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Antizionisten in eigenen Worten

26. Dezember 2012

"Friedenskämpfer" v.l.n.r.: A. Rosenberg, der Großmufti v. Jerusalem, Ali Chamenei, Holger Apfel, Yassir ArafatAntizionismus ist eine gegen den Zionismus, gegen den Zwergstaat Israel gerichtete politische Ideologie. Der Antizionismus ist ein von Grund auf reaktionäres Phänomen. Nachgerade entsetzt macht den Vernunftmenschen die gewählte Sprache der Antizionisten, ganz zu schweigen von den dazugehörigen Taten. Wenn es um die „Judenfrage“ geht kommt es augenscheinlich zu unheimlichsten Allianzen. Ist es nicht bedenklich wie sich die folgenden 35 Ansichten ähneln? Jeden Menschen, der angeblich für Gerechtigkeit und Frieden eintritt, müsste es ins Grübeln bringen, wenn er die folgenden antizionistischen Statements aufmerksam durchliest. Ich distanziere mich ausdrücklich von nachstehenden menschenverachtenden und judenfeindlichen Aussagen, die ich ausschließlich zu  Aufklärungszwecken hier dokumentiere:

1) “Denn indem der Zionismus der anderen Welt weiszumachen versucht, daß die völkische Selbstbesinnung des Juden in der Schaffung eines palästinensischen Staates seine Befriedigung fände, betölpeln die Juden abermals die dummen Gojim auf das gerissenste. Sie denken gar nicht daran, in Palästina einen jüdischen Staat aufzubauen, um ihn etwa zu bewohnen, sondern sie wünschen nur eine mit eigenen Hoheitsrechten ausgestattete, dem Zugriff anderer Staaten entzogene Organisationszentrale ihrer internationalen Weltbegaunerei; einen Zufluchtsort überführter Lumpen und eine Hochschule werdender Gauner“ (Adolf Hitler in „Mein Kampf“ 1925)

2) „Je länger der Brand in Palästina anhält, um so mehr festigen sich die Widerstände gegen das jüdische Gewaltregime in allen arabischen Staaten und darüber hinaus auch in den anderen moslemischen Ländern“ (Alfred Rosenberg 1938)

3) „… daß die palästinensischen Bevölkerung im israelischen Apartheitsstaat in eine auswegslos desperate Lage gebracht wurde, in der es zu dumpfem, international alimentiertem Dahinvegetieren mit Ausbrüchen selbstmörderischer Gewalttätigkeit keine Alternative gibt. Die Lage wurde von zionistischen Schlächtern absichtsvoll und systematisch herbei geführt, viele von ihnen haben sich dazu bekannt. Die Errichtung des KZ Gaza zementierte diese Lage noch einmal, weil sie die palästinensischen Bevölkerungsteile gegeneinander stellt, der “Feldzug” gegen die Insassen erübrigte nebenher alle oben zitierten Bekenntnisse. … nur besteht der alternativlose Gewalteinsatz in der Entwaffnung der zionistischen Militärs und Zerschlagung der logistischen Verwurzelung ihrer Macht in der israelischen Ökonomie“ (TomGard in Jakob Augsteins „Freitag“ am 09.03.2010)

4) „Der jüdische Staat hat schon bei seiner Gründung die Araber (Palästinenser – dieser Begriff existiert nicht in Israel) mit den Nazis verglichen und weist seitdem immer wieder auf die Einmaligkeit des Holocaust hin, um jegliche Israel-Kritik im Keim zu ersticken. Aber was heißt schon Einmaligkeit, wenn ein jüdischer Staat die ethnische Säuberung der Palästinenser betreibt? Im Namen des Holocaust sollten wir eine Lehre daraus ziehen und uns gegen diesen Blockade-Siedlungs-Krieg und die Ausrottungspolitik des jüdischen Apartheid-Staates stellen.“ (Evelyn Hecht-Galinski in der NRhZ im Februar 2010)

5) “Wieder hat eine der mächtigsten Militärmächte der Welt seine Todesmaschinerie auf den Gaza-Streifen gelenkt. Ein Gebiet, mit 365 Quadratkilometer kleiner als Wien und von fast 1,5 Millionen Palästinensern bewohnt, wird zu Lande, zu Wasser und aus der Luft beschossen, bombardiert, wird zum Ziel der Vernichtung.” (Kersten Radzimanowski von der NPD-Pressestelle im Januar 2009)

6) „Das Ziel der A1-Fatah-Bewegung ist die Befreiung Palästinas in seiner Gesamtheit, die Auslösehung des Zionismus in wirtschaftlicher, politischer, militärischer, kultureller und ideeller Hinsicht(Vierter Konvent der Al-Fatah, Damaskus, Syrien, 31. Mai 1980)

7) „Die Regeln der guten Haushaltspolitik und der marktwirtschaftlichen Ordnung, auf die sich die Merkel-Regierung gerne beruft, sind außer Kraft gesetzt. Pech für die Schlecker-Frauen: Mit Putzmitteln und Körperpflegeprodukten lässt sich kein Krieg führen. Würde der Staat Israel für die Durchsetzung seiner machtpolitischen Interessen auf Zahnpastatuben setzen und nicht auf Atomraketen, die berufliche Zukunft von rund 13.000 Drogistinnen wäre sicher.“ (Jakob Augstein in SPON am 4.6.2012)

8) »Die Existenz des Zionismus in unserer angestammten Heimat ist einer der Irrtümer, von denen die menschliche Geschichte voll ist. Dieser Irrtum darf nicht fortbestehen und ist zum Tode verurteilt« (Leitartikel in AI-Ba’ath Damaskus, dem offiziellen Organ der regierenden Baath-Partei, 2. Mai 1975)

9) „…Alles andere führt nur dazu, dass Israel sich als Staat letzten Endes selbst vernichten wird. Dies wäre kein Phyrrussieg mit moralischem Kollateralschaden mehr, sondern es wäre die atomare Vernichtung der Region Naher und Mittlerer Osten als Region insgesamt. Es wird daher weiter für den Moment nichts anderes helfen, als entweder „die Gebiete“ ohne „wenn und aber“ und das heißt vor allen: unter strikter Umsetzung von UN-Resolution 242 und folgende zu einem unabhängigen Nationalstaat zu erklären – oder aber, sie definitiv zu annektieren und im dann entstandenen Groß-Israel/Palästina den demokratischen Umbau zu beginnen. Was nichts anderes bedeutet, jedenfalls für den Moment, als das bereits totgesagte anti-zionistische Projekt der Fatah vom demokratischen laizistischen Gesamt-Palästina in Angriff zu nehmen. Zusammen mit Fatah – und Hamas. (…) „Vielleicht würde es uns helfen, uns noch mehr in Erinnerung zu rufen. Beispielsweise Einzelheiten aus der Geschichte des Boykotts gegen Südafrika.“ („Rahab“ in Jakob Augsteins “Freitag” am 15.02.2010)

10) „Die Schäden, die Israel durch den Überfall auf die Palästinenser im Gazastreifen verursacht hat, wodurch praktisch die gesamte Infrastruktur, zahlreiche Häuser und Wohnungen, Kraftwerke usw. zerstört wurden, belaufen sich nach vorsichtigen Schätzungen auf 4 Milliarden Euro. Die Bundesrepublik hat zugesagt, hiervon 150 Millionen Euro zu zahlen. (..) Die Bundesregierung ist gefordert, hier selbst aktiv zu werden. An Israel sind keinerlei Unterstützungsgelder mehr zu zahlen, da sich die Bundesregierung dadurch mitschuldig macht an den Verbrechen gegen die Palästinenser. Gegenüber dem Wa-Geschrei könnte erklärt werden, daß Gelder stattdessen für die Palästinenser gegeben werden. Sämtliche Leistungen für Personen, die die israelischen Angriffskriege unterstützen und gutheißen, sind einzustellen. Unsere Mitbürger müssen aufgefordert werden, keine Waren aus Israel mehr zu kaufen, da dadurch der Kriegskurs dort unterstützt wird. Jeder Tourist, der nach Israel kommt, unterstützt die Israelis, die zu 80% hinter dem Krieg gegen die Palästinenser stehen. Verhalten wir uns solidarisch gegenüber den Palästinensern, boykottieren wir Israel, wo es geht!“ (NPD Landesverband Hamburg 07.03.2009 – NPD Homepage)

11) Der Siegesmarsch wird weitergehen, bis die palästinensische Flagge über Jerusalem und in ganz Palästina weht — vom Jordan bis zum Mittelmeer, und von Rosh Hanikra bis nach Eilat” (Yasir Arafat, Rede an der Universität Beirut, Saut Falastin, Beirut, 7. Dezember 1980)

12) „Man ist von Israel ja einiges gewohnt, aber der Angriff mit mindestens 10 Toten stellt eine neue Qualität des israelischen Staatsterrorismus dar. Man muß sich allerdings nicht wundern, daß Israel im Rambo-Manier Schiffe kapert und dabei auch Menschen umbringt, denn der Zionistenstaat steht bekanntlich international außerhalb jeder ernsthaften Kritik. Seit der Gründung des Staates 1948 und der damit verbundenen millionenfachen Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung zieht sich eine Blutspur durch die gesamte Geschichte Israels. Ich fordere den sofortigen Abbruch der diplomatischen Beziehungen Deutschlands zu dem Schurkenstaat und die Verhängung von politischen und wirtschaftlichen Sanktionen gegen Israel. Der Überfall muß durch eine internationale Untersuchungskommission genauestens aufgeklärt werden. Selbstverständlich sind auch sofort alle Zahlungen der BRD und der EU an das Netanjahu-Regime zu stoppen” (Holger Apfel von der NPD zu den Vorkommnissen auf der Gaza-Hilfsflotte am 31.5.2010 in Dresden)

13) »Friede heißt für uns Zerstörung Israels. Wir stellen uns auf einen totalen Krieg ein, einen Krieg, der Generationen hindurch dauern wird. Seit im Januar 1965 die Al-Fatah geboren wurde, sind wir der gefährlichste Feind Israels geworden … Wir werden nicht ruhen bis zu dem Tag, an dem wir in unsere Heimat zurückkehren und an dem Israel vernichtet ist …« (PLO-Führer Yasir Arafat)

14) „Bald wird sich die Welt vom zionistischen Regime, diesem Krebsgeschwür, befreien. Iran wird jedem helfen, der das zionistische Regime bekämpft, so wie es schon in der Vergangenheit Hizbollah und Hamas geholfen hat“ (Ali Chamenei, politischer und religiöser Führer des Iran im Februar 2012)

15) “Diese gezielten Angriffe auf die libanesische Zivilbevölkerung sind es, welche als Kriegsverbrechen geahndet werden müssen. Die militärischen wie auch parlamentarischen Verantwortlichen aus Israel haben sich nach internationalem Recht in Den Haag einem Kriegsverbrecher-Tribunal zu stellen.” (NPD Görlitz am 31. Juli 2006)

16) “Ich habe schon seit langem gesagt, noch lange vor den aktuellen Ereignissen, dass viele unserer führenden Persönlichkeiten in Israel und die Generäle und auch der (Verteidigungsminister) Barak, ja insbesondere der Barak, an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gehören. Sie sollte dort angeklagt und abgeurteilt werden für ihre Kriegsverbrechen, das vertrete ich schon seit langem.” (Felicia Langer Interview im „Muslimmarkt“ 30.12.2008)

17) “Auch wenn Kramers Vorwurf zutreffen würde, „die Hamas ist es, die sich hinter der palästinensischen Bevölkerung als Schutzschild verkriecht”, stellt sich die Frage, welche Lehren Kramer dann aus der Geschichte gezogen hat? Wird nicht noch heute das Vorgehen gegen sogenannte Partisanen geahndet, über 60 Jahre nach dem Krieg?” (Dr. Olaf Rose von der NPD am 7. Januar 2009)

18) “Und wenn man behauptet, Hamas benutzt Kinder als Schutzschild, da kann man darüber nur lachen, weil Gaza zur Hälfte aus Kindern besteht…” (Felicia Langer im Interview mit der iranischen Nachrichtenagentur IRIB 2009)

19) „Israel gleicht einem selbstsüchtigen verzogenen Kind. Es wirft ein Schaufenster ein. Die Menschen schauen weg. Es steigt in den Laden ein. Die Menschen schauen weg. Es nimmt die Waren an sich. Die Menschen schauen weg. Es verwüstet den Laden. Die Menschen schauen weg. Es bewirft die Menschen ausserhalb des Ladens mit Gegenständen. Die Menschen schauen weg. Höchste Zeit, diesem Kind mal so richtig den Arsch zu versohlen“ („Firenze4“ in Jakob Augsteins “Freitag” Mai 2010)

20) “Seit Wochen tobt wieder einmal der Krieg im Nahen Osten und wieder einmal heißt der Kriegstreiber Israel. Mit militärischer Überlegenheit ist eine, von den USA und leider auch von Deutschland, perfekt ausgerüstete Kriegsmaschinerie in den dicht besiedelten Gaza-Streifen eingefallen. Die Zivilbevölkerung leidet und die deutschen Medien stehen wieder fest an der Seite der Besatzer und Kriegstreiber aus Jerusalem. Wir (…) stellen uns klar an die Seite der Opfer, klar an die Seite Palästinas.” (Volksdeutsche Stimme NPD, Junge Nationaldemokraten)

21) „Die Palästinenser, enteignet und gequält durch Israel, haben mein Herz und meine Seele gewonnen und dies bis auf den heutigen Tag. (…) Der Tsunami des palästinensischen Strebens nach Freiheit wird nicht enden, er ist unbesiegbar! (…) Vereint im gerechten Kampf!” (Felicia Langer im Januar 2012)

22) „Ich wäre stolz Felicia Langer zu sein“ („thinktankgirl“ am 14.02.2010 in Jakob Augsteins „Freitag“)

23) „Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.“ (Muhammad Hussein, ranghöchster geistlicher Führer der PA im Januar 2012)

24) „Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“ (Amin al-Husseini  November 1942 über Radio Zeesen Berlin)

 25) »Die Teilung Palästinas im Jahr 1947 und die Gründung eines Staates Israel sind grundsätzlich null und nichtig .. Die Befreiung Palästinas wird den Zionismus und den Imperialismus zerstören.« (Der Palästinensische Nationalbund  -der PLO- Artikel 19 und 22)

26) „… Jeder weiß es: Israel hat den Palästinensern ihr Land genommen. Sie sollten sich dafür, nach 60 Jahren Unrecht, bei den Palästinensern entschuldigen und es als natürlich anerkennen, dass so etwas zu einer agressiven Gegenwehr führt – gerade sie müssten es eigentlich verstehen. s gibt keinen Grund, weniger von Israel zu verlangen. … („Bürger Fro“ am 09.03.2010 in Jakob Augsteins „Freitag“)

27) „Der Zionismus – der Feind aller Menschen” (Autonome Nahostgruppe Hamburg 1989)

28) “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich. (..) Über die Jahrhunderte der Diaspora hat sich bei Juden – und ich sag jetzt bewußt Juden und nicht Israelis – ein fast schizophrener Verfolgungswahn entwickelt” (Georg von Grote in Jakob Augsteins “Freitag” am 5.4.2012)

29) „Zionismus ist ein Mittel für ehrgeizige Spekulanten, sich ein neues Aufmarschgebiet für Weltbewucherung zu schaffen.“ (Alfred Rosenberg 1921)

30) „Der Konflikt im Nahen Osten kann nicht anders gelöst werden als durch die Zerschlagung, des Zionistischen Staates“ (Arbeiterkampf, Oktober 1973)

31) “Weil der Iran den Regierungen der USA, der EU und Israels zu selbstbewusst geworden ist und sich wagt, eigene Interessen vertreten, rüsten die USA und ihre Vasallen zum Krieg. Deutlich wird das Kriegsgebaren an den nun beschlossenen und ab 1. Juli 2012 in Kraft tretenden Sanktionen gegen den Iran. Die Sanktionen zielen nicht nur auf eine Schwächung der Öl-Industrie des Irans ab, sie streben die nachhaltige Zerstörung der ökonomischen Existenzgrundlagen des Irans an, um diesen in einen Krieg zu zwingen.” (Ronny Zasowk von der NPD im Juli 2012)

32) “Die Gefahr kommt von Israel ­ der viertgrößten Militärmacht der Welt, die atomare Waffen besitzt und eine sehr gefährliche Regierung hat. Der Iran bedroht Israel nicht. Iran ist kein aggressives Land, es hat seine Nachbarn seit Jahrhunderten nicht angegriffen. Die Rhetorik von Präsident Ahmadinedschad ändert daran nichts. Abrüstung ist im Nahen Osten ein Imperativ. Israel will aber keine Kontrolle seiner Atomwaffen zulassen. Der israelische Publizist Uri Avnery nennt die ganze Geschichte von der angeblich existenziellen Bedrohung Israels durch den Iran einen Bluff.” (Felicia Langer im April 2008)

33) „Der Staat Israel, die Palästinenser können das aus leidvoller Erfahrung bestätigen, ist ein reales Gebilde. Und dennoch ist die Künstlichkeit seiner Existenz evident. Er ist ein Staat aus der Retorte“ (Werner Pirker, Junge Welt, März 2002)

34) „Wenn jüdische Politiker vom zukünftigen Musterstaat Palästina sprechen, so weiß jeder Kenner, daß dies nie eintreten wird. Denn auf keinem Gebiet des Wissens, der Kunst des Lebens, ist der Jude wirklich schöpferisch gewesen. Sein ›Staat‹ wird genau so lange dauern, als die Millionen des den Völkern der Welt abgewucherten Geldes ihm künstlich Lebenskraft einpumpen. An dem Tage, wo die Judenfrage im Sinne der jeweilig von Hebräern ausgeplünderten Völker gelöst sein wird (dieser Tag ist nicht mehr allzu fern), an diesem Tage fällt Palästina als Judenstaat in sich zusammen“ (Alfred Rosenberg  in „Der staatsfeindliche Zionismus“ – 1922)

35) „Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: “Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.” Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen“ (Jakob Augstein in SPON am 6.4.2012)

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62 Kommentare leave one →
  1. 27. Dezember 2012 09:37

    »Friede heißt für uns Zerstörung Israels. Wir stellen uns auf einen totalen Krieg ein, einen Krieg, der Generationen hindurch dauern wird. Seit im Januar 1965 die Al-Fatah geboren wurde, sind wir der gefährlichste Feind Israels geworden … Wir werden nicht ruhen bis zu dem Tag, an dem wir in unsere Heimat zurückkehren und an dem Israel vernichtet ist …« (PLO-Führer Yasir Arafat 2002)

    „Der strategische Dialog zwischen SPD und Fatah“, die Beziehungen zwischen Fatah und SPD die „auf gemeinsamen Zielen und Werten beruhen“, erscheinen damit in einem merkwürdigen Licht.

    http://www.ruhrbarone.de/kritik-an-spd-nach-fatah-treffen/

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  2. 27. Dezember 2012 12:06

    Es ist schon beängstigend wie deckungsgleich so gut wie jede Anti-Israel-Aussagen der NPD mit den Ansichten von vermeintlichen Linken, Grünen oder Liberalen sind. Mich würde brennend interessieren was so mancher antiisraelischer „Friedensfreund“ zu den „israelkritischen“ Ansichten von Alfred Rosenberg oder Holger Apfel hält. Gibt es gar Kontakte?

    Die Artikel von Holger Apfel, Olaf Rose, Ronny Zasowk und den anderen volksdeutschen NPD-Leuten hätten durchaus im „Freitag“, in der „Jungen Welt“ oder in der“ NRhZ“ erscheinen können, ohne dass es irgendwie großartig aufgefallen wäre. Freilich hätte Holger Apfel nicht unter Holger Apfel schreiben können, er hätte oder er hat sich ein Pseudonym ausdenken müssen…

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  3. metropolenmond permalink
    27. Dezember 2012 12:58

    Eine schöne literarische Sammlung dümmlich-gefährlicher Aussagen. Aber mal im Ernst. Einen wirklichen Erkenntnisgewinn bringt das nicht, zumal einige Zitate ohne ihren Kontext einfach sinnfrei sind. Sie eignen sich vielleicht für einen Shitstorm, aber nicht für mehr. Auf diese Art kann man jeden mit allem in Verbindung bringen – was aber auch bekannt sein dürfte. So wird da kein Schuh draus (Abgesehen von den üblichen Verdächtigen, die ohnehin Schaftstiefel tragen.). Den Artikel der Ruhrbarone finde ich persönlich übrigens recht schwach und extrem schlecht recherchiert – ein Armutszeugnis. Er ist auch insofern wenig nutzbringend, da er ignoriert, dass ein Dialog eben sein muss – es geht nicht ohne. Leicht ersichtlich ist das auch daran, dass Friedensbemühungen immer dann vollumfänglich gescheitert sind, wenn man es über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden versuchte. Und so muss man eben auch mit den größten „Arschlöchern“ reden, will man einen echten Erfolg – auch, wenns weh tut. Und das ist eben der Unterschied. Als Einzelindividuum darf man den Dialog ablehnen, kann konstatieren, dass man es aufgegeben hat und es sich nicht lohnt – wie hier auch öfter festgestellt wurde. Als Politiker/Diplomat aber darf man eben genau das nicht.

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    • 27. Dezember 2012 13:53

      Erst sind es „dümmlich-gefährliche Aussagen“ und die sollen dann „keinen Erkenntnisgewinn“ bringen? Was bringt denn Erkenntnisgewinn?

      Ich denke, die Aussagen sind alle eindeutig. Wer im Einzelfall den Kontext nachlesen will kann es tun, an der jeweiligen antisemitischen Aussage wird sich nichts ändern. Nach meiner Erfahrung ist ein Dialog mit Nazis und Antisemiten sinnlos. Die Aussagen beispielsweise von Felicia Langer(32), Ronny Zasowk(31) oder Felicia Langer(16) und der NPD Görliz (16) sind praktisch identisch.

      Bringt die Aussage von Arafat 2002, „Friede heißt für uns Zerstörung Israels“ tatsächlich keinen Erkenntnisgewinn? Soll man nicht darüber reden was Arafat zwei Jahre vor seinem Tod, acht Jahre nach seinem Friedensnobelpreis öffentlich seinen Anhängern gesagt hat? Darf man seine Anhänger mit diesen Aussagen nicht konfrontieren? Ich frage mich dann, warum? Und ich frage mich, darf man dann überhaupt irgendjemanden zitieren? Und wenn ja, warum denn?

      Ich empfehle alle 35 Aussagen noch einmal in aller Ruhe zu lesen um dann den gewünschten Erkenntnisgewinn zu erfahren: So unterschiedlich die Ansichten der NPD auf der einen und Felicia Langer und Co. auf der anderen Seite sein mögen, beim Thema Israel sind sie sich einig, ihr Antisemitismus eint sie.

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      • metropolenmond permalink
        27. Dezember 2012 14:46

        Den Erkenntnisgewinn hast du ja oben bereits zitiert, nur ist mir das eben zuwenig. Gerade die Arafat-Äußerung bringt mir 2012 nichts mehr, erst recht nicht innerhalb des immer noch lodernden Konfliktes. Dazu müsste man beleuchten, was in der Zeit zwischen dem Friedensnobelpreis und 2002 geschehen ist. Das gerade vordergründig linksdrehende „Vordenker“ ein zumindest latenter Antizionismus „eint“, will ich garnicht in Abrede stellen, schließlich basiert auch ihr „Denken“ auf „Anstand, Sitte und Moral“ in bürgerlich-bigotter Prägung, um es einmal blumig auszudrücken. Auf der anderen Seite – und das ist m.E. die Kunst – muss man mit derlei Gleichnissen eben vorsichtig sein. Gerade (z.B.) die NPD wird auch dadurch gefährlich, dass sie sich durchaus nachvollziehbaren Aversionen (z.B. Pädophilie) bedient, um zu Punkten. Nun darf das aber eben auch kein Grund sein, diese ebenfalls abzulehnen. (Achtung: Das ist nun definitiv kein Vergleich zwischen Pädophilie und Zionismus. Nur, dass hier keine Missverständnisse entstehen.)

        Das eigentliche Problem ist aber auch nicht der lamentierende Popanz sondern die Lage vor Ort.

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      • 27. Dezember 2012 15:12

        Es gibt für einen aufgeklärten Menschen (Humanisten) keinen einzigen Programmpunkt der NPD, der diskutabel wäre. Die Ansichten der NPD über Pädophilie machen da keine Ausnahme. Erspare mir bitte die Diskussion über die Justizvorstellungen der NPD diesbezüglich. Es bleibt dabei: Die antisemitischen Ansichten der NPD bezüglich des Judenstaates sind, wie oben mit einigen Beispielen belegt voll deckungsgleich, zumindest kompatibel. Dies abzustreiten wird sehr schwierig bis unmöglich.

        Die Aussagen von Arafat wurden durch die Aussagen des Großmuftis von Jerusalem im Januar dieses Jahres, alle Juden zu ermorden, wiederholt. Die Aussagen von Arafat wurden in diesem Jahr durch die Terroranschläge der al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden (Fatah) bestätigt.

        Wenn trotzdem in unseren Breiten die Fatah als die „gemäßigte Seite“ des Konfliktes dargestellt wird und gleichzeitig die israelische Seite mit „Hardlinern“, „Ultranationalisten“, „Ultrarechten“ tituliert wird, dann spreche ich von fehlender Erkenntnis des Nahostkonflikts und von daher dienen die 35 Zitate sehr wohl der Aufklärung.

        Übrigens, die Fatah hat mit Abu Daud und höchstwahrscheinlich mit Mahmud Abbas die Terroranschläge von München 1972 durchgeführt.

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      • metropolenmond permalink
        27. Dezember 2012 16:41

        Dein vehement autoritärer Tonfall in nahezu jeder Diskussion lässt nicht vermuten, dass es sich bei Dir um einen Humanisten handelt.

        Ich schrieb nicht über die Rechtsauffassung der NPD sondern über das „Besetzen“ von Themen.

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      • 27. Dezember 2012 18:35

        Die NPD kann besetzen was sie will, mir geht es um die Aussagen, die Programmatik und um die Ansichten der NPD. Alles was die NPD über Israel schreibt, könnte in der „Jungen Welt“ oder im „Freitag“ stehen. Darüber sollte mal nachgedacht werden!

        Ich kann mir gut vorstellen wie sich (nach eigenem Verständnis) linke Antizionisten fühlen, wenn sie ihre Ansichten, exakt ihre Aussagen auf den Seiten der NPD wiederfinden. Ich würde gerne die Gesichter von „Ebertus“ und Co. sehen, wenn sie ihre Ansichten bei Alfred Rosenberg wiederfinden.

        Wenn es nicht so traurig wäre müsste man darüber lachen. Ich frage mich außerdem, was sich die gemäßigten Blogger des „Freitags“, von „ed2murrow“ bis Uwe Theel denken, wenn nun ihr Herausgeber „ihres Freitags“ im weltweiten Antisemitismus-Award des „Simon-Wiesenthal-Centers“ den 9. Platz im Jahr 2012 belegt.

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      • metropolenmond permalink
        27. Dezember 2012 18:53

        Nö – für mich ist es schon ein Thema, was die NPD besetzt, denn daraus entsteht – gerade in den Neuen Bundesländern – ein echtes Problem, falls Dir das im schönen Bayern bislang entgangen sein sollte.

        Was ich von der „Preisverleihung“ halte, habe ich unten geschrieben und mich (ich kann einfach nicht anders) auf Facebook dann doch ein wenig darüber lustig gemacht. Ich kann die Erregung des Wiesenthal-Centers sogar verstehen, nur heißt das erst einmal nicht viel. Das Wiesenthal-Center ist der Meinung, Augstein gehöre auf diese Liste, was ich persönlich anders sehe, denn ich kann mir in etwa denken, wie man zu so einer Weltsicht gelangt. In jedem Fall würde ich Augstein nicht einmal ansatzweise mit der Goldenen Morgenröte vergleichen und in die Nähe rücken, was dort allerdings geschieht. Das ist blanker Unsinn und die Einreihung dort ist ein Faux pax – Wiesenthal-Center hin, Broder her. Dennoch – und hier will ich garnicht relativieren – hat der Kollege vom Hegelplatz dringend Nachhilfe in Sachen Historie nötig. Keine Frage. Kann er auch haben – Angebot steht: Live und in Farbe. Kein Ding.

        Wie sich diverse Freitagianer dabei fühlen, ist mir – gelinde gesagt – scheißegal.

        Im Ernst – zwischen den Tagen darf das ja mal sein. Ich bin persönlich enttäuscht von Augstein, auch, weil ich lange davon ausging, dass mit ihm jemand aus dem salonlinken Lager die Chupze hätte, den durchaus antisemitischen Tendenzen einmal richtig eine reinzuwürgen. Stattdessen muss man immer wieder naive Andienerei lesen. Chance vertan würde ich sagen. Und dabei halte ich ihn immer noch nicht für so dämlich, das Wort für Wort wirklich zu glauben, was er da teilweise von sich gegeben hat.

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      • 27. Dezember 2012 19:19

        Ich weiß nicht ob es dir entgangen ist: Ich lehne, im Gegensatz zu den angesprochenen Antizionisten, jeden Programmpunkt der NPD ab. Ich wiederhole: JEDEN! Im Gegensatz zu Ebertus, TomGard, Lutz Herden, Werner Pirker, Felicia Langer usw., usw. Darauf lege ich großen Wert! Das hat nichts mit Bayern oder den neuen Bundesländern zu tun.

        Zum Antisemitismus-Award: Es ist alles eine Frage der Definition. Der Antisemitismus nach 1945 hat sich verändert. Eine Definition was Antisemitismus ist, bist du bisher schuldig geblieben, im Gegensatz zu mir. Außer du bist immer noch der Ansicht, dass die „Protokolle der Weisen von Zion“ nicht antisemitisch sind (wenn du willst suche ich den entsprechenden Kommentar heraus). Antisemitismus ist nicht nur einen Juden in eine Gaskammer zu schieben. Antisemitismus nach 1945 funktioniert subtiler.

        Der“ Freitag“ ist (mit Verlaub) eine antisemitische Zeitung und Jakob Augstein ist sein Herausgeber. Der 9. Platz des Simon Wiesenthal-Centers ist nicht nur eine Meinung. Dazu ist die Lebensleistung Simon Wiesenthals zu beeindruckend. Wer nach diesem 9. Platz es noch immer nicht für nötig erachtet nachzudenken, dem ist nicht zu helfen.

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        • metropolenmond permalink
          27. Dezember 2012 19:56

          Simon Wiesenthal ist 2005 in Wien verstorben. Seine Person hat mit der Preisverleihung nicht das Geringste zu tun. Seine Lebensleistung gehört ihm, nicht der Organisation. Ergo ist es höchst illegitim, die Preisverleihung mit seiner Lebensleistung zu rechtfertigen, zu begründen. Es ist übrigens immer nur eine Meinung, wie auch das von Dir und mir Geschriebene meist nur Meinung ist, wenngleich ich mich für nicht ganz so verbrettert halte wie Dich.

          Noch einmal für Dich: Ich schrieb nicht von Programmpunkten der NPD sondern von THEMEN!!! Raff es doch endlich einmal. Und diese kannst du nicht ablehnen oder ignorieren, da die NPD (wie auch andere Ansammlungen Degenerierter) ganz normale Themen versuchen zu besetzen. Was ist daran so unverständlich? Zudem ist das Problem hinlänglich bekannt.

          Zu Deinem wiederholten Nachdenken-Vorwurf. Ich denke sehr wohl nach – aber ohne ein vorschnelles Urteil zu fällen, wenns denn genehm ist. Du magst ja die Vergangenheit ganz famos zitieren zu können. Mit der Gegenwart scheinst Du Deine Probleme zu haben. Oder sagen wir es so – es gibt Übersetzungsschwierigkeiten.

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        • 27. Dezember 2012 23:14

          Ich gehe davon aus, dass Simon Wiesenthal sich zu Lebzeiten Gedanken um seine Nachfolge machte.

          Du hast auf meine Feststellung, dass die NPD in der „Israelfrage“ dieselben Ansichten wie die deutschen „linken“ Antizionisten haben, geschrieben: „Gerade (z.B.) die NPD wird auch dadurch gefährlich, dass sie sich durchaus nachvollziehbaren Aversionen (z.B. Pädophilie) bedient, um zu Punkten.“ Mit deiner Feststellung, dass die NPD auch Pädophilie thematisiert, hast du meine Feststellung nicht enthärtet. Ich gehe davon aus, dass du, Augstein und 90 Prozent aller Freitagsblogger, wie ich die „Lösungsvorschläge“ der NPD bezüglich Pädophilie nicht teilen. So und nun nochmal der Unterschied: Die NPD auf der einen und Felicia Langer und Co. äußern sich beinahe kongruent zu dem Thema Israel, im Gegensatz zu mir.

          Und nun die 100.000 Dollar-Frage: a) Sind deiner Meinung die Zitate der NPD (5,10,12, 15,17,20, 31) antisemitisch oder nicht? B) Sind die Zitate von Hitler und Rosenberg (1,2,29,34) antisemitisch oder nicht?

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        • metropolenmond permalink
          27. Dezember 2012 23:59

          Jetzt mal ehrlich. Ich antworte auf Deine impertinenten Fragen nicht. Es ist mir schlichtweg zu blöd. WAS soll das? Das ist bestenfalls Bretter-Gymnasium-Niveau. Stell solche Fragen doch bitte nicht mir.

          Und da Du es immer noch nicht begriffen zu haben scheints – es ging mir um die Besetzung von Themen, aber das scheinst du nicht zu begreifen. Wie verbrettert oder meinetwegen borniert kann man eigentlich sein? Es ist völlig unerheblich, welche Ansichten die NPD hat, was Israel betrifft. Wichtig ist allein, ob eine Kritik in Punkt a oder b angemessen ist – völlig unabhängig davon, ob die NPD oder wer auch immer sie teilt.

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        • 28. Dezember 2012 11:49

          Mir war klar, dass du die einfache Frage ob die Aussagen der NPD, Rosenberg und Hitler antisemitisch sind nicht beantworten wirst. Denn mit einer Antwort wäre dein Gedankengebäude zum Antisemitismus zusammengebrochen wie ein Kartenhaus.

          Wenn du wie jeder klar denkende Mensch gesagt hättest, ja die Aussagen von Rosenberg, Hitler und der NPD sind antisemitisch, dann hättest du erklären müssen wieso die Aussagen von TomGard, Felicia Langer und Co. nicht antisemitisch sind. Wenn du gesagt hättest, die Aussagen von Rosenberg, Hitler und der NPD wären nicht antisemitisch, hättest du dich disqualifiziert und du hättest nicht mehr in den Spiegel sehen können, davon bin ich überzeugt.

          Das nennt man übrigens Rhetorik und die gibt es schon seit der Antike. Die kommt in Diskussionen vor und hat nichts mit Bretter-Gymnasium-Niveau zu tun. Es geht darum, dass die Ansichten der NPD bezüglich Israels deckungsgleich mit den von uns hier diskutierten Antizionisten sind. Das ist keineswegs unerheblich!

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          28. Dezember 2012 12:39

          Aha – Rhetorik nennt sich das. Welch interessante Information. Mich erinnern Deine Fragen eher an schopenhauersche Kunstgriffe – und zwar an die, von denen er sich dann später aus nachvollziehbaren Gründen distanziert hat.

          Fidelche, mir ist es einfach zu albern, über Deine Stöckchen zu springen und bei jeder Gelegenheit im unmöglichen Verhörraum (MI) zu bestätigen, dass 1 + 1 = 2 ist. Was hat das mit Rhetorik zu tun? Und doch – es geht um das Niveau dessen, was Du als Rhetorik bezeichnest. Ich habe ja verstanden, dass Du für eine gewisse Einfachheit stehst und auch darauf stehst. Das ist Dein gutes Recht – nur verlange doch von anderen nicht, dass sie dem folgen.

          Es kann natürlich sein, dass Aussagen von Tom Gard und Langer antisemitisch motiviert sind – keine Frage. Aus meiner Perspektive sind sie in weiten Teilen erst einmal vor allem idiotisch und das halte ich für wichtiger. Ob die Aussagen antisemitisch sind oder die Aussagetreffenden gar Antisemiten, spielt für mich dann keine Rolle mehr, denn das Problem liegt nicht in einem „rassisch“ begründeten Antisemitismus sondern eher in einem „Prägungsfehler“, der aber leider weit verbreitet ist. Derlei „Denker“ würden sich, sollte es auf einmal keinen einzigen Juden mehr geben, schnellstmöglich eine andere Projektionsfläche für ihre Ressentiments suchen. Und warum das so ist, das halte ich für die viel interessantere Frage. Juden eignen sich dafür vermutlich auch deswegen, weil sie eine gewisse „Opfer-Tradition“ besitzen und weil sie sich als Juden (zumindest aus Sicht der ewigen Gerechten) so klar definieren lassen (was völliger Unsinn ist). Das ist dann schön praktisch und man kann sich sogar angemessen verzweifelt fühlen, weil man Kritik an „denen üben muss“, die doch soviel erlitten hatten. Und zack – wieder bleibt das Individuum auf der Strecke und der Jude – na, er ists ja gewohnt – ist Opfer. Und wehe nicht. Letztlich – und das finde ich richtig schlimm, wird ihnen diese Rolle aufgebürdet – und zwar von allen Diskussionsbeteiligten auf ihre Weise. Die einen benötigen den Opfer-Status, um sie auf Teufel komm raus zu „verteidigen“, die anderen benötigen ihn, um sie zu „ermahnen“. Beides ist vermessen, ignorant und würdelos. Da es hier aber oft um Israel als Staat geht und nicht um die Juden (was man keinesfalls verwechseln sollte), ist eben auch zu berücksichtigen, dass man einen Staat als Staat durchaus kritisieren darf – in der Form, wie man jeden Staat in seinem Handeln kritisieren darf und (als Korrketiv) auch muss.

          Wie in jeder anderen Community (Staat, Volksgruppe, Gemeinschaft, whatever) existiert Pluralismus – ob man das nun will oder nicht. Keine Gruppe ist „heilig und fehlerfrei“. So gibt es auch in Israel Humanisten, Rassisten, Rechte, Linke usw. – was absolut legitim aber deswegen auch diskussionswürdig ist, wenn es um weitere Zusammenhänge geht. Ich schrieb es schon einmal – auch das hat etwas mit Menschenrechten und Emanzipation zu tun – in dem Sinn, dass eine Population das Recht auf Fehler besitzt, man ihr dies weder absprechen kann, noch darf, denn man kann Entwicklungen jedwelcher Form nun einmal nicht verhindern. Auch Israel ist kein museales Artefakt sondern ein lebendiger Staat. Dort wandern auch keine (ich überziehe jetzt einmal bewusst) lebendigen Leichen in KZ-Kleidung durch die Straßen, sondern Menschen von heute – so wie Du und ich, die sich von uns im Grunde in nichts unterscheiden, die gleichen oder ähnlichen Wünsche und Ziele haben. Sie sind keine „ewigen Opfer“, sondern aktiv Handelnde und auf dieser Basis sollte man die Diskussion auch führen – auf Augenhöhe mit gemeinsamen Zielen, nicht in einer Opfer-Täter-Zwangsabhängigkeit.

          Und ganz ehrlich: Wäre ich Jude hier oder in Israel, wäre ich stinksauer, wenn mir jemand aus seinem eigenen Schuldkomplex heraus erklären würde, wie ich über mich und meine Sache zu denken hätte und ich wäre auch erbost über die opfer-zentrierte immer mitschwingende Bevormundung, die fast schon einen kolonialen Charakter besitzt.

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        • 28. Dezember 2012 15:17

          Du musst dir das mal in aller Ruhe überlegen. Du hast dich selbstverschuldet in ein Gedankengebäude verirrt, in dem du nicht einmal die antizionistischen Aussagen Hitlers, Rosenbergs und der NPD als das benennen kannst was sie sind, nämlich antisemitisch.

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        • 28. Dezember 2012 15:40

          Und du solltest Dir meine Antwort noch einmal in Ruhe durchlesen, denn ganz am Anfang steht genau das. Aber um es Dir nicht allzu schwer zu machen (1 + 1 = 2): Ja, Papi – die Aussagen Hitlers, Rosenbergs und der NPD sind, waren und werden immer antisemitisch sein. Ja, was denn wohl sonst? Sorry – aber derlei ist bei mir mit keinem Fragezeichen versehen. War es nie, wird es auch nie sein.

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        • 28. Dezember 2012 17:42

          Aus der Gleichung 1 + 1 = 2 hab ich tatsächlich nichts in dieser Richtung abgeleitet. Da stand ich wohl auf der Leitung. Umso schöner, wenn ich mich irrte. Wir sind also beide der Überzeugung, dass die Aussagen Hitlers, Rosenbergs und der NPD antisemitisch sind. Damit haben wir eine gemeinsame Grundlage für eine Antisemitismusdefinition um die Aussagen von Felicia Langer und Co. dementsprechend zu verifizieren. Prima.

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  4. 27. Dezember 2012 14:38

    Ich will jetzt nicht überheblich wirken, aber ich bin davon überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Antizionisten die Zitate von Adolf Hitler und Alfred Rosenberg (1, 2, 29, 34) nicht kennen. Das Problem dieser Dumpfbacken ist, dass sie sich viel zu wenig mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt haben. Denn wenn sie das irgendwann gemacht hätten, dann würden sie bemerkt haben, dass ihre Ansichten kompatibel mit den „Gottfried Feders“ und den „Alfred Rosenbergs“ des vorigen Jahrhunderts sind. Wer „Mein Kampf“ und das „25 Punkte-Programm der NSDAP“ gelesen hat ist etwas sensibler wenn er braunen Dreck hört oder liest.

    Zum weiteren Erkenntnisgewinn noch ein Zitat von Alfred Rosenberg- Der staatsfeindliche Zionismus: auf Grund jüdischer Quellen erläutert (1922):

    „Das Ziel kann nicht zweifelhaft sein: durch von ›England‹ erzwungene wirtschaftliche und politische Vorrechte soll die jüdische kleine Minorität von vornherein herrschend gemacht werden und Juden aller Länder anlocken, dies neue jüdische Zentrum zu besiedeln, nach alter Methode, die eigentlichen, Jahrtausende hier lebenden Bewohner auf ›legalem‹ Wege auszuwuchern, zu verdrängen und ein rein jüdisches – von den Gojim Europas weit abgelegenes – Sammelbecken für eine weit ausgreifende Orientpolitik zu schaffen. Ein Teil des Heuschreckenschwarms, der seit Jahrhunderten am Marke Europas frißt, kehrt ins gelobte Land zurück, um nach neuen fetten Wiesen Umschau zu halten.“

    Die Bücher von Rosenberg wurden bereits 1925 in Palästina publiziert. Heute stehen Millionen von Buchexemplaren von „Mein Kampf“ und „Die Protokolle der Weisen von Zion“ in den Bücherregalen der arabischen Nachbarn Israels. Wer dies alles nicht weiß, wird den Nahostkonflikt nie verstehen.

    Wer die obigen Zitate der NPD von Holger Apfel bis Ronny Zasowk liest und keine Übereinstimmung mit deutschen Antizionisten à la „TomGard“ erkennt, hat entweder Tomaten auf den Augen oder leidet eventuell an Legasthenie.

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  5. 27. Dezember 2012 16:37

    Gratulation an Jakob Augstein und seine Crew!
    Das Simon Wiesenthal-Center hat ihn auf Platz 9 der weltweiten Top-Ten-Antisemiten 2012 gewählt:

    INFLUENTIAL GERMAN MEDIA PERSONALITY’S BIGOTRY
    JAKOB AUGSTEIN
    OWNER / EDITOR, DER FREITAG WEEKLY
    CONTRIBUTOR, SPIEGEL ONLINE
    “With backing from the US, where the president must secure the support of Jewish lobby groups, and in Germany, where coping with history, in the meantime, has a military component, the Netanyahu government keeps the world on a leash with an ever-swelling war chant.”

    “Israel’s nuclear power is a danger to the already fragile peace of the world. This statement has triggered an outcry.Because it’s true. And because it was made by a German, Guenter Grass, author and Nobel Prize winner. That is the key point. One must, therefore, thank him for taking it upon himself to speak for us all.”
    “Israel is threatened by Islamic fundalmentalists in its neighborhood. But the Jews also have their fundamentalists, the ultra-orthodox Hareidim. They are not a small splinter group. They make up 10% of the Israeli population. They are cut from the same cloth as their Islamic fundamentalist opponents. They follow the law of revenge.” key point. One must, therefore, thank him for taking it upon himself to speak for us all.”
    “The fire burns in Libya, Sudan, Yemen, in countries which are among the poorest on earth. But those who set the fires live elsewhere. Furious young people burn the American, and recently, theGgerman flag. They, too, are victims, just like the dead at Benghazi and Sanaa. Whom does this all this violence benefit? Always the insane and unscrupulous. And this time it’s the U.S.Republicans and Israeli government.”
    “Gaza is a place out of the end of times….1.7 million people live there on 360 sq. kilometers. Israel incubates its own opponents there.”
    all translated quotes from Spiegel Online

    – Jakob Augstein
    Respected Die Welt columnist Henryk M. Broder, who has testified as an expert in the Bundestag about German anti-Semitism, labeled Augstein a “little Streicher” adding: “Jakob Augstein is not a salon anti-Semite, he’s a pure anti-Semite…an offender by conviction who only missed the opportunity to make his career with the Gestapo because he was born after the war. He certainly would have had what it takes.”

    http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TT_2012.PDF

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    • metropolenmond permalink
      27. Dezember 2012 16:55

      Das ist doch ein toller Etappensieg. Leider aber nur Platz 9 – was ist da schief gelaufen? Hat es zu mehr nicht gereicht? Liegt es an der Talentfreiheit? War der Wettbewerb zu hart? Wird sich dieser Erfolg in den Abo-Zahlen niederschlagen?

      Ich halte ihn ja weiterhin für ein Opfer der eigenen Geschichte und für ein klein wenig zu kurzsichtig, was das Thema betrifft. Was mich allerdings erstaunt, ist, dass man es mit ein paar derartigen Äußerungen auf diese Liste schafft, die doch viel fantasievollere Figuren beinhaltet. Bedenklich finde ich auch die Überhöhung von Broder als Kronzeugen. Nur, weil der Kolumnenkrakeler der Welt urteilt, ist es dann so?

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    • 27. Dezember 2012 19:00

      Platz 9 ist zwar nicht überragend, aber immerhin. Weltweit die Nummer 9 zu sein, beim Antisemitismus-Award des „Simon Wiesenthal-Centers“, das hat schon was. Platz 9 ist besser als Platz 10.

      Die Frage ist nun, was die „Reservisten des Freitags“ zu der Auszeichnung ihres Chefs sagen werden: Das „Simon Wiesenthal-Center“ unterwandert von lauter autoritären, Antideutschen? Hahaha!

      Es mag überheblich, autoritär und arrogant klingen, aber dieser 9. Platz des Simon Wiesenthal-Centers 2012 ist ein verspätetes Weihnachtsgeschenk für uns alle, irgendwie ist es doch auch wieder eine Auszeichnung für Mission Impossible. Hihihi, wenn ich doch nur die Gesichter der antisemitischen „Friedenskämpfer“ sehen könnte, wie sie sich auf die Zunge beißen. Aber man kann nicht alles haben. Jetzt ist wieder Demut angesagt. Wer weiß was das neue Jahr bringt.

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      • metropolenmond permalink
        27. Dezember 2012 19:57

        Was ich fiel spannender finde: Wie sieht die konkrete Reaktion auf die Preisverleihung aus? Kommt eine, kommt keine, wird das überhaupt thematisiert…. Fragen über Fragen.

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        • 27. Dezember 2012 20:02

          Augstein hat schon reagiert, prophylaktisch: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/kritik-an-israel-inflationaerer-gebrauch-des-antisemitismus-vorwurfs-a-869280.html

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        • metropolenmond permalink
          28. Dezember 2012 00:02

          Prophylaktisch kann man darauf nicht reagieren. Das ist Unfug.

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        • 28. Dezember 2012 08:53

          Das mit der Ironie üben wir noch ein bißchen.

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  6. 27. Dezember 2012 19:18

    Meinetwegen hätte Platz 9 gern doppelt verliehen werden dürfen: an Augstein und Grass. Sie sind ohnehin sowas wie die Glamour Twins der judenfresserischen bürgerlichen Mitte, also derjenigen Form von zeitgenössischen Antisemitismus, die ganz ohne ideologischen Überbau auskommt und auch in der Erscheinungsform nichts anderes als bundesdeutscher Katzenjammer ist. Wer sich, nebenbei, fragt, warum der sich selbst als links verstehende Augstein Liebeserklärungen an Helmut Kohl schreibt, wird in dieser Wurzel die Antwort finden.

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    • 27. Dezember 2012 23:46

      Ein ideologischer Überbau wäre natürlich zu viel verlangt von Pat und Patachon. Was Pat (Grass) wollte, wohin er wollte war bereits zu Zeiten der Gruppe47 offensichtlich. Patachon (Augstein) hat sich scheinbar erst in den letzen beiden Jahren gefunden. Zweifellos stehen beide für die bürgerliche Mitte. In welcher hoffnungslosen Situation wir uns befinden belegt der Umstand, dass sich nicht nur Pat und Patachon als links verstehen, sondern dass die beiden auch von anderen so gesehen werden.

      Wenn die links sind, was ist dann rechts?

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  7. wwalkie permalink
    27. Dezember 2012 20:27

    Die Mission Impossible feiert sich, weil das Simon-Wiesenthal-Center, das mit dem Namensgeber außer dessen Einwilligung in die Benamung nicht so viel zu tun hat, groteskerweise Jakob Augstein zum eminenten Antisemiten erklärt hat und als Begründung einen Anwurf Broders heranzieht, nicht wissend (hoffentlich), dass dieser zwischen haltlosen Vorwürfen und Rechthaben oszillierende Autor ein guter Schreiber, aber oft ein schlechter Analytiker ist. Und die Beurteilung der Zitate sowie die Brodersche Interpretation sind in der Tat an den Haaren herbeigezogen.

    Zu kritisieren wäre die mangelnde Differenzierung in der poltischen Situationsanalyse durch Augstein (aber wer differenziert eigentlich noch?) – Israel ist kein monolithischer militaristischer Block, sondern voller Widersprüche und oft von einer politischen Lebendigkeit, die uns abgeht, die Palästinenser sind bei weitem nicht alle blutrünstige Antisemiten, wie hier so oft suggeriert wird – , aber zur Differenzierung fehlt der MI wohl der Mut zur Transzendenz der eigenen Beschränktheit.

    Der Spiritus rector des Wiesenthal-Centers, Rabbi Hier, wird von dem progressiven Rabbi Michael Lerner, der den Autoren der MI als Linke doch eigentlich sympathisch sein müsste, so charakterisiert: „Hier (has) a very right and distorted view of Israel as the innocent victim and the Palestininians as evil terrorists“.

    Ich habe den Eindruck, manche Autoren der MI verstehen sich als Marxisten und/oder kritische Theoretiker. Dann solltet ihr allerdings euren eigenen Ansprüchen genügen.

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    • 27. Dezember 2012 23:33

      Nein wwalkie, die Begründung ist nicht Broders Aufsatz. Die Begründung sind die publizierten Ansichten von Herrn Augstein. Ich kann nicht verstehen, dass sie nicht verstehen wollen, dass die hundertfache Hetze im „Freitag“ gegen den Judenstaat nichts mit legitimer Kritik an Israel zu tun hat.

      Ich wundere mich, dass es ihnen offensichtlich nicht möglich ist, die „israelkritischen Aussagen“ von Jakob Augstein richtig einzuordnen. Ich wundere mich zudem, dass Sie offensichtlich den Vernichtungswillen von Hamas, Fatah und anderen Terrororganisationen nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Andererseits wundert mich dies auch wieder nicht, da im antizionistischen „Freitag“ die Verbrechen der antisemitischen Islamfaschisten nie thematisiert wurden. Der antizionistische „Freitag“ kümmert sich ausschließlich um die „Verbrechen“ der Israelis. Da Sie die unfassbare Einseitigkeit des „Freitags“ inklusive seiner Community bezüglich des Nahostkonfliktes, sowie den Antisemitismus der dem zugrunde liegt, offenbar nicht erkennen, muss ich ihren Vorwurf im letzen Absatz zurückweisen und ihn gegen Sie selbst richten: Wer als „Linker“ in einer antizionistischen Zeitung schreibt, genügt in keiner Weise seinen Ansprüchen.

      Ihre Definition von Antisemitismus haben Sie, soweit ich weiß noch nicht zum Besten gegeben. Deshalb auch an Sie die Gretchenfrage, um einer Lösung der Problematik einen Schritt näher zu kommen:

      1a) Sind ihrer Meinung die Zitate der NPD (5,10, 12, 15,17,20, 31) antisemitisch oder nicht?

      1b) Sind ihrer Meinung die Zitate von Hitler und Rosenberg (1, 2, 29, 34) antisemitisch oder nicht?

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      • metropolenmond permalink
        28. Dezember 2012 00:06

        Und ich kann den Vorwurf nur unterstreichen. Diese Borniertheit hier ist schon mehr als augenscheinlich. Diese unglaubliche Arroganz, mit der über Menschen geurteilt, ja, verurteilt wird, ruft Übelkeit in mir hervor – und zwar völlig unabhängig davon, ob ich jemanden wirklich verteidigen möchte. Und anstatt sich mit dem Beitrag von wwalkie wirklich auseinander zu setzen, kommen nur die üblichen „Fragen“ in Offiziers-Manier, um nicht Reichsgerichtshofs-Attitüde schreiben zu müssen. Es ist und bleibt so, dass dieser Blog dem Thema nach wie vor nicht gerecht wird. Es ist einfach peinlich.

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        • 28. Dezember 2012 18:59

          Wenn man sich „uneinig“ darüber ist, ob sich jemand antisemitisch verhält oder nicht, dann ist es wohl sinnvoll, dass jeder seine Karten auf den Tisch legt und sagt, was er unter Antisemitismus versteht. Wenn ich unter Antisemitismus nur das verstehe, was auf der Wannseekonferenz beschlossen wurde, dann können per Definition nur Heydrich & Co. Antisemiten sein. Logisch, oder? Sind jedoch z.B. doppelte Standards zur Beurteilung Israels ein Kriterium für Antisemitismus, dann fällt der antisemitische Zirkel naturgemäß etwas größer aus. Der Borniertheits- und Arroganzvorwurf hängt in der Luft, wenn nicht mal beantwortet (und begründet) werden kann, ob der o.g. Kommentar von TomGard antisemitisch ist oder nicht.

          lg LL

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        • MEMO permalink
          30. Dezember 2012 14:01

          Louis Levy, ich verstehe unter Antisemitismus jedenfalls nicht zwingend Israel-Kritik als Staatskritik. Zugegebenermaßen fällt es nicht leicht, hier angemessen zu differenzieren. Was doppelte Standards betrifft, liegt es übrigens auch in der Natur des Menschen, diese anzuwenden – und zwar ganz nach Gutdünken, nach Sympathie usw.. Auch das muss nicht zwingend antisemitischer Natur sein. Das bleibt immer auf eine gewisse Weise ein Ritt auf einer Rasierklinge. Schwierig wird es immer durch das „Warum“, welches sich schwer „dingfest“ machen lässt. Hier wird es fast ausgeblendet oder ggf. interpretiert, was aber durch nichts gesichert ist. Dieses Verhalten bezeichne ich als arrogant. Noch einmal zu den doppelten Standards. Sind diese der Punkt, müsste man 95 % der Weltbevölkerung inklusive 95 % der Bewohner Israels als zumindest strukturelle Antisemiten bezeichnen, weil sie auf dieser Basis wahrnehmen/entscheiden. Das allein kann es also nicht sein. Letztlich liegt auch dem Antisemitismus ein Rassendenken zugrunde, weil anders eine Differenzierung nun einmal nicht möglich, diese aber Basis ist. Sehr verkürzt würde ich Antisemitismus konstatieren, wenn ein Negativ „festgestellt“ und diese „Feststellung“ mit dem Jude-Sein begründet wird. Dieses Merkmal vermisse ich jedoch häufig in den kritisierten Beiträgen (nicht in allen). Offenkundig wird diese Krux auch und gerade dann, wenn aus der linken Richtung der Staat Israel (bzw. sein Handeln als Staat) kritisiert wird. Aus diesem Grund nutze ich auch öfter den Begriff der „Idiotie“ und nicht den des Antisemitismus. Diese Idiotie gründet sich auf der positiven Unterstellung in Richtung der Paläsitnenser, dass sie die Unterdrückten sind und viele Linke Unterdrückte für ihre eigene Legitimation benötigen. Und ja – hier greifen dann wirklich doppelte Standards. Während diese Vollidioten innerhalb der Bundesrepublik jede zweite Petition gegen Armut, Datenfreigaben, Volkszählungen etc. unterschreiben, erregen sie sich kaum über die kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen in den Gebieten ihrer doch so benötigten Unterdrückten, deren Administration (Geistliche, Parteien, Terrororganisationen) selbst Unterdrücker sind. Wichtig ist nur, dass man sich zu ihren Gunsten gegen den „imperialistischen Sündenfall Israel“ richten kann, da dieses Land mit der verhassten Bundesdiktatur und der noch verhassteren US-Diktatur paktiert. Im einen Auge steckt also ein Splitter und das andere ist blind. Im Grunde ist Israel hier nur ein Platzhalter, die letzte Möglichkeit, sich noch einmal so richtig als Antiimperialist zu fühlen – ein dummlinker Stellvertreterkrieg, der nur daher antisemitisch daher kommt, weil es zufällig Juden sind, die dort ihren Staat legitimierten (schließlich leben dort nicht erst seit 1948 Juden – sie lebten schon immer dort). Man kann derlei dämliches Verhalten der Linken auch in anderen Teilen der Welt beobachten, nur hat es dort nichts mit Juden zu tun, wird also nicht als antisemitisch beschrieben – sturkturell ist es aber das Gleiche. Für diese „Linken“ reicht es, wenn sich jemand als Revolutionär oder Sozialist bezeichnet und sie stehen wie die Lemminge stramm auf dessen Seite, unabhängig davon, was geschieht und wie viele Menschen dem zum Opfer fallen. Der Böse ist immer der „Imperialist“, der „Nicht-Sozialist“. Und so ist es eben auch Israel, welches einfach auf der falschen politischen Seite steht und auf dieser dümmlichen Basis jede nur denkbare Kritik erfährt, da die andere Seite grundsätzlich entschuldet ist – schließlich kämfen die ja nur für ihre Freiheit gegen den ewigen Feind, den Klassenfeind (jedenfalls sehen unsere Salonlinken im Raum 4, alternatives Projekt 7, gerne so.

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        • 31. Dezember 2012 19:38

          Hallo Michael,

          Du schreibst, A. sei nicht zwingend eine Israel-Kritik als Staatskritik. Natürlich und richtig. Aber andererseits: Je häufiger diese Staatskritik immer nur an Israel stattfindet, desto wahrscheinlicher ist es wieder, dass A. dahinter steckt, und ebenso, wenn die doppelten Standards immer nur zu Lasten Israels angewendet werden. Dann ist es eben nicht die „Natur des Menschen“, wie Du schreibst, sondern die Natur des A.

          Und sei doch mal ehrlich: Bestimmte Aussagen von TomGard und Augstein sind absolut kein „Ritt auf einer Rasierklinge“, wenn Du das nicht zu sehen vermagst, liegt das sicher nicht an Deinem differenzierten Blick!

          Tatsache ist: A. ist sehr weit verbreitet und, allein schon deshalb, nicht harmlos. Dass „ein Negativ“ an Israel mit dem „Jude-Sein“ begründet wird, das werden Dir explizit wohl wenige sagen und doch ist es der Fall, wenn doppelte Standards allein auf Israel angewendet werden! Dein Begriff der “Idiotie” ist eine klare Verharmlosung für das Phänomen und Dein „weil es zufällig Juden sind“ ist ein lupenreines Darüberhinwegsehen. Die „Israelkritik“ wird im Fall des A. geübt, weil es gerade NICHT zufällig Juden sind.

          Wenn Du Dich nicht tiefer mit dem Phänomen beschäftigen willst, dann nimm` vereinfacht das 3-D-Modell nach Natan Sharansky als Richtschnur:
          Dämonisierung – Doppelstandards – Delegitimierung

          Zur Dämonisierung ist es z.B. ratsam, die Schuld zuerst „den Juden“, „den Israelis“, Israel oder der zionistischen Lobby zu geben, oder möglichst eine Aufrechnung oder Gleichsetzung mit den NS-Verbrechen zu praktizieren!

          Doppelstandards liegen dann vor, wenn für Israel ein anderer Maßstab gilt, als für andere internationale Akteure.

          Die Delegitimierung ist am effektivsten durch Infragestellung des Existenzrechts Israels zu erreichen.

          Zu beachten ist naturgemäß, dass dieses Schema nicht erschöpfend A. offen legt, subtilere, psychologisch erklärbare Formen gibt es en masse, aber es ist eine Hilfe. Zu unterscheiden ist auch das Vorurteil und das Ressentiment! Ersteres zielt auf das Verhalten eines Menschen, zweiteres auf die Existenz des Menschen.

          TomGard behauptet in obigem Beispiel, verkürzt gesagt und genau wie Augstein, dass Israel sich seine Feinde selbst brütet. Dies ist prototypisch: Israel ist immer Schuld. Sowohl die Anpassung, wie die Abgrenzung wird Israel übel genommen. Genau genommen wird Israel nicht „was es tut“, sondern seine Existenz übel genommen.

          lg LL

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        • 1. Januar 2013 14:01

          Danke für die Antwort, Louis

          Ich denke, dass dieses „immer nur Kritik an Israel“ dem Umfeld entspringt. Keine Frage – sich mit dieser Kritik, die oft – aber nicht immer, unangemessen ist, zu beschäftigen, ist auch wichtig. Allerdings werden auf dem „Israel-Level“ auch andere Staaten kritisiert oder belobhudelt, nur geht das hier unter, da sich der Blog auf dieses Thema fokussiert. Es ist aber nicht so, dass Kritik als Staats- oder Politik-Kritik nur an Israel geübt wird. Die thematische Gewichtung dieses Blogs mag den Blick darauf verstellen. Die doppelten Standards werden neben Israel auch auf die USA und ihre Bürger angewendet. Worauf ich hinaus will ist, dass doppelte Standards natürlich ein Indiz für Antisemitismus sein können, aber eben nicht müssen. Hier – finde ich jedenfalls – macht man es sich zu einfach.

          Was die Psychologie betrifft… Ich gehe davon aus, dass innerhalb ganz Europas eine Art Antisemitismus als Kulturfaktor anzutreffen ist, der einem kollektiven Gedächtnis entspringt. Um diese „Erkrankung“ oder „Störung“ aufzuarbeiten, reicht es jedoch nicht, im Dritten Reich oder im in Wahrheit faschistisch geprägten linken Spektrum zu graben. Es ist eben leider nichts „deutsches“ oder „linkes“ – es ist viel mehr, basierend auf der gesellschaftlichen Entwicklung seit 0. Im Grunde wiederholen sich die Strukturen immer wieder und in Europa sind die Juden neben ein paar anderen Gruppen die tradierten Opfer/Gegner/Anderen. Das größte Problem scheint mir zu sein, dass man sich zur einigermaßen schlüssigen Beantwortung dieser Fragen ziemlich tief in den Urschleim begeben muss, einfach, weil man die Gesamtentwicklung und gängige menschliche Verhaltensweisen nicht außer Acht lassen kann. Man kann sie leider aber auch nicht gänzlich abstellen, nur lernen, sie „irgendwie“ in vernünftige Bahnen zu lenken.

          Ein Beispiel: „TomGard behauptet in obigem Beispiel, verkürzt gesagt und genau wie Augstein, dass Israel sich seine Feinde selbst brütet.“

          Natürlich tut Israel das, aber eben nicht freiwillig. Das Problem Israels ist, dass es von Staaten umgeben ist, die fernab jeglichen Demokratieverständnisses agieren und für die Israel ein erhebliches Risiko darstellt (ich meine damit nicht den Schwachsinn, den Grass schreibt und den Augstein leichtfertig bestätigt hat), aber auch von Nutzen ist, um die eigene Bevölkerung von sich selbst weg zu polarisieren. Verkürzt könnte man also feststellen, dass Israel gezwungen wird, sich seine Feinde selbst auszubrüten – aus einem arabisch-palästinensischen machtpolitischen Kalkül heraus. Das kommt bei den uns bekannten Spitzendenkern aber nicht durch, weil sie nur an der Oberfläche kratzen und vorschnell Stellung für eine Seite bezogen haben – für eine noch dazu, die sie in ihrer Grundausrichtung hier in Deutschland vehement ablehnen würden. Das macht es ja so pervers. Ich persönlich denke allerdings, dass die völlige Entschuldung wie auch die Verurteilung Israels keinen Sinn ergeben und den Menschen nichts nutzen. Zudem kann man – wenn man ehrlich ist – in einem Konflikt wie dem zwischen Israel und seinen Nachbarn von keiner Seite umfassende Fairness verlangen. Auf beiden Seiten wird „unvernünftig vernünftig“ agiert, es wird provoziert, es ist ein Kräftemessen, ein destruktiver Wettbewerb. Eine Seite feuert Raketen ab, legt Bomben, die andere baut erneut eine Siedlung, die die indigene Bevölkerung aber nicht betreten darf und fördert damit neue Aggressionen, lässt Menschen erschießen und bombardiert ebenfalls.Und so weiter, und so fort. Es ist müßig, sich der Frage zu widmen, wer nun wann wieder angefangen hat. Allerdings – und hier beziehe ich Stellung – nehme ich es der israelischen Administration ab, dass sie grundsätzlich zu einer Beendigung des Konfliktes bereit ist. Den Funktionären von Fatah und Hamas glaube ich dies nicht. Sie wären dann nämlich arbeitslos.

          Ich denke, Menschen wie Tom Gard und auch andere benötigen einen Klassenfeind, um sich selbst definieren zu können und ist dieser erst einmal ausgemacht, wird alles andere ausgeblendet oder umgedeutet. Es geht im Grunde garnicht um Israel oder die Palästinenser – es geht nur um sie selbst und ihre Eitelkeit. Und ja – um dies möglich zu machen, sind doppelte Standards notwendig – wie immer. Was sie wirklich aussagen, ist eine andere Sache.

          Grundsätzlich allerdings stört es mich immer, wenn von „den Israelis“, „den Deutschen“, „den Palästinensern“ usw. herumphantasiert wird, denn diese monolithischen Gruppen existieren nur in unserem Hang zur Simplifizierung und sind eine Entsprechung des eigenen individuellen Nationalismus.

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        • 1. Januar 2013 21:36

          Mit der Begründung, dass Israel sich seine Feinde selbst brütet, ist es letztlich für alles verantwortlich zu machen, der ewige Sündenbock also. Das ist antisemitisch und nicht nur idiotisch, rein inhaltlich, unabhängig von der Israel-hassenden Sprache („Apartheitsstaat“, „zionistische Schlächter“, „KZ-Gaza“ etc.), die TomGard außerdem an den Tag legt, und deshalb zu verurteilen.

          Dass Israels Feinde Israel dazu zwingt, sich seine Feinde selbst auszubrüten, ist eine verdrehte Formulierung, die Israel wieder vermeintlich schuldhaft ins Boot holen soll, ohne dass es faktisch eine Schuld hat.

          Es ist auch nur Deine Formulierung, Michael, denn TomGard wie auch Augstein machen direkt Israel verantwortlich.

          Warum Du so formulierst, wenn Du ebenfalls nicht Israel als Schuldigen siehst, kann aus meiner Sicht nur daran liegen, weil Du die antisemitischen Formulierungen von TomGard und Augstein, warum auch immer, partout auf eine weniger schuldhafte Bahn lenken willst. Weil Du, „an das Gute glaubend“, nicht zu glauben vermochtest, dass so etwas Antisemitismus ist, was fidelche schon lange geiselte. Auch die Schriften Broders und Tramperts vermochten Dir, der solche Kommentare als Idiotie abtut, keine tiefere Gewissheit zu verschaffen. Jetzt hat das Simon Wiesenthal Center Augstein als einen der einflussreichsten Antisemiten des Jahres benannt und Du bist so fest „im Gleis der Verteidigung“ dieses „ehrenwerten Herrn“, dass Du es immer noch nicht glauben magst.

          Was müsste Augstein nach Deiner Meinung denn sagen, damit man dies als antisemitisch benennen könnte?

          lg LL

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        • 1. Januar 2013 22:08

          Stopp LL

          Das Israel dazu gezwungen wird, seine Feinde auszubrüten (wobei dieser Satz schon merkwürdig ist), ist keine Verdrehung, sondern dokumentiert im Gegenteil die Perfidität des Vorgangs. Damit will ich Israel keineswegs schuldhaft ins Boot holen, denn es wird immer wieder in den Konflikt gedrängt – die Gründe beschrieb ich, wobei sie von Dir leider überlesen wurden. Allerdings ist es nun einmal auch so – wie ich bereits erwähnte, und das ist auch keine Neuiggeit – dass es in einem Krieg (erst recht nicht während dieser langen Zeit) keine vollständig Unschuldigen gibt. Es ist immer auf beiden Seiten hier und dort jemand zu finden, der sich schuldig gemacht hat. Menschen sind ganz einfach so.

          Ich glaube auch nicht an das Gute, schon garnicht an das Gute im Menschen. Der Mensch als solcher ist scheiße und von Selbstsucht getrieben. Und wenn wir schon bei Selbstsucht sind. Broder ist für mich ein selbstsüchtiges borniertes Arschloch, ein widerlicher Hetzer und Populist. Darum ist mir sein Urteil auch egal – ich überlese ihn meist. Das hat auch nichts mit seiner Religion oder gar mit Augstein zu tun. Schreiber wie Broder widern mich einfach an – eben als Schreiber und schlechte Journalisten.

          Zum SWC: Augstein wäre nicht einmal dann einer der einflussreichsten Antisemiten, wenn er ein glasklarer Antisemit wäre, weil er im Grunde kaum Einfluss besitzt. Ein Blättchen mit einer 14tausender Auflage und ein Kommentar im Spiegel sind kein „wichtiger Einfluss“. Was für ein Blödsinn. Auf was und wen denn auch? Damit verteidige ich seine schludrigen Analysen (welch Wort in diesem Zusammenhang) nicht, nur ist es mir zu wenig, um hier einen Antisemiten-Fang zu bejubeln, wie es primitiver Weise geschieht. Tom Gard? Wer ist das? Einer der Schlümpfe?

          Nein – man kann den Vorwurf, der besagt, dass Israel seine Feinde selbst ausbrütet, eben nicht einfach nur als antisemitisch abtun. Das würde der Situation einfach nicht gerecht. Dabei geht es auch nicht um Schuld sondern darum, wie und warum derlei Situationen entstehen und wie sie zu verhindern wären. DAS ist zielführend. Um irgendwelche Schuldfragen mögen sich die Gerechten ihre Köpfe heiß und meinetwegen auch wund schreiben.

          .

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        • 1. Januar 2013 22:48

          Hallo Michael,

          auch wenn Broder für Dich ein selbstsüchtiges borniertes Arschloch, ein widerlicher Hetzer und Populist ist, so heißt das nicht, dass er z.B. bei seinem Augstein-Urteil nicht richtig liegen kann.

          Denkst Du tatsächlich, Du könntest Antisemitismus besser als das SWC erkennen und Augstein gehöre im Jahr 2012 nicht zu diesen einflussreichen Antisemiten?

          Wer wäre denn in D nach Deiner Meinung einflussreicher UND so antisemitisch wie Augstein? Grass ist zumindest wieder „zurückgerudert“, als er verbesserte, er meine die israelische Regierung.

          Sind die Aussagen von TomGard etwa nicht antisemitisch?

          Dass man den Vorwurf, der besagt, dass Israel seine Feinde selbst ausbrütet, eben nicht einfach nur als antisemitisch abtun kann, da gebe ich Dir recht, aber antisemitisch ist der Vorwurf in jedem Fall.

          lg LL

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        • 2. Januar 2013 00:06

          Sorry Louis, aber eine Diskussion ergibt so für mich keinen Sinn. Ich erkenne durchaus Fakten an, aber nicht, weil sie von A, B oder C geäußert oder als solche hingestellt werden. So „Obrigkeitsgläubig“ bin ich nicht und auch das SWC ist in der Lage, einen „Bock zu schießen“. Dein letzter Absatz zeigt mir, dass es auch dir nur darum geht, die hier üblichen Simplifizierungen herunter zu beten, nicht aber darum, wirklich auf eine Diskussion einzugehen. Es geht nicht darum, ob jemand einflussreicher ist, es geht darum, ob jemand überhaupt einflussreich ist oder ob man mit Kanonen auf Spatzen schießt. Übrigens sind verschiedene Herausgeber rechtsnationaler Presseerzeugnisse mit Sicherheit einflussreicher als der Salonlinke Augstein. Was übrigens hat das Zurückrudern von Grass damit zu tun – im Grundsatz ändert das nichts an seiner reaktionären Haltung, an seinem dumpfen Deutschsein (Ja, sowas von mir – aber hier triffts. Mir wird bei diesem Textmurks regelmäßig speiübel.). Tom Gard ist mir wie Wanda Wella nach wie vor egal.

          Recht gebe ich Dir durchaus darin, dass man einige Augstein-Äußerungen als antisemitisch begreifen kann. Im Zweifel für den Angeklagten bleibe ich allerdings beim Label „Idiotie“. (So groß ist der Unterschied auf den zweiten Blick übrigens nicht.) Vielleicht ist meine Schwierigkeit mit dem Antisemitismus-Begriff, der hier gepflegt wird, deswegen so groß, weil er so Vieles umfasst, bzw. so deckungsgleich mit ganz normalem Rassismus ist. Doppelte Standards existieren auch dort, sie sind kein Alleinstellungsmerkmal. Auch dort wird ein Unterschied gemacht – je nach dem, wer handelt, wird unterschiedlich gewertet, werden unterschiedliche Motive unterstellt. Vielleicht ist es auch viel schlimmer und ein „erweiterter Antisemitismus“ ist ein grundsätzliches Übel menschlichen Daseins. Denkbar wärs.

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        • 2. Januar 2013 14:54

          Hallo Michael,

          meine Wahrnehmung kongruiert mit dem SWC, das hat nichts mit Obrigkeitsgläubigkeit zu tun. Außerdem muss man sich als Mensch ENTSCHEIDEN, will man nicht im Modus eines Dinges „leben“. Jede Entscheidung verlangt eine gewisse Simplifizierung, sonst kommst Du zu keiner AUSSAGE. Eine Differenzierung ins Unendliche, bzw. die Haltung „es kann so oder auch anders sein“, bringt Dich nicht weiter.

          Zuerst behauptest Du, Augstein hätte keinen Einfluss, jetzt sagst Du, es gehe nicht darum, ob jemand einflussreicher ist usf. Mit dem Zurückrudern von Grass hat das deswegen zu tun, weil sonst Grass womöglich Augstein den 9. Platz weggeschnappt hätte. Als Nobelpreisträger ist er nämlich noch einflussreicher. TomGard ist Dir „egal“, sagst Du. Deinen ganzen Kommentaren entnehme ich nur, dass Du Dich nicht entscheiden willst, denn Du machst weder die Aussage Augstein`s und TomGard`s Aussagen waren antisemitisch, noch sagst Du, sie waren es nicht. Vielleicht gibt es Antisemitismus, vielleicht ist es nur Idiotie, das führt zu nichts.

          Nein, man muss schon Kriterien für Antisemitismus haben und wenn diese erfüllt sind, dann war es eben Antisemitismus. Das ist keine unzulässige Simplifizierung. Begründe doch mal, warum TomGards o.g. Kommentar NICHT antisemitisch ist!

          lg LL

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        • 2. Januar 2013 21:30

          Nein und nochmals nein. Man muss und DARF sich als Mensch nicht auf Basis einfachster Parolen entscheiden. Genau das hat schon genug Unheil angerichtet und mündet immer in einer zumindest Meinungs-Diktatur. Es ist unredlich und unverantwortlich, dies zu verlangen oder zu befürworten. Darüber hinaus ist das, was seitens des SWC und des Krakelers Broder in Sachen Augstein veranstaltet wird, den ich übrigens nicht leiden kann, nahe an der Perversion, zumindest aber abschreckend. Punkt. Broder ist ein Häscher – nichts weiter – und sein Hauptkampfthema (neben seinem radikalen Neoliberalismus, seinem stets im Vordergrund stehenden Sozialdarwinismus iSv. „der stärkere muss/soll gewinnen“) findet ein neues Opfer. Diskussionskultur, Freiheit und Diskurs sehen anders aus.

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        • 3. Januar 2013 14:04

          Michael! Es geht nicht um „einfachste Parolen“. Nach der EUMC-Arbeitsdefinition sind die Vorwürfe u.a. von Augstein und TomGard antisemitisch. Obwohl Du es nie offen aussprichst, sind sie es für Dich offenbar nicht. Das WARUM NICHT, bleibst Du schuldig.

          In den Vorwürfen wird u.a. von Augstein behauptet „Gaza ist ein Ort aus der Endzeit des Menschlichen. 1,7 Millionen Menschen hausen da, zusammengepfercht auf 360 Quadratkilometern. Gaza ist ein Gefängnis. Ein Lager. Israel brütet sich dort seine eigenen Gegner aus.“ und von TomGard, „dass die palästinensischen Bevölkerung im israelischen Apartheitsstaat in eine auswegslos desperate Lage gebracht wurde, in der es zu dumpfem, international alimentiertem Dahinvegetieren mit Ausbrüchen selbstmörderischer Gewalttätigkeit keine Alternative gibt. Die Lage wurde von zionistischen Schlächtern absichtsvoll und systematisch herbei geführt, viele von ihnen haben sich dazu bekannt. Die Errichtung des KZ Gaza zementierte diese Lage noch einmal, weil sie die palästinensischen Bevölkerungsteile gegeneinander stellt, der “Feldzug” gegen die Insassen erübrigte nebenher alle oben zitierten Bekenntnisse. … nur besteht der alternativlose Gewalteinsatz in der Entwaffnung der zionistischen Militärs und Zerschlagung der logistischen Verwurzelung ihrer Macht in der israelischen Ökonomie“.

          Das sind falsche, entmenschlichende, dämonisierende oder stereotype Anschuldigungen, faktisch gegen Juden, die einerseits direkt (KZ-Gaza) eine Verbindung zur Politik der Nationalsozialisten herstellen, andererseits zumindest Assoziationen (ein Ort aus der Endzeit des Menschlichen, ein Lager) dazu wecken sollen. Beide, Augstein wie TomGard, machen Israel nicht nur für die eigenen Gewaltausbrüche, sondern auch für die Gewaltausbrüche der Palästinenser respektive der Hamas (..im israelischen Apartheitsstaat in […] die Lage gebracht, in der es […] zu Gewalttätigkeit keine Alternative gibt, Israel brütet sich dort seine eigenen Gegner aus.) faktisch also immer verantwortlich, das Stereotyp des ewigen Sündenbocks also. Indem man Israels Verteidigung auf den Raketenbeschuss aus Gaza kritisiert, wird von Israel ein Verhalten gefordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet und verlangt wird. Warum spricht Augstein nicht bei Hongkong oder anderen Orten hoher Bevölkerungsdichte, über Menschen, die da zusammengepfercht hausen?

          Was ist falsch an dem, was ich schreibe?

          lg LL

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        • 3. Januar 2013 15:03

          Der Katalog interessiert mich nur bedingt und meine Entscheidungen treffe ich unabhängig. Die EUMC-Deklarationen sind mir „wumpe“.

          Was Tom Gard betrifft: Den gibts ja nicht mal wirklich. Was die hier zitierten Aussagen betrifft, sind diese strikt antizionistisch. Das ist doch ganz einfach. Ob er wirklich einen „Judenknacks“ hat, kann ich nicht beurteilen und nehme mir das auch nicht heraus. Ich weiß nicht, was ihn „motiviert“. Mag sein, dass es nur ein überzogenes „Mitgefühl“ mit den „Entrechteten“ ist, was ihn derart aufbrausen lässt, weil er in Israel all das sieht, was der stramme Linke als imperialistisch begreift. In diesem Moment wäre er aber auch nur „Antiimperialist“, nicht zwingend ein Antisemit. Schon toll mit diesen Begriffen, gell. Seine überaggressiven Äußerungen schmecken und riechen nur deswegen besonders schlimm, weil es sich um Israel handelt und nicht um den Südkongo.

          Was Augstein betrifft, wendet er sich ebenfalls gegen die seiner Meinung nach konservative Administration Israels und zwar exakt in der Form, in der Linke auch gerne die USA, Deutschland oder die Schweiz beklagen (Ihr übrigens auch – und zwar alle). Eine andere Bedeutung erlangen seine Ausführungen nur aus dem Grund, dass Israel nun einmal mehrheitlich von Juden bewohnt wird. Mehr ist es erst einmal nicht. Er dämonisiert auch nicht die Juden, er äußert einseitige Kritik an der Politik der Regierung Netanjahu. Das kann man für unvollständig halten, für überzogen – aber das sind x kritische Artikel an anderen Administrationen auch.

          Falsch, lieber Louis, ist an dem, was du schreibst, dass der einzige Grund Deiner Kritik die religiöse und/oder ethnische Zugehörigkeit des Kritisierten ist. Jede Wette, dass du einen ähnlichen Wortlaut, würde er z.B. Östereich oder die Schweiz oder England kritisieren, vollumfänglich unterschreiben würdest – in einer vergleichbaren Situation.

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        • 3. Januar 2013 15:58

          Ist das dann so ein „Bauchgefühl“, das Dich in puncto Antisemitismus leitet oder hast Du einen festen, eigenen Katalog an Kriterien? Lustig, lieber Michael, dass Du zwar offenbar nicht genau weißt, was Antisemitismus ist, aber ganz genau, was keiner ist. Lustig ist auch, dass Du zwar (berechtigt) über die Motivation von Augstein nicht spekulierst (ich auch nicht), aber über meine schon. Welcher der beiden „zufälligen Israel-Kritiken“ entnimmst Du so wohlwollend, dass sie sich an die Politik der Regierung Netanjahu richtet? Die Kritik richtet sich nämlich nicht zufällig an Israel, genausowenig, als sechs Millionen Südkongolesen systematisch ermordet wurden!

          lg LL

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      • 28. Dezember 2012 12:34

        Ich gehe davon aus, dass auch wwalkie die Gretchenfrage nicht beantworten wird. Wenn er die Frage bejaht, bestätigt er, dass sein „Freitag“ antisemitisch ist. Wwalkie ist zu klug um die Frage zu verneinen und zu klug um sie zu bejahen. Genauso wenig wird er die Aussagen des Freitagsbloggers TomGard oder der Freitagspublizistin Felicia Langer verurteilen.

        Ist es nicht verhängnisvoll wenn man sich wegen seines Gedankenkäfigs nicht einmal gegen den Antisemitismus von Hitler, Rosenberg und der NPD aussprechen darf? Ich gestehe, wenn ich über den Antisemitismus von Holger Apfel oder Alfred Rosenberg urteile, ruft es bei mir keine Übelkeit hervor. So unterschiedlich können Menschen konstituiert sein.

        Wer keine in sich konsistente Definition des Antisemitismus anzubieten hat, die antisemitische Struktur des deutschen Antizionismus leugnet, wer sich ständig mit Antisemitismus-Vorwürfen, nun mit dem Simon Wiesenthal-Center seiner Idole auseinanderzusetzen muss, hat verdammt schlechte Karten. Peinlich ist es nach meiner Ansicht den übelsten Antisemiten, egal was sie von sich geben die Stange zu halten.

        1977 wurde das Simon Wiesenthal Center gegründet. Der Versuch das Simon Wiesenthal Center zu diskreteren halte ich ebenfalls für peinlich. Ich empfehle vielmehr sich mit den „israelkritischen“ Äußerungen von Augstein und dem „Freitag“ zu beschäftigen. Ich bin der Ansicht das Simon Wiesenthal Center hat die Auszeichnung zu recht vergeben. Diese Auszeichnung wiegt sehr schwer und wwalkie weiß das. Nach Hermann Dierkes 2011 nun ein weiterer Deutscher unter den ersten 10 im weltweiten Antisemitismus-Award. Wie oft wird dieser Award von 2012 wohl zitiert werden? Wie oft werden die Freitagsblogger mit dem Antisemitismus-Award ihres Chefs konfrontiert werden? Wie immer werden sie sich die Ohren zuhalten und den Kopf in den Sand stecken. Hartes Brot für die Avantgardisten es „Freitags“.

        Der Rabbi Michael Lerner ist mir genauso wenig sympathisch wie sein Busenfreund Richard Goldstone. Mit seinen Ansichten könnte Michael Lerner ohne weiteres im „Freitag“ schreiben. Wenn sich Lutz Herden gegen das Simon Wiesenthal Center aussprechen würde, dann wäre das auch kein Argument, dass mich überzeugen würde und Herden ist genauso „progressiv“ wie Lerner.

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        • MEMO permalink
          28. Dezember 2012 12:45

          Bis auf ein paar Blogger scheint sich kaum jemand für den Award zu interessieren. Das Leid der Freitags-Leser wird sich demnach in Grenzen halten. Wer hat hier übrigens das Wiesenthal-Center diskreditiert? Belege bitte.

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        • 28. Dezember 2012 15:16

          Ich habe nie behauptet dass alle Palästinenser blutrünstige Antisemiten sind. Ich habe mehrmals darauf hingewiesen dass viele Palästinenser die ersten Opfer der Hamas sind. Ich habe vor einigen Wochen darüber geschrieben, dass die Hamas im November sechs Palästinenser wegen angeblicher Kollaboration mit Israel öffentlich hingerichtet, die Leichen an Motorräder gehängt und durch die johlenden Massen gezogen hat. Wenn Palästinenser in der Westbank an Juden ein Grundstück verkaufen, werden sie von den Schergen der Fatah hingerichtet. Darüber wirst du übrigens im „Freitag“ kaum etwas lesen, wie du und „wwalkie“ im „Freitag“ nichts über den diesjährigen Aufruf des höchsten Geistlichen der Westbank, „alle Juden dieser Welt zu ermorden“ gelesen haben dürftest. Soviel zur „mangelnden Differenzierung“!

          Augstein bringt die Nichtübernahme der Schleckfrauen mit der israelischen Rüstungspolitik in Zusammenhang, Augstein behauptet „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden” und so weiter und sofort. In Augsteins „Freitag“ wird ausschließlich in tausenden Artikeln, Blogs und Kommentaren völlig ohne Differenzierung gegen Israel agitiert, wird Israel völlig ohne Differenzierung delegitimiert und gleichzeitig werden in Augstein „Freitag“ die Verbrechen und die Ideologie der Terrorbanden von Hamas und Fatah verharmlost. Wie blind muss man sein dies nicht zu erkennen?

          Wer meint den Antisemitismus-Award damit herunterspielen zu können, weil ein Rabbi Michael Lerner dem Gründer des Simon-Wiesenthal-Centers Einseitigkeit vorwirft, irrt sich oder macht sich etwas vor. „Diskreditiert“ war in dem Zusammenhang nicht die perfekteste Wortwahl.

          Ich sprach vom „Kopf in den Sand stecken“. Dass die Freitagsblogger nicht gerne über den Antisemitismus-Award ihres Herausgebers reden ist doch klar.

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    • 28. Dezember 2012 17:52

      Das meinen die Ruhrbarone:
      „Simon-Wiesenthal-Center: Jakob Augstein unter den Top-Ten-Antisemiten

      Deutschland hat es wieder einmal geschafft! Nachdem “wir” im letzten Jahr mit dem Duisburger Linken-Politiker Hermann Dierkes bereits im Top Ten-Ranking der weltweit größten Antisemiten vertreten waren, nun das: Der Freitag-Herausgeber und Spiegel-Journalist Jakob Augstein hat in diesem Jahr einen beachtlichen neunten Platz geholt! Das Ranking wird jedes Jahr vom Simon-Wiesenthal-Center veröffentlicht. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Augstein!“

      http://www.ruhrbarone.de/simon-wiesenthal-center-jakob-augstein-unter-den-top-ten-antisemiten/

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  8. 28. Dezember 2012 20:13

    Im letzen Jahr wurde Hermann Dierkes hia analyisiert und er kam prompt unter die ersten 10 des Antismemitismus-Awards und Jakob Augstein ist seit zwei Jahren hier ein großes Thema bei MI und prompt macht der Herausgeber des Freitags den 9. Platz im Antisemitismus-Wettbewerb des Simon-Wiesenthal-Centers. Vor ihm liegen nur Achmadinejad, Mursi und Konsorten. Gegen diese Kaliber hatte er natürlcih keine Chance, aber er ist nahe dran. Kann es sein, dass MI Vernindungen zum Simon-Wiesenthal-Center hat? Ich würde mir nicht wundern existierten geheime Protokolle der Weisen von MI die Verbindungen zum Simon Wiesenthal-Center aufzeigten.

    Aber meine Erna glaubt nicht daran und sagt immer nur, die von MI sind einfach nur sehr weitsichtig.Wer 1 Schnäpsken und noch 1 Schnäpsken zusammenzählen kann der kommt auf die gleichen Ergebnisse wie MI.

    Euer Erwin aus Wanne-Eickel

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  9. 30. Dezember 2012 11:24

    Nachdem nun hier Einigkeit darüber besteht, dass die obigen Aussagen der NPD, Hitlers und Rosenbergs antisemitisch sind, wie alle der Vernunft anhängenden Humanisten dieser Meinung sein dürften, muss auf dieser Grundlage festgestellt werden, dass auch die übrigen Aussagen mehr oder weniger antisemitisch sind. Jedem Menschen muss auffallen, dass beispielsweise die Aussagen 15 der NPD Görlitz und 16 von Felicia Langer kaum unterscheidbar sind. Ich frage mich desweiteren wie es einen Verteidiger der Freitagscommunity gelingen könnte den Unterschied der Aussagen von Holger Apfel (12) und TomGard (3) zu belegen.

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    • 2. Januar 2013 14:18

      Tja, den Unterschied der antisemitischen Aussagen von Holger Apfel und TomGard vermag ich nicht erkennen. Wenn ich gefragt werden würde wer denn nun der größere Antisemit ist, Holger Apfel oder TomGard könnte ich mich nur schwer entscheiden.

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    • 2. Januar 2013 14:54

      Wer bestätigt, dass die Zitate der NPD, Alfred Rosenbergs und Hitlers antisemitisch sind, aber den antisemitischen Gehalt der Zitate von Augstein, TomGard oder Felicia Langer abstreitet, sollte einmal erklären warum er die Zitate der NPD für antisemitisch hält. Damit wäre man schon einen großen Schritt weiter, was die Definition von Antisemitismus anbelangt.

      Zu klären wäre dann auch noch nebenbei ob die Zitate von Arafat tatsächlich für alle Kommentatoren hier antisemitisch sind.

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    • SIA permalink
      3. Januar 2013 00:10

      „israelischen Apartheitsstaat“

      „dumpfem, international alimentiertem Dahinvegetieren mit Ausbrüchen selbstmörderischer Gewalttätigkeit keine Alternative“

      „zionistischen Schlächtern absichtsvoll und systematisch herbei geführt“

      „KZ Gaza“

      „der alternativlose Gewalteinsatz in der Entwaffnung der zionistischen Militärs und Zerschlagung der logistischen Verwurzelung ihrer Macht in der israelischen Ökonomie“

      Das ist NPD-Sprech! Unterschiedslos. Antisemitismus ist das unverzichtbare Bindemittel für Antizionismus.

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  10. 17. Januar 2013 20:56

    In einem neu aufgetauchten TV-Interview aus dem Jahr 2010 beschimpft Mursi Israelis auf üble Weise und ruft zum Kampf gegen den Judenstaat auf!

    Die Muslimbruderschaft zeigt langsam das herbst- bis winterliche Gesicht des Arabischen Frühlings, das viele nicht wahrnehmen und sehen wollten!

    lg LL

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  11. 3. September 2014 20:54

    Georg von Grote und Jutta von Ditfurth, die beiden adeligen Facebook-Freunde, gehören jenem janusköpfigen Traumpaar an, das einerseits medienwirksam und plakativ Antisemitismus anprangert, andererseits es intern wenig genau nimmt, wenn gerade gegen Israel ausgeteilt wird.

    Herr Grote, von dem die Zitate stammen “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich. (..) Über die Jahrhunderte der Diaspora hat sich bei Juden – und ich sag jetzt bewusst Juden und nicht Israelis – ein fast schizophrener Verfolgungswahn entwickelt”, nimmt gerade jene Position ein, die Frau Ditfurth „glühend“ in Elsässer zu verfolgen vorgibt.

    Er, der Journalist, schreibt z.B. „Ich war zwei Mal in Gaza, das eine Mal sogar mit der Ehre bedacht, unter israelischem Beschuss stehen zu dürfen und der sieht anders aus und hat andere, vor allem tödlichere Auswirkungen, als die Knallkörper, die vor Sderot, Netivot oder Ashkelon und anderswo meist auf dem Feld landen.“ und demonstriert gerade damit jenes typische Messen mit zweierlei Maß, in dem er dem israelischen Beschuss eine „…vor allem tödlichere Auswirkung…“ zuschreibt, als den palästinensischen „…Knallkörper, die vor Sderot, Netivot oder Ashkelon und anderswo meist auf dem Feld landen…“ Meist! Und die tödlichere Auswirkung konnte der Tintenkleckser gerade bei seinem durchlebten israelischen Beschuss auch nicht nachweisen, da er „seine Meinung“ noch tendenziös genug verbreiten konnte.

    Frau Ditfurth stört das wenig, so lange sich Grote`s Tendenz nicht negativ auf die Verkaufsquote ihres „13-Books-Store“ auswirkt. Aber nur so lange. Spätestens dann dürfte es vorbei sein mit der hochgeborenen Liaison!

    lg LL

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    • 5. September 2014 11:54

      Louis, auf der Facebookseite von Jutta Ditfurth ist seit gestern seine Diskussion um und mit Georg von Grote entbrannt. Ich denke Jutta Ditfurth wusste nicht mit wem sie da Facebook-Freundschaft schloss. Sie hat angekündigt, wenn sie Zeit hat, den Hinweisen auf Grotes antisemitische Äußerungen nachzugehen. Wenn Sie Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ nennt kann sie freilich schlecht mit Grote in Facebook befreundet sein.
      Bei dieser Diskussion reitet sich Grote übrigens immer weiter in seine braune Soße hinein. Aber er scheint auchMuffe zu schieben. Mittlerweile hat er nicht nur seine „Nachgedanken“ zum GraSS Gedicht gelöscht, auch auf seiner Facebookseite beginnt er nun wohl einige seiner antisemitischen Statements zu löschen.

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    • 8. September 2014 10:50

      Leider kann man die Diskussion bei Jutta Ditfurth nur als FB-Freund verfolgen. Grote schlägt mit langen aber irren Kommentaren blind um sich. Er kann einem gegen Manfred Breitenberger direkt leid tun. Ich schrieb auch bei Jutta und Sie antwortete dort wie folgt:

      FW am 14. Sep: Jutta Ditfurth schrieb in ihrem Text: “ Ihr seid unfähig, Euch der Verantwortung für die deutsche Geschichte zu stellen.“

      Dem stimme ich zu, wie ich ihrer Kritik an Jürgen Elsässer zugestimmt habe. Wie kann Jutta Ditfurth aber Jürgen Elsässer einen „glühenden Antisemiten“ nennen und gleichzeitig mit einem Georg von Grote in Facebook befreundet sein und bei ihm auf seiner Seite lobende Kommentare abgeben?

      Der Journalist, Jurist und Hobbykoch Georg von Grote verteidigte 2012 in einem Freitag-Artikel (Nachgedanken) leidenschaftlich das antisemitische Gedicht von GraSS. Darin schrieb er unter anderem: „Über die Jahrhunderte der Diaspora hat sich bei Juden – und ich sag jetzt bewußt Juden und nicht Israelis – ein fast schizophrener Verfolgungswahn entwickelt”…“Ich dachte, das neue freie Deutschland hätte sich langsam aus den sich selbst auferlegten Fesseln gelöst“… “Je öfter ich in Israel war, desto unschuldiger fühlte ich mich… “Und aus Schuldgefühlen heraus, machen wir in Deutschland diesen Wahnsinn mit, statt einfach mal ganz klar zu analysieren und Eigeninitive zu ergreifen und auch klipp und klar einem Netanjahu oder auch einem Herrn Broder und allen anderen, die ihnen nachlaufen zu erklären: Nein! Da spielen wir nicht mehr mit!… Grass hat nun den Anfang gemacht. Wir sollten mitmachen!”

      Wegen der niederträchtigen Behauptung mit dem „schizophrenen Verfolgungswahn“ wurden Grote Klagen wegen Volksverhetzung angedroht. Henryk M. Broder befasste sich mit Grotes „Nachgedanken“ und mittlerweile hat Grote seinen Artikel gelöscht. Auf seiner Facebookseite hetzt er weiter gegen Israel, dort halluziniert er von „ethnische Säuberungen“ der israelischen Regierung in Gaza.

      Wenn jemand nach Auschwitz behauptet Juden leiden unter einem „schizophrenen Verfolgungswahn“ und wenn jemand lügt Israel führe „ethnische Säuberungen“ in Gaza durch ist dann das nicht antisemitisch, nicht „glühend“ antisemitisch?
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/jakob_und_seine_brueder/

      ——–

      Jutta Ditfurth am 4. Sep. 14.30: Eigentlich ist das eine Binse, Friedrich Wolf: bei fb befreundet zu sein, heisst nicht, dass man mit jemandem im wirklichen Leben auch befreundet ist oder wäre, heisst nicht einmal, dass man jemanden kennt oder wirklich einschätzen kann. Ich kannte Georg von Grote bisher nur als Wahnmachenkritiker. Alles, was ich bewerten kann, sind Äußerungen, die ich lese und kann nicht mal alle lesen, die mir vorliegen. Auch nur einen Bruchteil der fb-Seiten meiner „Freunde“ hier zu analysieren ist für einen arbeitenden Menschen nicht möglich. Es geht Dir sicher auch nicht anders. Ich danke für Hinweise, denen ich nachgehe sobald ich Zeit habe.

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  12. 7. September 2014 17:00

    Das geschriebene Wort, schon ist es fort: Ich bereue meine obigen Aussagen schon wieder, insoweit ich teilweise auch auf den Adel der beiden, für den keiner was kann, angesprochen habe. Den inhaltlichen Rest, denke ich, kann man so sehen, oder?

    lg LL

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