanischen Fez im Jahr 1033 über 6.000 Juden grausam ermordet.

In anderen Gebieten mit überwiegend christlichem oder jüdischem Anteil, wie in Nordafrika war dies so einfach nicht möglich. So wurden  Juden, Hindus oder Christen mit eingeschränktem Rechtsstatus zu Schutzbefohlenen, als sogenannte Dhimmis geduldet.  So unterlagen und unterliegen Juden und Christen, Buddhisten, usw. in den eroberten islamischen Gebieten bestimmten rechtlichen Einschränkungen, bestimmten Kleidervorschriften und der Bezahlung einer Schutzsteuer.

Die Unterworfenen durften keine Waffen tragen, Christen und Juden mussten besondere farblich gekennzeichnete Kleidungsstücke tragen, durften auf Eseln, nicht auf Pferden reiten und mussten eine bestimmte Dhimmi-Kopfsteuer bezahlen. Zeugenaussagen von Dhimmis vor Gericht gelten nicht gegen Muslime. Bei einem Vergehen eines Muslims gegen einen  Dhimmi erhielt dieser nur die halbe Strafe. Während die grausamsten Hinrichtungsarten überwiegend den „Dhimmi“ vorbehalten waren, konnte ein Muslim wegen der Tat gegen einen Dhimmi nicht hingerichtet werden.  So waren Dhimmis vorsichtig ausgedrückt „Bürger zweiter Klasse“ und es verwundert nicht, dass über die Jahrhunderte viele Dhimmis  die „Vorzüge der Scharia“ erkannten und zum Islam konvertierten.

Knapp achthundert Jahre stand die iberische Halbinsel unter muslimischer Herrschaft.  Abgesehen von einer kurzen Periode weniger Jahrzehnte relativer religiöser Toleranz im zehnten Jahrhundert unter dem Kalifen von Córdoba litten die Einwohner Spaniens über Jahrhunderte bis ins Jahr 1492 unter den islamischen Besatzern. Im Jahr 889  kam es in Elvira und 891 in Sevilla zu umfassenden Pogromen gegen Christen. Beispielsweise nach dem Zusammenbruch des Kalifats im Jahr 1031 „säuberten“ die Almohaden und Almoraviden religiös Spanien von Nichtmuslimen. Zehntausende Juden und Christen mussten entweder konvertieren oder ins christliche Nordspanien oder in die Levante fliehen. Im spanischen Kalifat waren Juden stets Unterworfene. Als erstes Pogrom an Juden in Europa, im islamischen Herrschaftsgebiet von al-Andalus, gilt das Massaker von Granada im Jahr 1066. Am 30. Dezember stürmte eine muslimische Menschenmenge den Königspalast und kreuzigte den jüdischen Wesir Joseph ibn Naghrela. In der Folge wurde der Großteil der jüdischen Bevölkerung der Stadt von einem muslimischen Mob, über 1.500 jüdische Familien – rund 4.000 Personen, ermordet.

Bis zur islamischen Eroberung im Jahr 640 war Ägypten überwiegend koptisch-christlich, erst am Ende des 12. Jahrhunderts nach diversen antichristlichen Verfolgungen bildeten die Muslime die Mehrheit. Beispielsweise wurden im Jahr 2001 bei den Massakern von el-Koscheh 21 Kopten und bei einem Bombenanschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria  am Neujahrstag 2011  21 Menschen ermordet. Im Mai 2010 kam es in Ägypten zu einer Welle von Überfällen von Muslimen auf Kopten, was viele Christen dazu zwang, aus ihren eigenen Häusern zu fliehen. Trotz der Hilferufe traf die Polizei erst ein, nachdem die Gewalt vorbei war. Koptische Frauen und junge Mädchen werden in Ägypten besonders oft entführt und gezwungen, zum Islam zu konvertieren sowie moslemische Männer zu heiraten.

Die Verfolgungsgeschichte der Bahai in Persien beginnt beinahe zeitgleich mit ihrer Religionsgründung im Jahr 1850. In dieser Zeit wurden  über 20.000 Bahai massakriert. Nach der islamischen Revolution 1979 wurden die Verfolgungen gegen die Bahai systematisch betrieben. Seither wurden Tausende Bahai verhaftet, grausam gefoltert und  Hunderte wegen ihrer religiösen Überzeugung hingerichtet.  Von 1979 bis 1985 war die gesamte gewählte Führung der Bahai in 210 Hinrichtungen ermordet worden.

Die ersten Verfolgungen der Jesiden durch Muslime begann 1415 als die Jesiden nicht mehr als eine muslimische Sekte wahrgenommen wurden. Anfang 1970 ließ Saddam Hussein jesidische Städte räumen und zerstören um die ansässigen Jesiden zum Islam zwangszubekehren. Am 14. August 2007 verübten vier Selbstmordattentäter im Süden Sindschars ein Massaker bei dem 500 Jesiden ermordet wurden. Am 3. August 2014 überfiel der Islamische Staat Sindschar und verübte ein Massaker an über 5.000 Männern und Jungen. Über 7.000 Frauen und Kinder wurden entführt und die Frauen als Sexsklavinnen verkauft.

Nach dem Krieg von 1948 der arabischen Staaten gegen den neu gegründeten Staat Israel kam es zu umfangreichen und gewalttätigen Vertreibungen von Juden aus den arabischen Ländern. Im Jemen lebten seit knapp 3000 Jahren Juden, im Irak war die jüdische Gemeinde mindestens 2700 Jahre alt. Von den 130.000 Juden im Irak blieben einige hundert, 75.000 Juden verließen Ägypten, 25.000 verließen Syrien, 63.000 den Jemen, 40.000 Libyen, mehr als 100.000 Tunesien, 140.000 Algerien und 250.000 Marokko. Insgesamt wurden knapp 800.000 jüdische Flüchtlinge aus den muslimischen Staaten von 1948 bis 1950 vertrieben und von Israel aufgenommen.

Die Scharia

Neben dem Koran, werden die Hadidte, die Aussprüche und Handlungen Mohammeds, sowie die Prophetenbiographie als Überlieferung des islamischen Glaubens bezeichnet. Aus diesen Glaubengrundlagen des Islams wird die Scharia abgeleitet. Die Scharia gibt das islamische Recht an, sie gilt als Ordnung Gottes und darf daher nicht durch menschliche Gesetze ersetzt werden. Freilich wird die Scharia in den islamischen Staaten nur teilweise und auch unterschiedlich praktiziert.  „Grenzvergehen“ verletzen das Recht Gottes. Der Koran bedroht den unzüchtigen Unverheirateten nach Sure 24,2-3 mit 100 Peitschenhieben, den Verheirateten mit der Todesstrafe. Schwerer Diebstahl fordert nach Sure 5,33 die Amputation der rechten Hand und im Wiederholungsfall des linken Fußes. Zu den Kapitalverbrechen zählt in der Scharia zudem die Homosexualität und der Abfall vom Islam und der verlangt nach Auffassung aller vier islamischen Rechtsschulen die Todesstrafe. Zentraler Punkt der Scharia ist die Unterdrückung der Frau und die damit einhergehende Geschlechterseparierung mit dem Gebot der Verschleierung. Frauen sind im Islam in mehrfacher Hinsicht Menschen zweiter Klasse.

Beispielsweise werden im islamischen Gottesstaat Iran auch noch heute Frauen nach außerehelichem Geschlechtsverkehr gesteinigt. Per Strafgesetz werden die Frauen bis zum Kopf eingegraben und mit Steinen auf sie geworfen bis sie qualvoll sterben, dabei ist penibel die Größe der Steine und die Reihenfolge der Werfer festlegt. Im Iran müssen Frauen seit der Islamischen Revolution von 1979 außerhalb des Hauses einen Schleier tragen. In der Öffentlichkeit müssen Frauen alle Körperteile inklusive der Haare, außer Händen, Füßen und Gesicht bedeckt halten und sie dürfen keine enganliegende Kleidung verwenden. Die Verschleierungspflicht sowie die Kleidungsvorschriften werden von der Sittenpolizei streng kontrolliert und mit Gefängnisstrafen und Verurteilungen mit Peitschenhieben durchgesetzt. Allein in der Hauptstadt Teheran werden dafür bis zu 7.000 Geheimagenten eingesetzt. Immer wieder kommt es nicht nur im Iran zu Säureanschlägen auf Frauen, wenn diese sich nicht „tugendhaft“ kleiden. Die Frauen sind dadurch oftmals ihr Leben lang entstellt. Allein im Jahr 2015 konfiszierte die Verkehrspolizei im Iran mehr als 40.000 Fahrzeuge von Frauen, die im Auto ihr Haar nicht unter einem Kopftuch verborgen hatten. Die Autos wurden beschlagnahmt und die Fälle an die Justiz übergeben. Die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr ist im Jahr 2010 zu 90 Peitschenhieben und einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie in einem Film mit einer Glatze auftrat um nicht den Hijab tragen zu müssen. Die iranische Frauenrechtlerin Nasrin Sotoudeh wurde von einem Teheraner Revolutionsgericht zu einer elfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, davon fünf Jahre, weil sie in einer im Iran nie gezeigten Videobotschaft kein Kopftuch getragen hatte.

Parinas Parhisi schreibt über die Frauenrechte im Iran: „Die Ehe einer iranischen muslimischen Frau mit einem Nichtmuslim ist nicht gestattet. Der umgekehrte Fall ist dagegen zulässig, sofern die Gattin einer monotheistischen Religion angehört. Die Familienführung obliegt dem Ehemann, was als eine gesellschaftliche Verpflichtung, weniger als ein Verfügungsrecht des Mannes über die Frau verstanden wird. Der Ehemann muss von diesem Recht zum Wohle der Familie und deren Stabilität Gebrauch machen, andernfalls erfüllt er den Missbrauchstatbestand nach Art. 40 der iranischen Verfassung. Ihm kommt außerdem das Recht zu, den Wohnort der Frau zu bestimmen, wenn nichts anderes im Ehevertrag vereinbart wurde. Von diesem „Führungsrecht“ des Mannes sind Normen abgeleitet, wonach die Frau zum Verlassen des Hauses sowie bei einer Auslandsreise seine Erlaubnis benötigt. Die Ehe selbst ist von dem Gedanken der Komplementarität der Rechte geprägt. Diese beinhaltet zum einen die Unterhaltspflicht des Mannes, und zwar unabhängig von Vermögen oder Berufstätigkeit der Frau, zum anderen ihre allseitige sexuelle Verfügbarkeit. So hat die Frau Anspruch auf eine angemessene Unterhaltszahlung durch den Ehemann und dieser das Recht, jederzeit Beischlaf von seiner Ehefrau zu fordern, es sei denn, es liegen Hinderungsgründe (Menstruation) vor.Nach der islamischen Revolution im Iran wurde das Mindestalter für die Verheiratung von Mädchen erst auf dreizehn, später auf neun Jahre herabgesetzt, die Mehr-Ehe für Männer wieder erlaubt und Frauen durften bestimmte Berufe wie den der Richterin nicht mehr ausüben.

Homosexuelle werden im Iran und in anderen islamischen Staaten verfolgt und in Iran an Baukränen öffentlich erhängt. In Pakistan wurde noch kürzlich ein Muslim der sich zum Christentum bekannte zum Tode verurteilt. Der islamisch dominierte UN-„Menschenrechtsrat“ erlaubt keinerlei Kritik an der islamischen  Sharia. Wer die Sharia kritisiert, kritisiert den Islam, wer den Islam kritisiert ist Rassist, so die Aussagen der Repräsentanten der islamischen Länder im UN-„Menschenrechtsrat“. Damit ist jede Kritik an Steinigungen im Iran, Hinrichtungen von Homosexuellen in islamischen Ländern, Todesstrafen bei Apostasie, Amputationen von Gliedmaßen bei Diebstahl, usw. im UN-„Menschenrechtsrat“ untersagt.

Islamische „Denker“ und islamischer Antisemitismus

Die Muslimbruderschaft wurde 1928 von Hasan al-Banna (1906-1949) und sechs Arbeitern der Suez Canal Company in Ägypten während der Weltwirtschaftskrise gegründet. Mit der Idee des kriegerischen Dschihad und der Todessehnsucht als Leitideal des Märtyrers war damit der islamische Fundamentalismus der Neuzeit geboren. Die Dschihad-Bewegung der Muslimbrüder nahm fast ausschließlich den Zionismus und die Juden in ihr Visier. Zur Massenorganisation wurden die Muslimbrüder nicht als antikoloniale, sondern vor allem  als antijüdische, antiwestliche, antimoderne Bewegung.

Politisch forderte die streng nach dem Führerprinzip ausgerichtete Organisation, neben der Unterwerfung der islamischen Frau, die Abschaffung aller Parteien, die Schaffung einer Staatsordnung auf Basis von Scharia und Kalifat, die Abschaffung von Zins und Profit zugunsten einer diktatorisch durchgesetzten Interessengemeinschaft von Arbeit und Kapital, da nach Ansicht der Muslimbrüder Finanz- und Zinskapital die Ursache allen Übels ist.

Sayyid Qutb (1906-1966), trat 1951 der Muslimbruderschaft bei. Er gilt als einer der wichtigsten islamistischen Denker des 20. Jahrhunderts. „Sein Essay „Unser Kampf mit den Juden“, der nach 1967 millionenfache Verbreitung fand und bis heute findet, macht die Juden für den weltweiten moralischen und sexuellen Verfall verantwortlich: „Hinter der Doktrin des atheistischen Materialismus steckte ein Jude; hinter der Doktrin der animalistischen Sexualität steckte ein Jude; und hinter der Zerstörung der Familie und der Erschütterung der heiligen gesellschaftlichen Beziehungen steckte ebenfalls ein Jude.“ Sayyid Qutb erklärte Palästina zum heiligen islamische Gebiet (Dar al-Islam) und Israels Vernichtung zu einer religiösen Pflicht. Juden sind in Anlehnung an Koranverse nach Sayyid Qutb als „Schweine“ und „Affen“ verächtlich zu machen und er bot als wissenschaftliche Erkenntnis die Behauptung feil, dass das Verzehren von nicht-jüdischem Blut ein religiöser Ritus der Juden sei. Die größten Opfer dieser islamistischen Wendung waren die Muslime selbst. Mit dem „Kampf gegen die „Verderber“ ist die Unterdrückung eigener sinnlicher Bedürfnisse gemeint und mit der Rückkehr zu den „heiligen gesellschaftlichen Beziehungen“ die „Unterjochung der Frau“

Der extreme Antisemit Amin al-Husseini (1893–1974) war 30 Jahre der politische Führer und 16 Jahre das religiöse Oberhaupt der palästinensischen Muslime. Zeitweilig war er der wichtigste Repräsentant der arabischen Welt. Der Großmufti von Jerusalem vergötterte den Holocaust und für die Ausbreitung des modernen Antisemitismus im arabischen Raum und die Zusammenarbeit  mit dem NS-Regime in Deutschland spielte er die entscheidende Rolle. Amin al-Husseini war Mitglied der „SS“ und betrieb NS-Propaganda für Deutschland in arabischer Sprache, er war persönlich verantwortlich für die Tötung von tausenden jüdischen  Kindern aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn im Holocaust. Über den deutschen Kurzwellensender Radio Zeesen rief der Mufti zum Dschihad gegen die Juden auf: „Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“ Unermüdlich nutzte al-Husseini sein Amt, um den Antizionismus zu islamisieren und den Hass auf Juden religiös zu motivieren. Offen und in vollem Wissen um Auschwitz propagierte er die Shoah. Während des 2. Weltkrieges mobilisierte der „Großmufti“ auf dem Balkan Muslime für die „Handschar“ Waffen-SS, die unter seinem Befehl durch ihre Gräueltaten traurige Berühmtheit erlangte. Außerdem beteiligte sich Amin al-Husseini an Pogromen gegen irakische Juden. Als der Kriegsverbrecher Amin al-Husseini im Juni 1946 aus französischer Gefangenschaft fliehen konnte wurden die arabischen Dörfer in Palästina mit Girlanden und Flaggen geschmückt. Indem die Alliierten, wegen der arabischen Ölvorkommen den Mufti amnestierten, wurde sein Antisemitismus rehabilitiert. Scharenweise strömten die in Europa gesuchten Nazis in die arabische Welt.

Im Koran und in den Hadithen gibt es unzählige judenfeindliche Passagen. Im Jahr 2012 zitierte der Mufti  der Palästinensischen Autonomiebehörde, Muhammad Hussein eine Koransure vor laufenden Kameras im offiziellen Fernsehsender der Fatah: „Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.“  Ähnliche judenfeindliche Suren sind in der Charta der Hamas nachzulesen und beinahe täglich von irgendwelchen islamischen und antisemitischen Terroristen zu hören. Ebenfalls im Jahr 2012 meinte der oberste Religionsführer des Irans, Ali Chamenei: „Bald wird sich die Welt vom zionistischen Regime, diesem Krebsgeschwür, befreien. Iran wird jedem helfen, der das zionistische Regime bekämpft, so wie es schon in der Vergangenheit Hizbollah und Hamas geholfen hat.“ Lange vor der Staatsgründung Israels gab es muslimische Pogrome gegen Juden in Palästina. Seit der Ausrufung des Staates Israels im Jahr 1948 wird es von seinen muslimischen Nachbarn in seiner Existenz bedroht. Palästinensische Gotteskrieger nehmen ihren göttlichen Auftrag ernst und ermorden Juden wo sie sie nur treffen können.

Nach der „Operation Protective Edge“ im Jahr 2014 tobte auf Europas Straßen der antisemitische, überwiegend islamische Mob. In Wien randalierten muslimische Demonstranten und agitierten gegen den Judenstaat mit Plakaten „Dein Ende wird kommen, Israel“. In Gelsenkirchen, Berlin und allen möglichen deutschen Metropolen skandierten enthemmte überwiegend islamische Wutbürger mit Migrationshintergrund „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“ , „Kindermörder Israel!“ und „Ihr Juden seid Bestien“. Die Berliner „Friedensfreunde“ riefen „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ und „Scheiß-Juden, wir kriegen euch!“ Wenige Tage später, bei der jährlichen antizionistischen Al-Quds-Demonstration kam es auf dem Berliner Kurfürstendamm zu massiven antisemitischen Ausschreitungen. Selbstverständlich bestimmten wieder die Parolen „Tod, Tod, Israel!“, Sieg Heil“ und „Israel, Israel feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ das Bild dieses antijüdischen Events. Nach der kürzlichen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch den amerikanischen Präsidenten Trump war die islamische Welt wieder einmal fassungslos und gab seiner antisemitischen Wut freien Lauf. In der Türkei traf sich der islamische Machthaber Erdogan mit anderen islamischen Diktatoren um gegen Israel zu agitieren und auf Europas Straßen versammelten sich zu Tausenden verhüllte Frauen mit ihren wütenden islamischen Männern um erst zigfach Allahu akbar („Allah ist am größten“) zu rufen und danach mit antisemitische Parolen wie “Tod Israel” und “Kindermörder Israel” keine Zweifel an der eindeutigen Gesinnung aufkommen zu lassen.

Selbstmordkommandos und islamischer Terror

Während im Nahen Osten und in Nordafrika weiter der innerislamische Bruderkampf zwischen Sunniten und Schiiten tobt, der Islamische Staat seine tödlichen Gottesdienste abhält, die Türkei sich in einen islamistischen Staat transformiert, die islamische Welt seit Jahrzehnten versucht den jüdischen Staat Israel auszulöschen, mehren sich seit der Jahrtausendwende nun die Angriffe der islamischen Gotteskrieger in den säkular regierten Ländern der westlichen Welt. Islamische Selbstmordattentäter ermorden unter Allahu-Akbar-Rufen wahllos Passanten, Konzertbesucher, Juden, Besucher von Weihnachtsmärkten vor allem deswegen, weil der westliche liberale Lebensstil, die selbstbewussten Frauen, die Homosexuellen dieser „ungläubigen Gebiete“ die religiösen Gefühle der Mörder verletzen. Die Liste des islamischen Terrors und der Selbstmordattentate ist eine Never-Ending-Story, nur beispielgebend sei nachfolgend darüber berichtet.

Mahmoud Ahmadinejad ließ während des ersten Golfkrieges bis 1988 gegen den Irak 500.000 Plastikschlüssel aus Taiwan importieren. Iranische Kinder ab 12 Jahren durften oder mussten die Minenfelder mit ihrem Körper, eingewickelt in Decken räumen.  Vor dem Einsatz wurde ihnen ein Plastikschlüssel aus Taiwan um den Hals gehängt, der ihnen, so die Zusicherung, die Pforte zum Paradies öffnen werde. Diese Kindermärtyrer, gehörten der von Khomeini ins Leben gerufenen Massenbewegung der Basitschi an. Vor der Mobilisierung der Kindermärtyrer versuchte die iranische Regierung die Minenfelder mit kleinen Tieren, wie Esel, Hunden oder Ponys räumen zu lassen. Dieses Vorhaben misslang allerdings, weil die Tiere nach kurzer Zeit merkten in den Tod zu laufen und ihr Instinkt sie dazu zwang zurückzulaufen. Die Basitschi waren das Vorbild der ersten Selbstmordattentäter der Hisbollah im Libanon und sind bis heute eine Art Sturmabteilung der islamischen Revolution geblieben, die als „Sittenpolizei“ interveniert oder gegen Oppositionelle wütet und dabei stets den Kult der Selbstaufopferung zelebriert.

Islamische Selbstmordattentäter die seit Jahren in israelische Schulbusse steigen, erst „Allahu akbar“ rufen, um sich und alle anderen in den Tod reißen, sind davon überzeugt durch ihre Tat sofort ins Paradies aufzusteigen um sich mit 72 Jungfrauen vergnügen zu können. Beim islamischen Bombenanschlag im Jahr 2002 wurden am 12. Oktober in der Stadt Kuta auf der indonesischen Insel Bali in zwei Diskotheken 202 feiernde und tanzende Menschen getötet und über 209 zum Teil schwer verletzt. Die religiös motivierten Attentäter der Gruppe  Jemaah Islamiyah jubelten im Gerichtssaal als ihnen die Todesurteile verkündet wurden. Sie freuten sich, lagen sich nach „Allahu akbar“ Rufen in den Armen und konnten den vermeintlichen Einzug ins Paradies kaum erwarten.

Bei den islamischen Attentätern der Madrider Zuganschläge im Jahr 2004 mit 191 Toten und 2051 teilweise schwer verletzten Besuchern, den Terroranschlägen im Juli 2005 in London mit 52 Toten, den Bombenanschlägen in Mumbai 2006 mit 209 Toten und 714 Verletzen, den Terroranschläge in Brüssel im März 2016 mit 32 Toten, den Anschlag in Nizza im Juli 2016 mit 86  toten Zivilisten verhielt es sich nicht viel anders. Die islamischen Gotteskrieger verabscheuen das Leben und lieben den Tod. Die nekrophile Parole der vom deutschen Faschismus  inspirierten Selbstmordattentäter von der Hamas über die Hisbollah bis zum Islamischen Staat lautet: “Ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod“. Der Glaube an das Paradies mit 72 Jungfrauen ist offenbar unerschütterlich.

Am 1. September 2004 nahmen rund achtzig islamistische Terroristen im nordossetischen Beslan 1.127 Kinder und Erwachsene einer Schule als Geiseln um tschetschenische Terroristen freizupressen und um dem Ziel eines islamischen Gottesstaates in Tschetschenien näherzukommen. Die Islamisten lehnten trotz starker Hitze  die Lieferung von Nahrungsmitteln und Wasser ab. Der Durst zwang die Gefangenen teilweise ihren Urin zu trinken und sich bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Nach drei Tagen versuchte eine Gruppe von Geiseln zu fliehen, worauf die Terroristen auf sie zu schießen begannen und sich ein stundenlanges Feuergefecht mit den russischen Spezialeinheiten entwickelte, bis diese das Gebäude stürmte. Im Verlauf der Kämpfe stürzte die Decke im Sportsaal der Schule ein, was vielen Kindern das Leben kostete. Insgesamt kostete  331 Geiseln, Kindern und Lehrkräften  der islamische Terror das Leben. Der Organisator der Geiselnahme, der islamische Gottskrieger Schamil Salmanowitsch Bassajew meinte der Krieg wird erst vorbei sein wenn das „Gesetz Allahs in Jerusalem herrscht.

Der jüdische Staat Israel ist eine demokratische und fortschrittliche Insel inmitten reaktionären, islamischen und von daher undemokratischen Staaten. Israel nimmt gerade mal ein Prozent der Fläche Saudi Arabiens oder 1,5 Promille der Fläche der 18 Staaten der Arabischen Liga ein. Die Existenz dieses Zwergstaats mit seinen „Ungläubigen“ macht die islamische Welt seit seiner Gründung rasend, die Fahne Allahs muss für die Fanatiker über ganz Palästina wehen. Allein seit der Jahrtausendwende sind in Israel knapp 1.500 Zivilisten islamischen Angriffen zum Opfer gefallen. Arabische Dschihadisten verübten allein zwischen September 2000 und Dezember 2005 insgesamt 147 Selbstmordattentate mit über 500 ermordeten Israelis. Vor allem im Zuge der zweiten Intifada kam es zu zahllosen Selbstmordanschlägen, beispielsweise am 1. Juni 2001 auf die Diskothek „Dolphinarium“ in Tel Aviv  mit 21 Toten und 120 Verletzten, am 9. August 2001 auf die Pizzeria „Sbarro“ in Jerusalem mit 15 Toten und 130 Verletzten oder am 27. März 2002 auf eine Pessach-Feier im Park-Hotel in Netanya  mit 30 Toten und 140 Verletzten.

Der Dschihadist Osama bin Laden startete bereits 1998 eine Serie von Autobomben auf die US-Botschaften von Daressalam und Nairobi mit 224 Toten und tausenden Verletzten. Am 11. September 2001 entführte die islamische Terrororganisation al-Qaida  vier Flugzeuge in den USA,  zwei davon lenkten die Terroristen unter „Allahu akbar“ Rufen in die Türme des World Trade Centers und eines in das Pentagon bei Washington. Im vierten Flugzeug entwickelte sich ein verzweifelter Kampf zwischen den islamischen Fanatikern und den Passagieren. Der mutige Kampf der Passagiere wurde nicht belohnt, unter „Allahu akbar“ Rufen der vier Entführer stürzte das Flugzeug über dem Ort Shanksville mit vierzig Menschen ab. Das dritte Flugzeug stürzte in das Pentagon in Arlington bei Washington, sein Flugbenzin explodierte und löste einen Großbrand aus. An dieser Stelle starben an Bord der Maschine 64 Personen, darunter die fünf  Entführer und 125 Menschen im Gebäude. Die in das WTC geflogenen Jets wirkten wie große Brandbomben und brachten die Türme zum Einstürzen. Viele Menschen in den Türmen lehnten sich aus den Fenstern um noch atmen zu können, viele von ihnen stürzten sich verzweifelt in den Tod. Fünf weitere Gebäude des WTC wurden ebenfalls zerstört, ebenso vier U-Bahn-Stationen und dreiundzwanzig weitere Gebäude, die das WTC umgaben. Über 17.410 Menschen konnten aus den Gebäuden evakuiert werden. Knapp 3.000 Menschen kamen bei den islamischen Anschlägen ums Leben. Die Dschihadisten  nahmen vor den Anschlägen Abschiedsvideos auf um sich von ihren Verwanden und Bekannten zu verabschiedeten und um ihre bevorstehende Tat als göttlichen Auftrag zu glorifizieren. Die Selbstmordattentäter des 11. September waren durch ihren religiösen Wahn davon überzeugt nach ihrem Tod in den „Himmel“ aufzufahren.

Nachdem islamische Sittenwächter am 7. Januar 2015 die Redaktion der  französischen Satirezeitung von Charlie Hebdo stürmten und die Redaktion mehr oder weniger auslöschten,  weil die ihren Propheten beleidigt hat und später einen Polizisten und vier jüdische Kunden in einem jüdischen Supermarkt ermordeten, kam es am 13. November 2015 in Paris zu weiteren islamischen Terroranschlägen vor allem im Bataclan mit 130 Toten und 683 Verletzten. Das Bataclan wurde bis kurz vor den Anschlägen  von jüdischen Eigentümern geführt. Die Eigentümer wanderten wie viele  französische Juden wegen dem zunehmenden islamischen Antisemitismus nach Israel aus. Im Bataclan gab es regelmäßig proisraelische Veranstaltungen. Die Dschihadisten begründeten ihr Massaker im Bataclan weil sich dort „hunderte Götzendiener in einer perversen Feier versammelt“ haben. Die drei Dschihadisten feuerten zunächst minutenlang mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge.

Am 19. Dezember 2016 erschoss der Dschihadist Anis Amri den polnischen Speditionsfahrer eines Sattelzugs, raubte den Lkw und steuerte ihn gegen eine Menschenmenge auf dem Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz um elf Besucher zu ermorden und 55 zum Teil schwer zu verletzen. Vor der Mordtat chatte Anis Amri mit seinen Glaubensbrüdern und offenbarte: „Mein Bruder, alles in Ordnung, so Gott will. Ich bin jetzt im Auto, bete für mich, mein Bruder, bete für mich.“

Die muslimischen Aufklärer

In der islamischen Welt gibt es viele Muslime, die unter Lebensgefahr, gegen die Zumutungen des Islam kämpfen oder protestieren. Der algerische Schriftsteller Kamel Daoud erklärte 2016: „Wir haben ein Recht, normal zu leben.“ Kamel Daoud spricht im Namen Hunderttausender Muslime Nordafrikas wenn er die Allmacht des Religiösen beklagt: „Ich weigere mich, an Diskursen teilzunehmen, die sagen, wir, in der arabischen Welt, können nichts dafür, dass es den Islamischen Staat, den Terrorismus und das wirtschaftliche Versagen gibt. Der Islamische Staat, das müssen wir begreifen, ist auch ein Teil von uns. Wir sind selbst schuld an dem, was passiert. Und wir sind diejenigen, die etwas ändern können.“ Beispielsweise schreibt der Islamologe Abdelwahab Meddeb: Der Islam wird nicht „missbraucht“. Das Übel steckt in ihm selbst, wie der muslimische Philosoph Abdennour Bidar in seinem „Offenen Brief an die muslimische Welt“ schrieb. Die Journalistin Asieh Amini gehört zu Irans aktivsten Frauenrechtlerinnen, sie kämpft  gegen die Todesstrafe im Iran und speziell gegen die Hinrichtungen von Minderjährigen und Steinigungen von Frauen. Nach Repressionen und Verfolgungen durch das Regime floh sie 2009 ins Exil nach Norwegen.Viele mutige Frauen im Iran protestieren gegen die Kleidungsvorschriften auf ihre Art, sie lüften ihren Schleier und posten Fotos davon auf Facebook. Viele Frauen legen ihren Schleier nur lässig auf ihren Kopf, so dass Teile der Haare zu sehen sind und riskieren damit von der Sittenpolizei aufgegriffen zu werden.

Ayaan Hirsi Ali kritisiert nicht nur den Islam, sie kritisiert das westliche Appeasement an den Islam: „Kulturrelativisten sehen nicht, dass sie indem sie nichtwestliche Kulturen skrupulös von ihrer Kritik ausnehmen, die Träger dieser Kulturen in ihrer Rückständigkeit einzementieren. Das geschieht mit den besten Absichten, aber wie bekannt ist der Weg zur Hölle mit guten Absichten gepflastert. Es handelt sich um Rassismus in Reinform.“ Ayaan Hirsi Ali drehte mit Theo van Gogh den islamkritischen Film Submission. Am 2. November 2004 wurde Theo van Gogh in Amsterdam von einem muslimischen Gotteskrieger ermordet. Van Gogh war mit dem Fahrrad unterwegs  der Dschihadist auf ihn schoß und als van Gogh  am Boden lag, schnitt er ihm die Kehle durch und heftete mit zwei Messerstichen ein fünfseitiges Bekennerschreiben mit einer Morddrohung an Ayaan Hirsi Ali an den Körper.

Hirsi Ali wurde von der niederländischen Regierung unter Schutz gestellt und vorübergehend außer Landes gebracht. In ihrem Versteck schrieb sie: „Ich trauere um Theo. Dass er mit seinem Sohn nicht nach Amerika ziehen konnte. Dass er sterben musste, um die Aufmerksamkeit auf einige Leute zu lenken, denen der Glaube mehr bedeutet als ein Menschenleben. Ich bin traurig, weil die Niederlande neuerlich ihre Unschuld verloren haben, eine Unschuld, die sich in Theo manifestierte. Der Angriff auf Amerika und Spanien wurde aufgenommen wie etwas, was nur dort geschehen konnte, nicht hier. Theo war nicht so naiv zu glauben, dass es nicht geschehen konnte, sondern dass es ihm nicht geschehen konnte. Er sagte: ,Ich bin der Dorftrottel, dem sie nichts tun. Aber sei du vorsichtig, denn du bist die Apostatin.‘ Ich bin wütend, weil er einer rituellen Schlachtung zum Opfer fiel. Ich bin wütend, weil ich weiß, dass der Täter nicht allein ist: Er ist Mitglied eines Netzwerkes von Moslems, die intensiv mit ihrem Glauben beschäftigt sind und herumlaufen mit dem Plan, unschuldige Menschen zu töten. Islamistischer Terror, in den Niederlanden und außerhalb, kann gedeihen, weil er eingebettet ist in einen großen Kreis gleichgesinnter Moslems.“

Im Gegensatz zu den anderen monotheistischen Religionen ist der Islam kaum reformierbar. Die auf Mohammed herabgesandten Suren des Korans gelten als unmittelbares, ewig und überall geltendes Wort Gottes. Die Suren zu hinterfragen oder situativ relativierende Interpretationen gelten als Blasphemie, als Abfall vom Islam und dieser muss laut Koran mit dem Tode bestraft werden. Die Trennung von Staat und Religion ist im Koran, im Gegensatz zur Bibel, ausgeschlossen. Das ist ein Grund warum während der Aufklärung das Christentum domestiziert wurde und warum eine Aufklärung im Islam bis heute keine Chance hatte.

Ahmad Mansour, Ayaan Hirsi Ali, Kamel Daoud, Abdelwahab Meddeb, Hamed Abdel-Samad und viele andere muslimischen Islamkritiker sind die großen und mutigen Aufklärer über den Islam in unserer Zeit. Sie alle hoffen, wie eine große Zahl von Muslimen in der islamischen Welt, auf Unterstützung aus dem aufgeklärten Westen um vor allem das Leben für die säkularen Muslime, für die unterdrückten Frauen, die verfolgten Homosexuellen, die unterdrückten Andersgläubigen, die gefolterten Gewerkschafter und die eingesperrten Oppositionellen zu verbessern. Bisher hoffen diese großartigen Aufklärer unserer Zeit vergebens, denn die islamophilen Appeaser von links bis rechts bestimmen mehrheitlich den Diskurs.

Das westliche Appeasement

Der Islam ist definitiv eine gewalttätige Religion! Zirka 60 Millionen Christen wurden während der islamischen Eroberungszüge durch den Dschihad ermordet, die Hälfte der Hinduzivilisation, rund achtzig Millionen Hindus wurden ausgelöscht, ungefähr zehn Millionen Buddhisten fielen dem islamischen Terror zum Opfer. Während seiner Expansion nach Europa versklavte der islamische Dschihad über eine Million Europäer. Islamische Sklavenhändler verkauften bis zu siebzehn Millionen Schwarzafrikaner auf nordafrikanischen Sklavenmärkten, auf einen dieser Sklaven kamen vier Tote bei den Überfällen auf die Dörfer und bei den Märschen auf die Sklavenmärkte. Die rund 1.400 Jahre der islamischen Expansion forderten über 200 Millionen Menschenleben von „Ungläubigen“, dabei sind die Abermillionen von muslimischen Opfern der Scharia und der islamischen Ideologie noch überhaupt nicht eingerechnet.

Die islamische Ideologie behandelt Frauen als Menschen zweiter Klasse, Homosexualität wird in vielen islamischen Ländern mit dem Tod bestraft. Zentrales Leitmotiv der islamischen Ideologie ist ihr eliminatorischer Antisemitismus, sie will den Tod des Juden, will die Auslöschung Israels, hasst den „dekadenten“ Westen mit seinen selbstbewussten Frauen, seinen Homosexuellen und allen möglichen diversen Minderheiten, mit der entsprechenden freien Meinungsäußerung. In der arabischen Welt werden die antisemitischen  „Protokolle der Weisen von Zion“, Hitlers „Mein Kampf“ von staatlichen Verlagen millionenfach verbreitet. Regime wie der Iran leugnen den Holocaust. Bereits in den islamischen Kindergärten und Schulen werden die Kinder auf ihren antijüdischen Kampf vorbereitet. Die Schaffung einer Staatsordnung auf Basis von Scharia und Kalifat, die Abschaffung von Zins und Profit zugunsten einer diktatorisch durchgesetzten Interessengemeinschaft von Arbeit und Kapital sind wie die totale Ablehnung des westlichen, liberalen Lebensstils Eckpfeiler dieser mittelalterlichen Ideologie.

Dies alles auszusprechen birgt Gefahren in sich. Vermutlich deshalb fordern angepasste Journalisten und die Mehrheit der Politiker, die sich in der deutschen Ideologie sehr wohlfühlen, mehr Verständnis für jene, die für die eingebildeten und tatsächlichen Demütigungen, die sie erleben, dem „Westen“, „den Juden“, „der Moderne“ die Schuld zuweisen. Nach den islamischen Attentaten in Europa meinten die deutschen Politiker und „Islamexperten“, die Attentate haben nichts mit dem Islam zu tun. Der deutsche Justizminister Heiko Maas besuchte aus Solidarität mit den Muslimen nach den antisemitischen Morden von Paris eine Moschee und auf der Gedenktafel am Breitscheidplatz fehlt die Nennung des Tatmotivs. Der Pfarrer der Gedächtniskirche Martin Germer verteidigt das geplante Mahnmal und dessen Inschrift: „Es sei überflüssig, den Islamismus dort direkt zu benennen.“

Statt religionskritisch den Islam ins Visier zu nehmen, den politischen Islam als Gegner und den Islamismus als Form des Faschismus als Feind zu bekämpfen, verdrängen nicht nur Linke den Imperialismus und den Terror des Islam. Oskar Lafontaine, der ehemalige Vorsitzende der SPD sagte in einem Interview im Februar 2006: „Es gibt Schnittmengen zwischen linker Politik und islamischer Religion.“ Andrea Nahles, die Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, beschwor die „gemeinsame Werte“ zwischen der SPD und der terroristischen Fatah. Renate Kühnast von den Grünen meinte kurz nach dem Attentat eines 17-jährigen Afghanen, der mit einer Axt erst auf Fahrgäste der Bahn und dann auf die Polizei losging, als dieser von der Polizei erschossen wurde: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Für den damaligen CSU Chef Edmund Stoiber zeigte der Streit um die Mohammed-Karikaturen „auf alarmierende Weise, wohin die Verletzung religiöser Gefühle führen könne.“ Stoiber setzte sich nicht für das Recht auf freie Meinungsäußerung ein, er forderte härtere Strafen für Gotteslästerung, die Verschärfung des Blasphemie-Paragraphen und nach den islamischen Terroranschlägen von Paris meinte die christ-demokratische Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Angst vor dem Islam könne durch regelmäßigen Kirchgang und Aneignung von Wissen über die christlichen Festtage gemindert werden.

Für Hamed Abdel-Samad ist der Islam eine unreformierbare Religion, jedoch können Muslime ihre Werte reformieren und dafür kämpft er. Islamkritiker wie Hamed Abdel-Samad sind die großen Aufklärer unserer Zeit. Sie bezahlen einen hohen Preis dafür. Als Hamed Abdel-Samad, der ständig von drei Leibwächtern umgeben ist, da eine  Fatwa über ihm schwebt und alle gläubigen Muslime dazu verpflichtet sind ihn zu ermorden, am Ende eines Interviews gefragt wurde wie es ihm gehe, wie er unter dieser ständigen Lebensgefahr leben kann, antwortete er mit Tränen in den Augen und stockender Stimme: Meinst du ich wollte dieses Leben, meinst du es macht mir Spaß?

 

Quellen: Hamed Abdel-Samad: Der islamische Faschismus: Eine Analyse | Hamed Abdel-Samad: Mohammed: Eine Abrechnung  | Robert S. Wistrich: Der antisemitische Wahn: Von Hitler bis zum Heiligen Krieg gegen Israel | Robert S. Wistrich: Muslimischer Antisemitismus: Eine aktuelle Gefahr | Ulrike Marz: Kritik des islamischen Antisemitismus | Klaus-Michael Mallmann, Martin Cüppers – Halbmond und Hakenkreuz – Das „Dritte Reich“, die Araber und Palästina | Matthias Küntzel: Djihad und Judenhaß | Bat Ye’or: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag – 7. bis 20. Jahrhundert | Boualem Sansal: Allahs Narren: Wie der Islamismus die Welt erobert | Samuel Schirmbeck: Der islamische Kreuzzug und der ratlose Westen

Gleichzeitig veröffentlicht bei Fisch&Fleisch

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32 Kommentare leave one →
  1. 19. Dezember 2017 09:54

    In Berlin hat sich eine Initiative gegründet: „Berlin gegen Islamismus

    Zur heutigen Einweihung des Mahnmals für den islamistischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz schreibt die Initiative:

    Die notwendige Debatte über die ideologischen Motive des Täters wird weiterhin mit einem Tabu belegt. Hierzu trägt auch der Senat Berlins bei. Statt das Problem der islamischen Radikalisierung anzugehen und sowohl das eklatante Versagen der Behörden, als auch die unzureichende Bekämpfung islamistischer Aktivitäten, selbstkritisch zu thematisieren, belässt man es bei Friedensappellen und betreibt routinierte Gedenkpolitik – gemeinsam mit Islamisten.

    Den Jahrestag des Anschlags plant der Senat der Stadt Berlin mit der Enthüllung eines Denkmals zu begehen. Bei den vorherigen Gedenkveranstaltungen nahmen in offizieller Funktion vier Gruppierungen teil, die als islamistisch gelten und unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen:
    • die Dar-Assalam-Moschee (Neuköllner Begegnungsstätte e.V.)
    • das Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung e.V.
    • das Islamische Kultur- und Erziehungszentrum e.V. und das
    • das Teiba Kulturzentrum zur Förderung der Bildung und Verständigung e.V.

    Ach ja, Die „Kriminalgeschichte des Islams“ war überfällig.

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  2. 19. Dezember 2017 11:27

    Neu war für mich vor allem die Dimension der islamischen Sklaverei.Siebzehn Millionen schwarze Sklaven über 13 Jahrhunderte! Dann die Bestialität vor der Versklavung. Schon klar dass die islamische Welt nicht gerne darüber redet.

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  3. 19. Dezember 2017 18:28

    Für den Fall, dass sich ganz besonders schlaue PosterInnen hier her verirren und ihre halb gebildeten „Aber das Christentum ist doch auch so böse…“ Kommentare hinterlassen.

    Es ist zwar richtig, dass die christlichen Untaten sich im Gesamtvergleich durchaus sehen lassen können, aber zum einen gibt es unheimlich viel Literatur darüber, alleine Deschners Werke füllen ein ganzes Regal und zum andren ist die Kritik am Christentum nicht nur erlaubt, sondern wird auch intensiv betrieben. Man wird im Leben nicht fertig damit diese Kritik in ihrer Fülle zu lesen.

    Und damit sind wir schon beim Punkt. Dieser Artikel könnte in keinem muslimischen Land erscheinen, ohne den Autor in Lebensgefahr zu bringen. Würde er nicht durch Polizei und staatliche Autoritäten eingesperrt würde ein mordlüsterner Mob ihm auflauern.

    Gefällt 4 Personen

    • 19. Dezember 2017 18:46

      Stimmt genau und im Artikel geht’s nun mal um die Kriminalgeschichte des Islams, denn ansonsten würde der Titel ja Kriminalgeschichte des Christentums lauten.

      Beste Grüße Jurek

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  4. 19. Dezember 2017 19:38

    Ein kritischer Einwand noch. Du schreibst: „Im Gegensatz zu den anderen monotheistischen Religionen ist der Islam kaum reformierbar.“

    Ich glaube nicht, dass wir das wissen können. Auch eine Reform des islamischen Kanons würde den Terrorismus nicht beseitigen, sondern – was auch wünschenswert ist – den fließenden und oft nicht wahrnehmbaren Unterschied zwischen Muslimen und Islamisten stärker heraus arbeiten und die Abgrenzung vernünftiger Leute vom Terror, von denen es ja ganz schön viele gibt unterstützen. Was die Reform reformieren müsste, wäre die Tendenz zur absoluten Identität von Sprache und Wirklichkeit, Staat und Religion, Ideologie und Wissenschaft aufzugeben. Eine islamische Reformtheologie würde einen islamischen Säkularismus produzieren, der mit dem europäischen kompatibel wäre. Es gibt für mich keinen Grund zu sagen, das wäre nicht möglich.

    Aber der Terror und die islamistische Ideologie selbst sind nicht das Produkt einer tatsächlichen oder angeblichen Unreformierbarkeit der islamischen Religion. Der Terror kommt aus einer unterschiedlichen Perspektive auf die Geschichte. Die Selbstwahrnehmung islamischer Gesellschaften war immer eine suprematistische. Man sah sich als erste Macht des Planeten und zu einigen Orten an bestimmten Zeitpunkten mag das auch so gewesen sein. Die historischen Niederlagen der islamischen Reiche gegen die europäischen Mächte haben zumindest seit 1800, als Napoleon Ägypten eroberte, die tatsächliche Realität der Kräfteverhältnisse offen gelegt, aber nicht die prinzipielle Mentalität verändert. Muslimische Kinder wachsen, wenn sie einem religiösen Elternhaus entspringen, mit dem Narrativ auf, dass der Islam allen anderen Religionen und Ideologien überlegen sei und dass diese Überlegenheit ein Privileg, einen natürlichen Anspruch für sie als Muslime generieren würde, der als suprematistische Erwartungshaltung gelebt wird. Dieser Anspruch geht so tief, dass er auf bewusster Ebene sogar bestritten wird, aber vor allem darin sich ausdrückt, dass auch unter gebildeten und integrierten Muslimen, sofern sie sich als gläubig verstehen, Selbstkritik einfach nicht vorkommt. Selbst bei eher mild gläubigen Muslimen löst eine Kritik am Islam, nach dem Modell der Kritik am Christentum Gesprächsverweigerung aus. Noch bei jeder Unterhaltung mit politisch links stehenden, aber gläubigen Muslimen löst eine offene Debatte darüber, dass muslimische Länder Christen und andere Minderheiten brutal verfolgen ungläubiges Schweigen aus, manchmal auch Aggression. Die zuvor noch bestrittene suprematistische Grundhaltung taucht wieder auf, wenn Kritik am Islam auf historischer Basis, so wie das thinktankboy hier gemacht hat, als unqualifiziert oder auch rassistisch zurück gewiesen wird. Nicht der Inhalt der Vorwürfe wird bestritten, sondern dass man das einfach nicht sagen darf ist die wesentlichste Form der Zurückweisung. Die Gekränktheit und das ständige Beleidigtsein muslimischer communities folgt einem schizophrenen Konflikt, in dem die tatsächliche Lebensrealität als (vermutlich oft auch zurecht) bedrückend, arm und ausgegrenzt erscheint, aber die Emotionen und der Hass dadurch entstehen, dass man glaubt etwas Besseres zu sein. Das Gefühl ist, dass man Anspruch auf etwas hat, das einem die Ungläubigen, die Juden oder der Imperialismus weg genommen haben, weil sich die historische Wirklichkeit im Krieg der Zivilisationen bloß zweiter Sieger geworden zu sein nur als gigantische Verschwörung denken lässt.
    Die Unfähigkeit die eigene Geschichte selbstkritisch reflektieren zu können äußert sich im Hass auf den Westen, dessen Fähigkeit die eigenen Grundlagen zu kritisieren man für die größte Schwäche hält, aber genau deswegen im Wettbewerb der Systeme seit mindestens 300 Jahren verliert. Diesen Widerspruch halten muslimische ZeitgenossInnen nicht aus.
    Der Terror ist die Reaktion einer islamisch religiösen Elite in unterschiedlichsten Ländern, die ihren Einflussverlust und ihren Mangel an konstruktiven Antwort nur noch als permanenten Krieg gegen die Realität führen will. Diese Leute können noch sehr viel Schaden anrichten, aber in einer historischen Perspektive muss man sagen, hat der Islam bereits vor 200 Jahren den Krieg schon verloren. Rechtsextreme und rechstpopulistische Ängste vor einer „Islamsierung“ halte ich persönlich für gegenstandslos.

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    • 20. Dezember 2017 11:48

      Das Hauptproblem aus meiner Sicht ist die für gläubige Muslime unveränderbare Handlungsanweisung durch den Koran. In der Bibel gibt es alle möglichen Evangelien, Briefe usw. von allen möglichen Schriftstellern, die interpretiert werden können. Die Bibel ist eine Ansammlung von Geschichten von verschiedenen Geschichtenschreibern. Der Koran ist die Handlungsanweisung Gottes. Chronologisch geordnet, was in späteren Suren kommt ist gültig, überdeckt im Zweifelsfall die früheren (friedlicheren) Suren. Das direkte Wort Gottes kann man nicht interpretieren. Für gläubige Menschen ist Gott unfehlbar, allwissend und allmächtig.

      „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott was Gottes ist (Matthäus 22:21).“ Die Trennung von Staat und Religion ist in der Bibel angelegt und im Koran ist das Gegenteil der Fall. Die Trennung von Staat und Religion ist aber die Grundvoraussetzung für eine Reform im Islam.

      Wenn man das überlieferte oder geglaubte Leben von Jesus und Mohammed vergleicht, dann wird deutlich dass der eine seinen Frieden nicht nur gepredigt sondern auch gelebt hat und er ermordet wurde und der andere mit Mord und Todschlag und Versklavungen seine Religion verbreitet hat. Es ist schwierig dies anders zu interpretieren.

      Der wichtigste Punkt ist die Todesdrohung für Reformer. Wenn ein Muslim vom Islam abfällt ist er vom Tod bedroht. Die Beispiele von ermordeten Islamkritikern in der islamischen Welt sind kaum zu zählen. Wer riskiert schon gerne sein Leben. Dazu kommt noch die Mischung aus Minderwertigkeitskomplex und Selbstüberhöhung der islamischen Religion (Allah ist der größte) und viele andere psychologische Momente.

      Von daher hätte der Islam nur eine Chance sich zu reformieren, wenn irgendwo ein irgendwie gearteter liberaler Islam, mit der Trennung von Staat und Kirche, mit der Anerkennung der Menschenrechte usw. sich etablieren könnte. Die Anzahl der vernünftigen Muslime, die sich vom Terror öffentlich abgrenzen, ist sehr gering, obwohl es vermutlich viele davon gibt. Wenn Mohammed „beleidigt“ wird, dann gehen Millionen auf die Straße um gewalttätig zu demonstrieren. Wie viele Muslime demonstrieren glaubwürdig gegen die diversen Terroranschläge im Namen Mohammeds?

      Du schreibst: „Eine islamische Reformtheologie würde einen islamischen Säkularismus produzieren, der mit dem europäischen kompatibel wäre.“ Es gibt Reformtheologen wie diesen Mouhanad Khorchide. So gut sein Ansatz sein mag, ohne Kritik, auch heftige Kritik am Islam kann es keine Reform geben. Und diese Kritik wird, wie du auch selbst sehr ausführlich und sehr gut schreibst, wird weder von den Muslimen noch von den deutschen Medien, der deutschen Politik im notwendigen Rahmen zugelassen. Dieser Kritik wird kein Raum gegeben, sie wird im Keim erstickt. Niemand aus Mainstreammedien kann mir den genauen Unterschied zwischen Islam und Islamismus erklären. Ist das Kopftuch noch Islam oder schon Islamismus? Selbst in der emanzipatorischen Linken ist der Streit darüber entbrannt ob man den Islam kritisieren darf. Wenn die kritischen aufgeklärten Muslime so gut wie keine Mitstreiter haben, wie soll sich der Islam dann auch nur im Ansatz reformieren? Ich kann es mir nicht vorstellen, kann aber nicht ausschließen dass sich in 200 Jahren mal daran was ändern wird und darum habe ich auch „kaum reformierbar“ geschrieben.

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      • 20. Dezember 2017 16:50

        Dazu noch übrigens das:

        https://de.qantara.de/inhalt/der-mauretanische-menschenrechtsaktivist-biram-dah-abeid-den-arabischen-rassismus-ueberwinden

        „In Mauretanien werden noch immer Kinder in die Leibeigenschaft hineingeboren und haben keine Chance, sich jemals wieder daraus zu befreien. Für den mauretanischen Menschenrechtsaktivisten Biram Dah Abeid ist das die extremste Form von arabischem Rassismus in Nordafrika. “

        Nachdem Quantara 2010 Tidiane N’Diaye erledigen wollte und ihm unterstellte ein „ressentimentgeladenen Pamphlets voller historischer Ungenauigkeiten“ geschrieben zu haben, dürfte sich die Richtung wieder ins Vernünftige drehen.

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      • 20. Dezember 2017 17:06

        Ein interessantes vielsagendes Interview: „Was bedeutet das für die Gegner der Sklaverei?

        Dah Abeid: Sie gelten als anti-islamisch, weil die Sklaverei als ein heiliger, von Gott angeordneter Akt betrachtet wird. Meine Mitstreiter und ich wurden von den religiösen Autoritäten exkommuniziert und auch vom Staat als außerhalb des Islam stehend bezeichnet, also als Apostaten, die den Tod verdienen. Das ist ihre Sicht des Islam. Ich bin bekennender Muslim, ich komme gerade von der Pilgerfahrt in Mekka, aber ich verfolge die Vision eines Islam, der auf der Gleichheit aller Menschen aufbaut und sich daher klar gegen die Sklaverei ausspricht.“

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  5. 20. Dezember 2017 17:10

    Hier noch einmal das im Text verlinkte Video über die 13 Jahrhunderte andauernde Sklaverei der Moslems, dem „verschleierten Völkermord“ mit dem senegalesischen Anthropologen Tidiane N’Diaye :

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  6. 26. Dezember 2017 11:33

    Ich habe vorhin einen guten Artikel (nach dem Anschlag von London) bei Schlaglichter.at gelesen, den ich euch nicht vorenthalten will.

    „Ich bin in Indien geboren. Ich habe weit mehr islamistischen Terror gesehen als der durchschnittliche Westler. Ich sage euch, was eure Medien vermeiden werden zu erwähnen. Das A-Wort. Es gibt einen Unterschied zwischen Terror und Aufstand. Vergesst all die vorhersehbaren Antworten. Vergesst die Anzug tragenden Apologeten im Fernsehen, die für diese Gräueltaten den Kolonialismus verantwortlich machen, die Armut, den Rassismus, die zunehmende Islamophobie, …..

    Man muss das Wesen eines Aufstands begreifen. Ein Aufstand ist eine Bewegung. Ein Aufstand muss weder koordiniert noch zentral geplant werden. Eine der am besten erforschten aufständischen Bewegungen ist das ‚Naxalite Movement‘, das aus verschiedenen Gruppen maoistischer Radikaler bestand, und an seinem Höhepunkt über eine Dekade lang Krieg gegen die Indische Regierung führte. Die Bewegung war kaum zentralisiert oder auch nur koordiniert. Die meisten Aufständischen handelten örtlich begrenzt, mit verschiedenen operativen Fähigkeiten und Einsatzplänen, und in unterschiedlichem Tempo. …..

    Budapest, Prag oder Bratislava sehen sich nicht mit dem konfrontiert, mit dem London, Paris, Brüssel und St. Petersburg konfrontiert sind. Oder auch Kaschmir, Xinjiang oder Manila. Der Terrorist als einsamer Wolf ist ein Mythos. Es gibt Gruppen von Schläfern in jeder großen westlichen Stadt. Die unmittelbare stramm-rechte oder stramm-linke Reaktion würde entweder die Einwanderung oder die Geschichte der Kolonialisierung für den Terrorismus verantwortlich machen. Aber sagt mir: wie viele Inder, Chinesen und Koreaner findet ihr, die in beliebigen Städten in aller Welt Bomben werfen? Wie viele Russen, Georgier und Ukrainer mähen Achtjährige nieder? In jedem einzelnen dieser Orte existiert ein Konflikt, in jeder einzelnen dieser Gesellschaften handelt die Geschichte von Armut, Kolonialismus und Autoritarismus. Diese Faktoren sind nachrangig in Hinblick auf die spezifischen Umstände, die den Islamismus betreffen. Kolonialismus verursacht keinen islamistischen Terrorismus, sonst würde Manila nicht vom IS belagert werden. ….“

    https://www.schlaglichter.at/aufstand-gegen-den-westen/

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    • 27. Dezember 2017 14:25

      Man sollte das in seiner ganzen Widersprüchlichkeit sehen, Terrorismus kann und wird noch sehr viel Schaden anrichten, aber wie Bob Marley einmal sang: „none of that can stop the time“.
      Der Aufstand gegen den Westen existiert, weil es ein Aufstand gegen die Globalisierung ist, für die Israel im Nahen Osten auch stellvertretend steht. Die kapitalistische Globalisierung ist eine unaufhaltsame Kraft, die irreversibel ist. Der islamische Terrorismus ist eine von mehreren Versuchen diese aufzuhalten, aber er kann bloß ein knirschendes Bremsgeräusch erzeugen, das auf Dauer wieder verschwinden wird.

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  7. 26. Dezember 2017 17:05

    Michael Wolffsohn über Judenhass, Jerusalem und die die fatale Gewöhnung an die islamistische Gewalt:

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    • 26. Dezember 2017 17:07

      Die Mehrheit der Terroristen sind keine Eskimos oder Indianer. Es sind Muslime. Warum ist das so? Prof. Dr. Michael Wolffsohn in einem Interview anlässlich seines 70. Geburtstags.

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    • 27. Dezember 2017 14:24

      Wenn Michael Wolffsohn in den diversen Talkshows zu Themen wie Jerusalem oder Antisemitismus auftritt, dann ist er meistens derjenige der die klügsten und besonnensten Diskussionsbeiträge abgibt.

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  8. 27. Dezember 2017 18:48

    Noch ein interessantes Buch:

    The Future of Religious Minorities in the Middle East (Hrsg. von John Eibner)

    Es gibt auch eine Google Books Ausgabe, die mehr Text enthält, als die Amazon Vorschau.

    https://books.google.co.uk/books?hl=en&lr=&id=HQRBDwAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA13&ots=7D0IKxMKgd&sig=zQs_LvmSIc6Zx-co33jAxUF_tb0&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false

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  9. Gustav permalink
    28. Dezember 2017 11:10

    Hamed Abdel Samad gegen eine hysterische Muslima im TV:

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  10. 30. Dezember 2017 23:19

    Ein Must-Read von Tom Holland: All the East is Moving

    https://www.firstthings.com/article/2016/08/all-the-east-is-moving

    „The assumption that the conflict between medieval Christendom and its Arab and Turkish adversaries was merely an expression of inveterate European racism, rather than what it truly was—a desperate, see-sawing struggle for survival—was enshrined as a new orthodoxy. Elites who had once delighted in proclaiming the supremacy of their own culture now pat themselves on the back for scorning it.“

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    • 31. Dezember 2017 10:59

      Irgendwie ist da auch ein Körnchen Selbsthass im „Denken“ der europäischen Kulturrelativisten, wie mir scheint. Man könnte auch von kulturrelativistischem Nihilismus sprechen, der Hass auf die Aufklärung, auf die westlichen Werte muss jedenfalls sehr groß sein.

      Ich wünsche jedenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  11. 2. Januar 2018 16:50

    Im Iran gibt es nach 2009 wieder einen Aufstand gegen die Mullahs. 2009 gab es weder von der EU noch von Obamas USA Unterstützung. Im Gegensatz zu Sigmar Gabriel, der mit lauwarmen Statements glänzt hat sich Trump auf die Seite der Demonstranten gestellt.
    Und was ist in unseren Medien zu hören? Wo kommen fundierte Iranexperten wie Stephan Grigat zu Wort. In der Bildzeitung:

    Grigat: Diesmal sind die Proteste von Beginn an wesentlich radikaler. Quasi vom ersten Tag an wird zum Sturz Chameneis und dem Ende der islamischen Republik aufgerufen. Das geschah 2009 erst später. Zuerst ging es um den Wahlbetrug. Die Erfahrung von 2009 hat viele jüngere Leute davon überzeugt, dass das Regime einfach nicht reformierbar ist. Wer 2009 noch auf die sogenannten „Reform-Islamisten“ gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht.
    Auch von dem ‚neuen Reformer Rouhani‘, der 2013 gewählt wurde, sind viele enttäuscht, weil er keines der Versprechen, die er damals gegeben hat, einhalten konnte oder überhaupt wollte. Rouhani ist kein ‚moderater Hoffnungsträger’, sondern das freundliche Gesicht des Terrors. Der Anteil derer, die die Grundpfeiler der Islamischen Republik infrage stellen, ist jetzt wohl noch größer als 2009.“

    Wir haben jetzt vier Tage Proteste mit tausenden Teilnehmern, dutzenden Festnahmen und zwei Toten erlebt. Warum ist gerade Europa bislang so schweigsam zu den Vorgängen im Iran?

    Grigat: „Wenn man das politisch beurteilt, ist es ganz klar ein Skandal. Vom amerikanischen Präsidenten kann man halten, was man will, aber – anders als unter Obama – gibt es deutlich klarere Ansagen an das iranische Regime. Auch vom kanadischen Außenministerium, das ja ganz anders als Donald Trump tickt, kam eine sehr deutliche, unterstützende Stellungnahme zu den Protesten.
    Gerade vor diesem Hintergrund ist es ein Skandal, dass von den europäischen Regierungen und der Europäischen Union als Ganzes bislang so wenig zu hören ist. Ich denke, dass das an den ökonomischen Interessen Europas im Iran liegt.

    http://www.bild.de/politik/ausland/iran/iran-interview-54341304.bild.html

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    • 3. Januar 2018 14:37

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    • 4. Januar 2018 15:13

      Dazu sollte man noch was sagen: die Proteste im Iran gingen von islamischen Hardlinern in Mashaad aus. Die Leute riefen „Tod für Rouhani“, weil dieser wirtschaftlichen Aufschwung für den Verzicht auf Atomwaffen (zumindest vorerst) versprochen hatte. Nun hat der Iran keine Atomwaffen, aber immer noch eine wirtschaftliche Misere. Der Grund warum das Regime so lange zusah und keine brutale Niederschlagung anordnete war wohl, dass der Sicherheitsapparat zunächst dachte er würde bloß seinem eigen radikalen Flügel gegenüber stehen, während sich im ganzen Land auf einmal ganz andere Protestbewegungen formierten, die auf Systemwechsel und Abschaffung des velayat-e-faqih (Die Herrschaft der Rechtsgelehrten akka Mullahs) hinaus wollten.
      Ich halte die Kritik an Obama vom Jahre 2009 für überzogen. Kein Politiker von außen hätte die Niederschlagung verhindert, weder durch Solidarität noch durch schöne Worte. Obamas Politik war drauf aus, die USA aus dem Nahen Osten raus zu halten und nicht wieder hinein zu führen. Sein Ignorieren der „roten Linien“ war nur folgerichtig. Obama wollte die Ressourcen der USA aus dem Nahen Osten hin zum Pazifik führen. Es ist ganz gut, dass Trump das wieder rückgängig gemacht hat, aber Obama und seine Administration dafür zu tadeln, dass sie halt ihre Politik gemacht haben finde ich nicht richtig.

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    • 5. Januar 2018 10:27

      Stimmt, die ersten Demonstrationen gab es in Mashaad, aber schon kurz darauf gab es Proteste im ganzen Land. Die Revolutionsgarden sind nicht nur für die Unterdrückung der Bevölkerung da, sie verwalten auch den Reichtum des Landes, sie führen ganze Unternehmen und sind die Oberschicht im Iran. Die Leute leben in Armut und der Staat gibt viel Geld für die Terrorgruppen im Ausland aus. Das wissen die Demonstranten und so radikalisierte sich der Protest, der anfangs vor allem wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage begründet war. Stephan Grigat sagt: „Quasi vom ersten Tag an wird zum Sturz Chameneis und dem Ende der islamischen Republik aufgerufen.“

      Trump und Netanjahu haben sich mit den Demonstranten im Iran solidarisiert, was von den europäischen Politikern nicht zu sagen ist. Warum nicht? Die Unterdrückung der iranischen Bevölkerung ist vor allem möglich, weil der Iran von Europa unterstützt wird. Deutsche Politiker unterstützen die Geschäfte mit dem Iran und die deutschen Unternehmen verdienen viel Geld damit. Nur so kann der iranische Repressionsapparat auch bezahlt werden.

      Das mindeste wäre die Gewalt des Regimes zu verurteilten. Der notwendige Regime Change könnte durch scharfe Sanktionen herbeigeführt werden. Auf die Terrorliste der EU gehören die iranischen Revolutionsgarden und selbstverständlich auch die gesamte Hisbollah. All das geschieht nicht, im Gegenteil und so werden die Proteste wahrscheinlich niedergeschlagen werden. Über 20 Demonstranten sind bereits ums Leben gekommen und hunderte wurden verhaftet.

      Die gesamte Berichterstattung über die Proteste in den deutschen Medien und die Statements von Gabriel und Co. sind eine Schande. Es wird von BEIDEN Seiten gefordert sich zu mäßigen!! Wenn ich mir überlege was bei den Maidan-Unruhen in ARD und ZDF zusehen und zuhören war, wie viele Brennpunkte es gegeben hat und wie die deutsche Politik die Opposition, auch finanziell unterstützt hat, obwohl die (korrupte) Regierung demokratisch gewählt war und keine Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr steinigen ließ.

      Natürlich kann man kaum von außen im Iran militärisch eingreifen. Weder von der EU oder den USA würde ich das fordern. Obama wollte die Versöhnung mit dem Islam, unterstützte Mursi, nahm die Truppen aus dem Irak und ging auf Konfrontation mit Israel. Das alles hielt ich für falsch. So sympathisch Obama als Mensch ist, ich finde seine Politik im Nahen Osten ist grandios gescheitert. Was nach dem Rückzug der USA aus dem Irak passierte war schrecklich. In das Vakuum stieß der IS und die Zerstörung des Irak und Syriens mit Millionen von Flüchtlingen sind das Ergebnis. Freilich gibt es für diese Kriege viele andere Gründe und Ursachen, angefangen von der Aufteilung der Länder nach dem Untergang des Osmanischen Reiches bis zu den Zumutungen des Islam. So unsympathisch Trump als Mensch ist, seine Politik im Nahen Osten erscheint mir meilenweit besser zu sein als die von Obama.

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      • 5. Januar 2018 13:22

        Dazu noch dieser Beitrag vom Gatestone Institut:

        https://www.gatestoneinstitute.org/11666/iran-hezbollah-financing

        „Ironically, Iran’s receiving more than $100 billion in frozen assets for the hapless „nuclear deal“ succeeded in breaking the solidarity between Iranian people and the Ayatollahs‘ regime better than the sanctions did.“

        Die Proteste in Mashaad waren diejenigen, die Rouhani für zu moderat halten und sich darüber beschweren, dass der Iran weder Atombomben noch seine Wirtschaftskrise im Griff hat. Die extremistischen Elemente haben Rouhani dafür verantwortlich gemacht, weil jener den Atomdeal als Ausweg aus dieser Krise sah. Die durch den Deal 100 Mill. $ verfügbarer Assets gingen nicht in den Iran sondern wurden sofort von der IRGC zur Finanzierung der Kriege im Jemen, Irak, Syrien, Gaza und Libanon verbraucht oder verschwanden auf anderem Wege in den Taschen einer korrupten Elite. Die Proteste, die sich gegen das Regime richten wurden bis jetzt nicht mit aller Gewalt unterdrückt zu denen diese Faschisten fähig sind, weil das politische System in Unordnung geraten ist und die Sicherheitskräfte unsicher sind, mit wem sie es wirklich zu tun haben. Das könnte sich in nächster Zeit natürlich drastisch ändern, wenn der Wächterrat beschließen sollte Rouhani zu entmachten.

        Ich bin natürlich ganz bei dir, dass die EU die Hizbollah und die IRGC auf eine Terrorliste gehören, aber es ist nicht so wesentlich welche bürokratischen Konsequenzen folgen, sondern dass der Iran sich zumindest teilweise aus den arabischen Krisengebieten zurück zieht. Wenn die Preoteste dazu führen, dass der IRan auf ein oder zwei Kriege verzichten und zum Beispiel die Houthis opfern muss, weil das Geld zur Stützung der Lebensmittelpreise verwendet wird, ist es bereits ein Erfolg und eine Schwächung der Position des Iran. Ein Kollaps des Regimes ist zwar wünschenswert, hätte aber noch ein paar andere weitreichende Konsequenzen, die alles andere als angenehm sind. Das Regime in Teheran hat zwar jetzt mehr Geld, aber der Ölpreis ist immer noch zu niedrig, um es auf Dauer zu finanzieren.
        Solange der Iran eine Bedrohung für den saudischen Machtanspruch darstellt hat Mohammed Bin Salman eine Motivation einen Ausgleich mit Israel zu suchen und die Emirate in den Golfstaaten dabei mitzunehmen. So groß die Bedrohung Israels durch den Iran auch ist, ein schneller Kollaps der Teheraner Mullahs könnte diese Motivation zunichte machen und die jahrzehntelange terroristische Bedrohung durch arabische Extremisten erneut anheizen und die gemeinsamen Interessen zwischen Israel und den Saudis wären null und nichtig. Es ist für Israels Sicherheit jedoch wichtig, die saudischen Prinzen auf seine Seite zu holen, weil diese im Gegensatz zu den Palästinensern tatsächlich Frieden machen können.
        Die Proteste im Iran selbst könnten dazu führen (sicher ist natürlich nichts), dass sich der Iran strategisch so zurück zieht, das weder Hizbollah noch Hamas eine weitere Chance bekommen Krieg zu führen, ohne dass der Iran in einem weiteren Blutbad implodiert. Regime Change sollte eine Sache sein, die nicht sofort das nächste Syrien im Nahen Osten produziert. (Ist zumindest meine Meinung.)

        Was man zu Obama sagen muss ist, dass sein Atomdeal vielleicht doch besser ist, als es ursprünglich aussah, und sein Plan den Iran in einem strategischen Containment zu halten vielleicht wider Erwarten tatsächlich aufgeht. Ich würde das als Möglichkeit zumindest nicht ausschließen wollen.

        Und mir persönlich ist es vollkommen egal, ob Junker und Mogherini irgendwelche Reden halten. Nichts was sie tun oder sagen, ändert irgendetwas für die Protestierenden im Iran.

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      • 6. Januar 2018 10:48

        Die Gesichtspunkte die du aufführst sind alle richtig und nachvollziehbar, die Lage ist für Israel kompliziert, aber sie birgt auch Chancen.

        Wir sind uns einig, ein Regime Change wäre für die Bevölkerung des Irans ein Segen, wie es danach in der Region aussehen würde, hängt sicherlich von der anschließenden Situation im Iran ab und wie die Nachbarn reagieren würden. Ein längerer anhaltender Bürgerkrieg dürfte die Folge sein. Ein zweites Syrien wünscht sich niemand.

        Die Chance für einen Sturz der Mullahs ist ohnehin nicht sehr groß, zur Niederschlagung der Proteste setzt der Iran seit gestern die gefürchteten Revolutionsgarden ein.

        Sicher haben die Worte von Junker und Mogherini wenig Einfluss auf die Lage im Iran, aber mit einer anderen europäischen und deutschen Politik hätten die Mullahs mehr Probleme sich zu halten. Ausschließen würde ich auch nichts im Iran, sei es in Bezug auf den Atomdeal oder den Ausgang der Proteste.

        Es ist halt auch eine Sache der Moral und der Glaubwürdigkeit sich mit den Demonstrierenden im Iran zu solidarisieren, aber Moral und Glaubwürdigkeit sind Fremdwörter für Junker, Gabriel und wie sie sonst noch alle heißen.

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  12. 3. Januar 2018 14:04

    Von Götz Aly habe ich einige Bücher über den Holocaust, die nationalsozialistische Rassenhygiene, die 68er, und den deutschen Antisemitismus gelesen. Aly war aktiv in der Studentenbewegung, habilitierte 1994 am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin in Politikwissenschaft, war Professor für Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut in Frankfurt am Main, usw, usw.

    Götz Aly schreibt am 1.1.18 in der Berliner Zeitung:

    Die Bluttat von Kandel
    Das Vertrauen in die öffentliche Sicherheit ist angeknackst

    Tagesjournalismus erfordert Wiederholungen. Das liegt daran, dass über zähes politisches Hin und Her berichtet werden muss und über Vorgänge, die sich binnen 24 Stunden nur minimal ändern.

    Deshalb sei kurz wiederholt, worauf ich – damals wenig populär – angesichts der vielen neuen Flüchtlinge am 22. September 2015 hinwies: „Zur Willkommenskultur der Einheimischen gehört die Anpassungskultur der Neuankömmlinge.“– „Eines muss mit kompromissloser Härte durchgesetzt werden: Das Grundgesetz steht über dem Koran.“ – „Frauen und Männer sind gleichberechtigt; Selbstjustiz ist verboten.“ – Viele Flüchtlinge stammen „aus Verhältnissen, in denen „patriarchale, tribale und voraufklärerische Lebens- und Moralvorstellungen dominieren“.

    Dieser Tage bewegt uns der mutmaßliche Mord von Kandel: Am 27. Dezember wurde dort die 15-jährige Mia von dem afghanischen Flüchtling Abdul D. erstochen, weil sie erklärtermaßen nicht mehr mit ihm gehen wollte.

    Am 20. Dezember versuchte ein anderer afghanischer Flüchtling aus demselben Motiv, eine 17-jährige Deutsche in der Berliner Havel zu ertränken. Am 22. Dezember stach ein Flüchtling (16) in Darmstadt auf seine deutsche Exfreundin ein. Durch Zufall endeten beide Fälle nicht tödlich.

    Am 29. Dezember versuchte ein Nigerianer (23) im schwäbischen Wendlingen, eine 27-jährige Frau vor die einfahrende S-Bahn zu stoßen, weil diese eine andere Frau vor dessen Belästigungen hatte schützen wollen. Andere Wartende überwältigten den Mann in letzter Sekunde. Die drei letztgenannten Taten fanden kein Echo in überregionalen Medien. Ganz offensichtlich werden sie als Bagatellen behandelt.

    All das – und vermutlich mehr – geschah binnen einer Woche und erschütterte das allgemeine Sicherheitsgefühl. Als ich in den Herbstferien meinem ältesten Enkel (14) auf seinen Wunsch hin Israel zeigte, traktierte mich dessen Mutter mit den strengen Reisewarnungen des schweizerischen Außenministeriums.
    Ich antwortete ihr leicht genervt: „Die Chance, in Israel ein Messer zwischen die Rippen zu kriegen, ist nach meinem Gefühl deutlich geringer als in Berlin-Neukölln.“ Die Reise verlief problemlos. Aber eines zeigt das Argument: Auch mein Vertrauen in die öffentliche Sicherheit Deutschlands ist angeknackst.

    Und gewiss werde ich meiner Enkelin nicht raten: „Kümmere dich doch bitte nett um die armen unbegleiteten ‚Geflüchteten‘.“ Ihre und andere Eltern werden solches erst recht nicht mehr tun, sondern ängstlich warnen – egal, welche Partei sie wählen.

    Daran knüpfen sich Fragen. Muss man es hinnehmen, dass sich der aus Afghanistan stammende Mörder einer Freiburger Joggerin lügnerisch als Minderjähriger ausgab und im Fall Mia Ähnliches zu vermuten ist? Lässt es sich nicht verhindern, dass offenbar immer mehr junge Männer mit ziemlich langen Messern in der Tasche herumlaufen?

    Dass Aydan Özoguz (SPD), Staatsministerin für Flüchtlinge und Integration, zu all dem schweigt, überrascht leider nicht.

    Aber ist es nicht ein Zeichen von Feigheit, dass die Bundeskanzlerin das Thema in ihrer Silvesteransprache mied? Das im Alltag so wichtige Grundvertrauen in fremde Menschen zerbricht an einer Mordtat wie der in Kandel. Sie zerstört das freundliche Miteinander. Sie nagt im Gedächtnis des Herzens.

    Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/29417352

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    • 4. Januar 2018 12:12

      Helal Hadi hatte am 31. Mai 2017 kurz vor 18 Uhr in der Oldenburger Fußgängerzone vor den Augen zahlreicher Passanten – darunter viele Kinder – den 33-jährigen syrischen Kurden Abdul Hanan Jakub mit dem Messer regelrecht aufgeschlitzt. Jakub hinterließ seine Ehefrau, die zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war, und zwei Kinder im Alter von sechs und zehn Jahren. Der Vorfall schockierte die Oldenburger Bevölkerung.

      Der Mörder Helal Hadi fastete am Ramadan und fühlte sich von einem Raucher in der Fußgängerzone gestört. „Kulturelle Besonderheiten“ dürften „nicht außer Acht gelassen“ werden, etwa die „kulturell bedingte Angst des Gesichtsverlustes“. meinte nicht der Verteidiger, sondern der Staatsanwalt von Oldenburg.

      http://www.achgut.com/artikel/das_ramadan_blutbad_von_oldenburg_ein_prozessbericht

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    • nussknacker56 permalink
      9. Januar 2018 21:28

      Götz Aly trifft in seinem Kommentar einen ganz wunden Punkt. Das Schweigen großer relevanter Teile der Gesellschaft und der politischen Parteien zu den Zumutungen eines aggressiven und intoleranten Islam unterminiert das Vertrauen in den bürgerlichen Rechtstaat und stärkt rechte Gruppen, die hier einfache Lösungen anbieten.

      Die wirkliche Gefahr für unsere relativ freie Gesellschaft droht bislang nicht von der AfD sondern ich sehe diese vielmehr in der Feigheit derer, die sich auf ihre Fortschrittlichkeit sehr viel einbilden, sich bei den immer drängenderen Problemen aber einfach wegducken oder auf – in diesem Zusammenhang – völlig irrelevante Themenfelder wie Kapitalismus, Rassismus usw. verweisen.

      Die AfD könnte sich gar keine besseren Steigbügelhalter wünschen.

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  13. 17. April 2018 14:55

    Der Islam ist eine unreformierbare Religion und aktuell die wohl größte Gefahr für den Weltfrieden. Ich kann jedenfalls die Angst der Menschen vor dem islamischen Terror sehr gut nachvollziehen.

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